Stammdaten

Register
Amtsgericht Frankfurt am Main HRB 15054
Eingetragen
13.10.1975
Branche
Einzelhandel mit Kraftwagen mit einem zulässigen Gesamtgewicht von 3,5 t oder wenigerTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von KraftwagenEinzelhandel mit Kraftwagen mit einem zulässigen Gesamtgewicht von mehr als 3,5 t
Gegenstand
Der Handel mit neuen und gebrauchten Kraftfahrzeugen sowie der Betrieb einer Kraftfahrzeugreparaturwerkstatt

Historie

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Management

NameRolle
Yvonne Hilgendorff
seit 20.1.2025
Prokura
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

Identifizierte Personen (3)

NameAnteil
52.49%
Cyril von Recum
40.43%

Gesellschafter
Beta

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Euler Group GmbH Holding
Germany
481.280 €
94.00%
H**** E****
30.720 €
6.00%

Konzern- und Jahresabschlüsse

Autohaus Euler GmbH

Frankfurt am Main

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2017 bis zum 31.12.2017

Lagebericht

I. Grundlagen

Das Unternehmen ist ein Vertragshändler der BMW AG, München. Neben dem Handel mit Fahrzeugen der Premiummarken BMW, MINI und den Submarken BMW M sowie BMW I und dem Betrieb von Werkstätten zur Wartung und Reparatur von Fahrzeugen, vertreibt sie auch Ersatzteile für BMW und MINI-Fahrzeuge. Außerdem vermittelt die Gesellschaft PKW im Rahmen eines Großkundenvertrages mit der BMW AG sowie Finanzierungs- und Leasingverträge der BMW Bank GmbH. Die Autohaus Euler GmbH hat ihren Hauptbetrieb in Frankfurt. Neben dem Hauptbetrieb bestehen ein MINI-Betrieb und ein Gebrauchtwagenzentrum.

Die Autohaus Euler GmbH ist eine große Kapitalgesellschaft gem. § 267, Abs. 3 HGB. Dieser Lagebericht richtet sich an § 289, Abs. 1 HGB aus.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaft und Branche

Der Weltmarkt für Automobile zeigte sich in den drei großen Teilmärkten - Westeuropa, USA und China - in 2017 in einer konsolidierenden Wachstumsphase. Die regionalen Märkte entwickelten sich unterschiedlich. Während der US-amerikanische Markt auf hohem Vorjahresniveau Sättigungserscheinungen mit 17,1 Mio. PKW (light vehicles) zeigte (-2,0 %), wuchs der chinesische Neuwagenabsatz nochmals auf 24,2 Mio. PKW Neuwagen (+2,0 %). Westeuropa als drittgrößter Markt wuchs ebenfalls kräftig um 3,3 % auf ca. 15,6 Mio. Einheiten. Der saturierte deutsche Markt wuchs auch in 2017 deutlich um ca. 3,0 % auf 3,441 Mio. Pkw. Insgesamt war auch das abgelaufene Geschäftsjahr 2017 ein gutes Branchenjahr. Die Marke BMW wuchs in Deutschland um 1,0 % auf ca. 311 Tsd. Einheiten. Der BMW-Konzern als unser wichtigster Schlüsselpartner blickte auf ein sehr gutes Geschäftsjahr zurück. Die solide Ertrags- und Finanzkraft unseres Fahrzeug- und Teilelieferanten ist die Voraussetzung, um im globalen Wettbewerb mit technologischen und Produktinnovationen dem Handel neue Umsatzchancen darzubieten. Gleichwohl hat sich die Wettbewerbssituation im Premiumsegment weiter verschärft. Dieser Teilmarkt zeichnet sich auf der einen Seite durch einen im internationalen Kontext hohen Segmentmarktanteil aus; auf der anderen Seite befeuern die OEM und der Handel ein aggressives Nachlassverhalten, um die angestrebten Volumenziele zu erreichen.

2. Wirtschaftliche Lage und Geschäftsverlauf

- Absatz- und Ertragslage

Die Autohaus Euler GmbH partizipierte von der guten Marktentwicklung und konnte im Frankfurter Markt sowohl der Wettbewerbsmarken AUDI als auch Mercedes-Benz Paroli bieten. Im Intrabrandwettbewerb ist man mit den Marken BMW und MINI Marktführer. Die Marken BMW und MINI waren gesamthaft vor Mercedes-Benz und AUDI im Premiumsegment marktführend.

Insgesamt wurden im Jahr 2017 2.335 (2016: 2.507) Fahrzeuge verkauft bzw. vermittelt (ohne Großabnehmer). Davon entfielen 1.481 (2016: 1.484) auf Neufahrzeuge und 854 (2016: 1.023) auf Gebrauchtfahrzeuge. Die Absatzleistung war trotz der Rückgänge bei Gebrauchtwagen aufgrund des starken Neuwagengeschäfts zufriedenstellend. Im deutschen Markt ist die EULER-Gruppe, dessen Teil die Autohaus Euler GmbH ist, einer der 10 führenden BMW-Händler und gehört zu den 50 größten Automobilhandelsunternehmen Deutschlands.

Das Unternehmen hatte per 31.12.2017 mit Umsatzerlösen in Höhe von T€ 102.033 (Vj.: T€ 106.174) einen Rückgang von 3,9 % verzeichnen müssen. Damit wurde die Schallmauer von 100 Mio. Euro Umsatz, die im letzten Berichtsjahr erstmals übertroffen wurde, gehalten. Die Gesamtleistung in Höhe von T€ 103.014 lang um 3,3 % unter Vj. (Vj.: T€ 106.552).

Für den Umsatzrückgang waren insbesondere das Gebrauchtwagen- und Teilegeschäft verantwortlich, während das Neuwagengeschäft deutlich zulegte.

Das Unternehmen konnte mit einem Gewinn (EBT) in Höhe von T€ 2.192 (Vj.: T€ 2.227) ein im Branchenvergleich sehr gutes Resultat erzielen und lag deutlich über den ursprünglichen Planansätzen.

Die Umsatzrentabilität ist Ausdruck der Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens. Das Autohaus erzielte eine Unternehmensrentabilität vor Steuern (EBT) von ca. 2,1 % gemessen an der Gesamtleistung und darf als deutlich branchen- und markenüberproportional bezeichnet werden (Vj.: 2,1 %). Innerhalb der BMW-Handelsorganisation wurde eine durchschnittliche Rendite von ca. 0,8 % erzielt (Vj.: 1,1 %). Ergebnistreiber waren höhere Umsätze und die daraus resultierenden höheren Rohertragsergebnisse.

Die sonstigen betrieblichen Erträge (Ist: 981; Vj: T€ 378) setzten sich hauptsächlich aus verrechneten Sachbezügen, empfangenen Zuschüssen für Erhaltungsaufwendungen (T€ 773) und Anlagenverkäufen zusammen.

Das Rohergebnis stieg um ca. T€ +459 auf T€ 19.273 bzw. um +2,4 % und generierte eine Rohertragsquote von ca. 18,7 %. Die Rohertragsquote ist im Intrabrandwettbewerbsvergleich überdurchschnittlich. Der Rohertragsanstieg ging auf verbesserte Erträge durch höhere Herstellerboni im Neuwagengeschäft zurück.

Die internen Kosten erhöhten sich um 3,6 % auf T€ 16.796. Trotz des deutlichen Anstiegs war die Fixkostenintensität sehr wettbewerbsfähig. Die Personalkosten stiegen auf ca. T€ 9.314 (Vj.: T€ 9.096) bzw. um 2,4 %, nach dem dieser Kostenblock im letzten Berichtsjahr noch um 3,4 % anstieg. Im Wesentlichen handelte es sich um übliche Gehalts- und Lohnerhöhungen. Der Anteil der Personalkosten am Rohertrag betrug unverändert ca. 48,3 % (Vj.: 48,3 %) und ist damit im Branchenvergleich wettbewerbsfähig. Die Geschäftsführung geht davon aus, dass sich die Personalkosten weiter erhöhen werden aufgrund der allgemeinen Arbeitsmarktsituation und dem notwendigen Aufbau zusätzlicher Mitarbeiterkompetenzen.

Die Abschreibungen gingen deutlich um T€ 200 auf T€ 845 zurück. Die Kostenintensität von 0,8 % lag etwa auf Branchendurchschnitt.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen verzeichneten einen spürbaren Anstieg auf T€ 6.637 bzw. um 9,5 %. Der Anstieg ging insbesondere auf Investitionen von T€ 776 zurück, die unmittelbar als Erhaltungsaufwand gebucht wurden. Die Kostenintensität betrug 6,4 % und muss im Branchenvergleich aufgrund der einmaligen, aufwandsbezogenen Investitionen als hoch bezeichnet werden. Nivelliert man diese Ersatzinvestitionen, sind die Fixkosten wettbewerbsfähig.

Das operative Ergebnis (EBIT) blieb leicht unter den Vorjahreswerten zurück (2017: T€ 2.477; Vj.: T€ 2.613) . Die EBIT-Rentabilität betrug 2,4 % (Vj.: 2,5 %) und kann markenbezogen als sehr gut bezeichnet werden.

Im Gebrauchtwagenbereich (2017: T€ 15.285; Vj.: T€ 18.149) gingen die Umsätze erkennbar zurück, im Neu- und Vorführwagenbereich konnten die Umsätze spürbar erhöht werden (2017: T€ 54.994; Vj.: T€ 50.414). Erfolgstreiber war das Großkundengeschäft.

Im Teilevertrieb reduzierte sich der Umsatz im Großhandel (2017: T€ 24.331; Vj.: T€ 30.400).

Das Werkstattgeschäft schloss ebenfalls schwächer ab und erzielte einen Umsatz von T€ 5.767 statt T€ 5.945 im Vorjahr.

Alle Abteilungen lieferten, bis auf die Gebrauchtwagenabteilung, im automobilwirtschaftlichen Branchenvergleich gute bis sehr gute Abteilungsergebnisse ab.

Das Finanzergebnis verbesserte sich auf T€ -286 (Vj. T€ -386). Ursache war eine verbesserte Innenfinanzierungskraft. Die Finanzierungskosten waren mit einer Intensität von 0,3 % im Branchenvergleich sehr wettbewerbsfähig.

Die steuerliche Belastung fiel überproportional, also um T€ 31 auf T€ 700 (Steuerquote ca. 32 % vom EGT; Vj.: 33 %) an.

- Vermögens-, Finanz- und Liquiditätslage

Die Bilanzsumme, die sich im Vorjahr um rd. 20 % reduzierte, stieg im Berichtszeitraum wieder etwa auf den Wert von 2015 an, also auf T€ 42.815 (Vj.: T€ 33.460). Die Bilanzverlängerung ging im Wesentlichen auf erhöhte Fahrzeugbestände und Kundenforderungen und sonstige kurzfristige Forderungen zurück. Die Forderungen an Gruppengesellschaften aus dem bestehenden Bankenpoolvertrag gingen erkennbar zurück auf T€ 1.697 (Vj.: T€ 3.398).

Die Vermögensintensität, also das Verhältnis von Anlagevermögen (T€ 7.348) zu Umlaufvermögen (T€ 35.467) hatte sich mit einem Wert von 0,21 ggü. dem Vj. Verringert (Vj.: 0,29). Grundsätzlich indiziert diese Entwicklung ein leicht verschlechtertes Liquiditätspotenzial (Dispositionselastizität) und eine etwas geringere Erfolgselastizität.

Für ein Autohaus maßgeblich ist die Umschlagshäufigkeit des Umlaufvermögens und des Gesamtkapitals. Im Fall der Autohaus Euler GmbH werden die Vorführwagenbestände im Anlagevermögen aktiviert. Gleichwohl dienen diese Bestände als Umsatzträger und sind insofern aus Kennzahlensicht dem Umlaufvermögen zuzuordnen. Unter Beachtung dieses Faktors hat sich der angepasste Umschlag des Fahrzeug- und Teilebestandes von ca. 39 auf 60 Tage zum Bilanzstichtag verschlechtert.

Das Kundenziel stieg von durchschnittlich 36 Tagen im Vorjahr auf auf 49 Tage zum Bilanzstichtag.

Der Umschlag des eingesetzten Kapitals, gemessen an der Bilanzsumme zum Bilanzstichtag, reduzierte sich von 3,2 im Vorjahr auf 2,4. Die Kapitaleffizienz erreichte damit wieder die Werte von 2015.

Das Eigenkapital stieg aufgrund der vollständigen Gewinnthesaurierung auf T€ 10.237 (Vj.: T€ 8.797; +16,4 %). Aufgrund der verschlechterten Kapitaleffizienz sank die EK-Quote leicht von 26,3 % auf 23,9 %. Die EK-Quote ist im Branchendurchschnitt deutlich überproportional. Das Eigenkapital als Risikopuffer ist in ausreichender Höhe vorhanden.

Der Verschuldungsgrad erhöhte sich leicht von ca. 74 % im Vorjahr auf 76 %, während sich die Verschuldung deutlich von T€ 24.663 im Vorjahr auf T€ 32.578 (Gesamtbetrag der Verbindlichkeiten incl. Rückstellungen) erhöhte. Auffällig war der Aufbau der Bankverbindlichkeiten von T€ 13.493 im Vorjahr auf T€ 19.976, also um ca. 48 %. Der Aufbau der Bankverschuldung ging auf eine Erhöhung der kreditfinanzierten Fahrzeugbestände insbesondere ggü. der Captive zurück.

Im Rahmen der vorsichtigen Bewertung wurden Wertberichtigungen für noch zu erwartende Verluste für die zum 31.12.2017 bilanzierten und zum Zeitpunkt der Bilanzerstellung noch vorhandenen Fahrzeuge gebildet.

Ausdruck der an den Tag gelegten kaufmännischen Vorsicht (§ 252, Abs. 4 HGB) ist u. a. eine ergebniswirksame Erhöhung der Rückstellungen auf Leasingrückläufer. Diese Rückstellungen wurden deutlich, nämlich nochmals um ca. T€ 202 auf T€ 3.779 erhöht, um dem Wert- und Marktpreisrisiko zukünftiger Rückkaufverpflichtungen ggü. der BMW Bank GmbH Rechnung zu tragen. Die übrigen Rückstellungen verringerten sich so deutlich, dass sich die Rückstellungen gesamthaft von T€ 5.228 im Vorjahr auf T€ 4.925 verringerten.

Grundsätzlich soll die Kapitalbindungsdauer nicht länger sein als der Kapitalüberlassungszeitraum, um Liquiditätsrisiken zu vermeiden. Die Fristenkongruenz war gegeben, wenn man den Vorführwagenbestand, der im langfristigen Sachanlagevermögen aktiviert wurde, rechnerisch dem kurzfristigen Vorratsbestand zuschlägt. Es ergibt sich ein angepasster Deckungsgrad B von ca. 226 %. (Vj.: 193 %) , bezogen auf die Summe des Eigenkapitals und der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Die Kennzahl weist auf die sehr gute Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft hin. Das tatsächliche fixe Sachanlagevermögen war deutlich niedriger als das Langfristkapital der Gesellschaft.

Die vorhandenen Kreditlinien der Hausbanken und Captive waren immer ausreichend. Der EBITDA als Ausdruck der Kapitaldienstkapazität betrug T€ 3.322 (Vj.: T€ 3.658) und steht als notwendige finanzwirtschaftliche Wachstumsreserve zur Verfügung. Die Darlehens- und Kreditverträge sind ausreichend prolongiert und die notwendigen Kreditlinien zugesichert.

Die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft war im Berichtszeitraum durchgängig gegeben.

III. Zukünftige Entwicklung, deren Chancen und Risiken

Die geplante Entwicklung der Autohaus Euler GmbH ist von politischen, rechtlichen, technologischen, wettbewerbspolitischen, finanzwirtschaftlichen Makro- und Mikro-Rahmenbedingungen, sowie von Änderungen des Kundenverhaltens und deren Kaufkraft bzw. Zahlungsbereitschaft abhängig. Weiterhin hat die Produkt- und Vertriebspolitik der BMW Group als wichtigster Schlüsselpartner einen erheblichen Einfluss auf den wirtschaftlichen Erfolg des Autohauses.

In der öffentlichen Wahrnehmung nehmen die Berichte über manipulierte Stickoxid- und CO 2-Messungen bei Dieselfahrzeugen mit Hilfe einer softwaregesteuerten Abschalteinrichtung ("defeat device") einen großen Raum ein. Neben Daimler, AUDI und Porsche ist auch die BMW AG von dem Einsatz einer fehlerhaft programmierten Software betroffen. Es wurden die Fahrzeugen BMW 750d und BMW M550d zurückgerufen, weil diese PKW mit einer falschen Abgas-Software ausgestattet wurden. Zudem entschied das Bundesverwaltungsgericht Leipzig, dass die betroffenen Kommunen Fahrverbote erteilen können. In Hamburg wurde ein Fahrverbot für Fahrzeuge bis zu EURO Diesel 5 straßenweise umgesetzt. Weitere Städte können der Entscheidung in Hamburg folgen. Die Kunden sind verunsichert. Der Nachfrage nach Dieselaggregaten geht zugunsten von benzin- oder alternativ angetriebenen Fahrzeugen zurück. Sämtliche unserer BMW und MINI Neufahrzeuge erfüllen seit ca. 2 Jahren die strengen "EURO-6-Diesel"-Anforderungen und sind nicht von Fahrverboten betroffen.

Es besteht ein Marktpreisrisiko, dass insbesondere unsere Leasingrückläufer unter einer rückläufigen Diesel-Nachfrage leiden. Ein hoher Anteil unseres Fahrzeugabsatzes sind dieselangetriebene PKW. Die Geschäftsführung unterwirft die Preis- und Mengenentwicklung, insbesondere der dieselangetriebenen Fahrzeugbestände, permanent einem Controlling, um mögliche Marktpreisrisiken frühzeitig zu erkennen und gegenzusteuern. Gleichzeitig wurde die Rückstellung auf Leasingrückläufer im Berichtszeitraum höher dotiert.

Ab Herbst 2018 werden durch die Zulassungsbehörden nur noch solche Motoren zugelassen, die den neuen WLTP-Standard ("Worldwide Harmonized Light-Duty Vehicles Test Procedure") zur Messung der Abgasgrenzwerte entsprechen. Im laufenden Geschäftsjahr kann dieses neue und aufwendigere Verfahren Lieferverzögerungen bestimmter Motoren und Modelle herbeiführen. Die Lieferfähigkeit von Neuwagen durch den OEM an den Automobilhandel kann dadurch partial gefährdet werden.

Die allgemeine wirtschaftliche Entwicklung sowie die regionalen Marktbedingungen lassen für das Geschäftsjahr 2018 eine positive Prognose unter der Einschränkung der Lieferfähigkeit von Neuwagen und die Preisentwicklung von Dieselfahrzeugen zu.

Da unsere Gesellschaft ausschließlich als Vertragshändler der BMW AG agiert, besteht grundsätzlich ein latentes Kontrahierungsrisiko hinsichtlich langfristiger Liefer- und Leistungsbeziehungen zu den Unternehmen der BMW Group. Dem stehen die Chancen gegenüber, die durch die Bindung an eine starke Marke entstehen. Die EULER-Gruppe ist für die BMW AG ein wichtiger Vertriebspartner im deutschen Markt, der ertrags-, vertriebsstark und investitionsfähig ist. Daher überwiegen aus unserer Sicht die Chancen deutlich.

Die Gesellschaft ist im Wesentlichen kurzfristig bankfinanziert. Die Darlehen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr machen ca. T€ 1.733 (Vj: T€ 2.148) aus. Die kurzfristigen Bankkredite valutierten mit ca. T€ 18.243 (Vj.: T€ 11.345) Es besteht ein marktinduziertes Zinsänderungsrisiko, weil die Fahrzeugfinanzierung auf Euribor-Basis 3 Monate mit der Herstellerbank geschlossen wurde. Die bestehenden Kontokorrentkredite unterliegen ebenfalls einem Zinsänderungsrisiko. Dieses Zinsänderungsrisiko wurde teilweise durch Zinsswapkontrakte abgesichert.

Die vorhandenen und üblichen Kreditvereinbarungen mit der BMW Bank GmbH als größter Finanzierungspartner beinhalten ein Refinanzierungsrisiko. Gleichwohl orientiert sich die Captive an der strategischen Vertriebsausrichtung des OEM. Aufgrund einer engen und erfolgreichen Zusammenarbeit mit dem OEM ist nicht davon auszugehen, dass die Captive ihre Finanzierungspolitik ggü. unserem Unternehmen negativ verändert.

Mit der Hausbank bestehen Darlehens- und Kontokorrentverträge. Es besteht ein Refinanzierungs- und Zinsänderungsrisiko. Die Geschäftsbeziehung mit der Hausbank indiziert keine Änderung der aktuellen Geschäftspolitik der Hausbank zum Nachteil des Unternehmens.

Die bestehenden Kreditlinien sind ausreichend, um saisonalen Umsatzverläufen Rechnung tragen zu können.

Zwischen den Gesellschaften der Euler-Gruppe besteht eine Cash-Pool-Vereinbarung. Die Autohaus Euler GmbH ist ein wichtiger Gläubiger in diesem Pool. In der Krise der Schuldner wären die jeweiligen Forderungen ausfallgefährdet (Adressenausfallrisiko bzw. Kreditrisiko). Tatsächlich ist das finanzwirtschaftliche Gleichgewicht aller am Cash-Pool beteiligten Gesellschaften solide. Somit ist nicht mit einem Kreditausfall zu rechnen.

Das Unternehmen ist umfangreiche Rückkaufverpflichtungen aus Leasingrückläufern ggü. der BMW Bank GmbH eingegangen, welches das Autohaus verpflichtet, nach Ablauf des Leasingvertrages des Endkunden, das Fahrzeug von der BMW Bank GmbH zu erwerben und auf eigene Rechnung zu vermarkten. Das Unternehmen erwirbt das Fahrzeug zu einem Schätzwert, der von einem unabhängigen Gutachter taxiert wird. Mögliche Verluste aus der Differenz zwischen Einkaufspreis und Schätzpreis werden bis zu einer Höhe von 3 % des Fahrzeugwertes durch den Händler getragen. Für darüber hinaus gehende Verluste tritt die BMW Bank GmbH ein. Es besteht ein Marktliquiditäts- und Marktpreisrisiko.

Die Geschäftsführung geht im laufenden Geschäftsjahr davon aus, dass das Werkstattgeschäft der wichtigste Ertragsgenerator sein wird und sich das Gebrauchtwagengeschäft ertragsseitig erholt.

Für das Jahr 2018 (Prognosezeitraum) wird ein Umsatz in Höhe von T€ 108.323 geplant, das Ergebnis wurde sehr konservativ justiert (Punktprognose). Die Prognose basiert auf der Annahme, dass die Verunsicherung der Kunden anhält und Lieferschwierigkeiten aufgrund des neuen WLTP-Standards die Umsatztätigkeit belasten können. Das Antriebsmix wird sich noch nicht wesentlich verändern, wenn wir auch in der Mittel- und Langfristbetrachtung von einer Zunahme batteriebetriebenen PKW ("Battery Electric Vehicle") bzw. PKW mit hyprider Antriebstechnologie ("Plug-in Hybrid Electric Vehicle") ausgehen.

Gesamthaft sind für die Geschäftsführung derzeit keine Risiken erkennbar, die den Bestand des Unternehmens oder die Entwicklung der Finanz- und Ertragslage gefährden.

IV. Internes Kontrollsystem (IKS)

Das Unternehmen verfügt über ein Internes Kontrollsystem (IKS) gem. § 289, Abs. 5 HGB. Darunter zählen u. a. Bilanzierungsrichtlinien zur Vorratsbewertung, eine dokumentierte Organisation des Rechnungswesens, klare Aufgabenzuordnung bei der Erstellung von Jahresabschlüssen, definierte Zugriffsregelungen in alle IT-Systeme, insbesondere in datenrechtlich sensible Bereiche, Vier-Augen-Prinzip bei Rechnungslegung und Auszahlungen, sowie im Einkauf von Fahrzeugen und den Verkauf an freie Händler.

Es finden regelmäßige interne Besprechungen statt, die den Ergebnisverlauf, Abweichungsanalysen und den Forecast kritisch thematisieren, um notwendige Maßnahmen zu definieren und umzusetzen. Weiterhin werden monatlich die Fahrzeug- und Teilebestände einer umfassenden Analyse unterzogen, um Risiken im Umlaufvermögen zu minimieren. Innerjährig findet mindestens zweimal eine detaillierte, körperliche Bestandsprüfung statt.

Die Risikomanagementziele gem. § 289, Abs. 2, Nr. 1 HGB richten sich an der "EULER Strategische Finanzspinne" aus. Hierbei werden u. a. verzielt die EK-Quote von mindestens ca. 15 %, ein hoher Liquiditätsgrad III von über 120 %, eine kongruente Anlagendeckung, ein EBT von mindestens 1,5 % und ein EBITDA von mind. 3 %. Im Rahmen der "EULER Operative Finanzspinne" wird u. a. die Budgetierung des Vorratsvermögens auf weniger als 16 Mio. Euro fixiert, um etwaigen Preis- und Marktrisiken rechtzeitig begegnen zu können.

 

Frankfurt, den 28. Mai 2018

Die Geschäftsführung

gez. Horst Euler

gez. Cyril von Recum

Bilanz

Aktiva

31.12.2017
EUR
31.12.2016
EUR
A. Anlagevermögen 7.347.650,77 7.462.083,85
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 41.749,00 69.736,00
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutz- und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 41.749,00 69.736,00
II. Sachanlagen 7.304.519,61 7.390.966,29
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 4.057.307,16 4.552.986,16
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.971.418,00 2.619.100,00
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 275.794,45 218.880,13
III. Finanzanlagen 1.382,16 1.381,56
1. sonstige Ausleihungen 1.382,16 1.381,56
B. Umlaufvermögen 35.431.281,27 25.851.392,70
I. Vorräte 14.788.570,40 9.588.652,72
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 56.629,03 61.011,42
2. fertige Erzeugnisse und Waren 14.731.941,37 9.527.641,30
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 20.165.826,92 16.208.513,79
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 13.799.810,94 10.545.022,82
2. sonstige Vermögensgegenstände 6.366.015,98 5.663.490,97
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 476.883,95 54.226,19
C. Rechnungsabgrenzungsposten 35.636,09 146.330,09
Bilanzsumme, Summe Aktiva 42.814.568,13 33.459.806,64

Passiva

   
  31.12.2017
EUR
31.12.2016
EUR
A. Eigenkapital 10.236.941,57 8.797.373,89
I. gezeichnetes Kapital 512.000,00 512.000,00
II. Kapitalrücklage 1.227.100,51 1.227.100,51
III. Gewinnvortrag 7.058.273,38 5.614.466,75
IV. Jahresüberschuss 1.439.567,68 1.443.806,63
B. Rückstellungen 4.925.599,38 5.227.333,41
1. Steuerrückstellungen 255.313,26 197.580,62
2. sonstige Rückstellungen 4.670.286,12 5.029.752,79
C. Verbindlichkeiten 27.602.193,85 19.350.266,01
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 19.976.184,19 13.493.422,05
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 6.162.473,49 4.227.911,05
3. sonstige Verbindlichkeiten 1.463.536,17 1.628.932,91
D. Rechnungsabgrenzungsposten 49.833,33 84.833,33
Bilanzsumme, Summe Passiva 42.814.568,13 33.459.806,64

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2017 - 31.12.2017
EUR
1.1.2016 - 31.12.2016
EUR
1. Umsatzerlöse 102.032.747,83 106.173.656,99
2. sonstige betriebliche Erträge 981.323,40 378.346,20
3. Materialaufwand 83.740.593,79 87.737.451,47
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 82.653.531,40 86.660.101,69
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 1.087.062,39 1.077.349,78
4. Personalaufwand 9.313.718,44 9.095.869,34
a) Löhne und Gehälter 7.937.195,28 7.782.869,24
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.376.523,16 1.313.000,10
5. Abschreibungen 845.126,89 1.045.409,73
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 845.126,89 1.045.409,73
6. sonstige betriebliche Aufwendungen 6.637.414,93 6.060.648,13
7. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 137.119,79 105.408,40
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 422.749,57 491.461,07
9. Steuern vom Einkommen und Ertrag 700.497,64 731.492,11
10. Ergebnis nach Steuern 1.491.089,76 1.495.079,74
11. sonstige Steuern 51.522,08 51.273,11
12. Jahresüberschuss 1.439.567,68 1.443.806,63

Anhang

1. Allgemeines

Die Autohaus Euler GmbH mit Sitz in Frankfurt am Main ist beim Amtsgericht Frankfurt am Main unter der Nummer HRB 15054 in das Handelsregister eingetragen.

Der Jahresabschluss 2017 wurde nach den Vorschriften des HGB sowie den ergänzenden Bestimmungen des GmbHG erstellt. Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 3 HGB.

Angaben, die wahlweise in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, sind insgesamt im Anhang aufgeführt.

Ausgangswerte sind die Werte der Bilanz zum 31. Dezember 2016. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt.

2. Angaben zur Bilanz

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden mit ihren Anschaffungskosten angesetzt und planmäßig linear über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt und soweit abnutzbar, planmäßig linear über die Nutzungsdauer abgeschrieben. Im Jahr 2017 angeschaffte bewegliche Güter des Sachanlagevermögens wurden zeitanteilig nach Monaten linear abgeschrieben.

Die Abschreibungen auf Vorführwagen wurden, wie in den Vorjahren, aus Vorsichtsgründen ohne Boni - Abzug gerechnet. Zusätzlichem Abschreibungsbedarf für bis zum Zeitpunkt der Abschlusserstellung verkaufte Vorführwagen wurde durch eine verkürzte Abschreibungsdauer Rechnung getragen, wodurch sich zusätzliche Abschreibungen in Höhe von rd. 29 T € ergaben.

Geringwertige Wirtschaftsgüter im Einzelanschaffungswert bis zu 410,- € wurden im Jahr des Zugangs sofort abgeschrieben.

Die Finanzanlagen enthalten geleistete Mietkautionen.

Die Vorräte werden mit den Anschaffungskosten einschließlich Anschaffungsnebenkosten angesetzt. Die Bewertung des Vorratsvermögens erfolgte im Übrigen nach dem Niederstwertprinzip (§ 253 Abs. 4 HGB). Diesem wird durch individuelle Abschlägetsprochen, die sich nach den gesunkenen Wiederbeschaffungskosten und nach den geringeren erzielbaren Verkaufserlösen richten.

Zum Zeitpunkt der Bilanzerstellung verkaufte Neufahrzeuge wurden nach der retrograden Berechnung bewertet, wobei von den tatsächlich erzielten Verkaufspreisen ein zusätzlicher Abschlag für die noch angefallenen Kosten vorgenommen wurde. Für zum Zeitpunkt der Bilanzerstellung noch nicht verkaufte Neufahrzeuge wird ein prozentualer Abschlag vorgenommen, der anhand der Nachkalkulation der bis zum Zeitpunkt der Bilanzerstellung verkauften Neufahrzeuge ermittelt wird.

Zum Zeitpunkt der Bilanzerstellung verkaufte Gebrauchtfahrzeuge wurden nach der retrograden Berechnung bewertet, wobei von den tatsächlich erzielten Verkaufspreisen ein zusätzlicher Abschlag für die noch angefallenen Kosten vorgenommen wurde. Die zum Zeitpunkt der Bilanzerstellung noch nicht verkauften Gebrauchtfahrzeuge werden mit den niedrigeren Schwacke-Nettoverkaufspreisen bewertet, wobei ein zusätzlicher Abschlag für die noch anfallenden Kosten vorgenommen wurde.

Insgesamt wurden die Neu- und Gebrauchtfahrzeuge zum Bilanzstichtag um 2.410 T € abgewertet.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden zum Nominalwert abzüglich einer Pauschalwertberichtigung von 1% des Netto-Forderungsbetrages angesetzt. Allen erkennbaren Einzelrisiken wird durch angemessene Einzelwertberichtigungen in Höhe von 40 T € Rechnung getragen.

In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Darlehen an Euler-Gruppengesellschaften und Mitarbeitern enthalten, von denen insgesamt 110 T € nach Ablauf eines Jahres fällig sind.

Die sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nominalwert angesetzt. Im Wesentlichen beinhaltet dieser Posten kurzfristige verzinsliche Forderungen aus Cash-Pooling, Forderungen aus Boni und Prämien gegenüber der BMW AG, Steuerguthaben sowie Darlehensforderungen gegenüber Mitarbeitern und Euler-Gruppengesellschaften.

Die Flüssigen Mittel sind zum Nennwert bilanziert.

Unter den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten sind insbesondere Werbeaufwendungen, KFZ-Steuern und Mietaufwendungen ausgewiesen.

In Ausübung des Wahlrechts gem. § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB wurden keine aktiven latenten Steuern aktiviert. Bei der Gesamtdifferenzenbetrachtung wurden keine passiven latenten Steuern mit aktiven latenten Steuern verrechnet.

Steuerrückstellungen für das Geschäftsjahr wurden mit der voraussichtlichen Zahllast unter Verrechnung der im Geschäftsjahr geleisteten Vorauszahlungen bewertet.

Bei den sonstigen Rückstellungen sind alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten ausgewiesen und ausreichend berücksichtigt. Rückstellungen wurden u. a. für Erfolgsvergütungen und Tantiemen (287 T €), für Prämien (72 T €), für Rückzahlungen und Gewährleistungen (149 T €) sowie für die Aufbewahrung von Geschäftsunterlagen (42 T €) gebildet. Die Rückstellung für Rückkaufverpflichtungen aufgrund vermittelter Leasing- und Finanzierungsverträge wurde um 202 T € auf 3.779 T € erhöht. Die Rückstellungen für Festzinszahlerswaps mit zum Bilanzstichtag negativen Marktwerten haben sich aufgrund der Inanspruchnahme von 97 T € auf 244 T € verringert.

Die Rückstellungen sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Bei der Rückstellung für die Aufbewahrung von Geschäftsunterlagen wurde auf die Berücksichtigung von Kostensteigerungen sowie auf die Abzinsung wegen Geringfügigkeit verzichtet.

Die Verbindlichkeiten wurden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Die Verbindlichkeiten haben folgende Restlaufzeiten:

Position Betrag davon mit einer Restlaufzeit
T€ bis 1 J.
T€
über 1 bis 5 J.
T€
größer 5 J.
T€
Kreditinstitute 19.976 18.243 1.733 0
Lieferungen und Leistungen 6.162 6.162 0 0
Sonstige 1.464 1.464 0 0
Summe 27.602 25.869 1.733 0

Für die Verbindlichkeiten sind folgende Pfandrechte und ähnliche Rechte bestellt:

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in voller Höhe besichert durch Grundschulden, Bürgschaften, Sicherungsübereignungen und Forderungsabtretungen.

Die Lieferantenverbindlichkeiten sind durch die üblichen (verlängerten) Eigentumsvorbehalte besichert.

Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Verbindlichkeiten aus Steuer von 112 T € (Vorjahr: 347 T €) und im Rahmen der sozialen Sicherheit von 0 T € (Vorjahr: 0 T €).

Unter den passiven Rechnungsabgrenzungsposten ist u.a. ein Investitionszuschuss über 175 T € ausgewiesen, der über 5 Jahre ergebniswirksam aufgelöst wird.

3. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Unter den sonstigen betrieblichen Erträgen werden unter anderem Erträge aus Investitionszuschüssen (773 T €) und der privaten Fahrzeugnutzung der Mitarbeiter (193 T €) ausgewiesen. Es sind periodenfremde Erträge u.a. aus der Auflösung von Rückstellungen (50 T €) und aus Gutschriften (47 T €) enthalten.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen umfassen unter anderem Werbekosten, Leasingraten, Mieten und Instandhaltungen, Kosten für Geschäftsfahrzeuge, Verkaufsprovisionen, Versicherungen und übrige Verwaltungs- und Vertriebskosten. Es sind periodenfremde Aufwendungen u.a. aus Forderungsverlusten (52 T €) enthalten.

4. Außerbilanzielle Geschäfte und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen die folgenden nicht in der Bilanz enthaltenen Geschäfte, die für die Beurteilung der Finanzlage notwendig sind (§ 285 Nr. 3 HGB):

Art Zweck Risiken Vorteile Betrag
T €
Rückkaufverpflichtungen aus Leasingverträgen über Fahrzeuge Absatzförderung von Neufahrzeugen Gesunkene Fahrzeugrestwerte bei Rückkauf Beschaffung von Gebrauchtfahrzeugen 92.545
Miete/Pacht/Leasing von Immobilien Beschaffung von Verkaufs-, Verwaltungs- und Lagerflächen Sinkende Mietpreise im Vergleich zur vereinbarten Miete Flexibilität, kein Bestands- und Verwertungsrisiko 4.152
Summe       96.697

Bei den Rückkaufverpflichtungen aus Leasingverträgen über Fahrzeuge ist innerhalb eines Jahres ein Betrag von 26.442 T € fällig.

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen (§ 285 Nr. 3a HGB) betragen insgesamt 130 T €.

5. Ergänzende Angaben

Es bestehen die folgenden, nicht zu marktüblichen Bedingungen zustande gekommenen wesentlichen Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen (§ 285 Nr. 21 HGB): Die Forderungen aus Cash-Pooling über 1.697 T € (Valuta am Bilanzstichtag) sind innerhalb der Euler-Gruppe (d.h. Autohaus Euler Hofheim GmbH, Hofheim, Autohaus Euler Pirmasens GmbH, Pirmasens und Autohaus Euler Kaiserslautern GmbH, Kaiserslautern) unbesichert. Ebenso ist ein Darlehen über 100 T € (Valuta am Bilanzstichtag), dass der Euler Mobility-Service GmbH, Frankfurt, gewährt wurde, unbesichert.

Als Haftungsverhältnis besteht die Gewährleistungsverpflichtung gegenüber einem Leasinggeber der Autohaus Euler Kaiserslautern GmbH, unter bestimmten Bedingungen in den Immobilienleasingvertrag einzutreten und die restlichen Raten (zum Bilanzstichtag 2.374 T €) zahlen zu müssen.

Ebenfalls für die Autohaus Euler Kaiserslautern GmbH hat die Gesellschaft zusammen mit der Autohaus Euler Hofheim GmbH und der Autohaus Euler Pirmasens GmbH gegenüber zwei Banken eine gesamtschuldnerische Bürgschaft in Höhe von jeweils bis zu 1.350 T € (Valuta am Bilanzstichtag 1.855 T€) übernommen.

Des Weiteren hat sich die Gesellschaft zusammen mit der Autohaus Euler Hofheim GmbH gegenüber einer Bank für die Autohaus Euler Pirmasens GmbH für Kreditrückzahlungen bis zu 680 T € (Valuta am Bilanzstichtag 2.627 T €) gesamtschuldnerisch verbürgt.

Darüber hinaus besteht eine selbstschuldnerische Bürgschaft für die Euler Mobility-Service GmbH für Kreditrückzahlungen bis zu einem Höchstbetrag von 1.000 T € (Valuta am Bilanzstichtag 0 T €).

Das Risiko der Inanspruchnahme wird aufgrund der positiven Ertragslagen der vorgenannten Gesellschaften als unwahrscheinlich eingeschätzt.

Es besteht ein Festzinszahlerswap mit einem Bezugsbetrag von 2.052 T €, einem Zinssatz von 3,81 % p.a. und einer Restlaufzeit von 6 Jahren. Zum Bilanzstichtag beträgt der negative Marktwert 175 T €. Ein weiterer Festzinszahlerswap besteht mit einem Bezugsbetrag von 925 T €, einem Zinssatz von 3,73 % und einer Restlaufzeit von 5 Jahren. Zum Bilanzstichtag beträgt der negative Marktwert 70 T €.

Das Honorar des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2017 betrug 18 T €, ausschließlich für Abschlussprüfung.

Im Geschäftsjahr waren durchschnittlich 195 Arbeitnehmer beschäftigt, davon 31 gewerbliche und 99 kaufmännische Mitarbeiter sowie 65 Auszubildende.

Zu Geschäftsführern des Unternehmens sind Herr Horst Euler und Herr Cyril von Recum bestellt. Beide üben berufsmäßig die Führung der Geschäfte dieses Unternehmens aus.

Die Gesamtbezüge der Geschäftsführung betrugen 406 T € für das abgelaufene Geschäftsjahr.

6. Ergebnisverwendung

Die Geschäftsleitung schlägt vor, den Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2017 in Höhe von 1.439.567,68 € auf neue Rechnung vorzutragen.

7. Vorgänge von besonderer Bedeutung

Es gibt keine Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres 2017 eingetreten und weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind.

 

Frankfurt, den 28. Mai 2018

Die Geschäftsführung

gez.Horst Euler

gez.Cyril von Recum

Anlagespiegel

Anschaffungskosten
Stand 01.01.2017
Zugänge
Abgänge
Umbuchungen
Stand 31.12.2017
I. Immaterielle Vermögensgegenstände          
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 243.043,86 0,00 0,00 0,00 243.043,86
  243.043,86 0,00 0,00 0,00 243.043,86
II. Sachanlagen          
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 9.535.004,04 4.645,27 297.858,92 0,00 9.241.790,39
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.038.440,60 288.974,94 33.091,77 0,00 2.294.323,77
geringwertige Wirtschaftsgüter 0,00 18.697,46 18.697,46 0,00 0,00
Vorführwagen 1.910.909,87 2.185.044,45 1.910.909,87 0,00 2.185.044,45
Summe 3.949.350,47 2.492.716,85 1.962.699,10 0,00 4.479.368,22
geleistete Anzahlungen 218.880,13 56.914,32 0,00 0,00 275.794,45
Summe Sachanlagen 13.703.234,64 2.554.276,44 2.260.558,02 0,00 13.996.953,06
III. Finanzanlagen          
sonstige Ausleihungen 1.381,56 0,60 0,00 0,00 1.382,16
  1.381,56 0,60 0,00 0,00 1.382,16
Anlagevermögen insgesamt 13.947.660,06 2.554.277,04 2.260.558,02 0,00 14.241.379,08
Abschreibungen
Stand 01.01.2017
Zugänge
Zuschreibungen
Änderungen iZm Zugängen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 173.307,86 27.987,00 0,00 0,00
  173.307,86 27.987,00 0,00 0,00
II. Sachanlagen        
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 4.982.017,88 326.798,04 0,00 0,00
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.203.689,60 196.488,94 0,00 0,00
geringwertige Wirtschaftsgüter 0,00 18.697,46 0,00 0,00
Vorführwagen 126.560,87 275.155,45 0,00 0,00
Summe 1.330.250,47 490.341,85 0,00 0,00
geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Sachanlagen 6.312.268,35 817.139,89 0,00 0,00
III. Finanzanlagen        
sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00
  0,00 0,00 0,00 0,00
Anlagevermögen insgesamt 6.485.576,21 845.126,89 0,00 0,00
Restbuchwerte
Änderungen iZm Abgängen
Änderungen iZm Umbuchungen
Stand 31.12.2017
31.12.2017
31.12.2016
I. Immaterielle Vermögensgegenstände          
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 0,00 201.294,86 41.749,00 69.736,00
  0,00 0,00 201.294,86 41.749,00 69.736,00
II. Sachanlagen          
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 124.332,69 0,00 5.184.483,23 4.057.307,16 4.552.986,16
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 33.089,77 0,00 1.367.088,77 927.235,00 834.751,00
geringwertige Wirtschaftsgüter 18.697,46 0,00 0,00 0,00 0,00
Vorführwagen 260.854,87 0,00 140.861,45 2.044.183,00 1.784.349,00
Summe 312.642,10 0,00 1.507.950,22 2.971.418,00 2.619.100,00
geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 275.794,45 218.880,13
Summe Sachanlagen 436.974,79 0,00 6.692.433,45 7.304.519,61 7.390.966,29
III. Finanzanlagen          
sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 1.382,16 1.381,56
  0,00 0,00 0,00 1.382,16 1.381,56
Anlagevermögen insgesamt 436.974,79 0,00 6.893.728,31 7.347.650,77 7.462.083,85

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 28.05.2018 festgestellt.

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Autohaus Euler GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2017 bis 31. Dezember 2017 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Frankfurt am Main, den 28. Mai 2018

GKRW Revisions- und Treuhand GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Th. Worm, Wirtschaftsprüfer

St. Drögemüller, Wirtschaftsprüfer

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