Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 163331
Vorher
Blue Corporate Finance AGQuarton International AGCowen Germany AG
Eingetragen
8.8.2006
Branche
UnternehmensberatungManagementtätigkeiten von sonstigen HoldinggesellschaftenErbringung sonstiger Vermittlungs- und Vermarktungsdienstleistungen für Patente
Gegenstand
Umfassende Dienstleistungen (ohne Rechts- und Steuerberatung) für die gesamten Prozesse eines M & A- oder Finanzierungsprojekts, Analyse der Unternehmen (Finanzen, Markt, Strategie), Anpassung der Unternehmensstrategien, Erstellung von Unternehmensbewertungen, Investmentmemoranden, Businessplänen, Präsentationen, Research und Kontaktierung von Investoren bzw. Akquisitionskandidaten, Steuerung der Prozesse, Verhandlungsführung, Entwicklung von Integrationsszenarien sowie Implementierung von Controllinginstrumenten und -abläufen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Christina Krätzig
seit 26.11.2024
Vorstandsmitglied
Vorstandsmitglied
Daniel Kroll
seit 26.11.2024
Vorstandsmitglied
Claudius Arvid Nestler
seit 26.11.2024
Vorstandsmitglied
Philipp Schlüter
seit 17.1.2020
Vorstandsmitglied
József Bugovics
seit 10.5.2007
Vorstandsmitglied

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Pava Partners Germany AG (vormals: Cowen Germany AG)

München

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis 31.12.2023

Bilanz zum 31. Dezember 2023

AKTIVA

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 6.514,00 4.452,99
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 91.855,00 10.718,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 188.152,00 207.152,00
280.007,00 217.870,00
286.521,00 222.322,99
B. Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1.399.202,37 1.378.334,90
- davon Forderungen gegen verbundene Unternehmen: EUR 817.957,01 (Vorjahr: EUR 1.099.339,88)
II. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 11.033.843,33 10.301.605,31
12.433.045,70 11.679.940,21
C. Rechnungsabgrenzungsposten 378.528,95 71.134,95
13.098.095,65 11.973.398,15

PASSIVA

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 50.000,00 50.000,00
II. Gewinnrücklagen
gesetzliche Rücklage 5.000,00 5.000,00
III. Bilanzgewinn 7.282.843,98 7.215.734,37
7.337.843,98 7.270.734,37
B. Rückstellungen 568.244,56 1.336.370,22
C. Verbindlichkeiten 5.192.007,11 3.366.293,56
- davon Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen: EUR 466.845,47 (Vorjahr: EUR 805.432,62)
- davon aus Steuern: EUR 526.430,53 (Vorjahr: EUR 1.140.842,42)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 87.522,98 (Vorjahr: EUR 90.481,78)
13.098.095,65 11.973.398,15

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2023

2023
EUR
2022
EUR
1. Rohergebnis 9.446.427,07 13.626.263,78
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -6.347.719,56 -7.548.950,51
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung -759.526,26 -596.244,25
- davon für Altersversorgung: EUR 3.847,00 (Vorjahr: EUR 3.730,85)
-7.107.245,82 -8.145.194,76
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -65.695,61 -51.443,40
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen -2.173.366,62 -2.057.495,35
- davon aus Währungsumrechnungen: EUR 31.258,45 (Vorjahr: EUR 41.459,56)
5. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 10.203,69 0,00
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -1,80 0,00
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -44.622,45 -1.215.961,51
8. Ergebnis nach Steuern 65.698,46 2.156.168,76
9. Sonstige Steuern 1.411,15 -684,00
10. Jahresüberschuss 67.109,61 2.155.484,76
11. Gewinnvortrag 7.215.734,37 5.060.249,61
12. Bilanzgewinn 7.282.843,98 7.215.734,37

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

A. Allgemeine Erläuterungen

Die Pava Partners Germany AG hat ihren Sitz in München. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts München unter HRB 163331 eingetragen.

Der Jahresabschluss der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 ist nach den Vorschriften des dritten Buches des Handelsgesetzbuchs und des Aktiengesetzes unter Berücksichtigung der Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB aufgestellt.

Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr.

Die Bilanz ist nach Verwendung des Periodenergebnisses aufgestellt.

Die Gliederung der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung entspricht den §§ 266 und 275 HGB, wobei für die Gewinn- und Verlustrechnung das Gesamtkostenverfahren Anwendung findet. Größenabhängige Erleichterungen bei der Erstellung des Jahresabschlusses (§§ 276, 288 HGB) wurden teilweise in Anspruch genommen.

Zum Zwecke der erhöhten Klarheit von Bilanz sowie Gewinn- und Verlustrechnung wurden Vermerke und Erläuterungen weitgehend im Anhang dargestellt.

Gemäß bzw. analog zu § 265 Abs. 6 HGB wurden Postenbezeichnungen von Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung an ihren tatsächlichen Inhalt angepasst.

B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Es wird vom Grundsatz der Fortführung der Unternehmenstätigkeit gemäß § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB ausgegangen.

Im Einzelnen werden folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewendet:

Anlagevermögen

Immaterielle Vermögensgegenstände

wurden mit den Anschaffungskosten (§ 255 Abs. 1 HGB) vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen auf Basis von betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern zwischen 3 und 5 Jahren angesetzt. Soweit die beizulegenden Werte einzelner immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen.

Sachanlagen

wurden zu Anschaffungskosten (§ 255 Abs. 1 HGB), soweit deren Nutzung zeitlich begrenzt ist, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen angesetzt.

Die Ermittlung der Abschreibungen erfolgt planmäßig pro rata temporis nach den voraussichtlichen betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern. Soweit die beizulegenden Werte einzelner Vermögensgegenstände ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen.

Selbstständig nutzbare Vermögensgegenstände des Anlagevermögens mit Anschaffungskosten bis € 800,00 netto werden im Jahr der Anschaffung vollständig abgeschrieben.

Umlaufvermögen

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden mit ihrem Nominalwert angesetzt. Erkennbare und latente Risiken wurden mit Einzel- sowie Pauschalwertberichtigungen erfasst.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen und die sonstigen Vermögensgegenstände wurden mit ihren Nominalwerten oder Rückzahlungsbeträgen angesetzt.

Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten wurden zum Nennwert angesetzt.

Rechnungsabgrenzungsposten

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet vorausgezahlte Beträge bzw. fällige Ausgaben, die gem. § 250 Abs. 1 HGB Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach dem Abschlussstichtag darstellen.

Eigenkapital

Das Grundkapital der Gesellschaft beträgt € 50.000,00 (Vorjahr: € 50.000,00) und ist aufgeteilt in 50.000 auf den Inhaber lautende Stückaktien mit einem rechnerischen Nennwert von € 1,00. Es ist vollständig eingezahlt.

Gemäß der Verpflichtung des § 150 AktG ist die gesetzliche Rücklage in Höhe von T€ 5 (Vorjahr: T€ 5) gebildet.

Der ausgewiesene Bilanzgewinn in Höhe von T€ 7.283 setzt sich aus dem Jahresergebnis in Höhe von T€ 67 und dem Gewinnvortrag in Höhe von T€ 7.216 zusammen.

Rückstellungen

Die Rückstellungen wurden für alle ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Sie wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags dotiert. Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre fristadäquat abgezinst.

Verbindlichkeiten wurden mit ihren Erfüllungsbeträgen angesetzt.

Währungsumrechnung

werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet. Bei Restlaufzeiten bis zu einem Jahr finden abweichend von den dargestellten Bewertungsmethoden das Anschaffungskosten- und das Realisationsprinzip keine Anwendung, d. h. die Umrechnung zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag erfolgt bei diesen Posten unabhängig vom Kurs zum Zeitpunkt der Transaktion.

Latente Steuern

werden aufgrund von temporären oder quasi permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge gebildet. Die Beträge der sich ergebenden Steuerbelastung und -entlastung werden mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Ein sich ergebener aktiver Saldo wird gemäß des § 274 Abs. 1 HGB bestehenden Aktivierungswahlrechts nicht bilanziert wird.

C. Erläuterungen zur Bilanz

Die Entwicklung des Anlagevermögens, aufgeschlüsselt nach Anlagepositionen, ist aus der Anlage zum Anhang ersichtlich.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von T€ 818 (Vorjahr: T€ 1.099) betreffen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, davon entfallen T€ 297 (Vorjahr: T€ 1.061) auf den Anteilseigner Pava Europe AG.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr betragen T€ 90 (Vorjahr: T€ 67). Alle weiteren Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie zum Vorjahresstichtag Restlaufzeiten von bis zu einem Jahr.

Sonstige Verbindlichkeiten in Höhe von T€ 26 (Vorjahr: T€ 26) haben eine Restlaufzeit von mehr als einem aber unter 5 Jahren. Alle übrigen Verbindlichkeiten haben wie zum Vorjahresstichtag Restlaufzeiten von unter einem Jahr.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von T€ 467 (Vorjahr: T€ 805) betreffen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, davon entfallen T€ 467 (Vorjahr T€ 369) auf den Anteilseigner Pava Europe AG.

Forderungen und Verbindlichkeiten sind wie im Vorjahr nicht besichert.

D. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gesellschaft hat im abgelaufenen Geschäftsjahr mit 11 abgeschlossenen Deals Umsatzerlöse von € 16,0 Mio. erzielt, die unter dem Wert des Vorjahres (€ 19,6 Mio.) liegen. Bei 36 % der abgeschlossenen Deals wurde eine Fee von mehr als € 1 Mio. generiert.

Die Materialaufwendungen setzten sich im Wesentlichen aus bezogenen Leistungen in Höhe von T€ 6.675 (Vorjahr: T€ 6.075) für Fremdleistungen mit freiberuflichen Partnern sowie aus bezogenen Leistungen aus dem Konzernverbund zusammen.

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen i.H.v. T€ 11 (Vorjahr: T€ 19) sowie sonstige periodenfremde Erträge in Höhe von T€ 15 (Vorjahr: T€ 6).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Aufwendungen aus der Einstellung von Wertberichtigungen auf Forderungen auf Lieferungen und Leistungen und Forderungsverlusten i.H.v. T€ 12 (Vorjahr: T€ 420) sowie sonstige periodenfremde Aufwendungen in Höhe von T€ 17 (Vorjahr: T€ 8).

E. Sonstige Angaben

Sonstige finanzielle Verpflichtungen - hauptsächlich für zukünftige Miet- und Leasingzahlungen sowie Lizenzzahlungen - bestehen in Höhe von T€ 1.758. Davon werden innerhalb eines Jahres T€ 747 fällig.

Durchschnittliche Arbeitnehmerzahl 2023 Vorjahr
Angestellte 52 47

Im Geschäftsjahr wurden ausschließlich Angestellte beschäftigt.

Haftungsverhältnisse

Haftungsverhältnisse gemäß § 251 HGB bestanden am Bilanzstichtag nicht.

Vorstand

Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs gehörten die folgenden Personen dem Vorstand an:

Name Beruf
Jozsef Bugovics Unternehmensberater
Maximilian Graf von Drechsel (bis 03.11.2023) Unternehmensberater
Dierk Beyer (bis 03.11.2023) Unternehmensberater
Philipp Schlüter Unternehmensberater

Die Gesamtbezüge des Vorstands beliefen sich in 2023 auf T€ 992.

Ferner bestehen Beraterverträge mit Gesellschaften von folgenden Vorständen:

• Jozsef Bugovics

• Philipp Schlüter

Im Geschäftsjahr wurden Beratungshonorare in Höhe von T€ 1.240 mit diesen Gesellschaften abgerechnet

Aufsichtsrat

Name Beruf
Jules Grüninger (Aufsichtsratsvorsitzender) Unternehmensberater
Larry Wieseneck (stellvertretender Geschäftsführer Investmentbanking Cowen Inc.
Aufsichtsratsvorsitzender) (bis 02.11.2023)
Stephen A. Lasota (bis 02.11.2023) Geschäftsführer Finanzen Cowen Inc.
Owen Littman (bis 02.11.2023) Leiter der Rechtsabteilung Cowen Inc.
Dr. Lars Veit (stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender) (ab 03.11.2023) Unternehmensberater
Maximilian Graf von Drechsel (ab 03.11.2023) Unternehmensberater
Dr. Konstantin Graf von Schönborn (ab 03.11.2023) Unternehmensberater

Die Aufsichtsratstätigkeiten wurden nicht vergütet.

Es bestehen Verbindlichkeiten gegenüber Aufsichtsratsmitgliedern i.H.v. T€ 901.

Nachtragsbericht gem. § 285 Nr. 33 HGB

Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind, sind nicht zu verzeichnen.

Vorschlag zur Ergebnisverwendung gem. § 285 Nr. 34 HGB

Der Vorstand schlägt die folgende Ergebnisverwendung vor:

Der Jahresüberschuss wird auf neue Rechnung vorgetragen.

 

München, den 18. Juli 2024

Pava Partners Germany AG

gez. Jozsef Bugovics, Vorstand

gez. Philipp Schlüter, Vorstand

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand 01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Stand 31.12.2023
EUR
Stand 01.01.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 43.112,60 6.888,00 12.641,60 37.359,00 38.659,61
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 154.775,33 104.731,71 49.520,29 209.986,75 144.057,33
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 502.163,91 25.823,90 5.359,26 522.628,55 295.011,91
656.939,24 130.555,61 54.879,55 732.615,30 439.069,24
700.051,84 137.443,61 67.521,15 769.974,30 477.728,85
kumulierte Abschreibungen
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Stand 31.12.2023
EUR
Stand 31.12.2023
EUR
Stand 31.12.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 375,00 8.189,61 30.845,00 6.514,00 4.452,99
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 23.242,71 49.168,29 118.131,75 91.855,00 10.718,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 42.077,90 2.613,26 334.476,55 188.152,00 207.152,00
65.320,61 51.781,55 452.608,30 280.007,00 217.870,00
65.695,61 59.971,16 483.453,30 286.521,00 222.322,99
Restbuchwerte
Stand 31.12.2023
EUR
Stand 31.12.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 6.514,00 4.452,99
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 91.855,00 10.718,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 188.152,00 207.152,00
280.007,00 217.870,00
286.521,00 222.322,99

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

I. Allgemeines und Grundlagen des Unternehmens

Die Pava Partners Germany AG (im Folgenden "PAVA" oder die "Gesellschaft" genannt) bietet Beratungsleistungen bei Fusionen und Übernahmen (M&A) und der Aufnahme von Fremd- und Eigenkapital für mittelständische Unternehmen und deren Gesellschafter an. Die Gesellschaft ist eine 100%-ige Tochtergesellschaft der Pava Partners Europe AG, Wolfhalden (Schweiz). Die Gesellschaft ist seit 2006 am deutschen Markt tätig, zunächst unter der Firmierung Blue Corporate Finance AG, später dann unter der Bezeichnung Quarton International AG, seit November 2020 unter Cowen Germany AG und seit November 2023 unter der heutigen Bezeichnung.

Die Gesellschaft hat mit einem Kernteam von zuletzt ca. 52 Mitarbeitern an den Standorten München, Leipzig, Frankfurt am Main und Berlin über 300 Transaktionen erfolgreich unterstützt. Die Sektorenschwerpunkte liegen primär in den vertikalen Märkten Industrials, TMT, HealthCare, Sustainability, Mobility, Consumer und Business Services. Zu unseren Kunden gehören Unternehmer, Privatunternehmen, Private-Equity-Gesellschaften und börsennotierte Unternehmen.

Unser Dienstleistungsspektrum umfasst neben unserer Kerndienstleistung, der Transaktionsberatung in M&A-Projekten (vorwiegend im Auftrag der Verkäufer von mittelständischen Unternehmen), auch die Bilanzstruktur- und Finanzierungsberatung ("Debt Advisory") sowie ergänzende Beratungsleistungen für die Kapitalbeschaffung für schnell wachsende Unternehmen.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Der anhaltende Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine seit Frühjahr 2022 und dessen Auswirkungen stellen Europa, und in besonderem Maße Deutschland, vor große wirtschaftliche Herausforderungen. Die Handelsbeschränkungen gegenüber Russland zwangen zahlreiche Unternehmen zur Desinvestition oder zur Einstellung ihrer operativen Tätigkeiten in Russland. Dies führte zu Engpässen und zu einer Belastung der Lieferketten, was sich in steigenden Rohstoff- und Materialkosten niederschlug und insbesondere kleine und mittelständige Unternehmen erheblich belastete. Die Energiepreise sind mit Beginn des Krieges kräftig gestiegen und auch die Preise im Einzelhandel spiegeln die hohe Inflationsrate wider. Dies belastet Haushalte und Unternehmen massiv und trübt den konjunkturellen Ausblick deutlich ein. Die geopolitischen Unsicherheiten durch den Ukraine-Russland-Konflikt, den aufgeflammten Nahostkonflikt sowie die zunehmenden Spannungen zwischen China und dem Westen haben den Prozess der Investitionstätigkeiten verlangsamt. Zusammen mit spürbaren Fachkräfteengpässen verzögert dies die konjunkturelle Erholung.

Das Geschäftsklima verbesserte sich zu Beginn des Jahres 2023 aufgrund politischer Bemühungen zwar zunächst kurzzeitig. Zur Jahresmitte zeigte sich aufgrund weiterer Preisanstiege im Dienstleistungs- und Nicht-Industriegüter-Sektor (rd. +6,2% ggü. dem Vorjahr) sowie der Lebensmittelkosten (rd. +12,7% ggü. dem Vorjahr) ein weiteres Eintrüben der Geschäftsaussichten. Der EU-weite Trend sinkender Energiepreise (per Juni rd. -4,1% und per Oktober rd. -8,9% gegenüber dem Vorjahr) wirkt im Hinblick auf das Geschäftsklima aufhellend. Dennoch zeichnen sich per Ende des Jahres 2023 pessimistischere Ansichten der Unternehmer für die erste Jahreshälfte 2024 ab.

Die EZB bestimmte die Inflation in der Eurozone für 2023 auf 6,4%. Insbesondere die Lebensmittelpreise, Gaststätten- und Beherbergungsdienstleistungen haben wesentlich zur hohen Teuerung beigetragen. Die Kernrate der Inflation, welche Energie- und Nahrungsmittelpreise ausschließt, im Euroraum betrug 2,8%. Dies macht die langsame Abschwächung der Inflationsrate deutlich.

Als Reaktion auf die Inflationsentwicklung erhöhten sich die Leitzinsen im Euroraum ebenfalls deutlich. Das Tempo der Zinsanstiege war dabei schneller als anfänglich von den Notenbanken signalisiert. Von Dezember 2022 mit 2,5% stieg der Leitzinssatz im Verlauf des Jahres 2023 mehrmals auf dann zuletzt 4,5 % im September 2023. Gleichzeitig haben die Zentralbanken damit aufgehört, (Staats-) Anleihen an den Kapitalmärkten aufzukaufen. Durch den Leitzinsanstieg und dem Stopp des Erwerbs von Staatsanleihen bzw. deren Verkauf sind die Zinsen an den Kapitalmärkten deutlich gestiegen. Während deutsche Staatsanleihen zum Jahreswechsel 2022/2023 noch im negativen Bereich rentierten, stiegen die Renditen zwischenzeitlich auf über 2,43%, den höchsten Stand seit über 10 Jahren.

Das ifo Institut befragte im vierten Quartal 2023 im Auftrag von Randstad Deutschland und im Rahmen einer forschungsbasierten ifo Sonderbefragung deutsche HR-Abteilungen zum Thema Lohnentwicklung. Durchschnittlich planen die befragten Unternehmen 2024 mit einer Lohnsteigerung von 4,7 %. Dabei stellen tarifvertragliche Lohnänderungen die wichtigste Stellschraube für Lohnänderungen dar. Auch andere Lohnbestandteile kommen dabei zur Anwendung: 72 % der befragten Unternehmen haben die Inflationsausgleichsprämie bereits ausgezahlt. Bei weiteren 16 % ist eine Auszahlung in Planung. Für die Mehrheit stand als Grund die Motivation für die Arbeitnehmenden im Vordergrund. 42 % der Teilnehmenden gaben zudem an, dass sich das Finden geeigneter Fachkräfte als sehr schwierig bzw. schwierig (36 %) gestaltet. Bezogen auf Arbeitskräfte im Allgemeinen sprachen 14 % von einer sehr schwierigen und 30 % von einer schwierigen Rekrutierungssituation. Insgesamt fällt größeren Betrieben das Finden von geeignetem Personal leichter als kleinen.

Hatte das globale Dealvolumen 2021 mit 5,2 Billionen US-Dollar noch einen neuen Höchststand erreicht, ging es 2022 auf 3,4 Billionen US-Dollar zurück und 2023 weiter auf 2,5 Billionen US-Dollar. Insgesamt wurden 39.603 Deals im Jahr 2023 abgeschlossen (-28,2% gegenüber dem Vorjahr). Im deutschen M&A-Markt gab es 2023 nach Expertenschätzungen mehrere Tausend Transaktionen, die jedoch aufgrund des kleineren mittelständigen Umfeldes in keiner öffentlichen Datenbank gelistet werden. Der aggregiertem Transaktionswert (TW) war mit 52 Mrd. EUR kleiner (-27%) als im Vorjahr (71,5 Mrd. EUR), dies galt ebenfalls in Bezug auf die gezählten Transaktionen (Deals) mit mindestens 10 Mio. EUR Transaktionswert (136 Deals 2023 zu 169 Deals 2022). Obwohl größere Transaktionen von über 500 Mio. Euro über 80% des gesamt registrierten Transaktionsvolumens ausmachten, ist insgesamt ein Trend zu kleineren Übernahmen und Fusionen zu beobachten. Durch ein verschärftes regulatorisches Umfeld mit einer strengeren Prüfung der Transaktionen hängen erfolgreiche Angebote mehr denn je von Vorsicht, der Konzentration auf 'Best-Fit'-Geschäfte und einer gründlichen Due-Diligence-Prüfung ab.

Finanzinvestoren zeigten sich im Jahr 2023 sehr vorsichtig. Venture Capital- und Private Equity-Gesellschaften haben im letzten Jahr insgesamt 10,5 Mrd. EUR Beteiligungskapital investiert, wie der Bundesverband Beteiligungskapital (BVK) mitteilt. In allen Marktsegmenten - von Venture Capital über Buy-Outs bis Wachstum/Minderheitsbeteiligungen - blieb das Investitionsniveau 2023 unter dem Vorjahreswert.

Angesichts der Marktumstände und des split off von TD Cowen, konnte sich PAVA mit 11 abgeschlossenen Transaktionen im Geschäftsjahr 2023 und mit der neuen Marke Pava am Markt gut positionieren. In den ersten 100 Tagen seit dem Buy-out konnten wir fünf Transaktionen mit einem Gesamt-EV von mehr als 500 Mio. EUR in unseren Sektoren abschließen. Zudem haben wir erfolgreich neue Mandate gewonnen und sind mit einer vollen Projektpipeline in das Jahr 2024 gestartet. Damit bekräftigen wir unsere starke Position im Mid-Cap-Markt der DACH-Region.

2. Geschäftsverlauf

2.1. Ertragslage

Als wesentliche finanzielle Leistungsindikatoren des Unternehmens sind die Umsatzerlöse, das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) sowie das Jahresergebnis zu nennen.

Die Gesellschaft hat im abgelaufenen Geschäftsjahr mit 11 abgeschlossenen Deals einen Umsatz von € 16,0 Mio. erzielt, der unter dem Wert des Vorjahres (€ 19,6 Mio.) liegt. Bei 36 % der abgeschlossenen Deals wurde eine Fee von mehr als € 1 Mio. generiert.

Damit übertraf sowohl die Entwicklung der Umsatzerlöse, als auch die Entwicklung des EBIT und Jahresergebnisses die ursprünglich für 2023 prognostizierten Werte. Die Prognose ergab sich aus den Unsicherheiten durch die geopolitische Lage, der immer noch hohen Inflationsrate sowie ansteigenden Beschaffungskosten im Allgemeinen, die Transaktionsabschlüsse möglich, aber meist schwieriger und zeitintensiver machten. Die prognostizierten Werte konnten erreicht werden und das Jahr 2023 war trotz, im Vergleich zu 2022 niedrigerer Umsatz- und Ertragslage, aus Sicht des Vorstandes, unter Berücksichtigung der Loslösung von TD Cowen, der Etablierung der neuen Marke Pava im Markt und der allgemeinen Branchenentwicklung, sehr zufriedenstellend. Zurückzuführen ist diese Entwicklung aus unserer Sicht auf das auch unter neuer Marke weitestgehend unveränderte und leistungsstarke Team, welches trotz Trennung von TD Cowen und neuer Marke unsere Mandanten mit unveränderter Qualität in den Transaktionen begleitet hat.

Der größte Aufwandsposten ist unverändert der Personalaufwand mit € 7,1 Mio. (VJ: € 8,1 Mio.), der 51 % (VJ: 42 %) des Umsatzes absorbierte. Der Rückgang resultiert im Wesentlichen aus Umstrukturierungen im Personal auf Ebene des Managements und die Wiedereinführung des vor TD Cowen geltenden Partnermodells. Die Aufwendungen für Material und bezogene Leistungen beliefen sich auf € 6,7 Mio. (VJ: € 6,1 Mio.). Die Entwicklung begründet sich ebenfalls weitestgehend auf die Umstrukturierungen auf Partnerebene. Der relative Anstieg der Kosten bezogen auf die Umsatzerlöse resultiert aus der gleichbleibenden Anzahl der Belegschaft (52 Angestellte, 48 zum Geschäftsjahresende) und dem Projektmix im Allgemeinen. Die größten Positionen innerhalb der sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von € 2,2 Mio. (VJ: € 2,1 Mio.) sind Mieten und Mietnebenkosten für Geschäftsräume (T€ 551, VJ: T€ 470), Reise-, Werbe- und Bewirtungskosten (T€ 413, VJ: T€ 428) sowie Rechts- und Beratungskosten (T€ 145, VJ: T€ 47) und Aufwendungen für Datenbanken und Lizenzen (T€ 239, VJ: T€ 191).

Das Ergebnis der Gesellschaft vor Steuern und Zinsen beträgt im Geschäftsjahr 2023 aufgrund der vorbezeichneten Effekte T€ 100 (Vorjahr T€ 3.372). Nach Einbeziehung der Steuern und Zinsen ergibt sich ein Jahresüberschuss von T€ 67 (VJ: T€ 2.155).

2.2. Vermögenslage

Das Vermögen der Gesellschaft zum Bilanzstichtag setzt sich im Wesentlichen aus € 11,0 Mio. (VJ: € 10,3 Mio.) liquiden Mitteln sowie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Dritten und gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von € 1,3 Mio. (VJ: € 1,3 Mio.) zusammen. Dieser leichte Anstieg begründet sich durch das Management des Working Capital und des gegenüber der Prognose positiven Verlaufs der Geschäftstätigkeit.

Das Eigenkapital belief sich zum Jahresende auf € 7,3 Mio. (VJ: € 7,3 Mio.). Dem standen Verbindlichkeiten und Rückstellungen von € 5,8 Mio. (VJ: € 4,7 Mio.) gegenüber, was zu einer Eigenkapitalquote von 56 % (VJ: 61 %) führte.

Die Verringerung der Eigenkapitalquote resultiert im Wesentlichen aus höheren Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen im Vergleich zum Vorjahr. Die Veränderung bei den sonstigen Verbindlichkeiten resultiert hauptsächlich aus geringeren Zahlungsverpflichtungen aus Boni.

2.3. Finanzlage

Eine ausreichende Liquidität war im Jahresverlauf jederzeit gewährleistet. Die Gesellschaft ist ihren finanziellen Verpflichtungen jederzeit nachgekommen und wird dies auch zukünftig leisten. Das kurzfristige Vermögen (liquide Mittel und kurzfristige Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände) überdeckt die kurzfristigen Schulden (kurzfristige Verbindlichkeiten und Rückstellungen) deutlich.

Die Gesellschaft verfügt zum Bilanzstichtag über flüssige Mittel in Höhe von € 11,0 Mio. (VJ: € 10,3 Mio.). Es bestehen keine Verfügungsbeschränkungen hinsichtlich der Verfügbarkeit der liquiden Mittel.

Die Gesellschaft unterhält langfristige Mietverträge, welche zu zukünftigen finanziellen Verpflichtungen in Höhe von T€ 1.312 (Vj: T€ 1.652) führen. Davon ist ein Teilbetrag in Höhe von T€ 508 innerhalb eines Jahres und ein weiterer Teilbetrag in Höhe von T€ 435 innerhalb des Folgejahres fällig.

2.4. Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf 2023

Das Geschäftsjahr 2023 verlief trotz der Auswirkungen des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine mit den einhergehenden Inflations- und Energiepreissteigerungen sowie durch die Befürchtungen hinsichtlich des aufflammenden Nahostkrieges und den Spannungen zwischen den USA und China, aus Sicht des Vorstandes erfolgreich. Insbesondere auch vor dem Hintergrund der Abspaltung von TD Cowen und der einhergehenden Änderung des Markenauftrittes.

3. Personal

Bei den nicht finanziellen Leistungsindikatoren betrachtet das Unternehmen die Mitarbeiterzahl als Faktor für das Unternehmenswachstum.

Die weitere Entwicklung der PAVA ist stark abhängig von der Qualifikation unserer Mitarbeiter. Aus diesem Grund fokussieren sich bei PAVA in Deutschland eine Direktorin, eine Assistentin und einer der Partner sehr stark auf die Entwicklung des bestehenden Personals, sowie die Akquisition von neuen Talenten. Darüber hinaus bieten wir sowohl interne als auch externe Fortbildungsmaßnahmen an. Auch in unserer Branche macht sich der "Kampf um die Talente" aufgrund der demografischen Entwicklung bemerkbar, u.a. wirkt sich dies insbesondere auf die Gehälter für Berufseinsteiger und Mitarbeiter auf den Ebenen Analyst bis Managing Direktor aus.

4. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

4.1. Prognosebericht

Die wirtschaftliche Lage wird auch im Jahr 2024 erheblichen Einfluss auf M&A-Transaktionen haben. Eine potenzielle weitere Schwächung der Wirtschaftsaussichten könnte zu anhaltender Vorsicht bei Investoren führen. Dies gilt insbesondere für den deutschen Markt, denn verglichen mit den meisten Industriestaaten schnitt Deutschland hinsichtlich der konjunkturellen Entwicklung 2023 negativ ab. Die wirtschaftlichen Aussichten sind für die Unternehmensbewertung (Wertermittlung über das DCF-Verfahren) und damit das Transaktionsgeschehen, aber entscheidend. Die zuletzt vorsichtige Haltung von Investoren und Verkäufern könnte sich daher weiter festfahren.

Neben der wirtschaftlichen Entwicklung und deren Einfluss auf zukünftige Zahlungsströme der Unternehmen sind auch die Finanzierungskosten ein wesentlicher Faktor im Transaktionsgeschehen. Die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank hatte die Finanzierungskosten im Jahr 2022 und 2023 wesentlich beeinflusst. Für das Jahr 2024 rechnen das Ifo-Institut derzeit mit einer Inflationsrate von rund 2,3% und im Folgejahr 2025 mit einer Rate von 1,8%, was zu einer deutlichen Entspannung am Finanzmarkt führen wird. Die Kerninflationsrate wird nach Schätzungen jedoch höher liegen: 2024 bei 2,8 % und 2025 bei 2,3%. Dies resultiert vor allem aus anhaltende Preiszuwächse bei Dienstleistern, die als treibenden Kostenfaktor die steigenden Löhne nennen. Aufgrund der schwer abschätzbaren Lohndynamik verzögert der EZB-Rat die Absenkung des Leitzinssatzes. Am 06. Juni 2024 entschloss sich der EZB-Rat den Leitzinssatz um 25 Basispunkte auf 4,25 % abzusenken. Nach den knapp zwei Jahren, in der die hohe Inflation Einkommenszuwächse auffraß, ist weitgehend vorüber. Viele Arbeitnehmer und Rentner haben real, also nach Abzug der Inflation, wieder mehr Geld auf dem Konto. Das sollte den Konsum ankurbeln und könnte die lahmende Konjunktur in Gang bringen.

Auch Bereiche, die bislang konjunkturstützend gewirkt hatten, werden stark belastet. So brechen etwa im Bausektor Aufträge weg, geplante Projekte werden storniert. Laut Umfragen des Ifo-Institutes sind die Geschäftserwartungen der Unternehmen in der Branche auf den tiefsten Stand seit Beginn der Befragungen vor über drei Jahrzehnten gefallen.

Die saisonbereinigte Arbeitslosigkeit in Deutschland steigt wieder an. Dies ist vor allem auf den Mangel von qualifizierten Fachpersonal aufgrund des demografischen Wandels und der wachsenden Anzahl an schlecht qualifizierten jungen Arbeitnehmern zurückzuführen (im 3. Quartal 2023 waren 1,7 Mio Stellen unbesetzt). Zukünftig gesehen wird als Folge der Alterung der Gesellschaft die Arbeitslosenanzahl sinken, langfristig bleibt die Frage nach dem Fachpersonal aus inländischer oder ausländischer Quelle mit notwendiger Integrationspolitik in die Gesellschaft und die Unternehmenskulturen.

Dass sich die makroökonomische Volatilität und die geopolitischen Konflikte nicht auf alle Branchen gleich auswirken, zeigen bereits die Zahlen aus 2023. Der M&A Markt entwickelt sich zunehmend zu einen Käufermarkt. Viele Transaktionen werden im Jahr 2024 geprägt sein durch den Einstieg in VC-finanzierte Technologieunternehmen als Know-How-Quelle und Wachstumschance, sowie Konsolidierungen bei den Dienstleistungsbranchen. Darüber hinaus werden Portfoliobereinigungen im Corporate-Umfeld und Secondary Deals im PE-Umfeld vermehrt auftreten, sowie Transaktionen aufgrund einer Nachfolgesituation in Unternehmen. Die Anforderungen der Globalisierung und die wachsende Bedeutung der Digitalisierung bleibt für viele Unternehmen ein zentrales Thema. Software-Deals werden den Sektor weiterhin dominieren - genauso wie in den Jahren 2022 und 2023. Der Vorstoß im Bereich der Künstlichen Intelligenz bietet für viele Branchen, so auch im M&A Potenziale dem wachsenden Druck im Fachkräftemangel entgegenzuwirken. Weitere Bereiche, in denen voraussichtlich besonders viele Fusionen und Übernahmen stattfinden werden, sind Telekommunikation, dass Metaverse und Videospiele.

Die weltpolitische Lage kann sich im November 2024 zuspitzen sollten die Wahlen in den USA Trump zum Präsidenten bestimmen. Dies könnte zum Rückzug der USA im Russlandkonflikt führen und zu stärkeren Handelsbeschränkungen führen, um das Wirtschaftswachstum innerhalb der USA zu stärken und zu einer stärkeren Abgrenzung der USA im wirtschaftlichen Gefüge führen. Die Verschärfung des Handelskonfliktes zwischen den USA und China ist damit sehr realistisch.

Grundsätzlich ist die Auslastung der vorhandenen Kapazitäten von erheblicher Bedeutung für den wirtschaftlichen Erfolg von PAVA. Demnach könnten mögliche Unterauslastungen ein Risiko darstellen. Zu Jahresbeginn 2024 verfügte die PAVA über eine ausreichend gut gefüllte Pipeline von 22 Beratungsprojekten, sowie zahlreiche Akquisepotentiale. Die Umsetzung dieser Pipeline in erfolgreich abgeschlossene Projekte wird - wie immer - das Geschäftsjahr 2024 definieren.

Aufbauend auf den besser als im Vorjahr gelaufenen ersten Monaten des Jahres 2024 und der guten Projektpipeline, blickt der Vorstand verhalten positiv auf das laufende Geschäftsjahr. Wir erwarten ein im Vergleich zum Geschäftsjahr 2023 gleichbleibendes Niveau bei den Umsatzerlösen, Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) sowie Jahresergebnis. Ebenso erwartet der Vorstand einen unveränderten Personalbestand.

4.2. Chancen- und Risikobericht

Trotz der Unsicherheiten durch die geopolitische Lage und der hohen Finanzierungskosten sowie ansteigenden Beschaffungskosten im Allgemeinen, sind in den Fokusmärkten unserer Mandanten, speziell in den Technologiebereichen nach wie vor Transaktionsabschlüsse möglich. Es bestehen jedoch erhöhte Risiken und die Projektlaufzeiten nehmen deutlich zu.

Der Vorstand prüft stetig sich ergebende Wachstumschancen, welche zur Steigerung des Geschäftserfolgs beitragen können. Die Wahrnehmung einer entsprechenden Chance ist stets mit einem Risiko verbunden. Im Umgang mit dem entsprechenden Risiko ist es daher von entscheidender Bedeutung, die jeweiligen Folgen für die Gesellschaft einschätzen zu können. Prinzipiell verfolgt der Vorstand dabei die Strategie, Risiken nur dann einzugehen, wenn sich daraus mit hinreichender Sicherheit zusätzliche Ertragschancen ergeben.

4.2.1. Finanzwirtschaftliche Risiken

Im Jahr 2024 werden die Hauptgeschäftsrisiken unverändert aus der Möglichkeit des Misserfolgs bei der Akquisition neuer Mandate sowie den Realisationsrisiken der verschiedenen Transaktionsprojekte resultieren. Durch eine bereits jetzt bestehende Auftragspipeline mit entsprechendem Dealvolumen sollen die Risiken abgefangen werden.

4.2.2. Liquiditätsrisken

Es besteht zwangsläufig das Risiko, dass Vertragsparteien ihren vertraglichen Zahlungsverpflichtungen nicht oder verspätet nachkommen. Durch fortlaufende Analysen sowie durch ein bestehendes Mahnwesen wird das Risiko seitens der Gesellschaft minimiert. Wesentliche Ausfall- oder Liquiditätsrisiken sind nicht erkennbar bzw. sind im Jahresabschluss 2023 durch entsprechende Wertberichtigungen auf Forderungen berücksichtigt.

Insbesondere liegen keine bestandsgefährdenden Risiken vor. Aufgrund unserer aktuellen Unternehmensplanung werden wir auch im Jahr 2024 in der Lage sein unseren finanziellen Verpflichtungen nachzukommen. Wir beobachten die Entwicklung der Weltwirtschaft sehr genau und haben durch eine wöchentliche Liquiditätsplanung, mehrfach in der Woche stattfindende Projektreviews sowie monatliche Managementreportings die Instrumente, um jederzeit eine angemessene Risikobewertung durchführen zu können.

4.2.3. Personalbezogene Risiken

Grundsätzlich ist die Fluktuation von gut ausgebildeten und erfahrenen Mitarbeitenden ein bedeutendes Risiko. Mit einer fairen und vorausschauenden Personalpolitik und gezielter Personalentwicklung werden alle Möglichkeiten ergriffen, unseren Mitarbeitenden für unsere Gesellschaft zu begeistern und langfristig an die Gesellschaft zu binden.

4.2.4. Wachstumschancen

Wachstumschancen für das operative Geschäft ergeben sich aus Sicht des Vorstandes aus dem stetigen Ausbau des Kundennetzwerkes und der Vertiefung der Branchenexpertise. Durch die erfolgreiche Abwicklung von Projekten und die damit verbundene Steigerung der Bekanntheit am Markt, können perspektivisch weitere Projekte generiert werden.

4.2.5. Chancen in Bezug auf neue Märkte

Eine weitere Chance bietet sich aus Sicht der Gesellschaft in einigen Trends, die den M&A Markt in Zukunft immer mehr beschäftigen werden. Hierzu gehört die gewachsene Bedeutung von ESG-Themen. Viele Unternehmen trennen sich daher von Assets, die nicht ESG-Kriterien entsprechen. Vor allem das Thema CO 2 -Reduzierung treibt diese Entwicklung voran.

4.2.6. Chancen aus Digitalisierung

Durch die fortschreitende Digitalisierung bieten sich für die Gesellschaft zukünftige Chancen. Durch den Einsatz von KI basierten Tools werden wir unsere M&A-Experten von zeitraubenden, sich wiederholenden Tätigkeiten entlasten können. Ihnen bleibt so mehr Zeit, sich stärker wertschöpfenden Beratungstätigkeiten zu widmen.

5. Schlusserklärung zum Abhängigkeitsbericht gemäß § 312 Abs. 3 S. 3 AktG

Über die Beziehungen zum herrschenden Unternehmen hat der Vorstand der PAVA gemäß § 312 Aktiengesetz (AktG) einen Abhängigkeitsbericht erstellt. Dieser schließt mit folgender Erklärung:

"Die Gesellschaft hat bei den in diesem Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäften nach den Umständen, die uns in dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem das Rechtsgeschäfts vorgenommen wurde, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten. Maßnahmen wurden weder getroffen noch unterlassen. Insgesamt ergaben sich aus den Vertragsbeziehungen keinerlei Nachteile für die Gesellschaft."

 

München, den 18. Juli 2024

Pava Partners Germany AG

gez. Jozsef Bugovics, Vorstand

gez. Philipp Schlüter, Vorstand

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

"In dem beigefügten, zur Offenlegung bestimmten Jahresabschluss wurden nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse die größenabhängigen Erleichterungen nach § 327 HGB zutreffend in Anspruch genommen. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht haben wir folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Pava Partners Germany AG, München

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Pava Partners Germany AG, München, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Pava Partners Germany AG, München, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrates für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozess der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebricht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir die Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen."

 

Berlin, den 18. Juli 2024

Baker Tilly GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft (Düsseldorf)

gez. Dr. Dominic Sommerhoff, Wirtschaftsprüfer

gez. Patrick Franke, Wirtschaftsprüfer

Angabe gemäß § 328 Abs. 1a HGB über die Feststellung des Jahresabschlusses

Auf der Aufsichtsratssitzung am 12. Sepbemtber 2024 wurde der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 festgestellt.

Bericht des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat hat sämtliche ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben wahrgenommen und die erforderlichen Beschlüsse gefasst. Den Vorstand hat er bei der Leitung des Unternehmens regelmäßig beraten und die Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung überwacht. Der Aufsichtsrat war in alle Entscheidungen, die von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen waren, eingebunden. Der Vorstand informierte den Aufsichtsrat regelmäßig, umfassend und zeitnah über alle wesentlichen Aspekte der Geschäftsentwicklung, sowie über die aktuelle Ertragssituation einschließlich der Risikolage und des Risikomanagements.

Im Berichtsjahr kam der Aufsichtsrat zu 2 Sitzungen zusammen.

Der Schwerpunkt der Sitzungen im Geschäftsjahr 2023 lagen in der Geschäftsentwicklung und der Ertragssituation sowie der organisatorischen Ausrichtung der Gesellschaft.

Die Hauptversammlung hat am 21. Dezember 2023 die Baker Tilly GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Berlin, zum Abschlussprüfer bestellt.

Jahresabschluss

Der vom Vorstand aufgestellte Jahresabschluss ist vom Abschlussprüfer der Gesellschaft, der Baker Tilly GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Berlin, geprüft worden.

Der Abschlussprüfer hat über das Ergebnis der Prüfung schriftlich und mündlich berichtet und den Jahresabschluss mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen.

Der Jahresabschluss und der Prüfungsbericht des Abschlussprüfers wurden allen Aufsichtsratsmitgliedern zur Verfügung gestellt. Die Unterlagen wurden in der Sitzung des Aufsichtsrats am 12. September 2024 ausführlich erörtert. Der Aufsichtsratsvorsitzende berichtete dabei über die wesentlichen Ergebnisse der Prüfung.

Der Aufsichtsrat hat die Prüfungsergebnisse zur Kenntnis genommen. Er hat nach eigener Prüfung keine Einwendungen erhoben. Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss in seiner Sitzung am 12. September 2024 gebilligt. Der Jahresabschluss ist damit gemäß § 172 AktG festgestellt.

Der Aufsichtsrat hat außerdem den vom Vorstand gemäß § 312 AktG für das Geschäftsjahr 2023 vorgelegten Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen und den dazu erstatteten Prüfbericht des Abschlussprüfers geprüft.

Der Bericht des Abschlussprüfers hierzu enthält folgenden Bestätigungsvermerk: "Nach unserer pflichtmäßigen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass

1. die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind,

2. bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war.

Auch diesen Bericht des Vorstands hat der Aufsichtsrat geprüft und den hierzu erstellten Bericht des Abschlussprüfers zur Kenntnis genommen. Gegen die Erklärung des Vorstands zum Bericht gemäß § 312 Absatz 3 AktG hat der Aufsichtsrat nach dem abschließenden Ergebnis seiner eigenen Prüfung keine Einwendungen.

Für das Geschäftsjahr 2023 wird ein Jahresergebnis in Höhe von 67.109,61 € Euro ausgewiesen. Ergänzt um den Gewinnvortrag aus dem Vorjahr in Höhe von 7.215.734,37 Euro ergibt sich ein Bilanzgewinn in Höhe von 7.282.843,98 Euro zum 31. Dezember 2023.

Der Aufsichtsrat wird sich dem Vorschlag des Vorstands, den Bilanzgewinn in Höhe von 7.282.843,98 Euro auf neue Rechnung vorzutragen, anschließen.

Der Aufsichtsrat spricht der Geschäftsführung und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Pava Partners Germany AG für das Engagement und die geleistete Arbeit im Geschäftsjahr 2023 Dank und Anerkennung aus.

 

München, den 25.10.2024

Jules Grüninger, Aufsichtsratsvorsitzender

Ergebnisverwendungsbeschluss

In der Hauptversammlung am 12. September 2024 wurde beschlossen, den Bilanzgewinn 2023 in Höhe von EUR 7.282.843,98 auf neue Rechnung vorzutragen.

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