Schmidtmeier Betriebsgesellschaft mbH

Auf der Heide 30, 44803 Bochum, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Bochum HRB 4550
Eingetragen
10.11.1992
Branche
BeteiligungsgesellschaftenGroßhandel mit Mehl und GetreideproduktenManagementtätigkeiten von Holdinggesellschaften mit überwiegend finanziellem Anteilsbesitz
Gegenstand
Der Betrieb einer Großbäckerei mit Filialgeschäften einschließlich aller artverwandten Geschäfte. Die Gesellschaft kann auch Handelsgeschäfte und alle anderen Geschäfte betreiben, die dem Gesellschaftszweck unmittelbar oder mittelbar zu dienen geeignet sind. Die Gesellschaft ist berechtigt, Unternehmen im In- und Ausland zu erwerben oder sich an ihnen zu beteiligen und Zweigniederlassungen zu gründen. Die Gesellschaft kann auch die Geschäftsführung und Vertretung sowie die Stellung als persönlich haftende Gesellschafterin in anderen Gesellschaften übernehmen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Stephan Schmidt
seit 1.3.2004
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter
Beta

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
St. Schmidt Holding GmbH
Germany
33.600 €
64.00%
St.Schmidt Holding GmbH
Germany
18.900 €
36.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

"Schmidtmeier Betriebsgesellschaft mbH"

Bochum

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

1. Grundlagen

1.1 Grundlagen des Unternehmens

Der Geschäftszweck der Gesellschaft ist die handwerkliche Herstellung und der Vertrieb von Backwaren jeder Art und alle damit verbundenen Verwaltungs- und Dienstleistungsaufgaben. Schmidtmeier bietet in 17 Bäckereifilialen in Bochum täglich frische handwerkliche Backwaren an, die neben der Eigenherstellung von Produkten mehrfach am Tag beliefert werden. Die Gesellschaft hat in den vergangenen Jahren sich auf hochwertige Filialen fokussiert. Diese Vorgehensweise wird auch in 2024 weiter das Handeln bestimmen.

1.2. Gesamtwirtschaftliche Lage

Im Jahr 2023 ist das Bruttoinlandsprodukt um 0,3 % gesunken.

Die Umsätze im Einzelhandel sanken dagegen in 2023 gegenüber 2022 real um 3,3%; im Einzelhandel mit Lebensmitteln sogar um 3,9%. Die Inflationsrate betrug im Jahresdurchschnitt 2023 5,9% (Vorjahr 6,9%. Es ist die eine der höchsten Jahresteuerungsrate seit der 1970er Ölkrise. Die Arbeitslosenquote entwickelte sich negativ. Sie stieg von 5,3% in 2022 auf 5,7% in 2023.

1.3. Marktumfeld

1.3.1. Backwarenmarkt

Im Jahr 2023 belief sich der Konsum von Brot und Backwaren pro Haushalt in Deutschland auf rund 40,7 kg. Der Jahresumsatz im Bäckerhandwerk stieg von 16,27 Mrd. Euro in 2022 auf 17,55 Mrd. Euro in 2023 - das entspricht ca. 1.899.000 Euro pro Betrieb .(Vj. 1.694.000 Euro). Hingegen sank die Anzahl der Handwerksbäckereien in den letzten 60 Jahren von rund 55.000 im alten Bundesgebiet auf 9.242 Betriebe (31.12.2022: 9.607) mit rund 35.000 Filialen (ca. 45.000 Verkaufsstellen) im heutigen Deutschland (Stand: 31.12.2023). Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl liegt mittlerweile bei 25,4 (Vj. 24,8).

1.3.2. Beschaffungsmarkt

Die Nachfrage nach Rohstoffen stieg in den einzelnen Branchen weiter an und trotzdem schwankt die Situation auf dem Beschaffungsmarkt stark.

Das zeigte sich nicht nur durch ansteigende und vor allem anhaltende Preiserhöhungen, sondern auch durch lange Lieferzeiten und Engpässen bei der Verfügbarkeit.

Durch unsere erfahrene Einkaufsabteilung werden die Rohstoffpreise laufend beobachtet. Zudem stehen wir mit unseren Lieferanten in laufendem Kontakt, um zeitnah auf Preisentwicklungen reagieren zu können.

Schmidtmeier führt sowohl in den klassischen Bäckereien als auch im Backstubenkonzept die Merkmale des Bäckerhandwerks mit der Systemgastronomie zusammen und trägt somit dem veränderten Konsumentenverhalten Rechnung.

2. Wirtschaftsbericht

2.1. Finanzielle Leistungsindikatoren

Das Geschäft steuern wir im Wesentlichen an Hand des EBITDA, der Filialumsätze und des Jahresüberschusses. Der Rohertrag stellt sich wie folgt dar: T€ 15.311 in 2023 und T€ 13.375 in 2022 (Anstieg TEuro 1.936). Der Rohertrag stieg im Berichtsjahr an. Dies resultiert aus der Umsatzsteigerung im Bereich Backwaren und Snacks. Der Steigerung im Rohertrag stand insbesondere ein Anstieg der Personalkosten gegenüber TEuro 861. Die im Unternehmen für die Steuerung der Gesellschaft und des Geschäftsergebnisses verwendete Ertragskennzahl ist EBITDA. Der EBITDA von Schmidtmeier beträgt in der Berichtperiode 3,3 Mio. EUR (Vorjahr: 2,3 Mio. EUR) und leitet sich wie folgt aus der Gewinn und Verlustrechnung:

EBITDA

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Jan/2023 - Dez/2023
in TEUR
Jan/2022 - Dez/2022
in TEUR
Jahresüberschuss 1.798 1.066
Abschreibungen 613 719
Zinsaufwand 24 24
Steuern Eink.u.Ertr 883 535
EBITDA 3.318 2.344

2.2. Finanzlage

Die Finanzlage ist durch eine gute Liquidität der Gesellschaft gekennzeichnet. Die Guthaben bei Kreditinstututen betrugen per 31.12.2023 TEuro 1.650. Die Investitionen in 2023 betrugen TEuro 1.202 und erfolgten im Wesentlichen in Gebäude und wurden ausschließlich aus Eigenmitteln sowie aus Verkäufen von Anlagevermögen (TEuro 474) finanziert. Die bestehenden Darlehen wurden vertragsgemäß bedient. Die Gesellschaft ist jederzeit in der Lage ihren finanziellen Verpflichtungen nachzukommen.

2.3. Vermögenslage

Bilanz: Nachfolgend sind die wesentlichen Positionen der Bilanz dargestellt:

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31.12.2023
TEUR
31.12.2022
TEUR
- Grundstücke, Bauten auf fremden Grundstücken 2.786 2.630
- Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 1.650 1.560
- Eigenkapital 3.912 4.214
- Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.161 1.423

Die Eigenkapitalquote beträgt 56% per 31.12.2023 (Vj. 62%). Der Rückgang der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten ist Folge der laufenden Tilgung.

2.4. Gesamtaussage zur Lage der Gesellschaft

Die Geschäftsentwicklung 2023 ist nicht mehr durch die Corona Pandemie, sondern durch Erhöhung der Lohn- sowie Rohstoffkosten und daraus resultierende Preiserhöhungen geprägt. Die Geschäftsführung ist mit dem realisierten Ergebnis in 2023 EBITDA 3,3 Mio EUR, welches dem des Vorjahres entspricht und der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage zufrieden.

3. Risiko- und Chancenbericht

3.1. Risikobericht

3.1.1. Risikomanagementsystem

Planungs- und Kontrollprozesse sowie Standards bilden bei Schmidtmeier die wesentlichen Bestandteile des Risikomanagementsystems. Dafür sind bei Schmidtmeier Informations-, Controlling- und Überwachungssysteme eingerichtet. Organisatorisch wird dem Risikomanagement durch die Geschäftsführung (sowohl für den Bäckereibereich als auch den Produktionsbereich) dargestellt.

Interne und externe Audits sowohl der Filialen als auch der Produktionsstätte gewährleisten einheitliche Qualitätsstandards. Hygienestandards wurden aufgrund der gestiegenen Anforderungen weiter erhöht und durch externe unabhängige Auditoren in einem unverändert hohen Ausmaß wie im Vorjahr überprüft.

Im Jahresverlauf wird monatlich überprüft, in welchem Umfang Risiken für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage bestehen. Im Zusammenhang mit einem monatlichen Reporting wird so sichergestellt, dass dem Management die erforderlichen Informationen für die Steuerung des Unternehmens zur Verfügung stehen.

3.1.2. Umfeld- und Branchenrisiken

Brot- und Backwaren sind überwiegend Grundnahrungsmittel und unterliegen damit wenig konjunkturellen Schwankungen. Auch in den nächsten Jahren dürften der Konsum und die Nachfrage nach Brot und Backwaren in Deutschland weiter leicht sinken. Der Markteintritt der Discounter und des Lebensmitteleinzelhandels in den Markt der frischen Backwaren ist weitgehend abgeschlossen. Kompensiert wird die negative Entwicklung des klassischen Brot- und Backwarenmarktes durch ein Wachstum im Snackbereich. Die steigenden Rohstoffpreise aufgrund des Ukrainekriegs und die sich auch hieraus ergebenen Preissteigerungen bei Energie sind die größte Herausforderung für die klassischen Bäcker, da diese aufgrund des Wettbewerbsdrucks nur bedingt an die Kunden weiter gegeben werden können. Daneben bleibt ein weiteres wesentliches Risiko für die handwerklichen Bäckereien der anhaltende Wettbewerbsdruck in den Bereichen von Brot und Brötchen. Es ist damit zu rechnen, dass der Marktanteil von Supermärkten und Discountern im klassischen Brot- und Brötchen-Segment weiter leicht wachsen wird. Die zunehmend steigenden gesetzlichen Anforderungen an die Prozesse und die Dokumentationen, wie z.B. die seit Ende 2014 verbindliche Angabe von Allergenen, wirken belastend auf das Geschäft. Schmidtmeier Filialen werden fast ausschließlich an eigenen Standorten betrieben. Hierdurch sind wir mit unserem Umsatz nicht von anderen Partnern abhängig.

3.1.3. Beschaffungsmarktrisiken

Der Markt für Agrar- und Lebensmittelrohstoffe ist und bleibt sehr volatil und äußerst schwer einzuschätzen. Er wird durch die steigende Nachfrage der Schwellenländer -bedingt durch geänderte Ernährungsgewohnheiten- und die Hersteller von Biotreibstoffen, wie auch Spekulation und Nachrichten, getrieben. Daneben hat die Qualität weltweiter Ernten aufgrund der inzwischen starken Internationalisierung der Rohstoffmärkte einen erheblichen Einfluss. Seit März 2022 führt daneben der Ukrainekrieg zu einer deutlichen Verteuerung der Rohstoffkosten. Schmidtmeier beobachtet die relevanten Rohstoffmärkte eng und ist laufend im Kontakt mit den wesentlichen Lieferanten.

3.1.4. Gesamtaussage zu Risiken für die Gesellschaft

Insgesamt zeigt sich die Risikolandschaft aus unserer Sicht verändert zum Vorjahr, da Preiserhöhungen bei Rohstoffen, Energie und Personal deutlich zu spüren sind und Auswirkungen auf die Rentabilität der Gesellschaft haben. Existenzgefährdende Risiken sind jedoch nicht ersichtlich.

3.2. Marktchancen

Schmidtmeier hebt sich vom Markt durch Produktfrische und Bäckereihandwerk ab. Die Kunden können in den Schmidtmeier Backstuben nicht nur viele extrem frische und sehr leckere Backwaren kaufen, sondern den Bäckern zusehen, wie sie den ganzen Tag über frische Brötchen, Brote und Snacks zubereiten. Die Backwaren werden neben der Zubereitung am Produktionsstandort in Bochum direkt vor Ort frisch vorbereitet, gebacken und veredelt. Das Erlebnis der Handwerklichkeit, die höchste Produktqualität und anspruchsvolle Rezepturen sowie das Backen vor Ort stellen unseren Wettbewerbsvorteil da.

4. Prognosebericht

Für das Jahr 2024 werden wir wie in jedem Jahr die Überarbeitung und weitere Verbesserung des Backstuben Konzeptes vornehmen. Unsere sehr gute Position im Markt in Bochum wollen wir weiter behaupten. Die Erweiterung unseres Filialnetzes ist nicht ausgeschlossen, sofern sich Optionen für gute, neue Standorte ergeben. Im Jahr 2024 erwarten wir Preiserhöhungen im Verkauf sowie im EInkauf. Für das EBITDA 2024 gehen wir trotzdem von einem gegenüber 2023 leicht verbessertem Ergebnis aus.

 

Bochum, im Juli 2024

Friedrich Schmidt, Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

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31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 4.889.186,31 4.791.926,00
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 3,00 3,00
II. Sachanlagen 4.889.183,31 4.791.923,00
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.786.545,81 2.630.636,00
2. technische Anlagen und Maschinen 871.197,50 904.981,50
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.231.440,00 1.256.305,50
B. Umlaufvermögen 2.141.832,31 2.048.698,33
I. Vorräte 105.230,22 134.135,37
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 382.888,01 352.126,61
III. Wertpapiere 3.450,00 3.450,00
IV. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 1.650.264,08 1.558.986,35
C. Rechnungsabgrenzungsposten 4.080,29 6.185,57
Summe Aktiva 7.035.098,91 6.846.809,90

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 3.912.582,98 4.213.764,57
I. Gezeichnetes Kapital 52.500,00 52.500,00
II. Gewinnvortrag 2.061.264,57 3.095.574,05
III. Jahresüberschuss 1.798.818,41 1.065.690,52
B. Rückstellungen 1.136.840,34 542.610,64
C. Verbindlichkeiten 1.985.675,59 2.090.434,69
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.161.117,50 1.422.892,04
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 1.161.117,50 1.422.892,04
2. sonstige Verbindlichkeiten 824.558,09 667.542,65
davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr 824.558,09 667.542,65
Summe Passiva 7.035.098,91 6.846.809,90

Gewinn- und Verlustrechnung

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1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 15.311.841,63 13.374.999,04
2. Personalaufwand 9.362.618,67 8.500.993,83
a) Löhne und Gehälter 7.836.815,82 7.116.193,60
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.525.802,85 1.384.800,23
davon für Altersversorgung 7.175,52 6.239,20
3. Abschreibungen 613.415,85 718.843,57
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 613.415,85 718.843,57
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 2.637.946,47 2.535.210,09
5. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 205,42 276,63
6. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 8.348,35 3.609,79
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 24.628,36 23.579,60
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 882.967,64 534.567,85
9. Ergebnis nach Steuern 1.798.818,41 1.065.690,52
10. Jahresüberschuss 1.798.818,41 1.065.690,52

Anhang

A. Angaben zur Bewertung und Bilanzierung

Die Schmidtmeier Betriebsgesellschaft mbH mit Sitz in Bochum wird beim Amtsgericht Bochum unter der Handelsregisternummer HRB 4550 geführt.

Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgte nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz (BilRUG). Ergänzend zu diesen Vorschriften wurden die Regelungen des GmbH-Gesetzes beachtet.

Der Abschluss umfasst die Bilanz, die Gewinn- und Verlustrechnung und den Anhang (einschließlich Anlagespiegel). Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Bei der Gesellschaft handelt es sich um eine mittelgroße Kapitalgesellschaft i. S. von § 267 Abs. 2 und 4 HGB. Größenabhängige Erleichterungen bei der Erstellung (§§ 266 Abs. 1, 276, 288 HGB) des Jahresabschlusses wurden entsprechend der Größenklasse in Anspruch genommen. Der Jahresabschluss wurde entsprechend den Gliederungsvorschriften der §§ 266 ff. HGB aufgestellt.

Der Jahresabschluss ist ohne Berücksichtigung einer Ergebnisverwendung aufgestellt worden.

Bewertungsmethoden

Die Wertansätze der Eröffnungsbilanz des Geschäftsjahres 2023 der Schmidtmeier Betriebsgesellschaft mbH stimmen mit denen der Schlussbilanz des vorangegangenen Geschäftsjahres überein. Bei der Bewertung wurde von der Fortführung des Unternehmens ausgegangen. Die Vermögensgegenstände und Schulden wurden einzeln bewertet.

Es ist vorsichtig bewertet worden, namentlich sind alle vorhersehbaren Risiken und Verluste, die bis zum Abschlussstichtag entstanden sind, berücksichtigt worden, selbst wenn diese erst zwischen Abschlussstichtag und der Aufstellung des Jahresabschlusses bekannt geworden sind.

Gewinne sind nur berücksichtigt worden, wenn sie bis zum Abschlussstichtag realisiert wurden. Aufwendungen und Erträge des Geschäftsjahres sind unabhängig vom Zeitpunkt der Zahlung berücksichtigt worden.

Einzelne Posten wurden wie folgt bewertet:

Aktiva

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden bei Zugang mit ihren Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig linear über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und soweit abnutzbar um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die Vornahme der planmäßigen Abschreibungen erfolgte unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer - soweit steuerlich zulässig - nach der degressiven Methode, geringwertige Anlagegüter mit einem Einzelanschaffungswert von bis zu € 800,00 wurden im Zugangsjahr in voller Höhe abgeschrieben.

Der Ansatz des Vorratsvermögens erfolgte zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten. Sofern der Zeitwert am Bilanzstichtag niedriger war, wurde dieser angesetzt. Das strenge Niederstwertprinzip wurde bei der Bewertung beachtet.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit dem Nominalwert ausgewiesen. Das allgemeine Kredit- und Zinsrisiko sowie die Verwaltungskosten sind durch eine Pauschalwertberichtigung berücksichtigt worden. Die Pauschalwertberichtigung wurde in Höhe von 3% der Nettoforderungen gebildet. Erkennbaren Risiken werden durch Einzelwertberichtigung Rechnung getragen. Als uneinbringlich eingeschätzte Forderungen werden abgeschrieben. Unverzinsliche Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden abgezinst.

Der Kassenbestand sowie Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert angesetzt.

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten

Ausgewiesen werden Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen.

Passiva

Das Gezeichnete Kapital ist zum Nennbetrag angesetzt.

Steuerrückstellungen und sonstige Rückstellungen

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Der Ansatz erfolgt in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages. Bei Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden künftige Kosten- und Preissteigerungen einbezogen.

Die Verbindlichkeiten werden mit den Rückzahlungsbeträgen angesetzt.

Passive Rechnungsabgrenzungsposten

Ausgewiesen werden Einnahmen vor dem Bilanzstichtag, soweit sie Ertrag für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen.

Gewinn- und Verlustrechnung

Die Aufwendungen und Erträge wurden auf das Geschäftsjahr abgegrenzt.

B. Angaben und Erläuterungen zu den einzelnen Posten

Posten der Bilanz

Einzelposten des Anlagevermögens

Die Entwicklung des Anlagevermögens sowie die Abschreibungen des Geschäftsjahres für die Einzelposten des Anlagevermögens ergeben sich aus dem folgenden Anlagenspiegel:

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Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Anschaffungs-, Herstellungskosten 31.12.2023
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 34.938,89 34.938,89
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 34.938,89 34.938,89
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.047.691,84 725.301,32 573.494,96 3.199.498,20
2. technische Anlagen und Maschinen 6.778.104,25 199.560,58 7.749,00 6.969.915,83
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.004.375,61 277.478,95 16.386,55 5.265.468,01
Summe Sachanlagen 14.830.171,70 1.202.340,85 597.630,51 15.434.882,04
Summe Anlagevermögen 14.865.110,59 1.202.340,85 597.630,51 15.469.820,93
scroll
kumulierte Abschreibung 01.01.2023
EUR
Abschreibung Geschäftsjahr
EUR
Abgänge
EUR
kumulierte Abschreibung 31.12.2023
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 34.935,89 34.935,89
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 34.935,89 34.935,89
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 417.055,84 69.916,32 74.019,77 412.952,39
2. technische Anlagen und Maschinen 5.873.122,75 233.344,08 7.748,50 6.098.718,33
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.748.070,11 302.343,45 16.385,55 4.034.028,01
Summe Sachanlagen 10.038.248,70 605.603,85 98.153,82 10.545.698,73
Summe Anlagevermögen 10.073.184,59 605.603,85 98.153,82 10.580.634,62
scroll
Buchwert Geschäftsjahr 31.12.2023
EUR
Buchwert Vorjahr 31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 3,00 3,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 3,00 3,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.786.545,81 2.630.636,00
2. technische Anlagen und Maschinen 871.197,50 904.981,50
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.231.440,00 1.256.305,50
Summe Sachanlagen 4.889.183,31 4.791.923,00
Summe Anlagevermögen 4.889.186,31 4.791.926,00

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Sämtliche Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Die Sonstigen Rückstellungen betreffen unter anderem Kosten für Mitarbeiter (T€ 240).

Die Verbindlichkeiten wurden mit dem Rückzahlungsbetrag passiviert.

Die erforderlichen Angaben sind in dem nachstehenden Verbindlichkeitenspiegel aufgeführt:

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davon mit einer Restlaufzeit
Gesamtbetrag
TEuro
bis zu 1 Jahr
TEuro
1 bis 5 Jahren
TEuro
mehr als 5 Jahre
TEuro
gesichert
TEuro
gesichert durch
1. Verbindlichkeiten gg.über Kreditinstituten 1.161 249 800 112 1.161 *
(Vj.: 1.423) (Vj.: 261) (Vj.:900) (Vj.:262) (V.:1.423)
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 184 184 - - -
(Vj.: 152) (Vj.:152) (Vj.: -) (Vj.: -) (Vj.: -)
3. sonstige Verbindlichkeiten 641 641 - - -
(Vj.: 515) (Vj.: 515) (Vj.: -) (Vj.: -) (Vj.: -)
1.986 1.074 800 112 1.161

* Gesamtgrundschuld

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind enthalten:

Verbindlichkeiten

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- aus Steuern: Euro 168.908,74 (Vorjahr: Euro 121.459,62)
- im Rahmen der sozialen Sicherheit: Euro 5.331,21 (Vorjahr: Euro 5.369,37)

Posten der Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 (2) HGB aufgestellt.

Die Aufgliederung der Umsatzerlöse wurde unter Bezug auf § 288 (2) HGB unterlassen.

Steuern vom Einkommen und Ertrag

Dem Geschäftsjahr zuzuordnende Steueraufwendungen:

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- Gewerbesteuer: TEuro 429
- Körperschaftsteuer/Solidaritätszuschlag: TEuro 384

Sonstige Pflichtangaben

Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen

Über die in der Bilanz ausgewiesenen Schuldposten hinaus bestehen langfristige sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Mietverträgen sowie sonstigen Verträgen mit folgenden jährlichen Belastungen:

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2024
TEuro
2025
TEuro
2026
TEuro
Verpflichtungen aus Mietverträgen 648 648 648

Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt

Im Durchschnitt des Wirtschaftsjahres waren einschließlich Geschäftsführung 329 (Vj.: 291) Mitarbeiter beschäftigt.

Organe der Gesellschaft und Gesamtbezüge

Als Geschäftsführer sind bestellt:

- Herr Stefan Schmidt (einzelvertretungsberechtigt),

- Herr Friedrich Schmidt (einzelvertretungsberechtigt),

- Herr Jochen Schmidt (einzelvertretungsberechtigt).

Auf die Angaben zu den Vergütungen wird gem. § 286 (4) HGB verzichtet.

Ergebnisverwendung

Der Abschluss wurde ohne Ergebnisverwendung aufgestellt. Die Gesellschafter schlagen der vor, den ausgewiesenen Bilanzgewinn auf neue Rechnung vorzutragen.

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres

Die Auswirkungen des Ukrainekrieges auf die Erhöhung der Rohstoffpreise sowie die Erhöhung der allgemeinen Lebenshaltungskosten aus 2023 setzen sich in 2024 fort. Die sich hieraus ergebenenen Auswirkungen auf Personalkosten und Produktionskosten sowie das Verhalten der Kunden der Gesellschaft (Nachfragerückgang) sind für 2024 nur schwer absehbar.

 

Bochum, im Juli 2024

Schmidtmeier Betriebsgesellschaft
mit beschränkter Haftung, Bochum

Friedrich Schmidt, Geschäftsführer

sonstige Berichtsbestandteile

 

Gez.: Friedrich Schmidt

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 08.07.2024 festgestellt.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Schmidtmeier Betriebsgesellschaft mbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Schmidtmeier Betriebsgesellschaft mbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Schmidtmeier Betriebsgesellschaft mbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Dortmund, 08.07.2024

AUDITRUST GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Torsten Wortelmann, Wirtschaftsprüfer

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