Stammdaten

Register
Amtsgericht Düsseldorf HRB 46483
Vorher
PB Versicherung Aktiengesellschaft
Eingetragen
26.4.1999
Branche
Tätigkeiten von Versicherungsvertreterinnen und -vertreternTätigkeiten von Versicherungsmaklerinnen und -maklernSchaden- und Unfallversicherungen
Gegenstand
Der unmittelbare Betrieb der Versicherungssparten Unfall und verschiedene finanzielle Verluste, Mietoder Einkommensausfall, sowie die Vermittlung von Versicherungen und die Tätigung sonstiger Geschäfte, die im unmittelbaren Zusammenhang mit dem Versicherungsbetrieb stehen. Geschäftsgebiet ist das In- und Ausland.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Prokura
Alexander Kulms
seit 4.2.2025
Vorstandsmitglied
Dirk Egert
seit 19.6.2023
Prokura
Daniel Bruch
seit 19.6.2023
Prokura
Prokura
Henning Kuschewitz
seit 4.1.2023
Prokura
Dennis Hofmann
seit 4.1.2023
Prokura
Martina Schalk
seit 30.6.2022
Prokura
Matthias Weber
seit 21.6.2022
Vorstandsmitglied
Lars Dormann
seit 5.1.2022
Prokura
Mareke Hellmich
seit 13.4.2021
Prokura
Moritz Neumann-Schulz
seit 12.7.2019
Prokura
Prokura
Gunther Werheit
seit 12.7.2018
Prokura
Robert Leopold
seit 12.7.2018
Prokura
Thomas Prieß
seit 2.6.2017
Prokura
René Leclaire
seit 2.6.2017
Prokura
Markus Suoka
seit 28.2.2017
Prokura
Stephan Müller
seit 15.10.2014
Prokura
Stefan Dinges
seit 15.10.2014
Prokura

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

LPV Versicherung AG (vormals: PB Versicherung Aktiengesellschaft)

Hilden

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

LPV Versicherung AG auf einen Blick.

TEUR 2023 2022 +/-
%
Gebuchte Bruttobeiträge 28.858 11.978 140,9
Neugeschäftsbeiträge (APE-Basis) 1) 2.867 1.812 58,2
Bruttoaufwendungen für Versicherungsfälle 2.370 2.579 -8,1
Versicherungstechnische Nettorückstellungen 37.442 40.737 -8,1
Kapitalanlagen 70.060 54.714 28,0
Ergebnis aus Kapitalanlagen 1.494 830 79,9
Nettoverzinsung (in %) 2,4 1,4

1) Annual Premium Equivalent (laufende Neugeschäftsbeiträge + 1/10 der Neugeschäfts-Einmalbeiträge)

Lagebericht

Geschäftstätigkeit, Organisation und Struktur

Unternehmenspolitischer Hintergrund

Die LPV Versicherung AG wurde zum 2.1.2023 umfirmiert und zuvor als PB Versicherung AG geführt.

Zu der Markengemeinschaft LifeStyle Protection gehören folgende Gesellschaften:

LPV Versicherung AG

LPV Lebensversicherung AG

(seit 2.1.2023, vormals PB Lebensversicherung AG)

Lifestyle Protection AG

Lifestyle Protection Lebensversicherung AG

Die LPV Versicherung AG ist Teil des Talanx Geschäftsbereichs Privat- und Firmenversicherung Deutschland (im Folgenden HDI Deutschland). Dieser Geschäftsbereich bündelt die Aktivitäten der Privat- und Firmenkunden-Gesellschaften der Sachversicherung, der Lebensversicherung und der Bancassurance im Inland und wird von der HDI Deutschland AG geführt. Innerhalb des Geschäftsbereichs sind die Gesellschaften der Bancassurance zuzuordnen.

Sitz der LPV Versicherung AG ist Hilden.

Partnerschaft und Vertrieb

Die LPV Versicherung AG ist bankenorientiert tätig und entwickelt Versicherungsprodukte exklusiv für ihre Bankpartner. Zum 1.1.2023 wurde die ehemalige Exklusiv-Kooperation mit der Postbank beendet und eine erweiterte Kooperation mit der gesamten Deutsche Bank Gruppe innerhalb Deutschlands begonnen. Sie umfasst die Vertriebsmarken Deutsche Bank, Postbank, norisbank und DSL Bank.

Die LPV Versicherung AG ist stark in die technischen Systeme ihrer Bankpartner integriert. So werden Versicherungsprodukte über die Beratungs- und Verkaufssysteme der jeweiligen Bankenvertriebswege angeboten.

Auch die Produktentwicklung erfolgt in enger Abstimmung mit der Bank, ausgerichtet auf die Bedürfnisse ihrer Kunden und weiterer Stakeholder. Produkte der LPV Versicherung AG sind eine passgenaue Ergänzung für Bankprodukte, wie zum Beispiel Privatkredite oder Baufinanzierungen, da sie diese beim Eintritt von Tod, Arbeitsunfähigkeit und Arbeitslosigkeit finanziell absichern.

Aufgrund dieser Passgenauigkeit und der hohen Kundenorientierung sind die Versicherungsprodukte der LPV Versicherung AG fester Bestandteil der Angebotspalette des Bankpartners.

Die enge Verzahnung zwischen Bank und Versicherungsgesellschaft wird auch bei den Beratungsstrecken der LPV Versicherung AG deutlich: Sie sind über die Verkaufssysteme des Bankpartners aufrufbar und fester Bestandteil des Beratungsprozesses.

Produktpalette und Verkaufskanäle seit 1.1.2023

Der Schwerpunkt der Vertriebstätigkeiten der LPV Versicherung AG liegt auf dem Verkauf von

Restkredit-Versicherungen in Verbindung mit einem Privatkredit der Bankpartner (RatenSchutz) und

Baufinanzierungsabsicherungen in Verbindung mit einer Baufinanzierung der Bankpartner (FinanzSchutz, BaufiSchutz, RisikoSchutz).

Diese Anbindungsprodukte werden über die Vertriebskanäle der gesamten Deutsche Bank Gruppe verkauft, über die ebenfalls Produktinformationen erhältlich sind:

Persönlich:

Berater in den Filialen der Deutschen Bank und Postbank

mobile Berater von DB Move und Postbank Finanzberatung

freie Vermittler im Drittvertrieb der Deutschen Bank und DSL Bank

Digital:

Direktvertriebe der Deutschen Bank und Postbank (inkl. norisbank)

Telefonvertriebe der Deutschen Bank und Postbank

Vergleichsportale

Dienstleistungen im Konzernverbund

Die LPV Versicherung AG beschäftigt keine eigenen Mitarbeiter. Anfallende Aufgaben werden von Konzerngesellschaften auf Basis von Dienstleistungs- und Ausgliederungsverträgen für die LPV Versicherung AG übernommen.

Die Einbindung der LPV Versicherung AG in eine große Versicherungsgruppe ermöglicht gesellschaftsübergreifend organisierte Funktionen und damit die sinnvolle Nutzung von Synergien und Ressourcen. Hierdurch können die Kostenvorteile einer einheitlichen Bearbeitung im Konzern genutzt und bessere Konditionen bei Dienstleistern erreicht werden.

Wesentliche Dienstleistungen übergreifend tätiger Funktionsbereiche wie z. B. Finanzen, Personal, IT, Betrieb und Vertrieb werden durch die HDI AG für die Inlandsgesellschaften des Talanx Konzerns erbracht, also auch für die LPV Versicherung AG. Darüber hinaus nutzt die LPV Versicherung AG die zentralen Dienstleistungen der Ampega Asset Management GmbH, die die Vermögensverwaltung für die Versicherungsgesellschaften im Konzern betreibt.

Am Standort Hilden erbringen die HDI Deutschland Bancassurance Communication Center GmbH Inbound-Callcenter-Dienstleistungen sowie die HDI Deutschland Bancassurance Kundenmanagement GmbH & Co. KG Outbound-Callcenter-Dienstleistungen für unsere Gesellschaft.

Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Volkswirtschaftliche Entwicklung

Die rückläufige, aber immer noch erhöhte Inflation, anhaltende geopolitische Spannungen und die Folgen der restriktiveren Geldpolitik der meisten Notenbanken haben die globale Konjunkturdynamik im Jahr 2023 gebremst, ohne jedoch die Weltwirtschaft in eine Rezession zu stürzen. War schon das Weltwirtschaftswachstum im Jahr 2022 (+3,5 %) durch den Beginn des russischen Kriegs gegen die Ukraine und die im Zuge dessen explodierenden Preise für Energie-und Nahrungsmittelrohstoffe belastet, ist die Weltwirtschaft im Jahr 2023 nur noch um 3,1 % gegenüber dem Vorjahr gewachsen.

In Deutschland ging die Schwäche insbesondere von der (energieintensiven) Industrie aus. Hier signalisiert der Einkaufsmanagerindex bereits seit 18 Monaten eine anhaltende Kontraktion, sodass die Industrieproduktion inzwischen gut 10 % unter ihrem Prä-Covid-Niveau liegt. Die privaten Haushalte verringerten ihren Konsum angesichts eines begrenzten Reallohnwachstums im Vorjahresvergleich deutlich. Hingegen überraschten die Ausrüstungsinvestitionen trotz eines unsicheren geopolitischen Umfelds und gestiegener Zinsen positiv, während der Zinsanstieg die Bauinvestitionen erneut bremste. Das schwächere globale Konjunkturumfeld sorgte zudem für sinkende Exporte, sodass das deutsche BIP 2023 im Jahresvergleich um 0,3 % sank. Damit blieb das Wachstum nicht nur deutlich hinter dem Vorjahr, sondern auch hinter demjenigen der Eurozone insgesamt (voraussichtlich 0,5 %) zurück.

Die US-Wirtschaft überraschte 2023 mit hoher Resilienz: Trotz eines nahezu beispiellosen Zinserhöhungszyklus der Fed (elf Leitzinserhöhungen seit März 2022) und der daraus resultierenden Verwerfungen im Bankensektor im Frühjahr zeigte sich die US-Wirtschaft robust und wuchs im Jahresvergleich um voraussichtlich 2,5 %. Basis dieser Entwicklung waren neben dem anhaltend robusten Arbeitsmarkt (mit einer Arbeitslosenquote in Höhe von 3,6 %) der steigende private und staatliche Konsum sowie die rückläufige Inflation, die von ihrem Hoch bei 9,1 % im Juni 2022 auf zuletzt 3,4 % im Dezember 2023 gesunken ist.

Das Wachstum der Schwellen- und Entwicklungsländer blieb 2023 hinter dem Durchschnitt der letzten Jahre zurück, wobei sich hier ein differenziertes Bild zeigt. Auch wenn das Wachstum in Osteuropa durch den anhaltenden Russland-Ukraine Krieg weiterhin belastet war, legte dieses doch im Vergleich zum Vorjahr zu. Das Wachstum in Lateinamerika hingegen verlangsamte sich. Chinas wirtschaftlicher Erholung fehlte im ersten Jahr nach dem Ende der Covid-Beschränkungen weiterhin das Momentum. Während das chinesische BIP zum Jahresauftakt kräftig um 2,1 % gegenüber dem Vorquartal gestiegen war, flachte das Wachstum in den folgenden Quartalen deutlich ab. Verantwortlich hierfür waren sowohl die weiterhin ungelösten Verwerfungen im Immobiliensektor, die für eine deutliche Stimmungseintrübung sorgten und den privaten Konsum belasteten, als auch das Abflauen der Weltkonjunktur. Im Jahresvergleich wuchs das chinesische BIP um voraussichtlich 5,2 % und lag damit knapp über dem Wachstumsziel der Regierung von 5 %.

Der Inflationsdruck ließ 2023 weltweit nach. Lag die Inflationsrate in der Eurozone 2022 noch bei 8,4 %, verringerte diese sich im Jahresdurchschnitt 2023 auf 5,5 %. Die Inflationsdynamik nahm dabei über das Jahr ab. So lag die jährliche Inflationsrate im ersten Quartal noch bei 8,0 %, im vierten Quartal bei nur noch 2,7 %. In den USA zeigte sich ein ähnliches Bild, wenn auch auf etwas niedrigerem Niveau. Die Inflationsrate fiel im Jahresschnitt von 8,0 % im Jahr 2022 auf 4,1 % im Jahr 2023. Zu Jahresbeginn strafften sowohl die Fed als auch die EZB ihre Geldpolitik und erhöhten ihre Leitzinsen bis zum dritten Quartal in vier Schritten von 4,5 % auf 5,5 % im Falle der Fed (obere Grenze) bzw. in sechs Schritten von 2 % auf 4 % im Falle der EZB (Einlagensatz). Einhergehend mit dem abnehmenden Inflationsdruck in der zweiten Jahreshälfte erfolgten keine weiteren Zinsschritte.

Kapitalmärkte

Die internationalen Kapitalmärkte konnten sich in dem schwierigen Umfeld immer noch erhöhter Inflation, Sorgen vor einer bevorstehenden Rezession und aggressiver Zinserhöhungszyklen vieler Zentralbanken im Jahresverlauf 2023 gut behaupten. Beflügelt durch eine Jahresendrallye schlossen Aktien aus den USA (S&P 500: +24,2 %) vor den Industrieländern insgesamt (MSCI World: +21,8 %) sowie vor Europa (EURO STOXX 50: +19,2 %). Die asiatischen Aktienmärkte blieben mit leichten Kursgewinnen deutlich hinter dieser Entwicklung zurück (MSCI ASIA EX JAPAN: 3,6 %), wobei chinesische Aktien kräftige Abschläge hinnehmen mussten (MSCI CHINA: -13,2 %). Nachdem die Renditen zehnjähriger Staatsanleihen im vergangenen Jahr mit kräftigen Steigerungen auf das schnell restriktiver werdende geldpolitische Umfeld reagiert hatten, bewegten sie sich in der ersten Jahreshälfte weitestgehend seitwärts, bevor sie bis ins vierte Quartal hinein angesichts neuer Sorgen vor einem restriktiveren Kurs der Notenbanken kräftig anstiegen. Im Zuge abnehmender Inflationsdynamik und damit verbundener Hoffnungen auf Zinssenkungen im Jahr 2024, fielen die Renditen der Staatsanleihen zum Jahresende wieder. Ende 2023 lag die Rendite zehnjähriger US-Treasuries bei 3,88 % (+0,01 Prozentpunkte), die zehnjähriger Bunds bei 2,02 % (-0,55 Prozentpunkte). Auch der Ölpreis (Brent) stieg in der Spitze deutlich von 86 USD auf 97 USD je Barrel, lag jedoch zum Jahresende mit 77 USD je Barrel unter dem Jahreseinstiegskurs. Der Euro kletterte auf Jahressicht um 3,1 % auf 1,10 USD.

Deutsche Versicherungswirtschaft

Die Ausführungen zu den Versicherungsmärkten stützen sich auf Veröffentlichungen des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V (GDV) und beinhalten vorläufige Daten.

Nach dem stabilen Verlauf der Vorjahre hatte die deutsche Versicherungswirtschaft im abgelaufenen Geschäftsjahr 2023 einen leichten Anstieg ihrer Beitragseinnahmen zu verzeichnen. Laut Hochrechnung erhöhten sie sich um 0,6 % auf 224,7 Mrd. EUR.

Die Schaden- und Unfallversicherer dürften im Jahr 2023 ein Beitragswachstum von 6,7 % auf 84,5 Mrd. EUR erreicht haben. Die Unternehmen der privaten Krankenversicherung lassen Beiträge in Höhe von 48,2 Mrd. EUR und damit ein Wachstum von 2,3 % erwarten.

Lebensversicherer, Pensionskassen und Pensionsfonds hatten insgesamt um 5,2 % auf 92,0 Mrd. EUR sinkende Beitragseinnahmen zu verzeichnen. Dabei stagnierte das Geschäft gegen laufenden Beitrag bei 66,3 Mrd. EUR, während das Geschäft gegen Einmalbeitrag um 16,1 % auf 25,7 Mrd. EUR nachgab. Ein heterogenes Bild ergab sich im Bereich der betrieblichen Altersversorgung: Während sich die Beitragseinnahmen der Pensionsfonds nach dem sehr starken Vorjahreswachstum auf 1,0 Mrd. EUR normalisierten (Vorjahreszeitraum: 2,2 Mrd. EUR; -53,4 %), sanken die der Pensionskassen um 5,1 % auf 1,9 Mrd. EUR.

Rechtliche und regulatorische Rahmenbedingungen

Aufsichtsrechtliche Anforderungen

Versicherungsunternehmen (Erst- und Rückversicherungsgesellschaften), Pensionsfonds und Kapitalverwaltungsgesellschaften unterliegen weltweit einer umfassenden Rechts- und Finanzaufsicht durch Aufsichtsbehörden. In der Bundesrepublik Deutschland obliegt diese Aufgabe der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin). Hinzu kommen umfassende rechtliche Vorgaben für die Geschäftstätigkeit. In den vergangenen Jahren haben sich die regulatorischen Rahmenbedingungen weiter verschärft, was zu einer zunehmenden Komplexität geführt hat. Dieser Trend setzte sich 2023 fort.

Richtlinie über den Versicherungsvertrieb

Der Vertrieb von Versicherungsprodukten ist umfangreichen rechtlichen Vorgaben unterworfen. Bei der Zusammenarbeit mit Vermittlern haben die Erstversicherer neben den gesetzlichen Vorgaben die Anforderungen des BaFin-Rundschreibens 11/2018 zur Zusammenarbeit mit Versicherungsvermittlern sowie zum Risikomanagement im Vertrieb zu beachten. Die Produktüberwachung und die Governance von Versicherungsprodukten werden unter anderem durch die Delegierte Verordnung (EU) 2017/2358 der Europäischen Kommission bestimmt. Für den Bereich der Restschuldversicherung wurde mit dem Schwarmfinanzierung-Begleitgesetz ein Provisionsdeckel gesetzlich verankert, der am 1.7.2022 in Kraft getreten ist. Darüber hinaus wird mit dem Zukunftsfinanzierungsgesetz eine siebentägige Wartefrist für den Abschluss von Restkreditversicherungen zu allgemeinen Verbraucherkreditverträgen eingeführt werden, die ab dem 1.1.2025 in Kraft treten soll.

Mindestanforderungen an die Geschäftsorganisation

In dem BaFin-Rundschreiben 2/2017 (VA) zur behördlichen Auslegung der Mindestanforderungen an die Geschäftsorganisation von Versicherungsunternehmen (MaGo) werden aus Sicht der Aufsichtsbehörde übergreifende Aspekte zur Geschäftsorganisation sowie zentrale Begriffe wie "Proportionalität" oder "Verwaltungs-, Management- oder Aufsichtsorgan" erläutert. Ungeachtet der fehlenden unmittelbaren Rechtsbindung dieses Schreibens wird auch die MaGo bei der Ausgestaltung der Geschäftsorganisation der HDI-Gruppe berücksichtigt, insbesondere in den Bereichen allgemeine Governance, Schlüsselfunktionen, Risikomanagement-System, Eigenmittelanforderungen, internes Kontrollsystem, Ausgliederungen und Notfallmanagement.

EU-Geldwäscherichtlinie

Mit Inkrafttreten des novellierten Geldwäschegesetzes (GwG) am 26.6.2017 sind nach § 2 Abs. 1 Nr. 7 GwG in Verbindung mit § 6 GwG Versicherungsunternehmen gemäß Art. 13 Nr. 1 Richtlinie 2009/138/EG verpflichtet, interne Sicherungsmaßnahmen zur Verhinderung von Geldwäsche zu treffen, soweit sie Lebensversicherungstätigkeiten gemäß dieser Richtlinie betreiben, Unfallversicherungen mit Prämienrückgewähr anbieten oder Darlehen im Sinne von § 1 Abs. 1 Satz 2 Nr. 2 KWG vergeben.

Die Gesellschaft ist daher aufgrund der Darlehensvergabe im Sinne von § 1 Abs. 1 Satz 2 Nr. 2 KWG zur Einhaltung der im GwG und den §§ 52 bis 55 VAG enthaltenen Vorschriften zur Verhinderung von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung sowie von sonstigen strafbaren Handlungen verpflichtet.

Die Gesellschaft hat Regelungen getroffen und organisatorische Maßnahmen eingeleitet, um die genannten gesetzlichen Verpflichtungen zu erfüllen.

Ein Geldwäschebeauftragter und Stellvertreter sind bestellt.

Die Darlehensvergabe erfolgt im Rahmen der Kapitalanlage durch die Ampega Asset Management GmbH. Zur Kontrolle durch den Geldwäschebeauftragten ist ein Prozess etabliert.

Digitalisierung

In den letzten Jahren hat die Digitalisierung zunehmend an Bedeutung gewonnen. Damit einher geht ein Übergang zu digitalen, datenbasierten Geschäftsmodellen; sich hieraus ergebende rechtliche Fragen und Herausforderungen mit dem Fokus auf der IT-Sicherheit spielen auch bei den Unternehmen des Talanx Konzerns eine immer wichtigere Rolle. Mit dem Rundschreiben 10/2018 zu den Versicherungsaufsichtlichen Anforderungen an die IT (VAIT) hat die BaFin Hinweise zur Auslegung der Vorschriften über die Geschäftsorganisation im Versicherungsaufsichtsgesetz gegeben, soweit sie sich auf die technisch-organisatorische Ausstattung der Unternehmen beziehen. Gleiches gilt hinsichtlich des Rundschreibens 11/2019 zu den Kapitalverwaltungsaufsichtlichen Anforderungen an die IT (KAIT). Diese Rundschreiben werden laufend angepasst und erweitert. Ferner hat die Behörde Orientierungshilfen zu Auslagerungen an Cloud-Anbieter veröffentlicht. Weiterhin gab es im Jahr 2023 auf Ebene der EU und in Deutschland regulatorische Initiativen für die Entwicklung, den Einsatz und die Nutzung von künstlicher Intelligenz, die auch die Versicherungswirtschaft betreffen und deren Entwicklung und konkrete Auswirkung auf den Talanx Konzern beobachtet wird.

Durch den Digital Operational Resilience Act (DORA) der EU gibt es in diesem Zusammenhang neue Anforderungen, die unter anderem Versicherungsunternehmen ab Januar 2025 erfüllen müssen. Hierdurch soll der europäische Finanzmarkt gegenüber Cyberrisiken und Angriffe auf die der Informations- und Kommunikationstechnologie gestärkt werden. Die weitere Entwicklung und die konkrete Auswirkung auf den Talanx Konzern werden beobachtet. Wenn möglich, nimmt der Talanx Konzern über seine Interessenverbände Stellung zu den geplanten Vorhaben und bereitet die Umsetzung der jeweils aktuellen regulatorischen Anforderungen vor.

Datenschutz

Die Versicherungsunternehmen des Talanx Konzerns verarbeiten bei der Antrags-, Vertrags- und Leistungsabwicklung umfangreiche personenbezogene Daten. Zur Gewährleistung der datenschutzrechtlichen Anforderungen, wie der EU-Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) und des Bundesdatenschutzgesetzes, ist das Datenschutzmanagementsystem auf die Beachtung und Kontrolle der Vorgaben ausgerichtet. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind für einen sorgsamen Umgang mit den Daten sensibilisiert (durch Schulungen) und werden auf die Einhaltung der Datenschutzanforderungen schriftlich verpflichtet. Für prozessunabhängige Datenschutzanforderungen, wie z. B. Beauftragung von Dienstleistern, sind zentrale Verfahren zu beachten. Gleiches gilt für die Datenschutzrechte der Kunden, Aktionäre und Beschäftigten.

Die Einhaltung geltenden Rechts ist für die Gesellschaften des Talanx Konzerns Voraussetzung für eine dauerhaft erfolgreiche Geschäftstätigkeit. Der Konzern widmet der Anpassung des Geschäfts und seiner Produkte an die gesetzlichen sowie aufsichts- und steuerrechtlichen Rahmenbedingungen große Aufmerksamkeit. Die hierfür installierten Mechanismen gewährleisten, dass künftige Rechtsentwicklungen und ihre Auswirkungen auf die eigene Geschäftstätigkeit frühzeitig identifiziert und bewertet werden, damit wir die erforderlichen Anpassungen rechtzeitig vornehmen können.

Geschäftsverlauf und Lage

Themen des Berichtsjahres

Zukunftssicherung des Geschäftsbereichs HDI Deutschland

Der Geschäftsbereich HDI Deutschland führt auch in diesem Berichtsjahr das strategische Programm GO25 fort. Es erfolgten Anpassungen an geänderte Rahmenbedingungen und Marktentwicklungen und das strategische Programm wurde entsprechend nachgeschärft und ergänzt. Zudem liegt in der Programmausrichtung ein stärkeres Gewicht auf den für die Umsetzung verantwortlichen Ressorts. Der Ausbau der Stärken im Geschäft mit kleinen und mittelgroßen Unternehmen sowie der als Partner von Banken und Vertriebspartnern sind vorangetrieben worden.

Neben dem Ausbau von profitablem Neugeschäft und der Steigerung der Kostendisziplin und Optimierung des Underwriting ist das strategische Programm mit weiteren übergreifenden Schwerpunkten konkretisiert bzw. erweitert worden.

Um die Kunden- und Vertriebspartner-Zentrierung zu erhöhen, wird programmübergreifend ein besonders starker Fokus auf die Service- und Prozess-Exzellenz gesetzt, in dem unter anderem die Effizienz in den Bereichen Versicherungsbetrieb sowie der Schadenbearbeitung gesteigert werden soll. Dabei werden im Hinblick auf die Sicherstellung der Zukunftsfähigkeit neue Einsatzmöglichkeiten wie GenAI (Generative künstliche Intelligenz) geprüft und die Weiterentwicklung des Nachhaltigkeitsmanagements forciert.

Das strategische Programm GO25 trägt damit zur Verbesserung der Eigenkapitalrendite bei und stärkt den Geschäftsbereich HDI Deutschland als stabilen Ergebnislieferanten.

Das Vorantreiben der Digitalisierungsthemen und -vorhaben prägt zusammen mit der Modernisierung der IT-Infrastruktur weiterhin die Ausrichtung der Geschäftsaktivitäten. Dies folgt der IT-Strategie des Geschäftsbereichs HDI Deutschland, die - auf der Grundlage von Vorgaben der Talanx AG sowie der Geschäftsstrategie für HDI Deutschland - gesamthaft alle wesentlichen IT-Aspekte für die Risikoträger-Gesellschaften umfasst.

Agile Methoden und agil organisierte Umsetzungen nach dem Scaled Agile Framework (SAFe) haben sich bei der LPV Versicherung AG bewährt. Verbunden mit einem kulturellen Wandel und als wesentlicher Teil der Transformation erfolgte die Einführung der agilen Liefer- bzw. Change-Organisation für große Teile des Geschäftsbereichs HDI Deutschland.

Neue Strategie der HDI Bancassurance

Das Geschäftsfeld HDI Bancassurance gehört zur HDI Deutschland AG, welche das deutsche Geschäft der Talanx AG mit Privat- und Firmenkunden sowie Selbstständigen umfasst. Die HDI Bancassurance wird als eigenes Geschäftsfeld im Markt positioniert. Zum Geschäftsfeld gehören die Unternehmen TARGO Versicherungen, Lifestyle Protection Versicherungen, LPV Versicherungen und neue leben Versicherungen. Die HDI Bancassurance hat ihre Strategie auf Wachstum ausgerichtet mit dem Ziel, Top 3 Bancassurance-Player in Deutschland zu werden. Dabei positioniert sich die HDI Bancassurance als langfristiger service- sowie leistungsorientierter Partner für bestehende sowie künftige Partnerschaften mit Banken, Sparkassen und anderen Finanzdienstleistern. Auch neue Geschäftsfelder, wie vor allem Embedded Insurance, werden erschlossen. Die Strategie basiert auf zukunftsorientierten sowie attraktiven Kernprodukten, einer technisch flexiblen und standardisierten Integrationsfähigkeit in Partnersysteme sowie digitalen und hybriden Vertriebsmodellen, die auf die Bedürfnisse von Partnern anpassbar sind.

Das risikoträgerübergreifende Leben-Betriebsmodell wird im Rahmen des 2020 gestarteten Programms Harbour umgesetzt. Im Berichtsjahr lag der Schwerpunkt der Programm-Aktivitäten weiterhin auf Maßnahmen zur Automatisierung und Digitalisierung und dem Ausbau der Kunden- und Vertriebsorientierung. Damit leistet Programm Harbour Leben einen wesentlichen Beitrag zur Steigerung der Kunden- und Vertriebspartnerzufriedenheit und der Verbesserung der Kostensituation im Geschäftsbereich HDI Deutschland.

Beginn der Kooperation mit der Deutsche Bank Gruppe ab 2023 Zum 1.1.2023 startete die bundesweite Kooperation mit allen Vertriebskanälen der Deutsche Bank Gruppe - unter der Marke LifeStyle Protection. Diese knüpfte nahtlos an die bisherige und sehr langjährige Kooperation mit der Postbank an und hat eine zehnjährige Laufzeit - vom 1.1.2023 bis zum 31.12.2032.

Der Fokus liegt auf der Entwicklung, der Bereitstellung und dem Verkauf von Absicherungsprodukten für Privatkredite und Baufinanzierungen. Die technischen Integrationen in die Banksysteme, die Schaffung kundengerechter Prozesse sowie die Weiterentwicklung unserer Produkte und Beratungssysteme spielen dabei eine wichtige Rolle.

Auszeichnung "Arbeitgeber der Zukunft" vom DIND

Das Deutsche Innovationsinstitut für Nachhaltigkeit und Digitalisierung (DIND) zeichnete die LPV Versicherung AG im März 2023 mit ihrem Award als "Arbeitgeber der Zukunft" aus. Dieser Preis wird an Unternehmen vergeben, die eine klare Digitalisierungsstrategie aufweisen, nachhaltige Ziele verfolgen und attraktive Arbeitsbedingungen bieten. Die LifeStyle Protection erfüllt diese Kriterien durch die fortlaufende Erarbeitung und Anwendung digitaler Lösungen, den konzernweiten Einsatz im Thema Nachhaltigkeit bei unserem Unternehmen und unseren Produkten, die flexible Arbeitsweise unter dem Stichwort New Work sowie attraktiven Arbeitsbedingungen für Mitarbeiter.

Produktoptimierung BaufiSchutz

Der BaufiSchutz dient zur Absicherung von Finanzierungen gegen die Risiken Tod, Arbeitsunfähigkeit und Arbeitslosigkeit. Es ist möglich, auch bereits bestehende Baufinanzierungen nachträglich durch einen BaufiSchutz abzusichern. Zu beachten ist, dass der Abschluss der Baufinanzierung dabei nicht länger als 24 Monate zurückliegen darf. Diese Nachversicherungsoption trägt unter anderem zu einem erfolgreichen Verkauf bei, der sich in den steigenden Verkaufszahlen widerspiegelt.

Neue und verbesserte digitale Technologien

Die Digitalisierung spielt bei der LPV Versicherung AG in praktisch allen Bereichen eine zentrale Rolle.

Optimierung der BaufiSchutz-Beratungsstrecke: Die Beratungsstrecke der LPV Versicherung AG ermöglicht es, Kunden der Deutsche Bank Gruppe zu den Produktlösungen und Absicherungsoptionen einer Baufinanzierung zu beraten. Es ist außerdem möglich, durch Verbesserungen des Produkts und der Strecke, auch bereits bestehende Baufinanzierungen nachträglich abzusichern. Die Beratungsstrecke ist außerdem in die Portale und Systemoberflächen der Bankpartner integriert, wodurch den Beratern ein direkter Absprung sowie eine eigenständige Beratung mit automatischer Datenübernahme ermöglicht wird.

Angepasster Versorgungslückenrechner: Der Einkommenslückenrechner dient zur Ermittlung der Versorgungslücken bei Arbeitslosigkeit, Arbeitsunfähigkeit und Tod im Kreditgespräch. Dieser ist direkt in die Beratungsstrecke der LPV Versicherung AG integriert, sodass ein direkter Absprung während der Beratung und somit eine nahtlose Integration in das Verkaufsgespräch möglich ist. Für eine leichtere Nutzung und einen größeren Wiedererkennungswert wurde das Design sowie Formulierungen und Darstellungsweisen zu Beginn des Jahres auf das der Beratungsstrecke ausgerichtet.

Erhöhte Sicherheitsstandards im LP Vertriebsnet: Das LP Vertriebsnet dient als zentraler Ablageort für Dokumente und Informationen für interne sowie externe Vertriebswege. Um auf die Entwicklungen und Gegebenheiten des Markts zu reagieren und noch besseren Schutz der User sicherzustellen, wurde die Security verbessert. Das Sicherheitslevel des LP Vertriebsnet wurde erhöht und soll künftig weiter ausgebaut werden.

Qualifizierung im Vertrieb

Die Betreuung und Qualifizierung erfolgt nach enger Abstimmung mit dem Bankpartner flächendeckend für die Berater aller bundesweiten Vertriebswege der Deutsche Bank Gruppe. Die LPV Versicherung AG nutzt im Blended-Learning-Ansatz digitale und Präsenz-Formate, um eigene Mitarbeiter sowie Kollegen der Deutschen Bank Gruppe in aktuellen Themen zu schulen.

Vertriebliche Schwerpunkte

Betreuungsangebot für die Deutsche Bank Gruppe: Zu Beginn der Kooperation mit der Deutsche Bank Gruppe lag der Fokus darauf, den neuen Partnern das erarbeitete Betreuungsmodell vorzustellen. Die von der LPV Versicherung AG gestellten Kapazitäten zur Betreuung wurden seitens des Partners angefordert, bedarfsgerecht verplant und eingesetzt. Daraus resultierend wird eine bundesweite Betreuung für alle Vertriebswege der Deutsche Bank Gruppe sichergestellt. Um den Kapazitätsbedarf und die Inhalte der Betreuung bestmöglich einschätzen und erfüllen zu können, ist die LPV Versicherung AG fest in regelmäßige Abstimmungsrunden der Bank integriert.

Fachliche Betreuungsschwerpunkte und -formate: Ein Schwerpunkt der Betreuung liegt auf der fachlichen Qualifizierung für RestkreditVersicherung sowie für die Absicherung von Baufinanzierungen. Darüber hinaus coacht die LPV Versicherung AG die vertriebliche Kompetenz und vermittelt Ansätze zur Einwandbehandlung, Up-und Cross-Selling etc. Die Inhalte werden über verschiedene Formate transportiert und geschult. Zum einen werden digitale Formate, wie z. B. Webinare angeboten. Eine persönliche Vermittlung ist in Form von side-by-side-Terminen oder Gruppenworkshops möglich.

Schulung neuer Produktfeatures: Im Laufe des Jahres wurde die Restkredit-Versicherung verbessert und um Produktmerkmale erweitert. Im kommenden Jahr ist die Anpassung weiterer Produkte geplant. Dabei wird ein weiterer Fokus auf die Absicherung von Baufinanzierungen gelegt. Dazu werden Konzepte ausgearbeitet, die dabei helfen, die Inhalte zielgerichtet zu vermitteln.

Nachhaltigkeit

Als international tätiger Versicherungskonzern und langfristig orientierter Investor hat sich der Talanx Konzern bereits seit langem einer verantwortungsvollen, auf nachhaltige Wertschöpfung ausgelegten Unternehmensführung verschrieben. Die Nachhaltigkeitsstrategie stellt daher einen integralen Bestandteil der Konzernstrategie dar. Diese basiert auf der gezielten Umsetzung von ESG-spezifischen Aspekten (kurz: ESG für Environment, Social, Governance) in der Kapitalanlage, der Versicherungstechnik, den eigenen Betriebsstätten sowie im Rahmen des sozialen Engagements.

Mit den im November 2021 veröffentlichten strategischen Maßnahmen hat der Talanx Konzern eine Weiterentwicklung seiner Nachhaltigkeitsstrategie bekannt gegeben und Nachhaltigkeit noch stärker im Geschäftsmodell verankert. Bei der Entwicklung der Konzernstrategie 2025 wurden die Ziele und Prioritäten bestätigt und weiter geschärft, so wurde u. a. ein einheitliches strategisches Fundament für das soziale und gesellschaftliche Engagement des Konzerns geschaffen. Neben dem bereits bestehenden Netto-Null-Ziel für den weltweiten Betrieb bis spätestens 2030 (inklusive Kompensation) verpflichtet sich der Konzern im Einklang mit den Zielen des Pariser Klimaschutzabkommens auch in der Versicherungstechnik sowie der Kapitalanlage dazu, bis 2050 Netto-Null-Emissionen zu erreichen 1. Seit 2023 enthält die Nachhaltigkeitsstrategie eine deutlich geschärfte Positionierung zu fossilen Energieträgern in der Versicherungstechnik.

1 Der Talanx Konzern trifft Entscheidungen immer aufgrund der aktuellen Datenlage und vorliegenden Regulatorik. Sollten sich Voraussetzungen ändern, behält sich der Talanx Konzern ein Update der entsprechenden Entscheidungen vor.

Leistungsindikatoren

Unsere Gesellschaft hat für das Geschäftsjahr 2023 ausschließlich finanzielle Steuerungsgrößen bzw. finanziell bedeutsame Leistungsindikatoren festgelegt. Diese betreffen unter anderem die Neugeschäftsbeiträge, die gebuchten Bruttobeiträge, die Bruttoaufwendungen für Versicherungsfälle, das Ergebnis aus Kapitalanlagen sowie das Ergebnis vor Ergebnisabführung. Die Entwicklung dieser und weiterer Kennzahlen wird in den nachfolgenden Kapiteln näher erläutert.

Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren gemäß § 289c Abs. 3 Nr. 5 HGB, die für die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft von Bedeutung sind, sind derzeit in Entwicklung. Für weiterführende Erläuterungen insbesondere zu den Aspekten Umweltbelange, Arbeitnehmerbelange, Sozialbelange, Achtung der Menschenrechte sowie Bekämpfung von Korruption und Bestechung wird auf die Nichtfinanzielle Konzernerklärung der Talanx AG verwiesen.

Ertragslage

Neugeschäft

Die Neugeschäftsbeiträge der LPV Versicherung AG beliefen sich im Berichtsjahr auf insgesamt 23.114 (6.609) TEUR. Während die Einmalbeiträge bei den Sonstigen Versicherungen auf 22.807 (5.331) TEUR stiegen, sanken die laufenden Neugeschäftsbeiträge in der Unfallversicherung um 76,0 % auf 307 (1.279) TEUR. Hieraus errechnet sich ein Annual Premium Equivalent (laufende Neugeschäftsbeiträge zuzüglich 10 % der Einmalbeiträge) von 2.867 (1.812) TEUR.

Das Neugeschäft sank in der klassischen Unfallversicherung auf 480 (7.388) Verträge. Bei den Sonstigen Versicherungen stiegen dagegen die Neugeschäftsstückzahlen auf 31.873 (4.207) Verträge.

Versicherungsbestand

Der Jahresbeitrag aller am Bilanzstichtag im Bestand unserer Gesellschaft befindlichen Versicherungen, die sogenannte statistische Bestandsprämie, verringerte sich im Berichtsjahr um 791 TEUR auf 6.205 (6.997) TEUR.

Ende des Jahres 2023 umfasste der Versicherungsbestand im selbst abgeschlossenen Geschäft 107.584 (96.585) Verträge.

Anzahl der mindestens einjährigen Versicherungsverträge

Anzahl der Versicherungsverträge
31.12.2023 31.12.2022 Änderung
Selbst abgeschlossenes Geschäft 107.584 96.585 10.999
davon:
Unfallversicherung 27.810 33.882 -6.072
Sonstige Versicherungen 79.774 62.703 17.071

Der Bestand an Policen bei Unfallversicherungen sank im Geschäftsjahr auf 27.810 (33.882) Stück an. Der Bestand an Sonstigen Versicherungen stieg zum Ende des Geschäftsjahres auf 79.774 (62.703) Stück.

Eine vollständige Darstellung der von unserer Gesellschaft betriebenen Versicherungsarten befindet sich in der Anlage 1 zum Lagebericht auf Seite 22.

Beiträge

Im Jahr 2023 beliefen sich die gebuchten Bruttobeiträge der LPV Versicherung AG auf 28.858 (11.978) TEUR und stiegen damit um 140,9 %. Davon entfielen 22.557 (5.346) TEUR auf die Sonstigen Versicherungen sowie 6.302 (6.632) TEUR auf die Unfallversicherung.

Unter Berücksichtigung der Beitragsüberträge sowie der abgegebenen Rückversicherungsbeiträge erreichten die verdienten Nettobeiträge der LPV Versicherung AG 11.883 TEUR nach 13.401 TEUR im Vorjahr.

Leistungen

Die Bruttoaufwendungen für Versicherungsfälle gingen um 8,1 % auf 2.370 (2.579) TEUR zurück. Ursächlich hierfür war der Rückgang in der Unfallversicherung um 18,5 % auf 923 (1.132) TEUR. In den Sonstigen Versicherungen blieben die Bruttoaufwendungen konstant bei 1.447 (1.447) TEUR. Nach Abzug des Anteils der Rückversicherer verblieben Aufwendungen für Versicherungsfälle für eigene Rechnung in Höhe von 1.683 (2.228) TEUR.

Die bilanzielle Nettoschadenquote, definiert als das Verhältnis der Nettoschadenaufwendungen zu den verdienten Beiträgen für eigene Rechnung, sank auf 14,2 (16,6) %.

Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb

Die Bruttoaufwendungen für den Versicherungsbetrieb betrugen 6.876 (8.139) TEUR und lagen 15,5 % unter dem Vorjahreswert. Nach Abzug der erhaltenen Provisionen und Gewinnbeteiligungen verblieben Nettoaufwendungen in Höhe von 5.103 (5.047) TEUR.

Erträge und Aufwendungen aus Kapitalanlagen

Die laufenden Erträge, die unter anderem aus den Kuponzahlungen der festverzinslichen Kapitalanlagen bestanden, beliefen sich im Berichtsjahr auf 1.265 (1.096) TEUR. Den Erträgen standen laufende Aufwendungen in Höhe von 69 (62) TEUR gegenüber. Das laufende Ergebnis betrug 1.196 (1.034) TEUR. Die laufende Durchschnittsverzinsung erreichte 1,9 (1,8) %.

Im Berichtsjahr wurde ein Ergebnis aus außerordentlichen Gewinnen und Verlusten aus dem Abgang von Kapitalanlagen in Höhe von 180 (-3) TEUR erzielt. Der Saldo aus außerordentlichen Zu- und Abschreibungen belief sich auf 118 (-200) TEUR. Insgesamt war somit ein außerordentliches Ergebnis in Höhe von 299 (-203) TEUR auszuweisen.

Das Kapitalanlageergebnis belief sich insgesamt auf 1.494 (830) TEUR. Im Berichtsjahr wurde eine Nettoverzinsung von 2,4 (1,4) % erreicht.

Geschöftsergebnis

Der versicherungstechnische Gewinn von 5.107 (6.132) TEUR setzte sich zusammen aus dem versicherungstechnischen Gewinn des Versicherungszweigs Unfallversicherung von 1.114 (2.704) TEUR und der Sonstigen Versicherungen von 3.993 (3.428) TEUR.

Das nichtversicherungstechnische Ergebnis in Höhe von -326 (-51) TEUR beinhaltet neben dem Kapitalanlageergebnis in Höhe von 1.494 (830) TEUR insbesondere sonstige Aufwendungen, die vorrangig das Unternehmen als Ganzes mit 643 (754) TEUR, die Zinsen auf das Nachrangdarlehen 351 (9) TEUR, Abschreibungen auf Immaterielle Vermögensgegenstände 544 (0) TEUR und Depotzinsen 330 (48) TEUR betreffen.

Die Gesellschaft erzielte ein Geschäftsergebnis von 4.694 (6.081) TEUR, das im Rahmen des bestehenden Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrags an die HDI Deutschland Bancassurance GmbH abgeführt wird.

Finanzlage

Eigenmittel

Eigenmittel nach Ergebnisverwendung

TEUR 31.12.2023
Eingefordertes Kapital
Gezeichnetes Kapital 4.090
Kapitalrücklage 5.000
Gewinnrücklagen
gesetzliche Rücklage 409
Nachrangige Verbindlichkeiten 6.000
Summe 15.499

Liquiditätslage

Die Liquidität unserer Gesellschaft war zu jeder Zeit gesichert. Zum Bilanzstichtag waren liquide Mittel in Form von Einlagen und laufenden Guthaben bei Kreditinstituten in Höhe von 4.783 (6.287) TEUR verfügbar.

Vermögenslage

Kapitalanlagen

Entwicklung der Kapitalanlagen im Detail

TEUR 31.12.2023 31.12.2022 Änderung
Aktien, Investmentanteile und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 1.392 2.936 -1.544
Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 42.174 23.547 18.627
Namensschuldverschreibungen 18.494 20.158 -1.664
Schuldscheinforderungen und Darlehen 8.000 8.073 -72
Summe 70.060 54.714 15.346

Das Volumen der Kapitalanlagen der LPV Versicherung AG stieg um 15.346 TEUR und betrug zum Jahresende 70.060 (54.714) TEUR. Die Kapitalanlagen wurden vorrangig in festverzinsliche Kapitalanlagen investiert. Deren Anteil lag zum Ende des Berichtsjahres bei 98,0 (94,6) % der gesamten Kapitalanlagen. Investitionen erfolgten vor allem in Anteile an Investmentvermögen. Das durchschnittliche Rating der festverzinslichen Kapitalanlagen beträgt AA (AA+). Der Aktienanteil liegt bei 0 (3,0) % der gesamten Kapitalanlagen.

Die Marktwerte der Kapitalanlagen beliefen sich zum Bilanzstichtag auf 67.410 (50.003) TEUR. Die Bewertungsdifferenzen betrugen zum Stichtag -2.650 (-4.711) TEUR.

Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage

Die Unternehmensleitung der LPV Versicherung AG bewertet den Geschäftsverlauf des Berichtsjahres vor dem Hintergrund des unverändert schwierigen branchenspezifischen Umfelds als positiv. Die beitragsseitige Entwicklung unserer Gesellschaft verlief entsprechend unseren Erwartungen. Sehr dynamisch zeigten sich die Einmalbeiträge aus der Arbeitslosigkeitsversicherung, durch die der erwartete Rückgang im Neugeschäft mit laufenden Beiträgen aus der Unfallversicherung mehr als ausgeglichen wurde. Bei insgesamt weitgehend stabilen laufenden Beiträgen führte die massive Steigerung der Einmalbeiträge zu einem entsprechenden Wachstum der gebuchten Bruttobeiträge, die plangemäß in erhöhtem Maße an die Rückversicherer abgegeben wurden. Die LPV Versicherung AG befindet sich als Spezialversicherer für Arbeitslosigkeitsversicherungen somit weiterhin in einer starken Position.

Trotz des erheblichen Anstiegs des Bruttobeitragsvolumens waren bei den Bruttoaufwendungen für Versicherungsfälle und für den Versicherungsbetrieb Rückgange zu verzeichnen, denen allerdings bei den Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb auch ein erheblicher Rückgang der Erträge aus der Beteiligung des Rückversicherers gegenüberstand. Stärker als geplant fiel das Kapitalanlageergebnis aus, das von Zuwächsen sowohl im laufenden als auch im außerordentlichen Ergebnis profitierte. Das an unsere Muttergesellschaft abzuführende Ergebnis blieb plangemäß unterhalb dem des Vorjahres. Zum Zeitpunkt der Aufstellung des Lageberichts ist die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft aber unverändert als positiv zu beurteilen.

Risikobericht

Zusammenfassende Darstellung der Risikolage

Im Risikomanagement der Gesellschaft werden die Risiken für die Gesellschaft regelmäßig untersucht. Die etablierten Risikomanagementsysteme und Kontrollinstanzen unterstützen eine frühzeitige Identifikation, Bewertung und Steuerung der Risiken, die einen wesentlichen Einfluss auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der Gesellschaft haben können.

Insgesamt sieht sich die Gesellschaft derzeit in der Lage, alle Verpflichtungen aus den bestehenden Versicherungsverträgen dauerhaft zu erfüllen.

Bestandsgefährdende Risiken, d. h. wesentliche Risiken mit existenziellem Verlustpotenzial für die Gesellschaft, können sich insbesondere dann ergeben, wenn sich systemische Risiken wie z. B. ein Kollaps des Finanzsystems realisieren. Bestandsgefährdende Risiken unternehmensspezifischer Natur zeichnen sich derzeit nicht ab.

Das Risikoprofil der Gesellschaft ist stark geprägt von versicherungstechnischen Risiken.

Gegenüber dem Vorjahr bestehen unverändert wesentliche geopolitische und wirtschaftliche Unsicherheiten, unter anderem aufgrund des Nahostkonflikts und des Krieges in der Ukraine, möglicher Engpässe z. B. in der Energieversorgung oder bei Lieferketten, weiterhin hoher Inflationsraten und von Rezessionsrisiken. Auch wenn im Laufe des Berichtsjahres ein Zinsrückgang festzustellen war, liegt das Zinsniveau zum Bilanzstichtag weiterhin deutlich oberhalb der langjährigen Niedrigzinsphase.

Die aufsichtsrechtlichen Kapitalanforderungen werden von der Gesellschaft erfüllt. Die konkreten Quoten werden im April 2024 im Bericht über die Solvabilität und Finanzlage (SFCR) zum 31.12.2023 veröffentlicht. Da die Veröffentlichung des SFCR gemäß gesetzlich vorgegebenen Fristen nach der Feststellung des Jahresabschlusses liegt, ist der SFCR nicht Gegenstand der Abschlussprüfung.

Grundlagen des Risikomanagements

Das Risikomanagement der Gesellschaft erfüllt die Anforderungen des deutschen Aktiengesetzes (§ 91 Abs. 2 AktG). Mit dem vorliegenden Bericht kommt die Gesellschaft ihrer Verpflichtung zu einer Berichterstattung über die wesentlichen Risiken der voraussichtlichen Entwicklung nach (§ 289 Abs. 1 HGB).

Risikomanagementsystem

Basis des Risikomanagements ist die jährlich durch den Vorstand verabschiedete Risikostrategie, die sich aus der Geschäftsstrategie ableitet. Sie ist verbindlicher, integraler Bestandteil des unternehmerischen Handelns. Zur Umsetzung und Überwachung der Risikostrategie bedient sich die Gesellschaft eines Internen Steuerungs- und Kontrollsystems. Das Risikoverständnis ist ganzheitlich, d. h. es umfasst Chancen und Risiken, wobei der Fokus der Betrachtungen auf negativen Zielabweichungen und somit Risiken im engeren Sinn liegt. Risikostrategische Ziele sind dabei insbesondere die Einhaltung der festgelegten Risikotoleranz und des Risikobudgets.

Das Risikomanagement der Gesellschaft ist in das Risikomanagement des Geschäftsbereichs HDI Deutschland sowie des Konzerns eingegliedert und berücksichtigt die Konzernrichtlinien. Zur Quantifizierung von Risiken wird ein Risikomodell (Standardmodell unter Berücksichtigung von unternehmensspezifischen Parametern) gemäß Solvency II eingesetzt. Der betrachtete Zeithorizont des Modells beträgt ein Kalenderjahr.

Das Risikomanagementsystem der Gesellschaft wird laufend weiterentwickelt und damit den jeweiligen sachlichen und gesetzlichen Erfordernissen sowie den Konzernvorgaben angepasst. Das Risikomanagementsystem ist mit dem zentralen Steuerungssystem der Gesellschaft eng verzahnt.

Die Bewertung der wesentlichen quantifizierbaren Risiken der Gesellschaft erfolgt regelmäßig mit Hilfe des Risikomodells. Dabei werden diese Risiken systematisch analysiert und mit Solvenzkapital hinterlegt. Zusätzlich werden wesentliche, sich aus Zielabweichungen ergebende strategische Risiken, Projektrisiken, Reputationsrisiken und Emerging Risks betrachtet. Die erfassten Risiken werden durch abgestimmte Maßnahmen gesteuert sowie die quantifizierbaren Risiken durch ein Limit- und Schwellenwertsystem überwacht. Der Vorstand der Gesellschaft wird im Rahmen der Risikoberichterstattung vom Risikomanagement regelmäßig über die aktuelle Risikosituation informiert. Bei akuten Risiken ist eine Sofortberichterstattung an den Vorstand gewährleistet.

Als einen wesentlichen Teil des Risikomanagementsystems führt das Unternehmen mindestens einmal jährlich eine unternehmenseigene Risiko- und Solvabilitätsbeurteilung durch (Own Risk and Solvency Assessment, ORSA), in der unter anderem der Gesamtsolvabilitätsbedarf unter Berücksichtigung des spezifischen Risikoprofils des Unternehmens überprüft wird.

Im Kapitalanlagebereich umfasst das Risikomanagementsystem spezifische Instrumentarien zur laufenden Überwachung aktueller Risikopositionen und der Risikotragfähigkeit. Sämtliche Kapitalanlagen stehen unter ständiger Beobachtung und Analyse durch den Geschäftsbereich Kapitalanlagen und das operative Kapitalanlagecontrolling. Mit Hilfe von Szenarioanalysen und Stresstests werden die Auswirkungen von Kapitalmarktschwankungen simuliert, um bei Bedarf frühzeitig auf diese reagieren zu können. Darüber hinaus stellt eine umfangreiche Berichterstattung die erforderliche Transparenz aller die Kapitalanlagen betreffenden Entwicklungen sicher.

Für Handels- und Abwicklungstätigkeiten im Kapitalanlagebereich bedient sich die Gesellschaft der Dienstleistung der Ampega Asset Management GmbH.

Risikoorganisation

Die Aufbauorganisation im Risikomanagement der Gesellschaft gewährleistet eine Funktionstrennung zwischen aktiver Risikoübernahme und unabhängiger Risikoüberwachung. Zentrale Organe sind neben dem Gesamtvorstand der Gesellschaft die Schlüsselfunktionen gemäß § 7 Nr. 9 VAG - nämlich Unabhängige Risikocontrollingfunktion, Compliance-Funktion, Interne Revision, Versicherungsmathematische Funktion - sowie die Risikoverantwortlichen.

Der Gesamtvorstand trägt die nicht delegierbare Verantwortung für die Umsetzung und Weiterentwicklung des Risikomanagements in der Gesellschaft. Er legt die Risikostrategie fest und trifft hieraus abgeleitete wesentliche Risikomanagemententscheidungen.

Die Unabhängige Risikocontrollingfunktion ist auf Basis der geltenden Ausgliederungsvereinbarungen auf die HDI AG ausgegliedert und wird von einer organisatorischen Einheit unter Leitung des Chief Risk Officer wahrgenommen. Dadurch wird Know-how gebündelt und eine effiziente Nutzung der Ressourcen sichergestellt. Innerhalb der Gesellschaft ist ein Ausgliederungsbeauftragter benannt, der die Ausgliederung überwacht.

Die Unabhängige Risikocontrollingfunktion ist primär für die Identifikation, Bewertung und Analyse des Risikoprofils sowie für die Überwachung von Limiten und Maßnahmen zur Risikobegrenzung auf aggregierter Ebene zuständig. Diese Aufgabe wird durch den Chief Risk Officer mit Unterstützung des Risikomanagements und des Risikokomitees des Geschäftsbereichs HDI Deutschland wahrgenommen. Das Risikokomitee spricht dabei Empfehlungen an den Gesamtvorstand aus.

Risikoverantwortliche sind für die Identifikation und Bewertung der wesentlichen Risiken ihres Verantwortungsbereiches zuständig. Zudem sind sie verantwortlich für Vorschläge zur Risikominderung und für die Umsetzung geeigneter Risikosteuerungsmaßnahmen. Der Austausch von Erkenntnissen zwischen Risikoverantwortlichen und Unabhängiger Risikocontrollingfunktion findet im Rahmen von regelmäßigen Risikosteuerungskreis-Sitzungen statt.

Die Interne Revision ist für die prozessunabhängige Prüfung der Geschäftsbereiche, insbesondere auch des Risikomanagements, verantwortlich. Die Leitung der Internen Revision ist zum Zwecke der Diskussion risikorelevanter Themen als Gast im Risikokomitee vertreten.

Die Gesellschaft ist in die Compliance-Organisation des Geschäftsbereichs HDI Deutschland eingebunden, um eine ordnungsmäßige Geschäftsorganisation zu unterstützen, welche die Einhaltung der gesetzlichen und aufsichtsrechtlichen Anforderungen gewährleistet. Compliance entsendet einen Vertreter in das Risikokomitee.

Die Versicherungsmathematische Funktion trägt im Rahmen ihrer gesetzlichen Aufgaben zur wirksamen Umsetzung des Risikomanagementsystems bei, insbesondere hinsichtlich der Koordinierung der Berechnung der versicherungstechnischen Rückstellungen sowie der Angemessenheit der Zeichnungs- und Annahmepolitik und der Rückversicherungsvereinbarungen. Auch die Versicherungsmathematische Funktion ist im Risikokomitee vertreten.

Auch die Funktionen der Internen Revision, Compliance und Versicherungsmathematischen Funktion sind an die HDI AG ausgegliedert.

Risiken der künftigen Entwicklung

Die Risikolage der Gesellschaft wird anhand der nachfolgend beschriebenen Risikokategorien erörtert.

Versicherungstechnische Risiken

Das versicherungstechnische Risiko bezeichnet die Gefahr, dass bedingt durch Zufall, Irrtum oder Änderung der tatsächliche Aufwand für Schäden und Leistungen vom erwarteten Aufwand abweicht.

Hierzu zählt auch ein versicherungstechnisches Risiko Gesundheit. Bei der Gesellschaft fallen hierunter z. B. Unfallversicherungen.

Prämien- und Reserverisiken

Das Prämien- und Reserverisiko ergibt sich daraus, dass aus im Voraus festgesetzten Versicherungsprämien später Entschädigungen zu leisten sind, deren Höhe jedoch zunächst unbekannt ist. So kann der tatsächliche vom erwarteten Schadenverlauf abweichen.

Die Gesellschaft setzt bei der Tarifierung versicherungsmathematische Modelle ein und überwacht kontinuierlich den Schadenverlauf. Für die wesentlichen Sparten werden Portfolioanalysen durchgeführt, die Auswertungen zur Profitabilität auch einzelner Segmente innerhalb einer Sparte ermöglichen. Darüber hinaus existiert in den Schadenabteilungen ein umfangreiches Schadencontrolling. Zudem wird das Portfolio durch Rückversicherungen gedeckt.

Dem Prämien- und Reserverisiko begegnet die Gesellschaft durch Berücksichtigung vorsichtiger Annahmen bei der Kalkulation.

Lebensversicherungstechnische Risiken bei einem Sach-Risikoträger

Das versicherungstechnische Risiko der Lebensversicherung bezeichnet die Gefahr, die sich aus Lebensversicherungsverpflichtungen ergibt, und zwar in Bezug auf die abgedeckten Risiken und die verwendeten Prozesse bei der Ausübung des Geschäfts.

Hierunter werden anerkannte Rentenfälle bewertet.

Diesem Risiko wird durch vorsichtig bemessene Rechnungsgrundlagen und adäquate Sicherheitszuschläge Rechnung getragen, deren Angemessenheit regelmäßig überprüft wird.

Katastrophenrisiken

Das Katastrophenrisiko resultiert aus einer wesentlichen Ungewissheit in Bezug auf die Annahmen über extreme oder außergewöhnliche Ereignisse.

Das Katastrophenrisiko wird mit geeigneten Rückversicherungsverträgen begrenzt. Der Umfang der Rückversicherung wird regelmäßig überprüft.

Stornorisiken

Das Stornorisiko beschreibt die Gefahr eines Verlusts oder einer nachteiligen Veränderung des Werts der Versicherungsverbindlichkeiten, die sich aus Veränderungen in der Höhe oder bei der Volatilität der Storno-, Kündigungs-, Verlängerungs- und Rückkaufsraten von Versicherungsverträgen ergibt.

Die Gesellschaft analysiert regelmäßig die Stornosituation; bei Bedarf werden geeignete Steuerungsmaßnahmen ergriffen.

Kostenrisiken

Das Kostenrisiko beschreibt die Gefahr eines Verlusts oder einer nachteiligen Veränderung des Werts der Versicherungsverbindlichkeiten, die sich aus Veränderungen in der Höhe, im Trend oder bei der Volatilität, der bei der Verwaltung von Versicherungsverträgen angefallenen Kosten ergibt.

Der Kostenverlauf wird durch Betriebskosten und Provisionen bestimmt, denen angemessen vorsichtige Kostenzuschläge in den Beiträgen gegenüberstehen. Die Produktkalkulation stützt sich dabei auf eine adäquate Kostenrechnung.

Marktrisiken

Das Marktrisiko bezeichnet die Gefahr, die sich aus Schwankungen in der Höhe oder in der Volatilität von Finanzmarktdaten ergibt, die den Wert der Vermögenswerte und Verbindlichkeiten beeinflussen.

Die Gesellschaft verfügt über detaillierte Kapitalanlagerichtlinien, die das Anlageuniversum, besondere Qualitätsmerkmale, Emittentenlimite und Anlagegrenzen festlegen. Diese orientieren sich an den gesetzlichen und aufsichtsrechtlichen Anforderungen sowie den internen Richtlinien der Gesellschaft, sodass eine möglichst große Sicherheit und Rentabilität bei jederzeitiger Liquidität unter Wahrung angemessener Mischung und Streuung erreicht werden. Zudem wird eine klare Funktionstrennung zwischen operativer Steuerung des Kapitalanlagerisikos und Risikocontrolling sichergestellt.

Im Rahmen des Monatsreportings werden parametrische Stresstests berechnet, aus denen sich ableiten lässt, wie sensitiv das Portfolio auf wesentliche Veränderungen der Marktdaten reagiert.

Aktien- und Beteiligungsrisiken

Das Aktienrisiko bezeichnet das Risiko aus Änderungen des Aktienkursniveaus. Eine mögliche Änderung wirkt auf die Bewertung von Aktien sowie auf Vermögenspositionen, die im Risikomodell wie Aktien modelliert werden, insbesondere auf etwaige Beteiligungen der Gesellschaft.

Derzeit werden keine Aktien gehalten, sodass daraus keine Risiken entstehen.

Im Sinne einer Sensitivitätsanalyse sind im Folgenden prozentuale Veränderungen des Marktwerts der Kapitalanlagen bei einem hypothetischen Wertverlust/Wertzuwachs der Aktienanlagen angegeben (Berechnung zum Bilanzstichtag):

Angenommene Veränderung der Aktienanlagen: -10 % +10 %
Prozentuale Veränderung des Marktwerts der Kapitalanlagen: 0,0 % 0,0 %

Zinsrisiken

Das Zinsrisiko beschreibt die Sensitivität von Vermögenswerten, Verbindlichkeiten und Finanzinstrumenten in Bezug auf Veränderungen in der Zinskurve oder auf die Volatilität der Zinssätze.

Das Zinsrisiko wird vor allem durch regelmäßige Asset-Liability-Analysen, kontinuierliche Beobachtung der Kapitalanlagen und -märkte sowie Ergreifen entsprechender Maßnahmen gesteuert. Bei Bedarf kommen auch geeignete Kapitalmarktinstrumente zum Einsatz.

Im Sinne einer Sensitivitätsanalyse sind im Folgenden prozentuale Veränderungen des Marktwerts der Kapitalanlagen bei einer hypothetischen Verringerung/Erhöhung der Zinsen angegeben (Parallelverschiebung der Zinskurve, Berechnung zum Bilanzstichtag):

Angenommene Verschiebung der Zinskurve: -50bp +50bp
Prozentuale Veränderung des Marktwerts der Kapitalanlagen: 2,2 % -2,1 %

Währungsrisiken

Das Währungsrisiko beschreibt die Sensitivität von Vermögenswerten, Verbindlichkeiten und Finanzinstrumenten in Bezug auf Veränderungen in der Höhe oder bei der Volatilität der Wechselkurse.

Das Währungsrisiko spielt bei der Gesellschaft nur eine untergeordnete Rolle, da die Kapitalanlage fast ausschließlich in Euro erfolgt.

Immobilienrisiken

Das Immobilienrisiko steht für das Risiko aus Schwankungen des Werts der in der Kapitalanlage gehaltenen Immobilien. Hierbei werden sowohl Immobilien im engeren Sinne (z. B. Grundstücke und Gebäude) als auch Immobilienfonds berücksichtigt.

Die Gesellschaft hat keine Immobilieninvestitionen.

Kreditrisiken aus der Kapitalanlage

Kreditrisiken beschreiben allgemein die Risiken eines Verlustes oder nachteiliger Veränderungen der Finanzlage, die sich aus Fluktuationen bei der Bonität von Wertpapieremittenten, Gegenparteien und anderen Schuldnern ergeben, gegen welche die Gesellschaft Forderungen hat. Sie treten in Form von Gegenparteiausfallrisiken, Spread-Risiken oder Marktrisikokonzentrationen auf.

Die Gesellschaft führt regelmäßig Bonitätsprüfungen der vorhandenen Schuldner durch. Bonitätsrisiken unter Investmentgrade und ohne Rating werden in allenfalls begrenztem Umfang eingegangen.

Zur Steuerung des Ausfall- bzw. Bonitätsrisikos werden Ratingkategorien und Sicherungsinstrumente berücksichtigt. Die Bonität der Schuldner wird laufend überwacht. Wesentlicher Anhaltspunkt für die Investitionsentscheidung durch das Portfolio-Management sind die durch externe Agenturen wie Standard & Poor's, Moody's, Fitch oder Scope Analysis vergebenen Ratingklassen.

Bonitätsstruktur der festverzinslichen Kapitalanlagen

Marktwert
TEUR
Anteil
%
AAA 31.391 46,6
AA 11.826 17,5
A 17.125 25,4
BBB 5.677 8,4
ohne Rating 1.392 2,1
Summe 67.410 100,0

Zur Minderung des Konzentrationsrisikos wird eine breite Mischung und Streuung der Anlagen beachtet. Abhängigkeiten von einzelnen Schuldnern werden möglichst vermieden.

Gliederung der festverzinslichen Kapitalanlagen nach Art der E Emittenten

Marktwert
TEUR
Anteil
%
Staats- und Kommunalanleihen 24.452 36,3
Gedeckte Schuldverschreibungen 17.916 26,6
Industrieanleihen 15.292 22,7
Erstrangige Schuldverschreibungen von Finanzinstituten 9.749 14,5
Summe 67.410 100,0

Infrastrukturanlagerisiken

Risiken aus Infrastrukturanlagen beziehen sich auf Wertänderungen und Schwankungen in den Erträgen entsprechender Infrastrukturanlagen. Ihre Steuerung erfolgt über sorgfältige Due-Diligence-Prüfungen im Vorfeld sowie laufende Monitoring-Maßnahmen. Hierfür wird spezialisiertes Know-how vorgehalten.

Derivate und strukturierte Produkte

Sofern Derivatgeschäfte zur Ertragsvermehrung, Erwerbsvorbereitung und Absicherung von Beständen sowie Geschäfte mit strukturierten Produkten getätigt werden, werden sie im Rahmen der internen Richtlinien der Gesellschaft abgeschlossen. Derivatpositionen und -transaktionen werden im Reporting detailliert aufgeführt. Auf der einen Seite sind Derivate wegen ihrer sehr niedrigen Transaktionskosten und ihrer sehr hohen Marktliquidität und -transparenz effiziente und flexible Instrumente zur Portfoliosteuerung. Auf der anderen Seite gehen mit dem Einsatz von Derivaten auch zusätzliche Risiken einher, die detailliert überwacht und zielgerecht gesteuert werden.

Im Berichtsjahr wurden im Portfolio der Gesellschaft keine Derivate eingesetzt.

Strukturierte Produkte waren zum 31.12.2023 mit einem Gesamtbuchwert von 10.580 (2.026) TEUR im Direktbestand.

Value at Risk

Ein wichtiges Element der Steuerung von Marktrisiken ist die regelmäßige Überwachung geeigneter Kennziffern, so z. B. des Value at Risk (VaR), der einen mit vorgegebener Wahrscheinlichkeit innerhalb eines definierten Zeitraums maximal zu erwartenden Verlust abbildet. Der VaR wird in Prozent der Marktwerte der betrachteten Kapitalanlagen gemessen.

Zur Messung der Kreditrisiken in der Kapitalanlage wird unter Berücksichtigung von emittentenspezifischen Merkmalen, Portfoliokonzentrationen und Korrelationen ein Credit-VaR ermittelt, der sich auf einen Zeitraum von einem Jahr bezieht. Der Credit-VaR zum 31.12.2023 betrug 1,18 %.

Gegenparteiausfallrisiken

Das Gegenparteiausfallrisiko deckt risikomindernde Verträge wie z. B. Rückversicherungsvereinbarungen oder Verbriefungen sowie Forderungen gegen Vermittler und alle sonstigen Kreditrisiken ab, soweit sie nicht anderweitig in der Risikomessung berücksichtigt werden.

Informationen zu Ausfallrisiken in der Kapitalanlage finden sich oben unter dem Stichwort der Kreditrisiken.

Risiken aus dem Ausfall von Forderungen gegen Rückversicherer

Beim Risiko des Ausfalls von Forderungen gegen Rückversicherer handelt es sich um die Möglichkeit des Ausfalls von Anteilen der Rückversicherer an Versicherungsverbindlichkeiten abzüglich Rückversicherungsdepots oder anderer Sicherheiten.

Zur Risikominderung wird die Bonität der Rückversicherungspartner bei der Auswahl der Vertragspartner berücksichtigt und im Vertragsverlauf überwacht. Der Ausfall von Forderungen aus dem Rückversicherungsgeschäft ist aufgrund der günstigen Bonitätseinschätzung der Rückversicherungspartner nur ein geringes Risiko.

Die Forderungen gegenüber Rückversicherern belaufen sich zum Bilanzstichtag auf 26 (1.527) TEUR.

Risiken aus dem Ausfall von Forderungen gegen Versicherungsvermittler

Das Risiko des Ausfalls von Forderungen gegen Versicherungsvermittler besteht grundsätzlich in der Möglichkeit, dass im Falle von (vermehrten) Kündigungen durch Versicherungsnehmer Provisionsrückforderungen nicht hinreichend werthaltig sind.

Die Forderungen gegen Versicherungsvermittler betreffen die Deutsche Bank AG. Hinsichtlich der Rückprovisionsregelungen wurde von einer Pauschalwertberichtigung abgesehen.

Liquiditätsrisiken

Das Liquiditätsrisiko bezeichnet das Risiko, dass die Gesellschaft nicht in der Lage ist, Anlagen und andere Vermögenswerte zu realisieren, um ihren finanziellen Verpflichtungen bei Fälligkeit nachzukommen. So können z. B. wegen der Illiquidität von Märkten Bestände nicht oder nur mit Verzögerungen veräußert werden oder offene Positionen nicht oder nur mit Kursabschlägen geschlossen werden.

Zur Überwachung der Liquiditätsrisiken ist jede Wertpapiergattung mit einem Liquiditätskennzeichen versehen, das den Grad der Liquidierbarkeit des Titels zu marktgerechten Preisen angibt. Diese Kennzeichen werden vom Risikocontrolling der Ampega Asset Management GmbH regelmäßig überprüft, unter Berücksichtigung von Marktdaten und einer Einschätzung des Portfolio-Managements plausibilisiert und, falls angezeigt, modifiziert. Die Daten fließen anschließend in das standardisierte Berichtswesen an den Finanzvorstand der Gesellschaft ein.

Die Liquiditätsstruktur zum Bilanzstichtag stellt sich folgendermaßen dar:

Liquiditätsstruktur der Kapitalanlagen zum 31.12.2023
in %
0 - Bargeld und Vergleichbares 6 %
1-3 - ohne nennenswerten Abschlag veräußerbar 38 %
4-6 - mit Abschlag veräußerbar 56 %
7-9 - schwer/nicht veräußerbar 0 %
Summe 100 %

Den Liquiditätsrisiken wird durch eine kontinuierliche Abstimmung der Fälligkeiten der Kapitalanlagen und der finanziellen Verpflichtungen begegnet. Es existieren individuelle Mindestlimite für den Bestand an Papieren mit hoher Liquidität sowie Höchstlimite für den Bestand an Papieren mit geringer Liquidität. Insbesondere die Mindestlimite leiten sich aus dem zeitlichen Charakter der versicherungstechnischen Zahlungsverpflichtungen ab. Durch eine hinreichend liquide Anlagestruktur wird sichergestellt, dass die Gesellschaft jederzeit in der Lage ist, die erforderlichen Auszahlungen zu leisten. Durch die gestiegenen Zinsen und die damit verbundene Marktwertreduktion der Kapitalanlagen ist das Liquiditätsmanagement nochmals in einen stärkeren Fokus gerückt. Auf Basis der Liquiditätsplanung war zum Bilanzstichtag kein erhöhtes Risiko absehbar, dass zur Sicherstellung der Liquidität Anlagen aus dem Anlagevermögen heraus oder mit Verlusten verkauft werden müssten.

Operationelle Risiken

Das operationelle Risiko bezeichnet das Verlustrisiko, das sich aus der Unangemessenheit bzw. dem Versagen von internen Prozessen, Mitarbeitern oder Systemen wie auch durch externe Ereignisse ergibt.

Risiken aus Business Continuity und IT Service Continuity Risiken aus Business Continuity und IT Service Continuity bezeichnen das Risiko, dass der Geschäftsbetrieb aufgrund von natürlichen oder von Menschen verursachten Gefahren bedroht, geschädigt oder gestört wird. Hierzu zählen sowohl Verluste als auch Mehrkosten durch den Ausfall von bzw. aufgrund technischer Probleme in den IT-Systemen wie auch durch Zerstörung oder Beschädigung der Gebäude bzw. gebäudeweiten Versorgungseinrichtungen oder durch weitere Beeinträchtigungen der Arbeitsumgebung.

Risiken aus Störungen der Gebäudeinfrastruktur reduziert die Gesellschaft mit wirksamen Risikosteuerungsmaßnahmen u. a. durch die Einhaltung von Sicherheits- und Wartungsvorschriften sowie Brandschutzmaßnahmen sowie auch durch die flächendeckende Möglichkeit des mobilen Arbeitens. Um Risiken aus einer Unterbrechung des Geschäftsbetriebs aufgrund von Krisen oder Notfällen zu begegnen, ist in der Gesellschaft ein Krisenmanagement etabliert, das im Falle einer Störung eine schnellstmögliche Rückkehr in den Normalbetrieb sicherstellt. Der Notfallvorsorge wird mittels eines Notfallhandbuchs, der Durchführung von Business-Impact-Analysen zur Ermittlung der Kritikalität von Geschäftsprozessen, der Einrichtung eines Krisenstabs und Notfallteams Rechnung getragen.

Das Risiko des Ausfalls der IT-Infrastruktur wird durch regelmäßige Kontrollen, redundante Systeme, Backup- und Recovery-Verfahren sowie Rufbereitschaft verringert. Gezielte Investitionen in die Sicherheit und Verfügbarkeit der Informationstechnologie erhalten und steigern das bestehende hohe Sicherheitsniveau.

Risiken aus Prozessen

Prozessrisiken beschreiben das Verlustrisiko, das sich aus der Unangemessenheit oder dem Versagen von internen Prozessen ergibt, einschließlich der Schwächen in der Datenqualität.

Die Gesellschaft hat ein internes Kontrollsystem (IKS) eingerichtet, durch das insbesondere Prozessrisiken systematisch identifiziert und mit Kontrollmaßnahmen versehen werden. Die Notwendigkeit, Vollständigkeit und Wirksamkeit der Kontrollmaßnahmen wird im Rahmen von regelmäßigen Prozessreviews durch den jeweiligen Prozessverantwortlichen bewertet. Die Interne Revision beurteilt in regelmäßigen Abständen von ihrem objektiven Standpunkt aus, inwiefern die Kontrollen angemessen und wirksam sind.

Compliance-, Rechts- und Steuer-Risiken

Compliance-, Rechts- und Steuer-Risiken beschreiben das Risiko der Nichteinhaltung der gesetzlichen oder aufsichtsrechtlichen Vorschriften und unternehmensinternen Richtlinien, welches zu Klagen oder behördlichen Verfahren führen könnte. Compliance-Risiken beinhalten rechtliche Risiken, Risiken aus Änderungen der Gesetzgebung einschließlich der Änderungen der Steuergesetzgebung und der gesetzlichen Meldepflichten. Rechtliche Risiken liegen in Verträgen und allgemeinen rechtlichen Rahmenbedingungen wie z. B. geschäftsspezifischen Unwägbarkeiten des Wirtschafts- und Steuerrechts.

Compliance-Risiken im Vertrieb werden auch im Hinblick auf den GDV-Verhaltenskodex für den Vertrieb regelmäßig überwacht.

Die Entwicklung der rechtlichen Anforderungen zur Berücksichtigung von Nachhaltigkeitsaspekten aus den Bereichen Umwelt, Soziales und Unternehmensführung in der Geschäftstätigkeit, zum Umgang mit Nachhaltigkeitsrisiken und zur Offenlegung relevanter Nachhaltigkeitsinformationen wird intensiv verfolgt.

Mögliche Entwicklungen der höchstrichterlichen Rechtsprechung oder gesetzliche Änderungen, insbesondere gesellschaftsrechtlicher, produktrechtlicher oder steuerlicher Natur, werden frühzeitig identifiziert und eng überwacht.

Fraud-Risiken

Fraud-Risiken beinhalten das Risiko aus der vorsätzlichen Verletzung der Gesetze oder Regeln durch eigene Mitarbeiter (interne Fraud-Risiken) und/oder durch Dritte (externe Fraud-Risiken), um einen persönlichen Vorteil zu erlangen. Gemeint sind Fraud-Risiken im weiteren Sinne, sodass nicht nur Betrug, sondern auch weitere Vermögensdelikte mit eingeschlossen sind.

Dem Risiko von dolosen Handlungen begegnet die Gesellschaft durch Regelungen und interne Kontrollen in den Fachbereichen. So unterliegen Zahlungsströme und Verpflichtungserklärungen strengen Vollmachts- und Berechtigungsregelungen. Funktionstrennungen in den Arbeitsabläufen, das Vieraugenprinzip bei wichtigen Entscheidungen und Stichproben bei serienhaften Geschäftsvorfällen erschweren dolose Handlungen. Darüber hinaus prüft die Interne Revision unternehmensweit Systeme, Prozesse und Einzelfälle.

Personelle Risiken

Personelle Risiken bezeichnen das Risiko, welches sich aus unzureichender Ausstattung oder durch unzulängliches Verhalten der Mitarbeiter ergibt. Entsprechend qualifizierte Mitarbeiter sind für das Geschäft mit starker Kundenorientierung sowie die Umsetzung wichtiger Projekte notwendig.

Zur Minderung von personellen Risiken legt die Gesellschaft großen Wert auf Aus- und Fortbildung. So können sich die Mitarbeiter durch individuelle Entwicklungspläne und angemessene Qualifizierungsangebote auf die aktuellen Marktanforderungen einstellen. Moderne Führungsinstrumente und adäquate monetäre ebenso wie nicht monetäre Anreizsysteme fördern einen hohen Einsatz der Mitarbeiter. Auch Maßnahmen zur Gesundheitsförderung der Mitarbeiter sowie Prozessdokumentationen und Vertretungsregelungen tragen dazu bei, Personalrisiken zu reduzieren.

Informations- und IT-Sicherheitsrisiken

Die Informations- und IT-Sicherheitsrisiken beschreiben die Risiken, die die Vollständigkeit, Vertraulichkeit oder Verfügbarkeit der Informationen oder IT-Systeme potenziell gefährden können. Die Verfügbarkeit der Anwendungen, die Sicherheit und Vertraulichkeit und die Integrität der verwendeten Daten sind von entscheidender Bedeutung für die Gesellschaft.

Sicherheit im IT-Bereich wird bei der Gesellschaft durch Zugangskontrollen, Zugriffsberechtigungssysteme und Sicherungssysteme für Programme und Datenhaltung gewährleistet. Bei der Verbindung interner und externer Netzwerke ist eine schützende Firewall-Technik installiert, die regelmäßig überprüft und ständig weiterentwickelt wird.

Um bei allen Mitarbeitern ein gutes Grundverständnis dafür zu erreichen, Bedrohungen abzuwenden und Sicherheit von Informationen zu gewährleisten, werden zielgruppenorientierte Awareness- und Trainingsmaßnahmen zur Informationssicherheit durchgeführt. Das vorhandene Information Security Management System ist nach ISO 27001 zertifiziert.

Outsourcing-Risiken

Outsourcing-Risiken bezeichnen das Risiko, das sich aus dem Outsourcing der Funktionen oder Versicherungstätigkeiten ergibt - entweder direkt oder durch weiteres Outsourcing -, die sonst vom Unternehmen selbst ausgeübt werden könnten. Es wird unterschieden nach Fremdvergabe von Aufgaben bis zum Vertrieb und der Fremdvergabe von Vertriebsleistungen.

Risiken aus ausgegliederten Funktionen oder Dienstleistungen sind grundsätzlich in den Risikomanagement-Prozess eingebunden und werden identifiziert, bewertet, gesteuert und überwacht, auch wenn die Dienstleistung konzernintern erfolgt. Zudem werden vor Ausgliederung von Tätigkeiten/Bereichen initiale Risikoanalysen durchgeführt.

Die Gesellschaft lässt sich erforderliche Auskunfts- und Weisungsbefugnisse von dem Dienstleister vertraglich zusichern. Hierdurch wird der Vorstand berechtigt, jederzeit Einzelweisungen zu erteilen. Damit ist der Vorstand in der Lage, Einfluss auf die ausgegliederten Bereiche zu nehmen.

Zudem wird eine angemessene und fortlaufende Kontrolle und Beurteilung der Dienstleister durch diverse Beurteilungsmaßnahmen gewährleistet (u. a. Definition von Produktkatalogen einschließlich Service-Level-Agreements und Durchführung von Kundenzufriedenheitsbefragungen zur Überprüfung der Einhaltung der vereinbarten Leistungs- und Qualitätskriterien).

Andere wesentliche Risiken

Strategische Risiken

Strategische Risiken beschreiben Risiken aus strategischen Geschäftsentscheidungen. Zum strategischen Risiko zählt auch das Risiko, das sich daraus ergibt, dass Geschäftsentscheidungen nicht einem geänderten Wirtschaftsumfeld angepasst werden.

Die Gesellschaft überprüft ihre Geschäfts- und Risikostrategie mindestens jährlich u. a. auf Konsistenz und passt Prozesse und Strukturen im Bedarfsfall an. Strategischen Risiken wird im Rahmen der Planungs- und Steuerungsprozesse begegnet.

Die Gesellschaft bediente sich bisher der Vertriebswege der Postbank - eine Niederlassung und Marke der Deutsche Bank AG - als einzigem Vermittler. Seit 2023 ist eine Kooperationsverlängerung mit der Deutsche Bank AG für das Annex-Geschäft (Absicherungsprodukte für Privatkredite und Baufinanzierung) über die Postbank in Kraft getreten, die mit einem deutlichen Ausbau aufgrund eines zusätzlichen Vertriebswegs über die Marke Deutsche Bank einhergeht bei gleichzeitigem Wegfall des Vertriebs der Unfallversicherungsprodukte über die Marke Postbank.

Da die Vertriebsleistung grundsätzlich ein zentraler Erfolgsfaktor ist, wird den Vertriebsrisiken bei der Gesellschaft eine angemessene Bedeutung beigemessen.

Aus der im November 2023 beschlossenen Einführung einer siebentägigen Wartefrist zwischen dem Abschluss eines Verbraucherdarlehensvertrages und einer Restkreditversicherung können sich ab 2025 vertriebliche Risiken ergeben. Die Entwicklung wird intensiv verfolgt.

Projektrisiken

Projektrisiken beschreiben Risiken einer Gefährdung des vorgesehenen Ablaufs oder einer Nichterreichung der Ziele von Projekten (inklusive strategischer sowie IT-bezogener Projekte).

Projektrisiken und ihre Auswirkungen werden im Rahmen des Projektmanagements systematisch erhoben. Der Fortschritt der Projekte wird regelmäßig überprüft und bewertet. Es kommen im Unternehmen verbindlich eingerichtete Prozesse und Maßnahmen zur Kontrolle und Steuerung des Projektportfolios wie auch von Einzelprojekten zum Einsatz. Dadurch wird sichergestellt, dass rechtzeitig Gegensteuerungsmaßnahmen getroffen werden können, wenn sich bezüglich der Erreichung der Zeit- und Qualitätsziele Schwierigkeiten abzeichnen sollten.

Reputationsrisiken

Reputationsrisiken beschreiben Risiken aus einer möglichen Beschädigung des Rufes des Unternehmens infolge einer negativen Wahrnehmung in der Öffentlichkeit.

Reputationsrisiken werden intensiv beobachtet. Zur Verringerung von Reputationsrisiken ist ein professionelles Beschwerdemanagement installiert. Darüber hinaus wird die Gefahr von Reputationsrisiken durch die Qualitätsanforderungen an die Produkte, ein ständiges Qualitätsmanagement der wesentlichen Geschäftsprozesse, Maßnahmen zur Geldwäscheprävention sowie durch strenge Datenschutz- und Compliance-Richtlinien begrenzt. Das Kommunikationsmanagement im Krisenfall ist geregelt.

Emerging Risks

Emerging Risks sind neue oder sich entwickelnde zukünftige Risiken, deren Risikogehalt noch nicht zuverlässig bekannt ist und deren potenzielle Auswirkungen nur schwer beurteilt werden können. Häufig liegen diesen Risiken Trends bzw. strukturelle, langfristige Entwicklungen zugrunde, die mittelbare Auswirkungen auf das gesellschaftliche, technologische, ökologische, politische oder ökonomische Umfeld haben.

Die Emerging Risks werden im Rahmen eines konzernweit abgestimmten Verfahrens im Risikomanagement der Gesellschaft jährlich identifiziert und gesteuert. Die Ergebnisse und Erkenntnisse des Emerging-Risk-Prozesses gehen in die Risikoberichterstattung und den Risikomanagementprozess ein, sodass mögliche Vulnerabilitäten frühzeitig erkannt und ggf. durch Risikominderungsmaßnahmen begrenzt werden können.

Nachhaltigkeitsrisiken

Nachhaltigkeitsrisiken sind Ereignisse oder Bedingungen aus den Bereichen Umwelt, Soziales oder Unternehmensführung (kurz: ESG für Environment, Social, Governance), deren Eintreten tatsächlich oder potenziell erhebliche negative Auswirkungen auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage sowie auf die Reputation der Gesellschaft haben kann. Dies schließt klimabezogene Risiken in Form von physischen Risiken sowie Transitionsrisiken im Zusammenhang mit Umstellungsprozessen ein.

Nachhaltigkeitsrisiken können sich als Meta-Risiko in allen Risikokategorien materialisieren, die Gesellschaft überwacht diese Risiken daher im Rahmen ihres Risikomanagementsystems. Darüber hinaus berücksichtigt die Gesellschaft Nachhaltigkeitsaspekte in ihrer Geschäftstätigkeit, z. B. im Rahmen der Kapitalanlage.

Prognose- und Chancenbericht

Unsere nachstehenden Ausführungen stützen sich auf fundierte Experteneinschätzungen Dritter sowie auf die von uns als schlüssig erachteten Planungen und Prognosen; dennoch handelt es sich um unsere subjektive Einschätzung. Es kann daher nicht ausgeschlossen werden, dass die tatsächlichen Entwicklungen von der hier wiedergegebenen erwarteten Entwicklung abweichen werden.

Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Die Weltwirtschaft hat sich 2023 in einem Umfeld immer noch erhöhter Inflationsraten, einer deutlich restriktiveren Geldpolitik rund um den Globus sowie bestehender (Ukraine) und neuer (Israel) geopolitischer Konflikte weiter abgekühlt. Obwohl die meisten Notenbanken angesichts zuletzt rückläufiger Inflationsraten ihren Zinsgipfel voraussichtlich bereits erreicht haben, dürften die Nachwehen der immensen geldpolitischen Straffung die Konjunktur noch weit bis ins Jahr 2024 belasten. Die Industrieländer sollten dabei die Talsohle im ersten Halbjahr 2024 durchschreiten, während die Schwellen- und Entwicklungsländer bereits ab dem Frühjahr wieder kräftiger wachsen könnten.

In Deutschland und der Eurozone dürfte sich die weitgehende Stagnation des Vorjahres bis in den Sommer hinein fortsetzen. Die sinkende Inflation sollte dann in Verbindung mit einem kräftigen Lohnwachstum angesichts enger Arbeitsmärkte zu realen Einkommenssteigerungen führen und dem privaten Konsum Auftrieb geben. Auch sollten es diese Entwicklungen der EZB erlauben, ab dem zweiten Quartal einen behutsamen Zinssenkungszyklus zu beginnen. Im zweiten Halbjahr dürfte darüber hinaus eine Belebung der Weltwirtschaft Exporten und Investitionen Auftrieb geben. Waren wir schon zuvor davon ausgegangen, dass die Energiekosten in Europa nicht mehr auf ihr Niveau vor Ausbruch des Ukraine-Kriegs zurückfallen und damit eine dauerhafte Belastung für Unternehmen und private Haushalte darstellen werden, ist mit dem Konflikt zwischen der Hamas und Israel und der einhergehenden Störung der Lieferwege durch das Rote Meer ein weiterer Risikofaktor hinzugekommen.

Anders als in Europa ist die US-Wirtschaft bis ins vierte Quartal 2023 hinein kräftig gewachsen. Hier dürfte nun der Hochpunkt erreicht sein: Wir rechnen im ersten Halbjahr 2024 mit einer Schrumpfung der Wirtschaftsleistung. Das erhöhte Zinsniveau bremst nicht nur Kreditvergabe und Investitionen, sondern belastet zunehmend auch den Arbeitsmarkt, sodass die kräftigen Lohnsteigerungen des Vorjahres keine Fortsetzung finden dürften. Gegenwind für den privaten Konsum gibt es auch durch die Wiederaufnahme der zeitweise ausgesetzten Rückzahlungen für Studiendarlehen. Jedoch dürften die Unternehmen nach ihren Covid-Erfahrungen eine breit angelegte Freisetzung von Arbeitskräften scheuen, wodurch ein kräftiger Nachfrageeinbruch vermieden werden sollte. Erste Zinssenkungen der Fed ab dem Frühjahr sowie eine Belebung der Weltwirtschaft versprechen zudem Rückenwind für das zweite Halbjahr.

Ein wesentliches Abwärtsrisiko für unseren Ausblick sehen wir insbesondere darin, dass die Notenbanken in Sorge vor einer Rückkehr der Inflation die geldpolitische Straffung zu weit treiben könnten und damit für eine schwerere Rezession sorgen. In einem Jahr, in dem nicht nur in den USA, sondern für gut die Hälfte der Weltbevölkerung Wahlen anstehen, sehen wir eine erhöhte Gefahr des Aufflammens (geo-)politischer Konflikte (insbesondere China/Taiwan/USA). Hinzu kommen strukturelle Risiken wie der Klimawandel, die Stabilität der chinesischen Wirtschaft angesichts der andauernden Krise im Immobiliensektor oder die hohe öffentliche und private Verschuldung vieler Volkswirtschaften nach dem Ende des Niedrigzinsumfelds.

Kapitalmärkte

Der Rückgang der Inflationsraten in den USA und der Eurozone in Richtung der Notenbankziele sollte es Fed und EZB erlauben, ihren Fokus von der Inflationsbekämpfung auf die Konjunkturunterstützung zu richten und ab dem Frühjahr mit Zinssenkungen zu beginnen. Der US-Leitzins sollte bis zum Jahresende von 5,50 % auf 4,00 % sinken, der EZB-Einlagensatz von 4,00 % auf 3,25 %, wobei beide Notenbanken den Abbau ihrer Anleihebestände fortsetzen sollten.

Die parallele Rallye an den Renten- und Aktienmärkten zum Jahresende 2023 dürfte die bevorstehenden Zinssenkungen von EZB und Fed bereits zu einem guten Teil vorweggenommen haben, sodass sich die Renditen von Bundesanleihen und US-Treasuries Ende 2024 im Bereich ihrer aktuellen Niveaus bewegen sollten. Risiken sehen wir insbesondere in einer erhöhten Emissionstätigkeit bei zugleich sinkender Aufnahme von Staatspapieren durch die Notenbanken. Für Aktien sehen wir 2024 allenfalls begrenztes Kurspotenzial, da angesichts der konjunkturellen Schwäche nicht mit größeren Gewinnsteigerungen zu rechnen ist. Da wir keine schwerere Rezession erwarten, sollten Aktien- und Unternehmensanleihekurse jedoch von größeren Rückschlägen verschont bleiben.

Künftige Branchensituation

Das makroökonomische Umfeld ist weiterhin durch erhebliche Risikofaktoren geprägt. Sowohl für den nationalen als auch den internationalen Versicherungsmarkt wird insbesondere die weitere Inflationsentwicklung maßgebend sein. Unsere Prognosen sind daher mit mehr als der üblichen Unsicherheit behaftet.

Deutsche Versicherungswirtschaft

Für 2024 erwarten wir eine deutliche Verbesserung der Gesamtlage. Für den deutschen Versicherungsmarkt rechnen wir mit einer deutlichen Steigerung des Beitragswachstums im Vergleich zum Jahr 2023.

Schaden-/Unfallversicherung

In der Schaden/Unfallversicherung rechnen wir für 2024 in Deutschland erneut mit einem durch inflationsbedingte Summen-und Beitragsanpassungen getriebenen, über dem Trend liegenden positiven Wachstum der Prämieneinnahmen.

Chancen aus der Entwicklung der Rahmenbedingungen

Digitalisierung

Kaum eine Entwicklung verändert die Versicherungsbranche so nachhaltig wie die Digitalisierung: Geschäftsprozesse und -modelle werden mittels Nutzung von IT-Systemen grundlegend neu gestaltet. Diese Entwicklung ist insbesondere für die Wettbewerbsfähigkeit von Versicherungsunternehmen entscheidend. Hierdurch ergeben sich neue Möglichkeiten bei der Kommunikation mit Kunden, der Abwicklung von Versicherungsfällen, der Auswertung von Daten und der Erschließung neuer Geschäftsfelder. Wir führen zahlreiche Projekte durch, um den digitalen Wandel zu gestalten. Hierzu zählt auch Mehrwert schaffen durch künstliche Intelligenz (KI). Schon jetzt zeichnen sich deutliche Vorteile für Kunden und Mitarbeiter ab, allen voran Zeitersparnis durch optimierte Prozesse unter Beachtung geltender Datenschutz- und Compliance-Vorgaben. Die fortlaufende Untersuchung potenzieller weiterer Use Cases ist fester Bestandteil der Unternehmensstrategie.

Sollten die Digitalisierungsprojekte im Konzern schneller umgesetzt werden als derzeit erwartet und von den Kunden angenommen werden, könnte sich dies positiv auf die Beitragsentwicklung und die Ertragslage auswirken und dazu führen, dass wir unsere Prognose übertreffen.

Wissensmanagement

Wissens- und Innovationsmanagement gewinnen auch in der Versicherungsbranche zunehmend an Bedeutung. Um den gezielten Austausch von Wissen und Innovation zu fördern, haben wir ein Best Practice Lab in unserem Konzern eingerichtet: Experten auf internationaler Ebene tauschen sich in Excellence-Teams zu Fachthemen aus und entwickeln gemeinsam neue Lösungen, u. a. zu den Themen Pricing, Vertrieb, Marketing, Schaden, Betrugsmanagement, Kundenservice-Center und Digitalisierung. Die Ergebnisse und Lösungen des Best Practice Lab stellen wir unseren Gesellschaften zur Verfügung, damit diese ihre Prozesse und Methoden permanent verbessern können.

Sollten wir mit unserem Best Practice Lab schneller neue Lösungen und Ideen generieren und umsetzen als derzeit erwartet, könnte sich dies positiv auf die Beitragsentwicklung und die Ertragslage auswirken und dazu führen, dass wir unsere Prognose übertreffen

Agilität

Veränderungen in der globalisierten Welt im Informationszeitalter vollziehen sich in immer höherem Tempo. Die Welt ist geprägt von Volatilität, Unsicherheit, Komplexität und Mehrdeutigkeit (Englisch VUCA - Volatility, Uncertainty, Complexity and Ambiguity). Um als Versicherungsunternehmen mit der Veränderungsgeschwindigkeit mithalten zu können, ist der Wandel hin zu einer agilen Organisation notwendig. Eine agile Organisation zu sein bedeutet für uns eine lernende Organisation zu sein, die den Nutzen der Kunden in den Mittelpunkt stellt, um den Gewinn des Unternehmens zu steigern. Aus diesem Grund setzen wir auf interdisziplinäre und kreative Teams, offene und direkte Kommunikation, flache Hierarchien sowie eine gelebte Fehlerkultur. Durch zahlreiche Initiativen unterstützen wir den Wandel unseres Unternehmens hin zu einer agilen Organisation. Wir gestalten unsere Arbeitsplätze so, dass Kommunikationswege verkürzt werden und der bereichsübergreifende Austausch gefördert wird. Mit Hilfe unseres Agility Campus lernen unsere Mitarbeiter agile Methoden kennen und werden befähigt, eigenständig neue Lösungen zu entwickeln. In unseren Teams werden Daily-Stand-up-Meetings abgehalten, um die Selbststeuerung der Teams zu verbessern. Des Weiteren setzen wir auf hybrides Arbeiten und bieten unseren Mitarbeitern an, bis zu 60 % der Arbeit mobil, d. h. außerhalb des Büros, zu erledigen. Dies ermöglicht unseren Mitarbeitern eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie, während gleichzeitig der gemeinsame direkte Austausch unter Kollegen erhalten bleibt. Agilität bietet Chancen für Kunden, Mitarbeiter und Investoren. Kunden können von neuen Versicherungslösungen profitieren, die gezielt auf Ihre Bedürfnisse zugeschnitten sind. Mitarbeiter haben durch agiles Arbeiten mehr Gestaltungsmöglichkeiten und können an neuen Herausforderungen wachsen. Zu guter Letzt profitieren Investoren von einem steigenden Unternehmensgewinn, wenn die Kunden zufrieden sind und die Mitarbeiter ihr Potenzial voll ausschöpfen können.

Sollte der Wandel hin zu einer agilen Organisation schneller umgesetzt werden als erwartet, könnte sich dies positiv auf die Ertragslage auswirken und dazu führen, dass wir unsere Prognosen übertreffen.

Entwicklung der LPV Versicherung AG

Im aktuellen wirtschaftlichen Umfeld bleibt die Vorsorge und Absicherung von persönlichen Risiken weiterhin von großer Bedeutung. Aufgrund der aktuellen geopolitischen und geoökonomischen Konfrontationen ergeben sich vielfältige Auswirkungen sowohl auf die Volkswirtschaft als auch auf die Finanzdienstleistungsbranche. Die prognostizierte Entwicklung bzw. das erwartete Wachstum des Bruttoinlandsprodukts fällt daher sowohl für 2023 als auch für 2024 deutlich geringer aus als in den Vorjahren. Durch die hohe Inflation steigen die erforderlichen Renten und der Absicherungsbedarf der eigenen Arbeitskraft. Zusätzlich bestehen Herausforderungen in der zunehmenden Bedeutung von Nachhaltigkeit und Digitalisierung in der Versicherungswirtschaft.

Bis zum 31.12.2024 werden die im Programm Harbour erarbeiteten und mit den Arbeitnehmervertretern verhandelten Maßnahmen schrittweise umgesetzt. Sie wirken sich auf eine Harmonisierung und Modernisierung von Strukturen und Arbeitsprozessen auf Basis eines gemeinsamen IT-Bestandsführungssystems aus. Damit leistet das neue Betriebsmodell einen wesentlichen Beitrag zur Steigerung der Kunden- und Vertriebspartnerzufriedenheit und der Verbesserung der Kostensituation im Geschäftsbereich.

Neue digitale Technologien

Umstrukturierung und Ausweitung der Homepage: Zum Start der Kooperation mit der Deutsche Bank Gruppe und Umfirmierung der Gesellschaft wurde die Homepage überarbeitet und ist seitdem unter www.lifestyle-protection.com zu erreichen. Im Jahr 2024 ist eine Weiterentwicklung der Webseite geplant. Durch die Neuaufstellung unserer Vertriebsbereiche, soll der Fokus auf die Ansprache und Gewinnung potenzieller Kunden gelegt werden. Dazu ist eine Ausarbeitung des Business-Bereichs sowie die Erstellung neuer Inhalte vorgesehen.

Automatische Nachversicherung von Baufinanzierungen: Die Nachversicherungsoption des BaufiSchutz, sprich die Möglichkeit bestehende Baufinanzierungen nachträglich abzusichern, bietet ein hohes Verkaufspotenzial. Um dieses bestmöglich ausschöpfen zu können, wird an einem Prozess zur automatischen Nachversicherung gearbeitet. Dieser sieht vor, dass interessierte Kunden auf eine Landingpage gelenkt werden, um dort den bestehenden Bedarf aufgezeigt zu bekommen. Im Folgenden wird ein Termin zur Beratung vereinbart. Auf Basis der Kundendaten wird seitens der Gesellschaft ein Beratungsgespräch vorbereitet und per Videotelefonie durchgeführt. Entscheidet sich der Kunde für eine Absicherung, erfolgt die Unterzeichnung ebenfalls digital. Eine Optimierung sowie feste Integration des Prozesses sind in Zusammenarbeit mit dem Bankpartner für 2024 vorgesehen.

Vertriebliche Schwerpunkte

Neue Produktfeatures: Im Jahr 2024 ist eine Verbesserung der Restkredit-Versicherung, dem RatenSchutz, vorgesehen. Dieser wird um einige Features ergänzt, die die Produktqualität steigern und den Verkauf vereinfachen. Der neue RatenSchutz wird über die bekannten Kanäle der verschiedenen Vertriebswege der Deutsche Bank Gruppe angeboten.

Betreuung der Deutsche Bank Gruppe: Die Reorganisation innerhalb der Vertriebsaufstellung der LPV Versicherung AG haben Einfluss auf die Betreuung der Deutsche Bank Gruppe im Jahr 2024. Ziel ist es, einen noch stärkeren Fokus auf den Partner verbunden mit einer face-to-face-Betreuung sicherzustellen. Außerdem werden die Strategien (stärkerer Fokus digitale Vertriebsprozesse) der Bank stark einbezogen und das Betreuungsmodell dahingehend individuell angepasst und ausgerichtet.

Entwicklung und Ausweitung von Verkaufsansätzen für Vertriebswege: Im Jahr 2024 werden auf Basis neu gesammelter Erkenntnisse beim Vertrieb von Annexprodukten über die neuen Verkaufswege der Deutsche Bank Gruppe sukzessive neue Verkaufsansätze entwickelt, um Kunden auf die Produkte der LPV Versicherung AG über alle Vertriebswege hinweg bedarfsgerecht anzusprechen.

Begleitung von Aus- und Weiterbildungen

Mit der erweiterten Kooperation ist die LPV Versicherung AG als Partner für das Annex Geschäft der Deutsche Bank Gruppe in deren Aus- und Weiterbildungskonzept integriert. In der Deutsche Bank Gruppe ist die Gesellschaft Bestandteil der Ausbildung im Kredit-und Baufinanzierungsbereich und bietet IDD-Weiterbildungen für die Vertriebspartner an. In den Vertriebswegen der Marke Postbank ist die LPV Versicherung AG Teil der Einarbeitung im Schwerpunkt Vorsorge. In den Vertriebswegen der Marke Deutsche Bank ist die LPV Versicherung Teil der Einarbeitung in den Schwerpunkten Baufinanzierung & Privatkredit. Die Betreuung und Begleitung der Einarbeitung sowie die Entwicklung und Bereitstellung von Aus- und Weiterbildungskonzepten für die Vertriebswege der Deutsche Bank Gruppe soll im Jahr 2024 vertieft, ausgebaut und gestärkt werden.

Regulatorische Anforderungen

Vor dem Hintergrund der seitens des Gesetzgebers geplanten Verschärfung der Rahmenbedingungen für den Verkauf von Restkredit-Versicherungen (zeitliche Entkopplung ("Cooling-Off") zwischen dem Abschluss eines Verbraucherdarlehensvertrags und dem Abschluss eines Restkredit-Versicherungsvertrags) werden seitens HDI Bancassurance Investitionen in neue Vertriebswege und Absatzstrecken geplant und vorgesehen.

Ausblick der LPV Versicherung AG

Die Ziele der LPV Versicherung AG bleiben weiterhin hochgesteckt: Im Fokus stehen die langfristige Sicherung profitablen Wachstums, die hervorragende Kosteneffizienz sowie die exzellente Qualität der Produkte und Dienstleistungen.

Auf Basis unserer konservativen Annahmen gehen wir von Einmalbeiträgen unterhalb des hohen Niveaus des Berichtsjahres aus. Das auch im Bereich der laufenden Beiträge nachgebende Neugeschäft wird zu insgesamt sinkenden laufenden Beiträgen und somit auch zu rückläufigen Bruttobeiträgen führen. Bei den Aufwendungen für Versicherungsfälle rechnen wir mit einem Anstieg, während wir bei den Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb eine Entlastung erwarten.

Wir gehen von einem stabilen Kapitalanlageergebnis aus, welches unverändert durch die laufenden Erträge bestimmt wird. Das an unsere Muttergesellschaft abzuführende Ergebnis wird nach unseren derzeitigen Planungen moderat nachgeben.

 

Hilden, den 23. Februar 2024

Der Vorstand

Holm Diez, Vorsitzender

Dr. Thorsten Pauls

Matthias Weber

Versicherungsarten (Anlage 1 zum Lagebericht)

Die Produktpalette der LPV Versicherung AG umfasste im Berichtsjahr:

Private Unfallversicherung

Sonstige Versicherungen

Innerhalb des Versicherungszweiges "Sonstige Versicherungen" wird eine Arbeitslosigkeitsversicherung und Finanzschutz-Versicherung angeboten.

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

TEUR 31.12.2023 31.12.2022
A. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 4.892 5.436
B. Kapitalanlagen
Sonstige Kapitalanlagen
1. Aktien, Investmentanteile und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 1.392 2.936
2. Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 42.174 23.547
3. Sonstige Ausleihungen
a) Namensschuldverschreibungen 18.494 20.158
b) Schuldscheinforderungen aus Darlehen 8.000 8.073
26.495 28.231
70.060 54.714
C. Forderungen
I. Forderungen aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft an:
- davon an verbundene Unternehmen: 0 (0) TEUR
- davon an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht: 0 (0) TEUR
1. Versicherungsnehmer
fällige Ansprüche 303 930
2. Versicherungsvermittler 0 0
II. Abrechnungsforderungen aus dem Rückversicherungsgeschäft 26 1.527
- davon an verbundene Unternehmen: 0 (1.506) TEUR
III. Sonstige Forderungen 8 1
- davon an verbundene Unternehmen: 19 (0) TEUR
338 2.458
D. Sonstige Vermögensgegenstände
I. Laufende Guthaben bei Kreditinstituten, Schecks und Kassenbestand 4.783 6.287
II. Andere Vermögensgegenstände 3 3
4.786 6.290
E. Rechnungsabgrenzungsposten
Abgegrenzte Zinsen und Mieten 707 606
Summe der Aktiva 80.783 69.504

Passiva

TEUR 31.12.2023 31.12.2022
A. Eigenkapital
I. Eingefordertes Kapital
Gezeichnetes Kapital 4.090 4.090
II. Kapitalrücklage 5.000 5.000
III. Gewinnrücklagen
Gesetzliche Rücklage 409 409
9.499 9.499
B. Nachrangige Verbindlichkeiten 6.000 6.000
C. Versicherungstechnische Rückstellungen
I. Beitragsüberträge
1. Bruttobetrag 51.157 38.473
2. davon ab: Anteil für das in Rückdeckung gegebene Versicherungsgeschäft 15.732 0
35.424 38.473
II. Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle
1. Bruttobetrag 3.900 4.169
2. davon ab: Anteil für das in Rückdeckung gegebene Versicherungsgeschäft 1.883 1.905
2.018 2.264
37.442 40.737
D. Andere Rückstellungen 2.028 1.913
E. Depotverbindlichkeiten aus dem in Rückdeckung gegebenen Versicherungsgeschäft 17.276 1.461
F. Andere Verbindlichkeiten
I. Verbindlichkeiten aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft
- davon gegenüber verbundenen Unternehmen: 0 (0) TEUR
- davon gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht: 0
(0) TEUR
1. gegenüber Versicherungsnehmern 661 93
2. gegenüber Versicherungsvermittlern 2.003 2.871
2.664 2.964
II. Abrechnungsverbindlichkeiten aus dem Rückversicherungsgeschäft 563 444
- davon gegenüber verbundenen Unternehmen: 399 (444) TEUR
III. Sonstige Verbindlichkeiten 5.312 6.487
- davon aus Steuern: 295 (116) TEUR
- davon gegenüber verbundenen Unternehmen: 4.969 (6.340) TEUR
8.538 9.894
Summe der Passiva 80.783 69.504

Ich bestätige hiermit entsprechend § 128 Abs. 5 VAG, dass die im Vermögensverzeichnis aufgeführten Vermögensanlagen den gesetzlichen und aufsichtsbehördlichen Anforderungen gemäß angelegt und vorschriftsmäßig sichergestellt sind.

 

Hilden, den 22. Februar 2024

Der Treuhänder

Lutz Krannich

Es wird bestätigt, dass die in der Bilanz unter Posten C.II. der Passiva eingestellte Deckungsrückstellung unter Beachtung von § 341f und § 341g HGB sowie unter Beachtung der auf Grund des § 88 Absatz 3 VAG erlassenen Rechtsverordnung berechnet worden ist.

 

Hilden, den 22. Februar 2024

Die Verantwortliche Aktuarin

Mareke Hellmich

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

TEUR 2023 2022
I. Versicherungstechnische Rechnung
1. Verdiente Beiträge für eigene Rechnung
a) Gebuchte Bruttobeiträge 28.858 11.978
b) Abgegebene Rückversicherungsbeiträge -20.024 -3.635
8.834 8.343
c) Veränderung der Bruttobeitragsüberträge -12.684 5.058
d) Veränderung des Anteils der Rückversicherer an den Bruttobeitragsüberträgen 15.732 0
3.048 5.058
11.883 13.401
2. Technischer Zinsertrag für eigene Rechnung -6 -6
3. Sonstige versicherungstechnische Erträge für eigene Rechnung 32 26
4. Aufwendungen für Versicherungsfälle für eigene Rechnung
a) Zahlungen für Versicherungsfälle
aa) Bruttobetrag -2.638 -2.690
bb) Anteil der Rückversicherer 709 447
-1.929 -2.243
b) Veränderung der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle
aa) Bruttobetrag 268 111
bb) Anteil der Rückversicherer -22 -96
246 15
-1.683 -2.228
5. Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb für eigene Rechnung -5.103 -5.047
6. Sonstige versicherungstechnische Aufwendungen für eigene Rechnung -16 -14
7. Versicherungstechnisches Ergebnis für eigene Rechnung 5.107 6.132
II. Nichtversicherungstechnische Rechnung
1. Erträge aus Kapitalanlagen 1.563 1.183
2. Aufwendungen für Kapitalanlagen -69 -352
3. Technischer Zinsertrag -7 -8
4. Sonstige Erträge 116 5
5. Sonstige Aufwendungen -1.930 -879
6. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 4.781 6.081
7. Sonstige Steuern -87 0
8. Aufgrund einer Gewinngemeinschaft, eines Gewinnabführungs- oder eines Teilgewinnabführungsvertrags abgeführte Gewinne -4.694 -6.081
9. Jahresüberschuss = Bilanzgewinn 0 0

Anmerkung: Aufwandsposten sind mit einem Minuszeichen vor dem entsprechenden Betrag gekennzeichnet.

Anhang

Angaben zur Gesellschaft

Die LPV Versicherung AG mit Sitz in Hilden wird beim Amtsgericht Düsseldorf unter der Handelsregisternummer HRB 46483 geführt.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Jahresabschluss und Lagebericht der Gesellschaft werden nach den für Versicherungsunternehmen geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB), des Aktiengesetzes (AktG), des Versicherungsaufsichtsgesetzes (VAG) sowie den relevanten Verordnungen, insbesondere RechVersV, in ihrer zum Bilanzstichtag gültigen Fassung aufgestellt.

Aktiva

Immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten abzüglich der planmäßigen lineare Abschreibungen entsprechend ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer von zehn Jahren, bilanziert. Mit der Abschreibung wurde im Berichtsjahr begonnen. Von der Aktivierung selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens nach § 248 Abs. 2 Satz 1 HGB wird abgesehen.

Anteile oder Aktien an Investmentvermögen sowie Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere werden, sofern sie nach den Grundsätzen des Umlaufvermögens geführt werden, nach dem strengen Niederstwertprinzip zu Anschaffungskosten oder den darunterliegenden Börsen- oder Marktwerten am Bilanzstichtag angesetzt. Das Wertaufholungsgebot wird beachtet (§ 341b Abs. 2 HGB in Verbindung mit §§ 255 Abs. 1 und 253 Abs. 1 Satz 1, Abs. 4 sowie Abs. 5 HGB). Wertpapiere, die dazu bestimmt sind, dauernd dem Geschäftsbetrieb zu dienen, werden nach den für das Anlagevermögen geltenden Vorschriften nach dem gemilderten Niederstwertprinzip bewertet (§ 341b Abs. 2 zweiter Halbsatz HGB in Verbindung mit § 253 Abs. 1 Satz 1, Abs. 3 Satz 5 HGB). Dauerhafte Wertminderungen werden erfolgswirksam abgeschrieben. Zur Beurteilung des Vorliegens einer dauerhaften Wertminderung in Bezug auf Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere, die wie Anlagevermögen bilanziert werden, werden Bonitätsprüfungen der Emittenten sowie die Entwicklungen der Ratings hinzugezogen. Zur Feststellung des Vorliegens einer voraussichtlich dauerhaften Wertminderung insbesondere öffentlich gehandelter Anteile oder Aktien an Investmentvermögen werden die vom Versicherungsfachausschuss des IDW empfohlenen Aufgreifkriterien verwendet. Demzufolge kann eine dauerhafte Wertminderung immer dann vorliegen, wenn der Zeitwert eines Wertpapiers in den dem Bilanzstichtag vorangehenden sechs Monaten permanent um mehr als 20 % unter dem Buchwert liegt sowie für den Fall, dass der Durchschnittswert der täglichen Börsenkurse in den letzten 12 Monaten um mehr als 10 % unter dem Buchwert liegt. Sofern die notwendigen Informationen für eine Durchschau (look-through-approach) vorliegen, richtet sich die Beurteilung der voraussichtlichen Dauerhaftigkeit einer Wertminderung für Anteile oder Aktien an Investmentvermögen bei einer zum Abschlussstichtag vorliegenden stillen Last auf dem Investmentanteil nach den im Fonds gehaltenen Vermögensgegenständen. Bei über oder unter pari erworbenen Wertpapieren wird der Differenzbetrag mit Hilfe der Effektivzinsmethode über die Laufzeit amortisiert.

Namensschuldverschreibungen sowie Schuldscheinforderungen und Darlehen werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert (§ 341c Abs. 3 HGB). Dabei werden die Kapitalanlagen bei Erwerb mit dem Anschaffungskurs angesetzt. Der Unterschiedsbetrag zum Rückzahlungsbetrag wird unter Anwendung der Effektivzinsmethode amortisiert. Notwendige Abschreibungen werden nach dem gemilderten Niederstwertprinzip vorgenommen (§ 341b Abs. 2 zweiter Halbsatz HGB in Verbindung mit § 253 Abs. 1 Satz 1, Abs. 3 Satz 5 HGB).

Es befinden sich strukturierte Produkte in der Anlageform von Inhaberschuldverschreibungen, Namensschuldverschreibungen, Schuldscheinforderungen und Darlehen im Bestand. Sie werden entsprechend dem Bilanzposten, in dem sie geführt werden, angesetzt und bewertet. Bei den im Bestand befindlichen strukturierten Produkten handelt es sich um Finanzinstrumente, bei denen das Basisinstrument in Form eines Fixed-Income-Kassainstrumentes mit einem oder mehreren Derivaten vertraglich zu einer Einheit verbunden ist. Die Bilanzierung erfolgt, sofern die Voraussetzungen nach IDW RS HFA 22 vorliegen, einheitlich zu fortgeführten Anschaffungskosten nach den Vorschriften der wie Anlagevermögen bilanzierten Kapitalanlagen gemäß dem gemilderten Niederstwertprinzip (§ 341b Abs. 1 Satz 2 HGB in Verbindung mit § 253 Abs. 3 Satz 5 HGB).

Im Rahmen des Wertaufholungsgebots (§ 253 Abs. 5 Satz 1 HGB) werden auf Vermögensgegenstände, die in früheren Jahren abgeschrieben wurden, erfolgswirksame Zuschreibungen bis zur Höhe der fortgeführten Anschaffungswerte oder auf einen niedrigeren Verkehrs- oder Börsenwert vorgenommen, wenn die Gründe für die dauerhafte Wertminderung entfallen sind und eine Werterholung eingetreten ist.

Die Forderungen aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft werden mit den Nominalbeträgen angesetzt. Der bei der Pauschalwertberichtigung zur Anwendung kommende Satz wird auf Basis von Erfahrungswerten (Ausfälle in der Vergangenheit) ermittelt.

Alle übrigen Aktivposten werden mit den Nominalbeträgen angesetzt.

Passiva

Das gezeichnete Kapital, die Kapitalrücklage und die Gewinnrücklagen im Eigenkapital werden zum Nennwert angesetzt.

Die Beitragsüberträge für das selbst abgeschlossene Versicherungsgeschäft werden für jede Versicherung einzeln gerechnet und unter Berücksichtigung des Beginnmonats und der Zahlweise auf den Bilanztermin abgegrenzt. Die steuerlichen Bestimmungen werden beachtet.

Die in der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle enthaltene Teilrückstellung für bekannte Versicherungsfälle wird sowohl hinsichtlich des Bruttobetrages als auch hinsichtlich des auf das in Rückdeckung gegebene Versicherungsgeschäft entfallenden Betrages für jeden Versicherungsfall einzeln berechnet.

Die unter der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle ausgewiesene Deckungsrückstellung für Rentenzahlungen wurde für jeden Leistungsfall einzeln ermittelt. Dabei wurde die Sterbetafel Deutsche Aktuarvereinigung (DAV) 2006 HUR zugrunde gelegt. Die Rückversicherer beteiligen sich mit der rückversicherten Quote an der Rückstellung.

Die Rückstellung für Schadenregulierungsaufwendungen wurde entsprechend dem BMF-Schreiben vom 2.2.1973 berechnet.

Für unbekannte Spätschäden wurde eine Rückstellung nach den Erfahrungswerten der letzten Jahre in Höhe des geschätzten künftigen Schadenbedarfs gebildet.

Für das in Rückdeckung gegebene Versicherungsgeschäft werden die Anteile der Rückversicherer an den versicherungstechnischen Rückstellungen entsprechend den vertraglichen Regelungen nach geeigneten Schätzverfahren ermittelt.

Die übrigen Rückstellungen werden nach dem Grundsatz vorsichtiger kaufmännischer Bewertung mit ihrem voraussichtlich notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt und, soweit die erwarteten Laufzeiten mehr als ein Jahr betragen, gemäß § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB mit dem von der Bundesbank gemäß der Rückstellungsabzinsungsverordnung (RückAbzinsV) veröffentlichten durchschnittlichen Zinssatz (Stichtagszins zum 31.12.2023) der letzten sieben Jahre abgezinst.

Die Depotverbindlichkeiten, die Verbindlichkeiten aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft, die Abrechnungsverbindlichkeiten aus dem Rückversicherungsgeschäft sowie die sonstigen Verbindlichkeiten wurden mit dem Erfüllungsbetrag bewertet.

Latente Steuern berechnen sich aus den unterschiedlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen und Schulden in Handels- und Steuerbilanz. Aufgrund der bestehenden körperschaft- und gewerbesteuerlichen Organschaft zum obersten Organträger Talanx AG, Hannover, werden bei der LPV Versicherung AG keine latenten Steuern gebildet.

Alle übrigen Passivposten werden mit dem Erfüllungsbetrag bewertet.

Einführung der globalen Mindestbesteuerung

Die LPV Versicherung AG fällt vor dem Hintergrund der Gruppenzugehörigkeit zum HDI Va.G. in den Anwendungsbereich der ab dem 30.12.2023 geltenden Mindeststeuer-Regeln. Da die Rechtsvorschriften im Berichtsjahr jedoch noch nicht in Kraft getreten waren, resultiert keine tatsächliche Ertragsteuerbelastung aus diesen Vorschriften. Für die Bilanzierung latenter Steueransprüche und -verbindlichkeiten wendet die Gesellschaft die Ausnahmeregelung gemäß § 274 Abs. 3 Nr. 1 HGB an.

Die Gruppenträgerin HDI Va.G. ist derzeit dabei, eine Einschätzung hinsichtlich der Auswirkungen des Mindestbesteuerungsrichtlinie-Umsetzungsgesetzes nach Inkrafttreten der Gesetzgebung zu treffen. Die Ersteinschätzung ergab, dass für das Steuerhoheitsgebiet Deutschland eine effektive Steuerquote von mehr als 15 % erwartet wird, sodass zurzeit von keinem durch das Mindeststeuergesetz verursachten Ergänzungssteuerbetrag auf Ebene der Gesellschaft ausgegangen wird.

Währungsumrechnung

Soweit die Bilanzposten oder Posten der Gewinn- und Verlustrechnung Beträge in ausländischer Währung enthalten, werden sie zu den amtlich fixierten Mittelkursen vom 31.12.2023 bzw. zu Transaktionskursen umgerechnet.

Hinweis:

Zur Verbesserung der Übersichtlichkeit des Abschlusses werden die Bilanz, die Gewinn- und Verlustrechnung und der Anhang in Tausend Euro aufgestellt. Die einzelnen Posten, Zwischen- und Endsummen werden kaufmännisch gerundet. Die Addition der Einzelwerte kann daher von den Zwischen- und Endsummen um Rundungsdifferenzen abweichen.

Erläuterungen zur Bilanz - Aktiva

Entwicklung der Aktivposten A. und B. im Geschäftsjahr 2023

TEUR Bilanzwerte Vorjahr Zugänge Umbuchungen
A. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 5.436 0 0
B. Kapitalanlagen
Sonstige Kapitalanlagen
1. Aktien, Investmentanteile und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 2.936 0 0
2. Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 23.547 19.398 0
3. Sonstige Ausleihungen
a) Namensschuldverschreibungen 20.158 0 0
b) Schuldscheinforderungen und Darlehen 8.073 0 0
Summe B. 54.714 19.398 0
Summe 60.150 19.398 0
TEUR Abgänge Zuschreibungen Abschreibungen Bilanzwerte Geschäftsjahr
A. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0 0 -544 4.892
B. Kapitalanlagen
Sonstige Kapitalanlagen
1. Aktien, Investmentanteile und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere -1.662 118 0 1.392
2. Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere -771 0 0 42.174
3. Sonstige Ausleihungen
a) Namensschuldverschreibungen -1.664 0 0 18.494
b) Schuldscheinforderungen und Darlehen -72 0 0 8.000
Summe B. -4.170 118 0 70.060
Summe -4.170 118 -544 74.952

Die Zu- und Abgänge beinhalten auch Währungskursdifferenzen auf Bilanzwerte des Vorjahres.

Zu B. Kapitalanlagen

Ermittlung der Zeitwerte der Kapitalanlagen

Die Zeitwerte der Namensschuldverschreibungen sowie der Schuldscheinforderungen und Darlehen werden über ein Barwertverfahren mit Hilfe von produkt- und ratingspezifischen Renditekurven ermittelt. Bei den verwendeten Spread-Aufschlägen werden spezielle Ausgestaltungen wie z. B. Einlagensicherung, Gewährträgerhaftung oder Nachrangigkeit berücksichtigt.

Die Ermittlung des beizulegenden Wertes erfolgt für wie Anlagevermögen bilanzierte, öffentlich gehandelte Aktien und Aktienfonds mittels des EPS-Verfahrens (EPS = earnings per share), eines Ertragswertverfahrens je Aktie auf Basis der von unabhängigen Analysten geschätzten jährlichen Gewinnerwartungen oder der darüberliegenden Marktwerte. Sofern der EPS-Wert über 120 % des Marktwertes liegt, erfolgt eine Deckelung bei diesen 120 %.

Bei der Ermittlung des beizulegenden Wertes für wie Anlagevermögen bilanzierte, über Spezialfonds gehaltene Rententitel werden die Renten zu fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt, sofern sich keine Indizien für eine voraussichtlich dauernde Wertminderung ergeben. Hierzu wird die Bonität des Emittenten sowie die Entwicklung der Ratings herangezogen. Bei Default-Titeln und Titeln, deren Marktwert kleiner 50 % des Nominals ist, wird grundsätzlich der niedrigere Marktwert herangezogen.

Die Zeitwertermittlung der sonstigen Kapitalanlagen erfolgt grundsätzlich auf Basis des Freiverkehrswertes gemäß § 56 RechVersV Für Kapitalanlagen, die einen Markt- oder Börsenpreis haben (Anteile oder Aktien an Investmentvermögen, Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere), gilt als Zeitwert der Wert zum Bilanzstichtag bzw. zum letzten diesem Zeitpunkt vorausgehenden Tag, für den ein Markt- oder Börsenpreis feststellbar war. In Fällen, in denen keine Börsennotierungen vorliegen, werden Renditekurse auf Basis an Finanzmärkten etablierter Preisbildungsverfahren eingesetzt. Kapitalanlagen werden höchstens mit ihrem voraussichtlich realisierbaren Wert unter Berücksichtigung des Grundsatzes der Vorsicht bewertet. Die Zeitwerte der im Bestand befindlichen Spezialfonds entsprechen dem ermittelten Rücknahmekurs.

Kapitalanlagen

TEUR Buchwerte Zeitwerte Saldo
B. Sonstige Kapitalanlagen
1. Aktien, Investmentanteile und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 1.392 1.392 0
2. Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 42.174 41.499 -675
3. Sonstige Ausleihungen
a) Namensschuldverschreibungen 18.494 16.937 -1.557
b) Schuldscheinforderungen und Darlehen 8.000 7.582 -418
Summe 70.060 67.410 -2.650

Der Zeitwert der zu fortgeführten Anschaffungskosten ausgewiesenen Kapitalanlagen entsprechend § 54 und § 56 RechVersV betrug 24.520 TEUR (25.212 TEUR).

Es werden keine gemäß § 54 RechVersV in die Überschussbeteiligung (an Bewertungsreserven) eingehenden Kapitalanlagen ausgewiesen, da die Versicherungsbestände nicht an den Bewertungsreserven der Gesellschaft beteiligt werden.

Bei folgenden zu Anschaffungskosten bilanzierten Kapitalanlagen lagen die Zeitwerte unterhalb der Buchwerte:

Kapitalanlagen mit stillen Lasten

TEUR Buchwerte Zeitwerte Saldo
Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 25.736 24.437 -1.300
Sonstige Ausleihungen 20.489 18.296 -2.193
Summe 46.225 42.733 -3.492

Unter Anwendung des § 341b Abs. 2 HGB wurden bei den wie Anlagevermögen bilanzierten Kapitalanlagen Abschreibungen in Höhe von 1.300 (2.033) TEUR vermieden. Es handelt sich hierbei nach unserer Einschätzung um vorübergehende Wertminderungen. Zur Beurteilung des Vorliegens einer dauerhaften Wertminderung in Bezug auf festverzinsliche Wertpapiere werden Bonitätsprüfungen der Emittenten sowie die Entwicklungen der Ratings hinzugezogen. Diese stillen Lasten wurden gemäß § 253 Abs. 3 Satz 5 HGB nicht außerplanmäßig abgeschrieben, da diese im Wesentlichen zinsinduziert sind und somit nicht als dauerhaft eingeschätzt werden. Aufgrund der Bonität der Emittenten ist nicht mit Zahlungsausfällen zu rechnen.

Erläuterungen zur Bilanz - Passiva

Zu A. I. Eingefordertes Kapital

Das als "Gezeichnetes Kapital" ausgewiesene Grundkapital von 4.090 (4.090) TEUR ist eingeteilt in 4.090.334 Stückaktien à 1 EUR. Sämtliche Aktien lauten auf den Namen des Aktionärs. Es ist vollständig eingezahlt.

Zu A. III. Gewinnrücklagen

Die gesetzliche Rücklage gemäß § 150 AktG ist mit 10 % des gezeichneten Kapitals vollständig dotiert.

Zu B. Nachrangige Verbindlichkeiten

Zum Zwecke der Stärkung der Eigenmittel hat die HDI Versicherung AG unserer Gesellschaft im Dezember 2022 ein nachrangiges Darlehen in Höhe von 6.000 TEUR gewährt, welches mit einem Zinssatz von 5,85 % für eine Laufzeit von 5 Jahren verzinst wird.

Zu C. Versicherungstechnische Rückstellungen

TEUR 31.12.2023 31.12.2022
1. Bruttobetrag
Unfallversicherung 2.388 2.854
Sonstige Versicherungen 52.669 39.788
2. davon ab: Anteil für das in Rückdeckung gegebene Versicherungsgeschäft -17.615 -1.905
Summe 37.442 40.737

Zu C. II. Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle

TEUR 31.12.2023 31.12.2022
1. Bruttobetrag
Unfallversicherung 2.352 2.814
Sonstige Versicherungen 1.549 1.354
3.900 4.169
2. davon ab: Anteil für das in Rückdeckung gegebene Versicherungsgeschäft
Unfallversicherung -1.734 -1.905
Sonstige Versicherungen -149 0
-1.883 -1.905
Summe 2.018 2.264

Aus der Abwicklung der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle (brutto) resultiert ein Gewinn von 959 (724) TEUR. Dieser entfällt mit 510 (346) TEUR auf die Unfallversicherung und mit 449 (378) TEUR auf Sonstige Versicherungen.

Aus der Abwicklung der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle (Anteil der Rückversicherer) resultiert ein Gewinn von 400 (-351) TEUR. Dieser entfällt mit 394 (-351) TEUR auf die Unfallversicherung und mit 6 (0) TEUR auf Sonstige Versicherungen.

Zu D. Andere Rückstellungen

TEUR 31.12.2023 31.12.2022
a) Provisionen 1.569 1.515
b) Tantiemen Vorstände und Share Awards 288 202
c) Jahresabschlusskosten 111 133
d) Aufsichtsratsvergütung 12 12
e) Prozesskosten 10 6
f) übrige Rückstellungen 38 45
Summe 2.028 1.913

Zu E. Depotverbindlichkeiten aus dem in Rückdeckung gegebenen Versicherungsgeschäft

Die Depotverbindlichkeiten aus dem in Rückdeckung gegebenen Versicherungsgeschäft sind die Verbindlichkeiten gegenüber Rückversicherern, die bezüglich der deponierten versicherungstechnischen Rückstellungen als Sicherheit einbehalten werden. Sie folgen von der Höhe bzw. Laufzeit her der Entwicklung der rückversicherten deponierten versicherungstechnischen Rückstellungen bis zum entsprechenden Ende der jeweiligen Rückversicherungsverträge.

Zu F. Andere Verbindlichkeiten

Es bestehen keine Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren.

Zu F. III. Sonstige Verbindlichkeiten

In dieser Position sind mit 4.694 (6.081) TEUR die Verbindlichkeiten gegenüber der HDI Deutschland Bancassurance GmbH aus der Ergebnisabführung enthalten.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Zu I. 1. Verdiente Beiträge für eigene Rechnung

TEUR 2023 2022
a) Gebuchte Bruttobeiträge
Unfallversicherung 6.302 6.632
Sonstige Versicherungen 22.557 5.346
28.858 11.978
b) Abgegebene Rückversicherungsbeiträge
Unfallversicherung -3.414 -3.635
Sonstige Versicherungen -16.610 0
-20.024 -3.635
c) Veränderung der Bruttobeitragsüberträge
Unfallversicherung 3 -0
Sonstige Versicherungen -12.687 5.058
-12.684 5.058
d) Veränderung des Anteils der Rückversicherer an den Bruttobeitragsüberträgen
Unfallversicherung 0 0
Sonstige Versicherungen 15.732 0
15.732 0
Summe 11.883 13.401
TEUR 2023 2022
Verdiente Bruttobeiträge
Unfallversicherung 6.305 6.632
Sonstige Versicherungen 9.870 10.404
16.174 17.036
Verdiente Nettobeiträge
Unfallversicherung 2.891 2.997
Sonstige Versicherungen 8.992 10.404
Summe 11.883 13.401

Zu I. 2. Technischer Zinsertrag für eigene Rechnung

TEUR 2023 2022
Technischer Zinsertrag 7 8
Depotzinsen -13 -14
Summe -6 -6

Die Ermittlung des technischen Zinsertrags erfolgte nach § 38 RechVersV. Hierbei handelt es sich um die Zinszuführung zur Brutto-Rentendeckungsrückstellung für Rentenzahlungen aus anerkannten Invaliditätsfällen. Der Zinssatz richtet sich nach dem zum Zeitpunkt der Anerkennung gültigen Rechnungszins. Davon abgesetzt wird der an den Rückversicherer auf die deponierten Rentendeckungsrückstellungen gezahlte Depotzins.

Zu I. 4. Aufwendungen für Versicherungsfälle für eigene Rechnung

TEUR 2023 2022
Bruttoaufwendungen für Versicherungsfälle
Unfallversicherung 923 1.132
Sonstige Versicherungen 1.447 1.447
2.370 2.579
Bruttozahlungen für Versicherungsfälle
Unfallversicherung 1.385 1.175
Sonstige Versicherungen 1.253 1.515
2.638 2.690
Bruttoveränderung der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle
Unfallversicherung -463 -44
Sonstige Versicherungen 194 -68
-268 -111
Summe 2.370 2.579
Nettoaufwendungen für Versicherungsfälle
Unfallversicherung 387 780
Sonstige Versicherungen 1.296 1.447
Summe 1.683 2.228

Zu I. 5. Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb für eigene Rechnung

TEUR 2023 2022
Bruttoaufwendungen für den Versicherungsbetrieb
Unfallversicherung 2.333 2.622
Sonstige Versicherungen 4.543 5.516
6.876 8.139
Bruttoaufwendungen für den Versicherungsbetrieb
a) Abschlussaufwendungen 1.844 1.995
b) Verwaltungsaufwendungen 5.032 6.144
6.876 8.139
c) davon ab:
erhaltene Provisionen und Gewinnbeteiligungen aus dem in Rückdeckung gegebenen Versicherungsgeschäft -1.773 -3.092
Nettoaufwendungen für den Versicherungsbetrieb
Unfallversicherung 1.412 -470
Sonstige Versicherungen 3.691 5.516
Summe 5.103 5.046

Rückversicherungssaldo für das selbst abgeschlossene Versicherungsgeschäft 1

TEUR 2023 2022
Verdiente Beiträge -4.292 -3.635
Aufwendungen für Versicherungsfälle 687 351
Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb 1.773 3.092
Saldo -1.832 -192

1 Bei der Darstellung des Rückversicherungssaldos sind Aufwandsposten mit einem Minuszeichen vor dem entsprechenden Betrag gekennzeichnet.

TEUR
Rückversicherungssaldo
Selbst abgeschlossenes Versicherungsgeschäft
Unfallversicherung -1.958 -192
Sonstige Versicherungen 126 0
-1.832 -192
Gesamtes Versicherungsgeschäft -1.832 -192

Zu I. 7. Versicherungstechnisches Ergebnis für eigene Rechnung

TEUR 2023 2022
Unfallversicherung 1.114 2.704
Sonstige Versicherungen 3.993 3.428
Summe 5.107 6.132

Zu. II. 1. Erträge aus Kapitalanlagen

TEUR 2023 2022
a) Erträge aus anderen Kapitalanlagen 1.265 1.096
- davon aus verbundenen Unternehmen: 0
(0) TEUR
b) Erträge aus Zuschreibungen 118 0
c) Erträge aus dem Abgang von Kapitalanlagen 180 87
Summe 1.563 1.183

Zu. II. 2. Aufwendungen für Kapitalanlagen

TEUR 2023 2022
a) Aufwendungen für die Verwaltung von Kapitalanlagen, Zinsaufwendungen und sonstige Aufwendungen für die Kapitalanlagen 69 62
b) Abschreibungen auf Kapitalanlagen 0 200
c) Verluste aus dem Abgang von Kapitalanlagen 0 90
Summe 69 352

Die Abschreibungen auf Kapitalanlagen enthalten außerplanmäßige Abschreibungen gemäß § 277 Abs. 3 Satz 1 HGB von 0 (200) TEUR.

Zu II. 3. Technischer Zinsertrag

Dieser Posten beinhaltet in Höhe von 7 (8) TEUR den Zinsaufwand zu dem in der Position I.2. enthaltenen technischen Zinsertrag.

Zu II. 4. Sonstige Erträge

Die sonstigen Erträge beinhalteten mit 115 (1) Zinserträge aus Guthaben sowie 1 (4) TEUR Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen.

Zu II. 5. Sonstige Aufwendungen

Die sonstigen Aufwendungen enthalten hauptsächlich Aufwendungen für das Unternehmen als Ganzes in Höhe von 643 (754) TEUR und Aufwendungen für Abschreibungen immaterieller Vermögensgegenstände in Höhe von 544 (0) TEUR. Darüber hinaus sind Zinsaufwendungen in Höhe von 743 (125) TEUR enthalten. Hiervon entfielen 55 (60) TEUR auf die Verzinsung der Ergebnisabführung, 330 (48) TEUR auf Depotzinsen sowie 351 (9) TEUR Zinsen auf das Nachrangdarlehen.

Zu. II. 8. Aufgrund einer Gewinngemeinschaft, eines Gewinnabführungs- oder eines Teilgewinnabführungsvertrags abgeführte Gewinne

Im Rahmen des bestehenden Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrags führt die LPV Versicherung AG ihr Ergebnis von 4.694 (6.081) TEUR an die HDI Deutschland Bancassurance GmbH ab.

Anzahl an mindestens einjährigen Versicherungsverträgen im Geschäftsjahr 2023

Die Angabe gemäß § 51 Abs. 4 Nr. 1 Buchstabei RechVersV ist im Lagebericht auf Seite 8 dargestellt.

Sonstige Angaben

Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Resultierend aus der in 2016 vollzogenen Abspaltung der Beteiligung an der HDI Pensionsfonds AG von der LPV Versicherung AG auf die HDI Deutschland Bancassurance GmbH haftet die LPV Versicherung AG als übertragender Rechtsträger gemäß § 133 UmwG für die vor dem Wirksamwerden der Abspaltung begründeten Verbindlichkeiten mit der HDI Deutschland Bancassurance GmbH als Gesamtschuldner. Für Versorgungsansprüche nach dem Betriebsrentengesetz beträgt die Frist zehn Jahre.

Für die LPV Versicherung AG bestehen keine sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus offenen Einzahlungsverpflichtungen.

Beteiligungen an unserer Gesellschaft

Alleinaktionär unserer Gesellschaft ist die HDI Deutschland Bancassurance GmbH, Hilden. Die HDI Deutschland Bancassurance GmbH, Hilden, hat uns mitgeteilt, dass ihr unmittelbar eine Mehrheitsbeteiligung an der LPV Versicherung AG, Hilden (Mitteilung gemäß § 20 Abs. 4 AktG) sowie gleichzeitig unmittelbar mehr als der vierte Teil der Aktien an der LPV Versicherung AG, Hilden (Mitteilungen gemäß § 20 Abs. 1 und 3 AktG) gehören.

Konzernabschluss

Die Gesellschaft ist Konzerngesellschaft des HDI Haftpflichtverband der Deutschen Industrie Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit, Hannover, sowie der Talanx AG, Hannover. Der HDI Haftpflichtverband der Deutschen Industrie Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit (Mutterunternehmen des HDI-Konzerns) stellt nach § 341i HGB in Verbindung mit § 290 HGB einen Konzernabschluss auf (größter Kreis), in den die Gesellschaft einbezogen wird. Für die Talanx AG als Mutterunternehmen des Talanx Konzerns ergibt sich daneben die Pflicht zur Aufstellung eines Konzernabschlusses aus § 341i HGB in Verbindung mit § 290 HGB (kleinster Kreis), der auf der Grundlage von § 315e Abs. 1 HGB gemäß Artikel 4 der Verordnung (EG) Nr. 1606/2002 nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, erstellt wird. Die Konzernabschlüsse werden im Bundesanzeiger bekannt gegeben.

In Anwendung der §§ 291, 292 HGB ist die Gesellschaft daher von der Aufstellung eines eigenen Konzernabschlusses und eines eigenen Konzernlageberichtes befreit.

Gesamthonorare des Abschlussprüfers

Die Vergütung des Abschlussprüfers für Prüfungsleistungen ist anteilig in den Konzernabschlüssen des HDI Haftpflichtverband der Deutschen Industrie V.a.G. und der Talanx AG enthalten.

Der Abschlussprüfer hat den Jahresabschluss und Lagebericht zum 31.12.2023 sowie das nach International Financial Reporting Standards (IFRS) erstellte Berichtspaket geprüft. Darüber hinaus erfolgte die Prüfung der Solvabilitätsübersicht.

Provisionen und sonstige Bezüge der Versicherungsvertreter, Personalaufwendungen

TEUR 2023 2022
1. Provisionen der Versicherungsvertreter im Sinne des § 92 HGB für das selbst abgeschlossene Geschäft 4.869 5.824
2. Sonstige Bezüge der Versicherungsvertreter im Sinne des § 92 HGB 0 0
3. Löhne und Gehälter 237 177
4. Soziale Abgaben und Aufwendungen für Unterstützung 0 0
5. Aufwendungen für Altersversorgung 0 0
Summe 5.106 6.002

Nahestehende Unternehmen und Personen

Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen wurden zu marktüblichen Bedingungen vorgenommen.

Mitarbeiter

Bei der LPV Versicherung AG waren im Berichtsjahr keine Mitarbeiter beschäftigt.

Organe

Die Verwaltungsoragne unserer Gesellschaft werden auf den nachfolgenden beiden Seiten aufgeführt.

Organe der Gesellschaft

AUFSICHTSRAT

Mitglied

Jens Warkentin

(seit 1.1.2023)

Vorsitzender Mitglied des Vorstands

der Talanx AG

Köln

Norbert Kox

stellv. Vorsitzender

stellv. Vorsitzender des Aufsichtsrats der LifeStyle Protection Lebensversicherung AG

Bergisch Gladbach

Ulrich Rosenbaum

Vorsitzender des Aufsichtsrats der neue leben Lebensversicherung AG

Brühl

VORSTAND

Mitglied Vorstandsressorts
Holm Diez ■ Mathematik/Produkte
Vorsitzender ■ Aktuarielle Steuerung
Hilden ■ Rückversicherung (Leben)
■ IT
■ Betrieb
■ Vermögensanlage und -Verwaltung
Dr. Thorsten Pauls ■ Risikomanagement
Hilden ■ Versicherungsmathematische Funktion
■ Rechnungswesen, Bilanzierung und Steuern
■ Controlling
■ Datenschutz
■ Compliance
■ Revision
■ Recht
■ Geldwäschebekämpfung
Matthias Weber ■ Marketing und Vertriebsunterstützung
Hilden ■ Vertrieb

Organbezüge

Die Gesamtbezüge der aktiven Vorstandsmitglieder für ihre Tätigkeit in unserer Gesellschaft betrugen 156 (133) TEUR. Sofern sie auch Organe anderer Gesellschaften des Talanx Konzerns sind, erhielten die Vorstandsmitglieder darüber hinaus Bezüge für ihre Tätigkeit in diesen Gesellschaften. Im Rahmen des anteilsbasierten Vergütungssystems wurden dem Vorstand im Berichtsjahr 1.039 (447) virtuelle Aktien aus dem Talanx-Performance-Share-Programm mit einem Zeitwert in Höhe von 45 (18) TEUR zugeteilt.

Für ihre frühere Tätigkeit in unserer Gesellschaft erhielten ehemalige Vorstandsmitglieder oder deren Hinterbliebene Bezüge von 12 (42) TEUR.

Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhielten für die Tätigkeit in unserer Gesellschaft Bezüge in Höhe von 12 (12) TEUR.

Nachtragsbericht

Nach dem Bilanzstichtag sind keine Ereignisse von besonderer Bedeutung eingetreten, die die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage unserer Gesellschaft nachhaltig beeinflussen würden.

 

Hilden, den 23. Februar 2024

Der Vorstand

Holm Diez, Vorsitzender

Dr. Thorsten Pauls

Matthias Weber

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers.

An die LPV Versicherung AG, Hilden

Vermerk über die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der LPV Versicherung AG, Hilden, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der LPV Versicherung AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des Jahresabschlusses

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.

Aus unserer Sicht war folgender Sachverhalt am bedeutsamsten in unserer Prüfung:

[1] Bewertung der Kapitalanlagen

Unsere Darstellung dieses besonders wichtigen Prüfungssachverhalts haben wir wie folgt strukturiert:

(1) Sachverhalt und Problemstellung

(2) Prüferisches Vorgehen und Erkenntnisse

(3) Verweis auf weitergehende Informationen

Nachfolgend stellen wir den besonders wichtigen Prüfungssachverhalt dar:

[1] Bewertung der Kapitalanlagen

(1) Im Jahresabschluss der Gesellschaft werden Kapitalanlagen in der Bilanz in Höhe von T€ 70.060 (86,7 % der Bilanzsumme) ausgewiesen. Die handelsrechtliche Bewertung der einzelnen Kapitalanlagen richtet sich nach den Anschaffungskosten und dem niedrigeren beizulegenden Wert bzw. deren Zeitwert. Nach § 341b Abs. 2 Satz 1 HGB können gewisse Kapitalanlagen von Versicherungsunternehmen, die dazu bestimmt sind, dauernd dem Geschäftsbetrieb zu dienen, nach den für das Anlagevermögen geltenden Vorschriften bewertet werden. In diesem Fall werden außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert nur bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen (gemildertes Niederstwertprinzip) und nur vorübergehende Wertminderungen als stille Lasten in Folgejahre vorgetragen. Eine Bestimmung als dauernd dem Geschäftsbetrieb dienend setzt eine Dauerhalteabsicht und -fähigkeit für diese Kapitalanlagen voraus. Zur Ermittlung des beizulegenden Werts bzw. Zeitwerts wird - soweit vorhanden - der Marktpreis der jeweiligen Kapitalanlage herangezogen. Bei Kapitalanlagen, deren Bewertung nicht auf Basis von Börsenpreisen oder sonstigen Marktpreisen erfolgt (wie z.B. bei Namensschuldverschreibungen, Schuldscheinforderungen und Darlehen), besteht aufgrund der Notwendigkeit der Verwendung von Modellberechnungen ein erhöhtes Bewertungsrisiko. In diesem Zusammenhang sind von den gesetzlichen Vertretern Ermessensentscheidungen, Schätzungen und Annahmen auch im Hinblick auf mögliche Auswirkungen der Zinsentwicklung zu treffen. Geringfügige Änderungen dieser Annahmen sowie der verwendeten Methoden können eine wesentliche Auswirkung auf die Bewertung der Kapitalanlagen haben. Aufgrund der betragsmäßig wesentlichen Bedeutung der Kapitalanlagen für die Vermögens- und Ertragslage der Gesellschaft sowie der Ermessensspielräume der gesetzlichen Vertreter und den damit verbundenen Schätzunsicherheiten war die Bewertung der Kapitalanlagen im Rahmen unserer Prüfung von besonderer Bedeutung.

(2) Im Rahmen unserer Prüfung haben wir in Anbetracht der Bedeutung der Kapitalanlagen für das Gesamtgeschäft der Gesellschaft gemeinsam mit unseren internen Spezialisten für Kapitalanlagen die von der Gesellschaft verwendeten Modelle und die von den gesetzlichen Vertretern getroffenen Annahmen beurteilt. Dabei haben wir unter anderem unsere Bewertungsexpertise für Kapitalanlagen, unser Branchenwissen und unsere Branchenerfahrung zugrunde gelegt. Zudem haben wir die Ausgestaltung und die Wirksamkeit der eingerichteten Kontrollen der Gesellschaft zur Bewertung der Kapitalanlagen und Erfassung des Ergebnisses aus Kapitalanlagen gewürdigt. Hierauf aufbauend haben wir weitere analytische Prüfungshandlungen und Einzelfallprüfungshandlungen in Bezug auf die Bewertung der Kapitalanlagen vorgenommen. In dem Zusammenhang haben wir auch die Einschätzung der gesetzlichen Vertreter hinsichtlich der Auswirkungen der Zinsentwicklung auf die Bewertung der Kapitalanlagen gewürdigt. Wir haben unter anderem auch die zugrundeliegenden Wertansätze und deren Werthaltigkeit anhand der zur Verfügung gestellten Unterlagen nachvollzogen und die konsistente Anwendung der Bewertungsmethoden und die Periodenabgrenzung überprüft. Hinsichtlich der Beurteilung vorhandener stiller Lasten haben wir gewürdigt, inwiefern die Voraussetzungen zur Dauerhalteabsicht und -fähigkeit vorlagen und vorhandene Wertminderungen nicht von Dauer sind. Darüber hinaus haben wir, sofern im Einzelfall relevant, die Arbeit von Sachverständigen, deren Tätigkeit von den gesetzlichen Vertretern bei der Bewertung von nicht notierten Kapitalanlagen genutzt wird (einschließlich der angewendeten Bewertungsparameter und getroffenen Annahmen), gewürdigt. Auf Basis unserer Prüfungshandlungen konnten wir uns davon überzeugen, dass die von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen Einschätzungen und getroffenen Annahmen zur Bewertung der Kapitalanlagen begründet und hinreichend dokumentiert sind.

(3) Die Angaben der Gesellschaft zu den Kapitalanlagen sind in den Abschnitten "Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden" und "Aktiva" des Anhangs enthalten.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen den Geschäftsbericht - ohne weitergehende Querverweise auf externe Informationen -, mit Ausnahme des geprüften Jahresabschlusses, des geprüften Lageberichts sowie unseres Bestätigungsvermerks.

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zu den inhaltlich geprüften Lageberichtsangaben oder zu unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und sofern einschlägig, die zur Beseitigung von Unabhängigkeitsgefährdungen vorgenommenen Handlungen oder ergriffenen Schutzmaßnahmen.

Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Jahresabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.

Sonstige gesetzliche und andere rechtliche Anforderungen

Übrige Angaben gemäß Artikel 10 EU-APrVO

Wir wurden von der Hauptversammlung am 7. März 2023 als Abschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 16. Oktober 2023 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit dem Geschäftsjahr 2018 als Abschlussprüfer der LPV Versicherung AG, Hilden, tätig.

Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen.

Verantwortlicher Wirtschaftsprüfer

Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Christian Sack.

 

Köln, den 11. März 2024

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Christian Sack, Wirtschaftsprüfer

ppa. Frédéric Esser, Wirtschaftsprüfer

Bericht des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat hat den Vorstand der LPV Versicherung AG im Berichtszeitraum auf der Basis ausführlicher schriftlicher und mündlicher Berichte des Vorstands regelmäßig überwacht. Der Aufsichtsrat trat insgesamt zu zwei ordentlichen Sitzungen zusammen, um sich über die Geschäftsentwicklung und Lage des Unternehmens zu informieren und um die anstehenden Beschlüsse zu fassen. Weiter hat sich der Aufsichtsrat durch regelmäßige Vorlage von Unterlagen über die Lage und die strategische Ausrichtung der Gesellschaft, den Geschäftsverlauf sowie das Risikomanagement unterrichten lassen. Die einzelnen Themen hat er intensiv hinterfragt, diskutiert und hierzu - soweit nach Gesetz, Satzung oder Geschäftsordnung erforderlich - nach eingehender Prüfung und Beratung ein Votum abgegeben.

Darüber hinaus erfolgte im Umlaufverfahren außerhalb von Sitzungen eine Beschlussfassung über ein kurzfristig zwischen den Sitzungen zu behandelndes Thema.

Die Gesellschaft wurde im Zuge des Projekts Day 1 und der ab 2023 beginnenden Kooperation mit der Deutsche Bank AG mit Wirkung ab 2. Januar 2023 von PB Versicherung AG in LPV Versicherung AG umfirmiert. Der Aufsichtsrat wurde fortlaufend über die Entwicklungen im Projekt informiert und hat - sofern erforderlich - die notwendigen Beschlüsse gefasst.

Schwerpunkte der Beratungen im Plenum

Für den Geschäftsbereich Privat- und Firmenversicherung Deutschland wurde das strategische Programm GO25 weiterentwickelt und die Geschäftsbereichsstrategie Anfang 2023 nachgeschärft. Diese bündelt sich nun in fünf Ressortstrategien, darunter u. a. Ertragskraft Leben und bester Bankenversicherer - weiterhin als eindeutige Positionierung für die Gesellschaften des Geschäftsbereichs - mit dem Ziel, nachhaltig zu wachsen.

Die in der agilen Lieferorganisation - Agile@HD - gebündelten Einheiten und die agilen Zusammenarbeitsmodelle wurden in 2023 - wo erforderlich - nachjustiert sowie deren Abläufe weiterentwickelt und in kontinuierliche Regelprozesse überführt.

Der Betrieb Leben befasst sich fortführend intensiv mit der weiteren Automatisierung von Prozessen und Digitalisierung -auch unter Einbeziehung von künstlicher Intelligenz. Dazu wird fortsetzend in 2024 ein digitales Betriebsmodell entwickelt. Ferner wird die Migration von Bestandssystemen vorangetrieben. Dazu wurde bis Ende 2023 ein Migrationsfahrplan entwickelt, dessen Umsetzung für die nächsten Jahre im Vordergrund steht.

Für die Gesellschaften der HDI Bancassurance ist mit Blick auf die Zielsetzung "bester Bankenversicherer" die Umsetzung der Bancassurance-Strategie in 2023 vorangetrieben und die angepasste Organisation im 2. Quartal 2023 implementiert worden. Ein besonderer Fokus liegt dabei künftig auf der effizienten Betreuung und dem Ausbau der bestehenden Kooperationen (Farming) sowie der Erschließung neuer Geschäftsbeziehungen und Kooperationen (Hunting).

Mit dem Zukunftsfinanzierungsgesetz - welches Ende 2023 in Kraft getreten ist - stellen sich Herausforderungen für die Bancassurance-Gesellschaften insbesondere mit Blick auf Restkreditprodukte und deren Verkaufsprozesse ab Anfang 2025; dazu wurde umgehend eine Projektstruktur aufgesetzt, so dass mit Beginn 2024 Lösungen und neue Ansätze entwickelt werden können.

Im Rahmen der jährlichen Abfrage der Selbsteinschätzung durch die Mitglieder des Aufsichtsrats wurde in der Aufsichtsratssitzung am 6. November 2023 über die Ergebnisse berichtet, welche zufriedenstellend ausgefallen sind. Der Aufsichtsrat hat für die nächste Selbsteinschätzung Mitte 2024 bislang keine Anpassung der Themenfelder beschlossen.

Angepasst an die sich aus Gesetz und der Arbeitspraxis ergebenden für den Aufsichtsrat relevanten Themen wurden im Geschäftsjahr 2023 erneut digitale Weiterbildungsangebote durchgeführt. Die Schulungen sind zudem aufgezeichnet worden und stehen den Aufsichtsratsmitgliedern auch in digitaler Form zum Selbststudium im Nachgang zur Verfügung. Für das Geschäftsjahr 2023 wurden drei Themen ausgewählt und durch interne sowie externe Referenten geschult. Die ausgewählten Schulungsthemen waren ein Update zu IFRS17, IT-Betriebssicherheit und eine durch PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft durchgeführte Weiterbildung zum Thema Nachhaltigkeit. Schwerpunkte waren dabei u.a. die Nachhaltigkeitsregulatorik für Versicherungsunternehmen, insbesondere die neuen Anforderungen aus der Offenlegungs-Verordnung sowie künftige Aspekte zur Nachhaltigkeitsberichterstattung im Zuge von CSRD (Corporate Sustainability Reporting Directive) und der daraus resultierenden Rechte und Pflichten für den Aufsichtsrat.

Aufgrund der steigenden Bedeutung hat sich der Aufsichtsrat zudem in der Herbstsitzung 2023 mit den aktuellen Entwicklungen zur Nachhaltigkeit, speziell zu den Themen Environmental, Social, Governance (ESG)-Regulatorik, ESG-Strategie des Geschäftsbereichs Privat- und Firmenversicherung Deutschland, Aufbau einer Governance und nachhaltigen Kapitalanlagen befasst und sich diese erläutern lassen.

Der Aufsichtsrat wurde auch in 2023 über die Lage der Gesellschaft insbesondere hinsichtlich der Finanz-, Kapitalanlagen- und Solvabilitätsentwicklung regelmäßig unterrichtet. Im Rahmen der Berichterstattung wurde den aktuellen wirtschaftlichen, finanziellen und politischen Entwicklungen im Jahr 2023 Rechnung getragen. Insbesondere aufgrund der veränderten Zinsentwicklung wurden auch die entsprechenden Auswirkungen und eventuelle daraus resultierende Maßnahmen für die Gesellschaften erläutert.

Zu den erbrachten Nichtprüfungsleistungen durch den Abschlussprüfer für PIEs und der jeweiligen Auslastung der festgelegten Caps ist eine jährliche Berichterstattung erforderlich; der Aufsichtsrat wurde in seiner Sitzung am 6. November 2023 entsprechend informiert.

Der Vorstand hat dem Aufsichtsrat ferner zustimmungspflichtige Geschäfte vorgelegt, der Aufsichtsrat hat die nach Satzung oder Geschäftsordnung notwendigen Zustimmungen in jedem Fall erteilt.

In den Quartalsberichten gem. § 90 AktG wurden unter anderem die Entwicklung des Neugeschäfts und der Beiträge sowie die Themen Kosten und Kapitalanlage dargestellt und erläutert.

Der Aufsichtsratsvorsitzende wurde darüber hinaus von dem Vorstandsvorsitzenden laufend über wichtige Entwicklungen, anstehende Entscheidungen und die Risikolage im Unternehmen unterrichtet.

Der Gesamtvorstand entscheidet gemäß den ihm durch die Geschäftsordnung übertragenen Aufgaben über die Erstellung und jährliche Überprüfung der Geschäfts- und Risikostrategie. Der Aufsichtsrat hat die Risikostrategie für das Geschäftsjahr 2023 im Rahmen der Sitzung am 7. März 2023 erörtert. Die Aktualisierung der Risikostrategie wurde in der Sitzung vom 6. November 2023 erörtert und zur Kenntnis genommen.

Ferner wurde der Aufsichtsrat in den Sitzungen über den aktuellen Stand zum Risikomanagement informiert; er hat sich von der Leistungsfähigkeit des Risikomanagementsystems überzeugt. Dem Aufsichtsrat wurden zudem die vierteljährlichen Risikoberichte der Gesellschaft zur umfänglichen Information zugeleitet. Bei Bedarf erhielt der Aufsichtsrat detaillierte Informationen insbesondere zur Risikolage der Gesellschaft. Darüber hinaus wurde dem Aufsichtsrat mit den Sitzungsunterlagen für die Aufsichtsratssitzung im Herbst 2023 der ORSA-Bericht zur vollständigen Information vorgelegt.

Insgesamt wird damit auch den aufsichtsbehördlichen Anforderungen an das Risikomanagement im Rahmen einer guten und verantwortungsbewussten Unternehmensführung und -überwachung entsprochen.

Ergänzend wurde der Aufsichtsrat in den Sitzungen neben dem Risikomanagement auch über den aktuellen Stand sowie die geplante weitere Entwicklung und Aufgaben der weiteren Governance-Funktionen Versicherungsmathematische Funktion, Compliance und Revision informiert und hat sich somit von der Leistungsfähigkeit aller Governance-Funktionen überzeugt.

Der Aufsichtsrat sah sich zu Prüfungsmaßnahmen nach § 111 Abs. 2 AktG im Geschäftsjahr 2023 nicht veranlasst.

Der Aufsichtsrat konnte sich davon überzeugen, dass der Vorstand seine operativen Schwerpunkte zutreffend gesetzt und geeignete Maßnahmen ergriffen hat. Insgesamt hat der Aufsichtsrat im Rahmen seiner gesetzlichen und satzungsgemäßen Zuständigkeiten an den Entscheidungen des Vorstands mitgewirkt und sich von der Rechtmäßigkeit, Ordnungsmäßigkeit und Wirtschaftlichkeit der Unternehmensführung überzeugt.

Jahresabschlussprüfung

Der Jahresabschluss und der Lagebericht der Gesellschaft sowie der Prüfungsbericht des Abschlussprüfers haben dem Aufsichtsrat vorgelegen. Der vom Vorstand vorgelegte Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 sowie der Lagebericht sind unter Einbeziehung der Buchführung von der PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Köln, geprüft worden.

Die Prüfung hat keinen Anlass zu Beanstandungen gegeben; in dem erteilten uneingeschränkten Bestätigungsvermerk wird erklärt, dass der Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Versicherungsunternehmen geltenden handelsrechtlichen Vorschriften entspricht und unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 vermittelt. Der Lagebericht vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Der Abschlussprüfer erklärt gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB, dass die Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Die Abschlussunterlagen und der Prüfungsbericht des Abschlussprüfers wurden allen Aufsichtsratsmitgliedern zur Sitzung zugeleitet.

Der Abschlussprüfer war in der Aufsichtsratssitzung am 12. März 2024 über die Beratung des Jahresabschlusses und des Lageberichts anwesend, hat über die Durchführung und Qualität der Prüfung berichtet und stand dem Aufsichtsrat für ergänzende Auskünfte zum Jahresabschluss und Lagebericht wie auch zum Prüfungsbericht zur Verfügung. Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss erörtert und auch den Prüfungsbericht des Abschlussprüfers geprüft und zu einzelnen Punkten Nachfragen an den Abschlussprüfer gerichtet. Der Aufsichtsrat ist zu dem Ergebnis gekommen, dass der Prüfungsbericht in Übereinstimmung mit den §§ 317 und 321 HGB steht und keinen Bedenken begegnet. Weiter ist der Aufsichtsrat zu dem Ergebnis gekommen, dass der Lagebericht die Anforderungen des § 289 HGB erfüllt und in Übereinstimmung mit den Aussagen der Berichte an den Aufsichtsrat gemäß § 90 AktG steht. Der Lagebericht steht auch in Einklang mit der eigenen Einschätzung des Aufsichtsrates hinsichtlich der Lage der Gesellschaft. Dem Lagebericht und insbesondere den dort getroffenen Aussagen zur weiteren Unternehmensentwicklung stimmt der Aufsichtsrat zu.

Zudem hat der Aufsichtsrat die Qualität der Abschlussprüfung anhand der vorgelegten Berichterstattung geprüft.

Nach dem abschließenden Ergebnis der vom Aufsichtsrat selbst vorgenommenen Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts sind Einwendungen nicht zu erheben, so dass der Aufsichtsrat sich dem Urteil des Abschlussprüfers angeschlossen und den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss am 12. März 2024 gebilligt hat. Damit ist der Jahresabschluss festgestellt.

Besetzung von Vorstand und Aufsichtsrat und weitere Mandate

Im Vorstand der Gesellschaft hat es im Berichtszeittraum keine Veränderungen gegeben.

Herr Dr. Christopher Lohmann hat sein Mandat als Vorsitzender und Mitglied des Aufsichtsrats mit Wirkung zum Ablauf des 31. Dezember 2022 niedergelegt. Die außerordentliche Hauptversammlung hat am 20. Dezember 2022 Herrn Jens Warkentin zum Nachfolger und Mitglied des Aufsichtsrats ab dem 1. Januar 2023 gewählt. Herr Warkentin wurde anschließend zum Vorsitzenden des Aufsichtsrats mit Wirkung ab dem gleichen Tage gewählt.

Im Rahmen der turnusmäßigen Neuwahlen des Aufsichtsrats durch die ordentliche Hauptversammlung am 7. März 2023 wurden die Herren Warkentin, Kox und Rosenbaum wiedergewählt. Ferner wählte das Gremium in der sich unmittelbar anschließenden konstituierenden Aufsichtsratssitzung aus seiner Mitte erneut Jens Warkentin zum Vorsitzenden und Norbert Kox zum stellvertretenden Vorsitzenden.

Dank an Vorstand und Mitarbeiter

Der Aufsichtsrat dankt den Mitgliedern des Vorstands und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihren Einsatz und die im Geschäftsjahr 2023 erfolgreich geleistete Arbeit.

 

Hilden, 12. März 2024

Für den Aufsichtsrat

Jens Warkentin, Vorsitzender

Norbert Kox, Stellv. Vorsitzender

Ulrich Rosenbaum

Konzernstruktur

Group structure

Talanx AG

Talanx AG
Geschäftsbereich Industrieversicherung Industrial Lines Division Geschäftsbereich Privat- und Firmenversicherung Deutschland Retail Germany Division Geschäftsbereich Privat- und Firmenversicherung International Retail International Division Geschäftsbereich Rückversicherung Reinsurance Division
Schaden/ Unfallversicherung Property/ Casualty Insurance Lebens- Versicherung Life Insurance Schaden-Rückversicherung Property/ Casualty Reinsurance
HDI Global SE HDI Deutschland AG HDI International AG Hannover Rück SE
HDI Global Specialty SE HDI Versicherung AG HDI Seguros S.A. (Argentina) E+S Rückversicherung AG
HDI Versicherung AG (Austria) Lifestyle Protection AG HDI Seguros S.A. (Brazil) Argenta Holdings Limited
HDI Global Seguros S.A. (Brazil) LPV Versicherung AG HDI Seguros S.A (Chile) Hannover ReTakafuI B.S.C. (c) (Bahrain)
HDI Global Seguros S.A. (Mexico) neue leben Unfallversicherung AG HDI Seguros S.A. (Colombia) Hannover Re (Bermuda) Ltd.
HDI Global SA Ltd. (South Africa) TARGO Versicherung AG HDI Seguros S.A. de C.V. (Mexico) Hannover Life Re of Australasia Ltd
HDI Global Insurance Company (USA) HDI Lebensversicherung AG HDI Seguros S.A. (Uruguay) Hannover Re (Ireland) DAC
HDI Global Network AG HDI Pensionsfonds AG TUiR WARTA S.A. (Poland) Hannover Re South Africa Limited
HDI Reinsurance (Ireland) SE HDI Pensionskasse AG TU na Życie WARTA S.A. (Poland) Hannover Life Reassurance Company of America
HDI Pensionsmanagement AG TU na Życie Europa S.A. (Poland)
Lifestyle Protection Lebensversicherung AG TU Europa S.A. (Poland)
LPV Lebensversicherung AG HDI Assicurazioni S.p.A. (Italy)
neue leben Lebensversicherung AG HDI Sigorta A.Ş. (Türkiye)
TARGO Lebensversicherung AG
Talanx AG
Geschäftsbereich Industrieversicherung Industrial Lines Division Geschäftsbereich Rückversicherung Reinsurance Division Konzernfunktionen Corporate Operations
Personen- Rückversicherung Life/ Health Reinsurance
HDI Global SE Hannover Rück SE HDI AG
HDI Global Specialty SE E+S Rückversicherung AG Ampega Asset Management GmbH
HDI Versicherung AG (Austria) Argenta Holdings Limited Ampega Investment GmbH
HDI Global Seguros S.A. (Brazil) Hannover ReTakafuI B.S.C. (c) (Bahrain) Talanx Reinsurance Broker GmbH
HDI Global Seguros S.A. (Mexico) Hannover Re (Bermuda) Ltd.
HDI Global SA Ltd. (South Africa) Hannover Life Re of Australasia Ltd
HDI Global Insurance Company (USA) Hannover Re (Ireland) DAC
HDI Global Network AG Hannover Re South Africa Limited
HDI Reinsurance (Ireland) SE Hannover Life Reassurance Company of America

Nur die wesentlichen Beteiligungen Main participations only

Stand / As at: 31.12.2023

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