Stammdaten

Register
Amtsgericht Münster HRB 3932
Vorher
SUPER Bio MARKT AG
Eingetragen
4.1.1993
Branche
Einzelhandel mit kosmetischen Erzeugnissen und KörperpflegemittelnGroßhandel mit kosmetischen Erzeugnissen und KörperpflegemittelnGroßhandel mit Getreide, Rohtabak, Saatgut und Futtermitteln
Gegenstand
Gegenstand des Unternehmens ist der Handel mit biologischen Nahrungsmitteln, zertifizierter Naturkosmetik und Naturwaren.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Mechthild Hüneborn
seit 10.2.2025
Prokura
Linus Weistropp
seit 10.2.2025
Prokura
Luca Radau
seit 7.7.2023
Vorstandsmitglied

Beteiligungen

NameAnteil
50.00%
50.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

SuperBioMarkt AG

Münster

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.06.2023 bis zum 31.08.2023

Lagebericht

A. Grundlagen der SuperBioMarkt AG

Der Geschäftsgegenstand der SuperBioMarkt AG ist der Einzelhandel mit biologisch erzeugten Lebensmitteln und Naturwaren in Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen. Insgesamt betreibt die SuperBioMarkt AG zum Bilanzstichtag 26 Filialen.

Das Geschäftsmodell der SuperBioMarkt AG kann durch das 3-Säulen-Modell veranschaulicht werden: Mitarbeiter, Produkte und Kommunikation.

Die Mitarbeiter in den Märkten werden permanent in den Bereichen Warenkunde und Beratungskompetenz geschult, um den überdurchschnittlich gut informierten, an Produktqualität und Sortiments-Struktur interessierten Kunden, kompetent und beratend gegenübertreten zu können. Führungskräfte werden darüberhinaus in Personalführung und Filial-Management weitergebildet.

Die Besonderheit des Geschäftsmodells ist, dass in großer Sortimentsvielfalt nur Produkte vertrieben werden, die ökologisch, fair gehandelt, transparent und wenn möglich regional erhältlich sind. Alle Lebensmittel entsprechen den Anforderungen höchster Bio-Qualität und sind zu 100 % biozertifiziert. Um diese maximale Bio-Qualität dauerhaft sicherstellen zu können, werden die Waren von Lieferanten bezogen, die diese Kriterien ihrerseits erfüllen. Zu vielen Lieferanten bestehen langjährige und gewachsene Beziehungen.

In den Märkten werden neben den Warenpräsentationen auch Kundenevents und Verkostungspromotions durchgeführt, die eine wichtige Möglichkeit der Kundengewinnung und Kundenbindung darstellen. Die Firmen-Webseite sowie gezielte und regelmäßige Social Media-Kampagnen sind weitere wichtige Bausteine im Bestreben, einen intensiven Austausch mit den Bestandskunden zu pflegen sowie Neu-Kunden zu überzeugen und dauerhaft für das Unternehmen zu gewinnen.

Als Mitglied der oekobonus eG fördern und belohnen die SuperBioMarkt AG und ihre Partner mehr Bewusstsein für nachhaltiges Kaufverhalten. Hierbei setzen die Partner umweltfreundlich auf digitale Technik und bieten eine App anstatt der üblichen Karte an. Über diese können mittels QR-Code sogenannte "Bees" (Bonuspunkte) gesammelt und später eingelöst oder alternativ an förderungswürdige Projekte gespendet werden.

B. Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

In den Monaten Juni bis August 2023 blieb die Weltwirtschaft angespannt, beeinflusst durch geopolitische Unsicherheiten und hohe Inflationsraten. 1 Die Lebensmittelbranche sah sich mit steigenden Produktionskosten konfrontiert, was zu höheren Verbraucherpreisen führte. Denengegenüber zeigt sich die Biobranche aber weiterhin als verhältnismäßig resilient. Die Monate Juni, Juli und August gehören auf Grund von Schulferien in Niedersachen und NRW zu den umsatzschwächsten des Jahres.

Geschäftsverlauf

Nach Aufhebung des Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung zum 31. Mai 2023 startete die SuperBioMarkt AG ab dem 1. Juni 2023 in ein Rumpfgeschäftsjahr, da beschlossen wurde, die ohnehin erforderliche Inventur für einen Wechsel des Geschäftsjahres mit Start im September zu nutzen. Das Rumpfgeschäftsjahr 1. Juni 2023 bis 31. August 2023 war stark geprägt von Verbindlichkeiten und Restarbeiten des Insolvenzverfahrens. Teile der Mietflächen der Geschäftszentrale wurden zum 31. Juli 2023 an den Vermieter zurückgegeben und Verbindlichkeiten gegenüber Gläubigern und Beratungsmandaten mussten beglichen werden.

Das operative Geschäft war, geprägt durch die Sommerferien, erwartungsgemäß umsatzschwach.

Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Ertragslage

Aufgrund des verkürzten Rumpfgeschäftsjahres mit vielen außerordentlichen Aufwänden aus dem Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung, lässt sich die Ertragslage nur bedingt mit dem vorangehenden Geschäftsjahr vergleichen. Nachfolgend wurden deswegen ebenfalls operative Zahlen des Vergleichszeitraums des Vorjahres verwendet (1. Juni 2022 bis 31. August 2022).

Die Umsatzerlöse liegen im Rumpfgeschäftsjahr bei 16.698 T€ gegenüber 17.735 T€ im Vorjahreszeitraum mit 4 Filialen mehr. Dies entspricht einem Rückgang der Umsatzerlöse von 4,6 %.

Die Materialaufwandsquote liegt mit 63,3 % im Rumpfgeschäftsjahr 2023 unter der des Vorjahres und damit besser als die angestrebte Zielquote von 65 %. Ausschlaggebend für den Rückgang der Quote waren die im Hinblick auf den Jubiläumsmonat September bereits gewährten sehr guten Konditionen.

Die Personalkosten betrugen 4.030 T€ gegenüber 4.666 T€ im Vorjahreszeitraum bei reduzierter Filialzahl. Die Zahl der Mitarbeiter*innen in Voll- oder Teilzeit stieg von 626 Ende Mai 2023 auf 653 zum 31. August 2023. Die Personalkostenquote sank im Rumpfgeschäftsjahr auf 24,1 % gegenüber 26,3 % im Vorjahreszeitraum.

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen (2.343 T€) waren außerordentliche Verpflichtungen aus dem Insolvenzverfahren in Höhe von 627 T€ angefallen, welche dem nicht operativen Ergebnis zugewiesen worden sind.

Das um das nicht operative Ergebnis bereinigte EBITDA beträgt -74 T€ gegenüber -629 T€ im Vorjahreszeitraum.

Durch Schließung verschiedener Märkte reduzierten sich die Abschreibungen von 598 T€ im Vorjahreszeitraum auf 419 T€.

Unter Berücksichtigung des nicht operativen Ergebnisses in Höhe von -511 T€ schließt das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Juni 2023 bis 31. August 2023 mit einem Jahresfehlbetrag in Höhe von -1.082 T€ (Vorjahreszeitraum: Jahresfehlbetrag -1.276 T€) ab.

Aufgrund der Kürze des Rumpfgeschäftsjahres und den vielen Sondereffekten, lässt sich das Ergebnis nur bedingt einordnen.

Finanzlage

Zum Bilanzstichtag weist die SuperBioMarkt AG unter Berücksichtigung des Jahresfehlbetrags einen nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag in Höhe von 236 T€ aus.

Das kurzfristige Fremdkapital reduzierte sich im Vergleich zum 31. Mai 2023 um 2.683 T€ auf 9.203 T€, insbesondere durch die Reduzierung der kurzfristigen Bankverbindlichkeiten (-2.208 T€). Das langfristige Fremdkapital beträgt 6.563 T€.

Mit Begleichung der Verbindlichkeiten aus dem Insolvenzverfahren und durch Reduzierung der kurzfristigen Bankverbindlichkeiten sank der Bestand der liquiden Mittel zum Ende des Rumpfgeschäftsjahres auf 2.213 T€ gegenüber 5.408 T€ zum Ende des letzten Geschäftsjahres.

Die Liquidität war im Berichtsjahr gesichert. Wir waren jederzeit in der Lage, unseren Zahlungsverpflichtungen nachzukommen.

Im Rumpfgeschäftsjahr wurden Investitionen in Höhe von 493 T€ getätigt. Diese wurden überwiegend in die Ladeneinrichtung und Einbauten investiert.

Vermögenslage

Die Bilanzsumme lag am 31. August 2023 bei 15.766 T€. Im Vergleich zum letzten Abschluss reduzierte sich die Bilanzsumme um 2.497 T€. Wesentlicher Grund dafür ist die Reduzierung der kurzfristigen Bankverbindlichkeiten nach Ende des Insolvenzverfahrens durch liquide Mittel.

Das Anlagevermögen hat nach Abzug der Abschreibungen zum 31. August 2023 einen Anteil in Höhe von 44,9 % an der Bilanzsumme. In Summe bleibt das Anlagevermögen mit 7.071 T€ konstant und steigt lediglich im Verhältnis zur Bilanzsumme.

Das Umlaufvermögen reduzierte sich von 11.220 T€ auf 8.459 T€, das Netto-Umlaufvermögen sank jedoch um 78 T€ auf -744 T€.

C. Chancen-, Risiko- und Prognosebericht

Chancenbericht

Die spürbaren negativen Auswirkungen des menschengemachten Klimawandels führen zu einem Umdenken bei vielen Verbraucherinnen und Verbrauchern. Trotz der allgemeinen Unsicherheiten bleibt das Interesse an nachhaltigen Produkten hoch, was dem Bio-Fachhandel zugutekommt.

Im Vergleich zu konventionellen Produkten sind die Preise für Bio-Produkte weniger stark gestiegen, da sie unter anderem widerstandsfähiger gegenüber Energiekosten sind.

Der Trend zu regionalen Produkten unterstützt ebenfalls den Bio-Fachhandel. Die SuperBioMarkt AG wird daher auch in Zukunft ihre Bemühungen verstärken, Endverbraucher über Herstellungsprozesse, Inhaltsstoffe und Bezugsquellen zu informieren, um sich von konventionellen Händlern und Discountern abzuheben.

Risikobericht

Das Risikomanagement ist ein fortlaufender Prozess und wichtiger Bestandteil unserer Geschäftstätigkeit, um den nachhaltigen Erfolg sicherzustellen. Risiken sollen frühzeitig erkannt werden, um darauf mit Gegenmaßnahmen zu reagieren und insbesondere bestandsgefährdende Risiken zu vermeiden. Das Risikomanagement obliegt dem Vorstand.

Die Sicherung und der Zugang zu hochwertigen ökologischen Rohstoffen bleibt eine große Herausforderung. Einerseits wächst die Nachfrage schneller als die verfügbare Fläche für ökologische Landwirtschaft. Andererseits führen aktuelle Krisen und klimabedingte Ernteausfälle (wie Dürre und Bodenerosion) zu einer Verknappung der Liefermengen und steigenden Preisen für Rohstoffe und Veredelungsprodukte.

Aufgrund der gestiegenen Lebenshaltungskosten greifen Verbraucherinnen und Verbraucher vermehrt zu günstigeren Produkten. Dies begünstigt Discounter, die mit preiswerten Bio-Produkten in den Markt drängen. Aus Sicht der Verbraucher sind Bio-Produkte oft deutlich teurer als konventionelle Produkte.

Der Fachkräftemangel, insbesondere bei Fachverkäufern, führt zu einem intensiven Wettbewerb um qualifizierte Mitarbeiter.

Die SuperBioMarkt AG begegnet diesem durch interne Fortbildungen, flexible Arbeitszeitmodelle und weitere Maßnahmen zur Stärkung der Arbeitgebermarke.

Die Sicherung der Liquidität erfolgt durch eine integrierte Liquiditätsplanung, in der sämtliche zahlungsrelevanten Prozesse ständig erfasst und mit den zur Verfügung stehenden Finanzmitteln abgeglichen werden.

Die aktuelle Zusammenfassung der gewichteten Einzelrisiken führt zu der Einschätzung, dass wir keinen bestandsgefährdenden Risikoszenarien ausgesetzt sind.

Prognosebericht

Der Markt für Bio-Lebensmittel in Deutschland erholt sich nach vorübergehenden Einbußen in der Zeit hoher Inflation, wie aus dem aktuellen Marktbericht des Deutschen Bauernverbands hervorgeht. Der "Öko-Umsatz konsolidiert sich 2023", heißt es darin. 1

Diese positive Entwicklung von Bio hält auch bei der SuperBioMarkt AG spürbar an. Nachhaltigkeit wird ein immer größerer Stellenwert zugesprochen. Dass Bio mittlerweile in der Mitte der Gesellschaft angekommen ist, ist der Verfügbarkeit und dem öffentlichen Diskurs zu Tierwohl, Klimawandel und Regionalität geschuldet. Themen, die von der SuperBioMarkt AG seit jeher verkörpert werden. Klare politische Bekenntnisse der Regierungs-Koalition, den Bio-Anteil schon bis 2030 auf 30 Prozent der gesamten Agrarfläche auszuweiten, bieten vielversprechende Bio-Rahmenbedingung und zeigen, dass das SuperBioMarkt Filial-Konzept Zukunft hat und an dem Wachstum partizipieren wird.

Die fallende Inflationsrate und sinkende Verbraucherpreise lassen die Kaufkraft der Kundinnen und Kunden auch im Bio-Fachhandel spürbar steigen.

Die Liquiditätskrise wurde durch verschiedene Restrukturierungsmaßnahmen überwunden. Defizitäre Bereiche und Standorte wurden aufgegeben, der Forderungsverzicht von Gläubigern und ein damit einhergehender, substanzieller Abbau der Unternehmensverbindlichkeiten hat die Finanz- und Vermögenslage im Jahr 2023 wieder verbessert.

Nach der Schließung bzw. Verkauf von insgesamt 8 Filialen in den Jahren 2022 bis 2024 hat die SuperBioMarkt AG mit nunmehr 25 Filialen eine Fokussierung auf rentable Filialen vollzogen und gleichzeitig eine relevante Größe behalten. Wir erwarten stabile bis leicht steigende Umsatzerlöse bei einer leicht höheren Materialaufwandsquote. Wir rechnen sowohl mit einem positiven Jahresergebnis als auch einem positivem Eigenkapital. Die Prozesse und Strukturen, insbesondere in der Unternehmenszentrale, wurden und werden sukzessive an die neuen Anforderungen angepasst, ohne dabei an Qualität zu verlieren. Die Overheadkosten sollen durch die Straffung der Organisation an die unternehmensinterne Zielgröße angepasst werden.

Das Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung konnte durch die erfolgreich umgesetzten Maßnahmen zum 31. Mai 2023 wieder aufgehoben werden.

D. Abhängigkeitsbericht

Der Vorstand erklärt nach § 312 Abs. 3 Aktiengesetz, dass die SuperBioMarkt AG bei den im Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen (Abhängigkeitsbericht) aufgeführten Rechtsgeschäften nach den Umständen, die zu dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen wurden, eine angemessene Gegenleistung erhielt. Weder im Interesse noch auf Veranlassung der herrschenden Gesellschaft wurden Maßnahmen zum Nachteil der SuperBioMarkt AG durchgeführt.

E. Erklärung zur Unternehmensfortführung

Aufgrund des Gesetzes zur gleichberechtigten Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst müssen börsennotierte Gesellschaften oder solche, die der unternehmerischen Mitbestimmung unterliegen, Zielgrößen für den Frauenanteil in Aufsichtsrat, Vorstand und den beiden Führungsebenen unterhalb des Vorstands festlegen und einen Zeitraum bestimmen, bis wann diese Zielgrößen erreicht werden sollen.

Zum 31. August 2023 bestand der Aufsichtsrat der SuperBioMarkt AG aus drei Mitgliedern, darunter eine Frau, was einem Frauenanteil von 33,33 % entspricht. Dies ist gleichzeitig die festgelegte Zielgröße. Seit dem 19. Juni 2023 besteht der Vorstand aus zwei männlichen Mitgliedern. Für den Vorstand wurde eine Frauenquote von 0 % festgelegt. Somit ist die Zielgröße erreicht. Bei der Besetzung der Gremien zählt ausschließlich die fachliche und persönliche Eignung. Das Geschlecht wird nicht als maßgebliches Auswahlkriterium betrachtet.

Für die erste Führungsebene unterhalb des Vorstands hat der Vorstand der SuperBioMarkt AG eine Zielgröße von 33,33 % und für die zweite Führungsebene eine Zielgröße von 40,0 % festgelegt, jeweils mit einem Zeitraum zur Erreichung bis zum 31. Mai 2028. Diese Zielgrößen orientieren sich an der aktuellen Besetzung der jeweiligen Ebenen.

 

Münster, 11. Dezember 2024

SuperBioMarkt AG

gez. Michael Radau

gez. Luca Radau

1 https://www.merckgroup.com/de/geschaeftsbericht/2023/_assets/downloads/eco-economic-position-merck-gb23.pdf

1 https://www.bauernverband.de/presse-medien/pressemitteilungen/pressemitteilung/marktbericht-2023

Bilanz

Aktiva

31.8.2023
EUR
31.5.2023
EUR
A. Anlagevermögen 7.070.705,84 7.042.501,94
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 501.518,00 546.895,00
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 18.927,00 46.999,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 482.591,00 499.896,00
II. Sachanlagen 6.194.436,84 6.120.855,94
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 5.463,00 6.111,00
2. technische Anlagen und Maschinen 217.805,00 221.086,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.900.380,00 5.806.252,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 70.788,84 87.406,94
III. Finanzanlagen 374.751,00 374.751,00
1. Beteiligungen 10.000,00 10.000,00
2. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 75.000,00 75.000,00
3. sonstige Ausleihungen 1,00 1,00
4. Genossenschaftsanteile 289.750,00 289.750,00
B. Umlaufvermögen 8.353.331,72 11.103.000,66
I. Vorräte 4.611.109,84 4.191.992,79
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 85.700,00 85.700,00
2. fertige Erzeugnisse und Waren 4.525.409,84 4.106.292,79
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1.528.985,07 1.502.883,39
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 769.536,40 818.494,57
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 64.866,59 65.895,54
3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 1.319,26 2.852,20
4. sonstige Vermögensgegenstände 693.262,82 615.641,08
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 2.213.236,81 5.408.124,48
C. Rechnungsabgrenzungsposten 106.524,65 117.849,08
D. nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 235.915,42 0,00
Bilanzsumme, Summe Aktiva 15.766.477,63 18.263.351,68

Passiva

31.8.2023
EUR
31.5.2023
EUR
A. Eigenkapital 0,00 845.765,27
I. gezeichnetes Kapital 2.532.000,00 2.532.000,00
II. Kapitalrücklage 862.000,00 862.000,00
III. Gewinnrücklagen 1.548.340,30 1.548.340,30
1. gesetzliche Rücklage 100.867,00 100.867,00
2. andere Gewinnrücklagen 1.447.473,30 1.447.473,30
IV. Bilanzverlust 5.178.255,72 4.096.575,03
V. nicht gedeckter Fehlbetrag 235.915,42 0,00
B. Rückstellungen 2.338.075,91 2.786.695,77
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 482.673,00 462.876,00
2. Steuerrückstellungen 0,00 0,00
3. sonstige Rückstellungen 1.855.402,91 2.323.819,77
C. Verbindlichkeiten 13.425.356,25 14.628.023,67
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 8.710.738,26 9.855.599,06
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.749.917,06 3.750.420,04
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 5.250,21 63.839,53
4. sonstige Verbindlichkeiten 959.450,72 958.165,04
D. Rechnungsabgrenzungsposten 3.045,47 2.866,97
Bilanzsumme, Summe Passiva 15.766.477,63 18.263.351,68

Gewinn- und Verlustrechnung

1.6.2023 - 31.8.2023
EUR
1.11.2022 - 31.5.2023
EUR
1. Umsatzerlöse 16.698.177,00 45.622.540,77
2. sonstige betriebliche Erträge 277.061,71 10.663.894,04
3. Materialaufwand 10.560.039,74 29.445.087,90
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 10.539.993,63 29.254.586,83
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 20.046,11 190.501,07
4. Personalaufwand 4.030.518,23 9.990.763,33
a) Löhne und Gehälter 3.284.335,38 8.264.808,92
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 746.182,85 1.725.954,41
davon für Altersversorgung 28.381,77 -8.901,63
5. Abschreibungen 419.228,02 1.057.960,55
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 419.228,02 1.057.960,55
6. sonstige betriebliche Aufwendungen 2.969.915,69 8.368.627,18
7. Erträge aus Beteiligungen 251,49 137,06
8. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 869,20 1.171,45
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 76.879,69 96.593,97
10. Steuern vom Einkommen und Ertrag 996,72 706,77
11. sonstige Steuern 462,00 1.099,00
Jahresfehlbetrag 1.081.680,69 -7.326.904,62

Ergebnisverwendung

1.6.2023 - 31.8.2023
EUR
1.11.2022 - 31.5.2023
EUR
1. Jahresfehlbetrag 1.081.680,69 -7.326.904,62
2. Verlustvortrag aus dem Vorjahr -4.096.575,03 -11.423.479,65
3. Bilanzverlust 5.178.255,72 4.096.575,03

Anhang

I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss der SuperBioMarkt AG mit Sitz in Münster (Amtsgericht Münster, HRB 3932) wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches für große Kapitalgesellschaften aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des Aktiengesetzes zu beachten.

Das Geschäftsjahr der Gesellschaft läuft, gem. der Hauptversammlung vom 19. Juni 2023, vom 1. September eines Jahres bis zum 31. August des Folgejahres. Das vom 1. Juni bis 31. August 2023 laufende Geschäftsjahr ist ein Rumpfgeschäftsjahr.

Angaben, die wahlweise in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, sind weitgehend im Anhang aufgeführt.

Die Zuordnung der Vermögens- und Schuldposten sowie die der Aufwendungen und Erträge zu den einzelnen Posten ist mit der des Vorjahres identisch.

Die Vorjahresbeträge entsprechen den Werten der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung des Vorjahres.

Die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung zum 31. August 2023 sind nur bedingt mit den Vorjahreszahlen vergleichbar, da das Rumpfgeschäftsjahr nur den Zeitraum vom 1. Juni bis 31. August 2023 (Vorjahr: 1. November 2022 bis 31. Mai 2023) umfasst.

Die SuperBioMarkt AG ist ein Tochterunternehmen der BiUno SE mit Sitz in Münster und wird in den Konzernabschluss des Mutterunternehmens einbezogen, welcher beim Unternehmensregister bekannt gemacht wird (kleinster und gleichzeitig größter Konzernkreis). Die BiUno SE ist mehrheitlich an der SuperBioMarkt AG beteiligt.

Angaben gemäß § 285 Nr. 17 HGB erfolgen im Konzernabschluss.

II. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Erstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden und gegenüber dem Vorjahr unveränderten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Der Grundsatz der Bewertungsstetigkeit nach § 252 Abs. 1 Nr. 6 HGB wurde eingehalten.

Die Bilanzierung und Bewertung erfolgte unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit (going concern; § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB).

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten gemäß § 255 Abs. 1 HGB aktiviert und vermindert um lineare Abschreibungen bei einer Nutzungsdauer von 2 bis 10 Jahren ausgewiesen.

Entgeltlich erworbene Geschäfts- oder Firmenwerte werden aufgrund einer nicht verlässlich schätzbaren Nutzungsdauer gemäß § 253 Abs. 3 Satz 3 und 4 HGB in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes über einen Zeitraum von 10 Jahren linear abgeschrieben. Soweit bei einer voraussichtlich dauernden Wertminderung außerplanmäßige Abschreibungen erforderlich waren, wurden diese vorgenommen.

Das Sachanlagevermögen ist mit den Anschaffungskosten nach § 255 Abs. 1 HGB, vermindert um planmäßige Abschreibungen entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer, aktiviert. Die Sachanlagen werden linear nach Maßgabe der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer planmäßig abgeschrieben. Die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer bei den Außenanlagen beträgt 9 bis 10 Jahre, bei technischen Anlagen und Maschinen (Photovoltaikanlage) 20 Jahre und bei Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 14 Jahre. Selbständig nutzbare bewegliche Wirtschaftsgüter, deren Anschaffungskosten nicht mehr als 800,00 € betragen, werden im Jahr der Anschaffung sofort abgeschrieben.Soweit bei einer voraussichtlich dauernden Wertminderung außerplanmäßige Abschreibungen erforderlich waren, wurden diese vorgenommen.

Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bilanziert. Soweit bei einer voraussichtlich dauernden Wertminderung außerplanmäßige Abschreibungen erforderlich waren, wurden diese durchgeführt.

Die Vorräte werden zu Anschaffungskosten gemäß § 255 Abs. 1 HGB nach der Einzelfeststellung der Anschaffungskosten bewertet. Für die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe wird zulässigerweise ein Festwert gem. § 240 Abs. 3 HGB gebildet, wobei in der Regel alle drei Jahre eine körperliche Bestandsaufnahme durchgeführt wird. Anschaffungspreisminderungen, die dem Vermögensgegenstand einzeln zugeordnet werden können, werden abgesetzt. Das strenge Niederstwertprinzip des Umlaufvermögens wurde beachtet.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind unter Berücksichtigung der Einbringlichkeit vorsichtig bewertet. Einzelwertberichtigungen wurden zum 31. August 2023 nicht vorgenommen, da diese nicht erforderlich waren. Dem allgemeinen Kreditrisiko wurde durch eine angemessene Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1 % des nicht einzelwertberichtigten Netto-Forderungsbestandes Rechnung getragen. Die Wertberichtigungen sind aktivisch abgesetzt.

Die übrigen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind mit dem Nennwert angesetzt worden.

Bei den Pensionsrückstellungen wurden die Vorschriften des § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB berücksichtigt, wobei auf den Rechnungszinsfuß aus der Rechtsverordnung der Deutschen Bundesbank zurückgegriffen wurde. Hierbei wurde vom Wahlrecht Gebrauch gemacht, den Zinssatz für eine pauschale Restlaufzeit von 15 Jahren anzuwenden.

Gem. § 246 Abs. 2 S. 2 HGB sind Vermögensgegenstände, die dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind und ausschließlich der Erfüllung von Schulden aus Altersversorgungsverpflichtungen oder vergleichbaren langfristig fälligen Verpflichtungen dienen, mit diesen Schulden zu verrechnen. Die Vermögensgegenstände, die dem Zugriff aller Gläubiger entzogen sind und ausschließlich der Erfüllung von Schulden aus Altersversorgungsverpflichtungen oder vergleichbaren langfristig fälligen Verpflichtungen dienen, werden mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen sämtliche am Bilanzstichtag erkennbaren Verpflichtungen, die auf vergangenen Ereignissen beruhen und deren Höhe oder Fälligkeit unsicher ist. Sie werden nur gebildet, wenn ihnen eine rechtliche oder faktische Verpflichtung gegenüber Dritten zugrunde liegt. Die Rückstellungen werden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt, der auch die am Bilanzstichtag zu berücksichtigenden Kostensteigerungen umfasst, die sich an einer Teuerungsrate von 2 % orientiert. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit ihrem auf den Bilanzstichtag abgezinsten Erfüllungsbetrag angesetzt. Der Abzinsung liegen die laufzeitadäquaten Marktzinssätze des § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB zugrunde.

Die unter den sonstigen Rückstellungen passivierten Personalrückstellungen basieren auf den vertraglichen, gesetzlichen und sozialversicherungsrechtlichen Vorschriften.

Rückstellungen für Verpflichtungen aus Mietverhältnissen ergeben sich aus vertraglichen Regelungen und vernünftiger kaufmännischer Beurteilung. Verpflichtungen für Rückbau werden mit gewichteten voraussichtlichen Kosten für den Rückbau, soweit nicht genauer bestimmbar, über die Laufzeit der Mietverträge ratierlich angesammelt und abgezinst.

Rückstellungen für das Insolvenzverfahren, Restrukturierung und Sanierung wurden in Höhe der voraussichtlichen Kosten gebildet.

III. Angaben zur Bilanz

(1) Anlagevermögen

Die Zusammensetzung und Entwicklung des Anlagevermögens ergibt sich aus dem nachfolgenden Anlagenspiegel.

Zum 31. August 2023 hält die SuperBioMarkt AG eine Beteiligung in Höhe von 33 % an der FAHAMA GmbH mit Sitz in Münster, der Jahresüberschuss für das Geschäftsjahr 2023 beträgt 64 T€. Das Eigenkapital der FAHAMA GmbH zum 31. Dezember 2023 beträgt -23 T€.

(2) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Sonstige Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bestanden in Höhe von 51 T€ (Vorjahr: 55 T€).

Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

(3) Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital der Gesellschaft beträgt 2.532 T€. Es ist eingeteilt in 2.532 St. (Vorjahr: 2.532 St.) auf den Namen lautende nennwertlose Stückaktien.

Die Kapitalrücklage enthält, wie auch im Vorjahr, Beträge im Sinne von § 272 Abs. 2 Nr. 1 HGB in Höhe von 112 T€ und Beträge im Sinne von § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB in Höhe von 750 T€.

Im Bilanzverlust ist ein Verlustvortrag in Höhe von 4.097 € enthalten (Vorjahr: 11.423 T€).

Die SuperBioMarkt AG hat Genussrechte eingeräumt, welche eine Beteiligung am handelsrechtlichen Jahresergebnis gewähren. Der Nennwert jedes Genussrechts beträgt 40 T€. Bisher wurden 10 Genussrechte ausgegeben. Durch die in den Vorjahren erzielten Verluste wurden die Genussrechte auf 0,00 € abgewertet. Da zum 31. August 2023 weiterhin ein Verlustvortrag besteht, sind die Genussrechte zum 31. August 2023 unverändert mit 0 T€ auszuweisen.

Es besteht eine Ausschüttungssperre von 28 T€ (Vorjahr: 41 T€) in der Höhe des Unterschiedsbetrags zwischen dem Ansatz der Pensionsrückstellung nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellung nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren nach § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB.

Eine weitere Ausschüttungssperre besteht aufgrund der durch die Erhöhung des Grundkapitals in 2018 erforderlichen Zuführung zur gesetzlichen Rücklage gem. § 150 Abs. 3 AktG in Höhe von 12 T€.

(4) Pensionsrückstellungen

Der Wert der Pensionsrückstellung beträgt 1.060 T€ (Vorjahr: 998 T€).

Zur Absicherung der Pensionsrückstellung existieren als Deckungsvermögen Rückdeckungsversicherungen mit einem beizulegenden Wert (= Anschaffungskosten) in Höhe von 577 T€ (Vorjahr: 535 T€). Die Pensionsrückstellung ist mit dem Deckungsvermögen gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB verrechnet worden. Nach Verrechnung beläuft sich der Erfüllungsbetrag aus der Verpflichtung auf 483 T€ (Vorjahr: 463 T€).

Zur Ermittlung der Pensionsrückstellung der SuperBioMarkt AG wurde die Projected-Unit-Credit-Methode (PUC) angewendet.

Sterbetafel Richttafel 2018 G Heubeck
Zinssatz 1,81%
erwartete Lohn- und Gehaltssteigerung 0,00%

Der Zuführungsbetrag zur Pensionsrückstellung für 2023 ist in Höhe von 10 T€ (Vorjahr: -54 T€) im Personalaufwand und in Höhe von 16 T€ im Zinsaufwand enthalten. Im Zinsaufwand wurden Erträge aus der Anpassung der Rückdeckungsversicherung in Höhe von 9 T€ saldiert.

(5) sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

31.08.2023
T€
31.05.2023
T€
Personalbereich 525 589
Mietverhältnisse 233 369
Insolvenzverfahren, Restrukturierung, Sanierung 744 784
übrige 353 582
1.855 2.324
(6) Verbindlichkeiten Restlaufzeit gesamt
bis zu 1 Jahr
T€
1 bis 5 Jahre
T€
über 5 Jahre
T€
pfandrechtliche Sicherung
T€
31.08.2023
T€
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2.922 5.158 631 0 8.711
(im Vorjahr:) (5.130) (4.651) (75) (0) (9.856)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.750 0 0 0 3.750
(im Vorjahr:) (3.750) (0) (0) (0) (3.750)
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 5 0 0 0 5
(im Vorjahr:) (64) (0) (0) (0) (64)
sonstige Verbindlichkeiten *) 867 92 0 0 959
(im Vorjahr:) (866) (92) (0) (0) (958)
7.544 5.250 631 0 13.425
(im Vorjahr gesamt:) (9.810) (4.743) (75) (0) (14.628)

*) davon aus Steuern : 99 T€ (Vorjahr: 120 T€)

Für Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 8.711 T€ bestehen die üblichen Sicherungsübereignungen von Warenlagern und Einrichtungen sowie zum Teil zusätzlich Abtretungen von Verkaufsforderungen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

(7) Latente Steuern

Aus unterschiedlichen Wertansätzen in Handels- und Steuerbilanz betreffend entgeltlich erworbene Geschäfts- oder Firmenwerte, Rückdeckungsversicherungen und sonstige Rückstellungen, ergeben sich aktive latente Steuern, welche die passiven latenten Steuern, betreffend unterschiedliche Wertansätze der Pensionsrückstellung in Handels- und Steuerbilanz, übersteigen. Aus diesem Grund wird auf einen Ansatz gem. Wahlrecht nach § 274 Abs. 1 S. 2 HGB verzichtet. Die latenten Steuern werden mit einem Ertragsteuersatz von 33 % berechnet.

(8) sonstige finanzielle Verpflichtungen

Sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Leasingverträgen bestanden zum Abschlussstichtag in Höhe von 42 T€ (Vorjahr: 82 T€). Zudem bestehen zum 31. August 2023 jährliche Mietzahlungsverpflichtungen in Höhe von 2.995 T€ (Vorjahr: 3.919 T€), davon in Höhe von 96 T€ jährliche Mietzahlungen an verbundene Unternehmen (Vorjahr: 88 T€). Die Mietverträge haben eine Restlaufzeit von bis zu 10 Jahren.

IV. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren (§ 275 Abs. 2 HGB) aufgestellt.

(1) Umsatzerlöse

Die ausschließlich im Inland erbrachten Umsatzerlöse gliedern sich nach Tätigkeitsbereichen wie folgt:

01.06.2023- 31.08.2023
T€
01.11.2022- 31.05.2023
T€
Verkauf von Bioprodukten 16.617 44.622
Erträge aus Werbekostenzuschüssen und Weiterberechnungen 250 711
Erträge aus Untervermietungen 23 177
sonstige Umsatzerlöse 31 113
16.921 45.623

(2) Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Die Zinsaufwendungen betreffen mit 16 T€ (Vorjahr: 17 T€) Zinsen aus der Abzinsung von Rückstellungen.

(3) außergewöhnliche Erträge und Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Rechts- und Beratungskosten für die Restrukturierung, Sanierung und das Insolvenzverfahren in Höhe von 627 T€ (Vorjahr: 1.946 T€) enthalten.

V. Sonstige Angaben

(1) Aktionäre

Am Grundkapital der SuperBioMarkt AG sind zum 31. August 2023 beteiligt:

BiUno SE: 100,00%

(2) Aufsichtsrat

Dem Aufsichtsrat der SuperBioMarkt AG gehörten im Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Juni bis 31. August 2023 an:

Herr Wilhelm Weischer

(Vorsitzender)

Geschäftsführer der BabyOne GmbH

Herr Janis Radau

(stellv. Vorsitzender)

kaufmännischer Angestellter der SuperBioMarkt AG

Frau Silke Meyer-Feldmann

(Arbeitnehmervertreterin)

kaufmännische Angestellte der SuperBioMarkt AG

Die Angabe der Bezüge wurde unter Verweis auf § 286 Abs. 4 HGB unterlassen.

(3) Vorstand

Dem Vorstand der SuperBioMarkt AG gehörten im Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Juni bis 31. August 2023 an:

Herr Michael Radau (Vorstandsvorsitzender), kaufmännischer Vorstand

Herr Luca Radau (1. Juli 2023), kaufmännischer Vorstand

Die Angabe der Bezüge wurde unter Verweis auf § 286 Abs. 4 HGB unterlassen.

(4) Anzahl der Arbeitnehmer

Die SuperBioMarkt AG beschäftigte im Jahresdurchschnitt 640 Mitarbeiter (Vorjahr: 667 Mitarbeiter).

01.06.2023- 31.08.2023 01.11.2022- 31.05.2023
kaufmännische Angestellte 64 67
gewerbliche Mitarbeiter 576 600
640 667

 

Münster, 11. Dezember 2024

SuperBioMarkt AG

gez. Michael Radau

gez. Luca Radau

Anlagespiegel

Anschaffungs-/Herstellungskosten
Stand 31.05.2023 Zugänge Abgänge Stand 31.08.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.071.028,25 0,00 4.118,70 1.066.909,55
2. Geschäfts- oder Firmenwert 5.303.488,49 0,00 0,00 5.303.488,49
6.374.516,74 0,00 4.118,70 6.370.398,04
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschl. der Bauten auf fremden Grundstücken 29.226,27 0,00 0,00 29.226,27
2. technische Anlagen und Maschinen 262.380,95 0,00 0,00 262.380,95
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 20.997.654,52 493.032,02 495.328,24 20.995.358,30
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 87.406,94 0,00 16.618,10 70.788,84
21.376.668,68 493.032,02 511.946,34 21.357.754,36
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 10.000,00 0,00 0,00 10.000,00
2. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 75.000,00 0,00 0,00 75.000,00
3. Genossenschaftsanteile 289.750,00 0,00 0,00 289.750,00
4. sonstige Ausleihungen 500.000,00 0,00 0,00 500.000,00
874.750,00 0,00 0,00 874.750,00
28.625.935,42 493.032,02 516.065,04 28.602.902,40
Kumulierte Abschreibungen
Stand lfd. Jahr Abgänge Stand
31.05.2023 01.06.2023-31.08.2023 31.08.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.024.029,25 28.072,00 4.118,70 1.047.982,55
2. Geschäfts- oder Firmenwert 4.803.592,49 17.305,00 0,00 4.820.897,49
5.827.621,74 45.377,00 4.118,70 5.868.880,04
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschl. der Bauten auf fremden Grundstücken 23.115,27 648,00 0,00 23.763,27
2. technische Anlagen und Maschinen 41.294,95 3.281,00 0,00 44.575,95
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 15.191.402,52 369.922,02 466.346,24 15.094.978,30
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
15.255.812,74 373.851,02 466.346,24 15.163.317,52
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 0,00 0,00 0,00
3. Genossenschaftsanteile 0,00 0,00 0,00 0,00
4. sonstige Ausleihungen 499.999,00 0,00 0,00 499.999,00
499.999,00 0,00 0,00 499.999,00
21.583.433,48 419.228,02 470.464,94 21.532.196,56
Stand 31.05.2023 Stand 31.08.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 46.999,00 18.927,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 499.896,00 482.591,00
546.895,00 501.518,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschl. der Bauten auf fremden Grundstücken 6.111,00 5.463,00
2. technische Anlagen und Maschinen 221.086,00 217.805,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.806.252,00 5.900.380,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 87.406,94 70.788,84
6.120.855,94 6.194.436,84
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 10.000,00 10.000,00
2. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 75.000,00 75.000,00
3. Genossenschaftsanteile 289.750,00 289.750,00
4. sonstige Ausleihungen 1,00 1,00
374.751,00 374.751,00
7.042.501,94 7.070.705,84

Bericht des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss Juni 23 bis August 23

Prüfung des Vorstandes durch den Aufsichtsrat

Der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 1. Juni 2023 bis 31. August 23 eine AR-Sitzung durchgeführt. Diese fand am 19.06.2023 statt. Da das Unternehmen Ende Mai aus dem Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung entlassen worden ist, wurden die Perspektiven für das neue, nun geänderte Geschäftsjahr ab September 2023 intensiv besprochen.

Außerdem wurde der Jahresabschluss und der Lagebericht zum 31.12. 2021 vom Aufsichtsrat geprüft. Dieser konnte bisher nicht festgestellt werden, da der Bestätigungsvermerk und die Fortführungsprognose durch den WP noch nicht erteilt worden war. Dies war jetzt nach der Sanierung gegeben.

Prüfung Jahresabschluss und Lagebericht

In einer Bilanzsitzung am 18.12. 2024 wurde der Jahresabschluss und der Lagebericht der SuperBioMarkt AG vom AR geprüft . In der Sitzung wurden dem Aufsichtsrat Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung und zur Bilanz von dem WP Stephan Beermann persönlich vorgestellt.

Wir haben damit unsererseits den Jahresabschluss und den Lagebericht des Vorstands geprüft und stimmen den Ergebnissen der Abschlussprüfung zu. Nach dem abschließenden Ergebnis unserer Prüfung haben wir keine Einwendungen zu erheben. Wir billigen den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss. Ein Testat liegt vor. Somit billigen wir den Abschluss zum 31. August 2023

Abhängigkeitsbericht

Der vom Vorstand erstellte Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen (Abhängigkeitsbericht) für das Geschäftsjahr Juni 2023 bis August 2023 wurde ebenfalls durch uns geprüft. Der Abhängigkeitsbericht wurde vorab auch vom Abschlussprüfer geprüft und mit folgendem Vermerk versehen:

"Nach unserer pflichtgemäßen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass

1. die tatsachlichen Angaben des Berichts richtig sind,

2. bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war."

Der entsprechende Prüfungsbericht lag uns ebenfalls vor. Der Aufsichtsrat hat nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung keine Einwendungen gegen die Erklärung des Vorstands am Schluss des Abhängigkeitsberichts. Das Ergebnis der Prüfung des Abhängigkeitsberichts durch den Abschlussprüfer hat der Aufsichtsrat zustimmend zur Kenntnis genommen.

 

Münster, im Dezember 2024

Der Aufsichtsrat

gez. Wilhelm Weischer, Vorsitzender

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 18.12.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

An die SuperBioMarkt AG, Münster

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der SuperBioMarkt AG, Münster, - bestehend aus der Bilanz zum 31.08.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Rumpfgeschäftsjahr vom 01.06.2023 bis zum 31.08.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der SuperBioMarkt AG, Münster, für das Rumpfgeschäftsjahr vom 01.06.2023 bis zum 31.08.2023 geprüft. Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.08.2023 sowie ihrer Ertragslage für das Rumpfgeschäftsjahr vom 01.06.2023 bis zum 31.08.2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der oben genannten Erklärung zur Unternehmensführung.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote).

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

• wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zu den inhaltlich geprüften Angaben im Lagebericht oder zu unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

• anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Falls wir auf Grundlage der von uns durchgeführten Arbeiten zu dem Schluss gelangen, dass eine wesentliche falsche Darstellung dieser sonstigen Informationen vorliegt, sind wir verpflichtet, über diese Tatsache zu berichten. Wir haben in diesem Zusammenhang nichts zu berichten.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Münster, 11. Dezember 2024

Dr. Beermann WP Partner GmbH
Wirschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

gez. Dipl.-Kfm. Stephan Beermann

gez. Dipl.-Kfm. Benedikt Geise

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