Zelter GmbH
Selbe AdresseHerstellung von Werkzeugmaschinen für die Metallbearbeitung
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Hans Ernst Ulrich Kaiser seit 10.4.2018 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
P.C.S. Precision Works Hennef GmbHHennef (vormals:Essen)Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 10.04.2018 bis zum 31.12.2018Bilanz zum 31. Dezember 2018Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 28. Februar bis 31. Dezember 2018
Anhang für das Rumpfgeschäftsjahr vom 28. Februar bis 31. Dezember 2018I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss, zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden 1. Allgemein Die P.C.S. Precision Works Hennef GmbH, Hennef, (im Folgenden "PCS Hennef" oder "Gesellschaft") wurde mit Gesellschaftsvertrag vom 31. Januar 2018 gegründet. Die Eintragung im Handelsregister des Amtsgerichts Essen erfolgte am 28. Februar 2018. In der Gesellschafterversammlung am 16. März 2018 wurde durch die alleinige Gesellschafterin, P.C.S. Machine Group Holding GmbH, Cunewalde, (im Folgenden "Gesellschafterin") die Sitzverlegung von Essen nach Hennef beschlossen und der Gesellschaftsvertrag in § 1 Nr. 3 entsprechend geändert. Die Eintragung im Handelsregister (HRB 14868) des Amtsgerichts Siegburg erfolgte mit Datum vom 10. April 2018. Es handelt sich um eine mittelgroße Gesellschaft im Sinne des § 264a Abs. 1 i.V.m. § 267 Abs. 2 HGB. Der Jahresabschluss wurde nach den handelsrechtlichen Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften aufgestellt. Der Gewinn- und Verlustrechnung liegt das Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB zugrunde. Mit Wirkung zum 1. April 2018 hat die Gesellschaft im Rahmen eines Asset Deals von der in Insolvenz befindlichen Zelter GmbH i.l. die wesentlichen Geschäftsbestandteile erworben. Hierzu gehörten das bewegliche Sachanlagevermögen, die immateriellen Vermögensgegenstände sowie die Vorräte. Der Vollzug des Kaufvertrages in Bezug auf den von Zelter GmbH i.l. unterhaltenen Geschäftsbetrieb führt zu einem Betriebsübergang im Sinne des § 613a BGB. Die Bewertungs- und Abschreibungsmethoden der Zelter GmbH i.l. wurden beibehalten. Die Bewertung der übernommenen Vermögensgegenstände erfolgte zu Anschaffungskosten. 2. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Vermögensgegenstände des beweglichen Sachanlagevermögens werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Die Verteilung der Anschaffungskosten der im Rahmen des Asset Deals erworbenen Vermögensgegenstände erfolgte entsprechend des relativen Anteils der jeweiligen Zeitwerte am Gesamtzeitwert des beweglichen Sachanlagevermögens, bezogen auf den Kaufpreis. Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden grundsätzlich nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Für bewegliche Wirtschaftsgüter mit Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten von mehr als 150 € bis 1.000 € wurde ein Sammelposten gebildet. Die Sammelposten werden im Jahr der Bildung und in den vier Folgejahren jeweils mit 20% aufgelöst. Vorräte werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder mit dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. In die Herstellungskosten sind angemessene Teile der notwendigen Materialgemeinkosten, der notwendigen Fertigungsgemeinkosten und des Werteverzehrs des Anlagevermögens, soweit er durch die Fertigung veranlasst ist, eingerechnet worden. Die durch den Asset Deal erworbenen Vorräte sind, soweit sie am Bilanzstichtag noch vorrätig waren, mit dem Kaufpreis von einem Euro bilanziert. Die Bewertung der unfertigen Erzeugnisse erfolgt unter Berücksichtigung des jeweiligen Fertigungsstandes mit den anteiligen Herstellungskosten. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennbetrag bewertet; erkennbare Einzelrisiken sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Das allgemeine Kreditrisiko wird durch die Bildung einer Pauschalwertberichtigung (1%) auf die Forderungen berücksichtigt. Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Bei der Bemessung der sonstigen Rückstellungen wird allen erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten Rechnung getragen. Die Bewertung erfolgt in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages. Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Verbindlichkeiten in fremder Währung werden mit dem Tageskurs des Geschäftsvorfalls bewertet. Die Neubewertung zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag ist nicht erfolgt, da sich daraus nur unwesentliche Ergebniseffekte (unter T€ 5) ergeben hätten. II. Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz 1. Anlagevermögen Die Entwicklung der in der Bilanz ausgewiesenen Posten des Anlagevermögens ist in dem Anlagengitter (Anlage 1 des Anhangs) dargestellt. 2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Sonstige Vermögensgegenstände in Höhe von T€ 13 haben eine Restlaufzeit von über einem Jahr. Die übrigen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind innerhalb eines Jahres fällig. 3. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag Am Bilanzstichtag wird ein nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag in Höhe von T€ 2.878 ausgewiesen. Zur Abwendung einer Überschuldung im Sinne des § 19 Abs. 2 InsO hat die mittelbare Gesellschafterin, P.C.S. Machine Group Holding PCL, eine Rangrücktrittserklärung hinsichtlich ihrer Darlehensforderungen bis zu einer Höhe von T€ 4.000 gewährt. 4. Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Vorsorge für Restrukturierungen (T€ 606), für ausstehende Rechnungen (T€ 124) und für Resturlaubsansprüche u.ä. (T€ 225). 5. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren mit T€ 4.700 aus der Inanspruchnahme eines Darlehens der P.C.S. Machine Group Holding PCL, Thailand. Die Laufzeiten sind aus dem als (Anlage 2 des Anhangs) beigefügten Verbindlichkeitenspiegel ersichtlich. 6. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Am Bilanzstichtag bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen in Höhe von insgesamt T€ 787. Davon entfallen T€ 740 auf verbundene Unternehmen. Zum Bilanzstichtag bestehen keine Haftungsverhältnisse im Sinne von § 251 HGB. III. Erläuterungen zu einzelnen Posten der Gewinn- und Verlustrechnung 1. Abschreibungen auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, soweit diese die in der Kapitalgesellschaft üblichen Aufwendungen überschreiten Die hier ausgewiesenen Abschreibungen (T€ 761) betreffen Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung, die aus der Einzelwertberichtigung von Forderungen resultieren. 2. Personalaufwand Im Aufwand des Rumpfgeschäftsjahres sind Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung im Zusammenhang mit Restrukturierungsmaßnahmen (T€ 1.416) enthalten. IV. Sonstige Angaben Die Gesellschaft ist über die Gesellschafterin ein mit der P.C.S. Machine Group Holding PCL, Thailand, verbundenes Unternehmen und wird in deren Konzernabschluss einbezogen. Die P.C.S. Machine Group Holding PCL erstellt hierbei einen Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen. Die Gesellschafterin erstellt den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen. Auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wird unter Anwendung § 286 Absatz 4 HGB verzichtet. Im Geschäftsjahr wurden durchschnittlich 23 Angestellte und 115 gewerbliche Arbeitnehmer beschäftigt. Als Geschäftsführer sind/waren bestellt:
Hennef, den 8. Oktober 2019 P.C.S. Precision Works Hennef GmbH Hans Ernst Ulrich Kaiser Entwicklung des Anlagevermögens zum 31. Dezember 2018
Verbindlichkeitenspiegel zum 31. Dezember 2018
Lagebericht für das Rumpfgeschäftsjahr vom 28. Februar bis 31. Dezember 2018A. Grundlagen des Unternehmens Die P.C.S. Precision Works Hennef GmbH (im Folgenden "PCS Hennef" oder "Gesellschaft") wurde mit Gesellschaftsvertrag vom 31. Januar 2018 gegründet. Die Eintragung im Handelsregister erfolgte am 28. Februar 2018. Mit Wirkung zum 1. April 2018 hat die Gesellschaft im Rahmen eines Asset Deals von der in Insolvenz befindlichen Zelter GmbH i.l. die wesentlichen Geschäftsbestandteile erworben. Der Vollzug des Kaufvertrages in Bezug auf den von Zelter GmbH i.I. unterhaltenen Geschäftsbetrieb führt zu einem Betriebsübergang im Sinne des § 613a BGB. PCS Hennef produziert weiterhin ausschließlich am Standort Hennef und ist spezialisiert auf die Bearbeitung von Turboladergehäusen. Die Kernleistung der Gesellschaft umfasst hierbei die hoch technisierte Bearbeitung von Gussteilen. Darüber hinaus werden in nachgelagerten Prozessen Montageleistungen an den bearbeiteten Gussteilen angeboten. Die hierbei eingesetzten Produktionsmittel zeichnen sich durch eine am Markt anerkannt hohe Flexibilität und zeitnahe Reaktionsfähigkeit (durch Umrüsten) auf Nachfrageschwankungen aus. Es werden ausschließlich Standard CNC Maschinen eingesetzt und in solche investiert. Die Gesellschaft entwickelt die für die Bearbeitung erforderlichen produktspezifischen Komponenten wie Vorrichtungen und Werkzeuge eigenständig. Dadurch ist das technologische Know-how hinsichtlich Entwicklung und Werkzeugbau eine Kernkompetenz der Gesellschaft und mindert das Risiko der Substitution durch andere Marktteilnehmer. Grundsätzlich versteht sich die Gesellschaft im Kfz-Zulieferungssegment als Full-ServiceSupplier, der bereits in der Entwicklungsphase in enger Zusammenarbeit mit den Kunden fertigungstechnologische Optimierungen erarbeitet, Muster und Prototypen fertigt, mit der eigenen innovativen Prozessplanung und Werkzeugkonstruktion sowie dem eigenen Werkzeugbau produktspezifische Vorrichtungen entwickelt, Serienanläufe in enger Zusammenarbeit mit der Qualitätssicherung des Kunden betreut und Serien sowie Großserien mit einem hohen, zertifizierten Qualitätsstandard realisiert. PCS Hennef ist vorrangig Tier 2-Lieferant. Im Gegensatz zu Tier 1-Lieferanten werden die Rohteile von den Gießereien beigestellt. Dies hat eine Abnahme der Umsatzerlöse und niedrigere Materialaufwendungen zur Folge. Die Verhandlung der Einkaufsbedingungen sowie die Materialauswahl erfolgen hierbei in enger Abstimmung mit dem Systemlieferanten. B. Wirtschaftsbericht I. Gesamtwirtschaftliche und branchenspezifische Rahmenbedingungen Das europäische Marktumfeld hat sich im Rumpfgeschäftsjahr uneinheitlich entwickelt. Dies trifft auch auf die primär den europäischen Markt bedienenden Automobilhersteller zu, die volatile Absatzzahlen und ein ebensolches Marktumfeld vorfinden. Der deutsche Automobilmarkt kann sich diesem Trend nicht entziehen, was sich in leicht rückläufiger Nachfrage ausdrückte. II. Geschäftsverlauf im Rumpfgeschäftsjahr Das Rumpfgeschäftsjahr 2018 war gekennzeichnet durch den Betriebsübergang sowie strukturelle Anpassungsmaßnahmen, die in 2019 abgeschlossen sein werden. Im 2. Halbjahr 2018 hat unser Hauptkunde seine Bedarfe (Abrufe) um bis zu 30% reduziert. Dies gilt sowohl für Projekte bei denen PCS Hennef direkter Lieferant ist (Tier 1 Rolle) als auch indirekt über den Rohteillieferanten (Tier 2 Rolle) Leistungen erbringt. Hintergrund der Reduzierungen waren, während der Insolvenz der Zelter GmbH i.I., aufgebaute Lagerbestände durch den Kunden, die nunmehr vorrangig abgebaut wurden und somit die Auslastung der Gesellschaft negativ beeinflusst haben. Mit Übernahme der operativen Tätigkeit durch PCS Hennef wird eine Verbreiterung der Kundenstruktur angestrebt, die durch intensive Vertriebstätigkeit vorangetrieben wurde. Ergebnis sind zahlreiche angebotene Neu-Projekte, die sich im Endstadium der Auftragsvergabe befinden. Positive Auswirkungen auf die Auslastung des Unternehmens sind aufgrund des Vorlaufs ab dem 2. Halbjahr 2019 zu erwarten. Ergebnisbelastend hat sich im Rumpfgeschäftsjahr 2018 die bilanzielle Vorsorge für die eingeleiteten Restrukturierungsmaßnahmen (T€ 1.416) sowie die Wertberichtung einer Forderung (T€ 761) aufgrund gestelltem Insolvenzantrag ausgewirkt. Weitere Ausführungen erfolgen unter dem Abschnitt Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage. Der Verlauf des Rumpfgeschäftsjahres liegt aufgrund der insolvenzbedingten Wertberichtung einer Forderung hinter unseren Erwartungen. III. Darstellung der Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage 1. Ertragslage Der Gesamtleistung von T€ 14.111 stehen Materialaufwendungen von T€ 8.172 gegenüber. Das Rohergebnis als Überschuss der Gesamtleistung (Umsatzerlöse/Bestandsveränderung betreffen ausschließlich Komponenten für Turbolader) über den Materialeinsatz beträgt T€ 5.939. In dem Personalaufwand sind mit T€ 1.416 Aufwendungen für Restrukturierungsmaßnahmen enthalten, ohne diesen Sondereffekt beträgt die Relation zur Gesamtleistung 39,8%. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betragen in Relation zur Gesamtleistung 7,5%. Das operative Ergebnis definiert als EBITDA (ohne Sondereinflüsse) beträgt T€ -679. Das Rumpfgeschäftsjahr 2018 schließt mit einem Jahresfehlbetrag von T€ 3.278. Hauptursache hierfür sind Restrukturierungsmaßnahmen (T€1.416), die Wertberichtung einer Forderung (T€ 761) sowie reduzierte Abrufe unseres Hauptkunden im 2. Halbjahr, wie unter B.II. ausgeführt. 2. Vermögenslage Zum Bilanzstichtag beträgt die Bilanzsumme T€ 7.399. Im Rumpfgeschäftsjahr wurden in das Sachanlagevermögen T€ 1.083 investiert. Es handelt sich dabei neben dem Erwerb von Wirtschaftsgütern im Rahmen des Asset Deals um kleinere Investitionen in andere Anlagen bzw. Betriebsausstattung. Die Vorräte umfassen T€ 2.038 und beinhalten mit 55,9% unfertige und fertige Erzeugnisse, die zu Beginn 2019 verumsatzt wurden. Aufgrund des Jahresfehlbetrages ist das Eigenkapital aufgebraucht, Ausweis eines nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrages (T€ 2.878). In 2019 wird die Stärkung des Eigenkapitals zum Beispiel durch Umwandlung ausgegebener Darlehen in Betracht gezogen. 3. Finanzlage Die Finanzierung der Gesellschaft erfolgt durch einen von der P.C.S. Machine Group Holding PCL, Thailand, eingeräumten Darlehensrahmen in Höhe von T€ 5.000. Verzinst wird der in Anspruch genommene Betrag mit 2% p.a., die Laufzeit beträgt 10 Jahre in der die Rückzahlung erfolgen soll, sofern die Vertragsparteien die Frist nicht verlängern. Zum 31. Dezember 2018 wurden T€ 4.700 in Anspruch genommen. Investitionen in das Anlagevermögen (T€ 1.083) wurden aus dem im laufenden Produktionsprozess generierten Cash finanziert. Die Liquidität der Gesellschaft war zu jeder Zeit sichergestellt. 4. Finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren Für die Steuerung des Unternehmens werden als finanzielle Leistungsindikatoren vor allem die Entwicklung der Gesamtleistung und des operativen Ergebnisses herangezogen. Die Gesellschaft bildet ihre Mitarbeiter regelmäßig aus. Die Entlohnung erfolgt nach Tarif und zudem leistungsorientiert. In folgenden Bereichen ist die Gesellschaft zertifiziert:
C. Chancen- und Risikobericht I. Risikobericht 1. Risikomanagementsystem Risiken sind in unserem Unternehmen als negative Entwicklungen definiert. Durch das Risikomanagementsystem sollen hierzu Risiken identifiziert, bewertet, gesteuert und kontrolliert werden mit der Zielsetzung Risiken zu vermeiden. Dies umfasst unter anderem die Erfassung, Überwachung und Steuerung der internen Prozesse und Geschäftsrisiken, verschiedene Management- und Kontrollsysteme sowie einen gruppenweit harmonisierten Planungsprozess, 2. Risiken Das Unternehmen ist verschiedenen Risiken ausgesetzt. Marktrisiken Das mittel- bis langfristige Risiko durch eine sich verstärkende Marktpräsenz von Fahrzeugen mit alternativen Antriebstechniken wird aufgrund des Gesamtvolumens des Fahrzeugmarktes sowie der Preiskonkurrenz derzeit als gering angesehen. Das Risiko der Marktverdrängung ist differenziert nach der Komplexität der Bearbeitung sowie der zu bearbeitenden Materialien zu beurteilen. Im Bereich der einfach zu bearbeitenden Materialien (u.a. Grauguss, nickelhaltige Materialien, Aluminium) ist am Markt ein sich verstärkender Wettbewerb durch Unternehmen aus den sogenannten Schwellenländern (v.a. China) zu beobachten. In diesem Segment ist eine Vielzahl von Mitbewerbern vorhanden, die über den Preis versuchen, Marktanteile zu generieren, was die Erreichung auskömmlicher Deckungsbeiträge zusätzlich erschwert. Ein weiteres Segment beinhaltet die komplexe Bearbeitung von Stahlguss, dessen Einsatzbereich aufgeladene Benzinmotoren sind, die wesentlich höhere Verbrennungstemperaturen benötigen als der aufgeladene Dieselmotor. Die Zahl der Mitbewerber ist aufgrund der technischen Komplexität der Bearbeitung eher gering. Preisrisiken Preisrisiken für Rohlinge und Zusammenbauteile aufgrund Preisschwankungen auf der Beschaffungsseite ergeben sich grundsätzlich nicht, da Materialpreisänderungen grundsätzlich an die Systemlieferanten weitergegeben werden (siehe D letzter Absatz). Es besteht ein hoher Abhängigkeitsgrad von dem größten Kunden BorgWarner. Die vergleichsweise starke Marktmacht der Großkunden macht das Durchsetzen von Preiserhöhungen schwierig, ein Wegbrechen dieses Kunden bedeutet ein Risiko für die Gesellschaft. PCS Hennef ist zur Abschwächung der Abhängigkeiten in intensiven Gesprächen mit weiteren potentiellen Kunden. Darüber hinaus sind zukunftsgerichtete Investitionen in Automatisierung zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit betriebswirtschaftlich notwendig. Der Erfolg des Unternehmens ist maßgeblich abhängig von der Nachfragesituation in der Automobilindustrie, die sich schnell verändern kann und sehr volatil ist. Finanzierungsrisiken Die Finanzierung des operativen Geschäfts erfolgt ausschließlich durch ein "Intercompany Loan" der P.C.S Machine Group Holding PCL, Thailand, durch Lieferantenkredite sowie durch im Unternehmensprozess generierte Liquidität. Die Finanzierung der Gesellschaft ist wesentlich von der Auftragslage und den relevanten Marktgegebenheiten abhängig. Die teilweise Rückführung des "Intercompany Loan" soll vertragsgemäß über einen Zeitraum von 10 Jahren erfolgen. Hierzu muss PCS Hennef die erforderlichen positiven Cashflows generieren. Sollten die dafür erforderlichen Leistungszahlen wesentlich verfehlt werden, wird die planmäßige Rückführung nicht möglich oder gefährdet sein. Die Gesellschaft ist dann in ihrem Fortbestand wegen drohender Illiquidität gefährdet. Aus heutiger Sicht geht die Geschäftsführung davon aus, den für die Tilgungsleistungen erforderlichen Cashflow erwirtschaften zu können und ist daher bei der Bilanzierung vom Grundsatz der Fortführung der Unternehmenstätigkeit (,,Going Concern") ausgegangen. Steuerliche Risiken Steuerliche Risiken sind derzeit nicht bekannt. Gesamtbild der Risikolage Bestandsgefährdenden Risiken bestehen im Bereich der Finanzierung. Die Entwicklung der Liquidität und der Leistungskennzahlen erfolgt laufend. Die übrigen dargestellten Risiken sind sowohl einzeln als auch insgesamt aus heutiger Einschätzung für den Fortbestand der Gesellschaft nicht gefährdend. Durch unser Risikomanagement sind organisatorisch die Voraussetzungen geschaffen, um rechtzeitig über potentielle Risikosituationen informiert zu sein. II. Chancen PCS Hennef bearbeitet bisher überwiegend Turboladergehäuse, die aus Grauguss, D5 oder Edelstahl bestehen. Der Ausbau des Know-how bezüglich der Bearbeitung von Turboladerkomponenten aus Edelstahl bietet Chancen, die Marktstellung als Turboladergehäusebearbeiter in dem Wachstumsmarkt der aufgeladenen Benzinmotoren zu stärken und neue Marktpotentiale zu erschließen. Diese Einschätzung wird durch Marktanalysen unterlegt, die für das Segment der turbogeladenen Dieselmotoren eine Marktsättigung sehen, da die meisten Dieselmotoren bereits aufgeladen sind. Demgegenüber werden für das Segment der turbogeladenen Benzinmotoren in den kommenden Jahren nennenswerte Steigerungen prognostiziert. Im Zusammenhang mit den Wachstumspotenzialen im Bereich Turbolader ergeben sich für PCS Hennef Wachstumschancen, auf deren Nutzung durch enge Kommunikation mit den neuen Marktteilnehmern hingearbeitet wird. Darüber hinaus ist die zunehmende Präsenz des P.C.S.-Konzerns in Europa als Chance im Markt zu sehen. Hauptursache für die Wachstumspotenziale ist die Nachfrage nach leistungsfähigeren Motoren, die gleichzeitig bei einem geringen Schadstoffausstoß weniger Kraftstoff verbrauchen. Dies gelingt aus derzeitiger technischer Sicht am besten mit Hilfe des Turboladers, der heute bereits in nahezu allen Dieselfahrzeugen eingesetzt wird und auch zunehmend in Benzinmotoren Verwendung findet. Auf Seiten der Hersteller von Turboladern erreichen Honeywell (vormals AS-Garrett), BorgWarner Turbo System GmbH sowie Mitsubishi einen Marktanteil von zusammen etwa 90 %, wobei lediglich BorgWarner über eine eigene Bearbeitung von Turboladergehäusen verfügt. PCS Hennef ist im Wachstumsmarkt Turbolader in Europa als großer Bearbeiter von Gehäuseteilen positioniert. In die Entwicklung neuer Turboladergehäuse ist die Gesellschaft sowohl bei den Turboladerherstellern wie auch bei den OEM von Projektbeginn an fest eingebunden. Das innovative Know-how in der Bearbeitung komplex dimensionierter Bauteile, das Angebot eines Full-Service-Suppliers sowie die hohe Flexibilität aufgrund der mittelständischen Strukturen und des auf Variabilität ausgerichteten Maschinenparks stellen vom Markt anerkannte Wettbewerbsvorteile dar, die die Gesellschaft für sich in Anspruch nimmt und als Chance sieht. Die Entwicklung produktspezifischer Komponenten wie Vorrichtungen und Werkzeuge wird als Kernkompetenz und damit als Chance gesehen. D. Ausblick Grundlage für die künftige Entwicklung der Gesellschaft ist die in 2018 erfolgte Einbindung in die P.C.S Gruppe, die ihre europäische Marktpräsenz wesentlich verstärkt hat und stabilisieren will sowie die gruppeninterne Finanzierung. Zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit werden fortlaufende Modifikationen der Arbeits- und Prozessabläufe auch weiterhin zwingend notwendig sein. Der sich derzeitig abschwächende seitwärts verlaufende Trend in der Auftragssituation der Automobilindustrie lässt für das am 1. Januar 2019 begonnene Geschäftsjahr eine leicht vermindernde betriebliche Gesamtleistung erwarten. Vor diesem Hintergrund und der laufenden Anpassung der betrieblichen Strukturen an geänderte Rahmenbedingungen wird für das Geschäftsjahr 2019 bei leicht rückläufiger Gesamtleistung ein ausgeglichenes operatives Ergebnis erwartet. In das Anlagevermögen sind projektbezogene Investitionen in den Maschinenpark geplant. Für den Mittelfristzeitraum erwartet die Geschäftsführung - auch vor dem Hintergrund zahlreicher Projektanfragen eine weitere Stabilisierung und nach Anlauf potentieller Neu-Projekte ein sich verstetigendes Ergebnis. Wir weisen darauf hin, dass tatsächliche Ergebnisse wesentlich von den Erwartungen über die voraussichtliche Entwicklung abweichen können. E. Nachtragsbericht Zum Zeitpunkt der Erstellung des Lageberichts bestanden zwischen der Gesellschaft und Dritten keine wesentlichen Rechtstreitigkeiten. Ereignisse mit wesentlichem Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft haben sich nach dem Bilanzstichtag nicht ergeben. Mit Gesellschafterbeschluss vom 4. Februar 2019 wurde der bisherige Geschäftsführer Herr Holger Schumann mit sofortiger Wirkung als Geschäftsführer abberufen, sowie Entlastung erteilt. Die Eintragung im Handelsregister erfolgte mit Datum vom 25. Februar 2019.
Hennef, den 8. Oktober 2019 P.C.S. Precision Works Hennef GmbH Hans Ernst Ulrich Kaiser Den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk haben wir wie folgt erteilt: Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die P.C.S. Precision Works Hennef GmbH, Hennef Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der P.C.S. Precision Works Hennef GmbH, Hennef, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2018 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Rumpfgeschäftsjahr vom 28. Februar bis zum 31. Dezember 2018 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der P.C.S. Precision Works Hennef GmbH für das Rumpfgeschäftsjahr vom 28. Februar bis zum 31. Dezember 2018 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit Wir verweisen auf die Angaben in Abschnitt II. im Anhang sowie in Abschnitt C des Lageberichts, in welchen die Geschäftsführung Folgendes ausführt: Die Gesellschaft weist am Bilanzstichtag einen nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag in Höhe von T€ 2.878 aus. Zur Abwendung einer Überschuldung im Sinne des § 19 Abs. 2 InsO hat die mittelbare Gesellschafterin, P.C.S Machine Group Holding PCL, den Rangrücktritt ihrer Darlehensforderungen bis zu einer Höhe von T€ 4.000 erklärt. Die Finanzierung des operativen Geschäfts erfolgt durch ein Darlehen der P.C.S Machine Group Holding PCL, Lieferantenkredite und durch im Unternehmensprozess generierte Liquidität. Sollten zukünftig die Leistungskennzahlen wesentlich verfehlt und dadurch die zur Darlehenstilgung erforderlichen positiven Cashflows nicht generiert werden können, kann der Fortbestand der Gesellschaft wegen drohender Zahlungsunfähigkeit gefährdet sein. Dies weist auf das Bestehen einer wesentlichen Unsicherheit hin, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt. Unsere Prüfungsurteile sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung, ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Köln, den 9. Oktober 2019 Mazars
GmbH & Co. KG
Martin Schulz-Danso, Wirtschaftsprüfer Susanne Schaefer, Wirtschaftsprüferin |
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