Stammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Jana Karrmann seit 20.1.2026 | Prokura |
Boris Wewer seit 29.8.2025 | Prokura |
Christian Wienand seit 29.1.2025 | Geschäftsführer |
Henrik Helmer seit 10.4.2024 | Prokura |
Jeremy Stephen Hoyle seit 14.11.2022 | Geschäftsführer |
Katharina Böhm seit 25.8.2020 | Prokura |
Wirtschaftlich BerechtigteBeta
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
JELD-WEN, Inc. | 0.00% |
GesellschafterBeta
Eigentümerstruktur und Kapitalverteilung des Unternehmens
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
BOS GmbHEmsdettenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021Lagebericht 20211. Grundlagen des Unternehmens BOS GmbH Best Of Steel ist mit seinen ca. 470 Mitarbeitern in Deutschland führend im Bereich der Sonder-Stahlzargen und Schnellbau-Container. Wir produzieren seit über 50 Jahren Stahl- und Edelstahlzargen für Türen und Fenster sowie im Produktbereich Lagertechnik seit über 40 Jahren Schnellbau-Container und Schnellbau-Hallen. BOS ist der Spezialist für Stahlzargen im Objektmarkt: mit unserem Team aus Architekten, Technikern und Kaufleuten finden wir die richtige Standardlösung oder entwickeln eine individuelle Lösung für unsere Kunden. Gemeinsam mit unseren Kunden streben wir stets das Optimum in Design, Funktion und Wirtschaftlichkeit an. Der Umsatz wird dabei überwiegend über die Vertriebswege Handel, OEM (Original-Equipment-Manufacturer) und große Verarbeiter erzielt. Die Kunden im Handelsbereich sind überwiegend Spezialisten im Trockenbau sowie Baustoff- und Bauelemente-Händler, die meist in Einkaufsverbänden zusammengefasst sind. Bei den Verarbeitern handelt es sich um Unternehmen im Akustik- und Trockenbau und um Objekt-Abwickler im Bereich Bauelemente. Unsere Produkte im Bereich der Stahlzargen:
BOS-Produkte der Lagertechnik (Raum aus Stahl)
Die BOS GmbH gehört seit dem Geschäftsjahr 2018 zur international tätigen JELD-WEN Gruppe. Forschung und Entwicklung Die Entwicklung haben wir mit einem entsprechenden Entwicklungsplan auf die Wachstumsbereiche fokussiert - ein Schwerpunkt ist der kundenfreundliche Einbau von Stahlzargen, Zielrichtung ist dabei Funktion und Design unter Beachtung der Wirtschaftlichkeit. Im Bereich Stahlzargen stand die Weiterentwicklung und Erweiterung des Sortiments für Schiebetürzargen im Fokus. Darüber hinaus wurde die (Weiter)- Entwicklung der Sinozarge in den Fokus gerückt. Im Bereich Lagertechnik Raum aus Stahl zielen die Entwicklungen auf sowie die Reduzierung der Kosten bei bestehenden Produkten und die Weiterentwicklung der anwendungsbezogenen Lösungen. Die unterschiedlichen Anwendungsgebiete der Kunden können von uns durch spezielle Problemlösungen abgedeckt werden. Bestehende Lagerprodukte werden hier leicht modifiziert. Wir haben 7 Mitarbeiter in der Forschung und Entwicklung beschäftigt und haben Aufwendungen in diesem Bereich anteilsmäßig zu knapp 0,5% des Umsatzes. 2. Bericht über die wirtschaftliche Situation 2.1 Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen Die Konjunktur 2021 war im Baubereich, trotz anhaltender Pandemie und damit verbundener Restriktionen, sehr gut. Die Zahlen für die Bauinvestitionen in Deutschland sollen auch in den kommenden Jahren moderat steigen, jedoch gibt es hier klare Verschiebungen vom Funktionsbau zum Wohnbau. Schwerpunkt sind hier die Drei- und Mehrfamilienhäuser wegen immer noch vorhandener Engpässe im Wohnungsbau, gerade auch im sozialen Wohnungsbau gibt es einen steigenden Bedarf. Die Materialknappheit und die damit einhergehenden drastischen Preisanstiege bei Einkaufsprodukten sowie stark steigende Energiepreise haben dazu geführt das mehrmals im Jahr die Verkaufspreise nach oben korrigiert werden mussten. Wie selten zuvor konnten die Preise überwiegend, über alle Ketten, bis an die Endverbraucher weitergegeben werden. Der Krieg Ukraine/Russland könnte mögliche Risiken in der Baubranche bedeuten. Zu diesem Zeitpunkt können wir hier noch keine Abschätzung treffen. Gesamtwirtschaftlich (Baubranche) kann das Jahr 2021 als durchaus erfolgreich bezeichnet werden. Die Konjunktur ist weiterhin gut und wird besonders durch den Wohnungsbau angetrieben. Natürlich gibt es auch Verlierer, gerade in der Tourismusbranche gibt es starke Einbußen (Hotelbau, Gaststätten, Pensionen etc.). Prognosen (Ifo und BauInfo Consult) erweisen sich als schwierig, weil mehrere Faktoren (Pandemie, Materialknappheit, steigende Energiepreise, Fachkräftemangel) zusammenspielen. Trotzdem ist die Baujunktur immer noch sehr dynamisch und es gibt, nach wie vor, noch viele Projekte in Wartestellung die auf Grund der o.g. Faktoren noch nicht begonnen bzw. beendet werden konnten. 2.2 Finanzielle Leistungsindikatoren Wesentliche Leistungsindikatoren für die Steuerung der Gesellschaft sind die Umsatzerlöse und das Ergebnis vor Steuern. Die genannten Größen sind wesentliche Leistungsparameter der Gesellschaft. Sie werden geplant und regelmäßig berichtet. Bei negativen Veränderungen werden kurzfristig Maßnahmen definiert und umgesetzt. Die Umsatzerlöse haben sich im Geschäftsjahr 2021 gegenüber 2020 positiv verändert. Das Ergebnis vor Steuern liegt leicht über 2020. 3. Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft Im Geschäftsjahr 2021 konnte der Umsatz in Höhe von TEUR 60.881 um TEUR 2.045 (3,5%) gegenüber dem Vorjahr gesteigert werden. Die Umsatzentwicklung lag damit über dem Branchendurchschnitt. Im Export liegen wir unter Vorjahr. Hier liegen wir um TEUR 891 unter dem Vorjahresumsatz in Höhe von TEUR 8.910. Bei den Materialaufwendungen hatten wir mit der Materialknappheit und Preiserhöhungen zu kämpfen, im Personalkostenbereich erhöhte Aufwendungen durch Tarifsteigerungen und Neueinstellungen. Die Leiharbeiter wurden teilweise fest eingestellt und deswegen haben wir im Materialbereich geringere Kosten als im Vorjahr. Bei der Abschreibung liegen wir auf dem Niveau vom Vorjahr. Die sonstigen Aufwendungen sind geringer, da wir geringere Intercompany-Kosten hatten. Neben der Entwicklung der Baukonjunktur wirkte sich insbesondere eine zunehmende Kundenakzeptanz unserer Produkte, guten Serviceleistungen, stabile Lieferzeiten sowie eine stetige Weiterentwicklung unseres Sortiments positiv aus. Die geplanten Preiserhöhungen ab April (plus 4,8%) konnten ab Ende des 2. Quartals 2021 gut umgesetzt werden und im August (plus 3,8%) und im September (plus 5% nur im Sonderzargenbereich). Stahlzargen Der Schwerpunkt des Umsatzes lag bei den Sonderzargen. Hier liegen wir im Bereich der Zargen auf Vorjahresniveau (TEUR 50.661, VJ: TEUR 50.953). Im Bereich Normzargen erzielten wir einen Umsatz in Höhe von TEUR 6.597 (Vorjahr TEUR 4.257), im Bereich der Sonderzargen TEUR 44.064 (Vj: TEUR 46.696). Die hohe Abweichung zu den Vorjahren aus den beiden Bereichen resultiert aus einer Zarge, die von dem Sonderzargenbereich in den Normzargenbereich umgruppiert wurde. Insgesamt haben wir in 2021 TEUR -292 ggü. dem Vj. erzielen können. Der überwiegende Anteil (ca. 70 %) der Sonderzargen geht in den Nichtwohnungsbau (Wirtschaftsbau und öffentlicher Bau). Lagertechnik Raum aus Stahl Der Gesamtumsatz der Lagertechnik lag um TEUR 2.458 (= 21,6 %) über dem Vorjahresniveau (TEUR 11.357) und beträgt TEUR 13.815. Dabei konnten wir im Inland wie auch im Export eine Umsatzsteigerung gegenüber 2020 erzielen. Auftragsentwicklung Für BOS starteten die ersten Wochen des Jahres eher zurückhaltend, danach entwickelte sich der Umsatz kontinuierlich positiv, auch weil der Preiseffekt durch drei vorgenommene Preiserhöhungen langsam ankam. Im Absatz haben wir gegenüber dem Vorjahr verloren, in der Hauptsache getrieben durch die Entwicklung bei Normzargen und die Wettbewerbssituation im OEM Bereich. Der Auftragsbestand war im gesamten Jahr 2021 gut. Produktion Die Lieferpünktlichkeit war im gesamten Jahr auf einem guten Niveau. Eine Verkürzung der Durchlaufzeiten (Lieferzeiten) streben wir auch in Zukunft durch Flussoptimierungen im gesamten Auftragsablauf an. Weitere Maßnahmen zur Steigerung, insbesondere durch den engpassorientierten "Täglichen Verbesserungs-Prozess (TVP)" und die permanente Verbesserung der Technologie, sind eingeleitet. Beschaffung Die Beschaffungspreise von Rohmaterialien waren auch im Jahr 2021 für uns ein schwer kalkulierbarer Faktor. Dies ist unter anderem auf die Materialknappheit und die damit einhergehenden Preisanstiege zurückzuführen (s. auch Kapitel 4.3 "Risikobericht"). Die BOS GmbH versucht fortlaufend, den Unsicherheitsfaktor "Materialbeschaffungspreise" durch längerfristige Kontrakte in der Kalkulation abzusichern. Die mittelfristige Preisentwicklung ist allerdings weiterhin sehr ungewiss. Dem mengen- und preismäßigen Risiko einer kontinuierlichen Materialversorgung wird ferner durch die permanente Pflege von Stamm- und alternativen Lieferanten getragen. Neben einer Vermeidung von Lieferengpässen wird damit das Ziel der Optimierung des Einkaufspreises verfolgt. Positive Effekte zeigen sich auch in 2021 wieder durch die Nutzung von Synergien mit unseren Schwesterunternehmen bspw. durch die gemeinsame Koordinierung der Beschaffung. Mit regelmäßigem Abgleich der Beschaffungsteams innerhalb Europas arbeiten wir an der Optimierung von Preis- und Versorgungssituation. Investitionen Größere Investitionen im Geschäftsjahr 2021 betrafen die AX Lizenzen (TEUR 11), Update CAD & PDM (TEUR 33), Stahl & Metallbandsägemaschine (TEUR 16), Mastarbeitsbühne (TEUR 24), Optimum CNC Drehmaschine (TEUR 33), Laptops (TEUR 95) und HP Server (TEUR 40). In der Planung für 2022 sind Investitionen für unsere Gebäudeerweiterung und für den Maschinenpark vorgesehen. Schwerpunkte werden die weitere Optimierung der Fertigung von Sonderzargen und Materialcontainern sein. Zusätzliche Investitionen werden 2022 in die Brandmeldeanlage und Klimaanlagen sein. Ferner haben wir im Geschäftsjahr 2021 durch umfangreiche Wartungs- und Reparaturmaßnahmen TEUR 708 (VJ: TEUR 776) eine Verbesserung der Maschinenqualität in der Produktion erreicht. Die Kosten für die Instandhaltung der Maschinen lag auf Vorjahres-Niveau und die Instandhaltungsaufwendungen für das Grundstück und Gebäude liegen unter den VJ-Werten. Personal- und Sozialbereich Im Geschäftsjahr 2021 haben sich die Kosten für Personal von TEUR 27.237 in 2020 auf TEUR 27.990 erhöht. Durch Tarifsteigerung und Einstellung neuer Mitarbeiter im Produktionsbereich haben wir in 2021 höhere Kosten als im VJ. Die durchschnittlichen Mitarbeiterzahlen entwickelten sich wie folgt:
Um Auftragsspitzen und Urlaubszeiten auszugleichen, haben wir auch in 2021 in der Produktion Leiharbeiter eingesetzt. Allerdings haben wir einen Großteil der Leiharbeiter infolge der guten Auftragslage durch Festanstellungen ersetzt. Die Kosten für Leiharbeiter in 2021 betrugen TEUR 739 (VJ: TEUR 835). Für den Fertigungsbereich und den Verwaltungsbereich besteht schon seit mehreren Jahren eine Rahmenbetriebsvereinbarung zur Jahresarbeitszeit mit Arbeitszeitkonten. Die Beschäftigtenstruktur in 2021 war wie folgt: 70,9 % gewerbliche Arbeitnehmer, 25,8 % Angestellte und 3,3 % Auszubildende. Es bestand nur eine geringe Fluktuation im Personalbereich und ein Großteil der Mitarbeiter ist bereits seit langer Zeit bei BOS beschäftigt. Die Mehrfachqualifizierung und der abteilungsübergreifende Einsatz von Mitarbeitern haben weiter zugenommen und werden permanent ausgebaut. Im Geschäftsjahr 2021 schulten wir die Mitarbeiter in allen Bereichen auf die zukünftigen Anforderungen des Marktes. Durch weitreichende Schulungsmaßnahmen wird unsere Belegschaft weiter qualifiziert und somit unsere Flexibilität ausgebaut. Besonders wichtig ist uns die Qualitätssicherstellung durch Werker-Selbstprüfung im 4-Augen-Prinzip und Personalschulungen in allen Abteilungen. Entsprechende Schulungspläne für das Geschäftsjahr 2022 werden noch ausgearbeitet und liegen dann der Personalabteilung vor. Die Fluktuation ist nach wie vor gering bei BOS. Die Kundenzufriedenheit wird regelmäßig abgefragt und hier haben wir bisher sehr gute Ergebnisse erzielen können. Die nächste Abfrage erfolgt im Herbst 2022. 3.1 Ertragslage Die Summe der Umsatzerlöse mit TEUR 60.881 liegt TEUR 2.045 über dem Vorjahreswert. Die Materialaufwandsquote liegt mit 32,8% über dem Niveau des Vorjahres. Die größte Abweichung ist der Stahl. In 2021 konnten wir sehr schlecht Stahl bekommen und konnten diesen nur sehr teuer einkaufen (teilweise 50% Erhöhung) Im Personalbereich sind erhöhte Kosten aufgrund der Tariferhöhungen und Personalaufbau, die nur teilweise durch Effizienzsteigerungen kompensiert werden konnten, angefallen. Dies erhöht die Personalkosten in 2021 um TEUR 753 (2,8 %) auf TEUR 27.990 (Vorjahr TEUR 27.237). Bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ergab sich in 2021 gegenüber dem Jahr 2020 eine starke Minderung um TEUR 2.847 (-22,5 %) von TEUR 12.727 auf TEUR 9.880. Der Grund hierfür sind die Intercompany-Weiterberechnungskosten. Das so erreichte positive Betriebsergebnis von TEUR 2.421 liegt auf dem Niveau vom Vorjahr (TEUR 2.351). Dabei ist das Rohergebnis von TEUR 41.217 um TEUR 2.009 (4,6 %) niedriger als im Vorjahr (TEUR 43.226). Der Anteil des Materialeinsatzes an der Gesamtleistung hat sich gegenüber dem Vorjahr negativ verändert. 3.2 Vermögens- und Finanzlage Das Anlagevermögen hat sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 657 (-10,1 %) von TEUR 6.526 auf TEUR 5.869 zum 31. Dezember 2021 reduziert. Den Investitionen für immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagevermögen (insbesondere für Gebäudeerweiterung, BGA und Maschinen) in Höhe von TEUR 355 stehen Abschreibungen von TEUR 925 gegenüber. Durch die Anlageninventur haben wir Abgänge in Höhe von TEUR 3.145 denen Abschreibung in Höhe von 3.059 gegenüberstehen. Das Umlaufvermögen hat sich um TEUR 3.267 (41,9 %) auf TEUR 11.059 gesteigert (Vorjahr: TEUR 7.792). Die Vorräte sind von TEUR 3.775 auf TEUR 5.102 somit um TEUR 1.327 gestiegen. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind auf dem Niveau vom Vorjahr um TEUR 292 auf TEUR 1.816 gestiegen (Vorjahr: TEUR 1.524). Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen sind von TEUR 7 auf TEUR 1.969 gestiegen aufgrund der Intercompany Vereinbarung im Cashpoolbereich. Bei den sonstigen Vermögensgegenständen haben wir eine eine kleine Steigerung von TEUR 32 auf TEUR 426. Der Finanzmittelbestand (TEUR 1.745) hat sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 346 verringert. Die Liquidität ist durch ausreichend flüssige Mittel sowie entsprechender, nicht ausgenutzter Kreditlinien dauerhaft gesichert. Der Finanzmittelbestand setzt sich zusammen aus dem Cashpool und den flüssigen Mitteln. Die Rückstellungen resultieren im Wesentlichen aus Pensions-, Urlaubs- und Überstundenrückstellungen. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben eine Gesamtsumme von TEUR 2.403 (Vorjahr TEUR 712). Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betragen zum Stichtag nur noch bei TEUR 1.098 nach TEUR 2.040 im Vorjahr. Die Minderung resultiert aus der Cashpoolvereinbarung mit der JeldWen. Die sonstigen Verbindlichkeiten (2021: TEUR 2.336 und 2022: TEUR 2.535) sind niedriger als im Vorjahr, da wir eine niedrigere Lohnsteuerverbindlichkeit haben als im VJ. Die Bilanzsumme hat sich von TEUR 14.399 auf TEUR 16.984 erhöht. Die Eigenkapitalquote hat sich durch den Gewinn des Geschäftsjahres 2021 und der niedrigeren Bilanzsumme auf 41,9% erhöht (Vorjahr 34,7 %). 4. Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung 4.1 Risikomanagementsystem Das Geschäft der BOS GmbH unterliegt verschiedenen Chancen und Risiken. Das Risikomanagement erfolgt direkt auf Ebene der Geschäftsführung durch Beobachtung von risikorelevanten Parametern aus den einzelnen Bereichen und Abgleich mit den vorliegenden Planungen auf monatlicher Basis, um eine möglichst rasche Reaktion auf Veränderungen im Unternehmen sowie im Unternehmensumfeld sicherzustellen. Die Erfassung der Risiken berücksichtigt den Beobachtungszeitraum von einem Jahr und erfolgt unter Berücksichtigung bestimmter Schwellenwerte sowohl brutto, d. h. vor Gegenmaßnahmen als auch netto, d. h. nach Gegenmaßnahmen. Um zu ermitteln, welche Risiken am ehesten einen bestandsgefährdenden Charakter für das Unternehmen aufweisen, werden die Risiken gemäß ihrer geschätzten Eintrittswahrscheinlichkeit und ihren Auswirkungen in drei Risikokategorien eingestuft (von "hoch" bis "gering"). 4.2 Chancenbericht Die Chancen resultieren aus der erfolgreichen Umsetzung unseres strategischen Gesamtkonzepts. Eine Quantifizierung dieser Chancen findet unterjährig nicht statt. Die Geschäftsführung plant, die vorhandenen Synergien im Unternehmerverbund der JELD-WEN-Gruppe zu nutzen und somit den Erfolg der Gesellschaft zu steigern. Neben der Ausweitung der vorhandenen Kapazitäten durch gezielte Investitionen in Maschinen und Prozesse werden auch die Aktivitäten zur weiteren Effizienzsteigerung fortgeführt. Dabei werden bestehende Strukturen hinterfragt und wenn nötig neu geordnet. Ständige Verbesserungen unserer Produkte sowie der Ausbau des Kundenservices ermöglichen es uns, bestehende Kunden an uns zu binden und neue hinzu zu gewinnen. 4.3 Risikobericht Finanzrisiken Die BOS GmbH versucht fortlaufend, den Unsicherheitsfaktor "Materialbeschaffungspreise" durch längerfristige Kontrakte in der Kalkulation abzusichern. Die mittelfristige Preisentwicklung ist allerdings weiterhin sehr ungewiss. Insbesondere durch einen weiteren extremen Anstieg der Preise für Rohmaterial, kann die Wirtschaftlichkeit des Unternehmens gefährdet werden. Durch den Abschluss längerfristiger Kontrakte, das Management der Vorratsbestände und die Weitergabe von Preissteigerungen an die Kunden soll das Risiko von Preisschwankungen minimiert werden. Die Bedeutung des Risikos wird unter Berücksichtigung der Eintrittswahrscheinlichkeit und Auswirkung als "mittel" angesehen. Absatz- und Marktrisiken Ein Risiko besteht in einer potenziellen Abschwächung der Konjunktur sowie einen veränderten Käuferverhalten. Aufgrund der weltweiten Absatzmöglichkeiten über die JELD-WEN-Gruppe sehen wir uns auch bei einer schwächeren Konjunktur gut aufgestellt. Daher wird die Bedeutung des Risikos unter Berücksichtigung der Eintrittswahrscheinlichkeit und Auswirkung als "gering" eingestuft. Die Konjunktur ist nach wie vor gut, aber wir haben z. Zt. Materialknappheit in fast allen Bereichen und das könnte ein Risiko für den Rest des Jahres geben. Lieferantenrisiken Trotz stetiger Verbesserung der Lieferantenbeziehungen und Monitoring der Lieferzeiten kann das Risiko von Lieferengpässen nicht ausgeschlossen werden. Dem mengen- und preismäßigen Risiko einer kontinuierlichen Materialversorgung wird ferner durch die permanente Pflege von alternativen Lieferanten Rechnung getragen. Wir verfolgen hier eine 2-Lieferanten Strategie. Neben einer Vermeidung von Lieferengpässen wird damit das Ziel der Optimierung des Einkaufspreises verfolgt. Das Risiko wird im Hinblick auf Eintrittswahrscheinlichkeit und Auswirkung als "hoch" eingestuft. Die größte Einkaufsposition im Bereich der Produktion ist Stahl. Somit ist die BOS GmbH unmittelbar von der Veränderung der Stahlpreise abhängig. In den letzten Jahren waren die Stahlpreise auf einem sehr guten und stabilen Niveau, der Preisanstieg in 2020 war schon extrem hoch, doch gerade im letzten Jahr 2021 unterliegen diese einem enormen Anstieg. Ausfallrisiken Die Gesellschaft steuert Risiken im Zusammenhang mit ihren Kunden und Forderungen durch eine genaue Überwachung der Zahlungsziele, mögliche Forderungsausfälle und der Bonität ihrer aktuellen und künftigen Kunden. Soweit Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Die Bedeutung des Risikos wird unter Berücksichtigung der Eintrittswahrscheinlichkeit und Auswirkung als "gering" angesehen. 4.4 Zusammenfassung Derzeit sind keine Risiken bekannt, die eigenständig oder gemeinsam den Fortbestand unseres Unternehmens gefährden könnten. Wir sind zuversichtlich, dass wir den Herausforderungen, die sich aus den oben erläuterten Risiken ergeben, auch weiterhin erfolgreich begegnen können. Als unkalkulierbares Risiko ist der Krieg Ukraine/Russland zu nennen. Hier rechnen wir mit Preiserhöhungen und eventuell auch mit Lieferengpässen. 5. Prognosebericht Bereits in den Vorjahren wurden Vertriebsmaßnahmen zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit eingeleitet. Den Maßnahmenkatalog haben wir überarbeitet und ergänzt. Es liegt ein Plan für das Geschäftsjahr 2022 vor. Die Planung für das Jahr 2023 läuft. Das Marktwachstum für 2023 wird unter 1% geschätzt. Im Bereich Lagertechnik erwarten wir ein Wachstum im zweistelligen Bereich. Durch die geplanten Maßnahmen - Investitionen, Prozessoptimierungen, Debitorenmanagement, Finanzmanagement etc. - streben wir ein gesundes Wachstum des Unternehmens an. Die Verkaufspreise wurden auch im Jahr 2022 erhöht, um die Tarif- und evtl. Kostenerhöhungen, besonders im Stahlbereich abzufangen. Bei größeren Erhöhungen wollen wir die Preise entsprechend stärker anheben. Wie weit dies durchsetzbar ist, wird von der Konjunktur und dem Verhalten der Wettbewerber abhängig sein. Die erste Preiserhöhung erfolgte bereits im Februar 2022 in Höhe von 5% und eine weitere Preiserhöhung ist bereits für den 01.07.2022 angekündigt in Höhe von 4,5%. Bei dieser Marktentwicklung und der Umsetzung der Planung 2021 mit ihren Maßnahmen haben wir für 2021 mit einem Jahresüberschuss von TEUR 2.119 ein gutes Ergebnis erzielen können. Der Umsatz wurde mit TEUR 2.045 gegenüber dem Vorjahr ebenfalls gesteigert. 2022 hat in Bezug auf Auftragseingang langsam begonnen und wir liegen mengenmäßig unter dem Wert vom Vorjahr und unter unserer Planung. Wir liegen am Ende des 1. Quartals 2022 leicht unter dem Niveau des Vorjahrs und unter unseren Planwerten. Wir hoffen im 2. und 3. Quartal 2022 auf unsere Planwerte aufzuschließen, allerdings spielt hier die Unsicherheit am Markt und die Unsicherheit der derzeitigen Materialsituation eine große Rolle. Die eingeleiteten Vertriebsmaßnahmen, insbesondere die Anpassung unseres Produkt-Sortiments an das Käuferverhalten sowie eine erhöhte Zuverlässigkeit der Produkte und eine gestiegene Flexibilität, wurden erfolgreich umgesetzt. In unserer Planung rechnen wir weiterhin mit einer Umsatzsteigerung gegenüber dem Vorjahr 2021. Um die Zukunft des Unternehmens weiter abzusichern, haben wir folgende wesentliche Maßnahmen zur Erhöhung des Marktanteils und der Wirtschaftlichkeit eingeleitet:
In den Produktionsbereichen werden die Effizienzen durch eine konsequente Flussoptimierung weiter gesteigert. Für die Bereiche Verwaltung, Logistik, Instandhaltung und Energie sind Einsparungen vorgesehen. Mit diesen Maßnahmen und Aktionen haben wir eine gute Basis für unsere Zukunft geschaffen. Wir rechnen mit Kostensteigerungen im Bereich Personal, da hier relativ hohe Tariferhöhungen abgeschlossen wurden. Die Stahlpreisentwicklung ist sehr ungewiss und wir erwarten im weiteren Jahresverlauf eher Fortschreibungen auf sehr hohem Niveau. Die Situation durch den Krieg Ukraine/Russland erschwert die Kostensituation im Energiebereich, hier rechnen wir mit extrem starken Preiserhöhungen. Ein nicht kalkulierbarer Faktor in 2022 sind nach wie vor noch die Folgen der Corona-Pandemie und der Krieg Ukraine/Russland. Inwieweit sich die Pandemie oder der Krieg negativ auf den Umsatz sowie die Performance der BOS GmbH, aufgrund potentieller Erkrankungen von Mitarbeitern und unterbrochenen Lieferketten, oder auch Preiserhöhungen, auswirken wird, kann noch nicht beziffert werden. Weiter bleibt abzuwarten, inwieweit sich die negativen Auswirkungen der Pandemie/Krieg auf die Gesamtwirtschaft auch auf die BOS auswirken werden. Es wurden alle erforderlichen Maßnahmen eingeleitet, um den Auswirkungen der Pandemie/Krieg entgegenzuwirken und die Gesundheit unserer Mitarbeiter zu schützen.
Emsdetten, 15. Juni 2022 BOS GmbH Best Of Steel Guido Budde, Geschäftsführer Lisa Marie Oxnard, Geschäftsführerin (HR B 3655 im Handelsregister des Amtsgerichts Steinfurt)Bilanz zum 31. Dezember 2021Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar 2021 bis 31. Dezember 2021
Anhang für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021I. Allgemeine Angaben Die BOS GmbH hat ihren Sitz in Emsdetten und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Steinfurt unter der Registernummer HR B 3655. Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Absatz 3 HGB. Der Jahresabschluss und der Lagebericht werden nach den Rechnungslegungsvorschriften für Kapitalgesellschaften des Handelsgesetzbuches (HGB) unter Berücksichtigung des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr. Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang anzubringen sind, insgesamt im Anhang ausgeführt. Da die Finanzanlagen ausschließlich Genossenschaftsanteile enthalten, wurde nach dem Gebot der Klarheit und Übersichtlichkeit des Jahresabschlusses die Postenbezeichnung gem. § 265 Abs. 6 HGB angepasst. II. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Entgeltlich von Dritten erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten aktiviert und ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer entsprechend linear über einen Zeitraum drei Jahren (Ausnahme dabei sind ERP-Systeme mit einem Abschreibungszeitraum von acht Jahren), im Zugangsjahr zeitanteilig, abgeschrieben. Soweit die beizulegenden Werte einzelner immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen. Geleistete Anzahlungen auf immaterielle Vermögensgegenstände werden mit ihrem Nennwert angesetzt. Sachanlagen sind mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen grundsätzlich zeitanteilig und belaufen sich für Gebäude über einen Zeitraum von 33 Jahre, für Technische Anlagen und Maschinen von bis zu 11 Jahre und für Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung über einen Zeitraum von 1 Jahre bis 14 Jahre. Soweit die beizulegenden Werte einzelner Vermögensgegenstände ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen. In Bezug auf die Bilanzierung geringwertiger Wirtschaftsgüter wird handelsrechtlich die steuerrechtliche Regelung des § 6 Abs. 2 EStG angewendet. Für geringwertige Wirtschaftsgüter, die einer selbständigen Nutzung fähig sind und deren Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um einen darin enthaltenen Vorsteuerbetrag, mehr als € 250,01 und bis zu € 800 betragen, werden in ein führendes Verzeichnis aufgenommen und sofort abgeschrieben. Die Vermögensgegenstände unter 250 € werden sofort abgeschrieben. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau werden zum Nennwert angesetzt. Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bewertet. Die Vorräte sind zu Anschaffungskosten bzw. Herstellkosten bewertet worden. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und/oder niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Wertabschläge berücksichtigt (Niederstwertprinzip | Reichweitenverfahren). In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet, d.h. soweit die voraussichtlichen Verkaufspreise abzüglich der bis zum Verkauf anfallenden Kosten zu einem niedrigeren beizulegenden Wert führen, wurden entsprechende Abwertungen vorgenommen. Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen des Geschäftsjahres von EUR 100.807,90 werden zum Nennbetrag angesetzt und gemäß § 268 Absatz 5 HGB offen von den übrigen Vorräten abgesetzt. Forderungen sowie sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert angesetzt. Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen. Uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben. Zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos wird eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1,0 % auf die nicht einzelwertberichtigten Nettoforderungen gebildet. Rückdeckungsversicherungsansprüche, die nicht die Voraussetzungen als Deckungsvermögen erfüllen und daher nicht mit den Pensionsrückstellungen saldiert werden, werden auf Basis der Mitteilungen der Versicherer mit den fortgeführten Anschaffungskosten (Deckungskapital zuzüglich Überschussbeteiligung) zum Bilanzstichtag bewertet und unter den sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesen. Die flüssigen Mittel sind zum Nennwert am Bilanzstichtag angesetzt. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert. Die Rückstellungen für Pensionen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnung nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Method) unter Berücksichtigung der Richttafeln von Dr. Klaus Heubeck 2018 G bewertet. Sie werden pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank (Stand: 30.11.2021) veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Dieser Zinssatz beträgt 1,87 %. Zudem wurden bei der Ermittlung der Pensionsrückstellungen jährliche Lohn- und Gehaltssteigerungen von 0,0 % und Rentensteigerungen von 0,50 % p.a. berücksichtigt, sowie eine Fluktuation in Höhe von 0 % p.a. unterstellt. Die Verpflichtungen aus Pensionen werden mit den Vermögensgegenständen, die ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgung dienen und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind (sog. Deckungsvermögen), verrechnet. Die Bewertung des Deckungsvermögens erfolgt zum beizulegenden Zeitwert. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Die Bewertung erfolgt jeweils in Höhe des Erfüllungsbetrags, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit einem laufzeitadäquaten Marktzins auf Basis einer durchschnittlichen Restlaufzeit abgezinst. Jubiläumsrückstellungen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnungen nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Method) unter Verwendung eines Rechnungszinssatzes für eine pauschale Restlaufzeit von 15 Jahren in Höhe von 1,35 % (Stand 30. November 2021) verwendet. Daneben wird eine Fluktuationsrate von 4,5 % berücksichtigt. Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr betreffenden Gewerbesteuer- und Körperschaftsteuerberechnungen. Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag passiviert. Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem historischen Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung erfasst. Kurzfristige Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Latente Steuern werden auf die Unterschiede in den Bilanzansätzen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz angesetzt, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Darüber hinaus werden aktive latente Steuern auf die bestehenden körperschaft- und gewerbesteuerlichen Verlustvorträge sowie auf steuerliche Zinsvorträge im Sinne des § 4h EStG i.V. m. § 8a KStG gebildet, soweit innerhalb der nächsten fünf Jahre eine Verlustverrechnung zu erwarten ist. Aktive und passive latente Steuern werden saldiert ausgewiesen. Der Steuersatz beträgt 24,08%, die sich in der Steuerrückstellung widerspiegeln. Im Falle eines Aktivüberhangs der latenten Steuern zum Bilanzstichtag wird von dem Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB kein Gebrauch gemacht. III. Angaben zur Bilanz 1.Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt. 2.Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren in Höhe von EUR 44.540,24 aus dem Verkehr von Lieferungen und Leistungen. Weiterhin besteht eine Forderung in Höhe von EUR 1.924.934,42 aus dem Cash-Pool-Vertrag mit JELD-WEN, Oettingen vom 17.12.2018. 3.Eigenkapital Bei der Kapitalrücklage handelt es sich in Höhe von EUR 18.251,46 um eine Kapitalrücklage nach § 272 Abs. 2 Nr. 1 HGB sowie in Höhe von EUR 366.000,00 um eine Kapitalrücklage nach § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB. Der Unterschiedsbetrag aus der Bewertung der Pensionsrückstellungen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen 10 Jahre anstatt von 7 Jahren in Höhe von EUR 127.022,00 ist ausschüttungsgesperrt. 4. Rückstellungen für Pensionen Rückstellungspflichtige Pensionsverpflichtungen bestehen zum Bilanzstichtag in Höhe von EUR 1.814.119. Diese wurden mit Deckungsvermögen (Zeitwert) in Höhe von EUR 494.619,62 gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB verrechnet. Als Deckungsvermögen wurden verpfändete Rückdeckungsversicherungen klassifiziert. Zusätzlich wurde eine nicht verpfändete Rückdeckungsversicherung EUR 202.696,31 (Zeitwert) auf der Aktivseite ausgewiesen. Die Erträge/Aufwendungen aus dem Deckungsvermögen wurden mit den Zinszuführungen gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB saldiert. Der sich ergebenden Saldo von EUR 12.144,44 ist im Finanzergebnis unter dem Posten "Zinsen und ähnliche Aufwendungen" enthalten. 5.Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:
6. Verbindlichkeiten Gegliedert nach Restlaufzeiten bestehen folgende Verbindlichkeiten (ohne erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen):
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren in Höhe von EUR 1.098.099,29 aus dem Liefer- und Leistungsverkehr. Die sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von EUR 2.336.907,23 enthalten Verbindlichkeiten aus Steuern und Löhnen in Höhe von EUR 1.132.582,79 sowie im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von EUR 22.351,81. 7. Latente Steuern Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2021 ergibt sich nach Saldierung der aktiven und passiven latenten Steuern (Gesamtdifferenzenbetrachtung) ein Aktivüberhang der latenten Steuern. Die Gesellschaft macht von dem Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB keinen Gebrauch, so dass sich insgesamt kein Ausweis latenter Steuern in der Bilanz ergibt. Die ermittelten aktiven und passiven latenten Steuern resultieren aus folgenden temporären Differenzen bzw. steuerlichen Verlustvorträgen:
IV. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung 1.Umsatzerlöse Gegliedert nach geographisch bestimmten Märkten verteilen sich die Umsatzerlöse wie folgt:
Die Umsatzerlöse teilen sich nach Produktgruppen wie folgt auf:
2.Zinsen und ähnliche Aufwendungen Der Aufwand aus der Abzinsung der Pensions- und Jubiläumsrückstellung beträgt EUR 12.144,44 (VJ 47.950,00 €). V. Sonstige Angaben 1.Mitarbeiter Während des Geschäftsjahres waren im Durchschnitt beschäftigt (ohne Geschäftsführer):
2.Geschäftsführung Geschäftsführer der Gesellschaft waren Herr Guido Budde (Dipl. Elektro-Ingenieur), Emsdetten und Lisa Marie Oxnard (Finanzbuchhalterin); Nottingham, Vereinigtes Königreich. Sie wurden per Gesellschafterbeschluss im Juni 2020 als Geschäftsführer bestellt. Eine Befreiung nach §181 wurde nicht erteilt. Von der Angabe der Geschäftsführerbezüge wird unter Bezugnahme auf § 286 Abs. 4 HGB abgesehen. 3.Abschlussprüferhonorar Für den Abschlussprüfer wurden für das Geschäftsjahr folgende Honorare im Aufwand erfasst:
4.Sonstige finanzielle Verpflichtungen Aufgrund von bereits abgeschlossenen Rechtsgeschäften ergeben sich zum Bilanzstichtag folgende Verpflichtungen aus Miet-, Pacht- und Leasingverträgen:
5.Ergebnisverwendung Das Geschäftsjahr 2021 schließt mit einem Jahresüberschuss in Höhe von EUR 2.119.129,23 ab. Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresgewinn auf neue Rechnung vorzutragen. 6.Gesellschafter und Konzernverhältnisse Der Jahresabschluss der BOS GmbH wird als 100 prozentige Tochtergesellschaft der JELD-WEN Deutschland Holding GmbH, Oettingen in den Konzernabschluss der JELD-Wen ApS, Dänemark (kleinster Konsolidierungskreis) einbezogen. Der Konzernabschluss ist am Sitz dieser Gesellschaft erhältlich und wird im elektronischen Firmenregister in Dänemark unter der Registernummer 10276802 bekannt gemacht. Die JELD-WEN Holding Inc. mit Sitz in Charlotte, North Carolina, USA stellt den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen auf. Der Konzernabschluss (Form 10-K) wird auf der Internetseite des Mutterunternehmens unter www.investors.jeld-wen.com veröffentlicht. 7.Nachtragsbericht Zum Zeitpunkt der Aufstellung des Jahresabschlusses besteht das Risiko, dass sich die jüngsten Entwicklungen im Ukraine-Krieg negativ auf die Geschäftstätigkeit der BOS GmbH auswirken. Dies kann sich aus weiter drastisch steigenden Rohstoffpreisen aber auch aus Versorgungsengpässen in der Lieferkette resultieren. Die konkreten Auswirkungen lassen sich zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht abschließend beurteilen. Sowohl in Russland als auch in der Ukraine hat die BOS GmbH keine direkten geschäftlichen Tätigkeiten. Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten und weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind, liegen nicht vor.
Emsdetten, 15. Juni 2022 BOS GmbH Guido Budde, Geschäftsführer Lisa Marie Oxnard, Geschäftsführerin Entwicklung des Anlagevermögens 2021
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die BOS GmbH, Emsdetten Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der BOS GmbH, Emsdetten, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2021 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der BOS GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Nürnberg, den 15. Juni 2022 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Christian König, Wirtschaftsprüfer ppa. Niclas Maaß, Wirtschaftsprüfer Der Jahresabschluss zum 31.12.2021 wurde am 30.06.2022 festgestellt. |
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