Stammdaten

Register
Amtsgericht Wuppertal HRB 30072
Vorher
HELIOS Catering Bayern GmbH
Eingetragen
1.9.2014
Branche
Managementtätigkeiten von sonstigen HoldinggesellschaftenBeteiligungsgesellschaftenSonstige Caterer und Erbringung sonstiger Verpflegungsdienstleistungen
Gegenstand
Das Halten und Verwalten von Beteiligungen aller Art an Gesellschaften jeder Rechtsform, die Entwicklung und Realisierung von Speisenversorgungssystemen, inklusive deren Vermarktung, Vertrieb und Betrieb in Einrichtungen mit Gemeinschaftsverpflegung jeglicher Art sowie die Erbringung von Personaldienstleistungen.

Finanzübersicht

Historie

Keine Bekanntmachungen für diesen Filter verfügbar

Management

NameRolle
Till Braumann
seit 6.10.2025
Geschäftsführer
Dirk Schuhmacher
seit 5.8.2019
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
HELIOS Kliniken GmbH
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Helios Catering GmbH
Germany
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Helios Catering West GmbH

Wuppertal

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

1. Grundlagen des Unternehmens

Die Helios Catering West GmbH erbringt Cateringdienstleistungen für die Helios Kliniken der Region West sowie in geringem Umfang für externe Kunden.

Zum Leistungsangebot der Gesellschaft gehören im Wesentlichen folgende Dienstleistungen:

Patientenversorgung

Menüwunscherfassung

Stationsservice

Cafeteria

Ernährungsberatung

Konferenzservice

Zur Helios Region West gehörten im abgelaufenen Geschäftsjahr 17 Kliniken der Akutversorgung sowie eine Rehabilitationsklinik und ein Altenheim. Darüber hinaus wurde die ehemals zu Helios gehörende Kinder- und Jugendpsychiatrie in Bochum sowie im ehemaligen Helios-Akutkrankenhaus in Bochum untergebrachte Flüchtlinge versorgt.

2. Wirtschaftsbericht

2.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene

Rahmenbedingungen 1

Als Catering-Dienstleister für Krankenhäuser innerhalb des Helios-Konzerns, unterliegt die Gesellschaft nicht direkt den üblichen gesamtwirtschaftlichen und branchenspezifischen Einflüssen. Im Wesentlichen ist die Entwicklung des Umsatzes abhängig von der Patientenentwicklung in den Kliniken, die sich in der Cateringgesellschaft vor allem in den Beköstigungstagen niederschlägt.

Das Marktvolumen für Akutkrankenhäuser in Deutschland umfasste 2022, gemessen an den Bruttogesamtkosten, rund 128 Mrd € 2 . Davon entfielen etwa 61 % auf Personal- und 38 % auf Sachkosten, die sich jeweils um rund 6 % bzw. 4 % erhöhten.

Helios Deutschland ist auf Basis von Fallzahlen mit rund 6 % 3 das führende Unternehmen im deutschen Markt für Akutkrankenhäuser. Die Kliniken von Helios konkurrieren vorwiegend mit Einzelkrankenhäusern oder lokalen und regionalen Klinikverbünden. Private Wettbewerber sind u. a. Asklepios Kliniken, Sana Kliniken und Rhön-Klinikum.

Die Zahl der stationären Behandlungsfälle in den deutschen Krankenhäusern war im Jahr 2022 erstmals seit Beginn der Corona-Pandemie wieder gestiegen. Insgesamt wurden 16,8 Millionen Fälle behandelt. Dennoch lag der Wert mit rund 13 % unter dem vorpandemischen Jahr 2019.

Für den Anstieg in der Vergütung von Krankenhausleistungen im deutschen Abrechnungssystem nach Fallpauschalen (DRG-System) ist u. a. der sogenannte Veränderungswert maßgeblich. Er wird jährlich neu ermittelt. Für das Jahr 2023 lag der Veränderungswert bei 4,32 % (2022: 2,32 %).

Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die wirtschaftliche Situation der deutschen Krankenhäuser verschlechtert. 54 % der deutschen Krankenhäuser haben im Jahr 2022 Verluste geschrieben (2021: 43 %). Der Anteil der Krankenhäuser mit einem Jahresüberschuss lag nur noch bei 35 % (2021: 44 %). Ausschlaggebend für die sich verschlechternde wirtschaftliche Lage sind insbesondere die inflationsbedingten allgemeinen Kostensteigerungen.

Zur finanziellen Unterstützung wurden den Krankenhäusern in Deutschland für inflationsbedingte Mehrkosten im Jahr 2023 Ausgleichs- und Erstattungsbeträge aus der Liquiditätsreserve des Gesundheitsfonds zur Verfügung gestellt. Für die Ermittlung der Höhe der Erstattungsbeträge melden die Krankenhäuser die direkten Kosten für den Bezug von Erdgas und Strom an die Krankenhausplanungsbehörden. Zum Vergleich werden die Energieabschläge für den Monat März 2022 herangezogen. Die finanzielle Unterstützung, die sich auch auf 2024 erstreckt, beläuft sich insgesamt auf 1,5 Mrd € krankenhausindividuelle Erstattungsbeträge und auf 4,5 Mrd € pauschale Ausgleichszahlung nach Anzahl der aufgestellten Betten (indirekte Kosten).

Zu der wirtschaftlich und finanziell oft schwierigen Situation kommt ein enormer Investitionsbedarf. Das Deutsche Krankenhausinstitut (DKI) schätzt, dass sich der jährliche Investitionsbedarf der deutschen Krankenhäuser auf rund 7 Mrd € beläuft.

Zentrales Thema im deutschen Krankenhaussektor in 2023 war die geplante Krankenhausstrukturreform. Ziel der Reform ist es, die Krankenhauslandschaft in Deutschland grundlegend umzugestalten. Das aktuelle System der rein mengenabhängigen Vergütung über Fallpauschalen soll verändert werden. So ist geplant, die Vergütung nach Fallpauschalen auf 40 % zu begrenzen. Durchschnittlich 60 % der Vergütung sollen zukünftig über sogenannte Vorhaltepauschalen (inklusive Pflegebudget) leistungsunabhängig verteilt und an bestimmte Leistungsgruppen gekoppelt werden.

Die Umstellung auf die Vorhaltekosten soll über mehrere Jahre sukzessive erfolgen. Seitens der Krankenhäuser wird angeführt, dass sich das Konzept in der aktuellen Form nach wie vor ausschließlich mit den Betriebskosten befasst, nicht aber mit der adäquaten Finanzierung der Investitionskosten.

Im Juli 2023 haben sich Bund und Länder auf ein Eckpunktepapier der Krankenhausreform geeinigt. Ende 2023 hat das Bundesministerium für Gesundheit einen Arbeitsentwurf für ein Gesetz vorgelegt. Der Arbeitsentwurf liegt zurzeit bei den beteiligten Ländern zur Prüfung. Das geplante Gesetz soll frühestens im 1. Quartal 2024 in Kraft treten.

Der Fachkräftemangel bzw. Stellenbesetzungsprobleme in der Pflege stellten auch 2023 eine Herausforderung für die stationäre Krankenhausversorgung in Deutschland dar.

Erstmals im Jahr 2023 konnten Tagesbehandlungen ohne Übernachtung im Krankenhaus über Fallpauschalen abgerechnet werden. Dadurch sollen Nachtdienste vor allem in der Pflege verringert werden, um zusätzliche Kapazitäten beim Pflegepersonal in der Tagschicht zu schaffen.

Neben den inflationsbedingten Kostensteigerungen, dem Fachkräftemangel und den Veränderungen im regulatorischen Umfeld ist die Digitalisierung für den Krankenhaussektor in Deutschland eine weitere Herausforderung. Gleichzeitig bietet sie enorme Chancen, indem z. B. Prozesse stärker standardisiert und automatisiert werden. Neue Technologien bieten die Möglichkeit, Effizienzpotenziale bei mindestens gleichbleibender, häufig sogar höherer Qualität zu erschließen und dabei die Kosten zu senken. Es wird geschätzt, dass allein in Deutschland durch die Digitalisierung rund 12 % 4 der gesamten Ausgaben für Gesundheit und Patientenversorgung eingespart werden können.

2.2. Geschäftsverlauf

Die für 2023 geplanten Beköstigungstage von 1.820.973 konnten im abgelaufenen Geschäftsjahr um 12.509 Beköstigungstage übetroffen werden. Zudem wurde der für Wahlleistungsstationen und Privatkliniken geplante Mehraufwand von 257.475 Beköstigungstagen um 25.061 Beköstigungstage übertroffen. Das Vorjahr konnte um 61.282 Beköstigungstage bzw. 17.520 Mehraufwand-Beköstigungstage übertroffen werden.

Entsprechend der Beköstigungstage konnten auch die geplanten IFRS-Umsatzerlöse von TEUR 33.331 um TEUR 1.839 übertroffen werden. Mit einem EBIT von TEUR 655 wurde das geplante EBIT jedoch um TEUR 51 leicht unterschritten, was vor allem auf einen hohen Wareneinsatz zurückzuführen ist. Bei den eingesetzten Lebensmitteln wurde der Planwert von TEUR 14.069 um TEUR 2.227 verfehlt.

Unterschiede zwischen den Erlösen nach HGB und nach IFRS bestehen lediglich darin, dass Erlöse aus Rückvergütungen, Boni, Erstattungen durch das Personal sowie Erträge aus geldwertem Vorteil nach HGB den Umsatzerlösen zugeordnet sind. Dies betraf im Geschäftsjahr TEUR 13 (Vj. TEUR 12).

2.3 Lage

Ertragslage

Die Helios Catering West GmbH hat im Geschäftsjahr 2023 Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 35.183 (Vj. TEUR 28.647) erzielt. Gegenüber dem Vorjahr ist dies ein Zuwachs um TEUR 6.537, der im Wesentlichen auf die Normalisierung des Krankenhausbetriebs nach der Corona-Pandemie zurückzuführen ist. Die Umsatzerlöse werden vor allem durch Leistungserbringung an den Heliosstandorten der Region West erzielt und betreffen zu rund 87 % die Versorgung der Patienten.

Da das Leistungsspektrum an allen Standorten ähnlich ist, richten sich die Höhe der Umsatzerlöse, der Personalkosten und der sonstigen betrieblichen Aufwendungen nach der Größe des jeweiligen Leistungsempfängers. An den Standorten Duisburg, Wuppertal (bis Mitte 2024), Siegburg, Niederberg, Krefeld, Lengerich, Hildesheim, Northeim und Wipperfürth befindet sich zudem jeweils eine Küche, so dass hier entsprechend ein größerer Anteil an Personalkosten und Sachkosten entsteht. Die anderen Standorte werden durch diese Küchen mitbeliefert. Mitte 2024 wurde die Verteilerküche in Wuppertal geschlossen und in neue Räumlichkeiten am Standort Niederberg verlagert. In diesem Zusammenhang wurde auch die Versorgung des Wipperfürther Klinikums integriert.

Der Personalaufwand stieg von TEUR 12.911 in 2022 auf TEUR 15.039 in 2023, was einer Steigerung von 16,47 % entspricht.

Der Materialaufwand stieg von TEUR 13.899 auf TEUR 16.986 und damit um 22,21 %.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen i. H. v. TEUR 2.640 haben sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 475 erhöht (Vj. TEUR 2.165). Darin enthalten sind die Betriebskostenumlagen für die Verteilerküchen. Jede Verteilerküche versorgt neben den Patienten der eigenen Betriebsstätte eine oder mehrere andere Helios-Betriebsstätten. Bei der Betriebskostenumlage handelt es sich um ein Instrument, um die Betriebsstätten, die von einer der Verteilerküchen versorgt werden, anteilig in Abhängigkeit der Beköstigungstage an den Betriebskosten zu beteiligen.

Insgesamt wird für das Geschäftsjahr 2023 ein Jahresergebnis in Höhe von TEUR 489 ausgewiesen (Vj. TEUR 327).

Vermögenslage

Die Vermögensstruktur zeigte folgende Entwicklung:

2023 2022 Veränderungen
T€ % T€ % T€ %
Vermögen
Sachanlagevermögen 2 0,0 1 0,0 1 209,8
Langfristige Forderungen 1 0,0 1 0,0 0 0,0
Langfristiges Vermögen 3 0,0 1 0,0 2 147,1
Vorräte 587 9,8 443 8,8 144 32,6
Kurzfristige Forderungen 5.361 89,1 4.573 90,8 789 17,2
Flüssige Mittel 65 1,1 21 0,4 45 216,6
Kurzfristiges Vermögen 6.014 100,0 5.036 100,0 978 19,4
6.017 100,0 5.038 100,0 979 19,4

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im Anhang dargestellt.

Die Bilanzsumme von TEUR 6.017 (Vj. TEUR 5.038) betrifft mit 89,1% (Vj. 90,8 %) kurzfristige Forderungen. Diese Forderungen bestehen im Wesentlichen gegenüber verbundenen Unternehmen aus der Erbringung der Catering-Dienstleistungen und aus Cashpoolforderungen. Zudem entfallen 9,8 % (Vj. 8,8 %) auf Vorräte.

Wesentliche Investitionen des Geschäftsjahres

In der Helios Catering West GmbH gab es im Geschäftsjahr 2023 keine wesentlichen Investitionen.

Die Betriebsmittel (insb. Küchen und Cafeterien) gehören zum Anlagevermögen der Kliniken.

Kapitalstruktur

Im Einzelnen zeigte die Kapitalstruktur folgende Entwicklung:

2023 2022 Veränderungen
T€ % T€ % T€ %
Kapital
Eigenkapital 1.061 17,6 572 11,4 489 85,5
langfristige Rückstellungen 39 0,6 36 0,7 3 8,4
Langfristiges Fremdkapital 39 0,6 36 0,7 3 8,4
Langfristiges Kapital 1.100 18,3 607 12,1 492 81,0
kurzfristige Rückstellungen 3.223 53,6 1.683 33,4 1.540 91,5
kurzfristige Verbindlichkeiten 1.695 28,2 2.747 54,5 -1.052 -38,3
Kurzfristiges Fremdkapital 4.917 81,7 4.430 87,9 487 11,0
Kurzfristiges Kapital 4.917 81,7 4.430 87,9 487 11,0
6.017 100,0 5.038 100,0 979 19,4

Die Eigenkapitalquote der Gesellschaft beträgt 17,6% (Vj. 11,4 %).

Das Fremdkapital ist mit 81,7%(Vj. 87,9 %) kurzfristig. Von den kurzfristigen Verbindlichkeiten betreffen TEUR 206 (Vj. TEUR 372) Lieferungen und Leistungen gegenüber verbundene Unternehmen. TEUR 3.223 (Vj. TEUR 1.683) betreffen kurzfristige Rückstellungen. Die kurzfristigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen ausstehende Rechnungen (TEUR 1.927), die Verlagerung der Verteilerküche von Wuppertal nach Velbert (Niederberg) (TEUR 667), nicht genommene Urlaubstage (TEUR 285) sowie Mehrarbeit (TEUR 112), Berufsgenossenschaft (TEUR 38) und Boni (TEUR 16).

Finanzlage

Die Liquidität der Gesellschaft ist durch die Teilnahme am Cash-Pooling der Helios-Gruppe jederzeit gesichert.

Cash Flow

TEUR
Finanzmittelbestand am 01.01.2023 21
Mittelzu/ -abfluss aus laufender Geschäftstätigkeit 1.252
Mittelzu/ -abfluss aus Investitionstätigkeit -4
Mittelzu/ -abfluss aus Finanzierungstätigkeit -1.204
Finanzmittelbestand am 31.12.2023 65

Zum Stichtag weist die Gesellschaft Cashpoolforderungen in Höhe von TEUR 2.293 (Vj. TEUR 1.089) aus.

Der Finanzmittelbestand zum 31.12.2023 hat sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 44 erhöht. Die Kapitalflussrechnung zeigt, dass der negative Cash-Flow aus Investitions- und Finanzierungstätigkeit in Höhe von insgesamt TEUR 1.208 durch den Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit in Höhe von TEUR 1.252 ausgeglichen wurde. Insofern ist die Finanzlage geordnet.

Insgesamt schätzen wir die Geamtentwicklung als günstig ein.

3. Risiko-, Prognose- und Chancenbericht

3.1 Risikobericht

Die Helios Catering West GmbH ist eingebunden in das gruppenweite Risikomanagementsystem der Helios-Gruppe.

Da die Leistungsempfänger die Helios Kliniken der Region West sind und die angeforderten Leistungsmengen abhängig von der Entwicklung der Kliniken sind, gelten für die Helios Catering West GmbH die gleichen Risiken wie für die Krankenhäuser.

Unserer Einschätzung nach zeichnen sich zukünftig folgende Risiken ab:

Marktrisiken

Die branchenüblichen Marktrisiken werden für die Gesellschaft dadurch begrenzt, dass die Leistungen zum weit überwiegenden Teil durch Unternehmen des Helios-Konzerns in Anspruch genommen werden. Risiken könnten sich daher aus einer Reduzierung des Auftragsvolumens der Gesellschaften des Helios-Konzerns ergeben. Das Risiko der Reduzierung des Auftragsvolumens ist aktuell als gering einzustufen. Auf der anderen Seite kann eine Ausweitung der Geschäftstätigkeit nur dann realisiert werden, wenn sich das Auftragsvolumen aufgrund der Erweiterung bestehender bzw. durch den Abschluss neuer Dienstleistungsverträge vergrößert.

Betriebsrisiken

Individuelle Risiken der Gesellschaft werden aus dem laufenden Betrieb finanziert und Rechtsstreitigkeiten zentral kommuniziert und überwacht. Notwendige Maßnahmen sowie daraus resultierende finanzielle Auswirkungen können damit rechtzeitig identifiziert werden. Aufgrund der konzerninternen Dienstleistungen sind keine wesentlichen Betriebsrisiken erkennbar.

Gesetzliche und vertragliche Risiken

Im Juli 2021 trat das Gesundheitsversorgungsweiterentwicklungsgesetz (GVWG) in Kraft. Damit hat der Gesetzgeber die gesetzliche Grundlage dafür geschaffen, dass auch die Pflegebudgets seit dem Jahres 2021 nach den neuen Regelungen zu verhandeln sind.

Die Auswirkungen der Gesetzesänderungen resultieren darin, dass Teile des Pflegebudgets auf den Personalbestand des Jahres 2018 "eingefroren" werden. Darüberhinausgehendes Personal kann nicht mehr im Pflegebudget berücksichtigt werden.

Ab dem Jahr 2025 sollen nur noch Pflegekräfte mit einer 1-3-jährigen Pflegeausbildung im Rahmen des Pflegebudgets finanziert werden. Pflegehilfskräfte, mit einer Ausbildung von unter einem Jahr werden ab 2025 wieder im Rahmen der DRGs finanziert. Dies hat zu einer Reduzierung des Leistungsumfangs gesorgt, da die Menüwunscherfassung nun in weiten Teilen durch die Kliniken selbst erfolgt bzw. in 2025 erfolgen soll.

Fachkräftemangel

Die zeitweise Schließung von Gastronomiebetrieben während der Corona-Pandemie hat sich negativ auf die Verfügbarkeit von potentiellen Mitarbeitenden und Bewerbungen ausgewirkt.

Anders als zunächst vermutet sind weniger Arbeitskräfte verfügbar, weil viele ehemalige Arbeitskräfte der Branche dauerhaft den Rücken zugekehrt haben.

Helios begegnet diesen Entwicklungen mit entsprechenden Personalmarketing-, Recruiting-, Bindungs- und Personalentwicklungsmaßnahmen.

Finanzrisiken

Die Monats-, Quartals- und Jahresergebnisse der Helios Catering West GmbH werden nach einheitlichen Vorgaben der Helios-Gruppe aufgestellt. Aufwendungen, Erträge und branchenrelevante Kennzahlen werden dabei analysiert und im Zeitablauf verglichen. Eine negative Entwicklung kann so frühzeitig erkannt und soweit erforderlich gegengesteuert werden.

IT-Risiken und Cyber-Risiken

Die Risiken werden im Rahmen des nach ISO/IEC 27001:2013 zertifizierten Informationssicherheitsmanagementsystems kontinuierlich erfasst, priorisiert und entsprechend behandelt. Zudem unterstützt das Fresenius-weite Cybersecurity Programm "Care" die Verbesserung der Risikoerkennung segmentübergreifend.

Covid-19 Pandemie

Seit dem ersten Quartal 2020 breitet sich das Coronavirus weltweit weiter aus (Coronavirus-Pandemie). Als Servicegesellschaft der Helios-Gruppe ist die Gesellschaft indirekt ebenfalls betroffen. Im Zuge dieser Pandemie wurden ordnungspolitisch viele Maßnahmen getroffen, die unsere wirtschaftliche Betätigung eingeschränkt haben und weiterhin einschränken.

Zudem ist die Ertragslage der Gesellschaft abhängig von der Auslastung der Kliniken, für die sie Dienstleistungen erbringt. Ein Rückgang der Patientenzahlen kann sich negativ auswirken. Bisher ist dies nicht erkennbar.

Die Gesellschaft erwartet, dass die Pandemie keinen wesentlich nachteiligen Einfluss auf das operative Ergebnis in 2023 haben wird. Zwar gibt es Umsatzrückgänge wegen Covid-19 bedingter Leistungsrückgänge bei unseren Leistungsempfängern, jedoch reduzierten sich infolge der Leistungsreduktion auch unsere variablen und in Teilen auch unsere sprungfixen Kosten. Einschränkungen der Besucherregelungen in den Kliniken der Region West haben sich in den ersten Monaten in 2023 noch negativ ausgewirkt, wurden aber mittlerweile vollständig aufgehoben.

Aufgrund der durch den Helios-Konzern sichergestellten Finanzierung und der Geschäftstätigkeit der Servicegesellschaft bestehen keine bestandgefährdenden Risiken.

Datenschutz

Datenschutzrisiken werden in der Helios Kliniken Gruppe laufend überwacht. Das Helios Datenschutz-Management-System definiert in diesem Zusammenhang einen Katalog diverser Überwachungsinstrumente. Ein besonderer Fokus liegt wegen des Geschäftsgegenstandes auf der Verarbeitung besonderer Kategorien personenbezogener Daten, die im Hinblick auf die auch strafrechtlichem Schutz unterliegenden Patientendaten besonders risikobehaftet ist.

Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz (LkSG)

Helios hat die ab 1. Januar 2023 geltenden Anforderungen des LkSG umgesetzt. Die relevanten Instrumente für das Risikomanagement, Risikoprävention und Beschwerdemanagement wurden in 2022 konzipiert und in 2023 erfolgreich angewendet. Konkret, das auf Fresenius Gruppe einheitliche Vorgehen zur erforderlichen Analyse, Berichterstattung und Dokumentation. Zusätzlich wurde gem. der Risikoprävention, aufgrund von Hinweisgebern, eine Produktgruppe und die relevanten Geschäftspartner erfolgreich überprüft und keine potenziellen Risiken identifiziert.

Helios agiert zum LkSG bei geschäftsspezifischen Themen wie bspw. der Lieferketten als eigenständiger Bereich. Gleichzeitig ist Helios aktives Mitglied der Arbeitsgruppen und Gremien innerhalb der Fresenius Gruppe zu den Themen Nachhaltigkeit, Risikomanagement und hier insbesondere Human Rights Risk Assessment.

Ukraine Konflikt

Die Risiken, die sich aus der derzeitigen politischen Lage für die Entwicklung der Helios Catering West GmbH ergeben werden von der Geschäftsführung fortlaufend sowie ad hoc bei relevanten Lageänderungen neu bewertet.

Der Ukraine Konflikt hat die Rahmenbedingungen auf den Energiemärkten grundlegend verändert und in einem hoch volatilen Energiemarkt zu erhöhten Energiemarktpreisen geführt. Diese Situation führte zur umfassenden Verabschiedung entsprechender gegenwirkender gesetzlicher energiewirtschaftlicher Regelungen.

Die Gesamtsituation, staatliche Ausgleichs- und Erstattungszahlungen einzubehalten, wurde seitens des Mutterkonzerns Fresenius umfassend geprüft und führte zu einem abgestimmten Vorgehen über die eingesetzte Energie Task Force. Der Vorstand des Mutterkonzerns FSE hat entschieden, die im Rahmen des so genannten "Entlastungspakets Energiehilfen" erhaltenen staatlichen Ausgleichs- und Erstattungszahlungen für Krankenhäuser einzubehalten und die damit verknüpften Restriktionen umzusetzen.

Die Annahme der Ausgleichs- und Erstattungszahlungen führen zu einer deutlichen Kompensation der Energie-Mehrkosten von Helios Deutschland im Jahr 2023. Positiv wirkte sich auch die durch die HKG Energiedienstleistungen GmbH ausgerollte Energiesparkampagne aus, die den Energieverbrauch der Einrichtungen spürbar senkte.

Alle vorgenannten Maßnahmen nebst einer intelligenten Beschaffungsstrategie führten insgesamt zu einer beherrschbaren Kostensituation im Gesamtenergiebereich.

Sowohl die weltweiten Krisen wie beispielsweise der Angriffskrieg auf die Ukraine und der Nahostkonflikt als auch die Inflation haben mittelbar und unmittelbar Einfluss auf unsere Lieferketten und auf unser Preisgefüge in der Beschaffung sowie auf unsere Logistik im Kontext der Sicherstellung der Versorgungssicherheit unserer Kliniken. Die Struktur unserer Beschaffungsverträge sichert uns aktuell teilweise gegen kriegs- bzw. inflationsinduzierte Preissteigerungen ab. Eine reduzierte Verfügbarkeit von Produkten durch beispielsweise eingeschränkten Zugang zu Rohstoffen für die herstellenden Unternehmen ist teilweise vorhanden, wobei es jedoch durch wirksame Gegenmaßnahen nur zu vereinzelten temporären Einschränkungen in der Versorgung der Kliniken gekommen ist. Veränderungen in den versorgungsrelevanten Rahmenbedingungen wie bspw. die europäische Medical Device Regulation führen in der Branche darüber hinaus teilweise zu weiteren Herausforderungen in den Lieferketten.

Die Preisentwicklungen einzelner versorgungskritischer Bereiche, insbesondere bei Energie, Kraftstoffen, einzelnen Rohstoffen und Nahrungsmitteln wurden in 2023 teilweise ergebniswirksam.

3.2. Prognose- und Chancenbericht

Die Servicebereiche werden stetig Standort- bzw. branchenbezogen im Hinblick auf Qualität und Kosten überprüft.

In 2023 erzeilte die Gesellschaft ein IFRS-EBIT von TEUR 655 und ein vergleichbares Ergebnis vor Zinsen und Steuern nach HGB in Höhe von TEUR 652. Somit wurde das geplante Ergebnis mit einer Unterschreitung von ca. TEUR 51 nahezu erreicht. Somit kann das Jahre 2023 als zufriedenstellend beurteilt werden.

In 2024 plant die Gesellschaft mit einem IFRS-EBIT von TEUR 779, welches aufgrund der bisherigen Entwicklung des Geschäftsjahres voraussichtlich erreicht wird.

Wir gehen jedoch auch davon aus, dass die Zahl der stationären Krankenhausbehandlungen in Deutschland zukünftig insbesondere aufgrund einer zunehmenden Leistungserbringung im ambulanten Bereich sowie der zunehmenden Akzeptanz und Nutzung digitaler Gesundheitsangebote tendenziell stagnieren bzw. sich rückläufig entwickeln wird. Dies wirkt sich in der Folge negativ auf die durch die Gesellschaft zu erbringenden Leistungen aus, sowohl in Bezug auf die Versorgung der Patienten auf den Stationen als auch der Besucher in den Cafeterien. Direkte Auswirkungen in 2025 sehen wir jedoch noch nicht.

4. Erklärung zur Unternehmensführung

Die Angaben zur Festlegung der Zielgrößen für den Frauenanteil in Führungspositionen und im Aufsichtsrat sowie Fristen zu deren Erreichung gemäß § 289f Absatz 2 Nr. 4 HGB i. V. m. § 289f Absatz 4 HGB für Gesellschaften der Helios-Gruppe, die die Regelungen des Gesetzes zur gleichberechtigten Teilhabe von Frauen und Männern anzuwenden haben, sind auf der Internetseite von Helios www.helios-gesundheit.de veröffentlicht worden.

 

Wuppertal, 25. November 2024

Dirk Schuhmacher, Geschäftsführer

Michael Hofmann, Geschäftsführer

1 Jeweils aktueller Stand der verfügbaren Daten bezieht sich auf das Jahr 2022, da keine neueren Daten veröffentlicht wurden: Statistisches Bundesamt, Daten für 2022; Deutsches Krankenhausinstitut (DKI) 2023, Krankenhaus Barometer 2023.
2 Der Markt ist definiert durch Bruttogesamtkosten der Akutkrankenhäuser abzüglich wissenschaftlicher Forschung und Lehre.
2
3 Gemessen an den Fallzahlen von Helios Deutschland (Akutbereich) in 2022 im Verhältnis zu den Fallzahlen in Deutschland (Statistisches Bundesamt, Daten für 2022).
4 Digitalisierung in deutschen Krankenhäusern McKinsey&Company, Healthcare September 2018

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023
31.12.2022
A. Anlagevermögen
I. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.890,47 612,06
1.890,47 612,06
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 587.285,94 442.939,80
587.285,94 442.939,80
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 155.675,17 387.310,97
2. Forderungen gegenüber Gesellschaftern 103,00 0,00
3. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 4.991.270,76 3.987.526,01
4. Sonstige Vermögensgegenstände 239.529,17 198.530,14
5.386.578,10 4.573.367,12
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 65.247,87 20.611,30
6.039.111,91 5.036.918,22
6.041.002,38 5.037.530,28

Passiva

31.12.2023
31.12.2022
A. Eigenkapital
1. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
2. Kapitalrücklage 236.592,53 236.592,53
3. Gewinnrücklage 5.000,00 5.000,00
4. Gewinnvortrag 305.223,96 -22.085,20
5. Jahreüberschuss 488.757,18 327.309,16
1.060.573,67 571.816,49
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 90.380,93 182.505,97
2. Sonstige Rückstellungen 3.170.809,33 1.536.087,67
3.261.190,26 1.718.593,64
C. Verbindlichkeiten
1. Erhaltene Anzahlungen 4.725,05 4.842,87
(davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr € 4.725,05 ; Vorjahr: € 4.842,87)
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.420.207,99 1.285.548,35
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 205.622,98 372.318,17
4. Sonstige Verbindlichkeiten 88.682,43 1.084.410,76
(davon aus Steuern € 82.986,33 ; Vorjahr € 83.487,25)
1.719.238,45 2.747.120,15
6.041.002,38 5.037.530,28

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

2023
2022
1. Umsatzerlöse 35.183.079,72 28.646.572,02
2. Sonstige betriebliche Erträge 136.115,29 813.458,16
35.319.195,01 29.460.030,18
3. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 12.252.162,26 10.524.983,81
b) Soziale Abgaben 2.786.495,33 2.386.237,34
(davon für Altersversorgung: € 37.239,42; Vorjahr: € 51.517,81)
15.038.657,59 12.911.221,15
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 16.943.648,16 13.841.531,55
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 41.959,12 57.086,17
16.985.607,28 13.898.617,72
5. Abschreibungen auf Sachanlagen 2.827,09 489,64
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 2.640.350,01 2.164.957,80
Zwischenergebnis 651.753,04 484.743,87
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 88.274,63 10.810,75
(davon aus verbundenen Unternehmen: €87.705,22; Vorjahr: €10.672,24)
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 9.270,28 457,00
(davon aus verbundenen Unternehmen: € 7.108,28; Vorjahr: € 0,00)
(davon Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen: €644,00; Vorjahr: € 457,00)
9. Ergebnis vor Steuern 730.757,39 495.097,62
10. Steuern vom Einkommen und Ertrag 241.396,21 167.296,46
11. Ergebnis nach Steuern 489.361,18 327.801,16
12. Sonstige Steuern 604,00 492,00
13. Jahresüberschuss 488.757,18 327.309,16

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

A. Allgemeine Angaben und Erläuterungen

Der Jahresabschluss der Helios Catering West GmbH für das Geschäftsjahr 2023wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie den einschlägigen Vorschriften des GmbH-Gesetzes erstellt.

Die Bilanz und die Gewinn- und Verlustrechnung sind nach den Gliederungsvorschriften der §§ 266 und 275 HGB aufgestellt.

Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften gem. § 267 Abs. 2 HGB. Erleichterungen gem. § 288 HGB werden (teilweise) in Anspruch genommen.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

B. Angaben und Erläuterungen zu Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung

I. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die Bewertung erfolgt zu Herstellungskosten gemäß § 255 Abs. 2 HGB. Dabei werden neben den direkt zurechenbaren Einzelkosten angemessene Teile der notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten, sowie Teile der Abschreibungen auf das Sachanlagevermögen, soweit sie durch die Leistungserstellung veranlasst sind, einbezogen. Fremdkapitalkosten und Kosten der allgemeinen Verwaltung werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen.

Abschreibungen werden nach der linearen Methode über die geschätzte wirtschaftliche Nutzungsdauer der Vermögenswerte vorgenommen, die für Betriebs- und Geschäftsausstattung zwischen 5 und 15 Jahren liegt. Bei voraussichtlich dauerhafter Wertminderung werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen.

Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von EUR 250,00 sind im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben bzw. als Aufwand erfasst worden; ihr sofortiger Abgang wurde unterstellt. Für Anlagegüter mit einem Netto-Einzelwert von mehr als EUR 250,00 bis EUR 1.000,00 wird das steuerliche Sammelpostenverfahren aus Vereinfachungsgründen auch in der Handelsbilanz angewandt. Der Sammelposten wird pauschalierend jeweils mit 20 % p.a. im Zugangsjahr und in den vier darauffolgenden Jahren abgeschrieben.

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten angesetzt. Für bestimmte Vorräte werden die Werte mit Hilfe zulässiger Bewertungsvereinfachungsverfahren unter Beachtung des Niederstwertprinzips ermittelt.

Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu gleitenden Durchschnittspreisen bzw. den letzten Einkaufspreisen abzüglich Skonti und Boni unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips am Bilanzstichtag bewertet.

Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit oder niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt, soweit nicht in Einzelfällen ein niedrigerer Wertansatz geboten ist. Allen erkennbaren Risiken wird durch Einzel- und Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen. Pauschalwertberichtigungen werden in Höhe von 1 % des Nettoforderungsbetrages gebildet. Unverzinsliche oder niedrig verzinsliche Forderungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr sind abgezinst.

Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nominalwert angesetzt.

Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert und ist voll eingezahlt.

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst und unter Berücksichtigung zukünftiger Preis- und Kostensteigerungen bewertet

Die Rückstellung für Jubiläumsverpflichtungen wurde nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode) unter Verwendung der "Richttafeln 2018 G" ermittelt. Für die Abzinsung wurde der durchschnittliche Marktzinssatz aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren bei einer pauschal angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren von 1,76 % gemäß der Rückstellungsabzinsungsverordnung vom 18. November 2009 verwendet. Lohn- und Gehaltserhöhungen wurden mit 3,00 bis 4,00 % unterstellt. Die Fluktuation wurde mit einer Rate von 5,0 % berücksichtigt.

Die erhaltenen Anzahlungen sind zum Nennbetrag angesetzt.

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

II. Erläuterungen zur Bilanz

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagespiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt.

Bei den Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 4.991 (Vj. TEUR 3.988) handelt es sich im Wesentlichen um Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen Helios-Kliniken der Region West in Höhe von TEUR 2.698 (Vj. TEUR 2.898) im Bereich der Speisenversorgung.

Darüber hinaus werden Forderungen gegen die Helios Kliniken GmbH aus Cashpooling in Höhe von TEUR 2.293 (Vj. TEUR 1.089) ausgewiesen.

Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten im Wesentlichen Forderungen gegenüber Krankenkassen aus U2-Erstattungen in Höhe von TEUR 21 (Vj. TEUR 48) und aus durchlaufenden Posten in Höhe von TEUR 172 (Vj. TEUR 136).

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen haben, wie auch im Vorjahr, eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Eigenkapital

Das im Handelsregister eingetragene und voll eingezahlte gezeichnete Kapital beträgt TEUR 25.

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen aus Personalaufwendungen von TEUR 1.218 (Vj. TEUR 551). Darin enthalten sind u.a. Rückstellungen für Aushilfslöhne und Gehälter TEUR 717 (Vj. TEUR 107), für Urlaub von TEUR 285 (Vj. TEUR 247), sowie für Mehrarbeit von TEUR 112 (Vj. TEUR 113). Darüber hinaus werden Rückstellungen für ausstehende Rechnungen von TEUR 1.927 (Vj. TEUR 960) ausgewiesen.

Bei den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 206 (Vj. TEUR 372) handelt es sich im Wesentlichen um Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber dem Helios Klinikum Krefeld in Höhe von TEUR 40 (Vj. TEUR 38), dem Helios Klinikum Hildesheim TEUR 39 (Vj. TEUR 39), dem Helios Klinikum Duisburg TEUR 29 (Vj. TEUR 28), dem Helios Klinikum Wuppertal TEUR 28 (Vj. TEUR 25), der Helios Beschaffungsmanagement GmbH TEUR 20 (Vj. TEUR 65) und dem Helios Klinikum Siegburg von TEUR 12 (Vj. TEUR 11).

Die sonstigen Verbindlichkeiten bestehen im Wesentlichen aus Spitzabrechnungen im Bereich der Speisenversorgung von TEUR 1 (Vj. TEUR 1.000) und den abzuführenden Lohn- und Kirchensteuern von TEUR 73 (Vj. TEUR 72).

Sämtliche Verbindlichkeiten haben wie auch im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

III. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

Die Umsatzerlöse setzen sich im Geschäftsjahr wie folgt zusammen:

2023
TEUR
2022
TEUR
Erlöse aus Verwaltungs- und Serviceleistungen 35.169 28.635
Erträge Vergütungen und Sachbezüge 13 12
Gesamt 35.182 28.647

In den sonstigen betrieblichen Erträgen von insgesamt TEUR 136 (Vj. TEUR 813) sind periodenfremde Erträge von TEUR 70 (Vj. TEUR 660) enthalten. Diese setzen sich zusammen aus Erträgen aus der Auflösung von Rückstellungen von TEUR 1 (Vj. TEUR 228) und sonstigen periodenfremden Erträgen von TEUR 69 (Vj. TEUR 432).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen von insgesamt TEUR 2.640 (Vj. TEUR 2.165) enthalten sonstigen Verwaltungsaufwand von TEUR 528 (Vj. TEUR 332), Miet- und Leasingaufwendungen von TEUR 406 (Vj. TEUR 402), andere sonstige ordentliche Aufwendungen von TEUR 1.401 (Vj. 1.319), sowie sonstige Abgaben von TEUR 77 (Vj. TEUR 69). Der enthaltene periodenfremde Aufwand beläuft sich auf TEUR 193 (Vj. TEUR 12).

Das Zinsergebnis beinhaltet im Wesentlichen Zinserträge für Cashpool-Guthaben in Höhe von TEUR 88 (Vj. TEUR 11). Den Erträgen aus der Abzinsung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 0,5 (Vj. TEUR 0,1) stehen Aufwendungen aus der Aufzinsung in Höhe von TEUR 0,6 (Vj. TEUR 0,5) gegenüber.

IV. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen noch sonstige finanzielle Verpflichtungen aus folgenden Verträgen:

TEUR
Miet-/Leasing-/Pachtverträge 344
davon mit einer Restlaufzeit größer als 1 Jahr TEUR 8
davon gegenüber verbundenen Unternehmen TEUR 326
Dienstleistungsverträge 296
davon mit einer Restlaufzeit größer als 1 Jahr TEUR 0
davon gegenüber verbundenen Unternehmen TEUR 296
Gesamt 640

C. Ergänzende Angaben

I. Arbeitnehmer

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter beträgt:

2023 2022
Köpfe nach Dienstarten Anzahl in % Anzahl in %
Klinisches Hauspersonal 103,2 18,5 112,8 20,2
Wirtschafts- und Versorgungsdienst 439,5 78,6 429,0 76,8
Verwaltungsdienst 16,0 2,9 16,5 3,0
Gesamt 558,7 100,0 558,3 100,0

II. Abschlussprüferhonorar

Das von dem Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar wird auf Konzernebene im Anhang der Fresenius SE & Co. KGaA angegeben. Somit ist die Gesellschaft nach § 285 Nr. 17 HGB von der Anhangangabe befreit.

III. Geschäftsführung

Im Berichtsjahr setzte sich die Geschäftsführung wie folgt zusammen:

 

Herr Dirk Schumacher

 

Herr Michael Hofmann

Die Anstellungsverträge der Geschäftsführer bestehen mit der Helios Verwaltung West GmbH, Hildesheim, sodass die Gesellschaft im Geschäftsjahr 2023 keine Vergütung an die Geschäftsführer geleistet hat.

Darüber hinaus unterbleiben die Angaben zur Vergütung der Geschäftsführung gem. § 286 Abs. 4 HGB.

IV. Ergebnisverwendung

Das Jahresergebnis der Gesellschaft des Geschäftsjahres 2023 in Höhe von TEUR 489 (Vj. TEUR 327) soll auf neue Rechnung vorgetragen werden.

V. Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung sind nach dem Schluss des Geschäftsjahres nicht eingetreten.

VI. Konzernverhältnisse

Der Jahresabschluss wird in den Konzernabschluss der Fresenius SE & Co. KGaA, Bad Homburg v. d. Höhe, die den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis der Unternehmen aufstellt, einbezogen.

Der Konzernabschluss der Fresenius SE & Co. KGaA wird im Unternehmensregister bekannt gemacht und ist am Sitz der Fresenius SE & Co. KGaA erhältlich. Der Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen wird von der Fresenius Management SE, Bad Homburg v. d. Höhe, aufgestellt, der ebenfalls im Bundesanzeiger veröffentlicht wird.

 

Wuppertal, 25. November 2024

Dirk Schuhmacher, Geschäftsführer

Michael Hofmann, Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2023
EUR
I. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.741,77 4.105,50 0,00 10.847,27
6.741,77 4.105,50 0,00 10.847,27
6.741,77 4.105,50 0,00 10.847,27
Kumulierte Abschreibungen
01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2023
EUR
I. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.129,71 2.827,09 0,00 8.956,80
6.129,71 2.827,09 0,00 8.956,80
6.129,71 2.827,09 0,00 8.956,80
Restbuchwert
31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
I. Sachanlagen 0,00 0,00
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.890,47 612,06
1.890,47 612,06
1.890,47 612,06

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Helios Catering West GmbH, Wuppertal

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Helios Catering West GmbH, Wuppertal, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom

1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Helios Catering West GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich.

Die sonstigen Informationen umfassen die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote).

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zu den inhaltlich geprüften Lageberichtsangaben oder zu unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Frankfurt am Main, den 25 November 2024

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Dennis Kaufholz, Wirtschaftsprüfer

ppa Kai Führer, Wirtschaftsprüfer

Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 wurde am 13.01.2025 festgestellt.

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen

Handelsregister Dokumente

Gesellschafterliste
Aktueller Abdruck
Chronologischer Abdruck

Organisationen an dieser Adresse

5 nahegelegene Organisationen

Liste von Unternehmen und Organisationen an oder in der Nähe dieser Geschäftsadresse. Die Daten umfassen Firmennamen, Adressen, Registrierungsdetails und Branchenklassifikationen.
Die Informationen auf dieser Seite stammen aus öffentlichen Quellen, offiziellen Registern oder werden von Drittanbietern bereitgestellt. Fusionbase übernimmt keine Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der Daten. Melde dich bei Fragen oder Anregungen über unser Kontaktformular.