Stammdaten

Register
Amtsgericht Arnsberg HRB 1174
Eingetragen
5.6.1990
Branche
Herstellung von Rohrform-, Rohrverschluss- und Rohrverbindungsstücken aus StahlHerstellung von Kaltband mit einer Breite von weniger als 600 mmHerstellung von Präzisionsstahlrohren
Gegenstand
Die Herstellung und der Vertrieb von Kaltwalzerzeugnissen, insbesondere Profilen aus Bandstahl.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Cihan Çalik
seit 16.9.2014
Prokura
Geschäftsführer
Paul Bültmann
seit 27.5.2002
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

Identifizierte Personen (5)

Gesellschafter
Beta

5 Gesellschafter

GmbH-Struktur

4 von 5 angezeigt

Name
Ort
Betrag
Anteil
Paul Bültmann
Sundern
40.000 DM
40.00%
Alexandra Bültmann-Keller
Arnsberg
25.000 DM
25.00%
Petra Bültmann-Steffin
Balve
25.000 DM
25.00%
D**** W******
5.000 DM
5.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

BKB-Profiltechnik GmbH

Sundern

Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023

LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

BKB-PROFILTECHNIK GMBH, SUNDERN

A. GRUNDLAGEN DES UNTERNEHMENS

Die BKB Profiltechnik GmbH wurde im Jahr 1978 durch Paul Bültmann gegründet und hat ihren Sitz in Sundern-Amecke im Sauerland. Im Laufe der Jahre wurde das Unternehmen zur Bültmann-Gruppe weiterentwickelt, die heute vier produzierende Unternehmen an zwei Standorten umfasst, den Standort in Sundern und einen weiteren Standort in Leichlingen im Rheinland.

Unser Unternehmen produziert kaltgewalzte, rollverformte Profile aus diversen Metallen. Das Technologie-Portfolio umfasst das Rollprofilieren mit integrierter Bearbeitung, das Laserschweißen sowie die Stanz- und Biegetechnik. Der Schwerpunkt liegt auf der Fertigung von Spezialprofilen mit komplizierten Querschnitten und komplexer Bearbeitung.

Gegenstand unserer Entwicklungstätigkeit ist die innovative Profilierungstechnik. Der wichtigste Pfeiler unserer Innovationskraft ist dabei unser Team hochqualifizierter Mitarbeiter. Die Ergebnisse der Entwicklungen wurden sofern möglich in Patenten niedergeschrieben. Diesen bereits seit vielen Jahren eingeschlagenen Kurs wollen wir auch weiterhin beschreiten, da er in der Vergangenheit maßgeblich zu dem Erfolg unseres Unternehmens beigetragen hat. Folgerichtig verfügt die BKB Profiltechnik GmbH über eine interne Entwicklungs- und Konstruktionsabteilung sowie einen eigenen Werkzeugbau.

Unsere Spezialprofile fertigen wir nach individuellen, kundenspezifischen Anforderungen. Unsere Kunden finden sich in den Bereichen Klima-/Sanitär, Elektroindustrie, Maschinenbau, Bau- und Innenausbau, Leuchtindustrie, Fördertechnik und regenerative Energien.

Der übergeordnete Zweck eines Wirtschaftsunternehmens muss es sein, erfolgreich zu wirtschaften und Gewinne zu erzielen, um den Fortbestand des Unternehmens und der Arbeitsplätze zu sichern. Das gilt auch für die BKB Profiltechnik GmbH. Dennoch sind wir uns unserer sozialen und ökologischen Verantwortung bewusst und möchten dieser ebenso gerecht werden.

Die soziale Verantwortung beginnt mit der Einhaltung allgemeiner Verhaltensgrundsätze zu Arbeitsstandards und Menschenrechten. Das ist für uns selbstverständlich. Unser Verständnis von sozialer Verantwortung geht darüber hinaus. Als inhabergeführtes, mittelständisches und lokal verwurzeltes Unternehmen fühlen wir uns besonders mit unserer Region und den ansässigen Menschen verbunden. Somit sind uns die lokale Präsenz, die Unterstützung sozialer Projekte sowie die Teilnahme an Veranstaltungen und Aktivitäten außerhalb des Arbeitsalltags sehr wichtig.

Mit dem Sitz im ländlich geprägten Sauerland haben wir die Naturlandschaften, die vielen Tier- und Pflanzenarten einen Lebensraum und den Menschen Erholung bieten, direkt im Blick. Gleichzeitig können wir die Auswirkungen des Klimawandels, von Hitze- und Trockenperioden unmittelbar beobachten. Dementsprechend sind uns auch Umweltschutz und Nachhaltigkeit besondere Anliegen.

B. GESAMTWIRTSCHAFTLICHE UND BRANCHENBEZOGENE RAHMENBEDINGUNGEN

Allgemeine wirtschaftliche Entwicklung

Nach den extremen Preissprüngen und Lieferengpässen der vergangenen Jahre standen die Zeichen an den internationalen Märkten im Jahr 2023 eher auf Entspannung. Für das politische Weltgeschehen lässt sich das leider nicht sagen. Die wirtschaftliche Entwicklung im Geschäftsjahr 2023 wurde durch die ökonomische Instabilität wichtiger internationaler Partner und verstärkte geopolitische Unsicherheiten infolge militärischer Konflikte belastet. Demzufolge sank das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 0,3 Prozent - kalenderbereinigt betrug der Wirtschaftsrückgang 0,1 Prozent - im Vergleich zum Vorjahr.

Die Wirtschaftsleistung des produzierenden Gewerbes (ohne Baugewerbe) ging im Jahr 2023 um 2,0 Prozent zurück. Insbesondere das Verarbeitende Gewerbe, das fast 85 Prozent des produzierenden Gewerbes (ohne Baugewerbe) ausmacht, verzeichnete auch preisbereinigt einen Rückgang um 0,4 Prozent. Positive Impulse gingen trotz dieser Herausforderungen vor allem von der Automobilindustrie und dem sonstigen Fahrzeugbau aus. Dagegen mussten energieintensive Branchen, wie die Chemie- und die Metallindustrie erneut Rückgänge bei Produktion und Wertschöpfung hinnehmen. Im Dienstleistungssektor war hingegen ein wirtschaftlicher Aufschwung zu beobachten, der die Konjunktur im Jahr 2023 stützte.

Chart

Abbildung 1: Bruttoinlandsprodukt Deutschland, preisbereinigt (Destatis, 2024a)

Die stagnierende Wirtschaft und eine Inflationsrate von 5,9 Prozent spiegelten sich auch in einem Rückgang des privaten Konsums um 0,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr wider. Auch der Staat reduzierte seine Konsumausgaben preisbereinigt erstmals seit fast zwei Jahrzehnten um 1,7 Prozent. Nach ersten Schätzungen schlossen die öffentlichen Haushalte 2023 mit einem Defizit von 82,7 Mrd. Euro ab, was einem Rückgang von rund 14 Mrd. Euro gegenüber 2022 (96,9 Mrd. Euro) entspricht. Dieser Rückgang ist zum Teil auf den Wegfall der Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie zurückzuführen, wurde jedoch teilweise durch die Ausgaben für die Gas- und Strompreisbremse ausgeglichen.

Arbeitsmarkt

Im Jahr 2023 trugen 45,9 Millionen Erwerbstätige in Deutschland zur Wirtschaftsleistung bei, was einem Anstieg um 0,7 Prozent oder 333.000 Personen im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Dies ist die höchste Anzahl an Erwerbstätigen, die jemals in Deutschland verzeichnet wurde. Die Rekordbeschäftigung spiegelt sich jedoch nicht in der Produktivität wider, die sich seit einiger Zeit auf einem Abwärtstrend befindet und im ersten Quartal 2023 um ein Prozent unter dem Vorjahreswert lag. Hohe Teilzeitquoten - die Zahl der Teilzeitbeschäftigten stieg mit 2,1 Prozent deutlich stärker als die der Vollzeitbeschäftigten mit 0,6 Prozent - und steigende Krankenstände mit einem Rekordwert von 7,11 Prozent sind Faktoren für den Produktivitätsrückgang.

Der Zuwachs der Erwerbstätigen ist auf die Zuwanderung ausländischer Arbeitskräfte und auf eine zunehmende Erwerbsbeteiligung der inländischen Bevölkerung zurückzuführen. Besonders auffällig ist, dass Arbeitsplätze vor allem im Dienstleistungsbereich entstanden sind.

Chart

Abbildung 2: Arbeitslosenquoten - monatliche Daten, Eurostat (2024)

Im Dezember 2023 waren in der gesamten EU etwa 12,9 Millionen Menschen arbeitslos, was einer Erwerbslosenquote von 5,9 Prozent entspricht. Innerhalb der Eurozone lag die Quote mit 6,4 Prozent sogar noch etwas höher als im EU-Durchschnitt. Deutschland stach in diesem Kontext positiv hervor, mit einer der niedrigsten Erwerbslosenquoten von nur 3,1 Prozent. Dies unterstreicht die starke Position Deutschlands auf dem Arbeitsmarkt im Vergleich zum Rest der EU.

Neben der Erwerbslosigkeit nach dem ILO-Erwerbsstatuskonzept wird auch die Arbeitslosigkeit nach der SGB-Arbeitsmarktstatistik gemessen, die im Jahr 2023 aufgrund unterschiedlicher Beobachtungsmerkmale höher ausfällt. Im Jahr 2023 stieg die Arbeitslosenquote in Deutschland um 191.000 auf 2.609.000 Personen an. Dies ist hauptsächlich auf eine träge Wirtschaft zurückzuführen, die es Arbeitsuchenden erschwerte, eine Anstellung zu finden, während die Zuwanderung ukrainischer Flüchtlinge nur einen geringen Effekt auf den Anstieg hatte.

Die durchschnittliche Anzahl der Kurzarbeitenden, einschließlich der Empfänger von Saison- und Transferkurzarbeitergeld, sank laut Bundesagentur für Arbeit auf etwa 220.000 von 426.000 im Vorjahr. Der Arbeitsmarkt konnte durch die Nutzung von Kurzarbeit weiterhin gestützt werden, nahm jedoch im Vergleich zu den von der Corona-Pandemie stark betroffenen Jahren sowie gegenüber 2022 merklich ab und erreichte ein im historischen Vergleich moderates Niveau. Die Bedeutung der Kurzarbeit für den deutschen Arbeitsmarkt zeigt sich insbesondere vor dem Hintergrund einer nachlassenden Arbeitskräftenachfrage.

Obwohl der Bedarf an Arbeitskräften im langjährigen Vergleich hoch blieb, nahm die Nachfrage nach neuen Mitarbeitern im Jahr 2023 spürbar ab. Die Zahl der gemeldeten Arbeitsstellen fiel 2023 auf 761.000, ein Rückgang um 84.000 gegenüber 2022, während die Stellenzugänge als Indikator für die Einstellungsbereitschaft der Unternehmen aufgrund der schwachen Wirtschaftslage um 251.000 auf 1.633.000 sanken.

Entwicklungen der blechumformenden Unternehmen

Eine vorübergehende Erholung in der Metall- und Elektroindustrie um 2,6 Prozent im Jahresdurchschnitt 2023 wurde hauptsächlich durch Nachholeffekte im ersten Halbjahr ermöglicht, welche durch eine verbesserte Verfügbarkeit von Materialien und aufgestaute Bestellungen angetrieben wurden. Im vierten Quartal 2023 verzeichnete die Produktion in der Metall- und Elektrotechnik jedoch einen weiteren Rückgang um 1,8 Prozent gegenüber dem vorherigen Quartal. Das Auftragsvolumen fiel im Jahr 2023 um 5,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Insbesondere die Umsätze außerhalb der Eurozone gingen deutlich zurück, neben dem schwachen Inlandsgeschäft.

Diese Entwicklungen spiegeln sich auch bei den Mitgliedsunternehmen des Branchenverbands der blechumformenden Unternehmen wider. Eine IBU-Konjunkturumfrage im Oktober 2023 zeigt, dass 43 Prozent der Unternehmen ihre Lage als schlecht oder sogar sehr schlecht bewerten. Dies ist vor allem auf einen signifikanten Auftragsrückgang im letzten Quartal des Jahres 2023 zurückzuführen. Besonders die Bauindustrie ist betroffen, da 70 Prozent der Lieferanten einen Mangel an Bestellungen berichten. In der Automobilbranche haben 61 Prozent der Unternehmen weniger Aufträge erhalten, während im Maschinenbau ein Rückgang von 57 Prozent verzeichnet wurde.

Chart

Diagramm 1: Gemittelte Umsatzentwicklung Gesamtjahr 2023 von 70 klein- und mittelständischen Automobilzulieferern mit Automotive Anteil > 90 Prozent, Februar 2024 (VIA Consult)

Diese Entwicklung spiegelt sich in den Zukunftserwartungen für 2024 wider. In den betroffenen Sektoren sind zwischen rund 50 und 63 Prozent der Befragten pessimistisch gestimmt, denn die blechumformenden Unternehmen werden neben den Auftragsrückgängen auch durch wechselnde gesetzliche Vorgaben, einschränkende politische Entscheidungen, steigende Energie- und Personalkosten sowie den Fachkräftemangel belastet.

C. ANALYSE DES GESCHÄFTSVERLAUFS

Die gesamtwirtschaftliche Lage stand im Jahr 2023 weiterhin unter dem Einfluss geopolitischer Konflikte. Als Metallverarbeiter ist für die BKB Profiltechnik GmbH vor allem die Entwicklung auf dem Stahlmarkt wichtig. Die Stahlpreise waren im Jahresverlauf 2023 insgesamt leicht rückläufig. Gegen Jahresende zeichnete sich allerdings eine Trendumkehr ab, so dass für 2024 mit stabilen bzw. moderat steigenden Stahlpreisen gerechnet werden konnte. Die Strom- und Gaspreise sind 2023 spürbar gesunken, liegen aber immer noch deutlich über dem Niveau von 2021.

Das spiegelt sich auch in der Inflationsrate wider. Die Inflation hat sich im Jahresverlauf 2023 stetig verlangsamt und erreichte im Oktober mit 3,8 % den niedrigsten Wert seit Juni 2021. Dennoch ist das allgemeine Preisniveau seit 2021 insgesamt um rund 15 % gestiegen. Das betrifft nicht nur die Unternehmen, sondern auch die Beschäftigten. Um die Belastungen für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter abzufedern, wurden in der Bültmann-Gruppe diverse Sonderzahlungen und Lohnerhöhungen durchgeführt.

Das weiterhin hohe Preisniveau hat zu deutlichen Kostensteigerungen geführt. Gleichzeitig war die BKB Profiltechnik GmbH auf der Absatzseite mit zunehmend preissensiblen Kunden und rückläufigen Bedarfen konfrontiert. Das hat die Ergebnisse spürbar belastet. Zwar konnte auch im Jahr 2023 ein positives Geschäftsergebnis erzielt werden, dies lag aber deutlich niedriger als in den Vorjahren.

Umsatzentwicklung / Produktion

Auf der Umsatzseite war das Jahr 2023 von starken Unterschieden zwischen den einzelnen Absatzmärkten geprägt. Insgesamt lagen die Umsätze mit knapp 12 Millionen Euro rund 20 % niedriger als im Vorjahr. Die Umsatzrückgänge sind zum Teil auf Preiseffekte durch die Weitergabe der im Jahr 2023 weiter gesunkenen Stahlpreise zurückzuführen. Die Absatz- und Produktionsmengen sind im Jahresvergleich aber ebenfalls um fast 15 % rückläufig. Dafür sind insbesondere die deutlichen Rückgänge in der zweiten Jahreshälfte verantwortlich.

Diese Rückgänge sind im Rahmen unserer Planung erwartet worden. In Folge der allgemeinen Preissteigerungen war von einer rückläufigen Nachfrage auszugehen. Zudem sind angesichts der Engpässe der vorherigen beiden Jahre entlang der gesamten Produktionskette Sicherheitsbestände aufgebaut worden. Mit der im Jahr 2023 eingetretenen Entspannung auf den Liefermärkten sind diese Bestände wieder zurückgeführt worden, so dass die Bedarfe aus Neuproduktion im Jahr 2023 geringer ausgefallen sind.

Beschaffung / Materialwirtschaft

Für die BKB Profiltechnik GmbH als metallverarbeitendem Betrieb ist in erster Linie die Entwicklung auf dem Stahlmarkt relevant. Nach den ersten Preisrückgängen im Jahr 2022 sind die Stahlpreise im Jahr 2023 weiter gesunken. Der Rückgang war allerdings eher moderat, die Stahlpreise lagen das ganze Jahr hindurch weiter deutlich über dem Vorcorona-Niveau. Das gilt analog für die Preise von Energie, Transporten und Verpackungsmaterialien, die sich auf hohem Niveau stabilisiert haben.

Der Materialaufwand des Berichtsjahres lag bei T€ 6.696 und damit um T€ 2.231 unter dem Vorjahr (T€ 8.927), das entspricht einem Rückgang um 25 %. Dieser setzt sich zusammen aus rückläufigen Mengen und gesunkenen Materialpreisen. Die geringeren Beschaffungskosten haben auch zu einer Verringerung der Materialeinsatzquote geführt.

Personal

Der Personalaufwand des Berichtsjahres betrug T€ 3.068 und ist damit im Vergleich zum Vorjahr (T€ 3.169) um 3,2 % bzw. T€ 101 gesunken. Die Anzahl der Mitarbeiter hat sich von 58 auf 60 erhöht. Auf der anderen Seite wurde zu Jahresbeginn wieder eine allgemeine Lohn- und Gehaltserhöhung umgesetzt sowie die Möglichkeit der Auszahlung einer steuer- und abgabenfreien Inflationsausgleichszahlung genutzt. Im Saldo ist der Personalaufwand leicht gesunken. Trotzdem lag die Personalaufwandsquote mit 25,5 % deutlich über der Vorjahresquote von 20,7 %. Grund dafür ist, dass durch den Umsatzrückgang im Jahr 2023 der Quotient niedriger war als im Vorjahr.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen abzüglich sonstiger betrieblicher Erträge summierten sich im Jahr 2023 auf T€ 1.697 und sind damit um T€ 383 bzw. 18,4 % geringer als im Vorjahr (T€ 2.080). Neben einem großen Fixkostenblock in Form von Mieten für Gebäude und Anlagen, Versicherungen und Gebühren enthalten die sonstigen betrieblichen Aufwendungen auch auf Aufwendungen wie Transport- und Energiekosten. Diese sind im Berichtsjahr analog durch die rückläufigen Umsätze und Preise niedriger ausgefallen. Außerdem sind die im Vorjahr nach der Cyber-Attacke für die Wiederherstellung der EDV-Systeme entstandenen Kosten im Berichtsjahr entfallen.

D. ANALYSE DER VERMÖGENS-, FINANZ- UND ERTRAGSLAGE

Vermögenslage

Die Bilanzsumme der BKB Profiltechnik GmbH lag im Berichtsjahr bei T€ 7.499 und damit um T€ 560 niedriger als im Vorjahr (T€ 8.059). Die Eigenkapitalquote ist gewachsen, von 87,3 % im Jahr 2022 auf 92,4 % in 2023. Das Anlagevermögen lag mit T€ 1.410 unter dem Vorjahresniveau (T€ 1.756). Zum Ende des Berichtsjahres lag das Vorratsvermögen mit T€ 1.229 um T€ 143 niedriger als zum Ende des Vorjahres (T€ 1.372). Während die Vorratsmengen nahezu identisch waren, sind die durchschnittlichen Bewertungspreise analog der Materialpreise ebenfalls leicht gesunken.

Finanzlage

Der Cashflow lag im Berichtsjahr bei T€ - 206 (Vorjahr T€ 553). Der Finanzmittelbestand ist im Vergleich zum Vorjahr gesunken. Unabhängig davon verfügt die BKB Profiltechnik GmbH über eine solide Finanzausstattung, die ihr eine hohe Unabhängigkeit von externen Finanzierungsquellen verschafft und somit eine schnelle Reaktionsfähigkeit auf Marktentwicklungen gewährleistet. Die Eigenkapitalquote beträgt zum Stichtag 92,4 % (Vorjahr: 87,3 %).

Ertragslage

Das Jahresergebnis der BKB Profiltechnik GmbH lag im Berichtsjahr mit einem Gewinn in Höhe von T€ 97 nochmals unter dem Vorjahresergebnis (T€ 492). Verantwortlich dafür war die Kombination aus hohen Kosten auf der einen Seite sowie rückläufigen Bedarfen und preissensiblen Kunden auf der anderen Seite.

Während die Kosten für Material, Verpackung und Transport den Produkten transparent zugeordnet und eingepreist werden konnten, gestaltet sich die Einpreisung der gestiegenen Lohnkosten und allgemeiner Kostensteigerungen wesentlich schwieriger. Der Hauptgrund für das weiter rückläufige Ergebnis ist allerdings in dem zunehmend ungünstigen Verhältnis von Umsätzen und Fixkosten zu sehen.

E. PROGNOSE DER ZUKÜNFTIGEN ENTWICKLUNG

Für das Jahr 2024 prognostiziert der Internationale Währungsfonds (IWF) ein weltweites Wachstum von 3,1 Prozent, das von einer unerwartet stabilen Konjunktur in den USA und in mehreren großen Schwellen- und Entwicklungsländern sowie von fiskalischen Anreizen in China angetrieben wird. Laut World Economic Outlook des Internationalen Währungsfonds (IWF) wird für die USA ein Wachstum von 2,1 Prozent, für China von 4,6 Prozent und für Frankreich von 1,0 Prozent erwartet. Für Deutschland wird dagegen nur ein geringes Wachstum von 0,5 Prozent prognostiziert, womit die Bundesrepublik das Schlusslicht bildet. Von den sechs untersuchten Wirtschaftsregionen und 16 vom IWF bewerteten Ländern schneidet keines schlechter ab.

Die deutsche Wirtschaftslage im Jahr 2024 wird von verschiedenen Risikofaktoren beeinflusst, darunter Haushaltsdefizite, wirtschaftspolitische Unsicherheiten, die Folgen des Konflikts in der Ukraine und im Gazastreifen sowie die Entwicklung von Löhnen und Inflation. In der Folge senkte auch das Ifo-Institut seine zunächst veröffentlichte Prognose von einem Wirtschaftswachstum im Jahr 2024 von 1,4 Prozent auf 0,9 Prozent. Dieser Rückgang ist auch auf eine schwache Entwicklung im letzten Quartal 2023 und eine schleppende Erholung zurückzuführen, die von Unsicherheit aufgrund der anhaltenden Sparneigung und geringen Investitionsbereitschaft geprägt ist. Eine weitere Absenkung auf 0,7 Prozent Wachstum kündigte das ifo-Institut im Januar 2024 aufgrund der Konsolidierungsmaßnahmen im Bundeshaushalt mit Einsparungen in Höhe von 19 Milliarden Euro an, um die Haushaltslücke zu schließen. Dies führt zu Mehrbelastungen bzw. geringerer Entlastungen von Unternehmen und Haushalten sowie zu Ausgabenkürzungen des Staates mit konjunkturellen Auswirkungen.

In der Tendenz sollte sich die Lage jedoch durch steigende Löhne, sinkende Energiepreise, ein niedrigeres Zinsniveau, eine rückläufige Inflationsrate und schließlich durch die Rückkehr der Kaufkraft, erholen. Prognosen zur Folge werde die Inflationsrate in der zweiten Jahreshälfte auf 2 Prozent zurückgehen, bei dienstleistungsnahen Konsumgütern aber deutlich über 3 Prozent bleiben.

Die gesamtwirtschaftliche Prognose wird sich voraussichtlich auch im Jahr 2024 auf dem deutschen Arbeitsmarkt niederschlagen, die Zahl der Arbeitslosen wird voraussichtlich um 82.000 Personen steigen, was einer Arbeitslosenquote von 5,9 Prozent entspricht. Gleichzeitig wird eine Zunahme der Erwerbstätigen um 83.000 Personen erwartet.

Der Automobilsektor spielt in der deutschen Wirtschaft eine wichtige Rolle und hat in den letzten Jahren einen wachsenden Anteil an der Industrie. Im Jahr 2024 stagniert das Produktionsvolumen der deutschen Automobilindustrie bei 4,11 Mio. Fahrzeugen und liegt damit noch 28 Prozent unter dem Rekordwert von 2016. Die Produktion von Pkw mit Verbrennungsmotor (inkl. Plug-in-Hybride, PHEV) sinkt um 7 Prozent auf 2,92 Mio. Fahrzeuge. Die Produktion von Elektrofahrzeugen (BEV) steigt dagegen um 25 Prozent auf 1,2 Millionen Fahrzeuge. Insgesamt wird seitens des VDA für Deutschland eine Seitwärtsbewegung (0 bis 2 Prozent) und für den Weltmarkt eine Steigerung von 2 bis 4 Prozent erwartet.

Die BKB Profiltechnik GmbH schließt sich den Prognosen an und plant das Geschäftsjahr 2024 entsprechend den obigen Ausführungen.

Umsatzentwicklung / Produktion

Für das Jahr 2024 wird damit gerechnet, dass die Stahlpreise auf hohem Niveau verbleiben und allenfalls noch leicht nachgeben werden. Da die Kunden zunehmend preissensibel reagieren, wird jede Senkung von Materialpreisen zu entsprechend rückläufigen Verkaufspreisen und Umsätzen führen.

Auch bei den Produktionsmengen erwarten wir einen Rückgang. Viele Kunden haben Absatzprobleme oder sie haben sich entschieden, einzelne Geschäftsfelder ganz aufzugeben. Dazu gehören insbesondere Kunden bzw. Produktbereiche, die während der Corona-Pandemie Zuwächse verzeichnen konnten. Diese sind vielfach auf vorgezogene Kauf- und Investitionsentscheidungen zurückzuführen. Dementsprechend ist der Bedarf in den Folgejahren geringer.

Der Umsatzrückgang ist im ersten Halbjahr 2024 deutlicher ausgefallen als in der ursprünglichen Planung angenommen. Dementsprechend musste die Umsatzplanung angepasst werden. In der Summe aus rückläufigen Preisen und Bedarfen planen wir für das Jahr 2024 nunmehr einen Rückgang in Höhe von 10 %.

Beschaffung / Materialwirtschaft

Der überwiegende Teil unseres Materialeinsatzes entfällt auf Bandstahl. Im Jahr 2023 waren die Einkaufspreise weiter rückläufig, das Preisniveau lag aber weiterhin über dem Niveau vor Ausbruch der Corona-Pandemie. Im ersten Halbjahr 2024 sind stabile bzw. moderat sinkende Preise zu verzeichnen. Für die zweite Jahreshälfte geben sich die Stahlhersteller optimistisch, dass nach den Rückgängen der vergangenen Monate wieder höhere Spotmarktpreise erzielt werden können. Gemäß den Recherchen von StahlmarktConsult liegen die Preisvorstellungen für Lieferungen im 4. Quartal um ca. 20,- bis 40,- €/t über den aktuellen Werten. Ob diese Preisziele tatsächlich erreicht werden können, ist aktuell noch nicht klar zu beurteilen.

Analog der Entwicklung auf dem Stahlmarkt haben sich auch die Einkaufspreise für Energie, Transporte und Verpackungsmaterialien stabilisiert. Die Strompreise sind nach den extremen Preissprüngen im Jahr 2022 wieder deutlich zurückgegangen und nähern sich dem Preisniveau von 2021. Dagegen verharren die Preise für alle anderen Produktbereiche auf einem hohen Niveau. Das spiegelt sich auch in der Inflationsrate wider. Für das Jahr 2024 wird insgesamt eine Inflationsrate von nur noch 2,2 % erwartet. Im Juli lag die Inflationsrate bei 2,3 %. Für die Folgemonate zeichnen sich weiter fallende Inflationsraten ab.

Personal

Mit den geringeren Produktionsmengen ist im Jahr 2023 auch die Auslastung zurückgegangen. Trotz einiger positiver Signale seitens der Kunden zeichnet sich im laufenden Jahr noch kein Aufwärtstrend ab. Eine Anpassung des Personalbestands soll vorerst vermieden werden. Schwankungen in der Auslastung sollen durch Urlaubsgestaltung und Arbeitszeitkonten aufgefangen werden. Zudem werden die freien Kapazitäten dazu genutzt, Instandhaltungs- und Optimierungsarbeiten durchzuführen.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

In Bezug auf die Instandhaltung von Anlagen und Gebäuden sind für das Jahr 2024 einige Optimierungsmaßnahmen geplant. Dabei handelt es sich vor allem um personalintensive Maßnahmen, die ansonsten keine hohen Investitionen und Aufwendungen verursachen. Die sinkenden Energiekosten sowie die Verpackungs- und Transportkosten werden im Jahr 2024 zu einem moderaten Rückgang der sonstigen betrieblichen Aufwendungen führen. Durch die rückläufigen Umsätze wird sich die Aufwandsquote dennoch erhöhen.

Ertragsentwicklung

Die Preissteigerungen bei Stahl, Verpackungsmaterialien und Transportkosten konnten weitgehend in die Verkaufspreise eingepreist werden. Diese Preiskomponenten sind explizit in den Produktkalkulationen berücksichtigt und häufig auch in Preisanpassungsmechanismen mit den Kunden enthalten. Die Ermittlung und kundenseitige Plausibilisierung der Auswirkungen gestiegener Kosten für Energie, sonstige Betriebsbedarfe und Personal auf die individuellen Produktpreise ist wesentlich komplexer.

Diese Preissteigerungen konnten bereits im Vorjahr nur unvollständig weitergegeben werden. Vor dem Hintergrund der schwierigen gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen und zunehmender Preissensibilität der Kunden wird die Einpreisung zusätzlicher Kosten weiterhin kaum möglich sein. Für das Ergebnis 2024 wird vor allem die Entwicklung der Umsätze entscheidend sein. Das Verhältnis von Fixkosten zu Umsätzen wird zunehmend ungünstiger, so dass mit weiter rückläufigen Erträgen gerechnet werden muss.

F. ANALYSE DER CHANCEN UND RISIKEN

Für den Erfolg des deutschen Mittelstands ist nicht zuletzt die internationale Wettbewerbsfähigkeit des Standortes Deutschland ein entscheidender Faktor. Darüber hinaus werden zunehmend weitere Anforderungen verschiedenster Stakeholder an die Unternehmen gerichtet. Dazu gehören Regelungen zur Cybersicherheit, Energieeffizienz und diverse Nachhaltigkeitsbestrebungen, welche sowohl finanzielle als auch organisatorische Anstrengungen erfordern. Als kleines mittelständisches Unternehmen ist die BKB Profiltechnik GmbH häufig nicht direkt von den Regelungen betroffen. Dennoch ist es wichtig, sich frühzeitig auf die heutigen sowie künftigen Gegebenheiten und Anforderungen vorzubereiten, um eine langfristige Wettbewerbsfähigkeit zu gewährleisten.

Standortbedingungen Deutschland

Der Wirtschaftsstandort Deutschland wird von verschiedenen Faktoren beeinflusst. Auf der einen Seite stehen positive Aspekte wie ein starkes Bildungssystem und damit eine gut ausgebildete Bevölkerung sowie ein innovations- und forschungsfreundliches Umfeld. Auf der anderen Seite stehen negative Faktoren wie Fachkräftemangel, hohe Lohnkosten, hohe Energiekosten und eine komplexe Bürokratie. Um positive Faktoren beizubehalten und negative Faktoren zu verbessern, veröffentlichte die Bundesregierung im Jahr 2023 den sogenannten 10-Punkte-Plan für den Wirtschaftsstandort Deutschland. Dazu gehört unter anderem das Bürokratieentlastungsgesetz, welches die Verwaltung vereinfachen und die Verfahren beschleunigen soll, um den Bürokratieaufwand zu verringern. Ein weiterer Punkt ist das Fachkräfteeinwanderungsgesetz, dass die Einwanderung von Fachkräften erleichtern und den Zugang zu Aus- und Weiterbildung verbessern soll.

Der Fachkräftemangel in Deutschland ist je nach Bundesland und Branche unterschiedlich stark ausgeprägt. Aktuell sehen mehr als 50 Prozent der Unternehmen den Fachkräftemangel als größtes Entwicklungshemmnis. Ein wesentlicher Faktor ist dabei der demografische Wandel, der die Zahl der Fachkräfte im erwerbsfähigen Alter aller Voraussicht nach deutlich sinken lassen wird. Die Bundesregierung möchte mit der Fachkräftestrategie dem Mangel entgegenwirken und sieht vor allem Potenziale durch die Erwerbsbeteiligung und Einbindung von Frauen sowie ältere Personen. Dies soll durch Unterstützungsangeboten, Erleichterungen und verbesserten Anreize erzielt werden. Parallel zum inländischen Potential möchte die Bundesregierung auch Einwanderung von Fachkräften aus dem Ausland stärken.

Aktuell werden zugewanderte Arbeitskräfte häufig durch die deutsche Bürokratie ausgebremst und unter ihrer eigentlichen Qualifikation und Ausbildung eingesetzt. Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) befürwortet die Prüfung von Qualifikationen statt Abschlüssen. Ansonsten verschärfe die Bürokratie den bereits bestehenden Fachkräftemangel.

Auch die BKB Profiltechnik GmbH ist von dem Fachkräftemangel betroffen und hat Maßnahmen ergriffen, diesem entgegenzuwirken. So wurden beispielsweise die Ausbildungsaktivitäten in verschiedenen Ausbildungsberufen verstärkt.

Energieeffizienzgesetz

Im September 2023 wurde vom Bundestag das Energieeffizienzgesetz (EnEfG) verabschiedet, das klare Ziele, Maßnahmen und Standards für Energieeffizienz definiert. Mit dem Gesetz wird ein klarer gesetzlicher und sektorübergreifender Rahmen geschaffen, um die Energieeffizienz in Deutschland erheblich zu verbessern. Das Gesetz ist am 18. November 2023 in Kraft getreten und markiert damit einen wichtigen Schritt in der nationalen Energiepolitik. Mit dem Energieeffizienzgesetz werden wesentliche Anforderungen der neu gefassten EU-Energieeffizienzrichtlinie (EED) umgesetzt.

Das Energieeffizienzgesetz (EnEfG) setzt wichtige Regelungen zur Steigerung der Energieeffizienz in Deutschland. Beginnend mit konkreten Zielen für die Reduzierung des Primär- und Endenergieverbrauchs bis 2030. Zudem sind Bund und Länder ab 2024 verpflichtet, jährlich Energieeinsparmaßnahmen umzusetzen, um bis 2030 jeweils 45 TWh (Bund) und 3 TWh (Länder) einzusparen. Drittens sollten Bund, Länder und Kommunen eine Vorbildfunktion einnehmen, indem sie Energie- und Umweltmanagementsysteme einführen und jährlich zwei Prozent Endenergie einsparen. Unternehmen mit einem Jahresenergieverbrauch von über 7,5 Gigawattstunden sind ebenfalls verpflichtet, Energie- oder Umweltmanagementsysteme zu implementieren. Unternehmen mit einem Verbrauch von über 2,5 Gigawattstunden müssen konkrete Pläne für wirtschaftliche Energieeffizienzmaßnahmen entwickeln und veröffentlichen. Fünftens müssen Rechenzentren Standards zur Energieeffizienz, zur Nutzung erneuerbarer Energien und zur Transparenz des Energieverbrauchs erfüllen. Schließlich sollte Abwärme vorrangig vermieden und, falls dies nicht möglich ist, anderweitig genutzt werden.

Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle überprüft stichprobenartig, ob die Vorgaben eingehalten werden und ob Energie- oder Umweltmanagementsysteme eingerichtet sowie Umsetzungspläne für Energieeinsparmaßnahmen umgesetzt wurden. Gleichzeitig überwacht die Bundesstelle für Energieeffizienz die Einhaltung der Vorschriften und deren Umsetzung. Die Bundesregierung überprüft insgesamt die Wirksamkeit des Gesetzes und die Fortschritte Deutschlands bei der Erreichung der Energieziele, die erstmals im Jahr 2027 evaluiert werden. Auf dieser Grundlage können Entscheidungen zur Anpassung gesetzlicher Regelungen oder weitere Maßnahmen zur Förderung der Energieeffizienz getroffen werden.

Der Energieverbrauch der BKB Profiltechnik GmbH liegt weit unterhalb der für den Regelungsrahmen derzeit relevanten Mengen.

NIS 2-Richtlinie

Mit der Einführung der NIS-2-Richtlinie möchte die Europäische Union (EU) ein gemeinsames Cybersicherheitsniveau innerhalb ihrer Mitgliedsstaaten schaffen und damit die Widerstandsfähigkeit gegenüber Cyberbedrohungen stärken. Die Richtlinie umfasst Cybersicherheitsmaßnahmen für Unternehmen, indem sie umfassende Anforderungen in den Bereichen Risikomanagement, Meldung von Vorfällen, technische Sicherheitsmaßnahmen und Governance festlegt. Bis zum 17. Oktober 2024 müssen die EU-Mitgliedstaaten den derzeitigen Referentenentwurf in nationales Recht umsetzen. Deutschland beabsichtigt, die Umsetzung mit dem Erlass des deutschen NIS2-Umsetzungsgesetzes (NIS2UmsuCG) im März 2024 zu beginnen, so dass den betroffenen Einrichtungen und Unternehmen ein Zeitraum von sechs Monaten zur Umsetzung der neuen Verpflichtungen zur Verfügung steht.

Die NIS 2-Richtlinie erweitert die bisherige Regelung für Kritische Infrastrukturen (KRITIS) und führt ein Mehrklassensystem für Betreiber ein, das zwischen besonders wichtigen und wichtigen Einrichtungen unterscheidet. Betroffen sind nicht nur Betreiber kritischer Anlagen im klassischen Sinne, sondern auch neue Anlagen in Abhängigkeit von der Unternehmensgröße sowie Bundeseinrichtungen und einige Sonderfälle.

Die Aufsichtsbehörden erhalten durch die Umsetzung von NIS 2 erweiterte Befugnisse, die eine Registrierungspflicht, Nachweis- und Meldepflichten umfassen. Die bisher auf verschiedene Behörden wie das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) und die Bundesnetzagentur (BNetzA) verteilte Regulierung soll durch diese Änderung trotz Aufgabenzuwachs vereinfacht werden.

Um die neuen Regelungen durchzusetzen, werden erweiterte Sanktionsvorschriften eingeführt, die neue Bußgeldtatbestände beinhalten. Diese Maßnahmen unterstreichen die Ernsthaftigkeit der EU und der deutschen Regierung, die Cybersicherheit zu stärken und die Widerstandsfähigkeit gegen Cyberbedrohungen zu erhöhen.

Die BKB Profiltechnikg GmbH fällt bis auf weiteres nicht in den Regelungsbereich der Richtlinie.

Corporate Sustainability Due Diligence Directive (CSDD) und Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz (LkSG)

Die Corporate Sustainability Due Diligence Directive (CSDDD) zielt darauf ab, nachhaltiges und verantwortliches Wirtschaften zu fördern, indem Unternehmen verpflichtet werden, negative Auswirkungen ihrer Geschäftstätigkeit auf Menschenrechte und Umwelt zu identifizieren und zu vermeiden. Diese Verpflichtungen erstrecken sich auf die gesamte Wertschöpfungskette innerhalb und außerhalb Europas. Mit der Richtlinie wird ein harmonisierter Rechtsrahmen in der EU geschaffen, der Rechtssicherheit bietet und für gleiche Wettbewerbsbedingungen sorgt.

Der Ausschuss der Ständigen Vertreter (COREPER) hat am 15. März 2024 gegen den anfänglichen Widerstand einiger Mitgliedstaaten, darunter auch Deutschland, einen geänderten Vorschlag zur Richtlinie über die Sorgfaltspflicht von Unternehmen im Bereich der Nachhaltigkeit (CSDDD) verabschiedet. Die Änderungen beziehen sich insbesondere auf den Geltungsbereich: Unternehmen aus der EU müssen nun mehr als 1.000 Mitarbeiter (statt bisher 500) und einen jährlichen weltweiten Nettoumsatz von mehr als 450 Mio. EUR (bisher 150 Mio. EUR) aufweisen. Für Unternehmen aus Nicht-EU-Staaten gilt die Richtlinie ab einem jährlichen Nettoumsatz in der EU von mindestens 450 Mio. EUR (bisher 300 Mio. EUR). Für die erstmalige Anwendung der Richtlinie sind zudem längere Übergangsfristen vorgesehen.

Dementsprechend werden nun Erweiterungen der CSDDD in das deutsche Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz (LkSG) überführt und das nationale Gesetz dahingehend angepasst. Das LkSG verpflichtet Unternehmen zur Übernahme von Verantwortung für ihre gesamte Lieferkette, insbesondere in Bezug auf Menschenrechte und Umweltschutz. Zu den wichtigsten Anforderungen gehören die Durchführung von Risikoanalysen, die Umsetzung präventiver Maßnahmen, um Verstöße zu verhindern, Abhilfemaßnahmen bei Verstößen zu ergreifen und die Einrichtung eines Beschwerdemechanismus. Zudem müssen Unternehmen über ihre Maßnahmen und deren Wirksamkeit Bericht erstatten. Bei Verstößen können erhebliche Bußgelder verhängt werden. Grundlage des Gesetzes ist eine Reihe international anerkannter Abkommen im Bereich der Menschenrechte und des Umweltschutzes.

Die CSDDD und das LkSG setzten sich beide für verantwortungsvolle Unternehmenspraktiken ein und sind dadurch thematisch miteinander verbunden, wobei die CSDDD einen breiteren, EU-weiten Ansatz verfolgt und das LkSG spezifische Anforderungen auf nationaler Ebene in Deutschland definiert. Die Erfüllung der Sorgfaltspflichten entlang der Wertschöpfungskette nach LkSG und zukünftig nach CSDDD sind für die BKB Profiltechnik GmbH nicht unmittelbar relevant. Im Zuge von Kundenforderungen kann auch die BKB Profiltechnik GmbH zukünftig zunehmend betroffen sein. Zudem sind die Förderung von Menschenrechten, Arbeitsschutz und Umweltschutz wichtige Bestandteile der Unternehmenspolitik. Entsprechende Verhaltensregeln und Verpflichtungen wurden seitens der BKB Profiltechnik GmbH bereits formuliert.

Nachhaltigkeitsbewertungsstandards

Nachhaltigkeit ist nicht mehr nur ein Begriff, sondern eine weltweite Bewegung, die von allen Seiten vorangetrieben wird und Gegenstand von Forderungen verschiedener Interessengruppen ist. Heutige Kunden sind zunehmend umwelt- und sozialbewusst und bevorzugen verantwortungsvollhandelnde Unternehmen mit ähnlichen Werten. Nachhaltig agierende Unternehmen ziehen zudem vermehrt Investitionen an, was auch KMUs zusätzliche Finanzierungsmöglichkeiten eröffnen könnte. Auch die Lieferkette verlangt zunehmend nachhaltige Praktiken, was den Druck auf kleinere Zulieferer erhöht, Standards einzuhalten. Um diesen verschiedenen Anforderungen gerecht zu werden, gibt es mehrere Plattformen, die die Nachhaltigkeitsleistung eines Unternehmens transparent abfragen und darstellen. Bespielhaft sind hier folgende Standards zu nennen: Self-Assessment-Questionnaire 5.0 (SAQ 5.0) , Science Based Targets (SBTi) und EcoVadis.

Die BKB Profiltechnik GmbH wird aktuell nur vereinzelt mit Forderungen bezüglich Nachhaltigkeitsbewertungsstandards konfrontiert. Diesen kommen wir in jedem Fall nach und stellen uns darauf ein, dass das Thema bei den Kunden zukünftig an Bedeutung gewinnen wird.

Carbon Border Adjustment Mechanism (CBAM)

Im Dezember 2022 einigte sich die EU auf die Einführung eines CO 2 -Grenzausgleichsmechanismus, bekannt als CBAM. Ziel des CBAM ist der Erwerb spezieller CBAM-Zertifikate durch Importeure in der EU zum Ausgleich von Preisunterschieden zwischen den Kohlenstoffpreisen im Herkunftsland der Produkte und den höheren Preisen im Rahmen des EU-Emissionshandelssystems. Die Regelung gilt zunächst für EU-Unternehmen, die bestimmte Produkte wie Eisen, Stahl, Zement, Aluminium, Strom, Düngemittel, Wasserstoff sowie bestimmte vor- und nachgelagerte Produkte einschließlich weiterverarbeiteter Formen aus Ländern außerhalb der EU einführen. Bis 2030 soll das System auf alle Industriegüter ausgeweitet werden. Bereits seit dem 1. Oktober 2023 sollen im Rahmen einer Übergangsphase erste Meldepflichten für die betroffenen Unternehmen gelten. Für das Jahr 2026 ist die endgültige Umsetzung des CBAM geplant.

Mit dem CO 2 -Grenzausgleichssystem werden Importeure in Zukunft verpflichtet, die mit ihren Produkten verbundenen Emissionen zu deklarieren. Da die BKB Profiltechnik GmbH keine Waren direkt importiert, ist das Unternehmen aktuell nicht unmittelbar betroffen, jedoch mittelbar durch zu erwartende Auswirkungen auf Importkontingente und Preise.

Die BKB Profiltechnik GmbH ist sich den oben genannten Risiken bewusst und behandelt diese mit der gebotenen Sorgfalt. Vor diesem Hintergrund werden kontinuierlich Strategien entwickelt und etabliert, um mögliche negative Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit zu minimieren und die Resilienz des Unternehmens zu stärken.

 

Sundern, den 07.10.2024

BKB-PROFILTECHNIK GMBH

gez. Paul Bültmann

gez. Alexandra Bültmann-Keller

Geschäftsführung

BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2023

BKB-PROFILTECHNIK GMBH, SUNDERN

AKTIVA

31.12.2023
31.12.2022
T€
A. ANLAGEVERMÖGEN 1.410.587,13 1.757
I. Sachanlagen 298.324,00 455
1. Technische Anlagen und Maschinen 90.705,00 119
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 207.619,00 336
II. Finanzanlagen 1.112.263,13 1.302
1. Sonstige Ausleihungen 1.111.229,30 1.301
2. Genossenschaftsanteile 1.033,83 1
B. UMLAUFVERMÖGEN 5.795.513,03 6.122
I. Vorräte 1.228.950,35 1.372
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 697.189,38 787
III. Wertpapiere 455.482,48 451
IV. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 3.413.890,82 3.512
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 14.740,00 15
D. AKTIVER UNTERSCHIEDSBETRAG AUS DER VERMÖGENSVERRECHNUNG 277.419,73 165
7.498.259,89 8.059

PASSIVA

31.12.2023
31.12.2022
T€
A. EIGENKAPITAL 6.931.621,60 7.034
I. Gezeichnetes Kapital 51.129,19 51
II. Gewinnrücklagen 800.000,00 800
III. Gewinnvortrag 5.983.389,62 5.691
IV. Jahresüberschuss 97.102,79 492
B. RÜCKSTELLUNGEN 346.196,00 398
C. VERBINDLICHKEITEN 220.442,29 627
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 176,67 2
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: € 176,67 (Vorjahr: T€ 2)
2. Übrige Verbindlichkeiten 220.265,62 625
7.498.259,89 8.059

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

2023
2022
T€
1. Rohergebnis 5.315.646,39 6.407
2. Personalaufwand -3.067.605,68 -3.169
a) Löhne und Gehälter -2.417.364,57 -2.562
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -650.241,11 -607
3. Abschreibungen -128.570,33 -141
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -128.570,33 -141
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen -2.018.310,69 -2.282
5. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 4.256,48 5
- : € 0,00 (Vorjahr: T€ 0)
6. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 51.580,92 37
- davon aus verbundenen Unternehmen: € 0,00 (Vorjahr: T€ 0)
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -15.351,00 -108
- davon an verbundene Unternehmen: € 0,00 (Vorjahr: T€ 0)
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -42.508,30 -255
9. Ergebnis nach Steuern 99.137,79 494
10. Sonstige Steuern -2.035,00 -2
11. Jahresüberschuss 97.102,79 492

ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

BKB-PROFILTECHNIK GMBH, SUNDERN

A. ALLGEMEINE ANGABEN ZUM JAHRESABSCHLUSS AUF DEN 31.12.2023

Die BKB Profiltechnik GmbH, Sundern, ist unter der Handelsregister-Nummer HR B 1174 beim Amtsgericht Arnsberg eingetragen.

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß § 242 ff. und 264 ff. HGB aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften.

Bei der Erstellung des Anhangs wurden daher die größenabhängigen Erleichterungen gemäß § 288 Abs. 2 HGB in Anspruch genommen.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses wurden die Gliederungsvorschriften nach § 266 und § 275 HGB in Anspruch genommen.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren (§ 275 Abs. 2 HGB) aufgestellt.

B. ANGABEN ZU DEN BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGS- UND AUSWEISMETHODEN

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten aktiviert und ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer entsprechend linear, im Zugangsjahr zeitanteilig, abgeschrieben. Dabei werden entgeltlich erworbene EDV-Programme über eine betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von drei bis fünf Jahren abgeschrieben.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. In die Herstellungskosten selbsterstellter Anlagen sind neben den Einzelkosten auch anteilige Gemeinkosten und durch die Fertigung veranlasste Abschreibungen einbezogen. Soweit die beizulegenden Werte einzelner Vermögensgegenstände dauerhaft ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Geringwertige Wirtschaftsgüter bis EUR 800 werden im Jahr des Zugangs direkt als Aufwand erfasst.

Bei den Finanzanlagen sind die Ausleihungen grundsätzlich zum Nennwert bilanziert.

Die Vorräte werden zu fortgeschriebenen Anschaffungs- und Herstellungskosten bzw. zu den niedrigeren Tageswerten angesetzt.

Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu Einstandspreisen oder zu niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag aktiviert.

Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind auf Basis von Einzelkalkulationen, die auf der aktuellen Betriebsabrechnung beruhen, zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen berücksichtigt werden. Kosten der allgemeinen Verwaltung wurden nicht aktiviert.

In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet, d.h. es wurden von den voraussichtlichen Verkaufspreisen Abschläge für noch anfallende Kosten und angemessenen Gewinn vorgenommen.

Handelswaren sind zu Anschaffungskosten oder zu niedrigeren Marktpreisen bilanziert.

Die Bewertung der Vorräte erfolgte seit dem 1. Januar 2018 mit dem handels- und steuerrechtlich gleichermaßen zulässigen Durchschnitt-Verfahren, um ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage auszuweisen.

Der Ansatz von Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen erfolgt grundsätzlich zu Nennwerten; alle erkennbaren Einzelrisiken und das allgemeine Kreditrisiko werden durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Einzelrisiken wird durch die Bildung von Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Zur Deckung des allgemeinen Kreditrisikos wird bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen weiterhin eine Pauschalwertberichtigung des Forderungsbestandes in Höhe von 1,0 % vorgenommen.

Die Wertpapiere des Umlaufsvermögens werden mit den Anschaffungskosten bilanziert und nach dem strengen Niederstwertprinzip bewertet.

Die Bewertung der liquiden Mittel erfolgt zu Nennwerten.

Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Bilanzstichtag angesetzt, sofern sie Aufwand über eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Die Pensionsrückstellungen sind gemäß § 253 HGB bewertet. Die versicherungsmathematische Berechnung erfolgte nach der sogenannten projectet unit credit method. Es wurden die Sterbetafeln nach Heubeck aus dem Jahre 2018 angewendet.

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohende Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d.h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt.

Sonstige Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre, der gemäß Rückstellungsverordnung von der Deutschen Bundesbank ermittelt wird, abgezinst.

Verbindlichkeiten sind zu ihren Erfüllungsbeträgen ausgewiesen. Sämtliche Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

C. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im beigefügten Anlagespiegel dargestellt.

Finanzanlagen

Die Finanzanlagen beinhalten Geschäftsanteile an der Volksbank Sauerland eG, Arnsberg.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr Restlaufzeiten weniger als einem Jahr.

Sonstige Vermögensgegenstände, die erst nach dem Abschlussstichtag rechtlich entstanden (§268 Abs. 4 HGB) bestanden nicht.

Zum 31.12.2023 bestehen keinerlei Forderungen gegen Gesellschafter.

Rechnungsabgrenzungsposten

Die aktive Rechnungsabgrenzung enthält im Voraus bezahlte sonstige Aufwendungen. Aufwendungen.

Eigenkapital

Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt TEUR 51.

Pensionsrückstellungen

Die Pensionsrückstellungen werden unter Berücksichtigung der nach dem BilMoG geltenden Bewertungsvorschriften bewertet. Dabei erfolgte die Bewertung nach der sogenannten projected unit credit method (PUC-Verfahren) unter Zugrundelegung eines Rechnungszinses von 1,78 % und eines Rententrends von 2,00 %. Zudem wurden die Sterbetafeln nach Heubeck aus dem Jahre 2018 (Vj. 2018) verwendet.

Bei dem Zinssatz handelt es sich um den von der Deutschen Bundesbank ermittelten und veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre für eine pauschal angenommene Restlaufzeit von 15 Jahren. Aus der Bewertungsänderung (Wechsel von dem 7-Jahres-Durchschnitt auf den 10-Jahres-Durchschnitt) bei den Zinssätzen der Pensionsrückstellungen resultiert zum 31.12.2023 ein Unterschiedsbetrag in Höhe von EUR 55 (geringere Rückstellung). Der Unterschiedsbetrag unterliegt der Ausschüttungssperre.

Zum 01.01.2010 ergab sich aus der Neubewertung der Pensionsrückstellungen eine Unterdotierung in Höhe von EUR 164.257. Es wurde von dem Wahlrecht nach Artikel 67 Absatz 1 EGHGB Gebrauch gemacht, eine Verteilung der erforderlichen Zuführung über einen Zeitraum von 15 Jahren vorzunehmen. Daher wird beginnend ab dem Geschäftsjahr 2010 in jedem Jahr ein Betrag in Höhe von EUR 10.950 den Pensionsrückstellungen zugeführt. Zum 31.12.2023 beträgt der noch nicht in der Bilanz ausgewiesene Betrag der Unterdotierung EUR 10.956.

Das Deckungsvermögen zum 31.12.2023 betrifft zwei Wertpapierdepots sowie diverse Geldkonten. Die Bewertung erfolgte zum Zeitwert. Der Gesamtwert des Deckungsvermögens betrug zum 31.12.2023 EUR 1.097.749,73.

Aufgrund der Vorschrift des § 246 Absatz 2, Satz 2 HGB waren die Passivwerte der Pensionsrückstellungen zum 31.12.2023 mit dem Zeitwert des Deckungsvermögens bestehender Wertpapierdepots und Geldkonten zu verrechnen. Da der beizulegende Zeitwert des Deckungsvermögens zum 31.12.2023 den Betrag der Schulden übersteigt, ist der übersteigende Betrag gemäß § 246 Abs. 2 Satz 3 HGB unter dem gesonderten Posten "Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung" zu aktivieren.

Der Aktive Unterschiedsbetrag aus der Vermögensrechnung ergibt sich aus:

Pensionsverpflichtungen zum 31.12.2023 EUR 831.286,00
abzüglich Unterdotierung zum 31.12.2023 EUR 10.956,00
Zwischensumme EUR 820.330,00
Deckungsvermögen zum 31.12.2023 EUR 1.097.749,73
Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung EUR -277.419,73

Zum Ende des Geschäftsjahres 31.12.2023 ergibt sich aus dem Bilanzvergleich zwischen Handels- und Steuerbilanz ein Überhang an aktiven latenten Steuern. Es wurde von dem Wahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB Gebrauch gemacht, die aktiven latenten Steuern nicht in der Bilanz auszuweisen.

Sonstige Rückstellungen

Bei den unter der Bilanzposition "Sonstige Rückstellungen" bilanzierten Beträgen handelt es sich im Wesentlichen um Rückstellungen für Personalaufwendungen, Gewährleistungsverpflichtungen, Jahresabschlusskosten sowie Kosten für die Aufbewahrung von Geschäftsunterlagen.

Bei der Berechnung der Rückstellung für die Aufbewahrung von Geschäftsunterlagen wurde eine Preissteigerung von jährlich 2,0 % zu Grunde gelegt. Die Abzinsung der Rückstellung erfolgte gemäß § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB.

D. ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

Sonstige betriebliche Erträge

In den Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung sind keine wesentlichen periodenfremden Erträge enthalten.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind keine wesentlichen periodenfremden Aufwendungen enthalten.

Unter der Position Zinsaufwendungen sind Aufwendungen für die Abzinsung Pensionen in Höhe von TEUR 15 enthalten.

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag belasten im Umfang von EUR 42.508 (Vorjahr EUR 253.720) das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit.

E. NACHTRAGSBERICHT

Zwischen Bilanzstichtag und Erstellung des Jahresabschlusses sind keine wertbegründenden Geschäftsvorfälle von besonderer Bedeutung eingetreten, die wesentliche Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben.

F. SONSTIGE ANGABEN

Mitarbeiter

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter (inklusive zwei Geschäftsführer und Auszubildende) betrug 60 Mitarbeiter; Vj 58 Mitarbeiter.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von TEUR 286 (Vj TEUR 339). Die Verpflichtungen resultieren im Wesentlichen aus Wartungs-, Miet- und Leasingverträgen.

Prüfungs- und Beratungsgebühren

Auf die Angabe der Prüfungs- und Beratungsgebühren wird unter Anwendung der Vorschriften des § 288 Abs. 2 Satz 2 und 3 HGB i.V. mit § 285 Nr. 17 HGB verzichtet.

Der Geschäftsführung der Berichtsgesellschaft gehörten im Berichtsjahr an.

Paul Bültmann, Techniker, Sundern

Alexandra Bültmann-Keller, Dipl.-Volkswirtin, Arnsberg

Auf die Angabe der Vergütung für die Mitglieder des Geschäftsführungsorgans wurde gem. § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

 

Sundern, den 07. Oktober 2024

gez. Paul Bültmann

gez. Alexandra Bültmann-Keller

Geschäftsführung

ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN
1. Jan. 2023
Zugänge
Abgänge
31. Dez. 2023
IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE 80.851,25 0,00 0,00 80.851,25
SACHANLAGEN
Technische Anlagen und Maschinen 195.116,83 0,00 0,00 195.116,83
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 955.628,21 51.397,33 212.566,86 794.458,68
1.150.745,04 51.397,33 212.566,86 989.575,51
FINANZANLAGEN
Sonstige Ausleihungen 1.300.879,06 0,00 189.649,76 1.111.229,30
Genossenschaftsanteile 1.007,34 26,49 0,00 1.033,83
1.301.886,40 26,49 189.649,76 1.112.263,13
2.533.482,69 51.423,82 402.216,62 2.182.689,89
KUMULIERTE ABSCHREIBUNGEN
1. Jan. 2023
Zugänge
Abgänge
31. Dez. 2023
IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE 80.851,25 0,00 0,00 80.851,25
SACHANLAGEN
Technische Anlagen und Maschinen 75.684,83 28.727,00 0,00 104.411,83
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 620.425,21 99.843,33 133.428,86 586.839,68
696.110,04 128.570,33 133.428,86 691.251,51
FINANZANLAGEN
Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00
Genossenschaftsanteile 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
776.961,29 128.570,33 133.428,86 772.102,76
NETTOBUCHWERTE AKTIVIERTE FK-ZINSEN IM GESCHÄFTSJAHR
31. Dez. 2023
31. Dez. 2022
31. Dez. 2023
IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE 0,00 0,00 0,00
SACHANLAGEN
Technische Anlagen und Maschinen 90.705,00 119.432,00 0,00
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 207.619,00 335.203,00 0,00
298.324,00 454.635,00
FINANZANLAGEN
Sonstige Ausleihungen 1.111.229,30 1.300.879,06
Genossenschaftsanteile 1.033,83 1.007,34
1.112.263,13 1.301.886,40
1.410.587,13 1.756.521,40

Der Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers bezieht sich auf den Jahresabschluss in der aufgestellten Form. Die Offenlegung erfolgt in verkürzter Form gemäß §§ 325 ff. HGB.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die BKB-Profiltechnik GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der BKB-Profiltechnik GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der BKB-Profiltechnik GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Wuppertal, den 31.10.2024

Breidenbach und Partner PartG mbB
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

gez. Paglia, Wirtschaftsprüfer

gez. Wendlandt, Wirtschaftsprüfer

Angaben zur Feststellung

Die Feststellung erfolgte am 31.10.2024.

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