Stammdaten

Register
Amtsgericht Gelsenkirchen HRB 12493
Eingetragen
30.4.2004
Branche
Wärme- und KältehandelTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von landwirtschaftlichen Maschinen und GerätenTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Installationsbedarf für Gas, Wasser, Heizung und Klimatechnik
Gegenstand
Ein- und Ausfuhr von, Handel mit und Vermietung von Aggregaten und Temperatur Kontrolle Ausrüstungen nebst Zubehör und alle damit im Zusammenhang stehenden Tätigkeiten sowie Entwicklung, Realisierung und Vermarktung neuer Geschäftsmodelle basierend auf neuen Technologien und Verfahren im Zusammenhang mit erneuerbaren Energien.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Marnix Weegenaar
seit 23.1.2025
Geschäftsführer
Ingo Richard Rose
seit 1.8.2024
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Aggreko Euro Holdings B.V.NLD
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Aggreko Euro Holdings B.V.
Netherlands
5.112.919 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Aggreko Deutschland GmbH

Dorsten

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022

Geschäftsmodell

Die Aggreko Deutschland GmbH (nachfolgend „Aggreko“) ist einer der führenden Vermieter von mobilen, modularen Energie- und Klima-Aggregaten sowie Anbieter von Dienstleistungen, wie die Übernahme der Betankungen und die Auf- und Abbauleistungen. Die belieferten Industriesektoren sind dabei zahlreich und unterschiedlich. Zum Beispiel ist Aggreko in den folgenden Bereichen aktiv: Baubranche, Events, Datencenter, Chemie, Maschinenbau oder Schiffbau.

Als Teil des internationalen Aggreko-Konzerns (mit der Albion JVCo Limited, UK, als Holdinggesellschaft der Gruppe) agiert die Aggreko Deutschland GmbH als eigenständige Gesellschaft mit Sitz in Dorsten. Die deutschen Betriebsstätten von Aggreko verteilen sich neben Dorsten auf Standorte in Berlin, Leipzig, sowie in der Nähe von Frankfurt am Main, Hamburg und München. Diese Standorte ermöglichen es dem Unternehmen, seine Dienstleistungen flächendeckend in Deutschland anzubieten und Kunden in verschiedenen Regionen effizient zu betreuen.

Umwelt

Aggreko hat sich zum Ziel gesetzt, weltweit auf eine sichere verantwortungsbewusste Weise zu arbeiten, um sowohl die Gesundheit und Sicherheit unserer Mitarbeiter, Kunden und des Betriebsumfelds zu bewahren. In allen Bereichen werden Maßnahmen nicht nur zur Einhaltung der gesetzlichen Anforderungen, sondern zum Erreichen der bestmöglichen Verfahren ergriffen.

Unser Umgang mit den Umwelt Überlegungen umfasst vier zentrale Bereiche:

Energieeffizienz

Alternative Kraftstoffe

Luft- und Landqualität

Geringe Lärmimmission

Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Die preisbereinigte Bruttowertschöpfung (Quelle destatis.de) stieg im Jahr 2022 insgesamt um 1,8 % gegenüber dem Jahr 2021. Dabei verlief die Entwicklung in den einzelnen Wirtschaftsbereichen sehr unterschiedlich: Einige Dienstleistungsbereiche profitierten nach dem Wegfall nahezu aller Corona- Schutzmaßnahmen von Nachholeffekten. Besonders stark zulegen konnten die Sonstigen Dienstleister, zu denen auch die Kreativ- und Unterhaltungsbranche zählt (+6,3 %). Auch die Wirtschaftsbereiche Verkehr und Gastgewerbe profitierten von der Aufhebung der Schutzmaßnahmen. Diese beiden Bereiche sorgten für ein kräftiges Plus im zusammengefassten Wirtschaftsbereich Handel, Verkehr und Gastgewerbe (+4,0 %). Die Bruttowertschöpfung im Handel ging dagegen zurück, nachdem sie im Vorjahr noch gestiegen war. Der Bereich Information und Kommunikation knüpfte an seine langjährige, nur im ersten Corona-Jahr 2020 gebremste Wachstumsgeschichte an und verzeichnete ebenfalls einen deutlichen Zuwachs (+3,6 %).

Im Baugewerbe, das vergleichsweise gut durch die Corona-Krise gekommen war, führten Material- und Fachkräftemangel, hohe Baukosten und zunehmend schlechtere Finanzierungsbedingungen dagegen zu einem deutlichen Rückgang der Bruttowertschöpfung (-2,3 %). Die hohen Energiepreise und die immer noch eingeschränkte Verfügbarkeit von Vorprodukten bremsten auch die Wirtschaftsleistung im Verarbeitenden Gewerbe, die im Vorjahresvergleich kaum zunahm (+0,2 %). Das Verarbeitende Gewerbe litt vor allem in der ersten Jahreshälfte 2022 wie schon im Jahr 2021 unter gestörten internationalen Lieferketten. Hinzu kam der massive Anstieg der Energiepreise infolge des Kriegs in der Ukraine.

Zusammenfassend kann die Aggreko Deutschland GmbH daher feststellen, dass die positiven Erwartungen für das Jahr 2022 sich in einem starken Umsatzwachstum bei der Aggreko Deutschland GmbH niedergeschlagen haben.

Gemäß dem Kieler Konjunkturbericht für die deutsche Wirtschaft vom 05. September 2023 des IfW Kiel hat sich die deutsche Wirtschaft weiter erholt und der Zuwachs des Bruttoinlandsprodukts (BIP) betrug im Jahr 2022 weitere 1,9 Prozent. Des Weiteren gab es im Jahr 2023 eine negative Entwicklung in Höhe von -0,3 Prozent und im Jahr 2024 einen weiteren Rückgang von -0,2 Prozent (Quelle destatis.de). Für 2025 wird ein Wachstum von 0,3 Prozent erwartet (ifo Konjunkturprognose Sommer 2025).

Position von Aggreko im Markt und Wettbewerbsentwicklung

Neben kleineren regional aktiven Wettbewerbern sind die folgenden hauptsächlichen Wettbewerber zu nennen: Bredenoord GmbH, Trane Deutschland GmbH, Delta-Temp GmbH, Coolworld Rentals GmbH, Carrier Klimatechnik GmbH, Atlas Copco GmbH, ICS Cool Energy GmbH und Energyst Germany GmbH. Bredenoord GmbH und Atlas Copco GmbH sind lediglich auf dem Strommarkt, und Carrier Klimatechnik GmbH, Coolworld Rentals GmbH und ICS Cool Energy GmbH nur auf dem Klimamarkt tätig. Energyst Germany GmbH ist auf dem Strommarkt und dem Markt für Kühlanlagen tätig.

Durch die Anzahl des Vermietequipments und die Höhe des Umsatzvolumens gehört Aggreko nach wie vor zu den größeren Akteuren am Markt. Es ist geplant, weitere Marktanteile hinzuzugewinnen, indem Aggreko mit bestehenden Kunden wächst und sich zudem auf die Neu-Akquise von Kunden konzentriert.

Forschung und Entwicklung

Im Jahr 2022 wurde seitens der Aggreko Deutschland GmbH keine Forschung und Entwicklung betrieben.

Leistungsindikatoren

Wesentliche Leistungsindikatoren für Aggreko sind die Umsatzerlöse, die sich im Wesentlichen aus der Vermietung des Aggreko Equipments an Kunden ergeben, und zum anderen der Jahresüberschuss vor Steuern. Die Ausführungen zu den Entwicklungen im aktuellen Geschäftsjahr sind im Wesentlichen in der Ertragslage im Abschnitt „Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft“ und zu der Zukunftserwartung im Abschnitt „Ausblick“ dargestellt. Weitere Leistungsindikatoren, die zur Steuerung des Unternehmens herangezogen werden, sind nicht vorhanden.

Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft

Für das Jahr 2022 war ein Umsatzwachstum erwartet worden, vor allem vor dem Hintergrund, dass ein Ende der Corona-Pandemie erwartet wurde. Der vorläufige Umsatz wurde mit TEUR 60.084 beziffert, wurde jedoch mit einem festgestellten Umsatz in Höhe von TEUR 59.923 leicht verfehlt.

Das Jahr 2022 stellte für die Aggreko Deutschland GmbH ein herausforderndes und dynamisches Marktumfeld dar, das von bedeutenden geopolitischen und wirtschaftlichen Entwicklungen geprägt war und den Bereich der Energie- und Stromvermietung maßgeblich beeinflusste. Im Vergleich zu 2021 wurden die Marktbedingungen vor allem durch die anhaltende Energiekrise in Europa verschärft, die durch den Krieg in der Ukraine und die daraus resultierenden geopolitischen Spannungen weiter verstärkt wurde.

Das Ende des Jahres 2022, gekennzeichnet durch reduzierte Energieversorgung und eine erhöhte Nachfrage nach zuverlässigen Energie- und Heizlösungen, brachte sowohl Herausforderungen als auch Chancen für Aggreko mit sich. Der Konflikt in der Ukraine führte zu Unterbrechungen bei Energieimporten und zu einer erhöhten Volatilität der Energiepreise, wodurch Industrie- und Gewerbekunden verstärkt auf flexible, kurzfristige Energie- und Heizlösungen zurückgriffen, um Risiken durch Versorgungsengpässe zu minimieren.

Aggreko reagierte auf diese Marktbedingungen mit der Nutzung seiner Expertise in der schnellen Bereitstellung modularer Stromsysteme und temporärer Heizlösungen, um den dringenden Bedarf der Kunden in Zeiten der Energieunsicherheit zu decken. Die Fähigkeit des Unternehmens, skalierbare und mobile Energielösungen anzubieten, erwies sich als entscheidend, um Kunden in verschiedenen Branchen wie der Fertigung, Versorgungswirtschaft und Infrastruktur zu unterstützen.

Trotz des unsicheren makroökonomischen Umfelds blieb die Nachfrage nach temporären Energie- und Heizlösungen in Deutschland im Jahr 2022 robust. Allerdings wirkten sich Lieferkettenengpässe und gestiegene Betriebskosten, bedingt durch Inflationsdruck und logistische Herausforderungen, auf die Margen im Vergleich zum Vorjahr aus.

Zusammenfassend war 2022 ein Jahr der Anpassung und Widerstandsfähigkeit für die Aggreko Deutschland GmbH

Nichtsdestotrotz konnte die Aggreko Deutschland GmbH eine positive Geschäftsentwicklung verzeichnen. Auch wenn die Geschäftsentwicklung der Gesellschaft vom gesamtheitlichen, deutschen Konjunkturverlauf abhängig ist, konnte mit der Erschließung weiterer Industriebereiche eine höhere Auslastung unseres Vermietequipments erreicht werden, wodurch ein Umsatzwachstum realisiert wurde.

Ertragslage

Im Jahr 2022 konnte die Aggreko Deutschland GmbH ein Umsatzwachstum von rund 30,5% auf TEUR 59.923 (Vorjahr: TEUR 45.907) verzeichnen.

Die Mieterlöse stiegen dabei von TEUR 26.542 auf TEUR 36.404 und die Montage- und Serviceerlöse von TEUR 19.365 auf TEUR 23.518.

Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von TEUR 3.751 sind im Vergleich zum Vorjahr (TEUR 5.169) stark gesunken. Im Berichtsjahr sind in den sonstigen betrieblichen Erträgen hauptsächlich weiterbelastete Kosten an andere Unternehmen des Aggreko Konzerns i.H.v. TEUR 3.061 (Vorjahr TEUR 4.180) enthalten.

Die Materialaufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und Waren sind um TEUR 2.138 von TEUR 5.126 auf TEUR 7.264 gestiegen. Der Anstieg liegt vor allem im dem gestiegenen Umsatz begründet.

Die Aufwendungen für bezogene Leistungen stiegen auf TEUR 10.247 und somit im Vergleich zu 2021 (Vorjahr TEUR 7.577) um TEUR 2.671. Maßgeblich für die Steigerung der Kosten ist die Miete von Anlagen für die Weitervermietung.

Die Abschreibungen stiegen im Jahre 2022 im Vergleich zu 2021 um TEUR 521 (TEUR 4.016 zu TEUR 3.495), was im Wesentlichen durch eine außerplanmäßige Abschreibung auf ein Gebäude auf fremden Grundstück zu erklären ist.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen um TEUR 3.281 von TEUR 17.189 auf TEUR 20.470. Der Anstieg ist im Wesentlichen auf von verbundenen Unternehmen belastete Verwaltungskosten (TEUR 9.781; Vorjahr TEUR 5.187), auf erhöhte Transportkosten (TEUR 2.735; Vorjahr TEUR 2.291) gegenläufig entwickelten sich die Wertberichtigungen auf Forderungen (TEUR 4; Vorjahr TEUR 434) sowie die verschiedenen allgemeine Verwaltungs- und Vertriebskosten (TEUR 2.687 Vorjahr TEUR 4.228).

Maßgeblich für den Anstieg der Verwaltungskosten gegenüber verbundenen Unternehmen sind die erhöhten Lizenzzahlungen aufgrund des gestiegenen Umsatzes.

Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen erhöhten sich um TEUR 384 auf TEUR 436 (Vorjahr TEUR 52). Dies liegt vor allem an erhöhten Zinsen aus dem Cash-Pooling.

Die Steuern vom Einkommen und Ertrag in Höhe von TEUR 3.793 stiegen im Vorjahresvergleich (TEUR 1.189) um TEUR 2.604. Maßgeblich hierfür war neben dem erhöhten Gewinn vor Steuern das Ergebis eine Betriebsprüfung für die Jahre 2016 bis 2018.

Im Jahr 2022 betrug der Jahresüberschuss TEUR 3.603 (Vorjahr TEUR 2.512).

Vermögens- und Finanzlage

Die Vermögenslage der Aggreko Deutschland GmbH entwickelte sich stabil. Es lagen keine außerordentlichen Effekte vor, die einen Einfluss auf die Vermögenslage gehabt hätten. Ebenso entwickelte sich die Finanzlage stabil.

Die Sachanlagen stiegen im Vergleich zum Vorjahr auf TEUR 21.322 (Vorjahr TEUR 16.863). Der Anstieg war im Wesentlichen durch höhere Bestände an Mietequipment begründet.

Die Vorräte blieben mit einem Wert von TEUR 3.695 auf gleichem Niveau wie im Vorjahr (TEUR 3.661).

Die Forderungen (TEUR 21.494) stiegen im Jahre 2022 gegenüber dem Vorjahr (TEUR 11.114) deutlich. Hauptgründe waren eine Zunahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen infolge gestiegener Umsätze und längerer Zahlungsziele mit Großkunden, eine Erhöhung der Forderungen gegen verbundene Unternehmen sowie geleistete Vorauszahlungen an Lieferanten.

Zum 31. Dezember 2022 weist die Gesellschaft einen Jahresüberschuss von TEUR 3.603 (i. Vj. Jahresüberschuss TEUR 2.512) aus. Unter Berücksichtigung des Stammkapitals, der Kapitalrücklage und des Verlustvortrages besteht ein Eigenkapital in Höhe von TEUR 21.579 (i. Vj. TEUR 17.976).

Die Aggreko Deutschland GmbH ist finanziell stark in die europäische Aggreko-Gruppe eingebunden. Die Finanzlage unserer Gesellschaft erachten wir durch die Einräumung ausreichender kurzfristiger Kreditlinien anderer Unternehmen der Aggreko-Gruppe aus diesem Grunde als gesichert. Die nicht in Anspruch genommenen Kreditlinien beliefen sich auf TEUR 15.106 zum Abschlussstichtag. Somit muss die Aggreko Deutschland GmbH keine Mittel auf den Finanzmärkten aufnehmen. Derzeit werden dort keine kurzfristigen Kreditlinien in Anspruch genommen.

Die liquiden Mittel stiegen im Jahre 2022 von TEUR 257 auf TEUR 1.133. Hierin enthalten sind die Festgeldkonten, die als Kaution hinterlegt sind, mit einem Wert in Höhe von TEUR 99 (Vorjahr TEUR 99). Gleichzeitig stiegen die Verbindlichkeiten aus dem Cash-Pooling auf TEUR 9.894 (i. Vj., Verbindlichkeiten TEUR 2.692) unter anderem aufgrund einer gestiegenen Investitionstätigkeit (die Zugänge zum Anlagevermögen betrugen TEUR 8.509 im Jahr 2022). Die Zahlungsfähigkeit der Aggreko Deutschland GmbH war zu jedem Zeitpunkt im Geschäftsjahr 2022, gesichert, was allein schon aufgrund der finanziellen Einbindung in den Aggreko Konzern gegeben war.

Zusammenfassend kann festgestellt werden, dass die Vermögens- und Finanzlage wie auch schon in den Vorjahren stabil blieb.

Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung

1. Chancen und Zukunftsaussichten

Die Aggreko Deutschland GmbH ist Teil der Aggreko Gruppe, was wir als eine solide finanzielle Basis erachten. Darüber hinaus werden kontinuierlich Weiterentwicklungen an den Produkten vorgenommen, um die Wettbewerbsfähigkeit von Aggreko am Markt langfristig zu sichern.

Des Weiteren wurde die Aggreko Gruppe von einem Zusammenschluss von zwei Investoren am 17. August 2021 übernommen, welcher es sich zum Ziel gesetzt hat, die Position von Aggreko am Markt weiter auszubauen. Hierzu haben die Investoren geplant vermehrt in neues Vermietequipment zu investieren.

In der Unternehmenszentrale in Dorsten sind die wesentlichen Unternehmensfunktionen zentralisiert und die Geschäftsführung ist ständig auf die Optimierung interner Abläufe, der Prozesse und Kosteneffizienz fokussiert.

Im Vertrieb wurden neue Positionen geschaffen und auch besetzt. Somit ist Aggreko für die folgenden Jahre breiter aufgestellt und will von den geschaffenen Strukturen profitieren.

Insbesondere im Rahmen der Vertriebsstruktur will Aggreko sich weiter auf Schlüsselsektoren konzentrieren und hat neue Positionen unter diesem Aspekt geschaffen. Auch innerhalb des Vertriebsinnendienstes hat Aggreko begonnen mit einer neuen Struktur zu arbeiten, von der Aggreko sich positive Impulse verspricht.

Diese Ziele priorisieren sich wie folgt:

a)

Gewinnung weiterer Marktanteile

b)

Weiterentwicklung der bestehenden Produkte

c)

Zentralisierung wesentlicher Unternehmensfunktionen

d)

Erweiterung der Vertriebsstruktur zur Umsetzung einer Sektorstrategie

Um die Ziele zu erreichen, wurde intern derart umstrukturiert, dass jeder Sektor von einem europäischen Sektorleiter geführt wird, der mit der entsprechenden Sektorexpertise dafür sorgt, dass die inländischen Vertriebler fachlich weiterentwickelt werden, um den Kunden der entsprechenden Industriezweige eine bestmögliche Betreuung zu Teil kommen zu lassen.

Die bestehenden Produkte werden kontinuierlich durch die firmeneigene Produktion in UK weiterentwickelt.

2. Risiken

Aggreko ist in einem starken Ausmaß im Hinblick auf organisatorische und wirtschaftliche Überlegungen in die europäische Aggreko-Gruppe eingebunden und bewertet Risiken nach einer Bruttobetrachtung.

Ziel des Risiko-Management-Systems ist es, den wirtschaftlichen Erfolg unserer Gesellschaft sicherzustellen und etwaige entwicklungsbeeinträchtigende Tatsachen oder bestandsgefährdende Entwicklungen frühzeitig zu erkennen.

Die internen Kontrollsysteme, einheitliche Richtlinien sowie kontinuierliche Aus- und Weiterbildung unserer Mitarbeiter gewährleisten die Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsabläufe. Die Einhaltung der Richtlinien sowie die Zuverlässigkeit und Funktionsfähigkeit der Kontrollsysteme werden regelmäßig von einem internen Revisor geprüft.

Ein Element zur laufenden Überwachung wirtschaftlicher Risiken stellt dabei das Berichtswesen dar. Monatlich werden detaillierte interne Berichte und Auswertungen erstellt. Dabei werden die Einhaltung und Abweichung von Budgets, die Erfüllbarkeit von Prognosen sowie das Auftreten neuer Risiken untersucht. Dies führt dazu, dass Risiken frühzeitig erkannt werden.

Mögliche steuerrechtliche Risiken sichern wir durch Inanspruchnahme der konzerneigenen Fachabteilungen und durch die Betreuung professioneller Steuerberater ab. Unsere Absicherung gegen mögliche Schadensfälle wird ständig überprüft und der Versicherungsschutz dem aktuell notwendigen Stand zeitnah angepasst. Die Absicherung gegen Forderungsausfälle und Haftungsrisiken stellt für unsere Gesellschaft dabei einen Schwerpunkt dar. Dies umso mehr, als dass der Einsatz des Aggreko Equipments an sensiblen Stellen innerhalb des Kundenumfeldes stattfindet und dort helfen soll Versorgungsengpässe zu überbrücken und einen reibungslosen Fortbestand der Prozesse sicherzustellen.

Im Rahmen der laufenden Analyse unserer Risikosituation werden insbesondere die Risiken aus dem Vermietungsgeschäft sowie hiermit in Zusammenhang stehende potentielle Forderungsausfallrisiken betrachtet. Darüber hinaus stehen ebenfalls die Entwicklung der Zinsen, sowie das allgemeine Finanzierungsrisiko im Fokus der Risikoanalyse.

Das Ende des Jahres 2022, geprägt von einer eingeschränkten Energieversorgung und einer gestiegenen Nachfrage nach verlässlichen Energie- und Heizlösungen, stellte die Aggreko Deutschland GmbH vor sowohl Herausforderungen als auch neue Möglichkeiten. Da wir in hohem Maße mit lang andauernden Projekten betraut waren, wurde kein Umsatzeinbruch erwartet, vielmehr konnte der Umsatz im Jahr 2022 auf TEUR 59.923 und im Jahr 2023 auf vorläufig TEUR 71.732 gesteigert werden. Für das Jahr 2024 wurde vorläufig ein Umsatz von TEUR 59.568 erzielt.

Die laufende Analyse unserer Risikosituation hat ergeben, dass wir lediglich den branchenüblichen Risiken, die im Zusammenhang mit unserer wirtschaftlichen Betätigung stehen, ausgesetzt sind. Nach Auffassung der Geschäftsführung gibt es keine bestandsgefährdenden Risiken.

Die Risiken gewichten wir wie folgt:

a)

Fehlendes Personal und fehlendes Mietequipment

b)

Potentielle Forderungsausfälle

c)

Fehlerhaftes Berichtswesen

d)

Verstöße gegen konzerninterne Richtlinien

Maßnahmen zur Vermeidung der Risiken sind:

a)

Einstellung eines Recruiters, um den Personalbedarf zu decken, und Erwerb von neuem Mietequipment

b)

wöchentliche Meetings zur Sicherstellung, dass offene Forderungen entsprechend eingetrieben werden

c)

monatliche Kontrolle des Berichtswesens

d)

fortlaufende Überprüfung der Einhaltung der konzerninternen Richtlinien durch speziell zugeteilte Mitarbeiter

Prognosebericht

Die Effekte des wirtschaftlichen Umfeldes auf Aggreko sind auch weiterhin schwer einzuschätzen. Die Vergangenheit hat gezeigt, dass die breite Ausrichtung der Aggreko Deutschland GmbH etwaige negative Entwicklungen in einzelnen Industriebereichen ausgleichen kann. So hat sich zum Beispiel durch den Ukraine-Krieg die Möglichkeit ergeben ein weiteres Heizungsprodukt als Alternative zu Gasheizungen zu vermieten.

Um auf ausbleibende Zahlungen in einigen Branchen vorbereitet zu sein, wird ein starker Fokus auf den Debitorenbereich gelegt. So werden Kreditlinien intensiver geprüft und ein starkes Augenmerk auf das Forderungsmanagement gelegt, um die Gefahr von Forderungsausfällen aufgrund von Kundeninsolvenzen zu minimieren. Daneben werden weitere Kosteneinsparungspotentiale ausgewertet, Sparpläne durchgeführt und die Vertriebsstrategien überprüft. Zu diesen Vertriebsstrategien gehört der stärkere Fokus auf Schlüsselsektoren, sowie eine neue Ausrichtung des Innendienstes.

Im Geschäftsjahr 2023 wurde vorläufig ein Umsatz von TEUR 71.732 und ein Jahresüberschuss vor Steuern von TEUR 7.412 generiert. Für das Jahr 2024 wurde vorläufig ein Umsatz von TEUR 59.568 erzielt und ein Jahresüberschuss vor Steuern in Höhe von TEUR 5.769 generiert. Für das Jahr 2025 wird ein Umsatz von TEUR 63.481 und ein Jahresüberschuss vor Steuern in Höhe von TEUR 6.832 erwartet.

 

Dorsten, 30.06.2025

Aggreko Deutschland GmbH

Geschäftsführung

Ingo Rose

Marnix Weegenaar

Bilanz zum 31. Dezember 2022

AKTIVSEITE

31.12.2022 Vorjahr
EUR EUR EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 369.489,43 1.184.313,83
2. Technische Anlagen und Maschinen 17.778.601,11 12.759.724,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 598.398,56 747.483,97
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 2.575.398,22 2.171.413,95
21.321.887,32 16.862.935,75
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte
1. Hilfs- und Betriebsstoffe 246.706,53 169.738,80
2. unfertige Leistungen 3.036.117,90 3.036.117,90
3. Waren 412.482,90 454.853,95
3.695.307,33 3.660.710,65
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 15.956.389,75 8.545.442,70
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 2.628.975,33 1.272.466,87
3. Sonstige Vermögensgegenstände 2.908.805,32 1.295.742,73
21.494.170,40 11.113.652,30
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 1.133.404,36 256.756,35
26.322.882,09 15.031.119,30
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 32.673,43 10.563,73
47.677.442,84 31.904.618,78

PASSIVSEITE

31.12.2022 Vorjahr
EUR EUR EUR
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 5.112.919,00 5.112.919,00
II. Kapitalrücklage 78.912.694,22 78.912.694,22
III. Verlustvortrag (66.049.863,00) (68.562.226,82)
IV. Jahresüberschuss 3.603.128,58 2.512.363,82
21.578.878,80 17.975.750,22
B. SONDERPOSTEN FÜR ZUSCHÜSSE UND ZULAGEN 708,84 4.763,74
C. RÜCKSTELLUNGEN
I. Steuerrückstellungen 2.203.065,45 0,00
2. Sonstige Rückstellungen 8.382.875,33 7.171.282,32
10.585.940,78 7.171.282,32
D. VERBINDLICHKEITEN
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 38.463,11 78.813,49
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.960.053,60 1.525.615,73
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 11.458.557,31 4.305.104,06
4. Sonstige Verbindlichkeiten 2.019.528,85 762.934,25
15.476.602,87 6.672.467,53
E. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 35.311,55 80.354,97
47.677.442,84 31.904.618,78

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022

2022 Vorjahr
EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 59.922.787,30 45.906.973,13
2. Sonstige betriebliche Erträge 3.751.644,52 5.169.163,69
3. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren (7.263.780,17) (5.126.025,14)
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen (10.247.834,88) (7.576.808,03)
(17.511.615,05) (12.702.833,17)
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter (12.089.719,17) (12.013.662,00)
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung (1.753.668,22) (1.912.232,89)
- davon für Altersversorgung: EUR 15.984,29 (Vj.: EUR 8.745,20)
(13.843.387,39) (13.925.894,89)
5. Abschreibungen auf Sachanlagen (4.016.483,12) (3.495.474,30)
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen (20.469.691,88) (17.189.109,86)
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.037,00 503,00
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen (436.104,32) (52.116,49)
- davon an verbundene Unternehmen: EUR 377.497,51 (Vj.: EUR 32.758,22)
- davon aus Aufzinsung: EUR 14.749,81 (Vj.: EUR 19.153,00)
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (3.793.064,54) (1.189.011,70)
10. Ergebnis nach Steuern 3.605.122,52 2.522.199,41
11. Sonstige Steuern (1.993,94) (9.835,59)
12. Jahresüberschuss 3.603.128,58 2.512.363,82

Anhang für das Geschäftsjahr 2022

I. Allgemeine Angaben

Die Aggreko Deutschland GmbH, Dorsten, eingetragen unter HR B 12493 im Handelsregister beim Amtsgericht Gelsenkirchen, ist zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2022 eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB.

Der Jahresabschluss wird nach den Rechnungslegungsvorschriften für Kapitalgesellschaften des Handelsgesetzbuches (HGB) unter Berücksichtigung des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

Der Abschluss wurde in Euro aufgestellt. Der Anhang und Lagebericht sind in TEUR dargestellt, sodass Rundungsdifferenzen zu den sich mathematisch genau ergebenden Werten (Geldeinheiten, Prozentangaben usw.) auftreten können. Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang anzubringen sind, weitestgehend im Anhang aufgeführt. Ergänzend zum § 266 HGB wurde der Sonderposten für Zuschüsse und Zulagen eingeführt.

II. Angaben zu den Bilanzierungs-, Bewertungs- und Ausweismethoden

1. Bilanzierung und Bewertung der Aktivposten

Entgeltlich von Dritten erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten aktiviert und ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer entsprechend linear, im Zugangsjahr zeitanteilig, abgeschrieben. Soweit die beizulegenden Werte einzelner immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen.

Sachanlagen sind mit den Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen grundsätzlich zeitanteilig. Soweit die beizulegenden Werte einzelner Vermögensgegenstände ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen. Die gewöhnliche Nutzungsdauer für Grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken beträgt zwischen 3 und 22 Jahren, die der Technischen Anlagen und Maschinen zwischen 3 und 12 Jahren und die der anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung zwischen 3 und 20 Jahre. Unter den technischen Anlagen und Maschinen werden ausschließlich die Vermietgeräte ausgewiesen.

In Bezug auf die Bilanzierung geringwertiger Wirtschaftsgüter wird handelsrechtlich die steuerrechtliche Regelung des § 6 Abs. 2 EstG angewendet. Anschaffungskosten von abnutzbaren beweglichen Vermögensgegenständen des Anlagevermögens, die einer selbständigen Nutzung fähig sind, werden im Geschäftsjahr der Anschaffung in voller Höhe als Aufwand erfasst, wenn die Anschaffungskosten, vermindert um einen darin enthaltenen Vorsteuerbetrag, für das einzelne Wirtschaftsgut € 800 nicht übersteigen.

Für Kabel und Kabelschläuche ist im Sachanlagevermögen ein Festwert gemäß § 240 Abs. 2 HGB gebildet worden, welcher als Teil der technischen Anlagen und Maschinen berücksichtigt ist.

Die Vorräte sind zu Anschaffungskosten und unter Berücksichtigung des strengen Niederstwertprinzips bewertet. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und/oder niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Wertabschläge berücksichtigt. Unfertige Erzeugnisse und Waren wurde verlustfrei bewertet, d.h. soweit die voraussichtlichen Verkaufspreise abzüglich der bis zum Verkauf anfallenden Kosten zu einem niedrigeren beizulegenden Wert führen, wurden entsprechende Abwertungen vorgenommen.

Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen; uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben.

Kurzfristige Fremdwährungsforderungen (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) sowie liquide Mittel oder andere kurzfristige Vermögensgegenstände in Fremdwährungen werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

Die flüssigen Mittel sind zum Nennwert am Bilanzstichtag angesetzt.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

Latente Steuern werden auf die Unterschiede in den Bilanzansätzen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz angesetzt, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Aktive und passive latente Steuern werden saldiert ausgewiesen. Wie im Vorjahr wurde auf eine Aktivierung des latenten Steuerüberhangs verzichtet. Die Differenzen zwischen Handels- und Steuerbilanz, welche zu aktiven latenten Steuern führten, resultieren im Wesentlichen aus Unterschieden bei der Bewertung der Sachanlagen. Der Steuersatz, der zugrunde gelegt wurde, beträgt 31,77%.

2. Bilanzierung und Bewertung der Passivposten

Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert.

Für erhaltene Investitionszuschüsse wird ein Sonderposten gebildet, der korrespondierend zu der Nutzungsdauer der geförderten Anlagegüter aufgelöst wird.

Die Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt.

Die Verbindlichkeiten sind zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Fremdwährungsumrechnung (Verbindlichkeiten)

Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem historischen Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung erfasst. Bilanzposten werden zum Stichtag wie folgt bewertet:

Langfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten (Restlaufzeit von mehr als einem Jahr) werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet, solange keine Abwertung vorzunehmen ist (unter Beachtung des Realisations- und Imparitätsprinzips).

Kurzfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

III. Erläuterungen zu Bilanzposten

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt.

Die Zugänge im Sachanlagevermögen betreffen im Wesentlichen den Erwerb von technischen Anlagen und Maschinen sowie von Aggregaten und sonstigen Vermögensgegenständen des Sachanlagevermögens in Höhe von insgesamt TEUR 8.509 in 2022.

Für Kabel und Kabelschläuche haben wir seit 2006 - abweichend vom Grundsatz der Einzelbewertung - sowie für übriges Equipment von nachrangiger Bedeutung einen Festwert angesetzt. Dieser wird im Geschäftsjahr 2022 mit einem Wert von TEUR 3.226 bilanziert.

Vorräte

Die im Vorratsvermögen seit dem Geschäftsjahr 2020 ausgewiesenen unfertigen Erzeugnisse sind im Rahmen der Verschmelzung der Younicos GmbH auf die aufnehmende Gesellschaft Aggreko Deutschland GmbH übergegangen. Da die Aggreko Deutschland GmbH selbst keine Fertigung betreibt, wurde angewiesen diese unfertigen Erzeugnisse an Schwestergesellschaften innerhalb des Konzerns zu veräußern, sodass bei der Gesellschaft in der Gewinn- und Verlustrechnung seit dem Geschäftsjahr 2021 keine Bestandsveränderungen mehr entstehen. Ein geringer Teil dieser unfertigen Erzeugnisse wurde bereits in 2021 veräußert, die zum 31. Dezember 2022 ausgewiesenen unfertigen Erzeugnisse wurden im Geschäftsjahr 2023 zu Buchwerten iHv TEUR 3.036 verkauft.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 2.629 (Vorjahr TEUR 1.272) resultieren ausschließlich aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr. Entsprechend der Fälligkeiten wurden Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber denselben verbundenen Unternehmen zum Bilanzstichtag verrechnet.

Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten im Wesentlichen Vorauszahlungen an Lieferanten, Körperschaft- und Gewerbesteuererstattungsansprüche, gezahlte Kautionen für angemietete Gebäude sowie Vorschüsse an Mitarbeiter.

Die gezahlten Kautionen in Höhe von TEUR 73 (Vorjahr TEUR 73) sind nicht innerhalb eines Jahres fällig.

Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten

Hierin sind Festgeldguthaben in Höhe von TEUR 99 (Vorjahr TEUR 99) enthalten, die als Kautionen hinterlegt sind.

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten

Der Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von TEUR 33 (Vorjahr TEUR 11) betrifft überwiegend Vorauszahlungen für Softwarewartung/-lizenzen.

Eigenkapital

Das im Handelsregister eingetragene und voll eingezahlte gezeichnete Kapital beträgt EUR 5.112.919.

Sonderposten für Zuschüsse und Zulagen

Der Sonderposten für Investitionszulagen beträgt zum 31. Dezember 2022 TEUR 1 (Vorjahr TEUR 5). Im Geschäftsjahr wurde eine Auflösung des Sonderpostens entsprechend der Nutzungsdauer der geförderten Anlagegüter in Höhe von TEUR 4 vorgenommen. Diese Auflösung wurde in den sonstigen betrieblichen Erträgen ergebniswirksam berücksichtigt.

Steuerrückstellungen

Die Steuerrückstellungen betragen TEUR 2.203 (Vorjahr TEUR 0).

Sonstige Rückstellungen

Die Rückstellungen wurden im Wesentlichen für noch nicht erhaltene Eingangsrechnungen TEUR 4.877 (Vorjahr TEUR 3.086) sowie personalbezogene Rückstellungen TEUR 2.514 (Vorjahr TEUR 3.553 gebildet.

Verbindlichkeiten

davon Restlaufzeit
Gesamt 2022 unter 1 Jahr 1-5 Jahre' über 5 Jahre
(Vorjahr) (Vorjahr) (Vorjahr) (Vorjahr)
TEUR TEUR TEUR TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen 11.459 11.459 0 0
Unternehmen (4.305) (4.305) (0) (0)

Die kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen aus dem Cash Pooling von TEUR 9.894 (Vorjahr TEUR 2.692) sowie in Höhe von TEUR 1.565 (Vorjahr TEUR 1.613) aus Lieferungen und Leistungen.

Alle weiteren Verbindlichkeiten sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig.

Für Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen teilweise branchenübliche Eigentumsvorbehalte an den gelieferten Gegenständen.

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Steuerverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 1.765 (Vorjahr TEUR 520) und Verbindlichkeiten aus sozialer Sicherheit in Höhe von TEUR 4 (Vorjahr TEUR 31) enthalten.

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse wurden mit 88 Prozent hauptsächlich in Deutschland erzielt. Daneben gab es Umsatzerlöse im europäischen Ausland (12 Prozent) sowie mit unter einem Prozent auch im sonstigen Ausland. Die Verteilung auf die Tätigkeitsbereiche der Gesellschaft stellt sich wie folgt dar:

2022 2021
TEUR TEUR
Mieterlöse 36.405 26.542
Montage-, Transport-, Serviceerlöse sowie übrige Erlöse 23.518 19.365
59.923 45.907

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten hauptsächlich Weiterbelastete Kosten an andere Unternehmen des Aggreko Konzerns i.H.v. TEUR 3.061 (Vorjahr TEUR 4.180). Aufgrund der konzerninternen Umgliederung eines Geschäftsbereichs wurden die dadurch entstandenen Aufwendungen des Jahres an eine Schwestergesellschaft weiterbelastet. Weiterhin sind Erträge aus Währungsumrechnung i.H.v. TEUR 145 (Vorjahr TEUR 282) enthalten.

Abschreibungen auf Sachanlagen

In den Abschreibungen auf Sachanlagen sind außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von TEUR 810 enthalten.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die Aufwendungen enthalten im Wesentlichen von verbundenen Unternehmen belastete Verwaltungskosten (TEUR 9.781, Vorjahr TEUR 5.187), Transportkosten (TEUR 2.735, Vorjahr TEUR 2.291) Mieten und Mietnebenkosten (TEUR 1.679, Vorjahr TEUR 1.630), Kraftfahrzeugkosten (Leasing und Benzin) (TEUR 1.026, Vorjahr TEUR 831), Reisekosten (TEUR 638, Vorjahr TEUR 722), Kosten für Zeitpersonal (TEUR 1.556, Vorjahr TEUR 1.186), Zuführung zur Wertberichtigung von Forderungen (TEUR 4, Vorjahr TEUR 434), Telefonkosten (TEUR 225, Vorjahr TEUR 258), Recyclingkosten (TEUR 0, Vorjahr TEUR 250) und verschiedene allgemeine Verwaltungs- und Vertriebskosten (TEUR 2.687 Vorjahr TEUR 4.228). Die Aufwendungen aus Währungskursumrechnung betragen TEUR 139 (Vorjahr TEUR 172).

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

In den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind Aufwendungen für Vorperioden in Höhe von TEUR 1.094 (Vorjahr TEUR 0) enthalten.

Sonstige Steuern

Die sonstigen Steuern enthalten die im Geschäftsjahr 2022 gezahlte Kraftfahrzeugsteuer von TEUR 2 (Vorjahr TEUR 10).

Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt aufgrund eines bestehenden Verlustvortrages vor, den Jahresüberschuss i.H.v. TEUR 3.603 auf neue Rechnung vorzutragen.

V. Sonstige Angaben

Arbeitnehmer

Im Geschäftsjahr 2022 waren durchschnittlich 149 (Vorjahr 164) Angestellte beschäftigt.

Die durchschnittliche Arbeitnehmeranzahl teilt sich auf in die Gruppen technische Angestellte (60, Vorjahr 60) und Verkaufs-/Verwaltungsangestellte (89, Vorjahr 104).

Geschäftsführung

Geschäftsführer waren im Geschäftsjahr 2022 die Herren

 

Nicolas Protais, Managing Director Aggreko Europe, Paris/Frankreich (bis zum 12. Mai 2023)

 

Philippe Mounier, Senior Vice President of Finance Aggreko Americas, Lakewood (OH)/USA (bis zum 26. Juli 2022)

 

Laurent Bouchet, Head of Finance Aggreko Europe, Boissise la Bertrand/Frankreich (ab dem 26. Juli 2022 bis zum 09. Oktober 2024)

Die Geschäftsführer haben im Geschäftsjahr 2022 keine Bezüge von der Gesellschaft erhalten.

Nach dem Geschäftsjahr 2022 haben folgende Geschäftsführerwechsel stattgefunden

 

Alan Gerard Dunne, Managing Director Aggreko UK & Ireland, Capel/United Kingdom (ab dem 12. Mai 2023 bis zum 09. Oktober 2024)

 

Ingo Rose, Managing Director Aggreko Europe North, Hünxe/Deutschland (ab dem 01. Juni 2024)

 

Marnix Weegenaar, Head of Finance Europe North, Overijsel/Niederlande (ab dem 09. Oktober 2024)

Angaben zum Honorar des Abschlussprüfers

Das für das Geschäftsjahr 2022 berechnete Honorar des Abschlussprüfers betrug EUR 78.750.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen belaufen sich bis zum Ende der Grundmietzeit auf insgesamt TEUR 3.696; davon werden TEUR 1.105 im Geschäftsjahr 2023 fällig. Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen bestehen ausschließlich gegenüber externen Dritten.

Gesellschafter und Konzernverhältnisse

Sämtliche Anteile am Kapital unserer Gesellschaft werden von der Aggreko Euro Holdings B. V., Rotterdam/Niederlande, gehalten. Über diese Gesellschaft gehört unsere Gesellschaft zum Konzern der Albion JVCo Limited, London/Großbritannien. Der Jahresabschluss unserer Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Albion JVCo Limited einbezogen, der in Großbritannien offengelegt wird.

Dieser entspricht sowohl dem größten als auch dem kleinsten Konsolidierungskreis von Unternehmen für den ein Konzernabschluss aufgestellt wird.

Der Konzernabschluss ist über unsere Gesellschaft oder unter www.companieshouse.gov.uk erhältlich.

Vorgänge von besonderer Bedeutung

Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahrs eingetreten und weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind, liegen nicht vor.

Weitere berichtenswerte Sachverhalte liegen nicht vor.

 

Dorsten, den 30. Juni 2025

Aggreko Deutschland GmbH

Die Geschäftsführung

gez. Ingo Rose

gez. Marnix Weegenaar

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2022

Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
01.01.2022 Zugänge Abgänge Umbuchungen 31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Software 103.415 0 0 0 103.415
2. Firmenwert 24.198.418 0 0 0 24.198.418
24.301.833 0 0 0 24.301.833
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.382.625 4.520 0 3.013 2.390.158
2. Technische Anlagen und Maschinen 35.579.828 5.879.460 579.721 2.033.216 42.912.783
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 12.291.111 98.014 0 57.257 12.446.382
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 2.171.414 2.526.994 29.525 -2.093.485 2.575.398
52.424.978 8.508.988 609.246 0 60.324.721
76.726.811 8.508.988 609.246 0 84.626.554
Kumulierte Abschreibungen
01.01.2022 Zugänge Abgänge Umbuchungen 31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Software 103.415 0 0 0 103.415
2. Firmenwert 24.198.418 0 0 0 24.198.418
24.301.833 0 0 0 24.301.833
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.198.311 822.358 0 0 2.020.669
2. Technische Anlagen und Maschinen 22.820.104 2.906.453 575.692 -16.683 25.134.181
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 11.543.627 287.673 0 16.683 11.847.983
4. Anlagen im Bau 0 0 0 0 0
35.562.042 4.016.483 575.692 0 39.002.833
59.863.875 4.016.483 575.692 O 63.304.666
Nettobuchwerte
31.12.2022 31.12.2021
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Software 0 0
2. Firmenwert 0 0
0 0
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 369.490 1.184.314
2. Technische Anlagen und Maschinen 17.778.601 12.759.724
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 598.398 747.484
4. Anlagen im Bau 2.575.398 2.171.414
21.321.888 16.862.936
21.321.888 16.862.936

BESTÄTIGUNGSVERMERK

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Aggreko Deutschland GmbH, Dorsten:

Eingeschränkte Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Aggreko Deutschland GmbH, Dorsten, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Aggreko Deutschland GmbH, Dorsten, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss mit Ausnahme der möglichen Auswirkungen des im Abschnitt „Grundlage für die eingeschränkten Prüfungsurteile“ beschriebenen Sachverhalts in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt mit Ausnahme dieser möglichen Auswirkungen unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht mit Ausnahme der möglichen Auswirkungen des im Abschnitt „Grundlage für die eingeschränkten Prüfungsurteile“ beschriebenen Sachverhalts insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen, mit Ausnahme der möglichen Auswirkungen dieses Sachverhalts, steht der Lagebericht in Einklang mit einem den deutschen gesetzlichen Vorschriften entsprechenden Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung mit Ausnahme der genannten Einschränkungen der Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die eingeschränkten Prüfungsurteile

Das Vorhandensein der Hilfs- und Betriebsstoffe sowie der Waren in Höhe von insgesamt T€ 659 zum 31. Dezember 2022 ist nicht hinreichend nachgewiesen, weil wir die Inventur nicht beobachten und durch alternative Prüfungshandlungen keine hinreichende Sicherheit über deren Bestand gewinnen konnten. Wir können daher nicht ausschließen, dass Änderungen insbesondere am Ausweis der Hilfs- und Betriebsstoffe und Waren, der Aufwendungen für Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren, des Jahresergebnisses sowie des Eigenkapitals zum 31. Dezember 2022 hätten vorgenommen werden müssen.

Dieser Sachverhalt beeinträchtigt möglicherweise auch die im Lagebericht erfolgte Darstellung des Geschäftsverlaufs einschließlich des Geschäftsergebnisses und der Lage der Gesellschaft sowie die Darstellung der Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung.

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere eingeschränkten Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Hinweis auf einen sonstigen Sachverhalt

Der Jahresabschluss und Lagebericht der Aggreko Deutschland GmbH für das vorherige, am 31. Dezember 2021 endende Geschäftsjahr wurden von einem anderen Abschlussprüfer geprüft, der mit Datum vom 22. Juli 2024 nicht modifizierte Prüfungsurteile zu diesem Jahresabschluss und Lagebericht abgegeben hat.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Köln, den 18. Juli 2025

Rödl & Partner GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Groll, Wirtschaftsprüfer

gez. Palmersheim, Wirtschaftsprüfer

Der Jahresabschluss zum 31.12.2022 wurde am 08.08.2025 von der Gesellschafterversammlung festgestellt.

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