expns Solutions GmbH
Selbe AdresseSonstige Überlassung von Arbeitskräften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Frederik Gempfer seit 20.5.2025 | Geschäftsführer |
Dennis Julian Stehr seit 13.3.2025 | Prokura |
Stefan Burde seit 30.12.2024 | Prokura |
Diana Felgow seit 2.12.2024 | Geschäftsführer |
Ann-Kathrin Auras seit 6.9.2022 | Prokura |
Martin Pfaller seit 26.3.2018 | Prokura |
Jörg Stehr seit 26.3.2018 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
expertum Holding GmbHHamburgJahres- und Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die expertum Holding GmbH Prüfungsurteil Wir haben den Jahresabschluss der expertum Holding GmbH, Hamburg - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden -geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses geführt hat. Grundlage für das Prüfungsurteil Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zum Jahresabschluss zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unser Prüfungsurteil zum Jahresabschluss beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Hamburg, 24. April 2023 Ernst
& Young GmbH
Weiß, Wirtschaftsprüfer Westermann, Wirtschaftsprüferin Bilanz zum 31. Dezember 2022Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für 2022
Anhang für das Geschäftsjahr 2022A. Angaben zur Form und Darstellung von Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung Die expertum Holding GmbH hat ihren Sitz in Hamburg und ist im Handelsregister des Amtsgerichts Hamburg unter der HRB-Nr. 172794 eingetragen. Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2022 ist nach den Vorschriften der §§242 ff. und 264 ff. des Handelsgesetzbuches (HGB) sowie den ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzesaufgestellt. Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr. Bei der Gesellschaft handelt es sich um eine kleine Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 1 HGB. Die Erleichterungsvorschriften des § 288 Abs. 2 HGB wurden teilweise in Anspruch genommen. Für die Gliederung der Bilanz wird § 266 Abs. 2 und 3 HGB angewendet. Forderungen gegen und Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern werden in gesonderten Posten ausgewiesen. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. Bei der Bewertung für Zwecke des handelsrechtlichen Jahresabschlusses wird von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit ausgegangen. Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, wurden Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten und davon-Vermerke ebenfalls an dieser Stelle gemacht. B. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Nachstehend geben wir, soweit dies für die Beurteilung des Jahresabschlusses wesentlich ist, eine Übersicht über die Wertansätze und die dabei ausgeübten Bilanzierungs- und Bewertungswahlrechte, die im Wesentlichen unverändert im Vergleich zum Vorjahr sind. Der Jahresabschluss wurde unter Beachtung der für alle Kaufleute geltenden Ansatz- und Bewertungsvorschriften der §§ 246 bis 256a HGB nach den Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung sowie unter Berücksichtigung der besonderen Ansatz- und Bewertungsvorschriften für Kapitalgesellschaften (§§ 264 bis 288 HGB) aufgestellt. Bei der Erstellung des Jahresabschlusses wurde der Grundsatz der Vollständigkeit eingehalten. Bei den Vermögensgegenständen und Schulden wurde der Grundsatz der Einzelbewertung angewandt. Dem Vorsichtsgrundsatz wurde Rechnung getragen. Alle erkennbaren Risiken wurden durch Rückstellungen berücksichtigt. Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sowie die Sachanlagen sind zu Anschaffungskosten und - soweit abnutzbar - vermindert um planmäßige Abschreibungen angesetzt. Die Abschreibungen werden entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer nach der linearen Methode ermittelt. Die Zugänge des Geschäftsjahres werden pro rata temporis abgeschrieben. Für geringwertige Wirtschaftsgüter mit einem Netto-Einzelwert von über EUR 250,00 bis EUR 1.000,00 wird ein Sammelposten gebildet, der jährlich pauschalierend mit 20 % abgeschrieben wird. Finanzanlagen werden mit den Anschaffungskosten oder den niedrigeren beizulegenden Werten am Bilanzstichtag bewertet. Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert ergaben sich im Geschäftsjahr 2022 nicht (Vj. TEUR 0). Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennwert (unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips) angesetzt. Die liquiden Mittel sind zum Nennwert angesetzt. Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten sind Ausgaben vor dem Stichtag, soweit Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Stichtag entsteht. Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohende Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages passiviert. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, wenn ausreichend objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Soweit Rückstellungen eine Laufzeit von über einem Jahr ausweisen, erfolgt eine Abzinsung nach § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB. Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. C. Angaben und Erläuterungen zur Bilanz 1. Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens sowie die Abschreibungen des Geschäftsjahres ergeben sich aus dem beigefügten Bruttoanlagenspiegel. 2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die sonstigen Vermögensgegenstände haben bis auf TEUR 21 (Vj. TEUR 21) eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. 3. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten Guthaben bei Kreditinstituten in Höhe von TEUR 145 sind als Sicherheitsleistung verpfändet. 4. Eigenkapital Das gezeichnete Kapital der Gesellschaft beträgt zum 31. Dezember 2022 TEUR 43 (Vj. TEUR 43). Die Gesellschafterin der expertum Holding GmbH ist die ASAP Staffing N.V., Genk, Belgien. 5. Sonstige Rückstellungen In den sonstigen Rückstellungen sind enthalten:
6. Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern beinhalten im Wesentlichen ein Darlehen. Dieses ist langfristig und im Jahr 2030 endfällig. Jährliche Tilgungen sind vereinbart, sofern bestimmte Kennzahlen erreicht werden. Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Verbindlichkeiten aus Steuern von TEUR 1.672 (Vj. TEUR 1.654). 7. Haftungsverhältnisse Zum 31. Dezember 2022 bestand ein Bürgschaftsobligo für gewährte Avale, insbesondere nach dem Arbeitnehmerüberlassungsgesetz in Höhe von TEUR 270. 8. Sonstige finanzielle Verpflichtungen
D. Angaben und Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung 1. Personalaufwand Der Personalaufwand enthält Aufwendungen für die Altersversorgung von TEUR 3 (Vj. TEUR 4). 2. Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen Unter den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge von TEUR 29 (Vj. TEUR 19) ausgewiesen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten periodenfremde Aufwendungen von TEUR 15 (Vj. TEUR 21). 3. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge In den sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträgen sind Zinserträge aus verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 14 (Vj. TEUR 14) enthalten. 4. Zinsen und ähnliche Aufwendungen In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind Zinsaufwendungen an verbundene Unternehmen (einschließlich Gesellschafter) in Höhe von TEUR 615 (Vj. TEUR 576) enthalten. 5. Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag Es besteht ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag mit der expertum GmbH, Hamburg. E. Sonstige Angaben 1. Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt
2. Organe der Gesellschaft und Gesamtbezüge Als Geschäftsführer war im Geschäftsjahr bestellt:
3. Konzernzugehörigkeit Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der ASAP Staffing N.V., Genk, Belgien, einbezogen. Der Konzernabschluss wird bei der Bilanzzentrale der belgischen Nationalbank offengelegt.
Hamburg, 31. März 2023 Jörg Stehr, Geschäftsführer Entwicklung des Anlagevermögens 2022
Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die expertum Holding GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der expertum Holding GmbH, Hamburg und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, der Konzern-Kapitalflussrechnung und dem Konzern-Eigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden -geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der expertum Holding GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Hamburg, 24. April 2023 Ernst
& Young GmbH
Weiß, Wirtschaftsprüfer Westermann, Wirtschaftsprüferin Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022Aktiva
Passiva
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für 2022
Konzern-Kapitalflussrechnung für 2022
Konzern-Eigenkapitalspiegel zum 31. Dezember 2022
Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2022Die expertum Holding GmbH hat ihren Stzin Hamburg und ist in das Handelsregister beim Amtsgericht Hamburg unter der HRB-Nr. 172794 eingetragen. Der Konzernabschluss wurde unter Berücksichtigung der Vorschriften des Handelsgesetzbuches (§§ 290 ff. HGB) sowie der ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, werden die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten und davon-Vermerken im Anhang gemacht. 1. Konsolidierungskreis In die Konsolidierung wird die expertum GmbH, Hamburg, einbezogen, an der die expertum Holding GmbH zu 100 % beteiligt ist und die Mehrheit der Stimmrechte hält (unbeschränkt haftende Gesellschafterin). Für die expertum GmbH i.L., Düsseldorf, hat die Gesellschafterversammlung 2019 die Liquidation beschlossen. Da die Gesellschaft keiner operativen Tätigkeit mehr nachgeht und kurz vor der Auflösung steht, erfolgte deren Entkonsolidierung aufgrund von Unwesentlichkeit im Geschäftsjahr 2021. 2. Angaben und Erläuterungen zu den Konsolidierungsmethoden Dem Konzernabschluss liegen die Jahresabschlüsse der einbezogenen Unternehmen zu Grunde. Der Konzernabschlussstichtag und die Bilanzstichtage der Jahresabschlüsse der expertum Holding GmbH sowie aller einbezogenen Unternehmen sind gleichermaßen der 31. Dezember 2022. Die Währung ist einheitlich in EURO. Einer Umrechnung bedarf es nicht. Die Kapitalkonsolidierung wurde anhand der Neubewertungsmethode durchgeführt. Zum Erwerbszeitpunkt erfolgt die Verrechnung der Beteiligungsbuchwerte mit dem anteilig neu bewerteten Eigenkapital. Die Vermögensgegenstände und Schulden werden dabei zum Erstkonsolidierungszeitpunkt mit den beizulegenden Zeitwerten bewertet. Die im Zuge der Erstkonsolidierung aufgedeckten stillen Reserven und Lasten werden entsprechend der korrespondierenden Vermögensgegenstände und Schulden im Rahmen der Folgekonsolidierung fortgeführt und abgeschrieben. Der verbleibende positive Restbetrag stellt einen Geschäfts- oder Firmenwert dar. Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Aufwendungen und Erträge zwischen konsolidierten Unternehmen werden im Konzernabschluss vollständig eliminiert. Ergebniswirksame und ergebnisneutrale Konsolidierungsvorgänge unterliegen der Abgrenzung latenter Steuern. Der Grundsatz der Stetigkeit der Konsolidierungsmethoden wurde beachtet. 3. Angaben und Erläuterungen zu den Bewertungsmethoden, zur Konzernbilanz sowie zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung Nachstehend geben wir, soweit dies für die Beurteilung des Konzernabschlusses wesentlich ist, eine Übersicht über die Wertansätze und die im Vergleich zum Vorjahr unverändert ausgeübten Bilanzierungs- und Bewertungswahlrechte. Die Vermögens- und Schuldposten sind unter Beachtung der Vorschriften des HGB für Kapitalgesellschaften und der Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung bewertet. Die Gliederung der Konzern-Bilanz erfolgte nach den Vorschriften für große Kapitalgesellschaften gemäß § 266 HGB. Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin sind in einem gesonderten Posten ausgewiesen. Bei der Bewertung für Zwecke des handelsrechtlichen Konzernabschlusses wird von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit ausgegangen. Der Konzern weist zum 31. Dezember 2022 einen nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag in Höhe von TEUR 13.921 (Vj. TEUR 15.253) aus. Für den Planungszeitraum 2023 - 2027 erwartet die Geschäftsführung jeweils ein positives operatives Jahresergebnis (EBIT), so dass die bilanzielle Überschuldung kontinuierlich abgebaut wird und von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit ausgegangen wird. Der Konzernabschluss umfasst die expertum Holding GmbH, Hamburg, sowie die expertum GmbH, Hamburg, an der die expertum Holding GmbH zu 100% direkt beteiligt. Die Tochtergesellschaft expertum GmbH wird vollkonsolidiert. Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der ASAP Staffing N.V., Genk, Belgien, einbezogen. Der Konzernabschluss wird bei der Bilanzzentrale der belgischen Nationalbank offengelegt. 3.1 Aktiva Die gesondert dargestellte Entwicklung des Konzernanlagevermögens ist integraler Bestandteil des Konzernanhangs. Die erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens im Konzern enthalten zum Bilanzstichtag Geschäfts- und Firmenwerte in Höhe von TEUR 269 (Vj. TEUR 1.078). Die immateriellen Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten gemindert um die planmäßigen linearen Abschreibungen angesetzt. Den Geschäfts- oder Firmenwerten werden Nutzungsdauern von 5 Jahren zugrunde gelegt und sie werden über diesen Zeitraum planmäßig abgeschrieben. Wir haben die Nutzungsdauern an den Lebenszyklen und den Veränderungen auf den Absatzmärkten ausgerichtet. Für außerplanmäßige Abschreibungen wegen dauerhafter Wertminderung auf den niedrigeren Wert bestand im Geschäftsjahr 2022 wie im Vorjahr kein Anlass. Die Sachanlagen im Konzernabschluss wurden zu Anschaffungskosten gemindert um planmäßige Abschreibungen aktiviert. Die Anschaffungskosten umfassen auch die einzeln zuordenbaren Anschaffungsnebenkosten und nachträgliche Anschaffungskosten. Anschaffungspreisminderungen wurden abgesetzt. Die Abschreibungen wurden nach der linearen Methode auf Basis der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer ermittelt. Die Finanzanlagen wurden zu Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten bilanziert und betreffen einen Genossenschaftsanteil an einer Bank. Von den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen haben sonstige Vermögensgegenstände von TEUR 267 (Vj. TEUR 261) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Der Ansatz der sonstigen Vermögensgegenstände erfolgte grundsätzlich zu Nennwerten unter Beachtung des Niederwertprinzips. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden im Konzernabschluss zu Nennwerten angesetzt. Bestehende Einzelrisiken wurden durch Bildung von Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Zur Deckung des allgemeinen Ausfallrisikos wurde eine Pauschalwertberichtigung von 1,0% (Vj. 1,0%) der um die einzelwertberichtigten Forderungen und Umsatzsteuer gekürzten Debitoren vorgenommen. Flüssige Mittel sind zu Nennwerten bilanziert. Die Rückdeckungsversicherung wird mit dem beizulegenden Zeitwert zum Bilanzstichtag angesetzt und mit der individuellen Pensionsverpflichtung verrechnet, da sie ausschließlich zur Erfüllung von Schulden aus der Pensionsverpflichtung dient. Die Pensionsverpflichtung wird mit dem Zeitwert der Rückdeckungsversicherung bewertet, weil der Rentenanspruch an die Leistung aus der Rückdeckungsversicherung gekoppelt ist. Der Zeitwert ermittelt sich aus dem zum Schluss der Versicherungsperiode berechneten Deckungskapital (Deckungsvermögen), mindestens jedoch aus dem Rückkaufswert bzw. aus dem geschäftsplanmäßigen Deckungskapital. Die aktiven Rechnungsabgrenzungen betreffen Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, soweit Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag entsteht. Aktive latente Steuern auf die unterschiedliche Bewertung von Rückstellungen in Handels- und Steuerbilanz werden in Ausübung des Wahlrechts nach § 274 HGB nicht aktiviert. 3.2 Passiva Das gezeichnete Kapital zum 31. Dezember 2022 beträgt TEUR 43 (Vj. TEUR 43). Die Kapitalrücklage beträgt im Geschäftsjahr 2022 unverändert TEUR 9.072. Der Erfüllungsbetrag der Pensionsrückstellungen beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 150 (Vj. TEUR 152). Er wird mit der Rückdeckungsversicherung im Wert von TEUR 150 (Vj. TEUR 152) verrechnet, die ausschließlich der Sicherung der Pensionsverpflichtung dient. Die Anschaffungskosten der verrechneten Vermögensgegenstände betragen TEUR 150 (Vj. TEUR 152) und entsprechen bei der Rückdeckungsversicherung dem bilanzierten Zeitwert. Der Aufwand aus der Pensionszahlung von TEUR 6 (Vj. TEUR 8) und der Ertrag aus der Rückdeckungsversicherung TEUR 6 (Vj. TEUR 8) sind miteinander verrechnet worden. Zinseffekte aus der Aufzinsung der Rückdeckungsversicherung und der Pensionsrückstellung sind jeweils in Höhe von TEUR 6 angefallen. Bei den sonstigen Rückstellungen ist allen ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verlusten aus schwebenden Geschäften angemessen Rechnung getragen worden. Sie werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages passiviert. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden bei der Bildung der Rückstellungen berücksichtigt. Sofern die Restlaufzeit der Rückstellungen größer als 12 Monate ist, erfolgt eine Abzinsung der sonstigen Rückstellungen entsprechend der nach Maßgabe einer Rechtsverordnung von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten Abzinsungssätze. Sämtliche Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Die Verbindlichkeiten im Konzern sind nach ihrer Restlaufzeit wie folgt gegliedert:
Die Verbindlichkeiten sind nicht besichert. Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern von TEUR 19.401 (zugleich Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen) resultieren im Wesentlichen aus einem Darlehen und den zugehörigen Zinsen. Diese sind langfristig und im Jahr 2030 endfällig. Jährliche Tilgungen sind vereinbart, sofern bestimmte Kennzahlen erreicht werden. Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten mit TEUR 3.258 (Vj. TEUR 2.988) Verbindlichkeiten aus Steuern und mit TEUR 65 (Vj. TEUR 234) Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit. Zum 31. Dezember 2022 bestand ein Bürgschaftsobligo für gewährte Avale, insbesondere nach dem Arbeitnehmerüberlassungsgesetz in Höhe von TEUR 270. Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte gemäß § 285 Nr. 3 HGB: Zum Bilanzstichtag sind aufgrund von echten Factoring-Verträgen Forderungen in Höhe von TEUR 11.671 (Vj. TEUR 7.897) zum Zweck der Finanzierung verkauft. Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen in Höhe von insgesamt TEUR 3.055 (Vj. TEUR 3.486) bestehen im Wesentlichen aus Leasingentgelten und Büromieten mit einer mittel- bis langfristigen Laufzeit.
Der passive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet vereinnahmte Aufwandszuschüsse, die Erträge für Folgejahre darstellen. 3.3 Gewinn- und Verlustrechnung Die Gewinn- und Verlustrechnung des Konzernabschlusses wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. Die Umsatzerlöse des Konzerns werden überwiegend im Inland und im Bereich der Arbeitnehmerüberlassung erzielt. Der Personalaufwand enthält Aufwendungen für die Altersvorsorge von TEUR 21 (Vj. TEUR 22). Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen beinhalten Zinsen in Höhe von TEUR 392 (Vj. TEUR 399) aus Gesellschafterdarlehen (verbundenen Unternehmen). Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 1.740 (Vj. TEUR 186), im Wesentlichen aus der Auflösung von Rückstellungen. In den sonstigen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 126 (Vj. TEUR 103) enthalten. 4. Kapitalflussrechnung im Konzern Der Finanzmittelfonds entspricht dem Bestand an Zahlungsmitteln. Das Guthaben bei Kreditinstituten ist in Höhe von TEUR 145 (Vj. TEUR 145) als Sicherheitsleistung verpfändet. Guthaben bei Kreditinstituten von TEUR 25 (Vj. TEUR 25) sind verfügungsbeschränkt, da es sich um Abrechnungskonten für das Factoring handelt. 5. Sonstige Angaben 5.1 Prüfungskosten Das als Aufwand erfasste Honorar des Abschlussprüfers beträgt TEUR 66 für Abschlussprüfungsleistungen. 5.2 Anzahl Mitarbeiter Die durchschnittliche Anzahl der im Geschäftsjahr 2022 beschäftigten Arbeitnehmer des expertum Konzerns beträgt 2.045 Mitarbeiter. Die Aufgliederung nach Arbeitnehmergruppen zeigt die folgende Übersicht:
5.3 Nachtragsbericht Vorgänge von besonderer Bedeutung, über die an dieser Stelle zu berichten wäre, haben sich nach dem Stichtag nicht ereignet. 5.4 Mitglieder der Geschäftsführung Als Geschäftsführer für die expertum Holding GmbH ist Jörg Stehr, Kisdorf, bestellt. 5.5 Bezüge und Kredite der Mitglieder der Geschäftsführungen Die Gesellschaft macht von der Schutzklausel gemäß § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch und verzichtet auf die Angabe des Geschäftsführergehaltes. 5.6 Befreiungen nach § 264 Abs. 3 HGB Das Tochterunternehmen expertum GmbH, Hamburg, nimmt die Befreiung von der Aufstellung eines Lageberichts gemäß § 264 Abs. 3 HGB und die Befreiung von der Offenlegung ihres Abschlusses gemäß § 264 Abs. 3 HGB in Anspruch. 5.7 Offenlegung Der Konzernabschluss der expertum Holding GmbH für das Geschäftsjahr 2022 wird im Unternehmensregister veröffentlicht werden. 5.8 Vorschlag für die ErgebnisverwendungDer Geschäftsführer wird dem Gesellschafter den Vortrag des Gewinns auf neue Rechnung vorschlagen.
Hamburg, 31. März 2023 Jörg Stehr, Geschäftsführer Konzernanlagenspiegel zum 31. Dezember 2022
Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 20221. Konzerngrundlagen Die expertum Holding GmbH als Konzernmutter der expertum Gruppe hält eine Beteiligung an der expertum GmbH, Hamburg. Sie ist zuständig für die Unternehmenssteuerung sowie Unternehmensentwicklung und erbringt zentrale Dienstleistungen für die Unternehmensgruppe. Für die expertum GmbH i.L., Düsseldorf, hat die Gesellschafterversammlung 2019 die Liquidation beschlossen. Da die Gesellschaft keiner operativen Tätigkeit mehr nachgeht und kurz vor der Auflösung steht, erfolgte deren Entkonsolidierung aufgrund von Unwesentlichkeit im Geschäftsjahr 2021. Die Löschung aus dem Handelsregister erfolgt in 2023. Die expertum Gruppe ist ein bundesweit agierende Personaldienstleister, der sich auf die Überlassung und Vermittlung von technischen und kaufmännischen Fach- und Führungskräften spezialisiert hat. Seit drei Jahrzehnten erarbeiten die Personaldienstleister maßgeschneiderte Personallösungen für Kunden aus exportstarken Branchen der Industrie im Schwerpunkt aus dem Bereich Metall/Elektro und hier besonders aus dem Anlagen- und Maschinenbau, dem Fahrzeugbau (Schiene, Straße), dem Aviation-Bereich, der Pharmaindustrie sowie aus der Chemie und Petrochemie. Mit 47 Standorten deckt die expertum-Gruppe die örtlichen Schwerpunkte der Kundenunternehmen und der beschäftigten Mitarbeiter ab. Standorte werden dabei nach Auftragslage und wirtschaftlichem Erfolg aufgebaut und gegebenenfalls auch demobilisiert. 2. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Die wirtschaftliche Entwicklung im vergangenen Jahr war wesentlich von der kriegerischen Auseinandersetzung zwischen Russland und der Ukraine und den damit zusammenhängenden Auswirkungen und Herausforderungen, insbesondere mit Blick auf die Energieversorgung, geprägt. Nach der Corona-Pandemie stand das Jahr 2022 erneut im Zeichen der Krisenbewältigung. Angesichts der ursprünglich hohen Abhängigkeit von Energieimporten aus Russland hatte die Verknappung von Energie einen erheblichen Anteil an der deutlichen konjunkturellen Abkühlung seit dem vergangenen Frühjahr. Aus dieser Verknappung resultierte eine in der Spitze auf über 10 % gestiegene Inflationsrate in Deutschland, die zu nachvollziehbaren Sorgen in der Bevölkerung und hoher Unsicherheit in großen Teilen der deutschen Wirtschaft führte. Die deutsche Wirtschaft hat sich dennoch als sehr widerstandsfähig gegenüber den bis in den späteren Jahresverlauf anhaltenden Lieferkettenengpässen, Rekordinflationsraten, den Handels- und Wirtschaftssanktionen gegenüber Russland, den Unsicherheiten über eine mögliche Gasmangellage im Winterhalbjahr 2022/23 und der Einstellung russischer Gaslieferungen Ende August 2022 erwiesen. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt für Deutschland erreichte in 2022 1,9 % und liegt damit unterhalb der Erwartungen für 2022 aus dem Vorjahr (3,6 %) und dem Wert für 2021 von 2,6 %. Die Bruttolöhne entwickelten sich mit einem Anstieg um 4,3 % im Vergleich zu 2021 deutlich oberhalb des BIP-Wachstums. Für 2023 wird mit einem erneuten Anstieg der Bruttolöhne von 5,2 % gerechnet. Die Arbeitslosenquote liegt für 2022 bei durchschnittlich 5,3 % und damit spürbar unterhalb des Vorjahres (5,7 %). Das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz projiziert für 2023 eine durchschnittliche Arbeitslosenquote von 5,4 %. Entgegen ihrer Herbstprognose rechnet die Bundesregierung nicht mehr mit einem Rückgang der Wirtschaftsleistung für das Jahr 2023. Akute Risiken wie eine Gasmangellage über den Winter oder eine Verschärfung der Lieferkettenengpässe infolge der zuvor strikten Zero-Covid-Politik Chinas haben sich im Winter 2022/2023 nicht realisiert, was sich in einer wirtschaftlich günstigeren Ausgangslage zum Jahreswechsel niederschlägt. Mit einer Abschwächung der hohen Inflationsdynamik im Jahresverlauf, den Impulsen der fiskalischen Stabilisierungsmaßnahmen und der erwarteten, moderaten weltwirtschaftlichen Belebung dürfte die wirtschaftliche Entwicklung im Verlauf des Jahres dann wieder an Fahrt gewinnen. Für 2023 erwartet die Bundesregierung eine leichte Zunahme des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts um 0,2 %. Für das weltweite Bruttoinlandsprodukt rechnet die Bundesregierung im laufenden Jahr mit einem Wachstum von 2,5 %. Für das in der deutschen Wirtschaft traditionell starke Exportgeschäft wird ein Anstieg von 2,2 % (i. Vj. 3,2 %) erwartet.
Die Anzahl der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten bei Zeitarbeitsunternehmen stagnierte im abgelaufenen Geschäftsjahr. Mit 741.000 Beschäftigten im November 2022 liegt der Gesamtwert für die Branche mit 0,3 % leicht über dem Vorjahreswert. In der Personaldienstleistungsbranche macht sich weiterhin der Fachkräftemangel bemerkbar. Gerade in den Bereichen Mechatronik-, Energie- u. Elektrotechnik sowie in der Metallerzeugung, der Metallbearbeitung und dem Metallbau, Kernfelder der expertum Gruppe, ist ein gravierender Fachkräftemangel festzustellen. 3. Geschäftsverlauf des Konzerns Nach einem sehr guten Start ins Jahr 2022 wurde die expertum Gruppe von den Auswirkungen des Russland-Ukraine-Konflikts auf die Weltwirtschaft ausgebremst. Der als Folge des Krieges entstandene bzw. verschärfte Cocktail aus multiplen Krisen (Inflation, Energiekrise, gestörte Lieferketten, geostrategische Auseinandersetzungen) führte zu Pessimismus innerhalb der deutschen Industrie. Der Ifo-Geschäftsklimaindex verschlechterte sich seit März und rangierte bezüglich der Erwartungshaltung im September und Oktober unterhalb der kritischen 80 Punkte-Marke. Dies war bisher nur in der Finanzkrise 2008 und zu Beginn der Corona-Pandemie 2020 der Fall. Trotz der Kriseneinflüsse konnten die Anzahl der beschäftigten Projektmitarbeiter noch bis in den April und die Umsatzerlöse bis zur Jahresmitte oberhalb des ambitionierten Budgets gehalten werden. Insgesamt stagnierte die Anzahl der Projektmitarbeiter über das gesamte Jahr auf einem hohen Niveau. Die Tarifanpassung in den Entgeltgruppen 1 bis 2b (BAP Tarifvertrag) hatte durch die Beaufschlagung der Stundenverrechnungssätze einen positiven Einfluss auf die Umsatzerlöse. Die erste Jahreshälfte 2022 wurde zudem durch die Corona-Pandemie beeinflusst. Diese führte zu einer erwartet hohen Krankenquote. Kurzarbeit wurde bis in den April nur noch in sehr wenigen Fällen genutzt. Entgegen den Erwartungen des Managements lag die Unproduktivität (Krankheit und Garantie) auch in der zweiten Jahreshälfte auf einem weiterhin hohen Niveau. Wesentlicher Treiber waren aufgrund geschwächter Immunsysteme auftretende Grippeerkrankungen als Folge der restriktiven Pandemie-Politik. Als Resultat blieb die Rohertragsmarge unter dem Vorjahreswert und dem Budget zurück. Als Reaktion auf die schwierige wirtschaftliche Lage hat die Geschäftsleitung der expertum Gruppe von größeren Investitionen Abstand genommen und den Kostenblock (insbesondere die Personalaufwendungen) an die stagnierende Entwicklung angepasst. Dadurch konnten im Vergleich zum Budget Kostenvorteile erzielt werden. Die im Geschäftsjahr 2021 eröffneten Standorte haben ihren Umsatzbeitrag im Vergleich zum Vorjahr mehr als vervierfacht und in den überwiegenden Fällen die Gewinnschwelle überschritten. Trotz der schwierigen wirtschaftlichen Lage in ihren Zielbranchen, konnte die expertum Gruppe im Bereich der added value Dienstleistungen, wie dem Master-Vendor Management und dem Großkundensegment, weiter wachsen. Ein wesentlicher Treiber des Großkundengeschäfts war das Segment Aviation. Nach einer Schwächephase während der Corona-Pandemie war dieser Geschäftsbereich ein wesentlicher Wachstumstreiber. Auch das Geschäft mit sogenannten KMU's (Kleine- und mittelgroße Kundenunternehmen) konnte deutliche Steigerungen gegenüber dem Vorjahr erzielen. Die Geschäftsaktivitäten im Bereich Personalvermittlung blieben hinter den Erwartungen zurück. 4. Die Ertragslage des Konzerns Die Umsatzerlöse der expertum Gruppe sind im Gesamtjahr 2022 um EUR 12,1 Mio. im Vergleich zum Vorjahr gestiegen und betrugen EUR 102,7 Mio. Das bedeutet einen Anstieg von 13,3 % gegenüber dem Vorjahr. Der budgetierte Umsatz von EUR 101,6 Mio. wurde leicht übertroffen. Umsatzerlöse aus der Arbeitnehmerüberlassung lagen mit EUR 99,5 Mio. 14,0 % über dem Vorjahr. Die Vermittlung von Personal führte zu einem Umsatz von EUR 2,1 Mio. Das Bruttoergebnis (Rohertrag) im Konzern, also der Umsatz abzüglich der Aufwendungen für bezogene Leistungen und externem Personalaufwand, summierte sich auf EU21,3 Mio. und lag damit EUR 0,7 Mio. oberhalb des Vorjahreswerts. Die Rohertragsmarge von 20,7% liegt aufgrund von erhöhter Unproduktivität und durch eine geringe Anzahl von Arbeitstagen 2,0 %-Punkte unterhalb des Vorjahres. Das operative Ergebnis (EBIT) ist von EUR 1,0 Mio. auf EUR 2,8 Mio. angestiegen. Darin enthalten sind Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte von EUR 0,8 Mio. und sonstige betriebliche Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen von EUR 1,6 Mio. Insbesondere die Auflösung der Rückstellungen führte dazu, dass das mit EUR 2,1 Mio. budgetierte EBIT übertroffen wurde. Unter Berücksichtigung von Zinsen und Steuern ergab sich ein Jahresüberschuss von EUR 1,3 Mio. 5. Die Finanzlage des Konzerns Die Finanzlage des Konzerns beurteilen wir als stabil, die Aktiva sind ihrer Struktur entsprechend finanziert. Die Finanzierungsmittel werden vom Hauptgesellschafter der expertum Holding GmbH zur Verfügung gestellt. Das operative Geschäft wird überwiegend durch stilles Factoring finanziert. Es besteht ein langfristiges Gesellschafterdarlehen in Höhe von EUR 19,4 Mio. (Vorjahr EUR 19,9 Mio.), das im Mai 2022 teilweise getilgt wurde. 6. Die Vermögenslage des Konzerns Zum 31. Dezember 2022 hat sich die Bilanzsumme im Vergleich zum Vorjahr um 0,4 % auf EUR 32,2 Mio. reduziert. Auf der Aktivseite zeigen sich aufgrund der Geschäftsausweitung um EUR 0,3 Mio. gestiegene Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie ein um EUR 1,2 Mio. erhöhter Bestand an liquiden Mitteln. Gegenläufig wirken die lineare Abschreibung des Geschäfts- oder Firmenwerts um EUR 0,8 Mio. und der aufgrund des Konzernjahresüberschusses von EUR 1,3 Mio. reduzierte nicht durch Eigenkapital gedeckte Fehlbetrag. Die Aktiva sind ihrer Struktur nach entsprechend finanziert. Auf der Passivseite begründet sich der Rückgang der Bilanzsumme im Wesentlichen aus der Tilgung des Gesellschafterdarlehens um EUR 0,6 Mio. Das negative Eigenkapital (EUR 13,9 Mio.) wird vollständig durch ein Gesellschafterdarlehen (EUR 19,4 Mio.) abgedeckt. Das so ermittelte wirtschaftliche Eigenkapital beträgt zum 31. Dezember 2022 EUR 5,5 Mio. (Vorjahr EUR 4,6 Mio.). 7. Prognose-, Chancen- und Risikobericht Risikomanagementsystem Wesentliche Businessindikatoren werden zentral und dezentral überwacht. Für alle Konzerngesellschaften wird ein einheitliches ERP-System geführt. Für die Konzernsteuerung ist der Finanzbereich in Hamburg zentralisiert. Durch die teilweise Verschmelzung der operativen Gesellschaften konnten ebenfalls weitere Arbeitsabläufe risikomindernd optimiert werden. Das Risikomanagementsystem umfasst eine Vielzahl von Einzelmaßnahmen, die insgesamt in ihrem Zusammenwirken die möglichen Risiken berücksichtigen und, soweit es in dem Einflussbereich des Konzerns steht, auch aktiv reduzieren. Im Vordergrund der Risikobetrachtungen stehen naturgemäß die abrechnungsrelevanten Risiken. Hierzu werden durch klare Prozessverantwortlichkeiten und Prozessabläufe bei der Lohn- und Stundenabrechnung, geregelt in einem Qualitätshandbuch, Abrechnungsrisiken vermieden. Mögliche juristische Risiken, insbesondere im Arbeitsrecht, werden durch die Hinzuziehung von Fachanwälten und Fachberatern minimiert. Durch diverse Versicherungen werden Haftungsrisiken ausgeschlossen bzw. in ihren Auswirkungen für die Unternehmensgruppe minimiert. IT-Risiken wird durch Datenschutzregeln und durch entsprechende Maßnahmen wie z. B. durch ein Ausweichrechenzentrum, Antivirussoftware und redundante Hardware-Auslegungen begegnet. Für etwaige Risiken aus Cyber-Attacken besteht eine entsprechende Versicherung. Durch kurz-, mittel- und langfristige Liquiditätsplanungen und Soll/-Ist Vergleiche werden mögliche finanzielle Risiken rechtzeitig erkannt und Steuerungsmaßnahmen eingeleitet. Die Geschäftsführer tauschen sich regelmäßig mit den operativen Führungskräften über die wirtschaftliche Entwicklung der einzelnen Gesellschaften und Vertriebsbereiche aus und passen Maßnahmen und Aktivitäten zur Erreichung der Ziele fortlaufend nach den Erfordernissen an. Geschäftsrisiken Die Abhängigkeit der Geschäftsentwicklung - einerseits von der Leistung der eingesetzten Mitarbeiter und Manager, andererseits vom wirtschaftlichen Umfeld - wird auch in Zukunft ein branchentypisches Risiko darstellen. Die expertum Gruppe wirkt diesen Risiken durch ein enges operatives Management und Controlling sowie ein detailliertes Projektmanagement entgegen. Dadurch sollen die Kostensynergien und die Ertragskraft der Geschäfte in hohem Maße ausgeschöpft werden. Dem latenten Ausfallrisiko bei Kundenforderungen wird durch gezielte Bonitätsprüfungen und interne Richtlinien Rechnung getragen. Der größte Teil der Forderungen ist über das Factoring versichert. Der wichtigste Erfolgsfaktor in der Personaldienstleistung sind die Mitarbeiter. Diese werden markt- und leistungsgerecht unter Anwendung eines modernen Bonussystems entlohnt. Das Unternehmen strebt eine hohe Mitarbeiterbindung an. Die Rekrutierung geeigneter Bewerber stellte auch 2022 - wie in den Vorjahren - eine permanente Herausforderung an alle Personaldienstleister, insbesondere im qualifizierten Bereich, dar. Durch die Verbesserung der zentralisierten Rekrutierungstools soll hier ein noch größerer Abstand zum Wettbewerb geschaffen werden. Der Fachkräftemangel führt zu einer nachhaltigen Veränderung des Marktes. Während Mitte der 2000er Jahre noch eine große Anzahl von gut qualifizierten Mitarbeitern den Unternehmen für jedes Arbeitsangebot zur Verfügung stand, herrscht heute nahezu Vollbeschäftigung. Hieraus ergeben sich für expertum Herausforderungen, was die Akquise und Vermittlung von Zeitarbeitskräften an Kunden angeht. Die Herausforderungen der demographischen Entwicklung in Deutschland werden diesen Trend weiter verschärfen. Um weiterhin die bestmöglichen Kandidaten zu finden, werden die dem Recruiting zur Verfügung stehenden Instrumente ständig weiterentwickelt. Auch wenn die Corona-Pandemie ein endemisches Stadium erreicht hat, können in verstärktem Maße auftretende Viruserkrankungen oder Grippewellen die Geschäftsentwicklung der expertum Gruppe negativ beeinflussen. Des Weiteren belastet ein Mix aus Ungewissheiten die Weltwirtschaft. Dazu zählen die nicht vollständig gesicherte Energieversorgung in Deutschland, die weitere Entwicklung des Russland-Ukraine-Konflikts, das Inflationsgeschehen und geopolitische Risiken aus dem Umgang mit China. Insbesondere Tendenzen zu Handelsprotektionismus führen zu einer Gefahr für die exportorientierte deutsche Wirtschaft und damit für die Industriekunden der expertum Gruppe. Rechtsrisiken Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden keine besonderen Schadensersatzforderungen oder Gewährleistungsansprüche gegen die Gesellschaft geltend gemacht. Finanzierungsrisiken Die benötigten Finanzmittel der expertum Gruppe waren 2022 und sind auch gegenwärtig durch langlaufende Kredite der Gesellschafterin sichergestellt. Die kurzfristige Finanzierung ist durch eine ausreichende Factoring-Linie gewährleistet. Die finanzielle Situation des Konzerns beurteilen wir als stabil. Die Kapitalkosten werden durch ein Cash-Pooling optimiert. Managementrisiken Die Gruppe verfügt über ein erfahrenes Managementteam in den operativen und administrativen Bereichen. Alle Organe und Funktionsträger haben sich bereits jahrelang in ähnlichen Funktionen bewährt. Dieses Team führt die selbständig agierenden Niederlassungsleiter und arbeitet an der ständigen Verbesserung bei den Schlüsselparametern des Geschäfts. Das Risiko des Austritts oder Ausfalls einzelner Manager kann daher gut abgefedert werden. Für die Geschäftsführer besteht zudem eine D&O-Versicherung. Chancen und Prognosebericht Die Entwicklung des expertum Konzerns wird sich auch 2023 auf den Ausbau der Aktivitäten im Maschinen- und Anlagenbau, der Chemie- und Pharmaindustrie sowie des Flugzeugbaus konzentrieren. Dazu zählen verstärkte Bemühungen, das Geschäft mit kleineren und mittelgroßen Kunden weiter zu stabilisieren bzw. auszubauen und das Geschäft mit Großkunden strukturiert zu entwickeln. Der Ausbau in der Personalvermittlung steht ebenfalls weiterhin im Fokus der Entwicklung. Hinzu kommen Aktivitäten hinsichtlich des Aufbaus weiterer Onsite-Management-Stützpunkte bei unseren Kunden der Arbeitnehmerüberlassung vor Ort. Der aktuelle Planungshorizont umfasst das Geschäftsjahr 2023. Das Management der expertum Gruppe erwartet, dass sich die Anzahl an Projektmitarbeitern im Geschäftsjahr 2023 auf dem Niveau des Vorjahres bewegen wird. Zudem werden die von den Tarifparteien beschlossen Erhöhungen in den Entgeltgruppen 3 bis 9 (BAP Tarifvertrag) und ein leicht angepasster Kundenmix die Umsatzerlöse beeinflussen. Auch für 2023 wird von einer erhöhten Krankenquote ausgegangen. Zusätzlich belastet eine Verringerung der Anzahl an Arbeitstagen die Bruttomarge (Feiertagseffekt). Darüber hinaus wird ein inflationsbedingt steigender Kostenblock erwartet. Die Umsatzerlöse wurden in Höhe von EUR 105,6 Mio. budgetiert. Die Projektion desoperativen Ergebnisses (EBIT) liegt bei EUR 1,6 Mio. Die Entwicklung in den ersten zwei Monaten des Geschäftsjahres 2023 war bei expertum positiv; die Planzahlen konnten in Bezug auf Ergebnisgrößen übertroffen werden. Das Management geht von einer weiterhin stabil bleibenden Auftragslage aus. Allerdings besteht eine erhöhte Unsicherheit aufgrund des Zusammentreffens multipler Krisenherde (Inflation, Energiekrise, geostrategische Auseinandersetzungen). Aktuell sind keine akuten negativen Auswirkungen absehbar, dennoch kann sich diese Einschätzung kurzfristig ändern. Die Planung für das Jahr 2023 ist daher mit einer höheren Unsicherheit behaftet.
Hamburg, 31. März 2023 Jörg Stehr, Geschäftsführer |
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