Pantel-Elektronik AG
Felix-Klein-Straße 75A, 91058 Erlangen, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Nikolas Grinjuks seit 3.3.2022 | Vorstandsmitglied |
John Hofner seit 29.9.2010 | Prokura |
Martin Kröhn seit 15.8.2005 | Prokura |
Alexander Grinjuks seit 15.8.2005 | Vorstandsmitglied |
Udo Amon seit 15.8.2005 | Prokura |
Beteiligungen
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% | |
| 51.00% |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Pantel-Elektronik AGErlangenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.10.2022 bis zum 30.09.2023LageberichtI. Grundlagen des Unternehmens Die Pantel-Elektronik AG produziert als mittelständischer Entwickler und Fertiger von elektronischen Baugruppen (Electronic Manufacturing Services - EMS) für Hersteller von zum Beispiel, Industrie- und Konsumgütern, die Luftfahrt und die Automobilwirtschaft und erbringt entsprechende After-Sales-Services. Forschung und EntwicklungForschung und Entwicklung gehen als Auftragsentwicklung mit den jeweiligen Kundenprojekten zur Prozess- und Produktoptimierung einher. Sie bewegen sich im Rahmen der Produktion von Vorleistungsgütern und führten in der Vergangenheit auch zu entsprechenden Patentanmeldungen. II. Wirtschaftsbericht Gesamtwirtschaftliche Situation Der Bezug, die Herstellung und die Lieferung von elektronischen Bauelementen und Baugruppen ist eingebunden in ein internationales Geflecht von Lieferketten, bei denen der Entwicklung der internationalen Märkte eine entscheidende Bedeutung zukommt. Den Ermittlungen des Internationalen Währungsfonds (IWF, engl. IMF) zufolge bleibt die Erholung der globalen Wirtschaftsleistung seit dem Rückgang im Jahr 2020 langsam. Im Jahr 2022 lag dieser noch bei 3,5% und im Jahr 2023 bei 3,0%, gegenüber dem jeweiligen Vorjahr. Zwar lag die Erholung im Jahr 2023 etwas über der Prognose aus 2022 mit 3,0% (Prognose 2,66%), so bleibt dies aber weiter unter dem Durchschnitt der Jahre 2000-2019. Für 2024 wird nur noch ein Anstieg von 3,8% prognostiziert. Als Grund für den Nachlass des Wirtschaftswachstumes nennt der IWF vor allem die anhaltenden Folgen der Coronavirus-Pandemie, die russischen Invasion der Ukraine und die daraus resultierenden Lieferkettenprobleme, gestiegene Energiepreise, sowie die Zinspolitik zur Bekämpfung der global angestiegenen Inflationsrate. Die Inflationsrate sinkt wieder stetig. Diese ist von 8,7% im Jahr 2022 auf 6,9% im Jahr 2023 gegenüber dem Vorjahr gesunken. Für 2024 soll diese weiter auf 5,8% sinken. Ein Rückgang auf Zielniveau wird aber nicht vor 2025 erwartet. (IMF, World Economic Outlook October 2023 - Weltweit) In der Europäischen Union zeigte sich die Wirtschaftsaktivität im Jahr 2023 weiterhin schwach. Das BIP-Wachstum stieg im Vergleich zum Vorjahr nur noch um 0,6% (Vj. 3,5%) (im Euroraum 0,6%; Vj. 3,5%). Die Europäischen Kommission geht in ihrer Herbstprognose 2023 davon aus, dass das BIP-Wachstum im Jahr 2024 wieder leicht ansteigt auf 1,3% (im Euroraum 1,2%). Dies ist im Vergleich zum Sommer 2023 allerdings eine Reduzierung um 0,1 pp für 2024. Ursache für den Anstieg sieht die Europäische Kommission bei steigenden Reallöhnen, unterstützenden Investitionen und einer leicht ansteigenden externen Nachfrage. In 2025 wird das Wachstum bei 1,7% erwartet (im Euroraum 1,6%). Die Inflationsrate in der Eurozone erreichte im Oktober 2023 ein 2-Jahrestief und es wird erwartet, dass diese weiter sinkt. Während die Inflationsrate in 2023 noch bei 6,5% lag, geht die Europäische Kommission davon aus, dass sich diese in 2024 auf 3,5% und in 2025 auf 2,4% reduzieren wird. (EC, Autumn 2023 economic forecast) Auch die deutsche Wirtschaft ist in 2022 und 2023 stark von den vielen Krisen geprägt. Vor allem daraus resultierende Lieferkettenprobleme und die Inflationsrate haben die deutsche Wirtschaft getroffen. Im 3. Quartal 2023 ist das BIP gegenüber dem Vorquartal preis-, saison- und kalenderbereinigt um 0,1% gesunken. (DESATIS, BIP 24. November 23) Die Europäische Kommission erwartet für 2023, dass sich das deutsche BIP-Wachstum um 0,3% im Vergleich zum Vorjahr reduziert. Allerdings wird auch für Deutschland erwartet, dass sich die inländische Nachfrage durch ansteigende Reallöhne verbessert. Zusammen mit einer Erholung der ausländischen Nachfrage wird für 2024 ein BIP-Wachstum von 0,8% und 2025 für 1,2% erwartet. Die sinkende Inflationsrate sowie die Maßnahmen zur Bekämpfung von hohen Energiepreisen werden als Treiber für die Erholung des deutschen BIP-Wachstums angesehen. Allerdings bleiben die Kosten für Energie weiter leicht erhöht, was eine dynamischere Erholung verhindert. (EC, Economic forecast for Germany Nov 2023) Branchensituation Mit dieser weltwirtschaftlichen Entwicklung korrespondiert auch die Entwicklung des Welt-Elektromarktes, der zu den größten Industriegütermärkten der Welt gehöre. Der ZVEI - Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie e.V. bestätigt in seinem Außenhandelsreport für Deutschland, dass Exporte im Zeitraum Januar bis Oktober 2023 nur um 4,5% und Importe nur um 4,8% zulegen konnten. Im Vergleich zum Vorjahr ist das ein Rückgang um 4,7% der Exporte und 14,1% der Importe. (ZVEI, ZVEI-Außenhandelsreport Dezember 2023) Das deutsche Konjunkturbarometer des ZVEI zeigt im Oktober 2023 ebenso einen Rückgang der Auftragseingänge um 3,2% und für 2023 von Januar bis Oktober von 1,4%. Im Weltmarktausblick aus dem August 2023 für die Elektro- und Digitalindustrie rechnet der ZVEI nach einem starken Wachstum in 2022 (+13%), im Jahr 2023 nur noch mit einem Wachstum von 9% und prognostiziert für 2024 ein weltweites Wachstum von 3%. Für Europa wird im Jahr 2024 ein Wachstum von 2% erwartet. Deutschland konnte in 2023 mit 9% Wachstum zwar besser abschließen als in 2022 noch erwartet (+7%). Allerdings geht der ZVEI davon aus, das die deutsche Elektroindustrie im Jahr 2024 nur noch um 1% wachsen kann und liegt damit unter den weltweiten sowie europäischen Wachstumserwartungen. (ZVEI, Weltmarktausblick August 2023) Während der ZVEI für 2022 und 2023 in verschiedenen Fachbereichen wie zum Beispiel die Energietechnik oder Elektromedizin, noch über zweistelligen Wachstumsraten berichtete, so ist für 2024 in allen Bereichen nur noch mit einstelligem Wachstum von unter 6% zu rechnen. (ZVEI, Weltmarktausblick August 2023) Geschäftsverlauf und Finanzlage Nach den Jahren der Coronavirus-Pandemie und deren Folgen, dem Russland-Ukraine Krieg und trotz der gestiegenen Inflationsrate konnte sich die Gesellschaft auch im Jahr 2023 in Bezug auf die Betriebsleistung weiter erholen und folgt damit dem Branchentrend. Die Betriebsleistung weist im abgelaufenen Geschäftsjahr 2022/2023 einen Anstieg auf 106,3 Mio. € aus und konnte damit ein Wachstum von 10% (Vj. 21%) erreichen. Dieses Wachstum liegt etwas unter den Erwartungen zum letzten Geschäftsjahresabschluss, liegt aber etwas über dem deutschen Durschnitt (9%, ZVEI, Weltmarktausblick August 2023). Allerdings sind die erhöhten Umsätze auch in 2023 nicht ausschließlich auf eine Ausweitung der abgesetzten Mengen zurückzuführen, sondern ebenso erhöht durch Erlöse aus der Weiterverrechnung von Mehrpreisen bei kurzfristigen Zukäufen von Bauelementen. Die Höhe der Zukäufe fiel im Geschäftsjahr 2022/2023 allerdings mit 5,6 Mio. € geringer aus als im Vorjahr (8,7 Mio. €), weshalb sich der Umsatzzuwachs nach Bereinigung auf 14% erhöht, aber dennoch unter den Erwartungen zurückbleibt. Das dennoch vorhandene Umsatzwachstum ist vorrangig auf inländische Kunden zurückzuführen (+11,6 Mio. €), während die Umsätze mit Kunden aus der EU oder Drittland relativ stabil blieben. Die Beschaffungslage hatte sich im Laufe des Geschäftsjahres 2022/2023 wieder etwas verbessert, dennoch halten die Folgen des Vorjahres an. Die Gesellschaft konnte ihre Materialbestände um 2,1 Mio. € (gesamt 31,2 Mio. €) reduzieren. Die geringere Höhe der Zukäufe und deren Weiterverrechnung führte zu einer Materialaufwandsquote ohne bezogene Leistungen von 72,5% (Vj. 74,2%). Die Aufwendungen für bezogene Leistungen aus der Auftragsfertigung halten sich trotz gestiegener Kosten im Bereich Energie und Mindestlohn stabil im Vergleich zum Vorjahr mit 11,8% der Betriebsleistung. Die Personalkosten erhöhten sich auf 5.206 T€ (Vj. 4.776 T€), obwohl die durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer während des Geschäftsjahres von 83 auf 79 Personen (ohne sog. geringfügig Beschäftigte) sank. Dies ist zum einen auf die steigende Inflationsrate und zum anderen auf Aufwendungen für Abfindungen zurückzuführen. Die Personalkostenquote dagegen blieb wegen des stärkeren Anstiegs der Gesamtleistung dennoch bei 4,9% (Vj. 4,9%) der Betriebsleistung. Vorbereitend für ursprünglich geplante Umsätze in 2023/2024 haben sich die Abschreibungen auf Grund des hohen Investitionsvolumens zu Beginn des Kalenderjahres 2023 wieder deutlich auf 2.348 T€ (Vj. 1.854 T€) erhöht und machen 2,2% der Betriebsleistung aus. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen lagen insgesamt mit 6 Mio. € nach 5,4 Mio. € im Vorjahr über dem Vorjahresniveau. Der darin mit 1,45 Mio. € enthaltene Betriebsaufwand liegt insgesamt leicht unter Vorjahresniveau und enthält im Wesentlichen Leasing- und Mietaufwendungen, Ersatzteile und Instandhaltungen. Die Verwaltungsaufwendungen mit 2,5 Mio. € (Vj. 1,9 Mio. €) enthalten hauptsächlich IT- und sonstige Unterstützungsleistungen, Aufwendungen für Versicherungen und das Factoring. Die Vertriebsaufwendungen mit im Wesentlichen Transport-, Fracht- und Reisekosten blieben stabil bei 1 Mio. € (Vj. 1 Mio. €). Der übrige Aufwand verteilt sich mit 1,1 Mio. € (Vj. 0,8 Mio. €) insbesondere auf Kursdifferenzen, Verluste aus dem Abgang von Anlagevermögen sowie übrige betriebliche Aufwendungen. Das absolute Betriebsergebnis mit 3.6 Mio. € (Vj. 2,1 Mio. €) und das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit mit 2,5 Mio. € (Vj. 1,6 Mio. €) konnten sich im Vergleich zu den Vorjahresergebnissen wieder erholen. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit liegt aufgrund der hohen Zinsaufwendungen (1 Mio. €) dennoch über dem Ergebnis aus dem Geschäftsjahr 2020/2021. Trotz der verschiedenen Krisen konnte die Gesellschaft sich wieder erholen, kämpft aber weiterhin mit hohen Beständen und entsprechend hohen Zinsaufwendungen. Aufgrund des etwas niedrigeren Umsatzwachstums ist auch das Ergebnis vor Steuern leicht unter den Erwartungen aus dem Geschäftsjahr 2021/2022 von 3 Mio. € geblieben. Während die Gesellschaft im Jahr 2021 und 2022 noch mit Materialknappheit zu kämpfen hatte, was zu hochwertigen Zukäufen führte, so gab es Anfang des Jahres 2023 eine Anpassung der Umsatzplanung und führte gegen Ende des Geschäftsjahres zu einem erneuten Anstieg der Bestände. Diesesmal kämpft die Gesellschaft allerdings mit den strengen Stornierungsbedingungen der Lieferanten, welche sich deutlich in den Vorjahren, aufgrund der hohen Materialknappheit verschärft hatten. Zusammen mit den bereits getätigten Investitionen für die ursprünglich prognostizierten Umsätze konnte die Finanzlage der Gesellschaft auch im Geschäftsjahr 2022/2023 nicht wesentlich verbessert werden. Dies spiegelt sich in der Kennzahl Liquidität 3. Grades auch wieder und erreichte 161,4% (Vj. 166,8%). Beschaffung und Produktion Die Beschaffungssituation hatte sich im Laufe 2023 tatsächlich verbessert und somit mussten weniger Bauteile zu teuren Preisen zugekauft werden. Dennoch hatten sich im Jahr 2022 und Anfang 2023 die Stornierungsbedingungen der Bauteilhersteller und Distributoren als Schutzmaßnahmen vor überhöhten Bestellungen deutlich verschärft. Die Reduzierungen der Umsatzplanung für das Geschäftsjahr 2023/2024 drehen das Beschaffungsproblem nun um, denn Stornierungen sind nur mit größerem Verzug möglich. Eine asymmetrische Veränderung zwischen Umsatz und Materialbeschaffung führt nun zu einem anhaltend hohen Lagerbestand. Die Gesellschaft erwartet eine Verbesserung des Materialeingangs im ersten Quartal 2024. Die Fertigung der Gesellschaft findet im Wesentlichen durch eine ausländische Tochtergesellschaft mit zwei Fertigungsstandorten statt, soweit es sich um arbeitsintensive oder in größeren Stückzahlen herzustellende Baugruppen handelt. Ein dritter Produktionsstandort im Ausland befindet sich weiterhin im Aufbau. Die Produktionsleistung konnte durch kontinuierliche Investitionen in Effizienz und Maschinenkapazitäten verbessert werden, was uns erlaubte, auch trotz der stark schwankenden Materialversorgung ein Umsatzwachstum zu generieren, ohne dass sich die Kosten der Fremdleistungen drastisch verändern mussten. Gegenläufig wirkten im Geschäftsjahr 2022/2023 wiederholte Anpassungen im Mindestlohn durch die ausländische Regierung, die sich in den Aufwendungen für Fremdleistungen niederschlugen, sowie steigende Energiepreise. Diese Effekte zwangen die Gesellschaft dazu, die Verrechnungspreise anzupassen, was allerdings durch Preiserhöhung an die Endkunden weitergegeben werden konnte. Personal und Sozialbereich Mit im Durchschnitt 79 Mitarbeitern (ohne geringfügig Beschäftigte) am Sitz der Gesellschaft selbst passten wir mit einer durchschnittlichen Reduzierung von 4 Beschäftigten (Vj. 83 Beschäftigte) uns den neuen Umsatzplanungen für das Geschäftsjahr 2023/2024 an. Somit ergaben sich 225 T€ Abfindungen bereits im Geschäftsjahr 2022/2023. (Vj. 95 T€) Vermögenslage Der weiterhin positive, aber durch die Entwicklung zum Geschäftsjahresende getrübte Geschäftsverlauf im Geschäftsjahr 2022/2023 kommt auch in unserer Vermögensstruktur zum Ausdruck. Die Bilanzsumme stieg dieses Jahr auf 53,6 Mio. € (Vj. 49,2 Mio. €). Die Buchwerte des Sachanlagevermögens erweiterten sich nach Zugängen und Abschreibungen per Saldo auf 9,4 Mio. € (Vj. 7,7 Mio. €) und machen damit 17,5% (Vj. 16%) der Bilanzsumme aus. Der Anteil der Vorräte an der gestiegenen Bilanzsumme verringerte sich im Vergleich zum Vorjahr von 72% auf 69%. Dabei ist der Effekt des Bestandsabbaus in Relation zur Bilanzsumme noch deutlicher (69,9% im Geschäftsjahr zu 78,9% im Vorjahr), wenn man die Entwicklung der Anzahlungen auf Bestellungen unberücksichtigt lässt. Absolut gesehen fand ein Aufbau der Position Vorräte um 1,4 Mio. € statt. Die Kundenforderungen sanken auf 1,8 Mio. €. Die sonstigen Vermögensgegenstände erhöhten sich zum Stichtag von 2,3 Mio. € auf 2,7 Mio. €. Wesentlicher Bestandteil dieses Postens sind Forderungen aus dem Factoringgeschäft mit 2,1 Mio. € (Vj. 1,6 Mio. €), auf die auch vorwiegend die Veränderung der Bilanzposition gegenüber dem Vorjahr zurückgehen. Der Bestand an liquiden Mitteln (Vj. 197 T€) verbesserte sich auf Grund des besseren Cash-Flows auf 1,4 Mio. €, vorwiegend aber durch die Aufnahme von Fremdkapital. Trotz der Verstärkung des Eigenkapitals durch die vollständige Ergebniszuweisung des Geschäftsjahres 2022/2023 blieb die Eigenkapitalquote bei 33,0% (+0,4%) und liegt damit weiterhin unter dem Durchschnitt der Elektroindustrie bezogen auf des Geschäftsjahr 2022 mit 43,3% (Angabe ZVEI Februar 2023). Das Eigenkapital beträgt zum Bilanzstichtag 17,7 Mio. € nach 16,0 °Mio. € zum vorangegangenen Bilanzstichtag. Die Verbindlichkeiten bei den Kreditinstituten wurden um weitere 1,7 Mio. € auf 18,1 Mio. € zur Finanzierung von Investitionen und vor allem des Lagerbestands aufgebaut. Die Kreditinanspruchnahme bei Lieferanten sank zum Bilanzstichtag auf 6,8 Mio. € (Vj. 7,9 Mio. €). Wir konnten trotz der angespannten Liquiditätslage regelmäßig von Skontierungsmöglichkeiten in vergleichbaren Umfang wie im Vorjahr Gebrauch machen. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen mit 2,1 Mio. € betreffen vorwiegend Konzerndarlehen und den Verrechnungsverkehr mit Konzernunternehmen. Die sonstigen Verbindlichkeiten mit 6,2 Mio. € (Vj. 4,3 Mio. €) enthalten im Wesentlichen laufende Verbindlichkeiten aus Steuern und verbliebene Darlehen von nahestehenden Personen. Investitionen und Finanzierungsmaßnahmen Es wurden Sachanlageinvestitionen mit einem Anschaffungswert von 4,3 Mio. € (Vj. 3,2 Mio. €) getätigt, die im Wesentlichen über Darlehen bei Kreditinstituten und dem bestehenden Finanzmittelfonds finanziert wurden. Umwelt & Nachhaltigkeit Die Fa. Pantel-Elektronik AG betreibt umweltrelevante Produktionsprozesse. Zur Förderung des Umweltschutzes in unserem Unternehmen haben wir ein Umweltmanagementsystem nach ISO 14001 eingeführt. Die folgenden Grundsätze unserer Umweltpolitik sind die Basis für den fortlaufenden Verbesserungsprozess des Umweltmanagementsystems: Auf Grundlage der systematischen Analyse der Umweltaspekte bewerten wir die Prozesse und entwickeln Konzepte zur Verbesserung des Umweltschutzes in unserem Unternehmen. Die Einhaltung der rechtlichen Verpflichtungen und weiteren Anforderungen, zu denen wir uns verpflichtet haben, sind unserer Mindeststandards. So weit als möglich vermeiden wir Umweltbelastungen.Wir verpflichten uns, unsere Umweltleistungen kontinuierlich zu verbessern.Durch regelmäßige Wartungen unserer Anlagen auf der Grundlage eines Wartungs- und Prüfplanes schaffen wir die Voraussetzungen für eine hohe Betriebssicherheit und Verfügbarkeit unserer Anlagen und eine stabile Betriebsführung sowie für eine Minimierung von Umweltbelastungen. Wir schulen und sensibilisieren unsere Mitarbeiter in Bezug auf relevante Umweltauswirkungen. Die Einhaltung der Standards des Umweltmanagementsystems wurde zuletzt im Rahmen eines externen Zertifizierungsaudits durch die LGA InterCert Zertifizierungsgesellschaft GmbH bestätigt. III. Prognosebericht Unsere kontinuierlichen Investitionen in die Produktionsstruktur und Verbesserungen unserer Fertigungsabläufe festigen und verbessern unsere Marktposition im umkämpften EMS-Markt auch weiterhin. Dabei versuchen wir, durch neue Technologien und Investitionen in selbst produzierte Sondermaschinen, sowie den Ausbau unserer eigenen IT-Infrastruktur unser Dienstleistungsangebot stetig zu erweitern und zu optimieren. Durch optimierte Verteilung von Personalressourcen im Inland und Ausland versuchen wir die Expertise unserer Mitarbeiter näher an die Prozesse zu bringen und für Unterstützung zu sorgen, wo es Engpässe gibt. Abgesehen von der stetigen Optimierung sind keine wesentlichen Änderungen in der Unternehmensstrategie geplant. Wir beurteilen die voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens langfristig weiterhin positiv. Dabei fließt vor allem die anhaltendend steigende Nachfrage nach Digitalisierung und Automation im Inland und weltweit in die Prognose ein. Dank enger Verzahnung der Elektro- und Elektronikindustrie mit den Wachstumsfeldern Energie, Ressourceneffizienz, Klimaschutz, intelligente Energienetze, Industrie 4.0 und der demographisch und wohlstandsbedingt steigenden Bedeutung des Gesundheitssektors (Medizintechnik) bestehen für die Branche und damit auch unser Unternehmen als Hersteller elektronischer Baugruppen grundsätzlich gute Wachstumsaussichten. Kurz- und Mittelfristig gehen wir jedoch von überproportionalen Einbußen im Wachstum aus aufgrund der hohen Inflation, steigender Energiekosten, anhaltender Lieferkettenprobleme und voller Läger in der gesamten Branche. Da sich die globale Nachfrage nach elektronischen Bauteilen beruhigt hat, geht der Bedarf an teuren Zukäufen weiter zurück. Die große Herausforderung im kommenden Geschäftsjahr wie auch im letzten wird es sein, ursprünglich geplante Bestellungen und die hohen Lagerbestände zu reduzieren. Somit sind die Prognosen für das kommende Geschäftsjahr 2023/2024 auch weiterhin mit großer Unsicherheit verbunden, da der Effekt der sinkenden Nachfrage und der Abbau der hohen Lagerbestände schwierig vorherzusagen ist. Nachdem unsere Kunden nun auch ihre Nachfrage an Elektronik aufgrund von hohen Lagerbeständen und sinkendem Bedarf der Endkunden reduziert haben, gehen wir für das Geschäftsjahr 2023/2024 von einem Umsatzrückgang in Höhe von rd. 30% aus. Da wir bereits am Ende des Geschäftsjahres 2022/2023 mit der Umstrukturierung begonnen haben, gehen wir davon aus das wir dennoch mit einem Ergebnis vor Steuern von rd. 150 T€ abschließen werden. IV. Chancen- und Risikobericht 1. Risikobericht Branchenspezifische Risiken Die derzeitigen Unsicherheiten im Zusammenhang mit den Folgewirkungen der Coronavirus-Pandemie, die sich derzeit in Inflation, hohen Lagerbeständen und dadurch reduzierte Bedarfe auswirken, zeigen, wie kurzfristig und mit welchem Ausmaß sich globale Krisen auf die Realwirtschaft auswirken können. Da ca. 90% der Erzeugnisse der elektronischen Baugruppenhersteller in der Industrieelektronik, der Telekommunikation, der Datentechnik und der Automobilelektronik verbaut werden, ist unser Markt relativ konjunkturreagibel. Hinzu kommt ein starkes Gewicht einiger Kunden in unserer Absatzstruktur, die jedoch sehr unterschiedlichen Branchen und Märkten angehören und daher Veränderungen am Markt abfedern können. Allerdings können sich auch unsere Kunden nicht komplett den Marktschwankungen entziehen. Branchenübergreifende Effekte wie steigende Inflation und Energiepreise, führen letztendlich in allen Branchen zu einem Nachlassen der Nachfrage bei den Endverbrauchern. Zusätzlich treffen hohe Lagerbestände bei unseren Großkunden auf einen zusätzlichen Nachlasseffekt und somit auch uns überproportional. Die Fertigung findet zum wesentlichen Anteil bei den konzerneigenen Tochtergesellschaften an drei Fertigungsstandorten in Rumänien statt. Der dritte Fertigungsstandort befindet sich weiterhin im Aufbau. Die Veränderungen der rechtlichen Rahmenbedingungen, insbesondere die arbeitsrechtlichen Vorgaben, aber auch die gesetzlichen und administrativen Maßnahmen zur Bekämpfung der Inflation, Energiekrise sowie politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen, können Einfluss auf Abläufe und Kosten der Fertigung und des Vertriebs nehmen. Die Zuverlässigkeit unserer Lieferanten hinsichtlich deren Leistungsfähigkeit, zeitlicher Liefertreue und Lieferqualität hat bedeutsame Auswirkungen auch auf unsere Leistungsprozesse. Dieses Risiko ist im abgelaufenen Geschäftsjahr erneut deutlich geworden. Durch eine umfangreichere Lagerhaltung und eine Diversifizierung gleichfalls auf der Beschaffungsseite wird den darin liegenden Risiken Rechnung getragen. Ebenso wurden die Fertigungsprozesse auf die stark schwankende Versorgung angepasst. Die strenger ausgelegten Stornierungsbedingungen der Bauteilehersteller in einer Phase mit rückläufigem Umsatz ist ein neues Risiko für die gesamte Branche, denn es verzögert die Möglichkeit, nicht mehr benötigtes Material zu stoppen. Durch Abnahmeregelungen mit unseren Kunden sowie durch verbesserte Transparenz in unseren Einkaufsprozessen sowie mittels unserem automatischen Bestellverfahren können wir mit dem Risiko umgehen. Finanziell konnten wir bereits am Anfang unseres Geschäftsjahres 2022/2023 eine weitere Hausbank in unser Portfolio aufnehmen und damit unseren Finanzierungsrahmen erweitern. Ertragsorientierte Risiken Ein wieder verstärktes globales Wirtschaftswachstum wirkt sich auch auf die Beschaffungsmärkte aus und könnte das Beschaffungs- und Preisänderungsrisiko erhöhen. Bei einem Anziehen der Rohstoffpreise oder auch der Bezugspreise der Vorprodukte auf den Weltmärkten und einer starken Veränderung der Wechselkurse bliebe dies andererseits auch nicht ohne Auswirkung auf unsere Bezugspreise, die einen überragenden Anteil an unseren Gestehungskosten darstellen. Beschaffungsprobleme bei Vorprodukten könnten zudem auch die Wachstumschancen beeinträchtigen. Dies gilt gleichermaßen für die im Ausland anfallenden Fertigungskosten. Sie könnten durch administrative Eingriffe überproportional ansteigen und damit nur verzögert oder nur teilweise über die Preise für unsere Produkte weitergereicht werden. Risiken ergeben sich für die Gesellschaft auch aus Reklamationen, Schadenersatzforderungen und Rechtsstreitigkeiten. Bekannt gewordene Risiken werden entweder durch entsprechende Versicherungen gedeckt oder im Jahresabschluss durch ausreichende Rückstellungen berücksichtigt. Dennoch können Schäden entstehen, für die der Versicherungsschutz nicht ausreicht oder die über die gebildeten Rückstellungen hinausgehen. Durch ein umfassendes Qualitätssicherungsmanagement begegnen wir diesen Risiken. Finanzwirtschaftliche Risiken Währungsrisiken auf der Absatzseite sind wir nur in geringem Umfang ausgesetzt, da wir im Wesentlichen in Euro fakturieren. Auf der Beschaffungsseite sind wir in der Vergangenheit Währungsrisiken mit entsprechenden Sicherungsgeschäften begegnet. Auf Grund der breit aufgestellten Unternehmensfinanzierung und der durch die Zuführung des gesamten Jahresüberschusses erneut verbesserten Liquiditäts- und Eigenkapitalsituation unseres Unternehmens werden Liquiditätsrisiken vermieden. Dennoch ist uns bewusst, dass ein weiterer Lageraufbau verstärkte Finanzierungsanstrengungen erfordert. Dies gilt auch weiterhin für das kommende Geschäftsjahr, in welchem die Lagerbestände zu Gunsten der Liquidität wieder deutlich reduziert werden müssen. Ein anhaltend hoher Lagerbestand würde erneute Finanzierungsanstrengungen mit sich bringen. 2. Chancenbericht Trotz der rückläufigen Auftragslage sehen wir durch rechtzeitiges Handeln die Möglichkeit, unsere Lagerbestände im Laufe des Geschäftsjahres reduzieren zu können. Damit verbunden kann gebundenes Kapital in freie Liquidität umgewandelt werden beziehungsweise dazu dienen, Kredite zurückzuführen. Märkte wie die Luftfahrt erfahren antizyklisch eine Erholung nach dem Rückgang währende der Corona-Pandemie. Dies erlaubt uns auch den Ausbau weiterer Geschäftsmöglichkeiten in diesem Bereich. Die rückläufige Auftragslage beschleunigt nun auch die Umstrukturierung von weniger effizienten Prozessen. Dabei werden verstärkt unsere ausländischen Standorte genutzt, um einige Prozesse näher an die Produktion zu bringen und damit kostenoptimierte zu laufen. Ebenso hilft es uns dabei, einen Generationswechsel in der Belegschaft zu vollziehen; mit neuen Mitarbeitern ergeben sich ebenso auch neue Chancen und Möglichkeiten, die Zukunft zu gestalten. Der Ausbau der eigenen Kapazitäten, unsere Stellung im Markt der EMS-Fertiger und die Notwendigkeit der Produkte unserer Kunden lässt die Möglichkeit auch für ein noch stärkeres Wachstum unserer Umsätze, als zunächst geplant. Aber auch die pandemiebedingten Maßnahmen wie der Ausbau der Informationstechnologie, technische Entwicklungen zur Luftreinhaltung u.ä. könnten zu positiven Abweichungen von den Prognosen führen. 3. Gesamtaussage Risiken der kurzfristigen Entwicklung sehen wir weiterhin in der Abhängigkeit von Vorprodukten und deren Lieferfähigkeit wie auch in der Findung des Gleichgewichtes zwischen Auftragslage und Beschaffung. Vor dem Hintergrund unserer grundsätzlich finanziellen Stabilität, unseres diversifizierten Produktportfolios, der Weiterentwicklung unseres Herstellungs-know-how in unterschiedlichen Technologien und des Ausbaus und gleichzeitig der Diversifizierung unserer Fertigungskapazitäten sehen wir uns für die Bewältigung der künftigen Risiken gut gerüstet. Dank enger Verzahnung der Elektro- und Elektronikindustrie mit den Wachstumsfeldern der Digitalisierung und Automation bestehen für unser Unternehmen als Hersteller elektronischer Baugruppen grundsätzlich gute Wachstumsaussichten. Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten, sind gegenwärtig nicht unmittelbar präsent. Die hohen Lagerbestände und das schrumpfende Wachstum, stellt uns für das nächste Jahr vor einige Herausforderungen in Bezug auf die Liquidität und kurzfristig in Bezug auf das Ergebnis des Unternehmens. Allerdings sehen wir uns dafür gut aufgestellt, um die Probleme, die bereits im abgelaufenen Geschäftsjahr begonnen haben, zu lösen und um schließlich stärker aus der sich abzeichnenden Krise hervorzugehen. V. Bericht über Zweigniederlassungen Zweigniederlassungen werden von der Gesellschaft nicht unterhalten. VI. Bericht des Vorstands über die Beziehung zu verbundenen Unternehmen Die Pantel Elektronik AG war im Geschäftsjahr 2022/2023 ein von der Pantel Service + Holding GmbH mit dem Sitz in Erlangen abhängiges Unternehmen i. S. d. § 312 AktG. Der Vorstand der Pantel Elektronik AG hat deshalb gemäß § 312 Abs. 1 AktG einen Bericht des Vorstands über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgestellt, der die folgende Schlusserklärung enthält: "Wir erklären, dass die Gesellschaft bei den im Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäften vom 01. Oktober 2022 bis 30. September 2023 nach den Umständen, die in dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen oder Maßnahmen getroffen wurden, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhielt und dadurch, dass Maßnahmen getroffen oder unterlassen wurden, nicht benachteiligt wurde." BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Ergebnisverwendung
Anhang für das Geschäftsjahr 2022/2023A. Allgemeine Angaben 1. Allgemeine Angaben zum Unternehmen Die Pantel-Elektronik AG hat ihren Sitz in Erlangen. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Fürth unter B 10293 eingetragen. 2. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses Der Jahresabschluss des Geschäftsjahres 2022/2023 ist nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für große Kapitalgesellschaften (§§ 264 ff. HGB) sowie den ergänzenden Vorschriften des Aktiengesetzes (§§ 150 ff. AktG) aufgestellt. Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft i.S.d. § 267 Abs. 3 und 4 HGB. Der vorliegende Jahresabschluss ist grundsätzlich unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungsgrundsätze nach den für große Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt (§§ 265 Abs. 1 Satz 2, 266 ff. HGB). Die Gesellschaft wählte zur Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung das Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB, das der bisherigen Handhabung entspricht. 3. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Es waren im Einzelnen die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend: 3.1 Anlagevermögen Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen angesetzt. Dabei wurde folgende Nutzungsdauer zu Grunde gelegt: EDV-Software 3 - 5 Jahre Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- und Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Abschreibungen wurden entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer linear vorgenommen. Die Abschreibung der Neuzugänge erfolgte p.r.t.. Das Sachanlagevermögen wird in folgenden Zeiträumen abgeschrieben:
Im Geschäftsjahr wurden bewegliche Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten zwischen Euro 250,00 und Euro 800,00 einer Sofortabschreibung unterworfen. Das Finanzanlagevermögen wurde mit den Anschaffungskosten oder mit dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Außerplanmäßige Abschreibungen wurden nicht vorgenommen. 3.2 Vorräte Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt. In die Herstellungskosten der Vorräte wurden die Materialkosten, die Fertigungskosten und die Sonderkosten der Fertigung eingesetzt. Zusätzlich wurden die folgenden Kosten angesetzt: - notwendige Materialgemeinkosten - notwendige Fertigungsgemeinkosten - Wertverzehr des Anlagevermögens, soweit es den Fertigungsbereich betrifft Zinsen für Fremdkapital sowie Kosten der allgemeinen Verwaltung wurden nicht in die Ermittlung der Herstellungskosten einbezogen. Ein zum Abschlussstichtag niedrigerer beizulegender Wert wurde durch angemessene Abwertungen berücksichtigt (§ 253 Abs. 4 HGB). 3.3 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sowie Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten wurden zum Nominalwert oder ggf. den am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Werten angesetzt. Bei den Forderungen wurde dem allgemeinen Kreditrisiko durch eine Pauschalwertberichtigung zu Forderungen Rechnung getragen. 3.4 Pensionsrückstellungen Für ungewisse Verbindlichkeiten aus Pensionsverpflichtungen wurden Rückstellungen gebildet. Die Rückstellungsbildung wurde auf der Basis einer versicherungsmathematischen Berechnung entsprechend den handelsrechtlichen Regelungen nach der Projected Unit Credit Methode durchgeführt. Der Bemessung der Rückstellung liegen die Sterbetafeln nach Dr. Klaus Heubeck "Richttafeln 2018 G" und ein Zinssatz in Höhe von 1,81% zu Grunde. Die angenommene durchschnittliche jährliche prozentuale Anpassung einer zukünftig fälligen bzw. laufenden Pension beträgt 2,0% (Anpassungstrend). Die Rentenanwartschaften wurden durch Betriebsvereinbarung auf den zum 30.09.1993 erdienten Stand festgeschrieben. Das rechnungsmäßige Pensionsalter wurde mit 63 Jahren angesetzt. In Höhe von ca. TEuro 48 wurden Pensionsverpflichtungen entsprechend dem Wahlrecht nach Art. 67 Abs. 1 EGHGB nicht passiviert. Der Unterschiedsbetrag i.S.d. § 253 Abs. 6 Satz 1 HGB beträgt Euro 12.182,00 (Vj.: Euro 37.160,00). 3.5 sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle am Bilanzstichtag erkennbaren Risiken auf Grundlage vernünftiger kaufmännischer Beurteilung. Sie werden in Höhe der zu erwartenden Erfüllungsbeträge gebildet. Die Abzinsung nach § 253 Abs. 2 S. 1 HGB erfolgte nach der Nettomethode. Sie enthalten im Wesentlichen Beträge für den Personalbereich (noch abzugeltende Überstunden und Resturlaubsverpflichtungen, anteiliges Weihnachtsgeld, Berufsgenossenschaftsbeiträge), für Gewährleistungsverpflichtungen, für Kosten des Jahresabschlusses, sowie für ausstehende Rechnungen. Sie decken alle bis zur Bilanzaufstellung bekannt gewordenen ungewissen Schulden, Verluste und Risiken, soweit sie das abgelaufene Geschäftsjahr betreffen. 3.6 Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten wurden jeweils mit ihren Erfüllungsbeträgen ausgewiesen. 3.7 latente Steuern Im Geschäftsjahr ergibt sich ein Überhang aktiver latenter Steuern. Vom Ansatzwahlrecht gem. § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB wurde kein Gebrauch gemacht. 3.8 Währungsumrechnung Auf fremde Währung lautende Forderungen und Bankbestände einerseits sowie Fremdwährungsverbindlichkeiten andererseits wurden entsprechend § 256a HGB umgerechnet. B. Erläuterungen zur Bilanz 4. AnlagevermögenDie Aufgliederung der in der Bilanz ausgewiesenen Anlagepositionen - einschließlich der Angabe der im Geschäftsjahr vorgenommenen Abschreibungen - ist aus dem nachfolgenden Anlagenspiegel ersichtlich.
5. Vorräte Der ausgewiesene Posten setzt sich wie folgt zusammen:
6. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Restlaufzeiten der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände gliedern sich wie folgt:
Gegenüber Gesellschaftern bestanden zum Bilanzstichtag insgesamt Forderungen in Höhe von TEuro 3 (Vj.: TEuro 5). 7. Eigenkapital Das gezeichnete Kapital lautet zum 30. September 2023 auf Euro 1.000.000,00. Es ist in 1.000.000,00 auf den Namen lautende Stückaktien aufgeteilt, mit einem rechnerischen Wert von Euro 1,00 je Stückaktie. Die Pantel Service + Holding GmbH hält 100% der Aktien. Im Bilanzgewinn in Höhe von Euro 16.464.958,51 (Vj.: Euro 14.799.664,92) ist ein Gewinnvortrag in Höhe von Euro 14.799.664,92 (Vj.: Euro 13.812.080,26) enthalten. 8. Rückstellungen Folgende Rückstellungen wurden gebildet:
9. Verbindlichkeiten a) Restlaufzeiten Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten gliedern sich wie folgt:
b) Abgesicherte Verbindlichkeiten Für Verbindlichkeiten gegenüber Lieferanten in Höhe von TEuro 6.776 (Vj.: TEuro 7.955) bestehen die branchenüblichen Eigentumsvorbehalte. Für die Erfüllung von Darlehensverpflichtungen gegenüber Kreditinstituten in Höhe von TEuro 2.813 haftet die Muttergesellschaft als Gesamtschuldnerin im Wege des Schuldbeitritts. Hinsichtlich Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von TEuro 4.846 liegt das juristische Eigentum der mit den Krediten finanzierten Vermögensgegenständen bei den finanzierenden Banken. Sonstige Verbindlichkeiten sind durch eine Rangrücktritts- und Belassungserklärung für Darlehen von zwei Gesellschaftern des Mutterunternehmens in Höhe von insgesamt TEuro 701 abgesichert. c) sonstige finanzielle Verpflichtungen Es bestehen folgende jährliche sonstige finanzielle Verpflichtungen zum Bilanzstichtag
10. Haftungsverhältnisse Haftungsverhältnisse im Sinne des § 251 HGB liegen nicht vor. 11. Latente Steuern Für latente Steuern nach § 274 HGB ergibt sich im Geschäftsjahr ein Überhang aktiver latenter Steuern, der gem. dem Wahlrecht nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht in der Bilanz angesetzt wurde. Die latenten Steuern nach § 274 HGB beruhen im Wesentlichen auf Differenzen bei der Bewertung von Sachanlagevermögen (aktivisch TEUR 26), von Rückstellungen (aktivisch TEUR 88) und von Verbindlichkeiten (aktivisch TEUR 13). Die Bewertung erfolgte mit einem Körperschaftsteuersatz von 15% zzgl. Solidaritätszuschlag von 5,5% und mit einem Gewerbesteuersatz von 15,40 %. C. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung 12. Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse entfallen in Höhe von TEuro 98.365 (93,4 v.H.) auf das Inland, in Höhe von TEuro 5.792 (5,5 v.H.) auf das EG-Ausland und TEuro 1.130 (1,1 v.H.) wurden im Drittlands-Gebiet erzielt. 13. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Im Geschäftsjahr sind Steuern vom Einkommen und vom Ertrag i.H.v. TEuro 851 angefallen, die ausschließlich das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit belasten. D. sonstige Angaben 14. Jahresergebnis und Verwendung des Jahresergebnisses Der Vorstand schlägt folgende Ergebnisverwendung vor: Der Jahresüberschuss von Euro 1.665.293,59 wird in voller Höhe zuzüglich des Gewinnvortrages i. H. von Euro 14.799.664,92 als Bilanzgewinn von Euro 16.464.958,51 auf neue Rechnung vorgetragen. 15. Vorstand Während des abgelaufenen Geschäftsjahres bestand der Vorstand aus: Herr Alexander Grinjuks, Dipl.-Ing. FH, Vorsitzender des Vorstands Herr Nikolas Grinjuks, B.Sc. 16. Aufsichtsrat Dem Aufsichtsrat gehörten an: Herr Peter Pantel, Vorsitzender des Aufsichtsrats, Industrie-Kaufmann Frau Petra Grinjuks, EDV-Kauffrau Frau Isabell Pantel, M.Sc. Psychologie 17. Bezüge der Organmitglieder Hinsichtlich der Angaben über die Gesamtbezüge der Organmitglieder wird die Schutzklausel des § 286 Absatz 4 HGB in Anspruch genommen. Einem Mitglied des Vorstandes ist ein Darlehen von ursprünglich Euro 170.000,00 zu einem Zinssatz von 3% und einer Laufzeit bis zum 01.04.2054 gewährt worden. Die Tilgungsleistung im Geschäftsjahr beträgt Euro 2.608,75. Zum 30.09.2023 beträgt der Darlehensstand Euro 163.621,78 (Vj.: 166.230,53). 18. verbundene Unternehmen
19. Name und Sitz des Mutterunternehmens Die Pantel Service + Holding GmbH, Erlangen, ist mit einer Beteiligung von 100% Mutterunternehmen der Pantel-Elektronik AG, Erlangen. Sie stellt den Konzernabschluss für den kleinsten und gleichzeitig größten Kreis von Unternehmen auf, in den die Pantel-Elektronik AG, Erlangen, einbezogen ist; dieser Konzernabschluss wird beim Betreiber des elektronischen Bundesanzeigers elektronisch eingereicht und bekannt gemacht. 20. Anzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer Im Berichtsjahr waren durchschnittlich beschäftigt: Quartalsende 2022/2023
21. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres Nach dem Schluss des Geschäftsjahres sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, über die zu berichten wäre. Der Jahresüberschuss von Euro 1.665.293,59 wird in voller Höhe zuzüglich des Gewinnvortrages i. H. von Euro 14.799.664,92 als Bilanzgewinn von Euro 16.464.958,51 auf neue Rechnung vorgetragen. Bericht des AufsichtsratsPantel-Elektronik AG, ErlangenDie uns nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben haben wir im Berichtsjahr wahrgenommen und die Geschäftsführung des Unternehmens laufend überwacht. Der Vorstand hat uns regelmäßig, zeitnah und umfassend über die grundsätzlichen und strategischen Fragen der Geschäftspolitik, über die aktuelle Lage und Entwicklung des Unternehmens sowie über bedeutsame Geschäftsvorfälle schriftlich und in mehreren Sitzungen mündlich unterrichtet. Darüber hinaus wurden aktuelle Einzelthemen und Entscheidungen in regelmäßigen Gesprächen zwischen dem Vorstand und dem Vorsitzenden des Aufsichtsrates erörtert. Gegenstand der Besprechungen mit dem Aufsichtsrat waren auch die allgemeinen gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen, die Wettbewerbslage bei den Electronic Manufacturers und deren Auswirkungen auf die Geschäftspolitik. Im Rahmen der regelmäßigen Risikoberichterstattung konnte sich der Aufsichtsrat davon überzeugen, dass den Vorgaben des Gesetzes zur Kontrolle und Transparents im Unternehmensbereich (KonTraG) umfassend Rechnung getragen wird. Die Buchführung, der Jahresabschluss und der Lagebericht zum 30.09.2023 sind von dem zum Abschlussprüfer bestimmten Wirtschaftsprüfer Dietmar Prusko, Weiden i.d.OPf., geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden. Der Bericht des Abschlussprüfers wurde uns ausgehändigt. Dem Ergebnis dieser Prüfung stimmen wir zu. Der Vorstand hat gemäß § 312 Aktiengesetz für das Geschäftsjahr 2022/2023 einen Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen (Abhängigkeitsbericht) erstellt. Der Aufsichtsrat hat diesen Bericht geprüft. Beanstandungen haben sich nicht ergeben. Der Abschlussprüfer erteilte einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk mit nachfolgendem Wortlaut: "Nach meiner pflichtmäßigen Prüfung und Beurteilung bestätige ich, dass (1.) die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind, (2.) bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war." Der Aufsichtsrat hat den Abhängigkeitsbericht und den entsprechenden Prüfungsbericht des Abschlussprüfers selbst geprüft, erhebt nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung keine Einwendungen gegen die Schlusserklärung des Vorstandes und stimmt dem Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer zu. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss zum 30. September 2023, den Lagebericht sowie den Vorschlag für die Ergebnisverwendung geprüft; an der Sitzung des Aufsichtsrates hat auch der Abschlussprüfer teilgenommen, seine Prüfungsmethodik, -planung und -ergebnisse dargelegt und zu anstehenden Fragen Erläuterungen gegeben. Es haben sich keine Beanstandungen ergeben. Wir billigen den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss, der damit festgestellt ist. Dem Vorschlag des Vorstandes über die Verwendung des Bilanzgewinns schließen wir uns an. Wir danken dem Vorstand und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für die engagierte Arbeit im Geschäftsjahr 2022/2023.
Erlangen, den 20. Dezember 2023 Der Aufsichtsrat Peter Pantel, Vorsitzender sonstige Berichtsbestandteile
Erlangen, den 20. November 2023 Pantel-Elektronik AG gez. Aleander Grinjuks gez. Nikolas Grinjuks Vorstand Angaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 20.12.2023 festgestellt. Angaben zur Ergebnisverwendung: Der Jahresüberschuss von Euro 1.665.293,59 wird in voller Höhe zuzüglich des Gewinnvortrages in Höhe von Euro 14.799.664,92 als Bilanzgewinn von Euro 16.464.958,51 auf neue Rechnung vorgetragen. Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Pantel-Elektronik AG Prüfungsurteile Ich habe den Jahresabschluss der Pantel-Elektronik AG - bestehend aus der Bilanz zum 30.09.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.10.2022 bis zum 30.09.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus habe ich den Lagebericht der Pantel-Elektronik AG für das Geschäftsjahr vom 01.10.2022 bis zum 30.09.2023 geprüft. Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 30.09.2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.10.2022 bis zum 30.09.2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erkläre ich, dass meine Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Ich habe meine Prüfung des Jahresabschlusses in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Meine Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses" meines Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Ich bin von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und habe meine sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Ich bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung des gesetzlichen Vertreters und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Der gesetzliche Vertreter ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist der gesetzliche Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung übe ich pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahre eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifiziere und beurteile ich die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, plane und führe Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlange Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinne ich ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteile ich die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehe ich Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls ich zu dem Schluss komme, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, bin ich verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, mein jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Ich ziehe meine Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum meines Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteile ich die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteile ich den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens. • führe ich Prüfungshandlungen zu den von dengesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehe ich dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von dem gesetzlichen Vertreter zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteile die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen gebe ich nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass zukünftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Ich erörtere mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die ich während meiner Prüfung feststelle.
Weiden i.d.OPf., den 20. Dezember 2023 gez. Dietmar Prusko, Wirtschaftsprüfer |
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