DRUCKHAUS HABERBECK GmbHLiquidiert

32791 Lage, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Lemgo HRB 3662
Eingetragen
20.1.1983
Branche
Verlegen von ZeitungenVerlegen von BüchernHerstellung von Verpackungsmitteln aus Kunststoffen
Gegenstand
Der Betrieb einer Druckerei und artverwandter Gewerbe.

Historie

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Management

NameRolle
Bernd Windmann
seit 30.3.2007
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.

Gesellschafter

5 Gesellschafter

GmbH-Struktur

4 von 5 angezeigt

Firma Pro Graphik Werbeberatung GmbH
Germany
888.000 €
40.00%
Firma Vier plus Pro Graphik GmbH
Germany
333.000 €
15.00%
Firma Paulsen GmbH & Co. KG
Germany
333.000 €
15.00%
Firma Hollmann Beteiligungs GmbH
Germany
333.000 €
15.00%

Beteiligungen

NameAnteil
100.00%
ProWachter GmbHAufgelöst
100.00%

Konzern- und Jahresabschlüsse

Druckhaus Haberbeck GmbH

Lage

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2016 bis zum 31.12.2016

Lagebericht

Allgemein

Die Druckhaus Haberbeck GmbH präsentiert sich am Markt als modernes Unternehmen der Druckindustrie. Im Verbund der Service & Print Group Haberbeck ist die Gesellschaft in der Lage, als medialer Serviceanbieter alle Dienstleistungen, die der Kunde benötigt, zu erbringen. Zu ca. 90% stellt man intelligente, individuelle Zeitungsbeilagen, Beihefter und Magazine im Inline-Finishing Verfahren her. Haberbeck betreut u. a. die Kunden/Händler seiner Kunden, zurzeit über 90.000 im Markt. Das Unternehmen sieht die Grundlage für eine Zukunft in der dualen, elektronischen, individuellen und selektiven Marktbedienung der Stammkunden. Der weitere Ausbau von Alleinstellungsmerkmalen ist dabei die bewusste Zukunfts­ und Arbeitsplatzsicherung. Dazu gehören die Neuentwicklung von Produkten (u.a. Digitalprint/-Offset-Hybridprodukte, Produkte mit innovativen Druckveredelungen). Um dichter an den Kunden in Süddeutschland zu sein und um diesen Markt besser bearbeiten zu können, hat sich die Druckhaus Haberbeck GmbH zusammen mit einem ihrer Gesellschafter im Jahr 2013 entschlossen, eine eigenständige Gesellschaft, die ProWachter GmbH, in der Nähe von Stuttgart zu gründen. Diese Gesellschaft hat im Jahr 2014 das erste vollständige Geschäftsjahr operativ gearbeitet. Die Druckhaus Haberbeck GmbH hat in 2015 eine tiefgreifende Restrukturierung begonnen, die im zweiten Halbjahr 2016 nach Überarbeitung der Maßnahmen erste deutliche Erfolge aufzeigt und in 2017 fortgeführt wird.

Rahmenbedingungen der graphischen Industrie

Die seit Jahren stattfindende Strukturanpassung in der deutschen Druck- und Medienwirtschaft hat sich in 2016 nicht weiter verschärft. Laut den Veröffentlichungen des statistischen Bundesamtes (Quelle: Bundesverband Druck + Medien (BDVM)) ist die Druckereileistung in Deutschland fast stabil geblieben (-0,1%).

Der Anpassungsprozess wurde in den letzten Jahren primär durch das sich wandelnde Mediennutzungsverhalten und die Digitalisierung vieler Lebensbereiche getrieben. Die Folgen sind: Wandel von Werbeinvestitionen von Print- zu digitalen Medien, sinkende Nachfrage nach Printprodukten, Überkapazitäten sowie weiter fallende Verkaufspreise und eine stetig verringerte Anzahl von Druckunternehmen. Gemäß Berechnungen des BVDM sank die Auslastung in der Werbedruckindustrie um 0,7% in 2016 gegenüber dem Jahr 2015. Die Entwicklung der einzelnen Erzeugnis-Segmente weist allerdings eine breite Streuung auf (z.B. Kataloge -1,1%, Zeitschriftenschriften -1,5%). Der Technologiewandel (Digitalisierung) macht konsequent rasante Fortschritte innerhalb des Web-Printing. Dieser Sektor wächst überproportional, sicherlich auch durch den starken Willen vieler Marktteilnehmer hierin zu investieren. Dieses wurde sehr deutlich auf der im Sommer 2016 stattgefundenen Drupa.

Geschäftsverlauf und Lage der Druckhaus Haberbeck GmbH

Die Gesellschaft hat im Berichtsjahr ihren Focus auf eine Ertragssteigerung mit profitablen Aufträgen gelegt. Das Kernanliegen hinter diesem grundlegendem Konzept der Geschäftsleitung ist es, verlustbringende Aufträge zu optimieren bzw. im Zweifel aufzugeben und dadurch die Einzel- und Gesamtmargen zu verbessern, auch unter Inkaufnahme von eventuellen Umsatzverlusten. Profitable und nicht profitable Umsätze wurden identifiziert; nicht profitable Umsätze wurden gekappt bzw. optimiert und profitable Umsätze konnten hinzugewonnen werden. Wegen der häufig langfristigen Bindung der Aufträge hat sich diese Strategie im abgelaufenen Geschäftsjahr 2016 noch nicht vollumfänglich im Ergebnis niedergeschlagen. Die Geschäftsleitung hat darum zugleich die Strukturen angepasst und die Anstrengungen im Vertrieb verbessert sowie die Kosten reduziert, insbesondere im Bereich Personal. Hierzu wurde ein weiteres Restrukturierungsprogramm - Stufe 2 aufgelegt. Alle entsprechenden Maßnahmen wurden im zweiten Halbjahr 2016 eingeleitet und ordnungsgemäß umgesetzt. Die hieraus resultierenden Kosteneinsparungen werden sich zum Großteil erst im Geschäftsjahr 2017 zeigen. Ebenso konnte bei der Neuverhandlung eines Leasinganschlussvertrages ein deutliches Einsparpotenzial gehoben werden.

Im Geschäftsbereich "One-to-one" wurde der Focus auf die Entwicklung von Produkten im Rollendigital-Print gelegt. Die im März 2016 in Betrieb genommene Digitale Rollendruckmaschine produziert zur vollsten Zufriedenheit. Durch den Einstieg in den digitalen Rollendruck konnten die Kundenbindungen intensiviert und ausgebaut werden. Mit Hilfe der guten Marktkenntnisse und Kundenbeziehungen konnten neue Geschäftsfelder eröffnet und neue Aufträge gewonnen werden. Die erworbenen und sehr umfänglichen Erfahrungen zeigen gute Erfolge in der Produktentwicklung und Umsetzung.

Das Mailinggeschäft soll auch zukünftig weiter ausgebaut werden. Hierfür dient auch der Abschluss einer Kooperationsvereinbarung für eine digitale Rollendruckmaschine mit einem Druckmaschinenhersteller aus dem Jahre 2015. Ziel ist eine weitere nachhaltige Ertragssteigerung in diesem Geschäftsfeld.

Im Bogenoffset hat die Auslastung weiter abgenommen. Bei der Druckhaus Haberbeck GmbH um etwa 28%, bei der Pro Wachter GmbH um über 4%. Das neue Leistungsmerkmal in Hinsicht auf Lackveredelung ("Kristall-Pro") aus dem Jahr 2015 zeigt weiterhin eine positive Entwicklung. Hierdurch konnte den Kunden weiterhin ein Mehrwert für deren qualitativ hochwertigen Druckprodukte angeboten und geliefert werden. Der Bogenoffsetdruck ist weiterhin hart umkämpft. Die Aufträge werden immer kurzfristiger erteilt und stehen unter einem sehr hohen Preisdruck. Sehr erfreulich hat sich die Zusammenarbeit mit einem Einzelhandelshaus in diesem Bereich entwickelt. Gute Ergebnisse konnten im Bereich der hybriden Produkte (Digitaldruck in Verbindung mit Offsetdruck) erzielt werden.

Für den Rollenoffset konnten auch im abgelaufenen Geschäftsjahr 2016 weitere Kunden für das Druckhaus Haberbeck aus dem stationären Handel gewonnen werden, die hauptsächlich individuelle Händlerbeilagen mit Eindruck- und Versionswechsel bestellt haben.

Die Druckhaus Haberbeck GmbH arbeitet als Premium-Partner sehr eng mit der Deutschen Post zusammen und ist mittlerweile der größte Einlieferer des Postverteilzentrums Herford. Weitere partnerschaftliche Schritte in der Zusammenarbeit werden 2017 folgen.

Die im Besitz des Druckhauses Haberbeck befindliche Marktdienste Haberbeck GmbH zeigt im Geschäftsjahr 2016 ein erfreulich gutes positives Ergebnis auf. Die angebotene Dienstleistung von Lagerlogistik in Verbindung mit Konfektionierungsarbeit für Online-Shops findet auch bei den Kunden des Druckhaus Haberbeck eine gute Resonanz.

Auch im Geschäftsjahr 2016 hat die Beteiligung an der Pro Wachter GmbH einen großen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft gehabt. Die unbefriedigende Umsatzentwicklung bei Pro Wachter GmbH konnte nicht vollumfänglich gestoppt werden. Trotz einschneidender Maßnahmen ist es der Pro Wachter GmbH nicht gelungen, im operativen Geschäft ein ausgeglichenes Ergebnis zu erwirtschaften. Vor diesem Hintergrund haben sich die Gesellschafter zu tiefgreifenden Änderungen entschlossen. (Siehe hierzu näheres unter dem Punkt Risiken- und Chancenbericht) Die Ziele, die das Druckhaus Haberbeck mit der Gründung von ProWachter GmbH verfolgt hat, können aber trotz den veränderten Rahmenbedingen der Zukunft aus aus heutiger Sicht weiterhin erreicht werden.

Der operative Geschäftsverlauf des zweiten Halbjahres war deutlich besser als der des ersten Halbjahres, womit der Verlauf insgesamt als zufriedenstellend zu beurteilen ist. Die Kapitalerhöhung wurde vollzogen und Kredite wurden prolongiert. Die Bereinigung des Umsatzportfolios führte zu einer höheren Marge. Hingegen ist das Ergebnis, bedingt durch Restrukturierungsmaßnahmen, belastet.

Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Ertragslage

Umsatz/Gesamtleistung

Aufgrund der Portfolio-Bereinigung verringerte sich der Umsatz im Berichtsjahr um 17,2% von 35.494 T€ auf 29.400 TEuro. Die Bereinigung vollzog sich vor allen Dingen im Bereich Bogenoffset. Hier gingen die Umsatzerlöse im Vergleich zum Vorjahr um 32,8% zurück. Im Rollenoffsetbereich führten die Bereinigungsmaßnahmen zu einer Reduzierung der Umsätze in Höhe von 11,4%. Im Sektor Digitaldruck konnten die Umsätze weiter ausgebaut werden. Die Steigerung betrug hier 142%.

Die Bestände erhöhten sich um 545 TEuro, während die sonstigen betrieblichen Erträge (im Wesentlichen Versicherungsentschädigungen iHv 91 TEuro, Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen iHv 57 TEuro, Erträge aus Anlagenabgängen iHv 35 TEuro und Verrechnete Sachbezüge iHv 34 Teuro) um 12,5% auf 224 Teuro zurückgingen, so dass die Gesamtleistung sich gegenüber dem Vorjahr um 10,9% auf 30.169 TEuro verringerte.

Materialeinsatz

Sowohl der Aufwand für RHB-Stoffe/bezogenen Waren als auch der Aufwand für bezogene Leistungen konnte überproportional gesenkt werden. Ersterer reduzierte sich um 13,2% auf 15.235 TEuro, letzterer um 18,8% auf 4.356 TEuro.

Personalkosten

Im Zuge der Optimierungs-Maßnahmen erfolgte eine Anpassung der personellen Kapazitäten, so dass der Personalaufwand um 13,7% auf 5.414 T€ gesenkt werden konnte.

Sonstiger betrieblicher Aufwand

Der sonstige betriebliche Aufwand konnte ebenfalls deutlich um 9,4% auf 5.064 TEuro gegenüber dem Vorjahr reduziert werden. Die wesentlichen Einsparungen wurden in den Bereichen Instandhaltung (-25,4%), Kosten der Warenabgabe (-60%), Werbe- und Reisekosten (-54,1%) sowie Fahrzeugkosten (-22,3%) erzielt.

Die eng in Zusammenhang mit den Restrukturierungsmaßnahmen stehenden Aufwendungen beliefen sich im Berichtsjahr auf 506 T€ (Vj. 468 T€).

Betriebsergebnis

Das Betriebsergebnis weist einen Verlust in Höhe von 604 TEuro aus. Im Vergleich zum Vorjahr konnte damit aufgrund der eingeleiteten Restrukturierungsmaßnahmen der Verlust deutlich um 1.318 TEuro reduziert werden.

Jahresüberschuss

Das Jahresergebnis hat sich von -2.182 TEuro um 1.286 TEuro auf -896 TEuro verbessert.

Finanzlage

Die Gesellschaft ist unverändert auf eine dauerhafte zur Verfügungsstellung von kurzfristigen finanziellen Mitteln durch externe Finanzierungspartner angewiesen. Die externe Finanzierung wurde im Oktober 2015 durch eine Sicherheitenpool-Vereinbarung mit den Finanzierungspartnern bis zum Frühjahr 2017 gesichert. Die Sicherheitenpool-Vereinbarung ist im Frühjahr 2017 unverändert um 2 Jahre bis 2019 verlängert worden und sichert die Erfüllung von Zahlungsverpflichtungen der Gesellschaft.

Das gezeichnete Kapital der Gesellschaft wurde im Berichtsjahr durch eine weitere Kapitalerhöhung der Gesellschafter iHv 1.100 TEuro auf nunmehr 3.950 TEuro erhöht. Davon waren per 31.12.2016 400 TEuro nicht eingefordert. Das Eigenkapital beläuft sich aufgrund des Bilanzverlustes auf 0,00 € (Vorjahr: 0,00 €). Der Anteil des kurzfristigen Fremdkapitals an der Bilanzsumme beträgt zum Stichtrag 94,4% (Vorjahr: 94,2%) und ist damit nahezu unverändert.

Der Jahresabschluss der Gesellschaft weist zum Bilanzstichtag 2016 einen nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag in Höhe von 97 TEuro aus.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten stiegen zum Bilanzstichtag von 1.993 TEuro auf 3.332 TEuro. Der laufende Zahlungsverkehr war zum Bilanzstichtag 2016 durch zugesagte, aber nicht in Anspruch genommene Kreditlinien gewährleistet.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistung betragen 1.820 TEuro. Sämtliche Verbindlichkeiten konnten innerhalb der vereinbarten Zahlungsziele beglichen werden, wenngleich nicht immer in skontofähiger Zeit.

Die Immobilie ist von der VR-Leasing Miletos GmbH & Co. KG geleast. Die zu leistende Leasingrate setzt sich zusammen aus einer Netto-Leasingrate sowie einer Zahlung zum Aufbau eines Mieterdarlehens. Die Netto-Leasingraten betrugen in 2016 362 TEuro. Das Mieterdarlehen betrug per 31.12.2016 auf 1.461 TEuro.

Zur Absicherung der Kredite mit variabel vereinbartem Zins wurden entsprechende Zinsswaps abgeschlossen. Der Aufwand hierfür betrug in 2016 15 TEuro.

Vermögenslage

Im Berichtsjahr wurden Investitionen iHv von 153 T€ getätigt. Da die Abschreibungen sich in 2016 auf 703 T€ beliefen, verringerte sich das Anlagevermögen ohne Finanzanlagen von 1.351 T€ auf 801 T€.

Die Finanzanlagen stiegen im Berichtsjahr in Folge des weiteren Aufbaus des Mieterdarlehens (+ 249 TEuro) und dem Abbau der Ausleihungen an verbundene Unternehmen (- 100 T€) um 149 TEuro.

Die Vorräte erhöhten sich im Wesentlichen aufgrund der höheren Halbfabrikatsbestände (+ 545 TEuro) von 1.243 TEuro auf 1.738 TEuro.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen weisen zum Bilanzstichtag einen um 132 TEuro höheren Stand gegenüber Vorjahr aus. Die sonstigen Vermögensgegenstände reduzierten sich um 153 TEuro auf 282 TEuro.

Das Aktivvermögen insgesamt beträgt zum 31.12.16 7.255 TEuro und liegt damit 21 TEuro über dem Vorjahresstand.

Finanzielle Leistungsindikatoren

Die wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren bestätigen weiter den Bedarf für die durchgreifende und in wesentlichen Teilen bereits umgesetzte Restrukturierung für die Druckhaus Haberbeck GmbH. Das Eigenkapital ist trotz Kapitalerhöhung durch den Verlust des Geschäftsjahres in Höhe von 896 TEuro weiter negativ. Da das Eigenkapital negativ ist, kann auf den Ausweis des Verschuldungsgrads (=Fremdkapital/Eigenkapital) verzichtet werden.

Der auszuweisende Verlust der Gesellschaft beträgt -896 TEuro bei einer Gesamtleistung von 30.169 TEuro und liegt damit bei -3,0%. Bereinigt um die außerordentlichen Aufwendungen für die Restrukturierung in Höhe von 506 TEuro und das Finanzergebnis ergibt sich ein operatives Ergebnis (EBIT) in Höhe von -99 TEuro, entsprechend -0,3% der Gesamtleistung. Das EBITDA liegt bei 604 T€, gleich 2,0% der Gesamtleistung.

Prognosebericht

Wir sehen eine zunehmende Entwicklung zur Personalisierung und Individualisierung der Printprodukte. Die Auflagen der Printprodukte werden kleiner. Der Mehrwert wird zukünftig vor allem durch Dienstleistungen um das Printprodukt herum gegeben sein. Die Differenzierung im Markt wird über das beherrschen dieser integrierten Wertschöpfungskette erfolgen. Im Geschäftsjahr wurden die Weichen für das Unternehmen kontinuierlich in diese Richtung gestellt.

Für 2017 werden Umsatzerlöse von insgesamt 29.761 T€ erwartet. Der hieraus resultierende Jahresüberschuss nach Steuern soll sich auf 1.014 T€ belaufen. Weiterhin soll sich der Anteil des Rohertrags an der Betriebsleistung (Rohmarge) auf 38,8% steigern.

Risiken- und Chancenbericht

Risiken

Das Risikomanagement ist integraler Bestandteil der Geschäftsführungsorganisation. Es unterliegt einer kontinuierlichen Weiterentwicklung und wird den jeweils aktuellen Anforderungsprofilen optimiert angepasst. Das Unternehmen wurde nach der Norm für Managementsysteme DIN ISO 9001:2015 zertifiziert und einem Überwachungsaudit unterzogen, das sich über mehrere Monate erstreckt hat. Die Zertifizierung wurde im Juni 2016 ausgesprochen. Die Rezertifizierung hat März 2017 stattgefunden.

Risiken ergeben sich auch weiterhin aus den strukturellen Überkapazitäten im Marktsegment für den Offsetdruck. Die Preise sind nochmals unter Druck geraten. Die Druckhaus Haberbeck GmbH hat nach einer Portfolioanalyse die Produkte identifiziert, die auskömmliche Erträge versprechen und die bisher weniger unter dem allgemeinen Preisdruck der Branche stehen. Aber auch in diese Bereiche hinein kann sich der Preisdruck ausdehnen.

Die Geschäftsleitung hat die im Geschäftsjahr 2015 begonnene Restrukturierung für die Druckhaus Haberbeck GmbH im Geschäftsjahr 2016 fortgesetzt. Die geplanten Maßnahmen konnten in der ersten Restrukturierungsphase von Oktober 2015 bis Mai 2016 nur teilweise umgesetzt werden. Darum wurde die Restrukturierungsplanung durch eine Nachtragsplanung bis Ende 2017 ergänzt. Zuständig für die Umsetzung der Restrukturierungsmaßnahmen ist der neue Geschäftsführer, Herr Benedikt Spangenberg.

Herr Spangenberg hat mit der stringenten Umsetzung der zum Teil neu definierten Maßnahmen begonnen, insbesondere in den Bereichen Personal und Rohertrag. Der Rohertrag (Betriebsleistung abzgl. Materialaufwand) hatte sich von 10.952 T€ auf 10.578 T€ um 3,4% verschlechtert. Die Rohmarge konnte jedoch von 32,4% in 2015 auf 35,1% in 2016 verbessert werden.

Neben der optimaleren Personalplanung im Jahre 2016 greifen ab 2017 auch die eingeleiteten und umgesetzten Personalanpassungsmaßnahmen an die neue Umsatzgröße. Des Weiteren hat sich die Liquiditätssituation aufgrund der verbesserten Auftragsergebnisse stabilisiert.

Die in der ersten Hälfte des Geschäftsjahres 2016 noch vorhandenen Risikopotentiale aus den obigen Sachverhalten konnten in der zweiten Jahreshälfte beherrschbar gemacht werden.

Es wurden darum neben dem Wechsel in der Geschäftsführung weitere Maßnahmen beschlossen. Wesentliche Maßnahmen waren, dass die Gesellschafter das Kapital erhöhen und die Banken einer Zwischenfinanzierung zustimmen. Die Kapitalerhöhung ist aufgrund des Beschlusses der Gesellschafter vom 30. Juni 2016 am 25. Juli 2016 durch Eintragung im Handelsregister erfolgt. Die Zahlungen wurden vereinbarungsgemäß von den Gesellschaftern geleistet und der Sicherheiten-Poolvertrag durch die finanzierenden Banken wurde bis 2019 verlängert.

Wie oben bereits angesprochen, hat die unbefriedigende wirtschaftliche Entwicklung der Beteiligung ProWachter GmbH zu einer unternehmerischen Entscheidung der Gesellschafter geführt:

Die bestehenden Mietverträge der ProWachter GmbH über die jetzt in Bönnigheim genutzten Betriebsräume werden zum 30.04.2018 gekündigt. Die Produktion in Bönnigheim wird aufgegeben und nach Lage verlagert. In Lage wird die Produktion als eigene Produktion der ProWachter GmbH weitergeführt. In Bönnigheim werden neue, kleinere Räumlichkeiten angemietet. Dort wird der bisherige Vertrieb angesiedelt, der aufgrund der regionalen Kundenstruktur in Bönnigheim erhalten bleiben soll. Die zukünftig akquirierten Aufträge des Vertriebsbüros werden dann von ProWachter GmbH in Lage produziert. Alle notwendigen Maschinen und Vorräte der ProWachter werden nach Lage verbracht, nicht mehr notwendiges Inventar wird verkauft oder verschrottet. In Lage soll sodann zukünftig wie bisher im Bilanzkreis der ProWachter produziert werden. Allen Mitarbeitern der Produktion wird ein Arbeitsplatz in Lage angeboten.

Diese unternehmerische Entscheidung wird von den finanzierenden Banken mitgetragen. Durch diese Maßnahme wird der Fortbestand der ProWachter GmbH gesichert und damit die Werthaltigkeit der Beteiligung und der gegebenen Gesellschafterdarlehn aufrechterhalten.

Die Instrumente der Überwachung und Steuerung zur Vermeidung finanzieller Risiken sind die jährliche Finanzplanung mit monatlicher Analyse der wesentlichen Unternehmens-Kennzahlen und der Planabweichungen. Mit dem Maßnahmen-Tracking wird die Umsetzung der Restrukturierungsmaßnahmen verfolgt. Der Forderungsbestand, die Forderungsstruktur und die Liquidität werden permanent überwacht. Die Liquiditätsplanung wird täglich angepasst. Die Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsziele gezahlt.

Für fast alle Kunden besteht eine branchenübliche Warenkreditversicherung.

Chancen

Chancen ergeben sich aus der konsequenten Steuerung der Restrukturierungs- und Nachtragsplanung sowie aus den Chancen, die sich aus dem Markt ergeben. In der Nachtragsplanung 2016 wurden die Chancen sodann wie folgt beschrieben:

"Chancen bestehen darin, dass die Risikopuffer, die an verschiedenen Stellen im Budget eingebaut worden sind und die überwiegend auf Erfahrungswerten beruhen, nicht benötigt werden. Chancen bestehen in den Bereichen Personal und Vertrieb. Mit dem neuen, führungserfahrenen Geschäftsführer Benedikt Spangenberg besteht die Chance, dass weitere Personalmaßnahmen umgesetzt werden können. Mit Blick auf den Vertrieb wurden die Umsätze kundenbezogen konservativ geplant. Es ist denkbar, dass weitergehende Vertriebsanstrengungen die Umsätze und dann auch den Rohertrag sowie das Ergebnis verbessern. Das ist jedenfalls ab 2017 möglich."

Wie auch im Vorjahr ergeben sich für 2017 aus dem Markt dadurch Chancen, dass Wettbewerber und damit Kapazitäten im Offset-Druck aus dem Markt ausschieden. Technisch birgt der Rollendigitalprint Chancen für eine Ausdehnung des Umsatzes in diesem Bereich. Aber auch aus der Liefertreue des Unternehmens ergeben sich zusätzliche Chancen. Zahlreiche Kunden binden sich mit Mehrjahresverträgen an die Druckhaus Haberbeck GmbH. Das Unternehmen entwickelt ständig neue Produkte und Dienstleistungen, um seine Kunden bedarfsgerecht optimiert bedienen zu können.

Der Druckhaus Haberbeck ist es gelungen, mit der gehobenen Kundenstruktur den Sprung in den Digitalprint zu meistern. Es werden Produkte rund um den Digitalprint entwickelt. Erste Erfolge sind erkennbar. Mit dem erfolgreichen Einstieg in den Digitalprint können mit gleichbleibender Qualität Kleinstmengen angeboten werden. Auch Hybridprodukte zwischen Offset- und Digitaltechnik ermöglichen den Zugang zu neuen Kunden. Neue Vertriebsstrukturen werden aufgebaut, die vor allem auf Neukunden zielen.

In 2016 wurde in Gegensatz zu 2015 erfolgreich ein Antrag zur Begrenzung der EEG Umlage in 2017 gestellt.

Gesamtschau Risiken und Chancen

Die Risiken sind beherrschbar und somit nicht bestandsgefährdend. Die Maßnahmen, die in der Nachtragsplanung 2016 beschrieben sind, wurden umgesetzt und die unternehmerische Entscheidung bzgl. ProWachter ordnungsgemäß begonnen. Die Annahmen, die der positiven Fortführungsprognose zugrunde liegen, sind eingetreten (Kapitalerhöhung, Umsetzung Personalmaßnahmen, Restzahlung aus der Kapitalerhöhung erfolgt, Kreditprolongation ist vereinbart). Der Fortbestand der Gesellschaft wäre im Geschäftsjahr 2017 gefährdet, wenn es nicht gelingen sollte, die Umsatzziele zu erreichen und die Pro Wachter GmbH zu stabilisieren. Das gesamte Engagement gegenüber der ProWachter GmbH beläuft sich neben den Haftungsverhältnissen zum 31.12.2016 auf 1.471 T€. Dieses Risiko bestand bereits im Vorjahr, gilt aber als beherrschbar. Konkrete Stabilisierungsmaßnahmen wurden bereits eingeleitet. Eine erhebliche Unsicherheit für die Fortführung besteht nach einer behutsam abwägenden Zusammenschau aller Risiken und Chancen jedoch auf Grund der eingeleiteten Maßnahmen zurzeit nicht. Die Geschäftsführung hält die benannten Risiken insgesamt für beherrschbar und geht darum von einer positiven Fortführungsprognose für die Druckhaus Haberbeck GmbH aus.

Forschungsbericht

Forschung und Entwicklung wird nicht betrieben. Es bestehen aber Kooperationen mit Maschinenherstellern, mit denen Innovationen im Markt getestet werden.

Bericht über Zweigniederlassungen

Zweigniederlassungen bestehen nicht.

 

Lage, den 11.07.2017

Benedikt Spangenberg

Bernd Windmann

Bilanz zum 31. Dezember 2016

AKTIVA

31.12.2016 31.12.2015
EUR EUR
A. Anlagevermögen      
I. Immaterielle Vermögensgegenstände      
1. Software, selbstgeschaffen 7.899,00   39.497,00
2. Software, entgeltlich erworben 62.688,00   91.331,00
    70.587,00 130.828,00
II. Sachanlagen      
1. Technische Anlagen und Maschinen 502.869,00   942.332,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 227.677,00   277.324,00
    730.546,00 1.219.656,00
III. Finanzanlagen      
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 26.000,00   26.000,00
2. Beteiligungen 258.600,00   258.600,00
3. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 120.280,80   220.179,27
4. Wertpapiere des Anlagevermögens 320,00   320,00
5. Sonstige Ausleihungen 1.461.055,44   1.212.234,24
    1.866.256,24 1.717.333,51
    2.667.389,24 3.067.817,51
B. Umlaufvermögen      
I. Vorräte   1.737.811,19 1.242.521,33
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände      
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.691.814,31   1.559.601,83
2. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 572.019,47   595.297,58
3. Sonstige Vermögensgegenstände 281.868,85   435.024,01
    2.545.702,63 2.589.923,42
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten   99.079,34 1.356,29
    4.382.593,16 3.833.801,04
C. Rechnungsabgrenzungsposten   108.180,52 234.418,77
D. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag   97.176,54 97.747,41
    7.255.339,46 7.233.784,73

PASSIVA

     
  31.12.2016 31.12.2015
  EUR EUR
A. Eigenkapital      
I. Gezeichnetes Kapital      
1. Stammkapital 3.950.000,00   2.850.000,00
2. Nicht eingeforderte ausstehende Einlagen -400.000,00   -197.000,00
    3.550.000,00 2.653.000,00
II. Kapitalrücklage   7.500,00 7.500,00
III. Gewinnrücklagen      
1. Andere Gewinnrücklagen 4.540,37   4.540,37
    4.540,37 4.540,37
IV. Bilanzgewinn      
1. Verlustvortrag -2.762.787,78   -581.219,03
2. Jahresfehlbetrag -896.429,13   -2.181.568,75
    -3.659.216,91 -2.762.787,78
V. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag   97.176,54 97.747,41
B. Rückstellungen   1.383.552,00 1.315.706,00
C. Verbindlichkeiten      
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 3.331.846,76   1.992.979,82
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 123.965,75   127.544,41
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.820.048,58   2.917.083,14
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 0,00   65.558,06
5. Sonstige Verbindlichkeiten 595.926,37   814.913,30
    5.871.787,46 5.918.078,73
    7.255.339,46 7.233.784,73

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01. Januar bis 31. Dezember 2016

    2016
EUR
2015
EUR
1. Rohergebnis   10.577.651,05 10.951.879,64
2. Personalaufwand      
a) Löhne und Gehälter -4.546.519,09   -5.226.794,46
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -867.767,58   -1.048.008,39
    -5.414.286,67 -6.274.802,85
3. Abschreibungen      
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen   -702.851,00 -1.007.755,00
  -702.851,00   -1.007.755,00
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen   -5.064.090,52 -5.591.511,91
5. Betriebsergebnis   -603.577,14 -1.922.190,12
6. Erträge aus Beteiligungen   0,00 2,31
7. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens   17,60 20,80
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge   42.326,57 47.193,10
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen   -333.589,52 -303.928,36
10. Finanzergebnis   -291.245,35 -256.712,15
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag   -4,64 -5,48
12. Ergebnis nach Steuern   -894.827,13 -2.178.907,75
13. Sonstige Steuern   -1.602,00 -2.661,00
14. Jahresfehlbetrag   -896.429,13 -2.181.568,75

Anhang für das Geschäftsjahr 2016

1. Allgemeine Angaben

Die Druckhaus Haberbeck GmbH ist zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2016 eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 HGB. Die Gesellschaft hat ihren Sitz in Lage. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Lemgo unter HR B 3662 eingetragen.

Der Jahresabschluss wird nach den Rechnungslegungsvorschriften für Kapitalgesellschaften des Handelsgesetzbuches (HGB) unter Berücksichtigung des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt.

Soweit Angaben unterlassen werden (§ 286 HGB), wird hierauf an entsprechender Stelle hingewiesen.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang anzubringen sind, weitestgehend im Anhang aufgeführt.

2. Angaben zu Bilanzierungs-, Bewertungs- und Ausweismethoden

Allgemeine Angaben

Im Geschäftsjahr wurden folgende Abweichungen von in Vorperioden angewandten Darstellungs-, Bilanzierungs- und/oder Bewertungsmethoden vorgenommen und schränken die Vergleichbarkeit mit dem Vorjahr ein:

Das Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz (BilRUG) wurde im Jahresabschluss zum 31. Dezember 2016 erstmals angewendet. Die im Geschäftsjahr erfolgten Abweichungen von in Vorperioden angewandten Darstellungs-, Bilanzierungs- und/oder Bewertungsmethoden gehen aus den Erläuterungen zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung hervor.

Das Gliederungsschema der Gewinn- und Verlustrechnung wurde im Vergleich zum Vorjahr um die Position "Ergebnis nach Steuern" erweitert. Gleichzeitig wurde die Position "Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit" gestrichen. Die Vorjahresdarstellung wurde entsprechend angepasst.

Bilanzierung und Bewertung der Aktiv- und Passivposten

Die erworbenen und selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen angesetzt. Die Abschreibungen erfolgen nach der linearen Methode.

Geringwertige Wirtschaftsgüter mit einem Netto-Einzelwert von bis zu € 410,00 sind im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben bzw. als Aufwand erfasst worden; ihr sofortiger Abgang wurde unterstellt.

Ein bis einschließlich 2015 gebildeter Sammelposten für Anlagegüter mit einem Netto-Einzelwert von mehr als € 150,00 bis € 1.000,00 wird bis zur vollständigen Abschreibung fortgeführt. Der Sammelposten wird pauschalierend jeweils mit 20% im Zugangsjahr und in den vier darauf folgenden Jahren abgeschrieben.

Die Finanzanlagen sind mit ihren Anschaffungskosten angesetzt.

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten angesetzt. Die Bewertung erfolgte im Geschäftsjahr gem. § 240 IV HGB (gewogener Durchschnitt). Rollenpapiere wurden dagegen einzeln bewertet. Anschaffungspreisminderungen (Boni, Skonti) wurden ebenso wie die eingeschränkte Verwendbarkeit durch Abschläge berücksichtigt.

Die Bewertung der unfertigen Druckaufträge erfolgte zu Herstellungskosten. Sie umfassen neben Material- und Fertigungseinzelkosten angemessene Teile der notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten. Zinsen wurden nicht aktiviert.

Soweit Verluste zu antizipieren waren, wurden diese durch Bewertungsabschläge von den aktivierten Herstellkosten berücksichtigt. Darüberhinausgehende Verluste wurden durch Rückstellungen aus schwebenden Geschäften berücksichtigt.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind mit dem Nennwert angesetzt. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch Wertberichtigungen Rechnung getragen.

Liquide Mittel werden mit dem Nennbetrag angesetzt, Rechnungsabgrenzungsposten mit den Aufwendungen, welche auf Folgeperioden entfallen.

Die Bewertung der Pensionsrückstellung erfolgt unter Beachtung versicherungsmathematischer Grundsätze nach dem Anwartschaftsverfahren unter Anwendung der Heubeckschen Richttafeln 2005G. Die Pensionsrückstellungen werden pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzins der vergangenen zehn Jahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von sieben Jahren ergibt. Dieser Zinssatz beträgt 4,01% (Vorjahr: 3,89%). Ein Gehalts- und Rententrend ist nicht berücksichtigt.

Durch erstmalige Anwendung der Gesetzeslage nach Inkrafttreten des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes ergibt sich eine rechnerische Zuführung von € 18.945,00. Es wurden hiervon weitere 1/15 eingestellt (Art. 67 Abs. 1, 2 EGHGB). Der verbleibende Restbetrag beträgt € 10.104,00.

Der Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Abs. 6 HGB zwischen dem Ansatz der Rückstellungen des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen

Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren beträgt im Geschäftsjahr 2016 € 31.205,00.

In dieser Höhe besteht eine Ausschüttungssperre von Gewinnen an die Gesellschafter.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Sie werden in Höhe des Erfüllungsbetrags angesetzt.

Die Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag ausgewiesen.

3. Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Hinsichtlich der Entwicklung des Anlagevermögens verweisen wir auf den Anlagespiegel, welcher als Seite 8 dieser Anlage beigefügt ist.

Finanzanlagevermögen

Die Ausleihungen an Unternehmen mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, betragen € 120.280,80. Sie betreffen Darlehensgewährungen an die ProWachter GmbH. Ein Darlehen in Höhe von € 100.000,00 wird mit jährlich 5,5% verzinst. Ein weiteres Darlehen über € 20.280,80 wird mit jährlich 3,0% verzinst. Die Forderungen sind mit Rangrücktrittserklärungen belegt.

Die sonstigen Ausleihungen betreffen in Höhe von € 1.461.055,44 Ausleihungen an die VR-LEASING MILETOS GmbH & Co. Immobilien KG mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

Forderungen

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen beeinhalten Forderungen gegen Unternehmen mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, in Höhe von € 200.814,56 (Vorjahr € 200.090,86), Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von € 4.634,80 (Vorjahr € 30.093,60) und Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von € 629.491,33 (Vorjahr € 200.090,86).

Die Forderungen gegen Unternehmen mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, gehen auf Darlehen bzw. Zinsforderungen zurück und enthalten ein Darlehen gegen die ProWachter GmbH in Höhe € 400.000,00 (mit einen Rangrücktritt belegt), ein Darlehen gegen die Marktdienste Haberbeck GmbH in Höhe von € 78.294,35 und ein Darlehen gegen die Buchwerk Haberbeck GmbH in Höhe von € 28.308,89. Diese Darlehensforderungen haben eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Forderungen mit einer vertraglichen Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren bestanden nicht.

Sonstige Vermögensgegenstände

Die sonstigen Vermögensgegenstände sind grundsätzlich innerhalb eines Jahres fällig und entfallen insbesondere auf Umsatzsteuer (T€ 175), KSt-Guthaben (T€ 25) sowie Forderungen gegen Gesellschafter (T€ 21).

Aktive latente Steuern

Das Wahlrecht zum Ausweis aktiver latenter Steuern wurde nicht in Anspruch genommen (§ 274 Abs. 1 S. 2 HGB).

Rechnungsabgrenzungsposten

Der Rechnungsabgrenzungsposten geht im wesentlichen auf abgegrenzte Betriebs- und Maschinenversicherungen (T€ 82,6) sowie Wartungsverträge zurück.

Sonstige Rückstellungen

Die Rückstellungen enthalten als wesentliche Posten Kundenboni T€ 264 (T€ 158), ausstehende Rechnungen T€ 149 (T€ 140) und Verpflichtungen aus dem Personalbereich T€ 301 (T€ 313).

Verbindlichkeiten

Die Fristigkeit der Verbindlichkeiten ergibt sich aus folgendem Verbindlichkeitenspiegel:

31.12.2016 bis zu einem Jahr Restlaufzeit zwischen einem und fünf Jahren Restlaufzeit mehr als fünf Jahre Restlaufzeit
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 3.331.846,76 3.331.846,76 0,00 0,00
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 123.965,75 123.965,75 0,00 0,00
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.820.048,58 1.820.048,58 0,00 0,00
Sonstige Verbindlichkeiten 595.926,37 595.926,37 0,00 0,00
  5.871.787,46 5.871.787,46 0,00 0,00

Zur Absicherung von Zinseffekten aus Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten ist ein Zinsswap mit Laufzeit bis August 2017 auf Basis 3-Monats-Euribor über nom. € 1.000.000,00 abgeschlossen.

Zur Absicherung der Kontokorrentlinien wurden im Rahmen eines Sicherheitenpoolvertrages die freien Forderungen, das freie Umlauf- und Anlagevermögen sicherungsübereignet, sowie im Rahmen eines Poolvertrags ein Schuldbeitritt der Marktdienste Haberbeck GmbH vereinbart.

Von den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen entfallen auf Gesellschafter € 21.928,07, verbundene Unternehmen T€ 78.829,38 und Unternehmen mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht € 180.018,74.

Von den Sonstigen Verbindlichkeiten entfallen € 61.422,78 (Vj. € 60.193,31) auf Steuern und € 10.398,48 (Vj. € 22.941,12) auf Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit.

Haftungsverhältnisse

Zum Abschlussstichtag bestanden folgende Haftungsverhältnisse:

Bürgschaften zugunsten der ProWachter GmbH gegenüber Banken und Leasinggesellschaften in Höhe von T€ 500. Mit einer Inanspruchnahme wird aufgrund von Unternehmenskonzepten nicht gerechnet.

Aus einem Schuldbeitritt gegenüber der Marktdienste Haberbeck GmbH im Rahmen eines Poolvertrags in Höhe von T€ 50. Mit einer Inanspruchnahme wird aufgrund der positiven Ertragssituation der Tochtergesellschaft nicht gerechnet.

Forderungen gegen die ProWachter GmbH sind mit Rangrücktrittserklärungen über nom. T€ 520 (zzgl. Zinsen) versehen.

4. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Materialaufwand

In Anwendung des BilRUG sind in den Vorjahreswerten Umgliederungen vorgenommen worden. Zur Vergleichbarkeit geben wir folgende Erläuterungen: Der Materialaufwand des Vorjahres betrug € 22.797.818,46 und hat sich durch Umgliederungen in Höhe von € 109.430,00 gemäß BilRUG auf € 22.907.248,46 erhöht. Die Umgliederung erfolgte - korrespondierend zu den Umsatzerlösen - aus den sonstigen betrieblichen Aufwendungen in den Materialaufwand.

Sonstige betriebliche Erträge

Die Erträge gehen wesentlich auf Versicherungsentschädigungen, Rückstellungsauflösungen und Sachbezugsverrechnungen zurück.

Personalaufwand

In den Personalaufwendungen sind Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von € 0,00 (Vj. € 0,00) enthalten.

Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

Von den Zinserträgen entfallen € 42.326,57 (Vj. € 43.677,37) auf Erträge von verbundenen Unternehmen.

Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Von den Zinsaufwendungen entfallen € 0,00 (Vj. € 593,82) auf Zinszahlungen an Gesellschafter sowie in Höhe von € 16.263,00 (Vj. € 18.716,00) auf die Aufzinsung von Pensionsrückstellungen.

5. Sonstige Angaben

Arbeitnehmer

2016 2015 2014
Arbeitnehmer (Durchschnitt)      
Gewerbliche Mitarbeiter 67 71 75
Angestellte 33 38 35
  100 109 110
Auszubildende 13 13 12
Gesamt 113 122 122

Geschäftsführer

Die Geschäftsführung der Gesellschaft wurde im Geschäftsjahr 2016 von

Herrn Bernd Windmann, Bad Salzuflen von Beruf Techniker, und

Herrn Benedikt Spangenberg, Münster, von Beruf Kaufmann, ausgeübt.

(Abberufung von Herrn Walter Metzen, Lemgo mit HR-Eintrag vom 10.06.2016 und Bestellung von Herrn Benedikt Spangenberg)

Auf die Angabe der Bezüge der Geschäftsführung wurde gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen bis zu einem Jahr von einem bis fünf Jahre ab fünf Jahren
Mobilien Leasing 924.400,00 796.600,00 0,00
Immobilien Leasing 611.800,00 2.451.200,00 1.228.400,00
Leasing PKW 15.400,00 12.800,00 0,00
Leasing Maschinen 339.500,00 1.748.200,00 349.600,00
Leasing übrige BGA 33.000,00 31.300,00 0,00
  1.924.100,00 5.040.100,00 1.578.000,00

Anteilsbesitz

Gesellschaft Anteil
in %
Eigenkapital Jahresfehlbetrag/-überschuss 2016
Marktdienste Haberbeck GmbH, Lage 100,0 - EUR - EUR
VR-LEASING MILETOS GmbH & Co. Immobilien KG, Eschborn 96,0 - EUR - EUR
Buchwerk Haberbeck GmbH, Lage 50,0 - EUR - EUR
Pro Wachter GmbH, Lage 50,0 -952.773,52 EUR -151.893,06 EUR

Die Jahresabschlüsse der MDH, Miletos KG und der BH lagen bei Anhangerstellung noch nicht vor.

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Stichtag

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Stichtag haben sich nicht ergeben.

 

Lage, den 15. Mai 2017

Druckhaus Haberbeck GmbH

gez. Bernd Windmann, Geschäftsführer

gez. Benedikt Spangenberg, Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2016

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2016 Zugänge Umbuchungen Abgänge 31.12.2016
I. Immaterielle Vermögensgegenstände          
1. Software, selbst geschaffen 94.793,00 0,00 0,00 0,00 94.793,00
2. Software, entgeltlich erworben 290.027,83 23.300,00 0,00 0,00 313.327,83
  384.820,83 23.300,00 0,00 0,00 408.120,83
II. Sachanlagen          
1. Technische Anlagen und Maschinen 24.868.467,70 68.167,00 0,00 15.984.518,16 8.952.116,54
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.260.463,74 62.247,00 0,00 40.372,83 1.282.337,91
  26.128.931,44 130.414,00 0,00 16.024.890,99 10.234.454,45
III. Finanzanlagen          
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 26.000,00 0,00 0,00 0,00 26.000,00
2. Beteiligungen 258.600,00 0,00 0,00 0,00 258.600,00
3. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 220.179,27 0,00 0,00 99.898,47 120.280,80
4. Wertpapiere des Anlagevermögens 320,00 0,00 0,00 0,00 320,00
5. Sonstige Ausleihungen 1.212.234,24 248.821,20 0,00 0,00 1.461.055,44
  1.717.333,51 248.821,20 0,00 99.898,47 1.866.256,24
  28.231.085,78 402.535,20 0,00 16.124.789,46 12.508.831,52
Aufgelaufene Abschreibungen
01.01.2016 Zugänge Abgänge 31.12.2016
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
1. Software, selbst geschaffen 55.296,00 31.598,00 0,00 86.894,00
2. Software, entgeltlich erworben 198.696,83 51.943,00 0,00 250.639,83
  253.992,83 83.541,00 0,00 337.533,83
II. Sachanlagen        
1. Technische Anlagen und Maschinen 23.926.135,70 507.582,00 15.984.470,16 8.449.247,54
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 983.139,74 111.728,00 40.206,83 1.054.660,91
  24.909.275,44 619.310,00 16.024.676,99 9.503.908,45
III. Finanzanlagen        
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
3. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 0,00 0,00 0,00
4. Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 0,00 0,00 0,00
5. Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00
  0,00 0,00 0,00 0,00
  25.163.268,27 702.851,00 16.024.676,99 9.841.442,28
Nettobuchwerte
31.12.2016 31.12.2015
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
1. Software, selbst geschaffen 7.899,00 39.497,00
2. Software, entgeltlich erworben 62.688,00 91.331,00
  70.587,00 130.828,00
II. Sachanlagen    
1. Technische Anlagen und Maschinen 502.869,00 942.332,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 227.677,00 277.324,00
  730.546,00 1.219.656,00
III. Finanzanlagen    
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 26.000,00 26.000,00
2. Beteiligungen 258.600,00 258.600,00
3. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 120.280,80 220.179,27
4. Wertpapiere des Anlagevermögens 320,00 320,00
5. Sonstige Ausleihungen 1.461.055,44 1.212.234,24
  1.866.256,24 1.717.333,51
  2.667.389,24 3.067.817,51

Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft erteilte dem Jahresabschluss zum 31. Dezember 2016 den folgenden uneingeschränkten Bestätigungsvermerk:

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Druckhaus Haberbeck GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2016 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung und Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht im Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Ohne diese Beurteilung einzuschränken, weisen wir auf die Ausführungen im Lagebericht hin. Dort ist unter dem Abschnitt "Gesamtschau Risiken und Chancen" ausgeführt, dass der Fortbestand der Gesellschaft im Geschäftsjahr 2017 gefährdet wäre, wenn es nicht gelingen sollte, die Umsatzziele zu erreichen und die Pro Wachter GmbH zu stabilisieren.

 

Aachen, den 19. Juli 2017

S & P Wirtschaftsprüfer GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Rolf Thesing, Wirtschaftsprüfer

Allgemeine Angaben zur Offenlegung

I. Offenlegung

Der am 04. September 2017 festgestellte Jahresabschluss zum 31. Dezember 2016 der Druckhaus Haberbeck GmbH wird den gesetzlichen Vorschriften gemäß §§ 325 ff. Handelsgesetzbuch (HGB) hiermit offengelegt.

II. Größenabhängige Erleichterungen

Die größenabhängigen Erleichterungen gemäß §§ 326 ff. HGB wurden in Anspruch genommen.

Insoweit bezieht sich der beigefügte Bestätigungsvermerk auf den Jahresabschluß, nicht jedoch auf die teilweise unter in Anspruchnahme von Erleichterungen offengelegte Fassung.

III. Ergebnisverwendung

Angaben über die Ergebnisverwendung wurden nicht gemacht (§ 325 Abs. 1 S. 1 HGB), da sich anhand dieser Angaben Gewinnanteile von natürlichen Personen, die Gesellschafter sind, hätten feststellen lassen.

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