Douglas International Purchasing GmbH

Luise-Rainer-Straße 7, 40235 Düsseldorf, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Potsdam HRB 36828
Eingetragen
23.5.2022
Branche
BeteiligungsgesellschaftenGroßhandel mit FlachglasTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von kosmetischen Erzeugnissen, Körperpflegemitteln, Putz- und Reinigungsmitteln
Gegenstand
Die Zentralisierung und Bündelung der nationalen und internationalen Einkaufsaktivitäten und damit auch die Festschreibung und Verhandlung der damit verbundenen Einkaufskonditionen der Unternehmen der Douglas-Gruppe sowie alle damit unmittelbar oder mittelbar im Zusammenhang stehenden Geschäfte.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Stefanie von Albert
seit 20.2.2025
Geschäftsführer
Petra von Dewall
seit 30.1.2024
Geschäftsführer
Anja Thonfeld
seit 23.5.2022
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Douglas Holding Aktiengesellschaft
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Parfümerie Douglas Deutschland GmbH
Germany
500.000 €
100.00%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Kirk Beauty A GmbH

Düsseldorf (vormals: Hagen)

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.10.2021 bis zum 30.09.2022

Konzernlagebericht zum 30. September 2022

Kirk Beauty A GmbH

DLsseldorf (vormals Hagen)

GRUNDLAGEN

Allgemeines

Die Kirk Beauty A GmbH (im Folgenden: Konzernmuttergesellschaft, Konzernmutterunternehmen), ist eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung und hat ihren Sitz in Düsseldorf, Deutschland und ist beim Handelsregister B des Amtsgerichts Düsseldorf unter HRB 102633 registriert.

Der Konzernabschluss der Kirk Beauty A GmbH und ihrer Tochtergesellschaften (Douglas-Gruppe, Douglas-Group, Gruppe, Douglas-Konzern, Konzern) zum 30. September 2022 (Bilanzstichtag) umfasst den Berichtszeitraum vom 1. Oktober 2021 bis 30. September 2022 (Geschäftsjahr, Berichtsjahr).

Der Konzernlagebericht wurde in Euro (€) aufgestellt. Alle Beträge sind in Millionen Euro (Mio. €) angegeben, sofern nicht Abweichendes verzeichnet ist.

Die bei der Anwendung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden getroffenen Ermessensentscheidungen sowie die wichtigsten zukunftsbezogenen Annahmen und Schätzungen, die die Beträge im Abschluss wesentlich beeinflussen können, werden im Konzernanhang erläutert. 1

Reorganisation der Holdingstruktur und Anpassung der Vorjahreswerte erstmaliger Konzernabschluss auf Ebene der Kirk Beauty A GmbH

Dieser Konzernabschluss stellt einen erstmaligen IFRS-Konzernabschluss der Kirk Beauty A GmbH im Sinne des IFRS 1 dar, da die Kirk Beauty A GmbH zuvor keinen IFRS-Abschluss veröffentlicht hat.

Mit notariell beurkundetem Vertrag vom 30.Juni 2022 wurde die Douglas GmbH in die Kirk Beauty SUN GmbH sowie diese wiederum in die Kirk Beauty A GmbH eingebracht.

Nach den Einbringungen ist die Kirk Beauty A GmbH, alleinige Gesellschafterin der Kirk Beauty SUN GmbH mit Sitz in Düsseldorf und die Kirk Beauty SUN GmbH wiederum alleinige Gesellschafterin der Douglas GmbH mit Sitz in Düsseldorf.

Zur Herstellung der Vergleichbarkeit des Konzernabschlusses der Kirk Beauty A GmbH zum 30. September 2022 mit den erforderlichen Vorjahresvergleichsangaben, wurden die Vorjahresvergleichsangaben angepasst. Dazu wurde die Kirk Beauty SUN GmbH, wie oben dargestellt vormals nicht im Konsolidierungskreises der Douglas Gruppe enthalten, im Wege der Kombinierung in die Vorjahresvergleichsangaben einbezogen.

Die Aufstellung des Konzernabschlusses auf Ebene der Kirk Beauty A GmbH unter Einbeziehung der Kirk Beauty SUN GmbH führte zu retrospektiven Anpassung der Vorjahreswerte 2020/21. Weitere Erläuterungen sind im Konzernanhang in Note Nr. 23 "Eigenkapital" enthalten.

Geschäftsmodell der Douglas-Gruppe

Eine führende Beauty-Plattform in Europa

Die Douglas-Gruppe ist eines der führenden Handelsunternehmen in Europa im selektiven Parfümeriehandel. Mit durchschnittlich 18.038 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, 1.704 eigenen Filialen sowie diversen eigenen Online-Auftritten und dem Marketplace ist die Douglas-Gruppe in 27 europäischen Ländern vertreten. Die Parfümerien nehmen in Deutschland, Frankreich und vielen weiteren europäischen Ländern führende Positionen in den Märkten für Duft, Kosmetik und Pflege ein. Neben ihren Kernmarken "Douglas" und "Nocibe" in Frankreich tritt die Douglas-Gruppe auch unter ihren akquirierten Marken Parfumdreams, Niche Beauty und Disapo auf.

1 Weitere Angaben zu den wichtigsten Ermessensentscheidungen und zukunftsbezogenen Annahmen und Schätzungen finden sich im Konzernanhang unter der Note Nr. 4 "Grundsätze der Bilanzierung und Bewertung" im Kapitel "Annahmen, Schätzungen und Ermessensentscheidungen".

Innerhalb der Gruppe übernimmt die Douglas GmbH als Beteiligungs- und Managementholding zentrale Führungs- und Serviceaufgaben. Darüber hinaus bündeln Profit-Center überwiegend in der Parfümerie Douglas GmbH & Co. KG und in Dienstleistungsgesellschaften wesentliche administrative Aufgaben und unterstützen die Filialen im operativen Tagesgeschäft.

Finanzielle Leistungsindikatoren und Segmentierung 2

Finanzielle Steuerungskennzahlen

Die bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren, über welche die Segmente beurteilt und die Ressourcenallokation gesteuert wird, sind Wachstum (bereinigter Umsatz (netto)) und Ertragskraft (bereinigtes EBITDA). 3 Darüber hinaus werden weitere Finanzkennzahlen zur Steuerung verwendet, namentlich Umsatz, EBITDA, Free Cashflow, Rohertrag bzw. Rohertragsmarge einschließlich der Veränderung des Umlaufvermögens sowie Angaben für Investitionen in das Anlagevermögen bestehend aus Immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen.

Bestandteil des Prognoseberichts und des hierauf basierenden Vergleichs mit der tatsächlichen Geschäftsentwicklung im Folgejahr sind ausschließlich die bedeutsamsten Steuerungskennzahlen, bereinigter Umsatz (netto) sowie bereinigtes EBITDA.

Der internen Steuerungslogik folgend werden die auf Segmentebene vorgenommenen Verrechnungen von internen Lizenzkosten und ähnlichen Kosten, die aus dem Segment DACHNL an die Segmente Süd- und Zentral-Ost-Europa belastet werden, für die Darstellung der Segment-EBITDAs und der bereinigten Segment-EBITDAs nicht berücksichtigt.

Das für Steuerungszwecke verwendete Adjusted EBITDA ergibt sich aus dem berichteten EBITDA vor Anwendung des IFRS 16, daher vor der Kapitalisierung wesentlicher Leasingaufwendungen und -erträge, und bereinigt um jene Sachverhalte, die nach Auffassung und Entscheidung des Managements der Kirk Beauty A GmbH nicht regelmäßig wiederkehrend, außergewöhnlich oder aber zur internen Steuerung ungeeignet sind. Entsprechendes gilt für den finanziellen Leistungsindikator "bereinigter Umsatz".

Kernmarken, Märkte und Segmentierung

Zum 30. September 2022 tritt die Douglas-Gruppe mit ihren Kernmarken "Douglas" und "Nocibé", abgesehen von der Schweiz, ganz überwiegend innerhalb der Europäischen Union (EU27) auf.

Im Geschäftsjahr erzielte die Douglas-Gruppe ca. 88 % (i. Vj. 89 %) ihrer Umsätze innerhalb der Eurozone (ERI 9). Insgesamt entfielen ca. 38 % (I. Vj. 37 %) der Konzernumsätze auf Deutschland (Inland), mithin ca. 62 % (i. Vj. 63 %) auf das Ausland.

Im Geschäftsjahr 2021/22 war die Douglas Gruppe in die folgenden Geschäftssegmente strukturiert:

DACH (Deutschland, Österreich und Schweiz)

die Niederlande (NL)

Frankreich

Süd-Europa

Zentral-Ost-Europa

2 Weitere Angaben zur Segmentberichterstattung und Überleitung des EBITDA auf das bereinigte EBITDA sowie zum bereinigten Umsatz finden sich im Konzernanhang unter Note Nr. 31 "Segmentberichterstattung"
3 EBITDA - Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Wertberichtigungen

Disapo, ist Teil des Geschäftssegments DACH und erzielt den ganz überwiegenden Teil der Umsätze im Inland. In Frankreich tritt die Gruppe mit ihrer eigenen Marke "Nocibé" auf.

Im Geschäftsjahr 2021/22 waren die Geschäftssegmente DACH und NL zu dem berichtspflichtigen Segment DACHNL zusammengefasst.

WIRTSCHAFTSBERICHT

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Wichtigste wirtschaftliche Rahmenbedingungen für die Douglas-Gruppe sind neben der Kaufkraftentwicklung insbesondere die Entwicklung des Wirtschaftswachstums, der Arbeits- bzw. Erwerbslosenquote und der Inflation.

Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Weltwirtschaft und Euroraum - Energiekrise und Inflation belasten Wirtschaft

Seit Beginn des Jahres 2022 hat sich die Weltwirtschaft merklich abgekühlt. Das liegt vor allem an den deutlich gestiegenen Energiepreisen, die die ohnehin erhöhten Produktionskosten der Unternehmen und die anhaltend hohe Verbraucherpreisinflation zusätzlich befeuert haben. Der russische Angriffskrieg auf die Ukraine hat zudem zu einer hohen wirtschaftlichen Unsicherheit geführt. Aufgrund der hohen Inflationsraten haben viele Zentralbanken die Leitzinsen erhöht. Darüber hinaus haben die gestiegene Zahl an Coronavirus- Infektionen und die damit verbundenen Produktionsausfälle, insbesondere in China, die Weltkonjunktur im Frühjahr 2022 gedämpft und zu neuen Lieferengpässen geführt. 4

Das Wachstum des globalen Bruttoinlandsprodukts (BIP) hat sich in der 1. Jahreshälfte 2022 gegenüber dem kräftigen Wachstum in der 2. Jahreshälfte 2021 deutlich verlangsamt. Die hohe Inflation, die große Unsicherheit sowie anhaltende Störungen der Lieferketten wirkten der wirtschaftlichen Expansion in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften und Schwellenländer entgegen. Sie waren mit einem Rückgang es globalen BIP im 2. Quartal 2022 verbunden. In vielen fortgeschrittenen Volkswirtschaften war das BIP-Wachstum in der 1. Jahreshälfte 2022 zwar noch positiv, verlangsamte sich jedoch deutlich gegenüber dem Jahresende 2021. Im Euro-Raum belebte die Lockerung der Eindämmungsmaßnahmen für das Coronavirus die Konjunktur im 2. Quartal 2022 und trug zu einem positiven Wachstum im 1. Halbjahr 2022 bei. 5

Die Wirtschaftsleistung im Euro-Raum ist im 1. Halbjahr 2022 trotz der verschlechterten Rahmenbedingungen gestiegen. Dabei beschleunigte sich das Wachstum des preis-, kalender- und saisonbereinigten BIP im 2. Quartal 2022 leicht auf 0,8 %, nachdem es bereits im 1. Quartal 2022 um 0,6 % gegenüber dem Vorquartal gestiegen war. Damit lag das BIP rund 1,9 % über dem Vor-Corona-Niveau aus dem 4. Kalenderquartal 2019. Neben dem Beitrag von Deutschland geht die Ausweitung des BIP im 1. Quartal 2022 vor allem auf das starke Wachstum in Irland von 6,2 % gegenüber dem Vorquartal zurück, was vor allem auf die Entwicklung von multinationalen Unternehmen zurückzuführen ist (Europäische Kommission, 2022). Im 2. Kalenderquartal 2022 wuchsen die Niederlande und Österreich mit 2,6 % und 1,9 % recht stark. Zudem legte die Wirtschaftsleistung unter anderem in Italien und Spanien überdurchschnittlich zu. Dem gegenüber war das Wachstum etwa in Belgien, Deutschland und Portugal gering oder stagnierte annähernd. Die heterogene konjunkturelle Entwicklung der Mitgliedstaaten im 2. Quartal 2022 ist vor allem auf die unterschiedlichen Wirtschaftsstrukturen und die damit einhergehende Betroffenheit durch die Lieferkettenstörungen sowie die direkten und indirekten Auswirkungen des russischen Angriffskrieges zurückzuführen. 6

4 Sachverständigenrat - Jahresgutachten 2022/23, S.16
5 Sachverständigenrat - Jahresgutachten 2022/23, S.17
6 Sachverständigenrat - Jahresgutachten 2022/23, S. 34, 35

Darüber hinaus beeinflussten die Verbraucherpreisinflation und das Wachstum der kontaktintensiven Dienstleistungen in unterschiedlichem Maße die konjunkturelle Entwicklung in den Mitgliedstaaten. So dürften die geschrumpfte Kaufkraft und die hohe wirtschaftliche Unsicherheit die Erholung der privaten Konsumausgaben infolge der Lockerungen pandemiebedingter Einschränkungen in einigen Mitgliedstaaten gedämpft haben. Demgegenüber verzeichneten die meisten Mitgliedstaaten eine deutliche Zunahme des Tourismus, was dem Gastgewerbe insbesondere in den südeuropäischen Ländern Impulse gegeben hat. Zudem waren die Volkswirtschaften im Euro-Raum zu unterschiedlichen Zeitpunkten und in unterschiedlichem Ausmaß von der Omikron-Welle betroffen. 7

Die vorliegenden Daten zeigen eine deutliche Abschwächung der konjunkturellen Dynamik an. Die massiven Preissteigerungen für Strom und Erdgas belasten in vielen Mitgliedstaaten immer stärker die Unternehmen sowie die Verbraucherinnen und Verbraucher. So liegen die durchschnittlichen Strompreise im Großhandel in vielen Mitgliedstaaten im September 2022 um mehr als 150 % über dem Vorjahreszeitraum, bei Erdgas sind es knapp 200 %. Die Großhandelspreise für verschiedene Energieträger sind zuletzt aber zum Teil deutlich gesunken. Für die Preisrückgänge dürften insbesondere die vollen Erdgasspeicher und die aktuell milde Witterung verantwortlich sein. Die Preisunterschiede zwischen den Mitgliedstaaten bei Erdgas dürften insbesondere aus den beschränkten länderübergreifenden Pipelinekapazitäten resultieren. Viele Mitgliedstaaten haben bereits verschiedene Unterstützungsmaßnahmen ergriffen oder angekündigt, um die Auswirkungen der gestiegenen Energiepreise auf die Haushalte und Unternehmen abzufedern. Diese wirken teilweise direkt auf die Großhandelspreise, wie etwa für Strom in Spanien und Portugal, oder beispielsweise über niedrigere Umsatzsteuern und Abgaben auf die Verbraucherpreise. 8

Der Arbeitsmarkt im Euro-Raum zeigt sich weiterhin robust. Im August 2022 lag die saisonbereinigte Erwerbslosenquote im Euro-Raum mit 6,6 % deutlich unter dem Wert im Vorjahresmonat (7,5 %). Sie ist damit erheblich niedriger als das Vorkrisenniveau des 4. Kalenderquartals 2019 von 7,5 %. Die seit Anfang des Jahres 2021 in vielen Mitgliedstaaten stark angestiegenen Quoten an offenen Stellen deuten auf eine Verknappung der Arbeitskräfte im Euro-Raum hin. Ferner signalisiert die deutliche Abnahme des unausgeschöpften Arbeitskräftepotenzials ebenfalls eine Verengung des Arbeitsmarkts. Im 2. Quartal 2022 lag der Wert für den Euro-Raum sowie für einige Mitgliedstaaten bereits unter dem Niveau zu Anfang der Finanzkrise. Zudem deuten Umfragedaten auf eine weitere Verschärfung der Fachkräfteengpässe in vielen Mitgliedstaaten hin. Insbesondere im Dienstleistungsbereich in Deutschland und den Niederlanden stellen fehlende Arbeitskräfte zunehmend einen limitierenden Faktor für die Unternehmen dar. 9

Die am Harmonisierten Verbraucherpreisindex (HVPI) gemessene Inflationsrate im Euro-Raum betrug im September 2022 rund 9,9 % im Vergleich zum Vorjahresmonat und lag damit über dem Wert von 9,1 % im August 2022. Die Inflation war in den baltischen Mitgliedstaaten, insbesondere in Estland, mit 24,1 %, am höchsten und in Frankreich mit 6,2 % am niedrigsten. Die umfangreichen Preisregulierungen dürften maßgeblich zur vergleichsweise niedrigen Inflation in Frankreich beigetragen haben. So ist der Erdgaspreis in Frankreich seit Oktober 2021 eingefroren, und die Strompreiserhöhung für das Jahr 2022 wurde bei 4 % gedeckelt (Service Public, 2022). Die Kerninflation im Euro-Raum lag im September 2022 bei 4,8% im Vergleich zum Vorjahresmonat und weist seit dem 2. Halbjahr 2021 eine steigende Tendenz auf. Die Steigerung der Lebensmittel-, Alkohol- und Tabakpreise hat sich ebenfalls weiter beschleunigt und erreichte im September 2022 rund 11,8 % im Vergleich zum Vorjahresmonat. Die Steigerungsrate der Energiepreise hat sich im September 2022 mit 40,7 % wieder etwas beschleunigt, nachdem sie sich in den zwei Monaten zuvor etwas verlangsamt hatte. Mit 4,2 Prozentpunkten leistet sie weiterhin einen ausgesprochen großen Beitrag zum Gesamtindex. Der Energiepreisanstieg fällt in den Mitgliedstaaten allerdings recht unterschiedlich aus. So war er jeweils mit 18,8 % in Frankreich und in der Slowakei am niedrigsten und mit 11 3,8 % in den Niederlanden am höchsten. Deutschland liegt mit 44,2 % etwa auf Euro-Raum-Durchschnitt. 10

7 Sachverständigenrat - Jahresgutachten 2022/23, S.34
8 Sachverständigenrat - Jahresgutachten 2022/23, S. 34, 35
9 Sachverständigenrat - Jahresgutachten 2022/23, S. 36, 37
10 Sachverständigenrat - Jahresgutachten 2022/23, S. 38

Infolge der hohen Inflation sind die Bruttoreallöhne pro Arbeitsstunde im Euro-Raum in der 1. Jahreshälfte 2022 im Vergleich zum 4. Kalenderquartal 2021 um 4,2 % gesunken und liegen nun um rund 1,7 % unter dem Vorkrisenniveau aus dem 4. Kalenderquartal 2019. Unter den vier großen Volkswirtschaften ist Spanien am stärksten betroffen, mit einem Rückgang der Bruttoreallöhne um etwa 5,3 % gegenüber dem 4. Kalenderquartal 2021 und um 5,4 % gegenüber dem Vorkrisenniveau. Deutschland, Frankreich und Italien liegen dagegen mit Rückgängen um 1,7%, 1,4% beziehungsweise 0,6% moderater unter dem Vorkrisenniveau. Trotz deutlich gestiegener Inflationsrate war die Nominallohnentwicklung bislang eher gemäßigt. So sind im 2. Kalenderquartal 2022 die Nominallöhne und Gehälter im Euro-Raum im Vergleich zum Vorjahresquartal um 4,0 % gestiegen. Das Tariflohnwachstum im Euro-Raum ist im Vorjahresvergleich mit 3,0% im 1. Quartal 2022 und 2,4% im 2. Quartal 2022 niedrig ausgefallen. Die gesunkenen Bruttoreallöhne dürften sich dämpfend auf die Nachfrage auswirken. 11

Branchenbezogene Rahmenbedingungen 12

Im September 2022 stieg das saisonbereinigte Absatzvolumen des Einzelhandels gegenüber dem Vormonat August 2022 im Euroraum um 0,4% (im Nicht-Nahrungsmittelsektor Anstieg von 1,0%) und in der EU um 0,4% (im Nicht-Nahrungsmittelsektor Rückgang von 1,0%).

Die folgende Übersicht zeigt die Veränderungen des kalenderbereinigten Absatzvolumens des Einzelhandels (Einzelhandelsindex) für die Monate Juni bis September 2022 im Vergleich zum jeweiligen Vormonat für die EU, den Euroraum sowie die wesentlichen Länder der berichtspflichtigen Segmente der Douglas-Gruppe:

Veränderung zum Vormonat in %
Apr.22 Mai.22 Juni 22
Euroraum -0,3 0,2 -1,1
EU -0,6 0,0 -1,1
DACHNL
Deutschland -2,3 -0,3 -1,3
Niederlande -1,4 1,5 -3,1
Frankreich 0,3 1,1 -0,9
Süd-Europa
Italien -0,2 1,1 -1,2
Spanien 5,2 0,0 -0,3
Zentral-Ost-Europa
Polen -4,6 -0,2 -1,4
Veränderung zum Vormonat in %
Juli 22 Aug.22 Sep.22
Euroraum -0,2 0,0 0,4
EU -0,1 0,0 0,4
DACHNL
Deutschland 0,5 -1,4 0,9
Niederlande 1,1 -2,0 1,3
Frankreich -1,5 1,0 0,2
Süd-Europa
Italien 0,5 -0,6 -0,1
Spanien -1,0 0,6 0,2
Zentral-Ost-Europa
Polen 1,5 0,7 1,4

Gegenüber dem Vorjahresmonat September 2021 sank das saisonbereinigte Absatzvolumen des Einzelhandels im September 2022 im Euroraum um 0,6 % (im Nicht-Nahrungsmittelsektor Abnahme von 0,3 %) und in der EU um 0,3 % (im Nicht-Nahrungsmittelsektor Abnahme von 0,1 %).

Die folgende Übersicht zeigt die Veränderungen des saisonbereinigten Absatzvolumens des Einzelhandels (Einzelhandelsindex) für die Monate April bis September 2022 im Vergleich zum Vorjahresmonat für die EU, den Euroraum sowie die wesentlichen Länder der berichtspflichtigen Segmente der Douglas-Gruppe: 13

11 Sachverständigenrat - Jahresgutachten 2022/23, S. 39
12 Eurostat - Pressemitteilung 126/2022
13 Eurostat - Pressemitteilung 126/2022

Veränderung zum Vorjahresmonat in %
Apr.22 Mai.22 Juni 22
Euroraum 5,1 1,1 -2,9
EU 5,9 1,6 -2,2
DACHNL
Deutschland 3,4 -0,9 -7,7
Niederlande 2,2 -4,2 -5,9
Frankreich 11,0 5,1 2,2
Süd-Europa
Italien 4,2 3,6 -2,9
Spanien 1,5 1,4 0,6
Zentral-Ost-Europa
Polen 19,6 10,6 7,9
Veränderung zum Vorjahresmonat in %
Juli 22 Aug.22 Sep.22
Euroraum -0,8 -1,4 -0,6
EU -0,3 -0,9 -0,3
DACHNL
Deutschland -1,3 -4,0 -1,0
Niederlande -1,7 -5,4 -3,1
Frankreich 0,4 0,8 0,8
Süd-Europa
Italien -0,3 -2,5 -2,4
Spanien -1,2 0,2 0,2
Zentral-Ost-Europa
Polen 7,6 8,0 8,4

Rechtliche Rahmenbedingungen

Zu den wesentlichen Veränderungen der rechtlichen Einflussfaktoren im In- und Ausland wird auf die Ausführungen im Chancen- und Risikobericht verwiesen.

Überblick über das zu berichtende Geschäftsjahr 2021/22

Mit dem Abklingen der COVID-19 Pandemie in Europa waren Restriktionen wie insbesondere Filialschließungen oder Zugangsbeschränkungen im Geschäftsjahr 2021/22 lediglich vereinzelt gegeben. Die Douglas-Gruppe freute sich ihre Kunden wieder in den Douglas- und Nocibé-Filialen begrüßen zu dürfen, und erzielte zugleich ein beachtliches E-Commerce-Geschäft leicht unter dem hohen Vorjahresniveau.

Bereinigter Konzernumsatz um 530 Mio. € von 3.120 Mio. € auf 3.650 Mio. € gestiegen

Steigerung des bereinigten Umsatzes um 17% auf 3.650 Mio. € 14

Starker Anstieg des Filialgeschäfts um 27% auf 2.440 Mio. €

E-Commerce-Geschäft erzielt beachtliche 1.196 Mio. €, rund 1 % unter Vorjahr, nach einem starken Wachstum im Vorjahr

Bereinigtes Konzern-EBITDA um 108 Mio. € von 218 Mio. € auf 325 Mio. € gestiegen

Anstieg des bereinigten EBITDA um 108 Mio. € auf 325 Mio. €, zurückzuführen auf das Ende der COVID-19 Pandemie und weitestgehend umgesetzter Optimierung unseres Filialnetzes (SOP)

Anstieg des EBITDA um 239 Mio. € auf 530 Mio. € ebenfalls im Wesentlichen bedingt durch das Ende der COVID-19 Pandemie und die weitgehend umgesetzte Optimierung des Filialnetzes

Rückgang der Bereinigungen um 131 Mio. € auf 72 Mio. €, zurückzuführen auf wesentlich weniger COVID-19 und SOP-Bereinigungen in Teilen kompensiert durch weitere Restrukturierungskosten und Beratungsaufwendungen

14 Bei der Überleitung der Summe der Segment-Channel-Zahlen, E-Commerce und Filialumsatz, (Segment- bzw. Managementview) auf den Konzernumsatz der Gruppe sind Wechselkursdifferenzen zu berücksichtigen.

Finanzierung und Kapitalstruktur

Finanzmittelbestand bei 245 Mio. € (i. Vj.240 Mio. €); RCF unverändert zum Vorjahr liquiditätsmäßig nicht in Anspruch genommen 15

Free Cash Flow bei 366,6 Mio. € (i. Vj. 288,4 Mio. €)

Nominelle Nettoverschuldung bei 2.256 Mio. € (i. Vj. 2.142 Mio. €)

Geschäftsverlauf und -ergebnis

Im Geschäftsjahr 2021/22 waren Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie, wie Filialschließungen oder Zugangsbeschränkungen, nur noch vereinzelt gegeben, wohingegen sich die COVID-19 Pandemie auf das Geschäft der Douglas-Gruppe im Vorjahr 2020/21 noch wesentlich negativer ausgewirkt hatte.

Die Douglas-Gruppe hat im Zeitraum 1. Oktober 2021 bis 30. September 2022 bereinigte Umsätze von 3.649,9 Mio. € (i. Vj. 3.119,6 Mio. €) erreicht. Das entspricht einem Anstieg von 17,0% zum Vorjahreszeitraum, der insbesondere auf das Ende der COVID-19 Pandemie zurückzuführen ist (i. Vj. COVID-19 bedingter Rückgang von 3,5 %).

Der Anteil der Online-Umsätze am bereinigten Gesamtumsatz betrug 32,9 % (i. Vj. 38,6 %). Das EBITDA für den Berichtszeitraum bezifferte sich auf 530,0 Mio. € (i. Vj. 291,3 Mio. €). Der EBITDA-Anstieg von 238,7 Mio.€ ist im Wesentlichen auf das Abflauen der COVID-19 Pandemie und damit die Rückkehr der Kunden in den stationären Einzelhandel bei gleichzeitig stabilen E-Commerce Geschäfts sowie auf die höheren Kosten der Optimierung des Filialnetzes im Vorjahr zurückzuführen.

Der Verlust der Periode im Geschäftsjahr 2021/22 belief sich auf 313,7 Mio. € (i. Vj. 387,6 Mio. €). Davon entfielen 248,6 Mio. € auf Wertminderungen von langfristigen Vermögenswerten gemäß IAS 36, wovon wiederum 231,9 Mio. € auf Wertminderungen der Geschäfts- oder Firmenwerte zurückzuführen waren.

Das für Steuerungszwecke verwendete Adjusted EBITDA ergibt sich aus dem berichteten EBITDA vor Anwendung des IFRS 16, daher vor der Kapitalisierung wesentlicher Leasingaufwendungen und -erträge, und bereinigt um jene Sachverhalte, die nach Auffassung und Entscheidung des Managements der Kirk Beauty A GmbH nicht regelmäßig wiederkehrend, außergewöhnlich oder aber zur internen Steuerung ungeeignet sind. Entsprechendes gilt für den finanziellen Leistungsindikator "bereinigter Umsatz".

Erstmals wurde auch Umsatz im Zusammenhang mit Restrukturierungen bzw. Schließungen oder Veräußerungen von Filialgruppen, bereinigt. Der bereinigte Nettoumsatz der Gruppe bezifferte sich im Geschäftsjahr auf 3.649,9 Mio. € einem Anstieg von 530,3 Mio. € im Vergleich zum Vorjahr mit 3.119,6 Mio. €.

Überleitung vom bereinigten Umsatz (netto) auf den Umsatz (netto)der Gruppe:

01.10.2021 -30.09.2022 01.10.2020-30.09.2021
Mio. € Mio. €
Bereinigter Umsatz (netto) 3.649,9 3.119,6
Bereinigungen von Umsatz (netto) aus Restrukturierungen -27,5 0,0
Umsatz (netto) 3.677,5 3.119,6

15 Der RCF war zum Bilanzstichtag liquiditätsmäßig nicht gezogen, allerdings wurde er durch Sicherheiten in Form von Mietavalen sowie eine allein für Sicherheiten vorgesehenen Linie von zusammen 15,4 Mio. € in Anspruch genommen.

Das bereinigtes EBITDA belief sich auf 325,5 Mio. € (i. Vj.217,8 Mio. €). Dies entspricht einem Anstieg von 107,7 Mio. € bzw. 49,4 %.

Überleitung vom bereinigten EBITDA auf das EBITDA der Gruppe:

01.10.2021-30.09.2022 01.10.2020 -30.09.2021
Mio. € Mio. €
Bereinigtes EBITDA 325,5 217,8
Kaufpreisallokation (PPA) -0,4 4,1
Restrukturierungskosten und Abfindungen 32,8 0,3
Beratungsaufwendungen 29,4 8,0
Sonstige Bereinigungen 3,8 6,9
Wertminderung von Vorräten 0,0 8,2
COVID-19 Effekte -4,1 97,2
Store Optimization Program (SOP) 11,1 78,3
Summe Bereinigungen des EBITDA 72,5 203,1
EBITDA vor Anwendung des IFRS 16 253,0 14,7
Leasingaufwendungen und -erträge gemäß ehemals IAS 17 die nach IFRS 16 zu kapitalisieren sind -277,0 -276,6
EBITDA 530,0 291,3

Weitere Erläuterungen hierzu finden sich im Konzernanhang unter Note Nr. 31 "Segmentberichterstattung".

Ertragslage

Der Rohertrag für den Zeitraum 1.Oktober 2021 bis 30. September 2022 betrug 1.619,1 Mio. € (i. Vj.1.318,9 Mio. €). Der Anstieg des Rohertrags ist insbesondere auf die höheren Umsatzerlöse zurückzuführen. Die Rohertragsmarge konnte auch aufgrund des wieder erstarkten Filialgeschäfts auf 44,0 % gesteigert werden (i. Vj.42,3 %).

Der Personalaufwand belief sich im Berichtsjahr auf 593,8 Mio. € (i. Vj. 587,9 Mio. €). Damit stieg der Personalaufwand im Vergleich zum Vorjahr um 5,9 Mio. €, was auf weniger Kurzarbeitergeld und turnusmäßige Gehaltssteigerungen zurückzuführen ist. Die Personalaufwandsquote sank deutlich auf 16,1 % im Vergleich zu 18,8 % im Vorjahr.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betrugen im Geschäftsjahr 783,8 Mio. € im Vergleich zu 677,9 Mio. € im Vorjahr. Der Anstieg von 1 05,9Mio. € ist im Wesentlichen auf die höheren Handlingkosten gestiegene Werbekosten und IT-Kosten zurückzuführen. Die wesentlichsten Bestandteile der sonstigen betrieblichen Aufwendungen waren Werbekosten in Höhe von 225,3 Mio. € (i. Vj. 202,9 Mio. €), Handlingkosten in Höhe von 1 94,7 Mio. € (i. Vj. 163,7 Mio. €) und sonstige Dienstleistungen in Höhe von 126,7 Mio. € (i. Vj. 114,8 Mio. €).

Die Abschreibungen und Wertminderungen für das Geschäftsjahr 2021 /22 beliefen sich auf 580,8 Mio. € nach 402,6 Mio. € im Vorjahr. Der Anstieg gegenüber dem Vorjahr in Höhe von 178,1 Mio. € ist insbesondere auf die Wertminderung des Geschäfts- oder Firmenwertes in Höhe von insgesamt 231,9 Mio. € (im Vorjahr 0,0 Mio. €) zurückzuführen. Teilweise wurde dies kompensiert durch geringere planmäßigen Abschreibungen von Nutzungsrechten aus Leasingverhältnissen und von Sachanlagen.

Das Finanzergebnis für den Zeitraum vom 1.Oktober 2021 bis 30. September 2022 betrug minus 306,2 Mio. € (i. Vj. minus 232,6 Mio. €). Die Veränderung zum Vorjahr beträgt minus 73,6 Mio. € und ist neben einem Abwertungseffekt der eingebetteten Optionen 16 in Höhe von 25,2 Mio. €, auf höhere Zinsaufwendungen im Zusammenhang mit der für die Finanzierung von Disapo aufgenommenen zusätzlichen 75 Mio. € Kreditfazilität sowie auf Zinseszinseffekte der endfälligen PIK Notes zurückzuführen. Der höhere Zinsaufwand ist auch der Tatsache geschuldet, dass die seit April 2021 bestehenden Unternehmensanleihen nun ein volles Wirtschaftsjahr im Finanzergebnis berücksichtigt sind.

Übersicht bereinigter Nettoumsatz und Filialen auf Ebene der Berichtssegmente:

Bereinigter Umsatz (netto) Filialen
01.10.2021 - 30.09.2022 01.10.2020 - 30.09.2021 30.09.2022 30.09.2021
Mio. € Mio. € Anzahl Anzahl
DACHNL 1.826,4 1.499,3 485 505
Frankreich 781,2 699,3 426 485
Süd-Europa 566,5 560,3 481 638
Zentral-Ost-Europa 463,9 361,1 312 314
Summe der Berichtssegmente 3.638,0 3.120,0 1.704 1.942

Übersicht Nettoumsatz, EBITDA, Bereinigungen sowie bereinigter Nettoumsatz und bereinigtes EBITDA auf Ebene der Berichtssegmente:

DACHNL Frankreich
01.10.2021 -30.09.2022 01.10.2020 -30.09.2021 01.10.2021-30.09.2022 01.10.2020 - 30.09.2021
Umsatz (netto) Mio. € 1.826,4 1.499,3 785,9 699,3
Innenumsatz (netto) Mio. € 1,5 0,1 0,0 0,0
Außenumsatz (netto) Mio. € 1.824,9 1.499,2 785,9 699,3
Summe Bereinigungen des Umsatzes Mio. € 0,0 0,0 -4,7 0,0
Bereinigter Umsatz (netto) Mio. € 1.826,4 1.499,3 781,2 699,3
EBITDA vor Anwendung des IFRS 16 Mio. € 182,6 51,4 135,5 75,7
EBITDA-Marge vor Anwendung des IFRS 16 % 10,0 3,4 17,2 10,8
Summe Bereinigungen des EBITDA Mio. € 27,0 109,2 -14,4 32,4
Bereinigtes EBITDA Mio. € 209,7 160,7 121,0 108,1
Bereinigte EBITDA-Marge % 11,5 10,7 15,5 15,5
Vorräte Mio. € 356,0 293,5 116,0 108,0
Investitionen Mio. € 21,3 17,0 15,6 10,5

16 Weitere Erläuterungen zu den eingebetteten Optionen finden sich im Konzernanhang unter der Nr.19. "Sonstige finanzielle Vermögenswerte".

Süd-Europa Zentral-Ost-Europa
01.10.2021-30.09.2022 01.10.2020-30.09.2021 01.10.2021-30.09.2022 01.10.2020-30.09.2021
Umsatz (netto) Mio. € 589,3 560,3 463,9 361,1
Innenumsatz (netto) Mio. € 0,0 0,0 0,4 0,5
Außenumsatz (netto) Mio. € 589,3 560,3 463,5 360,7
Summe Bereinigungen des Umsatzes Mio. € -22,8 0,0 0,0 0,0
Bereinigter Umsatz (netto) Mio. € 566,5 560,3 463,9 361,1
EBITDA vor Anwendung des IFRS 16 Mio. € 1,9 -33,1 78,9 40,1
EBITDA-Marge vor Anwendung des IFRS 16 % 0,3 -5,9 17,0 11,1
Summe Bereinigungen des EBITDA Mio. € 38,1 40,1 0,4 9,3
Bereinigtes EBITDA Mio. € 40,0 6,9 79,3 49,4
Bereinigte EBITDA-Marge % 7,1 1,2 17,1 13,7
Vorräte Mio. € 147,7 162,6 104,0 89,1
Investitionen Mio. € 10,7 7,1 15,3 9,9
Summe Berichtssegmente
01.10.2021 -30.09.2022 01.10.2020-30.09.2021
Umsatz (netto) 3.665,5 3.120,0
Innenumsatz (netto) 1,9 0,6
Außenumsatz (netto) 3.663,6 3.119,4
Summe Bereinigungen des Umsatzes -27,5 0,0
Bereinigter Umsatz (netto) 3.638,0 3.120,0
EBITDA vor Anwendung des IFRS 16 398,9 134,1
EBITDA-Marge vor Anwendung des IFRS 16 10,9 4,3
Summe Bereinigungen des EBITDA 51,1 191,0
Bereinigtes EBITDA 449,9 325,1
Bereinigte EBITDA-Marge 12,4 10,4
Vorräte 723,6 653,2
Investitionen 62,9 44,5

DACHNL

Die in der Region DACHNL erzielten bereinigten Umsätze (netto) betrugen 1.826,4 Mio. € und lagen somit um 327,1 Mio. € bzw. 21,8 % über den Vorjahresumsätzen von 1.499,3 Mio. €.

Das bereinigte EBITDA in DACHNL stieg im Geschäftsjahr 2021/22 um 49,0 Mio. € auf 209,7 Mio. € (i. Vj.160,7 Mio. €). Die EBITDA-Bereinigungen beliefen sich insgesamt auf 27,0 Mio. € (i. Vj.109,2 Mio. €) und betrafen insbesondere interne Reorganisationskosten und Kosten im Zusammenhang mit der Optimierung des Filialnetzes.

Frankreich

In Frankreich stiegen die bereinigten Umsätze (netto) im Berichtsjahr um 82,0 Mio. € bzw. 11,7 % von 699,3 Mio. € auf 781,2 Mio. €. Die Bereinigungen bezifferten sich auf minus 4,7 Mio. € und standen im Zusammenhang mit der Veräußerung einer Gruppe von Filialen.

Das bereinigte EBITDA in Frankreich ist im Geschäftsjahr 2021/22 um 12,9 Mio. € auf 121,0 Mio. € gestiegen. Die EBITDA-Bereinigungen betrugen minus 14,4 Mio. € und betrafen überwiegend COVID-19-bezogene Erträge aus rückwirkend gewährten Mietreduktionen und staatlichen Unterstützungen.

Süd-Europa

Die bereinigten Umsätze (netto) in Süd-Europa stiegen um 6,2 Mio. € bzw. 1,1% von 560,3 Mio. € auf 566,6 Mio. €. Die Bereinigungen in Höhe von minus 22,8 Mio. € betrafen die Filialumsätze im Zusammenhang mit der Restrukturierung in Spanien.

Das bereinigte EBITDA in Süd-Europa ist im Geschäftsjahr 2021/22 um 33,0 Mio. € auf 40,0 Mio. € gestiegen. Die EBITDA-Bereinigungen beliefen sich auf 38,1 Mio. € (i. Vj. 40,1 Mio. €) und betrafen insbesondere die Restrukturierungsmaßnahmen in Spanien.

Zentral-Ost-Europa

In Zentral-Ost-Europa stiegen die bereinigten Umsätze (netto) um 102,8 Mio. € bzw. 28,5 % von 361,1 Mio. € auf 463,9 Mio. €.

Das bereinigte EBITDA in Ost-Europa stieg im Geschäftsjahr 2021/22 um 29,9 Mio. € auf 79,3 Mio. € (i. Vj.49,4 Mio. €). Die EBITDA-Bereinigungen bezifferten sich auf 0,4 Mio. €.

Finanzlage

Kapitalstruktur und Finanzierung

Die Passivseite der Bilanz wies zum Stichtag langfristiges Fremdkapital in Höhe von 4.296,9 Mio. € (i. Vj. 4.21 6,5 Mio. €) auf, wovon 3.120,3 Mio. € (i. Vj. 2.956,8 Mio. €) auf langfristige finanzielle Verbindlichkeiten in Form von Anleihen, Bankdarlehen und Gesellschafterdarlehen sowie 902,2 Mio. € (i. Vj. 862,5 Mio. €) auf langfristige Leasingverbindlichkeiten entfielen.

Das kurzfristige Fremdkapital betrug zum Stichtag 1.388,6 Mio. € (i. Vj.1.308,1 Mio. €) und enthielt im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 634,5 Mio. € (i. Vj.484,5 Mio. €) sowie kurzfristige Leasingverbindlichkeiten in Höhe von 252,9 Mio. € (i. Vj.290,7 Mio. €).

Zum 30. September 2022 sind neben den unterverzinslichen und nachrangigen Gesellschafterdarlehen folgende wesentliche Finanzierungsvereinbarungen zu verzeichnen:

Finanzierungsvolumen Zins Fälligkeit
Mio. € % Datum
Senior Secured Notes 1.305,0 6,00% 8. April 2026
Senior PIK Notes 519,6 8,25% / 9,00% 1. Oktober 2026
Senior Secured Term Loan Facility (Facility B) 675,0 5,50% 8. April 2026
Senior Secured Multi-Currency Revolving Credit Facility (RCF) 170,0 4,75% 8. Januar 2026
Summe 2.669,6

Der RCF war zum Bilanzstichtag liquiditätsmäßig nicht gezogen, allerdings wurde er durch Sicherheiten in Form von Mietavalen sowie eine allein für Sicherheiten vorgesehenen Linie von zusammen 15,4 Mio. € in Anspruch genommen.

Die bilanzielle Nettoverschuldung der Douglas-Gruppe - definiert als: Bankschulden zuzüglich Anleihen abzüglich liquider Mittel - lag zum Bilanzstichtag bei 2.297,5 Mio. € (i. Vj. 2.175,2 Mio. €). Den liquiden Mitteln von 245,3 Mio. € (i. Vj. 240,4 Mio. €) standen Bankverbindlichkeiten einschließlich aufgelaufener Zinsen in Höhe von 670,1 Mio. € (i. Vj. 589,5 Mio. €) und Anleihen in Höhe von 1.872,7 Mio. € (i.Vj. 1.826,2 Mio. €) gegenüber. Bei Heranziehung der Nominalwerte ergab sich eine Nettoverschuldung von 2.255,5 Mio. € (i. Vj. 2.141,5 Mio. €).

Investitionen

Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden insbesondere in die Modernisierung des bestehenden Filialnetzes und den Ausbau des E-Commerce Geschäfts 93,0 Mio.€ investiert (i. Vj. 82,3 Mio. €). Zum 30. September 2022 umfasste das Filialnetz insgesamt 1.704 eigene Filialen (i. Vj. 1.942).

Liquidität

Der Mittelzufluss aus operativer Geschäftstätigkeit im Zeitraum 1. Oktober 2021 bis 30. September 2022 betrug 468,1 Mio. € (i. Vj. 370,2 Mio. €). Dieser Wert resultierte aus dem im Vergleich zum Vorjahr um 238,7 Mio. € auf 530,0 Mio. € gestiegenen EBITDA, teilweise kompensiert durch die Abnahme der sonstigen Vermögenswerte und Schulden in Höhe von 27,1 Mio. € (i. Vj. Zunahme von 23,2 Mio. €), aus der Abnahme von Rückstellungen Höhe von 28,6 Mio. € (i. Vj. Zunahme von 21,2 Mio. €) sowie aus gezahlten Steuern von 52,4 Mio. € (i. Vj. 37,7 Mio. €). Aus dem Working Capital wurde ein Mittelfzufluss von 53,7 Mio. € (i. Vj. 69,2 Mio. €) generiert.

Der Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit belief sich im Geschäftsjahr 2021/22 auf 101,5 Mio. € (i. Vj.81,8 Mio. €) und betraf Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte von insgesamt 85,6 Mio. € (i. Vj.92,3 Mio. €) sowie Auszahlungen für die Akquisition der disapo.de Apotheke B.V. (im Folgenden Disapo) in Höhe von 24,2 Mio. € (i. Vj.0,0 Mio. €), teilweise kompensiert durch Einzahlungen aus Abgängen von Vermögenswerten des Anlagevermögens in Höhe von 8,3 Mio. € (i. Vj.10,5 Mio. €).

Im Geschäftsjahr betrug der Freie Cash Flow 366,6 Mio. € (i. Vj.288,4 Mio. €).

Im Geschäftsjahr 2021/22 betrug der Mittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit 360,4 Mio. € (i.Vj. 304,1 Mio. €). Dieser resultierte aus Auszahlungen für die Tilgung von Leasingverbindlichkeiten von 259,9 Mio. € (i. Vj.252,8 Mio. €), gezahlte Zinsen von 160,2 Mio. € (i. Vj.125,9 Mio. €) teilweise kompensiert durch die Einzahlungen aus der Aufnahme von Krediten in Höhe von 76,0Mio. € (i. Vj.1.780,5 Mio. €), wovon 75,0Mio. € auf die zusätzliche, für die Finanzierung von Disapo aufgenommene Kreditfazilität entfällt.

Vermögenslage

Die Bilanzsumme betrug zum Bilanzstichtag 4.391,5 Mio. € (i. Vj.4.539,4 Mio. €).

Die Aktivseite der Bilanz war maßgeblich durch die Geschäfts- oder Firmenwerte in Höhe von 1.036,1 Mio.€ (i. Vj. 1.228,6 Mio. €), die sonstigen immateriellen Vermögenswerte in Höhe von 814,9 Mio. € (i. Vj. 812,9 Mio. €), die Nutzungsrechte aus Leasingverhältnissen in Höhe von 1.049,0 Mio. € (i. Vj. 1.037,6 Mio. €) und die Vorräte in Höhe von 71 9,4 Mio. € (i. Vj. 648,8 Mio. €) geprägt.

Die Verteilung der Geschäfts- oder Firmenwerte auf die Berichts- und Geschäftssegmente sowie Länder ist im Folgenden dargestellt.

30.09.2022
Berichtspflichtiges Segment Geschäftssegment Land
Mio. € Mio. € Mio. €
DACHNL 511,9
DACH 311,6
Deutschland 311,6
Österreich 0,0
Niederlande 200,2 200,2
Frankreich 436,8 436,8 436,8
Süd-Europa 3,2 3,2
Italien 3,2
Portugal 0,0
Zentral-Ost-Europa 84,2 84,2
Polen 55,5
Sonstiges Zentral-Ost-Europa 28,8
Summe 1.036,1 1.036,1 1.036,1
30.09.2021
Berichtspflichtiges Segment Geschäftssegment Land
Mio. € Mio. € Mio. €
DACHNL 691,0
DACH 490,7
Deutschland 446,3
Österreich 44,4
Niederlande 200,2 200,2
Frankreich 436,8 436,8 436,8
Süd-Europa 10,8 10,8 0,0
Italien 3,2
Portugal 7,6
Zentral-Ost-Europa 90,0 90,0 0,0
Polen 58,2
Sonstiges Zentral-Ost-Europa 31,8
Summe 1.228,6 1.228,6 1.228,6

Die sonstigen immateriellen Vermögenswerte entfielen zum Vorjahr unverändert, im Wesentlichen auf die Marken "Douglas" 534,4 Mio. € und "Nocibe" 172,7 Mio. €. Die Gesellschaft geht davon aus, dass die Nutzungsdauern der Marken aufgrund ständiger Maßnahmen zur Markenerhaltung unbestimmt sind. Während die Marke "Nocibe" ausschließlich dem Segment Frankreich zugeordnet ist, wurde die Marke "Douglas" für Zwecke des Wertminderungstests der Geschäfts- oder Firmenwerte anhand der Umsatzerlöse (netto) den entsprechenden Geschäftssegmenten zugeordnet.

Die Nutzungsrechte aus Leasingverhältnissen in Höhe 1.049,0 Mio. € (i. Vj. 1.037,6 Mio. €) bezogen sich ganz überwiegend auf die Anmietung von Filialen, Lagern und Geschäftsräumen.

Zum Bilanzstichtag verfügte die Douglas-Gruppe über Zahlungsmittel in Höhe von 245,3 Mio. € (i. Vj. 240,4 Mio. €). Der RCF war zum Stichtag liquiditätsmäßig nicht gezogen. (i. Vj. 0,0 Mio. €). 17,18

Gesamteinschätzung der Douglas-Gruppe

Im Berichtsjahr 2021/22 waren die negativen wirtschaftlichen Auswirkungen der COVID-19 Pandemie auf die Umsatz-, Ergebnis- und Liquiditätssituation der Douglas-Gruppe nur noch vereinzelt gegeben.

Während im Vorjahr 2020/21 die Auswirkungen der COVID-19 Pandemie auf das Geschäft der Douglas-Gruppe noch zu einem ungünstigen Geschäftsverlauf geführt hatten, konnte das Filialgeschäft im Geschäftsjahr 2021/22 zunehmend von der weitgehend restriktionslosen Öffnung unserer Geschäfte und dem damit verbundenen pre-COVID-19 gewohnten Einkaufserlebnisunserer Kunden profitieren. Zugleich erzielten die Gruppe ein E-Commerce-Geschäft auf hohem Niveau.

Der andauernde Ukraine-Russland-Krieg einerseits sowie die politische COVID-19 Null-Toleranz-Strategie Chinas, verbunden mit harten Lockdowns und Ausgangssperren andererseits, führten zu einer beschaffungsseitigen Verknappung von Waren, gepaart mit der Nichtverfügbarkeit bestimmter Produkte, längeren Lieferzeiten und Preissteigerungen insbesondere im Energiesektor. Gleichzeitig war der Arbeitsmarkt aus Arbeitgebersicht europaweit angespannt. Diese neuen externen Gegebenheiten führten zu neuen Herausforderungen für das Geschäft der Gruppe, die allerdings im Geschäftsjahr 2021/22 gut abgefedert werden konnten.

Insgesamt verzeichnete die Douglas-Gruppe einen bereinigten Umsatzanstieg von 530,3 Mio. € bzw. 17,0 %. Das bereinigte EBITDA stieg um 107,7 Mio. € bzw. 49,4 % von 217,8 Mio. € auf 325,5 Mio. €. Die Geschäftsführung beurteilt die Gesamtentwicklung der Douglas-Gruppe als zufriedenstellend.

Das operative Geschäft der Douglas-Gruppe finanziert sich aus dem Free Cash Flow der Douglas-Gruppe. Nach den aktuellen Liquiditätsplanungen der Gruppe sind zurzeit die zur Verfügung stehenden finanziellen Mittel jederzeit ausreichend, um alle fälligen Zahlungsverpflichtungen der Gruppe im Prognosezeitraum bis Ende Dezember 2023 firstgerecht zu erfüllen.

Langfristige Vermögenswerte in Form von Sonstige immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen sind durch mittel- bzw. langfristige Finanzierungsverbindlichkeiten - Anleihen, Bankenkonsortialkredit, RCF, sonstige Bankenkredite und Gesellschafterdarlehen - gedeckt.

Vergleich der Prognose mit der tatsächlichen Geschäftsentwicklung

Das Abflauen der COVID-19 Pandemie in Europa und den damit verbundenen Wegfall der Eindämmungsmaßnahmen, insbesondere Filialschließungen und Zugangsbeschränkungen, führte zu einer Rückkehr unserer Kunden in unsere Filialen verknüpft mit einem wesentlichen Umsatzanstieg. Gleichzeitig erzielte die Gruppe ein respektables E-Commerce-Geschäft auf hohem Niveau, wenn auch leicht unter den Erwartungen liegend. Diese Entwicklungen bestärken uns in der weiteren konsequenten Umsetzung unsere Strategie #FORWARDBEAUTY.DigitalFirst mit integriertem Multi-Channel-Ansatz, einem KI-gestützten pricing und Optimierung unseres Filialnetzes. Die im mit Vorjahr 2020/21 getätigten Prognosen zu Konzernumsatz und Konzern-EBITDA wurden erreicht.

17 Weitere Angaben zur Finanzierung finden sich im Konzernanhang unter der Nummer 32 "Management der finanzwirtschaftlichen Risiken" im Kapitel "Liquiditätsrisiko".
18 Der RCF war zum Bilanzstichtag liquiditätsmäßig nicht gezogen, allerdings wurde er durch Sicherheiten in Form von Mietavalen sowie eine allein für Sicherheiten vorgesehenen Linie von zusammen 15,4 Mio. € (i. Vj. 11,9 Mio. €) in Anspruch genommen.

Für die Regionen sowie verdichtet auf Gesamtkonzernebene ergab sich folgendes Bild:

Die für DACHNL getätigte Prognosen "kräftig steigende Umsätze" und "kräftig steigendes bereinigtes EBITDA" wurden erfüllt.

Die für Frankreich berichtete Prognose "stark wachsende Umsätze" wurde erfüllt. Die Prognosen "deutlich steigendes bereinigtes EBITDA" wurde übertroffen, das bereinigte EBITDA stieg stark.

Die für Süd-Europa getätigten Prognose "kräftig wachsende Umsätze", wurde nicht erfüllt, die Umsätze wuchsen deutlich. Die Prognose "stark steigendes bereinigtes EBITDA" wurde erfüllt.

Die für Zentral-Ost-Europa getätigten Prognosen "stark wachsende Umsätze" und "stark wachsendes bereinigtes EBITDA" wurden beide erfüllt.

Die im vorangegangen Lagebericht des Geschäftsjahres 2020/21 berichtete, verdichtete Gesamtprognose zum Umsatz "starkes Wachstum" und zum bereinigten EBITDA "stark erhöht" wurden durchweg erfüllt.

PROGNOSEBERICHT

Entwicklung im Euroraum - Preissteigerungen belasten das Wachstum

Die direkten und indirekten Auswirkungen des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine, der Kaufkraftverlust infolge der hohen Inflationsraten sowie die abkühlende Weltwirtschaft belasten die Volkswirtschaften im Euro-Raum in immer stärkerem Maße. Da aktuell bei den Energiepreisen nicht mit einer raschen Entspannung zu rechnen ist, muss mindestens im Winterhalbjahr 2022/23 mit einer rückläufigen Wirtschaftsleistung im Euro-Raum gerechnet werden. Allem voran dürfte der Kaufkraftverlust die Konsumnachfrage in vielen Mitgliedstaaten deutlich zurückgehen lassen. 19

Obschon die Wirtschaftsleistung den zum Datenschluss vorliegenden Schnellmeldungen der nationalen Statistikämtern zufolge in Deutschland, Frankreich und Spanien im 3. Quartal 2022 noch aufwärtsgerichtet war, dürfte sich die Konjunktur im Winterhalbjahr 2022/23 abschwächen. Allen voran dürfte der Kaufkraftverlust der privaten Haushalte zu einem Rückgang der Konsumausgaben führen. Die Erwartungen über die allgemeine wirtschaftliche und die eigene finanzielle Entwicklung belasten das Konsumklima seit März 2022 deutlich. Der Verlust an realen verfügbaren Einkommen dürfte zudem dazu führen, dass sich die Sparquote der Haushalte nicht nur normalisiert, sondern das durchschnittliche Niveau der Vor-Corona-Jahre sogar unterschreitet. 20

Die Energiepreise dürften im Prognosehorizont zwar hoch bleiben, im Verlauf des Jahres 2023 dürften sich die realen Einkommen, nicht zuletzt aufgrund umfangreicher staatlicher Unterstützungsmaßnahmen, aber langsam erholen und so die privaten Konsumausgaben stabilisieren. Aufgrund der nachlassenden Weltkonjunktur sind nur bedingt, und frühestens gegen Ende des Prognosehorizonts, Wachstumsimpulse zu erwarten. Die sich infolge der geldpolitischen Straffung verschlechternden Finanzierungsbedingungen dürften zudem dämpfend auf die gesamtwirtschaftliche Nachfrage wirken. 21

Für das Kalenderjahr 2022 prognostiziert der Sachverständigenrat einen Anstieg des preis- und kalenderbereinigten BIP im Euro-Raum um 3,3 %. Das kräftige Wachstum im Kalenderjahresdurchschnitt ist aber vor allem durch die Entwicklung in der ersten Jahreshälfte und den statistischen Überhang von rund zwei Prozentpunkten aus dem Vorjahr bedingt. In vielen Mitgliedstaaten dürfte sich der konjunkturelle Rückgang noch weit in das nächste Kalenderjahr 2023 ziehen. Insbesondere in den wirtschaftlich bedeutenden Mitgliedstaaten Deutschland und Italien ist im Kalenderjahr 2023 kalenderbereinigt mit einer Stagnation beziehungsweise einem Rückgang der Wirtschaftsleistung zu rechnen. Das aggregierte BIP des Euro-Raums dürfte mit 0,3 % dementsprechend nur geringfügig ansteigen. 22

Die Verbraucherpreisinflation dürfte im Euro-Raum im laufenden Kalenderjahr 2022 8,5 % betragen. Für das Kalenderjahr 2023 erwartet der Sachverständigenrat nur einen leichten Rückgang der Preissteigerung auf 7,4 % im Jahresdurchschnitt. Die gestiegenen Erzeugerpreise, allen voran für Energie, dürften sukzessive an die Verbraucherinnen und Verbraucher weitergereicht werden. Es ist davon auszugehen, dass es bei allen drei Hauptkomponenten des HVPI, Energie, Nahrungsmittel sowie der Kernrate, zu weiteren deutlichen Preissteigerungen kommt. Die größeren Unterschiede zwischen den jahresdurchschnittlichen Inflationsraten der Mitgliedstaaten sind neben unterschiedlichen Marktentwicklungen und staatlichen Eingriffen insbesondere bei den Verbraucherpreisen für Energie auf unterschiedliche unterjährige Inflationsdynamiken zurückzuführen. So stiegen der HVPI im Oktober 2022 der Schnellschätzung zufolge in Italien um 4,0%

19 Sachverständigenrat - Jahresgutachten 2022/23, S. 33
20 Sachverständigenrat - Jahresgutachten 2022/23, S. 43
21 Sachverständigenrat - Jahresgutachten 2022/23, S. 44
22 Sachverständigenrat - Jahresgutachten 2022/23, S. 44

gegenüber dem Vormonat. Demgegenüber stieg der HVPI in Spanien unter anderem aufgrund einer Reduktion der Umsatzsteuer auf Erdgas nur um 0,1 % gegenüber dem Vormonat. 23

Für das Gesamtjahr 2022 rechnet der Sachverständigenrat mit einem realen Wirtschaftswachstum von 1,7 % in Deutschland. Für das Kalenderjahr 2023 geht er davon aus, dass die Abwärtskräfte überwiegen dürften und es zu einem Rückgang der Wirtschaftsleistung um 0,2 % kommt. Angesichts der erneut gestiegenen Energiepreise, aber auch aufgrund eines Anziehens der Kerninflation, bleibt die Verbraucherpreisinflation in Deutschland im Prognosehorizont hoch. Im Oktober 2022 betrug sie erstmals seit den frühen 1950er-Jahren 10,4 %. In den Jahren 2022 und 2023 dürften die Steigerungsraten des Verbraucherpreisindex (VPI) 8,0 % und 7,4% betragen. Aufgrund der Unwägbarkeiten der Entwicklung des Energieangebots und der Ausgestaltung der staatlichen Entlastungsmaßnahmen ist die Prognose mit einer hohen Unsicherheit behaftet. 24

Der Arbeitsmarkt in Deutschland zeigt sich trotz der konjunkturellen Eintrübung robust. So setzte sich der Beschäftigungsaufbau über die vergangenen Monate fort, und die Arbeitslosenquote befand sich im September auf einem niedrigen Niveau von 5,4 %. Die stützende Wirkung des Arbeitsmarkts dürfte im Prognosehorizont bestehen bleiben. Steigende Lohnabschlüsse dürften zudem die Kaufkraftverluste der privaten Haushalte teilweise auffangen. 25

Für den Euroraum sowie die wesentlichen Euro-Länder Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien und die Niederlande, ergibt sich für die Kalenderjahre 2021, 2022 und 2023 folgende Übersicht über die drei volkswirtschaftlichen Leistungsindikatoren BIP (Bruttoinlandprodukt), HVPI (Harmonisierter Verbraucherpreisindex) und Erwerbslosenquote 26 , ferner für Polen Daten zur Entwicklung des saisonbereinigten Bruttoinlandprodukts 27 :

BIP (Veränderung % zum Vj.)
- 2021 2022 2023
Euroraum - 5,3 3,3 0,3
Deutschland 2,6 1,8 0,0
Frankreich 6,8 2,6 0,4
Italien 6,7 3,5 -0,4
Spanien 5,5 4,6 1,0
Niederlande 4,9 4,6 0,6
HVPI (Veränderung % zum Vj.)
2021 2022 2023
Euroraum 2,6 8,5 7,4
Deutschland 3,2 8,6 7,9
Frankreich 2,1 5,9 6,1
Italien 1,9 8,8 9,8
Spanien 3,0 8,5 4,2
Niederlande 2,8 12,1 9,8
Erwerbslosenquote (%)
2021 2022 2023
Euroraum 7,7 6,8 7,1
Deutschland 3,6 3,1 3,4
Frankreich 7,9 7,5 7,7
Italien 9,6 8,2 8,6
Spanien 14,8 12,8 13,2
Niederlande 4,2 3,6 4,1

Gemessen am saisonbereinigten BIP ergibt sich, im Vergleich zu den entsprechenden Vorjahreskalenderquartalen, als Indikation für die konjunkturelle Lage in Polen folgendes Bild:

Q4/2021: 8,7 %; Q1/2022: 10,5 %; Q2/2022: 5,6 %; Q3/2022: 4,5 % 28

Wirtschaftlicher Ausblick der Gruppe im Geschäftsjahr 2022/23

Auch wenn das Pandemiegeschehen in Europa als überwunden gilt, so ergeben sich aus dem andauernden Ukraine-Russland-Krieg, sowie der restriktiven COVID-19-Poltik Chinas, Risiken, deren weiteren Verläufe mit hoher Unsicherheit behaftet sind und die sich im Geschäftsjahr 2022/23 spürbar negativ auf das Geschäft der DOUGLAS-Gruppe auswirken könnten. Unter moderater Berücksichtigung dieser Unsicherheiten gehen wir für das kommende Geschäftsjahr 2022/23 von einem deutlichen Wachstum bei leicht steigender Ertragskraft aus.

23 Sachverständigenrat - Jahresgutachten 2022/23, S. 45
24 Sachverständigenrat - Jahresgutachten 2022/23, S. 47
25 Sachverständigenrat - Jahresgutachten 2022/23, S. 55
26 Sachverständigenrat - Jahresgutachten 2022/23, S. 45
27 Eurostat - Pressemitteilung 128/2022
28 Eurostat - Pressemitteilung 128/2022

Unverändertes Ziel der weiteren strategischen Entwicklung der DOUGLAS-Gruppe ist das profitable Wachstum. Dazu wollen wir unsere europäische Position als ein führender Omnichannel-Anbieter für Premium-Beauty ausbauen und als Nr. 1 Beauty-Destination in Europa wahrgenommen werden. Hierbei werden wir uns noch deutlich stärker auf die digitale Einbindung aller Kanäle - von den Filialen über die Online-Shops bis hin zum Partner-Programm - fokussieren.

Zur Erreichung dieser Ziele wurde unsere Wertschöpfungsstrategie #FORWARDBEAUTY zu #FORWARDBEAUTY.DIGITALFIRST weiterentwickelt, um die Gruppe für eine erfolgreiche Zukunft neu aufzustellen und dem geänderten Einkaufsverhalten der KundInnen Rechnung zu tragen. Mit diesem Fokus und auf Basis der bewährten fünf strategischen Eckpfeiler - Stärkung der Marke DOUGLAS, des Filialgeschäfts, von E Commerce, des Sortiments und der Kundenbindung und ergänzt um operative Exzellenz in der Lieferkette sowie einem datengetriebenen Ansatz - arbeiten bei uns tagtäglich knapp 16.000 MarkenbotschafterInnen daran, unseren KundInnen ein einzigartiges Einkaufserlebnis mit einem möglichst umfangreichen Portfolio aus eigenen und Partner-Programm-Artikeln anzubieten und die erste Adresse für Beauty-Shopping zu sein. Die Filialen sind dabei Orte, an denen Beauty erlebbar gemacht wird - an ausgewählten Standorten auch durch große Flagship Stores mit zusätzlichen Dienstleistungen von z.B. FriseurInnen, KosmetikerInnen und speziell geschultem Fachpersonal. Gleichzeitig gewinnen die Filialen neue KundInnen für die digitalen DOUGLAS-Kanäle und nutzen digitale Angebote wie den Beauty Mirror auch in den Filialen. Dadurch bietet DOUGLAS eine zukunftsfähige Verzahnung von offline- und online-Shopping-Erlebnissen mit intensiverer Kundenbindung und höheren Warenkörben.

Darüber hinaus wird DOUGLAS weiter eng mit ausgewählten strategischen Partnern der Industrie kooperieren. Wir sind davon überzeugt, dass unser Sortimentsmix aus attraktiven Exklusiv-, Hersteller- und Eigenmarken sowie die Qualitäts-Exzellenz von Service und Beratung heute und in Zukunft ein wichtiges Differenzierungsmerkmal zum Wettbewerb darstellen und die Kundenbindung intensivieren. Unser stetiger Fokus auf innovative Produkte und passende Serviceleistungen stehen dabei weiterhin im Vordergrund.

Ferner wird das Kundenbindungsprogramm weiter ausgebaut, z. B. durch die Erweiterung der Beauty- bzw. Nocibe-Card und dem damit verbundenen Bonusprogramm. Ziel ist es, durch unsere individuellen 1:1 -CRM- Aktivitäten die Kundenzufriedenheit sowie -treue und damit letztendlich die Kundenfrequenz in unseren Filialen und unseren Online-Shops zu erhöhen. Die dabei generierten Daten von aktuell ca. 44 Millionen Card-KundInnen nutzen wir für den weiteren Ausbau unserer erfolgreichen Retail Media-Aktivitäten.

Zentraler Erfolgsfaktor ist die Stärke unseres Plattform-Konzepts in Form der zunehmenden Verzahnung des Filial-Geschäfts mit den E-Commerce-Aktivitäten sowie der beschleunigte Ausbau des Online-Geschäfts in den Kernmärkten. Dazu entwickeln wir unter anderem kundenorientierte Bestell- und Liefer-Möglichkeiten wie Ship-from-Store, Click & Collect oder Reserve and Collect. Wir sehen, dass die europaweite Einführung von Plattform-Services, die Ausweitung des mobilen Angebotes und die Nutzung des technischen Fortschritts in der individuellen Beratung der Kunden bereits zu einer stärkeren Verzahnung der Verkaufskanäle beigetragen hat mit der Chance, unsere Attraktivität und Wachstumschancen im Vergleich zu reinen Filial- oder Online-Anbietern weiter zu erhöhen. Dies zeigt sich auch daran, dass die Nutzerzahlen der DOUGLAS-App kontinuierlich steigen. Die App bietet uns die Möglichkeit, Kunden noch direkter anzusprechen und mit passgenauer Werbung zu inspirieren. Bereits heute nutzt DOUGLAS aktiv Social Media-Plattformen wie Instagram als Medium für den Kundendialog und -Service, aber auch für den Abverkauf. Mit dem Beauty Mirror können KundInnen Makeup digital ausprobieren. Mit dem digitalen Parfümfinder erhalten KundInnen zu ihren Vorlieben passende Parfüm-Empfehlungen, auf deren Basis sie in den Filialen gezielt neue Düfte ausprobieren können. Wir sehen uns als führend im Social Commerce, wo wir mit unserem Format DOUGLASLIVE vor allem die jüngere KundInnengruppe mit Live-Streams erreichen, in denen die präsentierten Produkte direkt in den Warenkorb gelegt werden können. Die mit diesen KundInnen erzielten jährlichen Umsätze übersteigen den Umsatz je durchschnittlichem Kunden um ein Vielfaches. Weitere zentrale Treiber unserer Plattform-Strategie im "selective and luxury beauty segment" sind neben Niche Beauty, einem digitalen "pure player" für internationale Premium- und Nischenkosmetikmarken, die Erweiterung unseres Angebots durch unsere "DOUGLAS Beauty Booking Plattform" für Beauty-Services.

Nicht zuletzt unser exklusives "Partner-Programm" erweitert unseren Onlineshop durch ein vollintegriertes exklusives Sortiment von ausgewählten Partnern. Das "Partner-Programm" ergänzt unser Onlineshop-Sortiment um prominente, ausgewählte Partner mit dem Ziel, als eine führende Beauty-Plattform (#1 Beauty-Destination") ein noch breiteres und tieferes Sortiment anzubieten und neben unseren Lieferantenbeziehungen insbesondere die Kundenzufriedenheit und -bindung weiter zu stärken.

Segmentbezogene Prognose sowie verdichtete Gesamtprognose auf Ebene der Douglas-Gruppe für das Geschäftsjahr 2022/23 29.

Die nachfolgenden Prognosen wurden auf Basis der vorangegangen Ausführungen getroffen und beziehen sich auf die Berichtssegmente DACHNL, Frankreich, Süd-Europe und Zentral-Ost-Europa.

Die in den Zentralbereichen auf Ebene der Konzernzentrale der Douglas-Gruppe in Deutschland angesiedelten Funktionen enthalten wesentliche Teile der Wertschöpfungskette, neben den übergeordneten klassischen Steuerungs- und Verwaltungsbereichen, insbesondere auch die Zentralbereiche des Einkaufs und des Marketings sowie die Eigenmarken (sog Own Brands) und das internationale E-Commerce welches insbesondere für die strategische Ausrichtung und Entwicklung der Online Shops bzw. digitalen Plattformen im Rahmen unserer #FORWARDBEAUTY.DigitalFirst Strategie zuständig ist. Die aus dem Eigenmarkengeschäft erwachsenden Warenbestands- und Produkterfolgsrisiken liegen hauptsächlich im Zentralbereich.

Die diesen Zentralbereichen zugehörigen zentralen Funktionskosten (sog. Corporate Headquarter Costs) werden in der Segmentberichterstattung keinem Geschäfts- bzw. Berichtssegment zugeordnet, sondern separat angegeben. 30

Mit Beginn des kommenden Geschäftsjahres 2022/23 erfolgt die Segmentberichterstattung zum (bereinigten) EBITDA, und folglich der hier getätigten Prognosen zum bereinigten EBITDA, im Einklang mit der geänderten internen Berichterstattung und Planung, erstmals unter Berücksichtigung des IFRS 16 "Leasingverhältnisse". Demnach werden wesentliche Teile der Leasingaufwendungen, überwiegend aus der Anmietung unserer Filialen, Lager und Geschäftsräume, als Nutzungsrechte aus Leasingverhältnissen aktiviert und planmäßig abgeschrieben. Dies wird zu einer Verlagerung von Mietaufwendungen aus den sonstigen betrieblichen Aufwendungen in die Abschreibungen und korrespondierend zu einer wesentlichen Erhöhung des (bereinigten) EBITDA führen.

Überleitend ist die derzeitige Steuerungsgröße "Adjusted EBITDA ohne IFRS 16" der zukünftigen Steuerungsgröße "Adjusted EBITDA mit IFRS 16" pro forma auf Segmentebne für das Geschäftsjahr 2021/22 in der folgenden Tabelle gegenübergestellt:

29 Wir weisen darauf hin, dass vor dem Hintergrund der einer jeden Prognose innewohnenden Unsicherheiten bzw. Risiken und anderer Faktoren die tatsächlichen Entwicklungen von den berichteten Prognosen abweichen können.
30 Weitere Angaben zur Segmentberichterstattung finden sich im Konzernanhang unter der Note Nr. 31 "Segmentberichterstattung".

Steuerungsgröße (ohne IFRS 16) Geschäftsjahr 2021/22 Überleitung (IFRS 16-Effekt) Steuerungsgröße (mit IFRS 16)
DACHNL
Bereinigtes EBITDA Mio. € 209,7 129,5 339,2
Frankreich
Bereinigtes EBITDA Mio. € 121,0 48,1 169,1
Süd-Europa
Bereinigtes EBITDA Mio. € 40,0 69,0 108,9
Ost-Europa
Bereinigtes EBITDA Mio. € 79,3 35,7 114,9
Douglas-Gruppe
Bereinigtes EBITDA Mio. € 325,5 277,0 602,5

Für die Region DACHNL erwartet die Konzerngeschäftsführung einen stark wachsenden bereinigten Umsatz und ein merklich steigendes bereinigtes EBITDA.

Für die Region Frankreich erwartet die Konzerngeschäftsführung einen leicht steigenden bereinigten Umsatz und ein leicht sinkendes bereinigtes EBITDA.

Für die Region Süd-Europa erwartet die Konzerngeschäftsführung aufgrund weiterer Filialschließungen einen kräftig abnehmenden bereinigten Umsatz und kräftig sinkendes bereinigtes EBITDA.

Für die Region Zentral-Ost-Europa erwartet die Konzerngeschäftsführung einen stark wachsenden bereinigten Umsatz sowie ein stark steigendes bereinigtes EBITDA.

Verdichtet auf Ebene der Douglas-Gruppe erwartet die Konzerngeschäftsführung für das Geschäftsjahr 2022/23 gegenüber dem Vorjahr ein deutliches Wachstum des bereinigten Umsatzes. Das bereinigte EBITDA wird leicht höher erwartet.

Nachtragsbericht

Berücksichtigungspflichtige Ereignisse zwischen dem Schluss des zum 30. September 2022 endenden Geschäftsjahres und dem Tag der Genehmigung des Konzernabschlusses zur Veröffentlichung werden im Konzernanhang unter der Note Nr. 41 "Ereignisse nach dem Bilanzstichtag" berichtet.

Chancen und Risikobericht

Grundsätzliches

Die Douglas Gruppe sieht sich mit einer Vielzahl von Chancen und Risiken konfrontiert, die das operative Geschäft in unterschiedlicher Weise und Intensität beeinflussen.

Dabei definiert die Douglas Gruppe den Begriff des Risikos als das mögliche Eintreten einer negativen zahlungswirksamen Auswirkung auf eine oder mehrere Gesellschaft(en). Positive zahlungswirksame Auswirkungen hingegen werden als Chance definiert.

Grundsätzlich werden nur dann unternehmerische Risiken eingegangen, wenn sie beherrschbar sind und aus den verbundenen Chancen eine angemessene Wertsteigerung des Unternehmens zu erwarten ist.

Zur Risiko-Identifikation und -Bewertung sowie daran anschließend zur Initiierung von Gegenmaßnahmen zwecks Minimierung von Risiko-Folgen ist in der Douglas Gruppe ein effektiver Risikomanagement-Prozess implementiert. Ziel des Risikomanagement-Prozesses ist es, den Entscheidungsträgern 31 die erforderliche Transparenz bezüglich Risiken und Chancen zu verschaffen und darauf aufbauend ein proaktives Management zu ermöglichen, um die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gruppe zu schützen.

In diesem Chancen- und Risikobericht werden die für die Douglas Gruppe als relevant erachtete Chancen und Risiken dargestellt, die in der jährlichen Risikoinventur erhoben wurden. Ebenso wird ein Überblick über den etablierten Risikomanagement Prozess gegeben.

Der den Einschätzungen der Risiken und Chancen zugrundeliegende Zeitraum umfasst zwölf Monate zum Konzernabschlussstichtag.

Risikomanagement-Prozess

Um das Risikomanagement noch effizienter zu gestalten, wurden prozessuale und strukturelle Verbesserungen im Vergleich zu den Vorjahren durchgeführt. Diese Änderungen betreffen im Wesentlichen die Kategorisierung von Risiken und Chancen sowie die Organisation der Berichtsstrukturen. Darüber hinaus wurden Verantwortlichkeiten formalisiert. Im nachfolgenden Abschnitt wird der überarbeitete und aktuell etablierte Risikomanagement-Prozess beschrieben.

Der Risikomanagement-Prozess wird vom Group Risk Office (innerhalb des Gruppen Controllings) betreut. Die Abteilung ist verantwortlich für die Prozessdefinition, Koordination, Durchführung und Bearbeitung der gesamten Prozesse rund um das Risikomanagement sowie die Erstellung des Risikoberichts. Das Risk Office ist ebenso aktiver Teilnehmer im Risikoausschuss.

Die Identifikation, Erfassung und Bewertung von Chancen und Risiken erfolgt durch den Risikoinhaber in der jeweiligen Geschäftseinheit sowie in der Fachabteilung auf Konzernebene (Zentralfunktionen). Diese sind auch für die Entwicklung und Implementierung effektiver Maßnahmen zur Minderung von Risiken und Ergreifung von Chancen innerhalb ihres Verantwortungsbereichs zuständig. Die Zentralfunktionen sind neben ihrer eigenen Risiko- und Chancenberichterstattung für die Erfassung der Stammdaten (Risikokatalog) zuständig. Der Risikokatalog kann darüber hinaus auch von den Risikoinhabern in den jeweiligen Geschäftseinheiten erweitert werden. Auch haben die Zentralfunktionen die Aufgabe die gemeldeten Daten aus den Geschäftseinheiten zu validieren. Diese Kontrolle erhöht die Qualität und Effektivität des Risikomanagement-Prozesses weiter.

31 Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird auf die gleichzeitige Verwendung personenspezifischer Sprachformen verzichtet. Sämtliche Personenbezeichnungen gelten für jedes Geschlecht.

An das Group Risk Office berichten die Risk Offices der Segmente, an die die Business Units wiederum berichten. Sie sind ebenfalls Teilnehmer des Risikoausschusses. Die Abteilung ist für die korrekte und vollständige Bewertung der Chancen und Risiken der Geschäftseinheiten in ihrem Segment verantwortlich.

In regelmäßigen Abständen tagt darüber hinaus der Risikoausschuss. Dieses Gremium ist ein unabhängiger Ausschuss, der den Vorstand beim strategischen Risikomanagement unterstützt und berät. Er ist verantwortlich für die Erstellung der Risikomanagementrichtlinien und -praktiken sowie für deren Überwachung auf Ebene der Douglas Gruppe.

Im Einzelnen überprüft er die Risikobewertung, verwaltet das Gesamtrisiko im Portfolio und legt die Höhe des angemessenen Risikos fest (in Übereinstimmung mit dem Risikoniveau und den geplanten Managementaktivitäten). Mitglieder sind neben dem Group Risk Office auch die Risiko-Verantwortlichen der Segmente (Segment Risk Officer) sowie der Gruppen CFO als Sponsor, der Chief Legal Officer, der VP Finance sowie VP Gruppen Compliance & Internal Audit.

Der Risikoausschuss und die Gruppenabteilung Riskmanagement berichtet an das Executive Board (die Entscheidungsträger).

In der nachfolgenden Grafik sind die Aufgaben- und Berichtsstrukturen, die für den Risikomanagement-Prozess bei der Douglas Gruppe angewendet werden, aufgeführt:

Die Identifikation und Bewertung von Chancen und Risiken erfolgt durch eine jährliche Inventur und durch eine halbjährliche Aktualisierung, in der wesentliche Bewertungsänderungen der jährlichen Inventur abgefragt werden. Beide Inventuren werden auf Basis eines einheitlichen Risikokatalogs durchgeführt, der von den lokalen Geschäftseinheiten ergänzt werden kann. Des Weiteren ist eine Ad-hoc Berichterstattung implementiert, damit schnell über aktuelle Risiko- und Chancenänderungen informiert werden kann.

Die als relevant erachteten Chancen und Risiken werden gruppeneinheitlich anhand des möglichen Schadens- / Gewinnausmaßes sowie ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit bewertet.

In der Risikoinventur werden die Risiken mit dem Relativen Netto-Risikovolumen (Absolute Schadenshöhe multipliziert mit Eintrittswahrscheinlichkeit vor und nach der Wirkung von Gegenmaßnahmen (brutto und netto) in Bezug auf ihre Schadensklassen und Eintrittswahrscheinlichkeit erhoben. Das sich hieraus jeweils ergebende bewertete Schadensausmaß unter Beachtung von Risikosteuerungsmaßnahmen (Nettorisiko) bzw. Chancenausmaß bildet gemäß seiner Bedeutung für die Douglas Gruppe die Basis für die Aufnahme im Lagebericht.

Die erfassten Einzelrisiken werden in Risikocluster (Finanzwirtschaftliche Risiken, Risiken aus Marketing usw.) zusammengefasst. Für die zusammenfassende Risikoeinschätzung wird der ungewichtete Mittelwert der hinterlegten Einzelrisiken in absoluter Schadenshöhe und Eintrittswahrscheinlichkeit gebildet und für die Eingruppierung in die Risikomatrix genutzt. Abschließend erfolgt auf dieser Basis eine abschließende Einschätzung des Managements.

Hierzu ist die Kategorisierung wie folgt (Classes of Loss / Classes of Win):

Bis zu 1 % Very low impact on budget EBITDA (adj.)
Über 1 % bis 5 % Low impact on budget EBITDA (adj.)
Über 5 % bis 10 % Mid impact on budget EBITDA (adj.)
Über 10 % bis 20 % High impact on budget EBITDA (adj.)
Über 20 % Very high impact on budget EBITDA (adj.)

Die Eintrittswahrscheinlichkeit gibt die Wahrscheinlichkeit dar, mit der die Auswirkung einer Chance oder eines Risikos im festgelegten Zeitraum eintreten könnte. Die Eingabe der Eintrittswahrscheinlichkeit erfolgt in 1 % Schritten, welche in folgende Kategorien eingeteilt werden (Probability of occurence):

Bis 20% Very low probability
Über 20% bis 40% Low probability
Über 40% bis 50% Mid probability
Über 50% bis 75% High probability
Über 75% Very high probability

Das sich hieraus jeweils ergebende bewertete Schadensausmaß unter Beachtung von Risikosteuerungsmaßnahmen (Nettorisiko) bzw. Chancenausmaß wird gemäß seiner Bedeutung für die Douglas Gruppe den vier Kategorien "gering (g)", "mittel (m)", "hoch (h)" oder "sehr hoch (sh)" zugeordnet.

Risikobericht

Für die Douglas Gruppe besteht eine Vielzahl an Risiken, die aus der Geschäftstätigkeit, der Struktur der Gruppe oder der Organisation der internen Prozesse heraus entstehen und eine künftige positive Geschäftsentwicklung gefährden können. Unter den im Folgenden dargestellten, relevanten Risiken werden mögliche, künftige Entwicklungen oder Ereignisse verstanden, die zu einer negativen Abweichung von der Prognose führen können.

Gesamtbild der Risikolage des Konzerns

Im aktuellen Prognosezeitraum haben wir kein Risikocluster identifiziert, das als "sehr hoch" klassifiziert wird, allerdings hat die Douglas Gruppe hohe Risikocluster in der Aggregation Finanzierung, Liquidität, Logistik und Reporting. Darüber hinaus bestehen auf Einzelrisikoebene sehr hohe absolute brutto Schadensbeträge, die aufgrund der niedrigen Wahrscheinlichkeiten zu einem niedrigen netto Schadenbetrag führen und somit als beherrschbar eingeschätzt werden und den Fortbestand folglich nicht gefährden.

Im Hinblick auf das Vorjahr zeigt sich eine marginale Erhöhung des relativen Netto-Risikobetrags, was im Wesentlichen auf die durchgeführten prozessualen und strukturellen Verbesserungen zurückzuführen ist.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Die finanzwirtschaftlichen Risiken wurden zum Zeitpunkt der Aufstellung (19. Dezember 2023) des geänderten Abschlusses aufgrund der Entwicklung des bereits abgeschlossenen Geschäftsjahres 2022/23 neu eingeschätzt.

Im Geschäftsjahr 2022/23 wurden die Planungen für die bereinigten Umsatzerlöse und das bereinigtes EBITDA deutlich übererfüllt. Die Zahlungsmittel haben sich zum 30. September 2023 gegenüber dem Vorjahr von 245,3 Mio. € auf 262,3 Mio. € erhöht.

Wir gehen für die Douglas-Gruppe im Geschäftsjahr 2023/24 von einem höheren Cashflow als im Geschäftsjahr 2022/23 aus, der in den nachfolgenden Jahren laut unserer Planung weiter ansteigen wird, angetrieben durch die erfolgte Restrukturierung bzw. Portfolio-Optimierung, die dann zusammen mit der organischen Expansion in neue Standorte zu höheren Erträgen führen soll.

Nach dieser Planung sind die zur Verfügung stehenden finanziellen Mittel jederzeit ausreichend, um alle fälligen Zahlungsverpflichtungen der Gruppe im Prognosezeitraum bis Ende Dezember 2024 fristgerecht zu erfüllen. Dabei gehen wir davon aus, dass die revolvierende Kreditfazilität, die ein Volumen von 170 Mio. € umfasst, liquiditätsmäßig nicht in Anspruch genommen wird. Zum Bilanzstichtag 30. September 2023 war sie liquiditätsmäßig ebenfalls nicht in Anspruch genommen. Demnach ist die Einhaltung dieser kreditvertraglich vereinbarten finanziellen Kennzahlen zum 30. September 2023 nicht einschlägig.

Die Douglas Gruppe hat sich zuletzt Ende März 2021 erfolgreich mit einer Laufzeit bis Anfang 2026 refinanziert. Die Douglas Gruppe geht davon aus, dass die ausstehenden Beträge aus der Finanzierung bei Fälligkeit refinanziert werden.

Unsere Annahmen zur Liquidität im Prognosezeitraum und der Refinanzierungsfähigkeit beim Auslaufen der bestehenden Linien basieren auf der Erwartung, dass keine erheblichen Beeinträchtigungen der Ertragslage und des Wachstums der Gruppe durch exogene Faktoren wie Inflation, Energiepreise, politische Instabilitäten oder Lieferkettenrisiken eintreten. Auch wenn das Schadensausmaß sehr hoch wäre, halten wir den Eintritt solcher negativen Szenarien aus heutiger Sicht für sehr unwahrscheinlich.

Insgesamt schätzen wir die finanzwirtschaftlichen Risiken als hoch ein. Im Geschäftsjahr 2020/21 haben wir die finanzwirtschaftlichen Risiken als bestandsgefährdend eingeschätzt.

Finanzierungs- und Liquiditätsrisiken

Allgemeines

Die Douglas Gruppe unterliegt prinzipiell Zinsänderungsrisiken, Liquiditätsrisiken, Bonitätsrisiken mit Kontrahenten für Finanzgeschäfte, sowie Risiken aus Schwankungen saisonaler Zahlungsströme. Diese können negative Auswirkungen auf Finanzergebnis und Liquidität haben.

Finanzierungsquellen

Grundsätzlich stehen dem Konzern verschiedene interne und externe Quellen zur Finanzierung des operativen Geschäftes, der Investitionen und möglicher Akquisitionen zur Verfügung. Hierzu zählen die bestehenden liquiden Mittel, der operative Cashflow, Bankkredite und -linien, Anleihen sowie Lieferantenzahlungsziele.

Alle inländischen Tochtergesellschaften sowie die wesentlichen ausländischen Tochtergesellschaften sind in ein Cash-Management-System (EUR-Cash-Pooling) eingebunden. Durch die Bündelung der Finanzvolumina werden kurzfristige Liquiditätsüberschüsse einzelner Konzerngesellschaften zur Finanzierung des Liquiditätsbedarfs anderer Konzerngesellschaften genutzt. Dies trägt zu einer Reduzierung des Fremdfinanzvolumens und einer Optimierung der Geldanlagen bei und hat somit positive Auswirkungen auf das Zinsergebnis des Konzerns.

Aus der externen Finanzierung resultierende wesentliche Verpflichtungen

Für die Senior Secured Notes sowie die Senior Secured Term Loan Facility wurden Sicherheiten gestellt. Hierzu gehören Bankguthaben, Anteile an bestimmten Konzernunternehmen und konzerninterne Forderungskonten.

Bei einem Ausfallereignis seitens des Kreditnehmers haben die Darlehensgeber die Möglichkeit, einen vertraglich definierten Prozess anzustoßen, der eine sofortige Fälligkeit der Verbindlichkeit und die Inanspruchnahme der verpfändeten Vermögenswerte zum Ziel hat.

Die Kirk Beauty A GmbH und ihre Tochtergesellschaften müssen bestimmte Verpflichtungen und Finanzkennzahlen einhalten, wenn 40,0 % des Nominalwertes von 170,0 Mio. € der Senior Secured Multi-Currency Revolving Credit Facility (RCF) liquiditätsmäßig in Anspruch genommen werden (entspricht 68,0 Mio. €). 32 Ein Teil des RCF in Höhe von bis zu 40,0 Mio. € kann als sogenannte Ancillaries für eine liquiditätsmäßige Inanspruchnahme genutzt werden. Eine Ziehung der Ancillaries wird auf den Covenanttest nicht angerechnet. Neben anderen Pflichten muss die Douglas-Gruppe bei diesem Covenant Test insbesondere ein bestimmtes Verhältnis zwischen EBITDA und Verschuldung einhalten (Financial Covenants). Neben diesen Financial Covenants hat die Douglas-Gruppe auch bestimmte qualitative Covenants zu erfüllen. Bei einem Verstoß gegen Verpflichtungen aus den Finanzierungsverträgen sind die Kreditgeber unter anderem berechtigt, die Kredite vorzeitig zu kündigen. Zu einer Inanspruchnahme der RCF könnte es kommen, wenn sich die künftigen Ergebnisse und damit die Liquidität der Gruppe sehr stark reduzieren würden.

Operationelle Finanzierungsrisiken

Die Douglas Gruppe ist bestrebt ihre Waren liquiditätsoptimierend einzukaufen. Zur Erreichung dieses Ziels bedient sie sich des Wareneinkaufs auf Ziel. Ermöglicht wird dies auch, weil Warenkreditversicherungen den Lieferanten der Douglas-Gruppe hohe Deckungszusagen einräumen.

Es besteht grundsätzlich das Risiko, dass Lieferanten ihre Zahlungsziele verkürzen, zum Beispiel weil Warenkreditversicherer ihre Konditionen, insbesondere ihre zu versichernden Limite, senken.

Diesem Risiko wird durch ein enges Monitoring sowie regelmäßige Gespräche und Verhandlungen mit den wesentlichen Lieferanten und dem Austausch mit diversen Warenkreditversicherern begegnet. Daneben bedient sich die Douglas-Gruppe einer Zentralregulierung von Lieferantenverbindlichkeiten, wodurch das den Lieferanten zur Verfügung stehende Warenkreditlimit auf bis zu 100 % aufgestockt und abgesichert werden kann. Um weiterhin proaktiv Lieferantenlimits beeinflussen zu können, bietet die Douglas-Gruppe ein "Dynamic Discounting Verfahren" an, bei denen Lieferanten gegen Skonto eine vollautomatisierte Begleichung ihrer Forderung vor Fälligkeit anstoßen können. Hierbei werden ausschließlich eigene Mittel aus dem robusten CashFlow variabel zur Verfügung gestellt.

Weitere operationelle Finanzierungsrisiken ergeben sich bei einer Konzentration von Einlagen oder positiven Salden auf kleineren Banken, was zu einem höheren Kontrahentenrisiko führt, sowie aus angeordneten Ladenschließungen, welche zu Umsatzeinbußen führen und Kosten weiterhin anfallen würden.

Insgesamt wird das operationelle Finanzierungsrisiko für die Gruppe als mittel eingeschätzt.

Operative Risiken

Risiken im Wettbewerbsumfeld und Vertrieb

In den Märkten, in denen die Douglas Gruppe tätig ist, steht sie im Wettbewerb mit Anbietern von Parfümerie-, Kosmetik- und sonstigen Beautyprodukten. Der Wettbewerb war im Berichtsjahr sowohl im Online- als auch im Offlinehandel weiterhin intensiv. Dies äußert sich vor allem durch eine aggressive Preispolitik und durch vermehrte Angebote mit Kundenrabatten von den Akteuren im Wettbewerbsumfeld.

32 Der RCF war zum Bilanzstichtag liquiditätsmäßig nicht gezogen, allerdings wurde er durch Sicherheiten in Form von Mietavalen in Höhe von 10,4 Mio.€ in Anspruch genommen.

Steigender Wettbewerb kann sich auf die Marktposition und somit auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage auswirken. Hierbei bergen Veränderungen der Kundenbedürfnisse, Preisentwicklungen oder die Versäumnis neuer Trends Risiken.

Aus den genannten Gründen arbeitet die Douglas Gruppe stetig an der Optimierung des eigenen Online- und Offlinehandels.

Für das Geschäftsjahr 2021/22 bedeutete dies weiterhin die Optimierung der Pricing Methodiken, den Ausbau der Omni-Channel-Strategie, die Stärkung der Kundenbindung und -zufriedenheit, sowie die Weiterentwicklung von Zusatzleistungen für die Kunden Online und Offline.

Durch das Internet und die Informationsverbreitung über soziale Netzwerke wächst die Online-Vertriebsschiene weiter. Dies ermöglicht dem Verbraucher auch Angebote und Preise verschiedener Onlinehändler schnell zu vergleichen, wodurch möglicher Umsatz an Wettbewerber verloren gehen kann. Durch ein stetig weiterentwickelndes Kundenbindungsmanagement, das die verschiedenen Zielgruppen der Douglas Gruppe über unterschiedliche Kanäle anspricht, sollen Kunden an die Marke Douglas gebunden werden. Zusätzlich werden fortlaufend Investitionen für den Ausbau der Onlinepräsenz und die Optimierung von Pricing und Datenanalyse getätigt, um die Wettbewerbsposition im Onlinehandel zu stärken.

Weiterhin könnten Drogeriemärkte im Einstiegspreissegment ihre Produktpalette um selektive Produkte erweitern. Hier tragen das Anbieten von attraktiven Zusatzleistungen wie zum Beispiel Make-Up Services in den Stores durch professionell geschulte Mitarbeiter oder das Live-Shopping im E-Commerce Kanal dazu bei, den Kunden durch ein Einkaufserlebnis an die Douglas Gruppe zu binden.

Das starke Leistungsangebot für den Kunden, sowohl Online als auch Offline, und die starken Beziehungen mit den Partnern im Marktplatzprogramm helfen der Douglas Gruppe sich weiterhin von Wettbewerbern abzuheben und Kunden an die Marke Douglas zu binden.

Das Risiko des Wettbewerbs wird von der Douglas Gruppe im Online- und Offlinehandel als mittel eingestuft.

Personalrisiken

Ein wichtiger Eckpfeiler für den Erfolg oder Misserfolg eines Unternehmens sind die Mitarbeiter. Fachliche Kompetenzen und die individuelle Leistungsbereitschaft von Mitarbeitern sind unabdingbare Voraussetzungen für die Erreichung von strategischen und finanziellen Zielen.

Restrukturierungen, Fluktuation sowie altersbedingte Abgänge von Mitarbeitern können oftmals einen Verlust von Fachwissen und Knowhow mit sich ziehen. Zusätzlich besteht das Risiko einer erhöhten Knappheit an Mitarbeitern durch Engpässe bei der Personalbeschaffung. Die derzeitige Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt bestärkt dieses Risiko. Je nach gewählter Recruiting-Maßnahme fallen für die Stellenbesetzung unterschiedliche Kosten an. Durch hohe Fluktuation kann die Produktivität sinken, da neue Mitarbeiter erst angelernt werden müssen und bestehende Mitarbeiter entsprechende Schulungszeit aufwenden müssen. Die Entwicklung von marktüblichen Gehältern und Lohnnebenkosten können ebenfalls Risiken bedeuten.

Die Douglas Gruppe begegnet den Personalrisiken mit einer vorausschauenden Personalplanung. Durch ständige Überprüfung und Optimierung der Rekrutierungsprozesse soll sichergestellt werden, dass freie Stellen durch geeignete Kandidaten nachbesetzt werden. Umfangreiche Entwicklungs- und Weiterbildungsmaßnahmen sollen die Fachkompetenzen stärken. Mit der Weiterentwicklung von leistungsgerechten Vergütungssystemen und flexiblen Arbeitszeitmodellen soll verschiedenen Personalrisiken, insbesondere der Fluktuation, entgegengewirkt werden.

Das Personalrisiko wird von der Douglas Gruppe unverändert als mittel eingestuft.

Risiken aus Bestellung und Nachfrage

Das Order and Demand Management ist bei Douglas ein wichtiger Aspekt, um der Kunden-Nachfrage effektiv nachzukommen. Ein optimaler Bedarfs- und Bestellprozess ist wichtig, um eine maximale Rentabilität zu erzielen und die Lagerhaltungskosten zu minimieren.

Fehleinschätzungen künftiger Nachfrageentwicklungen sowie ein mangelhaftes Warenmanagement können zu kostenintensiven Lagerbeständen und einem geringen Lagerumschlag führen. Dies kann auch das Risiko bergen veraltete Ware im Lagerbestand zu haben. Weiterhin könnte es zu Einschränkungen bei Neubestellungen aufgrund der Lagerkapazität und des Einkaufsbudgets kommen. Durch eine IT gestützte Bedarfsplanung, welche ebenfalls die allgemeine Marktentwicklung berücksichtigt sowie durch stetige Optimierung der Supply-Chain-Prozesse wird diesen Risiken entgegengewirkt. Daneben tragen Abverkäufe und Lieferantenretouren ebenfalls zur Reduzierung eines hohen Warenbestands bei. Zudem spielt eine ständige Überprüfung der Bestandsqualität sowie ein zentrales Bestellsystem eine wichtige Rolle, um einer niedrigen Lagerumschlagshäufigkeit entgegenzuwirken.

Des Weiteren kann ein Lieferverzug seitens Lieferanten und somit eine mangelnde Warenverfügbarkeit die Kundennachfrage nachhaltig schädigen. Diesem Risiko kann ein erhöhter Sicherheitsbestand bei bestimmten Produkten entgegenwirken. Zudem kann bei mangelnder Warenverfügbarkeit die Verkaufsstrategie angepasst werden, indem der Kunde auf andere Marken mit vergleichbarer Qualität aufmerksam gemacht wird. Eine enge und laufende Abstimmung mit Lieferanten bzgl. Warenverfügbarkeit und Lieferzeiten tragen dazu bei Lieferproblemen entgegenzuwirken.

Daneben können Diebstahl von Produkten in den Geschäften, während des Transports oder in unseren Logistikzentren ein Risiko für die Douglas Gruppe darstellen. Durch entsprechende Sicherheitsvorkehrungen sowie durch laufende Bestandskontrollen wird diesem Risiko entgegengewirkt.

Einen Großteil der Waren bezieht die Douglas Gruppe von ausgewählten strategischen Lieferanten. Dies kann das Risiko einer hohen Abhängigkeit von einzelnen Zulieferern bergen, so dass im Falle eines Ausfalls eines Lieferanten die Kundennachfrage nicht befriedigt werden könnte. Zudem könnte die Verhandlungsposition im Rahmen der Preispolitik durch die hohe Abhängigkeit von einem Lieferanten eingeschränkt werden. Hier tragen ein laufendes und systematisches Screening von alternativen Lieferanten dazu bei die Lieferabhängigkeit zu minimieren.

Das Risiko für Order and Demand wird von der Douglas Gruppe als mittel eingestuft.

Risiken aus Marketing

Unerwartete Kommunikationsstörungen im Kundenbeziehungsmanagement, eine sinkende Markenattraktivität oder verzögerte oder falsche Kundeninformationen können im Bereich des Kundenmarketings Risiken bergen. Beispielsweise könnte ein weiter steigender aggressiver Wettbewerb zu leichten Marktanteilsverlusten führen und somit höhere Marketingkosten nach sich ziehen.

Daher setzt die Douglas Gruppe auf eine stetige Weiterentwicklung und Stärkung der Marke sowie den Ausbau des Kundenbeziehungsmanagements. Durch ein kontinuierliches Monitoring der Markenentwicklung, eine intensive Customer Insight Forschung sowie dem Analysieren der Auswirkungen von Marketingkampagnen unter Einbeziehung der lokalen Spezifika (Mediaeffizienz) soll den Risiken entgegengewirkt und der Return on Investment gesteigert werden.

Ein zielgruppenabgestimmtes und visibles Ansprechen der Kunden ist zentraler Bestandteil des Marketings in der Douglas Gruppe. Insbesondere die eigene Kundenbindungskarte (Beauty Card) der Douglas Gruppe ist im Bereich des Kundenbindungs- und Kundengewinnungsmanagements ein elementarer Bestandteil, welcher stetig weiterentwickelt und auf Mehrwert geprüft wird, um Kunden zu begeistern und zu binden sowie dieses Angebot weiterhin attraktiv zu gestalten.

Das Marketingrisiko wird von der Douglas Gruppe als gering eingestuft.

Logistik Risiken

Im Rahmen der #FORWARDBEAUTY.DigitalFirst Strategie wird das derzeitige fragmentierte Logistiknetz ersetzt durch einen "One Warehouse, All Channels" ("OWAC") Ansatz. Insgesamt wird künftig über fünf OWAC Standorte der Großteil des Geschäftes der Gruppe abgewickelt. Eine mögliche Störung der Lagersysteme, ein Brand, ein Streik oder vergleichbare Ereignisse würden je nach Dauer entsprechende Umsatzeinbußen nach sich ziehen. Durch effizientes und vorausschauendes Lagermanagement wird diesen Risiken entgegengewirkt. Zudem sind die Distributionszentren der Gruppe miteinander vernetzt, so dass beim Ausfall eines Lagers alternative Lagerstandorte zum Einsatz kommen könnten.

Ein weiteres Risiko bei Douglas ist die begrenzte Anzahl von Logistikpartnern (CDC, Zentrallager, Logistikdienst), wodurch es zu Unterbrechungen oder Verzögerungen bei der Distribution der durch Douglas vertriebenen Produkte kommen könnte. Durch regelmäßige Ausschreibungen, kontinuierliche Marktuntersuchungen und auch die Wechselmöglichkeit zwischen Logistikplattformen wird dem entsprechend entgegengewirkt.

Die verspätete Lieferung von Top-Sellern ist im Bereich der Logistik ein drittes Risiko, welches Umsatzeinbußen und auch Kundenunzufriedenheit zur Folge haben könnte. Durch IT gestützte Bedarfsplanung, was die rechtzeitige Bevorratung gewährleistet sowie durch geeignete Substitutionsprodukte im Sortiment wird diesem Risiko entgegengewirkt.

Das Logistik Risiko wird bei Douglas als mittel eingestuft.

Datenschutz Risiken

Datenschutz ist bei Douglas ein außerordentlich wichtiger Faktor. Wo personenbezogene Daten gespeichert und verarbeitet werden, muss der Datenschutz im vollen Umfang gewährleistet sein. Dies gilt für Daten von Kunden, Geschäftspartnern, Mitarbeitern sowie für andere Stakeholder.

Der Datenmissbrauch stellt das größte Risiko bei Douglas im Rahmen des Datenschutzes dar. Neben Bußgeldrisiken können derartige Vorfälle auch die Beziehung zu unseren Kunden beeinträchtigen. Durch, unter anderem, laufende Begutachtung der Prozesse sowie Schulungen wird dem Risiko im Rahmen einer ohnehin datensensiblen Unternehmenskultur entgegengewirkt.

Ein weiteres Risiko ist die verzögerte Beratung und Schulung der Organisation aufgrund unzureichender Ressourcen zu Datenschutzthemen, was zu nicht oder nicht korrekt eingehaltenen Regelungen führen könnte. Dem wird durch die Datenschutzbeauftragten und Schulungen entgegengewirkt.

Die unrechtmäßige Datenverarbeitung stellt im Bereich des Datenschutzes das drittgrößte Risiko dar. Die Gründe für eine unrechtmäßige Datenverarbeitung können vielfältig sein, wie zum Beispiel die fehlende oder nicht ausreichende Information der Betroffenen über eine Datenverarbeitung, die Verarbeitung von Daten zu einem anderen Zweck als zu dem bei der Datenerhebung angegebenen Zweck, eine Datenverarbeitung ohne ausreichende Rechtsgrundlage, die Überschreitung der Datenspeicherdauer oder ein fehlendes berechtigtes Interesse. Durch u.a. laufende Begutachtung der Prozesse, einer strengen Ausrichtung an der GDPR (General Data Protection Regulation), sowie Schulungen und Erstellung von Verarbeitungsdokumentationen wird dem Risiko in der Douglas Gruppe entgegengesteuert.

Im Rahmen des Datenschutzes ist ein weiteres Risiko die mangelhafte Auswahl von Dienstleistern und deren Kontrolle. Insbesondere die unzureichende Prozesskontrolle beim Umgang mit personenbezogenen Daten könnte dazu führen, dass ggf. keine oder nur eine mangelhafte Vereinbarung zur Auftragsverarbeitung gemäß der Datenschutz-Grundverordnung vorliegen. Dem Risiko wird durch die Datenschutzbeauftragten und Schulungen entgegengewirkt.

Die uneinheitliche Umsetzung der e-Privacy Richtlinie in der EU ist ein weiteres Risiko bei der Nutzung von Informationen, die auf einem Endgerät eines Nutzers gespeichert sind, zum Beispiel Cookies oder andere Tracking Technologien. Durch die regelmäßige Abstimmung der Fachbereiche mit dem Datenschutzbeauftragten wird bei Douglas diesem Risiko entgegengewirkt.

Beschwerden und Klagen von Kunden oder Mitarbeitern wegen unzulässiger Videoüberwachung in den Douglas Filialen stellen ein weiteres Risiko im Bereich des Datenschutzes dar. Hier trägt eine Einbindung der Datenschutzbeauftragen durch die Fachabteilungen dazu bei, dem Risiko entgegenzusteuern.

Das Risiko aus Datenschutz wird für die Douglas Gruppe als gering eingestuft.

IT Risiken

Der Erfolg im E-Commerce Geschäft basiert maßgeblich auf einer stabilen IT-Infrastruktur sowie auf vollständigen und validen Daten. Vor diesem Hintergrund stellt ein relevantes Risiko der potenzielle Ausfall des Webshops dar. Diesem Risiko wird durch fortlaufende Systemüberwachung und -checks entgegengewirkt. Ein weiteres Risiko ist die Geschäftssteuerung auf Basis falscher Kundendaten sowie falscher Informationen im Data Warehouse. Regelmäßige Plausibilitäts- und Validierungschecks wirken diesem Risiko entgegen. Insgesamt wird das IT und datengetriebene Risiko im E-Commerce Kanal für die Douglas Gruppe als niedrig eingestuft.

Ein weiteres IT-Risiko stellen Hackerangriffe dar, die zu Datenverlusten, Datendiebstählen, Systemausfällen oder Fehlfunktionen führen könnten. Diesem Risiko wird durch laufende Penetrationstests entgegenwirkt. Durch die simulierten Cyberangriffe werden Schwachstellen ermittelt und beseitigt.

Der Ausfall von Kassensystemen im stationären Geschäft bildet ein weiteres IT-Risiko, welches einen Umsatzausfall nach sich führen würde. Diesem wird durch Laufende Instandhaltung entgegengewirkt. Daneben werden Risiken aus flächendeckenden Änderungen am Kassensystem durch eine erfolgreiche vorherige Pilotierung und umfangreiches Testing mit dem Fachbereich minimiert.

Eine mangelhafte Datensicherung, welche Datenverlust nach sich ziehen könnte, stellt ein weiteres relevantes IT-Risiko dar. Durch regelmäßige Überprüfung von Back-up-Systemen sowie durch eine angemessene Back-up-Frequenz wird diesem Risiko entgegengewirkt.

Insgesamt ist das IT-Risiko für die Douglas Gruppe als gering einzustufen.

Risiken aus Eigen- und Exklusivmarken

Die Eigen- und Exklusivmarken der Douglas Gruppe sind ein zentraler Bestandteil des Sortiments. Die Douglas Gruppe agiert hierbei ebenfalls als reines Handelsunternehmen und beauftragt Hersteller von Parfümerie-, Kosmetik- und sonstigen Beautyprodukten unter dem Douglas Namen zu produzieren. Eine starke Konzentration auf einen oder wenige Produzenten von Eigen- und Exklusivmarken erhöht insbesondere die Anfälligkeit für Lieferausfälle, was entsprechende Umsatzeinbußen zur Folge hätte.

Interne Prozesse rund um Eigen- und Exklusivmarken werden von der Douglas Gruppe stetig überprüft und weiterentwickelt, um die Risiken weitestgehend zu reduzieren. Ein permanentes Überwachen der Produktverfügbarkeiten und das Prüfen der Lieferleistungen des Lieferanten sind fest etabliert. Fortlaufende Überprüfung der Preisgestaltung sowie Verhandlungen der Rahmenverträge und Margenanpassungen sind fester Bestandteil der Prozesse im Eigen- und Exklusivmarkenbereich.

Das Risiko aus Eigen- und Exklusivmarken wird von der Douglas Gruppe als mittel eingestuft.

Lieferanten Risiken

Lieferantenboni sowie Werbekostenzuschüsse sind relevante Konditionsbestandteile gegenüber Lieferanten. Insbesondere Lieferantenboni stellen im Wareneinkauf eine bedeutsame finanzielle Rückerstattung zwischen Hersteller und Händler dar. Im Gegensatz zum Preisnachlass wird der Großteil des Lieferantenboni nicht unmittelbar beim Kauf gewährt, sondern die Auszahlung vom Hersteller an den Händler erfolgt zeitlich nachgelagert. Daher besteht nach Einkaufszeitpunkt grundsätzlich das Risiko, dass Lieferanten aufgrund von zwischenzeitig eintretender Insolvenz nicht mehr zahlungsfähig sind. Dem Ausfallrisiko des Lieferanten wird durch eine detaillierte Lieferanten Due Diligence vor Auftragsvergabe, eine enge Überwachung von Lieferanten sowie durch adäquates Inkassomanagement entgegengewirkt.

Daneben bergen suboptimale Informationssysteme für Lieferantenboni Risiken. Hieraus könnten fehlerhafte Kalkulationen und ein mangelhaftes Prozessmanagement resultieren. Dem wird durch kritische Überprüfung und Anpassung von bestehenden Systemen sowie durch eine enge Zusammenarbeit zwischen Einkauf und Finanzen entgegengesteuert.

Insgesamt ist das Lieferanten Risiko als gering einzustufen.

Risiken aus der Berichterstattung

Im Rahmen der Konzernabschlusserstellung hat der Bestätigungsvermerk des Wirtschaftsprüfers den Zweck, für den relevanten Adressatenkreis die Gesetz- und Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts sowie der zugrundeliegenden Buchführung festzustellen. Somit dient der Bestätigungsvermerk als Vertrauensgrundlage in die Verlässlichkeit der Rechnungslegung. Der uneingeschränkte Bestätigungsvermerk trifft eine Gesamtaussage darüber, dass Buchführung und Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften entsprechen und dass der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage vermittelt. Vor diesem Hintergrund bergen eine mangelhafte Rechnungslegung und Berichterstattung das Risiko, dass ein Bestätigungsvermerkt nicht oder nicht zeitgerecht erteilt wird, was zur Kündigung von Finanzierungsverträgen führen könnte.

Des Weiteren können qualitativ suboptimale bis hin zu fehlerhaften Berichten intern zu einer falschen Unternehmenssteuerung führen mit entsprechenden nachteiligen Ergebniseffekten.

Den Risiken aus der internen und externen Berichterstattung wird durch adäquate Personalressourcen, Qualitätschecks sowie durch eine Standardisierung von Prozessen in der Rechnungslegung entgegengewirkt.

Insgesamt wird das Risiko aus der Berichterstattung für die Douglas Gruppe als mittel eingestuft.

Risiken aus Reputation und Nachhaltigkeit

Risiken im politischen und sozialen Umfeld

Als ein europaweit agierendes Unternehmen ist die Douglas Gruppe Änderungen der politischen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen in den jeweiligen Ländern und auf europäischer Ebene ausgesetzt. Wandel der geopolitischen Lage, Wechsel in der politischen Führung, Krieg und Energiekrise können zum einen auf dem Beschaffungsmarkt Kostensteigerungen zur Folge haben und zum anderen das Konsumverhalten negativ beeinflussen.

Hier ist aktuell der starke Anstieg der Energiepreise das größte Risiko für die Douglas Gruppe. Dem wird in der Douglas Gruppe durch Energieeinsparungsprogramme sowie durch strategische Verhandlungen mit Energieanbietern entgegengewirkt. Daneben werden sowohl die Mitarbeiter in den Stores als auch in der Zentrale für einen verantwortungsvollen Umgang mit den Ressourcen sensibilisiert.

Im Rahmen des ESG Governance Risikos ist die Gewährleistung des Datenschutzes und somit die Sicherheit der Kundendaten ein weiteres Risiko. Wie bereits unter den Datenschutzrisiken aufgeführt, wird durch Präventionsmaßnahmen, wie entsprechende Mitarbeiterschulungen und der Etablierung eines Datenschutzbeauftragten dem Risiko eines Fehlverhaltens / Datenmissbrauchs entgegengewirkt. Investitionen in die Datensicherheit dienen auch der Gewährleistung des Datenschutzes.

Ein weiteres Risiko sind höhere Renovierungskosten aufgrund gestiegener baulicher und energetischer Auflagen. In diesem Zuge ist es wichtig, dass eine Bewertung des Investitionsbedarfes erfolgt und sichergestellt wird, dass Verzögerungen minimiert werden.

Ein zusätzliches Risiko im politischen und gesellschaftlichen Umfeld ist die CO 2 -Fussabdruckberechnung. Das Risiko besteht darin, dass es bei der Berechnung des CO 2 -Fußabdruckes und der Erhebung des Abfallvolumens einige Daten noch nicht zuverlässig ermittelt werden können bzw. extrapoliert werden müssen. Diesem Risiko wird entgegengewirkt, indem zukünftig der gruppenweite CO 2 -Fußabdruck mit der cloudbasierten Software von "Planetly" auditfähig ermittelt wird. In diesem Zuge gibt es weitere Projekte, um die Anforderungen zur Verbesserung der Datenqualität zu erfüllen.

Die Bedeutung des Risikos im politischen und gesellschaftlichen Umfeld für die Douglas Gruppe wird als mittel eingeschätzt.

Risiken im Bereich Gesundheit, Sicherheit und Umwelt

Als Folge des fortwährenden Klimawandels besteht ein erhöhtes Risiko für häufigere und längere Hitzeperioden. Hierdurch erhöht sich entsprechend das Risiko von steigenden Energiekosten aufgrund längerer Betriebsdauer von Klimaanlagen. Durch proaktives Energiemanagement sowie durch die Sensibilisierung der Mitarbeiter auf einen energieeffizienten Umgang wird diesem Risiko entgegengewirkt.

Weiterhin ist künftig aufgrund des Klimawandels eine Zunahme von Extremwetterereignisse zu erwarten und damit ein erhöhtes Risiko für Sturmschäden und Überschwemmungen. Daraus resultierende Umsatzausfälle durch Filialschließungen, zusätzliche Renovierungskosten sowie mögliche Lieferausfälle und -engpässe stellen für Douglas ein weiteres Risiko dar. Entsprechende Versicherungen wirken dem Risiko entgegen.

Terrorismus stellt eine allgegenwärtige Bedrohung dar. Douglas kann sowohl direkt, z.B. durch Schäden bei Mitarbeitern und Firmengebäuden als auch indirekt, durch Unterbrechung von Versorgungs- und Lieferketten betroffen sein. Eine Versicherung gegen Terrorismusrisiken und der Aufbau alternativer Bezugsmöglichkeiten stellen Gegenmaßnahmen dar.

Die Sicherheit am Arbeitsplatz ist ein weiteres Risiko im Bereich des EHS (Environment, Health & Safety), da es durch fehlende oder unvollständige Sicherstellung der gesetzlichen Anforderungen (z.B. Fluchtwege, Erste Hilfe, Alarmpläne) zu Verletzungen, Unfällen usw. kommen könnte. Durch die regelmäßige Überwachung seitens des vorhandenen EHS Managements wird sichergestellt, dass die gesetzlichen Anforderungen eingehalten und die Betriebssicherheit bei Douglas gewährleistet ist.

Insgesamt wird das Risiko im Bereich Gesundheit, Sicherheit und Umwelt bei Douglas als mittel eingestuft.

Steuerliche Risiken

Die Steuerbelastung, einschließlich der damit verbundenen Nebenleistungen, hängt von verschiedensten Steuergesetzen in verschiedenen Ländern, sowie deren Auslegung und Anwendung ab. Hauptsächlich im Zusammenhang mit der Würdigung von Sachverhalten durch die Finanzverwaltung, einschließlich von Verrechnungspreissachverhalten, können Steuerrisiken entstehen.

Infolge laufender oder künftiger Betriebsprüfungen oder sonstiger Überprüfungen durch die Steuerbehörden könnten bei Gesellschaften der Douglas-Gruppe zusätzliche Steuern (einschließlich Quellensteuern, Grunderwerbsteuer, Kapitalertragssteuer und Stempelsteuer) festgesetzt oder steuerliche Verlustvorträge sowie Zinsvorträge für Zwecke der deutschen Zinsschranke gekürzt werden, was zu einer Erhöhung unserer Steuerverpflichtungen führen könnte.

Unsere Unternehmensstruktur war in der Vergangenheit und kann auch in Zukunft Gegenstand von Reorganisationsmaßnahmen sein (z. B. Übertragung von Tochtergesellschaften, Ausgliederungen oder Verschmelzungen). Es kann sein, dass wir uns einer bestimmten steuerlichen Problematik nicht bewusst sind oder dass die Steuerbehörden einige oder alle von uns eingenommenen Positionen in Frage stellen und infolgedessen zusätzliche Steuern veranlagt oder Steueransprüche angefochten werden können. Darüber hinaus sind wir aufgrund unserer internationalen Tätigkeit Risiken ausgesetzt, die sich aus der Anwendung internationaler Steuerkonzepte ergeben, die für die Zuweisung von Besteuerungsrechten zwischen Ländern verwendet werden.

Darüber hinaus können sich insbesondere Risiken aus der Auslegung umsatzsteuerlicher Regelungen ergeben.

Durch gruppenweite Richtlinien, interne Schulungen sowie eine enge und kontinuierliche Zusammenarbeit mit Steuerexperten und -behörden wird diesem Risiko begegnet.

Das Steuerrisiko für die Douglas Gruppe wird unverändert als mittel eingeschätzt.

Risiken aus Strategie

Standortbezogene Risiken

Insbesondere im Zusammenhang mit dem Russland-Ukraine-Konflikt besteht das Risiko von steigenden Energiepreisen im stationären Einzelhandel. Dem wird in der Douglas Gruppe durch Energieeinsparungsprogramme sowie durch strategische Verhandlungen mit Energieanbietern entgegengewirkt. Zu betonen ist, dass die Energiekosten nahezu ausschließlich den stationären Kanal betreffen und im Vergleich zu anderen Kostenarten eine untergeordnete Rolle spielen.

Ein weiteres Risiko im stationären Kanal stellt die Erhaltung von profitablen Standorten dar. Falls Mietverträge nicht verlängert werden können und folglich profitable Standorte verloren gehen, schmälert dies den Zufluss liquider Mittel zur Douglas Gruppe. Aufgrund der guten, langjährigen Beziehungen zu den Vermietern sowie der allgemein guten Reputation auf dem Markt stellt dies ein geringes Risiko für die Douglas Gruppe dar.

Darüber hinaus besteht grundsätzlich das Risiko von Profitabilitätseinbußen aufgrund suboptimaler Standortentscheidungen. Diesem Risiko wird durch eine detaillierte Analyse jeder einzelnen Filialentscheidung unter Einbeziehung eines dedizierten Lenkungsausschusses entgegengewirkt.

Insgesamt ist das standortbezogene Risiko im stationären Kanal als mittel einzustufen.

M&A Risiken

Vergangene sowie zukünftige Akquisitionen und Joint Ventures bergen grundsätzlich Risiken. Hierzu gehören das mögliche Scheitern der effektiven Integration, das Nichterzielen von erwarteten Synergien sowie das Eingehen von unerwarteten Verbindlichkeiten. Diesen Risiken wird durch eine vorausgehende und umfangreiche Due Diligence sowie durch ein dediziertes Post-Acquisition-Integration entgegengewirkt.

Insgesamt ist das M&A Risiko als mittel einzustufen.

Rechtliche Risiken

Ergänzend zu den quantifizierten Risiken sind aufgrund der kategorischen Vollständigkeit folgende Risiken beschrieben.

Als Risiken sind mögliche Verstöße gegen geltendes Recht, gesetzliche Bestimmungen oder unternehmensinterne Richtlinien zu sehen. Im Fokus steht hier neben der konsequenten Beachtung der landesaktuellen Gesetzeslage auch die Reaktion auf bevorstehende Gesetzesänderungen und zunehmende Regulierungen sowie die verstärkten Aktivitäten der zuständigen Überwachungsbehörden auf nationaler und europäischer Ebene. Für das Geschäftsjahr 2022/23 wird weiterhin die Vorbereitung zur Umsetzung des Lieferkettengesetzes relevant sein. Ebenso können sich kurzfristige Gesetzesänderungen im Zusammenhang mit der COVID-19 Pandemie ergeben. Die Umsetzung der Anforderungen des EuGH zur Einwilligung beim Setzen von Cookies und ähnlichen Technologien sowie an den Datentransfer in Nicht-EU Drittländer (Schrems Il-Urteil) bleibt eine Herausforderung im kommenden Jahr, ebenso die wachsende Zahl an Gerichtsentscheidungen zu Schadensersatz aus Datenschutzverstößen sowie die Folgen der Überarbeitung der Vertikal-Gruppenfreistellungsverordnung (EU) 330/2010 und weiterhin die Beachtung der Händlerpflichten aus der seit dem 26. Mai 2021 geltenden Verordnung (EU) 2017/745 über Medizinprodukte.

Sämtlichen Auswirkungen und den damit verbundenen Risiken auf die Unternehmen der Douglas-Gruppe werden durch die Einbindung von internen und externen Rechtsberatern versucht zu begegnen. Wesentliche Verträge werden einer juristischen Vorprüfung unterzogen. Einige mögliche Haftungsrisiken oder potenzielle Schadensfälle werden, soweit ökonomisch sinnvoll, durch entsprechende Versicherungen versucht abzusichern.

Chancenbericht

Der Begriff "Chance" wird in der Douglas Gruppe definiert als eine positive zahlungswirksame Auswirkung auf eine oder mehrere Gesellschaft(en). Den beschriebenen Risiken stehen in vielen Fällen entsprechende Chancen gegenüber. Die wesentlichen Chancen sind durch das Management erfasst worden und werden nachfolgend in der Reihenfolge Ihrer Bedeutung beschrieben.

Chancen aus Kundenfokussierung

In der Douglas Gruppe werden fortlaufend Investitionen für die Optimierung Datenanalyse getätigt. Eine zuverlässige große Stammdatenbasis mit Kundeninformationen führt zu verbessertem Kundenverständnis und bietet somit großes Chancenpotential:

Ein zielgruppenabgestimmtes und visibles Ansprechen der Kunden ist wichtiger Bestandteil in der Strategie der Douglas Gruppe, um sich von Wettbewerbern abzuheben. Durch ein stetig weiterentwickelndes Kundenbindungsmanagement, das die verschiedenen Zielgruppen der Douglas Gruppe über unterschiedliche Kanäle anspricht, sollen Kunden an die Marke Douglas gebunden werden.

Bei diesem etablierten Kundengewinnungs- und Kundenbindungsmanagement stehen ganzheitliche und kundenorientierte Geschäftsprozesse im Vordergrund. Ein höchst individuellen 1:1 Marketing über verschiedene Kanäle erlaubt es auf die persönlichen Kundenwünsche und -bedürfnisse schnell und spezifisch einzugehen, um somit eine noch bessere Kundengewinnungsquote zu erreichen und damit höhere Umsätze zu erzielen und die Kundenbindung zu stärken.

Auch die eigene Kundenkarte der Douglas Gruppe ist im Bereich des Kundenbindungs- und Kundengewinnungsmanagement ein elementarer Bestandteil. Die sogenannte Douglas Beauty Card ergänzt die Douglas Beauty Card Premium um eine kostenfreie Alternative und ermöglicht das Sammeln von Punkten beim Einkäufen die im späteren mit einem Gegenwert eingelöst werden können (zum Beispiel Rabatt auf gesamten Einkauf). Mit ihr wird das Ziel verfolgt, das Einkaufserlebnis weiter zu steigern, die Kunden näher an die Douglas Gruppe zu binden, neue Kunden zu gewinnen sowie Daten zu sammeln, um Trends frühzeitig zu erkennen.

Chancen des Absatz- und Beschaffungsmarktes

Eine wesentliche Chance sieht Douglas in der Optimierung des Einkaufes, mit dem Ziel Kosteneinsparungen zu realisieren. Durch die starke Marktposition von Douglas mit einhergehenden hohen Absatzvolumina hat die Douglas Gruppe eine überdurchschnittlich starke Verhandlungsbasis gegenüber Lieferanten. Durch diese solide Marktposition und den einhergehenden Skaleneffekten besteht die Chance gegenüber Lieferanten künftig bessere Konditionen zu erzielen.

Eine weitere Chance liegt in der Optimierung unserer Pricing-Strategie. Durch die fortlaufende Verbesserung werden die Kunden mit attraktiven Angeboten und wettbewerbsfähigen Preisen angesprochen. Hierdurch sichern wir uns unsere Kundenbasis und die Marktführerschaft von Douglas kann weiter ausgebaut werden.

Ein breites Sortiment und die Produktvielfalt machen Douglas bereits jetzt schon zu dem führenden Beauty- Anbieter in Europa. Eine Sortimentserweiterung innerhalb bestehender als auch neuer Produktkategorien bietet die Chance, dass die Kunden besser an Douglas gebunden werden und ein breiteres Kundenspektrum erreicht wird. Die Weiterentwicklung und das zusätzliche Angebot von Services in den Filialen unterstützen dies ebenso. Douglas wird zu einer One-Stop-Shopping Destination, einer zentralen Anlaufstelle für Beauty, was zu Umsatz- und Ergebnissteigerungen führen kann.

Die Eigen- und Exklusivmarken der Douglas Gruppe sind ein zentraler Bestandteil des Sortiments. Durch ihr sehr gutes Preis-Leistungsverhältnis und die hohe Bekanntheit unserer Eigenmarken bieten diese bei steigenden Preisen, Kunden eine attraktive Alternative zu teureren Markenprodukten. Hier liegen bei der aktuell hohen Inflation große Absatzchancen. Auch bietet uns dies ein Wettbewerbsvorteil gegenüber anderen Wettbewerbern mit weniger etablierten Eigenmarken. Daneben besteht gegenüber Wettbewerbern die Chance weitere Absatzpotentiale durch vermehrte Partnerschaften mit Exklusivmarken zu heben.

Mit der Akquisition der disapo (Onlinehandel von Pharmazieprodukten) im April 2022 verfolgt die Douglas Gruppe das Ziel ihre Position als führende europäischen Beauty-Plattform auf den Bereich Health auszudehnen. Mit der Erweiterung des Portfolios baut die Douglas Gruppe schrittweise ihre Gesundheitskompetenz aus. Die Integration der Disapo ist in Deutschland weit fortgeschritten und hat das Angebot im E-Commerce Bereich erheblich erweitert. Das Ausrollen des Partner Programms von der Disapo in weitere europäische Märkte sowie die Einführung des E-Rezepts in Deutschland kann zu Umsatz- und Ergebnissteigerungen führen.

Im Rahmen der #FORWARDBEAUTY.DigitalFirst Strategie wird das derzeitige fragmentierte Logistiknetz ersetzt durch einen "One Warehouse, All Channels" ("OWAC") Ansatz. Jeder der OWAC-Standorte wird Bestellungen für Filialen und Online-Kunden aus einem gemeinsamen zentralen Lagerbestand abwickeln und auch das Partner-Fulfillment für die Marktplatzpartner übernehmen. Der OWAC Ansatz wird die bisherige stark fragmentierte Warendisposition ersetzen. Die zentralisierte kanal- und standortübergreifende Disposition und Bevorratung ermöglicht die Warenverfügbarkeit in beiden Kanälen zu verbessern und eine bedarfsgerechtere Belieferung der Filialen zu gewährleisten. Durch die erhöhte Warenverfügbarkeit besteht die Chance weitere Absatzpotentiale zu heben sowie durch konzernweit geringere Bestände Lagerkosten zu senken.

Chancen aus Omni-Channel-Strategie

Dem Kunden wird zunehmend wichtiger, dass er an jedem Ort und zu jeder Uhrzeit die Möglichkeit hat Produkte zu erwerben und hierbei flexibel in seinen Versand- und Abholmöglichkeiten ist. Dies bietet Douglas mit seiner starken Omni-Channel Strategie große Chancen.

Douglas bietet neben dem klassischen Offline- und Onlinehandel (App & Website) auch die Möglichkeit einen Artikel online zu reservieren, um ihn in der nächstgelegenen Filiale abzuholen. Umgekehrt kann der Kunde auch in der Filiale ein Produkt aus dem erweiterten Online-Sortiment bestellen, um dieses direkt nach Hause versenden zu lassen. Der Kunde kann somit jederzeit nahtlos zwischen den Kanälen wechseln.

Durch diesen ganzheitlichen und integrierten Ansatz bieten wir dem Kunden höchste Flexibilität, erreichen zusätzliche Zielgruppen und haben die Chance weitere Absatzpotentiale zu heben.

Chancen E-Com Kanal

In den vergangenen Jahren ist das Umsatzvolumen auf dem E-Commerce-Markt signifikant angestiegen und dieser Trend wird sich fortsetzen. Durch die stetige Verbesserung der operativen Exzellenz im E-Commerce Kanal kann die Douglas Gruppe an dieser Marktentwicklung partizipieren. Durch wettbewerbsfähiges und taktisches Pricing sowie durch eine stetige Verbesserung der Customer Journey einschließlich erhöhter Produktverfügbarkeit, schnellerer Lieferung und einfacherer Bestell- und Zahlungsabwicklungen kann die Douglas Gruppe ihren Umsatz auf dem wachsenden E-Commerce-Markt steigern. Nicht zuletzt leistet die Optimierung der mobilen App einen Beitrag zur Vereinfachung der Customer Journey und ermöglicht dadurch weitere Umsatzchancen.

Im Oktober 2019 hat die Douglas Gruppe den eigenen elektronischen Marktplatz gestartet. Mittlerweile nutzen rund 300 Partner europaweit auf den wichtigsten Märkten die Online-Plattform von Douglas, um ihre Produkte zu vertreiben. Gemeinsam mit den Partnern bietet Douglas ein Sortiment von rund 300.000 Artikeln an. Die Umsätze von elektronischen Marktplätzen sind in der Vergangenheit stark angestiegen und der positive Trend wird sich fortsetzen. Dies liegt nicht zuletzt daran, dass Kunden eine zentrale Anlaufstelle vorziehen, die alle relevanten Produkte anbietet. Durch die Anbindung weiterer Partner sowie die Erhöhung des Marktplatzvolumens mit bestehenden Partnern kann die Douglas Gruppe künftig weitere Umsatzpotentiale realisieren.

Durch die Expansion des E-Commerce Geschäftes in neue Geographien könnten ebenfalls weitere Umsatzchancen wahrgenommen werden. Hierbei könnte die Douglas Gruppe auf das langjährige Knowhow der bereits operierenden Webshops zurückgreifen und analoge Erfolge in neuen Ländern erzielen.

Chancen Stationärer Kanal

Umsatzchancen im stationären Kanal ergeben sich aus dem Ausbau des Geschäfts in bestehenden Ländern sowie durch die Expansion in neue Länder. Durch eine detaillierte Standortanalyse einschließlich des lokalen Absatzpotentials können lukrative Neueröffnungen erfolgen. Hierbei hat Douglas aufgrund der guten, langjährigen Beziehungen zu existierenden Vermietern sowie aufgrund der allgemein guten Reputation auf dem Markt Zugang zu Standorten an Top-Lagen.

Durch die stetige Verbesserung der operativen Exzellenz kann die Douglas Gruppe den Umsatz im stationären Kanal steigern. Insbesondere durch wettbewerbsfähiges und taktisches Pricing, erhöhte Produktverfügbarkeit und kompetente Beratung durch die Vertriebsmitarbeiter kann die Douglas Gruppe seinen Umsatz auf dem stationären Markt steigern.

Weitere Potentiale im stationären Handel könnten durch Zusatzservices gehoben werden. Durch ein umfassenderes Kundenerlebnis, welches über die reine Produktberatung hinausgeht, können stärkere Anreize für Kunden gesetzt werden Douglas Filialen zu besuchen. Mittels beispielsweise Friseur-, Make Up- oder Gesichtsbehandlungsservices kann aus Kundensicht ein Filialbesuch einen gesteigerten Mehrwert haben, sodass eine höhere Kundenfrequenz durch diese Services erzielt werden könnte.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Kirk Beauty A GmbH, Düsseldorf (bis 16. November 2023: Hagen)

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der Kirk Beauty A GmbH, Düsseldorf, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzern-Bilanz zum 30. September 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, der Konzern-Überleitung vom Gewinn oder Verlust zum Gesamtergebnis, der Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung und der Konzern- Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2021 bis zum 30. September 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich einer Zusammenfassung bedeutsamer Rechnungslegungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Kirk Beauty A GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2021 bis zum 30. September 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 30. September 2022 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2021 bis zum 30. September 2022 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, es sei denn, es besteht die Absicht den Konzern zu liquidieren oder der Einstellung des Geschäftsbetriebs oder es besteht keine realistische Alternative dazu.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und der ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Hinweis zur Nachtragsprüfung

Diesen Bestätigungsvermerk erteilen wir zu dem geänderten Konzernabschluss und zu dem geänderten Konzernlagebericht aufgrund unserer pflichtgemäßen, am 16. Dezember 2022 abgeschlossenen Prüfung und unserer am 19. Dezember 2023 abgeschlossenen Nachtragsprüfung, die sich auf die Änderungen in der Konzernbilanz (Ergänzung der Eröffnungsbilanzwerte zum 1. Oktober 2020) und der Angaben im Konzernanhang und im Konzernlagebericht zu der Einschätzung der Fähigkeit zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit bezog. Auf die Darstellung der Änderungen durch die gesetzlichen Vertreter im geänderten Konzernanhang, Abschnitte "1. Allgemeines" und "2. Grundlagen der Rechnungslegung/Annahme der Unternehmensfortführung als Grundlage der Rechnungslegung" sowie im geänderten Konzernlagebericht Abschnitt "Chancen und Risikobericht/Finanzwirtschaftliche Risiken" wird verwiesen.

 

Köln, den 16. Dezember 2022/begrenzt auf die im Hinweis zur Nachtragsprüfung genannten Änderungen: 19. Dezember 2023

KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Nicole Stollenwerk, Wirtschaftsprüferin

Cordula Altmeppen, Wirtschaftsprüferin

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2021/22

01.10.2021-30.09.2022 01.10.2020-30.09.2021
Anhang Nr. Mio. € Mio. €
Umsatz (netto) 5 3.677,5 3.119,6
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -2.058,4 -1.800,7
Rohertrag 1.619,1 1.318,9
Sonstige betriebliche Erträge 6 288,6 238,4
Personalaufwand 7 -593,8 -587,9
Sonstige betriebliche Aufwendungen 8 -783,8 -677,9
Ergebnis aus Wertminderungen auf finanzielle Vermögenswerte 0,0 -0,2
EBITDA 530,0 291,3
Abschreibungen/Wertminderungen 11-15 -580,8 -402,6
EBIT -50,7 -111,3
Finanzerträge 9 12,7 12,5
Finanzierungsaufwand 9 -318,9 -245,2
Finanzergebnis 9 -306,2 -232,6
EBT -357,0 -344,0
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 10 43,2 -43,6
Gewinn (+) oder Verlust (-) der Periode -313,7 -387,6
Den Anteilseignern des Mutterunternehmens zuzurechnen -313,7 -387,6
Den Anteilen nicht beherrschender Gesellschafter zuzurechnen 0,0 0,0

1 Das Vorjahr 2020/21 wurde entsprechend an die reorganisierte Konzernstruktur unter Einbeziehung der Kirk Beauty SUN GmbH angepasst. Weitere Erläuterungen finden sich im Anhang unter Note Nr. 23 "Eigenkapital".

Konzern-Überleitung vom Gewinn oder Verlust zum Gesamtergebnis für das Geschäftsjahr 2021/22 2

2 Das Vorjahr 2020/21 wurde entsprechend an die reorganisierte Konzernstruktur unter Einbeziehung der Kirk Beauty SUN GmbH angepasst. Weitere Erläuterungen finden im Anhang unter Note Nr. 23 "Eigenkapital".

Konzern-Bilanz zum 30. September 2022

Aktiva

30.09.2022 30.09.2021 01.10.2020
Anhang Nr. Mio. € Mio. € Mio. €
Langfristige Vermögenswerte
Geschäfts- oder Firmenwerte 11 1.036,1 1.228,6 1.234,0
Sonstige immaterielle Vermögenswerte 12 814,9 812,9 811,0
Sachanlagen 13 209,1 220,3 278,0
Nutzungsrechte aus Leasingverhältnissen 14 1.049,0 1.037,6 1.230,9
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 19 11,6 38,4 851,8
Latente Steueransprüche 16 10,9 27,1 61,3
3.131,7 3.365,0 4.467,0
Kurzfristige Vermögenswerte
Vorräte 17 719,4 648,8 734,3
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen * 18 32,9 31,1 23,2
Steuerforderungen 32,2 33,6 23,2
Sonstige finanzielle Vermögenswerte * 19 183,4 171,1 179,1
Sonstige Vermögenswerte 20 46,6 41,0 34,8
Zahlungsmittel 21 245,3 240,4 256,3
1.259,8 1.166,1 1.250,9
Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte 22 0,0 8,4 0,0
Summe 4.391,5 4.539,4 5.717,9

*) Innerhalb der kurzfristige Vermögenswerte wurden die Forderungen gegen Zahlungsdienstleister aus den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in die Sonstigen finanziellen Vermögenswerte umgegliedert, das Vorjahr wurde zu besseren Vergleichszwecken entsprechend angepasst.

3 Das Vorjahr 2020/21 wurde entsprechend an die reorganisierte Konzernstruktur unter Einbeziehung der Kirk Beauty SUN GmbH angepasst. Weitere Erläuterungen finden sich im Anhang unter Note Nr. 23 "Eigenkapital".

30.09.2022 30.09.2021 01.10.2020
Anhang Nr. Mio. € Mio. € Mio. €
Eigenkapital 23
Gezeichnetes Kapital * 0,0 - 0,0
Kapitalrücklage 326,0 - 1.125,1
Kombiniertes Kapital ** 0,0 668,8 0,0
Sonstige Rücklagen -1.619,9 -1.655,4 -459,8
Eigenkapital vor Anteilen nicht beherrschender Gesellschafter -1.293,9 -986,6 665,4
Anteile nicht beherrschender Gesellschafter 0,0 0,0 0,0
-1.293,9 -986,6 665,4
Langfristiges Fremdkapital
Rückstellungen für Pensionen 24 28,2 36,0 36,2
Sonstige langfristige Rückstellungen 25 46,4 52,4 58,1
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 27 4.036,9 3.837,8 3.371,5
Sonstige Verbindlichkeiten 28 4,6 16,4 14,6
Latente Steuerschulden 16 180,8 274,0 194,2
4.296,9 4.216,5 3.674,5
Kurzfristiges Fremdkapital
Kurzfristige Rückstellungen 25 97,5 112,6 87,7
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 26 634,5 484,5 503,5
Steuerverbindlichkeiten 58,1 101,0 68,7
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 27 332,8 341,4 458,6
Sonstige Verbindlichkeiten 28 265,6 268,5 259,6
1.388,6 1.308,1 1.378,0
Verbindlichkeiten im Zusammenhang mit zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten 22 0,0 1,5 0,0
Summe 4.391,5 4.539,4 5.717,9

*) Das gezeichnete Kapital betrug zum Bilanzstichtag 48.785,00 Euro (i. Vj. Douglas GmbH: 44.350,00 Euro).
**) Als "Kombiniertes Kapital" ist das dem gemeinsamen Mutterunternehmen zuzurechnende investierte Eigenkapital ausgewiesen, bestehend aus gezeichnetem Kapital und Kapitalrücklage der kombinierten Einheiten Douglas GmbH und Kirk Beauty SUN GmbH. Weitere Erläuterungen finden sich im Anhang unter Note Nr. 23 "Eigenkapital".

Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung 4 für das Geschäftsjahr 2021/22

Anhang Nr. Gezeichnetes Kapital * Kapitalrücklage Kombiniert es Kapital **
Mio. € Mio. € Mio. €
01.10.2021 23 - - 668,8
Übergang von Kombinierung auf Konsolidierung 23 0,0 668,8 -668,8
Kapitalreorganisation 23 -342,8
Sonstige Veränderungen 0,0 326,0 -668,8
Währungsumrechnung
Bewertungseffekt aus IAS 19
Sonstiges Ergebnis (OCI) nach Steuern
Gewinn (+) oder Verlust (-) der Periode
Gesamtergebnis
Kapitalerhöhung 0,0
Anteilsbasierte Vergütung
Transaktionen mit Anteilseignern 0,0
30.09.2022 0,0 326,0 0,0
Sonstige Rücklagen
Gewinnrücklagen Versicherungsmathe matische Gewinne / Verluste Währungsumrechnungsrücklage
Mio. € Mio. € Mio. €
01.10.2021 -1.643,2 -2,6 -9,7
Übergang von Kombinierung auf Konsolidierung
Kapitalreorganisation 342,8
Sonstige Veränderungen 342,8
Währungsumrechnung 0,0 -5,2
Bewertungseffekt aus IAS 19 5,4
Sonstiges Ergebnis (OCI) nach Steuern 0,0 5,4 -5,2
Gewinn (+) oder Verlust (-) der Periode -313,7 0,0
Gesamtergebnis -313,7 5,4 -5,2
Kapitalerhöhung
Anteilsbasierte Vergütung 6,1
Transaktionen mit Anteilseignern 6,1 0,0
30.09.2022 -1.608,0 2,8 -14,9
Eigenkapital vor Anteilen nicht beherrschender Gesellschafter Anteile nicht beherrschender Gesellschafter
Mio. € Mio. €
01.10.2021 -986,6 0,0
Übergang von Kombinierung auf Konsolidierung 0,0
Kapitalreorganisation 0,0
Sonstige Veränderungen 0,0
Währungsumrechnung -5,2 0,0
Bewertungseffekt aus IAS 19 5,4
Sonstiges Ergebnis (OCI) nach Steuern 0,2 0,0
Gewinn (+) oder Verlust (-) der Periode -313,7 0,0
Gesamtergebnis -313,5 0,0
Kapitalerhöhung 0,0
Anteilsbasierte Vergütung 6,1
Transaktionen mit Anteilseignern 6,1 0,0
30.09.2022 -1.293,9 0,0

*) Das gezeichnete Kapital betrug zum Bilanzstichtag 48.785,00 Euro.
**) Als "Kombiniertes Kapital" ist das dem gemeinsamen Mutterunternehmen zuzurechnende investierte Eigenkapital ausgewiesen, bestehend aus gezeichnetem Kapital und Kapitalrücklage der kombinierten Einheiten Douglas GmbH und Kirk Beauty SUN GmbH. Weitere Erläuterungen finden sich im Anhang unter Note Nr. 23 "Eigenkapital".

4 Das Vorjahr 2020/21 wurde entsprechend an die reorganisierte Konzernstruktur unter Einbeziehung der Kirk Beauty SUN GmbH angepasst. Weitere Erläuterungen finden sich im Anhang unter Note Nr. 23 "Eigenkapital".

für das Geschäftsjahr 2020/21

Anhang Nr. Gezeichnetes Kapital * Kapitalrücklage Kombiniert es Kapital **
Mio. € Mio. € Mio. €
01.10.2020 23 0,0 1.125,1 0,0
Veränderungen im Konsolidierungskreis -676,3
Angepasster Stand per 01.10.2020 0,0 448,8 0,0
Übergang von Kombinierung auf Konsolidierung 0,0 -448,8 448,8
Sonstige Veränderungen 0,0 -448,8 448,8
Währungsumrechnung
Bewertungseffekt aus IAS 19
Sonstiges Ergebnis (OCI) nach Steuern 0,0
Gewinn (+) oder Verlust (-) der Periode
Gesamtergebnis 0,0
Kapitalerhöhung - 220,0
Gewährter Vorteil aus der Bewertung von Gesellschafterdarlehen
Anteilsbasierte Vergütung
Transaktionen mit Anteilseignern - 220,0
30.09.2021 - - 668,8
Sonstige Rücklagen
Gewinnrücklagen Versicherungsmathematische Gewinne / Verluste Währungs umrechnungsrücklage
Mio. € Mio. € Mio. €
01.10.2020 -452,3 -2,2 -5,3
Veränderungen im Konsolidierungskreis -1.026,2
Angepasster Stand per 01.10.2020 -1.478,5 -2,2 -5,3
Übergang von Kombinierung auf Konsolidierung 0,0 0,0
Sonstige Veränderungen 0,0 0,0 0,0
Währungsumrechnung 0,0 0,0 -4,3
Bewertungseffekt aus IAS 19 -0,4 0,0
Sonstiges Ergebnis (OCI) nach Steuern 0,0 -0,4 -4,3
Gewinn (+) oder Verlust (-) der Periode -387,6 0,0
Gesamtergebnis -387,6 -0,4 -4,3
Kapitalerhöhung 0,0
Gewährter Vorteil aus der Bewertung von Gesellschafterdarlehen 214,8 0,0
Anteilsbasierte Vergütung 8,1 0,0
Transaktionen mit Anteilseignern 222,9 0,0 0,0
30.09.2021 -1.643,2 -2,6 -9,7
Eigenkapital vor Anteilen nicht beherrschender Gesellschafter Anteile nicht beherrschender Gesellschafter
Mio. € Mio. €
01.10.2020 665,4 0,0
Veränderungen im Konsolidierungskreis -1.702,5
Angepasster Stand per 01.10.2020 -1.037,1 0,0
Übergang von Kombinierung auf Konsolidierung 0,0
Sonstige Veränderungen 0,0 0,0
Währungsumrechnung -4,3 0,0
Bewertungseffekt aus IAS 19 -0,4 0,0
Sonstiges Ergebnis (OCI) nach Steuern -4,8 0,0
Gewinn (+) oder Verlust (-) der Periode -387,6
Gesamtergebnis -392,4 0,0
Kapitalerhöhung 220,0
Gewährter Vorteil aus der Bewertung von Gesellschafterdarlehen 214,8
Anteilsbasierte Vergütung 8,1
Transaktionen mit Anteilseignern 442,9 0,0
30.09.2021 -986,6 0,0

*) Das gezeichnete Kapital (i. Vj. Douglas GmbH) betrug zum Vorjahresbilanzstichtag: 44.350,00 Euro
**) Als "Kombiniertes Kapital" ist das dem gemeinsamen Mutterunternehmen. zuzurechnende investierte Eigenkapital ausgewiesen, bestehend aus gezeichnetem Kapital und Kapitalrücklage der kombinierten Einheiten Douglas GmbH und Kirk Beauty SUN GmbH. Weitere Erläuterungen finden sich im Konzernanhang unter Note Nr. 23 "Eigenkapital".

Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2021/22

01.10.2021 -30.09.2022 01.10.2020-30.09.2021
Anhang Nr. Mio. € Mio. €
Gewinn (+) oder Verlust (-) der Periode -313,7 -387,6
+ Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 10 -43,2 43,6
+ Finanzergebnis 9 306,2 232,6
+ Abschreibungen/Wertminderungen 11-15 580,8 402,6
= EBITDA 530,0 291,3
+/- Zunahme/Abnahme der Rückstellungen 24,25 -28,6 21,2
+/- Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen/Erträge 1,8 3,1
+/- Verluste/Gewinne aus dem Abgang von Vermögenswerten des Anlagevermögens -9,3 -0,1
+/- Veränderung des Working Capital ohne Verbindlichkeiten aus Investitionen in das Anlagevermögen 53,7 69,2
+/- Veränderung sonstiger Vermögenswerte und Schulden, die nicht der Investitions oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -27,1 23,2
-/+ Gezahlte/erhaltene Steuern -52,4 -37,7
= Mittelzufluss aus operativer Geschäftstätigkeit 468,1 370,2
+ Einzahlungen aus Abgängen von Vermögenswerten des Anlagevermögens 8,3 10,5
Auszahlungen für Investitionen in das Anlagevermögen -85,6 -92,3
- Auszahlungen für den Erwerb von konsolidierten Unternehmen und sonstigen Geschäftseinheiten -24,2 0,0
= Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit -101,5 -81,8
Free Cash Flow (FCF) 366,6 288,4
+ Einzahlungen aus Eigenkapitalzuführungen 0,0 220,0
- Auszahlungen für die Tilgung von Finanzkrediten und Anleihen -13,1 -1.873,0
- Auszahlungen für die Tilgung von Leasingverbindlichkeiten -259,9 -252,8
+ Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzkrediten und Anleihen 76,0 1.780,5
- Gezahlte Transaktionskosten in Bezug auf Finanzkredite und Anleihen -3,6 -53,1
- Gezahlte Zinsen -160,2 -125,9
+ Vereinnahmte Zinsen 0,3 0,3
= Mittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit -360,4 -304,1
Nettoveränderung der Zahlungsmittel 6,2 -15,7
+/- Wechselkursbedingte Veränderungen des Finanzmittelbestandes -1,4 -0,2
+ Finanzmittelbestand zu Beginn der Berichtsperiode 240,4 256,3
= Finanzmittelbestand zum Ende der Berichtsperiode 245,3 240,4

Die Kapitalflussrechnung wird im Konzernanhang unter der Note Nr. 30 "Kapitalflussrechnung" erläutert.

5 Das Vorjahr 2020/21 wurde entsprechend an die reorganisierte Konzernstruktur unter Einbeziehung der Kirk Beauty SUN GmbH angepasst. Weitere Erläuterungen finden sich im Anhang unter Note Nr. 23 "Eigenkapital".

Anhang zum Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2021/22

Segmentberichterstattung für das Geschäftsjahr 2021/22 6 7

DACHNL Frankreich
01.10.2021 -30.09.2022 01.10.2020-30.09.2021 01.10.2021-30.09.2022 01.10.2020 -30.09.2021
Umsatz (netto) Mio. € 1.826,4 1.499,3 785,9 699,3
Innenumsatz (netto) Mio. € 1,5 0,1 0,0 0,0
Außenumsatz (netto) Mio. € 1.824,9 1.499,2 785,9 699,3
Summe Bereinigungen des Umsatzes Mio. € 0,0 0,0 -4,7 0,0
Bereinigter Umsatz (netto) Mio. € 1.826,4 1.499,3 781,2 699,3
EBITDA vor Anwendung des IFRS 16 Mio. € 182,6 51,4 135,5 75,7
EBITDA-Marge vor Anwendung des IFRS 16 % 10,0 3,4 17,2 10,8
Summe Bereinigungen des EBITDA Mio. € 27,0 109,2 -14,4 32,4
Bereinigtes EBITDA Mio. € 209,7 160,7 121,0 108,1
Bereinigte EBITDA-Marge % 11,5 10,7 15,5 15,5
Vorräte Mio. € 356,0 293,5 116,0 108,0
Investitionen Mio. € 21,3 17,0 15,6 10,5
Süd-Europa
01.10.2021-30.09.2022 01.10.2020 -30.09.2021
Umsatz (netto) Mio. € 589,3 560,3
Innenumsatz (netto) Mio. € 0,0 0,0
Außenumsatz (netto) Mio. € 589,3 560,3
Summe Bereinigungen des Umsatzes Mio. € -22,8 0,0
Bereinigter Umsatz (netto) Mio. € 566,5 560,3
EBITDA vor Anwendung des IFRS 16 Mio. € 1,9 -33,1
EBITDA-Marge vor Anwendung des IFRS 16 % 0,3 -5,9
Summe Bereinigungen des EBITDA Mio. € 38,1 40,1
Bereinigtes EBITDA Mio. € 40,0 6,9
Bereinigte EBITDA-Marge % 7,1 1,2
Vorräte Mio. € 147,7 162,6
Investitionen Mio. € 10,7 7,1
Zentral-Ost-Europa Summe Berichtssegmente
01.10.2021-30.09.2022 01.10.2020 -30.09.2021 01.10.2021-30.09.2022 01.10.2020-30.09.2021
Umsatz (netto) 463,9 361,1 3.665,5 3.120,0
Innenumsatz (netto) 0,4 0,5 1,9 0,6
Außenumsatz (netto) 463,5 360,7 3.663,6 3.119,4
Summe Bereinigungen des Umsatzes 0,0 0,0 -27,5 0,0
Bereinigter Umsatz (netto) 463,9 361,1 3.638,0 3.120,0
EBITDA vor Anwendung des IFRS 16 78,9 40,1 398,9 134,1
EBITDA-Marge vor Anwendung des IFRS 16 17,0 11,1 10,9 4,3
Summe Bereinigungen des EBITDA 0,4 9,3 51,1 191,0
Bereinigtes EBITDA 79,3 49,4 449,9 325,1
Bereinigte EBITDA-Marge 17,1 13,7 12,4 10,4
Vorräte 104,0 89,1 723,6 653,2
Investitionen 15,3 9,9 62,9 44,5

6 Das Vorjahr 2020/21 wurde an die neue Segmentstruktur des Berichtsjahres gem. IFRS 8.29 angepasst; weitere Erläuterungen finden sich unter der Note Nr. 31 "Segmentberichterstattung".
7 Das Vorjahr 2020/21 wurde entsprechend an die reorganisierte Konzernstruktur unter Einbeziehung der Kirk Beauty SUN GmbH angepasst. Weitere Erläuterungen finden sich unter Note Nr. 23 "Eigenkapital".

GRUNDSÄTZE, GRUNDLAGEN UND METHODEN DES KONZERNABSCHLUSSES

1. Allgemeines

Die Kirk Beauty A GmbH (im Folgenden: Konzernmuttergesellschaft, Konzernmutterunternehmen), ist eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung und hat ihren Sitz in Düsseldorf, Deutschland, und ist beim Handelsregister B des Amtsgerichts Düsseldorf unter HRB 102633 registriert.

Der Konzernabschluss der Kirk Beauty A GmbH und ihrer Tochtergesellschaften (Douglas-Gruppe, Douglas-Group, Gruppe, Douglas-Konzern, Konzern) zum 30. September 2022 (Bilanzstichtag) umfasst den Berichtszeitraum vom 1. Oktober 2021 bis 30. September 2022 (Geschäftsjahr, Berichtsjahr).

Der Konzernabschluss der Kirk Beauty A GmbH ist in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU im Zeitpunkt des Bilanzstichtags verpflichtend anzuwenden waren, aufgestellt worden.

Der Konzernabschluss entspricht in der vorliegenden Fassung der Vorschrift des §315e HGB (Handelsgesetzbuch). Diese bildet die Rechtsgrundlage für die Konzernrechnungslegung nach internationalen Standards in Deutschland zusammen mit der Verordnung (EG) Nr. 1606/2002 des Europäischen Parlaments und des Rats vom 19. Juli 2002, betreffend die Anwendung internationaler Rechnungslegungsstandards.

Das ursprüngliche Datum der Unterschrift durch die Geschäftsführung der Kirk Beauty A GmbH, 16. Dezember 2022 ist gleichzeitig das Datum der ursprünglichen Freigabe des Konzernabschlusses durch die Geschäftsführung zur Veröffentlichung und Weitergabe an den Aufsichtsrat.

Der ursprünglich am 16. Dezember 2022 aufgestellte Konzernabschluss wurde nachträglich wie folgt geändert:

Da der Konzernabschluss der Kirk Beauty A GmbH zum 30. September 2022 der erste IFRS-Konzernabschluss dieser Gesellschaft ist und damit formal in den Anwendungsbereich des IFRS 1 fällt (siehe nachfolgenden Abschnitt "Reorganisation der Holdingstruktur und Anpassung der Vorjahreswerte - erstmaliger Konzernabschluss auf Ebene der Kirk Beauty A GmbH"), wurde die Konzernbilanz um die Eröffnungsbilanzwerte zum 1. Oktober 2020 ergänzt. Die Angabe über die Ereignisse nach dem Bilanzstichtag wurden durch die Berücksichtigung bis zum 19. Dezember 2023 ergänzt. Die Angaben zur Einschätzung zur Annahme der Unternehmensfortführung wurden zum Zeitpunkt der Aufstellung des geänderten Abschlusses angepasst.

Darüber hinaus wurden redaktionelle Anpassungen vorgenommen.

Der Zeitpunkt, zu dem der geänderte Konzernabschluss zum 30. September 2022 an den Aufsichtsrat weitergegeben und damit von der Geschäftsführung zur Veröffentlichung freigegeben wurde, ist der 19. Dezember 2023.

Reorganisation der Holdingstruktur und Anpassung der Vorjahreswerte erstmaliger Konzernabschluss auf Ebene der Kirk Beauty A GmbH

Dieser Konzernabschluss stellt einen erstmaligen IFRS-Konzernabschluss der Kirk Beauty A GmbH im Sinne des IFRS 1 dar, da die Kirk Beauty A GmbH zuvor keinen IFRS-Abschluss veröffentlicht hat.

Mit notariell beurkundetem Vertrag vom 30. Juni 2022 wurde die Douglas GmbH in die Kirk Beauty SUN GmbH sowie diese wiederum in die Kirk Beauty A GmbH eingebracht.

Nach den Einbringungen ist die Kirk Beauty A GmbH alleinige Gesellschafterin der Kirk Beauty SUN GmbH mit Sitz in Düsseldorf und die Kirk Beauty SUN GmbH wiederum alleinige Gesellschafterin der Douglas GmbH mit Sitz in Düsseldorf.

Vor der Reorganisation waren die Kirk Beauty A GmbH, die Kirk Beauty SUN GmbH und die Douglas GmbH Schwestergesellschaften unter unmittelbarer, gemeinsamer Beherrschung der Kirk Beauty International S.A. mit Sitz in Luxemburg und unter mittelbarer Beherrschung des gemeinsamen obersten Mutterunternehmen, der Kirk Beauty S.à r.l. mit Sitz in Luxemburg.

Die Kirk Beauty A GmbH und die Kirk Beauty SUN GmbH haben keinen selbstständigen Geschäftsbetrieb, beide Gesellschaften haben weder Umsatzerlöse noch Angestellte. Während die Kirk Beauty A GmbH als reine Mantel- bzw. Holdinggesellschaft ausgestaltet ist, ist die Kirk Beauty SUN GmbH Emittentin der Senior PIK Notes, die allein der Finanzierung der Douglas Gruppe dienen. Alle wesentlichen Geschäftsbeziehungen liegen innerhalb der Douglas Gruppe.

Die Douglas GmbH hat zum 30. Juni 2022 letztmalig einen Konzern(zwischen)abschluss aufgestellt.

Eine Fortführung der Konzernbilanzierung der Douglas GmbH ist auch nach der Einbringung möglich, wenn dieser Abschluss den Geschäftsbetrieb an der Einbringung beteiligten Gesellschaften bzw. der Gruppe reflektiert. Für die Erstellung des Konzernabschlusses der Kirk Beauty A GmbH zum 30. September 2022 kann daher das zum 30. September 2021 endende Vorjahr des Konzernabschlusses der Douglas GmbH verwendet werden, einschließlich der historischen Einteilung des Eigenkapitals.

Für das zum 30. September 2022 endende Berichtsjahr werden die Vorjahresbuchwerte der Douglas GmbH fortgeführt. Anpassungen werden notwendig, um das Stammkapital und weitere Eigenkapitalunterpositionen der Kirk Beauty A GmbH darzustellen und erfolgen gegen Konzern-Eigenkapitalrücklagen als laufender Geschäftsvorfall im Geschäftsjahr 2021/22. Der IFRS Konzernabschluss zum 30. September 2022 fällt daher in den Anwendungsbereich von IFRS 1.

Somit erfolgt die Abbildung im Konzernabschluss, als hätte die neue Struktur schon immer bestanden. Unabhängig vom Zeitpunkt der Transaktion und dem Gründungsdatum der Kirk Beauty A GmbH wird folglich das Ergebnis der Douglas Gruppe für das gesamte Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2021 bis 30. September 2022 bzw. das gesamte Vorjahr (1. Oktober 2020 bis 30. September 2021) abgebildet.

Insofern entstehen auch keine Effekte aus der Umstellung von vorangegangenen Rechnungslegungsstandards auf IFRS. Erforderliche Erläuterungen zur Bilanz zum 1. Oktober 2021 (bzw. 30. September 2021) wurden bereits im Konzernabschluss der Kirk Beauty One GmbH (einer vormaligen Konzernmuttergesellschaft der Douglas Gruppe) zum 30. September 2021 gemacht. Der Konzern verzichtet daher auf weitere Erläuterungen zur Eröffnungsbilanz zum 1. Oktober 2020 in diesem Anhang.

Zur Herstellung der Vergleichbarkeit des Konzernabschlusses der Kirk Beauty A GmbH zum 30. September 2022 mit den erforderlichen Vorjahresvergleichsangaben wurden die Vorjahresvergleichsangaben angepasst. Dazu wurde die Kirk Beauty SUN GmbH, wie oben dargestellt vormals nicht im Konsolidierungskreises der Douglas Gruppe enthalten, im Wege der Kombinierung in die Vorjahresvergleichsangaben einbezogen.

Die Aufstellung des Konzernabschlusses auf Ebene der Kirk Beauty A GmbH unter Einbeziehung der Kirk Beauty SUN GmbH führte zu retrospektiven Anpassung der Vorjahreswerte 2020/21. Weitere Erläuterungen sind in Note Nr. 23 "Eigenkapital" enthalten.

2. Grundlagen der Rechnungslegung

Die Abschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen in- und ausländischen Tochtergesellschaften wurden einheitlich nach den Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen der IFRS aufgestellt, wie sie in der EU anzuwenden sind.

Der vorliegende Konzernabschluss basiert grundsätzlich auf dem historischen Anschaffungskostenprinzip. Wesentliche Ausnahmen hiervon bilden zum beizulegenden Zeitwert bilanzierte Finanzinstrumente sowie die nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren bewerteten Pensionsverpflichtungen.

Der Konzernabschluss wurde in Euro (€) aufgestellt. Alle Beträge sind in Millionen Euro (Mio. €) angegeben, sofern nicht Abweichendes verzeichnet ist.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist grundsätzlich nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Abweichend vom beispielhaft dargestellten Gliederungsschema des IAS 1.102 werden die Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren direkt nach den Umsatzerlösen ausgewiesen, um die für den Handel wichtige Kennzahl "Rohertrag" bilden zu können.

Die oberste Muttergesellschaft ist die Kirk Beauty S.à r.l. mit Sitz in Luxemburg, deren Geschäftstätigkeit das Halten von Beteiligungen ist. Sie stellt den Konzernabschluss für den größten Konsolidierungskreis auf, der in Luxemburg offengelegt wird.

Annahme der Unternehmensfortführung als Grundlage der Rechnungslegung

Der Konzernabschluss wurde auf der Grundlage der Annahme der Unternehmensfortführung erstellt, was unterstellt, dass der Konzern in der Lage ist, seinen Verbindlichkeiten nachzukommen.

Zum Zeitpunkt der Aufstellung dieses geänderten Abschlusses war das Geschäftsjahr 2022/23 bereits abgeschlossen. Im Geschäftsjahr 2022/23 wurden die ursprünglichen Planungen zum 30. September 2023 für die bereinigten Umsatzerlöse und das bereinigtes EBITDA übererfüllt. Die Zahlungsmittel haben sich zum 30. September 2023 gegenüber dem Vorjahr von 245,3 Mio. € auf 262,3 Mio. € erhöht.

Wir gehen für die Douglas-Gruppe im Geschäftsjahr 2023/24 von einem höheren Cashflow als im Geschäftsjahr 2022/23 aus, der in den nachfolgenden Jahren laut unserer Planung weiter ansteigen wird, angetrieben durch die erfolgte Restrukturierung bzw. Portfolio-Optimierung, die dann zusammen mit der organischen Expansion in neue Standorte zu höheren Erträgen führen soll.

Nach dieser Planung sind die zur Verfügung stehenden finanziellen Mittel jederzeit ausreichend, um alle fälligen Zahlungsverpflichtungen der Gruppe im Prognosezeitraum bis Ende Dezember 2024 fristgerecht zu erfüllen. Dabei gehen wir davon aus, dass die revolvierende Kreditfazilität, die ein Volumen von 170 Mio. € umfasst, nicht liquiditätsmäßig in Anspruch genommen wird.

Die Kirk Beauty A GmbH und ihre Tochtergesellschaften müssen bestimmte Verpflichtungen und Finanzkennzahlen einhalten, wenn 40,0 % des Nominalwertes von 170,0 Mio. € der Senior Secured Multi-Currency Revolving Credit Facility (RCF) liquiditätsmäßig in Anspruch genommen werden (entspricht 68,0 Mio. €). 8 Ein Teil des RCF in Höhe von bis zu 40,0 Mio. € kann als sogenannte Ancillaries für eine liquiditätsmäßige Inanspruchnahme genutzt werden. Eine Ziehung der Ancillaries wird auf den Covenanttest nicht angerechnet. Neben anderen Pflichten muss die Douglas-Gruppe bei diesem Test insbesondere ein bestimmtes Verhältnis zwischen EBITDA und Verschuldung einhalten (Financial Covenants). Bei einem Verstoß gegen Verpflichtungen aus den Finanzierungsverträgen sind die Kreditgeber unter anderem berechtigt, die Kredite vorzeitig zu kündigen.

Die Douglas Gruppe hat sich zuletzt Ende März 2021 erfolgreich mit einer Laufzeit bis Anfang 2026 refinanziert. Die Douglas Gruppe geht davon aus, dass die ausstehenden Beträge aus der Finanzierung bei Fälligkeit refinanziert werden.

8 Der RCF war zum Bilanzstichtag liquiditätsmäßig nicht gezogen, allerdings wurde er durch Sicherheiten in Form von Mietavalen in Höhe von 8,8 Mio. € in Anspruch genommen.

Aufgrund dieser Faktoren hat die Geschäftsführung die realistische Erwartung, dass der Konzern über adäquate Ressourcen verfügen wird, um die Geschäftstätigkeit auf absehbare Zeit fortzuführen.

Neue oder geänderte Rechnungslegungsvorschriften

Übersicht der erstmalig angewendeten Standards und Interpretationen

Die im Folgenden dargestellten neuen Standards und Interpretationen bzw. Änderungen von bestehenden Standards und Interpretationen wurden für diesen Konzernabschluss erstmalig angewendet:

Neue Standards/ Interpretationen - erstmalige Anwendung Erstanwendungszeitpunkt in der EU
IFRS 16 Leasingverhältnisse Zusatz: Auf die Coronavirus-Pandemie bezogene Mietkonzessionen nach dem 30. Juni 2021 01.04.2021
IFRS 4, IFRS 9, IFRS 7, IAS 39, IFRS 16 Versicherungsverträge, Finanzinstrumente, Finanzinstrumente: Angaben, Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung, Leasingverhältnisse Zusatz: Interest Rate Benchmark Reform - Phase 2 01.01.2021
IFRS 4 Versicherungsverträge Zusatz: Verlängerung der vorübergehenden Befreiung von der Anwendung von IFRS 9 01.01.2021
IFRS 16 Leasingverhältnisse Zusatz: Auf die Coronavirus-Pandemie bezogene Mietkonzessionen 01.06.2020
Anerkennung durch die EU-Kommission Auswirkungen auf den Douglas Konzern
IFRS 16 30.08.2021 Keine Auswirkung
IFRS 4, IFRS 9, IFRS 7, IAS 39, IFRS 16 13.01.2021 Keine Auswirkung
IFRS 4 15.12.2020 Keine Auswirkung
IFRS 16 09.10.2020 Keine Auswirkung

Übersicht der noch nicht angewendeten Bilanzierungsstandards und Interpretationen

In der nachfolgenden Übersicht sind vom IASB neu verabschiedete beziehungsweise überarbeitete Bilanzierungsstandards und Interpretationen dargestellt, die von der Douglas-Gruppe im Geschäftsjahr 2021/22 noch nicht angewendet wurden, da sie entweder noch nicht zwingend anzuwenden waren oder von der Europäischen Kommission noch nicht zur Anwendung genehmigt wurden.

Nicht angewendete neue Standards/ Interpretationen Erstanwendungszeitpunkt in der EU
IFRS 16 Leasingverhältnisse Zusatz: Leasingverbindlichkeit in einer Sale-and-Lease-Back-Transaktion 01.01.2024
IFRS 17 Versicherungsverträge Zusatz: Erstmalige Anwendung von IFRS 17 und IFRS 9 Vergleichsinformationen 01.01.2023
IAS 12 Ertragsteuern Zusatz: Latente Steuern, die sich auf Vermögenswerte und Schulden beziehen, die aus einer einzigen Transaktion entstehen 01.01.2023
IAS 8 Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, Änderungen von Schätzungen und Fehler Zusatz: Definition von rechnungslegungsbezogenen Schätzungen 01.01.2023
IAS 1 Darstellung des Abschlusses Zusatz: Angabe von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden 01.01.2023
IAS 1 Darstellung des Abschlusses Zusatz: Klassifizierung von Schulden als kurz- oder langfristig-Verschiebung des Zeitpunkts des Inkrafttretens 01.01.2023
IFRS 3 Unternehmenszusammens chlüsse Zusatz: Verweis auf das Rahmenkonzept 01.01.2022
IAS 16 Sachanlagen Zusatz: Einnahmen vor der beabsichtigten Nutzung 01.01.2022
IAS 37 Rückstellungen, Eventualschulden und Eventualforderungen Zusatz: Belastende Verträge - Kosten für die Erfüllung eines Vertrages 01.01.2022
Improvement Project 2018- 2020 Jährliche Verbesserungen an den IFRS - Zyklus 2018-2020 Verbesserung bestehender Standards 01.01.2022
IAS 1 Darstellung des Abschlusses Zusatz: Klassifizierung von Schulden als kurz- oder langfristig 01.01.2023
IFRS 17 Versicherungsverträge 01.01.2023
Anerkennung durch die EU-Kommission Voraussichtliche Auswirkungen auf den Douglas Konzern
IFRS 16 Bislang noch nicht Keine Auswirkung
IFRS 17 08.09.2022 Keine Auswirkung
IAS 12 11.08.2022 Keine Auswirkung
IAS 8 02.03.2022 Keine Auswirkung
IAS 1 02.03.2022 Keine Auswirkung
IAS 1 Bislang noch nicht Keine Auswirkung
IFRS 3 28.06.2021 Keine Auswirkung
IAS 16 28.06.2021 Keine Auswirkung
IAS 37 28.06.2021 Keine Auswirkung
Improvement Project 2018- 2020 28.06.2021 Keine Auswirkung
IAS 1 Bislang noch nicht Keine Auswirkung
IFRS 17 19.11.2021 Keine Auswirkung

Die jeweilige Erstanwendung erfolgt zum Zeitpunkt der verpflichtenden Anwendung.

Korrekturen im Vorjahr 2020/21

Im Vorjahresgeschäftsjahr 2020/21 wurden nachlaufende Lieferantenvergütungen entgegen ihrer vertraglichen Ausgestaltung in Höhe von 4,6 Mio.€ nicht anschaffungspreismindernd in die Warenbewertung einbezogen, sondern aufwandsmindernd innerhalb der Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren erfasst. Im Wesentlichen waren demzufolge auch der Rohertrag sowie die Leistungsindikatoren, EBITDA und bereinigtes EBITDA um 4,6 Mio. € zu hoch bewertet. Entsprechendes gilt für die Vorräte. Die Korrektur erfolgt durch Anpassung der betroffenen Abschlussposten für das Vorjahr 2020/21. Die nachstehenden Tabellen fassen die Auswirkungen auf den Konzernabschluss zusammen:

Anpassung der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung der Kirk Beauty A GmbH für das Vorjahr 2020/21:

01.10.2020-30.09.2021
Wie zuvor berichtet Anpassungen Angepasst
Mio. € Mio. € Mio. €
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -1.796,1 -4,6 -1.800,7
Rohertrag 1.323,5 -4,6 1.318,9
EBITDA 295,9 -4,6 291,3
EBIT -106,7 -4,6 -111,3
EBT -341,5 -4,6 -346,0
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -43,0 -0,8 -43,8
Gewinn (+) oder Verlust (-) der Periode -384,5 -5,4 -389,9
Den Anteilseignern des Mutterunternehmens zuzurechnen -384,5 -5,4 -389,9

Anpassung der Konzern-Bilanz der Kirk Beauty A GmbH des Vorjahres zum 30. September 2021:

Aktiva

30.09.2021
Wie zuvor berichtet Anpassungen Angepasst
Mio. € Mio. € Mio. €
Langfristige Vermögenswerte
Latente Steueransprüche 26,3 0,8 27,1
3.361,5 0,8 3.362,3
Kurzfristige Vermögenswerte 0,0
Vorräte 653,3 -4,5 648,8
1.170,6 -4,5 1.166,1
Summe 4.540,5 -3,7 4.536,8

Passiva

30.09.2021
Wie zuvor berichtet Anpassungen Angepasst
Mio. € Mio. € Mio. €
Eigenkapital
Sonstige Rücklagen -1.652,3 -3,7 -1.656,1
Eigenkapital vor Anteilen nicht beherrschender Gesellschafter -983,5 -3,8 -987,3
-983,5 -3,8 -987,3
Summe 4.540,5 -3,8 4.536,7

Anpassung der Segmentberichterstattung der Kirk Beauty A GmbH für das Vorjahr 2020/21 bzw. zum 30. September 2021:

Zentral-Ost-Europa
Wie zuvor berichtet 10/01/2020-09/30/2021 Anpassungen 10/01/2020-09/30/2021 Angepasst 10/01/2020-09/30/2021
EBITDA vor Anwendung des IFRS 16 Mio. € 35,5 4,6 40,1
EBITDA-Marge vor Anwendung des IFRS 16 % 12,3 -1,3 11,0
Bereinigtes EBITDA Mio. € 44,8 4,6 49,4
Bereinigte EBITDA-Marge % 14,6 -1,3 13,3
Vorräte Mio. € 93,6 -4,5 89,1
Douglas Gruppe
Wie zuvor berichtet 10/01/2020- 09/30/2021 Anpassungen 10/01/2020-09/30/2021 Angepasst 10/01/2020- 09/30/2021
EBITDA vor Anwendung des IFRS 16 19,3 -4,6 14,7
EBITDA-Marge vor Anwendung des IFRS 16 0,6 -0,1 0,5
Bereinigtes EBITDA 222,4 -4,6 217,8
Bereinigte EBITDA-Marge 7,1 -0,1 7,0
Vorräte 653,3 -4,5 648,8

3. Grundsätze der Konsolidierung

Konsolidierungskreis

Im Konzernabschluss werden alle in- und ausländischen Gesellschaften vollkonsolidiert, bei denen die Kirk Beauty A GmbH unmittelbar oder mittelbar Beherrschung ausübt. Beherrschung liegt vor, wenn die Kirk Beauty A GmbH Verfügungsgewalt erlangt hat, schwankenden Renditen aus ihrem Engagement in das Beteiligungsunternehmen ausgesetzt ist und die Fähigkeit besitzt, diese Renditen zu beeinflussen. Im Zeitpunkt des Übergangs der Beherrschung auf den Konzern werden die entsprechenden Gesellschaften vollkonsolidiert, im Zeitpunkt des Verlusts der Beherrschung werden diese entkonsolidiert.

Konsolidierungskreis

Deutschland Ausland Summe
01.10.2021 19 35 54
Erstmalig konsolidierte Gesellschaften 4 2 6
Ausgeschiedene Gesellschaften 0 -2 -2
Verschmolzene Gesellschaften -4 -1 -5
30.09.2022 19 34 53

Bei zwei Gesellschaften, an denen der Konzern nicht mehrheitlich beteiligt ist, allerdings auf diese einen maßgeblichen Einfluss ausübt, wurde auf die Anwendung der "At equity"-Methode verzichtet. Diese Gesellschaften erbringen im Wesentlichen konzerninterne Leistungen für die Douglas-Gruppe und sind aufgrund ihrer äußerst geringen Geschäftsvolumina für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von untergeordneter Bedeutung. Ferner haben diese Gesellschaften zum Teil abweichende Abschlussstichtage und stellen keine Zwischenabschlüsse auf. Zum Bilanzstichtag liegen daher keine Finanzinformationen vor und die beizulegenden Zeitwerte können nicht verlässlich ermittelt werden. Der ausgewiesene Buchwert dieser Beteiligungen beläuft sich insgesamt auf 38 TEUR.

Zur Aufstellung des Anteilsbesitzes siehe Note Nr. 40 "Anteilsbesitz".

Akquisitionen - Erwerb von Disapo

Mit Kaufvertrag vom 9. Februar 2022 wurde die Online-Apotheke Disapo.de Apotheke B.V. (im Folgenden "Disapo") mit Sitz in Heerlen (Niederlande) erworben.

Mit dieser Akquisition investiert Douglas in den Zugang zum Apothekenmarkt und plant, sein Online-Apothekenangebot schrittweise auf alle unsere europäischen Regionen auszudehnen. Damit stärkt Douglas zwei Säulen seiner Wachstumsstrategie: die konsequente Digitalisierung seines Geschäftsmodells und die Erweiterung des Angebots der Douglas-Gruppe um Gesundheitsprodukte.

Der Erwerb umfasst alle Anteile an Disapo. Closing Datum des Erwerbs und damit Erlangung der Beherrschung über Disapo war der 7. April 2022. Mit Wirkung zum 1. April 2022 wurde Disapo erstmalig in den Konzernabschluss einbezogen.

Als Kaufpreis wurden Barzahlungen von 33,6 Mio. €, deren beizulegender Zeitwert 33,0 Mio. €, beträgt, sowie eine Earn-Out-Komponente vereinbart. Die Earn-Out-Komponente ist abhängig vom Umsatz im Jahr 2025, beträgt maximal 10 Mio. € und ist im Kalenderjahr 2026 zu zahlen. Der beizulegende Zeitwert der Earn-Out-Zahlung auf den Bewertungsstichtag wird basierend auf der zugrundeliegenden Unternehmensplanung auf 2,3 Mio. € und somit der Gesamtkaufpreis auf 35,3 Mio. € geschätzt.

Ermittlung des Geschäfts- oder Firmenwerts Mio. €
Kaufpreis 35,3
Übernommenes Nettovermögen -8,0
Geschäfts- oder Firmenwert 43,2

Die beizulegenden Zeitwerte der identifizierten Vermögenswerte und Schulden entsprachen im Wesentlichen den Buchwerten des übernommenen Nettovermögens, sodass keine Anpassung erfolgt ist. Die das zu beizulegenden Zeitwerten bewertete übernommene Nettovermögen übersteigende Gegenleistung wurde als Geschäfts- oder Firmenwert in der Konzernbilanz aktiviert. Der Geschäfts- oder Firmenwert spiegelt die erwarteten Synergien wider, die sich vor allem aus der Nutzung der Douglas-Plattform durch Disapo ergeben sollen. Daher wurde der Geschäfts- oder Firmenwert auf die goodwilltragenden Einheit Deutschland allokiert, wo sie überwacht und mindestens jährlich auf Wertminderung überprüft wird (siehe Note Nr. 11 "Geschäfts- oder Firmenwerte" bzw. Nr. 15. "Wertminderungen von Vermögenswerten nach IAS 36"). Der Geschäfts- oder Firmenwert entfaltet für steuerliche Zwecke keine Relevanz.

Erworbene Vermögenswerte und Schulden Beizulegende Zeitwerte zum Zeitpunkt der Akquisition zum 1. April 2022
Mio. €
Sonstige immaterielle Vermögenswerte 0,1
Sachanlagen 0,5
Nutzungsrechte aus Leasingverhältnissen 1,7
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 0,3
Vorräte 8,5
Sonstige Vermögenswerte 1,0
Liquide Mittel 0,3
Finanzielle Verbindlichkeiten 1,7
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 10,5
Steuerverbindlichkeiten 8,1
Sonstige Verbindlichkeiten 0,1

In der Zeit der Konzernzugehörigkeit trug Disapo zum Umsatz 42,6 Mio. € und zum Verlust der Periode minus 11,8 Mio. € bei. Wäre die Disapo bereits seit Geschäftsjahresbeginn, dem 1. Oktober 2021, in den Konzernabschluss einbezogen worden, wären die Umsatzerlöse rd. 44,4 Mio. € und der Verlust der Periode 10,5 Mio. € höher.

Bei dem Konzern sind mit dem Unternehmenszusammenschluss verbundene Kosten von 0,6 Mio. € für Rechtsberatung und Due Diligence angefallen. Diese Kosten sind in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen umfassen fällige Bruttobeträge der vertraglichen Forderungen von 1,9 Mio. €, die zum Erwerbszeitpunkt voll wertberichtigt wurden.

Konsolidierungsmethoden

Die Kapitalkonsolidierung wird gem. IFRS 3 (Unternehmenszusammenschlüsse) nach der Erwerbsmethode vorgenommen. Dabei erfolgt bei Unternehmenszusammenschlüssen die Verrechnung der Beteiligungsbuchwerte mit dem anteiligen neu bewerteten Eigenkapital der Tochterunternehmen zum Zeitpunkt des Erwerbs. Nach Aufdeckung der stillen Reserven und Lasten verbleibende positive Unterschiedsbeträge werden als Geschäfts- oder Firmenwerte aktiviert. Geschäfts- oder Firmenwerte werden grundsätzlich einmal pro Jahr auf Wertminderungen hin überprüft. Darüber hinaus werden bei Unternehmenserwerben auch die auf Anteile nicht beherrschender Gesellschafter entfallenden stillen Reserven und stillen Lasten aufgedeckt und im Eigenkapital unter der Position "Anteile nicht beherrschender Gesellschafter" ausgewiesen. Negative Unterschiedsbeträge aus einem Unternehmenszusammenschluss werden gem. IFRS 3 nach Zuordnung stiller Reserven und Lasten sowie nochmaliger Überprüfung in der Periode, in der der Zusammenschluss stattgefunden hat, erfolgswirksam erfasst. Jede bedingte Gegenleistungsverpflichtung wird zum Erwerbszeitpunkt zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Wird die bedingte Gegenleistung als Eigenkapital eingestuft, wird sie nicht neu bewertet, und eine Abgeltung wird im Eigenkapital bilanziert. Ansonsten werden andere bedingte Gegenleistungen mit dem beizulegenden Zeitwert zu jedem Abschlussstichtag bewertet und spätere Änderungen des beizulegenden Zeitwertes der bedingten Gegenleistungen im Gewinn oder Verlust erfasst.

Forderungen gegen und entsprechende Verbindlichkeiten gegenüber einbezogenen Gesellschaften (Tochterunternehmen) werden gegeneinander aufgerechnet. Zwischenergebnisse aus konzerninternen Lieferungs- und Leistungsvorgängen werden, soweit sie noch nicht durch Umsätze mit Dritten realisiert sind, im Konzernabschluss eliminiert. Umsätze und übrige Erträge aus konzerninternen Lieferungs- und Leistungsbeziehungen werden mit den korrespondierenden Aufwendungen verrechnet.

Währungsumrechnung

Dieser Konzernabschluss wird in Euro (Berichtswährung, Konzernberichtswährung), der funktionalen Währung des Konzernmutterunternehmens, dargestellt. Die Jahresabschlüsse der ausländischen Tochterunternehmen, deren funktionale Währung nicht die Konzernberichtswährung ist, werden nach dem Konzept der funktionalen Währung in Euro umgerechnet. Die funktionale Währung der Tochterunternehmen ist die Währung des primären Wirtschaftsumfelds, in dem die Tochtergesellschaft tätig ist, dies ist grundsätzlich die jeweilige Landeswährung.

Die Umrechnung der Vermögenswerte und Schulden erfolgt zum Stichtagskurs am Bilanzstichtag; die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung werden mit dem Tageskurs der Transaktion, grundsätzlich approximiert durch den Konzerngeschäftsjahresdurchschnittskurs, umgerechnet. Die sich dadurch ergebenden Umrechnungsdifferenzen werden im sonstigen Ergebnis erfasst und innerhalb der Rücklagen im Eigenkapital ausgewiesen.

Für die Währungsumrechnung der Jahresabschlüsse ausländischer Tochtergesellschaften in fremder Währung wurden im Wesentlichen folgende Wechselkurse zugrunde gelegt:

Durchschnittskurs 01.10.2021 - 30.09.2022 Stichtagskurs 30.09.2022 Durchschnittskurs 01.10.2020- 30.09.2021 Stichtagskurs 30.09.2021
Mio. € Mio. € Mio. € Mio. €
Bulgarischer Lew BGN 0,51130 0,51130 0,51130 0,51130
Schweizer Franken CHF 0,97788 1,04592 0,91976 0,92336
Tschechische Krone CZK 0,04030 0,04073 0,03851 0,03922
Kroatische Kuna HRK 0,13281 0,13291 0,13263 0,13353
Ungarische Forint HUF 0,00263 0,00237 0,00280 0,00278
Polnische Zloty PLN 0,21467 0,20626 0,22046 0,21646
Rumänische Lei RON 0,20249 0,20206 0,20401 0,20212

Transaktionen in Fremdwährung werden in der funktionalen Währung, umgerechnet zum Wechselkurs im Zeitpunkt der Transaktion, gebucht. Monetäre Vermögenswerte und Schulden werden zum Bilanzstichtag mit dem Stichtagskurs umgerechnet. Alle hieraus entstehenden Unterschiede aus der Währungsumrechnung werden erfolgswirksam in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

4. Grundsätze der Bilanzierung und Bewertung

Ertragsrealisierung

Douglas erzielt Umsatzerlöse im Wesentlichen aus dem Handel von Duft-, Kosmetik- und Pflegeartikeln mit Endverbrauchern als Kunden. Überwiegend resultieren die Umsatzerlöse aus dem Filial- sowie aus dem E-Commerce-Geschäft. Darüber hinaus betreibt der Konzern eine Plattform, auf der andere Händler ihre Produkte den Endverbrauchern anbieten können ("Partner Program").

Der Umsatz wird auf Grundlage der in einem Vertrag mit einem Kunden festgelegten Gegenleistung gemessen. Der Konzern erfasst Erlöse, wenn er die Verfügungsgewalt über ein Gut oder eine Dienstleistung an einen Kunden überträgt. Im Filialgeschäft erlangen die Kunden Verfügungsgewalt über die Artikel durch Einigung und Übergabe in der Filiale. Die Zahlung erfolgt in der Regel sofort in bar oder durch elektronische Zahlungsmittel. Im E-Commerce-Geschäft erlangen die Kunden über die von Ihnen online ausgewählten und bestellten Artikel Verfügungsgewalt, wenn die Produkte durch einen Dienstleister an die vom Kunden hinterlegte Adresse ausgeliefert werden. Die Zahlung erfolgt entweder sofort durch elektronische Zahlungsmittel oder auf Rechnung mit kurzfristigen Zahlungszielen. Für das Partner Program realisiert der Konzern die erhaltene Provision basierend auf den über die Plattform abgewickelten Verkäufen der Partner als Umsatz ("Agentenbilanzierung"), da die Gruppe nicht die Verfügungsmacht über die auf der Plattform angebotenen Produkte erlangt.

Insbesondere bei Warenrückgaberechten der Kunden, Kundenbindungsprogrammen und Geschenkgutscheinen erfolgt die Umsatzrealisierung bzw. die -abgrenzung wie folgt:

Bei Verträgen, die dem Kunden die Rückgabe eines Artikels gestatten, werden Umsatzerlöse in dem Umfang erfasst, in dem es hochwahrscheinlich ist, dass eine wesentliche Korrektur der kumulativ erfassten Umsatzerlöse nicht stattfindet. Daher wird der Betrag der erfassten Umsatzerlöse um die erwarteten Rückgaben angepasst, die auf der Grundlage der historischen Daten für bestimmte Duft-, Kosmetik- und Pflegeartikeln geschätzt werden, und eine entsprechende Vertragsverbindlichkeit bilanziert.

Teilnehmer an Kundenbindungsprogrammen der Douglas-Gruppe können durch getätigte Einkäufe Bonuspunkte erhalten, die sie bei Erreichen bestimmter Schwellenwerte in Rabattgutscheine für spätere Einkäufe umtauschen können. Die Bonuspunkte stellen wesentliche Rechte im Sinne des IFRS 15 dar und sind somit als separate Leistungsverpflichtung zu erfassen. Die Punkte werden gutgeschrieben und verfallen in der Regel innerhalb von zwei Jahren. Bei Kauf erfolgt eine Aufteilung des Transaktionspreises anhand der relativen Einzelveräußerungspreise auf die eigenständigen Leistungsverpflichtungen. Der Transaktionspreis entspricht bei der Douglas-Gruppe dem Verkaufspreis der vom Kunden erworbenen Waren und Dienstleistungen. Mangels beobachtbarer Einzelveräußerungspreise der Bonuspunkte erfolgt eine Schätzung dieser auf Basis des Preisnachlasses und unter Berücksichtigung von Einlösewahrscheinlichkeiten. In Höhe der auf die gewährten Bonuspunkte entfallenden Leistungsverpflichtung wird eine Vertragsverbindlichkeit unter den sonstigen Verbindlichkeiten bilanziert. Mit Einlösung oder finalem Verfall der Bonuspunkte erfolgt die Auflösung der Vertragsverbindlichkeit. Die Gültigkeitsdauer der Bonuspunkte beträgt ab dem Zeitpunkt ihres Erwerbs 2 Jahre.

Verkaufte Geschenkgutscheine werden unter Berücksichtigung von Einlösewahrscheinlichkeiten als Vertragsverbindlichkeit bilanziert. Die Umsatzrealisierung der unbegrenzt gültigen Geschenkgutscheine findet bei Einlösung durch den Kunden statt.

Zinserträge und Zinsaufwendungen

Zinserträge und Zinsaufwendungen werden periodengerecht im Finanzergebnis erfasst.

Ertragsteuern

Der Steueraufwand umfasst tatsächliche und latente Steuern. Tatsächliche Steuern und latente Steuern werden im Gewinn oder Verlust erfasst, ausgenommen in dem Umfang, in dem sie mit einem Unternehmenszusammenschluss oder mit einem direkt im Eigenkapital oder im sonstigen Ergebnis erfassten Posten verbunden sind.

Tatsächliche Steuern

Tatsächliche Steuern sind die erwartete Steuerschuld oder Steuerforderung auf das für das Geschäftsjahr zu versteuernde Einkommen oder den steuerlichen Verlust, und zwar auf der Grundlage von Steuersätzen, die am Abschlussstichtag gelten oder in Kürze gelten werden, sowie alle Anpassungen der Steuerschuld oder Steuerforderung für frühere Jahre. Der Betrag der erwarteten Steuerschuld oder Steuerforderung spiegelt den Betrag wider, der unter Berücksichtigung von steuerlichen Unsicherheiten, sofern vorhanden, die beste Schätzung darstellt. Tatsächliche Steuerschulden beinhalten auch alle Steuerschulden, die als Folge der Festsetzung von Dividenden entstehen.

Latente Steuern

Latente Steuern werden auf temporäre Differenzen zwischen im Konzernabschluss angesetzten Buchwerten und den Werten der Steuerbilanz gebildet, sofern diese Differenzen in der Zukunft zu Steuerentlastungen oder -belastungen führen. Die Bewertung der latenten Steuern erfolgt dabei unter Berücksichtigung der Steuersätze und Steuervorschriften, deren Geltung im Zeitpunkt der Umkehr der Differenzen erwartet wird. Latente Steueransprüche werden nur in dem Umfang angesetzt, in dem erwartungsgemäß im Zeitpunkt der Umkehr der Differenz zu versteuerndes Einkommen bestehen wird.

Ist der zukünftige steuerliche Vorteil aus Verlustvorträgen mit hinreichender Sicherheit in künftigen Perioden nutzbar, werden hierfür latente Steueransprüche aktiviert. Latente Steueransprüche werden mit latenten Steuerschulden saldiert, soweit diese gegenüber derselben Steuerbehörde bestehen.

Geschäfts- oder Firmenwerte

Geschäfts- oder Firmenwerte, die im Rahmen der Kapitalkonsolidierung entstehen, werden gemäß den Vorschriften von IFRS 3 aktiviert und einem jährlichen Wertminderungstest unterzogen. Darüber hinaus erfolgen anlassbezogene Wertminderungsprüfungen immer dann, wenn Anhaltspunkte für eine Wertminderung vorliegen. Eine planmäßige Abschreibung erfolgt nicht.

Die Geschäfts- oder Firmenwerte werden zum Zweck der Wertminderungsprüfung derjenigen Gruppe von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zugeordnet, die voraussichtlich von den Synergien aus dem Erwerb profitiert ("goodwilltragende Einheit"). Als zahlungsmittelgenerierende Einheit wird grundsätzlich eine einzelne Filiale bzw. ein Online-Shop definiert. Obergrenze für die Allokation ist grundsätzlich das einzelne Land, das einem operativen Segment entspricht oder Teil eines solchen ist.

Wird im Rahmen eines Wertminderungstests festgestellt, dass der erzielbare Betrag der zahlungsmittelgenerierenden Gruppe von Einheiten unterhalb ihres Buchwertes liegt, so wird der zugehörige Geschäfts- oder Firmenwert erfolgswirksam wertgemindert.

Bei Vorliegen einer Wertminderung wird diese erfolgswirksam erfasst. Zur Ermittlung einer möglichen Wertminderung wird der erzielbare Betrag einer Gruppe von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten mit der Summe der zugehörigen Buchwerte verglichen. Der erzielbare Betrag ergibt sich aus dem höheren Wert aus Nutzungswert und Fair Value abzüglich Veräußerungskosten. Eine Wertminderung für den einer Gruppe von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zugeordneten Geschäfts- oder Firmenwert liegt nur dann vor, wenn der erzielbare Betrag kleiner als die Summe der relevanten Buchwerte dieser Gruppe ist. Der geminderte Wertansatz wird auch dann beibehalten, wenn in Folgeperioden die Anhaltspunkte für die Wertminderung nicht mehr bestehen.

Sonstige immaterielle Vermögenswerte

Sonstige immaterielle Vermögenswerte werden mit ihren (fortgeführten) Anschaffungskosten angesetzt. Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte werden mit den Herstellungskosten für ihre Entwicklung aktiviert. Hingegen werden die Kosten der Forschungsphase, sofern vorhanden, bei Anfall als Aufwand erfasst. Die Herstellungskosten umfassen alle der Entwicklung direkt zurechenbaren Kosten, soweit für sie kein explizites Aktivierungsverbot besteht.

Qualifizierte Vermögenswerte im Sinne des IAS 23 liegen innerhalb der Douglas-Gruppe nicht vor, Fremdkapitalkosten werden daher in die Ermittlung der Anschaffungskosten nicht einbezogen. Immaterielle Vermögenswerte mit bestimmter Nutzungsdauer werden planmäßig, linear über ihre (voraussichtliche) Nutzungsdauer abgeschrieben. Im Zugangsjahr werden diese pro rata temporis abgeschrieben.

Bei immateriellen Vermögenswerten mit unbestimmter Nutzungsdauer erfolgt keine planmäßige Abschreibung. Jährlich und bei Vorliegen von Anhaltspunkten wird überprüft, ob ein Wertminderungsbedarf besteht. Liegt ihr erzielbarer Betrag unterhalb ihres Buchwertes, werden Wertminderungen auf den beizulegenden Zeitwert vorgenommen. Die Marken "Douglas" und "Nocibé" sowie Mietrechte in Frankreich sind als Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer bilanziert.

Immaterielle Vermögenswerte, die der planmäßigen Abschreibung unterliegen, werden nur dann einem Wertminderungstest unterzogen, wenn Anhaltspunkte für eine Wertminderung vorliegen.

In den Folgejahren ist zu überprüfen, ob Anhaltspunkte vorliegen, dass eine in den Vorjahren vorgenommene Wertminderung nicht länger besteht oder sich vermindert hat. Ist dies der Fall, erfolgt eine Wertaufholung auf den erzielbaren Betrag, allerdings maximal bis auf den fortgeführten Buchwert.

Die den planmäßigen, linearen Abschreibungen der immateriellen Vermögenswerte zugrunde gelegten Nutzungsdauern werden auf Grundlage der erwarteten wirtschaftlichen Nutzungsdauern pro Anlagenklasse bestimmt und stellen sich wie folgt dar.

Anlagenklassen Jahre
Software 3-5
Mietrechte, sofern mit bestimmter Nutzungsdauer 2-15
Kundenstämme 5-10
Marken mit bestimmter Nutzungsdauer 15

Sachanlagen

Sachanlagen werden mit ihren (fortgeführten) Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt. Qualifizierte Vermögenswerte im Sinne des IAS 23 liegen innerhalb der Douglas-Gruppe nicht vor, mithin werden Fremdkapitalkosten in die Ermittlung der Anschaffungs- oder Herstellungskosten nicht einbezogen. Sachanlagen werden planmäßig, linear über ihre (voraussichtliche) Nutzungsdauer abgeschrieben. Im Zugangsjahr werden diese pro rata temporis abgeschrieben.

Liegen Anhaltspunkte für Wertminderungen vor, werden die entsprechenden Vermögenswerte einem Wertminderungstest unterzogen. Sachanlagen werden ausgebucht, wenn sie abgehen oder kein weiterer wirtschaftlicher Nutzen aus ihrer weiteren Nutzung zu erwarten ist. Der Gewinn oder Verlust aus der Ausbuchung von Sachanlagen ergibt sich aus der Differenz zwischen ihrem Nettoveräußerungs- und Buchwert.

Die den planmäßigen, linearen Abschreibungen der Sachanlagen zugrunde gelegten Nutzungsdauern werden auf Grundlage der erwarteten wirtschaftlichen Nutzungsdauern pro Anlagenklasse bestimmt und stellen sich wie folgt dar.

Anlagenklassen Jahre
Gebäude 10-50
Filialausbauten, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3-10

Leasingverhältnisse

Die Bilanzierung von Leasingverhältnissen fällt in den Anwendungsberiech des IFRS 1 6. Ein Vertrag ist oder enthält ein Leasingverhältnis, wenn er das Recht einräumt, die Nutzung eines bestimmten Vermögenswerts über einen festgelegten Zeitraum gegen Entgelt zu kontrollieren.

In der Regel tritt die Douglas-Gruppe als Leasingnehmer von Immobilien, insbesondere von Einzelhandelsfilialen auf, bisweilen, im Rahmen von Untermietverhältnissen, auch als Leasinggeber.

Gemäß IFRS 16 bilanziert der Konzern für diese Leasingverträge Nutzungsrechte und Leasingverbindlichkeiten.

Die planmäßige Abschreibung des Nutzungsrechts über die Laufzeit des Leasingverhältnisses führt zu Abschreibungsaufwand. Ferner resultiert aus der fortlaufenden Aufzinsung der Leasingverbindlichkeit Zinsaufwand.

Nutzungsrechte aus Leasingverhältnissen werden in der Bilanz gesondert ausgewiesen und unter Note Nr. 14 "Nutzungsrechte aus Leasingverhältnissen" nach Klassen von Vermögenswerten untergliedert.

Leasingverbindlichkeiten werden unter den lang- bzw. kurzfristigen sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten ausgewiesen und unter Note Nr. 27 "Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten" und Note Nr. 35 "Leasingverhältnisse" weitergehend erläutert.

Finanzinstrumente

Mit Ausnahme von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Derivaten werden alle Finanzinstrumente erstmals am Erfüllungstag erfasst. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden ab dem Zeitpunkt, zu dem sie entstanden sind, angesetzt. Derivate, die der Kategorie "erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet" zugeordnet sind, werden zum Handelstag bilanziert.

Sämtliche Finanzinstrumente sind beim erstmaligen Ansatz zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten. Werden Finanzinstrumente nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert folgebewertet, kommen hierzu Transaktionskosten, die direkt dem Erwerb oder der Ausgabe zurechenbar sind. Kurzfristige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden bei erstmaliger Erfassung zum Transaktionspreis bewertet.

Finanzielle Vermögenswerte werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet, wenn sie im Rahmen eines Geschäftsmodells ausschließlich zur Vereinnahmung der vertraglichen Zahlungsströme gehalten werden (Geschäftsmodell "Halten") und die Vertragsbedingungen an festgelegten Zeitpunkten nur zu Zins- und Tilgungszahlungen auf den ausstehenden Kapitalbetrag führen.

Schuldinstrumente werden zum beizulegenden Zeitwert im sonstigen Ergebnis bewertet, wenn sie im Rahmen eines Geschäftsmodells zur Vereinnahmung der vertraglichen Zahlungsströme sowie der Veräußerung der finanziellen Vermögenswerte gehalten werden (Geschäftsmodell "Halten und Verkaufen") und die Vertragsbedingungen an festgelegten Zeitpunkten nur zu Zins- und Tilgungszahlungen auf den ausstehenden Kapitalbetrag führen.

Beim erstmaligen Ansatz eines Eigenkapitalinvestments (bspw. einer Beteiligung), das nicht zu Handelszwecken gehalten wird, kann der Konzern unwiderruflich wählen, Folgeänderungen des beizulegenden Zeitwerts im sonstigen Ergebnis zu zeigen. Diese Wahl wird einzelfallbezogen für jedes Investment getroffen.

Alle finanziellen Vermögenswerte, die nicht zu fortgeführten Anschaffungskosten oder zum beizulegenden Zeitwert im sonstigen Ergebnis bewertet werden, werden erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet.

Finanzielle Vermögenswerte werden entweder bei Auslaufen der vertraglichen Rechte hinsichtlich der Zahlungsströme oder bei der Übertragung der wesentlichen Chancen und Risiken aus der Bilanz ausgebucht.

Finanzielle Vermögenswerte in fremder Währung werden im Zugangszeitpunkt in die funktionale Währung des erwerbenden Konzernunternehmens umgerechnet. Zu jedem Stichtag erfolgt dann eine erfolgswirksam erfasste Anpassung an den jeweiligen Stichtagskurs. Zinserträge und Zinsaufwendungen im Zusammenhang mit finanziellen Vermögenswerten werden periodengerecht innerhalb des Finanzergebnisses erfasst.

Finanzielle Verbindlichkeiten werden ausgebucht, wenn die vertraglichen Verpflichtungen erfüllt, aufgehoben oder ausgelaufen sind.

Beizulegender Zeitwert

Die zur Ermittlung des beizulegenden Zeitwertes (Fair Value) herangezogenen Inputfaktoren sind in drei Hierarchiestufen (Level 1, Level 2 und Level 3) unterteilt. Der beizulegende Zeitwert ist der Preis, zu dem am Bewertungsstichtag in einem geordneten Geschäftsvorfall im Hauptmarkt oder, wenn keiner vorhanden ist, im vorteilhaftesten Markt, zu dem der Konzern zu diesem Zeitpunkt Zugang hat, einen Vermögenswert verkauft oder eine Schuld übertragen werden würde. Der beizulegende Zeitwert einer Schuld spiegelt das Risiko einer Nichterfüllung wider. Fair Value Bewertungen, die auf Level 1-Inputfaktoren beruhen, sind Preisnotierungen auf aktiven Märkten, die für den Bewertungsgegenstand festgestellt werden können - wie beispielsweise börsennotierte Preise. Fair Value Bewertungen, die auf Faktoren beruhen, deren Bewertung sich direkt oder indirekt von beobachtbaren Marktdaten ableiten lässt, fallen in Level 2. In die verwendete Bewertungstechnik fließen alle Faktoren ein, die die Marktteilnehmer bei der Preisfindung einer solchen Transaktion berücksichtigen würden. Die Bewertung von Level 3 beruht auf Preisbildungsmodellen, welchen Inputfaktoren zugrunde gelegt werden, die am Markt nicht beobachtbar sind.

Im Douglas Konzern werden eingebettete Optionen zum Fair Value bewertet. 9 Die Fair Value Bewertung fällt in die zweite Hierarchiestufe (Level 2), da die Bewertung dieser Finanzinstrumente auf beobachtbaren Marktzinssätzen beruht.

Im Douglas Konzern werden Optionen für nicht beherrschende Anteile / Anteilseigner sowie Verbindlichkeiten aus bedingten Kaufpreiszahlungen zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. 10 Bei den der Bewertung zugrundliegenden Inputfaktoren handelt es sich um Inputfaktoren, die dem Level 2 oder Level 3 der Bewertungshierarchie zuzuordnen sind.

Fortgeführte Anschaffungskosten

Fortgeführte Anschaffungskosten werden unter Anwendung der Effektivzinsmethode abzüglich etwaiger Wertminderungen und unter Berücksichtigung von Disagien und Agien beim Erwerb ermittelt und beinhalten direkt zurechenbare Transaktionskosten und Gebühren, die einen integralen Teil des Effektivzinssatzes darstellen.

Bei kurzfristigen Vermögenswerten und Schulden wird der Buchwert aufgrund des kurzen Zeitraums zwischen Entstehung und Fälligkeit als ein angemessener Näherungswert für den beizulegenden Zeitwert betrachtet.

Folgebewertung und Gewinne und Verluste

Nettogewinne und Verluste einschließlich der Zins- und Dividendenerträge aus Finanzinstrumenten, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, werden im Gewinn oder Verlust erfasst.

Die Bewertung von Finanzinstrumenten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden, erfolgt mittels der Effektivzinsmethode. Die fortgeführten Anschaffungskosten werden durch Wertminderungsaufwendungen gemindert. Zinserträge, Währungskursdifferenzen sowie Wertminderungen werden im Gewinn oder Verlust erfasst. Gewinne oder Verluste aus der Ausbuchung werden ebenfalls im Gewinn oder Verlust erfasst.

Wertminderung finanzieller Vermögenswerte

Der Konzern bilanziert Wertberichtigungen für erwartete Kreditverluste auf finanzielle Vermögenswerte, die nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden. Für diese finanziellen Vermögenswerte - mit Ausnahme von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die einem vereinfachten Ansatz unterliegen - erfolgt bei initialer Erfassung in Stufe 1 des "Modells der erwarteten Kreditverluste" eine Ermittlung des erwarteten Kreditverlusts aus einem Ausfallereignis der auf den Bilanzstichtag folgenden zwölf Monate oder einem kürzeren Zeitraum, falls die erwartete Laufzeit zum Bilanzstichtag weniger als zwölf Monate beträgt.

9 Siehe hierzu Nr. 29 "Beizulegende Zeitwerte der Finanzinstrumente".
10 Siehe hierzu Nr. 29 "Beizulegende Zeitwerte der Finanzinstrumente".

Sofern ein signifikant gestiegenes Kreditrisiko vorliegt, erfolgt ein Transfer in die Stufe 2 des Modells. Für diese Finanzinstrumente sowie für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ist eine Ermittlung der gesamtlaufzeitbezogenen, erwarteten Kreditverluste in Stufe 2 des allgemeinen Wertberichtigungsmodells vorzunehmen. Liegen objektive Hinweise auf eine Wertminderung vor, werden die finanziellen Vermögenswerte in die Stufe 3 des Modells eingeordnet. Die Ermittlung der erwarteten Kreditverluste erfolgt hierbei auf Einzelpostenbasis in Abhängigkeit von verschiedenen Faktoren, z.B. Überfälligkeit, Kontrahenten und Länderrisiken.

Flüssige Mittel, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden, unterliegen dem allgemeinen Modell der erwarteten Kreditverluste. Da es sich bei den Gegenparteien ausschließlich um Kontrahenten mit mindestens einem Investment-Grade Rating handelt, wird von einem geringen Kreditrisiko für diese Finanzinstrumente ausgegangen.

Sofern die Voraussetzungen für ein geringes Kreditrisiko nicht erfüllt sind, bedarf es einer Einschätzung der Veränderung des Kreditrisikos. Bei der Festlegung, ob sich das Kreditrisiko eines finanziellen Vermögenswertes seit der erstmaligen Erfassung signifikant erhöht hat, und bei der Schätzung von erwarteten Kreditverlusten berücksichtigt die Kirk Beauty A GmbH angemessene Informationen, die relevant und ohne unangemessenen Zeit- und Kostenaufwand verfügbar sind. Für sonstige finanzielle Vermögenswerte, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert werden, wird das Kreditrisiko kontinuierlich auf Basis von Bond-Quotierungen und Ratings nachgehalten, wenn diese liquide verfügbar sind. Weiterhin wird, sofern ein finanzieller Vermögenswert mehr als 30 Tage überfällig ist, von einem signifikant gestiegenen Kreditrisiko ausgegangen.

Objektive Hinweise auf eine Wertminderung liegen vor, wenn die Kirk Beauty A GmbH mit nachteiligen Auswirkungen auf die erwarteten Zahlungsströme rechnet. Hierzu zählen bspw. signifikante finanzielle Schwierigkeiten des Emittenten oder Schuldners, Hinweise auf eine Insolvenz oder ein sonstiges Sanierungsverfahren sowie Verschlechterung der Marktkonditionen. In diesem Sinne gelten finanzielle Vermögenswerte als ausgefallen, wenn sie mehr als 90 Tage überfällig sind. Der Bruttobuchwert eines finanziellen Vermögenswerts wird abgeschrieben, wenn nach angemessener Schätzung nicht davon ausgegangen wird, dass der finanzielle Vermögenswert ganz oder teilweise realisierbar ist.

Aufwendungen oder Erträge aus Wertminderungen oder -aufholungen für erwartete Kreditverluste auf finanzielle Vermögenswerte werden unter dem Posten "Ergebnis aus Wertminderungen auf finanzielle Vermögenswerte" in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen. Die Wertminderungsaufwendungen für finanzielle Vermögenswerte im allgemeinen Ansatz des Modells der erwarteten Kreditverluste sind unwesentlich.

Derivative Finanzinstrumente

Die Vertragsbedingungen der Senior Secured Notes und Senior PIK Notes enthalten Rückkaufrechte der Emittenten.

Sowohl bei ihrer erstmaligen Erfassung als auch im Rahmen der Folgebewertung werden derivative Finanzinstrumente zum beizulegenden Zeitwert bilanziert. Dieser Wert kann positiv oder negativ sein, ist er positiv wird ein Vermögenswert, ist er negativ eine Schuld bilanziert. Für derivative Finanzinstrumente entspricht der beizulegende Zeitwert dem Betrag, den die Konzerngesellschaft bei Übertragung des Finanzinstruments zum Bilanzstichtag entweder erhalten würde oder zahlen müsste. Die Ermittlung des beizulegenden Zeitwertes erfolgt unter Berücksichtigung der zum Bilanzstichtag gültigen Zinssätze und Forward Rates. Derivative Finanzinstrumente werden erfolgswirksam über die Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige finanzielle Vermögenswerte

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden zum Transaktionspreis und sonstige finanzielle Forderungen zum beizulegenden Zeitwert im Zeitpunkt der Umsatzrealisierung aktiviert. Zur Folgebewertung siehe die vorangehenden Erläuterungen im Kapitel "Finanzielle Vermögenswerte" sowie Note Nr. 18 "Forderungen aus Lieferungen und Leistungen".

Zahlungsmittel

Zahlungsmittel, die Guthaben bei Kreditinstituten einschließen, werden basierend auf dem Geschäftsmodell "Halten" sowie der Erfüllung des Zahlungsstromkriteriums zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet und weisen Restlaufzeiten von maximal drei Monaten im Erwerbszeitpunkt auf.

Vorräte

Handelswaren sind mit dem niedrigeren Wert aus Anschaffungskosten und Nettoveräußerungswert bewertet. Die Anschaffungskosten wurden entweder unter Verwendung der Durchschnittskostenmethode oder vereinzelt retrograd - ausgehend vom Verkaufspreis mittels angemessener Abschläge - ermittelt. Die Anschaffungskosten werden um von Lieferanten gewährte Vergütungen gemindert, soweit es sich bei den Vergütungen nicht um Kompensation für erbrachte Leistungen oder Kostenerstattungen handelt. Zu den Anschaffungskostenminderungen zählen damit insb. Boni, Skonti und Rabatte. Fremdkapitalzinsen werden nicht in die Anschaffungskosten einbezogen, da es sich bei den Vorräten ganz überwiegend um im verkaufsfähigen Zustand erworbene Handelswaren handelt und demnach keine qualifizierten Vermögenswerte im Sinne des IAS 23 vorliegen. Der Nettoveräußerungswert ist der geschätzte, im normalen Geschäftsgang erzielbare Verkaufserlös abzüglich der geschätzten notwendigen Vertriebskosten. Neben den bei einer bestimmten weiteren Verkaufstransaktion zusätzlich anfallenden Kosten, sind auch solche Kosten in die geschätzten notwendigen Vertriebskosten einzubeziehen, die für den Verkauf unabdingbar sind.

Douglas bestimmt nach eigenem Ermessen und unter Berücksichtigung der spezifischen Tatsachen und Umstände, einschließlich der Art der Vorräte, welche Kosten für den Verkauf erforderlich sind. Absatz- sowie modische und sonstige Risiken werden, soweit erforderlich, im Rahmen der Bewertung zum Nettoveräußerungswert berücksichtigt.

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind mit dem niedrigeren Wert aus Anschaffungskosten und Nettoveräußerungswert bewertet.

Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Die Bilanzierung von Pensionsverpflichtungen erfolgt entsprechend der Vorschriften des IAS 19. Rückstellungen für leistungsorientierte Pläne werden versicherungsmathematisch mit Hilfe des Anwartschaftsbarwertverfahrens nach der Methode der laufenden Einmalprämie (Projected Unit Credit Method) berechnet. Im Rahmen dieses Bewertungsverfahrens werden neben den am Bilanzstichtag bekannten Renten und Anwartschaften auch die in der Zukunft zu erwartenden Steigerungen von Gehältern und Renten berücksichtigt. Bei fondsfinanzierten Pensionsplänen wird sowohl für die Bestimmung des Zinsaufwandes aus der Bewertung der Verpflichtung als auch für die Ermittlung des Zinsertrags aus dem Planvermögen der gleiche Zinssatz verwendet. Ergeben sich aus Änderungen dieser Rechnungsannahmen Differenzen zwischen den ursprünglich ermittelten Pensionsverpflichtungen und den zum Stichtag ermittelten Pensionsverpflichtungen, entstehen versicherungsmathematische Gewinne oder Verluste. Diese versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste sowie andere Bewertungsänderungen werden im sonstigen Ergebnis erfasst und innerhalb der Rücklagen im Eigenkapital ausgewiesen.

Zum Fair Value bewertetes Planvermögen und Schulden aus Versorgungsplänen werden saldiert dargestellt. Als Planvermögen werden qualifizierte Policen gehalten, die an Mitarbeiter verpfändet sind. Der in den Pensionsaufwendungen enthaltene Zinsanteil wird als Zinsaufwand innerhalb des Finanzergebnisses gezeigt. Weitere, den Pensionsrückstellungen ähnliche Verpflichtungen, wie Altersteilzeitvereinbarungen und Abfertigungen, werden ebenfalls gemäß den Vorschriften des IAS 19 erfasst.

Rückstellungen

Rückstellungen werden gebildet, wenn eine rechtliche oder faktische Verpflichtung gegenüber Konzernfremden besteht, die auf zurückliegenden Geschäftsvorfällen oder Ereignissen beruht, und der künftige Mittelabfluss zur Erfüllung dieser Verpflichtung zuverlässig geschätzt werden kann. Der Wertansatz der Rückstellung bemisst sich bei Einzelrisiken als wahrscheinlichster Erfüllungsbetrag unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken, bei einer großen Anzahl an Risiken als Erwartungswert. Langfristige Rückstellungen werden mit ihrem Barwert zum Bilanzstichtag in der Bilanz angesetzt. Die Fälligkeit langfristiger Personalrückstellungen ist vom Zeitpunkt des Ausscheidens der Mitarbeiter bzw. der geplanten Zahlungsmittelabflüsse abhängig. Die Fälligkeit langfristiger Rückstellungen im Mietbereich richtet sich nach der Mietvertragsdauer bzw. dem geschätzten Zeitpunkt einer vorzeitigen Beendigung des Mietverhältnisses. Rückstellungen für Rückbauverpflichtungen werden angesetzt, sofern aus vertraglichen Vereinbarungen und Erfahrungen der Vergangenheit mit einer Wahrscheinlichkeit von mehr als 50 % damit gerechnet wird, dass der Douglas Konzern aus der Verpflichtung in Anspruch genommen wird. Rückstellungen für Restrukturierungsmaßnahmen werden angesetzt, soweit zum Bilanzstichtag eine faktische Verpflichtung zur Restrukturierung entstanden ist. Diese ist dann gegeben, wenn ein detaillierter Restrukturierungsplan formal verabschiedet und in seinen wesentlichen Bestandteilen an die Betroffenen kommuniziert oder mit der Umsetzung des Plans bereits begonnen wurde. Restrukturierungsrückstellungen enthalten ausschließlich solche Ausgaben, die im Zuge der Restrukturierung zwangsweise entstehen.

Finanzielle Verbindlichkeiten

Mit Ausnahme der aus Unternehmenserwerben resultierenden bedingten Kaufpreisverpflichtungen werden finanzielle Verbindlichkeiten zunächst zum beizulegenden Zeitwert und in der Folge zu fortgeführten Anschaffungskosten in der Bilanz angesetzt. Dem Erwerb zuzurechnende Transaktionskosten werden in die Anschaffungskosten der finanziellen Verbindlichkeiten einbezogen. Besteht ein Unterschied zwischen dem ausgezahlten und dem bei Endfälligkeit zurückzuzahlenden Betrag, wird diese Differenz über die Laufzeit nach der Effektivzinsmethode amortisiert. Finanzielle Verbindlichkeiten werden ausgebucht, wenn die Verpflichtung erfüllt ist oder mit einer Inanspruchnahme nicht mehr zu rechnen ist (z.B. Verjährung). Eine finanzielle Verbindlichkeit wird auch ausgebucht, wenn die Vertragsbedingungen einer bestehenden finanziellen Verbindlichkeit oder eines Teils davon wesentlich geändert werden. Alle Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben eine Laufzeit von weniger als einem Jahr und sind unverzinslich. Die zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierten Verbindlichkeiten enthalten im Douglas Konzern Bankverbindlichkeiten, Verbindlichkeiten aus ausgegebenen Anleihen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Von der Option, finanzielle Verbindlichkeiten bei ihrem erstmaligen Ansatz als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten, wird im Douglas Konzern kein Gebrauch gemacht.

Vertragsverbindlichkeiten im Sinne des IFRS 15

Vertragsverbindlichkeiten sind zu bilanzieren, wenn der Kunde bereits die Gegenleistung erbracht hat und Douglas seine Leistungsverpflichtung zur Übertragung von Waren oder Dienstleistungen an den Kunden noch erfüllen muss. Bei Douglas sind Vertragsverbindlichkeiten im Wesentlichen abgegrenzte Umsätze aus Kundenbindungsprogrammen und dem Verkauf von Geschenkgutscheinen, ferner aus Kundenretouren. Vertragsverbindlichkeiten für die Umsatzabgrenzung von verkauften Geschenkgutscheinen sowie für die vom Kunden erworbenen Rabattoptionen werden als Sonstige Verbindlichkeiten bilanziert. Vertragsverbindlichkeiten im Zusammenhang mit der Umsatzabgrenzung von Kundenretouren werden als Finanzielle Verbindlichkeiten erfasst.

Zu weiteren Erläuterungen zu Umsatzabgrenzung bzw. Erlösrealisierung siehe das Kapitel "Ertragsrealisierung".

Zuwendungen der öffentlichen Hand

Erfolgsbezogene Zuwendungen der öffentlichen Hand werden erfasst, wenn angemessene Sicherheit darüber besteht, dass die Zuwendungen gewährt werden und das Unternehmen die damit verbundenen Bedingungen erfüllt bzw. berechtigt ist. Die Erfassung von erfolgsbasierten Zuwendungen der öffentlichen Hand, deren Gewährung im Zusammenhang mit bestimmten Aufwendungen steht, erfolgt in Abzug von diesen Aufwendungen. Die Zuwendungen werden planmäßig in der Periode erfasst, in der die Aufwendungen angesetzt wurden, die durch die Zuwendungen der öffentlichen Hand kompensiert werden sollen.

Annahmen, Schätzungen und Ermessensentscheidungen

Für die Erstellung des Konzernabschlusses sind Annahmen getroffen und Schätzungen durchgeführt sowie Ermessensentscheidungen gemacht worden, die sich auf Ausweis und Höhe der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden sowie der Aufwendungen und Erträge ausgewirkt haben.

Annahmen, Schätzungen

Informationen über Annahmen und Schätzungsunsicherheiten zum 30. September 2022, durch die ein beträchtliches Risiko entstehen kann, dass innerhalb des nächsten Geschäftsjahres eine wesentliche Anpassung der Buchwerte der ausgewiesenen Vermögenswerte und Schulden erforderlich wird, sind in den nachstehenden Anhangangaben enthalten:

Schätzungen und zugrundeliegende Annahmen mit wesentlichen Auswirkungen sind insbesondere bei den folgenden Sachverhalten getätigt worden:

Note Nr. 3 "Grundsätze der Bilanzierung und Konsolidierung", Kapitel "Akquisitionen - Erwerb Disapo": Ermittlung des beizulegenden Zeitwertes der übertragenen Gegenleistung (einschließlich bedingter Gegenleistungen) sowie Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte der identifizierbaren erworbenen Vermögenswerte und Schulden.

Note Nr. 11 "Geschäfts- oder Firmenwerte" und Note Nr. 12 "Sonstige immaterielle Vermögenswerte": Beurteilung der Werthaltigkeit von Geschäfts- oder Firmenwerten und Markenrechten mit unbestimmter Nutzungsdauer.

Note Nr. 14 "Nutzungsrechte aus Leasingverhältnissen": Bestimmung der Laufzeit von Leasingverträgen unter Berücksichtigung von Verlängerungs- und / oder Kündigungsoptionen:

Die Beurteilung, ob diese Optionen mit hinreichender Sicherheit ausgeübt werden, wirkt sich auf die Laufzeit aus und mithin auch auf die Bewertung der Leasingverbindlichkeit und des Nutzungsrechts eines Leasingvertrags.

Die tatsächlichen Werte können in Einzelfällen von den getroffenen Annahmen und Schätzungen abweichen.

Änderungen werden im Zeitpunkt der besseren Kenntnis erfolgswirksam erfasst.

Ermessensentscheidungen

Informationen über Ermessensentscheidungen bei der Anwendung der Rechnungslegungsmethoden, die die im Abschluss erfassten Beträge am wesentlichsten beeinflussen, sind in den nachstehenden Anhangangaben enthalten:

Note Nr. 2 "Grundlagen der Rechnungslegung", Kapitel "Annahme der Unternehmensfortführung als Grundlage der Rechnungslegung": Fortführungsprognose.

Die Prognose darüber, ob wesentliche Unsicherheiten bezüglich der Fortführung bestehen, ist ermessensbehaftet.

Note Nr. 2 "Grundlagen der Rechnungslegung", Kapitel "Reorganisation der Holdingstruktur": Buchwertfortführung.

Die Anwendung der Methode der Buchwertfortführung im Rahmen von Transaktionen unter gemeinsamer Beherrschung ist ermessensbehaftet.

Note Nr. 31 "Segmentberichterstattung": Aggregation von Geschäftssegmenten zu Berichtssegmenten.

Die Entscheidung darüber welche Länder zu Berichtssegmenten zusammengefasst werden, ist ermessensbehaftet.

ERGEBNIS DES GESCHÄFTSJAHRES - ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

5. Umsatzerlöse

01.10.2021-30.09.2022 01.10.2020 -30.09.2021
Mio. € Mio. €
Außenumsatz (netto) Filialen 2.478,4 1.915,3
Außenumsatz (netto) E-Commerce (einschl. Provision Partner Program) 1.199,1 1.204,4
Summe 3.677,5 3.119,6

Zur Darstellung der Umsatzerlöse nach Regionen siehe Note Nr. 31 "Segmentberichterstattung".

6. Sonstige betriebliche Erträge

01.10.2021 -30.09.2022 01.10.2020-30.09.2021
Mio. € Mio. €
Erträge aus Serviceleistungen an Dritte und Kostenerstattungen 170,6 148,4
Erträge aus Vermietung und Untervermietung 19,7 10,1
Erträge aus dem Abgang von Anlagevermögen 9,8 0,9
Erträge aus Kundenkarten 11,8 12,6
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 17,0 31,9
Erträge aus der Ausbuchung von Verbindlichkeiten 2,6 2,6
Erträge aus Versicherungsentschädigungen 6,8 2,5
Übrige sonstige Erträge 50,3 29,4
Summe 288,6 238,4

7. Personalaufwand

01.10.2021- 30.09.2022 01.10.2020 -30.09.2021
Mio. € Mio. €
Löhne und Gehälter 494,0 490,5
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 99,8 97,4
davon für Altersversorgung 3,3 3,0
Summe 593,8 587,9

Anzahl der im Geschäftsjahresdurchschnitt beschäftigten Angestellten und Auszubildenden:

01.10.2021-30.09.2022 01.10.2020-30.09.2021
Angestellte 18.038 19.096
Auszubildende 329 318
Summe 18.367 19.414

Anzahl der im Geschäftsjahresdurchschnitt beschäftigten Angestellten (ohne Auszubildende) je Berichtssegment und für die Gruppe:

01.10.2021-30.09.2022 01.10.2020-30.09.2021
DACHNL 8.235 7.948
Frankreich 3.366 3.715
Süd-Europa 3.661 4.691
Zentral-Ost-Europa 2.776 2.743
Douglas Gruppe 18.038 19.096

8. Sonstige betriebliche Aufwendungen

01.10.2021-30.09.2022 01.10.2020-30.09.2021
Mio. € Mio. €
Marketing- und Werbekosten 225,3 202,9
Warenbezogene Fracht-, Lager- und Logistikkosten 194,7 163,7
Sonstige Dienstleistungen 126,7 114,8
Mieten und Energiekosten 58,5 62,9
IT-Kosten 49,5 34,8
Kreditkarten Provisionen 18,4 15,9
Reparaturaufwendungen 10,6 10,8
Gebühren und Beiträge 13,9 14,5
Ver- und Gebrauchsmaterial 11,2 8,5
Büro- und Portokosten 9,3 9,5
Reise- und Kraftfahrzeugkosten 4,7 3,5
Übrige sonstige Aufwendungen 61,1 36,1
Summe 783,8 677,9

9. Finanzergebnis

01.10.2021- 30.09.2022 01.10.2020-30.09.2021
Anhang Nr. Mio. € Mio. €
Zinserträge aus Krediten und Forderungen 1,1 0,2
Beteiligungsergebnis 1,1 0,0
Zinsertrag aus der Aufzinsung von Leasingforderungen 0,3 0,2
Finanzertrag aus Kursdifferenzen 3,5 4,2
Ertrag aus der Bewertung von eingebetteten Optionen zum beizulegenden Zeitwert 6,7 7,9
Summe Finanzerträge 12,7 12,5
Finanzaufwand aus finanziellen Verbindlichkeiten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden -237,4 -194,5
Zinsaufwand aus der Aufzinsung von Leasingverbindlichkeiten -36,4 -41,7
Zinsaufwand aus der Aufzinsung von sonstigen Rückstellungen -0,1 -0,1
Zinsaufwand aus der Aufzinsung von Pensionsrückstellungen -0,3 -0,4
Finanzaufwand aus Optionen von nicht beherrschenden Anteilseignern 27 -3,0 -1,2
Finanzaufwand aus Kursdifferenzen -10,0 -7,4
Aufwand aus der Marktpreisbewertung von finanziellen Vermögenswerten und Schulden -31,7 0,0
Summe Finanzaufwand -318,9 -245,2
Finanzergebnis -306,2 -232,6

Der Finanzaufwand aus Optionen für nicht beherrschende Anteilseigner betrifft die den nicht beherrschenden Gesellschaftern zustehenden Ergebnisbestandteile, deren Anteile als Verbindlichkeiten dargestellt werden, weil sie entweder mit einem Optionsrecht ausgestattet sind oder es sich um Personenhandelsgesellschaften mit Sitz in Deutschland handelt, sowie den Effekt aus der Neubewertung zum Bilanzstichtag.

Zu Informationen zu Verbindlichkeiten gegenüber nicht beherrschenden Gesellschaftern siehe Note Nr. 27 "Sonstige Finanzielle Verbindlichkeiten".

Nettoergebnisse nach Bewertungskategorien

In der folgenden Tabelle wird das Nettoergebnis nach Bewertungskategorie für das Geschäftsjahr 2021/22 dargestellt:

Marktwertbewertung Währungsumrechnung Wertminderung
Mio. € Mio. € Mio. €
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Vermögenswerte
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte -25,2 0,0
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten -1,9
Nettoergebnis nach Bewertungskategorie -27,1 0,0 0,0
Vermögenswerte und Schulden aus Leasingverhältnissen
Vermögenswerte und Schulden die keine Finanzinstrumente darstellen -6,5
Finanzergebnis -27,1 -6,5 0,0
Beteiligungsergebnis Zinsertrag Zinsaufwand Nettoergebnis
Mio. € Mio. € Mio. € Mio. €
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Vermögenswerte 1,1 1,1
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten -238,5 -238,5
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte 1,1 -24,1
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten -1,9
Nettoergebnis nach Bewertungskategorie 1,1 1,1 -238,5 -263,4
Vermögenswerte und Schulden aus Leasingverhältnissen 0,3 -36,4 -36,1
Vermögenswerte und Schulden die keine Finanzinstrumente darstellen 0,1 -0,4 -6,8
Finanzergebnis 1,1 1,5 -275,3 -306,3

In der folgenden Tabelle wird das Nettoergebnis nach Bewertungskategorie für das Geschäftsjahr 2020/21 dargestellt:

Marktwertbewertung Währungsumrechnung Wertminderung
Mio. € Mio. € Mio. €
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Vermögenswerte
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte 7,9
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten -0,3
Nettoergebnis nach Bewertungskategorie 7,6 0,0 0,0
Vermögenswerte und Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen
Vermögenswerte und Schulden die keine Finanzinstrumente darstellen -3,2
Finanzergebnis 7,6 -3,2 0,0
Beteiligungsergebnis Zinsertrag Zinsaufwand Nettoergebnis
Mio. € Mio. € Mio. € Mio. €
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Vermögenswerte 0,2 0,2
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten -195,3 -195,3
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte 0,0 -0,1 7,8
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten -0,3
Nettoergebnis nach Bewertungskategorie 0,0 0,2 -195,4 -187,6
Vermögenswerte und Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen 0,2 -41,7 -41,5
Vermögenswerte und Schulden die keine Finanzinstrumente darstellen 0,0 -0,4 -3,5
Finanzergebnis 0,0 0,4 -237,5 -232,6

Wertminderungen auf Forderung aus Lieferungen und Leistungen, die der Kategorie "zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet" zuzuordnen sind - im Berichtsjahr 2,7 Mio. € - werden unverändert unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen, sofern es sich nicht um Wertminderungen handelt, die mittels des Modells der erwarteten Kreditverluste nach IFRS 9 zu bestimmen sind. Diese werden gesondert in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen.

10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

01.10.2021-30.09.2022 01.10.2020-30.09.2021
Mio. € Mio. €
Tatsächliche Ertragsteuern -35,6 -32,2
davon Inland (Deutschland) -2,3 5,2
davon Ausland -33,4 -37,4
Latente Steuern 78,8 -11,4
davon aus temporären Differenzen 11,7 -11,4
davon aus Verlustvorträgen 67,1 0,0
Summe 43,2 -43,6

Die tatsächlichen Ertragsteuern enthalten Steuererträge für Vorjahre in Höhe von 0,2 Mio. € (i. Vj. Steueraufwand von 11,8 Mio. €). Diese resultierten im Vorjahr im Wesentlichen aus Feststellungen von laufenden Betriebsprüfungen in Deutschland und in Frankreich.

Der erwartete Steuersatz (32,0 %, bestehend aus Körperschaftsteuer 15,8 % und Gewerbesteuer 16,2 %) entspricht grundsätzlich dem Steuersatz des Konzernmutterunternehmens.

Der laufende Steueraufwand hat sich infolge der Nutzung von steuerlichen Verlustvorträgen, für die keine latente Steuer angesetzt war, um 0,3 Mio. € verringert.

Der latente Steuerertrag hat sich in Folge der Neubewertung der latenten Steueransprüche auf Verlustvorträge um 67,1 Mio. € erhöht.

01.10.2021- 30.09.2022 01.10.2020- 30.09.2021
Mio. € Mio. €
Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) -357,0 -344,0
Erwarteter Steuersatz 32,0% 32,0%
Erwarteter Steuerertrag 114,2 110,1
Steuersatzeffekte inländischer und ausländischer und Steuerrechtskreise 7,6 4,4
Gewerbesteuerliche Modifikationen (Hinzurechnungen / Kürzungen) -6,2 -10,7
Periodenfremde Steueraufwendungen und -erträge 0,2 -11,8
Steuerlich nicht abzugsfähige Betriebsausgaben -39,2 -33,4
Nichtansatz latenter Steuern aus steuerlichen Verlustvorträgen -15,6 -96,3
Nutzung bisher nicht berücksichtigter Verlustvorträge 0,3 0,0
Nichtberücksichtigung von Wertberichtigungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte -76,0 0,0
Veränderungen von permanenten Differenzen -1,2 -5,2
Effekt aus dem erstmaligen Ansatz von zuvor nicht berücksichtigten latenten Steueransprüchen 61,6 0,0
Sonstiges -2,4 -0,7
Steuerertrag (i. Vj.: Steueraufwand) 43,3 -43,6

Nicht abzugsfähige Betriebsausgaben betreffen im Wesentlichen Zinsaufwendungen im Zusammenhang mit der sogenannten "Zinsschranke" in Deutschland und Frankreich.

VERMÖGENSWERTE, EIGENKAPITAL UND SCHULDEN - ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERN-BILANZ

11. Geschäfts- oder Firmenwerte

In der folgenden Tabelle wird die Entwicklung der Geschäfts- oder Firmenwerte für das Geschäftsjahr 2021/22 dargestellt:

2021/2022 2020/2021
Mio. € Mio. €
Anschaffungskosten
Beginn der Berichtsperiode 1.906,6 1.912,0
Währungsumrechnungsdifferenzen -3,8 -5,4
Veränderungen aus Unternehmenszusammenschlüssen 43,2 0,0
Ende der Berichtsperiode 1.946,0 1.906,6
Kumulierte Abschreibungen und Wertminderungen
Beginn der Berichtsperiode 678,0 678,0
Wertminderungen 231,9 0,0
Ende der Berichtsperiode 909,9 678,0
Nettobuchwerte
Ende der Berichtsperiode 1.036,1 1.228,6

Weitere Erläuterungen zu Wertminderungen finden sich unter Note Nr. 15 "Wertminderungen von Vermögenswerten nach IAS 36".

Die Währungseffekte auf den Geschäfts- oder Firmenwert entfallen auf die goodwilltragenden Einheiten Polen in Höhe von -2,7 Mio. €. (i. Vj. 4,3 Mio. €) und Ungarn in Höhe von 1,1 Mio. € (i. Vj. -1,1 Mio. €).

12. Sonstige immaterielle Vermögenswerte

In der folgenden Tabelle wird die Entwicklung der sonstigen immateriellen Vermögenswerte für das Geschäftsjahr 2021/22 dargestellt:

Markenrechte, Mietrechte und ähnl. Rechte Anzahlungen immaterielle Vermögenswerte Selbsterstellte immaterielle Vermögenswerte Selbsterstellte immaterielle Vermögenswerte in Entwicklung Summe
Mio. € Mio. € Mio. € Mio. € Mio. €
Anschaffungskosten
01.10.2021 1.159,0 2,4 43,2 9,5 1.214,1
Währungsumrechnungsdifferenzen 0,4 0,4
Veränderungen aus Unternehmenszusammenschlüssen 0,1 0,1
Zugänge 5,0 2,6 28,4 2,5 38,5
Abgänge -7,8 -0,1 -2,1 -10,0
Umgliederung zur Veräußerung gehaltener langfristiger Vermögenswerte 0,0
Umgliederungen 9,2 -1,4 0,3 -7,0 1,1
30.09.2022 1.165,9 3,6 71,8 2,9 1.244,2
Kumulierte Abschreibungen und Wertminderungen
01.10.2021 374,1 0,0 27,1 0,0 401,2
Währungsumrechnungsdifferenzen 0,3 0,3
Abschreibungen 25,1 10,0 35,1
Wertminderungen 2,0 2,0
Zuschreibungen -2,7 -2,7
Abgänge -6,5 -0,1 -6,6
Umgliederungen 9,8 -9,8 0,0
30.09.2022 402,1 0,0 27,2 0,0 429,3
Nettobuchwerte
30.09.2022 763,8 3,6 44,6 2,9 814,9

In den Mietrechten und ähnlichen Rechten sind Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer in Höhe von 734,4 Mio. € (i. Vj.729,4 Mio. €) enthalten.

In der folgenden Tabelle wird die Entwicklung der sonstigen immateriellen Vermögenswerte für das Geschäftsjahr 2020/21 dargestellt:

Markenrechte, Mietrechte und ähnl. Rechte Anzahlungen immaterielle Vermögenswerte Selbsterstellte immaterielle Vermögenswerte Selbsterstellte immaterielle Vermögenswerte in Entwicklung Summe
Mio. € Mio. € Mio. € Mio. € Mio. €
Anschaffungskosten
01.10.2020 1.145,9 4,8 27,1 0,0 1.177,8
Währungsumrechnungsdifferenzen 0,0
Zugänge 16,5 1,0 16,1 9,3 42,9
Abgänge -7,1 -7,1
Umgliederung zur Veräußerung gehaltener langfristiger Vermögenswerte -2,0 -2,0
Umgliederungen 5,7 -3,4 0,2 2,5
30.09.2021 1.159,0 2,4 43,2 9,5 1.214,1
Kumulierte Abschreibungen und Wertminderungen
01.10.2020 357,8 0,0 8,9 0,0 366,7
Währungsumrechnungsdifferenzen 0,0
Abschreibungen 19,1 18,2 37,3
Wertminderungen 5,0 5,0
Abgänge -5,8 -5,8
Umgliederung zur Veräußerung gehaltener langfristiger Vermögenswerte -2,0 -2,0
30.09.2021 374,1 0,0 27,1 0,0 401,2
Nettobuchwerte
30.09.2021 784,9 2,4 16,1 9,5 812,9

13. Sachanlagen

In der folgenden Tabelle wird die Entwicklung der Sachanlagen für das Geschäftsjahr 2021/22 dargestellt:

Grundstücke und Bauten Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung Anzahlungen auf Anlagen im Bau Summe
Mio. € Mio. € Mio. € Mio. €
Anschaffungskosten
01.10.2021 476,3 666,1 12,1 1.154,5
Währungsumrechnungsdifferenzen 0,1 -0,9 -0,2 -1,0
Veränderungen aus Unternehmenszusammen-
schlüssen 0,1 0,3 0,4
Zugänge 13,2 25,3 16,0 54,5
Abgänge -45,8 -61,9 -2,1 -109,8
Umgliederungen 4,7 1,5 -7,3 -1,1
30.09.2022 448,6 630,4 18,5 1.097,5
Kumulierte Abschreibungen und Wertminderungen
01.10.2021 370,7 563,5 0,0 934,2
Währungsumrechnungsdifferenzen 0,6 -0,6 0,0
Abschreibungen 19,1 37,2 56,3
Wertminderungen 1,3 5,9 7,2
Zuschreibungen -0,3 -1,1 -1,4
Abgänge -45,3 -61,4 -106,7
Umgliederungen 2,3 -3,5 -1,2
30.09.2022 348,4 540,0 0,0 888,4
Nettobuchwerte
30.09.2022 100,2 90,4 18,5 209,1

Das Bestellobligo für genehmigte Investitionen in Sachanlagen oder immaterielle Vermögenswerte beläuft sich zum Bilanzstichtag auf 22,2 Mio. € (i. Vj. 23,5 Mio. €).

In der folgenden Tabelle wird die Entwicklung der Sachanlagen für das Geschäftsjahr 2020/21 dargestellt:

Grundstücke und Bauten Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung Anzahlungen auf Anlagen im Bau Summe
Mio. € Mio. € Mio. € Mio. €
Anschaffungskosten
01.10.2020 502,3 681,1 21,3 1.204,7
Währungsumrechnungsdifferenzen -0,2 -0,2 -0,4
Zugänge 8,1 23,0 8,3 39,4
Abgänge -31,5 -37,8 -2,4 -71,7
Umgliederung zur Veräußerung gehaltener langfristiger Vermögenswerte -7,4 -7,6 -15,0
Umgliederungen 5,0 7,6 -15,1 -2,5
30.09.2021 476,3 666,1 12,1 1.154,5
Kumulierte Abschreibungen und Wertminderungen
01.10.2020 377,7 548,1 0,9 926,7
Fehlerkorrektur in laufender Rechnung 0,0
Währungsumrechnungsdifferenzen -0,2 -0,2 -0,4
Abschreibungen 24,2 43,2 0,2 67,6
Wertminderungen 4,6 10,5 15,1
Zuschreibungen 0,0
Abgänge -6,3 -7,8 -14,1
Umgliederung zur Veräußerung gehaltener langfristiger Vermögenswerte -29,5 -31,0 -0,2 -60,7
Umgliederungen 0,2 0,7 -0,9 0,0
30.09.2021 370,7 563,5 0,0 934,2
Nettobuchwerte
30.09.2021 105,6 102,6 12,1 220,3

14. Nutzungsrechte aus Leasingverhältnissen

In der folgenden Tabelle wird die Entwicklung der Nutzungsrechte aus Leasingverhältnissen für das Geschäftsjahr 2021/22 dargestellt:

Nutzungsrecht Immobilien Nutzungsrecht Kraftfahrzeuge Nutzungsrecht Sonstige Nutzungsrecht Anzahlungen Summe
Mio. € Mio. € Mio. € Mio. € Mio. €
Anschaffungskosten
01.10.2021 1.563,3 5,1 0,1 0,0 1.568,5
Währungsumrechnungsdifferenzen -3,0 0,1 -2,9
Veränderungen aus Unternehmenszusammenschlüssen 1,7 1,7
Zugänge 322,0 2,4 0,3 -0,2 324,5
Abgänge -143,8 -0,5 -144,3
30.09.2022 1.740,2 7,0 0,4 -0,1 1.747,5
Kumulierte Abschreibungen und Wertminderungen
01.10.2021 527,9 3,0 0,0 0,0 530,9
Währungsumrechnungsdifferenzen -1,0 -1,0
Abschreibungen 238,8 1,9 0,1 240,8
Wertminderungen 7,4 7,4
Zuschreibungen -0,9 -0,9
Abgänge -79,5 -0,4 -79,9
Umgliederung zur Veräußerung gehaltener langfristiger Vermögenswerte 0,0 0,0
Umgliederungen 1,2 1,2
30.09.2022 693,9 4,5 0,1 0,0 698,5
Nettobuchwerte
30.09.2022 1.046,3 2,5 0,3 -0,1 1.049,0

Angaben zu Leasingverhältnissen finden sich unter der Note Nr. 35 "Leasingverhältnisse".

In der folgenden Tabelle wird die Entwicklung der Nutzungsrechte aus Leasingverhältnissen für das Geschäftsjahr 2020/21 dargestellt:

Nutzungsrecht Immobilien Nutzungsrecht Kraftfahrzeuge Nutzungsrecht Sonstige Nutzungsrecht Anzahlungen Summe
Mio. € Mio. € Mio. € Mio. € Mio. €
Anschaffungskosten
01.10.2020 1.517,1 3,9 0,0 0,0 1.521,0
Währungsumrechnungsdifferenzen -0,3 0,1 -0,2
Zugänge 165,6 1,2 0,1 166,9
Abgänge -111,5 -0,1 -111,6
Umgliederung zur Veräußerung gehaltener langfristiger Vermögenswerte -7,6 -7,6
30.09.2021 1.563,3 5,1 0,1 0,0 1.568,5
Kumulierte Abschreibungen und Wertminderungen
01.10.2020 288,6 1,5 0,0 0,0 290,1
Währungsumrechnungsdifferenzen -0,2 -0,2
Abschreibungen 259,5 1,5 261,0
Wertminderungen 16,6 16,6
Zuschreibungen -1,8 -1,8
Abgänge -28,2 -28,2
Umgliederung zur Veräußerung gehaltener langfristiger Vermögenswerte -6,6 -6,6
30.09.2021 527,9 3,0 0,0 0,0 530,9
Nettobuchwerte
30.09.2021 1.035,4 2,1 0,1 0,0 1.037,6

15. Wertminderungen von Vermögenswerten nach IAS 36

Bestimmte Vermögenswerte werden gemäß IAS 36 (Wertminderungen von Vermögenswerten) jährlich oder anlassbezogen einem Wertminderungstest unterzogen. Dabei wird der Buchwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit (bzw. Gruppen von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten) dem erzielbaren Betrag der zahlungsmittelgenerierenden Einheit (bzw. Gruppen von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten) gegenübergestellt.

Geschäfts- oder Firmenwerte und immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer

Für Geschäfts- oder Firmenwerte und immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer - hier die Marken "Douglas" und "Nocibe" sowie die mit Mietverträgen verbundenen Standortvorteile in Frankreich - werden jährliche Werthaltigkeitsprüfungen durchgeführt. Diese erfolgen auf der Ebene einer Gruppe von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten. Konkret ist dies in der Regel die Organisationseinheit pro Land. Bei der Prüfung auf Werthaltigkeit wird die Summe der Buchwerte der Gruppe von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten dem erzielbaren Betrag gegenübergestellt.

Geschäfts- oder Firmenwerte

Der erzielbare Betrag für die Geschäfts- oder Firmenwerte im Douglas-Konzern wird vorrangig als Nutzungswert auf Basis diskontierter künftiger Zahlungsmittelzuflüsse ermittelt, die aus internen Planungsrechnungen abgeleitet werden.

Wesentliche Planungsprämissen sind dabei das Umsatzwachstum, Erwartungen zum bereinigten EBITDA, sowie Einschätzungen zu der ewigen Wachstumsrate und den Kapitalkosten.

Die Verteilung der Restbuchwerte der Geschäfts- oder Firmenwerte auf die berichtspflichtigen und die Geschäftssegmente ist im Folgenden dargestellt.

30.09.2022
Berichtspflichtiges Segment Geschäftssegment Land
Mio. € Mio. € Mio. €
DACHNL 511,9
DACH 311,6
Deutschland 311,6
Österreich 0,0
Niederlande 200,2 200,2
Frankreich 436,8 436,8 436,8
Süd-Europa 3,2 3,2
Italien 3,2
Portugal 0,0
Zentral-Ost-Europa 84,2 84,2
Polen 55,5
Sonstiges Zentral-Ost-Europa 28,8
Summe 1.036,1 1.036,1 1.036,1
30.09.2021
Berichtspflichtiges Segment Geschäftssegment Land
Mio. € Mio. € Mio. €
DACHNL 691,0
DACH 490,7
Deutschland 446,3
Österreich 44,4
Niederlande 200,2 200,2
Frankreich 436,8 436,8 436,8
Süd-Europa 10,8 10,8 0,0
Italien 3,2
Portugal 7,6
Zentral-Ost-Europa 90,0 90,0 0,0
Polen 58,2
Sonstiges Zentral-Ost-Europa 31,8
Summe 1.228,6 1.228,6 1.228,6

Die der Ermittlung des Nutzungswerts zugrunde gelegten Planungsrechnungen beziehen sich auf detaillierte Planungszeiträume von drei Jahren, was dem Planungssystem der Gesellschaften entspricht, daran schließt sich die ewige Rente an. Die Prämissen beruhen dabei sowohl auf Einschätzungen des Managements als auch Erfahrungswerten aus der Vergangenheit sowie auf volkswirtschaftlichen Rahmendaten.

In der Detailplanungsphase gehen wir bei den wesentlichen Geschäfts- oder Firmenwerten von folgenden landesbezogenen Entwicklungen bei Umsatz und Adjusted EBITDA aus:

Geschäftssegment Umsatz (netto) Bereinigtes EBITDA Detailplanungszeitraum (Jahre)
Deutschland deutlicher Anstieg starker Anstieg 3
Niederlande kräftiger Anstieg leichter Anstieg 3
Frankreich merklicher Anstieg leichter Anstieg 3
Polen starker Anstieg starker Anstieg 3

Alle anderen hier nicht genannten goodwilltragenden Einheiten sind hinsichtlich der Höhe der auf sie entfallenden Geschäfts- und Firmenwerte von untergeordneter Bedeutung.

In den oben beschriebenen goodwilltragenden Einheiten - Deutschland, die Niederlande, Frankreich und Polen - gehen wir grundsätzlich davon aus, dass wir aufgrund unserer Marktdurchdringung einerseits sowie durch die Umsetzung von Effizienzsteigerungsmaßnahmen andererseits künftige Anstiege der Kosten weitgehend kompensieren können. Die goodwilltragende Einheit Polen als Teil des Berichtssegment Zentral- Ost-Europa bietet ein im Vergleich zu den anderen Berichtssegmenten überproportionales Marktwachstumspotential.

Der Berechnung der ewigen Rente liegt eine risikoadjustierte Wachstumsrate von 1,0 % zu Grunde.

Zur Diskontierung der wesentlichen Geschäfts- oder Firmenwerte wurden die folgenden Kapitalisierungssätze verwendet:

30.09.2022 vor Steuern 30.09.2021 vor Steuern
% %
Deutschland 12,3 10,7
Niederlande 11,5 10,0
Frankreich 12,2 10,6
Polen 13,3 10,8

Der Wertminderungstest der Geschäfts- oder Firmenwerte führte in der Berichtsperiode 2021/22 auch aufgrund der gestiegenen Zinssätze insgesamt zu Wertminderungsaufwand in Höhe von 231,9 Mio. € (i. Vj.0,0 Mio. €).

Übersicht des Wertminderungsaufwands und des erzielbaren Betrags auf Ebene der goodwilltragenden Einheiten

01.10.2021 - 30.09.2022 Wertminderungen 30.09.2022 Erzielbarer Betrag
Mio. € Mio. €
Deutschland 177,9 467,1
Österreich 44,4 -31,7
Portugal 7,6 5,3
Kroatien 2,0 -13,6
Summe 231,9 427,1

Zusätzlich zum Impairment-Test wurden für jede goodwilltragende Einheit zwei Sensitivitätsanalysen durchgeführt. Im Rahmen der ersten Sensitivitätsanalyse wurde der Kapitalisierungszinssatz um jeweils 10,0 % angehoben. Bei der zweiten Sensitivitätsanalyse wurde ein pauschaler Abschlag von 10,0 % auf den in der Perpetuität angenommenen Free Cash Flow vorgenommen. Aus diesen Veränderungen würde sich für die goodwilltragende Einheit der Niederlande eine Wertminderung ergeben.

Der geschätzte erzielbare Ertrag der Niederlande übersteigt deren Buchwert um annähernd 18 Mio. €. Eine Erhöhung des Zinses um 6 % oder eine Verringerung des in der Perpetuität angenommenen Free Cash Flow um 7 % würde dazu führen, dass der Buchwert den erzielbaren Betrag übersteigt. Eine Verringerung der Umsatzerlöse um rund 2°% oder eine Verringerung des bereinigten EBITDA um rund 4°% (jeweils im letzten Planjahr) würde ebenfalls dazu führen, dass der Buchwert den erzielbaren Betrag übersteigt.

Marken

Die Gesellschaft geht davon aus, dass die Nutzungsdauer der Marken "Douglas" und "Nocibé" aufgrund ständiger Maßnahmen zur Markenerhaltung unbestimmt ist. Unverändert zum Vorjahr entfallen 534,4 Mio. € auf die Marke "Douglas" und 172,7 Mio. € auf die Marke "Nocibé".

Während die Marke "Nocibe" ausschließlich dem Segment Frankreich zugeordnet ist, wurde die Marke "Douglas" für Zwecke des Wertminderungstests der Geschäfts- oder Firmenwerte anhand der Umsatzerlöse (netto) den entsprechenden Geschäftssegmenten zugeordnet:

30.09.2022 Geschäftssegment 30.09.2021 Geschäftssegment
Mio. € Mio. €
DACH 262,8 257,6
Niederlande 60,6 58,7
Süd-Europa 115,6 134,2
Zentral-Ost-Europa 95,5 83,9
Summe 534,4 534,4

Die Zahlungsströme wurden mit Kapitalkosten von 7,6% für die Marke "Douglas" bzw. 8,0% für die Marke "Nocibe" abgezinst.

Für die Marken ist der erzielbare Betrag der beizulegende Zeitwert (Level 3), der nach einem anerkannten Bewertungsverfahren (Lizenzpreisanalogie) ermittelt wird. Die für die Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts der Marken herangezogenen wesentlichen Annahmen sind die Veränderung der Umsatzerlöse, der Lizenzrate sowie die Kapital kosten. Abgeleitet aus den mit der Marke generierten Ergebnisbeiträgen und einem typisierten Lizenzgeberanteil wurde auf eine umsatzbezogene Lizenzrate geschlossen und auf die markenrelevanten Umsätze unter Berücksichtigung einer Abschmelzrate über einen Gesamtzeitraum von 30 Jahren angewendet. Bei der Entwicklung der markenrelevanten Umsatzerlöse wurden im Detailplanungszeitraum die gleiche Entwicklung wie bei der Ermittlung der Nutzungswerte unterstellt. Die angenommenen Lizenzraten sind zum Vorjahr unverändert.

Mit Mietverträgen verbundene Standortvorteile

Im Segment Frankreich sind mit Mietverträgen verbundene Standortvorteile, die vom Vormieter entgeltlich erworben wurden, in Höhe von 27,8 Mio. € (i. Vj.26,5 Mio. €) aktiviert. Die Nutzungsdauer ist unabhängig von den jeweiligen Laufzeiten der Mietverträge und somit unbestimmt. Der für den Wertminderungstest heranzuziehende Wert (erzielbare Betrag) bestimmt sich aus dem höheren der beiden Beträge aus beizulegenden Zeitwert abzüglich Kosten der Veräußerung und Nutzungswert. Zur Diskontierung wurde ein Kapitalisierungssatz in Höhe von 11,3 % (i. Vj.9,4 %) vor Steuern verwendet.

Der Wertminderungstest dieser mit Mietverträgen verbundenen Standortvorteile führte in der Berichtsperiode zu einer Wertminderung in Höhe von 0,7 Mio. € (i. Vj.: 0,8 Mio. €) im Segment Frankreich.

Filialen

Auslösendes Ereignis, Filialen einem Wertminderungstest zu unterziehen, sind insbesondere negative Filialdeckungsbeiträge aufgrund einer auch Corona-bedingten rückläufigen Kundenfrequenz sowie geplante Filialschließungen.

Der erzielbare Betrag wird dabei als Nutzungswert auf Basis künftiger Cashflows ermittelt, die auf internen Planungsrechnungen basieren. Planungsprämissen sind dabei Umsatzwachstum, Rohertragserwartungen/EBITDA Erwartung, Einschätzungen über Ersatzinvestitionen in das Filialnetz, die Personalaufwandsquote sowie weitere Kostenquoten bezogen auf die einzelnen Filialen. Die Planungsrechnungen beziehen sich auf die bis zu ihrem wahrscheinlichen Ende kalkulierte Restlaufzeit der jeweiligen Mietverträge unter Einbeziehung etwaiger Verlängerungsoptionen. Der Planungszeitraum beträgt zwischen einem und fünfzehn Jahren. Der Berechnung liegen Zinssätze zwischen 8,3 % und 1 3,9 % (i. Vj. 6,1 % und 11,2 %) vor Steuern zu Grunde.

Wertminderungstests auf Filialebene als zahlungsmittelgenerierender Einheit führten zu Wertminderungsaufwand in Höhe von insgesamt 7,2 Mio. € (i. Vj. 15,1 Mio. €) und entfielen auf die im Folgenden dargestellten Berichtssegmente:

01.10.2021-30.09.2022 Berichtspflichtiges Segment 01.10.2020-30.09.2021 Berichtspflichtiges Segment
Mio. € Mio. €
DACHNL 1,8 7,3
Frankreich 0,5 0,7
Süd-Europa 3,8 5,9
Zentral-Ost-Europa 1,1 1,2
Summe 7,2 15,1

Die erzielbaren Beträge der von Wertminderungen betroffenen Filialen verteilen sich wie folgt auf die Berichtssegmente:

01.10.2021 - 30.09.2022 Berichtspflichtiges Segment
Mio. €
DACHNL 31,6
Frankreich 5,1
Süd-Europa 3,9
Zentral-Ost-Europa 0,0
Summe 40,6

16. Latente Steuern

Latente Steuern werden auf Unterschiede zwischen IFRS-Buchwert und steuerlichem Buchwert gebildet und entfallen wie folgt auf die einzelnen Bilanzpositionen.

30.09.2022 30.09.2021
Latente Steueransprüche Latente Steuerverpflichtungen Latente Steueransprüche Latente Steuerverpflichtungen
Mio. € Mio. € Mio. € Mio. €
Immaterielle Vermögenswerte 6,6 200,4 14,7 188,3
Sachanlagen 14,6 6,5 2,2 14,8
Vorräte 12,7 1,4 17,8 1,9
Finanzielle Vermögenswerte 1,9 2,0 0,7 10,6
Sonstige Vermögenswerte 2,3 0,2 4,7 1,6
Rückstellungen 25,5 2,4 38,5 5,3
Finanzielle Verbindlichkeiten 3,0 85,9 1,7 88,0
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 5,7 0,4 3,5 10,3
Verlustvorträge 77,2 10,3
Effekt aus dem erstmaligen Ansatz von zuvor nicht berücksichtigten latenten Steueransprüchen -20,2 -20,2
Buchwert der latenten Steuern vor Saldierung 129,3 299,2 73,9 320,8
Saldierung -118,4 -118,4 -46,8 -46,8
Buchwert der latenten Steuern 10,9 180,8 27,1 274,0

Die den latenten Steuern zu Grunde liegenden temporären Differenzen entfallen im Wesentlichen auf Fair Value Bewertungen sowie auf Bewertungen von finanziellen Vermögenswerten und Schulden gemäß IFRS 9. Für Pensionsrückstellungen wurden latente Steueraufwendungen in Höhe von 1,8 Mio.€ (i. Vj.minus 0,4 Mio. €) im sonstigen Ergebnis erfasst.

In Höhe von 0,3 Mio. € (Vorjahr: 0,3 Mio. €) werden bei Gesellschaften, die in der laufenden Periode oder in der Vorperiode steuerliche Verluste aufweisen, latente Steueransprüche auf in zukünftigen Perioden abzugsfähige temporäre Differenzen und Verlustvorträge gebildet, welche höher als die Ergebniseffekte aus der Auflösung bestehender zu versteuernder temporärer Differenzen sind. Infolge von strukturellen Maßnahmen und unter Berücksichtigung bestehender Planungsrechnungen ist davon auszugehen, dass die angesetzten latenten Steueransprüche in zukünftigen Perioden realisiert werden können.

Daneben bestehen zum Bilanzstichtag, 30. September 2022, weitere steuerliche Verlustvorträge in Höhe von 704,9 Mio. € (i. Vj.936,0 Mio. €), auf die keine latenten Steueransprüche angesetzt wurden bzw. auf deren Ansatz eine entsprechende Wertberichtigung erfolgte (zum Bilanzstichtag: 10,0 Mio. €).

Davon verfallen 4,5 Mio. € (i. Vj. 5,6 Mio. €) innerhalb der nächsten 5 bis 7 Jahre, die übrigen Verlustvorträge sind grundsätzlich unbegrenzt vortragsfähig. Steuerliche Verlustvorträge in Höhe von 1,4 Mio. € (i. Vj. 0,0 Mio. €), auf die keine latenten Steueransprüche angesetzt waren, wurden in der Berichtsperiode genutzt.

Gemäß IAS 12 sind latente Steuerschulden auf den Unterschiedsbetrag zwischen dem in der Konzernbilanz erfassten, anteiligen Eigenkapital einer Tochtergesellschaft und dem Beteiligungsbuchwert für die Tochtergesellschaft in der Steuerbilanz der Muttergesellschaft zu bilden (sogenannte "Outside Basis Differences"), wenn mit der Realisierung zu rechnen ist. Zum Bilanzstichtag bestehen Outside Basis Differences in Höhe von 94,6 Mio. €, für die keine latente Steuern gebildet wurden.

Darstellung der auf die temporären Differenzen nach Bilanzposten entfallende Aufwand, Ertrag oder im sonstigen Ergebnis erfasste Betrag:

2021/2022
Erfasst im Gewinn oder Verlust Erfasst im sonstigen Ergebnis
Mio. € Mio. €
Immaterielle Vermögenswerte 20,2
Sachanlagen -20,7
Vorräte 4,6
Finanzielle Vermögenswerte -9,8
Sonstige Vermögenswerte 1,0
Rückstellungen 8,3 1,8
Finanzielle Verbindlichkeiten -3,4
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten -12,1
Verlustvorträge -66,9
Summe -78,8 1,8

17. Vorräte

30.09.2022 30.09.2021
Mio. € Mio. €
Fertige Erzeugnisse und Waren 713,3 643,4
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 6,1 5,4
Geleistete Anzahlungen auf Waren 0,0 0,0
Summe 719,4 648,8

Die Abwertung auf den niedrigeren Nettoveräußerungspreis führte zu Wertminderungsaufwendungen im Geschäftsjahr 2021/22 in Höhe von 6,8 Mio. € (i. Vj. 31,4 Mio. €).

Die Vorräte stehen regelmäßig unter dem handelsüblichen Eigentumsvorbehalt.

18. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Im Geschäftsjahr 2021/22 wurden die Forderungen gegen Zahlungsdienstleister aus den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in die Finanziellen Vermögenswerte umgegliedert; das Vorjahr wurde zu besseren Vergleichszwecken entsprechend angepasst.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthalten im Wesentlichen Forderungen gegen Kunden.

Die nach dem Modell der erwarteten Kreditverluste gemäß IFRS 9 ermittelten Werte werden gesondert in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen. Die Forderungen sind sofort fällig, werden nicht verzinst und unterliegen somit keinem Zinsrisiko. Der Buchwert der Forderungen entspricht im Wesentlichen dem beizulegenden Zeitwert. Das (theoretisch) maximale Ausfallrisiko zum Bilanzstichtag entspricht dem Buchwert.

Einschätzung der erwarteten Kreditverluste

Zur Ermittlung der Wertminderungen findet eine Wertberichtigungsmatrix Anwendung, um die erwarteten Kreditverluste der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zu bemessen.

Das Ausfallrisiko wird hauptsächlich durch die individuellen Merkmale der Kunden sowie der geographischen Lage beeinflusst. Für die Berechnung der erwarteten Kreditverluste werden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit vergleichbaren Kreditrisikoeigenschaften basierend auf geographischer Lage sowie den Kundeneigenschaften in verschiedene Portfolien eingeordnet. Historische Muster für das Zahlungsverhalten und die Altersstruktur der Forderungen werden je Portfolio individuell analysiert und als Ausgangsbasis zur Ermittlung der Verlustrate herangezogen. Zusammen mit dem ausfallgefährdeten Betrag wird der erwartete Kreditverlust für jedes Portfolio und jedes Fälligkeitsband ermittelt. Nachgelagert erfolgt eine Anpassung der ermittelten Verlustrate je Portfolio, sofern signifikante Änderungen der makroökonomischen Situation erwartete werden.

Die nachfolgende Tabelle enthält Informationen über das geschätzte Ausfallrisiko und die erwarteten Kreditverluste für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zum 30. September 2022:

Verlustrate (gewichteter Durchschnitt) Bruttobuchwert Wertberichtigung Beeinträchtigte Bonität
% Mio. € Mio. €
Nicht überfällig 0,6 8,5 0,0 Nein
1-30 Tage überfällig 0,9 13,7 0,1 Nein
31-60 Tage überfällig 6,3 2,3 0,1 Nein
61-90 Tage überfällig 52,2 0,5 0,3 Nein
Mehr als 90 Tage überfällig 85,0 0,2 0,2 Ja
Summe 25,2 0,7
Nicht risikobehaftete Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 7,7 0,0
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zum 30. September 32,9 0,7

Die nachfolgende Tabelle enthält Informationen über das geschätzte Ausfallrisiko und die erwarteten Kreditverluste für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zum 30. September 2021:

Verlustrate (gewichteter Durchschnitt) Bruttobuchwert Wertberichtigung Beeinträchtigte Bonität
% Mio. € Mio. €
Nicht überfällig 0,6 8,0 0,0 Nein
1-30 Tage überfällig 0,9 13,0 0,1 Nein
31-60 Tage überfällig 6,3 2,2 0,1 Nein
61-90 Tage überfällig 52,2 0,4 0,2 Nein
Mehr als 90 Tage überfällig 85,0 0,2 0,2 Ja
Summe 23,8 0,7
Nicht risikobehaftete Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 7,3 0,0
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zum 30. September 31,1 0,7

Die Kirk Beauty A GmbH verlangt für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen keine Sicherheiten. Der Konzern hat keine Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, für die keine Wertminderungen aufgrund von Sicherheiten erfasst werden.

Entwicklung der Wertberichtigung in Bezug auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Vertragsvermögenswerte

Aufgrund von Ausfallrisiken bestehen zum Bilanzstichtag Wertberichtigungen in Höhe von 12,8 Mio. € (i.Vj. 11,2 Mio. €).

Die Entwicklung der Wertminderungen in Bezug auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Vertragsvermögenswerte wird in der folgenden Tabelle dargestellt:

2021/2022 2020/2021
Mio. € Mio. €
Stand zum 1. Oktober 11,2 18,7
Veränderung Konsolidierungskreis 1,9
Zuführung 2,7 2,3
Auflösung -1,0 -0,1
Inanspruchnahme -2,0 -9,7
Stand zum 30. September 12,8 11,2

19. Sonstige finanzielle Vermögenswerte

Die sonstigen finanziellen Vermögenswerte enthalten Forderungen gegen Lieferanten aus Boni, Rabatten und Werbekostenzuschüssen, eingebettete Optionen, Buchwerte der Beteiligungen an nicht einbezogenen Unternehmen, Forderungen aus Leasingverhältnissen, Forderungen gegen Zahlungsdienstleister und sonstige finanzielle Forderungen. Mit Ausnahme von Beteiligungen erfolgt die Klassifizierung und Bewertung der finanziellen Vermögenswerte basierend auf dem Geschäftsmodell und dem Zahlungsstromkriterium und werden innerhalb des Geschäftsmodells Halten verwaltet und das Zahlungsstromkriterium wird als erfüllt angesehen. Folglich erfolgt eine Bewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten.

Beteiligungen stellen Finanzinvestitionen in nicht notierte Eigenkapitalinstrumente dar. Zum Bilanzstichtag bestand keine Veräußerungsabsicht, in Abhängigkeit der Steuerung der Eigenkapitalinstrumente erfolgt eine Bewertung erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert.

Übersicht der sonstigen finanziellen Vermögenswerte:

30.09.2022
Gesamt Mit einer Restlaufzeit von
bis 1 Jahr mehr als 1 Jahr
Mio. € Mio. € Mio. €
Bonus/Werbekostenzuschüsse 131,9 131,9
Eingebettete Optionen 0,0 0,0
Beteiligungen 2,1 - -
Leasingforderungen 38,5 29,4 9,1
Forderungen gegen Zahlungsdienstleister 16,6 16,6
Übrige sonstige finanzielle Forderungen 5,8 5,5 0,4
Summe 195,0 183,4 9,5
30.09.2021
Gesamt Mit einer Restlaufzeit von
bis 1 Jahr mehr als 1 Jahr
Mio. € Mio. € Mio. €
Bonus/Werbekostenzuschüsse 117,5 117,5 -
Eingebettete Optionen 25,2 - 25,2
Beteiligungen 2,1 - -
Leasingforderungen 43,1 32,5 10,6
Forderungen gegen Zahlungsdienstleister 12,3 12,3
Übrige sonstige finanzielle Forderungen 9,3 8,8 0,5
Summe 209,5 171,1 36,2

Die Forderungen gegen Zahlungsdienstleister wurden aus den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in die Sonstigen finanziellen Vermögenswerte umgegliedert, das Vorjahr wurde zu besseren Vergleichszwecken entsprechend angepasst.

Forderungen aus Lieferantenboni und Werbekostenzuschüssen sind kurzfristig fällig und werden nicht verzinst.

Die Vertragsbedingungen der Senior Secured Notes sowie der Senior PIK Notes räumen dem Emittenten das Recht zum jederzeitigen Rückkauf des Darlehens ein. Bei den enthaltenen Rückkaufrechten des Emittenten handelt es sich um exotische, pfadabhängige Optionen, die finanzmathematisch als einheitliches Instrument zu bewerten sind. Auch bilanziell ist das Derivat gemäß IFRS 9 als eine Einheit zu betrachten. Zur exakten Bewertung der Rückkaufoptionen wird ein Zinsstrukturmodell verwendet, welches die Zinsentwicklung über die gesamte Laufzeit oder bis zur jeweiligen Ausübung der Optionen simuliert.

Die Vorteilhaftigkeit einer Ausübung der Rückkaufsrechte hängt von den Zinskonditionen ab, die der Emittent im Ausübungszeitpunkt für die Aufnahme einer alternativen Finanzierung erhalten würde. Als Refinanzierungszinssatz gilt hierbei der Marktzins, zu welchem sich der Emittent unter Berücksichtigung eines für den Emittenten spezifischen Risikoaufschlages finanzieren könnte. Dem entgegen steht der implizite Darlehenszins, welcher sich aus dem kontrahierten Zins ableitet. Entsprechend ist eine Ausübung der Rückkaufsrechte dann wirtschaftlich, wenn der Refinanzierungszins für eine alternative Finanzierung im Ausübungszeitpunkt unter dem implizit kontrahierten Darlehenszinssatz liegt. Somit hängt auch der beizulegende Zeitwert des eingebetteten Derivats im Wesentlichen von diesen beiden Faktoren sowie deren erwarteten Schwankungen ab.

Um die Vorteilhaftigkeit einer Ausübung zu ermitteln, werden Zinssätze und Ausfallintensitäten jeweils durch ein Ein-Faktor-Modell nach Hull und White (1990) simuliert. Eingangsparameter des Bewertungsmodells sind die Zins- und Credit Spread-Volatilitäten sowie die Zinsstruktur und CDS-Raten zum jeweiligen Bewertungsstichtag. Die Volatilität des Credit Spreads wird auf Basis der historischen Volatilität der CDS- Spreads der Ratingklasse B- bzw. CCC berücksichtigt. Die Zinsvolatilitäten ergeben sich dabei aus am Markt quotierten Swaption-Volatilitäten.

Die eingebetteten Optionen wurden zum Zeitpunkt der Refinanzierung als langfristige finanzielle Vermögenswerte in Höhe von 17,2 Mio. € aktiviert. Zum Bilanzstichtag ergab sich aus der Folgebewertung ein Bewertungsaufwand in Höhe von 25,1 Mio. € (i. Vj. Bewertungsertrag 7,9 Mio. €) welcher im Finanzergebnis ausgewiesen wird.

Alle sonstigen finanziellen Vermögenswerte werden nicht verzinst. Die Buchwerte der sonstigen finanziellen Vermögenswerte entsprechen im Wesentlichen den beizulegenden Zeitwerten.

Entwicklung der Wertberichtigung auf sonstige finanzielle Vermögenswerte

Nachfolgend ist die Analyse der sonstigen finanziellen Vermögenswerte dargestellt:

30.09.2022 30.09.2021
Mio. € Mio. €
Nicht fällig 174,3 192,4
Fällig < 30 Tage 18,8 13,3
Fällig > 30 Tage 1,9 3,8
Summe 195,0 209,5

Im Geschäftsjahr 2021/22 wurden keine Zahlungseingänge auf in Vorperioden vollständig abgeschriebene Forderungen erfasst. Das maximale Ausfallrisiko entspricht zum Bilanzstichtag den Buchwerten.

Im Folgenden werden die Wertminderung von finanziellen Vermögenswerten dargestellt, getrennt nach den Stufen des Modells für erwartete Kreditverluste:

Stufe 1 - Ausfallwahrscheinlichkeit für die nächsten zwölf Monate:

2021/2022 2020/2021
Mio. € Mio. €
Stand zum 1. Oktober 3,4 5,4
Zuführung 0,3 0,3
Auflösung -0,2 -0,5
Inanspruchnahme -0,1 -1,8
Stand zum 30. September 3,4 3,4

Stufe 2 - Ausfallwahrscheinlichkeit über die gesamte Laufzeit:

2021/2022 2020/2021
Mio. € Mio. €
Stand zum 1. Oktober 0,0 155,1
Veränderung Konsolidierungskreis 0,0 -155,1
Zuführung 0,0 0,0
Stand zum 30. September 0,0 0,0

20. Sonstige Vermögenswerte

Die sonstigen Vermögenswerte beinhalten im Wesentlichen Rechnungsabgrenzungsposten und abgegrenzte Vorauszahlungen sowie Vertragsforderungen aus Kundenretouren in Höhe von 1,7 Mio. €.

21. Zahlungsmittel

Den größten Posten innerhalb der Zahlungsmittel bilden Guthaben bei Kreditinstituten (originäre Laufzeit bis zu drei Monaten). Außerdem sind Schecks und Kassenbestände enthalten. Eine detaillierte Analyse der Veränderung ist der Kapitalflussrechnung zu entnehmen. Das maximale Ausfallrisiko entspricht zum Bilanzstichtag dem Buchwert.

Die Kirk Beauty A GmbH ordnet die liquiden Mittel dem Geschäftsmodells "Halten" zu. Aufgrund des Geschäftsmodells sowie der Erfüllung des Zahlungsstromkriteriums werden die liquiden Mittel zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Sämtliche Buchwerte entsprechen den beizulegenden Zeitwerten.

Zahlungsmittel, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden, unterliegen dem allgemeinen Ansatz des Modells der erwarteten Kreditverluste. Da die Kirk Beauty A GmbH nur Investitionen bei Gegenparteien mit mindestens einem Investment Grade Rating (BBB-) tätigt, wird für diese Finanzinstrumente von einem geringen Kreditrisiko ausgegangen. Im Rahmen der Ermittlung der erwarteten Kreditverluste für Zahlungsmittel greift die Kirk Beauty A GmbH auf sogenannte "Credit Default Swap Spreads" sowie Ratinginformationen zurück. Der ermittelte Betrag der erwarteten Kreditverluste ist unwesentlich.

Zum Bilanzstichtag waren Bankguthaben in Höhe von 184,6 Mio. € (i Vj. 1 75,0 Mio. €) zur Sicherheit für Bankdarlehen und Anleihen verpfändet. Vertragsgemäß dürfen alle Rechte und Befugnisse in Bezug auf die Konten uneingeschränkt ausgeübt werden, somit sind die verpfändeten Bankguthaben weiterhin Teil des Finanzmittelfonds. Eine Inanspruchnahme durch die Kreditgeber kann nur dann erfolgen, wenn diese mehrheitlich den Agenten beauftragen, die Schuld mit sofortiger Wirkung fällig und zahlbar zu stellen. Dies erfordert einen vorhergehenden Verstoß gegen die vertraglichen Bedingungen, welcher nicht vor Ablauf einer festgelegten Nachfrist behoben wurde.

Die Zahlungsmittel unterlagen in Höhe von 8,2 Mio. € (i. Vj.10,5 Mio. €) Verfügungsbeschränkungen.

22. Zur Veräußerung vorgesehene Vermögenswerte und einhergehende Schulden

Im Berichtsjahr wurden keine zur Veräußerung vorgesehene Vermögenswerte und einhergehende Schulden identifiziert.

Im Vorjahr 2020/21 wurden im Zusammenhang mit der Optimierung unseres Filialnetzes (Store Optimization Program bzw. SOP) in Frankeich 42 und im zum Berichtssegment Süd-Europa gehörenden Geschäftssegment Italien 1 9 zur Veräußerung vorgesehene Filialen identifiziert.

Im Berichtsjahr wurden diese zur Veräußerung vorgesehene Filialen insgesamt veräußert und ein Veräußerungserlös von 9,4°Mio.°€ erfolgswirksam unter den sonstigen betrieblichen Erträgen erfasst, wovon 2,8°Mio.°€ auf das Berichtssegment Frankreich und 6,6°Mio°€ auf das Berichtssegment Süd-Europa entfielen.

23. Eigenkapital

Kombiniertes Kapital

Bei kombinierten Abschlüssen (in diesem Fall die am 30. September 2021 endende, kombinierte Vergleichsperiode) ist ein differenzierter Eigenkapitalausweis mit separaten Posten für das gezeichnete Kapital, Kapitalrücklagen, Gewinnrücklagen, etc. wie in einem konsolidierten Konzernabschluss in der Regel nicht möglich, sodass in der Praxis zumeist ein Sammelposten ausgewiesen wird. Dies liegt insbesondere an zumeist nicht vorliegenden Mutter-Tochter-Verhältnissen, die eine Queraddition statt einer Kapitalkonsolidierung notwendig machen. Ebenfalls zu beachten ist, dass sich aus vorzunehmenden rechtlichen Umstrukturierungen, wesentliche Effekte auf das im kombinierten Abschluss ausgewiesene Nettoreinvermögen ergeben können, sodass dies in der Folge mitunter stark vom konsolidierten Eigenkapital abweichen kann.

Im kombinierten Kapital werden das nach der Reorganisation der Holdingstruktur entstandene gezeichnete Kapital und die Kapitalrücklage der Douglas GmbH sowie der Kirk Beauty SUN GmbH in Höhe von zusammen 448,8°Mio.°€ als Übergang von Konsolidierung auf Kombinierung gezeigt. Die über das gezeichnete Kapital hinausgehende Kapitalerhöhung der Gesellschafter in die Douglas GmbH im Geschäftsjahr 2020/21 in Höhe von 220,0°Mio.°€ wird gleichfalls im kombinierten Kapital ausgewiesen.

Kirk Beauty A GmbH hat für den Vorjahresausweis das Eigenkapital der Finanzierungsholding Kirk Beauty SUN GmbH mit der operativen Douglas Gruppe kombiniert. Die operative Douglas Gruppe hat bereits in der Vergangenheit bestanden, sodass im Konzernabschluss der seinerzeitigen Kirk Beauty One GmbH, sowie in der Folge im Konzernabschluss der Douglas GmbH (vormals Kirk Beauty Two GmbH) ein konsolidiertes Eigenkapital dargestellt wurde, welches für die kombinierte Vergleichsperiode sowie die kombinierte Eröffnungsbilanz herangezogen wird.

Aufgrund der überschaubaren Kombinierungsstruktur und der untergeordneten Bedeutung der Kirk Beauty SUN GmbH hat der Konzern einen zumindest teilweise differenzierten Eigenkapitalausweis (insbesondere im Hinblick auf die Gewinnrücklagen) in der kombinierten Vergleichsperiode vorgenommen.

Die PIK Notes der Kirk Beauty SUN GmbH waren bereits im Vorjahr 2020/21 über Darlehen an die Douglas GmbH weiterreicht worden und somit ohnehin schon im vorangegangenen Konzernabschluss 2020/21 enthalten. Folglich ist durch die Kombinierung im Kern eine Verbindlichkeit gegenüber verbundenen Unternehmen in eine Anleihenverbindlichkeit getauscht worden, die neben den erläuterten Eigenkapitaleffekten zu einem unwesentlicher Effekt in Höhe der Verrechnungspreis-Konsolidierung im Vorjahr führt.

Aus der Anpassung des Vorjahresabschlusses durch die Kombinierung der Kirk Beauty SUN GmbH ergeben sich folgende Effekte auf die zuvor berichteten Werte:

Anpassung der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung der Kirk Beauty A GmbH für das Vorjahr 2020/21:

01.10.2020-30.09.2021
Wie zuvor berichtet Anpassungen Angepasst
Mio. € Mio. € Mio. €
Finanzerträge 11,1 1,5 12,5
Finanzierungsaufwand -245,8 0,6 -245,2
Finanzergebnis -234,7 2,1 -232,6
EBT -341,5 2,1 -339,4
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -43,0 0,2 -42,8
Gewinn (+) oder Verlust (-) der Periode -384,5 2,3 -382,2
Den Anteilseignern des Mutterunternehmens zuzurechnen -384,5 2,3 -382,2

Anpassung der Konzern-Bilanz der Kirk Beauty A GmbH im Vorjahr zum 30.09.2021:

Aktiva

30.09.2021
Wie zuvor berichtet Anpassungen Angepasst
Mio. € Mio. € Mio. €
Langfristige Vermögenswerte
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 35,7 2,7 38,4
Latente Steueransprüche 26,3 0,0 26,3
3.361,5 2,6 3.364,2
Kurzfristige Vermögenswerte
Zahlungsmittel 240,4 0,0 240,4
1.170,6 0,0 1.170,6
Summe 4.540,5 2,7 4.543,1

Passiva

30.09.2021
Wie zuvor berichtet Anpassungen Angepasst
Mio. € Mio. € Mio. €
Eigenkapital
Gezeichnetes Kapital 0,0 0,0 -
Kapitalrücklage 668,8 -668,8 -
Kombiniertes Kapital ** - 668,8 668,8
Sonstige Rücklagen -1.652,3 0,7 -1.651,7
Eigenkapital vor Anteilen nicht beherrschender Gesellschafter -983,5 0,7 -982,9
-983,5 0,7 -982,9
Langfristiges Fremdkapital
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 3.837,2 0,6 3.837,8
Latente Steuerschulden 273,5 0,5 274,0
4.215,4 1,0 4.216,5
Kurzfristiges Fremdkapital
Kurzfristige Rückstellungen 112,6 0,0 112,6
Steuerverbindlichkeiten 100,1 1,0 101,0
1.307,1 1,0 1.308,1
Summe 4.540,5 2,7 4.543,1

**) Als "Kombiniertes Kapital" ist das dem gemeinsamen Mutterunternehmen zuzurechnende investierte Eigenkapital ausgewiesen, bestehend aus gezeichnetem Kapital und Kapitalrücklage der kombinierten Einheiten Douglas GmbH und Kirk Beauty SUN GmbH.

Gezeichnetes Kapital

Das gezeichnete Kapital der Kirk Beauty A GmbH betrug nach der bereits in der Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung dargestellten Kapitalreorganisation und dem Übergang von der Kombinierung auf die Konsolidierung zum Bilanzstichtag 48.785,00 Euro (i.Vj. Douglas GmbH: 44.350,00 Euro). Das gezeichnete Kapital von 48.785,00°Euro ist eingeteilt in 29.435 Geschäftsanteile der Gattung A und 19.350 Geschäftsanteile der Gattung B mit einem Nennbetrag zu je 1,00°Euro. Das gezeichnete Kapital wurde in voller Höhe eingezahlt.

Mit Beschluss vom 10. Dezember 2021 wurde das Stammkapital der Kirk Beauty A GmbH von 25.000°Euro um 19.350,00°Euro auf 44.350°Euro durch Ausgabe von 19.350 neuen Geschäftsanteilen zu je 1,00°Euro erhöht. Weiterhin wurde beschlossen, dass das Stammkapital in 25.000 Geschäftsanteile der Gattung A im Gesamtnennbetrag von 25.000,00°Euro mit einem Nennbetrag in Höhe von je 1,00°Euro und 19.350 Geschäftsanteile der Gattung B im Gesamtnennbetrag von 19.350,00°Euro mit einem Nennbetrag in Höhe von je 1,00°Euro eingeteilt wird. Mit Beschluss vom 30. Juni 2022 wurde das Stammkapital der Kirk Beauty A GmbH von 44.350 Euro um 4.435,00°Euro auf 48.785°Euro durch Ausgabe von 4.435 neuen Geschäftsanteilen der Gattung A zu je 1,00°Euro erhöht. Die auf diese neuen Geschäftsanteile der Gattung A entfallende Einlage wurde in Bar erbracht.

Auf Geschäftsanteile und Aufgeld der Gattung B entfällt eine Vorzugsdividende in Höhe von 2% p.a. Sofern eine Ausschüttung nicht erfolgen kann, kumuliert sich die Vorzugsdividende des jeweiligen Folgejahrs. Neben der Kumulation ist eine weitere 2%ige Steigerung auf den Erhöhungsbetrag vereinbart. Erst wenn die Vorzugsberechtigten bedient sind, sind die Geschäftsanteile der Gattung A dividendenberechtigt.

Dividenden können insgesamt nicht ausgeschüttet werden, solange verzinsliche Drittverbindlichkeiten bei der Gesellschaft bestehen oder die Gesellschaft Garantiegeberin für solche ist.

Kapitalrücklage

Die Kapitalrücklage beinhaltet über das gezeichnete Kapital hinausgehende Einlagen der Gesellschafter in die Kirk Beauty A GmbH und beträgt nach der bereits in der Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung dargestellten Kapitalreorganisation und nach dem Übergang von der Kombinierung auf die Konsolidierung 326,0 Mio. Euro.

Sonstige Rücklagen

30.09.2022 30.09.2021
Mio. € Mio. €
Gewinnrücklagen -1.607,9 -1.643,1
Rücklage für die Erfassung versicherungsmathematischer Gewinne und Verluste aus Pensionsrückstellungen 2,6 -4,1
Im sonstigen Ergebnis erfasste latente Steuern 0,2 1,5
Rücklage für Währungsumrechnungsdifferenzen -14,9 -9,7
Summe -1.619,9 -1.655,4

Anteilsbasierte Vergütungen

Managementbeteiligungsprogramm II

Am 30. Dezember 2020 wurde ein neues anteilsbasiertes Vergütungsprogramm mittels einer zweiten Management-Beteiligungsgesellschaft, der Kirk Beauty 2 Beteiligungs GmbH & Co. KG, einer direkten Gesellschafterin der Kirk Beauty A GmbH, aufgesetzt. Den Mitgliedern des Managements in Schlüsselpositionen, anderen leitenden Angestellten und weiteren Personen wurden Anteile an dieser Gesellschaft gewährt, die es ihnen ermöglichen, eine indirekte Beteiligung an der Douglas-Gruppe zu halten und somit an der erwarteten Wertsteigerung zu partizipieren. Die gewährte Beteiligung setzt sich aus Anteilen am Stammkapital der Kirk Beauty A GmbH in Höhe von 5,6 % und an einem mit 2,0 % verzinsten Gesellschafter-Darlehen der Kirk Beauty International S.A. an die Kirk Beauty A GmbH zusammen.

Da die Gesellschaften der Douglas-Gruppe nicht verpflichtet sind, den Ausgleich im Zusammenhang mit der Beteiligung an diesem Programm vorzunehmen, wird es gemäß IFRS 2.43B (b) als anteilsbasierte Vergütung mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente klassifiziert.

Die Teilnehmer können die von ihnen erworbenen Anteile nur an die Kirk Beauty International S.A. veräußern. Scheidet ein Teilnehmer aus, so ist die Kirk Beauty International S.A. berechtigt, dessen Anteile zurückzuerwerben (Call-Option).

Die Teilnehmer erhalten im Falle von vorzeitigen Anteilsveräußerungen oder im Falle eines Ausscheidens aus dem Douglas-Gruppe als "Good Leaver" Auszahlungen für einen vertraglich festgelegten Anteil des Portfolios, der bis zu dem Austrittsdatum jeweils ausübbar ist, den höheren Wert des aktuellen Marktwerts der Anteile oder des Kaufpreises abzüglich zwischenzeitlich erhaltener Rückerstattungen. Für den nicht ausübbaren Teil erhält der "Good Leaver" den geringeren Betrag aus dem aktuellen Marktwert und dem Kaufpreis abzüglich zwischenzeitlich erhaltener Rückerstattungen. Fünf Jahre nach dem festgelegten Beitrittsdatum erhält der "Good Leaver" bei Austritt 100 % des Marktwertes des jeweiligen Portfolios. Bei Ausscheiden als "Bad Leaver" erhält der Mitarbeiter jeweils den geringeren Betrag aus dem aktuellen Marktwert und dem Kaufpreis zurück.

Das Programm sieht vor, dass nach einem definierten Exit Event (wozu ein Börsengang oder eine ähnliche Transaktion gehören kann, bei der alle oder substanziell alle Vermögenswerte der Gruppe veräußert werden, so dass die derzeitigen Investoren weniger als 50 Prozent der Anteile behalten) aus dem Veräußerungserlös nach Abzug der Kosten die genannten Instrumente unter Berücksichtigung der vorgesehenen Verzinsungen bedient werden. Die Investoren sind zur Mitwirkung an einem Exit Event verpflichtet und partizipieren entsprechend des von ihnen gehaltenen Portfolios anteilig an dem Veräußerungserlös.

Um den Periodenaufwand im Sinne von IFRS 2 zu bestimmen, wurden die zu zahlenden Kaufpreise der Teilnehmer den beizulegenden Zeitwerten der gewährten Instrumente zum jeweiligen Eintrittsdatum (Tag der Gewährung) gegenübergestellt. Ergibt sich daraus, dass die Mitarbeiter die Anteile zu einem geringeren Wert als dem beizulegenden Zeitwert erworben haben, wird in Höhe der Differenz der beizulegende Zeitwert des an den Mitarbeiter gewährten Vorteils aus der Gewährung des Instruments ermittelt. Die beizulegenden Zeitwerte der einzelnen Instrumente wurden mittels Discounted Cashflow Bewertungen der Douglas-Gruppe auf Basis der zu den Eintrittsdaten gültigen Businessplänen (unter Berücksichtigung der saisonalen Entwicklung des Working Capital und der Veränderung der Nettoverschuldung) bestimmt.

Die verwendeten Kapitalkostenparameter beinhalteten den nach der Svensson-Methode ermittelten risikolosen Zins, die relevante Marktrisikoprämie sowie den auf Basis der verwendeten Peer-Group abgeleiteten durchschnittlichen unverschuldeten Betafaktor und Verschuldungsgrad. Außerdem wurde ein Credit Spread auf Basis von bereinigten durchschnittlichen Renditespannen von Anleihen mit einer Laufzeit von zehn Jahren berücksichtigt.

Der resultierende Unternehmenswert wurde anhand mehrerer Black-Scholes Modelle auf die unterschiedlichen Instrumente allokiert. Die Black-Scholes Modelle wurden jeweils mit denselben Annahmen bezüglich der risikofreien Verzinsung, der Volatilität und der erwarteten Restlaufzeit des Programms, die zum 30. Dezember 2020 auf 17 Monate festgelegt worden ist, berechnet. Im Geschäftsjahr wurde die erwartete Restlaufzeit angepasst. Zum Stichtag wird mit einem Exit Event im Juli 2024 gerechnet.

Es wurde des Weiteren angenommen, dass keine Programmteilnehmer innerhalb der Restlaufzeit aus dem Programm ausscheiden und dass keine Dividenden ausgezahlt oder Rückkaufprogramme durchgeführt werden. Die Ermittlung der Kaufpreise berücksichtigt einen Abschlag für die Nichthandelbarkeit (Discount for Lack of Marketability - "DLOM"). Der DLOM wurde mittels des Ansatzes von Finnerty bestimmt.

Die verwendeten Parameter stellen sich wie folgt dar:

Parameter 2021/2022 2020/2021
Risikoloser Zinssatz 1,5% -0,2%
Marktrisikoprämie 8,0% 7,5%
Unlevered Beta 0,9 0,9
Volatilität 28,6% 32,2%
WACC nach Steuern 9,1% 7,3%
DLOM 8,8% 8,7%

Die beizulegenden Zeitwerte der an die Mitarbeiter gewährten Vorteile bei der Erstausgabe der Instrumente ergaben sich wie folgt: Anteile am Grundkapital 18,6 Mio. € und Anteile am Gesellschafterdarlehen 0,0 Mio. €.

Der gewichtete Durchschnitt der beizulegenden Zeitwerte der den Mitarbeitern im Geschäftsjahr 2021/22 gewährten Instrumente belief sich auf 8,6 TEUR (i. Vj. 15,3 TEUR).

Der Kaufpreis der an die zum Stichtag bestehenden Planteilnehmer ausgegebenen Anteile beträgt für die Anteile am Grundkapital insgesamt 0,0 Mio. € (i. Vj. 0,0 Mio. €) und für die Anteile am Gesellschafterdarlehen 0,6 Mio. € (i. Vj. 0,5 Mio. €).

Der Gesamtwert der Vorteile aus den im Geschäftsjahr an die Mitarbeiter gewährten Anteile beträgt 7,9 Mio. € (i. Vj.18,6 Mio. €).

Die an die Mitarbeiter ausgegebenen Instrumente haben sich im Geschäftsjahr wie folgt entwickelt und betragen zum Bilanzstichtag:

2021/2022 2020/2021
Beginn der Berichtsperiode 1.214,75 0,00
Neu ausgegebene Instrumente 913,28 1.214,75
Zurückgegeben Instrumente -268,38 0,00
Ende der Berichtsperiode 1.859,65 1.214,75

Auf Grund der Klassifizierung als Equity Settled Share Based Payment Programm wird der beizulegende Zeitwert des jeweiligen Vorteils aus der Anteilsgewährung, der zum Tag der Gewährung ermittelt wurde, über den Erdienungszeitraum als Personalaufwand erfasst; die Gegenbuchung erfolgt in den Gewinnrücklagen. Aus dieser anteilsbasierten Vergütung wurde im Geschäftsjahr Personalaufwand in Höhe von 6,1 Mio. € (i. Vj. 8,1 Mio. €) erfasst.

Managementbeteiligungsprogramm I

Das erste Management-Beteiligungsprogramm, welches seit März 2016 in einer Management-Beteiligungsgesellschaft als Gesellschafterin der Kirk Beauty International S.A. besteht, wurde mit Einführung des zweiten Management-Beteiligungsprogrammes für neue Planteilnehmer geschlossen. Im Geschäftsjahr 2021/22 wurden keine neuen Planteilnehmer aufgenommen.

Das Programm räumt den bestehenden Teilnehmern die Möglichkeit ein, über eine vorgegebene Struktur mittelbar Anteile an der Kirk Beauty International S.A. zu erwerben. Die Investition der Teilnehmer beteiligt diese mittelbar an den Rückflüssen und der Wertentwicklung eines definierten Portfolios, bestehend aus einfachen Anteilen (Ordinary Shares), Vorzugsanteilen (Preferred Shares) und vorzugsberechtigten verzinslichen Eigenkapitalinstrumenten (PECs). Die Preferred Shares und die PECs sind mit definierten Verzinsungen auf das eingesetzte Kapital ausgestattet. PECs sind vorrangig zu Preferred Shares und diese wiederum vorrangig zu Ordinary Shares zu bedienen.

Die Teilnehmer können die von ihnen erworbenen Anteile nur an Kirk Beauty Investments S.A. veräußern. Scheidet ein Teilnehmer aus, so ist Kirk Beauty Investments S.A. berechtigt, dessen Anteile zurückzuerwerben (Call-Option).

Da die Gesellschaften der Douglas-Gruppe nicht verpflichtet sind, den Ausgleich der anteilsbasierten Vergütung selbst vorzunehmen, handelt es sich gem. IFRS 2.43B (b) um eine anteilsbasierte Vergütung mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente.

Die an die Mitarbeiter ausgegebenen Instrumente sind seit dem 30. September 2020 unverändert und betragen zum Bilanzstichtag:

Ordinary Shares Preferred Shares PECs
30.09.2022 652.852 1.013.792 160.719.965

Auf Grund der Klassifizierung als Equity Settled Share Based Payment Programm wird der beizulegende Zeitwert des jeweiligen Vorteils aus der Anteilsgewährung, der zum Tag der Gewährung ermittelt wurde, über den Erdienungszeitraum als Personalaufwand erfasst; die Gegenbuchung erfolgt in den Gewinnrücklagen. Aus dieser anteilsbasierten Vergütung wurde im Geschäftsjahr Personalaufwand in Höhe von 0,0 Mio. € (i. Vj.0,0 Mio. €) erfasst, da für alle bestehenden Planteilnehmer der Erdienungszeitraum vor Beginn des Berichtsjahres abgeschlossen war. Das Programm hat somit keine Auswirkungen auf die Konzern- Bilanz oder die Konzern-Gewinn- oder Verlustrechnung des Geschäftsjahres 2021/22.

24. Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Rückstellungen für Pensionen werden für kapitalgedeckte und nicht kapitalgedeckte arbeitgeberfinanzierte Verpflichtungen aus Anwartschaften und laufenden Leistungen an Mitarbeiter und frühere Mitarbeiter und deren Hinterbliebene sowie für rein arbeitnehmerfinanzierte Versorgungsverpflichtungen aus Entgeltumwandlung gebildet. Die Zusagen betreffen im Regelfall die Zahlung von vereinbarten Altersrenten als monatlicher Betrag. Die Bilanzierung dieser Verpflichtungen wird dabei entsprechend den Vorschriften von IAS19 vorgenommen. Dementsprechend erfolgt eine direkte und vollständige Erfassung versicherungsmathematischer Gewinne und Verluste über eine separate Eigenkapitalkomponente, während der Dienstzeitaufwand und die Nettozinsen auf die Nettoschuld aus leistungsorientierten Versorgungsplänen in der Konzern-Gewinn- oder Verlustrechnung erfasst werden.

Die Bewertung erfolgt auf Basis von versicherungsmathematischen Gutachten unter Verwendung der nachfolgend dargestellten Parameter:

Deutschland % Frankreich % Niederlande % Schweiz %
30.09.2022
Rechnungszinssatz 3,20 2,40 2,80 1,85
Rentensteigerungstrend 2,00 0,00 2,60 0,00
Deutschland Frankreich Niederlande Schweiz
% % % %
30.09.2021
Rechnungszinssatz 0,80 0,85 0,70 0,04
Rentensteigerungstrend 1,50 0,00 2,00 0,00

Als biometrische Rechnungsparameter wurden die Richttafeln von Dr. Heubeck aus dem Jahr 2018 oder vergleichbare länderspezifische Sterbetafeln zugrunde gelegt.

Die folgende Tabelle zeigt eine Überleitung der Defined Benefit Obligation (DBO) zur Defined Benefit Liability (DBL):

30.09.2022
Nicht kapitalgedeckte Verpflichtung Kapitalgedeckte Verpflichtung Summe
Mio. € Mio. € Mio. €
DBO 26,2 16,9 43,1
Beizulegender Zeitwert des Planvermögens -14,9 -14,9
DBL 26,2 2,0 28,2
30.09.2021
Nicht kapitalgedeckte Verpflichtung Kapitalgedeckte Verpflichtung Summe
Mio. € Mio. € Mio. €
DBO 32,5 20,8 53,3
Beizulegender Zeitwert des Planvermögens -17,3 -17,3
DBL 32,5 3,5 36,0

Die folgende Tabelle zeigt die Entwicklung der Defined Benefit Obligation:

2021/2022
Nicht kapitalgedeckte Verpflichtung Kapitalgedeckte Verpflichtung Summe
Mio. € Mio. € Mio. €
DBO zu Beginn der Berichtsperiode 32,5 20,8 53,3
Erfasst im Gewinn oder Verlust
Dienstzeitaufwand 0,3 0,4 0,7
Zinsaufwand 0,2 0,1 0,3
Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand 0,0
Plankürzungen -0,2 -0,2
0,3 0,5 0,8
Erfasst im sonstigen Ergebnis
Versicherungsmathematische Gewinne oder Verluste aus der Veränderung demografischer Annahmen 0,0 0,1 0,1
Versicherungsmathematische Gewinne oder Verluste aus der Veränderung finanzieller Annahmen -6,6 -4,9 -11,5
Versicherungsmathematische Gewinne oder Verluste aus erfahrungsbedingter Berichtigung 1,6 0,1 1,7
-5,0 -4,7 -9,7
Sonstiges
Vom Arbeitnehmer gezahlte Beiträge 0,2 0,2
Geleistete Zahlungen -1,6 -0,9 -2,5
Währungsumrechnungsdifferenzen 1,0 1,0
DBO am Ende der Berichtsperiode 26,2 16,9 43,1
2020/2021
Nicht kapitalgedeckte Verpflichtung Kapitalgedeckte Verpflichtung Summe
Mio. € Mio. € Mio. €
DBO zu Beginn der Berichtsperiode 32,5 21,2 53,7
Erfasst im Gewinn oder Verlust
Dienstzeitaufwand 0,4 0,5 0,9
Zinsaufwand 0,3 0,1 0,4
Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand -01 -O,1
Plankürzungen -0,2 -0,2
0,5 0,5 1,0
Erfasst im sonstigen Ergebnis
Versicherungsmathematische Gewinne oder Verluste aus der Veränderung demografischer Annahmen 0,0 -0,2 -0,2
Versicherungsmathematische Gewinne oder Verluste aus der Veränderung finanzieller Annahmen 0,8 0,4 1,2
Versicherungsmathematische Gewinne oder Verluste aus erfahrungsbedingter Berichtigung 0,2 -0,2 0,0
1,0 0,0 1,0
Sonstiges
Vom Arbeitnehmer gezahlte Beiträge - 0,2 0,2
Geleistete Zahlungen -1,5 -1,1 -2,6
Währungsumrechnungsdifferenzen - 0,0 0,0
DBO am Ende der Berichtsperiode 32,5 20,8 53,3

Im Folgenden ist die Entwicklung des Planvermögens dargestellt:

2021/2022 2020/2021
Mio. € Mio. €
Planvermögen zu Beginn der Periode 17,3 17,5
Erfasst im Gewinn oder Verlust
Erwarteter Ertrag aus Planvermögen 0,1 0,1
Erfasst im sonstigen Ergebnis
Ertrag aus Planvermögen ohne Zinserträge -2,9 0,3
Sonstiges
Vom Arbeitnehmer gezahlte Beiträge 0,2 0,2
Vom Arbeitgeber gezahlte Beiträge 0,2 0,2
Geleistete Zahlungen -0,9 -1,0
Währungsumrechnungsdifferenzen 0,9 0,0
Planvermögen am Ende der Periode 14,9 17,3

Der beizulegende Zeitwert des Planvermögens am Ende der Periode entfällt auf folgende Klassen von Vermögenswerten:

2021/2022 2020/2021
Mio. € Mio. €
Rückdeckungsversicherungen 9,3 11,9
Eigenkapitalinstrumente 1,6 1,8
Schuldinstrumente 1,6 1,1
Immobilien 1,4 1,2
Alternative Vermögenswerte (Private Equity, Hedgefonds, Infrastruktur) 0,6 0,4
Zahlungsmittel 0,2 0,1
Sonstige 0,2 0,8
Planvermögen am Ende der Periode 14,9 17,3

Für das folgende Geschäftsjahr 2022/23 werden Rentenzahlungen in Höhe von 2,3 Mio. € sowie Beiträge zum Planvermögen von 0,3 Mio. € erwartet. Eine Erhöhung des angegebenen Rechnungszinsfußes um 0,7 Prozentpunkte hätte eine Minderung des Barwertes der leistungsorientierten Versorgungsverpflichtung in Höhe von 3,3 Mio. € zur Folge. Im Falle einer Verminderung des angegebenen Rechnungszinsfußes um 0,7 Prozentpunkte ergäbe sich eine Erhöhung des Barwertes der Versorgungsverpflichtung in Höhe von 3,8 Mio. €. Eine Erhöhung bzw. eine Verringerung der Annahme bezüglich der erwarteten Rententrends um 0,5 Prozentpunkte hätte bei ansonsten konstanten Annahmen eine Erhöhung von 1,9 Mio. € bzw. eine Verringerung des Barwerts der Versorgungsverpflichtung von 1,1 Mio. € zur Folge. Der gewichtete Durchschnitt der Durationen aller Verpflichtungen beträgt zum Stichtag 12,3 Jahre.

Diese Leistungsorientierten Pläne belasten den Konzern mit versicherungsmathematischen Risiken, wie beispielsweise dem Langlebigkeitsrisiko, Währungsrisiko, Zinsrisiko und Markt(anlage)risiko.

Im Geschäftsjahr 2021/22 wurde ein Betrag in Höhe von 28,7 Mio. € (i. Vj. 23,6 Mio. €) für beitragsorientierte Pensionspläne geleistet.

25. Rückstellungen

Rückstellungspiegel für das Geschäftsjahr 2021/22:

Verpflichtungen aus dem Personalbereich Verpflichtungen aus dem Immobilienbereich Sonstige Rückstellungen Summe
Mio. € Mio. € Mio. € Mio. €
01.10.2021 72,8 35,2 57,0 165,0
Inanspruchnahme -42,2 -4,9 -18,5 -65,6
Auflösung -7,9 -2,9 -6,2 -17,0
Zuführung 41,3 5,7 14,9 61,9
Währungsumrechnungsdifferenz -0,2 0,0 -0,2 -0,4
30.09.2022 63,8 33,1 47,0 143,9
-- davon langfristig 11,8 28,8 5,8 46,4
-- davon kurzfristig 52,0 4,3 41,2 97,5

Die Auflösung von Rückstellungen für Verpflichtungen aus dem Personalbereich resultieren mit 6,7 Mio.€ aus nicht genutzten Prämienrückstellungen und für Sonstige Rückstellungen mit 2,6 Mio.€ aus nicht genutzten Rückstellungen für Rechtskosten.

Langfristige Rückstellungen:

Für langfristige Verpflichtungen aus dem Personalbereich wurden in erster Linie Beträge für Dienstaltersentschädigungen und für Jubiläumsverpflichtungen zurückgestellt.

In den Verpflichtungen aus dem Immobilienbereich sind im Wesentlichen Rückstellungen für Rückbauverpflichtungen enthalten. Der Anstieg von Preissteigerungsraten wird in die Prognose, der zum jeweiligen Vertragsende zu erfüllenden Rückbauverpflichtungen miteinbezogen.

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten hauptsächlich Prozesskosten.

Die Zinssätze für die Abzinsung langfristiger Rückstellungen liegen zwischen 1,9 % und 3,2 %.

Kurzfristige Rückstellungen:

Rückstellungen für Verpflichtungen aus dem Personalbereich wurden im Wesentlichen für Prämien und ferner für Abfindungen gebildet.

Verpflichtungen aus dem Immobilienbereich betreffen insbesondere Mietnebenkosten.

Die sonstigen Rückstellungen wurden hauptsächlich für Prozessrisiken und damit im Zusammenhang stehenden Prozesskosten gebildet.

Für die kurzfristigen Rückstellungen wird mit einer Inanspruchnahme im folgenden Geschäftsjahr gerechnet und mit einem Abfluss von liquiden Mitteln in ausgewiesener Höhe.

26. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

Sämtliche unter den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen ausgewiesenen Geschäftsvorfälle haben Restlaufzeiten von bis zu einem Jahr.

27. Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten

30.09.2022
Restlaufzeiten
Gesamt < 1 Jahr 1 bis 5 Jahre > 5 Jahre
Mio. € Mio. € Mio. € Mio. €
Senior Secured Notes 1.329,8 35,9 1.293,9 0,0
Senior PIK Notes 542,9 21,4 521,5 0,0
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 670,1 10,4 659,8 0,0
Leasingverbindlichkeiten 1.155,1 252,9 661,7 240,5
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter 645,1 0,0 269,6 375,5
Finanzielle Verbindlichkeiten aus Optionen nicht beherrschender Anteilseigner 5,3 5,3 0,0 0,0
Finanzielle Verbindlichkeiten aus bedingten Kaufpreiszahlungen 4,4 2,1 2,3 0,0
Finanzielle Kaufpreisverbindlichkeiten 10,9 0,0 10,9 0,0
Übrige sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 6,0 4,8 1,3 0,0
Summe Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 4.369,7 332,8 3.421,0 615,9
30.09.2021
Restlaufzeiten
Gesamt < 1 Jahr 1 bis 5 Jahre > 5 Jahre
Mio. € Mio. € Mio. € Mio. €
Senior Secured Notes 1.328,6 37,4 -2,5 1.293,6
Senior PIK Notes 497,6 0,0 0,0 497,6
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 589,5 10,8 578,6 0,0
Leasingverbindlichkeiten 1.153,2 290,7 652,4 210,1
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter 589,5 0,0 0,0 589,5
Finanzielle Verbindlichkeiten aus Optionen nicht beherrschender Anteilseigner 4,0 0,0 4,0 0,0
Finanzielle Verbindlichkeiten aus bedingten Kaufpreiszahlungen 13,5 0,2 13,3 0,0
Finanzielle Kaufpreisverbindlichkeiten 0,0 0,0 0,0 0,0
Übrige sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 3,5 2,3 1,1 0,1
Summe Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 4.179,2 341,4 1.246,9 2.590,8

Verbindlichkeiten gegenüber nicht beherrschenden Gesellschaftern

Gegenüber den nicht beherrschenden Anteilseignern einer Tochtergesellschaft mit Sitz in Bulgarien besteht die Verpflichtung, deren Anteile zu erwerben, sobald diese von den nicht beherrschenden Anteilseignern angedient werden. Zudem besteht bei einer Personenhandelsgesellschaft mit Sitz in Deutschland ein Kündigungsrecht mit der Konsequenz, dass im Falle der Kündigung die nicht beherrschenden Anteilseigner eine Abfindung in Höhe des Zeitwertes erhalten. Insgesamt ergibt sich eine Verpflichtung in Höhe von 5,3 Mio. € (i. Vj. 4,0 Mio. €) zum Bilanzstichtag.

28. Sonstige Verbindlichkeiten 11

30.09.2022
Restlaufzeiten
Gesamt < 1 Jahr 1 bis 5 Jahre > 5 Jahre
Mio. € Mio. € Mio. € Mio. €
Vertragsverbindlichkeiten: noch nicht eingelöste Gutscheine 151,7 151,7 0,0 0,0
Vertragsverbindlichkeiten: Kundenbindungsprogramme 39,6 39,6 0,0 0,0
Summe Sachleistungsverbindlichkeiten 191,3 191,3 0,0 0,0
Verbindlichkeiten Personalbereich 54,5 54,5 0,0 0,0
Abgrenzungen Lieferantenboni 2,1 2,1 0,0 0,0
Abgrenzungen Mietbereich 0,8 0,8 0,0 0,0
Übrige 21,5 16,9 4,4 0,2
Summe übrige sonstige Verbindlichkeiten 78,9 74,3 4,4 0,2
Summe sonstige Verbindlichkeiten 270,2 265,6 4,4 0,2
30.09.2021
Restlaufzeiten
Gesamt < 1 Jahr 1 bis 5 Jahre > 5 Jahre
Mio. € Mio. € Mio. € Mio. €
Vertragsverbindlichkeiten: noch nicht eingelöste Gutscheine 145,5 145,5 0,0 0,0
Vertragsverbindlichkeiten: Kundenbindungsprogramme 44,6 44,6 0,0 0,0
Summe Sachleistungsverbindlichkeiten 190,0 190,0 0,0 0,0
Verbindlichkeiten Personalbereich 51,8 51,8 0,0 0,0
Abgrenzungen Lieferantenboni 4,4 4,4 0,0 0,0
Abgrenzungen Mietbereich 1,4 1,4 0,0 0,0
Übrige 37,2 20,9 16,2 0,2
Summe übrige sonstige Verbindlichkeiten 94,8 78,4 16,2 0,2
Summe sonstige Verbindlichkeiten 284,9 268,5 16,2 0,2

Bei den unter den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesenen Vertragsverbindlichkeiten handelt es sich um abgegrenzte Umsatzerlöse aus dem Verkauf von Gutscheinen sowie aus Kundenbindungsprogrammen.

Der Posten Übrige enthält im Wesentlichen abgegrenzte Zahlungen davon insbesondere Douglas Card Provisionen in Höhe von 4,7 Mio. € (i. Vj.5,1 Mio. €).

29. Beizulegende Zeitwerte der Finanzinstrumente

Die folgenden Tabellen stellen die Buchwerte und beizulegenden Zeitwerte der Finanzinstrumente zum Stichtag dar. Es erfolgt eine Einordnung in die Kategorien gemäß IFRS 9 12 sowie in eine dreistufige Fair-Value-Hierarchie, welche die bei der Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte einbezogenen Daten nach ihrer Marktnähe gliedert.

11 Die Klassifizierung einzelner Sachverhalte wurde im Berichtsjahr von Rückstellung auf Verbindlichkeiten geändert, das Vorjahr wurde entsprechend angepasst.
12 Verwendete Abkürzungen für die Kategorien von Finanzinstrumenten gemäß IFRS 9: AC - zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet; FVtPL - erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet

Finanzinstrumente kategorisiert nach IFRS 9 zum 30.09.2022:

Nettobuchwert Kategorie (Fortgeführte) Anschaffungsk osten
Mio. € Mio. €
Finanzielle Vermögenswerte
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen* 32,9 AC
Zahlungsmittel 245,3 AC
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 195,0
-- davon Beteiligungen 2,1 FVtPL
Summe finanzielle Vermögenswerte 195,0
Finanzielle Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 634,5 AC
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 3.214,5
-- davon Senior Secured Notes 1.329,8 AC 1.329,8
-- davon Senior PIK Notes 542,9 AC 542,9
-- davon Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 670,1 AC 670,1
-- davon Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter 645,1 AC 645,1
-- davon Verbindlichkeiten aus Optionen nicht beherrschender Gesellschafter 5,3 AC 5,3
-- davon Verbindlichkeiten aus bedingten Kaufpreiszahlungen 2,1 FVtPL 2,1
Summe finanzielle Verbindlichkeiten gemäß IFRS 9 3.214,5
Leasing Verbindlichkeiten 1.155,1
Summe finanzielle Verbindlichkeiten 4.369,6
Beizulegender Zeitwert erfolgswirksam Beizulegender Zeitwert erfasst im sonstigen Ergebnis Summe Beizulegender Zeitwert Level
Mio. € Mio. € Mio. €
Finanzielle Vermögenswerte
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen*
Zahlungsmittel
Sonstige finanzielle Vermögenswerte
-- davon Beteiligungen 2,1 2,1 2
Summe finanzielle Vermögenswerte
Finanzielle Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten
-- davon Senior Secured Notes 1.001,6 1
-- davon Senior PIK Notes 323,4 2
-- davon Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 670,1 2
-- davon Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter 645,1 2
-- davon Verbindlichkeiten aus Optionen nicht beherrschender Gesellschafter 5,3 2
-- davon Verbindlichkeiten aus bedingten Kaufpreiszahlungen 2,1 3
Summe finanzielle Verbindlichkeiten gemäß IFRS 9
Leasing Verbindlichkeiten
Summe finanzielle Verbindlichkeiten

Die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte von Anleiheverbindlichkeit beruht auf quotierten Marktpreisen an aktiven Märkten (Level 1).

Bei den Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen entsprechen die beizulegenden Zeitwerte aufgrund der kurzen Laufzeit den Buchwerten.

Der beizulegende Zeitwert der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten ergibt sich grundsätzlich aus den vertraglich zulässigen erwarteten Zahlungsströmen, welche kreditrisikoadjustiert diskontiert werden. Bei der Berechnung des beizulegenden Zeitwerts aus dem syndizierten Konsortialkredit ergibt sich eine vertragsspezifische Besonderheit. Neben dem variablen EURIBOR-Basiszins erfolgen auch bezüglich der Kreditmarge regelmäßige Anpassungen in einem vertraglich festgelegten Rahmen. Die Kreditmarge wird quartalsweise in Abhängigkeit von der Entwicklung bestimmter Unternehmenskennzahlen gemäß den Bedingungen des Kreditvertrages neu eingeschätzt. Den Anpassungen liegen Kennzahlen zugrunde, die das Konsortium auch bei der Beurteilung des Kreditrisikos einbeziehen würde. Daher entsprechen die Zinserwartungen zum Stichtag weitgehend der Einschätzung für einen fairen Kreditzins.

Beteiligungen sind zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Zum Stichtag ist eine Veräußerung nicht geplant.

Zu den finanzielle Verbindlichkeiten aus Optionen nicht beherrschender Anteilseigner und bedingten Kaufpreiszahlungen siehe Note Nr. 27 "Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten" im Abschnitt "Verbindlichkeiten gegenüber nicht beherrschenden Gesellschaftern" sowie Note Nr.°3 "Grundsätze der Konsolidierung" im Kapitel "Akquisitionen - Erwerb Disapo".

Der beizulegende Zeitwert der finanziellen Verbindlichkeiten aus Optionen nicht beherrschende Anteilseigner der bulgarischen Tochtergesellschaft ermittelt sich aus dem geplanten EBITDA multipliziert mit einem festgelegten Faktor bereinigt um eine Nettoverschuldungskomponente. Eine Erhöhung des geplanten EBITDA um 10°Prozent würde zu einem rund 7°Prozent höheren beizulegenden Zeitwert führen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr führte die Anpassung auf den beizulegenden Zeitwert zu einem Finanzaufwand in Höhe von 1,2°Mio.°€.

Die beizulegenden Zeitwerte der übrigen Finanzinstrumente werden anhand der Barwerte vertraglich bestimmter Zahlungen unter Berücksichtigung landesspezifischer Zinsstrukturkurven ermittelt.

Finanzinstrumente kategorisiert nach IFRS 9 zum 30.09.2021:

Nettobuchwert Kategorie (Fortgeführte) Anschaffungsk osten
Mio. € Mio. €
Vermögenswerte
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen* 31,1 AC 31,1
Zahlungsmittel 240,4 AC 240,4
Finanzielle Vermögenswerte 209,5
-- davon eingebettete Optionen 22,5 FVtPL
-- davon Beteiligungen 2,1 FVtPL
Summe finanzielle Vermögenswerte 209,5
Finanzielle Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 484,5 AC 484,5
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 3.026,0
-- davon Senior Secured Notes 1.328,6 AC 1.328,6
-- davon Senior PIK Notes 497,6 AC 497,6
-- davon Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 589,5 AC 589,5
-- davon Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter 589,5 AC 589,5
-- davon Verbindlichkeiten aus Optionen nicht beherrschender Gesellschafter 4,0 AC 4,0
-- davon Verbindlichkeiten aus bedingten Kaufpreiszahlungen 13,5 AC 13,5
Summe finanzielle Verbindlichkeiten gemäß IFRS 9 3.026,0
Leasingverbindlichkeiten 1.153,2
Summe finanzielle Verbindlichkeiten 4.179,2
Beizulegender Zeitwert erfolgswirksam Beizulegender Zeitwert erfasst im sonstigen Ergebnis Summe Beizulegender Zeitwert Level
Mio. € Mio. € Mio. €
Vermögenswerte
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen*
Zahlungsmittel
Finanzielle Vermögenswerte
-- davon eingebettete Optionen 22,5 0,0 2
-- davon Beteiligungen 2,1 2,1 2
Summe finanzielle Vermögenswerte
Finanzielle Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten
-- davon Senior Secured Notes 1.326,1 1
-- davon Senior PIK Notes 485,1 2
-- davon Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2
-- davon Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter 589,5 2
-- davon Verbindlichkeiten aus Optionen nicht beherrschender Gesellschafter 4,0 2
-- davon Verbindlichkeiten aus bedingten Kaufpreiszahlungen 13,5 3
Summe finanzielle Verbindlichkeiten gemäß IFRS 9
Leasingverbindlichkeiten
Summe finanzielle Verbindlichkeiten

WEITERE ANHANGANGABEN

30. Kapitalflussrechnung

Die Kapitalflussrechnung zeigt, wie sich der Finanzmittelbestand im Konzern im Laufe des Geschäftsjahres durch Mittelzu- und -abflüsse verändert hat. Die Kapitalflussrechnung unterscheidet zwischen Mittelveränderungen aus operativer Geschäftstätigkeit, Investitions- und Finanzierungstätigkeit.

Der Finanzmittelbestand, zum 30. September 2022 betrug 245,3 Mio. € (i. Vj.240,4 Mio. €) und bestand ausschließlich aus Zahlungsmitteln wie in der Bilanz ausgewiesen.

Aus der operativen Geschäftstätigkeit konnten im Geschäftsjahr 2021/22 468,1 Mio. € (i. Vj. 370,2 Mio. €) generiert werden.

Veränderungen im Working Capital (ohne Verbindlichkeiten aus Investitionen in das Anlagevermögen) von 53,7 Mio. € (i. Vj. 64,7Mio. €) und Veränderungen von Vermögenswerten und Schulden, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind, in Höhe von minus 27,1 Mio. € (i. Vj. 23,2 Mio. €) zeigen die Veränderung der entsprechenden Positionen, korrigiert um Sachverhalte, die dem Investitions- oder Finanzierungsbereich zugeordnet sind.

Das Working Capital der Douglas-Gruppe umfasst den Vorratsbestand, die Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (einschließlich von im Zusammenhang mit Investitionen stehenden Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und Forderungen gegen Zahlungsdienstleister), die Forderungen aus Werbekostenzuschüssen, aus Verkaufsförderung und aus Lieferantenboni sowie die Verbindlichkeiten aus noch nicht eingelösten Warengutscheinen.

Der Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit belief sich im Berichtsjahr auf 101,5 Mio. € (i. Vj.81,8 Mio. €). Davon entfielen 24,2 Mio. Euro auf den Erwerb der Anteile an Disapo. Der geleisteten Kaufpreiszahlung von 24,5 Mio. € stehen erworbene liquide Mittel in Höhe von 0,3 Mio. € gegenüber.

Der Zahlungsmittelabfluss aus der Finanzierungstätigkeit belief sich auf 360,4 Mio. € (i. Vj. 304,1 Mio. €).

In den folgenden Tabellen wird die Überleitung der Zahlungsströme aus Finanzierungsverbindlichkeiten zu den in der Konzern-Bilanz ausgewiesenen Änderungen der Finanzverbindlichkeiten dargestellt, für das Berichtsjahr sowie für das Vorjahr 2020/21:

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten Senior Secured Notes Senior PIK Notes Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter Leasingverbindlichkeiten
Mio. € Mio. € Mio. € Mio. € Mio. €
Nettobuchwert zu Beginn der Berichtsperiode 589,5 1.328,6 497,7 589,5 1.153,2
Veränderung Konsolidierungskreis 1,7
Zinsaufwand 50,4 81,0 45,2 55,6 36,4
Währungsumrechnungsdifferenzen -2,5
Zugänge
Leasingverbindlichkeiten 324,6
Modifikationen von Leasingverbindlichkeiten -62,0
Umgliederung
Leasingverbindlichkeiten in H-F-S
Trennung eingebetteter Derivate
Sonstige Veränderungen
Veränderungen ohne Auswirkungen auf den Cashflow aus Finanzierungstätigkeit 50,4 81,0 45,2 55,6 298,2
Auszahlungen für die Tilgung von Finanzkrediten und Anleihen -0,7
Auszahlungen für die Tilgung von Leasingverbindlichkeiten -259,9
Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzkrediten und Anleihen 75,0
Gezahlte Transaktionskosten in Bezug auf Finanzkredite und Anleihen -3,6
Gezahlte Zinsen -40,5 -79,8 -36,4
Vereinnahmte Zinsen
Auswirkungen auf den Cashflow aus Finanzierungstätigkeit 30,2 -79,8 0,0 0,0 -296,3
Nettobuchwert zum Ende der Berichtsperiode 670,1 1.329,8 542,9 645,1 1.155,1
Finanzielle Verbindlichkeiten aus Optionen nicht beherrschender Gesellschafter Finanzielle Verbindlichkeiten aus bedingten Kaufpreiszahlungen Finanzielle Kaufpreisverbindlichkeiten
Mio. € Mio. € Mio. €
Nettobuchwert zu Beginn der Berichtsperiode 4,0 13,5 0,0
Veränderung Konsolidierungskreis
Zinsaufwand 2,3 0,8
Währungsumrechnungsdifferenzen
Zugänge
Leasingverbindlichkeiten
Modifikationen von Leasingverbindlichkeiten
Umgliederung
Leasingverbindlichkeiten in H-F-S
Trennung eingebetteter Derivate
Sonstige Veränderungen 0,2 2,1 10,9
Veränderungen ohne Auswirkungen auf den Cashflow aus Finanzierungstätigkeit 2,5 2,9 10,9
Auszahlungen für die Tilgung von Finanzkrediten und Anleihen -12,0
Auszahlungen für die Tilgung von Leasingverbindlichkeiten
Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzkrediten und Anleihen
Gezahlte Transaktionskosten in Bezug auf Finanzkredite und Anleihen
Gezahlte Zinsen -1,1
Vereinnahmte Zinsen
Auswirkungen auf den Cashflow aus Finanzierungstätigkeit -1,1 -12,0 0,0
Nettobuchwert zum Ende der Berichtsperiode 5,4 4,4 10,9
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten Summe finanzielle Verbindlichkeiten
Mio. € Mio. €
Nettobuchwert zu Beginn der Berichtsperiode 3,4 4.179,3
Veränderung Konsolidierungskreis 1,7
Zinsaufwand 271,7
Währungsumrechnungsdifferenzen -2,5
Zugänge
Leasingverbindlichkeiten 324,6
Modifikationen von Leasingverbindlichkeiten -62,0
Umgliederung
Leasingverbindlichkeiten in H-F-S 0,0
Trennung eingebetteter Derivate 0,0
Sonstige Veränderungen 4,1 17,3
Veränderungen ohne Auswirkungen auf den Cashflow aus Finanzierungstätigkeit 4,1 550,8
Auszahlungen für die Tilgung von Finanzkrediten und Anleihen -0,4 -13,1
Auszahlungen für die Tilgung von Leasingverbindlichkeiten -259,9
Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzkrediten und Anleihen 1,0 76,0
Gezahlte Transaktionskosten in Bezug auf Finanzkredite und Anleihen -3,6
Gezahlte Zinsen -2,4 -160,2
Vereinnahmte Zinsen 0,3 0,3
Auswirkungen auf den Cashflow aus Finanzierungstätigkeit -1,5 -360,5
Nettobuchwert zum Ende der Berichtsperiode 6,0 4.369,7
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten Senior Secured Notes und Senior Notes Senior PIK Notes Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter Kaufpreisverbindlichkeit Derivative Finanzinstrumente
Mio. € Mio. € Mio. € Mio. € Mio. €
Nettobuchwert zu Beginn der Berichtsperiode 1.838,0 637,6 0,0 0,0 2,0
Veränderung Konsolidierungskreis 545,5
Zinsaufwand 56,4 71,2 20,4 44,0
Währungsumrechnungsdifferenzen
Zugänge Leasingverbindlichkeiten
Modifikationen von Leasingverbindlichkeiten
Umgliederung Leasingverbindlichkeiten in H-F-S
Trennung eingebetteter Derivate 6,9 10,3
Sonstige Veränderungen
Veränderungen ohne Auswirkungen auf den Cashflow aus Finanzierungstätigkeit 56,4 78,1 30,7 589,5 0,0
Auszahlungen für die Tilgung von Finanzkrediten und Anleihen -1.235,9 -635,0 -2,0
Auszahlungen für die Tilgung von Leasingverbindlichkeiten
Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzkrediten und Anleihen 0,4 1.305,0 475,0
Gezahlte Transaktionskosten in Bezug auf Finanzkredite und Anleihen -23,1 -22,0 -8,0
Gezahlte Zinsen -46,3 -35,1
Vereinnahmte Zinsen
Auswirkungen auf den Cashflow aus Finanzierungstätigkeit -1.304,9 612,9 467,0 0,0 -2,0
Nettobuchwert zum Ende der Berichtsperiode 589,5 1.328,6 497,7 589,5 0,0
Leasingverbindlichkeiten Finanzielle Verbindlichkeiten aus Optionen nicht beherrschender Gesellschafter Finanzielle Verbindlichkeiten aus bedingten Kaufpreiszahlungen
Mio. € Mio. € Mio. €
Nettobuchwert zu Beginn der Berichtsperiode 1.331,7 3,7 13,5
Veränderung Konsolidierungskreis
Zinsaufwand 41,7 0,8
Währungsumrechnungsdifferenzen -0,3
Zugänge Leasingverbindlichkeiten 166,9
Modifikationen von Leasingverbindlichkeiten -91,1
Umgliederung Leasingverbindlichkeiten in H-F-S -1,1
Trennung eingebetteter Derivate
Sonstige Veränderungen 0,3
Veränderungen ohne Auswirkungen auf den Cashflow aus Finanzierungstätigkeit 116,1 1,1 0,0
Auszahlungen für die Tilgung von Finanzkrediten und Anleihen
Auszahlungen für die Tilgung von Leasingverbindlichkeiten -252,8
Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzkrediten und Anleihen
Gezahlte Transaktionskosten in Bezug auf Finanzkredite und Anleihen
Gezahlte Zinsen -41,7 -0,8
Vereinnahmte Zinsen
Auswirkungen auf den Cashflow aus Finanzierungstätigkeit -294,5 -0,8 0,0
Nettobuchwert zum Ende der Berichtsperiode 1.153,2 4,0 13,5
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten Summe finanzielle Verbindlichkeiten
Mio. € Mio. €
Nettobuchwert zu Beginn der Berichtsperiode 3,6 3.830,1
Veränderung Konsolidierungskreis 545,5
Zinsaufwand 234,5
Währungsumrechnungsdifferenzen -0,3
Zugänge Leasingverbindlichkeiten 166,9
Modifikationen von Leasingverbindlichkeiten -91,1
Umgliederung Leasingverbindlichkeiten in H-F-S -1,1
Trennung eingebetteter Derivate 17,2
Sonstige Veränderungen 1,5 1,8
Veränderungen ohne Auswirkungen auf den Cashflow aus Finanzierungstätigkeit 1,5 873,3
Auszahlungen für die Tilgung von Finanzkrediten und Anleihen -0,1 -1.873,0
Auszahlungen für die Tilgung von Leasingverbindlichkeiten -252,8
Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzkrediten und Anleihen 0,1 1.780,5
Gezahlte Transaktionskosten in Bezug auf Finanzkredite und Anleihen -53,1
Gezahlte Zinsen -2,0 -125,9
Vereinnahmte Zinsen 0,3 0,3
Auswirkungen auf den Cashflow aus Finanzierungstätigkeit -1,7 -524,0
Nettobuchwert zum Ende der Berichtsperiode 3,4 4.179,3

31. Segmentberichterstattung

Grundsätzliches

Als eine der führenden Fachhandelsgruppen in Europa betreibt die Douglas-Gruppe 1.704 Parfümerie-Fachgeschäfte (zuzüglich 133 Franchisefilialen) sowie eine Vielzahl von Online-Shops in 27 europäischen Ländern, in welchen vor allem Parfümerie-, Kosmetik-, Pflegeprodukte und Nahrungsergänzungsmittel an Endkunden verkauft werden. Das Geschäft wird nach einem Omni-Channel- bzw. Plattformansatz betrieben, über den das Filial- und Onlinegeschäft so verzahnt wird, dass die Kunden aus beiden Kanälen bestmöglich bedient werden können.

DACHNL Frankreich
01.10.2021-30.09.2022 01.10.2020- 30.09.2021 01.10.2021- 30.09.2022 01.10.2020-30.09.2021
Bereinigte Filialumsätze (netto) Mio. € 981,0 650,9 615,9 516,8
Bereinigte E-Commerce Umsätze (netto) Mio. € 843,9 848,3 165,4 182,5
Summe Mio. € 1.824,9 1.499,2 781,2 699,3
Süd-Europa
01.10.2021-30.09.2022 01.10.2020-30.09.2021
Bereinigte Filialumsätze (netto) Mio. € 480,5 480,7
Bereinigte E-Commerce Umsätze (netto) Mio. € 86,0 79,6
Summe Mio. € 566,5 560,3
Zentral-Ost-Europa Summe Berichtssegmente
01.10.2021-30.09.2022 01.10.2020-30.09.2021 01.10.2021-30.09.2022 01.10.2020-30.09.2021
Bereinigte Filialumsätze (netto) 362,6 266,8 2.439,9 1.915,2
Bereinigte E-Commerce Umsätze (netto) 100,7 94,0 1.196,0 1.204,4
Summe 463,3 360,8 3.635,9 3.119,6

Hauptentscheidungsträger sowie Berichts- und Geschäftssegmente

Die Identifizierung der Berichts- und Geschäftssegmente erfolgt auf Basis der Organisations- und Entscheidungsstruktur und der Inhalte der internen Berichterstattung an den Hauptentscheidungsträger.

Hauptentscheidungsträger im Sinne des IFRS 8 ist die Geschäftsführung der Kirk Beauty A GmbH, die die Douglas-Gruppe steuert und die auf höchster Ebene die Zuteilung von Ressourcen auf die Geschäftssegmente verantwortet und deren Ertragskraft bewertet und überwacht.

Die interne Organisations- und Berichterstattung ist regional strukturiert. Unterhalb des Hauptentscheidungsträgers wird das operative Geschäft durch regionale Segmentmanager verantwortet, welche ihrerseits an den Hauptentscheidungsträger berichten. Folglich erfolgt auch die Steuerung und Überwachung durch den Hauptentscheidungsträger auf Ebene dieser Regionen die ein oder mehrere Länder umfassen.

Im Vergleich zum Vorjahr 2020/21 hat sich die Segmentstruktur zum 1. Oktober 2021 geändert. Diese umfasst nun die Berichtssegmente DACHNL, Frankreich, Süd-Europa und Zentral-Ost-Europa.

Das berichtspflichtige Segment DACHNL, setzt sich aus dem Geschäftssegment "DACH" - bestehend aus Deutschland, Österreich und der Schweiz - sowie aus dem Geschäftssegment Niederlande zusammen.

Das Geschäftssegment Süd-Europa wird die Länder Italien, Spanien und Portugal umfassen.

Das Geschäftssegment Frankreich sowie das Geschäftssegment Ost-Europa sind in ihrer Zusammensetzung unverändert. Ferner sind die den Zentralbereichen zugehörigen zentralen Funktionskosten (Corporate Overhead Costs), die in der Segmentberichterstattung des Vorjahres 2020/21 im vormaligen Berichtssegment Deutschland enthalten waren, keinem Segment mehr zugeordnet, sondern separat angegeben.

Im Geschäftsjahr 2021/22 war die Douglas Gruppe in die folgenden Geschäftssegmente strukturiert:

DACH

Niederlande

Frankreich

Süd-Europa

Zentral-Ost-Europa

Disapo ist Teil des Geschäftssegments DACH und erzielt den ganz überwiegenden Teil des Umsatzes im Inland. In Frankreich tritt die Gruppe mit ihrer eigenen Marke "Nocibé" auf.

Geschäftssegmente können anhand vergleichbarer wirtschaftlicher Merkmale und Kriterien zu berichtspflichtigen Segmenten zusammengefasst werden. Dazu zählen neben den gegenwärtigen und auch zukünftig erwarteten durchschnittlichen Rohertrags- und (Adjusted) EBITDA-Margen die Art der Produkte und Dienstleistungen, der Kundenkreis, die Vertriebsorganisation, die Lieferanten- bzw. Einkaufsstruktur, die Marktposition und das regulatorische Umfeld.

Im Geschäftsjahr 2021/22 waren die Geschäftssegmente DACH und NL zu dem berichtspflichtigen Segment DACHNL zusammengefasst.

In den Zentralbereichen auf Ebene der Konzernzentrale der Douglas-Gruppe in Deutschland sind Funktionen angesiedelt, die wesentliche Teile der Wertschöpfungskette enthalten. Dies sind, neben den übergeordneten klassischen Steuerungs- und Verwaltungsbereichen, insbesondere auch die Zentralbereiche des Einkaufs und Marketings, die Eigenmarkenentwicklung (sog. Own Brands) und das internationale E-Commerce, welches insbesondere für die strategische Ausrichtung und Entwicklung der Online Shops bzw. digitalen Plattformen im Rahmen unserer #FORWARDBEAUTY.DigitalFirst Strategie zuständig ist. Die aus dem Eigenmarkengeschäft erwirtschafteten Roherträge wurden in die Segmente allokiert, während Warenbestands- und Produkterfolgsrisiken hauptsächlich im Zentralbereich verblieben. Die in diesen Zentralbereichen anfallenden Funktionskosten (sog. Corporate Headquarter Costs), sind keinem Segment allokiert, sondern werden separat angegeben.

Segmentsteuerungsgröße

Die bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren, über welche die Segmente beurteilt und die Ressourcenallokation gesteuert wird, sind Wachstum (bereinigter Umsatz (netto)) und Ertragskraft (bereinigtes EBITDA). Darüber hinaus werden weitere Finanzkennzahlen zur Steuerung verwendet, namentlich Umsatz, EBITDA, Free Cashflow, Rohertrag bzw. Rohertragsmarge einschließlich der Veränderung des Umlaufvermögens sowie Angaben für Investitionen in das Anlagevermögen bestehend aus Immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen.

Der internen Steuerungslogik folgende werden die auf Segmentebene vorgenommenen Verrechnungen von internen Lizenzkosten und ähnlichen Kosten, die aus dem Segment DACH an die Segmente Niederlande, Süd-West- und Ost-Europa belastet werden, für die Darstellung der Segment-EBITDAs und der bereinigten Segment-EBITDAs nicht berücksichtigt. Daher tragen die Regionensegmente keine Marken- und IT- Lizenzkosten, obwohl diese von der zentralen Markenpflege und IT-Ausstattung profitieren.

Das für Steuerungszwecke verwendete Adjusted EBITDA ergibt sich aus dem berichteten EBITDA vor Anwendung des IFRS 16, daher vor der Kapitalisierung wesentlicher Leasingaufwendungen und -erträge, und bereinigt um jene Sachverhalte, die nach Auffassung und Entscheidung des Managements der Kirk Beauty A GmbH nicht regelmäßig wiederkehrend, außergewöhnlich oder aber zur internen Steuerung ungeeignet sind. Entsprechendes gilt für den finanziellen Leistungsindikator "bereinigter Umsatz".

Mit Beginn des kommenden Geschäftsjahres 2022/23 erfolgt die Segmentberichterstattung zum (bereinigten) EBITDA, im Einklang mit der geänderten internen Berichterstattung und Planung, erstmals unter Berücksichtigung des IFRS 16 "Leasingverhältnisse". Demnach werden wesentliche Teile der Leasingaufwendungen, überwiegend aus der Anmietung unserer Filialen, Lager und Geschäftsräume, als Nutzungsrechte aus Leasingverhältnissen aktiviert und planmäßig abgeschrieben. Dies wird zu einer Verlagerung von Mietaufwendungen aus den sonstigen betrieblichen Aufwendungen in die Abschreibungen und korrespondierend zu einer wesentlichen Erhöhung des (bereinigten) EBITDA führen.

Bereinigungen

Erstmals wurde auch Umsatz im Zusammenhang mit Restrukturierungen bzw. Schließungen oder Veräußerungen von Filialgruppen bereinigt.

Die EBITDA-bezogenen Bereinigungen sind grundsätzlich in die folgenden Kategorien unterteilt: "Kaufpreisallokation (PPA)", "Restrukturierungskosten und Abfindungen", "Beratungsaufwendungen" und "Sonstige Bereinigungen". Zum Vorjahr unverändert sind bestimmte in Verbindung mit der COVID-19 Pandemie stehende Aufwendungen und Erträge nach Auffassung des Managements ebenfalls zu bereinigen und in der Kategorie "COVID-19 Effekte" separat ausgewiesen worden. Ferner werden Bereinigungen von im Rahmen des Store Optimization Program (SOP) angefallenen Aufwendungen aufgrund ihrer Wesentlichkeit separat ausgewiesen.

Überleitung vom bereinigten Umsatz (netto) auf den Umsatz (netto)

01.10.2021 - 30.09.2022 01.10.2020-30.09.2021
Mio. € Mio. €
Bereinigter Umsatz (netto) 3.649,9 3.119,6
Bereinigungen von Umsatz (netto) aus Restrukturierungen -27,5 0,0
Umsatz (netto) 3.677,5 3.119,6

Die Bereinigungen betreffen im Wesentlichen das Berichtssegment Süd-Europa.

Überleitung vom bereinigten EBITDA auf das EBITDA

01.10.2021-30.09.2022 01.10.2020-30.09.2021
Mio. € Mio. €
Bereinigtes EBITDA 325,5 217,8
Kaufpreisallokation (PPA) -0,4 4,1
Restrukturierungskosten und Abfindungen 32,8 0,3
Beratungsaufwendungen 29,4 8,0
Sonstige Bereinigungen 3,8 6,9
Wertminderung von Vorräten 0,0 8,2
COVID-19 Effekte -4,1 97,2
Store Optimization Program (SOP) 11,1 78,3
Summe Bereinigungen des EBITDA 72,5 203,1
EBITDA vor Anwendung des IFRS 16 253,0 14,7
Leasingaufwendungen und -erträge gemäß ehemals IAS 17 die nach IFRS 16 zu kapitalisieren sind -277,0 -276,6
EBITDA 530,0 291,3

Die jeweiligen Kategorien umfassen im Wesentlichen die folgenden Sachverhalte:

• Kaufpreisallokation (PPA):

Ergebniswirksame EBITDA-Effekte aus der Amortisation von im Zusammenhang mit Unternehmenserwerben aufgedeckten stillen Reserven.

• Restrukturierungskosten und Abfindungen:

Aufwendungen im Zusammenhang mit dem Verkauf oder der Beendigung eines Geschäftsbereichs, der Schließung oder dem Verkauf einer Gruppe von Filialen, wesentliche Änderungen in der Struktur des Managements oder grundlegenden Reorganisationen. Im Rahmen dessen sind insbesondere Aufwendungen in Form von Abfindungen und Lohnfortzahlungen ohne Neubesetzung der Stelle, ferner bei Führungspositionen auf nationaler oder Gruppenebene unabhängig von der Neubesetzung der Stelle zu nennen.

Im Berichtsjahr umfassten diese insbesondere Restrukturierungsaufwendungen aus weiteren Filialschließungen im Berichtssegment Süd-Europa.

• Beratungsaufwendungen:

Im Zusammenhang mit Strategieprojekten, Akquisitionen und Finanzierungen.

Im Berichtsjahr fielen diese insbesondere mit unserem strategischen Logistikprojekt "One Warehouse All Channels" (OWAC) an.

• Sonstige Bereinigungen:

Sonstige nicht regelmäßig wiederkehrende, außergewöhnliche oder aber zur internen Steuerung ungeeignete Sachverhalte. Insbesondere sind zu nennen: Restrukturierungsaufwendungen, die nicht personalbezogen sind, Integrationskosten, Erträge aus der Auflösung von vormals adjustierten Rückstellungen, Aufwendungen im Rahmen von Management-Beteiligungsprogrammen, Infrastruktur bzw. Reorganisationskosten.

Im Berichtsjahr enthielten die sonstigen Bereinigungen im Wesentlichen Kosten aus dem Managementbeteiligungsprogramm II in Höhe von 6,1 Mio. € sowie gegenläufig Effekte, insbesondere aus der Bereinigung von Wertaufholungen ehemals wertgeminderter Filialen.

• COVID-19 Effekte

Mit dem Abklingen der COVID-19 Pandemie im GJ2021/22 resultierten die COVID-19 Effekte überwiegend aus rückwirkend gewährten Mietreduktionen und staatlichen Unterstützungen (Im Vorjahr enthielten die COVID-19 Bereinigungen insbesondere personelle und mietbezogene Leerkosten im Zusammenhang mit unseren geschlossenen Filialen sowie sonstige zusätzliche Kosten, die durch die Coronavirus-Pandemie verursacht wurden).

Store Optimization Program (SOP)

Aufwendungen im Zusammenhang mit der Optimierung unseres Filialnetzes.

Im Berichtsjahr resultierten diese aus weiteren Filialschließungen und entfielen im Wesentlichen auf Miete und Personal.

Überleitung der Segment-Leistungsindikatoren Umsatz (netto), Bereinigter Umsatz (netto), EBITDA, Bereinigtes EBITDA und CAPEX zur Gruppe

Umsatz (netto) 01.10.2021-30.09.2022 01.10.2020-30.09.2021
Mio. € Mio. €
Summe Berichtssegmente 3.665,5 3.120,0
Innenumsatz (netto) 1,9 0,6
Corporate Headquarter 0,2 0,2
Wechselkurs- und andere Effekte 9,8 -1,1
Douglas Gruppe 3.677,5 3.119,6
Bereinigter Umsatz (netto) 01.10.2021-30.09.2022 01.10.2020-30.09.2021
Mio. € Mio. €
Summe Berichtssegmente 3.638,0 3.120,0
Innenumsatz (netto) 1,9 0,6
Corporate Headquarter 0,2 0,2
Wechselkurs- und andere Effekte 9,8 -1,1
Douglas Gruppe 3.649,9 3.119,6
Bereinigtes EBITDA 01.10.2021-30.09.2022 01.10.2020-30.09.2021
Mio. € Mio. €
Summe Berichtssegmente 449,9 325,1
Corporate Headquarter -126,5 -109,4
Wechselkurs- und andere Effekte 2,0 2,1
Douglas Gruppe 325,5 217,8
CAPEX 01.10.2021-30.09.2022 01.10.2020- 30.09.2021
Mio. € Mio. €
Summe Berichtssegmente 62,9 44,5
Corporate Headquarter 30,1 37,8
Wechselkurs- und andere Effekte 0,0 0,0
Douglas Gruppe 93,0 82,3

Übrige Erläuterungen zur Segmentberichterstattung

Außenumsätze repräsentieren den Umsatz mit konzernfremden Dritten. Innenumsätze stellen den Umsatz zwischen einzelnen Segmenten dar. Die Zuordnung der Segmentumsätze erfolgt nach dem Sitz der verkaufenden Gesellschaft. Verrechnungen zwischen Segmenten erfolgen grundsätzlich zu Preisen, wie sie auch mit fremden Dritten erfolgt wären.

Als Segmentvermögen werden dem Hauptentscheidungsträger im Rahmen der monatlichen Berichterstattung lediglich die Vorratsbestände der einzelnen Segmente gemeldet. Segmentvorräte umfassen bezogene Waren sowie Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und geleistete Anzahlungen auf Vorräte.

Segmentinvestitionen beziehen sich auf Zugänge zu sonstigen immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen.

Langfristige Vermögenswerte:

30.09.2022 30.09.2021
Mio. € Mio. €
Deutschland 1.439,7 1.492,0
Frankreich 824,7 826,7
Übriges Ausland 844,7 980,7
Summe 3.109,1 3.299,5

Die segmentübergreifend dargestellten langfristigen Vermögenswerte umfassen die im In- bzw. Ausland befindlichen immateriellen Vermögenswerte, Sachanlagen und Nutzungsrechte aus Leasingverhältnissen. Ausgenommen wurden langfristige finanzielle Vermögenswerte und latente Steueransprüche. Segmentschulden werden dem Hauptentscheidungsträger nicht regelmäßig berichtet.

32. Management der finanzwirtschaftlichen Risiken

Das Finanzmanagement der Kirk Beauty A GmbH ist für die Finanzierung des Konzerns verantwortlich und unterstützt die Entscheidungsträger der in- und ausländischen Konzerngesellschaften bei allen finanzwirtschaftlichen Fragestellungen.

Die für den Konzern relevanten finanzwirtschaftlichen Risiken wie Liquiditätsrisiken, Zinsänderungsrisiken, Ausfallrisiken und Risiken aus Zahlungsstromschwankungen werden adäquat durch das Finanzmanagement der Kirk Beauty A GmbH gesteuert und überwacht.

Liquiditätsrisiko

Zu den Liquiditätsrisiken siehe auch die Angaben unter Note Nr. 2 "Grundlagen der Rechnungslegung" im Kapitel "Annahme der Unternehmensfortführung als Grundlage der Rechnungslegung".

Grundsätzlich stehen dem Konzern verschiedene Quellen zur Finanzierung des operativen Geschäftes, der Investitionen und möglicher Akquisitionen zur Verfügung. Hierzu zählen die bestehenden liquiden Mittel, der operative Cashflow sowie Bankkredite und Anleihen.

Alle inländischen Tochtergesellschaften sowie die wesentlichen ausländischen Tochtergesellschaften sind in ein Cash-Management-System (Cash Pooling) eingebunden. Durch die Zusammenfassung der Finanzvolumina werden kurzfristige Liquiditätsüberschüsse einzelner Konzerngesellschaften zur Finanzierung des Geldbedarfs anderer Konzerngesellschaften genutzt. Dies trägt zu einer Reduzierung des Fremdfinanzvolumens und einer Optimierung der Geldanlagen bei und hat somit positive Auswirkungen auf das Zinsergebnis des Konzerns.

Zur Überwachung des Liquiditätsrisikos wurde innerhalb der Douglas Gruppe eine umfassende Liquiditätsplanung mit konzernweit harmonisiertem Verfahren eingerichtet. Diese direkte Liquiditäts- und Cashflow-Planung beinhaltet eine wöchentliche, rollierende bottom-up Planung über mindestens 13 Wochen.

Zum Bilanzstichtag existieren neben den Gesellschafterdarlehen die in der folgenden Tabelle angegebenen wesentlichen Finanzierungsquellen und -konditionen:

Finanzierungsvolumen Zins Fälligkeit
Mio. € % Datum
Senior Secured Notes 1.305,0 6,00% 8. April 2026
Senior PIK Notes 519,6 8,25% / 9,00% 1. Oktober 2026
Senior Secured Term Loan Facility (Facility B) 675,0 5,50% 8. April 2026
Senior Secured Multi-Currency Revolving Credit Facility (RCF) 170,0 4,75% 8. Januar 2026
Summe 2.669,6

Der RCF wurde zum Bilanzstichtag liquiditätsmäßig nicht in Anspruch genommen 13.

Das Finanzierungsvolumen der Senior PIK Notes erhöhen sich regelmäßig um die kapitalisierten Zinsen.

Für die Senior Secured Notes sowie die Senior Secured Term Loan Facility wurden Sicherheiten gestellt. Folgende Vermögenswerte wurden als Sicherheiten verpfändet: Bankguthaben, Anteile an bestimmten Konzernunternehmen und konzerninterne Forderungskonten.

Bei einem Ausfallereignis seitens des Kreditnehmers haben die Darlehensgeber die Möglichkeit, einen vertraglich definierten Prozess anzustoßen, der eine sofortige Fälligkeit der Verbindlichkeit und die Inanspruchnahme der verpfändeten Vermögenswerte zum Ziel hat.

Die Kirk Beauty A GmbH und ihre Tochtergesellschaften müssen bestimmte Verpflichtungen und Finanzkennzahlen einhalten, wenn 40,0 % des Nominalwertes von 170,0 Mio. € der Senior Secured Multi-Currency Revolving Credit Facility in Anspruch genommen werden (entspricht 68,0 Mio. €). Die Inanspruchnahme der RCF durch Ancillary Facilities sowie Sicherheiten wie beispielsweise in Form von Mietgarantien sind für die Berechnung und Einhaltung der Financial Covenants nicht von Bedeutung. Im abgelaufenen Geschäftsjahr sowie zum 30. September 2022 war die Einhaltung dieser kreditvertraglich vereinbarten finanziellen Kennzahlen nicht einschlägig.

13 Zum Bilanzstichtag wurde der RCF durch Sicherheiten in Form von Mietavalen in Höhe von 10,4 Mio. € sowie durch eine allein für Sicherheiten vorgesehenen Linie von 5,0 Mio. € in Anspruch genommen.

Neben diesen Financial Covenants hat die Douglas-Gruppe auch bestimmte qualitative Covenants zu erfüllen, wie beispielsweise die Zahlung von Zinsen oder die Abgabe von Quartals- und Jahresabschlüssen, einschließlich des sogenannten "Compliance Certificate". Werden die Verpflichtungen nicht eingehalten, sind die Kreditgeber berechtigt, die Kreditverträge mit sofortiger Wirkung zu kündigen und alle verpfändeten Sicherheiten zu verwerten. Im Geschäftsjahr 2021/22 waren die qualitativen Covenants zu jeder Zeit erfüllt.

Die einzelnen Finanzierungsbestandteile des Konzerns in Form der emittierten Anleihen, des Konsortialkredits sowie der zum Stichtag nicht liquiditätsmäßig gezogenen revolvierenden Kreditfazilität sind eng miteinander verwoben. Aufgrund dieser Risikointerdependenzen liegt eine erhöhte Risikokonzentration vor.

Finanzierungsverbindlichkeiten (ohne nachrangiges Gesellschafterdarlehen):

30.09.2022 30.09.2021
Nominalwert Buchwert Nominalwert Buchwert
Mio. € Mio. € Mio. € Mio. €
Senior Secured Notes 1.305,0 1.329,8 1.305,0 1.328,6
Senior PIK Notes 519,6 542,9 475,0 497,6
Senior Secured Term Loan Facility (Facility B) 675,0 672,5 600,0 592,4
Senior Secured Multi-Currency Revolving Credit Facility (RCF) 0,0 -3,6 0,0 -4,8
Sonstige Darlehensverbindlichkeiten 1,2 1,2 2,0 2,0
Summe 2.500,8 2.542,8 2.382,0 2.415,6

Buchwerte enthalten Abgrenzungen und Bewertungseffekte.

Des Weiteren stehen einzelnen Konzerngesellschaften bilaterale Kontokorrentkreditlinien zu, von denen zum Bilanzstichtag 0,0 Mio. € (i. Vj. 0,3 Mio. €) genutzt wurden.

Aus nationalen Hilfsprogrammen wurden zudem Staatskredite zum Bilanzstichtag von insgesamt 1,2 Mio. € (i. Vj. 1,6 Mio. €) in Anspruch genommen.

Fälligkeitsanalyse von vertraglichen Verpflichtungen zum 30. September 2022:

Buchwert Zahlungswirksam in einem Zeitraum < 30 Tage Zahlungswirksam in einem Zeitraum 30 - 90 Tagen
Mio. € Mio. € Mio. €
30.09.2022 Tilgungsanteil Zinsanteil Tilgungsanteil Zinsanteil
Senior Secured Notes 1.329,8 39,2
Senior PIK Notes 542,9
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 670,1 19,8
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 645,1
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 634,5 295,8 296,0
Finanzielle Verbindlichkeiten aus Optionen nicht beherrschender Anteilseigner 5,3 5,4
Finanzielle Verbindlichkeiten aus bedingten Kaufpreiszahlungen 4,4 2,1
Sonstige Finanzinstrumente 6,0 4,8
Zahlungswirksam in einem Zeitraum > 90 < 360 Tage Zahlungswirksam in einem Zeitraum 1 bis 5 Jahren
Mio. € Mio. €
Tilgungsanteil Zinsanteil Tilgungsanteil Zinsanteil
Senior Secured Notes 39,2 1.305,0 233,4
Senior PIK Notes 519,6 250,0
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 22,7 675,0 133,3
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 362,1 41,7
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 42,8
Finanzielle Verbindlichkeiten aus Optionen nicht beherrschender Anteilseigner
Finanzielle Verbindlichkeiten aus bedingten Kaufpreiszahlungen
Sonstige Finanzinstrumente 1,3
Zahlungswirksam in einem Zeitraum nach mehr als 5 Jahren
Mio. €
Tilgungsanteil Zinsanteil
Senior Secured Notes
Senior PIK Notes
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1,2
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 516,4 74,7
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
Finanzielle Verbindlichkeiten aus Optionen nicht beherrschender Anteilseigner
Finanzielle Verbindlichkeiten aus bedingten Kaufpreiszahlungen
Sonstige Finanzinstrumente

Einbezogen wurden alle finanziellen Verbindlichkeiten, die zum Bilanzstichtag im Bestand waren und für die bereits Zahlungen vertraglich vereinbart waren. Zahlungen für künftige Verbindlichkeiten, die zum Bilanzstichtag noch nicht bestanden, wurden nicht berücksichtigt. Variable Zinszahlungen wurden unter Zugrundelegung der zum Bilanzstichtag bekannten Zinssätze ermittelt. Jederzeit kündbare finanzielle Verbindlichkeiten sind immer dem frühestmöglichen Zeitraster zugeordnet. Fremdwährungsbeträge wurden mit dem Stichtagskurs in Euro umgerechnet.

Fälligkeitsanalyse von vertraglichen Verpflichtungen zum 30. September 2021:

Buchwert Zahlungswirksam in einem Zeitraum < 30 Tage Zahlungswirksam in einem Zeitraum 30 - 90 Tagen
Mio. € Mio. € Mio. €
30.09.2021 Tilgungsanteil Zinsanteil Tilgungsanteil Zinsanteil
Senior Secured Notes 1.328,6 40,7
Senior PIK Notes 497,6
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 589,5 0,6 17,0
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 589,5
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 484,5 215,6 237,0
Finanzielle Verbindlichkeiten aus Optionen nicht beherrschender Anteilseigner 4,0
Finanzielle Verbindlichkeiten aus bedingten Kaufpreiszahlungen 13,5
Sonstige Finanzinstrumente 3,5 2,4
Zahlungswirksam in einem Zeitraum > 90 <360 Tage Zahlungswirksam in einem Zeitraum 1 bis 5 Jahren
Mio. € Mio. €
Tilgungsanteil Zinsanteil Tilgungsanteil Zinsanteil
Senior Secured Notes 39,2 1.305,0 319,3
Senior PIK Notes
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 18,6 600,0 134,0
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 32,0 0,0
Finanzielle Verbindlichkeiten aus Optionen nicht beherrschender Anteilseigner 4,0
Finanzielle Verbindlichkeiten aus bedingten Kaufpreiszahlungen 13,5
Sonstige Finanzinstrumente 1,1
Zahlungswirksam in einem Zeitraum nach mehr als 5 Jahren
Mio. €
Tilgungsanteil Zinsanteil
Senior Secured Notes
Senior PIK Notes 475,0 294,6
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 861,3 133,5
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
Finanzielle Verbindlichkeiten aus Optionen nicht beherrschender Anteilseigner
Finanzielle Verbindlichkeiten aus bedingten Kaufpreiszahlungen
Sonstige Finanzinstrumente

Zinsänderungsrisiko

Zinsänderungsrisiken entstehen durch Schwankungen der Zinssätze an Kapitalmärkten. Die Finanzierungsvereinbarung der Senior Facilities Vereinbarung basiert grundsätzlich auf dem EURIBOR und unterliegt damit dem Zinsänderungsrisiko. Darüber hinaus beinhaltet die Senior Facilities Vereinbarung über nominal 675,0 Mio. € einen Zinsfloor von 0,0 %.

Um das Zinsrisiko zu quantifizieren, wurde eine Sensitivitätsanalyse durchgeführt. Gegenstand dieser Analyse war die Senior Facilities Vereinbarung, deren Verzinsung auf dem EURIBOR beruht.

Eine relative Erhöhung (bzw. Verminderung) des Zinssatzes um 100 Basispunkte würde zu einem höheren (bzw. niedrigeren) nominellen Zinsaufwand eines Jahres von annährend 6,8 Mio. € führen.

Währungsrisiko

Die operativen Gesellschaften des Douglas Konzerns wickeln ihre Aktivitäten überwiegend in der jeweiligen funktionalen Währung ab.

Die Finanzerträge aus der Fremdwährungsumrechnung betrugen im Berichtsjahr 3,5 Mio. € und die entsprechenden Aufwendungen 10,0 Mio. €. Siehe hierzu auch Note Nr. 9 "Finanzergebnis".

Das Fremdwährungsrisiko im Konzern wird als gering eingestuft, da im Geschäftsjahr 2021/22 insgesamt knapp 90% der Konzernumsätze in Euro erwirtschaftet wurden und die Wareneinkäufe fast ausschließlich in Euro erfolgten. Differenzen aus der Umrechnung von in ausländischer Währung aufgestellten Abschlüssen in Konzernwährung zur Erstellung des Konzernabschlusses beeinflussen das Währungsrisiko nicht.

Entsprechend der Vorschriften des IFRS 7 wurde eine Sensitivitätsanalyse durchgeführt. Im Rahmen dieser Analyse wurden die Effekte aus Fremdwährungsposten, die gemäß IAS 21 erfolgswirksam zum Stichtagskurs bewertet wurden, berücksichtigt.

Im Rahmen einer Sensitivitätsanalyse der Währungsrisiken wurden die ergebniswirksamen Auswirkungen von Wechselkursschwankungen auf Finanzinstrumente, die auf Fremdwährung lauten und nicht als Grundgeschäfte im Rahmen von Fremdwährungssicherungsgeschäften designiert sind, ermittelt. Hieraus ergibt sich für den Douglas Konzern sowohl bei einer Aufwertung als auch bei einer Abwertung des Euro um 5 % insgesamt ein Risiko von 0,4 Mio. €.

Ausfallrisiko

Das Ausfallrisiko ist das Risiko von finanziellen Verlusten, falls ein Kunde oder die Vertragspartei eines Finanzinstruments seinen bzw. ihren vertraglichen Verpflichtungen nicht nachkommt. Das Ausfallrisiko entsteht grundsätzlich aus sämtlichen im Bestand befindlichen finanziellen Vermögenswerten wie bspw. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstigen Forderungen Geldanlagen bei Bankpartnern sowie Derivaten mit positivem Marktwert. Das maximale Ausfallrisiko der finanziellen Vermögenswerte entspricht den Buchwerten.

Durch die verstärkte Fokussierung auf den Vertriebsweg E-Commerce sind die Gesellschaften des Douglas Konzerns mit dem Risiko des Forderungsausfalls als systemimmanentem Risiko des Versandhandels konfrontiert. Vor diesem Hintergrund betreiben die Gesellschaften ein Debitorenmanagement, einschließlich eines Mahnwesens.

Durch den Ausfall eines Bankenpartners, insbesondere durch Zahlungsunfähigkeit im Rahmen von Geldanlagen oder bei positiven Marktwerten aus Derivaten, kann ein Ausfallrisiko entstehen. Diesem Risiko begegnet der Douglas Konzern, indem Geschäftsabschlüsse sowohl von Geldanlagen als auch von Finanzinstrumenten ausschließlich mit erstklassigen Banken erfolgen. Gleichzeitig wird das Volumen auf mehrere Kontrahenten verteilt, um Konzentrationsrisiken zu vermeiden. Größere Geldanlagen werden wegen der weltwirtschaftlich schwierigen Lage möglichst vermieden bzw. nur mit erstklassigen deutschen Banken abgeschlossen.

Kapitalmanagement

Gegenstand des Kapitalmanagements ist das Eigenkapital gemäß IFRS. Ziel des Kapitalmanagements des Douglas Konzerns ist es, sicherzustellen, dass der Konzern weiterhin seinen finanziellen Verpflichtungen nachkommen kann und dass die finanziellen Kennzahlen aus den Konsortialkrediten eingehalten werden. Darüber hinaus ist die langfristige Steigerung des Unternehmenswertes Ziel des Kapitalmanagements. Als Nebenbedingung des Kapitalmanagements wird darauf abgezielt, dass alle Konzerngesellschaften entsprechend den lokalen Erfordernissen mit Eigenkapital ausgestattet sind, so dass externe Kapitalanforderungen im zurückliegenden Geschäftsjahr stets erfüllt worden sind.

30.09.2022 30.09.2021
Mio. € Mio. €
Eigenkapital -1.293,9 -986,6
Schulden 5.685,4 5.526,0
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 670,1 589,5
Anleihen 1.872,7 1.826,2
Liquide Mittel 245,3 240,4
Nettoverschuldung 2.297,5 2.175,2

Die Nettoverschuldung definiert sich als Summe von Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Anleihen abzüglich der liquiden Mittel.

33. Sonstige finanzielle Verpflichtungen und Eventualverbindlichkeiten

Alle Angaben hierzu wurden bereits in den vorangehenden Kapiteln getätigt.

Zum Bestellobligo für Investitionen in Sachanlagen oder Immaterielle Vermögenswerte siehe Note Nr. 13 "Sachanlagen".

34. Nahestehende Unternehmen und Personen

Der Douglas Konzern hatte im Geschäftsjahr 2021/22 folgende Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen aus abgeschlossenen Liefer- und Leistungs-beziehungen.

01.10.2021-30.09.2022 01.10.2020-30.09.2021
Mio. € Mio. €
Erhaltene Lieferungen und Leistungen
Gesellschafter 55,7 44,0
Mitglieder des Managements in Schlüsselpositionen 0,0 0,0
Sonstige nahestehende Personen und Unternehmen 7,6 27,6
Summe 63,3 71,6

Mit Ausnahme der unterverzinslichen als auch nachrangigen Gesellschafterdarlehen erfolgen Geschäftsbeziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen zu Bedingungen wie unter fremden Dritten. Der Zinssatz der Gesellschafterdarlehen beträgt 2,00 %.

Ferner erbringt die Gruppe Buchhaltungsleistungen, die nicht abgerechnet wurden.

Die erhaltenen Lieferungen und Leistungen von sonstigen nahestehenden Personen und Unternehmen sind im Wesentlichen Wareneinkäufe. Zum Bilanzstichtag beliefen sich die daraus resultierenden Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen auf 1,2 Mio. €.

Der Zinssatz von 2,00% auf die vertraglich-nominellen Gesellschafterdarlehensbeträge in Höhe von insgesamt 878,5 Mio. € (i. Vj. 861,3 Mio. €) angewendet, führte zu einem Zinsaufwand in Höhe von 17,6 Mio. € (i. Vj. 17,2 Mio. €) im Berichtsjahr. Bilanziell werden die Darlehen mit der Effektivzinsmethode bewertet, woraus für das abgelaufene Geschäftsjahr 2021/22 ein Zinsaufwand in Höhe von 55,7 Mio. € (i. Vj. 44,0 Mio. €) resultierte.

Gesellschafter

Gesellschafter der Kirk Beauty A GmbH sind die Kirk Beauty International S.A., Luxemburg mit einem Anteil von 87,26% und die Kirk Beauty 2 Beteiligungs GmbH & Co. KG, Düsseldorf, mit einem Anteil von 12,74%. Oberstes Mutterunternehmen und zugleich oberstes beherrschendes Unternehmen ist die Kirk Beauty S.à r.l. Luxemburg.

Die unterverzinsliche Verbindlichkeiten gegenüber den Gesellschaftern beliefen sich zum Bilanzstichtag auf 645,1 Mio. €(i. Vj. 589,5 Mio. €).

Personen in Schlüsselpositionen und Gesamtbezüge der Geschäftsführung

Personen in Schlüsselpositionen

Zu Personen in Schlüsselpositionen, zählen die Mitglieder der Geschäftsführung der Kirk Beauty A GmbH sowie die Mitglieder des Aufsichtsrats der Douglas GmbH.

Der Aufwand für kurzfristig fällige Leistungen an Personen in Schlüsselpositionen, beläuft sich auf 7,1 Mio. € (i. Vj. 1 3,4 Mio. €), davon für den Aufsichtsrat auf 0,3 Mio. € (i. Vj. 0,2 Mio. €). Der Aufwand für Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses von Personen in Schlüsselpositionen beträgt 0,0 Mio. € (i. Vj. 0,2 Mio. €). Nach Maßgabe des IFRS2 wurde ein Aufwand aus anteilsbasierten Vergütungen an Personen in Schlüsselpositionen von 2,9 Mio. € (i. Vj. 4,0 Mio. €) ermittelt.

Gesamtbezüge der Geschäftsführung

Die Gesamtbezüge für die Geschäftsführung beliefen sich für das Geschäftsjahr 2021/22 insgesamt auf 8,4 Mio. € (i. Vj. 17,8 Mio. €), die Anzahl der Geschäftsführer betrug im Berichtsjahr zwischen 2 und 3 Personen, im Vorjahr waren es zwischen 4 und 5 Personen. In den Gesamtbezügen ist die anteilsbasierte Vergütung mit dem beizulegenden Zeitwert bei Gewährung in Höhe von 4,5 Mio. € (i. Vj. 9,1 Mio. €) enthalten. Hierbei handelt es sich um Long-term Incentives. Im Geschäftsjahr wurde der Geschäftsführung neben der vertraglich vereinbarten variablen Vergütungsbestandteile keine weitere erfolgsabhängige Vergütungskomponente zugesagt (i. Vj. 4,9 Mio. €, die von der erfolgreichen Refinanzierung abhing, die für das Unternehmen von existenzsichernder Relevanz war). Die Gesamtbezüge der früheren Mitglieder der Geschäftsführung und ihrer Hinterbliebenen betragen 1,2 Mio. € (i. Vj. 1,1 Mio. €). Pensionsverpflichtungen (DBO) gegenüber ehemaligen Mitgliedern der Geschäftsführung und ihren Hinterbliebenen bestehen zum 30. September 2022 in Höhe von 16,4 Mio. € (i. Vj. 20,6 Mio. €).

35. Leasingverhältnisse

Die Douglas-Gruppe mietet Geschäftsfilialen zum Vertrieb ihrer Parfümerieprodukte an. Die Laufzeit der Leasingvereinbarungen beträgt typischerweise zwischen fünf und zehn Jahren. Zur Sicherstellung größtmöglicher Flexibilität enthält der Großteil der Mietverträge ein- oder mehrfach ausübbare Optionen, die Leasingvereinbarungen nach diesem Zeitraum um eine gewisse Anzahl von Jahren zu verlängern (in vielen Fällen um weitere fünf Jahre). Aufgrund der Bedeutung des stationären Einzelhandels für den Konzern und der bei der Erschließung von Standorten einhergehenden Anlaufkosten, betreibt die Douglas-Gruppe ihre Einzelhandelsfilialen in aller Regel langfristig. Auslaufende Immobilien-Leasingverträge werden allerdings nicht automatisch durch neue Immobilien-Leasingverträge ersetzt bzw. verlängert. Vor dem Hintergrund der weitestgehend abgeschlossenen Filialoptimierungen, insbesondere in Südeuropa, sowie durchweg hohen Inflationsraten, die insbesondere zu steigenden Indexmieten führen werden, schätzt der Konzern, dass die zukünftigen Leasingauszahlungen, losgelöst von den zum Stichtag eingeschätzten bilanzierten Optionsrechtsausübungen, zunehmen werden.

Die Mietverträge sind regelmäßig einseitig durch den Douglas-Konzern kündbar, wobei vereinzelt, bei einer vorzeitigen Kündigung durch den Leasingnehmer, eine Vertragsstrafe zum Tragen kommen kann. In einigen Fällen bestehen auch beidseitig ausgestaltete Kündigungsoptionen. Der Großteil der Leasingvereinbarungen sehen jährlich ausgestaltete Mietpreisanpassungen auf Basis der Veränderung lokaler Preisindizes vor.

Aus den Verträgen zu den angemieteten Geschäftsräumen können Rückbauverpflichtungen für Mietereinbauten resultieren, deren abgezinster Wert als Rückstellung passiviert ist. Der abgezinste Wert der Verpflichtung wird als Teil der Anschaffungskosten des Nutzungsrechts aus Leasingverhältnissen aktiviert und über die voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben.

Am Bereitstellungsdatum oder bei Änderung eines Vertrags, der eine Leasingkomponente enthält, teilt der Konzern das vertraglich vereinbarte Entgelt auf Basis der relativen Einzelpreise auf. Für Immobilien-Leasingverträge bedeutet dies, dass eine Trennung von Leasing- und Nichtleasingkomponenten vorgenommen wird, sodass die Zahlungen in Verbindung mit der Nichtleasingkomponente ergebniswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst werden.

Basis der Bestimmung des Grenzfremdkapitalzinssatzes bildet der risikofreie Zinssatz, welcher über die Swap-Kurven der jeweiligen Währungen der entsprechenden Leasingzahlungen bestimmt wird. Da in diesen risikofreien Zinssätzen Länderrisiken bereits berücksichtigt werden, wird hierfür keine separate Komponente aufgeschlagen. Um das Ausfallrisiko der Konzerngesellschaft (Leasingnehmer) und der Konzernmutter Kirk Beauty A GmbH zu reflektieren, wird ein Kreditaufschlag einbezogen. Eine zusätzliche Liquiditätsprämie wird über den Kreditaufschlag hinaus nicht benötigt. Im nächsten Schritt wurde ein Besicherungsabschlag abgezogen, der sich dadurch ergibt, dass ein Leasingvertrag für den Leasinggeber eine besondere Form der Besicherung durch das Leasingobjekt vorsieht. Diese Besicherung führt zu einer besseren Kreditwürdigkeit des Leasingnehmers. Als letzte Komponente der Kalkulation des Grenzfremdkapitalzinssatzes wurde die Duration der Leasingverhältnisse herangezogen.

Die gesamten Zahlungsmittelabflüsse aus Leasingverhältnissen beliefen sich im Geschäftsjahr auf - 259,9 Mio. €

Im Folgenden wird die Zinsmatrix für Immobilien in fünf-Jahres Intervallen dargestellt:

Laufzeit
1 bis 5 Jahre % 6 bis 10 Jahre % 11 bis 15 Jahre % 16 bis 20 Jahre %
EUR 1,52 - 3,02 3,35 - 4,43 4,54 - 4,95 5,01 - 5,25
BGN 1,59 - 3,20 3,56 - 4,66 4,8 - 5,29 5,37 - 5,68
HRK 1,96 - 3,61 3,97 - 5,48 5,71 - 6,41 6,53 - 6,91
CZK 6,87 - 7,36 7,42 - 7,77 7,78 - 7,79 7,77 - 7,75
HUF 7,75 - 8,89 8,97 - 9,44 9,48 - 9,6 9,6 - 9,62
PLN 6,75 - 7,43 7,58 - 8,02 8,04 - 8,16 8,17 - 8,25
RON 5,92 - 7,55 7,76 - 8,47 8,54 - 8,82 8,86 - 8,98
CHF 1,36 - 2,74 3,07 - 4,13 4,27 - 4,72 4,79 - 5,02

In der Berichtsperiode wurden folgende Beträge erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst:

01.10.2021-30.09.2022 01.10.2020-30.09.2021
Mio. € Mio. €
Nicht in die Bewertung von Leasingverbindlichkeiten einbezogener Aufwand für variable Leasingzahlungen 1,8 2,3
Ertrag aus dem Unterleasing von Nutzungsrechten 0,3 0,2
Aufwand für kurzfristige Leasingverhältnisse 0,2 0,0
Aufwand für Leasingverhältnisse über einen Vermögenswert von geringem Wert 0,5 0,6

Fälligkeitsanalyse undiskontierter Leasingforderungen im Geschäftsjahr

30.09.2022 30.09.2021
Mio. € Mio. €
Weniger als ein Jahr 4,4 6,0
Ein bis zwei Jahre 4,1 4,5
Zwei bis drei Jahre 2,4 3,9
Drei bis vier Jahre 1,3 2,2
Vier bis fünf Jahre 1,2 0,7
Mehr als fünf Jahre 0,5 0,7
Gesamtbetrag der nicht diskontierten Leasingforderungen 13,9 18,0
Nicht realisierter Finanzertrag 0,5 2,2
Nettoinvestition in das Leasingverhältnis 13,3 15,8

Fälligkeitsanalyse undiskontierter Leasingverbindlichkeiten im Geschäftsjahr

30.09.2022 30.09.2021
Mio. € Mio. €
Weniger als ein Jahr 268,8 289,9
Ein bis fünf Jahre 733,3 784,2
Mehr als fünf Jahre 308,8 298,9
Summe 1.310,9 1.372,9

Angaben zu der Entwicklung der Nutzungsrechte aus Leasingverhältnissen einschließlich Abschreibungen und Wertminderungen finden sich in Note Nr. 14 "Nutzungsrechte aus Leasingverhältnissen", Angaben zu Zinsaufwand aus Leasingverbindlichkeiten sind in Note Nr. 9 "Finanzergebnis" enthalten.

Grundsätzlich gibt es nur wenige Fälle, in denen die Douglas-Gruppe als Leasinggeber auftritt. Im Wesentlichen fungiert der Konzern in solchen Verträgen als Leasinggeber, in denen eine angemietete Immobilie an einen Dritten weitervermietet wird (Untervermietung). Der Großteil dieser Leasingverträge wird als Finanzierungsleasing eingestuft. Leasingverträge, in denen die Douglas Gruppe als Leasinggeber auftritt und das Leasingverhältnis als Operating-Leasingvertrag einzustufen ist, stellen die absolute Ausnahme dar und sind von untergeordneter Bedeutung.

36. Zuwendungen der öffentlichen Hand

Zur Abmilderung von im Zuge der COVID-19 Pandemie eingetretenen wirtschaftlichen Nachteile wurden der Douglas-Gruppe monetäre Zuwendungen der Öffentlichen Hand gewährt, überwiegend in Form von Zuschüssen zu Personalaufwendungen und Sozialversicherungsbeiträgen gewährt.

Im Geschäftsjahr 2021/22 wurden erfolgsbasierte Zuwendungen der öffentlichen Hand in Höhe von 7,6 Mio. € (i. Vj. 22,2 Mio. €) gewährt.

Aus nationalen Hilfsprogrammen wurden zudem Staatskredite in Höhe von insgesamt 1,2 Mio. € (i. Vj. 1,6 Mio. €) in Anspruch genommen.

37. Befreiungswahlrechte nach §§ 264 Abs. 3 bzw. 264b HGB

In Anwendung der §§ 264 Abs. 3 bzw. 264b HGB verzichten die nachfolgenden inländischen Tochtergesellschaften auf die Offenlegung ihrer Jahresabschlussunterlagen, sowie überwiegend auf die Aufstellung von Anhang und Lagebericht.

Firma Sitz
Kirk Beauty SUN GmbH Düsseldorf
Douglas GmbH Düsseldorf
Parfümerie Douglas Deutschland GmbH Düsseldorf
Parfümerie Douglas GmbH & Co. KG Düsseldorf
DOUGLAS INFORMATIK & SERVICE GMBH Hagen
Parfümerie Douglas International GmbH Hagen
Douglas GmbH & Co. Objekt Zeil KG Pullach im Isartal
Douglas Cosmetics GmbH Düsseldorf
Douglas International Purchasing GmbH Zossen
Douglas Marken & Lizenzen Zossen GmbH Zossen
Parfümerie AKZENTE GmbH Pfedelbach
Beauty Media Solutions GmbH Düsseldorf
Parfümerie Douglas Megastore GmbH Düsseldorf
Ultimate Skin Aesthetics GmbH Düsseldorf
Parfümerie Douglas Beteiligungsgesellschaft mbH Düsseldorf
Douglas House of Beauty GmbH Düsseldorf

38. Honorare des Konzernabschlussprüfers gem. § 314 Abs. 1 Nr. 9 HGB

Der Honoraraufwand für den Konzernabschlussprüfer KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft entfällt auf folgende, erbrachte Dienstleitungen:

01.10.2021- 30.09.2022
Mio. €
Abschlussprüfungen 1,2
Sonstige Bestätigungsleistungen 0,0
Steuerberatungsleistungen 0,1
Sonstige Leistungen 1,8
Summe 3,1

39. Organe der Douglas-Gruppe

Geschäftsführung

Im Geschäftsjahr 2021/22 wurden die Geschäfte der Kirk Beauty A GmbH geführt von:

Name Funktion
Tina Müller Chief Executive Officer (CEO)
Mark Langer Chief Financial Officer (CFO)
Vanessa Stützle Chief Digital Officer (CDO) bis 8. August 2022

Nach dem Bilanzstichtag, Ende Oktober 2022, gab es einen Wechsel an der Unternehmensspitze. Tina Müller hat ihre Ämter niedergelegt und Alexander van der Laan ist neuer Geschäftsführer und Chief Executive Officer der Douglas Gruppe. Siehe hierzu Note Nr. 41 "Ereignisse nach dem Bilanzstichtag".

Aufsichtsrat

Im Geschäftsjahr 2021/22 wurden die Anteilseigner und Arbeitnehmer im Aufsichtsrat der Douglas GmbH vertreten durch:

Name Funktion
Dr. Henning Kreke Vorsitzender und Anteilseignervertreter
Dr. Daniel Pindur Stellvertretender Vorsitzender und Anteilseignervertreter
Ulrike Grabe Stellvertretende Vorsitzende und Arbeitnehmervertreterin
Orhan Akman Arbeitnehmervertreter
Dr. Alexander Dibelius Anteilseignervertreter
Ulrike Gaal Arbeitnehmervertreterin
Dr. Michael Minderer Anteilseignervertreter
Stefanie Hübner Arbeitnehmervertreterin
Vesna Mandalenakes Arbeitnehmervertreterin
Petra Ringer Arbeitnehmervertreterin
Can Toygar Anteilseignervertreter
Søren Vestergaard-Poulsen Anteilseignervertreter

40. Anteilsbesitz des Konzerns gem. § 313 HGB

In den Konzernabschluss einbezogene verbundene Unternehmen
Name und Sitz Konzernanteil in %
Kirk Beauty A GmbH, Düsseldorf
Kirk Beauty SUN GmbH, Düsseldorf 100,0
Douglas GmbH, Düsseldorf 100,0
Parfümerie Douglas GmbH & Co. KG, Düsseldorf 100,0
Parfümerie Douglas Deutschland GmbH, Düsseldorf 100,0
Douglas Cosmetics GmbH, Düsseldorf/Deutschland 100,0
Parfümerie Douglas International GmbH, Düsseldorf 100,0
Parfümerie Douglas Ges.m.b.H., Wien/Österreich 100,0
Parfumerie Douglas Nederland B.V., Nijmegen/Niederlande 100,0
Parfümerie Douglas AG, Baar/Schweiz 100,0
Perfumeria Douglas Portugal Lda., Lissabon/Portugal 100,0
Douglas Ungarn Kft., Budapest/Ungarn 100,0
Douglas Polska SP.z.o.o., Warschau/Polen 100,0
Parfumerie Douglas Monaco S.A.M., Monaco/Monaco 100,0
Douglas Investment B.V., Nijmegen/Niederlande 100,0
Parfumerie Douglas s.r.o., Prag/Tschechien 100,0
Douglas Parfümeri Limited Sirketi, Istanbul/Türkei 100,0
UAB "Douglas LT", Vilnius/Litauen 100,0
SIA "Douglas Latvia", Riga/Lettland 100,0
SIA "Douglas Baltic", Riga/Lettland 100,0
Parf. Douglas S.R.L., Bukarest/Rumänien 100,0
Parfumerie Douglas Bulgaria ood, Sofia/Bulgarien 76,0
Douglas Parfumerije d.o.o., Zagreb/Kroatien 100,0
Douglas International Purchasing GmbH, Zossen 100,0
Douglas Marken und Lizenzen Verwaltungsgesellschaft mbH, Zossen 100,0
Douglas Marken und Lizenzen GmbH & Co. KG, Zossen 100,0
Douglas Franchise B.V., Nijmegen/Niederlande 100,0
Groupe Nocibé SAS, Villeneuve d'Ascq/Frankreich 100,0
Nocibé France SAS, Villeneuve d'Ascq/Frankreich 100,0
Douglas Vastgoed B.V. I, Nijmegen/Niederlande 100,0
Douglas Vastgoed B.V. II, Nijmegen/Niederlande 100,0
Kirk Beauty Netherlands Holding B.V., Nijmegen/Niederlande 100,0
Kirk Beauty Netherlands B.V., Nijmegen/Niederlande 100,0
Groupe Douglas France SAS, Villeneuve d'Ascq/Frankrelch 100,0
Parfümerie Douglas Slowenska s.r.o., Bratislava/Slowakei 100,0
Compania de Almacenaje, Distribucion y Servicios S.A., Madrid/Spanien 100,0
Douglas Spain SA, Madrid/Spanien (vormals Ibérica de Droguería y Perfumería S.A.U.) 100,0
Douglas Italia S.p.A., Mailand/Italien (vormals Limoni S.p.A.) 100,0
Passera distribució S.L., Andorra 100,0
Ultimate Skin Aesthetics GmbH, Düsseldorf 100,0
Parfümerie AKZENTE GmbH, Pfedelbach 100,0
Ltd. Douglas Estonia, Tallinn/Estland 100,0
Niche-Beauty.COM GmbH, Hamburg 100,0
Beauty Media Solutions GmbH, Düsseldorf 100,0
Parfümerie Douglas Megastore GmbH, Düsseldorf 100,0
Disapo.de Apotheke B.V., Heerlen/Niederlande 100,0
BrandsCommerce Trading Hangzhou Co. Ltd, Hanghzou/China 100,0
Parfümerie Douglas Beteiligungsgesellschaft mbH, Düsseldorf 100,0
Douglas House of Beauty GmbH, Düsseldorf 100,0
DOUGLAS Informatik & Service GmbH, Hagen 100,0
Douglas GmbH & Co. Objekt Zeil KG, Pullach im Isartal 88,0
DOUGLAS Grundbesitz GmbH, Hagen 100,0
Douglas Finance B.V., Nijmegen/Niederlande 100,0

Assoziierte Unternehmen zu Anschaffungskosten bewertet

Name und Sitz Konzernanteil in %
Hapag Lloyd Reisebüro Hagen Verwaltungs GmbH, Hannover 30,0
Hapag Lloyd Reisebüro Hagen GmbH & Co. KG, Hannover 30,0

Aufgrund ihrer untergeordneter Bedeutung für die für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns und unzureichend vorliegender Finanzinformationen wurden die assoziierten Unternehmen zu Anschaffungskosten bewertet.

41. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Über folgende berücksichtigungspflichtige Ereignisse zwischen dem Konzernbilanzstichtag und dem Tag der Genehmigung des Konzernabschlusses zur Veröffentlichung wird berichtet:

Management - Wechsel an der Unternehmensspitze

Alexander van der Laan ist ab Ende Oktober 2022 Geschäftsführer und Chief Executive Officer der Douglas Gruppe. Er tritt die Nachfolge von Tina Müller an, die nach fünf Jahren erfolgreicher Tätigkeit an der Unternehmensspitze ihre Ämter als Geschäftsführerin und Chief Executive Officer auf eigenen Wunsch niedergelegt hat und in den Aufsichtsrat wechselte. Mit Ablauf des 30. September 2023 ist Tina Müller aus dem Aufsichtsrat ausgeschieden.

Philipp Andrée ist seit Januar 2023 Geschäftsführer und Chief Commercial Officer der Douglas-Gruppe.

Mit notarieller Beurkundung vom 13. November 2023 wurde der Sitz der Kirk Beauty A GmbH von Hagen nach Düsseldorf verlegt.

 

Düsseldorf, den 19. Dezember 2023

Die Geschäftsführung der Kirk Beauty A GmbH

Alexander van der Laan

Mark Langer

Philipp Andrée

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