Stammdaten

Register
Amtsgericht Freiburg HRB 680145
Vorher
Richard Neumayer Gesellschaft für Umformtechnik mbH
Eingetragen
30.12.1972
Branche
Herstellung von Werkzeugmaschinen für die MetallbearbeitungBearbeitung und Veredlung von KunststoffwarenHerstellung von Schneidwaren und Bestecken aus unedlen Metallen
Gegenstand
Gegenstand geändert; nun: Die Massivumformung (Schmieden) von Werkstoffen, sowie die spanlose und spanabhebende Umformung und Bearbeitung von Metallen aller Art. Auch die Weiterbearbeitung und Montage von Baugruppen rechnen zum Gegenstand der Gesellschaft.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Thomas Armbruster
seit 16.9.2021
Geschäftsführer
Andreas Ordenbach
seit 16.9.2021
Prokura
Dirk Albert Neumayer
seit 29.6.2017
Geschäftsführer
Walter Kaltenbach
seit 6.9.2006
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

Identifizierte Personen (3)

Gesellschafter

3 Gesellschafter

GmbH-Struktur

2 von 3 angezeigt

Haydnstraße 6, 69121 Heidelberg
575.625 €
37.50%
Veit-Stoß-Weg 13, 88212 Ravensburg
575.625 €
37.50%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Richard Neumayer GmbH

Hausach

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Richard Neumayer GmbH, Hausach

Prüfungsurteil

Wir haben den Jahresabschluss der Richard Neumayer GmbH, Hausach - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hunaus haben wir den Lagebericht der Richard Neumayer GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben;

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dagestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt;

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens;

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Offenburg, den 12. Dezember 2024

Mildenberger GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Mildenberger, Wirtschaftsprüfer

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. Anlagevermögen 28.946.695,16 23.140.237,26
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 254.828,95 197.606,95
Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 254.828,95 197.606,95
II. Sachanlagen 28.691.866,21 22.942.630,31
1. technische Anlagen und Maschinen 24.279.425,00 14.310.532,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.029.345,00 2.389.914,00
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.383.096,21 6.242.184,31
B. Umlaufvermögen 51.475.769,83 49.009.902,20
I. Vorräte 18.916.709,47 17.956.823,00
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 7.211.501,97 6.732.931,00
2. unfertige Erzeugnisse und Leistungen 7.720.060,10 6.754.434,00
3. fertige Erzeugnisse 3.985.147,40 4.469.458,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 24.362.170,96 22.535.272,31
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 16.324.285,10 19.499.922,72
2. sonstige Vermögensgegenstände 8.037.885,86 3.035.349,59
III. Wertpapiere 9.605,04 9.520,28
Sonstige Wertpapiere 9.605,04 9.520,28
IV. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 8.187.284,36 8.508.286,61
C. Rechnungsabgrenzungsposten 0,00 91.666,00
80.422.464,99 72.241.805,46

Passiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. Eigenkapital 44.952.429,61 43.678.783,06
I. Gezeichnetes Kapital 1.535.000,00 1.535.000,00
II. Gewinnrücklagen 102.258,38 102.258,38
III. Gewinnvortrag 42.041.524,68 40.763.765,84
IV. Jahresüberschuss 1.273.646,55 1.277.758,84
B. Rückstellungen 5.289.458,22 3.761.616,41
1. Rückstellungen für Pensionen 1.929.071,00 2.030.913,00
2. Steuerrückstellungen 0,00 16.710,65
3. sonstige Rückstellungen 3.360.387,22 1.713.992,76
C. Verbindlichkeiten 30.180.257,16 24.801.085,99
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 19.435.180,76 11.521.480,69
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 9.652.798,26 12.218.446,99
3. sonstige Verbindlichkeiten 1.092.278,14 1.061.158,31
davon aus Steuern EUR 320.921,37 (Vj. EUR 349.384,18)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 77.759,89 (Vj. EUR 72.638,30)
D. Rechnungsabgrenzungsposten 320,00 320,00
80.422.464,99 72.241.805,46

Gewinn- und Verlustrechnung für 2023

2023 2022
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 144.236.615,47 145.444.916,06
2. Veränderung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 481.315,50 1.509.395,00
3. sonstige betriebliche Erträge 1.106.024,23 1.629.858,81
145.823.955,20 148.584.169,87
4. Materialaufwand 91.268.984,80 99.045.015,35
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 73.982.424,13 77.342.170,56
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 17.286.560,67 21.702.844,79
5. Personalaufwand 31.994.266,98 30.140.379,84
a) Löhne und Gehälter 27.031.930,59 25.520.610,32
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 4.962.336,39 4.619.769,52
davon für Altersversorgung EUR 77.490,76 (Vj. EUR 123.549,29)
6. Abschreibungen auf Anlagevermögen 4.926.560,96 4.630.258,77
7. sonstige betriebliche Aufwendungen 17.379.886,08 13.310.816,01
8. Erträge aus anderen Wertpapieren 208,30 137,17
9. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 146.213,96 19.234,68
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 227.776,77 142.170,00
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -1.140.025,68 17.613,14
12. Ergebnis nach Steuern 1.312.927,55 1.317.288,02
13. sonstige Steuern 39.281,00 39.529,18
14. Jahresüberschuss 1.273.646,55 1.277.758,84

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

Allgemeine Hinweise

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG und des Gesellschaftsvertrags aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

Registerinformationen

Die Gesellschaft ist unter der Firma Richard Neumayer GmbH mit Sitz in 77756 Hausach im Handelsregister des Amtsgerichts Freiburg im Breisgau unter der Nummer HRB 680145 eingetragen.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungsbzw. Herstellungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige, lineare Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige, lineare Abschreibungen vermindert.

Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Sämtliche Anlagengüter werden nach der linearen Methode abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto- Einzelwert von EUR 800,00 sind im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben bzw. als Aufwand erfasst worden; ihr sofortiger Abgang wurde unterstellt. Für Anlagegüter mit einem Netto-Einzelwert von mehr als EUR 250,00 bis EUR 1.000,00 wird das steuerliche Sammelpostenverfahren aus Vereinfachungsgründen auch in der Handelsbilanz angewandt. Der Sammelposten wird pauschalierend jeweils mit 20 % p.a. im Zugangsjahr und in den vier darauffolgenden Jahren abgeschrieben.

Für Werkzeuge und Gesenke wurden Festwerte gebildet.

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten bzw. zu den niedrigeren Tageswerten angesetzt.

Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen oder zu niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag aktiviert.

Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind auf der Basis von Einzelkalkulationen, die auf der aktuellen Betriebsabrechnung beruhen, zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen berücksichtigt werden. Zinsen für Fremdkapital gemäß § 255 Abs. 3 Satz 2 HGB werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Kosten der allgemeinen Verwaltung sowie angemessene Aufwendungen für soziale Einrichtungen des Betriebs, für freiwillige soziale Leistungen und für die betriebliche Altersversorgung gemäß § 255 Abs. 2 Satz 3 HGB wurden aktiviert.

In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet, d. h. es wurden von den voraussichtlichen Verkaufspreisen Abschläge für noch anfallende Kosten vorgenommen.

Handelswaren sind zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Marktpreisen bilanziert.

Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.

Für Verluste aus Liefer- und Abnahmeverpflichtungen sind in angemessener Höhe Rückstellungen gebildet.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzel- und Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen.

Die sonstigen Wertpapiere des Umlaufvermögens wurden zu Anschaffungskosten oder gegebenenfalls nach § 253 Abs. 4 HGB zu den niedrigeren Werten, die sich aus den Börsen- oder Marktpreisen am Stichtag ergeben, angesetzt.

Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten werden zu Nominalwerten angesetzt.

Als aktiver Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Stichtag darstellen.

Das gezeichnete Kapital ist zum Nennwert angesetzt.

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden nach dem versicherungsmathematischen Teilwertverfahren unter Verwendung der "Heubeck- Richttafeln 2018G" ermittelt. Für die Abzinsung wurde pauschal der durchschnittliche Marktzinssatz bei einer restlichen Laufzeit von 15 Jahren von 1,82 % (Vorjahr: 1,78 %) gemäß der Rückstellungsabzinsungsverordnung vom 18. November 2009 verwendet. Erwartete Rentensteigerungen wurden mit 1 % (Vorjahr: 1 %) berücksichtigt. Die Fluktuation wurde mit einer Rate von 0,00 % (Vorjahr: 0,00 %) berücksichtigt.

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen angesetzt.

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Passive Rechnungsabgrenzungsposten enthalten Einnahmen vor dem Bilanzstichtag, die Ertrag für einen bestimmten Zeitraum danach darstellen.

Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden diese mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet ausgewiesen. Die Aktivierung eines Überhangs latenter Steuern unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts.

Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Alle Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben, wie auch im Vorjahr, eine Laufzeit von unter einem Jahr.

Aktive Latente Steuern

Die aktiven latenten Steuern resultieren im Wesentlichen aus temporären Differenzen zwischen handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen im Bereich der Pensionsrückstellungen und Altersteilzeitrückstellungen, Rückstellungen für drohende Verluste, sowie aus körperschaft- und gewerbesteuerlichen Verlustvorträgen. Die aktiven latenten Steuern wurden nicht aktiviert. Der Berechnung wurde ein Steuersatz von 28,1 % zugrunde gelegt.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB beträgt T€ 13 und unterliegt grundsätzlich der Ausschüttungssperre.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für unterlassene Aufwendungen für Instandhaltung (T€ 918; Vorjahr: T€ 78), Gewährleistungsansprüche (T€ 722; Vorjahr: T€ 718), Urlaubsansprüche und Ansprüche aus Zeitguthaben (T€ 326; Vorjahr: T€ 353), Sondervergütungen (T€ 249; Vorjahr: T€ 0), für drohende Verluste (T€ 360; Vorjahr: T€ 0), Nacharbeiten (T€ 250; Vorjahr: T€ 221), Kundenboni (T€ 248; Vorjahr: T€ 109) und ausstehende Lieferantenrechnungen (T€ 154; Vorjahr: T€ 44) gebildet.

Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeiten und die Besicherung der Verbindlichkeiten sind im Verbindlichkeitenspiegel im Einzelnen dargestellt.

in T€ 31.12.2023
Restlaufzeit davon gesichert gesamt
Art der Verbindlichkeit bis 1 Jahr mehr als 1 Jahr mehr als 5 Jahre
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 3.378 11.724 4.333 19.435 19.435
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 9.653 0 0 9.653 9.653
3. Sonstige Verbindlichkeiten 1.092 0 0 0 1.092
- davon aus Steuern 321 0 0 321
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 78 0 0 78
14.123 11.724 4.333 30.180 15.227
in T€ 31.12.2022
Restlaufzeit gesamt
Art der Verbindlichkeit bis 1 Jahr mehr als 1 Jahr
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.947 9.574 11.521
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 12.218 0 12.218
3. Sonstige Verbindlichkeiten 1.061 0 1.061
- davon aus Steuern 349 0 349
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 73 0 73
15.227 9.574 24.801

Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind T€ 3.446 über Bürgschaften der Richard Neumayer GmbH & Co. KG, Hausach besichert, es bestehen Grundschulden auf Grundstücken der Richard Neumayer GmbH & Co. KG, Hausach in Höhe von T€ 4.573 und diverse Maschinen und Anlagen wurden sicherungsübereignet. Hinsichtlich der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen branchenübliche Eigentumsvorbehalte.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Aufgliederung der Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse gliedern sich wie folgt auf:

2023 2022
T€ % T€ %
Schmiedeteile 131.930 91,5 133.252 91,6
Flanschen 11.758 8,2 11.766 8,1
Sonstige Umsätze 1.140 0,8 957 0,7
Erlösschmälerungen -592 -0,4 -531 -0,4
144.237 100 145.445 100

Sonstige betriebliche Erträge

Bei den sonstigen betrieblichen Erträgen in Höhe von T€ 1.106 (Vorjahr: T€ 1.630) handelt es sich im Wesentlichen um Erträge aus dem Energiekostendämpfungsprogramm in Höhe von T€ 434 (Vorjahr: T€ 543), Erträge aus Sachbezügen in Höhe von T€ 176 (Vorjahr: T€ 163), Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von T€ 156 (Vorjahr: T€ 193) sowie um Erträge aus in wertberichtigter Forderungen in Höhe von T€ 83 (Vorjahr: T€ 0) und Erträge aus Anlageabgängen in Höhe von T€ 34 (Vorjahr: T€ 79).

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von T€ 300 enthalten. Diese betreffen die Auflösung von Rückstellungen, Erträge aus in Vorperioden wertberichtigte Forderungen sowie Erträge aus dem Abgang von Vermögensgegenständen des Anlagevermögens.

Personalaufwand

Der im abgelaufenen Geschäftsjahr angefallene Personalaufwand betrug T€ 31.994; dieser gliedert sich wie folgt auf:

2023 2022
T€ T€
Löhne und Gehälter 27.032 25.520
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 4.962 4.620
davon für Altersversorgung 77 123
31.994 30.140

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von T€ 17.380 (Vorjahr: T€ 13.311) handelt sich im Wesentlichen um Aufwendungen für Reparaturen und Instandhaltung in Höhe von T€ 11.066 (Vorjahr: T€ 8.822), Raumkosten in Höhe von T€ 1.833 (Vorjahr: T€ 912), Rechts- und Beratungskosten in Höhe von T€ 821 (Vorjahr: T€ 477), sowie Versicherungen, Beiträge und Abgaben in Höhe von T€ 694 (Vorjahr: T€ 537).

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von T€ 360 enthalten. Diese betreffen drohende Verluste aus schwebenden Geschäften.

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Gesellschaft ist in Ländern tätig, welche bis zum Abschlussstichtag Mindeststeuergesetze entsprechend der Vorgaben der OECD ("Säule 2- Gesetzgebung") erlassen haben. Die Mindeststeuergesetze sind zum 01.01.2024 wirksam geworden.

Die Gesellschaft hat die Auswirkungen dieser Steuergesetze auf die Gesellschaft analysiert und rechnet hieraus mit keinen Auswirkungen.

Sonstige Angaben

Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum Bilanzstichtag bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von insgesamt T€ 2.667.

Im Einzelnen betreffen diese Verpflichtungen u. a. folgende Sachverhalte:

T€
Zahlungsverpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen 2.451
Zahlungsverpflichtungen aus Wartungsverträgen 216

Der Abschluss von Leasingverträgen dient der Verringerung der Kapitalbindung und verlagert das Risiko der Verwertung auf den Leasinggeber.

Die Miet- und Leasingverträge enden zwischen 2024 und 2028.

Geschäftsführung

Herr Dipl.-Physiker Dirk Albert Neumayer

Herr Thomas Armbruster

Die Schutzklausel nach § 286 Abs. 4 HGB wurde für die Geschäftsführung in Anspruch genommen.

Gesamtbezüge und Rückstellungen für Pensionen und Anwartschaften ehemaliger Mitglieder der Geschäftsführung

Die Pensionsrückstellungen für ehemalige Mitglieder der Geschäftsführung sowie ihre Hinterbliebenen sind in voller Höhe gebildet und belaufen sich zum 31. Dezember 2023 auf EUR 1.929.071.

Bezüglich der Angabe der Gesamtbezüge der ehemaligen Geschäftsführung und deren Hinterbliebene wurde die Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB in Anspruch genommen.

Mitarbeiter

Die durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer gem. § 267 Abs. 5 HGB stellt sich wie folgt dar:

Gewerbliche Mitarbeiter 314
Arbeitnehmer 89
Auszubildende 23

Prüfungs- und Beratungsgebühren

Das für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers beträgt für Abschlussprüfungsleistungen T€ 50.

Nachtragsbericht

Aufgrund des anhaltenden wirtschaftlichen Abschwungs der Automobilindustrie und damit verbundenen rückläufigen Auftragsvolumen im Zeitraum nach dem Bilanzstichtag, wurde im Dezember 2024 seitens der Geschäftsleitung ein Betriebsänderungsverfahren eingeleitet, um mittels struktureller Anpassungen insbesondere in Form eines Stellenabbaus die Zukunftsfähigkeit des Produktionsstandortes Hausach zu sichern.

Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Bilanzgewinn von EUR 43.315.171,23 auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Hausach, den 12. Dezember 2024

Dirk Albert Neumayer

Thomas Armbruster

Anlagespiegel zum 31. Dezember 2023

Anschaffungskosten
Stand 01.01.2023 Zugänge Abgänge Umgliederungen Stand 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 1.553.573,25 196.094,07 24.180,00 0,00 1.725.487,32
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 67.501.598,30 1.207.348,31 1.123.887,99 12.713.029,06 80.298.087,68
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 10.488.819,30 1.497.323,52 353.582,05 0,00 11.632.560,77
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 6.242.184,31 7.853.940,96 0 -12.713.029,06 1.383.096,21
84.232.601,91 10.558.612,79 1.477.470,04 0,00 93.313.744,66
85.786.175,16 10.754.706,86 1.501.650,04 0,00 95.039.231,98
Abschreibungen
Stand 01.01.2023 Zugänge Abgänge Stand 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche 1.355.966,30 138.870,07 24.178,00 1.470.658,37
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 53.191.066,30 3.951.464,37 1.123.867,99 56.018.662,68
2. Andere Anlagen, Betriebs- und 8.098.905,30 836.226,52 331.916,05 8.603.215,77
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
61.289.971,60 4.787.690,89 1.455.784,04 64.621.878,45
62.645.937,90 4.926.560,96 1.479.962,04 66.092.536,82
Restbuchwerte
Stand 31.12.2023 Stand 31.12.2022
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 254.828,95 197.606,95
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 24.279.425,00 14.310.532,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.029.345,00 2.389.914,00
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.383.096,21 6.242.184,31
28.691.866,21 22.942.630,31
28.946.695,16 23.140.237,26

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

1. Unternehmen

Die Richard Neumayer GmbH (im Folgenden auch "Richard Neumayer" oder "wir") mit Sitz in Hausach ist ein in fünfter Generation familiengeführtes Unternehmen mit Schwerpunkt geschmiedeter und bearbeiteter Automobil- und Armaturenkomponenten aus Stahl und Edelstahl. Die Produktpalette reicht von Schmiederohteilen bis zu einbaufertig montierten Komponenten. Als eines der ersten Schmiedeunternehmen in Deutschland und vermutlich sogar weltweit werden hier seit Januar 2021 die Schmiedeteile mit CO 2 -neutraler elektrischer Energie 1 geschmiedet und mechanisch bearbeitet. Im Bereich der Wärmebehandlung konnten die CO 2 -Emmisionen bereits signifikant reduziert werden. So konnte der CO 2 -Fußabdruck in Scope 1 und 2 gegenüber dem Referenzjahr 2018 um rund 90% gesenkt werden. Das energieintensive Unternehmen nimmt damit im Bereich Klimaschutz eine führende Stellung innerhalb der Branche ein.

Neben der Automobilindustrie, mit zwischenzeitlich starkem Anteil in der E-Mobilität, zählen der Maschinen- und Anlagenbau und damit die Bereiche Mess- und Regeltechnik, Bau-, Lebensmittel-, Chemie-, Medizin- und Pharmabranche zu unseren Absatzmärkten. Die Absatzmärkte liegen in Deutschland, Europa, Nord- und Südamerika und in China.

2. Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Nach einem guten Start hat sich das weltweite Wirtschaftswachstum im Jahresverlauf 2023 verlangsamt. Dabei wurde die Weltwirtschaft wesentlich durch die straffe Geldpolitik gebremst, welche zur Bekämpfung der Inflation notwendig war. Im Januar 2024 erwartete der IWF, dass das weltweite BIP im Jahr 2023 um 2,9 % wachsen würde, nach 3,0 % im Vorjahr. Die Geldpolitik zeigte im Jahresverlauf Wirkung. Höhere Zinsen und sinkende internationale Rohstoffpreise haben zu einem Rückgang der globalen Inflationsrate von 8,7 % im Jahr 2022 auf 6,9 % im Jahr 2023 geführt (Quelle: IWF).

Unter den drei größten Wirtschaftsräumen der Welt verzeichnete Europa im Jahr 2023 das schwächste Wachstum. Das Wachstum des BIP im Euroraum verlangsamte sich deutlich von 3,3 % im Jahr 2022 auf 0,7 % im Jahr 2023. Die Region hatte mit hohen Energiepreisen und Rekordzinsen im Euroraum sowie einer Verlangsamung der Exportaktivitäten zu kämpfen. Das BIP-Wachstum in den USA blieb 2023 mit 2,1 % dagegen stabil. Während der Pandemie angespartes Geld in den Haushalten ermöglichte eine starke Konsumnachfrage. China verzeichnete einen Anstieg des Wirtschaftswachstums von 3 % im Jahr 2022 auf 5 % im Jahr 2023, angetrieben durch die Wiederöffnung des Landes. Die Erholung nach der Pandemie blieb jedoch hinter den Erwartungen zurück. Der Konsum besserte sich nur langsam, während die chinesische Wirtschaft mit einer Krise im Immobiliensektor konfrontiert war.

1 Unter CO 2 -neutraler elektrischer Energie versteht Richard Neumayer einen Energiebezug, der aus einer Kombination zweier Corporate Purchase Price Agreements und Herkunftsnachweisen zu 100% aus erneuerbaren Energiequellen stammt.

Branchenwirtschaftliche Entwicklung

Im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2023 lagen die Kundenbedarfe nahezu in allen Bereichen bei den prognostizierten Mengen. In den Quartalen II und III wurden in allen Automotive- und Nutzfahrzeugs-Sektoren erste Markt-Reduzierungen, insbesondere im Bereich der E-Mobilität, ersichtlich. Ab dem vierten Quartal wurde dieser Trend zusätzlich durch erhebliche Reduzierungen der Mengenabrufe im Bereich der Nutzfahrzeuge verstärkt.

Non-Automotive-Fertigung

Neben dem Automobil- bzw. Zuliefersektor wird auch der Bereich des Maschinen- und Anlagenbaus, u.a. mit fertig bearbeiteten rostfreien Sonder-Flanschen aus Edelstahl, konsequent weiter ausgebaut. Der Umsatz dort konnte weiter gesteigert werden. Damit pflegt das Unternehmen eine von der Kfz-Industrie unabhängige Sparte und hat auch die Voraussetzung für das Schmieden von Bauteilen für Anwendungen im Bereich der Wasserstoffwirtschaft, in der zukünftig überwiegend Bauteile aus Edelstahl benötigt werden.

Energie

Als energieintensives Unternehmen haben wir produktionsbedingt jährlich einen Strombedarf über mehrere Millionen kWh. Gegenüber dem Vorjahr 2022 sind die Strompreise gesunken. Sie lagen jedoch auch im Jahr 2023 noch deutlich über dem Niveau des Zeitraums vor dem Jahr 2022 und belasten somit die Wettbewerbsfähigkeit. Durch die Installation einer eigenen Photovoltaikanlage auf unserem Betriebsgelände, einer über ein Corporate Purchase-Price-Agreement (PPA) angebundenen Photovoltaikanlage in Bayern und der zwischenzeitlich geschaffenen Möglichkeit bei Bedarf flexibel auf ein Windkraftrad in Brandenburg zugreifen zu können, haben wir Möglichkeiten geschaffen, starke Strompreisausschläge nach oben deutlich abzumildern.

Transformation

Der Transformationsprozess in der Automobilindustrie wurde im Jahr 2023 zwar weiter vorangetrieben, bei unseren europäischen Kunden wurde jedoch im Laufe des Jahres deutlich, dass es nicht gelingen wird, geplante Absatzmengen zu erreichen. In Quartal I lag die Auslastung der intern installierten E-Mobilitäts-Fertigungslinien bei ca. 80%, zum Jahresende lag die Auslastung bei ca. 50%.

Instandhaltungsmaßnahmen AMP3150-1

Ende 2023 bis Anfang 2024 wurde bei einer unserer großen Pressenlinien (AMP3150-1) gezielte Instandhaltungsmaßnahmen durchgeführt. Im Rahmen dieser Arbeiten wurden zusätzliche Schäden identifiziert, welche die Dauer der Maßnahmen verlängerten und die Kosten erhöhten. Auf Grund der rückläufigen Mengenabrufe war die Kundenversorgung dennoch stets sichergestellt. Diese umfangreiche Instandhaltungsmaßnahme führte nach Abschluss im Jahr 2024 zu einer deutlichen Verbesserung der Maschinenverfügbarkeit.

Zusammenfassung

Auch das Geschäftsjahr 2023 war aufgrund der weiterhin hohen Strompreise und den Unsicherheiten auf dem Automobilmarkt sehr herausfordernd. Ebenfalls entstanden größere Aufwände durch die deutlich verlängerte Reparaturmaßnahme einer unserer großen Presselinien. Trotz dieser schwierigen Rahmenbedingungen im Jahr 2023 ist es uns gelungen, ein positives Betriebsergebnis (EBT) zu erzielen, wenngleich die Vorjahresprognose in Form eines positiven Trends des Ergebnisses unter den genannten Bedingungen und Entwicklung im Geschäftsjahr 2023 nicht erreicht werden konnte.

3. Finanz- und Vermögenslage

Die Bilanzsumme hat sich im Berichtsjahr gegenüber dem Vorjahr von T€ 72.242 auf T€ 80.422 erhöht. Dies ist insbesondere auf die im Berichtszeitraum getätigten Investitionen in das Sachanlagevermögen zurückzuführen, das um T€ 5.749 anstieg und unser Investitionsprogramm in den Produktionsstandort Hausach widerspiegelt.

Das Umlaufvermögen stieg zum Stichtag um T€ 2.466 an, was in Höhe von T€ 960 auf einen höheren Vorratsbestand zurückzuführen ist. Unter den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen reduzierten sich die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen - dem Abschwung im IV. Quartal geschuldet - um T€ 3.176. Gleichzeitig verzeichneten die sonstigen Vermögensgegenstände unter anderem aufgrund einer steuerlichen Forschungszulage in Höhe von T€ 1.140 einen Anstieg, so dass sich das Umlaufvermögen insgesamt gegenüber dem Vorjahr erhöhte.

Die Eigenkapitalquote verringerte sich zum Stichtag von 60,5 % im Vorjahr um 4,6 % auf 55,9 %, was vorwiegend auf die Investitionen in die Sachanlagen und den daraus resultierenden Anstieg der Bilanzsumme zurückzuführen ist. Zur Finanzierung der Investitionen in Maschinen und die Einrichtung wurden im Berichtszeitraum neue Bankdarlehen über T€ 10.000 aufgenommen.

Die Liquiditätssituation kann trotz einer Abschwächung gegenüber dem Vorjahr als weiterhin stabil bezeichnet werden.

Die Zahlungsbereitschaft der Gesellschaft war jederzeit gegeben. Sämtliche anfallenden finanziellen Verpflichtungen wurden stets und regelmäßig unter Erwirtschaftung von Skontoerträgen erfüllt.

4. Ertragslage

Die bereits in 2021 begonnene Energiekrise hatte auch im aktuellen Berichtsjahr signifikante Auswirkungen auf die Ertragslage.

Die Umsatzerlöse, als ein bedeutsamer Leistungsindikator, verzeichneten gegenüber dem Vorjahr von T€ 145.445 um T€ 1.208 (- 0,8 %) auf T€ 144.237 einen leichten Rückgang. Dies ist im Wesentlichen auf die geringeren Abnahmemengen von Schmiedeteilen in der Automobil- und Nutzfahrzeugindustrie zurückzuführen, wonach die Umsatzerlöse gegenüber dem Vorjahr in diesem Bereich um T€ 1.322 bzw. 1,0 % auf T€ 131.930 rückläufig waren. Im Bereich Flanschen konnten die Umsatzerlöse mit T€ 11.758 auf Vorjahresniveau (T€ 11.767) gehalten werden. Die sonstigen Umsatzerlöse konnten mit T€ 1.140 gegenüber dem Vorjahr (T€ 957) aufgrund der höheren Erlöse aus Gesenken hingegen um T€ 183 bzw. 19,1 % gesteigert werden.

Der Materialaufwand reduzierte sich im gleichen Zeitraum insbesondere aufgrund der gegenüber dem Vorjahr gesunkenen Energiekosten um T€ 7.776 bzw. 7,6 % auf T€ 91.269. Die rückläufigen Energiekosten spiegeln sich auch in den niedrigeren Kosten für den Bezug des Rohstoffs Stahl wieder, dessen Herstellung ebenfalls energieintensiv ist und die Preise folglich zu einem wesentlichen Teil von den Energiekosten abhängig sind.

Die Personalaufwendungen stiegen im Berichtszeitraum dahingegen mit 6,2 % um T€ 1.854 in etwa auf gleichem Niveau wie auch die Abschreibungen aufgrund der Vorjahresinvestitionen um 6,4 % bzw. T€ 296. Überproportional stiegen dahingegen die sonstigen betrieblichen Aufwendungen im Berichtszeitraum mit T€ 4.069 (+30,6 %) insbesondere geschuldet durch die Instandhaltungsmaßnahmen, den Pachtaufwendungen aber auch den ansonsten nicht zuletzt aufgrund der Inflation durchweg gestiegenen Aufwendungen.

Insgesamt konnte das Geschäftsjahr mit einem Jahresüberschuss in Höhe von T€ 1.274 und damit auf Vorjahresniveau abgeschlossen werden (Vorjahr: T€ 1.278).

Beschäftigungssituation

Zum Bilanzstichtag waren 427 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt (Vorjahr: 425). Davon waren 368 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Vollzeit und 36 in Teilzeit / Minijob sowie 23 Auszubildende beschäftigt.

Das Know-How und Engagement unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bilden die Basis des Erfolges unseres Unternehmens. Sowohl die gute Ausbildungsquote als auch langfristige Beschäftigungsverhältnisse sind Grundlage für unsere Fertigungsqualität, und sind neben der Investition in die Zukunft fester Bestandteil unserer Unternehmensphilosophie. Die kontinuierliche Weiterqualifizierung aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wird stetig fortgesetzt und verstärkt.

Auch der Bereich Ausbildung wird von Richard Neumayer weiter verstärkt fokussiert. Die eigene Ausbildung von Fachkräften hat für uns einen sehr hohen Stellenwert. Die regionale Bekanntheit als nachhaltig wirtschaftendes Familienunternehmen sorgt weiterhin für hohes Interesse an unseren Ausbildungsplätzen.

Investitionen

Im Geschäftsjahr 2023 wurden die Investitionen in den Standort fortgeführt. Hervorzuheben ist der im Vorjahr bereits begonnene Neubau eines vollautomatisierten Hochregallagers sowie der Bau einer neuen Halle mit Anlagen für die Zerkleinerung unseres Rohmaterials. Darüber hinaus wurden im Jahr 2023 weitere Investitionsmaßnahmen im Bereich der mechanischen Bearbeitung begonnen, die im Jahr 2024 abgeschlossen wurden. Diese Investitionen dienen dazu, die Produktivität in den zukünftigen Jahren weiter zu steigern und den Produktionsstandort Hausach zukunftssicher zu machen.

Forschung und Entwicklung

Die Auftragsforschung ist einer der Schlüsselfaktoren für die Kunden- und Auftragsgewinnung. Insbesondere der Transformationsprozess in der Automobilindustrie hat es in der jüngeren Vergangenheit erforderlich gemacht, Produkt- und Auftragsforschung in der E-Mobilität anzustellen um sich am Markt zukunftsgerichtet aufzustellen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2023 betrugen die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung in der Auftragsforschung T€ 2.580 (Vorjahr: T€ 2.922).

5. Chancen und Risiken

Klima- und Umweltschutz

Das Gebiet der Nachhaltigkeit, insbesondere im Klimaschutz gewinnt in beutendem Maße auch kundenseitig bei der Vergabe von langfristigen Aufträgen weiterhin an Bedeutung. Dank gesellschaftlicher Entwicklungen, dem Ziel der EU-Länder in 2050 klimaneutral zu sein, aber auch aus eigener Überzeugung, Verantwortung für den Klimaschutz zu übernehmen, fordern Kunden vermehrt einen geringeren CO 2 -Fußabdruck in ihren Lieferketten.

Bei Richard Neumayer wird dieses Gebiet seit Jahren strategisch verankert vorangetrieben. Eine führende Position innerhalb der Branche in Richtung CO 2 -neutralem Schmieden, Wärmebehandeln und Bearbeiten bietet strategisch wichtige Chancen, insbesondere zur Kundenbindung, Gewinnung neuer Kunden und Aufträge, aber auch der Wahrnehmung gesellschaftlicher Verantwortung.

Seit dem Jahr 2021 beziehen wir über Herkunftsnachweise 100% unserer elektrischen Energie aus erneuerbaren Quellen. Um den Ausbau der erneuerbaren Energie wirksam zu fördern und unabhängiger vom Strommarkt zu werden wurde im Berichtsjahr ein erstes Corporate Purchase Price Agreement (PPA) über eine neue Photovoltaikanlage in Bayern abgeschlossen. Diese Photovoltaikanlage wurde im März 2023 in Betrieb genommen und hat uns - neben unseren eigenen Photovoltaikanlagen am Produktionsstandort - im Laufe des Geschäftsjahres zwischen 10 und 15 % unseres Strombedarfs gedeckt. Darüber hinaus wurde ein weiteres Corporate PPA mit einer Windkraftanlage in Brandenburg geschlossen. Auch dieses hilft uns weiter auf dem Weg zu einer klimafreundlichen und nachhaltigen Produktion.

Mit diesen Maßnahmen wird neben der klimafreundlichen Energieversorgung auch der Ausbau erneuerbarer Energiequellen gefördert und Risiken im Bereich der Energiepreisentwicklung und -versorgung entgegengewirkt.

Energiekosten und Inflation

Auch im Jahr 2023 verblieb die Inflation auf einem hohen Niveau. Dies belastete unser Ergebnis in 2023 weiter, wie auch bereits in 2022. Die Herausforderung, uns gegenüber europäischen und nichteuropäischen Wettbewerbern zu behaupten blieb somit weiterhin bestehen und wird auch zukünftig weiter bestehen bleiben.

Als energieintensives Unternehmen sehen wir ein hohes Risiko bei der Entwicklung der europäischen Energiekosten. Die Wettbewerbsfähigkeit für die energieintensive Industrie leidet besonders unter den geopolitischen Rahmenbedingungen. So wurden zum Ende des Jahres 2023 die Zuschüsse zu den Netzentgelten von der Politik weitestgehend gekappt. Dies stellt uns für das Jahr 2024 vor weitere Herausforderungen auch diese Zusatzbelastungen bei unseren Kunden platzieren zu können.

Wir gehen davon aus, dass beispielsweise Schmieden in südasiatischen Ländern, die mit günstigen nordasiatischen Gasimporten und damit vergleichsweise günstigen Energiekosten vergleichbare Produkte zu geringeren Preisen anbieten können, zukünftig unserer europäischen Branche erhebliche Marktanteile abnehmen können. Auch innerhalb Europas gab und gibt es im Bereich der Strompreise starke Verzerrungen. Niedrige Industriestrompreise für energieintensive Unternehmen in Frankreich, intelligente Deckelungen der Gaskosten für Stromerzeugung und damit gedeckelte Strompreise in Spanien und Portugal sorgen weiter für Wettbewerbsverzerrungen auch innerhalb des Produktionsstandorts Europa.

Diesen Trends begegnen wir einerseits in unserer Verbandsarbeit, in der wir versuchen Einfluss auf politische Entscheidungen zu nehmen, andererseits arbeiten wir am Aufbau von Kooperationen mit Schmiedeunternehmen, in wirtschaftlich günstigeren Regionen.

Gewährleistungs- und Haftungsrisiken

Das Gewährleistungsrisiko ist aufgrund der branchenspezifischen Ausrichtung der Gesellschaft ein wesentlicher Bestandteil des Risikomanagements. Durch die Intensivierung der Qualitätssicherungsmaßnahmen, Standardisierungen von Prozessen und Abläufen sowie intensiven Schulungen wird diesen Risikofeldern bereits in der frühen Phase der Entstehung wirksam begegnet. Dazu gehört auch der Fokus auf die Informationssicherheit mit ihren vielfältigen Anforderungen. Für beide Themenfelder, also Qualitäts- und Informationssicherheit, sind zertifizierte Managementsysteme mit regelmäßigen Audits wirksam.

Insbesondere der Bereich der IT- und Informationssicherheit wird kontinuierlich durch technische Maßnahmen ausgebaut und durch regelmäßige Schulungen und interne und externe Penetrationstests verstärkt.

Auftragslage

Aufgrund der derzeit schwachen europäischen Automobil- und Nutzfahrzeugsektoren kommt es ab der zweiten Jahreshälfte 2024 zu deutlichen Auftragsreduzierungen und geringeren Abnahmemengen. Insbesondere durch den Rückgang, bzw. durch die Nicht- Zielerreichung der geplanten Fertigungsmengen in dem Bereich der E-Mobilität, sind bisher längerfristig geplante Fertigungskapazitäten nicht mehr ausgelastet. Mit entsprechend langfristig ausgerichteten Gegenmaßnahmen wirken wir diesem Risiko entgegen, da eine kurzfristige Erholung im Bereich der Automobilindustrie aktuell als nicht wahrscheinlich eingeschätzt wird.

Den Rückgang der Mengen im Bereich der Nutzfahrzeuge betrachten wir als temporären Effekt. Wir erwarten eine Erholung bis spätestens Quartal III im Jahre 2025. Bis dahin müssen kostensenkende Überbrückungsmaßnahmen durchgeführt werden. Mit Berichtserstellung wurden daher bereits eine Vielzahl von Maßnahmen begonnen, bzw. wurden bereits umgesetzt, um einerseits Kosten zu senken und andererseits weitere Aufträge zu generieren.

Zahlungsausfallrisiken

Neben dem Mahnwesen ist das Risiko von Forderungsausfällen im Marktsegment OEMs der Automobil- und Nutzfahrzeugindustrie durch die namhafte Kundenstruktur äußerst gering. Alle weiteren Kunden werden durch Warenkreditversicherungen beobachtet und besichert. Im Falle nicht ausreichender Limite werden mit den Kunden neue Zahlungsziele verhandelt.

Geopolitische Risiken

Neben dem anhaltenden Krieg in der Ukraine bergen zunehmend auch weitere geopolitische Konflikte Risiken, von denen wir zukünftig direkt oder indirekt betroffen sein könnten. Direkte Auswirkungen eines Konflikts im pazifischen Raum, aber auch in der Nahost-Region sind schwer zu prognostizieren und werden von uns fortlaufend beobachtet und eingeschätzt, um bei sich konkret abzeichnenden Auswirkungen entsprechende Anpassungsmaßnahmen einzuleiten.

Gesamtrisikoeinschätzung

Die Einschätzung gesamtwirtschaftlicher Entwicklung in Deutschland hat sich deutlich verschlechtert. Dies zeichnet sich in unserer Branche in rückläufigen Auftragsbeständen ab. Aufgrund der Tatsache, dass weniger deutsche Automobile gebaut werden, spüren wir diesen Ausfluss unmittelbar durch einen gegenüber der Planung geringeren Auftragsbestand. Die Aussichten für die Jahre 2024 und auch 2025 sind derzeit auf einem deutlich niedrigeren Niveau als zu den Vorjahren.

Die Gesamtrisikosituation insbesondere vor dem Hintergrund der wirtschaftlichen Entwicklung stellt uns vor große Herausforderungen, welche neben temporären auch mittel- und langfristig ausgerichtete Kapazitätsanpassungsmaßnahmen im Unternehmen erfordern. Auf der Basis unseres Risikomanagementsystems, wonach Risiken regelmäßig aufgenommen und bewertet werden, sind wir in der Lage, frühzeitig mit der Ausarbeitung und Umsetzung von Gegensteuerungsmaßnahmen zu beginnen und davon überzeugt, den bestehenden Risiken wirksam entgegenzuwirken um das Unternehmen zukunftsorientiert und nachhaltig aufzustellen.

6. Prognosebericht

Voraussichtliche Entwicklung

Mit Abschluss dieses Berichts ist bereits deutlich, dass die gesamtwirtschaftliche Situation in Deutschland an Fahrt verloren hat und auch wir uns dieser Situation nicht entziehen können. Aufgrund dieser Entwicklung rechnen wir für das Geschäftsjahr 2024 mit deutlich rückläufigen Umsatzerlösen im Bereich von 20% gegenüber dem Berichtsjahr, die im Wesentlichen aus dem Produktbereich Schmiedeteile für die Automobil- und Nutzfahrzeugindustrie herrühren. Aufgrund der vorherrschenden Kostenstruktur rechnen wir für das Geschäftsjahr 2024 mit einem negativen Betriebsergebnis (EBT).

Gegensteuerungsmaßnamen, um auf die veränderte Situation zu reagieren, wurden von uns bereits eingeleitet. Hierzu wurden zum Zeitpunkt der Berichtserstellung insbesondere Maßnahmen zur Personalkostenreduzierung und Maßnahmen des Insourcings implementiert bzw. umgesetzt.

Unsere umfangreichen Investitionsmaßnahmen, die auch über den Berichtszeitraum hinweg fortgeführt werden, sollen unsere Kostenstrukturen signifikant verbessern und somit zur Absicherung der Produktion am Standort Hausach beitragen. Damit sind die Voraussetzungen gegeben, den wirtschaftlichen Abschwung abzudämpfen und die Entwicklung des Unternehmens erfolgreich fortzusetzten.

 

Hausach, den 12. Dezember 2024

Die Geschäftsführung

Dirk Albert Neumayer

Thomas Armbruster

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