MicroFuzzy Industrie-Elektronic GmbH

Frankfurter Ring 105B, 80807 München, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 104401
Eingetragen
6.12.1993
Branche
Herstellung von elektronischen Bauelementen a. n. g.Herstellung elektrischer und elektronischer Ausrüstungsgegenstände für KraftwagenHerstellung von Mehrzweckindustrierobotern
Gegenstand
Entwicklung, Herstellung und Vertrieb von elektronischen Bauelementen und Baugruppen für die industrielle Anwendung einschließlich der dazugehörenden Software sowie Beratung auf diesem Gebiet.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (2)

NameAnteil
KPIT TECHNOLOGIES (UK) LIMITEDGBR
69.85%
KPIT Technologies LimitedIND
30.15%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
26.000 €
100.00%

Beteiligungen

NameAnteil
IsarTec GmbHAufgelöst
45.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

MicroFuzzy Industrie-Elektronic GmbH

München

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.04.2023 bis zum 31.03.2024

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023/2024

der MicroFuzzy Industrie-Elektronic GmbH

I. Grundlagen der Gesellschaft

Die MicroFuzzy Industrie-Elektronic GmbH, München, (nachfolgend kurz: "MicroFuzzy" oder "Gesellschaft") ist im Bereich der Kfz-Elektrotechnik tätig. Die Gesellschaft bietet den Kunden innovative Lösungen für Automobile der nächsten Generation an. Mit einem erfahrenen Ingenieursteam ist die Gesellschaft in der Lage den Kunden High-End-Lösungen und -Konzepte anzubieten. Der Sitz der MicroFuzzy ist München. Die Gesellschaft ist Teil der KPIT-Gruppe, deren Hauptsitz in Pune/Indien ist.

KPIT ist ein globales Technologieunternehmen mit Softwarelösungen für eine autonome, saubere, intelligente und vernetzte Mobilität der Zukunft. Der KPIT-Konzern beschäftigt mehr als 12.000 Mitarbeiter weltweit. Der Konzern hat sich auf eingebettete Software, Künstliche Intellgienz (KI) und digitale Lösungen spezialisiert und ermöglicht den Kunden eine schnellere Implementierung von Mobilitätstechnologien der nächsten Generation. In den Entwicklungszentren in Europa, Amerika, Japan, China, Thailand und Indien arbeitet KPIT mit führenden Unternehmen im Bereich Mobilität zusammen. Durch die Zugehörigkeit zur KPIT-Gruppe ergibt sich für MicroFuzzy die Möglichkeit, die technischen und personellen Ressourcen der KPIT-Gruppe zu nutzen.

Die Kunden stammen hauptsächlich aus der Automobilindustrie und umfassen Automobilhersteller (OEMs) und Automobilzulieferer, die direkt an die Automobilhersteller liefern (Tier-1-Zulieferer). Daher können die Dienstleistungen und die Lösungen dem wachsenden Kundenstamm nicht nur in Deutschland, sondern weltweit angeboten werden. Die Kunden fragen alle Arten von Unterstützung und Lösungen nach. Von dezidierter technischer Unterstützung für ein spezifisches technisches Problem bis hin zu kompletten Konzepten und Lösungen für Produkte des elektrischen Antriebsstrangs.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Das deutsche Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 0,3 % gesunken. Hohe Preise auf allen Wertschöpfungsstufen dämpften das Wirtschaftswachstum. Auch das hohe Zinsniveau sowie die schwache Inlands- und Auslandsnachfrage wirken sich auf die Gesamtwirtschaft aus. Nach Angaben des Internationalen Währungsfonds (IWF) wurde die deutsche Wirtschaft im Wesentlichen durch die schwache Auslandsnachfrage, die anhaltenden geopolitischen Spannungen und die hohen Energiepreise beeinträchtigt. Dies führte insgesamt zu einem geringeren Warenhandel. Ein positiver Ausblick für die Gesamtwirtschaft ist, dass die Inflation von niedrigen zweistelligen Werten im Jahr 2022 auf rund 6 % im Jahr 2023 gesunken ist.

Obwohl das produzierende Gewerbe, das nahezu 25 % der wirtschaftlichen Leistung darstellt, um 0,4 % rückläufig war, bildete der Automobilsektor eine Ausnahme, in dem die Produktion von Kraftfahrzeugen, Anhängern und Sattelanhängern zunahm.

Die Konsumausgaben privater Hauhalte sind preisbereinigt um 0,6 % gesunken. Sowohl die Importe als auch die Exporte gingen im mittleren einstelligen Bereich zurück. Das rückläufige Wachstum im produzierenden Gewerbe wurde durch das Wachstum im Dienstleistungssektor teilweise kompensiert, der eine leichte Ausweitung verzeichnete. Der Informations- und Kommunikationssektor verzeichnete mit 2,6 % das stärkste Wachstum.

Die schwachen Wirtschaftsdaten wurden auch durch die Indikatoren der Konjunkturdaten bestätigt. Der Einkaufsmanagerindex (EMI) für das produzierende Gewerbe blieb das ganze Geschäftsjahr unter der 50er-Marke (ein Wert unter 50 bedeutet eine Schrumpfung, während ein Wert über 50 auf eine Expansion der Wirtschaftstätigkeit hindeutet). Der EMI erreichte im Juli 2023 einen Tiefstand mit einem Wert von 38, bevor er sich gegen Ende des Kalenderjahres auf einen Wert nahe 45 erholte.

Der deutsche Arbeitsmarkt ist nach wie vor robust, mit einer verbesserten Erwerbsquote und 330.000 zusätzlichen Arbeitsplätzen. Die Arbeitsplätze wurden vor allem im Dienstleistungssektor geschaffen. Die deutsche Arbeitslosenquote war mit 3,01% im Kalenderjahr 2023 auf dem niedrigsten Stand seit vielen Jahren.

Zudem dürfte sich das Wirtschaftswachstum in der Eurozone von einer niedrigen Wachstumsrate von schätzungsweise 0,5 % im Kalenderjahr 2023, die im Wesentlichen durch den Krieg in der Ukraine beeinflusst war, auf 0,9 % im Kalenderjahr 2024 und 1,7 % im Kalenderjahr 2025 erholen. Der IWF prognostiziert für Deutschland ein Wirtschaftswachstum von 0,5 % im Kalenderjahr 2023 und von 1,6 % im Kalenderjahr 2024.

Die weltweiten Forschungs- und Entwicklungsausgaben der deutschen Automobilindustrie steigen in allen Regionen weiter an, obwohl der Absatz von Elektrofahrzeugen in Deutschland aktuell stagniert bzw. im niedrigen einstelligen Bereich liegt. In den USA werden derzeit große Investitionen getätigt, um die Infrastruktur für Elektroautos zu verbessern und die zukünftige Nachfrage zu bedienen. Die OEMs entwickeln zunehmend verbraucherorientierte Fahrzeugfunktionen. Das digitale Cockpit wird weiter entwickelt, um den Kunden ein noch intensiveres Erlebnis zu bieten, z. B. durch Umgebungsbeleuchtung und generative KI zur Verbesserung der Benutzerfreundlichkeit. Die verschiedenen Bereiche der Forschung und Entwicklung in der Automobilindustrie, wie z.B. alternative Treibstofftechnologien, Software-definierte Fahrzeuge (SDV), autonome und vernetzte Fahrzeuge, Batterietechnologie und Cybersicherheit sind die wichtigsten Schwerpunkte der OEMs in der Automobilindustrie. Es wird erwartet, dass die Ausgaben für Forschung und Entwicklung in den kommenden Jahren weiter ansteigen werden.

2. Geschäftsverlauf

Die Geschäftsführung ist erfreut, dass das Geschäftsjahr zum 31. März 2024 besser verlaufen ist als das Geschäftsjahr, das zum 31. März 2023 abgeschlossen wurde.

Die Automobilindustrie erlebte eine stetige Erholung, und es wird erwartet, dass das Wachstum im Kalenderjahr 2024 zweistellig sein wird. Für das kommende Jahrzehnt wird erwartet, dass die Automobilhersteller deutlich investieren werden. Die Megatrends Konnektivität, autonomes Fahren, Shared Mobility und Elektrifizierung (CASE) setzen die ständige Weiterentwicklung fort und werden die Branche weiter verändern. In den kommenden Jahren werden die Investitionen der Automobilhersteller in den Bereichen Digitalisierung und Customer Experience weiter an Bedeutung gewinnen.

MicroFuzzy wächst schnell und arbeitet heute mit Ingenieuren in fast allen Bereichen der Automobilentwicklung zusammen. Die Vielzahl der Projekte liegt im Bereich der funktionalen Sicherheit, der Softwareentwicklung und -verifikation, der Funktionsentwicklung, der Hardware und zahlreicher Test- und Validierungsaufgaben in Testumgebungen oder im Fahrzeug selbst.

Die Gesellschaft konnte in allen Bereichen wachsen und ist in der Lage, sehr anspruchsvolle technische Lösungen und auch komplette technische Konzepte anzubieten.

Am Standort in München wurde in ein großes Hochspannungs- bzw. Hochleistungsprüf- und Validierungslabor für die Prüfung von elektrischen Antriebsstrangkomponenten investiert.

Um die Kosten und die Qualität zu optimieren, findet ein intensiver Informationsaustausch mit anderen Gesellschaften der KPIT-Gruppe in administrativen und technischen Bereichen statt.

Die finanziellen Leistungsindikatoren sind Umsatzerlöse und das EBITDA. Die Entwicklung der finanziellen Leistungsindikatoren entsprach den Prognosen des letzten Jahres. Die Geschäftsführung ist der Ansicht, dass die Geschäftsentwicklung im Geschäftsjahr 2023/24 insgesamt positiv war.

3. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

MicroFuzzy erzielte im Geschäftsjahr 2023/24 Umsatzerlöse in Höhe von EUR 67,31 Mio. gegenüber EUR 50,23 Mio. im Geschäftsjahr 2022/23. Die EBITDA-Marge betrug 17,0 % gegenüber 4,5 % im Vorjahr. Die Gesellschaft hat durch einen Gesellschafterbeschluss vom 18. Dezember 2019 einen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag mit seiner Muttergesellschaft KPIT Technologies GmbH, München, abgeschlossen. Aufgrund dieses Unternehmensvertrages wird das Jahresergebnis des Geschäftsjahres 2023/24 der Gesellschaft in Höhe von EUR 12,09 Mio. (i. Vj. EUR 2,26 Mio.) an die KPIT Technologies GmbH, München, abgeführt. In diesem Geschäftsjahr setzte das Unternehmen die Verstärkung seines Ingenieurteams in Deutschland fort, und es wird erwartet, dass dieser Prozess im Geschäftsjahr 2024/25 fortgesetzt wird.

Die Gesellschaft weist zum Ende des Geschäftsjahres eine Bilanzsumme in Höhe von EUR 62,21 Mio. gegenüber EUR 32,35 Mio. im Vorjahr aus. Das Nettovermögen (Gesamteigenkapital) beträgt zum 31. März 2024 EUR 1,03 Mio. gegenüber EUR 1,03 Mio. im Vorjahr.

Das Nettoumlaufvermögen hat sich im Vergleich zum Vorjahr um EUR 0,88 Mio. erhöht. Von den gesamten kurzfristigen Verbindlichkeiten in Höhe von EUR 57,20 Mio. entfallen EUR 11,91 Mio. (20,82 %) auf Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen für von diesen bezogene Leistungen. Die sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten und Rückstellungen sind durch die liquiden Mittel der Gesellschaft in Höhe von EUR 16,82 Mio. und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 15,57 Mio. ausreichend gedeckt. Insgesamt hat die Gesellschaft ein "Current Ratio" von 1,08 gegenüber 1,13 im Vorjahr. Die Eigenkapitalquote lag bei 2 % gegenüber 3 % im Vorjahr.

Die MicroFuzzy hat keine langfristigen externen Verbindlichkeiten und ist nahezu vollständig durch Eigenkapital finanziert. Die Gesellschaft nutzt das Factoring. Es besteht eine kurzfristige Verbindlichkeit in Höhe von EUR 11,00 Mio. gegenüber der DBS Bank und der HSBC Bank für die in Anspruch genommene Factoring-Dienstleistung. Der Anteilseigner der Gesellschaft, die KPIT Technologies GmbH, München, hat sich verpflichtet, das Unternehmen finanziell zu unterstützen.

Im Geschäftsjahr 2023/24 beschäftigte die Gesellschaft durchschnittlich 232 Mitarbeiter gegenüber 244 im Vorjahr.

MicroFuzzy konnte seine Zahlungsverpflichtungen im Geschäftsjahr 2023/24 jederzeit erfüllen.

III. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

1. Prognosebericht

Für das Geschäftsjahr 2024/25 plant die Geschäftsführung der Gesellschaft mit einem weiteren Anstieg der Umsatzerlöse und einer Verbesserung der Profitabilität (EBITDA). Dies soll durch die Fokussierung auf Angebote in Nischenbereichen, die Erweiterung des Kundenstamms und eine strikte Kostenoptimierung erreicht werden. Diese Entwicklung würde sich in einer besseren Finanzlage der Gesellschaft niederschlagen.

Der einzige Schwerpunkt der Gesellschaft ist das Thema "Mobilität" und Deutschland ist ein Dreh- und Angelpunkt für die weltweite Automobilindustrie. Wir investieren weiterhin in Vertrieb, Lieferung, Verfahren und Einrichtungen. Die Gesellschaft arbeitet auch an der Verbesserung des Cashflows, indem das Forderungsmanagement effizienter werden soll. Die Geschäftsführung ist der Ansicht, dass die Angebotspalette der Gesellschaft für das wirtschaftliche Umfeld gut geeignet ist, und sie ist zuversichtlich, die Verbesserung der wirtschaftlichen Bedingungen in vollem Umfang nutzen zu können.

Die Geschäftsführung ist davon überzeugt, dass die Positionierung und das bestehende Geschäft mit den deutschen OEMs ein wichtiger Schritt ist, um unser Ziel zu erreichen, einer der besten Softwareintegratoren im Automobilsektor zu werden. Mittelfristig wird sich MicroFuzzy auf die Verbesserung der operativen Rentabilität konzentrieren, wobei der Schwerpunkt auf Produktivitätsverbesserungen, die Kostenoptimierung durch Nutzung von Ressourcen aus verschiedenen Standorten in Deutschland und die Vergrößerung der strategischen Kunden liegt.

MicroFuzzy hat geeignete Maßnahmen ergriffen, um den geschäftlichen Unwägbarkeiten während des Geschäftsjahres zu begegnen und hat auch Maßnahmen ergriffen, um die Kosten noch stärker zu überwachen.

In Anbetracht der stärkeren Dynamik bei unseren Kunden und in der Automobilindustrie erwarten wir, dass sich die finanzielle Performance der Gesellschaft im kommenden Geschäftsjahr 2024/25 gegenüber dem Geschäftsjahr 2023/24 verbessern wird.

MicroFuzzy plant weiterhin das Wachstum zu steigern und geeignete Maßnahmen zu ergreifen, um die Umsatzerlöse im Geschäftsjahr 2024/25 zu steigern. Die Geschäftsführung rechnet mit einem moderaten Anstieg der Umsatzerlöse und des EBITDA für das Geschäftsjahr 2024/25.

2. Chancen- und Risikobericht

Chancenbericht

Der Anwendungsbereich "Elektrofahrzeuge" entwickelt sich rasant und bietet enorme Chancen und Möglichkeiten für MicroFuzzy. Das aktuelle Wachstum in der Forschung und Entwicklung für die Elektrifizierung von Fahrzeugen wird sich im Geschäftsjahr 2024/25 noch verstärken. MicroFuzzy ist gut positioniert, um die Chancen im Automobilsektor (mittleres Niveau) mit seinen Mehrwertangeboten zu nutzen.

Risikobericht

Die Gesellschaft hat die Risiken nach dem Grad der Auswirkung und der Eintrittswahrscheinlichkeit klassifiziert.

Das wirtschaftliche Klima in den EU-Ländern ist etwas stabiler, aber der Einkauf von Dienstleistungen durch OEMs und Tier1s bleibt weiterhin herausfordernd (geringes Niveau). Die Hauptkunden von MicroFuzzy sind krisenfest und die Gesellschaft ist in der Lage, neue Kunden in der Region zu gewinnen. Dennoch ist die Gesellschaft von einigen wenigen Bestandskunden abhängig. In den letzten Jahren hat die Gesellschaft die notwendigen Strukturen aufgebaut und in Ressourcen investiert, um die Kundenbedürfnisse zu erfüllen, was ein wichtiger Aspekt für die Fortsetzung einer starken Kundenbeziehung ist. Ein effizientes und aktives Projektmanagement hilft darüber hinaus, die Risiken im Zusammenhang mit den angestrebten Projektabschlüssen zu mindern. Die Geschäftsführung geht davon aus, dass sich die Gesellschaft trotz der Herausforderungen gut entwickeln wird und die Umsatz- und Profitabilitätsziele für das Geschäftsjahr 2024/25 erreicht werden.

 

München, 22. April 2024

gez. Pankaj Maheshwar Sathe, Geschäftsführer

gez. Dr. Gabriel Seiberth, Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

31.3.2024
EUR
31.3.2023
EUR
A. Anlagevermögen 534.270,04 515.735,57
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 60.248,04 46.063,99
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 60.248,04 46.063,99
II. Sachanlagen 469.022,00 464.671,58
1. technische Anlagen und Maschinen 7.023,68 18.012,51
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 461.998,32 424.198,17
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 22.460,90
III. Finanzanlagen 5.000,00 5.000,00
1. Genossenschaftsanteile 5.000,00 5.000,00
B. Umlaufvermögen 61.680.204,65 31.836.753,34
I. Vorräte 1.897.013,89 1.518.017,95
1. unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 1.897.013,89 1.518.017,95
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 42.960.686,87 23.466.210,53
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 15.573.260,02 8.163.790,92
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 27.134.222,89 15.170.285,20
3. sonstige Vermögensgegenstände 253.203,96 132.134,41
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 16.822.503,89 6.852.524,86
Aktiva 62.214.474,69 32.352.488,91

Passiva

31.3.2024
EUR
31.3.2023
EUR
A. Eigenkapital 1.028.431,83 1.028.431,83
I. Gezeichnetes Kapital 26.000,00 26.000,00
II. Gewinnvortrag 1.002.431,83 1.002.431,83
III. Jahresüberschuss/-fehlbetrag 0,00 0,00
B. Rückstellungen 3.984.142,70 3.077.719,72
1. Steuerrückstellungen 3,64 3,64
2. sonstige Rückstellungen 3.984.139,06 3.077.716,08
C. Verbindlichkeiten 57.201.900,16 28.241.280,36
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 11.005.817,78 5.346.272,08
2. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 32.958.017,40 18.561.464,30
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 889.184,04 111.477,42
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 11.907.068,11 3.752.085,65
5. sonstige Verbindlichkeiten 441.812,83 469.980,91
davon aus Steuern 284.194,21 339.653,75
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 157.618,62 125.793,33
D. Rechnungsabgrenzungsposten 0,00 5.057,00
Passiva 62.214.474,69 32.352.488,91

Gewinn- und Verlustrechnung

1.4.2023 - 31.3.2024
EUR
1.4.2022 - 31.3.2023
EUR
1. Umsatzerlöse 67.305.170,36 50.225.691,93
2. sonstige betriebliche Erträge 19.157,43 200.695,55
3. Materialaufwand 28.709.432,56 22.820.281,65
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 5.423.241,59 3.520.732,56
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 23.286.190,97 19.299.549,09
4. Personalaufwand 23.143.591,96 22.208.205,25
a) Löhne und Gehälter 19.643.317,04 18.952.587,81
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 3.500.274,92 3.255.617,44
davon für Altersversorgung 71.801,44 61.327,10
5. Abschreibungen 210.390,12 375.874,71
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 210.390,12 324.388,62
b) auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, soweit diese die in der Kapitalgesellschaft üblichen Abschreibungen überschreiten 51.486,09
6. sonstige betriebliche Aufwendungen 4.018.316,94 3.110.912,25
7. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 853.795,30 169.288,50
davon aus verbundenen Unternehmen 773.908,45 166.856,19
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 3.649,12 16.666,46
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -199.981,62
10. Ergebnis nach Steuern 12.092.742,39 2.263.717,28
11. aufgrund einer Gewinngemeinschaft, eines Gewinnabführungs- oder Teilgewinnabführungsvertrags abgeführte Gewinne 12.092.742,39 2.263.717,28
12. Jahresüberschuss/-fehlbetrag 0,00 0,00

Anhang

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter der Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für große Kapitalgesellschaften aufgestellt.

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: MicroFuzzy Industrie-Elektronic GmbH
Firmensitz laut Registergericht: München
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: München
Register-Nr.: HRB 104401

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen.

Die Finanzanlagen wurden wie folgt angesetzt und bewertet:

- Genossenschaftsanteile zu Anschaffungskosten

Soweit erforderlich, wurde der am Bilanzstichtag vorliegende niedrigere Wert angesetzt.

Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt.

Forderungen wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen werden.

Angaben zur Bilanz

Anlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist dem nachfolgenden Anlagenspiegel zu entnehmen.

Anschaffungs- und Herstellungskosten
1. April 2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
31. März 2024
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und andere Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 574.753,25 40.365,60 -498.685,95 0,00 116.432,90
574.753,25 40.365,60 -498.685,95 0,00 116.432,90
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 551.146,92 0,00 0,00 0,00 551.146,92
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.777.535,35 195.800,03 -71.741,57 22.460,90 1.924.054,71
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 22.460,90 0,00 0,00 -22.460,90 0,00
2.351.143,17 195.800,03 -71.741,57 0,00 2.475.201,63
III. Finanzanlagen
1. Genossenschaftsanteile 5.000,00 0,00 0,00 0,00 5.000,00
5.000,00 0,00 0,00 0,00 5.000,00
2.930.896,42 236.165,63 -570.427,52 0,00 2.596.634,53
Kumulierte Abschreibungen
1. April 2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31. März 2024
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und andere Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 528.689,26 26.181,55 -498.685,95 56.184,86
528.689,26 26.181,55 -498.685,95 56.184,86
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 533.134,41 10.988,83 0,00 544.123,24
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.353.337,18 173.219,74 -64.500,53 1.462.056,39
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
1.886.471,59 184.208,57 -64.500,53 2.006.179,63
III. Finanzanlagen
1. Genossenschaftsanteile 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
2.415.160,85 210.390,12 -563.186,48 2.062.364,49
Nettobuchwerte
31. März 2024
EUR
31. März 2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und andere Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 60.248,04 46.063,99
60.248,04 46.063,99
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 7.023,68 18.012,51
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 461.998,32 424.198,17
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 22.460,90
469.022,00 464.671,58
III. Finanzanlagen
1. Genossenschaftsanteile 5.000,00 5.000,00
5.000,00 5.000,00
534.270,04 515.735,57

Angabe zu Forderungen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr

Der Betrag der Forderungen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr beträgt 25.290.392,15 EUR (Vorjahr: 13.720.426,03 EUR).

Angaben zu Forderungen gegenüber Gesellschaftern

Der Wert der Forderungen gegenüber Gesellschaftern beläuft sich auf 26.160.439,06 EUR (Vorjahr: 13.919.929,40 EUR).

Angaben und Erläuterungen zu Rückstellungen

Im Posten sonstige Rückstellungen sind die nachfolgenden nicht unerheblichen Rückstellungsarten enthalten:

• Rückstellung für ausstehende Rechnungen in Höhe von 2.848.932,23 EUR
• Bonusrückstellung in Höhe von 484.359,93 EUR
• Urlaubsrückstellung in Höhe von 550.846,90 EUR

Angabe zu Verbindlichkeiten mit Restlaufzeitvermerken

Art der Verbindlichkeit zum 31.03.2024 Gesamtbetrag davon mit einer Restlaufzeit
TEUR bis 1 J.
TEUR
1 bis 5 J.
TEUR
größer 5 J.
TEUR
gegenüber Kreditinstituten 11.005,8 11.005,8 0,0 0,0
erhaltene Anzahlungen 32.958,0 32.958,0 0,0 0,0
aus Lieferungen und Leistungen 889,2 889,2 0,0 0,0
gegenüber verbundenen Unternehmen 11.907,1 11.907,1 0,0 0,0
sonstige Verbindlichkeiten 441,8 441,8 0,0 0,0
Summe 57.201,9 57.201,9 0,0 0,0

Angaben zu Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern

Der Betrag der Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern beläuft sich auf 14.952.466,56 EUR (Vorjahr: 3.537.813,59 EUR).

Nicht bilanzierte sonstige finanzielle Verpflichtungen

Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen in Höhe von 2.068.400,48 EUR sonstige finanzielle Verpflichtungen.

Im Einzelnen beinhalten diese Verpflichtungen folgende Sachverhalte:

• Mietverträge

• Kfz-Leasing

• IT/EDV-Leasing

• Möbel-Leasing

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Aufgliederung der Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse werden gemäß § 285 Nr. 4 HGB wie folgt aufgegliedert:

Tätigkeitsbereich Umsatz
EUR
Ingenieursdienstleistungen 67.305.170,36
Geographisch bestimmter Markt Umsatz
EUR
Deutschland 65.834.334,36
Rest EMEA 1.374.686,00
APAC 21.919,00
USA 74.231,00

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von 19.157,43 EUR (Vorjahr: 200.695,55 EUR) enthalten im Wesentlichen Erträge aus der Untervermietung von Räumlichkeiten in Höhe von 17.320,00 EUR (Vorjahr: 34.400,00 EUR). Die Erträge aus Umrechnungen von Fremdwährungen betragen im Geschäftsjahr 1.782,25 EUR (Vorjahr: 7.815,66 EUR).

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von 4.018.316,94 EUR (Vorjahr: 3.110.912,25 EUR) beinhalten unter anderem Raumkosten in Höhe von 1.872.072,55 EUR (Vorjahr: 1.788.272,11 EUR) sowie Aufwendungen für Reparaturen und Instandhaltung in Höhe von 385.651,67 EUR (Vorjahr: 403.917,99 EUR). Des Weiteren sind Erträge aus Wechselkursdifferenzen in Höhe von 1.938,59 EUR (Vorjahr 4.367,32 EUR) enthalten.

Sonstige Angaben

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:

Arbeitnehmergruppen Zahl
Operative Mitarbeiter 226,75
Marketing 4,00
Verwaltung 5,00
Die Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer beträgt damit 235,75

Namen der Geschäftsführer

Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:

Geschäftsführer: Pankaj Maheshwar Sathe ausgeübter Beruf: Geschäftsführer
Weitere Geschäftsführer: Jens Tillner (bis 21. Juli 2023) ausgeübter Beruf: Geschäftsführer
Weitere Geschäftsführer: Dr. Gabriel Seiberth (seit 8. Dezember 2023) ausgeübter Beruf: Geschäftsführer

Konzernzugehörigkeit

Die MicroFuzzy Industrie-Elektronic GmbH wurde in den Konzernabschluss der KPIT Technologies Ltd., Pune (Indien) einbezogen.

Die KPIT Technologies GmbH, München stellt den Konzernabschluss für den kleinsten Konzernkreis auf. Der Konzernabschluss wird im Bundesanzeiger veröffentlicht.

Die KPIT Technologies Ltd., Pune (Indien) stellt den Konzernabschluss für den größten Konzernkreis auf.

Der offen gelegte Konzernabschluss ist bei dem Ministry of Corporate Affairs, Government of India erhältlich.

Honorar des Abschlussprüfers

Das von dem Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar für folgende Tätigkeiten beträgt:

• Abschlussprüfungsleistungen: 29 TEUR

Vorschlag bzw. Beschluss zur Ergebnisverwendung

Aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrages mit der KPIT Technologies GmbH, München unterbleibt ein gesonderter Beschluss über die Ergebnisverwendung.

Unterschrift der Geschäftsführung

 

München, 22. April 2024

gez. Pankaj Maheshwar Sathe, Geschäftsführer

gez. Dr. Gabriel Seiberth, Geschäftsführer

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 24.03.2025 festgestellt.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die MicroFuzzy Industrie-Elektronic GmbH, München

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der MicroFuzzy Industrie-Elektronic GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. März 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der MicroFuzzy Industrie-Elektronic GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

§ entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. März 2024 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 und

§ vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zum Jahresabschluss zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

§ identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

§ gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

§ beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

§ ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

§ beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

§ beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

§ führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

München, 22. April 2024

TAP Dr. Schlumberger Krämer & Partner mbB
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
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gez. Krämer, Wirtschaftsprüfer

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