SIMONSWERK GmbH & Co. KG
Selbe AdresseHerstellung von Baubedarfsartikeln aus Kunststoffen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Christian Konrad Heidenblut seit 14.2.2024 | Geschäftsführer |
Thomas Jäckel seit 22.12.2023 | Prokura |
Horst Siebert seit 2.7.2020 | Prokura |
Rüdiger Storre seit 30.8.2016 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 4.00% | |
| 3.00% |
| Name | Anteil |
|---|---|
| 90.00% | |
P-Value Invest & Co k.s. | 3.00% |
Eigentümerstruktur und Kapitalverteilung des Unternehmens
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
SIM Automation GmbHHeiligenstadtJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023BilanzAKTIVA
PASSIVA
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangANLAGENSPIEGEL
1 ALLGEMEINE ANGABEN ZUM JAHRESABSCHLUSS Die Gesellschaft ist im Handelsregister unter der Nr. HR B 511574 eingetragen. Das zuständige Registergericht ist das Amtsgericht Jena. Bei der Gesellschaft handelt es sich um eine mittelgroße Kapitalgesellschaft i. S. d. § 267 Abs. 2 HGB. 2 BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN 2.1 Allgemeines Der vorliegende Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 wurde grundsätzlich unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewandten Gliederungs- und Bewertungsgrundsätze nach den für Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt (§§ 242 ff., 264 ff. HGB). Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren angewendet. Daneben wurden die einschlägigen Vorschriften des GmbH - Gesetzes berücksichtigt. Vermögensgegenstände und Schulden werden zum Abschlussstichtag grundsätzlich einzeln bewertet. Die auf den vorhergehenden Jahresabschluss anzuwendenden Ansatz- und Bewertungsmethoden werden bis auf folgende Änderung stetig oder unverändert angewendet:
Die Bilanzierung der Vermögensgegenstände und Schulden erfolgt im Zeitpunkt des Übergangs des wirtschaftlichen bzw. rechtlichen Eigentums. Aufwendungen und Erträge des Geschäftsjahres sind unabhängig von den Zeitpunkten der entsprechenden Zahlungen im Jahresabschluss berücksichtigt. Alle vorhersehbaren Risiken und Verluste, die bis zum Abschlussstichtag entstanden sind, werden berücksichtigt. Gewinne werden nur berücksichtigt, wenn sie am Abschlussstichtag realisiert sind. Das Wahlrecht, die Erfolgswirkung aus der Änderung des Abzinsungssatzes zur Berechnung der Rückstellungen im Betriebs- oder im Finanzergebnis auszuweisen, wurde dahingehend ausgeübt, den Ertrag im Finanzergebnis auszuweisen (TEUR 7). Das Wahlrecht der Einbeziehung von Fremdkapitalzinsen in die Herstellungskosten wurde nicht genutzt. 2.2 Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden der Bilanzposten Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig linear über die voraussichtliche Nutzungsdauer von 3 bis 5 Jahren abgeschrieben. Es handelt sich um entgeltlich erworbene Software und Lizenzen. Die Sachanlagen sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Dabei werden zulässige Vereinfachungsregeln in Anspruch genommen. Für die Ermittlung der Nutzungsdauer des Sachanlagevermögens wurden die amtlichen AfA-Tabellen zugrunde gelegt. Die Nutzungsdauern von Gebäuden betragen 50 Jahre, von Technischen Anlagen zwischen 5 bis 15 Jahre und von Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 15 Jahren. Abgeschrieben wird nach der linearen Methode. Die Sachanlagen werden teilweise unter Berücksichtigung von aktivierten Eigenleistungen bewertet. Geringwertige Anlagegüter bis Anschaffungskosten in Höhe von EUR 800,00 werden voll abgeschrieben und im Anlagespiegel im Jahr des Zugangs als Abgänge gezeigt. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau werden zu Nennwerten und Anschaffungskosten angesetzt. Das Finanzanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten einschließlich Anschaffungsnebenkosten bewertet. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden grundsätzlich zu Durchschnittspreisen einschließlich der Nebenkosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips angesetzt. Auf Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden Gängigkeits- und Reichweitenabschläge vorgenommen. Sie betragen zum 31.12.2023:
Halbfertige Erzeugnisbestände sind mit den Herstellungskosten unter Berücksichtigung der Material- und Fertigungseinzelkosten, der nach Kostenstellen getrennt berechneten Gemeinkostenzuschlagsätze sowie der Sondereinzelkosten der Fertigung bewertet. Zum Bilanzstichtag wird das Wahlrecht nach § 255 Abs. 2 Satz 3 HGB in Anspruch genommen und die Verwaltungsgemeinkosten in die Bewertung einbezogen. Soweit notwendig wurden Aufträge mit den niedrigeren beizulegenden Werten (verlustfreie Bewertung) angesetzt. Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen werden gemäß § 268 Abs. 5 HGB offen von der Position "unfertige Erzeugnisse" abgesetzt. Geleistete Anzahlungen auf Vorräte sind zu Nennwerten und Anschaffungskosten angesetzt. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind mit den Nennwerten und Anschaffungskosten angesetzt. Bei der Bewertung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird neben den erforderlichen Einzelwertberichtigungen aus erkennbaren Risiken dem allgemeinen Kreditrisiko durch eine Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen. Übrige Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zu Nennwerten und Anschaffungskosten bzw. den niedrigeren beizulegenden Werten am Bilanzstichtag bilanziert. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten sind zu Nennwerten aktiviert. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden gemäß § 250 Abs. 1 HGB Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen, abgegrenzt. Für latente Steuern werden gesondert ausgewiesene aktivische und passivische Abgrenzungsposten für Steuerlatenzen auf temporäre Unterschiede zwischen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz gebildet. Als Steuersatz wurde jeweils der Ertragsteuersatz verwendet, der sich auf der Grundlage des geltenden Steuerrechts ergibt. Der angewandte Steuersatz beträgt insgesamt 30,525 %. Der Ausweis aktiver und passiver latenter Steuern erfolgt gemäß § 274 Abs. S.3 HGB unsaldiert. Das gezeichnete Kapital wird mit dem Nennbetrag angesetzt. Für Investitionszulagen und -zuschüsse zum Anlagevermögen werden passivische Sonderposten gebildet, die über die Nutzungsdauer der bezuschussten Anlagegüter oder bei Abgang der betreffenden Anlagegüter aufgelöst werden. Der Ausweis des Auflösungsbetrags erfolgt unter den sonstigen betrieblichen Erträgen. Der Sonderposten mit Rücklageanteil umfasst steuerliche Ausgleichsposten gem. § 4 FördergebietsG. Die Sonderposten werden einzeln nach der Nutzdauer der begünstigen Anlagegüter bzw. bei Abgang der betreffenden Anlagegüter erfolgswirksam aufgelöst. Der Ausweis des Auflösungsbetrags erfolgt unter den sonstigen betrieblichen Erträgen. Die SIM Automation GmbH und deren Rechtsvorgänger hatten in den Vorjahren Sonderposten mit Rücklageanteil nach § 247 Abs. 3, § 273 HGB a. F. gebildet. Im Zusammenhang mit der Umsetzung des BilMOG wurde das Wahlrecht gemäß Art. 67 Abs. 3 EGHGB in Anspruch genommen und der Sonderposten beibehalten. Die Prämissen zur Bewertung der Pensionsrückstellungen lauten wie folgt:
Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Pensionsrückstellungen nach Maßgabe eines pauschalen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe eines pauschalen Zinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren beträgt zum Abschlussstichtag TEUR 6 (Vorjahr: TEUR 21). Den Rückstellungen für Jubiläumskosten liegen versicherungsmathematische Gutachten zugrunde, die mit einem Einkommens- und Rententrend von 2,5 % (Vorjahr: 0,4 %), einer alters- und dienstzeitabhängigen Fluktuationsrate von durchschnittlich 3,64 % (Vorjahr: 3,41 %) und einem Zinssatz von 1,74 % (Vorjahr: 1,44 %) berechnet wurden. Den Berechnungen der Rückstellung für Altersteilzeit wurden die Heubeck-Richttafeln 2018G mit einem Rechnungszins gemäß § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB in Höhe von 1,00 % (Vorjahr: 0,52 %) entsprechend der durchschnittlichen Restlaufzeit sowie einem Einkommenstrend von 2,5 % p. a. zugrunde gelegt. Dem Rückstellungswert wurden kurzfristige Investmentwertpapiere, die zur Sicherung der Altersteilzeitansprüche angelegt werden müssen, in Höhe des Zeitwertes von 122 TEUR abgezogen. Die Anschaffungskosten entsprechen unter Berücksichtigung von thesaurierten Zinserträgen diesem Zeitwert. Der Gesamtbetrag der Rückstellung für Altersteilzeit beträgt TEUR 126 und der nach Verrechnung überbleibende Betrag von TEUR 3 wird auf der Passivseite unter dem Posten "Sonstige Rückstellungen" ausgewiesen. Eine Saldierung der zugehörigen Aufwendungen und Erträge wurde aufgrund untergeordneter Bedeutung nicht vorgenommen. Der Wertansatz von Steuer- und sonstigen Rückstellungen berücksichtigt alle erkennbaren Risiken auf der Grundlage vernünftiger kaufmännischer Beurteilung. Sie werden in Höhe der notwendigen Erfüllungsbeträge gebildet. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden soweit erforderlich bei der Ermittlung des Erfüllungsbetrags (in Höhe der allgemeinen Inflationsrate) berücksichtigt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden nach § 253 Abs. 2 HGB auf den Abschlussstichtag abgezinst. Verbindlichkeiten sind zu Erfüllungsbeträgen passiviert. Als passive Rechnungsabgrenzungsposten werden gemäß § 250 Abs. 2 HGB Einnahmen vor dem Abschlussstichtag, die Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen, abgegrenzt. 2.3 Posten der Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse aus Warenverkäufen werden ausgewiesen, sobald die Lieferung ausgeführt und das wirtschaftliche oder rechtliche Eigentum auf den Käufer übergegangen ist. Sind aufgrund des geschlossenen Vertrags von der SIM mehrere Leistungen zu erbringen, wird der Umsatz ausgewiesen, wenn die Erbringung der Hauptleistung erfolgt ist. Umsatzerlöse aus Dienstleistungen werden erfasst, sobald die Leistung erbracht wurde. Aufwendungen und Erträge des Geschäftsjahrs sind unabhängig von den Zeitpunkten der entsprechenden Zahlungen im Jahresabschluss berücksichtigt. Alle vorhersehbaren Risiken und Verluste, die bis zum Abschlussstichtag entstanden sind, werden berücksichtigt. Gewinne werden nur berücksichtigt, wenn sie am Abschlussstichtag realisiert sind. 3 EINZELNE ANGABEN ZUR BILANZ 3.1 Anlagevermögen Zusammensetzung und Entwicklung des Anlagevermögens sind im Anlagespiegel dargestellt, der als Anlage zum Anhang beigefügt ist. Im Anlagevermögen wurden im Geschäftsjahr Eigenleistungen für die Verkabelung innerhalb der Produktionshalle in Höhe von TEUR 3 aktiviert. Die Bewertung erfolgt mit den Herstellungskosten unter Berücksichtigung der Material- und Fertigungseinzelkosten sowie der angemessenen Gemeinkostenzuschlagsätze und der Sondereinzelkosten der Fertigung. 3.2 Vorräte Für einen Teil der Vorräte wurde ein Festwert nach § 240 Abs. 3 HGB in Höhe von TEUR 135 gebildet. Eine körperliche Bestandsaufnahme ist zum 31.12.2023 erfolgt. Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen werden gemäß § 268 Abs. 5 HGB offen von der Position "unfertige Erzeugnisse" abgesetzt. 3.3 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 5 (Vorjahr: TEUR 95) enthalten. Die sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Ausgenommen hiervon sind Arbeitgeberdarlehen i. H. v. insgesamt TEUR 4, die eine Restlaufzeit von bis zu fünf Jahren besitzen (Vorjahr: Arbeitgeberdarlehen und Kautionen i. H. v. insgesamt TEUR 16). Die Restlaufzeiten der Forderungen stellt folgende Übersicht dar:
3.4 Aktive Rechnungsabgrenzung Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten enthält im Wesentlichen vorausgezahlte Kosten für Softwarewartung und die zeitlich befristete Überlassung von Lizenzen. 3.5 Aktive Latente Steuern Die Gesellschaft hat wie im Vorjahr das Wahlrecht zur Bilanzierung von aktiven latenten Steuern ausgeübt. Die aktiven latenten Steuern in Höhe von TEUR 151 resultieren aus unterschiedlichen Wertansätzen in der Handels- und Steuerbilanz in den Posten Pensionsrückstellungen und sonstige Rückstellungen. Die Bewertung der aktiven latenten Steuern erfolgte mit den gültigen Gewerbe- und Körperschaftsteuersätzen, die zum Stichtag zu einer Gesamtsteuerbelastung von 30,525 % führen. Die Zusammensetzung und Entwicklung ergeben sich wie folgt:
3.6 Eigenkapital Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt TEUR 2.000 und ist vollständig eingezahlt. Der Unterschiedsbetrag in Höhe von TEUR 6, der sich zwischen der sieben- und zehnjährigen Durchschnittsbetrachtung im Hinblick auf die Ermittlung des Abzinsungssatzes durch die deutsche Bundesbank ergibt, unterliegt nach § 253 Abs. 6 S. 2 HGB der Ausschüttungssperre. In Höhe des Aktivüberhangs der latenten Steuern (TEUR 151) besteht eine weitere Ausschüttungssperre. 3.7 Vorschriften, nach denen der Sonderposten mit Rücklageanteil gebildet worden ist Die Sonderposten mit Rücklageanteil wurden für Sonderabschreibungen nach Fördergebietsgesetz auf Gegenstände des Anlagevermögens gebildet. Daneben wurden Sonderposten für erhaltene Investitionszuschüsse gebildet. Das Jahresergebnis wurde durch die Sonderposten mit Rücklageanteil in Höhe der Auflösung von TEUR 50 ertragserhöhend beeinflusst (Vorjahr: TEUR 50). Der Bestand der Sonderposten mit Rücklageanteil zum Stichtag in Höhe von TEUR 401 wird in den nächsten Jahren gewinnerhöhend aufgelöst. Je nach Entwicklung der Jahresergebnisse entstehen in den Jahren der Auflösung Gewerbesteuer- und Körperschaftsteuerbelastungen. 3.8 Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:
Neben Einzelrisiken werden pauschale Gewährleistungsrückstellungen passiviert. Diese werden in Höhe von 0,25 % -2,0 % der gewichteten gewährleistungspflichtigen Umsatzerlöse der letzten zwei Jahre gebildet. 3.9 Verbindlichkeiten In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 62 (Vorjahr: TEUR 0) enthalten Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten stellt folgende Übersicht dar:
Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen werden gemäß § 268 Abs. 5 HGB offen von der Position "unfertige Erzeugnisse" abgesetzt. 4 ANGABEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG 4.1 Aufteilung der Umsatzerlöse Die Umsätze wurden in folgenden Tätigkeitsbereichen und Regionen erzielt:
4.2 Sonstige betriebliche Erträge In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Auflösung des Sonderpostens mit Rücklageanteil in Höhe von TEUR 50 (Vorjahr: TEUR 50) enthalten. 4.3 Erträge und Aufwendungen aus Altersteilzeitzusagen Die Aufwendungen aus Altersteilzeitzusagen wurden nicht mit den Erträgen aus dem zuzuordnenden Sicherungsvermögen saldiert, da aufgrund des geringen Zinsniveaus keine nennenswerten Erträge erzielt worden sind. 4.4 Außergewöhnliche Erträge und Aufwendungen In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Buchverluste aus der Veräußerung der Geschäftsanteile an der SIM Technologies GmbH in Höhe von TEUR 275 enthalten. 5 SONSTIGE ANGABEN 5.1 Sonstige finanzielle Verpflichtungen Zum 31. Dezember 2023 bestehen Verpflichtungen aus Software-, Dienstleistungs- und Wartungsverträgen mit einer Laufzeit bis zu einem Jahr von TEUR 865, mit einer Laufzeit von ein bis fünf Jahren von TEUR 1.039, insgesamt TEUR 1.904. 5.2 Zahl der Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt Im Jahresdurchschnitt ergibt sich die Zahl der Arbeitnehmer (ohne Geschäftsführer) wie folgt:
5.3 Mitglieder der Geschäftsführung Der Geschäftsführung gehörten im Berichtsjahr bzw. gehören an Jens Peter Grosse, Dipl.-Ing., Kümmersbruck OT Lengenfeld, (bis 31.05.2023) Stefan Bender, Dipl.-Ing. (FH), Delmenhorst, (bis 01.06.2023) Karsten Trautmann, M. Sc., Heilbronn, (ab 01.06.2023 bis 01.02.2024) Christian Heidenblut, Dipl.-Wirtsch.-Ing., Heilbad Heiligenstadt, (ab 01.02.2024). Gemäß § 286 Abs. 4 HGB wird auf die Angabe der Geschäftsführerbezüge verzichtet. 5.4 Nahestehende Personen Herr Florian Fries war bis zum 31.12.2022 zum Geschäftsführer bestellt. Aufgrund der dreimonatigen Kündigungsfrist endete der Vertrag zum 31.03.2023. Am 27.02.2023 haben beide Parteien mit Wirkung ab 01.04.2023 einen projektbezogenen viermonatigen Beratervertrag abgeschlossen. Das Gesamthonorar betrug netto TEUR 124. 5.5 Konzernverhältnisse Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss des börsennotierten Unternehmens Private Assets SE & Co. KGaA, Hamburg, WKN A3H223 (vormals Private Assets AG, Hamburg) einbezogen (größter Konsolidierungskreis). Der Konzernabschluss wird im Bundesanzeiger veröffentlicht. Die Gesellschaft ist zum Stichtag Tochterunternehmen der Private Assets Industriebeteiligungen GmbH (kleinster Konsolidierungskreis). Für die Private Assets Industriebeteiligungen GmbH greifen die Befreiungen des § 293 HGB. 5.6 ErgebnisverwendungsvorschlagDie Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss von EUR 371.819,71 auf neue Rechnung vorzutragen.
Heilbad Heiligenstadt, den 25.06.2024 SIM Automation GmbH Christian Heidenblut Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis zum 31. Dezember 20231. Grundlagen Die SIM Automation GmbH ist eine 90%ige Tochter der Private Assets Industriebeteiligungen GmbH, Hamburg. Der Minderheitsgesellschafter mit einem Anteil von 10% ist die BROOKEINS GmbH, Hamburg. Die Konzernmutter ist das börsennotierte Unternehmen Private Assets SE & Co. KGaA, Hamburg, WKN A3H223. Die SIM Automation GmbH ist Hersteller von Sondermaschinen und fokussiert auf die Entwicklung und Fertigung von individuellen, kundenspezifischen Komplettlösungen. Dies umfasst die Entwicklung, Projektierung sowie den Bau von Montageanlagen, Handlings-, Prüf- und Inspektionssystemen sowie kompletten, automatisierten Produktionslinien, unter Einbeziehung eigener Fertigungs- und Prüftechnologie sowie der eigenen Zuführtechnik. Die Hauptmärkte der SIM Automation GmbH sind die Medizintechnik, die Elektroindustrie, die Automobilzuliefererindustrie sowie der Sondermaschinenbau. Die Kunden der SIM Automation GmbH sind im Wesentlichen in Deutschland und der EU beheimatet. Kunden außerhalb der EU sind fast ausschließlich Tochtergesellschaften von in Deutschland oder der EU ansässigen Konzernen, die ihre Maschinen und Anlagen zentral für alle Standorte beschaffen. Der Standort des Unternehmens ist in Heilbad Heiligenstadt, Thüringen. Zweigniederlassungen bestehen nicht. Für das Geschäft mit Maschinen und Montageanlagen, aber auch der Zuführtechnik und Lasermarkierzellen werden Verbesserungen und Weiterentwicklungen im Rahmen der Realisierung von Kundenprojekten durchgeführt. Der Schwerpunkt der Standardisierung lag 2023 in der Modularisierung und Reduzierung der Variantenvielfalt, um die Effizienz in der Abwicklung zu erhöhen, ohne den Kundennutzen einzuschränken. Forschung und Entwicklung wird in eingeschränktem Umfang im Rahmen der Konstruktionsarbeiten durchgeführt. Grundlage des Qualitätsmanagementsystems der SIM Automation GmbH ist der internationale Standard der DIN EN ISO 9001 sowie ergänzend für den Umweltschutz die DIN EN ISO 14001. Für die Planung, Überwachung und Aktualisierung des Qualitätsmanagementsystems ist ein Qualitätsmanagementbeauftragter bestellt, der fachlich wie disziplinarisch der Geschäftsführung direkt unterstellt ist. In 2023 erfolgte die Rezertifizierung der DIN EN ISO 9001 sowie nach DIN EN ISO 14001 durch den TÜV Thüringen. Im Unternehmen werden nur in geringem Umfang umweltschädliche Stoffe eingesetzt. Die Abfälle werden nach Fraktionen getrennt und durch einen zertifizierten Fachbetrieb ordnungsgemäß entsorgt. Die jährlichen Abfallmengen werden in einem Jahresbericht erfasst. Ziel ist es, die anfallenden Abfallmengen so gering wie möglich zu halten. 2. Wirtschaftsbericht 2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Die wirtschaftliche Entwicklung im Kalenderjahr 2023 war geprägt durch hohe Inflationsraten und Energiekosten. Zudem litt der Konsum unter den deutlich gestiegenen Finanzierungskosten. Angesichts des anhaltenden unsicheren politischen und wirtschaftlichen Umfelds fiel die Nachfrage nach Investitionsgütern schwächer aus als im Vorjahr. Trotz rückläufiger Auftragseingänge entwickelten sich die Umsätze im stark zyklischen Maschinenbau im Jahr 2023 dennoch teilweise robust. Die Auftragsbestände zu Jahresbeginn waren noch überdurchschnittlich hoch und pufferten somit die Produktion und den Umsatz. Der Internationale Währungsfonds (IWF) schätzt den Zuwachs der globalen Wirtschaftsleistung für das Gesamtjahr 2023 auf preisbereinigt 3,1 Prozent, nach einem Anstieg von 3,5 % im Vorjahr. Die globale Inflationsrate lag 2023 bei geschätzt 6,8 Prozent. Das Bruttoinlandsprodukt in Deutschland verringerte sich in 2023 um schätzungsweise 0,3 %. Im gesamten EU-Raum lag der Anstieg des Bruttoinlandsproduktes schätzungsweise bei 0,5%. Für das Jahr 2024 erwartet die Bundesregierung einen Anstieg des Bruttoinlandsprodukts von + 0,2 % bei einer Inflationsrate von durchschnittlich 2,8 %. Geopolitische Krisen sowie geldpolitische Straffungen belasten die erwartete Erholung. Für das Jahr 2024 prognostiziert der VDMA für den Fachverband Robotik & Automation einen Anstieg in der Branchen- bzw. Umsatzentwicklung von 4%. 2.2 Geschäftsverlauf und Lage Im Geschäftsjahr 2023 konnte ein Umsatz von 26.254 TEUR erzielt werden, was im Vergleich zum Vorjahr einer Umsatzsteigerung von 55 % entspricht. Im Jahr 2023 konnte das Unternehmen aus der Unterauslastung der Vorjahre hin zur Vollauslastung überführt werden. Trotz Weiterführung der Reorganisation des Vertriebsbereiches verringerte sich der Auftragseingang im Jahr 2023 um 28 % auf 23.289 TEUR gegenüber dem Vorjahr. Der Auftragsbestand zum Bilanzstichtag verringerte sich gegenüber dem Vorjahr um 10 % auf 23.754 TEUR. Die Umsatzverteilung nach Branchen 2023 zeigt einen Umsatzanteil von 38 % (Vorjahr: 30 %) in der Medizin/Pharmabranche, 31 % (Vorjahr: 33 %) in der Automobilindustrie und 8 % (Vorjahr 1 %) in der Branche Möbel und Inneneinrichtungen. Die restlichen 23 % (Vorjahr: 36 %) der Umsätze kommen aus dem Bereich der allgemeinen Industrie. Auf das Produktsegment "Maschinen- und Montaganlagen" (M&M) entfällt ein Umsatzanteil von 62 % (Vorjahr: 37 %), auf das Produktsegment "Zuführ- und Prüfsysteme" (Z&P) 22 % (Vorjahr: 35 %), auf "Services und Ersatzteile" 10 % (Vorjahr: 16 %) sowie auf das Produktsegment Lasermarkierzellen 4 % (Vorjahr: 9 %). Die Exportquote der SIM Automation GmbH im Geschäftsjahr 2023 liegt bei 20 % (Vorjahr: 14 %) des Gesamtumsatzes. Die Gesamtleistung stieg um 32 % von 22.141 TEUR auf 29.121 TEUR. Ein im Vergleich zum Vorjahreszeitraum deutlich verringerter Auftragseingang von 23.289 TEUR (Vorjahr: 32.349 TEUR) führte zu einem Auftragsbestand am Jahresende 2023 von 23.754 TEUR (Vorjahr 26.494 TEUR). Aufgrund des hohen Auftragsbestands am Anfang des Jahres war die Beschäftigung über das gesamte Jahr gesichert. Gegenüber den Vorjahren war im Berichtsjahr keine Kurzarbeit erforderlich. Im Jahr 2023 schieden 11 Mitarbeiter aus, 25 Mitarbeiter wurden eingestellt. Der Personalaufwand ist im Jahre 2023 um 19% auf 11.232 TEUR gestiegen. Neben der Ausweitung des Personalstamms wirken sich hauptsächlich Tarifsteigerungen aus. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind um 45% auf 4.217 TEUR gestiegen. Der Anstieg betrifft mit 275 TEUR den Buchverlust aus dem Verkauf der SIM Technologies GmbH, mit 231 TEUR Aufwendungen für die Umstellung auf LED-Beleuchtung im gesamten Unternehmen, mit 189 TEUR die Zuführungen zur Rückstellung für auftragsbezogene Risiken sowie mit 172 TEUR die Zuführung zur Gewährleistungsrückstellung. Die SIM Technologies GmbH ist im Berichtsjahr aus strategischen Gründen veräußert worden. Gestiegene Umsatzerlöse bedingen im Wesentlichen die Anpassungen bei den Rückstellungen für Risikovorsorge. Der Zinsaufwand setzt sich im Wesentlichen aus Zinsen für langfristige Verbindlichkeiten, den Avalprovisionen und dem Aufzinsungsaufwand aus Rückstellungen zusammen. Zinserträge betreffen hauptsächlich Ausleihungen an verbundene Unternehmen. Insgesamt ergibt sich ein negatives Finanzergebnis von 63 TEUR (Vorjahr: 34 TEUR). Mit der Entwicklung des Geschäftsjahres 2023 und seinem Ergebnis von 372 TEUR sind wir unter den dargestellten Bedingungen zufrieden. Die strategisch wirkenden Einmalereignisse belasteten zwar das Ergebnis. Daraus resultierende Synergien und Einsparungsmöglichkeiten sind für die Zukunft zu erwarten. 2.3 Vermögens- und Finanzlage Das Anlagevermögen der SIM Automation GmbH beträgt zum Jahresende 2023 1.574 TEUR und sank im Saldo um 303 TEUR. Im Jahr 2023 wurden Investitionen in Höhe von 328 TEUR (Vorjahr 528 TEUR) getätigt, wobei der größte Teil der Investitionen (128 TEUR) aus dem Erwerb von Softwarelizenzen für eine neues PDM-System resultierten. Die restlichen Investitionen in 2023 betrafen insbesondere die EDV-Hard- und -Software sowie Erweiterungen im Bestand der Maschinen und Anlagen. Insgesamt sind Buchwerte in Höhe von 289 TEUR abgegangen. Mit 275 TEUR betraf das die Geschäftsanteile der SIM Technologies GmbH. Diese sind im Berichtsjahr aus strategischen Gründen veräußert worden. Insgesamt entstand ein Buchverlust aus Anlagenabgängen in Höhe von 279 TEUR. Das Umlaufvermögen betrug zum Jahresende 7.902 TEUR, wobei hierin ein Bestand an liquiden Mitteln von 536 TEUR enthalten ist. Der Anstieg gegenüber dem Vorjahr betrifft mit 2.864 TEUR den Bestand an unfertigen Erzeugnissen (10.418 TEUR). Die Forderungen beinhalten ein unbesichertes Darlehen an ein verbundenes Unternehmen in Höhe von 381 TEUR. Eine Wertberichtigung zum Bilanzstichtag erscheint nicht erforderlich. Das Eigenkapital erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 372 TEUR. Die Eigenkapitalquote zum Bilanzstichtag beträgt, ohne Berücksichtigung eines Eigenkapitalanteils der Sonderposten, 38,8 % gegenüber 38,6 % im Vorjahr. Die Bilanzsumme zum Jahresende beträgt 9.739 TEUR und liegt damit um 10,3 % über dem Vorjahr. Im Jahre 2023 konnte die Auftragsvorfinanzierung nahezu vollständig aus eigenen Mitteln geleistet werden. Der operative Cashflow war mit 885 TEUR negativ. Das lag im Wesentlichen an einem auftragsbedingten Aufbau des Vorratsvermögens. Investitionstätigkeit (-328 TEUR) und Finanzierungstätigkeit (+386 TEUR) glichen sich nahezu aus, so dass sich der Bestand an liquiden Mitteln um 827 TEUR auf 536 TEUR reduzierte. 2.4 Finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren Im Fünfjahres-Vergleich zeigen folgende Kennzahlen die Leistungsentwicklung:
Die Wertschöpfung pro Mitarbeiter liegt damit noch deutlich unter dem Mittelwert des Fachverbandes VDMA Robotik und Automation von 94,2 TEUR 1.
1 VDMA Benchmarks: Rechnungswesen 2023 (Daten
betreffen Geschäftsjahr 2022)
Die SIM Automation GmbH hat in 2023 Neukunden für die Geschäftsbereiche Maschinen & Montageanlagen, Zuführ- und Prüftechnik sowie Geräte & Komponenten gewinnen können. Die Fluktuationsquote nach der BDA-Formel beträgt 5,3 % nach 10,2 % im Vorjahr. Die Entwicklung in den Vorjahren war durch Restrukturierungen gekennzeichnet. Im aktuellen Geschäftsjahr konnte eine Quote unterhalb des Branchendurchschnitts erreicht werden. Die durchschnittliche Zugehörigkeitsdauer der Mitarbeiter in Jahren beträgt 14 Jahre. 3. Prognose-, Chancen und Risikobericht 3.1 Prognosebericht Ausgehend von dem Auftragsbestand zum Jahresende 2023 wird im Jahr 2024 mit einem gegenüber dem Vorjahr höheren Umsatz gerechnet (2023: 26.254 TEUR, erwartet 2024: 29.885 TEUR). Es wird für das Jahr 2024 eine Stabilisierung der wirtschaftlichen Situation erwartet, hauptsächlich bedingt durch die vertriebliche Re-Fokussierung auf Stammkunden. Ebenso wird zur Reduzierung der Konjunkturabhängigkeit der Aufbau von Neukunden abseits der Automobilzulieferer-Branche verstärkt. Der Wettbewerbs- und Margendruck wird voraussichtlich auch im Jahr 2024 deutlich spürbar sein. Insgesamt geht die SIM Automation GmbH von einem stabilisierten Auftragseingang für das Jahr aus (2023: 23.289 TEUR, erwartet 2024: 28.440 TEUR). Durch die besonderen Rahmenbedingungen und Begleiterscheinungen der Vorjahre und die insgesamt unsichere Wirtschaftslage sind branchenübergreifend geplante Investitionen weiter verschoben worden und verzögerten sich in der Umsetzung. Insbesondere im Bereich der Medizintechnik ist dieser Effekt nicht zu erkennen. Von diesem Potential wird die SIM Automation GmbH aufgrund bestehender Kundenverbindungen profitieren. Neben dem Potential für Neuanlagen werden weiter auch positive Effekte auf den Servicebereich der SIM Automation GmbH erwartet, da zunächst umfangreiche Wartungs-, Reparatur und Umbaumaßnahmen an den Bestandsmaschinen erforderlich werden. Des Weiteren stehen bereits bei verschiedenen Stammkunden in der Medizintechnik und der Automobilindustrie einige umfangreiche Projekte in der konkreten Planungsphase, bei denen die SIM Automation die Vorprojekte erfolgreich realisieren konnte und sich damit in einer guten Ausgangsposition befindet. Die in den Geschäftsjahren 2021 und 2022 begonnenen Maßnahmen zu Optimierungen in Prozesse und Abläufe wurden im Berichtsjahr weiter fokussiert und intensiviert. Das Stammpersonal konnte punktuell verstärkt werden, so Verluste von Erfahrungsträgern in den direkten Vorjahren kompensiert wurden. Damit verbunden und auf Basis der weiter konkretisierten Prozessveränderungen wird für das Jahr 2024 insgesamt mit einem positiven Jahresergebnis in Höhe von 1.699 TEUR gerechnet. Für das Jahr 2024 sind Investitionen in Höhe von 547 TEUR vorgesehen. Im Jahr 2024 wird mit einer Personalkostensteigerung von 8 % gerechnet. Die Leistungskennzahlen werden sich in 2024 voraussichtlich wie folgt entwickeln:
3.2 Chancenbericht Chancen ergeben sich aus den re-fokussierten und kontinuierlichen nachgehaltenen Vertriebsaktivitäten und der gezielten Ansprache von Bestandskunden. Des Weiteren wurde der Vertrieb und das Projektmanagement reorganisiert, um den Kundenanforderungen gerechter zu werden. Der Branchenfokus "Medical" bleibt dabei erhalten und wird flankiert von Stammkundenaufträgen aus den Bereichen Automotive, Metall- und Kunststoffverarbeitung. Zusätzlich können sich aus der agilen Auftragsabarbeitung weitere Lieferzeitverkürzungen ergeben, die uns einen entscheidenden Vorteil gegenüber dem Wettbewerb geben. Hieraus kann sich mehr Auftragseingang ergeben als erwartet. 3.3 Risikobericht Branchenspezifische Risiken Für das Jahr 2024 prognostiziert der VDMA für den Fachverband Robotik & Automation einen Anstieg der Branchen- bzw. Umsatzentwicklung von 4%. In diesen Trend kann sich die SIM Automation GmbH einpassen. Der Ausblick in 2024 für den weiteren Verlauf des Auftragseingangs erscheint aktuell vielversprechend. Der im Vorjahr angespannte Beschaffungsmarkt hat sich im Geschäftsjahr 2023 stabilisiert. Vereinzelt sind die Lieferfristen noch deutlich verlängert. Allerdings hat sich die Preisstabilität der Komponenten weiter verschlechtert. Dies trifft insbesondere auf Elektro-, Elektromechanische- sowie Elektronikkomponenten zu. Unabhängig davon wird die Zusammenarbeit mit den Schlüssellieferanten vertieft, um Beschaffungsrisiken zu reduzieren. Dies ist aus Sicht der SIM die größte Herausforderung im Jahr 2024. Informationstechnische Risiken Die wachsende Vernetzung der Informationssysteme und die Notwendigkeit ihrer permanenten Verfügbarkeit stellen hohe Anforderungen an die eingesetzten Informationstechnologien. Risiken können sich aus dem Ausfall von Rechnersystemen und Netzwerken ergeben. Ebenso stellt der Zugriff von unbefugten Dritten auf die IT-Systeme ein Risiko dar. Der Schutz und die Optimierung der IT-Systeme, um die Ziele Vertraulichkeit, Verfügbarkeit, Integrität und Authentizität zu erreichen, werden durch diverse technische Sicherheitsmaßnahmen und den Einsatz qualifizierter interner und externer Experten gewährleistet, mit denen im Rahmen der Service Level Agreement kurze Reaktionszeiten vereinbart wurden. Dem Verlust von Informationen wird durch regelmäßige Sicherungskopien entgegengewirkt. Die Wartung und der Betrieb der Sicherheitseinrichtungen wie beispielsweise Firewalls wurde an einen darauf spezialisierten externen Dienstleister vergeben, um die Betriebssicherheit zu erhöhen. Unternehmensfortbestand Insgesamt besteht für die Geschäftsführung kein bedeutsames Risiko für den Unternehmensfortbestand. Sie weist aber darauf hin, dass die Entwicklung des Unternehmens mit Unsicherheiten behaftet ist. Aufgrund der politischen Entwicklungen sowie der Entwicklungen auf dem Beschaffungs- und Energiemarkt ist derzeit schwer abschätzbar, ob sich die Nachfrage stabilisiert oder ob es zu Einbrüchen in der Markterholung kommt. Die derzeitige Liquiditätssituation ist plangemäß ausreichend. Absatzrisiken Der geplante Auftragseingang für 2023 wurde nur teilweise erreicht. Maßgeblich durch den im Jahr 2023 generierten Auftragseingang ergibt sich zum Jahresende ein Auftragsbestand von 23.754 TEUR, der mit rund 18 % bis in das Jahr 2025 reicht. Der Ausblick in 2024 für den weiteren Verlauf des Auftragseingangs erscheint aktuell positiv. Auftragsrisiken Bei einigen bereits abgerechneten Aufträgen sind noch Nacharbeiten erforderlich. Den Auftrags- und Gewährleistungsrisiken werden in ausreichendem Maß über Bestandskorrekturen oder Rückstellungen Rechnung getragen. Die stattfindende Allokation von Bauteilen und weiteren Vormaterialien führt zu Unsicherheiten in den Lieferketten und einem Preisdruck, welche das Jahr 2024 wirtschaftlich belasten werden. Bereits gestiegene und weiterhin steigende Energiekosten werden die Aufwandsseite ebenfalls belasten. Operative Risiken Erhebliche kommerzielle Risiken resultieren aus vertraglich vereinbarten und nicht erreichten Parametern sowie nicht termingerechter Auslieferung der Maschinen. Aufgrund des hohen Auftragsbestandes könnten sich trotz der Reorganisation einzelner Unternehmensbereiche in bestimmten Abteilungen durch Auslastungsspitzen längere Auftragsdurchlaufzeiten ergeben. Zur Reduzierung bzw. Vermeidung dieser Risiken wurde der Vertrieb und das Projektmanagement reorganisiert. Darüber hinaus werden die Vertragsunterlagen und Pflichtenhefte detaillierter ausgearbeitet und mit dem Kunden abgestimmt. Zudem wird durch das Management der Auftragsdurchlauf hinsichtlich der Terminpläne sowie der technisch und kommerziellen Auftragsparameter intensiv überwacht. Das Geschäft der SIM Automation GmbH wird auch im kommenden Jahr nicht wesentlich von Wechselkursschwankungen betroffen sein. Bis auf wenige Ausnahmen werden die Aufträge und Lieferungen in EUR abgerechnet. Ein konsequentes Forderungsmanagement und eine (fallweise abzuschließende) Warenkreditversicherung beugen Forderungsausfällen vor. Die nach unserer Ansicht konservative Bilanzpolitik trägt ebenfalls zur Risikominimierung bei. Rechtsrisiken Für die SIM Automation GmbH existiert eine Compliance-Leitlinie. Die Geschäftsführung überwacht die strikte Einhaltung der Compliance-Leitlinie. Um Rechtsrisiken zu minimieren, werden externe Berater wie Rechtsanwaltskanzleien und Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaften hinzugezogen. Verwendung Finanzinstrumente Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Kundenforderungen, erhaltene Anzahlungen, Verbindlichkeiten gegenüber Lieferanten und Dienstleistern, Guthaben bei Kreditinstituten sowie Anzahlungsbürgschaften. Die Gesellschaft verfügt über einen solventen Kundenstamm. Forderungsausfälle wesentlicher Natur sind die Ausnahme. Zu stellende Anzahlungsbürgschaften dienen der Risikoreduzierung im Rahmen der Auftragsvorfinanzierung und sind bei Auftragsfertigern wie der SIM Automation GmbH die Regel. Trotz dessen bestehen Risiken in einer möglichen Nichtgewährung von Bürgschaften und/oder der für die SIM Automation GmbH negative Anpassung der Bürgschaftskonditionen. Zins- oder Währungssicherungsgeschäfte sowie Finanzderivate werden derzeit nicht eingesetzt. Solche Geschäfte würden nur mit einem Grundgeschäftsbezug abgeschlossen. Gesamtaussage zu den Chancen und Risiken Nach unserer Einschätzung sind für das Prognosejahr keine Sachverhalte erkennbar, die den Bestand des Unternehmens und/oder die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage erheblich beeinflussen. Unsere Erwartungshaltung ist mit den üblichen Unsicherheiten behaftet. Aufgrund der vorhandenen Eigenkapitalausstattung, dem aktuellen Auftragsbestand und den vorhandenen liquiden Mitteln wird die wirtschaftliche Lage als positiv beurteilt. Wir sind den Auswirkungen von unplanbaren externen Einflussfaktoren, u.a. unsicheren politischen Rahmenbedingungen, kriegerischen Auseinandersetzungen, Preisinflation sowie Engpässen bei der Materialbeschaffung ausgesetzt. In Anbetracht dieser Rahmenbedingungen bestehen weiterhin große Unsicherheiten, welche Auswirkungen sich auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft ergeben könnten. Wir haben Maßnahmen ergriffen, um bestehende Unsicherheiten aufzulösen und um planbare Entwicklungen zu erreichen. Die Ergebnisse in den ersten Monaten des Geschäftsjahres 2024 bestätigen bislang unsere Planungsannahmen.
Heilbad Heiligenstadt, den 25.06.2024 SIM Automation GmbH Christian Heidenblut BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die SIM Automation GmbH, Heilbad Heiligenstadt Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der SIM Automation GmbH, Heilbad Heiligenstadt, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der SIM Automation GmbH, Heilbad Heiligenstadt, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung des gesetzlichen Vertreters für den Jahresabschluss und den Lagebericht Der gesetzliche Vertreter ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist der gesetzliche Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Hamburg, 25. Juni 2024 LPA-GGV
Hansa GmbH
Dr. Jeß, Wirtschaftsprüfer Vick, Wirtschaftsprüfer Feststellung und Ergebnisverwendung Die Gesellschafterversammlung stellte den Jahresabschluss zum 31.12.2023 am 16.07.2024 fest und beschloss das Folgende: Der Jahresüberschuss in Höhe von EUR 371.819,71 wird auf neue Rechnung vorgetragen. |
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