Baugenossenschaft Baesweiler eG.

Stammdaten

Register
Amtsgericht Aachen GnR 235
Eingetragen
21.7.1926
Branche
BausparkassenBeteiligungsgesellschaftenKreditinstitute des Genossenschaftssektors
Gegenstand
Die Genossenschaft kann Bauten in allen Rechts- und Nutzungsformen bewirtschaften, errichten, erwerben, vermitteln, veräußern und betreuen; sie kann alle im Bereich der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft, des Städtebaus und der Infrastruktur anfallenden Aufgaben übernehmen. Hierzu gehören Gemeinschaftsanlagen und Folgeeinrichtungen, Läden und Räume für Gewerbebetriebe, soziale, wirtschaftliche und kulturelle Einrichtungen und Dienstleistungen. Die Genossenschaft kann Inhaberschuldverschreibungen an ihre Mitglieder ausgeben. Sie kann ihren Mitgliedern Genussrechte, die keinen unbedingten Rückzahlungsanspruch beinhalten, gewähren. Beteiligungen sind zulässig. Die Ausdehnung des Geschäftsbetriebes auf Nichtmitglieder ist zugelassen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Wilhelm Dr. Linkens
seit 26.10.2021
Vorstandsmitglied
Axel Prof. Dr. Thomas
seit 17.8.2007
Vorstandsmitglied

Bilanzkonten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Baugenossenschaft Baesweiler eG.

Baesweiler

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

BILANZ

AKTIVA

Einzelposten Geschäftsjahr
EUR
Gesamt Geschäftsjahr
EUR
Einzelposten Vorjahr
EUR
Gesamt Vorjahr
EUR
A. Anlagevermögen 8.471.120,15 8.010.446,45
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
II. Sachanlagen
III. Finanzanlagen
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte 268.986,44 238.525,43
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 6.527,17 10.919,32
III. Wertpapiere
IV. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 818.554,91 1.312.331,14
C. Rechnungsabgrenzungsposten 985,44 556,92
Summe Aktiva 9.566.174,11 9.572.779,26

PASSIVA

Einzelposten Geschäftsjahr
EUR
Gesamt Geschäftsjahr
EUR
Einzelposten Vorjahr
EUR
Gesamt Vorjahr
EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 8.835,00 8.680,00
II. Kapitalrücklage
III. Gewinnrücklagen 3.993.236,33 3.920.982,83
IV. Gewinnvortrag/Verlustvortrag
V. Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag 353,40 347,20
B. Rückstellungen 11.100,00 10.200,00
C. Verbindlichkeiten 5.460.804,13 5.534.798,48
D. Rechnungsabgrenzungsposten 91.845,25 97.770,75
Summe Passiva 9.566.174,11 9.572.779,26

Anhang

A. Allgemeine Angaben

1. Die Genossenschaft firmiert unter dem Namen "Baugenossenschaft Baesweiler eG". Sie hat ihren Sitz in Baesweiler und ist im Genossenschaftsregister 235 beim Amtsgericht Aachen eingetragen.

2. Der Jahresabschluss für 2023 wurde nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches erstellt. Bei der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Die Bilanz zum 31.12.2023 und die Gewinn- und Verlustrechnung für 2023 wurden aufgrund der Verordnung über Formblätter für die Gliederung des Jahresabschlusses von Wohnungsunternehmen nach den vom Gesamtverband der Wohnungswirtschaft e.V.

herausgegebenen Anwendungsformblättern für Genossenschaften gegliedert. In der Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung ergaben sich keine Veränderungen.

3. Im Geschäftsjahr 2023 hielt die Genossenschaft ein Treuhandvermögen aus Kautionskonten in Höhe von 17.742,62 € (VJ: 12.948,66 €), das wie im Vorjahr nicht in der Bilanz ausgewiesen wird.

B. Erläuterungen zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Sachanlagevermögen

Das Sachanlagevermögen wurde zu den Anschaffungs- und / oder Herstellungskosten abzüglich Abschreibungen bewertet.

Für Sachanlagenzugänge wurden als Anschaffungs- und / oder Herstellungskosten ausschließlich Fremdkosten angesetzt. Eigenleistungen können mangels eigenen hierfür vorgesehenen Personals nicht erbracht und somit auch nicht aktiviert werden. Das Wahlrecht gem. § 255 Abs. 2 Satz 4 HGB wurde wertansatzmindernd ausgeübt.

Zinsen für Fremdkapital im Sinne des § 255 Abs. 3 HGB wurden nicht aktiviert.

Planmäßige Abschreibungen

Wohngebäude wurden grundsätzlich jährlich mit 2 % p.a., separate Garagen mit 4 % bzw. 5% p.a. der Baukosten planmäßig linear abgeschrieben. Zwei im Zeitraum 1995 bis 2004 fertig gestellte Wohngebäude wurden degressiv gem. § 7 Abs. 5 Nr. 3 EStG abgeschrieben (1,25 % p.a.). Die Kosten der Außenanlagen wurden mit 10 % p.a. linear abgeschrieben.

Soweit die buchmäßige Restnutzungsdauer den tatsächlichen Verhältnissen nach Modernisierung nicht mehr entspricht, wurde die Restnutzungsdauer jeweils nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten neu festgelegt.

Durch die Anwendung der degressiven Abschreibungsmethode nach § 7 Abs. 5 Nr. 3 EStG bei den o.a. Gebäuden ergaben sich im Geschäftsjahr Minderabschreibungen im Vergleich zur linearen Abschreibung in Höhe von 13,4 T€.

Unfertige Leistungen

Unter dieser Position wurden die mit den Mietern noch nicht abgerechneten umlagefähigen Betriebskosten ausgewiesen. Es bestand eine Wertberichtigung wegen unterjährigen Leerstands.

Als Bemessungsgrundlage dienten die erhaltenen Anzahlungen, die ansonsten im Rahmen von bestehenden Mietverhältnissen von den Mietern zu zahlen gewesen wären.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Sie wurden mit den Nominalwerten angesetzt. Ausfallrisiken wurde durch Bildung von aktivisch abgesetzten Wertberichtigungen Rechnung getragen.

Rückstellungen

Sie wurden entsprechend § 249 Abs. 1 HGB für ungewisse Verbindlichkeiten gebildet und in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt.

Verbindlichkeiten

Sie wurden zum Erfüllungsbetrag passiviert.

Rechnungsabgrenzungsposten

Das Bauvorhaben Merberener Weg wurde wesentlich durch öffentliche Mittel finanziert.

Die Baugenossenschaft hat von der NRW.BANK im Zusammenhang mit dem Darlehen zur Finanzierung der öffentlich-geförderten Wohnung einen Tilgungsnachlass in Höhe von 118.510,00 € erhalten.

Entsprechend der Verlautbarung des Fachausschusses des Instituts der Wirtschaftsprüfer handelt es sich bei den Tilgungszuschüssen im Rahmen der sozialen Wohnraumförderung um einen wirtschaftlichen Ausgleich künftiger Ertragsverzichte während des Miet- und Belegungszeitraumes und damit um einen Ertragszuschuss. Der Tilgungsnachlass dient zum Ausgleich der wirtschaftlichen Nachteile über den gesamten Zeitraum der Miet- und Belegungsbindung und ist daher als passiver Rechnungsabgrenzungsposten zu erfassen und über den entsprechenden Zeitraum ertragswirksam über Umsatzerlöse aufzulösen. In unserem Fall beträgt der Bindungszeitraum 20 Jahre.

Für den Neubau Siegenkamp erhielt die Baugenossenschaft Tilgungsnachlässe (KfW und NRW.Bank) in Höhe von insgesamt 237.952,50 €. Die Tilgungsnachlässe, soweit sie von der KfW für diese Objekte gewährt wurden, wurden von den Baukosten (Herstellungskosten) abgesetzt.

Die dadurch reduzierte Abschreibung führt zu entsprechend höheren Erträgen während der Nutzungsdauer des Gebäudes.

C. Erläuterungen zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung

I. Bilanz

Anlagespiegel

7. Entwicklung des Anlagevermögens

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand am 01.01.2023
EUR
Zugänge 2.023
EUR
Abgänge 2.023
EUR
Umbuchungen 2.023
EUR
Stand am 31.12.2023
EUR
I. Sachanlagen
1. Grundstücke mit Wohnbauten 11.918.263,35 -158.459,69 0,00 726.949,42 12.486.753,08
2. Grundstücke
mit anderen Bauten 324.712,45 0,00 0,00 0,00 324.712,45
3. Grundstücke ohne Bauten 0,51 0,00 0,00 0,00 0,51
4. Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.648,00 0,00 0,00 0,00 3.648,00
5. Anlagen im Bau 229.177,82 497.771,60 0,00 -431.390,40 295.559,02
6. Bauvorbereitungskosten 33.889,82 323.960,20 0,00 -295.559,02 62.291,00
Anlagevermögen insgesamt 12.509.691,95 663.272,11 0,00 0,00 13.172.964,06
Abschreibungen
Stand am 01.01.2023
EUR
Zugänge 2.023
EUR
Abgänge 2.023
EUR
Umbuchungen 2.023
EUR
Stand am 31.12.2023
EUR
I. Sachanlagen
1. Grundstücke mit Wohnbauten 4.435.163,46 188.540,54 0,00 0,00 4.623.704,00
2. Grundstücke
mit anderen Bauten 60.434,04 14.057,87 0,00 0,00 74.491,91
3. Grundstücke ohne Bauten 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
4. Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.648,00 0,00 0,00 0,00 3.648,00
5. Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
6. Bauvorbereitungskosten 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Anlagevermögen insgesamt 4.499.245,50 202.598,41 0,00 0,00 4.701.843,91
Buchwerte
Stand am 01.01.2023
EUR
Stand am 31.12.2023
EUR
I. Sachanlagen
1. Grundstücke mit Wohnbauten 7.483.099,89 7.863.049,08
2. Grundstücke
mit anderen Bauten 264.278,41 250.220,54
3. Grundstücke ohne Bauten 0,51 0,51
4. Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 0,00
5. Anlagen im Bau 229.177,82 295.559,02
6. Bauvorbereitungskosten 33.889,82 62.291,00
Anlagevermögen insgesamt 8.010.446,45 8.471.120,15

Verbindlichkeiten - Fristigkeiten

Die Fristigkeiten der Verbindlichkeiten sowie die zur Sicherheit gewährten Pfandrechte o. ä. Rechte stellen sich wie folgt dar (Vorjahreszahlen zum Vergleich in Klammern):

Verbindlichkeiten Insgesamt davon:
Restlaufzeit gesichert Art der
EUR unter 1 Jahr
EUR
1 bis 5 Jahre
EUR
über 5 Jahre
EUR
EUR Sicherung 1 *)
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 5.074.000,97 162.079,15 554.754,76 4.357.167,06 5.074.000,97 GPR
(5.155.714,75) (129.931,02) (493.262,34) (4.532.521,39) (5.155.714,75)
Erhaltene Anzahlungen 281.985,88 281.985,88 0,00 0,00 0,00
(257.485,59) (257.485,59) (0,00) (0,00) (0,00)
Verbindlichkeiten aus Vermietung 26.262,72 26.262,72 0,00 0,00 0,00
(27.014,58) (27.014,58) (0,00) (0,00) (0,00)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 78.235,54 78.235,54 0,00 0,00 0,00
(94.583,56) (94.583,56) (0,00) (0,00) (0,00)
Sonstige Verbindlichkeiten 319,02 319,02 0,00 0,00 0,00
(0,00) (0,00) (0,00) (0,00) (0,00)
Gesamtbetrag 5.460.804,13 548.882,31 554.754,76 4.357.167,06 5.074.000,97
(5.534.798,48) (509.014,75) (493.262,34) (4.532.521,39) (5.155.714,75)

1 *) GPR = Grundpfandrecht

II. Gewinn- und Verlustrechnung

D. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

1. Für unsere Neubauten wurden Bauleistungen in einer Größenordnung von ca. 300 T€ beauftragt.

2. Das voraussichtliche Entgelt der GWG für Geschäftsbesorgung seitens der GWG wird im Jahr 2024 ca. 50 T€ betragen.

E. Sonstige Angaben

1. Die Genossenschaft besitzt keine Kapitalanteile in Höhe von mindestens 20 % an anderen Unternehmen.

2. Die Genossenschaft beschäftigt außer dem Vorstand kein Personal, da sie die GWG Wohnungsbaugesellschaft für die StädteRegion Aachen mbH im Rahmen eines Geschäftsbesorgungsvertrages als Dienstleister beauftragt hat.

3. Mitgliederbewegung Mitglieder Anteile

01.01.2023 38 54
Korrektur Vorjahre 0 0
Zugänge 3 3
Abgänge 0 0
31.12.2023 41 57

Die Geschäftsguthaben der verbleibenden Mitglieder haben sich gegenüber dem Vorjahr in Summe um 465 € erhöht.

Haftsummen bestehen lt. Satzung nicht.

4. Name und Anschrift des zuständigen Prüfungsverbandes:

DHV Genossenschaftlicher Prüfungsverband für Dienstleistung, Immobilien und Handel e.V., Kajen 12, 20459 Hamburg

5. Mitglieder des Vorstandes Prof. Dr. Willi Linkens Bürgermeister a.D. / Rechtsanwalt Prof. Dr. Axel Thomas Diplom-Kaufmann

6. Mitglieder des Aufsichtsrates

Pierre Froesch

Bürgermeister der Stadt Baesweiler (Vorsitzender)

Matthias Puhl (stellvertretender Vorsitzender)

Studiendirektor

Heiner Emundts

Diplom-Finanzwirt, Steuerberater

F. Nachtragsbericht

Durch die Auswirkungen der geopolitischen Spannungen auf die Beschaffungsmärkte für Bauleistungen sowie die Inflation können sich weiterhin erhebliche negative Auswirkungen auf unsere Ertragslage ergeben. Die Auswirkungen können unmittelbarer, aber auch mittelbarer Natur sein (sinkende Realeinkommen unserer Mieter infolge von Preissteigerungen).

Die weitere Entwicklung muss die Genossenschaft intensiv beobachten.

Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die Konjunkturlage in Deutschland als fragil einzuordnen ist. Die hohen Energiepreise bedeuten in doppelter Weise Risiken für die Baugenossenschaft.

Die Genossenschaft wird die Energiepreise vorausbezahlen und sodann in die Nebenkostenabrechnung einbringen. Dadurch entsteht ein Kreditrisiko, das schlagend werden könnte. Die Baugenossenschaft beschaffte Produkte, bei deren Herstellung Energie eingesetzt wird und die sich deswegen verteuerten.

G. Vorschlag für die Ergebnisverwendung

Nach Einstellen eines Betrags in Höhe von 10 % (7.261,00 €) in die gesetzliche Rücklage sowie Beträgen von 7.739,00 € in die Bauerneuerungsrücklage bzw. von 57.253,50 € in die sonstigen Rücklagen, wird vorgeschlagen, den Bilanzgewinn in Höhe von 353,40 € für eine 4%-ige Dividende an die Mitglieder auszuschütten.

 

Würselen, den 31. Juli 2024

Baugenossenschaft Baesweiler eG

Der Vorstand

Prof. Dr. Willi Linkens

Prof. Dr. Axel Thomas

Die Feststellung bzw. Billigung des Jahresabschlusses erfolgte am: 25. November 2024

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