Stammdaten

Register
Amtsgericht Nürnberg HRB 30033
Eingetragen
30.9.2013
Branche
Ingenieurbüros für Fachplanung von technischer GebäudeausrüstungErbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieIngenieurbüros für Fachplanung von sonstigen technischen Anlagen
Gegenstand
- Service- und Ingenieurdienstleistungen sowie Beratungs- und Zertifizierungsdienstleistungen, ausgenommen Rechts- und Steuerberatung - die Beratung, der Kauf, der Verkauf und der Betrieb von Anlagen zur Herstellung erneuerbarer Energien.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Jochen Marco Schürer
seit 30.9.2013
Geschäftsführer
Markus Buortesch
seit 30.9.2013
Geschäftsführer
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert99.99% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (3)

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Greenosolar GmbH
Germany
25.000 €
100.00%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Greenovative GmbH

Nürnberg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell

Die Greenovative GmbH (im Folgenden auch "Gesellschaft" oder "GREENOVATIVE" genannt) hat ihren Sitz in Nürnberg. GREENOVATIVE projektiert, plant und errichtet ausschließlich in Deutschland als Generalunternehmer Solarkraftwerke auf Freiflächen und Dächern. Die Solarkraftwerke werden überwiegend von Projektgesellschaften, die überwiegend die gleichen Gesellschafter haben wie GREENOVATIVE, erworben und langfristig betrieben. Neben dem Geschäft mit Projektgesellschaften innerhalb unserer Firmengruppe haben wir zahlreiche renommierte Kunden aus der Wirtschaft und auch öffentliche Auftraggeber.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche Lage und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die deutsche Wirtschaft war im Jahr 2023 nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) deutlich von den negativen Auswirkungen des hohen Preisniveaus auf allen Wirtschaftsstufen betroffen. Steigende Zinsen führten zu verschlechterten Finanzierungsbedingungen und die Nachfrage aus dem In- und Ausland ging spürbar zurück. Insgesamt verringerte sich das preisbereinigte BIP um 0,3 %, nachdem im Vorjahr noch ein Wachstum von 1,8% erzielt werden konnte. Die privaten Konsumausgaben sanken aufgrund der nachlassenden Nachfrage infolge der hohen Verbraucherpreise um 0,8 %. Auch die staatlichen Konsumausgaben verringerten sich gegenüber dem Vorjahr um 1,7 %. Hier wirkte sich vor allem das Auslaufen der staatlich finanzierten Corona-Maßnahmen negativ aus. Auch die Bauinvestitionen sanken preisbereinigt um 2,1 %. Positiv entwickelten sich dagegen die Ausrüstungsinvestitionen mit einem preisbereinigten Plus von 3,0 %, getrieben durch den Anstieg der gewerblichen Pkw-Neuzulassungen, der durch die bis August 2023 geltende Umweltprämie für Elektrofahrzeuge im Firmenwagensegment verstärkt wurde. Die sukzessiven Leitzinserhöhungen der Zentralbanken wirkten sich im Jahresverlauf positiv auf die Inflationsrate aus. Die Europäische Zentralbank (EZB) folgte mit einiger Verzögerung der US-amerikanische Notenbank (Fed) und setzte den Leitzins im September 2023 auf 4,5 % fest. In der Folge ließ der Preisauftrieb nach und die globale Inflationsrate ging spürbar zurück. Im Jahresdurchschnitt sank die Inflationsrate, sodass die EZB im Juni und September 2024 mit Zinssenkungen darauf reagiert hat. Der restriktivere Kurs der globalen Notenbanken führte allerdings zu einer Verteuerung der Finanzierungskosten für Unternehmen und private Haushalte im Jahr 2023.

Im Jahr 2023 ist nach Angaben der Internationalen Energieagentur (IEA) der weltweite Zubau an Kapazitäten aus Erneuerbaren Energien im 22. Jahr in Folge auf ein neues Rekordniveau von rund 510 GW gewachsen. Dies entspricht einer Wachstumsrate von rund 50 % und damit der höchsten Wachstumsrate der vergangenen zwei Jahrzehnte. Während der Zubau erneuerbarer Kapazitäten in Europa, den Vereinigten Staaten und Brasilien neue Höchststände erreichte, war das Ausbautempo in China außergewöhnlich hoch. China nahm 2023 bezogen auf die Kapazität so viele Photovoltaikanlagen in Betrieb wie die gesamte Welt im Jahr 2022 (Vgl. International Energy Agency, World Energy Outlook 2023 und 2024).

In Deutschland trugen Erneuerbare Energien im Jahr 2023 rund 59,7 % zur öffentlichen Nettostromerzeugung bei. Damit wurde ein neuer Rekordwert erreicht und das Vorjahresniveau um 10,1 Prozentpunkte übertroffen. Dies geht aus ersten Daten des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme ISE von Anfang Januar 2024 hervor. Insgesamt stammten rund 260 TWh der Stromproduktion und damit etwa 7,2 % mehr als im Jahr zuvor aus Erneuerbaren Energien (Vgl. www.ise.fraunhofer.de/de/daten-zu-erneuerbaren-energien.html).

Nach Zahlen der Bundesnetzagentur hat sich der Zubau an Photovoltaikleistung mit 14,1 GW gegenüber dem Vorjahr nahezu verdoppelt und das angestrebte Ausbauziel von 9 GW deutlich übertroffen. Zum Jahresende betrug die installierte Photovoltaikgesamtleistung in Deutschland 81,7 GW. Die Bundesregierung hat im Jahr 2023 mit ihren regulatorischen Initiativen vielfältige Grundlagen geschaffen, um die Planung, die Genehmigung und den Bau von Erneuerbare-Energien-Anlagen zu beschleunigen. Dazu zählen insbesondere die am 1. Januar 2023 in Kraft getretene Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) sowie die jeweils im Mai 2023 veröffentlichte Photovoltaik-Strategie und Wind-an-Land-Strategie. Das neue EEG ist erstmals konsequent auf das Erreichen des 1,5-Grad-Pfades des Pariser Klimaschutzabkommens ausgerichtet. Im Jahr 2030 sollen 80 % des deutschen Bruttostromverbrauchs aus erneuerbaren Energiequellen stammen. Die Photovoltaik-Strategie des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) enthält ein umfassendes Maßnahmenbündel, um dieses ambitionierte Ziel zu erreichen. Dazu gehören unter anderem die vereinfachte Planung und Genehmigung neuer Anlagen sowie attraktivere und einfachere Rahmenbedingungen für den Ausbau von Solardachanlagen. Außerdem sollen neue Flächen für den Ausbau von Solar- und Windenergie unkomplizierter bereitgestellt und die Kommunen besser einbezogen werden. Im Bereich der Solarenergie sieht das EEG eine installierte Gesamtleistung von 215 GW vor. Das bedeutet, dass der jährliche Ausbau der Photovoltaik von gut 7 GW im Jahr 2022 auf 22 GW verdreifacht werden muss.

Die Europäische Union (EU) ist einer der aktivsten Akteure und Motor für den weltweiten Wandel der Energiepolitik. Nach ersten Zahlen lag der Anteil der Erneuerbaren Energien an der gesamten Nettostromerzeugung 2023 bei rund 43 %. Windenergie (Onshore und Offshore) trug 18,9 %, Lauf- und Speicherwasser 12,6 %, Photovoltaik 8,1 % und Biomasse 3,2 % zur gesamten Nettostromerzeugung bei (Vgl. Stromerzeugung nach Energieträgern in der EU 2023 | Statista). Die EU forciert mit politischen Maßnahmen kontinuierlich den Ausbau Erneuerbarer Energien. So haben die Mitgliedsstaaten im Juni 2023 eine umfassende Neufassung der Erneuerbare-Energien-Richtlinie (RED) beschlossen. Dabei wurde das europäische Ziel für Erneuerbare Energien von bisher 32 % auf 45 % im Jahr 2030 deutlich angehoben. Damit wird der vorgesehene Ausbau der Erneuerbaren Energien bis 2030 in etwa verdoppelt. Um die Ziele zu erreichen, müssen jährlich mehr als 100 GW an neuen Windkraft- und Solaranlagen installiert werden. Die nun beschlossenen höheren EU-Ziele bilden auch den Rahmen für weitergehende Maßnahmen und detaillierte Strategien für einzelne Technologien. So sieht die Solarstrategie der EU vor, die Photovoltaik-Kapazität bis 2030 auf 600 GW nahezu zu verdreifachen. Durch die Klassifizierung des Ausbaus von Erneuerbaren Energien und der Netzinfrastruktur als Vorhaben von übergeordnetem öffentlichem Interesse sollen die zeitaufwändigen Genehmigungsverfahren spürbar verkürzt und Projekte insbesondere in Vorranggebieten schneller realisiert werden können. Bereits im Jahr 2050 soll Europa als erster Kontinent der Welt vollständig klimaneutral sein und zudem der "Green Deal" umgesetzt haben.

2. Geschäftsverlauf

a) Ertragslage

Im Geschäftsjahr 2023 konnte GREENOVATIVE erneut ein deutliches Wachstum erzielen und die Umsatzerlöse mit 98,1 Mio. € im Vergleich zum Vorjahr (58,5 Mio. €) um 39,6 Mio. € erhöhen. Die Gesamtleistung als Summe von Umsatzerlösen und Bestandsveränderung lag mit 99,9 Mio. € ca. 75 % über dem Vorjahreswert (57,2 Mio. €) und damit im Rahmen unserer Erwartungen für das Geschäftsjahr. Ursächlich für diese Entwicklung ist der nochmals deutlich gestiegene Zubau von Freiflächen-Photovoltaik-Anlagen und großen Photovoltaik-Dachanlagen. Wir konnten sowohl die Projektanzahl als auch die durchschnittliche Projektgröße deutlich im Vergleich zum Vorjahr erhöhen. Besonders hervorzuheben sind die Installationen und Fertigstellungen der Solarparks Werneck (19 MWp) und Burgpreppach (20 MWp), beide in Unterfranken, sowie das Doppelprojekt Langensendelbach und Bräuningshof mit in Summe 19 MWp in Oberfranken. In allen Regionen Bayerns wurden mittelgroße Solarparks von Greenovative entwickelt und installiert. Für unsere Business Unit Dachanlagen war die Installation von knapp 9 MWp auf den Dächern der Messe Nürnberg ein Leuchtturmprojekt. Hier ist eine der größten Aufdach-Photovoltaikanlagen in Bayern entstanden.

Die Materialaufwendungen erhöhten sich im Zuge dieser Entwicklung im Vergleich zum Vorjahr korrespondierend um 35,0 Mio. € auf 81,0 Mio. € (Vorjahr: 46,0 Mio. €).

Der Rohertrag als Saldo aus Gesamtleistung und Materialaufwand erhöhte sich aufgrund der gestiegenen Gesamtleistung um 7,8 Mio. € auf 19,0 Mio. € (Vorjahr: 11,2 Mio. €). Die Rohertragsquote belief sich somit auf ca. 19,0 % und lag damit - im Wesentlichen bedingt durch gestiegene Beschaffungspreise, die nicht durchgängig an die Projektgesellschaften und Kunden durchgereicht werden konnten, sowie unterschiedliche Margen in Abhängigkeit vom jeweiligen Generalunternehmervertrag (Solarprojekt) - leicht unter der Quote des Vorjahres (19,5 %). Jedoch sind wir mit dem Niveau sehr zufrieden und ein Teil des Rückgangs der Rohertragsquote lässt sich durch die gestiegenen Projektgrößen erklären. Wir erwarten für 2024 eine ähnlich hohe Rohertragsquote, welche dann im Planjahr 2025 aufgrund der geänderten Wettbewerbsbedingungen leicht rückläufig sein wird. Die Rohertragsquote ist bei allen Projektentscheidungen und Kalkulationen der wesentliche finanzielle Leistungsindikator. Unser Ziel ist es bei internen und externen Projekten eine auskömmliche Rohertragsquote zu erreichen. Damit sind wir wettbewerbsfähig und gleichzeitig rentabel. Ferner betrachten wir bei jeder Entscheidung die Leistungsfähigkeit unseres Teams und mögliche Risiken.

Die Personalaufwendungen erhöhten sich um 1,4 Mio. € auf 5,5 Mio. € und damit, ebenso wie die um 0,7 Mio. € auf 2,4 Mio. € gestiegenen sonstigen betrieblichen Aufwendungen, deutlich unterproportional zur Entwicklung des Geschäftsvolumens. Diese Umstände werten wir als positiv, da der Aufwand je Euro im Verhältnis mehr Umsatz und Ertrag generiert hat. Dies resultiert aus größeren Projektvolumina und einer lernenden Unternehmenskultur, die jedes Jahr einen Gewinn an Effizienz ermöglichen soll.

Die sonstigen betrieblichen Erträge stiegen auf T€ 396,2 (Vorjahr: T€ 144,2).

Das Finanzergebnis verringerte sich gegenüber dem Vorjahr um T€ 26 auf T€ -177 (Vorjahr: T€ -152).

Im Ergebnis konnte damit ein Gewinn vor Steuern in Höhe von 11,0 Mio. € erzielt werden, der um 5,8 Mio. € über dem Vorjahr lag. Beim Gewinn vor Steuern hatten wir als Jahresziel 2023 eine Größe von 7,8 Mio. € angestrebt, damit wurde unser Ziel deutlich übertroffen. Der Jahresüberschuss lag bei 7,4 Mio. € (Vorjahr: 3,5 Mio. €). Die zu Beginn des Geschäftsjahres geplante Ergebnissteigerung konnte aufgrund des gestiegenen Rohertrages erreicht werden. Durch die langen Genehmigungszyklen und das Umsetzen von Projekten innerhalb der Firmengruppe ist unsere Prognosegüte recht hoch, da wir wenig von externen Kunden abhängig sind.

b) Finanzlage

Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen.

Der Bestand an liquiden Mitteln verminderte sich im Stichtagsvergleich auf 0,0 T€ (Vorjahr: 2,2 Mio. €).

Zur Finanzierung des gestiegenen Geschäftsvolumens wurden im Geschäftsjahr 2023 diverse Darlehen aufgenommen, zum Teil bei Banken, zum Teil bei Projektgesellschaften innerhalb der Unternehmensgruppe. Zum Bilanzstichtag 31.12.2023 betrugen die Bankverbindlichkeiten 1,3 Mio. € (Vorjahr 4,5 Mio. €) und die Verbindlichkeiten in der Kategorie "Übrige" 12,1 Mio. € (Vorjahr: 7,1 Mio. €). Unter "Übrige" verstehen wir Verbindlichkeiten gegenüber Geschäftsführern und sonstige Verbindlichkeiten (Darlehen von Projektgesellschaften in unserem Umfeld und Darlehen aus dem Kreis unserer Gesellschafter). Wir stellen fest, dass die Liquidität im Geschäftsjahr zu jeder Zeit gewährleistet war.

c) Vermögenslage

Die Vermögensstruktur hat sich mit einer um ca. 10,0 Mio. € erhöhten Bilanzsumme im Vergleich zum Vorjahr deutlich um 34,4 % erhöht und betrug zum 31.12.2023 39,1 Mio. € (Vorjahr 29,1 Mio. €). Im Wesentlichen bedingt durch den Anstieg von Forderungen gegen verbundene Unternehmen um 13,4 Mio. € (Vorjahr 0,0 Mio. €) sowie die Erhöhung des Finanzanlagevermögens um EUR 1,1 Mio. EUR auf 1,3 Mio. €.

Auf der Passivseite spiegelt sich das gestiegene Geschäftsvolumen im Wesentlichen in einem um 7,4 Mio. € erhöhten Eigenkapital auf 15,2 Mio. € wider (Vorjahr: 7,8 Mio. €). Die Eigenkapitalquote erhöhte sich auf 38,9 % (Vorjahr: 26,8 %).

Gesamtaussage

Unsere Vermögens- Finanz- und Ertragslage schätzen wir insgesamt weiterhin als gut ein.

III. Chancen- und Risikobericht

Die wesentlichen Risiken im Zusammenhang mit der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft stellen sich wie folgt dar.

Umfeld- und Branchenrisiken

Nach dem Beginn des Angriffskriegs von Russland gegen die Ukraine im Geschäftsjahr 2022 hat sich der Strommarkt in der Folge vielen Herausforderungen stellen müssen. Die Auswirkungen auf GREENOVATIVE wurden regelmäßig besprochen und die Diskussionen zur Umsetzung von Maßnahmen zur Optimierung der Strompreisentwicklung aktiv verfolgt. Die Umstellung der bisherigen fossilen Energieversorgung auf eine nachhaltigere Energieversorgung durch beispielsweise Erneuerbare Energien wie Wind- und Solarkraft führt dazu, dass die Erneuerbaren Energien weiterhin zu den weltweit stark wachsenden Sektoren gehören. Der Betrieb von Wind- und Solarparks unterliegt aufgrund der gesetzlich garantierten Einspeisevergütungen (Feed-in Tariffs) oder langfristiger privatwirtschaftlicher Stromabnahmeverträge sowie der im deutschen EEG verankerten Abnahmeverpflichtung nur schwachen konjunkturellen Schwankungen.

Um auf Marktrisiken frühzeitig und angemessen reagieren zu können, beobachtet GREENOVATIVE die relevanten Märkte laufend. Hierzu gehört das Studium verschiedener Fachpublikationen, die Teilnahme an Kongressen, Messen und Fachtagungen sowie die Mitgliedschaft in Branchenverbänden. Darüber hinaus pflegt das Unternehmen einen unmittelbaren Kontakt und einen regelmäßigen Austausch mit Geschäftspartnern, Experten und Branchenvertretern aus dem Netzwerk der Unternehmensgruppe.

Deutschland befindet sich aktuell in einer volkswirtschaftlichen Rezession. V.a. die Inflationskrise und das damit deutlich erhöhte Zinsniveau verlangsamen die gesamtwirtschaftliche Entwicklung. Zudem ist die politische, gesellschaftliche und wirtschaftliche Verunsicherung durch das Andauern des Ukraine-Krieges präsent. Vorteilhaft ist, dass sich die Lieferengpässe und die damit verbundenen Preissteigerungen, zumindest in den sehr wichtigen Komponenten Solarmodule, Wechselrichter und Gesellsysteme allmählich verbessern. Die Lohnkosten sind gestiegen und steigen wahrscheinlich weiterhin, aber in Summe sind die Systemkosten von Photovoltaikanlagen aktuell eher sinkend und nicht mehr steigend. Mögliche Beeinträchtigungen innerhalb der Lieferketten und Auswirkungen auf Beschaffungspreise haben wir im ständigen Monitoring. Aufgrund unserer langjährigen partnerschaftlichen Geschäftsbeziehungen zu unseren Lieferanten ist GREENOVATIVE auf dem Beschaffungsmarkt gut vernetzt und betreibt innerhalb der Lieferantenstruktur ein Multi-Sourcing. Durch vorausblickende Planung und Bestellungen achten wir darauf, uns möglichst frühzeitig mit den erforderten Materialien einzudecken.

Das Risiko steigender Beschaffungspreise ist aktuell kleiner als im Vorjahr, jedoch sind auch die aktuellen Strompreise niedriger als im Jahr 2023. Die Erlösabschöpfung im Rahmen des Strompreisbremsegesetzes haben wir innerhalb der GREENOVATIVE Gruppe ermittelt und sahen keine großen Auswirkungen auf das operative Geschäft. Ferner sind die langfristigen Börsenwerte für Stromkontrakte immer noch leicht oberhalb des üblichen Niveaus von EEG-Vergütungen. Vor diesem Hintergrund sehen wir uns gut aufgestellt, den derzeitigen Herausforderungen aussichtsreich begegnen zu können.

Mit diesen Rahmenbedingungen und Chancen sowie den Kompetenzen der GREENOVATIVE-Gruppe sehen wir sehr gute Entwicklungsmöglichkeiten für unser Unternehmen.

Operative Risiken

Die weltweite stark steigende Nachfrage sowie die Störungen in den Lieferketten können zu Verzögerungen bei der Beschaffung wichtiger Komponenten führen. Aktuell sind Solarmodule und Wechselrichter zwar gut verfügbar, aber Umspannwerke haben aktuell ein hohes Preisniveau und lange Lieferzeiten. Der Ukraine-Krieg kann in Zukunft bei der Beschaffung vieler Komponenten und bei wirtschaftlichen Prozessen wieder zu Problemen führen. Zudem bemerken wir deutlich, dass insbesondere in Bayern die Stromnetze schon stark belastet sind und wir bei einigen Projekten aktuell keine wirtschaftlich sinnvollen Netzverknüpfungsmöglichkeiten haben, trotz der klaren Privilegierungen im EEG. Wir begegnen diesen Risiken durch vorausschauende Planung und mit der Pflege der Geschäftsbeziehungen zu unseren Lieferanten. Zudem haben wir eine sehr breite Projektpipeline und damit ein breit gestreutes Portfolio an Möglichkeiten. Im Bereich der Photovoltaik-Dachanlagen sind wir schon seit Gründung von GREENOVATIVE im Jahr 2013 bundesweit aktiv. Diese Erfahrung nutzen wir bei unserer nationalen Solarpark Strategie und haben bereits diverse Freiflächen-Projekte in Planung außerhalb Bayern, wo wir noch bessere Optionen zum Netzanschluss erfahren. Solarparks in Thüringen und Sachsen haben wir in der Vergangenheit schon erfolgreich realisiert und betreiben diese in der GREENOVATIVE-Gruppe. Anfang 2024 wurden unsere Vertriebsbüros in Oldenburg (Niedersachsen) und Stuttgart (Baden-Württemberg) erfolgreich eröffnet und konnten bis heute zahlreiche Pachtverträge und Aufstellungsbeschlüsse für Solarparks generieren.

Durch unseren integrierten Ansatz, wir haben die Projektakquise, Projektentwicklung, EPC-Installation, Betriebsführung und Wartung, alles in unserer Unternehmensgruppe integriert, und die damit günstigen Projektgesamtkosten, können wir trotz schnell gestiegener Fremdfinanzierungskosten noch jedes Projekt wirtschaftlich umsetzen.

Aus den Generalunternehmerverträgen zur Errichtung der Solarparks und Photovoltaik-Dachanlagen unterliegen wir den üblichen Gewährleistungsverpflichtungen. Um etwaigen Risiken Rechnung zu tragen, bilden wir passende Gewährleistungsrückstellungen. Risiken während der Bauphase begegnen wir durch enge Kontrollen mit internem Personal und dem Abschluss von Versicherungen.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Da etwa zweidrittel der Auftraggeber aus der GREENOVATIVE-Gruppe stammen, sind Bonitäts- und Ausfallrisiken auf der Kundenseite für uns weniger gefährlich. Gleiches gilt für Bonitäts- und Ausfallrisiken aus den Darlehen an Gesellschaften der GREENOVATIVE-Gruppe. Neue Kunden und Lieferanten werden streng überprüft u.a. durch das Einholen einer Bonitätsauskunft.

Eine Tochtergesellschaft von GREENOVATIVE ist die Greeno Komplementär GmbH. Durch die Stellung als Komplementärin bei den Projektgesellschaften der GREENOVATIVE-Gruppe haften wir für deren Verpflichtungen. Die Entwicklung dieser Gesellschaften wird durch die Geschäftsführung und die Abteilung Betriebsführung fortlaufend überwacht.

Die steigenden Finanzierungskosten können eine Verringerung unserer Roherträge und damit auch des operativen Cashflows zur Folge haben. Wir arbeiten zur Sicherheit immer mit ausreichenden Margen im EPC-Geschäft und konservativen Kalkulationen in den Projektgesellschaften.

Aus diesem Grund, sowie zur Finanzierung unseres starken Unternehmenswachstums, haben wir im Geschäftsjahr 2023 neben der Aufnahme von Darlehen aus dem Umfeld der Gründungsgesellschafter auch unsere Kredit- und Aval Linien erhöht und überprüfen andauernd die Angemessenheit unseres Finanzierungsrahmens. Zur Verwirklichung unserer Wachstumspläne wird auch in der Zukunft die Verfügbarkeit von Finanzmitteln für uns von Wichtigkeit sein.

Personal und Organisation

Das starke Wachstum von GREENOVATIVE hat angestiegene Anforderungen an die Unternehmensorganisation zur Folge. Qualifizierte und motivierte Mitarbeiter sind dabei ein wichtiger Erfolgsfaktor. Zur Gewinnung und Bindung von Mitarbeitern positionieren wir uns als attraktiver Arbeitgeber und beteiligen unsere Arbeitnehmer*innen auf vielfältige Weise am Unternehmenserfolg. Besonders erfolgreich ist das Anwerben von vorherigen Praktikanten und Werkstudentinnen, aber auch erfahrene Mitarbeiter*innen konnten wir bestens integrieren und im Unternehmen halten.

Im Geschäftsjahr 2023 fand eine gesellschaftsrechtliche Umstrukturierung statt. Die Geschäftsanteile von den bisherigen Gesellschaftern der GREENOVATIVE wurden an die Greenosolar GmbH, eine Gesellschaft der GREENOVATIVE-Gruppe abgetreten. Die ehemaligen Gesellschafter sind nun die Geschäftsführer der GREENOVATIVE. Die Konstanz in der Geschäftsführung der GREENOVATIVE-Gruppe, mit den drei Geschäftsführern, Markus Buortesch, Bernd Fuchs und Jochen Schürer und ein stetig wachsender Kreis von Abteilungsleiter*innen erlaubt uns, den eingeschlagenen Wachstumspfad unverändert fortzusetzen.

Chancen

In der gesellschaftlichen Einigkeit zur Energiewende und den sehr günstigen Stromgestehungskosten von Solarstrom sehen wir für die GREENOVATIVE-Gruppe aussichtsreiche Chancen für die künftige Geschäftsentwicklung. Besonders sind hier folgende Positionen zu nennen:

Die Projektpipeline ist sehr gut gefüllt und das in beiden Divisionen: Dachanlagen und Freiflächen-Photovoltaik. Auf Grundlage von bereits durch die GREENOVATIVE-Gruppe gesicherten Pachtverträgen für Grundstücke und erteilten Aufstellungsbeschlüssen, sehen wir starkes Potenzial für eine nachhaltige Fortsetzung unseres Wachstumskurses.

Die Realisierung eines der größten Solarpark-Portfolien in Bayern und beachtliche Photovoltaik-Dachanlagen, z. B. auf Dächern des Nürnberger Flughafens und der Messe Nürnberg, haben den Bekanntheitsgrad von GREENOVATIVE deutlich gesteigert. In der durch diese Projekte erlangten Reputation und Vertrauen in den Gemeinden sehen wir gute Voraussetzungen für unsere Wachstumsambitionen.

Für eine möglichst volkwirtschaftlich günstige, flächenschonende und industriefreundliche Energiewende stellt lokaler Solarstrom nach unserer Einschätzung einen zentralen Baustein dar. Vor diesem Hintergrund erwarten wir, dass die Bedeutung großer Photovoltaik-Dachanlagen und Solarparks aufgrund der dort erzielbaren niedrigen Stromgestehungskosten weiter ansteigt. Dies - sowie die ebenfalls spürbar ansteigende Nachfrage nach PPAs - wird uns bei der Entwicklung und Umsetzung unserer Projekte unterstützen.

Der Klimawandel und der noch herrschende Ukraine-Konflikt wirken sich in allen Bereichen aus. Die konkreten zukünftigen Auswirkungen auf die Gesamtwirtschaft können noch nicht verlässlich prognostiziert werden. Die Erzeugung von Photovoltaikstrom und vor allem der schnelle Zubau von Solarkraftwerken war wohl nie wichtiger als in der Gegenwart. Die Photovoltaikbranche und somit auch die GREENOVATIVE-Gruppe werden daher nach unserer Einschätzung durch die lokale Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien in jeglicher Form und für mehr Nutzer sinnvoll und wettbewerbsfähig sein.

Ebenso erwarten wir, dass der Zubau an Photovoltaikanlagen weiter steigen wird, da die Systemkosten niedrig sind und die gesellschaftliche Akzeptanz für Solarstrom hoch ist. Die Regierung hat sich sehr ambitionierte Ziele gesetzt und die akute Klimakrise erlaubt kein Zögern, so dass die Politik die Rahmenbedingungen stetig verbessern muss, diesen Trend sehen wir glücklicherweise schon heute.

Zusammenfassend sieht die Geschäftsführung das Unternehmen für die Energiewende stark aufgestellt.

IV. Prognosebericht

In den folgenden Aussagen sind Prognosen und Annahmen enthalten, deren Eintritt nicht sicher ist. Sofern eine oder mehrere Prognosen oder Annahmen nicht eintreffen, können die tatsächlichen Ergebnisse und Entwicklungen wesentlich von den dargestellten Aussagen abweichen.

Der IWF prognostiziert für das Jahr 2024 eine unveränderte Wachstumsrate des globalen BIP von 3,1 % und somit eine Stabilisierung. Eine nachhaltige Rückkehr auf den dynamischen Wachstumspfad der Vorpandemiejahre mit einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate von 3,8 % ist aber nicht zu erwarten. Das wirtschaftliche und geopolitische Umfeld wird auch 2024 und darüber hinaus herausfordernd bleiben. Insbesondere die fortgeschrittenen Volkswirtschaften werden sich voraussichtlich eher schwächer entwickeln, wobei eine stärkere Nachfrage nach Dienstleistungen eine niedrigere Nachfrage nach Industrieprodukten nicht vollständig ausgleichen dürfte.

Das auf Deutschland fokussierte Solarparkportfolio von GREENOVATIVE ist durch den Krieg in der Ukraine nicht betroffen. Indirekte Effekte, die sich aus potenziellen russischen Gegenmaßnahmen zu den gegenüber Russland verhängten Sanktionen ableiten ließen, sind aktuell nicht erkennbar.

Die Bedeutung Erneuerbarer Energien nimmt weiter deutlich zu. Weltweit werden konventionelle Energiequellen und fossile Energieträger durch den Ausbau und die Nutzung regenerativer Energiequellen ergänzt oder ersetzt. Die weltweite Energiekrise infolge des Angriffs Russlands auf die Ukraine beendete im Jahr 2022 die Ära niedriger Energie- und Rohstoffpreise. Inflation, Währungsschwankungen, gestiegene Finanzierungskosten und drohende Rezessionen prägten das Investitionsumfeld. Die zunehmende Geschwindigkeit des Kapazitätsausbaus von Erneuerbaren Energien spiegelt den politischen und gesellschaftlichen Wandel in weiten Teilen der Welt wider.

Die volkswirtschaftlichen Aussichten für das Jahr 2024 haben sich aufgrund der Auswirkungen der Ukraine-Krise und der Inflationskrise zwar eingetrübt, wir rechnen aufgrund von unserer Projektpipeline mit einem konstanten Zubau von Photovoltaik-Anlagen durch die Greenovative Gruppe. Aufgrund von deutlich gesunkenen System- und Strompreisen im Jahr 2024 im Vergleich zu 2023 gehen wir von einem deutlichen Umsatzrückgang aus. Durch wirtschaftliches Haushalten erwarten wir für 2024 dennoch ein positives Ergebnis. Erfreulich ist, dass wir bis Ende 2024 sehr viele Solarpark-Projekte fertig genehmigt bekamen und auch in den Ausschreibungen der Bundesnetzagentur sehr erfolgreich waren, so dass wir für 2025 ein Umsatz von deutlich über 100 Mio. € erwarten und ein sehr deutlich positives Ergebnis.

Die Prognose steht unter dem Vorbehalt, dass der weitere Verlauf des Ukraine-Kriegs, ein möglicher Handelsstreit mit China oder den USA (Wahl von Donald Trump zum Präsidenten) oder eine mögliche Verschärfung der Rezession keine zentralen Auswirkungen auf unsere Projektentwicklung und Umsetzung haben wird. Der schon bemerkbare Klimawandel, immer schärfe Umweltgesetze und das Streben aller Volkswirtschaften weltweit nach Klimaneutralität zeigen, dass wir mit der Strategie, standardisierte, große und kosteneffiziente Photovoltaikanlagen zu projektieren, zu installieren und zu betreiben, die Zeichen der Zeit richtig deuten und unser Geschäft erfolgreich implementiert haben. In allen Bereichen setzen wir auf Nachhaltigkeit und bewerten unsere Lieferanten und Geschäftspartner nach ESG-Kriterien. Laut Internationaler Energie Agentur ist Photovoltaik die am schnellsten wachsende Elektrizitätsquelle. Schon 2026 oder 2027 wird laut deren Prognose die Photovoltaik die Kohleverstromung als größte Elektrizitätsquelle weltweit ablösen und damit einen essenziellen Beitrag zum Klimaschutz leisten (Vgl. u.a. IEA International Energy Agency).

 

Nürnberg, 16. Dezember 2024

gez. Bernd Fuchs, Geschäftsführer

gez. Markus Buortesch, Geschäftsführer

gez. Jochen Schürer, Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 1.823.096,00 548.159,00
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 11.330,00 9.802,00
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 11.330,00 9.802,00
II. Sachanlagen 516.266,00 302.357,00
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 516.266,00 302.357,00
III. Finanzanlagen 1.295.500,00 236.000,00
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1.295.500,00 236.000,00
B. Umlaufvermögen 37.122.379,36 28.461.565,88
I. Vorräte 8.100.094,66 8.322.242,44
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 1.077.727,39 1.138.166,80
2. unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 4.964.688,76 967.461,92
3. geleistete Anzahlungen 2.057.678,51 6.216.613,72
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 29.021.420,46 17.969.229,89
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 5.995.405,98 12.941.376,48
2. Forderungen gegen Gesellschafter 1.375.159,94
3. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 13.369.442,80
4. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 1.665.374,64
5. sonstige Vermögensgegenstände 6.616.037,10 5.027.853,41
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 864,24 2.170.093,55
C. Rechnungsabgrenzungsposten 113.586,30 54.844,25
Aktiva 39.059.061,66 29.064.569,13

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 15.240.772,38 7.792.907,84
I. ausgegebenes Kapital 18.750,00 18.750,00
1. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
2. eigene Anteile -6.250,00 -6.250,00
II. Gewinnvortrag 7.774.157,84 4.229.093,89
III. Jahresüberschuss 7.447.864,54 3.545.063,95
B. Rückstellungen 3.424.547,00 1.728.537,00
1. Steuerrückstellungen 2.883.757,00 1.139.662,00
2. sonstige Rückstellungen 540.790,00 588.875,00
C. Verbindlichkeiten 20.281.372,28 19.540.249,29
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.256.359,29 4.509.757,22
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 1.256.359,29 4.509.757,22
2. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 2.215.835,00 858.751,98
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 2.215.835,00 858.751,98
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.713.721,42 4.391.345,42
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 2.713.721,42 4.391.345,42
4. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 1.985.420,93 508.178,08
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 1.985.420,93 508.178,08
5. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 390.818,63 11.581,16
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 390.818,63 11.581,16
6. sonstige Verbindlichkeiten 11.719.217,01 9.260.635,43
davon aus Steuern 1.496.665,87 2.645.167,03
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 42.618,68 6.277,32
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 4.941.010,03 9.260.635,43
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 6.778.206,98
D. Rechnungsabgrenzungsposten 1.375,00 2.875,00
E. Passive latente Steuern 110.995,00
Passiva 39.059.061,66 29.064.569,13

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Umsatzerlöse 98.129.099,77 58.480.068,27
2. Erhöhung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 1.781.391,84 -1.294.672,81
3. sonstige betriebliche Erträge 397.116,80 144.229,95
davon Erträge aus der Währungsumrechnung 1,06
4. Materialaufwand 80.937.167,55 46.023.105,43
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 52.335.630,86 34.026.937,70
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 28.601.536,69 11.996.167,73
5. Personalaufwand 5.540.865,00 4.065.129,28
a) Löhne und Gehälter 4.703.472,54 3.514.259,13
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 837.392,46 550.870,15
davon für Altersversorgung 6.616,19 4.495,93
6. Abschreibungen 229.865,69 135.056,45
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 229.865,69 135.056,45
7. sonstige betriebliche Aufwendungen 2.415.968,25 1.720.757,13
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 5,90
8. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 316.260,69 48.949,31
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 493.742,88 200.747,02
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 3.556.131,00 1.687.436,59
davon Aufwendungen aus der Zuführung und Auflösung von latenten Steuern 110.995,00
11. Ergebnis nach Steuern 7.450.128,73 3.546.342,82
12. sonstige Steuern 2.264,19 1.278,87
13. Jahresüberschuss 7.447.864,54 3.545.063,95

Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023

A. ALLGEMEINE ANGABEN ZUM UNTERNEHMEN

Die Gesellschaft firmiert unter dem Namen Greenovative GmbH, Nürnberg, und ist beim Amtsgericht Nürnberg unter HRB 30033 eingetragen.

Im Geschäftsjahr 2023 hat eine gesellschaftsrechtliche Umstrukturierung stattgefunden. Am 02. Februar 2023 erfolgte eine Abtretung der Geschäftsanteile der Greenovative GmbH von den bisherigen Gesellschaftern (Herr Bernd Ralf Fuchs, Herr Jochen Marco Schürer, Herr Markus Buortesch und der Greenovative GmbH) an die neu gegründete Greenosolar GmbH, Nürnberg, eingetragen beim Amtsgericht Nürnberg unter HRB 41361. Herr Bernd Ralf Fuchs sowie Herren Jochen Marco Schürer und Markus Buortesch sind die Geschäftsführer der Greenovative GmbH und der Greenosolar GmbH.

B. ALLGEMEINE ANGABEN ZUM JAHRESABSCHLUSS

1. Grundsätzliche Angaben

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs über die Rechnungslegung von Kapitalgesellschaften, den ergänzenden Vorschriften des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung sowie den Regelungen des Gesellschaftsvertrages aufgestellt.

Auf die Rechnungslegung der Gesellschaft finden die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB Anwendung.

Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung anzubringen sind, weitestgehend im Anhang aufgeführt.

Die Wertansätze der Bilanz zum 31. Dezember 2022 wurden unverändert als Vortrag übernommen.

C. ANGABEN ZU BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZEN

1. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

1.1 Bilanzierungsmethoden

Der Jahresabschluss wurde unter Beachtung der generellen Ansatzvorschriften der §§ 246-251 HGB sowie unter Berücksichtigung der besonderen Ansatzvorschriften für Kapitalgesellschaften, §§ 268 274a, 276, 277 HGB aufgestellt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

1.2 Bewertungsmethoden

Der Jahresabschluss wurde unter Beachtung der generellen Bewertungsvorschriften der §§ 252-256a HGB aufgestellt.

Im Einzelnen erfolgte die Bewertung wie folgt:

ANLAGEVERMÖGEN

Immaterielle Vermögensgegenstände

Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und

Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten

sind zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer, bewertet.

Sachanlagen

Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung

sind mit den Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten abzüglich Anschaffungspreisminderungen oder mit den Herstellungskosten bewertet.

Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer mit den steuerlich zulässigen Höchstsätzen.

Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Wert in Höhe von EUR 250,00 wurden in Übereinstimmung mit den steuerlichen Vorschriften gemäß § 6 Abs. 2 EStG in voller Höhe als Betriebsausgaben angesetzt. Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Wert in Höhe von EUR 800,00 wurden im Zugangsjahr planmäßig abgeschrieben und als Abgang im Anlagenspiegel gezeigt.

Finanzanlagen

Anteile an verbundenen Unternehmen

sind mit den Anschaffungskosten angesetzt.

UMLAUFVERMÖGEN

Vorräte

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe

sind unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips mit Herstellungs- bzw. Anschaffungskosten auf Grundlage der gleitenden Durchschnittswertmethode bewertet.

Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen

wurden entsprechend ihres Fertigungsgrades mit anteiligen Herstellungskosten bewertet. In die Herstellungskosten werden neben direkt zurechenbaren Kosten auch die Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen einbezogen.

Geleistete Anzahlungen

sind zu ihrem Rückzahlungsbetrag angesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

sind mit ihrem Nominalwert angesetzt. Erkennbare und latente Risiken sind mit Einzelwertberichtigungen erfasst. Dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko wurde durch eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 2% auf die Netto-Forderungen Rechnung getragen.

Forderungen gegen verbundene Unternehmen und Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht

werden zum Nominalwert angesetzt.

Forderungen gegen Gesellschafter

werden gemäß § 42 Abs. 3 GmbHG gesondert ausgewiesen. Die Forderungen werden zum Nominalwert angesetzt.

Sonstige Vermögensgegenstände

sind mit ihren Nominalwerten, Zahlungsbeträgen oder Barwerten angesetzt.

Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten

sind zum Nennwert bewertet.

RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN

Auf der Aktiv-/ Passivseite sind Rechnungsabgrenzungsposten in der Höhe ausgewiesen, wie Ausgaben / Einnahmen vor dem Abschlussstichtag Aufwand / Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

RÜCKSTELLUNGEN

Steuerrückstellungen

berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten und sind in Höhe des voraussichtlichen Erfüllungsbetrages aufgrund des steuerlichen Gewinns dotiert.

Sonstige Rückstellungen

wurden in Höhe der voraussichtlichen Erfüllungsbeträge nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung dotiert und berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten.

Bei der Ermittlung von Gewährleistungsrückstellungen wurden Erfahrungswerte der Branche berücksichtigt.

VERBINDLICHKEITEN

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern, Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen und sonstige Verbindlichkeiten

sind zu Erfüllungsbeträgen angesetzt. Die erhaltenen Anzahlungen sind um die darin enthaltene Umsatzsteuer vermindert (Nettomethode).

LATENTE STEUERN

Passive latente Steuern

Die Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen, die sich in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen, ergeben eine Steuerbelastung. Die Bewertung erfolgt mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen zum Zeitpunkt des Abbaus von temporären Differenzen. Der Aufwand aus der Veränderung bilanzierter latenter Steuern ist in der Gewinn- und Verlustrechnung gesondert unter dem Posten "Steuern vom Einkommen und vom Ertrag" ausgewiesen.

D. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ

1. Anlagevermögen

Im Geschäftsjahr 2023 sind bei den immateriellen Vermögensgegenständen und Sachanlagen die Zugänge i.H.v. EUR 589.580,69 zu verzeichnen. Die Abschreibungen auf die Zugänge 2023 belaufen sich auf EUR 126.220,03.

Die Abgänge des Geschäftsjahres betragen EUR 306.424,95 und resultieren vorwiegend aus dem Verkauf eines Teils des Fuhrparks an den Gesellschafter, die Greenosolar GmbH.

Die Zugänge bei den Anteilen an verbundenen Unternehmen i.H.v. EUR 1.059.500,00 sind auf die Einzahlung der vereinbarten Pflichteinlage an die Bürgersolarkraftwerk Burgpreppach 1 GmbH & Co. KG zurückzuführen.

Die Entwicklung der Bilanzposten immaterielle Vermögensgegenstände, Sachanlagen und Finanzanlagen im Geschäftsjahr 2023 ist im Anlagenspiegel (siehe Anlage zum Anhang) dargestellt.

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Der Bestand von Forderungen beläuft sich insgesamt auf EUR 22.405.383,36 (Vorjahr: EUR 12.941.376,48). 1212914503Die Forderungen i.H.v. EUR 22.362.540,08 haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. Die restlichen Forderungen i.H.v. EUR 42.843,28 weisen eine Restlaufzeit größer ein Jahr auf.

Die Forderungen gegen Gesellschafter i.H.v. EUR 1.375.159,94 (Vorjahr: EUR 0,00) setzen sich im Großteil aus dem kurzfristigen Darlehen an die Greenosolar GmbH zusammen.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen i.H.v. EUR 13.369.442,80 (Vorjahr: EUR 0,00) sowie die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, i.H.v. EUR 1.665.374,64 (Vorjahr: EUR 0,00) resultieren ebenfalls aus den kurzfristigen Darlehensverträgen.

Die sonstigen Vermögensgegenstände setzen sich aus kurzfristigem Darlehen an die Projektgesellschaften und weitere Gesellschaften der Greenovative-Gruppe i.H.v. EUR 6.110.812,99 und aus den Umsatzsteuerforderungen i.H.v. EUR 82.791,00 sowie debitorischen Kreditoren i.H.v. EUR 422.433,11 zusammen.

3. Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten beträgt EUR 113.586,30 (Vorjahr: EUR 54.844,25) und beinhaltet weitgehend die für die Folgejahre geleisteten Zahlungen für Lizenzen i.H.v. EUR 81.028,73 und die im Voraus gezahlten Versicherungsbeiträge i.H.v. EUR 13.227,33.

4 Eigenkapital

Die Darstellung des Eigenkapitals erfolgt gem. § 272 HGB unter Berücksichtigung des Gesellschaftsvertrages. Die Bilanz zum 31. Dezember 2023 wurde unter Verwendung des Jahresergebnisses aufgestellt. Der Gewinnvortrag beträgt EUR 7.774.157,84.

5. Rückstellungen

Die Entwicklung von sonstigen Rückstellungen ist im nachfolgenden Rückstellungsspiegel abgebildet:

Rückstellungsart Bestand zum 01.01.2023 Inanspruchnahme 2023 Auflösung 2023 Zuführung 2023 Bestand zum 31.12.2023
Urlaubsrückstellung 91.600,00 0,00 32.200,00 56.600,00 116.000,00
Rückstellung für Aufbewahrung von Geschäftsunterlagen 24.900,00 0,00 0,00 4.100,00 29.000,00
Rückstellung für Personalkosten 220.521,00 220.521,00 0,00 0,00 0,00
Gewährleistungsrückstellung 208.200,00 0,00 0,00 153.800,00 362.000,00
Rückstellung für Jahresabschluss- und Prüfungskosten 18.650,00 18.650,00 0,00 25.150,00 25.150,00
Sonstige Rückstellung 25.004,00 22.822,48 2.181,52 8.640,00 8.640,00
GESAMT 588.875,00 261.933,48 34.381,52 248.290,00 540.790,00

Die sonstige Rückstellung i.H.v. EUR 8.640,00 beinhaltet die Ausgleichsabgabe für das Geschäftsjahr 2023.

6. Verbindlichkeiten

6.1 Restlaufzeiten

Die Restlaufzeiten von Verbindlichkeiten im Geschäftsjahr 2023 sowie im Vorjahr sind aus den nachfolgenden Abbildungen zu entnehmen:

Verbindlichkeiten zum 31.12.2023 Restlaufzeiten bis zu einem Jahr
EUR
Restlaufzeiten von einem Jahr bis zu fünf Jahren
EUR
Restlaufzeiten von mehr als fünf Jahren
EUR
Gesamt
EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.256.359,29 0,00 0,00 1.256.359,29
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungenn 2.215.835,00 0,00 0,00 2.215.835,00
Verbindlickeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.438.358,47 275.362,95 0,00 2.713.721,42
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 390.818,63 0,00 0,00 390.818,63
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 1.985.420,93 0,00 0,00 1.985.420,93
Sonstige Verbindlichkeiten 11.719.217,01 0,00 0,00 11.719.217,01
GESAMT 20.006.009,33 275.362,95 0,00 20.281.372,28
Verbindlichkeiten zum 31.12.2023 Restlaufzeiten bis zu einem Jahr
EUR
Restlaufzeiten von einem Jahr bis zu fünf Jahren
EUR
Restlaufzeiten von mehr als fünf Jahren
EUR
Gesamt
EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 4.509.757,22 0,00 0,00 4.509.757,22
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungenn 858.751,98 0,00 0,00 858.751,98
Verbindlickeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.261.449,74 129.895,68 0,00 4.391.345,42
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 11.581,16 0,00 0,00 11.581,16
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 508.178,08 0,00 0,00 508.178,08
Sonstige Verbindlichkeiten 9.260.635,43 0,00 0,00 9.260.635,43
GESAMT 19.410.353,61 129.895,68 0,00 19.540.249,29

6.2 Verbindlichkeiten aus Steuern

Es bestehen Verbindlichkeiten aus Steuern i.H.v. EUR 1.496.665,87 (Vorjahr: EUR 2.645.167,03).

6.3 Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit

Es bestehen Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit i.H.v. EUR 42.618,68 (Vorjahr: EUR 6.277,32).

6.4 Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen, wie im Vorjahr, die Umsatzsteuerverbindlichkeiten sowie die Verbindlichkeiten aus kurzfristigen Darlehensverträgen.

6.5 Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern

Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern stellen die Umsatzsteuerverbindlichkeiten dar.

6.6 Sonstige Verbindlichkeiten

Die sonstigen Verbindlichkeiten setzen sich aus kurzfristigem Darlehen an die Projektgesellschaften und weitere Gesellschaften der Greenovative-Gruppe zusammen.

6.7 Haftungsverhältnisse gem. § 251 HGB

Die nachfolgende Darstellung zeigt die Haftungsverhältnisse unter Angabe von gewährten Pfandrechten und sonstigen Sicherheiten:

Haftungsverhältnisse Gesichert durch gewährte Pfandrechte und sonstige Sicherheiten
Betrag Art
Verbindlichkeiten aus Bürgschaften 5.229.954,10 Sonstige Bürgschaften
81.861,00 Mietbürgschaften
Verbindlichkeiten aus Gewährleistungsverträgen 470.246,35 Gewährleistungs- /Mängelansprüchebürgschaften

Ferner besteht ein Zessionsvertrag zu Gunsten der Sparkasse Mittelfranken Süd zwecks der Absicherung des Universalrahmens i.H.v. EUR 6 Mio.

Die Haftungsverhältnisse betreffend die Altersversorgung sowie die Haftungsverhältnisse gegenüber verbundenen Unternehmen und Gesellschaften liegen nicht vor.

7. Passive latente Steuern

Die Differenzen zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen i.H.v. EUR 678.873,85(Vorjahr: EUR 0,00) entstehen aus der Bewertung von sonstiger Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie der Anteile an verbundenen Unternehmen (Personengesellschaften).

Die sonstige Betriebs- und Geschäftsausstattung wurde gem. BMF-Schreiben vom 26. Februar 2021 (IV C 3 - S 2190/21/10002 :013) über die Nutzungsdauer von einem Jahr abgeschrieben. Die Bewertung von Anteilen an verbundenen Unternehmen (Personengesellschaften) erfolgte anhand der Spiegelbildmethode.

Der Berechnung von latenten Steuern liegt ein unternehmensindividueller Steuersatz i.H.v. 16,35 % zugrunde.

E. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Umsatzübersicht 2023 in Mio €

Dach Freifläche Service Summe
20,7 € 77,0 € 0,4 € 98,1 €
21 % 79 % 0 %

Die Umsatzerlöse i.H.v. EUR 98.129.099,77 gliedern sich auf die drei Geschäftsbereiche Aufdach-Photovoltaikanlagen, Freiflächen-Photovoltaikanlagen und Service/Betriebsführung auf. Dabei ist der Standort der Freiflächenanlagen derzeit noch überwiegend in Bayern. Bei den Aufdachanlagen sind wir bereits bundesweit aktiv. Mit zunehmender Anzahl von in Betrieb genommenen Anlagen wird auch die Business Unit Service/Betriebsführung einen größeren Stellenwert in Zukunft einnehmen.

2. Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten periodenfremde Erträge i.H.v. EUR 224.522,69 (Vorjahr: EUR 0,00), Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen i.H.v. EUR 34.381,52 (Vorjahr: EUR 30.600,00) sowie Erträge aus Abgängen des Anlagevermögens i.H.v. EUR 28.654,00 (Vorjahr: EUR 0,00) und Erträge aus Sachbezügen i.H.v. EUR 81.592,95 (Vorjahr: EUR 67.202,55).

3. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten periodenfremde Aufwendungen i.H.v.EUR 10.758,85 (Vorjahr EUR 8.548,32).

4. Zinsaufwendungen

Die Zinsaufwendungen enthalten die Aufwendungen aus der Verzinsung des Gesellschafterdarlehens i.H.v. EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 8.178,08).

F. SONSTIGE ANGABEN

1. Durchschnittliche Anzahl der Arbeitnehmer

Das Unternehmen beschäftigte im Geschäftsjahr 2023 durchschnittlich 69 (Vorjahr: 45) Mitarbeiter.

2. Sonstige finanziellen Verpflichtungen i. S. § 285 Nr. 3a HGB

Höhe der Verpflichtungen
TEUR
Jahresbetrag
TEUR
Leasingfahrräder 8 Stück 18,3 5,5
Leasingfahrzeug N-G 7476E 16,2 8,7
Leasingfahrzeuge N-G 7477E 22,8 4,4
Miete Drucker 8,9 4,3
Miete Büro 1.057,3 262,5
1.123,5 285,4

3. Gesamthonorar des Abschlussprüfers

Zur Prüfung des Jahresabschlusses 2023 wurde die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Rödl & Partner GmbH, Nürnberg beauftragt.

Das Gesamthonorar des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2023 beträgt EUR 25.150,00 und setzt sich wie folgt zusammen:

a) Abschlussprüfungsleistungen 25.000,00 €
b) andere Bestätigungsleistungen 0,00 €
c) Steuerberatungsleistungen 0,00 €
d) sonstige Leistungen 150,00 €

4. Gesellschaftsorgane

4.1 Geschäftsführung

Geschäftsführer der Gesellschaft waren im Geschäftsjahr 2023:

Bernd Ralf Fuchs, Dipl.-Wirtsch.-Ing., Nürnberg

Markus Buortesch, Dipl.-Sozialwirt, Fürth

Jochen Marco Schürer, Dipl.-Wirtsch.-Ing., Nürnberg

4.2 Gesamtbezüge der Organmitglieder

Die Schutzklausel nach § 286 Abs. 4 i. V. m. § 285 Satz 1 Nr. 9 Buchst. a HGB wird angewendet.

5. Gewinnverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss i.H.v. EUR 7.447.864,54 in voller Höhe auf neue Rechnung vorzutragen.

6. Aufstellung des Anteilsbesitzes

Name und Sitz Anteil Eigenkapital zum 31.12.2023
in EUR
Jahresergebnis 2023
in EUR
Greeno Komplementär GmbH, Nürnberg 100 % 86.306,63 17.292,53
Greeno Solarprojekt 26 GmbH & Co. KG, Nürnberg 100 % -1.785,48 -5.587,07
Bürgersolarkraftwerk Burgpreppach 1 GmbH & Co. KG, Nürnberg 100% 678.556,63 -569.187,42

7. Pflicht zur Aufstellung eines Konzernabschlusses

Gem. § 290 Abs. 1 HGB übt die Greenovative GmbH unmittelbar einen beherrschenden Einfluss auf die Unternehmen in ihrem Anteilsbesitz aus und ist somit verpflichtet, einen Konzernabschluss zu erstellen.

Im Geschäftsjahr 2023 wurde im Zuge der gesellschaftsrechtlichen Umstrukturierung eine weitere Konzernstruktur bei der Greenovative Gruppe aufgebaut. Die Greenosolar GmbH fungiert als Muttergesellschaft und die Greenovative GmbH tritt als Tochterunternehmen auf.

Die Greenovative GmbH wird im Konzernabschluss der Greenosolar GmbH, Nürnberg, abgebildet. Der Konzernabschluss der Greenosolar GmbH wird im Unternehmensregister offengelegt. Somit ist die Greenovative GmbH gem. § 291 Abs. 1 HGB von der Pflicht zur Erstellung eines Konzernabschlusses- und lageberichts befreit.

8. Nachtragsbericht

Im August 2024 wurde die Ausgliederung des Umsatzmarktes mit Photovoltaik-Aufdachanlagen auf die neu gegründete Gesellschaft Greenopeak GmbH, Nürnberg, eingetragen beim Amtsgericht Nürnberg unter HRB 43444, vorgenommen. Die Greenovative spezialisiert sich nun auf die Freiflächen-Photovoltaikanlagen inklusive deren Monitoring und Wartung.

G. Unterschrift gemäß § 245 HGB

Greenovative GmbH, Nürnberg

Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023

 

Nürnberg, 16. Dezember 2024

gez. Bernd Fuchs, Geschäftsführer

gez. Markus Buortesch, Geschäftsführer

gez. Jochen Schürer, Geschäftsführer

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 17.12.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Greenovative GmbH, Nürnberg:

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Greenovative GmbH, Nürnberg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Greenovative GmbH, Nürnberg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Nürnberg, den 16. Dezember 2024

Rödl & Partner GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Grillenberger, Wirtschaftsprüfer

gez. Vizethum, Wirtschaftsprüfer

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