Stammdaten

Register
Amtsgericht Düsseldorf HRB 71834
Vorher
FUEL@VivaKi GmbHFUEL@Publicis Media GmbH
Eingetragen
22.1.2014
Branche
Vermarktung und Vermittlung von Werbezeiten und WerbeflächenTätigkeiten von WerbeagenturenErbringung von sonstigen Dienstleistungen für Veranstaltungen nicht künstlerischer Art
Gegenstand
Die Planung, Beauftragung und Abwicklung von Media-Leistungen sowie Sponsoring und sonstige damit zusammenhängende Dienstleistungen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Prokura
Frank-Peter Lortz
seit 13.3.2023
Geschäftsführer
Malgorzata Lonergan
seit 8.11.2022
Geschäftsführer
Nicolas Chemin
seit 10.12.2019
Prokura
Prokura
Philippe Bordet
seit 15.5.2018
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Publicis Groupe Holdings B.V.NLD
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
MMS Germany Holdings GmbH
Germany
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Publicis Platform GmbH

Düsseldorf

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2024 bis zum 31.12.2024

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2024

Publicis Platform GmbH, Düsseldorf

Grundlagen des Unternehmens

Die Publicis Platform GmbH (nachfolgend "Publicis Platform") hat ihren Sitz in Düsseldorf mit Betriebsstätten in Berlin, Hamburg und München. Das Unternehmen bietet Ihre Dienstleistungen im Wesentlichen im Bereich kreative Kommunikation und Business Transformation für die Beiersdorf AG am Hamburger Standort an.

Publicis Platform gehört zur Publicis Gruppe, welche weltweit integrierte Kommunikation anbietet. Sitz der zentralen Geschäftsleitung ist Paris/Frankreich. Die globalen Aktivitäten außerhalb Frankreichs sind seit 1999 in der Publicis Groupe Holdings B.V. Amsterdam/ Niederlande, gebündelt; Konzernmutter ist die Publicis Groupe S.A., Paris/ Frankreich. Die Publicis Platform GmbH ist eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der MMS Holding Germany GmbH in Düsseldorf.

Publicis OneTouch fungiert innerhalb der Publicis Gruppe als kundenspezifisches globales Headquarter der Markenbetreuung von Beiersdorf AG.

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Im Berichtsjahr 2024 befindet sich die deutsche Volkswirtschaft weiterhin in der Stagnation, die seit Beginn der Pandemie- und Krisenjahre ab dem Jahr 2020 anhält.

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2024 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes um 0,2 % niedriger als im Vorjahr.1 Das Bruttoinlandsprodukt ist somit in den vergangenen fünf Jahren lediglich real um insgesamt 0,1 % gewachsen. Im Jahr 2025 erwartet der Sachverständigenrat ein geringfügiges Wachstum von 0,4 %. Die Kerninflation dürfte 3,0 % im Jahr 2024 und 2,6 % im Jahr 2025 betragen.2

Im kommenden Jahr ist mit geringem Wachstum zu rechnen. Die Kapazitätsauslastung und die Arbeitsproduktivität sind zurückgegangen. Hohe Energiekosten, ein nach wie vor erhöhtes Zinsniveau und die zunehmende Konkurrenz für die deutsche Exportwirtschaft auf wichtigen Absatzmärkten sind hierfür die Hauptgründe. Deutschland dürfte dementsprechend auch weiterhin deutlich hinter den anderen fortgeschrittenen Volkswirtschaften zurückbleiben.

In diesem Umfeld ist das Ergebnis der Publicis Platform zu bewerten.

Der im Lagebericht des Vorjahres prognostizierte Umsatzrückgang fiel niedriger als erwartet aus. Ein Geschäftsbereich wurde zwar an einer Schwestergesellschaft verlagert, die Agentur baute jedoch ihre Geschäftsbeziehungen mit der Beiersdorf AG in den anderen Geschäftsfelder aus. Der Ausfall von Forderungen traf nicht ein. Aufgrund einmaliger Sonderaufwände für den Pitch um die Derma und Healthcare Brands der Beiersdorf AG konnte die Gesellschaft das geplante positive Ergebnis nicht erreichen und schloss das Jahr 2024 mit einem negativen Ergebnis ab. Dieser Pitch konnte gewonnen werden, so dass die Gesellschaft das Berichtsjahr mit einer positiven Note abschloss.

Ertrags -, Finanz - und Vermögenslage

Ertragslage

Im Geschäftsjahr 2024 ging der Umsatz in Höhe von 19.174 TEUR (Vorjahr 19.718 TEUR) aufgrund der Verlagerung des Geschäftsbereiches Digital Always On (Social Media) an einer Schwestergesellschaft zurück.

Auch die Gesamtleistung (Umsatz +/- Bestandsveränderung) sank im Vergleich zum Vorjahr um 663 TEUR.

Der Materialaufwand, bestehend aus Fremdleistungen wie Foto - und Video - Produktionen, Programmierarbeiten sowie Honoraren für freie Mitarbeiter, ging analog zu den gesunkenen Umsatzerlöse um 1.167 TEUR auf insgesamt 9.490 TEUR im Vergleich zum Vorjahr zurück. Insbesondere konnte die Gesellschaft die Honorare für freie Mitarbeiter um 848 TEUR im Vergleich zum Vorjahr reduzieren.

Trotz der Erweiterung der Mitarbeiterzahl von durchschnittlich 71 Angestellten in 2023 auf 72 Angestellte in 2024, verringerte sich der Personalaufwand um 674 TEUR auf insgesamt 6.597 TEUR. Der erhöhte Aufwand im Vorjahr begründet sich in einmaligen Aufwendungen für Abfindungen, die überwiegend auf Anpassungen im erweiterten Management der Publicis Platform zurückzuführen waren.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Geschäftsjahr 2024 im Vergleich zum Vorjahr um 353 TEUR gestiegen. Dies lag insbesondere an einer zusätzlichen konzerninternen Verrechnung von Nutzungsgebühren, die an die Mitarbeiterzahl gekoppelt sind, sowie erhöhten Reisekosten und Kosten für einen Kundenpitch.

Nach einem Verlust von 1.351 TEUR im Vorjahr entspricht das Ergebnis nach Steuern im laufenden Geschäftsjahr einem Verlust von 921 TEUR. Der Verlust ist auf die gestiegenen sonstigen betrieblichen Aufwendungen und den Rückgang der Umsatzerlöse zurückzuführen.

Zwischen der MMS Germany Holdings GmbH und der Gesellschaft besteht ein Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag. Aufgrund dieses Vertrags wird der im Geschäftsjahr 2024 erwirtschaftete Verlust in Höhe von 921 TEUR von der MMS Germany Holdings GmbH ausgeglichen.

Vermögenslage

Die Bilanzsumme der Publicis Platform ist gegenüber dem Vorjahr um 26,4% auf 12.506 TEUR gestiegen (Vorjahr: 9.892 TEUR). Dieser Anstieg ist zurückzuführen auf einen Anstieg der Forderungen in Höhe von 2.857 TEUR gegenüber dem Vorjahr. Der späte Abschluss von größeren Projekten führte zu einer späteren Endabrechnung im Vergleich zum Vorjahr.

Dadurch sind ebenfalls die Verbindlichkeiten um 50,9% auf 10.275 TEUR gegenüber dem Vorjahr gestiegen.

Die sonstigen Rückstellungen sind gegenüber dem Vorjahr um 27,8% auf 2.206 TEUR gesunken, im Wesentlichen aufgrund einer Reduzierung der Rückstellungen für bereits fakturierte aber noch nicht erbrachte Leistungen und der Inanspruchnahme von Rückstellungen für Abfindungen.

Finanzlage

Die Publicis Platform GmbH ist mit anderen Gesellschaften der PUBLICIS Gruppe zu einem zentralen Cash-Management-System zusammengeschlossen. In diesem werden die liquiden Mittel der Gesellschaften zusammengefasst und der Finanzbedarf der einzelnen Gesellschaften wird zentral gedeckt. Entsprechende Guthaben und Kredite werden verzinst.

Zum Stichtag bestanden Verbindlichkeiten aus dem Cash-Management-System in Höhe von 4.277 TEUR (Vorjahr: 1.998 TEUR).

Investitionen

Im Geschäftsjahr 2024 wurden 9 TEUR in Betriebs- und Geschäftsausstattung investiert (Vorjahr 0 TEUR).

Mitarbeiter

Im Geschäftsjahr 2024 wurden durchschnittlich 72 Angestellte (Vorjahr: 71 Angestellte) beschäftigt.

Kontrollsystem

Die Agentur ist in das umfangreiche monatliche Reporting des Publicis Konzerns eingebunden. Im Rahmen des monatlichen Reportings werden die wesentlichen Leistungsindikatoren im Vergleich zu den Vorgaben (Soll-Ist-Vergleich) analysiert. Darüber hinaus existiert ein detailliertes internes Kontrollsystem (FMC-Financial Management Controls). Diese werden durch interne Prüfer der Publicis Gruppe überprüft, die direkt an das Konzernmanagement berichten. Standardmäßig werden monatliche Forecasts erstellt und wird die Liquidität überwacht. Beides wird umfassend an die Publicis Groupe S.A. berichtet. Es bestehen fest definierte Informationswege zum lokalen Management und dem Konzernmanagement. Die Weitergabe von Informationen und die Kommunikation mit den Entscheidungsträgern erfolgt unmittelbar auf digitalem Wege. Der Geschäftsführung der Agentur obliegen die Leitung und die Kontrolle der Gesellschaft.

Forschung und Entwicklung

Es wurden keine nach § 289 Abs. 2 Nr. 2 HGB berichtspflichtigen Aktivitäten im Geschäftsjahr 2024 vorgenommen.

Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung

Nach der Vertragsverlängerung mit der Beiersdorf AG kann die Publicis Platform GmbH ihre Dienstleistungen in weiteren Geschäftsfelder (wie Media Services) für die Marke NIVEA anbieten. Eine Chance ist für die Gesellschaft das Anbieten ihrer Dienstleistungen für weitere Marken der Beiersdorf AG wie Eucerin oder Hansaplast.

Die Publicis Platform ist den allgemeinen Risiken der Kommunikations- und Werbebranche ausgesetzt. Dies bedeutet, dass das Geschäft der Konjunktur stark ausgesetzt ist.

Gegen ein mögliches Risiko durch die Abwicklung von Transaktionen in Fremdwährungen sichert sich die Gesellschaft gemäß der Policy der Publicis-Gruppe. Für Sachverhalte mit einem Wert über 100 TEUR werden über die GROUP Treasury Hedging-Verträge abgeschlossen.

Ein weiteres Risiko besteht in der zeitnahen Anpassung der Mitarbeiterstruktur an das Auftragsvolumens. Die Geschäftsleitung ist stets bestrebt, dem entgegenzuwirken, indem Fixkosten weitestgehend reduziert werden, Bestandsgeschäft ausgebaut wird und Neugeschäftsaktivitäten intensiviert werden.

Gesellschaft, Politik und Wirtschaft begegnen derzeit vielschichtigen Herausforderungen, die zu erheblichen Unsicherheiten und Risiken führen:

• der Krieg Russlands gegen die Ukraine,

• Handelsbeschränkungen und Sanktionen,

• Energieversorgungsengpässe, Verwerfungen auf den Energiemärkten und steigende Energiekosten,

• Lieferkettenengpässe (bspw. durch sonstige Störungen der Transportwege),

• hohe Inflationsraten, steigende Zinsen und Abwertungen des Euro,

• Klimarisiken,

• Arbeitskräftemangel,

• die Weiterentwicklung des Verhältnisses zwischen China und der westlichen Welt sowie

• eine anhaltende Rezession in Europa und Deutschland.

Aufgrund dieser gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen besteht eine außergewöhnlich hohe Unsicherheit.

Gegenwärtig sind der Geschäftsführung keine operativen Risiken bekannt, und nach juristischer Einschätzung sind auch keine operativen Risiken zu erwarten, die zur Gefährdung der Publicis Platform führen beziehungsweise die künftige Entwicklung des Unternehmens wesentlich beeinträchtigen könnten.

Voraussichtliche Entwicklung

Für das Geschäftsjahr 2025 rechnet das Unternehmen mit einem Umsatzanstieg von 11,2%. Dieses Wachstum wird im Wesentlichen durch das Verkaufen der Dienstleistungen der Gesellschaft für die Marken Eucerin und Hansaplast der Beiersdorf AG begründet.

Dabei erwartet die Publicis Platform keine nicht geplanten Einmaleffekte und plant mit einem positiven Ergebnis im einstelligen prozentuellen Anteil von den Umsatzerlösen.Der bisherige Geschäftsverlauf bis Ende März bestätigt die abgegebene Prognose. Für die im Geschäftsjahr 2025 verbleibenden Monate gibt es zu diesem Zeitpunkt keine Anhaltspunkte diese zu überarbeiten.

 

Düsseldorf, den 31. März 2025

Philippe Bordet

Malgorzata Lonergan

Frank-Peter Lortz

1 Quelle des Statistischen Bundesamts (DESTATIS)

2 Jahresgutachten des Sachverständigenrats

Bilanz

Aktiva

31.12.2024
EUR
31.12.2023
EUR
A. Anlagevermögen 24.877,45 27.437,16
I. Sachanlagen 24.877,45 27.437,16
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 24.877,45 27.437,16
B. Umlaufvermögen 12.473.356,38 9.864.070,07
I. Vorräte 272.813,61 497.554,26
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 12.160.636,75 9.304.353,75
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.305.433,76 1.645.714,32
2. sonstige Vermögensgegenstände 10.855.202,99 7.658.639,43
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 39.906,02 62.162,06
C. Rechnungsabgrenzungsposten 7.798,98
Summe Aktiva 12.506.032,81 9.891.507,23

Passiva

31.12.2024
EUR
31.12.2023
EUR
A. Eigenkapital 25.000,00 25.000,00
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Jahresüberschuss/-fehlbetrag 0,00 0,00
B. Rückstellungen 2.206.085,20 3.056.659,90
C. Verbindlichkeiten 10.274.947,61 6.809.847,33
1. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 7.658.140,62 4.471.329,20
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 7.658.140,62 4.471.329,20
2. sonstige Verbindlichkeiten 2.616.806,99 2.338.518,13
davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr 2.616.806,99 2.338.518,13
Summe Passiva 12.506.032,81 9.891.507,23

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2024 - 31.12.2024
EUR
1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1. Rohergebnis 9.622.918,88 9.367.805,39
2. Personalaufwand 6.597.063,77 7.270.644,27
a) Löhne und Gehälter 5.672.093,52 6.393.333,49
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 924.970,25 877.310,78
3. Abschreibungen 11.585,47 13.115,24
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 11.585,47 13.115,24
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 3.765.449,97 3.412.735,15
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 6.575,23 131.532,12
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 176.575,39 176.581,80
7. Ergebnis nach Steuern -921.180,49 -1.373.738,95
8. sonstige Steuern -22.847,26
9. Erträge aus Verlustübernahme 921.180,49 1.350.891,69
10. Jahresüberschuss/-fehlbetrag 0,00 0,00

Anhang für das Geschäftsjahr 2024

Publicis Platform GmbH, Düsseldorf

A. ALLGEMEINE HINWEISE

Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB. Von den größenabhängigen Erleichterungen des § 288 Abs. 2 HGB macht die Gesellschaft teilweise Gebrauch. Der Jahresabschluss wurde nach den handelsrechtlichen Vorschriften unter Berücksichtigung der Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Die Gesellschaft hat ihren Sitz in Düsseldorf und ist dort beim Amtsgericht unter HR B 71834 eingetragen. Das Geschäftsjahr der Gesellschaft ist identisch mit dem Kalenderjahr. Die Ausübung der Bilanzierungs-, Bewertungs- und Ausweiswahlrechte erfolgt unverändert zum Vorjahresabschluss. Es wurde vom Grundsatz der Fortführung des Unternehmens ausgegangen.

B. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZE

1. Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen

Die immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen angesetzt. Abschreibungen werden entsprechend den betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern wie folgt vorgenommen:

Nutzungsdauer
in Jahren
Software 3
Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 - 10

Geringwertige Wirtschaftsgüter im Sinne des § 6 Abs. 2 EStG (Anschaffungskosten bis EUR 800) werden im Jahr des Zugangs in voller Höhe abgeschrieben.

Darüber hinaus werden bei einer voraussichtlich dauernden Wertminderung außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen, um die Vermögensgegenstände mit dem niedrigeren Wert anzusetzen, der ihnen am Abschlussstichtag beizulegen ist.

2. Vorräte

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten oder, soweit erforderlich, zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

Die in den unfertigen Erzeugnissen ausgewiesenen noch nicht abgerechneten Eigen- und Fremdleistungen umfassen die noch nicht fertiggestellten Kundenaufträge.

Die noch nicht abgerechneten Eigenleistungen umfassen die noch nicht abgerechneten Stunden für Kundenaufträge, die auf Basis von Projekthonoraren abgerechnet werden. Die noch nicht abgerechneten Eigenleistungen wurden im Rahmen von Inventuren zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2024 aufgenommen und anhand von Stundensatzkalkulationen bewertet. Die Ermittlung des Wertes für die Eigenleistungen erfolgt nach dem Grundsatz der Einzelbewertung gem. § 252 Abs. 1 Nr. 3 HGB zu Herstellungskosten unter Einbeziehung notwendiger Gemeinkosten. Der Ansatz der Eigenleistungen wird retrograd auf der Basis von Verkaufsstundensätzen abzüglich eines notwendigen Abschlages, der die Marge und auch die nicht aktivierungsfähigen Gemeinkosten abdeckt, ermittelt.

3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden zum Nominalwert abzüglich erforderlicher Einzelwertberichtigungen angesetzt.

4. Liquide Mittel

Die liquiden Mittel werden mit dem Nominalbetrag angesetzt.

5. Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital in Höhe von TEUR 25 wird mit dem Nennbetrag angesetzt.

6. Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen sämtliche ungewisse Verbindlichkeiten und drohende Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlichen Erfüllungsbetrags, d.h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden entsprechend den Regelungen des § 253 Abs. 2 HGB abgezinst.

7. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

8. Währungsumrechnung

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet.

9. Umsatzerlöse

Die Leistungen der Gesellschaft beruhen auf Geschäften jeder Art im Bereich der Kommunikation. Die Leistungen der Agentur werden im Wesentlichen auf Provisions- und Festhonorarbasis abgerechnet. Daneben werden auch Umsatzerlöse auf Basis von Projekthonoraren erzielt. Bei Abrechnung auf Provisions- bzw. Honorarbasis werden, wie branchenüblich, nur die Provision bzw. das Honorar selbst, d.h. Rechnungsbetrag abzüglich der direkt weiterberechneten Fremdleistungen, als Umsatzerlöse angesetzt. Die direkt weiterberechneten Fremdleistungen werden wirtschaftlich als durchlaufende Posten angesehen.

10. Realisierung von Erträgen

Alle wesentlichen Erträge werden aus Honoraren für eine umfassende Kundenbetreuung oder aus der Produktion von Werbung erzielt. Die Vereinnahmung erfolgt grundsätzlich bei Erbringung der Dienstleistung oder der Fertigstellung der Produktion.

11. Verbundene Unternehmen

Als verbundene Unternehmen werden alle anderen Gesellschaften bezeichnet, die in den Konzernabschluss der PUBLICIS Groupe S.A., Paris/ Frankreich, einbezogen werden und alle weiteren Gesellschaften, an denen die PUBLICIS Groupe S.A. direkt bzw. indirekt eine Mehrheitsbeteiligung hält.

C. ANGABEN ZUR BILANZ UND ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens im Geschäftsjahr ergibt sich aus dem Anlagespiegel (Anlage zum Anhang).

2. Forderungen aus Leistungen

In den Forderungen aus Lieferung und Leistung sind wie im Vorjahr keine Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr enthalten.

3. Forderungen gegen verbundene Unternehmen/ Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen mit TEUR 384 (Vorjahr: TEUR 294) Forderungen aus dem Lieferungs- und Leistungsaustausch. TEUR 921 betreffen Forderungen gegen die Gesellschafterin und resultieren aus dem Ergebnisabführungsvertrag (Vorjahr: TEUR 1.351).

In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind TEUR 2.084 (Vorjahr: TEUR 2.357) Verbindlichkeiten aus dem Lieferungs- und Leistungsaustausch enthalten. TEUR 1.297 (Vorjahr: TEUR 116) betreffen Verbindlichkeiten aus Umsatzsteuer und TEUR 4.277 betreffen Verbindlichkeiten aus dem Cash-Management-System (Vorjahr: TEUR 1.998) gegenüber der Gesellschafterin.

Sämtliche Forderungen gegen bzw. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

4. Sonstige Vermögensgegenstände

Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten nur Positionen mit einer Laufzeit bis zu einem Jahr.

5. Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Rückstellungen für ausstehende Eingangsrechnungen, Urlaubsansprüche, Bonuszahlungen und Abfindungen sowie Mietnebenkosten und für die Ausgleichsabgabe und Berufsgenossenschaft.

6. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag angesetzt und haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Die Verbindlichkeiten sind nicht besichert.

7. Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 19.174 (Vorjahr: TEUR 19.718) wurden durch erbrachte Dienstleistungen erzielt und werden gem. § 277 Abs. 1 HGB entsprechend ausgewiesen.

8. Aufwendungen für bezogene Leistungen

Gemäß dem branchenüblichen Ausweis werden unter den Aufwendungen für bezogene Leistungen unter anderem die Aufwendungen für freie Mitarbeiter i. H. v. TEUR 1.371 ausgewiesen.

9. Personalaufwendungen

Die Personalaufwendungen enthalten außergewöhnliche Aufwendungen i. H. v. TEUR 414, die auf Restrukturierungsprozesse zurückzuführen sind.

10. Außergewöhnliche Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind TEUR 36 außergewöhnlichen Aufwendungen für einen Kundenpitch enthalten.

11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Aufgrund der genannten Organschaft und des Ergebnisabführungsvertrages mit der MMS Germany Holdings GmbH, Düsseldorf sind in den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag keine Steueraufwendungen oder -erträge enthalten, welche sich aus dem Mindeststeuergesetz oder vergleichbaren ausländischen Mindeststeuergesetzen für das Geschäftsjahr ergeben.

12. Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrages übernommener Verlust

Zwischen der MMS Germany Holdings GmbH und der Gesellschaft besteht ein Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag. Aufgrund dieses Vertrags wird der im Geschäftsjahr 2024 erwirtschaftete Verlust in Höhe von TEUR 921 von der MMS Germany Holdings GmbH ausgeglichen.

D. SONSTIGE ANGABEN

1. Zentrales Cash-Management-System

Die Gesellschaft war im Geschäftsjahr 2024 an das zentrale Cash-Pooling-System innerhalb des Konzerns mit der MMS Germany Holdings GmbH, Düsseldorf, angeschlossen. Die liquiden Mittel aller Gesellschaften werden zusammengefasst und der Finanzbedarf der einzelnen Gesellschaften zentral gedeckt. Im Rahmen des mit der MMS Germany Holdings GmbH vereinbarten Cash Pooling Vertrages besteht keine gesamtschuldnerische Haftung für eine Inanspruchnahme der Kreditlinien durch ein beteiligtes Unternehmen bzw. für einen auf dem Zielkonto möglicherweise entstehenden Soll-Saldo. Eine Inanspruchnahme der Kreditlinien durch die Gesellschaft lag zum 31. Dezember 2024 i. H. v. TEUR 4.277 (Vorjahr: TEUR 1.998) vor.

2. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen in Höhe von TEUR 1.907. Diese betreffen die Miete für die Geschäftsräume (in TEUR):

Geschäftsjahr Gesamt davon gegenüber verbundenen Unternehmen
2025 520 520
2026 520 520
2027 520 520
ab 2028 347 347
1.907 1.907

3. Arbeitnehmerzahl

Im Geschäftsjahr 2024 wurden durchschnittlich 72 Angestellte (Vorjahr: 71 Angestellte) beschäftigt. In der Arbeitnehmerzahl sind definitionsgemäß Geschäftsführer und Auszubildende nicht enthalten.

4. Abschlussprüferhonorar

Das für den Abschlussprüfer im Geschäftsjahr 2024 erfasste Gesamthonorar, das ausschließlich für Abschlussprüfungsleistungen angefallen ist, beträgt TEUR 12.

5. Mitglieder der Geschäftsführung

Zu Geschäftsführern der Gesellschaft sind bestellt:

- Philippe Bordet, Chatou/ Frankreich

- Malgorzata Lonergan, Farnborough/ Vereinigtes Königreich

- Frank-Peter Lortz, Korschenbroich

Philippe Bordet ist neben der Tätigkeit als Geschäftsführer der Gesellschaft auch als Regional CFO tätig und bei anderen Unternehmen als Geschäftsführer eingetragen.

Malgorzata Lonergan ist neben ihrer Geschäftsführertätigkeit als CEO Publicis Emil und Client Lead Europe für die Gruppe tätig. Frau Lonergan ist einzelvertretungsberechtigte Geschäftsführerin und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

Frank-Peter Lortz ist neben seiner Tätigkeit für die Gesellschaft hauptberuflich als Chief Executive Officer Publicis Media DACH tätig und bei anderen Unternehmen als Geschäftsführer eingetragen. Herr Lortz ist einzelvertretungsberechtigter Geschäftsführer und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

6. Bezüge der Geschäftsführung

Auf die Angabe zu den Geschäftsführerbezügen wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet, da nur ein Geschäftsführer von der Gesellschaft Gehalt bezogen hat.

7. Mutterunternehmen

Die Publicis Platform GmbH ist eine 100%ige Tochtergesellschaft der MMS Germany Holdings GmbH in Düsseldorf.

8. Konzernabschluss

Den Konzernabschluss für den größten und gleichzeitig für den kleinsten Kreis von Unternehmen stellt zum Jahresende eines jeden Kalenderjahres das oberste Mutterunternehmen, die PUBLICIS Groupe S.A., Paris/ Frankreich, auf. Der Jahresabschluss der Gesellschaft zum 31. Dezember 2024 wird in diesen Konzernabschluss im Wege der Vollkonsolidierung einbezogen. Der Konzernabschluss ist bei der PUBLICIS Groupe S.A., 133 Avenue des Champs-Elysées, 75008 Paris/ Frankreich, erhältlich.

9. Nachtragsbericht

Nach dem Bilanzstichtag sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die eine andere Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft erfordert hätten.

 

Düsseldorf, den 31. März 2025

Philippe Bordet

Malgorzata Lonergan

Frank-Peter Lortz

Anlage zum Anhang

Publicis Platform GmbH, Düsseldorf

Entwicklung des Anlagevermögens 2024

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2024
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2024
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software 7.479,98 0,00 0,00 7.479,98
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 67.644,85 9.025,76 2.765,04 73.905,57
75.124,83 9.025,76 2.765,04 81.385,55
Kumulierte Abschreibungen
01.01.2024
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2024
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software 7.479,98 0,00 0,00 7.479,98
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 40.207,69 11.585,47 2.765,04 49.028,12
47.687,67 11.585,47 2.765,04 56.508,10
Buchwerte
31.12.2024
EUR
31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software 0,00 0,00
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 24.877,45 27.437,16
24.877,45 27.437,16

sonstige Berichtsbestandteile

 

Philippe Bordet

Malgorzata Lonergan

Frank-Peter Lortz

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 02.06.2025 festgestellt.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Publicis Platform GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Publicis Platform GmbH, Düsseldorf - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2024 bis zum 31. Dezember 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Publicis Platform GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2024 bis zum 31. Dezember 2024 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

- entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2024 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2024 bis zum 31. Dezember 2024 und

- vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

- identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass eine aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, ist höher als das Risiko, dass eine aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

- erlangen wir ein Verständnis von den für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollen und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit der internen Kontrollen der Gesellschaft bzw. dieser Vorkehrungen und Maßnahmen abzugeben;

- beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

- ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

- beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt;

- beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens;

- führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel in internen Kontrollen, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Düsseldorf, 27. Mai 2025

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