Faber Lotto-Service GmbH

Markstraße 79, 44801 Bochum, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Bochum HRB 12021
Eingetragen
19.2.2009
Branche
Spielhallen und Betrieb von GlücksspielautomatenSonstiges Spiel-, Wett- und LotteriewesenBeteiligungsgesellschaften
Gegenstand
Nach Änderung: 1. Gegenstand des Unternehmens sind Serviceleistungen für staatlich zugelassene Glücksspiele, Lotterien, Wetten sowie für Geschicklichkeitsspiele. 2. Die Gesellschaft darf andere Unternehmen gleicher oder ähnlicher Art erwerben oder sich an ihnen beteiligen. Sie darf Zweigniederlassungen errichten.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Gereon Pauls
seit 19.2.2009
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Bochum
625.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Faber Lotto-Service GmbH

Bochum

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

A. Wirtschaftsbericht

I. Darstellung des Geschäftsmodells

Die Gesellschaft ist im Bereich der Vermittlung der Teilnahme an staatlichen Lotterien tätig. Das Angebot und der Service umfassen das klassische Lotto 6 aus 49 sowie die Spiele der Zusatzlotterien Super 6, Spiel 77 und die länderübergreifende Lotterie Eurojackpot. Die Geschäftstätigkeit ist durch den Glücksspielstaatsvertrag reglementiert.

Herr Kai Faber ist alleiniger Gesellschafter mit einem Stammkapital von T€ 625,0.

Wesentlicher Leistungsindikator unseres Unternehmens ist neben den Umsatzerlösen die Zahl der aktiven Kunden. Diese hat sich im Jahr 2023 gegenüber dem Vorjahr leicht verringert.

II. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Gesamtwirtschaftliche Lage
Im Jahr 2023 betrug das Bruttoinlandsprodukt Deutschlands rund 4,12 Billionen Euro, nominal ist das BIP also kräftig gestiegen. Dies liegt allerdings in der Inflation begründet, preisbereinigt ist die deutsche Wirtschaft im letzten Jahr in eine Rezession gerutscht, das reale Bruttoinlandsprodukt sank gegenüber dem Vorjahr um 0,2 Prozent. Nach der Corona-Krise und dem wirtschaftlichen Einbruch im Jahr 2020 erhoffte sich die deutsche Wirtschaft eine Regeneration in den Folgejahren. Durch den Krieg in der Ukraine, den steigenden Energiepreisen und der Rekordinflation fiel die ökonomische Regeneration im Jahr 2022 jedoch geringer aus, im Jahr 2023 kam es nun sogar zu einer Rezession.

Branchenbezogene Lage
Im Jahr 2023 konnten die staatlichen Glücksspielunternehmen des Deutsche Lotto- und Toto-Blocks (DLTB) zusammen insgesamt rund 8,2 Milliarden Euro

mit Lotterien und Wetten durch Spieleinsätze umsetzen. In Deutschland wird das staatliche Glücksspielangebot über die 16 Lotteriegesellschaften in den Bundesländern über den DLTB geregelt. Der meiste Umsatz wird dabei mit dem klassischen Lotto 6aus49 erwirtschaftet.

III. Lage des Unternehmens

Ertragslage
Im Jahr 2023 konnte die Faber Lotto-Service GmbH einen Umsatz von T€ 33.758,1 erzielen. Dies entspricht einer Verringerung um 9,9 % im Vergleich zum Vorjahr (T€ 37.482,1).

Der Personalaufwand ist im Berichtsjahr um 2,9 % auf T€ 4.683,7 gestiegen.

Die Abschreibungen verminderten sich um 3,6 % auf T€ 104,9.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen mit T€ 27.950,5 verminderten sich im Vergleich zum Vorjahr um 22,2 % (Vorjahr T€ 35.911,3).

Das Ergebnis nach Steuern erhöhte sich damit um T€ 3.374,3 auf nunmehr T€ 369,2 (Vorjahr T€ -3.005,1).

Der Jahresüberschuss belief sich im Geschäftsjahr 2023 auf T€ 368,5 nach einem Jahresfehlbetrag im Jahr 2022 in Höhe von T€ -3.005,8. Dieses Ergebnis hat die Erwartungen des Vorjahres-Lageberichtes nicht vollumfänglich erfüllt. Ursächlich hierfür waren insbesondere die gesunkenen Umsatzerlöse, sowie die außergewöhnlichen Aufwendungen betreffend die Wertberichtigungen auf gewährte Darlehen des Finanzanlagevermögens.

Die Vermögenslage unserer Gesellschaft hat sich im Berichtsjahr nicht grundlegend geändert. Wesentliche Posten der Bilanz sind die sich aus der Mitspielerabrechnung ergebenden Aktiv- und Passivposten sowie die Forderungen und Verbindlichkeiten gegen nahestehende Unternehmen.

Unsere Finanzlage ist solide. Verbindlichkeiten werden innerhalb der Zahlungsfrist beglichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele vereinnahmt.

Zur Erläuterung der Veränderung der Finanzlage wurden die Abschlusszahlen in Form einer Kapitalflussrechnung zusammengestellt:



2023
2022


TEuro
TEuro

LAUFENDE GESCHÄFTSTÄTIGKEIT



Periodenergebnis
369
-3.006
+/-
Abschreibungen/Zuschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens
105
109
+/-
Zunahme/Abnahme der Rückstellungen
0
-1.511
+/-
Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen/Erträge
695
6.058
-/+
Zunahme/Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder der Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind
-655
5.634
+/-
Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder der Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind
-840
138
+/-
Zinsaufwendungen/Zinserträge
41
53
+/-
Ertragsteueraufwand/-ertrag
54
0
-/+
Ertragsteuerzahlungen/Ertragsteuererstattungen
1.375
2.944
=
Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit
1.144
4.531

INVESTITIONSTÄTIGKEIT


-
Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen
-31
-10
-
Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen
-43
-128
-
Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen
-695
0
-
Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher
0
-6.058

Bedeutung


+
Erhaltene Zinsen
8

=
Cashflow aus der Investitionstätigkeit
-761
-6.196

FINANZIERUNGSTÄTIGKEIT


-
Gezahlte Zinsen
-49
-53
=
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit
-49
-53
=
Zunahme/Abnahme des Finanzmittelfonds
334
-1.718

Finanzmittelfonds



zu Beginn des Geschäftsjahres
5.829
7.547

am Ende des Geschäftsjahres
6.163
5.829



Die Eigenkapitalquote erhöhte sich von 28,9% auf 32,9 %.

Die Liquiditätslage ist durchweg gut. Es sind keine Engpässe zu erwarten. Durch die im Berichtsjahr erzielten operativen Gewinne, sowie das auch für das nächste Geschäftsjahr erwartete positive Jahresergebnis wird sich die Lage hinsichtlich der Liquidität weiter verbessern.

Das im Berichtsjahr bei niedrigeren Werbeausgaben leicht gesunkene Niveau der Kundenzahlen, sowie die im Laufe des Jahres 2023 erfolgreich durchgeführten Werbekampagnen, lassen auch für 2024 ein positives Jahresergebnis erwarten.

Die Geschäftsführung ist insgesamt mit dem abgelaufenen Geschäftsjahr zufrieden.

B. Bericht über die zukünftige Entwicklung sowie Chancen und Risiken des Unternehmens

I. Voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens/Prognosebericht

Durch Innovationen in den Bereichen Marketing und Werbung, die Optimierung  des Marketing-Mix, die Einführung neuer bzw. Modifizierung bestehender Produkte, den weiteren Ausbau des Online-Geschäfts sowie durch die stabilen Rahmenbedingungen bei den Betriebsgenehmigungen erwarten wir für die kommenden Jahre eine stabile positive Ergebnisentwicklung.

Wie bereits im Berichtsjahr 2023 erfolgreich umgesetzt, wollen wir im Jahr 2024 die zielgenauere und effizientere Ansprache von Bestands- und Neukunden, die eine Reduzierung der Werbe-Budgets ermöglicht, weiter optimieren. Dadurch wird ein leichter Umsatz-Rückgang erwartet, der durch Einsparungen von Werbekosten mindestens kompensiert werden wird. Im Jahr 2025 wird diese Strategie fortgeführt. Zusätzlich bieten vielfältige Werbeaktivitäten und neue Produkt-Entwicklungen das Potenzial, Umsatzsteigerungen zu generieren.

Der Jahresüberschuss 2024 wird in niedriger einstelliger Millionenhöhe erwartet und im Jahr 2025 rechnen wir ebenfalls mit einem positiven Ergebnis in ähnlicher Höhe.

Die Faber Lotto-Service GmbH wird auch zukünftig in der Lage sein, ihren Zahlungsverpflichtungen fristgerecht nachzukommen.

II. Chancen- und Risikobericht

Dem allgemeinen wirtschaftlichen und finanziellen Risiko wird mit jederzeit ausreichender Liquiditätsausstattung Rechnung getragen.

Auf Gefährdungen, die die täglichen Geschäftsabwicklungen beeinträchtigen könnten, reagiert die Gesellschaft mit internen Kontrollmechanismen sowie mit Beachtung und Weiterentwicklung von Qualitätsstandards, insbesondere im Bereich der eingesetzten Betriebssoftware.

Die Genehmigungslage in den Bundesländern insgesamt lässt eine stabile Zukunft erwarten, da unser Unternehmen Marktführer in seinem Segment ist.

Chancen sehen wir in den geplanten bzw. bereits eingeleiteten Werbemaßnahmen zur Steigerung unserer Kundenzahl und Umsatzerlöse.

Der Krieg in der Ukraine und die u.a. damit einhergehende Energiekrise in der EU wird uns voraussichtlich noch über das Jahr 2024 hinaus beschäftigen. Wir halten es für möglich, dass angesichts der immer noch deutlich angestiegenen Inflationsrate, sowie vieler weiterer Unsicherheiten die Konsumfreude weiter zurückgehen wird und müssen feststellen, dass sich die Rohstoffversorgung weiterhin preislich negativ entwickelt. 

Das Unternehmen hält dennoch an den beschlossenen Strategien fest, um gestärkt aus der Krise hervorzugehen.

 

Bochum, den 21. Juni 2024

gez. Der Geschäftsführer, Faber Lotto-Service GmbH

Gereon Pauls

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 184.013,00 214.875,00
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 16.950,00 17,00
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutz- und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 16.950,00 17,00
II. Sachanlagen 167.061,00 214.858,00
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 167.061,00 214.858,00
III. Finanzanlagen 2,00 0,00
1. sonstige Ausleihungen 2,00 0,00
B. Umlaufvermögen 11.997.919,44 13.408.278,14
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 5.835.090,21 7.579.629,87
1. Forderungen gegen nahestehende Unternehmen 3.744.500,00 3.244.500,00
2. übrige Vermögensgegenstände 2.090.590,21 4.335.129,87
II. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 6.162.829,23 5.828.648,27
C. Rechnungsabgrenzungsposten 120.000,00 191.397,70
Bilanzsumme, Summe Aktiva 12.301.932,44 13.814.550,84

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 4.045.780,95 3.677.265,16
I. Gezeichnetes Kapital 625.000,00 625.000,00
II. Kapitalrücklage 1.303.120,18 1.303.120,18
III. Gewinnvortrag 1.749.144,98 4.754.922,63
IV. Jahresüberschuss 368.515,79 -3.005.777,65
B. Rückstellungen 2.998.540,58 2.971.894,24
C. Verbindlichkeiten 2.228.521,50 4.105.525,32
1. Verbindlichkeiten gegenüber nahestehende Unternehmen 1.565.639,57 2.691.588,70
2. übrige Verbindlichkeiten 662.881,93 1.413.936,62
D. Rechnungsabgrenzungsposten 3.029.089,41 3.059.866,12
Bilanzsumme, Summe Passiva 12.301.932,44 13.814.550,84

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 33.899.103,87 37.620.655,12
2. Personalaufwand 4.683.703,55 4.552.745,37
a) Löhne und Gehälter 3.856.274,85 3.741.347,71
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 827.428,70 811.397,66
3. Abschreibungen 104.894,20 108.816,40
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 104.894,20 108.816,40
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 27.950.493,70 35.911.264,55
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 7.496,97 0,00
6. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 695.494,97 0,00
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 48.531,00 52.905,45
8. Steuern vom Einkommen und Ertrag 54.266,63 0,00
9. Ergebnis nach Steuern 369.216,79 -3.005.076,65
10. sonstige Steuern 701,00 701,00
Jahresüberschuss 368.515,79 -3.005.777,65

Anhang 2023

Faber Lotto-Service GmbH, Bochum
I. Allgemeine Angaben zum Unternehmen

Firma und Rechtsform:
Faber Lotto-Service GmbH
Sitz:
44801 Bochum, Markstr. 79
Handelsregister:
Amtsgericht Bochum, HRB 12021



II. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses
Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften (§§ 264 ff. HGB) sowie des GmbHG aufgestellt.
Größenabhängige Erleichterungen bei der Erstellung (§§ 266 I, 276, 288 HGB) des Jahresabschlusses wurden in Anspruch genommen.

Der vorliegende Jahresabschluss wurde unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungsgrundsätzen nach den für mittelgroße Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriftendes HGB aufgestellt (§§ 265 I 2, 266 ff. HGB).

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt.

III. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die auf den vorhergehenden Jahresabschluss angewendeten Ansatz- und Bewertungs-methoden werden stetig angewendet. Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgt unter der Annahme der Unternehmensfortführung (§ 252 I 2 HGB).

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer, bewertet.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten - vermindert um lineare Abschreibungen - angesetzt. Bei den Anschaffungskosten werden Anschaffungsnebenkosten und Anschaffungskostenminderungen berücksichtigt. Die beweglichen Anlagegegenstände werden linear entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer abgeschrieben.

Die in den Vorjahren für geringwertige Wirtschaftsgüter, deren Anschaffungskosten EUR 250,00 aber nicht EUR 1.000,00 übersteigt, gebildeten Sammelposten gem. § 6 IIa EStG wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr planmäßig abgeschrieben. Die Zugänge des Berichtsjahrs an geringwertigen Wirtschaftsgütern im Wert zwischen EUR 250,00 und EUR 1.000,00 wurden als GwG-Sammelposten 2022 ebenfalls planmäßig abgeschrieben.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden grundsätzlich zum Nominalwert angesetzt. Einzelwertberichtigungen auf Forderungen waren nicht zu bilden.

Die flüssigen Mittel werden mit dem Nennbetrag angesetzt.

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tage darstellen; die Auflösung des Postens erfolgt linear entsprechend dem Zeitablauf.

Die Gesellschaft hat das Wahlrecht nach § 274 I HGB zum Ansatz von aktiven latenten Steuern nicht in Anspruch genommen. Differenzen zwischen Handels- und Steuerbilanz bestehen hinsichtlich der Pensionsrückstellungen und der Abzinsung von Gesellschafter-Darlehen. Des Weiteren bestehen noch nicht genutzte steuerliche Verlustvorträge.

Zur Bewertung der Pensionsrückstellungen hat die Gesellschaft ein versicherungs-mathematisches Gutachten unter Berücksichtigung der nach dem Bilanzrechtsmodernisierungs-gesetz geltenden Bewertungsvorschriften für Pensionsrückstellungen nach der Projected Unit-Credit Methode erstellen lassen. Dabei wurden für das Berichtsjahr ein Zinssatz von 1,82% (Durchschnittszinsatz für Restlaufzeit von 10 Jahren gem. Vereinfachungsregelung) und eine Fluktuationswahrscheinlichkeit sowie Lohn-, Gehalts- und Rentendynamik von jeweils 0,00% zugrunde gelegt. Zudem wurden die "Richttafeln Oktober 2018G" von Dr. Klaus Heubeck verwendet.

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen auf der Grundlage einer vorsichtigen kaufmännischen Beurteilung mit dem notwendigen Erfüllungsbetrag. Bei Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden künftige Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt und eine Abzinsung auf den Abschlussstichtag vorgenommen. Als Abzinsungssätze werden die den Restlaufzeiten der Rückstellungen entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssätze der vergangenen sieben Geschäftsjahre verwendet, wie sie von der Deutschen Bundesbank monatlich bekannt gegeben werden.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Einnahmen vor dem Abschlussstichtag, die Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tage darstellen; die Auflösung des Postens erfolgt linear entsprechend dem Zeitablauf.

Die von uns angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen grundsätzlich den im Vorjahr angewandten Methoden.

IV. Erläuterungen zur Bilanz
1. Anlagevermögen

Die Entwicklung der in der Bilanz erfassten Anlagegegenstände im Jahre 2023 ist in einer Anlage zum Anhang dargestellt (Anlagespiegel). Dort werden auch die Abschreibungen des Geschäftsjahres vermerkt.

Unter den Finanzanlagen werden zwei langfristige Darlehen an die Deutsche Hausnotruf AG, Altenholz, ausgewiesen. Für beide Darlehen wurde zum Bilanzstichtag eine Wertberichtigung in Form einer außerplanmäßigen Abschreibung i.S. von § 253 Abs. 3 Satz 6 gebildet. Der zugehörige Aufwand wird in der Gewinn- und Verlustrechnung unter der Position "Abschreibungen auf Finanzanlagen" ausgewiesen.
2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Forderungen gegen nahestehende Unternehmen werden zum Bilanzstichtag in Höhe von EUR 3.744.500,00 (Vj.: EUR 3.244.500,00) ausgewiesen.
Forderungen gegen Mitspieler betragen EUR 0,00 (Vj.: EUR 946.879,91).
Die sonstigen Vermögensgegenstände gliedern sich nach ihrer Fristigkeit wie folgt:



(Vorjahr)
Forderungen mit RLZ bis zu 1 Jahr
EUR 1.971.457,93
2.231.104,34
Forderungen mit RLZ mehr als 1 Jahr
EUR 64.499,30
29.499,30

EUR 2.035.957,23
2.260.603,64


Ausleihungen sowie Forderungen gegen den Gesellschafter bestehen zum Bilanzstichtag nicht.

3. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten

Die in der Bilanz ausgewiesenen Kassenbestände stimmen mit den Ständen der Kassenbücher zum 31. Dezember 2023 überein. Die Guthaben bei Kreditinstituten stimmen mit den Tagesauszügen zum Bilanzstichtag überein.

4. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten

Unter den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten ist Aufwand für Sponsoring im ersten Halbjahr 2024 in Höhe von EUR 120.000,00 ausgewiesen.

5. Eigenkapital

Die Darstellung des Eigenkapitals erfolgt gem. § 272 HGB unter Berücksichtigung des Gesellschaftsvertrags. Die Kapitalrücklage beträgt im Berichtsjahr insgesamt EUR 1.303.120,18 (Vj.: EUR 1.303.120,18).

6. Rückstellungen

Für Pensionsverpflichtungen wurde im Berichtsjahr eine Rückstellung in Höhe von EUR 2.532.288,00 (Vj.: EUR 2.535.759,00) ausgewiesen.
Unterdeckung bei Pensionsrückstellungen: Der sich aus der Umstellung auf das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz ergebende Erhöhungsbetrag beträgt EUR 1.972.345,00 und wurde in der GuV im laufenden Geschäftsjahr mit EUR 131.490,00 unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst (ein Fünfzehntel). Der zum 31. Dezember 2023 nicht passivierte Rückstellungsbetrag beträgt daher EUR 131.485,00 (Fehlbetrag).

Der Unterschiedsbetrag gem. § 253 VI HGB beläuft sich zum Bilanzstichtag auf EUR 16.958,00. Dieser Unterschiedsbetrag unterliegt einer Ausschüttungssperre.




(Vorjahr)
Gewerbesteuer-Rückstellung 2023
EUR
28.359,00
0,00



7. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen bestehen gegenüber:




(Vorjahr)
Faber Premium Gewinnspiel GmbH
EUR
654.550,69
776.332,19
Direct Call GmbH
EUR
801.532,83
1.710.332,79
Direct Concepts GmbH
EUR
36.067,66
94.886,18
Faber KG
EUR
73.488,39
110.037,54

EUR
1.565.639,57
2.360.252,90



Verbindlichkeiten gegenüber Mitspielern betragen EUR 460.840,90 (Vj.: EUR 0,00). Diese sind in den sonstigen Verbindlichkeiten enthalten.

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind folgende Positionen enthalten:




(Vorjahr)
Verbindlichkeiten aus Steuern
EUR
76.414,48
113.948,17
Verbindlichkeiten aus Lohn u. Gehalt
EUR
5.199,19
3.409,59
Verbindlichkeiten i.R.d. sozialen Sicherheit
EUR
757,54
2.477,41

EUR
82.371,21
119.835,17



Zur Verbesserung der Klarheit und Übersichtlichkeit wurden die Angaben im Zusammenhang mit den Verbindlichkeiten in einem Verbindlichkeitenspiegel zusammengefasst dargestellt:





davon

Stand
Restlaufzeit
Restlaufzeit
Restlaufzeit

31.12.2023
bis 1 Jahr
> 1 Jahr
> 5 Jahre

EUR
EUR
EUR
EUR
- Verbindlichkeiten




geg. nah. Untern.
1.565.639,57
1.565.639,57
0,00
0,00
- Verbindlichkeiten




geg. Mitspieler
447.036,17
447.036,17
0,00
0,00
- Übrige




Verbindlichkeiten
202.041,03
202.041,03
0,00
0,00

2.214.716,77
2.214.716,77
0,00
0,00



(Vorjahr)





davon

Stand
Restlaufzeit
Restlaufzeit
Restlaufzeit

31.12.2022
bis 1 Jahr
> 1 Jahr
> 5 Jahre

EUR
EUR
EUR
EUR
- Verbindlichkeiten




geg. nah. Untern.
2.691.588,70
2.691.588,70
0,00
0,00
- Verbindlichkeiten




geg. Mitspieler
0,00
0,00
0,00
0,00
- Übrige




Verbindlichkeiten
344.279,27
344.279,27
0,00
0,00

3.035.867,97
3.035.867,97
0,00
0,00



Sämtliche Verbindlichkeiten sind ungesichert.

8. Passive Rechnungsabgrenzungsposten

Der passive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet ausschließlich Einzahlungen von Kunden, die erst im Januar 2024 zu Erlösen führen.

9. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen aus langfristigen Mietverträgen (jährlich) in Höhe von EUR 265.124,16.

V. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Aufwendungen für Altersversorgung setzen sich wie folgt zusammen:

Zinskomponente (Ausweis: Zinsaufwendungen)
EUR
48.531,00
Altersversorgungsaufwand (Ausweis: Personalaufwand)
EUR
222.753,96
Veränderung Pensionsrückstellung 2023 (Ausweis: Personalaufwand)
EUR
183.492,00
BilMoG-Anpassung (Ausweis: sonst. betr. Aufwendungen)
EUR
131.490,00



In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen werden die Zuführungsbeträge zu den Pensionsrückstellungen als "Aufwendungen nach Artikel 67 Absatz 1 und 2 EGHGB" in Höhe von EUR 131.490,00 ausgewiesen.

VI. Sonstige Pflichtangaben
Im Jahresdurchschnitt 2023 wurden 81 Mitarbeiter beschäftigt, davon 81 Angestellte sowie 0 Arbeiter.
Die Geschäftsführung obliegt dem Kaufmann Gereon Pauls, Witten. Der Geschäftsführer ist von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit und befugt, die Gesellschaft allein zu vertreten. Die Gesellschaft ist zugunsten des Geschäftsführers keine Haftungsverhältnisse eingegangen.
Ergebnisverwendung:
Der Jahresüberschuss wird auf neue Rechnung vorgetragen.

 

Bochum, den 21. Juni 2024

gez. Der Geschäftsführer, Faber Lotto-Service GmbH

Gereon Pauls

Anlagespiegel


Anschaffungskosten


Bilanzposten
Stand
Geschäftsjahr
Stand

01.01.2023
Zugänge
Abgänge
31.12.2023





I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
103.745,26
30.873,68
58.817,14
75.801,80
II. SACHANLAGEN




Kraftfahrzeuge
79.398,89
0,00
0,00
79.398,89
Betriebsausstattung
642.708,79
37.314,60
2.935,32
677.088,07
Büroeinrichtung
127.546,53
0,00
0,00
127.546,53
WG Sammelposten
157.915,54
5.849,92
22.237,65
141.527,81
Summe Sachanlagevermögen
1.007.569,75
43.164,52
25.172,97
1.025.561,30
III. FINANZANLAGEN
0,00
695.496,97
0,00
695.496,97
SUMME ANLAGENVERMÖGEN
1.111.315,01
769.535,17
83.990,11
1.796.860,07

Abschreibungen


Bilanzposten
Stand
Geschäftsjahr
Stand

01.01.2023
Zugänge
Abgänge
31.12.2023





I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
103.728,26
13.932,68
58.809,14
58.851,80
II. SACHANLAGEN




Kraftfahrzeuge
76.529,89
2.867,00
0,00
79.396,89
Betriebsausstattung
501.008,79
58.182,60
2.935,32
556.256,07
Büroeinrichtung
112.111,53
1.607,00
0,00
113.718,53
WG Sammelposten
103.061,54
28.304,92
22.237,65
109.128,81
Summe Sachanlagevermögen
792.711,75
90.961,52
25.172,97
858.500,30
III. FINANZANLAGEN
0,00
695.494,97
0,00
695.494,97
SUMME ANLAGENVERMÖGEN
896.440,01
800.389,17
83.982,11
1.612.847,07

Buchwert

Bilanzposten
Stand
Stand

31.12.2023
31.12.2022



I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
16.950,00
17,00
II. SACHANLAGEN


Kraftfahrzeuge
2,00
2.869,00
Betriebsausstattung
120.832,00
141.700,00
Büroeinrichtung
13.828,00
15.435,00
WG Sammelposten
32.399,00
54.854,00
Summe Sachanlagevermögen
167.061,00
214.858,00
III. FINANZANLAGEN
2,00
0,00
SUMME ANLAGENVERMÖGEN
184.013,00
214.875,00

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:
Der Jahresabschluss wurde am 07.07.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk


Der vorstehende, zur Offenlegung bestimmte und nach § 327 HGB verkürzte Jahresabschluss entspricht den gesetzlichen Vorschriften. Dem vollständigen Jahresabschluss haben wir den folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Faber Lotto-Service GmbH, Bochum
Prüfungsurteile
Wir haben den Jahresabschluss der Faber Lotto-Service GmbH, Bochum, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Faber Lotto-Service GmbH, Bochum, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
· entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und
· vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile
Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung des gesetzlichen Vertreters für den Jahresabschluss und den Lagebericht
Der gesetzliche Vertreter ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist der gesetzliche Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben.

Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
· identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

· gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

· beurteilen wir die Angemessenheit der von dem gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von dem gesetzlichen Vertreter dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

· ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von dem gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

· beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

· beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

· führen wir Prüfungshandlungen zu den von dem gesetzlichen Vertreter dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von dem gesetzlichen Vertreter zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Leverkusen, den 21. Juni 2024


KBHT Steuer- und Wirtschaftsberatung GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Zweigniederlassung Leverkusen

gez. Thelen, Wirtschaftsprüfer

gez. Krohn, Wirtschaftsprüfer

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