Faber
Lotto-Service GmbH
Bochum
Jahresabschluss zum Geschäftsjahr
vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023
Lagebericht
A. Wirtschaftsbericht
I. Darstellung des Geschäftsmodells
Die Gesellschaft ist im Bereich der Vermittlung der
Teilnahme an staatlichen Lotterien tätig. Das Angebot
und der Service umfassen das klassische Lotto 6 aus 49
sowie die Spiele der Zusatzlotterien Super 6, Spiel 77 und
die länderübergreifende Lotterie Eurojackpot. Die
Geschäftstätigkeit ist durch den
Glücksspielstaatsvertrag reglementiert.
Herr Kai Faber ist alleiniger Gesellschafter mit
einem Stammkapital von T€ 625,0.
Wesentlicher Leistungsindikator unseres Unternehmens
ist neben den Umsatzerlösen die Zahl der aktiven
Kunden. Diese hat sich im Jahr 2023 gegenüber dem
Vorjahr leicht verringert.
II. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen
Gesamtwirtschaftliche Lage
Im Jahr 2023 betrug das Bruttoinlandsprodukt
Deutschlands rund 4,12 Billionen Euro, nominal ist das BIP
also kräftig gestiegen. Dies liegt allerdings in der
Inflation begründet, preisbereinigt ist die deutsche
Wirtschaft im letzten Jahr in eine Rezession gerutscht, das
reale Bruttoinlandsprodukt sank gegenüber dem
Vorjahr um 0,2 Prozent. Nach der Corona-Krise und dem
wirtschaftlichen Einbruch im Jahr 2020 erhoffte sich die
deutsche Wirtschaft eine Regeneration in den Folgejahren.
Durch den
Krieg in der Ukraine, den steigenden Energiepreisen
und der
Rekordinflation fiel die ökonomische
Regeneration im Jahr 2022 jedoch geringer aus, im Jahr 2023
kam es nun sogar zu einer Rezession.
Branchenbezogene Lage
Im Jahr 2023 konnten die staatlichen
Glücksspielunternehmen des Deutsche Lotto- und
Toto-Blocks (DLTB) zusammen insgesamt rund 8,2 Milliarden
Euro
mit Lotterien und Wetten durch Spieleinsätze
umsetzen. In Deutschland wird das staatliche
Glücksspielangebot über die 16
Lotteriegesellschaften in den Bundesländern über
den DLTB geregelt. Der
meiste Umsatz wird dabei mit dem klassischen Lotto
6aus49 erwirtschaftet.
III. Lage des Unternehmens
Ertragslage
Im Jahr 2023 konnte die Faber Lotto-Service GmbH
einen
Umsatz von T€ 33.758,1 erzielen. Dies
entspricht einer Verringerung um 9,9 % im Vergleich zum
Vorjahr (T€ 37.482,1).
Der
Personalaufwand ist im Berichtsjahr um 2,9 % auf
T€ 4.683,7 gestiegen.
Die
Abschreibungen verminderten sich um 3,6 % auf
T€ 104,9.
Die
sonstigen betrieblichen Aufwendungen mit
T€ 27.950,5 verminderten sich im Vergleich zum
Vorjahr um 22,2 % (Vorjahr T€ 35.911,3).
Das
Ergebnis nach Steuern erhöhte sich damit um
T€ 3.374,3 auf nunmehr T€ 369,2
(Vorjahr T€ -3.005,1).
Der
Jahresüberschuss belief sich im
Geschäftsjahr 2023 auf T€ 368,5 nach einem
Jahresfehlbetrag im Jahr 2022 in Höhe von
T€ -3.005,8. Dieses Ergebnis hat die Erwartungen
des Vorjahres-Lageberichtes nicht vollumfänglich
erfüllt. Ursächlich hierfür waren
insbesondere die gesunkenen Umsatzerlöse, sowie die
außergewöhnlichen Aufwendungen betreffend die
Wertberichtigungen auf gewährte Darlehen des
Finanzanlagevermögens.
Die
Vermögenslage unserer Gesellschaft hat sich im
Berichtsjahr nicht grundlegend geändert. Wesentliche
Posten der Bilanz sind die sich aus der
Mitspielerabrechnung ergebenden Aktiv- und Passivposten
sowie die Forderungen und Verbindlichkeiten gegen
nahestehende Unternehmen.
Unsere
Finanzlage ist solide. Verbindlichkeiten werden
innerhalb der Zahlungsfrist beglichen und Forderungen
innerhalb der Zahlungsziele vereinnahmt.
Zur Erläuterung der Veränderung der
Finanzlage wurden die Abschlusszahlen in Form einer
Kapitalflussrechnung zusammengestellt:
|
|
2023
|
2022
|
|
|
TEuro
|
TEuro
|
|
LAUFENDE
GESCHÄFTSTÄTIGKEIT
|
|
|
|
Periodenergebnis
|
369
|
-3.006
|
+/-
|
Abschreibungen/Zuschreibungen auf Gegenstände
des Anlagevermögens
|
105
|
109
|
+/-
|
Zunahme/Abnahme der
Rückstellungen
|
0
|
-1.511
|
+/-
|
Sonstige
zahlungsunwirksame Aufwendungen/Erträge
|
695
|
6.058
|
-/+
|
Zunahme/Abnahme der
Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und
Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der
Investitions- oder der Finanzierungstätigkeit
zuzuordnen sind
|
-655
|
5.634
|
+/-
|
Zunahme/Abnahme der
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions-
oder der Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind
|
-840
|
138
|
+/-
|
Zinsaufwendungen/Zinserträge
|
41
|
53
|
+/-
|
Ertragsteueraufwand/-ertrag
|
54
|
0
|
-/+
|
Ertragsteuerzahlungen/Ertragsteuererstattungen
|
1.375
|
2.944
|
=
|
Cashflow aus der
laufenden Geschäftstätigkeit
|
1.144
|
4.531
|
|
INVESTITIONSTÄTIGKEIT
|
|
|
-
|
Auszahlungen für
Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen
|
-31
|
-10
|
-
|
Auszahlungen für
Investitionen in das Sachanlagevermögen
|
-43
|
-128
|
-
|
Auszahlungen für
Investitionen in das Finanzanlagevermögen
|
-695
|
0
|
-
|
Aufwendungen von
außergewöhnlicher Größenordnung
oder außergewöhnlicher
|
0
|
-6.058
|
|
Bedeutung
|
|
|
+
|
Erhaltene Zinsen
|
8
|
|
=
|
Cashflow aus der
Investitionstätigkeit
|
-761
|
-6.196
|
|
FINANZIERUNGSTÄTIGKEIT
|
|
|
-
|
Gezahlte Zinsen
|
-49
|
-53
|
=
|
Cashflow aus der
Finanzierungstätigkeit
|
-49
|
-53
|
=
|
Zunahme/Abnahme des
Finanzmittelfonds
|
334
|
-1.718
|
|
Finanzmittelfonds
|
|
|
|
zu Beginn des
Geschäftsjahres
|
5.829
|
7.547
|
|
am Ende des
Geschäftsjahres
|
6.163
|
5.829
|
Die Eigenkapitalquote erhöhte sich von 28,9% auf
32,9 %.
Die
Liquiditätslage ist durchweg gut. Es sind keine
Engpässe zu erwarten. Durch die im Berichtsjahr
erzielten operativen Gewinne, sowie das auch für das
nächste Geschäftsjahr erwartete positive
Jahresergebnis wird sich die Lage hinsichtlich der
Liquidität weiter verbessern.
Das im Berichtsjahr bei niedrigeren Werbeausgaben
leicht gesunkene Niveau der Kundenzahlen, sowie die im
Laufe des Jahres 2023 erfolgreich durchgeführten
Werbekampagnen, lassen auch für 2024 ein positives
Jahresergebnis erwarten.
Die Geschäftsführung ist insgesamt mit dem
abgelaufenen Geschäftsjahr zufrieden.
B. Bericht über die zukünftige Entwicklung
sowie Chancen und Risiken des Unternehmens
I. Voraussichtliche Entwicklung des
Unternehmens/Prognosebericht
Durch Innovationen in den Bereichen Marketing und
Werbung, die Optimierung des Marketing-Mix, die
Einführung neuer bzw. Modifizierung bestehender
Produkte, den weiteren Ausbau des Online-Geschäfts
sowie durch die stabilen Rahmenbedingungen bei den
Betriebsgenehmigungen erwarten wir für die kommenden
Jahre eine stabile positive Ergebnisentwicklung.
Wie bereits im Berichtsjahr 2023 erfolgreich
umgesetzt, wollen wir im Jahr 2024 die zielgenauere und
effizientere Ansprache von Bestands- und Neukunden, die
eine Reduzierung der Werbe-Budgets ermöglicht, weiter
optimieren. Dadurch wird ein leichter Umsatz-Rückgang
erwartet, der durch Einsparungen von Werbekosten mindestens
kompensiert werden wird. Im Jahr 2025 wird diese Strategie
fortgeführt. Zusätzlich bieten vielfältige
Werbeaktivitäten und neue Produkt-Entwicklungen das
Potenzial, Umsatzsteigerungen zu generieren.
Der Jahresüberschuss 2024 wird in niedriger
einstelliger Millionenhöhe erwartet und im Jahr 2025
rechnen wir ebenfalls mit einem positiven Ergebnis in
ähnlicher Höhe.
Die Faber Lotto-Service GmbH wird auch zukünftig
in der Lage sein, ihren Zahlungsverpflichtungen
fristgerecht nachzukommen.
II. Chancen- und Risikobericht
Dem allgemeinen wirtschaftlichen und finanziellen
Risiko wird mit jederzeit ausreichender
Liquiditätsausstattung Rechnung getragen.
Auf Gefährdungen, die die täglichen
Geschäftsabwicklungen beeinträchtigen
könnten, reagiert die Gesellschaft mit internen
Kontrollmechanismen sowie mit Beachtung und
Weiterentwicklung von Qualitätsstandards, insbesondere
im Bereich der eingesetzten Betriebssoftware.
Die Genehmigungslage in den Bundesländern
insgesamt lässt eine stabile Zukunft erwarten, da
unser Unternehmen Marktführer in seinem Segment ist.
Chancen sehen wir in den geplanten bzw. bereits
eingeleiteten Werbemaßnahmen zur Steigerung unserer
Kundenzahl und Umsatzerlöse.
Der Krieg in der Ukraine und die u.a. damit
einhergehende Energiekrise in der EU wird uns
voraussichtlich noch über das Jahr 2024 hinaus
beschäftigen. Wir halten es für möglich,
dass angesichts der immer noch deutlich angestiegenen
Inflationsrate, sowie vieler weiterer Unsicherheiten die
Konsumfreude weiter zurückgehen wird und müssen
feststellen, dass sich die Rohstoffversorgung weiterhin
preislich negativ entwickelt.
Das Unternehmen hält dennoch an den
beschlossenen Strategien fest, um gestärkt aus der
Krise hervorzugehen.
Bochum, den 21.
Juni 2024
gez.
Der Geschäftsführer, Faber Lotto-Service
GmbH
Gereon Pauls
Bilanz
Aktiva
|
|
31.12.2023
EUR |
31.12.2022
EUR |
| A.
Anlagevermögen |
184.013,00 |
214.875,00 |
| I.
Immaterielle Vermögensgegenstände |
16.950,00 |
17,00 |
| 1.
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche
Schutz- und ähnliche Rechte und Werte sowie
Lizenzen an solchen Rechten und Werten |
16.950,00 |
17,00 |
| II.
Sachanlagen |
167.061,00 |
214.858,00 |
| 1.
andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung |
167.061,00 |
214.858,00 |
| III.
Finanzanlagen |
2,00 |
0,00 |
| 1.
sonstige Ausleihungen |
2,00 |
0,00 |
| B.
Umlaufvermögen |
11.997.919,44 |
13.408.278,14 |
| I.
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände |
5.835.090,21 |
7.579.629,87 |
| 1.
Forderungen gegen nahestehende Unternehmen |
3.744.500,00 |
3.244.500,00 |
| 2.
übrige Vermögensgegenstände |
2.090.590,21 |
4.335.129,87 |
| II.
Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten |
6.162.829,23 |
5.828.648,27 |
| C.
Rechnungsabgrenzungsposten |
120.000,00 |
191.397,70 |
| Bilanzsumme,
Summe Aktiva |
12.301.932,44 |
13.814.550,84 |
Passiva
|
|
31.12.2023
EUR |
31.12.2022
EUR |
| A.
Eigenkapital |
4.045.780,95 |
3.677.265,16 |
| I.
Gezeichnetes Kapital |
625.000,00 |
625.000,00 |
| II.
Kapitalrücklage |
1.303.120,18 |
1.303.120,18 |
| III.
Gewinnvortrag |
1.749.144,98 |
4.754.922,63 |
| IV.
Jahresüberschuss |
368.515,79 |
-3.005.777,65 |
| B.
Rückstellungen |
2.998.540,58 |
2.971.894,24 |
| C.
Verbindlichkeiten |
2.228.521,50 |
4.105.525,32 |
| 1.
Verbindlichkeiten gegenüber nahestehende
Unternehmen |
1.565.639,57 |
2.691.588,70 |
| 2.
übrige Verbindlichkeiten |
662.881,93 |
1.413.936,62 |
| D.
Rechnungsabgrenzungsposten |
3.029.089,41 |
3.059.866,12 |
| Bilanzsumme,
Summe Passiva |
12.301.932,44 |
13.814.550,84 |
Gewinn- und Verlustrechnung
|
1.1.2023 - 31.12.2023
EUR |
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR |
| 1.
Rohergebnis |
33.899.103,87 |
37.620.655,12 |
| 2.
Personalaufwand |
4.683.703,55 |
4.552.745,37 |
| a)
Löhne und Gehälter |
3.856.274,85 |
3.741.347,71 |
| b)
soziale Abgaben und Aufwendungen für
Altersversorgung und für Unterstützung |
827.428,70 |
811.397,66 |
| 3.
Abschreibungen |
104.894,20 |
108.816,40 |
| a)
Abschreibungen auf immaterielle
Vermögensgegenstände des
Anlagevermögens und Sachanlagen |
104.894,20 |
108.816,40 |
| 4.
sonstige betriebliche Aufwendungen |
27.950.493,70 |
35.911.264,55 |
| 5.
sonstige Zinsen und ähnliche Erträge |
7.496,97 |
0,00 |
| 6.
Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere
des Umlaufvermögens |
695.494,97 |
0,00 |
| 7.
Zinsen und ähnliche Aufwendungen |
48.531,00 |
52.905,45 |
| 8.
Steuern vom Einkommen und Ertrag |
54.266,63 |
0,00 |
| 9.
Ergebnis nach Steuern |
369.216,79 |
-3.005.076,65 |
| 10.
sonstige Steuern |
701,00 |
701,00 |
| Jahresüberschuss |
368.515,79 |
-3.005.777,65 |
Anhang 2023
Faber Lotto-Service GmbH, Bochum
I. Allgemeine Angaben zum Unternehmen
Firma und Rechtsform:
|
Faber Lotto-Service GmbH
|
Sitz:
|
44801 Bochum, Markstr.
79
|
Handelsregister:
|
Amtsgericht Bochum, HRB
12021
|
II. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des
Jahresabschlusses
Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der
§§ 242 ff. HGB unter Beachtung der
ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße
Kapitalgesellschaften (§§ 264 ff. HGB) sowie des
GmbHG aufgestellt.
Größenabhängige Erleichterungen bei
der Erstellung (§§ 266 I, 276, 288 HGB) des
Jahresabschlusses wurden in Anspruch genommen.
Der vorliegende Jahresabschluss wurde unter
Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss
angewendeten Gliederungsgrundsätzen nach den für
mittelgroße Kapitalgesellschaften geltenden
Vorschriftendes HGB aufgestellt (§§ 265 I 2, 266
ff. HGB).
Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem
Gesamtkostenverfahren erstellt.
III. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Die auf den vorhergehenden Jahresabschluss
angewendeten Ansatz- und Bewertungs-methoden werden
stetig angewendet. Die Erstellung des
Jahresabschlusses erfolgt unter der Annahme der
Unternehmensfortführung (§ 252 I 2 HGB).
Die
entgeltlich erworbenen immateriellen
Vermögensgegenstände wurden zu
Anschaffungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen
entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer,
bewertet.
Das
Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten
- vermindert um lineare Abschreibungen - angesetzt. Bei den
Anschaffungskosten werden Anschaffungsnebenkosten und
Anschaffungskostenminderungen berücksichtigt. Die
beweglichen Anlagegegenstände werden linear
entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer
abgeschrieben.
Die in den Vorjahren für
geringwertige Wirtschaftsgüter, deren
Anschaffungskosten EUR 250,00 aber nicht
EUR 1.000,00 übersteigt, gebildeten Sammelposten
gem. § 6 IIa EStG wurden im abgelaufenen
Geschäftsjahr planmäßig abgeschrieben. Die
Zugänge des Berichtsjahrs an geringwertigen
Wirtschaftsgütern im Wert zwischen EUR 250,00 und
EUR 1.000,00 wurden als GwG-Sammelposten 2022
ebenfalls planmäßig abgeschrieben.
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände werden
grundsätzlich zum Nominalwert angesetzt.
Einzelwertberichtigungen auf Forderungen waren nicht zu
bilden.
Die
flüssigen Mittel werden mit dem Nennbetrag
angesetzt.
Die
aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen
Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für
eine bestimmte Zeit nach diesem Tage darstellen; die
Auflösung des Postens erfolgt linear entsprechend dem
Zeitablauf.
Die Gesellschaft hat das Wahlrecht nach § 274 I
HGB zum Ansatz von
aktiven latenten Steuern nicht in Anspruch genommen.
Differenzen zwischen Handels- und Steuerbilanz bestehen
hinsichtlich der Pensionsrückstellungen und der
Abzinsung von Gesellschafter-Darlehen. Des Weiteren
bestehen noch nicht genutzte steuerliche
Verlustvorträge.
Zur Bewertung der
Pensionsrückstellungen hat die Gesellschaft ein
versicherungs-mathematisches Gutachten unter
Berücksichtigung der nach dem
Bilanzrechtsmodernisierungs-gesetz geltenden
Bewertungsvorschriften für Pensionsrückstellungen
nach der Projected Unit-Credit Methode erstellen lassen.
Dabei wurden für das Berichtsjahr ein Zinssatz von
1,82% (Durchschnittszinsatz für Restlaufzeit von 10
Jahren gem. Vereinfachungsregelung) und eine
Fluktuationswahrscheinlichkeit sowie Lohn-, Gehalts- und
Rentendynamik von jeweils 0,00% zugrunde gelegt. Zudem
wurden die "Richttafeln Oktober 2018G" von Dr. Klaus
Heubeck verwendet.
Die
Steuerrückstellungen und die
sonstigen Rückstellungen berücksichtigen
alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen auf
der Grundlage einer vorsichtigen kaufmännischen
Beurteilung mit dem notwendigen Erfüllungsbetrag. Bei
Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als
einem Jahr werden künftige Preis- und
Kostensteigerungen berücksichtigt und eine Abzinsung
auf den Abschlussstichtag vorgenommen. Als
Abzinsungssätze werden die den Restlaufzeiten der
Rückstellungen entsprechenden durchschnittlichen
Marktzinssätze der vergangenen sieben
Geschäftsjahre verwendet, wie sie von der Deutschen
Bundesbank monatlich bekannt gegeben werden.
Die
Verbindlichkeiten sind mit ihrem
Erfüllungsbetrag angesetzt.
Die
passiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen
Einnahmen vor dem Abschlussstichtag, die Ertrag für
eine bestimmte Zeit nach diesem Tage darstellen; die
Auflösung des Postens erfolgt linear entsprechend dem
Zeitablauf.
Die von uns angewandten
Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen
grundsätzlich den im Vorjahr angewandten Methoden.
IV. Erläuterungen zur Bilanz
1. Anlagevermögen
Die Entwicklung der in der Bilanz erfassten
Anlagegegenstände im Jahre 2023 ist in einer
Anlage zum Anhang dargestellt (Anlagespiegel). Dort werden
auch die Abschreibungen des Geschäftsjahres vermerkt.
Unter den
Finanzanlagen werden zwei langfristige Darlehen an
die Deutsche Hausnotruf AG, Altenholz, ausgewiesen.
Für beide Darlehen wurde zum Bilanzstichtag eine
Wertberichtigung in Form einer
außerplanmäßigen Abschreibung i.S. von
§ 253 Abs. 3 Satz 6 gebildet. Der zugehörige
Aufwand wird in der Gewinn- und Verlustrechnung unter der
Position "Abschreibungen auf Finanzanlagen" ausgewiesen.
2. Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände
Forderungen gegen nahestehende Unternehmen werden
zum Bilanzstichtag in Höhe von EUR 3.744.500,00
(Vj.: EUR 3.244.500,00) ausgewiesen.
Forderungen gegen Mitspieler betragen EUR 0,00
(Vj.: EUR 946.879,91).
Die
sonstigen Vermögensgegenstände gliedern
sich nach ihrer Fristigkeit wie folgt:
|
|
(Vorjahr)
|
Forderungen mit RLZ bis
zu 1 Jahr
|
EUR 1.971.457,93
|
2.231.104,34
|
Forderungen mit RLZ mehr
als 1 Jahr
|
EUR 64.499,30
|
29.499,30
|
|
EUR 2.035.957,23
|
2.260.603,64
|
Ausleihungen sowie Forderungen gegen den
Gesellschafter bestehen zum Bilanzstichtag nicht.
3. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten
Die in der Bilanz ausgewiesenen Kassenbestände
stimmen mit den Ständen der Kassenbücher zum
31. Dezember 2023 überein. Die Guthaben bei
Kreditinstituten stimmen mit den Tagesauszügen zum
Bilanzstichtag überein.
4. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten
Unter den
aktiven Rechnungsabgrenzungsposten ist Aufwand
für Sponsoring im ersten Halbjahr 2024 in Höhe
von EUR 120.000,00 ausgewiesen.
5. Eigenkapital
Die Darstellung des
Eigenkapitals erfolgt gem. § 272 HGB unter
Berücksichtigung des Gesellschaftsvertrags. Die
Kapitalrücklage beträgt im Berichtsjahr
insgesamt EUR 1.303.120,18
(Vj.: EUR 1.303.120,18).
6. Rückstellungen
Für
Pensionsverpflichtungen wurde im Berichtsjahr eine
Rückstellung in Höhe von EUR 2.532.288,00
(Vj.: EUR 2.535.759,00) ausgewiesen.
Unterdeckung bei Pensionsrückstellungen: Der
sich aus der Umstellung auf das
Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz ergebende
Erhöhungsbetrag beträgt EUR 1.972.345,00 und
wurde in der GuV im laufenden Geschäftsjahr mit
EUR 131.490,00 unter den sonstigen betrieblichen
Aufwendungen erfasst (ein Fünfzehntel). Der zum
31. Dezember 2023 nicht passivierte
Rückstellungsbetrag beträgt daher
EUR 131.485,00 (Fehlbetrag).
Der
Unterschiedsbetrag gem. § 253 VI HGB
beläuft sich zum Bilanzstichtag auf
EUR 16.958,00. Dieser Unterschiedsbetrag unterliegt
einer Ausschüttungssperre.
|
|
|
(Vorjahr)
|
Gewerbesteuer-Rückstellung 2023
|
EUR
|
28.359,00
|
0,00
|
7. Verbindlichkeiten
Die
Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden
Unternehmen bestehen gegenüber:
|
|
|
(Vorjahr)
|
Faber Premium
Gewinnspiel GmbH
|
EUR
|
654.550,69
|
776.332,19
|
Direct Call GmbH
|
EUR
|
801.532,83
|
1.710.332,79
|
Direct Concepts GmbH
|
EUR
|
36.067,66
|
94.886,18
|
Faber KG
|
EUR
|
73.488,39
|
110.037,54
|
|
EUR
|
1.565.639,57
|
2.360.252,90
|
Verbindlichkeiten gegenüber Mitspielern
betragen EUR 460.840,90 (Vj.: EUR 0,00). Diese
sind in den sonstigen Verbindlichkeiten enthalten.
In den
sonstigen Verbindlichkeiten sind folgende Positionen
enthalten:
|
|
|
(Vorjahr)
|
Verbindlichkeiten aus
Steuern
|
EUR
|
76.414,48
|
113.948,17
|
Verbindlichkeiten aus
Lohn u. Gehalt
|
EUR
|
5.199,19
|
3.409,59
|
Verbindlichkeiten i.R.d.
sozialen Sicherheit
|
EUR
|
757,54
|
2.477,41
|
|
EUR
|
82.371,21
|
119.835,17
|
Zur Verbesserung der Klarheit und
Übersichtlichkeit wurden die Angaben im Zusammenhang
mit den
Verbindlichkeiten in einem
Verbindlichkeitenspiegel zusammengefasst
dargestellt:
|
|
|
|
davon
|
|
Stand
|
Restlaufzeit
|
Restlaufzeit
|
Restlaufzeit
|
|
31.12.2023
|
bis 1 Jahr
|
> 1 Jahr
|
> 5 Jahre
|
|
EUR
|
EUR
|
EUR
|
EUR
|
- Verbindlichkeiten
|
|
|
|
|
geg. nah. Untern.
|
1.565.639,57
|
1.565.639,57
|
0,00
|
0,00
|
- Verbindlichkeiten
|
|
|
|
|
geg. Mitspieler
|
447.036,17
|
447.036,17
|
0,00
|
0,00
|
- Übrige
|
|
|
|
|
Verbindlichkeiten
|
202.041,03
|
202.041,03
|
0,00
|
0,00
|
|
2.214.716,77
|
2.214.716,77
|
0,00
|
0,00
|
(Vorjahr)
|
|
|
|
davon
|
|
Stand
|
Restlaufzeit
|
Restlaufzeit
|
Restlaufzeit
|
|
31.12.2022
|
bis 1 Jahr
|
> 1 Jahr
|
> 5 Jahre
|
|
EUR
|
EUR
|
EUR
|
EUR
|
- Verbindlichkeiten
|
|
|
|
|
geg. nah. Untern.
|
2.691.588,70
|
2.691.588,70
|
0,00
|
0,00
|
- Verbindlichkeiten
|
|
|
|
|
geg. Mitspieler
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
- Übrige
|
|
|
|
|
Verbindlichkeiten
|
344.279,27
|
344.279,27
|
0,00
|
0,00
|
|
3.035.867,97
|
3.035.867,97
|
0,00
|
0,00
|
Sämtliche Verbindlichkeiten sind ungesichert.
8. Passive Rechnungsabgrenzungsposten
Der
passive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet
ausschließlich Einzahlungen von Kunden, die erst im
Januar 2024 zu Erlösen führen.
9. Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen aus
langfristigen Mietverträgen (jährlich) in
Höhe von EUR 265.124,16.
V. Erläuterungen zur Gewinn- und
Verlustrechnung
Die
Aufwendungen für Altersversorgung setzen sich
wie folgt zusammen:
Zinskomponente (Ausweis:
Zinsaufwendungen)
|
EUR
|
48.531,00
|
Altersversorgungsaufwand
(Ausweis: Personalaufwand)
|
EUR
|
222.753,96
|
Veränderung
Pensionsrückstellung 2023 (Ausweis:
Personalaufwand)
|
EUR
|
183.492,00
|
BilMoG-Anpassung
(Ausweis: sonst. betr. Aufwendungen)
|
EUR
|
131.490,00
|
In den
sonstigen betrieblichen Aufwendungen werden die
Zuführungsbeträge zu den
Pensionsrückstellungen als "Aufwendungen nach Artikel
67 Absatz 1 und 2 EGHGB" in Höhe von EUR 131.490,00
ausgewiesen.
VI. Sonstige Pflichtangaben
Im Jahresdurchschnitt 2023 wurden 81
Mitarbeiter beschäftigt, davon 81 Angestellte
sowie 0 Arbeiter.
Die
Geschäftsführung obliegt dem Kaufmann
Gereon Pauls, Witten. Der Geschäftsführer ist von
den Beschränkungen des § 181 BGB befreit und
befugt, die Gesellschaft allein zu vertreten. Die
Gesellschaft ist zugunsten des Geschäftsführers
keine Haftungsverhältnisse eingegangen.
Ergebnisverwendung:
Der Jahresüberschuss wird auf neue Rechnung
vorgetragen.
Bochum, den 21. Juni
2024
gez.
Der Geschäftsführer, Faber Lotto-Service
GmbH
Gereon Pauls
Anlagespiegel
|
Anschaffungskosten
|
|
|
Bilanzposten
|
Stand
|
Geschäftsjahr
|
Stand
|
|
01.01.2023
|
Zugänge
|
Abgänge
|
31.12.2023
|
|
€
|
€
|
€
|
€
|
I. IMMATERIELLE
VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
|
103.745,26
|
30.873,68
|
58.817,14
|
75.801,80
|
II. SACHANLAGEN
|
|
|
|
|
Kraftfahrzeuge
|
79.398,89
|
0,00
|
0,00
|
79.398,89
|
Betriebsausstattung
|
642.708,79
|
37.314,60
|
2.935,32
|
677.088,07
|
Büroeinrichtung
|
127.546,53
|
0,00
|
0,00
|
127.546,53
|
WG Sammelposten
|
157.915,54
|
5.849,92
|
22.237,65
|
141.527,81
|
Summe
Sachanlagevermögen
|
1.007.569,75
|
43.164,52
|
25.172,97
|
1.025.561,30
|
III. FINANZANLAGEN
|
0,00
|
695.496,97
|
0,00
|
695.496,97
|
SUMME
ANLAGENVERMÖGEN
|
1.111.315,01
|
769.535,17
|
83.990,11
|
1.796.860,07
|
|
Abschreibungen
|
|
|
Bilanzposten
|
Stand
|
Geschäftsjahr
|
Stand
|
|
01.01.2023
|
Zugänge
|
Abgänge
|
31.12.2023
|
|
€
|
€
|
€
|
€
|
I. IMMATERIELLE
VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
|
103.728,26
|
13.932,68
|
58.809,14
|
58.851,80
|
II. SACHANLAGEN
|
|
|
|
|
Kraftfahrzeuge
|
76.529,89
|
2.867,00
|
0,00
|
79.396,89
|
Betriebsausstattung
|
501.008,79
|
58.182,60
|
2.935,32
|
556.256,07
|
Büroeinrichtung
|
112.111,53
|
1.607,00
|
0,00
|
113.718,53
|
WG Sammelposten
|
103.061,54
|
28.304,92
|
22.237,65
|
109.128,81
|
Summe
Sachanlagevermögen
|
792.711,75
|
90.961,52
|
25.172,97
|
858.500,30
|
III. FINANZANLAGEN
|
0,00
|
695.494,97
|
0,00
|
695.494,97
|
SUMME
ANLAGENVERMÖGEN
|
896.440,01
|
800.389,17
|
83.982,11
|
1.612.847,07
|
|
Buchwert
|
|
Bilanzposten
|
Stand
|
Stand
|
|
31.12.2023
|
31.12.2022
|
|
€
|
€
|
I. IMMATERIELLE
VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
|
16.950,00
|
17,00
|
II. SACHANLAGEN
|
|
|
Kraftfahrzeuge
|
2,00
|
2.869,00
|
Betriebsausstattung
|
120.832,00
|
141.700,00
|
Büroeinrichtung
|
13.828,00
|
15.435,00
|
WG Sammelposten
|
32.399,00
|
54.854,00
|
Summe
Sachanlagevermögen
|
167.061,00
|
214.858,00
|
III. FINANZANLAGEN
|
2,00
|
0,00
|
SUMME
ANLAGENVERMÖGEN
|
184.013,00
|
214.875,00
|
sonstige Berichtsbestandteile
Angaben zur Feststellung:
Der Jahresabschluss wurde am 07.07.2024 festgestellt.
Bestätigungsvermerk
Der vorstehende, zur Offenlegung bestimmte und nach
§ 327 HGB verkürzte Jahresabschluss entspricht
den gesetzlichen Vorschriften. Dem vollständigen
Jahresabschluss haben wir den folgenden
Bestätigungsvermerk erteilt:
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN
ABSCHLUSSPRÜFERS
An die Faber Lotto-Service GmbH, Bochum
Prüfungsurteile
Wir haben den Jahresabschluss der Faber Lotto-Service
GmbH, Bochum, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember
2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das
Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember
2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung
der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft.
Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Faber
Lotto-Service GmbH, Bochum, für das Geschäftsjahr
vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der
Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
· entspricht der beigefügte
Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den
deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden
handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter
Beachtung der deutschen Grundsätze
ordnungsmäßiger Buchführung ein den
tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild
der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.
Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das
Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember
2023 und
· vermittelt der beigefügte
Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage
der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht
dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss,
entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und
stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen
Entwicklung zutreffend dar.
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB
erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen
Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des
Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.
Grundlage für die Prüfungsurteile
Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses
und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317
HGB unter Beachtung der vom Institut der
Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen
Grundsätze ordnungsmäßiger
Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere
Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen
ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers
für die Prüfung des Jahresabschlusses und des
Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks
weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen
unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen
handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und
haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in
Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.
Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten
Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um
als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum
Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.
Verantwortung des gesetzlichen Vertreters für
den Jahresabschluss und den Lagebericht
Der gesetzliche Vertreter ist verantwortlich für
die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen,
für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen
Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und
dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der
deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger
Buchführung ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-,
Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner
ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die
internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den
deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger
Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die
Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen,
der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund
von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der
Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder
Irrtümern ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist der
gesetzliche Vertreter dafür verantwortlich, die
Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der
Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat
er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der
Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern
einschlägig, anzugeben.
Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich,
auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der
Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu
bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder
rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.
Außerdem ist der gesetzliche Vertreter
verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts,
der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der
Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen
Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den
deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die
Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung
zutreffend darstellt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter
verantwortlich für die Vorkehrungen und
Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet
hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in
Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen
gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um
ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im
Lagebericht erbringen zu können.
Verantwortung des Abschlussprüfers für die
Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit
darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes
frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von
dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der
Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage
der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen
Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der
Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht,
den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die
Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung
zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk
zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum
Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an
Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in
Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der
vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW)
festgestellten deutschen Grundsätze
ordnungsmäßiger Abschlussprüfung
durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche
Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen
können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern
resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn
vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass
sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses
Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen
wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten
beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir
pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine
kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
· identifizieren und beurteilen wir die
Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im
Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen
Handlungen oder Irrtümern, planen und führen
Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken
durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die
ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für
unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus
dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche
Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als
das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende
wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden,
da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken,
Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten,
irreführende Darstellungen bzw. das
Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten
können.
· gewinnen wir ein Verständnis von
dem für die Prüfung des Jahresabschlusses
relevanten internen Kontrollsystem und den für die
Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und
Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die
unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch
nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit
dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.
· beurteilen wir die Angemessenheit der
von dem gesetzlichen Vertreter angewandten
Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von
dem gesetzlichen Vertreter dargestellten geschätzten
Werte und damit zusammenhängenden Angaben.
· ziehen wir Schlussfolgerungen über
die Angemessenheit des von dem gesetzlichen Vertreter
angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der
Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf
der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine
wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen
oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der
Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der
Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir
zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit
besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk
auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und
im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese
Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges
Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere
Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum
unseres Bestätigungsvermerks erlangten
Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder
Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die
Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr
fortführen kann.
· beurteilen wir Darstellung, Aufbau und
Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich
der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde
liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so
darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der
deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger
Buchführung ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-,
Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.
· beurteilen wir den Einklang des
Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine
Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von
der Lage der Gesellschaft.
· führen wir Prüfungshandlungen
zu den von dem gesetzlichen Vertreter dargestellten
zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf
Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise
vollziehen wir dabei insbesondere die den
zukunftsorientierten Angaben von dem gesetzlichen Vertreter
zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen
die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben
aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges
Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben
sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht
ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass
künftige Ereignisse wesentlich von den
zukunftsorientierten Angaben abweichen.
Wir erörtern mit den für die
Überwachung Verantwortlichen unter anderem den
geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie
bedeutsame Prüfungsfeststellungen,
einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im
internen Kontrollsystem, die wir während unserer
Prüfung feststellen.
Leverkusen, den 21. Juni
2024
KBHT Steuer- und Wirtschaftsberatung GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Zweigniederlassung Leverkusen
gez.
Thelen, Wirtschaftsprüfer
gez.
Krohn, Wirtschaftsprüfer
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