Stammdaten

Register
Amtsgericht Mainz HRB 42278
Vorher
3. TIMBRA Grundstücksgesellschaft mbHKinnarps Samas GmbH
Eingetragen
9.4.2008
Branche
BeteiligungsgesellschaftenHerstellung von BüromöbelnTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Möbeln
Gegenstand
Die Entwicklung und der Vertrieb von Büround Objekteinrichtungen, nebst allem Zubehör sowie deren vorbereitende Planung und Beratung. Ferner hat die Gesellschaft die Beteiligung an anderen Unternehmen mit einem verwandten Unternehmenszweck zum Gegenstand. Gegenstand der Gesellschaft kann auch sein, Organ im Rahmen eines steuerlichen Organschaftsverhältnisses zu sein. Die Gesellschafterversammlung kann die Geschäftsführung ermächtigen, einen Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag abzuschließen.

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Markus Hünerfauth
seit 31.7.2020
Prokura
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Kinnarps ABSWE
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
25.000 €
100.00%

Konzern- und Jahresabschlüsse

Kinnarps GmbH

Worms

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.09.2018 bis zum 31.08.2019

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2018/2019

A. Vorbemerkungen

Geschäftsmodell des Unternehmens

Die in Worms ansässige Kinnarps GmbH gehört zur Kinnarps-Gruppe. Diese ist laut Statistik der FEMB (European Federation for Office Furniture) vom Juni 2019 der zweitgrößte Hersteller für Büro-Einrichtungslösungen in Europa und bietet ein breit gefächertes Produktportfolio. Dieses Portfolio gliedert sich in einzelne Kategorien wie Arbeitsplätze, Bürodrehstühle, Konferenz- und Besucherstühle, Schrank- und Kastenmöbel, Stell- und Trennwände, Management-, Konferenz- und Schulungsräume, Mehrzweckstühle und -tische, Lounge, Empfangs- und Wartebereich sowie Cafeteria und Kantine. Arbeitsplatz- und Konzeptlösungen, Ergonomie und Nachhaltigkeit stehen im Fokus des Angebots.

Die globale Strategie der Kinnarps-Gruppe liegt in der Fokussierung auf den Markt offener Bürolandschaften und moderner Arbeitswelten. Mit ihren skandinavischen Einrichtungslösungen rund um das Produktportfolio mit den Marken Kinnarps, Drabert, MartinStoll, Materia, Skandiform, Nordic Care sowie ergänzenden Handelswaren bietet die Kinnarps-Gruppe eine Antwort auf den zunehmenden Bedarf vieler Unternehmen, ganzheitliche Raumlösungen umzusetzen. Die Nachfrage nach klassischen Einrichtungskonzepten, die durch massive Stauraumkomponenten geprägt waren, wird im Zuge der zunehmenden Digitalisierung immer weiter abnehmen.

Die abnehmende Nachfrage nach klassischen Stauraumkomponenten führte zu der strategischen Entscheidung, den Betrieb der Kinnarps Worms Produktions GmbH einzustellen und damit den Produktionsstandort Worms aufzugeben. Von dieser Entscheidung sind auch angrenzende Bereiche in der Verwaltung der Kinnarps GmbH betroffen, die danach zu einer beratungs- und lösungsorientierten Vertriebsgesellschaft umgestaltet wurde.

Die Vereinbarungen betreffend den Interessenausgleich und den Sozialplan, die zwischen der Kinnarps GmbH, der Kinnarps Worms Produktions GmbH und dem Betriebsrat am 17.05.2018 geschlossen wurden und eine Laufzeit bis zum 31.12.2020 haben, wurden im Berichtsjahr weitestgehend umgesetzt. Die Produktion und Montage am Standort Worms wurde zum 31.10.2018 planmäßig eingestellt. Die Gebäude und Flächen am ehemaligen Standort Mainzer Straße 183 in Worms wurden im Mai 2019 geräumt und an den Vermieter zurückgegeben. Mit dem Umzug der Verwaltung in die neuen Räumlichkeiten am Lutherring 31 in Worms ist die erste Phase der Neuausrichtung der Kinnarps GmbH zu einer Vertriebs- und Servicegesellschaft für ganzheitliche Arbeitsplatzlösungen abgeschlossen.

Diese neue Organisation mit einem kompetenten Außendienst, einem flächendeckenden Netz von Bürofachhändlern sowie Showrooms an zentralen Standorten in Deutschland bietet unseren Kunden einen umfassenden Service bei der Planung von Einrichtungslösungen. Das Beratungsangebot beinhaltet neben Themen wie Lichtgestaltung, Akustik, Farbe und Ergonomie auch das gesamte Projektmanagement bei Facility- und Umzugsaufgaben, Inventarisierung, Bestandsmöbelverwaltung und Verwertung.

Forschung und Entwicklung

Die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten der Kinnarps-Gruppe fokussieren sich auf neue technische Ausführungen, neue Materialien und Stoffe und vor allem auf neue Produktdesigns. Eine fortlaufende Entwicklung ist notwendig, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Umfang und Fokus der Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten werden von der Muttergesellschaft in Schweden festgelegt. Bei den deutschen Entwicklungsaktivitäten handelte es sich hauptsächlich um Unterstützung für die Stuhlproduktion in Schweden.

Insgesamt waren per 31.08.2019 in der Kinnarps GmbH 2 Mitarbeiter mit Produktentwicklung und Produktmanagement beschäftigt (Vorjahr: 3 Mitarbeiter).

Die Aufwendungen für Produktentwicklung und Produktmanagement betrugen insgesamt 0,2 Mio. EUR (Vorjahr 0,3 Mio. EUR), wovon 0,2 Mio. EUR an die Kinnarps AB in Schweden weiterbelastet wurden (Vorjahr 0,3 Mio. EUR). Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung haben somit für die Kinnarps GmbH eine nachgeordnete Bedeutung.

B. Geschäftsverlauf und Lage

Entwicklung der Gesamtwirtschaft und Branche

Die Aussichten für die Weltwirtschaft stellen sich im Allgemeinen positiv dar. Der Internationale Währungsfonds IWF sieht eine Gesamtwachstumsrate von 3,0% für das Jahr 2019 und von 3,4% für 2020 voraus. Für die Euro-Zone prognostiziert der IWF ein Wachstum in Höhe von rund 1,2% für 2019 und 1,4% für 2020 (IMF World Economic Outlook, Oktober 2019).

Für Deutschland sieht der IWF ein Wachstum in Höhe von 0,5%. Die Bundesregierung geht in ihrer Herbstprojektion 2019 vom gleichen Wert aus. Für 2020 erwartet der IWF einen preisbereinigten Anstieg des BIP um 1,2%, die Bundesregierung geht von 1,0% aus.

Die Büromöbelbranche hat sich im 1. Halbjahr 2019 besser als die Gesamtwirtschaft entwickelt. Im Zeitraum Januar bis Juni 2019 ist der Gesamtmarkt laut einer Meldung des Industrieverbands Büro und Arbeitswelt (IBA) vom 11.10.2019 um 2,7 % gewachsen.

Geschäftsverlauf

Der Geschäftsverlauf im Berichtsjahr war geprägt von der Umstellung des Produktportfolios, welche sich aus der Schließung des Produktionsstandortes in Deutschland und der strategischen Neufokussierung ergibt. Diese verlief schwieriger als zunächst angenommen. Eine rückläufige Umsatzentwicklung im mittleren einstelligen Prozentbereich lag im Bereich der Erwartungen, die tatsächliche Entwicklung (Rückgang um 26,2%) blieb jedoch hinter der Erwartung zurück. Ein weiterer Grund für den Umsatzrückgang lag in der Fokussierung auf das Direktgeschäft zu Lasten des Vertriebskanals "Fachhandel".

Neben dem Umsatzrückgang führten logistische Herausforderungen im Zusammenhang mit der Umstellung auf einen kompletten Bezug der Möbel aus Schweden und die interne Belastung mit Tätigkeiten im Rahmen des Restrukturierungsprojekts dazu, dass nicht alle Ziele erreicht wurden.

Die Umsatzentwicklung der Kinnarps GmbH zeigt weiterhin eine recht hohe Abhängigkeit von dem Projektgeschäft mit unseren Großkunden. Gerade aus diesem Bereich haben wir aktuell sehr positive Signale und Entwicklungen, was uns davon überzeugt, die richtige strategische Entscheidung getroffen zu haben. Das abgelaufene Geschäftsjahr sehen wir damit als Übergangsjahr, in dem Veränderungen umgesetzt wurden und aus dem wir gestärkt hervorgehen.

Ein Indiz hierfür ist die Entwicklung auf der Kostenseite. Sowohl bei den Personalkosten (Rückgang von 11,5 Mio. EUR auf 9,8 Mio. EUR) als auch bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen (7,6 Mio. EUR, Vorjahr 10,0 Mio. EUR) konnten die erwarteten Einsparungen erzielt werden. Damit war es letztendlich auch möglich, die erwartete EBIT-Verbesserung zu erzielen, das EBIT des abgelaufenen Geschäftsjahres belief sich auf 0,8 Mio. EUR (im Vorjahr restrukturierungsbedingt -15,6 Mio. EUR).

Vermögenslage

Die Bilanzsumme ist mit 9,6 Mio. EUR im Vergleich zum Vorjahreswert (22,7 Mio. EUR) um 58% gesunken.

Die bilanzielle Veränderung auf der Aktivseite ist hauptsächlich gekennzeichnet durch eine Reduktion der Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von 10,9 Mio. EUR, die im Wesentlichen auf Auszahlungen im Rahmen der Restrukturierung (Abfindungen etc.) zurückzuführen ist.

Auch das Vorratsvermögen wurde weiter im Zusammenhang mit der Schließung der Produktion weiter reduziert auf nunmehr 0,5 Mio. EUR nach 1,3 Mio. EUR im Vorjahr.

Das Anlagevermögen ist unverändert komplett durch Eigenkapital gedeckt.

Auf der Passivseite hat sich das Eigenkapital um den Jahresüberschuss in Höhe von 0,8 Mio. EUR auf 6,5 Mio. EUR erhöht. Durch die deutliche Verringerung der Bilanzsumme beträgt die Eigenkapitalquote nun 67,7% nach 25,2% im Vorjahr.

Die Rückstellungen haben sich um 1,1 Mio. EUR verringert und belaufen sich jetzt auf 2,2 Mio. EUR (Vorjahr 3,3 Mio. EUR).

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen, die sich im Vorjahr auf 11,2 Mio. EUR belaufen haben, wurden vollständig abgebaut. Auch hier liegt der Hauptgrund im Thema "Restrukturierung". Die Verbindlichkeit gegen die damalige Tochtergesellschaft Kinnarps Worms Produktions GmbH wurde durch die Verschmelzung eliminiert. Die Verbindlichkeiten gegenüber der Muttergesellschaft Kinnarps AB (3,8 Mio. EUR) wurden im Berichtsjahr bezahlt.

Finanzlage

Der Mittelabfluss aus laufender Geschäftstätigkeit betrug 0,9 Mio. EUR gegenüber 14,9 Mio. EUR im Vorjahr. Im Vorjahr war das Thema "Restrukturierung" ausschlaggebend für den hohen Mittelabfluss. Im Berichtsjahr wirkt sich insbesondere die Rückführung der Verbindlichkeiten dahingehend aus, dass es in Summe zu einem Mittelabfluss kommt.

Aus der Investitionstätigkeit heraus lag der Mittelzufluss im Berichtsjahr bei 0,9 Mio. EUR, was sich im Wesentlichen auf die Verkäufe nicht mehr benötigten Anlagevermögens nach Schließung der Produktionsstätte zurückführen lässt.

Im Vorjahr erfolgte eine Zuführung zur Kapitalrücklage in Höhe von 15,0 Mio. EUR. Im Berichtsjahr selbst hat es keine Mittelveränderung aus der Finanzierungstätigkeit gegeben. Der Finanzmittelbestand am 31.08.2019 beläuft sich auf 0,1 Mio. EUR und ist gegenüber dem gleichen Zeitpunkt des Vorjahres (0,1 Mio. EUR) nahezu unverändert.

Um einen möglichen Liquiditätsbedarf abdecken zu können, hat die Gesellschafterin Kinnarps AB gegenüber der Gesellschaft eine vom Betrag her unbegrenzte Liquiditätsausstattungsgarantie abgegeben, die eine Gültigkeit bis zum 31.05.2022 besitzt.

Ertragslage

Der Umsatz im abgelaufenen Geschäftsjahr belief sich auf 40,8 Mio. EUR nach 55,3 Mio. EUR im Vorjahr, dies entspricht einem Rückgang um 26,2%.

Die sonstigen betrieblichen Erträge belaufen sich auf 1,4 Mio. EUR und beinhalten neben Rückstellungsminderungen im Wesentlichen Inventarverkäufe aus der Schließung der Produktionsstätte.

Der Materialaufwand ist von 48,1 Mio. EUR auf 23,0 Mio. EUR gesunken. Dies steht zum einen im Zusammenhang mit der Umsatzentwicklung, zum anderen ist hier eine Transferpreisanpassung der Kinnarps AB verbucht, die sich im Berichtsjahr auf 10,7 Mio. EUR beläuft.

Der Personalaufwand fällt im Berichtjahr mit 9,8 Mio. EUR um 1,8 Mio. EUR geringer aus als im Vorjahr (11,5 Mio. EUR). Hintergrund ist die Neuausrichtung des Unternehmens und der damit verbundene Personalabbau auch im Bereich der Verwaltung.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich um 2,4 Mio. EUR auf 7,6 Mio. EUR (Vorjahr 10,0 Mio. EUR) verringert. Ursächlich für den Rückgang sind geringere variable Logistikkosten (-1,1 Mio. EUR) und ein Rückgang des nicht durch eine Rückstellung gedeckten Restrukturierungsaufwands (-1,0 Mio. EUR).

Das Ergebnis des laufenden Geschäftsjahres zeigt einen Jahresüberschuss in Höhe von 0,8 Mio. EUR. Im Vorjahr wurde hier noch ein Fehlbetrag in Höhe von 14,8 Mio. EUR ausgewiesen, dieser beinhaltete allerdings in erheblichem Ausmaß Aufwendungen für die bevorstehende Restrukturierung.

Standorte

Neben dem Vertrieb der Produkte und Leistungen über Fachhändler betreibt die Kinnarps GmbH auch eigene Competence Center (Showrooms) an den Vertriebsstandorten in Hamburg, Berlin, München (bis 31.12.2019) und Frankfurt, die nicht nur Ausstellungsfläche für das Kinnarps Produktportfolio bieten, sondern auch die immer wichtiger werdenden Themen Licht, Akustik und Farbe bedienen. Darüber hinaus betreibt die Kinnarps GmbH ein Büro in Köln.

Personal

Die Mitarbeiterzahl (einschließlich Auszubildende, ohne Geschäftsführer und Langzeitkranke) belief sich per 31.08.2019 auf 109 Mitarbeiter (Vorjahr: 137 Mitarbeiter).

Prognosebericht

Für das laufende Geschäftsjahr rechnet das Unternehmen mit einer Umsatzsteigerung im hohen einstelligen Prozentbereich sowie mit einer leichten Margenverbesserung. Darüber hinaus sollten sich durch die im Zuge der ersten Phase der Umstrukturierung erfolgte Anpassung der Kostenstruktur weitere Ergebnisverbesserungen (EBT) ergeben.

C. Hinweise auf wesentliche Risiken und Chancen der künftigen Entwicklung

Risikobericht

Ein Unternehmen ist einer Vielzahl von Risiken ausgesetzt. Unter einem Risiko wird die Gefahr verstanden, dass Ereignisse oder Handlungen das Unternehmen oder den Konzern daran hindern, seine Ziele zu erreichen. Die in dem nachfolgenden Risikobericht dargestellten Risiken wurden in absteigender Reihenfolge ihrer Bedeutung für die Gesellschaft beschrieben und sind weitgehend unverändert zum Vorjahr.

Sortiment

Die strategische Neuausrichtung der Gesellschaft mit der damit einhergehenden Fokussierung auf das in Schweden produzierte Produktportfolio bietet sowohl Risiken als auch Chancen. Eine Herausforderung wird darin bestehen, die bestehenden Rahmenvereinbarungen mit Großkunden und die Lieferbeziehungen mit strategischen Fachhändlern gänzlich auf schwedische Produkte umzustellen. Um diese Umstellung möglichst reibungslos zu gestalten, werden alle Vertriebsmitarbeiter und die strategischen Fachhandelspartner entsprechend informiert und geschult mit dem Ziel, langjährige Partnerschaften zu entwickeln und zu unterstützen.

Forderungsausfälle

Das Risiko von Forderungsausfällen kann insbesondere in wirtschaftlich schlechten Zeiten vermehrt auftreten. Dem Risiko von Forderungsausfällen entgegnen wir mit einem umfassenden Kreditmanagement. Um die Forderungsausfälle so gering wie möglich zu halten, wird die Kreditwürdigkeit der Kunden überwacht und überprüft. Hierfür besteht ein enger Kontakt zwischen Kunde, Vertrieb und Debitorenbuchhaltung, um bei Anzeichen von wirtschaftlichen Schwierigkeiten schnell und effizient agieren zu können. Für mögliche Ausfälle werden Rückstellungen gebildet.

Kunden- und Preisrisiko

Ein Ergebnisrisiko liegt in der gerade im deutschen Markt ausgeprägten Wettbewerbssituation, die zu einem erheblichen Preisdruck bei allen Neuausschreibungen von Rahmenverträgen und größeren Projekten führt. Dies ist eine Herausforderung für die gesamte Branche. Hiermit zusammenhängend liegt ein weiteres Risiko in der Abhängigkeit von einigen großen Kunden. Es besteht immer ein Risiko, dass bestehende Rahmenverträge nach Ablauf nicht verlängert werden. Dieses Risiko begegnen wir, in dem wir einen engen und regelmäßigen Kontakt zum Kunden halten und im laufenden Geschäft mit guter Qualität, hervorragendem Service, neuen Produkte und kompletten Lösungsansätze überzeugen.

Mitarbeiterrisiko

Die sehr stabile und positive Konjunkturentwicklung in Deutschland in den letzten Jahren hat branchen- und berufsübergreifend nahezu in allen Bereichen zu einem erheblichen Fachkräftemangel geführt, was sich insbesondere bei der Neubesetzung von offenen Positionen zeigt. Kinnarps begegnet diesem Risiko mit einem Wertekanon, der den Mitarbeiter in den Mittelpunkt stellt. Wir fördern Selbständigkeit und Kompetenz, auch durch konsequente Weiterbildung, und versuchen damit, erfahrene Mitarbeiter langfristig an das Unternehmen zu binden.

Finanzielle oder bestandsgefährdende Risiken sieht die Geschäftsführung derzeit nicht. Die Liquiditätsausstattungsgarantie der Muttergesellschaft Kinnarps AB wurde bis zum 31.05.2022 verlängert.

Chancenbericht

Genau wie bei den Risiken ist es auch von größter Bedeutung, mögliche Chancen für das Unternehmen zu erkennen und zu nutzen, um so am Markt die Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten und zu erweitern. Eine Chance kann durch Ereignisse oder Handlungen die Möglichkeit bieten, die geplanten Ziele zu sichern oder zu übertreffen. In dem nachfolgenden Chancenbericht sind die wesentlichen Themengebiete dargestellt, in denen wir Chancen für unser Unternehmen sehen. Diese sind gegenüber dem Vorjahr weitgehend unverändert.

Sortimentsgestaltung

Kinnarps verfügt über ein sehr breit aufgestelltes Produktportfolio mit den sechs Marken Kinnarps, Drabert, Materia, MartinStoll, NC Nordic Care und Skandiform. Dieses Portfolio bietet unseren Fachhandelspartnern die Möglichkeit, bei fast jedem Kunden mit der ganzheitlichen Kinnarps-Produktwelt zu punkten, vom höchst modern designten New-Work-Möbel wie Vagabond von Materia bis zur qualitativ und preislich kaum zu schlagenden Sitz-Steh-Tischserie Serie [P] unserer Produktmarke Kinnarps. Als Neuprodukt haben wir das neue Screen- und Trennwandprogramm VIBE, mit dem das Thema Raumakustik designorientiert und höchst funktional abbildet werden kann, im Programm.

Mit dem "Next Office"-Konzept haben wir ein datengestütztes Tool entwickelt, um dem Kunden in Verbindung mit dem Fachhandel eine Arbeitswelt zu gestalten, die zu seinen Bedarfen und Prozessen passt. Das Beratungstool "Next Office" eignet sich inhaltlich und von der Kostenstruktur schon für Unternehmen ab einer Größe von 40-50 Mitarbeitern, also durchaus auch für mittelständische Unternehmen, und somit für die Kunden des Fachhandels. Mit "Next Office" erhalten unsere Kunden eine konkretere Bedarfsermittlung und eine individuelle innenarchitektonische Umsetzung ihrer Bürowelten.

Marktchancen

Ein starker Fokus der Kinnarps GmbH liegt neben dem Direktgeschäft auf der Akquise von Projekten zusammen mit dem Fachhandel und für den Fachhandel. Hier können wir unsere Stärken, insbesondere bei größeren Projekten, gemeinsam ausspielen. Wir bieten wir mit unserer eigenen Planungsabteilung eine kompetente und erfolgversprechende Unterstützung bei der Konzeption und Visualisierung von Arbeitsumfeldern aller Art. Außerdem werden wir unseren Fachhandel bei seinen Marketingaktivitäten unterstützen, hierzu erarbeiten wir momentan Konzepte. Der Büroeinrichtungs-Fachhandel ist und bleibt eine sehr wichtige Säule für Kinnarps in Deutschland.

Wir blicken aktuell positiv in die Zukunft und streben in Deutschland eine Ausweitung des Geschäftsvolumens für das kommende Geschäftsjahr an. Es ist unser klares Ziel, wieder das Umsatzniveau der vorangegangenen Jahre zu erreichen, jedoch mit einer deutlich verbesserten Gewinnsituation. Der momentane Auftragseingang ist gut, aber noch ausbaufähig. Der positive Trend für dieses Geschäftsjahr zeichnet sich jetzt bereits in der Akquise und Abwicklung erfolgreicher Projekte ab.

Organisation und Prozesse

Wir arbeiten mit Nachdruck an der Verbesserung unserer internen Prozesse mit dem Ziel, diese klarer und einfacher zu gestalten. Dadurch reduziert sich die Komplexität insbesondere für unsere Fachhandelspartner, die als Kunden im Mittelpunkt stehen und bei denen wir mit dem Thema "Verbindlichkeit" punkten wollen. Mit dem Management-Wechsel im Mai 2019 haben wir einige Teilziele erreicht, die jedoch noch nicht ausreichen. Aktuell sind der Verbesserung von Auftragsabwicklung und Lieferperformance Kernthemen unserer Bestrebungen um Verbesserungen. Hierbei unterstützt uns unser neues ERP System. Dessen Einführung brachte zunächst neue Herausforderungen mit sich, mittlerweile haben sich viele Prozesse und Abläufe jedoch vereinfacht.

Unsere Kernwerte sind die Basis unserer Zusammenarbeit. Sie bringen uns dazu, stetig an Verbesserungen zu arbeiten, und werden damit Bestandteil des Erfolgs unseres Unternehmens.

 

Worms, den 14. Januar 2020

Kinnarps GmbH

Robert Petersson

Bilanz zum 31. August 2019

Aktiva

31.08.2019
31.08.2018
A. Anlagevermögen    
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 12.433,73 43.173,09
  12.433,73 43.173,09
II. Sachanlagen    
1. Technische Anlagen und Maschinen 0,00 255.133,72
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 281.456,67 334.495,09
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 41.388,87
  281.456,67 631.017,68
III. Finanzanlagen    
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 250.000,00
  0,00 250.000,00
  293.890,40 924.190,77
B. Umlaufvermögen    
I. Vorräte    
1. unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 84.692,53 832.224,74
2. fertige Erzeugnisse und Waren 405.886,03 487.215,74
3. geleistete Anzahlungen 0,00 10.631,10
  490.578,56 1.330.071,58
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände    
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 6.105.629,55 6.774.498,66
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 2.329.083,49 13.197.016,29
3. Sonstige Vermögensgegenstände 171.264,83 183.335,73
  8.605.977,87 20.154.850,68
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 99.344,99 77.636,34
  9.195.901,42 21.562.558,60
C. Rechnungsabgrenzungsposten 108.340,33 192.245,26
  9.598.132,15 22.678.994,63

Passiva

   
31.08.2019
31.08.2018
A. Eigenkapital    
I. Gezeichnetes Kapital 15.000.000,00 15.000.000,00
II. Kapitalrücklage 35.207.812,38 35.207.812,38
III. Verlustvortrag -44.471.709,28 -29.708.628,98
IV. Jahresüberschuss (+) /-fehlbetrag (-) 761.907,71 -14.794.411,70
  6.498.010,81 5.704.771,70
B. Rückstellungen    
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 197.731,00 85.489,00
2. sonstige Rückstellungen 2.005.194,43 3.250.900,92
  2.202.925,43 3.336.389,92
C. Verbindlichkeiten    
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 456.586,67 1.760.630,92
(davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 456.586,67; VJ: EUR 1.760.630,92)    
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 0,00 11.249.982,61
(davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 0,00; VJ: EUR 11.249.982,61)    
3. sonstige Verbindlichkeiten 440.609,24 627.219,48
(davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 440.609,24; VJ: EUR 627.219,48)    
(davon aus Steuern EUR 321.641,68; VJ: EUR 494.464,72)    
  897.195,91 13.637.833,01
  9.598.132,15 22.678.994,63

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. September 2018 bis 31. August 2019

01.09.2018 - 31.08.2019
EUR
01.09.2017 - 31.08.2018
EUR
1. Umsatzerlöse 40.779.739,62 55.267.907,27
2. Veränderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -828.861,92 -1.968.402,81
3. sonstige betriebliche Erträge 1.364.817,61 1.060.204,95
4. Materialaufwand    
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -19.680.882,60 -30.023.803,69
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -3.289.828,04 -18.093.136,60
  -22.970.710,64 -48.116.940,29
5. Personalaufwand    
a) Löhne und Gehälter -8.448.549,22 -10.077.444,88
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -1.307.339,45 -1.463.516,22
(davon für Altersversorgung EUR 15.438,08; VJ: EUR 4.428,80)    
  -9.755.888,67 -11.540.961,10
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -201.511,51 -300.652,97
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -7.606.974,13 -10.041.102,03
8. Erträge aus Gewinnabführungsverträgen 0,00 842.524,61
9. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 82,31 5.010,33
(davon an verbundene Unternehmen EUR 0,00; VJ: EUR 12,48)    
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -5.257,08 -19.664,49
(davon an verbundene Unternehmen EUR 0; VJ: EUR 0)    
(davon aus Abzinsung EUR 5.163,00; VJ: EUR 2.906,00)    
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -6.560,42 23.575,57
12. Ergebnis nach Steuern 768.875,17 -14.788.500,96
13. sonstige Steuern 6.967,46 5.910,74
14. Jahresüberschuss (+) /-fehlbetrag (-) 761.907,71 -14.794.411,70

Anhang für das Geschäftsjahr 2018/2019

Allgemeines

Der Jahresabschluss wurde auf der Grundlage der Gliederungs-, Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) aufgestellt. Ergänzend wurden die Regelungen des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbH-Gesetz) beachtet.

Der Jahresabschluss der Kinnarps GmbH (HR B 42278 beim Amtsgericht Mainz) wurde für das Geschäftsjahr 2018/2019 nach den Vorschriften des HGB und des GmbHG aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB erstellt.

Es besteht das Risiko, dass bei weiteren Umsatzverlusten und daraus resultierenden Fehlbeträgen das Eigenkapital im Laufe des Geschäftsjahres 2019/2020 negativ wird. Die dadurch eintretende Überschuldung würde jedoch aufgrund der Neufassung des § 19 Abs. 2 InsO keine Insolvenzantragspflicht auslösen, wenn die Fortführung des Unternehmens nach den Umständen, insbesondere der Aufrechterhaltung der Zahlungsfähigkeit (§§ 17 und 18 InsO), überwiegend wahrscheinlich ist. Davon kann aus heutiger Sicht aufgrund der bestehenden Liquiditätsausstattungsgarantie des Gesellschafters der Kinnarps GmbH ausgegangen werden, welche bis zum 31.05.2022 verlängert wurde. Die Bilanzierung erfolgt daher unter der Annahme der Unternehmensfortführung (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB).

Anfang 2018 hat die Kinnarps-Gruppe entschieden, ihre globale Strategie auf den Markt der offenen Bürolandschaften und modernen Arbeitswelten neu auszurichten. In dem Zusammenhang wurde beschlossen, den Betrieb der Kinnarps Worms Produktions GmbH und damit den Produktionsstandort Worms zu schließen.

Die 100 %-ige Tochtergesellschaft Kinnarps Worms Produktions GmbH wurde gemäß Beschluss vom 10.04.2019 rückwirkend zum 01.09.2018 0 Uhr auf ihre Muttergesellschaft Kinnarps GmbH verschmolzen. Rechtswirksam wurde die Verschmelzung mit der Eintragung in das Handelsregister der übernehmenden Gesellschaft Kinnarps GmbH am 06.05.2019.

Der Übergang der Vermögensgegenstände und Schulden erfolgte im Rahmen der Buchwertverknüpfung.

Aus der Verschmelzung resultiert ein Verschmelzungsgewinn in Höhe von T€ 31. Die Vergleichbarkeit mit dem Vorjahr ist aufgrund der Verschmelzung entsprechend eingeschränkt.

Folgende Bilanzpositionen sind davon betroffen:

Bilanzposition Kinnarps GmbH 31.8.2018 Kinnarps Worm s Produktions GmbH 31.8.2018 Summenbilanz 31.8.2018 *
Anteile an verbundenen Unternehmen 250.000,00 - - *
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 13.197.016,29 8.180.263,40 12.859.601,02 *
Sonstige Vermögensgegenstände 183.335,73 27.935,34 211.271,07
Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 77.636,34 21.637,11 99.273,45
Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten 192.245,26 78.925,44 271.170,70
Gezeichnetes Kapital 15.000.000,00 250.000,00 15.000.000,00 *
Verlust-/Gewinnvortrag - 29.708.628,98 31.331,40 - 29.677.297,58
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 85.489,00 85.089,00 170.578,00
Sonstige Rückstellungen 3.250.900,92 6.764.344,88 10.015.156,80
Verbindlichkeiten aus Lieferungen & Leistungen 1.760.630,92 1.200,02 1.761.830,94
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 11.249.982,61 1.056.399,23 3.788.703,17 *
Sonstige Verbindlichkeiten 627.219,48 120.485,76 747.705,24
 

* Im Rahmen der Verschmelzung wurden Forderungen gegen verbundene Unternehmen mit Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von insgesamt jeweils € 8.517.678,67 eliminiert. Des Weiteren wurden das gezeichnete Kapital der Tochtergesellschaft sowie die Finanzanlagen jeweils in Höhe von € 250.000,00 eliminiert.

Interessenausgleich und Sozialplan, beide zwischen der Kinnarps GmbH, der Kinnarps Worms Produktions GmbH sowie dem Betriebsrat am 17.05.2018 vereinbart und laufend bis zum 31.12.2020, wurden weitestgehend umgesetzt. Nach Beendigung der Produktionstätigkeiten zum 31.10.2018 wurde der Standort Mainzer Straße 183 in Worms im Mai 2019 komplett geschlossen und die Gebäude und Flächen an den Vermieter zurückgegeben. Mit dem Umzug der Verwaltung an den neuen Standort Lutherring 31 in Worms hat die erste Phase der Neuausrichtung des Unternehmens zu einer beratungsorientierten Vertriebsgesellschaft ihren Abschluss gefunden.

Bilanzierungsmethoden

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurden wie im letzten Jahr nach § 277 Abs. 1 HGB aufgestellt.

Das Anlage- und Umlaufvermögen, das Eigenkapital, die Schulden sowie die Rechnungsabgrenzungsposten wurden in der Bilanz gesondert ausgewiesen und hinreichend aufgegliedert.

Rückstellungen wurden nur im zulässigen Rahmen des § 249 HGB, Rechnungsabgrenzungsposten nur nach § 250 HGB gebildet. Haftungsverhältnisse im Sinne des § 251 HGB sind ggf. nachfolgend gesondert dargestellt.

Bewertungsmethoden

Allgemeines

Die Wertansätze der Eröffnungsbilanz des aktuellen Geschäftsjahres stimmen mit denen der Schlussbilanz des vorangegangenen Geschäftsjahres überein. Bei der Bewertung wurde von der Fortführung des Unternehmens ausgegangen. Die Vermögensgegenstände und Schulden wurden grundsätzlich einzeln bewertet. Es ist vorsichtig bewertet worden, namentlich sind alle vorhersehbaren Risiken und Verluste, die bis zum Abschlussstichtag entstanden sind, berücksichtigt worden, selbst wenn diese erst zwischen dem Abschlussstichtag und der Aufstellung des Jahresabschlusses bekannt geworden sind. Gewinne sind nur berücksichtigt worden, wenn sie bis zum Abschlussstichtag realisiert wurden. Aufwendungen und Erträge des Geschäftsjahres wurden unabhängig vom Zeitpunkt der Zahlung periodengerecht berücksichtigt.

Immaterielle Vermögensgegenstände

Die immateriellen Vermögensgegenstände betreffen im Wesentlichen entgeltlich erworbene Software-Lizenzen. Sie wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und gemessen an ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen vermindert bzw. auf ihren niedrigeren beizulegenden Wert abgeschrieben. Die Abschreibungsmethode ist linear und die Nutzungsdauer beträgt zwischen 1 und 3 Jahren.

Sachanlagen

Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens wurden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Geleistete Anzahlungen wurden mit ihren Anschaffungskosten bewertet.

Die Abschreibungen des beweglichen Anlagevermögens wurden nach der voraussichtlichen betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer und nach der linearen Methode vorgenommen. Die Jahresabschreibung wurde pro rata temporis berechnet. Die wirtschaftlichen Nutzungsdauern bemessen sich wie folgt:

Technische Anlagen und Maschinen 5 Jahre
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2 Jahre bis 10 Jahre

Geringwertige bewegliche Vermögensgegenstände mit Einzelanschaffungskosten zwischen € 150 bis € 1.000, ab 01.01.2018 zwischen € 250 bis € 1.000, werden als Sammelposten über 5 Jahre abgeschrieben.

Finanzanlagen

Finanzanlagen wurden zu Anschaffungskosten abzüglich der erforderlichen Abwertungen im Falle voraussichtlich dauernder Wertminderungen angesetzt.

Vorräte

Die Bewertung der Roh-, Hilfs-, und Betriebsstoffe erfolgte zu Anschaffungskosten bzw. zum niedrigeren Wert aus gleitendem Durchschnittspreis oder niedrigerem Marktpreis.

Nach Abschluss der ersten Phase der Neuausrichtung des Unternehmens mit Schließung der Produktion hat das Unternehmen keine Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe mehr vorrätig, einer Abwertung war daher zum Bilanzstichtag nicht notwendig (Vorjahr T€ 931).

Unfertige und fertige Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten angesetzt. Diese umfassen neben Materialkosten und Löhnen auch angemessene Anteile der Material- und Fertigungsgemeinkosten, der Kosten der allgemeinen Verwaltung sowie des Wertverzehrs des Anlagevermögens. Zinsen für Fremdkapital werden nicht in den Standardherstellungskosten berücksichtigt.

Handelswaren wurden zu Anschaffungskosten abzüglich etwaiger außerplanmäßiger Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Außerdem wurden angemessene Gängigkeitsabschläge vorgenommen.

Geleistete Anzahlungen wurden mit ihrem Nominalwert bewertet.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden grundsätzlich mit dem Nennbetrag angesetzt. Erkennbare Risiken wurden durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Für das allgemeine Ausfallrisiko wurde eine Pauschalwertberichtigung gebildet.

Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten

Die Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten wurden zu Nennwerten bewertet.

Rechnungsabgrenzungsposten

Rechnungsabgrenzungsposten sind zu Nennwerten bewertet.

Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital sowie das übrige Eigenkapital wurden zum Nennwert bilanziert.

Rückstellungen

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden gemäß des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) bewertet. Dabei wurden folgende Annahmen der Bewertung zugrunde gelegt:

Rechnungszinssatz p.a. 2,87 % (10-Jahres-Durchschnitt)
Rechnungszinssatz p.a. 2,09 % (7-Jahres-Durchschnitt)
Rententrend p.a. 2,00 %

Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden die "Richttafeln 2018 G" von Klaus Heubeck und zusätzlich für die Berechnung des Unterschiedsbetrags zwischen alten und neuen Rechnungsgrundlagen die "Richttafeln 2005 G" von Klaus Heubeck verwendet.

Die sonstigen Rückstellungen tragen allen erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen ausreichend Rechnung und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages unter Berücksichtigung erwarteter künftiger Preis- und Kostenänderungen angesetzt.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten wurden mit dem Erfüllungsbetrag ausgewiesen.

Währungsumrechnung

Geschäftsvorfälle in Fremdwährung wurden mit dem Kurs am Tage des Geschäftsvorfalls bewertet. Zum Jahresende werden Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung mit dem Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag bewertet.

Eine Änderung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt.

Angaben und Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

Finanzanlagen und Erträge aus Ergebnisabführungsverträgen

Zu den Finanzanlagen gehörte die Beteiligung an der Tochtergesellschaft:

Kinnarps Worms Produktions GmbH, Worms, 100 % der Anteile, Eigenkapital zum 31.08.2018 T€ 281.

Diese Gesellschaft wurde zum 01.09.2018 0 Uhr auf Ihre Muttergesellschaft Kinnarps GmbH verschmolzen, danach hat die Kinnarps GmbH keine Tochtergesellschaften mehr.

Bis zur vollzogenen Verschmelzung bestand mit der Tochtergesellschaft Kinnarps Worms Produktions GmbH ein Ergebnisabführungsvertrag.

Die Aufgliederung der in der Bilanz enthaltenen Posten des Anlagevermögens und deren Entwicklung ergeben sich aus dem Anlagenspiegel am Ende des Anhangs.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben, wie im Vorjahr, mit Ausnahme von Kautionen in Höhe von T€ 96 (Vorjahr T€ 98) eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.

Es bestehen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 6.106 (Vorjahr T€ 6.774).

Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten im Wesentlichen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 516 (Vorjahr T€ 596) und Forderungen aus Gewinnabführungsvereinbarungen in Höhe von T€ 0 (Vorjahr T€ 843). Gegenüber der Kinnarps Holding AB bestehen aus einem Cash Pool-Konto Forderungen in Höhe von T€ 1.813 (Vorjahr T€ 11.753). Der starke Rückgang erklärt sich durch geplante Sozialplanauszahlungen im Rahmen der Umstrukturierung.

Eigenkapital

Das Eigenkapital setzt sich zusammen aus dem gezeichneten Kapital in Höhe von T€ 15.000 (Vorjahr T€ 15.000), der Kapitalrücklage in Höhe von T€ 35.208 (Vorjahr T€ 35.208), dem Verlustvortrag in Höhe von T€ 44.472 (Vorjahr T€ 29.709) sowie dem Jahresüberschuss in Höhe von T€ 762 (Vorjahr Jahresfehlbetrag T€ 14.794).

Pensionsrückstellung

Auf Grund der Verschmelzung der Kinnarps Worms Produktions GmbH wurde die dort bestehende Rückstellung für Pensionen in Höhe von T€ 84 auf die Kinnarps GmbH übertragen.

Damit ergeben sich zum 31.08.2019 eine Rückstellung für Pensionen in Höhe von T€ 198. Diese liegt um T€ 22 unter dem Bewertungsansatz für Pensionsrückstellungen, der sich zum 31.08.2019 bei Anwendung des 7-Jahres-Durchschnittszinssatzes ergeben hätte (Unterschiedsbetrag).

Der Effekt (Unterschiedsbetrag) aus der Änderung des Abzinsungssatzes wurde im Finanzergebnis erfasst.

Der Unterschiedsbetrag zum 31.08.2019 in Höhe von T€ 22 unterliegt einer Ausschüttungssperre gemäß § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB n.F.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten Personalrückstellungen in Höhe von T€ 325 (Vorjahr T€ 582), eine Rückstellung für Restrukturierungskosten in Höhe von T€ 1.333 (Vorjahr T€ 1.815) und übrige Rückstellungen in Höhe von T€ 347 (Vorjahr T€ 854).

Die Rückstellung für Restrukturierungskosten wurde für noch offene Maßnahmen im Rahmen der Neuausrichtung der Gesellschaft gebildet. Der Großteil von T€ 1.054 (Vorjahr T€ 1.511) ist für Gehälter und Abfindungen für freigestellte Mitarbeiter vorgesehen. Ferner wurden T€ 279 für externe Unterstützung bzw. Beratung eingeplant.

Die übrigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für Gewährleistungen in Höhe von T€ 33 (Vorjahr T€ 331), für ausstehende Rechnungen in Höhe von T€ 135 (Vorjahr T€ 161), für Jahresbonuszahlungen an Kunden in Höhe von T€ 116 (Vorjahr T€ 134) sowie für sonstige Themen in Höhe von T€ 64 (Vorjahr T€ 228).

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betragen T€ 457 (Vorjahr T€ 1.761) und haben wie die sonstigen Verbindlichkeiten eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen belaufen sich im Berichtsjahr auf T€ 0 (Vorjahr T€ 11.250). Im Vorjahr resultierten diese in Höhe von T€ 11.216 aus dem Liefer- und Leistungsverkehr und in Höhe von T€ 34 aus einer Steuerorganschaft.

Latente Steuern

Der Berechnung wird ein Steuersatz von 30,93% zugrunde gelegt. Die aktiven latenten Steuern resultieren im Wesentlichen aus Bilanzierungsdifferenzen bei den Rückstellungen für Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen.

Aufgrund der Ausübung des dafür bestehenden Wahlrechts unterbleibt die Aktivierung latenter Steuern.

Umsatzerlöse

Die Aufstellung der Umsatzerlöse erfolgt nach § 277 Abs. 1 HGB.

Die Umsatzerlöse nach geographisch bestimmten Märkten lassen sich wie folgt aufgliedern:

Alle Werte
in T€
09/2018 bis 08/2019 09/2017 bis 08/2018
Inland - externe Kunden 39.367 53.686
Ausland - externe Kunden 27 108
Inland - verbundene Unternehmen 0 0
Ausland - verbundene Unternehmen 1.386 1.474
  40.780 55.268

Die Aufgliederung der Umsatzerlöse nach Produktgruppen stellt sich wie folgt dar:

Alle Werte
in T€
09/2018 bis 08/2019 09/2017 bis 08/2018
Umsatz Büromöbel 23.361 35.915
Umsatz Stühle 7.213 8.058
Umsatz Handelswaren und Dienstleistungen 10.205 11.295
  40.780 55.268

Die Umsatzentwicklung erklärt sich größtenteils durch die beschlossene Neuausrichtung des Unternehmens und liegt jedoch unter den Erwartungen.

Veränderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen

Aufgrund der Umstrukturierung der Gesellschaft und der damit verbundenen Schließung des Produktionsstandorts in Worms sind die Bestände an fertigen und unfertigen Erzeugnissen weiter deutlich gesunken, diese belaufen sich zum Bilanzstichtag auf T€ 490 (Vorjahr T€ 1.319). Dieser Bestandsrückgang wurde entsprechend mit T€ -828 in der Gewinn- und Verlustrechnung dargestellt.

Für das Vorjahr muss die Gesellschaft eine Berichtsanpassung vornehmen, seinerzeit wurde der Bestandsabbau fälschlicherweise mit umgekehrtem Vorzeichen dargestellt. Der korrigierte Ausweis in der Gewinn- und Verlustrechnung beläuft sich auf T€ -1.968. Eine analoge Gegenposition findet sich im Bereich des Materialaufwands, auch hier muss der Vorjahreswert entsprechend justiert werden.

Periodenfremde Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von T€ 446 (Vorjahr T€ 187) enthalten, die sich aus der Auflösung nicht benötigter Rückstellungen ergeben.

Materialaufwand

Der Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren sind aufgrund des Umsatzrückgangs auf T€ 19.681 gesunken. Wie oben bereits beschrieben, muss auch hier der Vorjahreswert adjustiert werden, dieser beläuft sich nun auf T€ 30.024.

Auch die Aufwendungen für bezogene Leistungen sind deutlich gesunken auf nunmehr T€ 3.290 (Vorjahr T€ 18.093). Allerdings waren im Vorjahr Aufwendungen für Toll Converter und Service Agreement in Höhe von T€ 15.074 enthalten, die die Tochtergesellschaft Kinnarps Worms Produktions GmbH der Kinnarps GmbH in Rechnung gestellt hat. Durch die Verschmelzung zum 01.09.2018 ist dieser Sachverhalt entfallen.

Personalaufwand

Der Personalaufwand der Gesellschaft beläuft sich im Geschäftsjahr auf T€ 9.756 (Vorjahr T€ 11.541). Der Rückgang ist zurückzuführen auf die Neuausrichtung des Unternehmens und dem damit verbundenen Personalabbau.

Sonstige betriebliche A ufw en d ungen

Auch die Sonstigen betrieblichen Aufwendungen konnten deutlich auf T€ 7.607 reduziert werden (Vorjahr T€ 10.041). Der Rückgang ist im Wesentlichen zurückzuführen auf geringere Logistikkosten (T€ -1.076) aufgrund des verminderten Umsatzes sowie auf die Reduktion der Restrukturierungskosten, die nicht von einer bestehenden Rückstellung gedeckt wurden (T€ -965).

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag belaufen sich im Berichtsjahr auf T€ 7. Der Vorjahresausweis wird angepasst auf T€ -24, da in dem vormals ausgewiesenen Wert ausländische Steuern in Höhe von T€ 6 enthalten waren (siehe auch "Sonstige Steuern").

Sonstige Steuern

Die Sonstigen Steuern belaufen sich auf T€ 7 nach T€ 6 im Vorjahr (Anpassung des Vorjahreswertes, siehe Erläuterung unter "Steuern vom Einkommen und vom Ertrag").

Außergewöhnliche Geschäftsvorfälle: Restrukturierung

Im Rahmen der Neuausrichtung der Gesellschaft wurde im Vorjahr eine Rückstellung für Restrukturierungskosten in Höhe von T€ 9.056 gebildet, hiervon waren T€ 7.170 für Personalmaßnahmen im Zuge der Schließung des Produktionsstandorts Worms und der Neuausrichtung der Gesellschaft vorgesehen. Im Berichtsjahr sind insgesamt Restrukturierungskosten in Höhe von T€ 9.279 angefallen, diese waren im Wesentlichen von der bestehenden Rückstellung abgedeckt. Daneben konnte die Gesellschaft aus der Veräußerung von Anlagevermögen und Mobiliar Erträge in Höhe T€ 618 erzielen. Zum Ende des Berichtsjahres kann festgehalten werden, dass die Personalmaßnahmen weitestgehend abgeschlossen sind. Mit einigen Mitarbeitern wurden Aufhebungsvereinbarungen unterzeichnet, diese finden spätestens zum 31.12.2020 ihren Abschluss.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Mit Vereinbarung vom 30.08.2011 hat die Kinnarps Holding AB einen Forderungsverzicht gegen Besserungsschein in Höhe von T€ 8.000 gegenüber der Kinnarps GmbH erklärt. Dieser Forderungsverzicht lebt nach Grund und Höhe in dem Umfang wieder auf, indem die Kinnarps GmbH in den 10 Geschäftsjahren ab dem 01.09.2011 Jahresüberschüsse erwirtschaftet, die den Verlustvortrag zum 31.08.2011 übersteigen. In gleicher Weise wurden von der Kinnarps Holding AB weitere Forderungsverzichte gegen Besserungsschein am 30.08.2013 in Höhe von T€ 3.400 und am 15.07.2014 in Höhe von T€ 4.000 erklärt. Am 26.06.2015 erfolgte ein Forderungsverzicht gegen Besserungsschein von der Kinnarps AB in Höhe von T€ 6.492.

Die Verpflichtungen aus Mietverträgen, Leasingverträgen und sonstigen Verträgen betragen T€ 1.706 (Vorjahr T€ 2.239), davon gegenüber verbundenen Unternehmen T€ 0 (Vorjahr T€ 303). Die Fristigkeit dieser Verpflichtungen ist der folgenden Tabelle zu entnehmen.

Alle Werte
in €
Gesamtbetrag Fällig <= 1 Jahr Fällig >1 Jahr und <= 5 Jahre Fällig >5 Jahre
Mietverpflichtungen 977.779 614.212 363.567 0
davon gegenüber verbundenen Unternehmen 0 0 0 0
Leasing- und sonstige Verpflichtungen 727.871 395.664 332.207 0
Gesamtsumme 1.705.650 1.009.876 695.774 0

Dem Risiko einer längerfristigen Vertragslaufzeit stehen Vorteile in Form einer höheren Planungssicherheit sowie einer Minimierung der Kapitalbindung entgegen.

Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen

Umsatzerlöse/Erträge und Aufwendungen mit nahestehenden Unternehmen wurden mit und zwischen mittel- oder unmittelbar in 100%-igem Anteilsbesitz stehenden in den Konzernabschluss der Kinnarps Holding AB einbezogenen Unternehmen getätigt. Erträge und Aufwendungen mit nahestehenden natürlichen Personen wurden im Geschäftsjahr nicht getätigt.

Geschäftsführung

Als Geschäftsführer der Gesellschaft waren bestellt:

Sebastian Groesslhuber, Frankfurt am Main, Deutschland, bis 30.04.2019

Robert Petersson, Bankeryd, Schweden, seit 26.03.2019

Bezüglich der Angaben zu den Bezügen nach § 285 Nr. 9 a HGB wurde von der Schutzklausel nach § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht.

Gesamthonorar des Abschlussprüfers

In der Gesellschafterversammlung vom 30.01.2019 wurde beschlossen, die PricewaterhouseCoopers GmbH mit der Durchführung der Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts zu beauftragen. Mit Schreiben vom 28.08.2019 hat die PricewaterhouseCoopers GmbH diesen Auftrag angenommen. Unter Bezugnahme auf § 288 HGB wird auf die Angabe des Gesamthonorars für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts verzichtet.

Gesellschafterin/Mutterunternehmen

Zum Ablauf des 31.08.2018 hat die Firma Kinnarps Holding AB ihre Anteile an der Kinnarps GmbH an ihre Tochtergesellschaft Kinnarps AB verkauft. Damit wurde die Firma Kinnarps AB mit Sitz in Falköping/Kinnarp, Schweden, alleinige Gesellschafterin der Kinnarps GmbH. Die Kinnarps GmbH ist weiterhin in den Konsolidierungskreis der Kinnarps Holding AB einbezogen. Diese stellt den kleinsten und den größten Konsolidierungskreis auf.

Der Konzernabschluss der Kinnarps Holding AB ist unter https://foretagsfakta.bolagsverket.se/ erhältlich.

Mitarbeiter

Im Jahresdurchschnitt beschäftigte die Gesellschaft 118 (Vorjahr 136) Mitarbeiter, wobei 1 Mitarbeiter (Vorjahr 1) der Geschäftsführung, 78 (Vorjahr 85) dem Vertrieb, 26 (Vorjahr 32) der Verwaltung, 3 (Vorjahr 3) der Logistik und 10 (Vorjahr 15) dem Bereich Operations angehörten.

Ereignisse nach dem Abschlussstichtag

Nach dem Bilanzstichtag ist es zu keinen Ereignissen mit wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage gekommen.

Vorschlag zur Verwendung des Ergebnisses

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss des Berichtsjahres auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Worms, den 14. Januar 2020

Robert Petersson

Entwicklung des Anlagevermögens 2018/2019

Anschaffungs- oder Herstellungskosten
01.09.2018
Zugänge
Abgänge
A. Anlagevermögen      
I. Immaterielle Vermögensgegenstände      
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 800.442,95 7.000,00 314.077,60
  800.442,95 7.000,00 314.077,60
II. Sachanlagen      
1. Technische Anlagen und Maschinen 1.351.450,76 0,00 1.351.450,76
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.368.465,43 201.842,99 803.481,81
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 41.388,87 0,00 0,00
  2.761.305,06 201.842,99 2.154.932,57
III. Finanzanlagen      
Anteile an verbundenen Unternehmen 250.000,00 0,00 250.000,00
  250.000,00 0,00 250.000,00
  3.811.748,01 208.842,99 2.719.010,17
Anschaffungs- oder Herstellungskosten
Umbuchung
31.08.2019
A. Anlagevermögen    
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 493.365,35
  0,00 493.365,35
II. Sachanlagen    
1. Technische Anlagen und Maschinen 0,00 0,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 41.388,87 808.215,48
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau -41.388,87 0,00
  0,00 808.215,48
III. Finanzanlagen    
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00
  0,00 0,00
  0,00 1.301.580,83
Abschreibungen
01.09.2018
Zugänge
Abgänge
31.08.2019
A. Anlagevermögen        
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 757.269,86 37.671,15 314.009,39 480.931,62
  757.269,86 37.671,15 314.009,39 480.931,62
II. Sachanlagen        
1. Technische Anlagen und Maschinen 1.096.317,04 47.262,69 1.143.579,73 0,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.033.970,34 116.577,67 623.789,20 526.758,81
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
  2.130.287,38 163.840,36 1.767.368,93 526.758,81
III. Finanzanlagen        
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
  0,00 0,00 0,00 0,00
  2.887.557,24 201.511,51 2.081.378,32 1.007.690,43
Bilanzwerte
31.08.2019
31.08.2018
A. Anlagevermögen    
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 12.433,73 43.173,09
  12.433,73 43.173,09
II. Sachanlagen    
1. Technische Anlagen und Maschinen 0,00 255.133,72
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 281.456,67 334.495,09
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 41.388,87
  281.456,67 631.017,68
III. Finanzanlagen    
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 250.000,00
  0,00 250.000,00
  293.890,40 924.190,77

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Kinnarps GmbH, Worms

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Kinnarps GmbH, Worms, - bestehend aus der Bilanz zum 31. August 2019 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. September 2018 bis zum 31. August 2019 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Kinnarps GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. September 2018 bis zum 31. August 2019 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. August 2019 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. September 2018 bis zum 31. August 2019 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Mannheim, den 14. Januar 2020

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

ppa. Stefan Sigmann, Wirtschaftsprüfer

ppa. Martin Knoll, Wirtschaftsprüfer

Der Jahresabschluss zum 31. August 2019 wurde am 17. März 2020 festgestellt.

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