Stammdaten

Register
Amtsgericht Würzburg HRB 15575
Vorher
YAVEON GmbH
Eingetragen
16.3.2021
Branche
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieErbringung von sonstigen Dienstleistungen der InformationstechnologieUnternehmensberatung
Gegenstand
Die Erbringung von Beratungsleistungen, insbesondere in den Bereichen Prozess-, Supply-Chain- sowie IT-Management -Durchführung von IT-Projekten, insbesondere ERP-Projekte - Wartung und Pflege von IT-Systemen - Erstellung von Softwareapplikationen, insbesondere für Business-Anwendungen - Durchführung von Seminaren und Schulungen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Prokura
Prokura
Sophie Sabine Braun
seit 7.5.2026
Prokura
Nils Mandler
seit 6.4.2021
Prokura
York Braune
seit 16.3.2021
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

Identifizierte Personen (4)

NameAnteil
1.80%
1.20%
0.00%

Ungelöste Beteiligungen (3)

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Veo Invest GmbH
Germany
600.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

YAVEON GmbH

Würzburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2024 bis zum 31.12.2024

LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2024

YAVEON GMBH, WÜRZBURG

Grundlagen des Unternehmens

Geschäftsmodell des Unternehmens

Die YAVEON GmbH (im Folgenden YAVEON) bietet ganzheitliche Beratungs- und Softwarelösungen für Unternehmen aus den Industriesegmenten Pharmazie, Chemie, Kosmetik, MedTech, Biotech und Food an. YAVEON konzentriert sich auf Microsoft-Technologien und auf Methoden und Software, die den Kunden helfen, dauerhaft effizient und erfolgreich zu sein: Die Leistungen beginnen mit ganzheitlichem Denken zur Bewertung von Verbesserungspotentialen, der Unterstützung bei der Definition von Zielen, Strukturen und Geschäftsmodellen und setzen Potentiale in reinen Beratungs- oder in IT-Projekten um. Bei höchster Qualität realisiert YAVEON Projekte im ERP, CRM, ECM und Power Platform Umfeld. Als Mehrwert bietet YAVEON seinen Kunden, zusätzlich zur Softwareimplementierung, Validierungs- sowie Digitalisierungsberatung an.

Die Geschäftsbereiche von YAVEON gliedern sich wie folgt:

ERP (Enterprise Ressource Planning) auf Basis von Microsoft Dynamics Business Central: Produktentwicklung, Implementierung und Bestandskundenbetreuung mit Supportleistungen;

Microsoft Power Platform: Abbildung von Workflows mit Unterstützung von sogenannten „Low-Code“ und „No-Code“- Microsoft-Software Lösungen sowie BI (Business Intelligence) zur Datenmodellierung und Datenvisualisierung; und

ECM (Enterprise Content Management) mit den Leistungsangeboten der Beratung und Implementierung von Dokumentenmanagementsystemen sowie der Beratung und Implementierung von Qualitätsmanagement-Systemen.

YAVEON verfügt über zahlreiche eigene Lösungen (intellectual property, „IP“), die im Wesentlichen funktionale Veredelungen von Microsoft-Lösungen darstellen, und somit ein hohes Maß an internationaler Einsetzbarkeit und Investitionssicherheit aufweisen. Die Lösungen sind im und für das Microsoft Ecosystem entwickelt und von Microsoft als solche geprüft und anerkannt. Sie werden zudem durch entsprechende Lösungspartner im In- und Ausland vertrieben. YAVEON hat sich auf Produktentwicklungen mit Fokus auf Prozess-, Dokumenten-, Workflow- und QM-Integration spezialisiert. Die YAVEON und dessen QM-System und IP-Lösungen bestehen regelmäßig die Prüfung in Form von Audits nach internationalen GMP-Richtlinien (Good Manufacturing Practice) der regulierten Industrie. Ein wesentliches Alleinstellungsmerkmal von YAVEON ist somit die regelmäßig nachgewiesene Compliance zu vielerlei regulatorischen Anforderungen aus den genannten Branchensegmenten sowie die Beratung im Themenfeld „Validierung von Systemen im regulierten Umfeld“. Auch Industrien, in denen die formelle Validierung nicht nötig ist, setzen auf das Konzept von YAVEON, Systemerneuerungen mit sehr hohem Prozessbezug durchzuführen.

Organisatorische Strukturen und Standorte

Am 16. November 2023 erwarb ein Volpi-Capital Investmentvehikel, VOY Invest GmbH (vormals Optus 928. GmbH) mit Sitz in Frankfurt am Main sämtliche Anteile an der VEO Holding GmbH (die oberste unmittelbare deutsche Muttergesellschaft der YAVEON GmbH).

Die YAVEON GmbH verfügt über eine 100%-ige Beteiligung an der Yaveon AG in der Schweiz. Zum 1. Januar 2024 wurde die im Geschäftsjahr 2022 gekaufte 100% Tochtergesellschaft OctoCon GmbH (vormals OctoCon AG) mit der YAVEON verschmolzen. Vorjahreswerte stellen die damals alleinstehende YAVEON dar. Am 23. Oktober 2024 wurde die neue Tochtergesellschaft YAVEON Inc. in den USA gegründet.

VOY Invest GmbH
100
%
Veo Holding
100
%
Veo Invest GmbH
100 %
YAVEON GmbH
100 % 100 %
YAVEON AG (Switzerland) YAVEON Inc.

Der Standort Würzburg dient als Hauptsitz von YAVEON. Außerdem führt YAVEON Standorte in Dortmund, Winterlingen und Freiburg. Im Geschäftsjahr 2024 hatte die Belegschaft von YAVEON eine Gesamtanzahl von 191 Mitarbeitern (bezogen auf Jahresdurchschnittswerte; Vj. 148).

Absatzmärkte

YAVEON bedient mittelständische Unternehmen in den Industriesegmenten Pharmazie, Chemie, Kosmetik, MedTech, Biotech und Food. Hierbei gliedert sich das Geschäft von YAVEON in zwei wesentliche Stränge: Einerseits das eigene Projektgeschäft, in dem YAVEON den kompletten Prozess von der Kundenakquise bis hin zur Softwareeinführung mit eigenen Mitarbeitern durchführt und andererseits die weltweite Vermarktung der YAVEON-Softwarelösungen durch ein qualifiziertes internationales Partnernetzwerk.

Ziele und Strategie

YAVEON will seine Position als innovativer, nachhaltiger und verlässlicher Beratungs- und IT-Partner der Life-Sciences-Industrie mit Schwerpunkt auf Microsoft-Technologie weiter ausbauen. YAVEON will seinen Marktanteil sowohl in Deutschland und Schweiz durch die Tochtergesellschaft als auch international über das Partnernetzwerk und neue Tochterunternehmen vergrößern. Microsoft als weltweit größtes IT-Unternehmen mit derzeit starkem Innovationszuwachs, vorwiegend in Plattform- und Lösungsintegration in der SaaS („Software as a Service“), unterstützt hier die YAVEON-Strategie.

YAVEON legt seinen Fokus auf die Realisierung wiederkehrender Einnahmen in den Bereichen SaaS, Wartung und Subskription. Der Anteil wiederkehrender Einnahmen am Gesamtumsatz wird in den kommenden Jahren dabei einen bedeutenden Anteil annehmen. Wesentlicher Treiber dieser Entwicklung soll der Anstieg der eigenen IP sein. Hierzu wurde bereits im abgelaufenen Geschäftsjahr verstärkt am Ausbau des Partnernetzwerkes gearbeitet, um das zukünftige Wachstum der eigenen IP anzutreiben. Der Markt im deutschsprachigen Raum geht vermehrt von traditionellen, lokal installierten Softwarelösungen hin zu SaaS-Installationen. YAVEON konnte im Geschäftsjahr 2024 fast ausschließlich neue SaaS-Kunden gewinnen, was die klare Bestätigung dieses Trends darstellt.

Inhaltlich fordert der Markt Informationen sowohl in- und außerhalb eines ERP zu organisieren als auch systematisch und intelligent zu verarbeiten. Dabei ist ein ERP meist das dominierende System, mit dem die Kunden häufig weitere Anwendungen koppeln. Dies können neben CRM, Power Platform, Auswertungs-Tools (BI) oder ECM-Systemen (Enterprise Content Management) auch KI-Programme (Künstliche Intelligenz) sein. YAVEON ist hierin mit seinem bestehenden Portfolio bereits gut positioniert wird aber neben dem ERP-Bereich vor allem den zukunftsträchtigen Bereich der Low- bzw. No-Code Software und den Bereich der KI-Software auf Basis der Microsoft Azure Plattform weiter ausbauen.

Neben der Entwicklung und Vermarktung von eigenen Softwareprodukten ist auch der weitere Ausbau des eigenen Projektgeschäfts im DACH-Raum eine wichtige strategische Säule von YAVEON. Einer der wichtigsten Faktoren, um das angestrebte Wachstum in diesem Bereich zu erreichen, liegt darin die erforderlichen Mitarbeiter (Berater und Softwareentwickler) zu finden, zu entwickeln und an das Unternehmen zu binden. Ein wichtiger Grundstein hierfür wurde Anfang 2023 mit der Gründung der YAVEON Talent Academy gelegt. Über die Academy ist es YAVEON bereits gelungen viele neue Mitarbeiter zu gewinnen und das Employer Branding signifikant zu steigern. Diese Erfolgsgeschichte wird in den nächsten Jahren strategisch weiterfolgt und weiter ausgebaut.

2. Wirtschaftsbericht

2.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Das Bruttoinlandsprodukt in Deutschland lag 2024 bei 4,31 Billionen Euro und verzeichnete damit einen Rückgang von 0,2% gegenüber dem Vorjahr. 1*) https://www.destatis.de/DE/Themen/Wirtschaft/Volkswirtschaftliche-Gesamtrechnungen-Inlandsprodukt/Tabellen/bip-bubbles.html (Abruf: 24.02.2025)

Die Inflationsrate gemessen an der Veränderung des Verbraucherpreisindex lag durchschnittlich bei 2,2%. 2*) https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2025/01/PD25_020_611.html (Abruf: 24.02.2025)

Die stärksten Industriesegmente der YAVEON entwickelten sich in der Folge der vielen gesamtwirtschaftlichen Veränderungen im Markt unterschiedlich:

Im Jahr 2024 konnte die chemisch-pharmazeutische Industrie in Deutschland einen langsamen Wachstumstrend vorweisen. 3*) https://www.vci.de/die-branche/wirtschaftliche-lage/konjunktur-aktuell-business-worldwide.jsp (Abruf: 24.02.2025)

Die chemisch-pharmazeutische Industrie in Deutschland hatte zum zweiten Quartal in 2024 einen Rückgang der Umsätze um rund 1,1%, was einem Gesamtumsatz von 53,8 Milliarden Euro entspricht. 4*) https://www.bpi.de/index.php?eID=dumpFile&t=f&f=81021&token=c94916c479598c5343e03f0f9ab7cebb46f9d64a (Abruf: 24.02.2025)

Aufgrund verschlechterter Standortfaktoren, großer wirtschaftspolitischer Unsicherheiten und einer steigenden Bürokratiebelastung, erleidet die Ernährungsindustrie im Jahr 2024 Umsatzverluste. Die Industrie hat einen Umsatz von 232,8 Milliarden Euro im Jahr 2024 erwirtschaftet und verzeichnete dabei einen Rückgang um 0,6% des preisbereinigten Umsatzes gegenüber dem Vorjahr. 5*) https://www.ernaehrungsindustrie.de/pressemitteilung/bve-jahresschaetzung-2024-deutsche-ernaehrungsindustrie-unter-druck/ (Abruf: 24.02.2025)

Branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die Informationstechnik hatte seit 2009 - außer im Jahr 2020 bedingt durch die Corona-Pandemie - ein positives jährliches Wachstum. Für das Jahr 2025 im Bereich der Informationstechnik in Deutschland wird ein Wachstum gegenüber dem Vorjahr um 5,9% auf 158,5 Milliarden Euro erwartet. 6*) https://www.bitkom.org/Marktdaten/ITK-Konjunktur/ITK-Markt-Deutschland (Abruf: 24.02.2025)

Auf der Kostenseite ist der Fachkräftemangel eine der größten Herausforderungen der IT-Dienstleistung. So blieben im abgelaufenen Geschäftsjahr 149.000 Stellen unbesetzt. 7*) https://t3n.de/news/it-fachkraeftemangel-firmen-politik-1672416/ (Abruf: 24.02.2025)

Das SaaS-Geschäft ist ein wesentlicher Treiber des Wachstums in dem Umfeld. Für das Jahr 2025 ist eine SaaS-Umsatzwachstum von 19,2% prognostiziert. 8*) https://de.statista.com/statistik/daten/studie/1128256/umfrage/prognose-zur-wachstumsrate-des-saas-umsatzes-weltweit/ (Abruf: 24.02.2025)

2.2. Geschäftsverlauf

Die Umsatzerlöse erhöhen sich im Vorjahresvergleich um ca. 32% auf TEUR 30.185. Der Vorjahreswert beinhaltet nicht das zum 1. Januar 2024 verschmolzenen Tochterunternehmen, Octocon GmbH. In 2023 hatte Octocon GmbH Umsatzerlöse i.Hv. TEUR 3.283 und ein Jahresergebnis von EUR 0 erwirtschaftet.

Die YAVEON hat mit der Muttergesellschaft, VEO Invest GmbH, einen Ergebnisabführungsvertrag abgeschlossen. Entsprechend wurden Aufwendungen aus Gewinnabführung i. H. v. TEUR 3.443 (Vj. TEUR 836) und ein Jahresergebnis von EUR 0 (Vj. EUR 0) bilanziert.

2.3. Ertragslage

Die Umsatzerlöse lagen im Jahr 2024 bei TEUR 30.185 (Vj. TEUR 22.954).

Die Herstellkosten beinhalten Warenaufwand, direkte Personalkosten und Abschreibungen auf selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände. Die Herstellkosten liegen mit TEUR 18.010 umsatzbedingt 30 % über dem Niveau des Vorjahres (Vj. TEUR 13.827).

Das Bruttoergebnis liegt bei TEUR 12.175 (Vj. TEUR 9.127) unter Berücksichtigung einer Bestandsminderung von TEUR 1.792 (Vj. Bestandsminderung TEUR 885) und anderer aktivierter Eigenleistungen von TEUR 167 (Vj. TEUR 199). Die Bestandsveränderung ist durch die Abgrenzung der Werksverträge bedingt. Die Bruttomarge liegt bei 40% (Vj. 40%).

Die Vertriebskosten beinhalten Vertriebs-, Werbe- und Marketingkosten und Abschreibung auf Anlagevermögen und betragen TEUR 3.450 (Vj. TEUR 3.263), welche wiederrum im Wesentlichen aus Personalaufwendungen bestehen und somit durch Provisionierung und Mitarbeiteranzahl Steigerungen bedingt sind. Davon beliefen sich die Abschreibung auf Anlagevermögen auf TEUR 13 (Vj. TEUR 14).

Die allgemeinen Verwaltungskosten, die im Wesentlichen aus Personalkosten, sonstige Verwaltungskosten und Abschreibung auf Anlagevermögen (TEUR 145) bestehen, sind aufgrund inflations- und wachstumsbedingter Kostensteigerungen sowie die Verschmelzung von TEUR 5.152 auf TEUR 6.865 gestiegen.

Das Betriebsergebnis (EBIT) belief sich auf TEUR 2.875 (Vj. TEUR 1.566). Die Marge bezogen auf die Umsatzerlöse betrug 9,5% (Vj. 6,8%). Insgesamt konnte ein Jahresergebnis (vor Ergebnisabführung) von TEUR 3.443 (Vj. TEUR 836) erzielt werden.

2.4. Finanzlage

Im Geschäftsjahr ist der Finanzmittelfonds von TEUR 1.504 auf TEUR 2.411 gestiegen.

Kapitalflussrechnung (DRS 21) indirekte Ermittlungsmethode 2024
TEUR
2023
TEUR
Jahresüberschuss 0 0
Cash-flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 4.554 2.190
Cash-flow aus der Investitionstätigkeit -845 -3.855
Cash-flow aus der Finanzierungstätigkeit -2.801 -174
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds -907 -1.839
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 2.411 1.504

Der Cash-flow aus der Investitionstätigkeit ist im Wesentlichen auf Einzahlungen (TEUR 300) bzw. Auszahlungen (TEUR 1.000) für Investitionen in das Finanzanlagen und die Aktivierung der selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände (Entwicklungskosten) in Höhe von TEUR 167 zurückzuführen. Investitionen sind im abgelaufenen Geschäftsjahr im Bereich der entgeltlich erworbenen Konzessionen für EDV-Software und ähnlicher Rechte mit TEUR 326 (Vj. TEUR 53) sowie Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung mit TEUR 242 (Vj. TEUR 24) erfolgt.

Die Eigenkapitalquote liegt bei 19% (Vj. 22%) und die Fremdkapitalquote bei 81% (Vj. 78%)

2024
TEUR
2023
TEUR
Eigenkapital 2.640 2.640
Fremdkapital 11.006 9.260

2.5. Vermögenslage

Das Anlagevermögen erhöhte sich im abgelaufenen Geschäftsjahr von TEUR 5.833 auf TEUR 6.354, im Wesentlichen auf Grund der Anstieg in sonstige Intercompany Ausleihungen von TEUR 4.203 auf TEUR 5.522. Ein gegenläufiger Effekt war auf Grund der Entscheidung im Jahr 2024, die OctoCon und die YAVEON zu verschmelzen. Verschmelzung der Anteile der OctoCon GmbH i.H.v. TEUR 1.147 wurde durch Saldenübernahme vorgenommen. Die YAVEON Schweiz hat im Jahr 2024 TEUR 300 der sonstigen Ausleihung zurückbezahlt. Die Bewertung der in den Vorjahren wertberichtigten Ausleihung an der YAVEON Schweiz war mit TEUR 552 (V.J. TEUR 552) unverändert, und die Rückzahlung wurde als Ertrag aus Zuschreibung des Finanzanlagevermögen bilanziert.

Die Vorräte in Höhe von TEUR 285 (Vj. TEUR 48) setzen sich aus unfertigen Leistungen in Höhe von TEUR 5.367 (Vj. TEUR 3.772) und Waren in Höhe von TEUR 218 (Vj. TEUR 22), abzüglich erhaltener Anzahlungen in Höhe von TEUR 5.300 (Vj. TEUR 3.746) zusammen. Die unfertigen Leistungen resultieren im Wesentlichen aus der Umsatzabgrenzung von langfristigen und über den Stichtag hinaus gehenden ERP-Implementierungsprojekten.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betragen TEUR 3.278 (Vj. TEUR 2.340).

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen von TEUR 167 (Vj. TEUR 772) entfallen im Wesentlichen auf die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen die YAVEON Schweiz.

Das Eigenkapital besteht aufgrund der Ergebnisabführung weiterhin i. H. v. TEUR 2.640. Die Eigenkapitalquote bleibt damit wie im Vorjahr 19% (Vj. 22%).

Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 2.387 (Vj. TEUR 1.674) bestehen im Wesentlichen aus Rückstellungen für Verpflichtungen aus dem Personalbereich, insbesondere aus Rückstellungen für variable Gehaltsbestandteile.

Die den Vorratsbestand übersteigenden erhaltenen Anzahlungen in Höhe von TEUR 4.582 (Vj. TEUR 3.477) wurden unter den Verbindlichkeiten ausgewiesen.

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind auf Grund des geschäftlichen Wachstums auf TEUR 1.587 gestiegen (Vj. TEUR 986). Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen hat sich von TEUR 1.217 auf TEUR 1.204 leicht gemindert.

Der Passive Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von TEUR 932 (Vj. TEUR 1.061) beinhaltet periodengerecht abgegrenzte Wartungserlöse für eigene YAVEON IP.

2.6. Finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren

Der wesentliche finanzielle Leistungsindikator, der Basis für die Steuerung des Unternehmens und der variablen Vergütung ist, ist das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen ohne die Berücksichtigung von aktivierten Eigenleistungen, Effekten aus der Umsatzabgrenzung und von Sachverhalten einmaliger, nicht wiederholender Art (adj. EBITDA). Das adj. EBITDA betrug TEUR 5.112 (Vj. TEUR 3.869).

Betrag
in TEUR
Betriebsergebnis 2.874
Sonstige Steuern -17
Abschreibungen 453
EBITDA 3.311
Umsatzabgrenzung 1.773
Aktivierte Eigenleistungen -167
Sachverhalt einmaliger Art 195
Adj. EBITDA 5.112

Des Weiteren gibt es eine Reihe von weiteren Leistungskennzahlen zur Steuerung der Profitabilität wie bspw. Fakturierquoten oder Servicemargen, mit denen das Management das Unternehmen operativ steuert. Diese werden über das eigene BI-System oder Reports zur Verfügung gestellt. Die Entwicklung der Kennzahlen wird in regelmäßigen Abständen durch das Management überprüft.

2.7. Vorjahresvergleich

Im Lagebericht des vergangenen Jahres hat die Geschäftsführung ein Umsatzwachstum und eine Ergebnissteigerung (adj. EBITDA) erwartet und entsprechend budgetiert. Die Ziele für diese beiden Leistungsindikatoren, Umsatzerlöse und adj. EBITDA, wurden unter Berücksichtigung der Umsatzabgrenzung und Verschmelzung von Octocon um 4% bzw. 22% übertroffen, und damit, aus Sicht der Geschäftsführung, hat die YAVEON ein erfolgreiches Jahr abgeschlossen.

Prognosebericht

Da die folgenden Planungen und Erwartungen zukunftsbezogene Aussagen sind, wird darauf hingewiesen, dass die tatsächlichen Ergebnisse von den Erwartungen über die voraussichtliche Entwicklung abweichen können.

Die Unternehmensleitung sieht mit Zuversicht auf das Jahr 2025 und prognostiziert eine nachhaltig positive Geschäftsentwicklung, die sich in einer deutlichen Steigerung der Umsatzerlöse widerspiegelt. Diese positive Entwicklung wird durch verstärkte Investitionen in Produktentwicklung, Marketing und Mitarbeiterausbildung unterstützt, wobei durch diese Investitionen eine moderat steigende adj. EBITDA-Entwicklung erwartet wird.

Chancen- und Risikobericht

4.1. Chancen

Aktuell betreffen Marktentwicklungen im IT-Umfeld insbesondere den Wechsel von lokalen „On Premise" Software-Installationen zu SaaS. Auf diesen Trend hat YAVEON bereits vor Jahren reagiert, indem hohe Investitionen in SaaS-Softwarelösungen getätigt wurden. Die YAVEON-Lösungen sind in der Cloud verfügbar und werden bereits in nationalen und internationalen Projekten erfolgreich eingesetzt. Nichtsdestotrotz werden die Produkte laufend weiterentwickelt und auf die Weiterbildung der Mitarbeiter großen Wert gelegt, um auch zukünftig im Wettbewerb bestehen zu können bzw. den Wettbewerbsvorteil weiter auszubauen.

SaaS-Anwendungen bieten große Möglichkeiten für Unternehmen ihre Wettbewerbsfähigkeit zu steigern, neue Geschäftsfelder schnell und kostengünstig zu etablieren sowie Kosten und Risiken zu minimieren. In den nächsten Jahren werden sehr viele Bestands- bzw. potenzielle Neukunden bei Investitionsentscheidungen einen Einsatz in SaaS-Lösungen abwägen und dort investieren. Dies reduziert Risiken in der Infrastrukturbereitstellung und -absicherung, sodass die YAVEON bei niedrigeren Technologieanforderungen mehr Projekte realisieren kann. Von daher wird langfristig das Geschäftsfeld der YAVEON sehr positiv bewertet.

In den Absatzmärkten der YAVEON bedarf es noch weiterer IT-Investitionen im Rahmen der Digitalisierung. Deutschland liegt im internationalen Wettbewerb im Bereich Digitalisierung im Mittelfeld (Rang 23 von 67). 9*) https://de.statista.com/statistik/daten/studie/1284906/umfrage/laenderranking-zur-digitalen-wettbewerbsfaehigkeit-weltweit/:~:text=L%C3%A4nderranking%20zur%20digitalen%20Wettbewerbsf%C3%A4higkeit%20

weltweit%202023&text=Im%20Jahr%202023%20war%20die,86%20Punkten%20den%2023%20Platz (Abruf: 24.02.2025)

Für die zukünftigen Anforderungen an das digitale Zeitalter belegt Deutschland im internationalen Vergleich Rang 9 von 133 und ist damit weiterhin gut gerüstet. 10*) https://networkreadinessindex.org/countries/#ranking-wrapper (Abruf: 24.02.2025)

4.2. Risiken

Auch wenn viele Chancen im Markt bestehen, ist auch YAVEON vor operativen Risiken nicht gefeit. Die erweiterte Geschäftsführung tagt regelmäßig und die Ergebnisse und Beschlüsse werden entsprechend dokumentiert. Im Zuge dessen wird in regelmäßigen Abständen die mittelfristige Auftragsentwicklung erörtert und anhand der Auftragssituation und der Verkaufschancen beurteilt.

Zum Abschluss eines jeden Monats wird für jede Gesellschaft ein Monatsabschluss erstellt, der in Verbindung mit dem Vertriebscontrolling (bereitgestellt in einem Vertriebsportal) und der rollierenden Auftrags- und Projektplanung zeitnah Umsatz- und Ergebnisrisiken erkennen lässt. Zusätzlich erfolgt auf operativer Ebene ein dediziertes Projektcontrolling, um mögliche Risiken in Projekten frühzeitig zu erkennen und bei Bedarf entsprechende, risikominimierende Maßnahmen einzuleiten.

Das beschriebene Procedere schließt alle operativ tätigen Konzerngesellschaften mit ein, wobei die Tochtergesellschaft in der Schweiz zusätzlich über einen eigenen Verwaltungsrat verfügt, der das vorhandene Risiko des Gesamtengagements überwacht. Die Ergebnisse der monatlichen Managementberichte fließen neben weiteren Informationen in den Managementbericht für den (nicht weisungsbefugten) Beirat ein.

Die nachfolgenden Effekte aus der Corona-Pandemie und dem Russland-Ukraine Krieg, u.a. Inflation, Zinssatz-Steigerungen und eine eventuelle Rezession könnten zu Investitionsverschiebungen, Kostensteigerungen und Umsatzschwankungen führen. Das Geschäft ist generell abhängig von Investitions- und Innovationszyklen der Kunden, die die YAVEON nicht direkt beeinflussen kann, ebenso wenig wie konjunkturell bedingte Nachfrageschwankungen, die allerdings die in den konsumorientierten Branchen (v.a. Pharmazie, Lebensmittel und Kosmetik) weniger Einfluss haben.

Neben einer Vielzahl kleinerer, oft lokaler ERP-Anbieter sind die Hauptwettbewerber im Zielmarkt SAP und wenige Microsoft Partner, die wie auch YAVEON auf die Microsoft ERP Plattform „Dynamics 365“ setzen. Vor allem im DACH-Raum begegnet YAVEON im Wettbewerb noch branchenspezifischen Anbietern mit proprietären Systemen wie z.B. Infor, GUS und CSB.

Grundsätzlich ist das Risiko der Umsatzabhängigkeit von wenigen großen Kunden gering, da der Umsatzanteil der Top 10 Debitoren bereits heute nur ca. 31% (Vj. 27%) des Gesamtumsatzes beträgt.

Mit dem Schwerpunkt der YAVEON auf die Microsoft-Technologie geht jedoch zugleich eine hohe Abhängigkeit vom Erfolg von Microsoft als Hauptlieferant einher.

Eine der großen Herausforderungen bleibt zudem der Fachkräftemangel im Dienstleistungsbereich und für YAVEON insbesondere im Bereich der IT-Branche. Folglich stuft die Geschäftsführung der YAVEON die Mitarbeiterrekrutierung und die Mitarbeiterfluktuation als größtes operatives Risiko ein.

Auf diesen Trend hat YAVEON bereits mit dem Start der YAVEON Talent Academy 2023 reagiert, um den Dienstleistungsbereich mit hochwertig ausgebildeten Consultants oder Developern zu verstärken.

4.3. Risikoberichterstattung in Bezug auf die Verwendung von Finanzinstrumenten

YAVEON verfügt über ein zentrales Finanzmanagement, das für die deutsche sowie die Schweizer Liquiditätssteuerung zuständig ist. Ziel des Finanz- und Risikomanagements ist die Absicherung des Unternehmenserfolges gegen finanzielle Risiken jeglicher Art, wobei eine konservative Risikopolitik verfolgt wird. Zur Absicherung gegen das Liquiditätsrisiko und zur Aufrechterhaltung der jederzeitigen Zahlungsfähigkeit wird der Liquiditätsstatus wöchentlich berichtet. Kreditlinien in Höhe von EUR 14,5 Mio. wurden im Jahr 2023 auf Ebene einer oberen Muttergesellschaft vereinbart.

YAVEON ist kaum Währungsrisiken ausgesetzt, da der Wertschöpfungsprozess im Wesentlichen in der Währung Euro stattfindet. In der Regel finden Geschäftsaktivitäten in Fremdwährungen lediglich in Schweizer Franken statt, die hauptsächlich auf die Interaktion mit der Tochtergesellschaft in der Schweiz entfallen. Währungsrisiken aus dem Umsatz über das Partnernetzwerk hält die Geschäftsführung auf Grund der kurzen Zahlungsziele als gering. Aus diesem Grund finden derzeit keine Währungskurssicherungsgeschäfte oder sonstige Termingeschäfte Anwendung.

Zur Minimierung von Ausfallsrisiken dient ein zentrales Mahnwesen und Debitorenmanagement, das auch Kundenbonitätsprüfungen beinhaltet. Soweit bei finanziellen Forderungen Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen.

Kurzfristige Preisrisiken bestehen aufgrund der Preisvereinbarungen für die sechs- bis zwölfmonatigen Projektlaufzeiten kaum.

 

Würzburg, den 17. März 2025

York Braune, Geschäftsführer

Gebhard Schwan, Geschäftsführer

BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2024

YAVEON GMBH, WÜRZBURG

AKTIVA

31.12.2024
EUR
31.12.2023
EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN 6.354.333,52 5.833.228,76
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 511.017,12 372.761,62
II. Sachanlagen 223.992,06 24.648,70
III. Finanzanlagen 5.619.324,34 5.435.818,44
B. UMLAUFVERMÖGEN 7.027.306,61 5.911.569,05
I. Vorräte 285.415,00 47.651,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 4.330.812,85 4.360.032,97
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 2.411.078,76 1.503.885,08
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 264.285,57 155.467,62
13.645.925,70 11.900.265,43

PASSIVA

31.12.2024
EUR
31.12.2023
EUR
A. EIGENKAPITAL 2.640.141,38 2.640.141,38
I. Gezeichnetes Kapital 600.000,00 600.000,00
II. Kapitalrücklage 1.186.911,00 1.186.911,00
III. Gewinnrücklagen 9.213,60 9.213,60
IV. Gewinnvortrag 844.016,78 844.016,78
B. RÜCKSTELLUNGEN 2.386.601,04 2.079.162,80
C. VERBINDLICHKEITEN 7.687.580,28 6.120.377,25
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 0,00)
D. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 931.603,00 1.060.584,00
13.645.925,70 11.900.265,43

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2024

2024
EUR
2023
EUR
1. Bruttoergebnis vom Umsatz 12.174.711,55 9.127.094,51
2. Vertriebskosten -3.450.219,36 -3.262.831,85
3. Allgemeine Verwaltungskosten -6.864.859,85 -5.152.028,53
4. sonstige betriebliche Erträge 1.030.470,43 881.431,81
5. sonstige betriebliche Aufwendungen -15.328,63 -27.349,29
6. Betriebsergebnis 2.874.774,14 1.566.316,65
7. Erträge aus Gewinnabführungen 0,00 261.906,79
8. Erträge aus der Zuschreibung des Finanzanlagevermögens 300.000,00 932.159,50
9. Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 318.972,90 50.841,16
10. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 5.368,17 17.825,68
11. Abschreibungen auf Finanzanlagen 0,00 -1.965.636,48
12. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -1.018,15 -5.910,07
13. Finanzergebnis 623.322,92 -708.813,42
14. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -38.815,49 -4.567,33
15. Ergebnis nach Steuern 3.459.281,57 852.935,90
16. sonstige Steuern -16.697,97 -16.991,10
17. aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrages abgeführte Gewinne -3.442.583,60 -835.944,80
18. Jahresergebnis 0,00 0,00

ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2024

YAVEON GMBH, WÜRZBURG

Formale Darstellung

Die YAVEON GmbH hat ihren Sitz in Würzburg. Sie ist im Handelsregister B des Amtsgerichts Würzburg unter der Nr. 15575 eingetragen.

Nach den in § 267 Abs. 2 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft. Von den größenabhängigen Erleichterungen gemäß § 288 Abs. 2 HGB wird Gebrauch gemacht.

Die Bilanz und die Gewinn- und Verlustrechnung sind nach den Bestimmungen der §§ 266 und 275 Abs. 3 HGB gegliedert. Gemäß §§ 265 Abs. 5 Satz 2 HGB, 277 Abs. 3 Satz 2 HGB wurde der Gewinn- und Verlustrechnung der Posten „Aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrages abgeführte Gewinne“ hinzugefügt.

Im Interesse einer höheren Klarheit und Übersichtlichkeit sind die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung oder Anhang anzubringen sind, im Anhang aufgeführt.

Das Prinzip der Darstellungsstetigkeit (§ 265 Abs. 1 HGB) wurde beachtet.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden gegenüber dem Vorjahr unverändert beibehalten.

Im Geschäftsjahr 2024 wurden die Entwicklungsleistungen, in Ausübung des Wahlrechts nach § 248 Abs. 2 HGB, in Höhe von EUR 166.886,00 (Vj. EUR 199.215,00) als selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände aktiviert. Die Bewertung erfolgte nach § 255 Abs. 2 HGB zu Herstellungskosten, vermindert um planmäßige kumulierte Abschreibung. Die Herstellungskosten umfassen Material- und Fertigungseinzelkosten sowie angemessene Teile zugehöriger Gemeinkosten. Die Abschreibungen werden linear über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von drei Jahren vorgenommen.

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen sind zu Anschaffungskosten bewertet und um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Abschreibungen erfolgen über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer nach der linearen Methode. Abnutzbare bewegliche geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis EUR 800,00 werden im Erwerbsjahr analog § 6 Abs. 2 EStG voll abgeschrieben.

Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bewertet.

Soweit der nach vorstehenden Grundsätzen ermittelte Wert von Gegenständen des Anlagevermögens über dem Wert liegt, der ihnen am Bilanzstichtag beizulegen ist, wird dem durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen. Stellt sich in einem späteren Geschäftsjahr heraus, dass die Gründe hierfür nicht mehr bestehen, so wird der Betrag dieser Abschreibungen im Umfang der Werterhöhung unter Berücksichtigung der Abschreibungen, die inzwischen vorzunehmen gewesen wären, zugeschrieben.

Grundlage für die Bewertung der unfertigen Leistungen zu Herstellungskosten sind die Fertigungseinzel- und -gemeinkosten sowie angemessene Anteile der Verwaltungskosten. Die Waren sind zu Anschaffungskosten bewertet. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen (Vorräte) sind mit dem Nennwert angesetzt und von dem Posten „Vorräte“ gemäß § 268 Abs. 5 HGB offen abgesetzt.

Die Forderungen und die sonstigen Vermögensgegenstände werden zu Nennwerten angesetzt. Alle erkennbaren Einzelrisiken werden bei der Bewertung berücksichtigt. Für das allgemeine Kreditrisiko ist eine Pauschalwertberichtigung für Forderungen aus dem Liefer- und Leistungsverkehr mit 1,39 % gebildet.

Die flüssigen Mittel sind mit dem Nennwert angesetzt.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten enthält zum Bilanzstichtag in voller Höhe Ausgaben, die den Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Stichtag darstellen.

Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages bewertet. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichend objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Laufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre, der von der Deutsche Bundesbank zum Bilanzstichtag ermittelt wurde, abgezinst.

Die Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen sind mit dem Nennwert angesetzt.

Der Passive Rechnungsabgrenzungsposten enthält zum Bilanzstichtag die Einnahmen, die Ertrag für eine bestimmte Zeit nach dem Stichtag darstellen.

Latente Steuern sind aufgrund der seit 2023 bestehenden ertragsteuerlichen Organschaft bei der Organträgerin VOY Invest GmbH auszuweisen. Die Bewertung erfolgte mit dem für das Geschäftsjahr geltenden Steuersatz für Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer in Höhe von insgesamt 30,5 %.

Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Insofern sind im vorliegenden Jahresabschluss unrealisierte Gewinne und Verluste aus der Währungsumrechnung enthalten. Bei einer Restlaufzeit über einem Jahr erfolgt die Umrechnung mit dem Wechselkurs zum Zeitpunkt des Entstehens. Bei Wechselkursänderungen bis zum Bilanzstichtag erfolgt die Bewertung grundsätzlich zum Wechselkurs des Bilanzstichtags unter Beachtung des Niederstwertprinzips auf der Aktiv- und des Höchstwertprinzips auf der Passivseite.

Erläuterungen zur Bilanz

Die gesondert dargestellte Entwicklung des Anlagevermögens ist integraler Bestandteil des Anhangs.

Die Ausleihungen an verbundene Unternehmen im Finanzanlagevermögen beinhalten Ausleihungen gegenüber dem Gesellschafter in Höhe von EUR 4.942.067,00 (Vj. EUR 3.632.900,00).

Der Betrag, der im abgelaufenen Geschäftsjahr angefallenen Forschungs- und Entwicklungskosten beträgt EUR 382.917,00 (Vj. EUR 425.000,00), davon der Betrag für selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens beträgt EUR 166.886,00 (Vj. EUR 199.215,00).

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von EUR 166.862,46 (Vj. EUR 771.592,90) bestehen in Höhe von EUR 132.562,46 (Vj. EUR 185.731.15) aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und in Höhe von EUR 34.300,00 (Vj. EUR 585.861,75) aus sonstigen Forderungen. Von den Forderungen gegen verbundene Unternehmen entfällt ein Betrag von EUR 0,00 (Vj. EUR 325.154,48) gegenüber dem Gesellschafter.

Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr (Mietkautionen) in Höhe von EUR 198.041,10 (Vj. EUR 197.502,63). Alle übrigen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Die flüssigen Mittel enthalten den Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten.

Die aktiven latenten Steuern sind aufgrund der seit 2023 bestehenden ertragsteuerlichen Organschaft nicht mehr auszuweisen.

Gemäß § 268 Abs. 8 HGB unterliegt die Aktivierung selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände in Höhe von EUR 166.886,00 (Vj. EUR 199.215,00) einer Ausschüttungssperre. Passive latente Steuern infolge der Aktivierung selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände sind seit 2023 bei der Organträgerin auszuweisen.

Auf die Erläuterung der sonstigen Rückstellungen wird nach § 327 Nr. 2 i.V.m. § 285 Nr. 12 HGB verzichtet.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von EUR 1.204.029,57 (Vj. EUR 1.217.068,28) bestehen in Höhe von EUR 0,00 (Vj. EUR 646.531,26) aus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und in Höhe von EUR 1.204.029,57 (Vj. EUR 570.537,02) aus sonstigen Verbindlichkeiten. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen und aus Lieferungen und Leistungen haben vollständig eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen waren im Vorjahr Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von über einem aber unter fünf Jahren in Höhe von EUR 605.833,00 enthalten. In den sonstigen Verbindlichkeiten waren im Vorjahr Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von über einem aber unter fünf Jahren in Höhe von EUR 200.000,00 enthalten. Von den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen entfällt ein Betrag von EUR 0,00 (Vj. EUR 221.022,30) gegenüber dem Gesellschafter.

Die sonstigen Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:

31.12.2024
EUR
31.12.2023
EUR
Verbindlichkeiten aus Steuern 205.329,49 170.156,77
Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit 49.095,83 34.066,16
Übrige sonstige Verbindlichkeiten 59.406,58 235.793,60
313.831,90 440.016,53

Der Passive Rechnungsabgrenzungsposten, enthält zum Bilanzstichtag im Wesentlichen abgegrenzte Umsatzerlöse für Wartungsdienstleistungen der bei Kunden im Einsatz befindlichen YAVEON Softwareprodukte in Höhe von EUR 931.603,00 (Vj. EUR 1.060.584,00).

Die passiven latenten Steuern sind aufgrund der seit 2023 bestehenden ertragsteuerlichen Organschaft nicht mehr auszuweisen.

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Der im Geschäftsjahr entstandene Material- und Personalaufwand stellt sich wie folgt dar:

31.12.2024
EUR
31.12.2023
EUR
Materialaufwand
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe für bezogene Waren 5.637.115,74 4.341.559,95
Aufwendungen für bezogene Leistungen 2.959.564,39 2.058.884,85
Personalaufwand
Löhne und Gehälter 14.420.838,58,00 10.863.627,00
soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 2.849.267,13 2.302.317,49
davon für Altersversorgung 322.162,33 313.967,01

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von EUR 7.203,31 (Vj. EUR 2.599,94).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von EUR 8.875,24 (Vj. EUR 4.664,64).

Die Erträge aus Zuschreibung des Finanzanlagevermögens beinhalten Erträge aus der Zuschreibung der Ausleihungen an verbundene Unternehmen in Höhe von EUR 300.000,00 (Vj. EUR 932.159,50).

Die Aufwendungen aus Abschreibung des Finanzanlagevermögens beinhalten Aufwendungen aus der Abschreibung des Beteiligungswertes der OctoCon GmbH (Sitz in Winterlingen) in Höhe von EUR 0,00 (Vj. EUR 1.965.636,48).

Die Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens beinhalten Erträge aus Ausleihungen an verbundene Unternehmen in Höhe von EUR 318.972,90 (Vj. EUR 50.841,16).

Die sonstigen Zinsen und ähnliche Erträge beinhalten Erträge aus der Abzinsung von Rückstellungen in Höhe von EUR 2.715,00 (Vj. EUR 481,62).

Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen beinhalten Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen in Höhe von EUR 989,50 (Vj. EUR 77,07).

Sonstige Angaben

Beteiligungsverhältnisse

Die Gesellschaft ist zu 100 % an der YAVEON AG mit Sitz in Zürich, Schweiz, beteiligt. Der letzte uns vorliegende Jahresabschluss zum 31. Dezember 2024 weist einen nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag in Höhe von EUR 231.076,29 und einen Jahresüberschuss in Höhe von EUR 387.274,83 aus.

Des Weiteren ist die YAVEON GmbH zu 100 % an der YAVEON Inc. mit Sitz in Delaware, USA, beteiligt. Der letzte uns vorliegende Jahresabschluss zum 31. Dezember 2024 weist einen nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag in Höhe von EUR 24.486,36 und einen Jahresfehlbetrag in Höhe von EUR 32.741,02 aus.

Arbeitnehmer

Die durchschnittliche Zahl der Mitarbeiter im Geschäftsjahr betrug 191 (Vj. 148).

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen mit TEUR 3.704:

2025
TEUR
2026
TEUR
2027
TEUR
2028
TEUR
Miete 742 742 742 715
Leasingverträge 464 241 55 3
1.206 983 797 718

Organe der Gesellschaft

Die Leitung der Gesellschaft oblag folgenden Personen:

Geschäftsführer:

York Braune, Diplom-Kaufmann, verantwortlich für die Geschäftsfelder:

Finanzen und Administration, Auslandsbeteiligungen, Vertrieb, Direktvertrieb, Partnermanagement, Marketing und Portfoliomanagement.

Gebhard Schwan, Diplom-Wirtschaftsingenieur, verantwortlich für die Geschäftsfelder:

Operations/Service und Produktentwicklung.

Von der Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB i.V.m. §§ 285 Nr. 9a HGB wurde Gebrauch gemacht.

Honorar für Leistungen des Abschlussprüfers

Hinsichtlich der Angabe zum Gesamthonorar des Abschlussprüfers wurde von der Anwendung des § 288 Abs. 2 S. 2 HGB Gebrauch gemacht.

Ergebnisverwendung

Die YAVEON GmbH ist als Organgesellschaft verpflichtet ihren Gewinn an die VOY Invest GmbH als Organträgerin abzuführen.

Konzernzugehörigkeit

Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der VOY Invest GmbH, Würzburg, einbezogen. Diese stellt auf freiwilliger Basis einen Konzernabschluss und Konzernlagebericht auf.

Nachtragsbericht

Nach Schluss des Berichtsjahres sind keine besonderen Vorgänge eingetreten, die für die Beurteilung des Jahresabschlusses oder für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von besonderer Bedeutung sind.

 

Würzburg, den 17. März 2025

York Braune, Geschäftsführer

Gebhard Schwan, Geschäftsführer

Die Feststellung bzw. Billigung des Jahresabschlusses erfolgte am: 15. April 2025

ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN
01.01.2024
EUR
Verschmelzung
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2024
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 1.298.821,00 0,00 166.886,00 0,00 1.465.707,00
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 538.381,00 0,00 325.775,25 -72.754,62 791.401,63
1.837.202,00 0,00 492.661,25 -72.754,62 2.257.108,63
II. Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 612.860,79 86.063,94 241.987,83 -76.555,42 864.357,14
612.860,79 86.063,94 241.987,83 -76.555,42 864.357,14
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 3.198.240,84 -1.965.636,48 12.531,52 -1.147.998,52 97.137,36
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 4.680.736,19 0,00 1.318.972,90 -300.000,00 5.699.709,09
7.878.977,03 -1.965.636,48 1.331.504,42 -1.447.998,52 5.796.846,45
10.329.039,82 -1.879.572,54 2.066.153,50 -1.597.308,56 8.918.312,22
AUFGELAUFENE ABSCHREIBUNGEN
01.01.2024
EUR
Verschmelzung
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2024
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 991.716,90 0,00 295.314,10 0,00 1.287.031,00
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 472.723,48 0,00 59.091,65 -72.754,62 459.060,51
1.464.440,38 0,00 354.405,75 -72.754,62 1.746.091,51
II. Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 588.212,09 29.035,05 98.685,69 -75.567,75 640.365,08
588.212,09 29.035,05 98.685,69 -75.567,75 640.365,08
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 1.965.636,48 -1.965.636,48 0,00 0,00 0,00
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 477.522,11 0,00 0,00 -300.000,00 177.522,11
2.443.158,59 -1.965.636,48 0,00 -300.000,00 177.522,11
4.495.811,06 -1.936.601,43 453.091,44 -448.322,37 2.563.978,70
NETTOBUCHWERTE
31.12.2024
EUR
31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 178.676,00 307.104,10
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 332.341,12 65.657,52
511.017,12 372.761,62
II. Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 223.992,06 24.648,70
223.992,06 24.648,70
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 97.137,36 1.232.604,36
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 5.522.186,98 4.203.214,08
5.619.324,34 5.435.818,44
6.354.333,52 5.833.228,76

Der Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers bezieht sich auf den Jahresabschluss in der aufgestellten Form. Die Offenlegung erfolgt in verkürzter Form gemäß §§ 325 ff. HGB.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die YAVEON GmbH, Würzburg

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der YAVEON GmbH, Würzburg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der YAVEON GmbH, Würzburg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2024 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

erlangen wir ein Verständnis von den für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollen und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit der internen Kontrollen der Gesellschaft bzw. dieser Vorkehrungen und Maßnahmen abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Grünwald b. München, den 18. März 2025

LKC Grünwald GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft

Robert Beck, Wirtschaftsprüfer

Malte Thalemann, Wirtschaftsprüfer

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

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