Stammdaten

Register
Amtsgericht Frankfurt am Main HRB 71221
Eingetragen
22.3.1978
Branche
Großhandel mit Installationsbedarf für Gas, Wasser und HeizungHerstellung von sonstigen Pumpen und KompressorenHerstellung von Wärmepumpen
Gegenstand
Die Konstruktion, Herstellung, Handel, Reparaturen und Wartung von Kreiselpumpen und Pumpanlagen sowie Apparatebau und Behälterbau und Großhandel mit Armaturen und Zubehör.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Prokura
Joachim Barthold
seit 22.6.2021
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
HOP Holding S.à r.l.LUX
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

HOP Holding GmbH
Germany
50.000 DM
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Holzhauer Pumpen GmbH

Karben

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

A.  Grundlagen der Gesellschaft

Im Jahr 1969 gegründet, hat sich Holzhauer-Pumpen zu einem führenden und weltweit anerkannten Anbieter von Pumpeninstallationen in verschiedenen Anwendungsbereichen entwickelt. In einigen Geschäftsbereichen sind wir Marktführer und tragen durch ständige Innovationen und Neuentwicklungen unserer Produkte zur nutzerorientierten Weiterentwicklung des Marktes entscheidend bei. Das inter­national ausgerichtete Unternehmen hat seine Produktionsstätten in Karben, die es mittelfristig angemietet hat.

Am 25. Oktober 2012 wurde zwischen der Gesellschaft und der Anteilseignerin mit Wirkung zum 1. November 2012 ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag abgeschlossen.

B.  Wirtschaftsbericht

I. Darstellung und Analyse des Geschäftsverlaufs und des Geschäftsergebnisses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023

Das abgelaufene Geschäftsjahr war durch eine stagnierende Wirtschaftslage in Zentraleuropa bei hoher Inflation und stark gestiegenen Zinsen gekennzeichnet. Die Lieferengpässe aus der Corona-Zeit haben sich fast vollständig gelöst. Beim Wirtschaftshochbau, aus dem Holzhauer-Pumpen indirekt einen Großteil seines Umsatzes bezieht, schlägt sich die konjunkturelle Stagnation in Deutschland erkennbar nieder. Hier bremsen die Zinsentwicklung und die Energiepreisentwicklung die Investitionsneigung für Bauten ein. Der Orderzugang blieb im Wirtschaftshochbau im Jahresverlauf schwach ausgeprägt. Zuletzt haben Großprojekte das kumulative Ergebnis zwar noch etwas aufgebessert, per Saldo waren aber nominal ca. 3 % weniger Aufträge als im Vorjahr zu verzeichnen. Dagegen liegt der Auftragsbestand der Branche Ende 2023 mit ca. 5 % (nominal) unter dem Vorjahresniveau.

Die grundlegende Wettbewerbssituation hat sich im Geschäftsjahr 2023 nicht verändert. Die Marktsituation in der DACH-Region (Deutschland, Österreich und Schweiz), die rd. 90 Prozent des Geschäftsvolumens der Gesellschaft ausmacht, ist durch Wettbewerb mit bekannten Marktteilnehmern gekennzeichnet. Die Holzhauer Pumpen GmbH positioniert sich seit Jahren über ihr hohes Qualitäts- und Produktions­niveau auf dem Markt. Die Marktposition ist gefestigt.

Der wichtigste Absatzmarkt ist Deutschland. In diesem Markt werden mehr als 80 Prozent der Umsätze erwirtschaftet.

Der Markt im Bereich Sprinkler- und Brandschutzanlagen in der DACH-Region ist stabil.

Im Geschäftsjahr 2023 reduzierte sich das Umsatzvolumen der Holzhauer-Pumpen gegenüber dem Vorjahr projektbedingt um 9 Prozent bzw. 1.918 TEUR auf 18.507 TEUR. Mit diesem Umsatz konnte ein Geschäftsergebnis von 1.818 TEUR vor Ergebnisabführung an die Muttergesellschaft erzielt werden. Das Ergebnis liegt damit um 365 TEUR niedriger als im letzten Jahr. Dies ist im Wesentlichen auf die Umsatz­entwicklung zurückzuführen. Dämpfend haben sich zudem der gestiegene Personal­aufwand sowie Erhöhungen im sonstigen betrieblichen Aufwand ausgewirkt.

Die Auftragslage und die Auslastung waren im gesamten Jahresverlauf als gut zu beurteilen.

Der Preisauftrieb für die bei Holzhauer-Pumpen eingesetzten Komponenten hat sich im letzten Jahr deutlich verlangsamt. In Teilbereichen sind ab der zweiten Jahreshälfte die Preise sogar leicht rückläufig gewesen. Holzhauer-Pumpen sieht keine direkten Auswirkungen der Konflikte in der Ukraine und im Nahen Osten auf sein Geschäft. Mittelbar machten sich diese Ereignisse aber durch die zuletzt abklingende Inflation sowie nach wie vor hohe Energiepreise bemerkbar.

II. Lage des Unternehmens

Die Vermögenslage der Gesellschaft hat sich im Laufe des Geschäftsjahrs 2023 wie folgt verändert:

Die Bilanzsumme erhöhte sich leicht von 9.597 TEUR um 180 TEUR auf 9.777 TEUR.
Im Anlagevermögen wurden Abschreibungen von 129 TEUR vorgenommen. Investitionen wurden im Umfang von insgesamt 482 TEUR getätigt. Diese entfielen im Wesentlichen auf Anschaffungen im Bereich der immateriellen Vermögensgegen­stände und stehen im Zusammenhang mit der Einrichtung eines ERP-Systems.

Die Vorräte haben sich von 4.434 TEUR um 781 TEUR auf 3.653 TEUR im Wesentlichen durch die Verringerung bei den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und den unfertigen Erzeugnissen reduziert.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben sich abrechnungs­bedingt um 919 TEUR auf 2.818 TEUR verringert.

Die Rückstellungen haben sich von 996 TEUR um 361 TEUR auf 1.357 TEUR erhöht. Dies ist im Wesentlichen auf den Aufbau bei den Rückstellungen für Personal und ausstehende Rechnungen zurückzuführen.

Die Verbindlichkeiten haben sich um 180 TEUR auf insgesamt 2.956 TEUR reduziert. Während sich die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um 435 TEUR und die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen um 188 TEUR reduziert haben, war ein Anstieg bei den Verbindlichkeiten aus erhaltenen Anzahlungen und Bestellungen um 410 TEUR und den sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von 33 TEUR zu verzeichnen.

Die Finanzlage der Gesellschaft konnte im Geschäftsjahr 2023 als gut bezeichnet werden. Verbindlichkeiten wurden innerhalb der Zahlungsfrist beglichen und Forde­rungen zum größten Teil innerhalb der Zahlungsziele vereinnahmt. Der Saldo der liquiden Mittel hat sich um 1.575 TEUR von 59 TEUR auf 1.634 TEUR erhöht. Die Entwicklung der Liquidität wurde zum Stichtag durch die Verringerung der Vorräte und des Forderungsbestandes bei gleichzeitig gestiegenen Einzahlungen aus erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen maßgeblich beeinflusst.

Die Ertragslage wurde im Geschäftsjahr 2023 wesentlich durch die Änderung im Auftragsmix und die damit einhergehende Umsatzentwicklung beeinflusst. Das budgetierte Umsatzziel und das geplante Ergebnis wurden erreicht.

Im Geschäftsjahr 2023 reduzierte sich der Umsatz um 9 Prozent bzw. 1.918 TEUR auf 18.507 TEUR. Mit diesem Umsatz wurde ein Jahres­über­schuss vor Ergebnisabführung von 1.818 TEUR erwirtschaftet. Dies entspricht einer Umsatzrendite von rd. 10 Prozent (Vorjahr rd. 11 Prozent). Die Materialaufwandsquote lag bei rd. 49 Prozent (Vorjahr rd. 57 Prozent). Diese Entwicklung ist dem verringerten Geschäft mit Großprojekten geschuldet.

Die Personalaufwandsquote erhöhte sich auf rd. 24 Prozent (Vorjahr rd. 19 Prozent). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich aufgrund von gestiegenen Kosten für Beratungsleistungen und Gewährleistungskosten um 260 TEUR auf 3.008 TEUR.
Das Finanzergebnis veränderte sich von -25 TEUR auf -67 TEUR in 2023 und resultiert aus der Verzinsung des Gesellschafter-Verrechnungskontos.

Zusammenfassend betrachtet war unsere wirtschaftliche Lage im abgelaufenen Geschäftsjahr 2023 insgesamt als gut zu bezeichnen.

III. Forschung und Entwicklung

Die Holzhauer Pumpen GmbH betreibt eine eigene Entwicklungsabteilung für zulassungsfähige Produkte mit einem Fokus auf deutsche Brandschutzzulassungen VdS und internationale Zulassungen FM. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden sämtliche Geschäftsfelder des Unternehmens in die Entwicklungsaktivitäten einbezogen. Die Investitionen in diese Entwicklungsbereiche werden sich in den kommenden Jahren auszahlen und somit Holzhauer-Pumpen ein weiteres wichtiges Alleinstellungsmerkmal verschaffen.

Durch kontinuierliche Wettbewerbsbeobachtung ergeben sich zudem regelmäßig Chancen durch unbesetzte Marktlücken, die durch geschickte Einführung neuer Produkte und Dienstleistungen konsequent genutzt werden.

C.  Bericht über die zukünftige Entwicklung sowie Chancen und Risiken des Unternehmens

I.  Voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens

Da das Geschäft von Holzhauer-Pumpen an der Entwicklung der Baukonjunktur, insbesondere am Wirtschaftshochbau, hängt, werden sich die derzeitigen Krisenherde in der Ukraine und in Nahost voraussichtlich kaum auf den Absatz der Gesellschaft auswirken. Während sich die Zinssituation negativ auf die Baukonjunktur auswirkt, ist durch den Rückgang der Inflation auf ein Niveau zwischen 2 und 2,5 Prozent der Preisauftrieb der letzten Jahre deutlich gebremst. Die Entwicklung des Wirtschaftshochbaus wird für das Jahr 2024 leicht rückläufig bis stagnierend eingeschätzt.

Der Markt für Sprinkler- und Brandschutzanlagen in Deutschland bleibt auch im Jahr 2024 unverändert stabil. Es wird erwartet, dass sich der Markt für Brandschutztechnik weiterhin mit moderaten Wachstumsraten entwickelt. Daher konzentriert sich Holzhauer-Pumpen in den kommenden Jahren auf die kostenoptimierte Weiterentwicklung des Produktportfolios, die Einführung neuer Dienstleistungen und eine deutliche Stärkung der Vertriebsaktivitäten sowohl im Inland als auch im Ausland. Diese Maßnahmen wurden bereits eingeleitet.

Unsere auf Qualität, Flexibilität und kundenspezifische Lösungen ausgerichtete Verkaufspolitik trifft auf erfreuliche Resonanz bei den Kunden. Diese Strategie wird konsequent fortgesetzt.

Die bisherige Auftragslage 2024 ist als gut zu beurteilen.

Wir erwarten für das Geschäftsjahr 2024 aufgrund der bisherigen Auftragslage ein leicht erhöhtes Umsatzniveau gegenüber dem Vorjahr. Die Gesamtertrags- und Liquiditätslage wird voraussichtlich stabil bleiben. Wir rechnen mit einem Geschäfts­ergebnis für 2024 auf Vorjahresniveau.

Zur Verbesserung der internen Abläufe wurde 2021 mit der Einführung eines umfassenden ERP-Systems begonnen. Die stufenweise Inbetriebsetzung hat in 2023 begonnen und wird voraussichtlich in 2024 abgeschlossen.

II.  Risikobericht

1. Allgemeiner Risiko- und Chancenbericht

Der Wettbewerb im europäischen Ausland ist durch die länderübergreifende Normung FM deutlich intensiver als im Inland. Insgesamt ist eine zunehmende Konzentration auf der Abnehmerseite durch Akquisitionen und Zusammenschlüsse festzustellen.

Die Gesellschaft sieht sich aktuell keinen wesentlichen Währungsrisiken ausgesetzt. Es werden lediglich in geringem Umfang Komponenten in USD aus den Vereinigten Staaten beschafft. Das Geschäft mit britischen Lieferanten ist komplett auf EUR umgestellt.

Die seit dem 2. Halbjahr 2023 rückläufige Inflation hat den Preisauftrieb auf der Beschaffungsseite deutlich abgebremst. Die Gesellschaft versucht dennoch durch geeignete Maßnahmen in allen Bereichen, konstruktiv wie auch kaufmännisch, die Effekte der Inflation zu begrenzen.

Die Beschaffungsseite wurde durch den Aufbau neuer Lieferanten stabilisiert. Mit den bekannten qualitätsbewussten Lieferanten in Deutschland und den neuen Partnern im Ausland haben wir mittel- und langfristige Lieferverträge, die regelmäßig aktualisiert werden.

Es sind aktuell keine Risiken erkennbar, die den Bestand des Unternehmens gefährden können.

2. Spezieller Risiko- und Chancenbericht

Der kontinuierliche Personalauf- und -umbau in sämtlichen Abteilungen des Unternehmens wird auch im Jahr 2024 weitergeführt. Durch eine erweiterte Mitarbeiterbasis stehen zusätzliche Ressourcen für eine aktive Kundenbetreuung sowie eine qualitätsorientierte Abwicklung unserer Aufträge, insbesondere im Bereich der Dienstleistungen, zur Verfügung.

Bei den Standardanwendungen stellen wir weiterhin eine deutlich verstärkte Wettbewerbssituation fest. Durch eine Anpassung unserer Produkte sind wir für die Zukunft gut positioniert.

Im Bereich Sonderanlagen und Fertigpumpstationen gibt es nach wie vor Versuche, zu uns in Wettbewerb zu treten. Durch unser spezielles Know-How und unsere Erfahrung auf diesen Gebieten können wir unsere Position jedoch behaupten.

Aufgrund der Corona Krise und des Ukrainekriegs ist es bei vielen Komponenten zu Lieferengpässen und deutlichen Preissteigerungen gekommen. Durch gezieltes Beschaffungsmanagement konnten die Effekte aus diesen Entwicklungen für das Unternehmen beschränkt werden. Zusätzlich werden permanent Anstrengungen zur Effizienzsteigerung in unseren Abläufen unternommen. Durch den Produktivstart des ERP-Systems, der in 2023 begonnen wurde, erwarten wir Effizienzsteigerungen.

Die gesamten Auswirkungen des weiteren Verlaufs des Ukrainekrieges und des Konflikts in Israel lassen sich dagegen derzeit noch nicht abschätzen.

 

Karben, 29. April 2024

gez. Joachim Barthold, Geschäftsführer

gez. Till Rubahn, Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 1.563.379,76 1.210.170,15
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 1.264.944,26 940.971,65
II. Sachanlagen 298.435,50 269.198,50
B. Umlaufvermögen 8.105.639,99 8.229.909,13
I. Vorräte 3.653.402,61 4.434.068,49
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 2.818.456,57 3.736.736,09
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 1.633.780,81 59.104,55
C. Rechnungsabgrenzungsposten 107.563,64 156.740,42
Bilanzsumme, Summe Aktiva 9.776.583,39 9.596.819,70

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 5.464.243,41 5.464.243,41
I. gezeichnetes Kapital 25.564,59 25.564,59
II. Kapitalrücklage 3.227.778,58 3.227.778,58
III. Gewinnvortrag 2.210.900,24 2.210.900,24
IV. Jahresüberschuss/-fehlbetrag 0,00 0,00
B. Rückstellungen 1.356.712,69 996.316,93
C. Verbindlichkeiten 2.955.627,29 3.136.259,36
davon Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.740.504,89 1.928.274,43
Bilanzsumme, Summe Passiva 9.776.583,39 9.596.819,70

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 9.386.997,18 8.970.763,37
2. Personalaufwand 4.358.111,83 3.860.189,04
a) Löhne und Gehälter 3.593.802,42 3.206.447,81
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 764.309,41 653.741,23
3. Abschreibungen 128.616,83 149.606,28
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 128.616,83 149.606,28
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 3.007.984,07 2.747.884,44
5. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 67.332,11 25.430,37
6. Ergebnis nach Steuern 1.824.952,34 2.187.653,24
7. sonstige Steuern 6.522,13 4.554,34
8. auf Grund einer Gewinngemeinschaft, eines Gewinnabführungs- oder Teilgewinnabführungsvertrags abgeführte Gewinne 1.818.430,21 2.183.098,90
Jahresüberschuss/-fehlbetrag 0,00 0,00

Anhang

A. Allgemeine Angaben und Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

I. Anwendung der Vorschriften des Handelsgesetzbuches

Die Gesellschaft ist im Handelsregister des Amtsgerichts Frankfurt am Main unter der Num­mer HR B 71221 eingetragen.

Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB. Hinsichtlich der Bilanzierung und Bewertung wurden die Vorschriften der §§ 242 ff. HGB sowie der ergänzenden Vorschriften für Kapitalgesellschaften gem. §§ 264 ff. HGB angewendet. Die Vorschriften des GmbHG wurden beachtet. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Angaben, die wahlweise in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, sind insgesamt im Anhang aufgeführt.

Am 25. Oktober 2012 wurde zwischen der Gesellschaft und der Anteilseignerin mit Wirkung zum 1. November 2012 ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag abgeschlossen.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden des Vorjahres wurden beibehalten.

1. Aktiva

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen nach der linearen Methode vermindert.

Die Sachanlagen sind zu den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten aktiviert und nach Maßgabe der betriebs­gewöhn­lichen Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen nach der linearen Methode vermindert.

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Berücksichti­gung des Niederstwertprinzips bewertet. Die Herstellungskosten setzen sich aus Material- und Fertigungskosten sowie angemessenen Teilen der Material- und Fertigungsgemeinkosten zusammen.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nominalwert angesetzt. Risiken bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind, sofern erforderlich, durch Wertberichtigungen angemessen Rechnung getragen. Für das allgemeine Bonitätsrisiko wurde eine Pauschal­wert­berichtigung vorgenommen.

Die liquiden Mittel sind zum Nennwert angesetzt.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden diverse vorausbezahlte Aufwendungen ausgewiesen.

2. Passiva

Das gezeichnete Kapital ist mit dem Nennbetrag angesetzt.

Die Kapitalrücklage ist mit dem Nennbetrag angesetzt.

Rückstellungen wurden für alle ungewissen Verbindlichkeiten und erkennbare Verpflichtungen gebildet und mit dem wahrscheinlichen Erfüllungsbetrag bewertet. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden entsprechend § 253 Abs. 2 HGB mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihren Erfüllungsbeträgen passiviert.

3. Gewinn- und Verlustrechnung

Aufwendungen und Erträge wurden auf das Geschäftsjahr abgegrenzt.

B. Angaben und Erläuterungen zu den einzelnen Posten

I. Erläuterungen zur Bilanz

Die Entwicklungen der einzelnen Posten des Anlagevermögens sowie die Abschreibungen des Geschäftsjahres für die Einzelposten des Anlagevermögens ergeben sich aus dem in der Anlage beigefügten Anlagenspiegel.

Der Vorratsbestand wird auf Basis der körperlichen Inventur mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungs­kosten bewertet. Notwendige Abwertungen nach § 253 Abs. 4 S. 2 HGB wurden vorgenommen.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind bis auf Forderungen in Höhe von TEUR 10 innerhalb eines Jahres fällig. Es bestehen Forderungen in Höhe von TEUR 17 gegenüber verbundenen Unternehmen.

Das gezeichnete Kapital beträgt 50.000,00 DM. Eine Umstellung auf EUR erfolgte bisher nicht.

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten betragen insgesemt weniger als ein Jahr.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen gegenüber der Anteilseignerin und resultieren aus dem gegenseitigen Leistungs- und Verrechnungsverkehr sowie der Ergebnis­abführung.

II. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Aufwendungen aus der Altersversorgung beliefen sich im Geschäftsjahr auf TEUR 46 (Vorjahr: TEUR 36).

Die Aufwendungen aus Währungsumrechnungen betrugen TEUR 3 (Vorjahr: TEUR 3).

Die Zinsaufwendungen betrugen TEUR 67 (Vorjahr TEUR 25) und resultieren aus Verpflichtungen gegenüber der Gesellschafterin.

III. Erläuterungen zu den Haftungsverhältnissen, ausserbilanziellen Geschäften und sonstigen Finanziellen Verpflichtungen

Neben den in der Bilanz aufgeführten Verbindlichkeiten sind folgende Haftungsverhältnisse gemäß § 251 HGB i.V.m. § 285 Nr. 27 HGB zu vermerken:

- Mitbürgschaft in Höhe von EUR 180,0 Mio. (Vj.: EUR 100,0 Mio.) für einen Konsortialkredit eines verbundenen Unternehmens, Inanspruchnahme zum Stichtag EUR 166,0 Mio. (Vj.: EUR 79,0 Mio.)
- Mitbürgschaft in Höhe von EUR 50,6 Mio. (Vj.: EUR 16,7 Mio.) für einen weiteren Kredit eines verbundenen Unternehmens (ursprünglicher Nominalbetrag: EUR 48,6 Mio.; aufgelaufene Zinsen, die auf den ursprünglichen Nominalbetrag kapitalisiert wurden: EUR 2,0 Mio.), Inanspruchnahme zum Stichtag EUR 50,6 Mio. (Vj.: EUR 16,7 Mio.)

Aufgrund von Erfahrungen der Vergangenheit und der Lage des Gesamtkonzerns ist eine Inanspruch­nahme der Bürgschaftserklärungen aktuell unwahrscheinlich.

Es bestehen die folgenden nicht in der Bilanz enthaltenen Geschäfte, die für die Beurteilung der Fi­nanzlage notwendig sind (§ 285 Nr. 3 und 3a HGB):

Art
Zweck
Betrag (TEUR)
Mietvertrag für Immobilien   
Beschaffung von Produktions- und  Verwaltungsflächen                
1.116
Leasingverträge
Beschaffung von beweglichen Gegenständen
376
Summe

1.492



Von dem Betrag sind TEUR 480 innerhalb eines Jahres fällig.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen aus Bestellobligo i.H.v. TEUR 537 und aus Avalkrediten i.H.v. TEUR 1.188. Davon sind TEUR 1.725 innerhalb eines Jahres zur Zahlung fällig.

C. Sonstige Angaben

1. Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt

Im Geschäftsjahr wurden durchschnittlich 64 Personen beschäftigt, davon 39 gewerbliche und 25 kaufmännische Mitarbeiter.

2. Organe der Gesellschaft und Gesamtbezüge

Zu Geschäftsführern waren im abgelaufenen Geschäftsjahr Herr Dipl.-Ing. Joachim Barthold, Bad Pyrmont, und Herr Dipl.-Kfm. Till Rubahn, Marktheidenfeld, bestellt.

Die Angabe der Gesamtbezüge wird gem. der Schutzklausel des § 286 Absatz 4 HGB unterlassen.

3. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Abschlussstichtag gemäß § 285 Nr. 33 HGB
Der Ukraine-Krieg hat sich in 2023 nicht direkt auf das Geschäft der Gesellschaft ausgewirkt, da die Gesellschaft weder auf der Absatz- noch auf der Beschaffungsseite in dieser Region aktiv ist. Die durch diesen Konflikt angeheizte Inflation hat sich gegen Ende des Geschäftsjahres 2023 beruhigt. Der Preisauftrieb für die von der Gesellschaft zu beschaffenden Komponenten ist damit im Wesentlichen gestoppt worden.

Der im Oktober 2023 ausgebrochene Konflikt in Israel hat aus den gleichen Gründen wie der Ukraine-Krieg keinen direkten Einfluss auf die Gesellschaft. Die in der Folge dieses Konfliktes zunehmende Störung der Schiffsroute durch den Suezkanal kann sich aber möglicherweise auf die Frachtraten und Lieferzeiten für Komponenten aus Fernost auswirken.

Insgesamt lassen sich für 2024 die Einflüsse der oben genannten Konfliktherde derzeit noch nicht abschätzen.

4. Konzernzugehörigkeit

Die Holzhauer Pumpen GmbH, 61184 Karben, ist eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der HOP Holding GmbH, 61184 Karben. Die HOP Holding GmbH ist eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der HOP Holding S.à r.l., Luxemburg. Diese ist wiederum eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der Obermark Value S.à r.l., Luxemburg. Diese Gesellschaften werden in den Konzernabschluss der Obermark Value S.à r.l. einbezogen. Alle zu diesem Konzernkreis zählenden Unternehmen werden im Bericht als verbundene Unternehmen ausgewiesen.

Dieser Konzernabschluss wird im Registre de Commerce et des Sociétés, Luxemburg, veröffentlicht.

 

Karben, 29. April 2024

gez. Joachim Barthold, Geschäftsführer

gez. Till Rubahn, Geschäftsführer

Anlagespiegel

I. Immaterielle Vermögensgegenstände



1. Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte
280.170,16
0,00
0,00
280.170,16
2. geleistete Anzahlungen
894.537,65
345.931,61
0,00
1.240.469,26
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände
1.174.707,81
345.931,61
0,00
1.520.639,42
II. Sachanlagen




1. Bauten auf fremden Grundstücken
19.300,19
0,00
0,00
19.300,19
2. Technische Anlagen und Maschinen
1.197.834,81
58.684,40
4.364,28
1.252.154,93
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
1.224.464,63
77.211,43
52.970,86
1.248.705,20
Summe Sachanlagen
2.441.599,63
135.895,83
57.335,14
2.520.160,32

3.616.307,44
   481.827,44
   57.335,14
   4.040.799,74

kumulierte Abschreibungen
Buchwert

Stand
Zugänge
Abgänge
Stand
Stand
Stand

01.01.2022


31.12.2022
31.12.2022
31.12.2021

EUR
EUR
EUR
EUR
EUR
EUR
A. Anlagevermögen






I. Immaterielle Vermögensgegenstände






1. Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte
233.736,16
21.959,00
0,00
255.695,16
24.475,00
46.434,00
2. geleistete Anzahlungen
0,00
0,00
0,00
0,00
1.240.469,26
894.537,65
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände
233.736,16
21.959,00
0,00
255.695,16
1.264.944,26
940.971,65
II. Sachanlagen






1. Bauten auf fremden Grundstücken
19.037,19
260,50
0,00
19.297,69
2,50
263,00
2. Technische Anlagen und Maschinen
1.151.999,81
13.753,40
4.363,78
1.161.389,43
90.765,50
45.835,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
1.001.364,13
92.643,93
52.970,36
1.041.037,70
207.667,50
223.100,50
Summe Sachanlagen
2.172.401,13
106.657,83
57.334,14
2.221.724,82
298.435,50
269.198,50

  2.406.137,29
  128.616,83
  57.334,14
  2.477.419,98
  1.563.379,76
  1.210.170,15

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:
Der Jahresabschluss wurde am 27.05.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk


Bei dem vorstehenden, zur Offenlegung bestimmten, verkürzten Jahresabschluss (Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung und Anhang) wurden die größenabhängigen Erleichterungen nach § 327 HGB in Anspruch genommen. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und Lagebericht haben wir folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Holzhauer Pumpen GmbH
Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Holzhauer Pumpen GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Holzhauer Pumpen GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
· entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und · vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
· identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.
· gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.
· beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.
· ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungs­legungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.
· beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.
· beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.
·  führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Celle, 29. April 2024


Weilep audit GmbH
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gez. Dr. Jan-Henning Weilep, Wirtschaftsprüfer

gez. ppa. Claudia Zierden, Wirtschaftsprüferin

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