Holzhauer
Pumpen GmbH
Karben
Jahresabschluss zum Geschäftsjahr
vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023
Lagebericht
A.
Grundlagen der Gesellschaft
Im Jahr 1969 gegründet, hat sich
Holzhauer-Pumpen zu einem führenden und weltweit
anerkannten Anbieter von Pumpeninstallationen in
verschiedenen Anwendungsbereichen entwickelt. In einigen
Geschäftsbereichen sind wir Marktführer und
tragen durch ständige Innovationen und
Neuentwicklungen unserer Produkte zur nutzerorientierten
Weiterentwicklung des Marktes entscheidend bei. Das
international ausgerichtete Unternehmen hat seine
Produktionsstätten in Karben, die es mittelfristig
angemietet hat.
Am 25. Oktober 2012 wurde zwischen der Gesellschaft
und der Anteilseignerin mit Wirkung zum 1. November
2012 ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag
abgeschlossen.
B.
Wirtschaftsbericht
I. Darstellung und Analyse des
Geschäftsverlaufs und des Geschäftsergebnisses
für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum
31. Dezember 2023
Das abgelaufene Geschäftsjahr war durch eine
stagnierende Wirtschaftslage in Zentraleuropa bei hoher
Inflation und stark gestiegenen Zinsen gekennzeichnet. Die
Lieferengpässe aus der Corona-Zeit haben sich fast
vollständig gelöst. Beim Wirtschaftshochbau, aus
dem Holzhauer-Pumpen indirekt einen Großteil seines
Umsatzes bezieht, schlägt sich die konjunkturelle
Stagnation in Deutschland erkennbar nieder. Hier bremsen
die Zinsentwicklung und die Energiepreisentwicklung die
Investitionsneigung für Bauten ein. Der Orderzugang
blieb im Wirtschaftshochbau im Jahresverlauf schwach
ausgeprägt. Zuletzt haben Großprojekte das
kumulative Ergebnis zwar noch etwas aufgebessert, per Saldo
waren aber nominal ca. 3 % weniger Aufträge als im
Vorjahr zu verzeichnen. Dagegen liegt der Auftragsbestand
der Branche Ende 2023 mit ca. 5 % (nominal) unter dem
Vorjahresniveau.
Die grundlegende Wettbewerbssituation hat sich im
Geschäftsjahr 2023 nicht verändert. Die
Marktsituation in der DACH-Region (Deutschland,
Österreich und Schweiz), die rd. 90 Prozent des
Geschäftsvolumens der Gesellschaft ausmacht, ist durch
Wettbewerb mit bekannten Marktteilnehmern gekennzeichnet.
Die Holzhauer Pumpen GmbH positioniert sich seit Jahren
über ihr hohes Qualitäts- und
Produktionsniveau auf dem Markt. Die Marktposition ist
gefestigt.
Der wichtigste Absatzmarkt ist Deutschland. In diesem
Markt werden mehr als 80 Prozent der Umsätze
erwirtschaftet.
Der Markt im Bereich Sprinkler- und
Brandschutzanlagen in der DACH-Region ist stabil.
Im Geschäftsjahr 2023 reduzierte sich das
Umsatzvolumen der Holzhauer-Pumpen gegenüber dem
Vorjahr projektbedingt um 9 Prozent bzw.
1.918 TEUR auf 18.507 TEUR. Mit diesem Umsatz
konnte ein Geschäftsergebnis von 1.818 TEUR vor
Ergebnisabführung an die Muttergesellschaft erzielt
werden. Das Ergebnis liegt damit um 365 TEUR niedriger
als im letzten Jahr. Dies ist im Wesentlichen auf die
Umsatzentwicklung zurückzuführen.
Dämpfend haben sich zudem der gestiegene
Personalaufwand sowie Erhöhungen im sonstigen
betrieblichen Aufwand ausgewirkt.
Die Auftragslage und die Auslastung waren im gesamten
Jahresverlauf als gut zu beurteilen.
Der Preisauftrieb für die bei Holzhauer-Pumpen
eingesetzten Komponenten hat sich im letzten Jahr deutlich
verlangsamt. In Teilbereichen sind ab der zweiten
Jahreshälfte die Preise sogar leicht
rückläufig gewesen. Holzhauer-Pumpen sieht keine
direkten Auswirkungen der Konflikte in der Ukraine und im
Nahen Osten auf sein Geschäft. Mittelbar machten sich
diese Ereignisse aber durch die zuletzt abklingende
Inflation sowie nach wie vor hohe Energiepreise bemerkbar.
II. Lage des Unternehmens
Die Vermögenslage der Gesellschaft hat sich im
Laufe des Geschäftsjahrs 2023 wie folgt
verändert:
Die Bilanzsumme erhöhte sich leicht von 9.597
TEUR um 180 TEUR auf 9.777 TEUR.
Im Anlagevermögen wurden Abschreibungen von
129 TEUR vorgenommen. Investitionen wurden im Umfang
von insgesamt 482 TEUR getätigt. Diese entfielen im
Wesentlichen auf Anschaffungen im Bereich der immateriellen
Vermögensgegenstände und stehen im
Zusammenhang mit der Einrichtung eines ERP-Systems.
Die Vorräte haben sich von 4.434 TEUR um
781 TEUR auf 3.653 TEUR im Wesentlichen durch die
Verringerung bei den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und
den unfertigen Erzeugnissen reduziert.
Die Forderungen und sonstigen
Vermögensgegenstände haben sich
abrechnungsbedingt um 919 TEUR auf 2.818 TEUR
verringert.
Die Rückstellungen haben sich von 996 TEUR um
361 TEUR auf 1.357 TEUR erhöht. Dies ist im
Wesentlichen auf den Aufbau bei den Rückstellungen
für Personal und ausstehende Rechnungen
zurückzuführen.
Die Verbindlichkeiten haben sich um 180 TEUR auf
insgesamt 2.956 TEUR reduziert. Während sich die
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um 435
TEUR und die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen
Unternehmen um 188 TEUR reduziert haben, war ein Anstieg
bei den Verbindlichkeiten aus erhaltenen Anzahlungen und
Bestellungen um 410 TEUR und den sonstigen
Verbindlichkeiten in Höhe von 33 TEUR zu verzeichnen.
Die Finanzlage der Gesellschaft konnte im
Geschäftsjahr 2023 als gut bezeichnet werden.
Verbindlichkeiten wurden innerhalb der Zahlungsfrist
beglichen und Forderungen zum größten Teil
innerhalb der Zahlungsziele vereinnahmt. Der Saldo der
liquiden Mittel hat sich um 1.575 TEUR von 59 TEUR auf
1.634 TEUR erhöht. Die Entwicklung der Liquidität
wurde zum Stichtag durch die Verringerung der Vorräte
und des Forderungsbestandes bei gleichzeitig gestiegenen
Einzahlungen aus erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen
maßgeblich beeinflusst.
Die Ertragslage wurde im Geschäftsjahr 2023
wesentlich durch die Änderung im Auftragsmix und die
damit einhergehende Umsatzentwicklung beeinflusst. Das
budgetierte Umsatzziel und das geplante Ergebnis wurden
erreicht.
Im Geschäftsjahr 2023 reduzierte sich der Umsatz
um 9 Prozent bzw. 1.918 TEUR auf 18.507 TEUR. Mit
diesem Umsatz wurde ein Jahresüberschuss vor
Ergebnisabführung von 1.818 TEUR erwirtschaftet. Dies
entspricht einer Umsatzrendite von rd. 10 Prozent (Vorjahr
rd. 11 Prozent). Die Materialaufwandsquote lag bei rd. 49
Prozent (Vorjahr rd. 57 Prozent). Diese Entwicklung
ist dem verringerten Geschäft mit Großprojekten
geschuldet.
Die Personalaufwandsquote erhöhte sich auf rd.
24 Prozent (Vorjahr rd. 19 Prozent). Die sonstigen
betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich aufgrund von
gestiegenen Kosten für Beratungsleistungen und
Gewährleistungskosten um 260 TEUR auf 3.008 TEUR.
Das Finanzergebnis veränderte sich von -25 TEUR
auf -67 TEUR in 2023 und resultiert aus der Verzinsung des
Gesellschafter-Verrechnungskontos.
Zusammenfassend betrachtet war unsere wirtschaftliche
Lage im abgelaufenen Geschäftsjahr 2023 insgesamt als
gut zu bezeichnen.
III. Forschung und Entwicklung
Die Holzhauer Pumpen GmbH betreibt eine eigene
Entwicklungsabteilung für zulassungsfähige
Produkte mit einem Fokus auf deutsche
Brandschutzzulassungen VdS und internationale Zulassungen
FM. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden
sämtliche Geschäftsfelder des Unternehmens in die
Entwicklungsaktivitäten einbezogen. Die Investitionen
in diese Entwicklungsbereiche werden sich in den kommenden
Jahren auszahlen und somit Holzhauer-Pumpen ein weiteres
wichtiges Alleinstellungsmerkmal verschaffen.
Durch kontinuierliche Wettbewerbsbeobachtung ergeben
sich zudem regelmäßig Chancen durch unbesetzte
Marktlücken, die durch geschickte Einführung
neuer Produkte und Dienstleistungen konsequent genutzt
werden.
C.
Bericht über die zukünftige Entwicklung sowie
Chancen und Risiken des Unternehmens
I.
Voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens
Da das Geschäft von Holzhauer-Pumpen an der
Entwicklung der Baukonjunktur, insbesondere am
Wirtschaftshochbau, hängt, werden sich die derzeitigen
Krisenherde in der Ukraine und in Nahost voraussichtlich
kaum auf den Absatz der Gesellschaft auswirken.
Während sich die Zinssituation negativ auf die
Baukonjunktur auswirkt, ist durch den Rückgang der
Inflation auf ein Niveau zwischen 2 und 2,5 Prozent der
Preisauftrieb der letzten Jahre deutlich gebremst. Die
Entwicklung des Wirtschaftshochbaus wird für das Jahr
2024 leicht rückläufig bis stagnierend
eingeschätzt.
Der Markt für Sprinkler- und Brandschutzanlagen
in Deutschland bleibt auch im Jahr 2024 unverändert
stabil. Es wird erwartet, dass sich der Markt für
Brandschutztechnik weiterhin mit moderaten Wachstumsraten
entwickelt. Daher konzentriert sich Holzhauer-Pumpen in den
kommenden Jahren auf die kostenoptimierte Weiterentwicklung
des Produktportfolios, die Einführung neuer
Dienstleistungen und eine deutliche Stärkung der
Vertriebsaktivitäten sowohl im Inland als auch im
Ausland. Diese Maßnahmen wurden bereits eingeleitet.
Unsere auf Qualität, Flexibilität und
kundenspezifische Lösungen ausgerichtete
Verkaufspolitik trifft auf erfreuliche Resonanz bei den
Kunden. Diese Strategie wird konsequent fortgesetzt.
Die bisherige Auftragslage 2024 ist als gut zu
beurteilen.
Wir erwarten für das Geschäftsjahr 2024
aufgrund der bisherigen Auftragslage ein leicht
erhöhtes Umsatzniveau gegenüber dem Vorjahr. Die
Gesamtertrags- und Liquiditätslage wird
voraussichtlich stabil bleiben. Wir rechnen mit einem
Geschäftsergebnis für 2024 auf
Vorjahresniveau.
Zur Verbesserung der internen Abläufe wurde 2021
mit der Einführung eines umfassenden ERP-Systems
begonnen. Die stufenweise Inbetriebsetzung hat in 2023
begonnen und wird voraussichtlich in 2024 abgeschlossen.
II.
Risikobericht
1. Allgemeiner Risiko- und Chancenbericht
Der Wettbewerb im europäischen Ausland ist durch
die länderübergreifende Normung FM deutlich
intensiver als im Inland. Insgesamt ist eine zunehmende
Konzentration auf der Abnehmerseite durch Akquisitionen und
Zusammenschlüsse festzustellen.
Die Gesellschaft sieht sich aktuell keinen
wesentlichen Währungsrisiken ausgesetzt. Es werden
lediglich in geringem Umfang Komponenten in USD aus den
Vereinigten Staaten beschafft. Das Geschäft mit
britischen Lieferanten ist komplett auf EUR umgestellt.
Die seit dem 2. Halbjahr 2023 rückläufige
Inflation hat den Preisauftrieb auf der Beschaffungsseite
deutlich abgebremst. Die Gesellschaft versucht dennoch
durch geeignete Maßnahmen in allen Bereichen,
konstruktiv wie auch kaufmännisch, die Effekte der
Inflation zu begrenzen.
Die Beschaffungsseite wurde durch den Aufbau neuer
Lieferanten stabilisiert. Mit den bekannten
qualitätsbewussten Lieferanten in Deutschland und den
neuen Partnern im Ausland haben wir mittel- und
langfristige Lieferverträge, die regelmäßig
aktualisiert werden.
Es sind aktuell keine Risiken erkennbar, die den
Bestand des Unternehmens gefährden können.
2. Spezieller Risiko- und Chancenbericht
Der kontinuierliche Personalauf- und -umbau in
sämtlichen Abteilungen des Unternehmens wird auch im
Jahr 2024 weitergeführt. Durch eine erweiterte
Mitarbeiterbasis stehen zusätzliche Ressourcen
für eine aktive Kundenbetreuung sowie eine
qualitätsorientierte Abwicklung unserer Aufträge,
insbesondere im Bereich der Dienstleistungen, zur
Verfügung.
Bei den Standardanwendungen stellen wir weiterhin
eine deutlich verstärkte Wettbewerbssituation fest.
Durch eine Anpassung unserer Produkte sind wir für die
Zukunft gut positioniert.
Im Bereich Sonderanlagen und Fertigpumpstationen gibt
es nach wie vor Versuche, zu uns in Wettbewerb zu treten.
Durch unser spezielles Know-How und unsere Erfahrung auf
diesen Gebieten können wir unsere Position jedoch
behaupten.
Aufgrund der Corona Krise und des Ukrainekriegs ist
es bei vielen Komponenten zu Lieferengpässen und
deutlichen Preissteigerungen gekommen. Durch gezieltes
Beschaffungsmanagement konnten die Effekte aus diesen
Entwicklungen für das Unternehmen beschränkt
werden. Zusätzlich werden permanent Anstrengungen zur
Effizienzsteigerung in unseren Abläufen unternommen.
Durch den Produktivstart des ERP-Systems, der in 2023
begonnen wurde, erwarten wir Effizienzsteigerungen.
Die gesamten Auswirkungen des weiteren Verlaufs des
Ukrainekrieges und des Konflikts in Israel lassen sich
dagegen derzeit noch nicht abschätzen.
Karben, 29. April 2024
gez.
Joachim Barthold, Geschäftsführer
gez.
Till Rubahn, Geschäftsführer
Bilanz
Aktiva
|
|
31.12.2023
EUR |
31.12.2022
EUR |
| A.
Anlagevermögen |
1.563.379,76 |
1.210.170,15 |
| I.
Immaterielle Vermögensgegenstände |
1.264.944,26 |
940.971,65 |
| II.
Sachanlagen |
298.435,50 |
269.198,50 |
| B.
Umlaufvermögen |
8.105.639,99 |
8.229.909,13 |
| I.
Vorräte |
3.653.402,61 |
4.434.068,49 |
| II.
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände |
2.818.456,57 |
3.736.736,09 |
| III.
Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei
Kreditinstituten und Schecks |
1.633.780,81 |
59.104,55 |
| C.
Rechnungsabgrenzungsposten |
107.563,64 |
156.740,42 |
| Bilanzsumme,
Summe Aktiva |
9.776.583,39 |
9.596.819,70 |
Passiva
|
|
31.12.2023
EUR |
31.12.2022
EUR |
| A.
Eigenkapital |
5.464.243,41 |
5.464.243,41 |
| I.
gezeichnetes Kapital |
25.564,59 |
25.564,59 |
| II.
Kapitalrücklage |
3.227.778,58 |
3.227.778,58 |
| III.
Gewinnvortrag |
2.210.900,24 |
2.210.900,24 |
| IV.
Jahresüberschuss/-fehlbetrag |
0,00 |
0,00 |
| B.
Rückstellungen |
1.356.712,69 |
996.316,93 |
| C.
Verbindlichkeiten |
2.955.627,29 |
3.136.259,36 |
| davon
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen
Unternehmen |
1.740.504,89 |
1.928.274,43 |
| Bilanzsumme,
Summe Passiva |
9.776.583,39 |
9.596.819,70 |
Gewinn- und Verlustrechnung
|
1.1.2023 - 31.12.2023
EUR |
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR |
| 1.
Rohergebnis |
9.386.997,18 |
8.970.763,37 |
| 2.
Personalaufwand |
4.358.111,83 |
3.860.189,04 |
| a)
Löhne und Gehälter |
3.593.802,42 |
3.206.447,81 |
| b)
soziale Abgaben und Aufwendungen für
Altersversorgung und für Unterstützung |
764.309,41 |
653.741,23 |
| 3.
Abschreibungen |
128.616,83 |
149.606,28 |
| a)
Abschreibungen auf immaterielle
Vermögensgegenstände des
Anlagevermögens und Sachanlagen |
128.616,83 |
149.606,28 |
| 4.
sonstige betriebliche Aufwendungen |
3.007.984,07 |
2.747.884,44 |
| 5.
Zinsen und ähnliche Aufwendungen |
67.332,11 |
25.430,37 |
| 6.
Ergebnis nach Steuern |
1.824.952,34 |
2.187.653,24 |
| 7.
sonstige Steuern |
6.522,13 |
4.554,34 |
| 8.
auf Grund einer Gewinngemeinschaft, eines
Gewinnabführungs- oder
Teilgewinnabführungsvertrags abgeführte
Gewinne |
1.818.430,21 |
2.183.098,90 |
| Jahresüberschuss/-fehlbetrag |
0,00 |
0,00 |
Anhang
A. Allgemeine Angaben und Bilanzierungs- und
Bewertungsmethoden
I. Anwendung der Vorschriften des
Handelsgesetzbuches
Die Gesellschaft ist im Handelsregister des
Amtsgerichts Frankfurt am Main unter der Nummer
HR B 71221 eingetragen.
Die Gesellschaft ist eine mittelgroße
Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB.
Hinsichtlich der Bilanzierung und Bewertung wurden die
Vorschriften der §§ 242 ff. HGB sowie der
ergänzenden Vorschriften für
Kapitalgesellschaften gem. §§ 264 ff. HGB
angewendet. Die Vorschriften des GmbHG wurden beachtet.
Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das
Gesamtkostenverfahren gewählt.
Angaben, die wahlweise in der Bilanz, in der Gewinn-
und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden
können, sind insgesamt im Anhang aufgeführt.
Am 25. Oktober 2012 wurde zwischen der Gesellschaft
und der Anteilseignerin mit Wirkung zum 1. November
2012 ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag
abgeschlossen.
II. Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften
Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden des
Vorjahres wurden beibehalten.
1. Aktiva
Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu
Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und sofern
sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige
Abschreibungen nach der linearen Methode vermindert.
Die Sachanlagen sind zu den Anschaffungs- bzw.
Herstellungskosten aktiviert und nach Maßgabe der
betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer um
planmäßige Abschreibungen nach der linearen
Methode vermindert.
Die Vorräte werden zu Anschaffungs- bzw.
Herstellungskosten unter Berücksichtigung des
Niederstwertprinzips bewertet. Die Herstellungskosten
setzen sich aus Material- und Fertigungskosten sowie
angemessenen Teilen der Material- und
Fertigungsgemeinkosten zusammen.
Die Forderungen und sonstigen
Vermögensgegenstände sind zum Nominalwert
angesetzt. Risiken bei den Forderungen aus Lieferungen und
Leistungen sind, sofern erforderlich, durch
Wertberichtigungen angemessen Rechnung getragen. Für
das allgemeine Bonitätsrisiko wurde eine
Pauschalwertberichtigung vorgenommen.
Die liquiden Mittel sind zum Nennwert angesetzt.
Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden diverse
vorausbezahlte Aufwendungen ausgewiesen.
2. Passiva
Das gezeichnete Kapital ist mit dem Nennbetrag
angesetzt.
Die Kapitalrücklage ist mit dem Nennbetrag
angesetzt.
Rückstellungen wurden für alle ungewissen
Verbindlichkeiten und erkennbare Verpflichtungen gebildet
und mit dem wahrscheinlichen Erfüllungsbetrag
bewertet. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von
mehr als einem Jahr werden entsprechend § 253 Abs. 2
HGB mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der
vergangenen sieben Jahre abgezinst.
Die Verbindlichkeiten sind mit ihren
Erfüllungsbeträgen passiviert.
3. Gewinn- und Verlustrechnung
Aufwendungen und Erträge wurden auf das
Geschäftsjahr abgegrenzt.
B. Angaben und Erläuterungen zu den einzelnen
Posten
I. Erläuterungen zur Bilanz
Die Entwicklungen der einzelnen Posten des
Anlagevermögens sowie die Abschreibungen des
Geschäftsjahres für die Einzelposten des
Anlagevermögens ergeben sich aus dem in der Anlage
beigefügten Anlagenspiegel.
Der Vorratsbestand wird auf Basis der
körperlichen Inventur mit den Anschaffungs- bzw.
Herstellungskosten bewertet. Notwendige Abwertungen
nach § 253 Abs. 4 S. 2 HGB wurden vorgenommen.
Die Forderungen und sonstigen
Vermögensgegenstände sind bis auf Forderungen in
Höhe von TEUR 10 innerhalb eines Jahres
fällig. Es bestehen Forderungen in Höhe von TEUR
17 gegenüber verbundenen Unternehmen.
Das gezeichnete Kapital beträgt 50.000,00 DM.
Eine Umstellung auf EUR erfolgte bisher nicht.
Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten betragen
insgesemt weniger als ein Jahr.
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen
Unternehmen bestehen gegenüber der Anteilseignerin und
resultieren aus dem gegenseitigen Leistungs- und
Verrechnungsverkehr sowie der Ergebnisabführung.
II. Erläuterungen zur Gewinn- und
Verlustrechnung
Die Aufwendungen aus der Altersversorgung beliefen
sich im Geschäftsjahr auf TEUR 46 (Vorjahr:
TEUR 36).
Die Aufwendungen aus Währungsumrechnungen
betrugen TEUR 3 (Vorjahr: TEUR 3).
Die Zinsaufwendungen betrugen TEUR 67 (Vorjahr TEUR
25) und resultieren aus Verpflichtungen gegenüber der
Gesellschafterin.
III. Erläuterungen zu den
Haftungsverhältnissen, ausserbilanziellen
Geschäften und sonstigen Finanziellen
Verpflichtungen
Neben den in der Bilanz aufgeführten
Verbindlichkeiten sind folgende Haftungsverhältnisse
gemäß § 251 HGB i.V.m. § 285 Nr.
27 HGB zu vermerken:
- Mitbürgschaft in Höhe von EUR 180,0
Mio. (Vj.: EUR 100,0 Mio.) für einen Konsortialkredit
eines verbundenen Unternehmens, Inanspruchnahme zum
Stichtag EUR 166,0 Mio. (Vj.: EUR 79,0 Mio.)
- Mitbürgschaft in Höhe von EUR 50,6
Mio. (Vj.: EUR 16,7 Mio.) für einen weiteren Kredit
eines verbundenen Unternehmens (ursprünglicher
Nominalbetrag: EUR 48,6 Mio.; aufgelaufene Zinsen, die auf
den ursprünglichen Nominalbetrag kapitalisiert wurden:
EUR 2,0 Mio.), Inanspruchnahme zum Stichtag EUR 50,6 Mio.
(Vj.: EUR 16,7 Mio.)
Aufgrund von Erfahrungen der Vergangenheit und der
Lage des Gesamtkonzerns ist eine Inanspruchnahme der
Bürgschaftserklärungen aktuell unwahrscheinlich.
Es bestehen die folgenden nicht in der Bilanz
enthaltenen Geschäfte, die für die Beurteilung
der Finanzlage notwendig sind (§ 285 Nr. 3 und 3a
HGB):
Art
|
Zweck
|
Betrag
(TEUR)
|
Mietvertrag für
Immobilien
|
Beschaffung von
Produktions- und
Verwaltungsflächen
|
1.116
|
Leasingverträge
|
Beschaffung von
beweglichen Gegenständen
|
376
|
Summe
|
|
1.492
|
Von dem Betrag sind TEUR 480 innerhalb eines Jahres
fällig.
Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen aus
Bestellobligo i.H.v. TEUR 537 und aus Avalkrediten i.H.v.
TEUR 1.188. Davon sind TEUR 1.725 innerhalb eines
Jahres zur Zahlung fällig.
C. Sonstige Angaben
1. Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt
Im Geschäftsjahr wurden durchschnittlich 64
Personen beschäftigt, davon 39 gewerbliche und 25
kaufmännische Mitarbeiter.
2. Organe der Gesellschaft und Gesamtbezüge
Zu Geschäftsführern waren im abgelaufenen
Geschäftsjahr Herr Dipl.-Ing. Joachim Barthold, Bad
Pyrmont, und Herr Dipl.-Kfm. Till Rubahn, Marktheidenfeld,
bestellt.
Die Angabe der Gesamtbezüge wird gem. der
Schutzklausel des § 286 Absatz 4 HGB unterlassen.
3. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem
Abschlussstichtag gemäß § 285 Nr. 33 HGB
Der Ukraine-Krieg hat sich in 2023 nicht direkt auf
das Geschäft der Gesellschaft ausgewirkt, da die
Gesellschaft weder auf der Absatz- noch auf der
Beschaffungsseite in dieser Region aktiv ist. Die durch
diesen Konflikt angeheizte Inflation hat sich gegen Ende
des Geschäftsjahres 2023 beruhigt. Der Preisauftrieb
für die von der Gesellschaft zu beschaffenden
Komponenten ist damit im Wesentlichen gestoppt worden.
Der im Oktober 2023 ausgebrochene Konflikt in Israel
hat aus den gleichen Gründen wie der Ukraine-Krieg
keinen direkten Einfluss auf die Gesellschaft. Die in der
Folge dieses Konfliktes zunehmende Störung der
Schiffsroute durch den Suezkanal kann sich aber
möglicherweise auf die Frachtraten und Lieferzeiten
für Komponenten aus Fernost auswirken.
Insgesamt lassen sich für 2024 die
Einflüsse der oben genannten Konfliktherde derzeit
noch nicht abschätzen.
4. Konzernzugehörigkeit
Die Holzhauer Pumpen GmbH, 61184 Karben, ist eine
100-prozentige Tochtergesellschaft der HOP Holding GmbH,
61184 Karben. Die HOP Holding GmbH ist eine 100-prozentige
Tochtergesellschaft der HOP Holding S.à r.l.,
Luxemburg. Diese ist wiederum eine 100-prozentige
Tochtergesellschaft der Obermark Value S.à r.l.,
Luxemburg. Diese Gesellschaften werden in den
Konzernabschluss der Obermark Value S.à r.l.
einbezogen. Alle zu diesem Konzernkreis zählenden
Unternehmen werden im Bericht als verbundene Unternehmen
ausgewiesen.
Dieser Konzernabschluss wird im Registre de Commerce
et des Sociétés, Luxemburg,
veröffentlicht.
Karben, 29. April
2024
gez.
Joachim Barthold, Geschäftsführer
gez.
Till Rubahn, Geschäftsführer
Anlagespiegel
I.
Immaterielle Vermögensgegenstände
|
|
|
|
1. Gewerbliche
Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte
|
280.170,16
|
0,00
|
0,00
|
280.170,16
|
2. geleistete
Anzahlungen
|
894.537,65
|
345.931,61
|
0,00
|
1.240.469,26
|
Summe Immaterielle
Vermögensgegenstände
|
1.174.707,81
|
345.931,61
|
0,00
|
1.520.639,42
|
II. Sachanlagen
|
|
|
|
|
1. Bauten auf fremden
Grundstücken
|
19.300,19
|
0,00
|
0,00
|
19.300,19
|
2. Technische Anlagen
und Maschinen
|
1.197.834,81
|
58.684,40
|
4.364,28
|
1.252.154,93
|
3. Andere Anlagen,
Betriebs- und Geschäftsausstattung
|
1.224.464,63
|
77.211,43
|
52.970,86
|
1.248.705,20
|
Summe Sachanlagen
|
2.441.599,63
|
135.895,83
|
57.335,14
|
2.520.160,32
|
|
3.616.307,44
|
481.827,44
|
57.335,14
|
4.040.799,74
|
|
kumulierte Abschreibungen
|
Buchwert
|
|
Stand
|
Zugänge
|
Abgänge
|
Stand
|
Stand
|
Stand
|
|
01.01.2022
|
|
|
31.12.2022
|
31.12.2022
|
31.12.2021
|
|
EUR
|
EUR
|
EUR
|
EUR
|
EUR
|
EUR
|
A. Anlagevermögen
|
|
|
|
|
|
|
I. Immaterielle
Vermögensgegenstände
|
|
|
|
|
|
|
1. Gewerbliche
Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte
|
233.736,16
|
21.959,00
|
0,00
|
255.695,16
|
24.475,00
|
46.434,00
|
2. geleistete
Anzahlungen
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
1.240.469,26
|
894.537,65
|
Summe Immaterielle
Vermögensgegenstände
|
233.736,16
|
21.959,00
|
0,00
|
255.695,16
|
1.264.944,26
|
940.971,65
|
II. Sachanlagen
|
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|
|
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|
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1. Bauten auf fremden
Grundstücken
|
19.037,19
|
260,50
|
0,00
|
19.297,69
|
2,50
|
263,00
|
2. Technische Anlagen
und Maschinen
|
1.151.999,81
|
13.753,40
|
4.363,78
|
1.161.389,43
|
90.765,50
|
45.835,00
|
3. Andere Anlagen,
Betriebs- und Geschäftsausstattung
|
1.001.364,13
|
92.643,93
|
52.970,36
|
1.041.037,70
|
207.667,50
|
223.100,50
|
Summe Sachanlagen
|
2.172.401,13
|
106.657,83
|
57.334,14
|
2.221.724,82
|
298.435,50
|
269.198,50
|
|
2.406.137,29
|
128.616,83
|
57.334,14
|
2.477.419,98
|
1.563.379,76
|
1.210.170,15
|
sonstige Berichtsbestandteile
Angaben zur Feststellung:
Der Jahresabschluss wurde am 27.05.2024 festgestellt.
Bestätigungsvermerk
Bei dem vorstehenden, zur Offenlegung bestimmten,
verkürzten Jahresabschluss (Bilanz, Gewinn- und
Verlustrechnung und Anhang) wurden die
größenabhängigen Erleichterungen nach
§ 327 HGB in Anspruch genommen. Zu dem
vollständigen Jahresabschluss und Lagebericht haben
wir folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:
BESTÄTIGUNGSVERMERK
DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS
An die Holzhauer Pumpen GmbH
Prüfungsurteile
Wir haben den Jahresabschluss der Holzhauer Pumpen
GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und
der Gewinn- und Verlustrechnung für das
Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember
2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung
der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft.
Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Holzhauer
Pumpen GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar
2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der
Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
· entspricht der beigefügte
Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den
deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden
handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter
Beachtung der deutschen Grundsätze
ordnungsmäßiger Buchführung ein den
tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild
der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.
Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das
Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember
2023 und · vermittelt der beigefügte
Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage
der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht
dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss,
entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und
stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen
Entwicklung zutreffend dar.
Gemäß § 322 Abs. 3
Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung
zu keinen Einwendungen gegen die
Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des
Lageberichts geführt hat.
Grundlage für die Prüfungsurteile
Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses
und des Lageberichts in Übereinstimmung mit
§ 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der
Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen
Grundsätze ordnungsmäßiger
Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere
Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen
ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers
für die Prüfung des Jahresabschlusses und des
Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks
weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen
unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen
handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und
haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in
Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.
Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten
Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um
als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum
Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.
Verantwortung
der gesetzlichen Vertreter
für den Jahresabschluss und den Lagebericht
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich
für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den
deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden
handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen
Belangen entspricht, und dafür, dass der
Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen
Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung
ein den tatsächlichen Verhältnissen
entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und
Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die
gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen
Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den
deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger
Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die
Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen,
der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund
von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der
Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder
Irrtümern ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die
gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die
Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der
Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren
haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang
mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit,
sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus
sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des
Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der
Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht
tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten
entgegenstehen.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter
verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts,
der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der
Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen
Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den
deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die
Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung
zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen
Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und
Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet
haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in
Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen
gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um
ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im
Lagebericht erbringen zu können.
Verantwortung des Abschlussprüfers für die
Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit
darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes
frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von
dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der
Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage
der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen
Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der
Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht,
den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die
Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung
zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk
zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum
Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an
Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in
Übereinstimmung mit § 317 HGB unter
Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW)
festgestellten deutschen Grundsätze
ordnungsmäßiger Abschlussprüfung
durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche
Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen
können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern
resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn
vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass
sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses
Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen
wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten
beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir
pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine
kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
· identifizieren und beurteilen wir die
Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im
Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen
Handlungen oder Irrtümern, planen und führen
Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken
durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die
ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für
unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus
dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche
Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als
das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende
wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden,
da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken,
Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten,
irreführende Darstellungen bzw. das
Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten
können.
· gewinnen wir ein Verständnis von
dem für die Prüfung des Jahresabschlusses
relevanten internen Kontrollsystem und den für die
Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und
Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die
unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch
nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit
dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.
· beurteilen wir die Angemessenheit der
von den gesetzlichen Vertretern angewandten
Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von
den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten
Werte und damit zusammenhängenden Angaben.
· ziehen wir Schlussfolgerungen über
die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern
angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der
Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf
der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine
wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen
oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der
Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der
Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir
zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit
besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk
auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und
im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese
Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges
Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere
Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum
unseres Bestätigungsvermerks erlangten
Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder
Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die
Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr
fortführen kann.
· beurteilen wir Darstellung, Aufbau und
Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich
der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde
liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so
darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der
deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger
Buchführung ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-,
Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.
· beurteilen wir den Einklang des
Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine
Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von
der Lage der Gesellschaft.
· führen wir
Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen
Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im
Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter
Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere
die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen
Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und
beurteilen die sachgerechte Ableitung der
zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein
eigenständiges Prüfungsurteil zu den
zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde
liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein
erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige
Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben
abweichen.
Wir erörtern mit den für die
Überwachung Verantwortlichen unter anderem den
geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie
bedeutsame Prüfungsfeststellungen,
einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im
internen Kontrollsystem, die wir während unserer
Prüfung feststellen.
Celle, 29. April 2024
Weilep audit GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
gez.
Dr. Jan-Henning Weilep, Wirtschaftsprüfer
gez.
ppa. Claudia Zierden, Wirtschaftsprüferin
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