Klasing Kabel GmbH
Germanenstraße 1, 85095 Denkendorf, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Johann Erich Wilms seit 3.5.2004 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
HWB GmbH & Co. KG | 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Klasing Kabel GmbHDenkendorfJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.07.2022 bis zum 30.06.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023Klasing Kabel GmbH, DenkendorfI. Grundlagen des Unternehmens 1. Geschäftsmodell Die Klasing Kabel GmbH, Denkendorf (im Folgenden "Klasing" oder "Gesellschaft" genannt), ist weltweit im Bereich der Entwicklung, Herstellung und Vertrieb von Kabeln aller Art tätig. Den wesentlichen Schwerpunkt bilden Kabel für Anwendungen in der Informations- und Kommunikationstechnik sowie im Audio- und Video-Bereich. Die Geschäftsentwicklung wird daher insbesondere durch die Entwicklung der Elektroindustrie beeinflusst. Unsere Produktionstätigkeit üben wir ausschließlich an unserem einzigen Standort in Denkendorf aus. Die Klasing vertreibt ihre Produkte zu rund 70 % im Inland und zu rund 30 % im Ausland. Alleinige Gesellschafterin der Klasing ist weiterhin die Hans Wilms Beteiligungs-GmbH, Menden. Die Klasing selbst hat keine Tochtergesellschaften im Sinne des § 271 Abs. 2 HGB bzw. Beteiligungen im Sinne des § 271 Abs. 1 HGB. Gegenüber dem Vorjahr haben sich keine wesentlichen Änderungen in den Grundlagen des Unternehmens ergeben. 2. Forschung und Entwicklung Die Gesellschaft tätigt eigene Produktentwicklungen. Die Entwicklungstätigkeit konzentriert sich auf die kontinuierliche Qualitätsverbesserung der Produkte und Produktionsabläufe. Wir sind bestrebt, unseren hohen technischen Standard durch permanente Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten zu erhalten und auszubauen, um zusätzliche Aufträge an Spezialkabeln zu generieren und unseren Ruf als Innovator in der Branche zu sichern. Unser bereits über 100 Jahre bestehendes Unternehmen nutzt Erfahrungen, Forschung und die Produktionstechnik für die ständige Entwicklung neuer Produkte. Viele von diesen Neuentwicklungen erfolgen gemeinsam mit unseren bestehenden oder neuen Kunden. Wir verzichten auf quantitative Angaben zum Faktoreinsatz und zu den Ergebnissen der Forschungs- und Entwicklungstätigkeit, da diese Informationen für den verständigen Adressaten nicht wesentlich sind. Wesentliche Veränderungen der Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten haben sich gegenüber dem Vorjahr nicht ergeben. 3. Qualitätsmanagement, Umwelt und Personal Qualität ist in unserem Unternehmen ein vorrangiges Ziel und ein dynamischer Prozess. Daher arbeiten wir in allen Geschäfts- und Fertigungsprozessen entsprechend nationaler und internationaler Zertifizierungen und Zulassungen. Dahinter steht ein entsprechendes Qualitätsmanagement, um die Weiterentwicklung der Prozesse gerade in qualitativer Hinsicht zu gewährleisten. Unser hohes Qualitätsniveau während der gesamten Wertschöpfungskette wird durch interne und externe Audits regelmäßig überprüft und bestätigt. Die Gesellschaft ist nach DIN EN ISO 9001 und DIN EN ISO 50001 zertifiziert. Wir denken bzw. handeln nachhaltig und zukunftsorientiert. Deshalb planen und arbeiten wir so, dass die Umwelt so wenig wie möglich belastet wird. Wir trennen Prozessausschuss und Schrotte, soweit möglich, sortenrein. Dadurch erreichen wir eine sehr hohe Recyclingquote, die auch wirtschaftlich vorteilhaft ist. Zur Umsetzung der Energiepolitik wurde ein Energiemanagementsystem nach DIN EN ISO 50001-2011 eingeführt. Dieses wird von der Geschäftsführung, dem Energiebeauftragten und den Prozessverantwortlichen in allen Bereichen kommuniziert, regelmäßig überprüft, bewertet und nach Bedarf verbessert. Auch bei der Klasing machen wir Gebrauch von Photovoltaikanlagen. Auf dem Dach unserer Produktionshalle in Denkendorf befindet sich eine Photovoltaikanlage. Eine weitere Photovoltaikanlage befindet sich auf dem Dach des Lageranbaus in Denkendorf. Die Klasing hat im Geschäftsjahr 2022/2023 im Quartalsmittel 175 Mitarbeiter beschäftigt. Enthalten in der Zahl sind 141 Beschäftigte im gewerblich-technischen Bereich und 34 technische bzw. kaufmännische Angestellte. Die Zahl der Beschäftigten ist im Geschäftsjahr 2022/2023 gegenüber 2021/2022 um 6 Personen gestiegen. Durch regelmäßige Schulungen wird die kontinuierliche Fortbildung der Mitarbeiter gewährleistet. Durch die Leiter der Struktureinheiten wird der Schulungsbedarf der mit fach- und qualitätsrelevanten Aufgaben betrauten Mitarbeiter ermittelt und daraus ein Schulungsprogramm für das Unternehmen abgeleitet. Grundlage für dieses Schulungsprogramm sind die sich verändernden Kundenanforderungen, technischen Regeln, der aktuelle Stand der Technik sowie eigene Entwicklungen von Produkten, Vorschriften der Arbeitssicherheit sowie des Brandschutzes, die entsprechende Weiterbildungsmaßnahmen erforderlich machen können. Dieses Schulungsprogramm kann sowohl interne als auch externe Schulungen enthalten. Darüber hinaus haben die zuständigen Leiter die Übereinstimmung des Ausbildungsniveaus ihrer Mitarbeiter mit den Anforderungen der einzelnen Arbeitsplätze ständig zu überwachen und den daraus abgeleiteten Schulungsbedarf anzumelden. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Entsprechend einer Pressemitteilung vom 13. Januar 2023 des Statistischen Bundesamtes lag das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahr 2022 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes um 1,9 % über dem Vorjahr. Kalenderbereinigt betrug das Wirtschaftswachstum 2,0 %. Entsprechend dem Statistischen Bundesamt war die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland im Jahr 2022 geprägt von den Folgen des Kriegs in der Ukraine wie den extremen Energiepreiserhöhungen. Hinzu kamen verschärfte Material- und Lieferengpässe, massiv steigende Preise beispielsweise für Nahrungsmittel sowie der Fachkräftemangel und die andauernde, wenn auch im Jahresverlauf nachlassende Corona-Pandemie. Das Statistische Bundesamt betont, dass sich die deutsche Wirtschaft trotz dieser nach wie vor schwierigen Bedingungen im Jahr 2022 insgesamt gut behaupten konnte. Im Vergleich zum Jahr 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona-Pandemie, war das BIP 2022 um 0,7 % höher. Entsprechend einer weiteren Pressemitteilung vom 25. August 2023 des Statistischen Bundesamtes ist das BIP im 2. Quartal 2023 gegenüber dem 1. Quartal 2023 - preis-, saison- und kalenderbereinigt - nach neuesten Berechnungen nicht weiter gesunken (0,0 %). Nach den leichten Rückgängen in den beiden Vorquartalen hat sich die deutsche Wirtschaft im Frühjahr stabilisiert. Im 4. Quartal 2022 hatte die Wirtschaftsleistung um 0,4 % und im 1. Quartal 2023 um 0,1 % gegenüber den jeweiligen Vorquartalen abgenommen. Die Entwicklung der Klasing wird maßgeblich durch die Entwicklung der Elektroindustrie beeinflusst. Im Rahmen einer Pressemitteilung vom 08. Februar 2023 betont der Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie e.V. (ZVEI), dass die deutsche Elektro- und Digitalindustrie im Dezember 2022 ein Auftragsplus von 6,9 % gegenüber Vorjahr verzeichnete. Entsprechend dem ZVEI erhöhten sich die Inlandsorders im Dezember um 9,4 % und die Auslandsorders um 4,8 %. Während Kunden aus dem Euroraum ihre Orders um ein Fünftel (+ 19,4 %) erhöhten, gingen die Bestellungen aus Drittländern um 2,4 % zurück. Entsprechend der Pressemitteilung hat die preisbereinigte Produktion elektrotechnischer und elektronischer Güter ihr Vorjahresniveau im Dezember 2022 um 2,0 % übertroffen. Im gesamten vergangenen Jahr erzielte sie damit - vorbehaltlich späterer Revisionen durch Destatis - ein Plus von 3,4 %. Die nominalen Erlöse der deutschen Elektro- und Digitalindustrie summierten sich im Dezember 2022 auf 20,8 Milliarden Euro - ein Zuwachs von 12,8 % gegenüber dem Vorjahresmonat. Der Inlandsumsatz rückte um 15,3 % auf 10,2 Milliarden Euro vor, der Auslandsumsatz um 10,5 % auf 10,6 Milliarden Euro. Dabei entwickelten sich die Geschäfte mit Kunden aus dem Euroraum (+ 11,0 % auf 3,5 Mrd. €) und Drittländern (+ 10,2 % auf 7,1 Mrd. €) ähnlich. Der ZVEI betont, dass sich der aggregierte Branchenumsatz im gesamten vergangenen Jahr damit auf einen neuen Rekordwert von 224,6 Milliarden Euro belief. Dabei wurde das Vorjahreslevel um 12,0 % übertroffen. 107,3 Milliarden Euro (+ 14,2 %) wurden mit inländischen Kunden erlöst, 117,3 Milliarden Euro (+ 10,1 %) mit ausländischen Kunden. Die Geschäfte mit der Eurozone konnten letztes Jahr um 8,2 % auf 41,7 Milliarden Euro gesteigert werden. Schließlich wurden mit Partnern aus Drittländern 75,6 Milliarden Euro umgesetzt - ein Plus von 11,2 %. Entsprechend einer weiteren Pressemitteilung vom 08. November 2023 verfehlten die Auftragseingänge in den ersten drei Quartalen des Kalenderjahres 2023 ihren entsprechenden Vorjahreswert insgesamt leicht um 1,3 %. Hier standen sich eine Erhöhung der Inlandsbestellungen um 5,3 % und eine Verkürzung der Auslandsorders um 6,5 % gegenüber. Das Minus bei den Aufträgen aus der Eurozone fiel mit 9,8 % doppelt so hoch aus wie das bei den Bestellungen von Kunden aus Drittländern (- 4,6 %). In den gesamten ersten drei Quartalen dieses Jahres belief sich der aggregierte Branchenumsatz auf 179,4 Milliarden Euro und lag damit um 9,4 % höher als vor einem Jahr. Die Inlands- und Auslandserlöse kamen zwischen Januar und September auf 86,6 Milliarden Euro (+ 11,5 %) bzw. 92,8 Milliarden Euro (+ 7,7 %). Mit Geschäftspartnern aus dem Euroraum wurden dabei 33,2 Milliarden Euro erzielt (+ 8,2 %). Der Umsatz mit Drittländern rückte um 7,4 % auf 59,6 Milliarden Euro vor. Die Ausführungen verdeutlichen, dass sich für die Klasing im Berichtsjahr positive gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen ergaben. Allerdings zeigen die Daten für das erste Halbjahr des Kalenderjahres 2023 bereits eine leicht rückläufige Entwicklung. Wir verweisen insoweit vorab auf unsere Prognoseberichterstattung. 2. Geschäftsverlauf Für das Geschäftsjahr 2022/2023 ergibt sich ein sehr positiver Geschäftsverlauf. Die Gesellschaft hat im Berichtsjahr Umsatzerlöse in Höhe von insgesamt TEUR 48.033 und damit rund TEUR 4.895 deutlich höhere Umsatzerlöse als im Vorjahr realisiert (Vorjahr: TEUR 43.138). Die Umsatzerlöse entfallen zu TEUR 33.221 auf das Inland und zu TEUR 14.812 auf das Ausland. Der Anstieg der Umsatzerlöse ist sowohl auf die hohe Auftragsauslastung als auch auf einen deutlichen Anstieg der Absatzpreise im Berichtsjahr zurückzuführen. In Bezug auf den Geschäftsverlauf ist zunächst die erneut sehr gute Auftragslage im Berichtszeitraum hervorzuheben. Um eventuellen Liefer- und Bestandsengpässen vorzubeugen, haben unsere Kunden ihr Einkaufsvolumen wie bereits im Vorjahr auf einem hohen Niveau gehalten. Der hohe Auftragseingang konnte seitens der Klasing gut bewältigt werden, da die Gesellschaft im Gegensatz zum vorangegangenen Geschäftsjahr keine wesentlichen Personalengpässe im Berichtsjahr mehr zu verzeichnen hatte. Darüber hinaus haben wir im Berichtsjahr auch kein Gebrauch vom Instrument der Kurzarbeit machen müssen. Die Preisbereitschaft unserer Kunden war im Berichtsjahr sehr hoch, da die Materialverfügbarkeit aufgrund der bestehenden Lieferengpässe im Berichtsjahr von höchster Priorität war. Daher konnte die Klasing Preissteigerungen durchsetzen. Insgesamt hatte die hohe Nachfrage eine vergleichsweise geringe Wettbewerbsintensität im Berichtsjahr zur Folge. Im Hinblick auf den Absatz ergaben sich aus dem Russland-Ukraine-Krieg für uns keine negativen Auswirkungen, da Russland grundsätzlich kein bedeutender Absatzmarkt für die Klasing ist. Auf der Beschaffungsseite waren keine wesentlichen Beeinträchtigungen spürbar. Die anhaltende Coronavirus-Pandemie hatte mit Ausnahme diverser Krankheitsfälle keine weiteren wesentlichen negativen Konsequenzen mehr auf unseren Geschäftsverlauf. Die in der Berichterstattung zu den branchenspezifischen Rahmenbedingungen erläuterten positiven Entwicklungstendenzen in der Elektroindustrie spiegeln unseren Geschäftsverlauf insoweit wider. Abschließend haben wir einen Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 4.483 (Vorjahr: TEUR 2.956) realisiert. Der massiv gestiegene Jahresüberschuss ist dabei im Wesentlichen auf den preisbedingten Anstieg unserer Umsatzerlöse und einem damit einhergehenden stark gestiegenen Rohergebnis in Höhe von TEUR 20.849 (Vorjahr: TEUR 16.726) zurückzuführen. Im Hinblick auf die organisatorische Struktur, Standorte, Produktgruppen, Geschäftsprozesse, Absatzmärkte und die für das Geschäft relevanten externen Einflussfaktoren haben sich keine weiteren wesentlichen Änderungen gegenüber dem Vorjahr ergeben. In den Bereichen Gesundheits-, Arbeits- und Unfallschutz bzw. Berufsunfälle haben sich im Geschäftsjahr 2022/2023 ebenfalls keine besonderen Vorkommnisse ergeben. 3. Lage a) Ertragslage Im Berichtsjahr ergibt sich eine positive Ertragslage. Die Gesellschaft realisierte im Berichtsjahr Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 48.033 (Vorjahr: TEUR 43.138). Zu den Gründen des Umsatzanstiegs verweisen wir auf unsere Berichterstattung zum Geschäftsverlauf. Unter Berücksichtigung einer Bestandserhöhung in Höhe von TEUR 510 (Vorjahr: TEUR 759) ergibt sich eine gegenüber dem Vorjahr deutlich gestiegene Gesamtleistung in Höhe von TEUR 48.543 (Vorjahr: TEUR 43.897). Bei einer im Geschäftsjahr 2022/2023 durchschnittlichen Anzahl an Mitarbeitern von 175 (Vorjahr: 169) ergibt sich eine im Vergleich zum Vorjahr leicht gestiegene Gesamtleistung pro Mitarbeiter in Höhe von TEUR 277 (Vorjahr: TEUR 260). Nach Abzug eines im Vergleich zum Vorjahr unterproportional zur Gesamtleistung gestiegenen Materialaufwands in Höhe von TEUR 27.899 (Vorjahr: TEUR 27.255) und der um TEUR 121 auf TEUR 205 gestiegenen sonstigen betrieblichen Erträge ergibt sich ein im Vergleich zum Vorjahr deutlich gestiegenes Rohergebnis in Höhe von TEUR 20.849 (Vorjahr: TEUR 16.726). Der im Verhältnis zur Gesamtleistung unterproportionale Anstieg des Materialaufwands ist darauf zurückzuführen, dass die Klasing aufgrund der hohen Preisbereitschaft ihrer Kunden Absatzpreiserhöhungen realisieren konnte. Der Personalaufwand in Höhe von TEUR 8.195 (Vorjahr: TEUR 6.988) hat sich aufgrund eines Anstiegs des Lohn- und Gehaltsniveaus und der leicht gestiegenen Mitarbeiterzahl deutlich erhöht. Die Abschreibungen in Höhe von TEUR 359 (Vorjahr: TEUR 537) haben sich aufgrund einer gesunkenen Abschreibungsbemessungsgrundlage reduziert. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 5.633 (Vorjahr: TEUR 4.974) haben sich im Wesentlichen aufgrund des umsatzbedingten Anstiegs der Vertriebskosten und gestiegener Instandhaltungskosten erhöht. Das weiterhin negative Finanzergebnis in Höhe von TEUR -145 (Vorjahr: TEUR -37) hat sich im Wesentlichen aufgrund des umsatzbedingten Anstiegs der Factoringzinsen deutlich verschlechtert. Nach Berücksichtigung der Steuern vom Einkommen und vom Ertrag in Höhe von TEUR 2.031 (Vorjahr: TEUR 1.232) ergibt sich für das Berichtsjahr ein deutlich gestiegenes Ergebnis nach Steuern in Höhe von TEUR 4.486 (Vorjahr: TEUR 2.958). Nach Abzug der sonstigen Steuern in Höhe von TEUR 3 (Vorjahr: TEUR 2) ergibt sich für das Berichtsjahr abschließend ein Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 4.483 (Vorjahr: TEUR 2.956). Aufwendungen und Erträge aus wesentlichen Inflations- und Wechselkurseinflüssen liegen im Berichtsjahr nicht vor. b) Finanzlage Die Finanzlage der Klasing ist weiterhin als positiv zu beurteilen. Die Investitionen in die immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens beliefen sich im Berichtsjahr auf TEUR 12 (Vorjahr: TEUR 13). Die Investitionen in das Sachanlagevermögen beliefen sich auf insgesamt TEUR 254 (Vorjahr: TEUR 243). Diese betrafen Investitionen in die für die Geschäftstätigkeit erforderlichen technischen Anlagen und Maschinen in Höhe von TEUR 124 und in die zum Teil noch im Bau befindliche Betriebs- und Geschäftsausstattung in Höhe von TEUR 130. Am Abschlussstichtag bestanden keine wesentlichen Investitionsverpflichtungen bzw. Investitionsvorhaben. Die ausreichende Liquidität der Gesellschaft und die Fähigkeit zur Erfüllung sämtlicher Zahlungsverpflichtungen waren während des gesamten Geschäftsjahres 2022/2023 sichergestellt. Die Klasing hat mit der Gesellschafterin Hans Wilms Beteiligungs-GmbH ein Kontokorrentverhältnis zum Zwecke der Verbuchung ihrer Geschäftsbeziehungen geschlossen. Der Saldo dieses Kontokorrentkontos kann sowohl Schuld- als auch Forderungscharakter annehmen. Auf diesem Kontokorrentkonto werden insbesondere die von uns bei der Hans Wilms Beteiligungs-GmbH vorgenommenen Geldanlagen erfasst. Die Geldanlage hat sich im Vergleich zum Bilanzstichtag des Vorjahres um TEUR 3.170 auf TEUR 8.135 erhöht. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten beliefen sich zum Bilanzstichtag auf TEUR 35 (Vorjahr: TEUR 45). Diese betreffen mit TEUR 17 Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von unter einem Jahr und mit TEUR 18 Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr. Die Bankdarlehen dienen der Finanzierung von Kraftfahrzeugen. Dabei war die planmäßige Tilgung der Bankdarlehen zu jeder Zeit im Berichtsjahr gewährleistet. Zur externen Finanzierung der operativen Geschäftstätigkeit sind wir nicht auf eine Finanzierung durch Banken angewiesen. Die nachstehende Kapitalflussrechnung zeigt Herkunft und Verwendung der Geldströme:
Der in der Kapitalflussrechnung betrachtete Finanzmittelbestand zum Bilanzstichtag entspricht der Summe aus dem Bilanzposten "Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks" und den bei der Gesellschafterin Hans Wilms Beteiligungs-GmbH angelegten Gelder. Eingetretene oder absehbare Liquiditätsengpässe liegen nicht vor. Darüber hinaus liegen keine Beschränkungen vor, die die Verfügbarkeit von Kapital beeinträchtigen können. In Bezug auf die Kapitalstruktur verweisen wir auf unsere Berichterstattung zur Vermögenslage. c) Vermögenslage Das Gesamtvermögen der Gesellschaft hat sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 3.598 auf TEUR 15.635 erhöht. Der Bilanzgewinn des Geschäftsjahres 2021/2022 in Höhe von TEUR 3.961 wurde mit Gesellschafterbeschluss vom 09. Dezember 2022 auf neue Rechnung vorgetragen. Auf Basis eines Gesellschafterbeschlusses vom 14. Juni 2023 wurde eine Gewinnausschüttung in Höhe von TEUR 2.500 vorgenommen. Die Bilanz wurde unter Berücksichtigung der teilweisen Verwendung des Jahresergebnisses aufgestellt. Der Bilanzgewinn zum Abschlussstichtag in Höhe von TEUR 5.944 ergibt sich aus dem Gewinnvortrag in Höhe von TEUR 1.461 und dem im Berichtsjahr erwirtschafteten Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 4.483. Unter Berücksichtigung des gezeichneten Kapitals in Höhe von TEUR 2.500 und einem Bilanzgewinn in Höhe von TEUR 5.944 ergibt sich zum Bilanzstichtag ein Eigenkapital in Höhe von TEUR 8.444. Die Eigenkapitalquote in Höhe von 54,0 % (Vorjahr: 53,7 %) ist weiterhin sehr positiv ausgeprägt. Die Gesellschaft weist ein Fremdkapital von insgesamt TEUR 7.191 aus. Davon entfallen mit rund TEUR 63 auf langfristiges Fremdkapital in Form von Jubiläumsrückstellungen in Höhe von TEUR 45 und Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von TEUR 18. Auf der Aktivseite der Gesellschaft ergibt sich im Bereich des Anlagevermögens ein Rückgang um TEUR 93 auf TEUR 671. Dieser ist auf Abschreibungen in Höhe von TEUR 359 zurückzuführen. Gegenläufig lagen im Berichtsjahr Investitionen in das Anlagevermögen in Höhe TEUR 266 vor. Im Bereich des kurz- und mittelfristig gebundenen Vermögens haben wir einen deutlichen Anstieg um TEUR 3.691 auf TEUR 14.956 zu verzeichnen. Ausschlaggebend sind dabei im Wesentlichen die gestiegene Geldanlage bei der Hans Wilms Beteiligungs-GmbH. Die weiterhin insgesamt zufriedenstellende Vermögensstruktur der Gesellschaft schlägt sich in den von der Gesellschaft herangezogenen Kapitalstrukturkennzahlen nieder: Die Klasing hat zum Bilanzstichtag ihren Deckungsgrad A (Eigenkapital / Anlagevermögen) von 845,7 % auf 1.258,4 % nochmals deutlich erhöht. Unser Deckungsgrad B ((Eigenkapital + langfristiges Fremdkapital) / Anlagevermögen)) hat sich im Vergleich zum Vorjahr von 856,5 % auf 1.267,8 % erhöht. Die working capital ratio (Umlaufvermögen / kurzfristige Verbindlichkeiten) in Höhe von 209,8 % (Vorjahr: 205,0 %) hat sich gegenüber dem Geschäftsjahr 2022/2023 nicht wesentlich geändert und ist weiterhin als zufriedenstellend zu beurteilen. Der Anteil des Anlagevermögens an der Bilanzsumme hat sich gegenüber dem Vorjahr von 6,3 % auf 4,3 % reduziert. Aufgrund des strengen Niederstwertprinzips und den Regeln der verlustfreien Bewertung sind sämtliche erkennbaren Verluste über Abwertungen und Rückstellungen im Jahresabschluss berücksichtigt worden. Die Strukturkennzahlen verdeutlichen, dass die Kapitalstruktur der Gesellschaft weiterhin als positiv einzustufen ist. 4. Steuerungsrelevante finanzielle Leistungsindikatoren Zur wertorientierten Unternehmenssteuerung bedient sich die Klasing bedeutender Bilanz-, Liquiditäts- und GuV-Kennzahlen. Im finanzbezogenen Bereich ziehen wir für Zwecke der erfolgsorientierten Steuerung das EBITDA und das EBIT als finanzielle Leistungsindikatoren heran. Das EBITDA, als erste wesentliche Steuerungsgröße, resultiert aus dem um das Zinsergebnis, die Ertragsteuern, die Abschreibungen und die außerordentlichen Ergebniseffekte bereinigten Jahresüberschuss. In Bezug auf die genannten steuerungsrelevanten finanziellen Leistungsindikatoren haben wir zu Beginn des Geschäftsjahres separate Prognosewerte aufgestellt. Das EBITDA für das Berichtsjahr ergibt sich wie folgt:
Im Geschäftsjahr 2022/2023 betrug das EBITDA TEUR 7.018 und liegt damit um rund TEUR 2.256 deutlich über dem Niveau des Vorjahres (TEUR 4.762). Das EBIT dient als zweite wesentliche finanzielle Steuerungsgröße des Unternehmens. Es resultiert aus dem um Abschreibungen geminderten EBITDA.
Im Geschäftsjahr 2022/2023 betrug das EBIT TEUR 6.659 und liegt damit um rund TEUR 2.434 deutlich über dem Niveau des Vorjahres (TEUR 4.225). Die für uns steuerungsrelevanten finanziellen Leistungsindikatoren EBITDA und EBIT haben sich deutlich verbessert. Die positive Entwicklung der steuerungsrelevanten finanziellen Leistungsindikatoren wird auch bei Zugrundelegung der EBITDA- und EBIT-Margen deutlich. Die genannten Rentabilitätskennzahlen drücken aus, welches operative Ergebnis durch einen Jahresumsatz erzielt worden ist und ergeben sich aus dem Verhältnis von EBITDA bzw. EBIT zu den Umsatzerlösen des Geschäftsjahres:
Die vom Finanz- und Steuerergebnis unabhängigen Rentabilitätskennzahlen verdeutlichen, dass die Gesellschaft im operativen Betriebsergebnis insoweit einen deutlichen Anstieg gegenüber dem Vorjahr erzielt hat. Entgegen unserer Prognoseberichterstattung des Vorjahres haben sich die für uns steuerungsrelevanten finanziellen Leistungsindikatoren nochmals deutlich verbessert. Im Rahmen unserer Prognoseberichterstattung des Vorjahres hatten wir ein mit den Istwerten der Berichtsperiode vergleichbar hohes Niveau antizipiert. Ausschlaggebend für den nunmehr deutlichen Anstieg sind die in der Berichterstattung zum Geschäftsverlauf erläuterten positiven Entwicklungstendenzen. In Bezug auf die Prognose für die von uns zugrunde gelegten finanziellen Leistungsindikatoren für das laufende Geschäftsjahr verweisen wir auf unsere Ausführungen im anschließenden Prognosebericht. 5. Steuerungsrelevante nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Mangels Steuerungsrelevanz und Bedeutung für das Verständnis des Geschäftsverlaufs und der Lage der Klasing zieht die Gesellschaft keine nichtfinanziellen Leistungsindikatoren heran. 6. Gesamtaussage der Geschäftsführung zum Geschäftsverlauf und zur Lage der Gesellschaft Für das Berichtsjahr ergibt sich ein sehr positiver Geschäftsverlauf. Der deutliche Anstieg der Umsatzerlöse, des Jahresergebnisses und der herangezogenen steuerungsrelevanten finanziellen Leistungsindikatoren sind sowohl auf die hohe Auftragsauslastung als auch auf einen deutlichen Anstieg der Absatzpreise zurückzuführen. III. Prognosebericht 1. Voraussichtliche Entwicklung im Prognosezeitraum Als Prognosezeitraum haben wir entsprechend DRS 20 einen Zeitraum von einem Jahr, gerechnet vom letzten Bilanzstichtag, zugrunde gelegt. Der Prognosezeitraum umfasste daher den Zeitraum vom 01. Juli 2023 bis zum 30. Juni 2024. Für Zwecke der Prognose der von uns herangezogenen steuerungsrelevanten finanziellen Leistungsindikatoren EBITDA und EBIT bedienen wir uns der qualifiziert-komparativen Prognose. Die Prognose unseres Geschäftsjahres 2023/2024 hängt in einem erheblichen Maße von der branchenspezifischen Entwicklung der Elektroindustrie und von den derzeit massiven geopolitischen Unsicherheiten ab. Die wesentlichen Annahmen, auf denen der folgende Prognosebericht beruht, resultieren daher aus der voraussichtlichen Entwicklung der genannten Branche bzw. den derzeit noch nicht vollständig absehbaren Konsequenzen aus den geopolitischen Krisen. Entsprechend eines ZVEI-Ausblicks vom 31. August 2023 dürften die Wachstumsraten im Kalenderjahr 2024 auf Ebene der einzelnen Bereiche moderater ausfallen, weil die weltweite Konjunktur weiter lahmt und gleichzeitig die Inflationsraten abflachen dürften. Der ZVEI erwartet für den europäischen Markt im Kalenderjahr 2023 ein Markwachstum von rund 9 %. Für 2024 sieht der ZVEI hier lediglich einen Zuwachs von 2 %. Im Hinblick auf den deutschen Elektromarkt erwartetet der ZVEI im Kalenderjahr 2023 Zuwächse von 9 % und im Kalenderjahr 2024 lediglich 1%. Die Ausführungen verdeutlichen, dass sich die Wachstumsraten im Vergleich zum Berichtsjahr 2022/2023 voraussichtlich deutlich reduzieren werden. Insgesamt verzeichnen wir im bisherigen Prognosezeitraum einen im Vergleich zu dem Berichtsjahr leichten Auftragsrückgang. Einen wesentlichen Teil unserer Umsatzerlöse erzielen wir im Prognosezeitraum aus dem bereits im Berichtsjahr verfügbaren Auftragsbestand. Im Gegensatz zum Vorjahr haben wir zum Zeitpunkt der Prognoseberichterstattung noch keine vollständige Auftragsauslastung zu verzeichnen. Entsprechend gehen wir derzeit von einem im Vergleich zum Berichtsjahr leicht rückläufigen Niveau an Umsatzerlösen und einem leicht rückläufigen Jahresergebnis aus. Auch in Bezug auf die zur Unternehmenssteuerung herangezogenen finanziellen Leistungsindikatoren EBIT und EBITDA erwarten wir ein leicht rückläufiges Niveau. Die bisherige Entwicklung bis einschließlich November des Geschäftsjahres 2023/2024 bekräftigt die von uns prognostizierte rückläufige Entwicklung der herangezogenen steuerungsrelevanten finanziellen Leistungsindikatoren. Wir weisen jedoch ausdrücklich darauf hin, dass die genannte Prognose aufgrund der derzeit bestehenden geopolitischen Risiken mit einer gewissen Unsicherheit verbunden ist. Insbesondere der anhaltende Russland-Ukraine-Krieg, die Gefahr einer unmittelbar drohenden Rezession, zunehmende ökonomische Abschottungstendenzen etc. bergen eine erhebliche Gefahr für das makroökonomische Umfeld. Wir verweisen in diesem Zusammenhang vorab auf unsere Risikoberichterstattung. Sollten sich die genannten Risiken im Verlauf des Prognosezeitraums weiter verschärfen, muss mit einer Verfehlung der erläuterten Prognosewerte gerechnet werden. Für nichtfinanzielle Leistungsindikatoren verzichten wir mangels Steuerungsrelevanz und Bedeutung für das Verständnis des Geschäftsverlaufs und der Lage der Klasing auf die Angabe von Prognosewerten. 2. Gesamtaussage der Geschäftsführung zu der Prognose von dem zu erwartenden Geschäftsverlauf und der Lage Für den von uns zugrunde gelegten Prognosezeitraum erwarten wir eine gegenüber dem Geschäftsjahr 2022/2023 leicht rückläufige Umsatz- und Ergebnissituation. Entsprechend gehen wir von einem leichten Rückgang der von uns herangezogenen steuerungsrelevanten finanziellen Leistungsindikatoren aus. Diese Erwartungshaltung wird durch den bisherigen Geschäftsverlauf bis einschließlich November 2023 gestützt. Diese Prognose setzt jedoch voraus, dass sich die derzeit bestehenden geopolitischen Risiken nicht noch weiter verschärfen. IV. Chancen- und Risikobericht 1. Risikobericht Branchenspezifische und ertragsorientierte Risiken Das für die Klasing größte Risiko ergibt sich aus der derzeit schwachen wirtschaftlichen Entwicklung Deutschlands. Entsprechend einer Pressemitteilung vom 14. November 2023 des Statistischen Bundesamtes hielt die Stagnation der deutschen Wirtschaft auch im dritten Quartal 2023 an, belastet durch einen rückläufigen privaten Konsum und eine schwache außenwirtschaftliche Nachfrage. Auch wenn sich die Rahmenbedingungen angesichts deutlich sinkender Inflationsraten, steigender Realeinkommen und einer leichten Aufhellung der Stimmung in der Wirtschaft etwas verbessern, wird der Einstieg in das Jahresendquartal durch die schwache statistische Ausganglage zum Ende des dritten Quartals 2023 belastet. Wie in der Prognoseberichterstattung erläutert, schlagen sich diese negativen gesamtwirtschaftlichen Entwicklungstendenzen bereits in einem gesunkenen Auftragseingang nieder. Die daraus resultierenden Ertragsrisiken lassen sich nicht abschließend quantifizieren. Ein weiteres wesentliches Risiko ergibt sich aus dem Russland-Ukraine-Krieg. Am 24. Februar 2022 begann Russland einen großangelegten Überfall auf die Ukraine. Die weiteren ökonomischen Folgen aus dem Russland-Ukraine-Krieg in Bezug auf die Versorgungsicherheit, Lieferketten und Energiepreise stellen ein derzeit schwer abschätzbares Risiko aus Sicht der Klasing dar. Aus dem Krieg haben sich bereits deutlich gestiegene Energie- bzw. Rohstoffpreise und Störungen der Lieferketten ergeben. Diese negativen Konsequenzen versuchen wir durch alternative Lieferwege, Substitution von Gütern und weitere Energieeinsparungen so gering wie möglich zu halten. Darüber hinaus hat am 7. Oktober 2023 die islamistische Terrororganisation Hamas bei einem großangelegten Angriff etwa 1.400 Menschen im Süden Israels getötet und über 200 Personen als Geiseln nach Gaza verschleppt. Das israelische Sicherheitskabinett hat daraufhin den Kriegszustand ausgerufen. Derzeit ergeben sich für die Klasing weder mittelbare noch unmittelbare wirtschaftliche Konsequenzen aus dem genannten Nahostkonflikt. Die Entwicklung und die daraus resultierenden Risiken bleiben insofern abzuwarten. Ein weiteres wesentliches Risiko ergibt sich aus der gegenwärtigen Energiekrise. Insbesondere der Wirtschaftsstandort Deutschland leidet unter der massiven Energiekrise, ausgelöst durch den Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine und dem anschließenden Wegfall der Gaslieferungen aus Russland. Der Wegfall von Russland als Gaslieferant hat zu signifikant gestiegenen Gaspreisen geführt. Darüber hinaus ergeben sich erhebliche Unsicherheiten im Hinblick auf die Versorgungssicherheit mit Gas. Insbesondere die deutschen Produktionsbetriebe leiden derzeit unter der inflationären Entwicklung im Bereich der Energie. Weitere Risiken ergeben sich aus den sonstigen gegenwärtigen geopolitischen Unwägbarkeiten und den Rezessionssorgen. Hierzu gehören unter anderem der Konflikt zwischen den USA und China, die drohende Eskalation zwischen China und Taiwan und die sich daraus ergebenden Konsequenzen für die EU bzw. deren Positionierung. Darüber hinaus bleibt abzuwarten, welche mittel- bis langfristigen ökonomischen Konsequenzen aus der aggressiven Geldpolitik der US-amerikanischen und europäischen Notenbanken resultieren. Die ersten negativen Konsequenzen sind in der kürzlich aufkeimenden Bankenkrise sichtbar geworden. Die Nachfrage nach unseren Produkten und damit auch unser Absatzrisiko sind unter anderem von der Entwicklung der Branche für Elektrotechnik abhängig. Wie bereits in den vorangegangenen Geschäftsjahren besteht unverändert das Risiko, dass Kunden die Fertigung von Kabeln verstärkt in Billiglohnländer nach Osteuropa bzw. in den asiatischen Raum verlagern. Inwieweit der Wettbewerbsdruck aus den genannten Regionen und damit auch das Risiko von Auftragsverlusten weiter zunehmen wird, lässt sich derzeit nicht mit Gewissheit abschätzen. Jedoch war während der vergangenen Geschäftsjahre beobachtbar, dass das genannte Risiko stets zunimmt. Ein weiteres branchenspezifisches Risiko sehen wir grundsätzlich in der Abhängigkeit von der wirtschaftlichen Entwicklung der von uns in der Branche für Elektrotechnik tätigen Kunden. Da der Großteil unserer Kunden in dieser Branche tätig ist und wir mit diesen den wesentlichen Teil unserer Umsatzerlöse generieren, ist unsere Auftragslage im Wesentlichen von deren Geschäftsverlauf abhängig. Aufgrund einer breit gefächerten Kundenstruktur in der genannten Branche, wird das genannte Risiko im Prognosezeitraum als gering eingeschätzt. Insgesamt zeigen die Vorschaudaten einen voraussichtlichen Rückgang der Wachstumsraten in den jeweiligen Bereichen und Regionen. Beschaffungsrisiken Die Beschaffungsrisiken haben sich im Vergleich zu den vorangegangenen Geschäftsjahren deutlich reduziert. Insbesondere stellen wir im Bereich der Ressourcenverfügbarkeit deutliche Verbesserungen fest. Die in den Vorjahren unterbrochenen Lieferketten und der insgesamt beobachtbare Rohstoff- und Energiemangel haben sich insoweit spürbar entschärft. Das Risiko eines Rohstoffmangels und daraus resultierender Produktionsausfälle ist für den Prognosezeitraum derzeit außerordentlich gering. Die Erzeugerpreise haben sich ebenfalls deutlich reduziert. Entsprechend einer Pressemitteilung vom 20. November 2023 des Statistischen Bundesamtes waren die Erzeugerpreise gewerblicher Produkte im Oktober 2023 um 11,0 % niedriger als im Oktober 2022. Im September 2023 hatte die Veränderungsrate gegenüber dem Vorjahresmonat bei -14,7 % gelegen, das war der stärkste Rückgang im Vorjahresvergleich seit Beginn der Erhebung im Jahr 1949. Allerdings sind wir auch weiterhin mit stark volatilen Kupferpreise konfrontiert. Grundsätzlich besteht auch auf Seiten der Zulieferer die Gefahr von Insolvenzen und von Engpässen im Bereich der Versorgung mit Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen. Das Risiko drohender Insolvenzen ist aufgrund der zunehmenden negativen gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen gewachsen. Entsprechend einer Pressemitteilung vom 14. November 2023 des Statistischen Bundesamtes ist die Zahl der beantragten Unternehmensinsolvenzen im Juli nach endgültigen Ergebnissen (1.586) gegenüber dem Vormonat mit +2,5 % (gegenüber dem Vorjahresmonat: +37,4 %) erneut gestiegen. Damit setzt sich der seit Mitte 2022 bestehende Trend ansteigender Insolvenzzahlen weiter fort. Der Frühindikator IWH-Insolvenztrend zeigt für Oktober 2023 einen leichten Anstieg von 2,1 % gegenüber dem Vormonat (Vorjahresmonat: +43,6 %). Die Klasing überwacht daher im Rahmen ihres Lieferantenmanagements regelmäßig die Bonität ihrer Lieferanten und bedient sich zur Diversifikation des Risikos mehrerer Zulieferer. Qualitätsrisiken Wesentliche Risiken können sich aus nicht erkannten Materialfehlern ergeben, die angesichts der hohen Stückzahlen der abgesetzten Produkte zu nennenswerten Garantieaufwendungen führen können. Die Ursachen hierfür sind unter anderem die immer kürzer werdenden Produktlebenszyklen und die komplexeren Anforderungen an die Produkte. Zudem lassen sich Fehler auch bei dem höchstmöglichen Standard der Qualitätskontrolle nicht vollständig ausschließen. Das Unternehmen versucht im Rahmen kontinuierlicher Prozessverbesserungen, z. B. im Rahmen der Wareneingangskontrollen und interner Prüfungen, das Risiko zu minimieren. Es wird darauf ankommen, auch künftig für diese unvermeidlichen Restrisiken einen angemessenen Versicherungsschutz vorzuhalten. Insgesamt schätzen wir die Eintrittswahrscheinlichkeit dieses Risikos für den verbleibenden Prognosezeitraum als gering ein. Dem Garantierisiko wird darüber hinaus durch eine ausreichend bemessene Garantierückstellung Rechnung getragen. Bestandsgefährdende Risiken Bestandsgefährdende Risiken sind derzeit nicht ersichtlich. Die Gesellschaft weist eine stabile Vermögenslage auf. Die Gesellschaft weist mit einer Eigenkapitalquote in Höhe von 54,0 % eine außerordentlich stabile Eigenkapitalsituation auf. Darüber hinaus ist aufgrund des mit der Gesellschafterin Hans Wilms Beteiligungs-GmbH bestehenden Kontokorrentverhältnisses die ausreichende Liquidität der Gesellschaft und die Fähigkeit zur Erfüllung sämtlicher Zahlungsverpflichtungen für den Prognosezeitraum sichergestellt. Personalrisiken Die für die Klasing bestehenden Personalrisiken haben sich im Vergleich zum Vorjahr deutlich entschärft. Ausschlaggebend ist dabei, dass wir bereits im Geschäftsjahr 2021/2022 den Mangel im Bereich der Produktionsmitarbeiter zu einem wesentlichen Teil kompensieren konnten. Der verbliebene Mangel konnte insoweit im Berichtsjahr vollständig beseitigt werden. Allerdings weisen wir darauf hin, dass sich das Problem des Facharbeitermangels im Prognosezeitraum auch wieder verschärfen kann. Insbesondere die direkte Nachbarschaft zu konkurrierenden Unternehmen schränkt die Möglichkeit bei Bedarf geeignetes Personal zu finden deutlich ein. Dies erschwert es, die personelle und fachliche Struktur der Organisation den jeweiligen Marktbedingungen schnell und flexibel anzupassen. Insgesamt hat sich jedoch das Personalrisiko im Prognosezeitraum deutlich entschärft. Sonstige Risiken Neben den vorgenannten Risiken kann die Klasing weiteren Risiken ausgesetzt sein, die bisher nicht erkannt oder als unwesentlich eingeschätzt wurden. Auch solche Sachverhalte können sich künftig als Risiken konkretisieren und sich nachteilig auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage auswirken. Gesamtbild der Risikolage der Klasing Die Risikolage der Klasing hat sich im Hinblick auf die im Vorjahr stark relevanten Personal- und Beschaffungsrisiken deutlich entschärft. Allerdings tragen wiederum die negativeren gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen zu gestiegenen Ertragsrisiken bei. Die genauen Auswirkungen aus den gegebenen Risiken auf den Geschäftsverlauf der Klasing lassen sich derzeit nicht mit ausreichender Sicherheit bestimmen. Dennoch sind derzeit keine Risiken für die Klasing erkennbar, die die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage nachhaltig gefährden könnten. Die dargestellten Risiken werden von uns nicht quantifiziert, da dies auch nicht zur internen Steuerung erfolgt und vor dem Hintergrund der ohnehin geringen Eintrittswahrscheinlichkeiten der genannten Risiken die quantitativen Angaben für den verständigen Adressaten nicht wesentlich wären. Die Einschätzung der genannten Risiken wurde zum Bilanzstichtag vorgenommen. Für die Beurteilung der Risiken wurde der bereits im Prognosebericht festgelegte Prognosezeitraum zugrunde gelegt. 2. Chancenbericht Branchenspezifische Chancen Eine unverändert wertvolle Chance besteht in dem hohen Maß an Flexibilität der Gesellschaft. Als Hersteller für Spezialkabel sind wir grundsätzlich in der Lage unterschiedliche Branchen zu bedienen. Zwar liegt unser gegenwärtiger Fokus auf der Herstellung von Spezialkabeln für die Elektroindustrie, jedoch sind wir auch in der Lage andere Branchen zu bedienen. So sehen wir die Möglichkeit der verstärkten Herstellung von Kabeln für die Automotiveindustrie als Chance für die Steigerung unseres Umsatzes. Inwieweit wir die Chance nutzen können, kann derzeit nicht mit hinreichender Sicherheit bestimmt werden. Darüber hinaus ist zu berücksichtigen, dass wir bei diversen von uns gelieferten Produkten gewisse Alleinstellungsmerkmale aufweisen, die uns gegenüber der Konkurrenz Wettbewerbsvorteile verschaffen. Zu nennen sind hier beispielsweise Produkte in der Audio-, Video- und Musikbranche. Eine weitere Chance ergibt sich aus der breit aufgestellten und treuen Kundenbasis der Klasing. Die Kunden schätzen unverändert die hohe Produktqualität. In diesem Zusammenhang wird als weitere Chance insbesondere die stringente Verfolgung einer kostengünstigen Produktion gesehen. Nur durch eine Politik der kontinuierlichen Kostenreduktion können wir dem zunehmenden internationalen Preiswettbewerb gerecht werden. Abschließend ist die Einbindung in den Konzern der Muttergesellschaft Hans Wilms Beteiligungs-GmbH als essenzielle Chance zu nennen. Neben der finanziellen Unterstützung durch die Muttergesellschaft ergibt sich insbesondere die Möglichkeit von Geschäftsaktivitäten mit Konzerngesellschaften im Bereich der Kabelproduktion sowie des Maschinen- und Anlagenbaus. Die Einbindung in den Konzernverbund trägt darüber hinaus zu einer verbesserten Außendarstellung bei. Gesamtbild der Chancenlage der Klasing Die Chancensituation für die Klasing hat sich aufgrund des leicht gesunkenen Auftragsbestands gegenüber dem Vorjahr verschlechtert. Die dargestellten Chancen werden von uns nicht quantifiziert, da dies auch nicht zur internen Steuerung erfolgt. Die Einschätzung der genannten Chancen wurde zum Bilanzstichtag vorgenommen. Für die Beurteilung der Chancen wurde der bereits im Prognosebericht festgelegte Prognosezeitraum zugrunde gelegt. Nach Schluss des Berichtszeitraums haben sich die Chancen in ihrer Bedeutung nicht geändert. Neue Chancen nach Schluss des Berichtszeitraums sind ebenfalls nicht aufgetreten. 3. Risikomanagementsystem Bei der Klasing ist das standardisierte Risikomanagementsystem zur Früherkennung wesentlicher und bestandsgefährdender Risiken ein integraler Bestandteil der Planungs-, Steuerungs- und Berichterstattungssysteme der Gesellschaft. Es umfasst neben der systematischen Identifikation die Bewertung, Steuerung, Dokumentation, Kommunikation und Überwachung von Risiken. Grundsätze, Prozesse und Verantwortlichkeiten im Risikomanagement sind in unserem Managementhandbuch geregelt. Unsere Gesellschaft verfügt über einen solventen Kundenstamm. Zudem besteht eine langjährige Zusammenarbeit mit einem Großteil der Kunden. Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt. Im kurzfristigen Bereich finanziert sich unsere Gesellschaft bei Bedarf überwiegend durch Gesellschafterdarlehen. Ziel des Finanz- und Risikomanagements unserer Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein adäquates Debitorenmanagement. Der mit der Crédit Agricole Leasing & Factoring S.A. - Niederlassung Deutschland, Oberhaching, geschlossene Factoringvertrag dient der Minimierung des Ausfallrisikos der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und der Verbesserung der kurzfristigen Liquidität. Darüber hinaus informieren wir uns vor Eingehung einer neuen Geschäftsbeziehung stets über die Bonität unserer Kunden.
Denkendorf, den 22. Dezember 2023 Klasing Kabel GmbH gez. Johann Erich Wilms, Geschäftsführer BILANZ ZUM 30. JUNI 2023KLASING KABEL GMBH, DENKENDORFAKTIVA
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2022/23
ANHANG für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023Klasing Kabel GmbH, DenkendorfI. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Die Erstellung des Jahresabschlusses der Klasing Kabel GmbH, Denkendorf (nachfolgend "Klasing" oder "Gesellschaft" genannt), erfolgt nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB), den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrages und den Vorschriften des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG). Die Gesellschaft erfüllt zum Abschlussstichtag die Voraussetzungen einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft im Sinne von § 267 Abs. 2 HGB. Von den Aufstellungserleichterungen gemäß §§ 276 und 288 Abs. 2 HGB für mittelgroße Kapitalgesellschaften wurde zulässigerweise durch den Verzicht auf bestimmte Angaben im Anhang Gebrauch gemacht. Die Gesellschaft ist in das Handelsregister des Amtsgerichts Ingolstadt unter der Nummer HRB 1634 eingetragen. Sitz des Unternehmens ist Denkendorf. Alleinige Gesellschafterin der Klasing ist die Hans Wilms Beteiligungs-GmbH, Menden. Als verbundene Unternehmen werden solche im Sinne des § 271 Abs. 2 HGB ausgewiesen. Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Hans Wilms Beteiligungs-GmbH einbezogen. Der Konzernabschluss wird im elektronischen Bundesanzeiger offengelegt. II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Im Berichtsjahr ergeben sich gegenüber dem Vorjahr keine wesentlichen Änderungen in den auf die Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden. Darüber hinaus ergeben sich keine Abweichungen von der Darstellungsstetigkeit in Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung. Soweit Geschäftsvorfälle in fremder Währung nicht kursgesichert sind, erfolgt gemäß § 256a HGB am Bilanzstichtag eine Umrechnung zum Devisenkassamittelkurs. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten angesetzt und planmäßig linear über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer (5 Jahre) abgeschrieben. Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände liegen zum Bilanzstichtag nicht vor. Bei einer voraussichtlich dauerhaften Wertminderung erfolgt die Bilanzierung gemäß § 253 Abs. 3 Satz 5 HGB mit den niedrigeren beizulegenden Zeitwerten. Soweit die Gründe für eine außerplanmäßige Abschreibung entfallen sind, werden Zuschreibungen entsprechend § 253 Abs. 5 Satz 1 HGB vorgenommen. Die Bilanzierung der Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungskosten, im Falle abnutzbarer Sachanlagen vermindert um planmäßige, nutzungsbedingte Abschreibungen. Selbst geschaffene Sachanlagen liegen zum Bilanzstichtag nicht vor. Es wird die lineare Abschreibungsmethode angewendet. Folgende Nutzungsdauern sind den Abschreibungen der einzelnen Sachgruppen zugrunde gelegt worden:
Bei einer voraussichtlich dauerhaften Wertminderung der Sachanlagen erfolgt die Bilanzierung gemäß § 253 Abs. 3 Satz 5 HGB mit den niedrigeren beizulegenden Zeitwerten. Soweit die Gründe für eine außerplanmäßige Abschreibung entfallen sind, werden Zuschreibungen entsprechend § 253 Abs. 5 Satz 1 HGB vorgenommen. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit einem Wert bis EUR 800,00 netto werden im Jahr ihrer Anschaffung in voller Höhe abgeschrieben. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden mit Ausnahme des in ihnen enthaltenen Kupfers im Rahmen der Durchschnittsbewertung (§ 240 Abs. 4 HGB in Verbindung mit § 256 Satz 2 HGB) mit den Anschaffungskosten bewertet. Soweit die Börsen- oder Marktpreise am Abschlussstichtag niedriger sind, werden diese angesetzt. Soweit die Gründe für eine außerplanmäßige Abschreibung entfallen sind, werden Zuschreibungen vorgenommen. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse werden mit Ausnahme des in ihnen enthaltenen Kupfers nach gegenüber dem Vorjahr unveränderten Grundsätzen mit den Herstellungskosten bewertet. Zur Ermittlung der Herstellungskosten wendet die Gesellschaft die retrograde Bewertungsmethode an. Die im Rahmen der retrograden Bewertungsmethode von den zum Bilanzstichtag realisierbaren Verkaufspreisen abzuziehende Bruttospanne ist dabei so kalkuliert, dass die anzusetzenden Herstellungskosten ausschließlich die handelsrechtlichen Pflichtbestandteile und angemessene Teile der Kosten der allgemeinen Verwaltung im Sinne von § 255 Abs. 2 Satz 3 HGB beinhalten. Auf die Einbeziehung weiterer Kosten im Sinne von § 255 Abs. 2 Satz 3 HGB sowie Zinsen für Fremdkapital gemäß § 255 Abs. 3 Satz 2 HGB wird zulässigerweise verzichtet. Die Handelsware wird mit Ausnahme des in ihr enthaltenen Kupfers mit den Anschaffungskosten bewertet. Im Rahmen der Folgebewertung der Handelsware wird die sogenannte doppelte Maßgeblichkeit beachtet, d.h. es wird jeweils der niedrigere Wert aus der Beurteilung nach dem Beschaffungs- bzw. Absatzmarkt herangezogen. Das in den Vorräten (Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, unfertige bzw. fertige Erzeugnisse und Handelswaren) enthaltene Kupfer wird grundsätzlich nach dem Verbrauchsfolgeverfahren "Last In First Out" (LIFO) bewertet. Bei Ansatz der aktuellen Notierung zum Bilanzstichtag ergäbe sich für das in den Vorräten enthaltene Kupfer ein um TEUR 2.238 höherer Wertansatz. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bilanziert. Erkennbare Einzelrisiken werden durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird zusätzlich durch eine ausreichend bemessene Pauschalwertberichtigung in Höhe von 0,5 % des risikobehafteten Forderungsbestandes Rechnung getragen. Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten werden zu Nennwerten angesetzt. Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Die Bewertung erfolgt jeweils in Höhe des Erfüllungsbetrags, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist, um zukünftige Zahlungsverpflichtungen abzudecken. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden nach § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB abgezinst. Die Bildung der pauschalen Garantierückstellung erfolgt in Höhe von 2 % des garantiebehafteten Jahresumsatzes. Darüber hinaus werden bei erkennbaren Einzelfallrisiken Rückstellungen in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages gebildet. Für weitere Risiken oder Verpflichtungen im Personalbereich, wie beispielsweise für Urlaubsansprüche, werden Rückstellungen nach handelsrechtlichen Grundsätzen gebildet. Verbindlichkeiten werden mit den Erfüllungsbeträgen passiviert. III. Angaben zu den Posten der Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung der in der Bilanz erfassten Anlagengegenstände ist aus dem Anlagenspiegel zu ersehen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Eine Aufschlüsselung der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände nach Restlaufzeiten ergibt sich aus der nachfolgenden Übersicht:
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 8.170 (Vorjahr: TEUR 5.008) betreffen mit TEUR 8.135 (Vorjahr: TEUR 4.965) die bei der Gesellschafterin Hans Wilms Beteiligungs-GmbH getätigte Geldanlage. Zum Bilanzstichtag bestanden wie bereits im Vorjahr keine weiteren Forderungen gegen die Gesellschafterin. Die weiteren gegen verbundene Unternehmen bestehenden Forderungen in Höhe von TEUR 35 (Vorjahr: TEUR 43) betreffen ausschließlich den Liefer- und Leistungsverkehr. Eigenkapital Der Bilanzgewinn des Geschäftsjahres 2021/2022 in Höhe von TEUR 3.961 wurde mit Gesellschafterbeschluss vom 09. Dezember 2022 auf neue Rechnung vorgetragen. Auf Basis eines Gesellschafterbeschlusses vom 14. Juni 2023 wurde eine Gewinnausschüttung in Höhe von TEUR 2.500 vorgenommen. Die Bilanz wurde unter Berücksichtigung der teilweisen Verwendung des Jahresergebnisses aufgestellt. Der Bilanzgewinn zum Abschlussstichtag in Höhe von TEUR 5.944 ergibt sich aus dem Gewinnvortrag in Höhe von TEUR 1.461 und dem im Berichtsjahr erwirtschafteten Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 4.483. Unter Berücksichtigung des gezeichneten Kapitals in Höhe von TEUR 2.500 und einem Bilanzgewinn in Höhe von TEUR 5.944 ergibt sich zum Bilanzstichtag ein Eigenkapital in Höhe von TEUR 8.444. Steuerrückstellungen Die Steuerrückstellungen beinhalten unter anderem Rückstellungen für Gewerbesteuer in Höhe von TEUR 1.399. Diese betreffen mit TEUR 822 die laufende Gewerbesteuer und mit TEUR 577 periodenfremde Gewerbesteuern aus Vorjahren. Die Rückstellung für Körperschaftsteuer einschließlich Solidaritätszuschlag in Höhe von TEUR 1.231 betrifft mit TEUR 794 die laufende Körperschaftsteuer einschließlich Solidaritätszuschlag und mit TEUR 436 periodenfremde Körperschaftsteuer aus Vorjahren. sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Rückstellungen für Gewährleistung in Höhe von TEUR 944, Resturlaub in Höhe von TEUR 232 sowie Weihnachtsgeld in Höhe von TEUR 127. Verbindlichkeiten Eine Aufschlüsselung der Verbindlichkeiten nach Restlaufzeiten ergibt sich aus der nachfolgenden Übersicht:
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 37 (Vorjahr: TEUR 86) resultieren wie bereits im Vorjahr ausschließlich aus dem Liefer- und Leistungsverkehr. Zum Abschlussstichtag bestehen wie bereits im Vorjahr keine Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin. IV. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen Zum Bilanzstichtag 30. Juni 2023 bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen im Gesamtumfang von TEUR 1.129 (davon fällig innerhalb des folgenden Geschäftsjahres: TEUR 785). Diese sonstigen finanziellen Verpflichtungen bestehen nicht gegenüber verbundenen Unternehmen. Bestellobligos bestehen zum Bilanzstichtag im üblichen Rahmen. Darüber hinaus bestanden zum Bilanzstichtag keine weiteren sonstigen finanziellen Verpflichtungen bzw. Haftungsverhältnisse. V. Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte (§ 285 Nr. 3 HGB) Es besteht ein nicht in der Bilanz enthaltenes Geschäft im Sinne von § 285 Nr. 3 HGB in Form von Factoring mit der Crédit Agricole Leasing & Factoring S.A. - Niederlassung Deutschland, Oberhaching. Das Geschäft dient der Minimierung des Ausfallrisikos der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und der Verbesserung der kurzfristigen Liquidität. Am Bilanzstichtag waren Forderungen in Höhe von TEUR 4.634 an diese verkauft. VI. Angaben zu den Posten der Gewinn- und Verlustrechnung Für die Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung ist das Gesamtkostenverfahren gewählt worden. sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten wie bereits im Vorjahr keine wesentlichen Erträge aus der Währungsumrechnung. sonstige betriebliche Aufwendungen Wie bereits im Vorjahr liegen keine wesentlichen Verluste aus der Währungsumrechnung vor. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge Wesentliche Zinsen und ähnliche Erträge aus der Abzinsung liegen wie bereits im Vorjahr nicht vor. Zinsen und ähnliche Aufwendungen Wesentliche Zinsaufwendungen aus der Aufzinsung liegen wie bereits im Vorjahr nicht vor. Außergewöhnliche Erfolgsbeiträge Die Gesellschaft hat im Berichtsjahr keine außergewöhnlichen Erfolgsbeiträge erzielt. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag in Höhe von TEUR 2.031 betreffen mit TEUR 1.070 den laufenden Körperschaftsteueraufwand einschließlich Solidaritätszuschlag, mit TEUR 904 den laufenden Gewerbesteueraufwand, mit TEUR 69 periodenfremden Körperschaftsteueraufwand einschließlich Solidaritätszuschlag aus Vorjahren und mit TEUR 12 periodenfremde Gewerbesteuererstattungen aus Vorjahren. VII. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Abschlussstichtag Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Abschlussstichtag haben sich nicht ergeben. VIII. Sonstige Angaben Beschäftigte Die im Jahresdurchschnitt beschäftigten Mitarbeiter im Sinne von § 285 Nr. 7 HGB ergeben sich aus der nachstehenden Übersicht:
ErgebnisverwendungsvorschlagDer Jahresüberschuss soll auf neue Rechnung vorgetragen werden. Geschäftsführung Einzelvertretungsberechtigter Geschäftsführer im Geschäftsjahr 2022/23 war Herr Johann Erich Wilms, Marburg (operativer und kaufmännischer Geschäftsführer). Herr Johann Erich Wilms ist von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. Auf die weitere Angabe der Bezüge der Geschäftsführung sowie ehemaliger Organmitglieder wird unter Berufung auf § 286 Abs. 4 HGB abgesehen.
Denkendorf, den 22. Dezember 2023 Klasing Kabel GmbH gez. Johann Erich Wilms, Geschäftsführer Datum der Feststellung: 29. Dezember 2023
In dem beigefügten, zur Offenlegung bestimmten verkürzten Jahresabschluss wurden die größenabhängigen Erleichterungen nach § 327 HGB in Anspruch genommen. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht wurde folgender Bestätigungsvermerk erteilt: Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Klasing Kabel GmbH, Denkendorf Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Klasing Kabel GmbH, Denkendorf, - bestehend aus der Bilanz zum 30. Juni 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Klasing Kabel GmbH, Denkendorf, für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse - entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 30. Juni 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023 und - vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus - identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. - gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. - beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. - ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. - beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. - beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens. - führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Iserlohn, 22. Dezember 2023 NAUST
HUNECKE und Partner GmbH
gez. Diplom-Ökonom Ralf Kaufmann, vereidigter Buchprüfer gez. Diplom-Kaufmann Andreas Wachtel, Wirtschaftsprüfer |
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