AWU Abfallwirtschafts-Union Ostprignitz-Ruppin GmbH

Ahornallee 10, 16818 Märkisch Linden, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Neuruppin HRB 2161
Eingetragen
25.4.2005
Branche
Energetische Verwertung von AbfällenSonstige Verwertung von AbfällenSammlung nicht gefährlicher Abfälle
Gegenstand
Die Erfassung, die Beseitigung, der Transport sowie das Recycling von Abfällen aller Art aus Haushalt, Gewerbe, Industrie und Einrichtungen in dem Landkreis Ostprignitz-Ruppin und angrenzenden Gebieten, insbesondere die Mülltonnenentsorgung, Containerabfuhr, die Sperrmüllabräumung, die Straßenkehrung, die Fäkalienerfassung und -beseitigung, der Betrieb von Geordneten Deponien, der Winterdienst sowie die Reinigung von Fettabscheidern. Die Gesellschaft ist berechtigt, gleichartige oder ähnliche Unternehmungen zu erwerben, sich an solchen zu beteiligen, deren Vertretung zu übernehmen und Zweigniederlassungen im Inund Ausland zu errichten. Die Gesellschaft hat im Rahmen der Gesetze die wirtschaftlichen Belange des Landkreis Ostprignitz-Ruppin nach Kräften zu fördern.

Finanzübersicht

Historie

Keine Bekanntmachungen für diesen Filter verfügbar

Management

NameRolle
Tom Stielow
seit 1.7.2020
Prokura
Matthias Noa
seit 18.4.2013
Geschäftsführer
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (2)

NameAnteil
Landkreis Ostprignitz-Ruppin
51.00%
49.00%

Gesellschafter

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Landkreis Ostprignitz-Ruppin
Germany
415.650 €
51.00%
Germany
399.350 €
49.00%

Beteiligungen

NameAnteil
96.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

AWU Abfallwirtschafts-Union Ostprignitz-Ruppin GmbH

Märkisch Linden

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

AKTIVA

31. Dezember 2023 31. Dezember 2022
EUR EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte u. ä. Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 4.666,00 4.666,00 6.468,00 6.468,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.023.312,40 2.141.693,40
2. Technische Anlagen und Maschinen 527.594,00 559.101,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.356.011,00 2.643.534,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 22.606,35 4.929.523,75 22.606,35 5.366.934,75
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 27.600,00 27.600,00 27.600,00 27.600,00
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 45.588,38 67.244,54
2. Fertige Erzeugnisse und Waren 3.003,75 48.592,13 3.973,28 71.217,82
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 538.883,74 509.812,55
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 171.072,92 278.916,31
(davon mit einer Restlaufzeit von mehr als 1 Jahr € 0,00; Vorjahr € 0,00)
3. Forderungen gegen Gesellschafter 338.749,29 385.852,97
(davon mit einer Restlaufzeit von mehr als 1 Jahr € 0,00; Vorjahr € 0,00)
4. Forderungen gegen nahestehende Unternehmen 83.030,50 224.245,87
(davon mit einer Restlaufzeit von mehr als 1 Jahr € 0,00; Vorjahr € 0,00)
5. Sonstige Vermögensgegenstände 31.223,20 1.162.959,65 26.804,16 1.425.631,86
(davon mit einer Restlaufzeit von mehr als 1 Jahr € 0,00; Vorjahr € 0,00)
III. Schecks, Kassenbestand, Postbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten 499.134,93 301.836,67
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 52.743,44 67.189,54
6.725.219,90 7.266.878,64

PASSIVA

31. Dezember 2023 31. Dezember 2022
EUR EUR
A. EIGENKAPITAL
I. Stammkapital 815.000,00 815.000,00
II. Kapitalrücklage 36.393,41 36.393,41
III. Gewinnrücklagen
1. Andere Gewinnrücklagen 1.091.362,72 1.091.362,72
IV. Jahresüberschuss 319.127,33 2.261.883,46 254.802,47 2.197.558,60
B. RÜCKSTELLUNGEN
1. Steuerrückstellungen 37.390,86 65.956,00
2. Sonstige Rückstellungen 380.046,82 417.437,68 360.347,64 426.303,64
C. VERBINDLICHKEITEN
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 3.184.875,37 3.550.562,31
(davon mit einer Restlaufzeit bis zu 1 Jahr € 873.332,93; Vorjahr € 848.997,26)
(davon mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren € 764.443,74; Vorjahr € 875.307,78)
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 306.595,79 306.852,78
(davon mit einer Restlaufzeit bis zu 1 Jahr € 306.595,79; Vorjahr € 306.852,78)
(davon mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren € 0,00; Vorjahr € 0,00)
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 77.850,28 49.928,29
(davon mit einer Restlaufzeit bis zu 1 Jahr € 77.850,28; Vorjahr € 49.928,29)
4. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter 51.448,45 200.122,83
(davon mit einer Restlaufzeit bis zu 1 Jahr € 51.448,45; Vorjahr € 200.122,83)
5. Verbindlichkeiten gegenüber nahestehende Unternehmen 87.428,96 137.096,23
(davon mit einer Restlaufzeit bis zu 1 Jahr € 87.428,96; Vorjahr € 137.096,23)
6. Sonstige Verbindlichkeiten 287.646,55 3.995.845,40 355.279,06 4.599.841,50
(davon mit einer Restlaufzeit bis zu 1 Jahr € 287.646,55; Vorjahr € 355.279,06)
(davon mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren 0,00; Vorjahr € 0,00)
(davon gegenüber Gesellschaftern € 0,00; Vorjahr € 0,00)
(davon aus Steuern € 154.072,40; Vorjahr € 197.355,11)
(davon im Rahmen der sozialen Sicherheit € 89,99; Vorjahr € 6.481,91)
D. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 23.685,36 23.646,90
E. PASSIVE LATENTE STEUERN 26.368,00 19.528,00
6.725.219,90 7.266.878,64

Gewinn- und Verlustrechnung für den Zeitraum 1. Januar - 31. Dezember 2023

AWU Ostprignitz-Ruppin GmbH

1. Januar - 31. Dezember 2023 2023 1. Januar - 31. Dezember 2022 2022
1. Umsatzerlöse 10.459.613,96 11.127.174,08
2. Sonstige betriebliche Erträge 328.147,33 360.422,07
(davon aus der Auflösung von Sonderposten mit Rücklageanteil sowie für Investitionszulagen bzw. Investitionszuschüssen zum Anlagevermögen € 0,00; Vorjahr € 0,00)
(davon Erträge aus Währungsumrechnung € 0,00; Vorjahr € 0,00)
3. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -900.609,00 -1.642.924,25
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -2.068.176,39 -2.968.785,39 -2.147.481,42 -3.790.405,67
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -2.978.189,25 -2.833.226,19
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung -654.331,84 -3.632.521,09 -615.774,72 -3.449.000,91
(davon für Altersversorgung € -1.750,50; Vorjahr € -1.617,00)
5. Abschreibungen
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -1.091.559,22 -1.091.559,22 -1.150.396,45 -1.150.396,45
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen -2.550.995,03 -2.669.943,20
(davon Aufwendungen aus Währungsumrechnung € 0,00; Vorjahr € 0,00)
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 696,15 1.129,80
(davon aus verbundenen Unternehmen € 386,19; Vorjahr € 0,00)
(davon Erträge aus Abzinsung € 0,00; Vorjahr € 0,00)
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -55.550,95 -48.784,49
(davon aus verbundenen Unternehmen € 0,00; Vorjahr € 0,00)
(davon Aufwendungen aus Aufzinsung € 0,00; Vorjahr € 0,00)
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -118.588,79 -94.980,80
(davon Ertrag/Aufwand aus der Veränderung bilanzierter latenter Steuern € -6.840,00; Vorjahr € 423,00)
10. Ergebnis nach Steuern 370.456,97 285.214,43
11. Sonstige Steuern -51.329,64 -30.411,96
12. Jahresüberschuss / Jahresfehlbetrag 319.127,33 254.802,47

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

Allgemeine Hinweise

Die AWU Abfallwirtschafts-Union Ostprignitz-Ruppin GmbH hat ihren Sitz in Märkisch Linden OT Werder und ist eingetragen beim Amtsgericht Neuruppin HR 2161 NP.

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG und des Gesellschaftsvertrags aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften. Das Gliederungsschema der Bilanz wurde gemäß § 265 Abs. 5 HGB um die Positionen Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen erweitert. Dabei handelt es sich um die übrigen Unternehmen der ALBA-Gruppe.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer linear und planmäßig abgeschrieben. Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände werden nicht aktiviert.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert (§ 253 Abs. 3 HGB). Das Sachanlagevermögen wird linear abgeschrieben. Voraussichtlich dauernden Wertminderungen, die über den nutzungsbedingten Werteverzehr hinausgehen, wird durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen. Die Abschreibungen auf Zugänge erfolgen zeitanteilig.

Geringwertige Wirtschaftsgüter bis zu einem Wert von 250 Euro werden sofort im Aufwand erfasst und innerhalb der Wertgrenze von 250 Euro bis 800 Euro aktiviert und über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Die geringwertigen Wirtschaftsgüter werden unter den entsprechenden Anlagenklassen ausgewiesen. Davon abweichend werden alle Behälter aktiviert und über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer abgeschrieben.

Vorräte werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten bzw. zu den niedrigeren beizulegenden Zeitwert angesetzt. Für bestimmte Vorräte (Roh- Hilfs- und Betriebsstoffe; Heizöl und Diesel) werden die Werte mit Hilfe zulässiger Bewertungsvereinfachungsverfahren unter Beachtung des Niederstwertprinzips ermittelt. Erhaltene Anzahlungen auf Vorräte werden offen von den Vorräten abgesetzt.

Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu durchschnittlichen Anschaffungskosten oder zu niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag aktiviert.

Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.

Für Verluste aus Liefer- und Abnahmeverpflichtungen sind in angemessener Höhe Rückstellungen gebildet.

Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Forderungen mit einer Fälligkeit von mehr als einem Jahr sind - soweit sie un- oder niedrigverzinslich sind - mit dem abgezinsten Wert angesetzt.

Flüssige Mittel werden zum Nennwert ausgewiesen.

Für Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag sind, wird ein aktiver Rechnungsabgrenzungsposten gebildet.

Die Bewertung des Eigenkapitals erfolgt zum Nennwert.

Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst.

Eine sich insgesamt ergebende Steuerbelastung wird in der Bilanz als passive latente Steuer angesetzt. Im Falle einer sich insgesamt ergebenden Steuerentlastung (Aktiv-Überhang) wird vom Wahlrecht gemäß § 274 HGB Gebrauch gemacht und auf die Aktivierung verzichtet.

Aufwand oder Ertrag aus der Veränderung bilanzierter latenter Steuern wird in der Gewinn- und Verlustrechnung gesondert unter dem Posten "Steuern vom Einkommen und vom Ertrag" ausgewiesen.

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Die Bewertung erfolgt jeweils in Höhe des Erfüllungsbetrags, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist, um zukünftige Zahlungsverpflichtungen abzudecken. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden gemäß § 253 Abs. 2 HGB mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Die Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag bilanziert.

Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist gemäß § 284 Abs. 3 HGB unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt.

Finanzanlagen

Die Zusammensetzung des Anteilsbesitzes ist der Übersicht "Beteiligungsverhältnisse" zu entnehmen.

Vorräte

31.12.2023 31.12.2022
TEUR TEUR
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 45,6 67,2
Bestände Heizmaterial 3,0 4,0
48,6 71,2

Die Anwendung der Bewertungsmethoden nach §§ 240 Abs. 4, 256 Satz 1 HGB führte im Vergleich zu einer Bewertung auf der Grundlage des letzten vor dem Abschlussstichtag bekannten Börsenkurses oder Marktpreises zu keinen wesentlichen Unterschiedsbeträgen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände enthalten Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von TEUR 338,7 (i. Vj. TEUR 385,9). Es handelt sich dabei um Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (TEUR 35,6 i. Vj. TEUR 64,0) und Forderungen aus gegebenen Darlehen (TEUR 135,4 i. Vj. TEUR 214,9).

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen externe Unternehmen belaufen sich auf TEUR 538,9 (i.Vj.: TEUR 509,8).

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von einem bis zu fünf Jahren.

Flüssige Mittel

Die flüssigen Mittel beinhalten Guthaben bei Kreditinstituten und den Kassenbestand.

Rechnungsabgrenzungsposten

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden in Höhe von TEUR 52,7 (i. Vj. TEUR 67,2) ausgewiesen. Hierin enthalten sind die Kalkulation Selbstkostenfestpreis für das Jahr 2024 (TEUR 39,8; i. Vj. TEUR 39,0) und die Basketballsaison 2024 (TEUR 13,0; i. Vj. TEUR 13,0).

Eigenkapital

Das satzungsmäßige Eigenkapital gemäß Gesellschaftsvertrag beträgt TEUR 815,0.

Der Jahresüberschuss 2022 wurde an die Gesellschafter ausgeschüttet. Im Übrigen verweisen wir auf den Vorschlag für die Verwendung des Jahresüberschuss auf Seite 12.

Übrige Rückstellungen

31.12.2023 31.12.2022
TEUR TEUR
Steuerrückstellungen 37,4 66,0
Sonstige Rückstellungen 380,0 360,3
417,4 426,3

Die sonstigen Rückstellungen wurden für Urlaubsansprüche (TEUR 59,5; i. Vj. TEUR 59,3), Überstunden/Mehrarbeit (TEUR 72,8; i. Vj. TEUR 75,7) und Sondervergütungen (TEUR 51,3; i. Vj. TEUR 49,1), Berufsgenossenschaftsbeiträge (TEUR 24,9; i. Vj. TEUR 24,3), Ausgleichsabgabe (TEUR 5,6; i. Vj. TEUR 2,4), ausstehende Lieferantenrechnungen (TEUR 92,4; i. Vj. TEUR 92,3), Jahresabschluss- und Beratungskosten (TEUR 15,2; i. Vj. TEUR 16,5) sowie für die Aufbewahrung von Unterlagen und Betriebsprüfungskosten (TEUR 46,0; i. Vj. TEUR 40,6) gebildet. Außerdem wurden Rückstellungen für unterlassene Instandhaltungen (TEUR 12,3; i. Vj. TEUR 0,0) vorgenommen, welche in den ersten drei Monaten des Folgejahres nachgeholt werden.

Verbindlichkeiten

31.12.2023 (2022) Gesamtbetrag Laufzeit
TEUR < 1 Jahr >1 bis 5 Jahre > 5 Jahre
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 3.184,9 873,3 1.547,1 764,4
(3.550,6) (849,0) (1.826,3) (875,3)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 306,6 306,6
(306,9) (306,9)
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 77,9 77,9
(49,9) (49,9)
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter 51,4 51,4
(200,1) (200,1)
Verbindlichkeiten gegenüber nahestehende Unternehmen 87,4 87,4
(137,1) (137,1)
Sonstige Verbindlichkeiten 287,6 287,6
(355,3) (355,3)
Summe 3.995,8 1.684,3 1.547,1 764,4
(4.599,8) (1.898,3) (1.826,3) (875,3)

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von TEUR 3.184,9 sind zum Teil besichert durch Grundpfandrechte für das Betriebsgrundstück Märkisch Linden sowie durch Sicherungsübereignungen von Fahrzeugen.

Zwei Kredite für das Tochterunternehmen AWU Logistik OPR GmbH in Höhe von TEUR 135,4 wurden von der AWU OPR GmbH bei Kreditinstituten aufgenommen. Zudem erfolgte ein Schuldbeitritt in Höhe von TEUR 247,1 für die AWU Logistik OPR GmbH.

Die sonstigen Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:

31.12.2023 31.12.2022
TEUR TEUR
Verbindlichkeiten aus Steuern 154,1 197,4
Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit 0,1 6,5
Sicherheitseinbehalte aus Bauvorhaben Betriebssitz 18,9 18,9
Verbindlichkeiten aus Lohn und Gehalt 106,5 125,1
Übrige sonstige Verbindlichkeiten 8,0 7,4
287,6 355,3

Die Restlaufzeit für die Sicherheitseinbehalte aus dem Bauvorhaben für den Betriebssitz Märkisch Linden betragen weniger als fünf Jahre. Alle anderen sonstigen Verbindlichkeiten haben Laufzeiten bis zu einem Jahr.

Passive Rechnungsabgrenzung

Die passive Rechnungsabgrenzung (TEUR 23,7; i. Vj. TEUR 23,6) wurde für Erlöse gebildet, deren Leistungen nach dem Stichtag erbracht werden.

Passive latente Steuern

Die latenten Steuern der Gesellschaft beruhen auf Unterschieden in der Bewertung von Anlagevermögen GWG (Anlageklassen 7600, 7610, 7620, 7630), Rückstellungen für künftige Umlageverpflichtungen HDN, Barsikow Außenanlagen, Rückstellung Archivierung und Rückstellung BP.

Der Berechnung wurde ein Steuersatz von 26,72 % zugrunde gelegt.

Tabellarisch stellt sich die Veränderung wie folgt dar:

Aktive latente Steuern Passive latente Steuern Saldo
31.12.2022 -2.553 22.081 19.528,00
31.12.2023 -2.603 28.971 26.368,00
Veränderung -50 6.890,00 6.840,00

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum Bilanzstichtag betragen die sonstigen finanziellen Verpflichtungen TEUR 237,8 (davon gegenüber verbundenen Unternehmen TEUR 170,4).

Im Einzelnen betreffen diese Verpflichtungen u.a. folgende Sachverhalte:

TEUR
Jährliche Zahlungsverpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen 79,9
Sonstige (EDV Lizenzen und EDV Support) 157,9

Die Miet-und Leasingverträge enden zwischen 2024 und 2027.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse im Geschäftsjahr 2023 gliedern sich wie folgt:

2023 2022
TEUR % TEUR %
Erlöse Sammlung 8.156,2 77,98 8.071,7 72,54
Erlöse sonstige DL 945,3 9,04 812,9 7,31
Erlöse Verwertung 893,7 8,54 1.726,1 15,51
Erlöse Verkauf Wertstoffe/HW 198,3 1,89 279,4 2,51
Erlöse Vermietung 286,5 2,74 255,5 2,30
Skonti -20,3 -0,19 -18,4 -0,17
10.459,7 100,00 11.127,2 100,00

Alle Umsatzerlöse wurden im Inland realisiert.

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge betreffen neutrale und übrige sonstige betriebliche Erträge. Die übrigen sonstigen betrieblichen Erträge (TEUR 297,1, i. Vj. TEUR 246,2) enthalten im Wesentlichen Erlöse aus weiterberechneten Fremdleistungen (TEUR 213,4; i. Vj. TEUR 122,7), Versicherungsentschädigungen (TEUR 20,9; i. Vj. TEUR 65,4) und Erlöse von selbstgenutzten PKW (TEUR 54,4; i. Vj. TEUR 51,9).

Bei den neutralen Erträgen (TEUR 31,1; i. Vj. TEUR 114,2) handelt es sich im Wesentlichen um Erträge aus Anlageabgängen (TEUR 15,7 i. Vj. TEUR 76,2) sowie Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (TEUR 7,2 i. Vj. TEUR 30,0).

Personalaufwendungen

Die Personalaufwendungen beinhalten im Wesentlichen Lohn- (TEUR 2.073,3; i. Vj. TEUR 2.035,0) und Gehaltszahlungen (TEUR 904,9; i. Vj. TEUR 798,2) sowie soziale Abgaben und Aufwendungen für die Altersversorgung (TEUR 654,3; i. Vj. TEUR 615,8).

Aufwendungen für Altersversorgung

In der Position "Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung" sind Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von TEUR 1,8 (i. Vj. TEUR 1,6) enthalten.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen (TEUR 2.551,0; i. Vj. TEUR 2.669,9) enthalten im Wesentlichen Aufwendungen aus Raumkosten (TEUR 159,3; i. Vj. TEUR 154,5), Kosten für Behälter (TEUR 24,5; i. Vj. TEUR 24,3), laufende Kosten Fuhrpark (TEUR 701,4; i. Vj. TEUR 883,8), Instandhaltung Fahrzeuge (TEUR 650,0; i. Vj. TEUR 726,3), Mieten Fremdfahrzeuge (TEUR 94,5; i. Vj. TEUR 46,2), Instandhaltung Betriebs- und Geschäftsausstattung (TEUR 39,2; i. Vj. TEUR 56,3), Vertriebskosten (TEUR 56,0; i. Vj. TEUR 55,0), Verwaltungskosten (TEUR 465,2; i. Vj. TEUR 484,4), Aufwendungen aus sonstigen Personalkosten (TEUR 105,3; i. Vj. TEUR 96,1), sowie weiter zu berechnende Fremdkosten (TEUR 203,4; i. Vj. TEUR 103,6). Für Versicherungsschäden wurden (TEUR 12,9; i. Vj. TEUR 23,5) aufgewendet.

Im Berichtsjahr fielen neutrale Aufwendungen in Höhe von TEUR 39,2 (i. Vj. TEUR 15,9) an. Diese entfallen im Wesentlichen auf die Umlagenendabrechnungen zur Haftpflicht- u. Kaskoversicherung (TEUR 20,1; i. Vj. TEUR 8,3), Jahresendabrechnung für Wärme und Strom (TEUR 10,2; i. Vj. TEUR 0,1), Spenden (TEUR 5,4; i. Vj. TEUR 3,7) sowie auf die Einstellung in die EWB zu Forderungen (TEUR 2,7; i. Vj. TEUR 1,8).

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Im betrieblichen Gewinn sind Steuern vom Einkommen und Ertrag in Höhe von TEUR 118,6 (i. Vj. TEUR 95,0) enthalten.

Sonstige Angaben

Beteiligungsverhältnisse

Die Gesellschaft ist am Bilanzstichtag an folgenden Unternehmen mit mindestens 20% beteiligt:

Name Beteiligungsquote Währung Eigenkapital Jahresergebnis
%
AWU Logistik OPR GmbH, Rheinsberg 100 TEUR 25 182,4

Aufsichtsrat

 

Ralf Reinhardt (Landrat des Landkreises Ostprignitz-Ruppin), Bückwitz (Vorsitzender)

 

Rainer Kröger (Regionalleiter ALBA-Ost), Lübeck (Stellvertretender Vorsitzender)

 

Axel Gutschmidt (Trinkwassermeister), Fehrbellin

 

Thomas Huch (Geschäftsführer), Neuruppin

 

Martin Klemm (Geschäftsführer), Belgern

 

Wilfried Mäusling (Kraftfahrer / Betriebsrat), Demerthin

 

Jürgen Naujok (Geschäftsführer), Leegebruch

 

Karl Tedsen (Fraktionsmitglied CDU / Pensionär), Neustadt (Dosse)

 

Thomas Voigt (Trink- und Abwassermeister / Pensionär), Temnitztal OT Garz

Die Bezüge des Aufsichtsrats beliefen sich auf TEUR 8,7.

Geschäftsführung

Geschäftsführer ist Matthias Noa, Premnitz.

Bezüglich der Bezüge der Geschäftsführung wird von der Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht.

Mitarbeiter

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter:

Gewerbliche Arbeitnehmer 62,7
Angestellte 19,2
davon Auszubildende 5,3
81,9

Konzernverhältnisse

Der Jahresabschluss wird in den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2023 der ALBA Group plc & Co. KG, Berlin (Amtsgericht Berlin-Charlottenburg, HRA 36525 B), einbezogen.

Der Jahresschluss der AWU OPR wird im elektronischen Bundesanzeiger bekannt gemacht.

Gewinnverwendung/Gewinnverwendungsvorschlag

Den Gesellschaftern wird vorgeschlagen, den Jahresüberschuss aus dem Geschäftsjahr 2023 in Höhe von TEUR 319,1 auszuschütten.

 

Märkisch Linden, 27. Februar 2024

AWU Abfallwirtschafts-Union Ostprignitz-Ruppin GmbH

Matthias Noa, Geschäftsführer

Anlagenspiegel

AWU Ostprignitz-Ruppin GmbH

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte u. ä. Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 118.668,05 118.668,05
2. Geschäfts- oder Firmenwert 1.321.689,51 1.321.689,51
3. Geleistete Anzahlungen
1.440.357,56 1.440.357,56
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.135.804,80 8.835,00 3.144.639,80
2. Technische Anlagen und Maschinen 684.042,56 13.173,39 697.215,95
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 10.814.475,71 630.337,83 -111.018,80 11.333.794,74
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 22.606,35 22.606,35
14.656.929,42 652.346,22 -111.018,80 15.198.256,84
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 27.600,00 27.600,00
2. Beteiligungen
3. Wertpapiere des Anlagevermögens
4. Ausleihungen an verbundene Unternehmen
5. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht
6. sonstige Ausleihungen
27.600,00 27.600,00
16.124.886,98 652.346,22 -111.018,80 16.666.214,40
Abschreibungen
01.01.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte u. ä. Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten -112.200,05 -1.802,00 -114.002,05
2. Geschäfts- oder Firmenwert -1.321.689,51 -1.321.689,51
3. Geleistete Anzahlungen
-1.433.889,56 -1.802,00 -1.435.691,56
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken -994.111,40 -127.216,00 -1.121.327,40
2. Technische Anlagen und Maschinen -124.941,56 -44.680,39 -169.621,95
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung -8.170.941,71 -917.860,83 111.018,80 -8.977.783,74
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau
-9.289.994,67 -1.089.757,22 111.018,80 -10.268.733,09
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen
2. Beteiligungen
3. Wertpapiere des Anlagevermögens
4. Ausleihungen an verbundene Unternehmen
5. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht
6. sonstige Ausleihungen
-10.723.884,23 -1.091.559,22 111.018,80 -11.704.424,65
Restbuchwerte
31.12.2023 01.01.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte u. ä. Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 4.666,00 6.468,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert
3. Geleistete Anzahlungen
4.666,00 6.468,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.023.312,40 2.141.693,40
2. Technische Anlagen und Maschinen 527.594,00 559.101,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.356.011,00 2.643.534,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 22.606,35 22.606,35
4.929.523,75 5.366.934,75
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 27.600,00 27.600,00
2. Beteiligungen
3. Wertpapiere des Anlagevermögens
4. Ausleihungen an verbundene Unternehmen
5. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht
6. sonstige Ausleihungen
27.600,00 27.600,00
4.961.789,75 5.401.002,75

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

A. Grundlagen der Gesellschaft

1. Geschäftsaktivitäten und Organisationsstruktur

Die AWU Abfallwirtschafts-Union Ostprignitz-Ruppin GmbH (AWU OPR) ist eine Beteiligungsgesellschaft des Landkreises Ostprignitz-Ruppin mit 51% Gesellschafteranteil und mit 49% der ALBA Europe Holding plc & Co.KG. Das Unternehmen ist im Handelsregister des Amtsgerichts Neuruppin unter der Nummer 2161 eingetragen. Der Hauptsitz des Unternehmens befindet sich in 16818 Märkisch Linden, Ahornallee 10.

Gegenstand des Unternehmens ist die Erfassung, die Beseitigung, der Transport sowie das Recycling von Abfällen aller Art aus Haushalt, Gewerbe, Industrie und Einrichtungen im Landkreis Ostprignitz-Ruppin und den angrenzenden Gebieten.

Als beauftragter Dritter des Landkreises Ostprignitz-Ruppin, ist die AWU OPR für die Sammlung und den Transport von Abfällen aus privaten Haushaltungen und von gewerblichen Anfallstellen gemäß der gültigen Abfallsatzung, verantwortlich.

Ein weiteres Leistungs- und Angebotsspektrum der AWU OPR ist die gewerbliche Abfallentsorgung. Hierzu gehören unter anderem:

Sammeltouren für Gewerbeabfall, Altpapier und Kunststoffe

Containerdienst

Fäkalientransporte, Fettabscheider- und Klärschlammentsorgung

Sonderabfallentsorgung

Sortier- und Umschlagleistungen sowie die Verpressung von Abfällen

Straßenreinigung und Winterdienst

Die AWU OPR führt darüber hinaus Beratungs- und Maklertätigkeiten rundum die Abfallverwertung und Abfallentsorgung, landwirtschaftliche Transporte, Straßenreinigung und Winterdienst durch.

Das Unternehmen ist als Entsorgungsfachbetrieb sowie nach DIN EN ISO 9001 zertifiziert. Die Zertifikate wurden im Jahr 2023 wiederholt an das Unternehmen vergeben.

Mit der AWU Logistik OPR GmbH (AWU Logistik OPR) verfügt die AWU OPR über ein hundertprozentiges Tochterunternehmen. Die AWU Logistik OPR hat ihren Unternehmenssitz in 16831 Rheinsberg. Sie realisiert mit eigenen Fahrzeugen und Mitarbeitern Aufträge in der Sammlung und dem Transport von Abfällen.

Das Kontrollgremium der AWU OPR und der AWU Logistik OPR ist der aus acht Mitgliedern bestehende Aufsichtsrat, dem die Geschäftsführung im Geschäftsjahr 2023 dreimal berichtete. Darüber hinaus wurden für den Aufsichtsrat vier Quartalsberichte mit den relevanten Geschäftsvorgängen und Unternehmenskennzahlen erstellt. Den Gesellschaftern werden monatlich in Form der Gewinn und Verlustrechnung, die wirtschaftliche Gesamtsituation und der Zielerreichungsgrad zum Wirtschaftsplan der AWU OPR dargestellt.

2. Produkte und Dienstleistungen

Als ein Unternehmen der ALBA Group, gehört die AWU OPR sowie ihr Tochterunternehmen, die AWU Logistik OPR, zum Segment Waste and Metals (WaM). Die zu diesem Segment gehörenden Unternehmen erfassen bzw. sammeln sämtliche Abfallarten, bereiten diese gegebenenfalls auf oder behandeln sie und vermarkten sie anschließend weiter.

Die Erfassung der Abfälle erfolgt dabei in der Regel mit eigenen Fahrzeugen, Behältern und Containern sowohl für Gewerbekunden als auch im Auftrag von Kommunen. Darüber hinaus werden auf den Plätzen des Segments werthaltige Abfälle, wie Alt- und Neuschrotte, Kunststoffe, Pappe und Papier u.ä. gesammelt und ggf. vorbehandelt sowie zu Ballen verpresst. Die AWU OPR partizipiert bei diesen Stoffströmen von der guten Marktposition und Kontakten der ALBA Group.

Für die AWU OPR sind neben den Umsätzen aus der kommunalen Beauftragung des Landkreises Ostprignitz-Ruppin, welche einen Anteil von 37,5 %, inklusive der Altpapiervermarktung zum Gesamtumsatz aus machen, ihre gewerblichen sowie internen Aktivitäten, mit einem Umsatzvolumen von in Summe 57,9% sowie von 4,6% für interne Dienstleistungen, von elementarer Bedeutung.

Mit dem Containerdienst und den dadurch erfassten Abfällen, erbringt das Unternehmen einen Großteil seiner gewerblichen Umsätze. Die Leistungen im Bereich der Fäkalienabfuhr für Verbände und Stadtwerke haben sich zum Vorjahr durch den Verlust eines Entsorgungsvertrages verringert. Neben dem Containerdienst sind die gewerblichen Umleertouren ein wichtiger Bestandteil unseres Kundengeschäftes, mit denen Gewerbeabfall und Altpapier gesammelt werden.

Im Bereich Sonderabfall schließen wir den Transport von gefährlichen Abfällen zu Verwertungs- bzw. Beseitigungsanlagen mit ein. Auch im Bereich der Straßenreinigung und des Winterdienstes betreuen wir für die Grundauslastung unserer Technik einen relativ festen Kundenstamm.

Tabelle 1 (Quelle: Umsatzzusammenstellung 2023)

3. Steuerungssystem

In der AWU OPR werden zur Steuerung der Geschäftsaktivitäten verschiedene Kennzahlen genutzt. Die Steuerungskennzahlen Umsatzerlöse, Rohertrag, EBITDA, EBT und Investitionen dienen vorranging der Steuerung der operativen Tätigkeiten und werden monatlich im Rahmen der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewertet.

Darüber hinaus sind die Kennzahlen: Menge der erfassten/eingesammelten Abfälle, Fahrzeugauslastung, Krankenstand, Kraftstoffkosten-/verbrauch und Reparaturkosten sowie die Liquidität und Außenstandsdauer von Bedeutung.

Analysiert werden im Rahmen des Vertriebscontrollings die Kundenumsätze sowie die Aktivitäten der Vertriebsmitarbeiter der AWU OPR in ihren Vertriebsgebieten. Für spezielle Kundendienstprojekte und Produkte erfolgt eine Nachkalkulation durch das eigene Controlling, unterstützt durch das Bereichscontrolling der ALBA Europe. Diese Kennzahlen werden monatlich dem Management der AWU OPR vorgelegt und ausgewertet.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wird regelmäßig dem Beteiligungsmanagement des Landkreises Ostprignitz-Ruppin und der Bereichsleitung der ALBA Europe übergeben und in monatlichen Meetings ausgewertet. Den Aufsichtsratsmitgliedern wird zum einen mit dem Quartalsbericht und zum anderen in den Aufsichtsratssitzungen die GuV, ein Liquiditätsnachweis und eine Krankenstands- sowie Bestandsübersicht mit den entsprechenden Kommentierungen durch die Geschäftsführung übergeben.

B. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die Rahmenbedingungen waren vornehmlich beeinflusst von den auf europäischer und nationaler Ebene ergriffenen Maßnahmen zur Eindämmung der Inflation. Die Inflationsrate bewegte sich 2023 mit 5,9% erneut auf hohem Niveau. Gründe dafür waren Nachholeffekte aus der Zeit der Corona-Pandemie und der im Jahr 2022 begonnene Russland-Ukraine-Krieg. Im abgelaufenen Geschäftsjahr setzte die Europäische Zentralbank (EZB) die im Vorjahr begonnene Zinswendepolitik konsequent fort.

In Deutschland sank das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) 2023 gegenüber dem Vorjahr laut Statistischem Bundesamt (Destatis) um 0,3%. Kalenderbereinigt betrug der Rückgang der Wirtschaftsleistung 0,1%. Energiekrise und weltpolitische Spannungen verunsicherten Produktion, Investitionen und den privaten Konsum. Infolge dessen verlor der Handel weltweit an Schwung, was die deutsche Exportwirtschaft bremste. Auch die hohen Preise dämpften die Konjunktur.

Das Berichtsjahr war größtenteils von sinkenden Marktpreisen geprägt. Zudem blieb die Mengenverfügbarkeit bei den meisten Fraktionen knapp.

Das Gewerbegeschäft entwickelte sich in unterschiedlicher Ausprägung. In den Bereichen Hotellerie und dem Messe-/Veranstaltungsgeschäft wurde das Vor-Corona-Niveau annähernd erreicht. Der Umsatzrückgang in der Gastronomie war spürbar. Primär ist dafür die seit der Corona-Pandemie rückläufige Anzahl an Gastronomie-Unternehmen verantwortlich.

In der Bauindustrie beeinflussten erneut rückläufige Auftragszahlen das Mengenaufkommen.

Die Bau- und Immobilienbranche wurde 2023 mit einem hohen Zinsniveau bei gleichzeitig deutlich gestiegenen Materialkosten konfrontiert. Weniger Neubauten, zahlreiche Baustopps und ruhende Bauprojekte waren die Folge und mündeten, regional in unterschiedlicher Ausprägung, in verringerten Mengenaufkommen bei den Bau- und Gewerbeabfällen.

Auch die Mengen anderer Abfallfraktionen waren im Wesentlichen rückläufig bzw. stagnierten.

Der Rückgang im Bereich Altpapier traf auf eine ebenso abgeschwächte Nachfrage seitens der Papierindustrie. Einzelne Überhänge konnten partiell durch den Export nach Asien aufgefangen werden.

Im historischen Vergleich beliefen sich die durchschnittlichen Papierpreise insgesamt auf niedrigem Niveau. Diese Entwicklung wurde im dritten und vierten Quartal des Vorjahres (2022) eingeleitet, in dem die Branche mit einem massiven Preisverfall und einer deutlich verringerten Nachfrage in allen Segmenten konfrontiert wurde.

Eine erheblich zurückgefahrene Produktion traf zum Jahresende 2022 auf ein vergleichsweise hohes Sammelaufkommen. Die Mengenabnahme der Industrie zeigte sich im weiteren Verlauf des Berichtsjahres zunächst sehr heterogen. Aufgrund der ab 2023 anhaltend knappen Sammelmengen, der gewünschten hohen Lagerhaltung seitens der Papierindustrie und einer wiederbelebten Exportnachfrage blieben die Preise jedoch trotz sinkender Nachfrage stabil.

Besonders kritisch entwickelte sich der Absatz gegenüber grafischen Abnehmern. Da Großkunden verstärkt auf Print-Werbung verzichten oder diese sogar einstellten, mussten sich die Produzenten mit deutlichen Kürzungen auseinandersetzen. Auch der Verpackungssektor war von Rückgängen betroffen.

Der Preis für die Sorte 1.02 (sortiertes, gemischtes Altpapier) lag Ende 2022 bei einer Zuzahlung von über 3 Euro pro Tonne. Im Jahresverlauf legte der Preis leicht zu. Verkäufer konnten in der Spitze im November 18 Euro pro Tonne erlösen. Der Jahresdurchschnittspreis belief sich auf 8 Euro pro Tonne (i. Vj.: 88 Euro pro Tonne). Einen ähnlichen Preisverlauf wies die Sorte 1.04 (Kaufhausaltpapier) auf. Zum Jahresende 2022 lag der Preis bei 20 Euro pro Tonne. Dieser stieg bis Oktober auf 58 Euro pro Tonne an und erreichte hier sein Maximum.

Ab dann setzte sich beim Kaufhausaltpapier eine Stabilisierung durch und die Preise beendeten das Jahr mit 53 Euro pro Tonne. Im Zwölf-Monats-Mittel kostete die Tonne für Abnehmer der Sorte 1.04 44 Euro (i. Vj.: 112 Euro).

Grafik PPK-Erlöse, Quelle: eigene Erhebung nach EUWID - Recycling und Entsorgung (Europäischer Wirtschaftsdienst GmbH)

Für den Altkunststoffmarkt war 2023 ein herausforderndes Jahr. Eine verhaltene Nachfrage bestätigte die bei Altkunststoffen in der zweiten Jahreshälfte 2022 begonnene Preisentwicklung. Die rückläufige Tendenz war in allen Sorten zu beobachten, wenn auch in verschiedenen Ausprägungen.

In der zweiten Jahreshälfte litten die Preise ebenfalls unter fehlenden Nachfrageimpulsen. Somit lagen die Preise im Jahresmittel teilweise deutlich unter Vorjahresniveau. Vergleichsweise stabil verlief die Preisentwicklung für Folien der Qualitätsstufe 80/20. Im Januar lag der Preis noch bei 115 Euro pro Tonne. Die anschließende leicht negative Preisentwicklung mündete im Dezember in einem Preis von 95 Euro pro Tonne. Im Jahresmittel sank der Preis von 190 Euro pro Tonne 2022 auf 114 Euro pro Tonne 2023.

Einen deutlich stärkeren Verlust mussten Kunststoff-Recycler für bunte Folien und buntes PET hinnehmen. Im Zwölf-Monats-Durchschnitt sanken die Preise für bunte Folien auf 53 Euro pro Tonne (i. Vj.: 145 Euro pro Tonne). Die gemittelten Zuzahlungen für buntes PET stiegen von 113 Euro pro Tonne 2022 auf 603 Euro pro Tonne 2023. Für beide Sorten konnte eine Verschlechterung ab Ende des zweiten Quartals festgestellt werden; die Zuzahlungen für buntes PET erreichten mit 718 Euro pro Tonne im vierten Quartal ihren Höchstwert.

Die Preise für Altholz waren gegenüber 2022 über alle Sorten hinweg rückläufig. Die Nachfrage von stofflichen und thermischen Qualitäten hat sich gegenüber dem Vorjahr signifikant verringert, sodass im Berichtsjahr ein weitestgehend ausgeglichenes Angebots- und Nachfrageniveau herrschte. Die Verfügbarkeit gewerblicher und kommunaler Altholzmengen war weiterhin limitiert. Dem gegenüber führte die teilweise politisch gesteuerte Strompreisentwicklung zu Kapazitätsreduzierungen (Teillast) bei den Biomassekraftwerken. Darüber hinaus sorgten viele Anlagenstillstände für einen geringeren Bedarf.

2. Änderungen rechtlicher Rahmenbedingungen

Zum 1. Januar 2023 stiegen die Sätze für die Lkw-Maut. Hintergrund für die Erhöhung waren EU-Vorgaben und das neue Wegekostengutachten.

Mit der Gesetzesänderung zum 1. Dezember 2023 wurde die Lkw-Maut um eine CO 2 -Komponente erweitert, was einen Anstieg der LKW-Maut nochmals zwischen 70% und 80% bedeutete. Entsprechend ist die Abgabe nun gemäß dem CO 2 -Ausstoß gestaffelt.

Eine Ausnahme gilt für emissionsarme e-Lkw, die allerdings bis zum 31. Dezember 2025 befristet ist. Die mautbedingten Kosten bewegen sich daher weiterhin auf hohem Niveau entsprechend der Nutzung mautpflichtiger Straßen und tragen somit zur Verteuerung von Transport und Logistik bei.

Mit der Änderung des Gesetzes über das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSIG) wurde erstmals der Sektor der Siedlungsabfallentsorgung in seinen Geltungsbereich aufgenommen. Zum 6. Dezember 2023 wurde die noch ausstehende Anpassung der BSI-Kritisverordnung (BSI-KritisVO) abgeschlossen, die zum 1. Januar 2024 in Kraft trat. Der Zeitraum für die Umsetzung der Verordnung beträgt zwei Jahre. Derzeit wird ein Branchenstandard entwickelt, der bei der Umsetzung der Verordnung unterstützen soll. Es ist zu erwarten, dass der Umsetzungsprozess mit zusätzlichen Aufwendungen verbunden ist.

Im Jahr 2024 steigt der CO 2 -Preis gemäß dem Brennstoffemissionshandelsgesetz (BEHG), auf 45 Euro pro Tonne, 2023 lag er noch bei 30 Euro pro Tonne. Heizen und Tanken werden somit durch den CO 2 -Preis bis 2027 jedes Jahr teurer werden.

3. Lage

Folgende Leistungsindikatoren werden erläutert:

3.1 Ertragslage

Zum Vorjahr haben sich die Umsatzerlöse der AWU OPR in Summe um -6,0 % [TEUR -667,6] reduziert. Gründe hierfür sind vor allem niedrigere Verwertungserlöse insbesondere bei PPK. Der Materialaufwand hat sich gegenüber dem Vorjahr um -21,7% [TEUR -821,6] reduziert. Neben den geringeren Aufwendungen für Roh-, Hilfs, und Betriebsstoffe sowie für bezogene Waren [TEUR -742,3], hier analog der Verwertungserlöse der Ankauf von Papier als Handelsware [TEUR -692,3], wurden auch reduzierte Aufwendungen für bezogene Leistungen [TEUR -79,3] bilanziert.

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten insbesondere Erträge aus weiterberechnete Fremdkosten, Versicherungsentschädigungen, Anlagenverkäufe und selbstgenutzte Fahrzeuge/PKW. In Summe sind die sonstigen betrieblichen Erträge um -9,0% [TEUR -32,3] im Vergleich zum Vorjahr gesunken.

Auf Basis des Rohertrages wird im Vergleich zum Vorjahr eine Steigerung von 1,6% [TEUR 121,8] ausgewiesen.

Trotz leicht gesunkener Mitarbeiterzahlen (-2,7 FTE) erhöhen sich die Personalaufwendungen um +5,3% [TEUR 183,5] gemäß der im Haustarifvertrag vereinbarten Lohn- und Gehaltserhöhungen.

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind vor allem Aufwendungen für Raumkosten, Kosten für Behälter, laufende Kosten Fuhrpark, Instandhaltung und Versicherungen Fuhrpark, Mieten Fremdfahrzeuge, Vertriebs- und Verwaltungskosten, sonstige Personalkosten (Ausgleichsabgaben, Schulungen, Arbeitskleidung), Instandhaltungen Betriebsausstattung sowie andere und neutrale Aufwendungen enthalten. Die Summe der sonstigen betrieblichen Aufwendungen reduzierte sich um -4,5% [TEUR -118,9].

Kostensteigerungen waren insbesondere bei Raumkosten [TEUR 4,8], Anmietung und Leasing Fuhrpark [TEUR 48,3], weiterberechneten Fremdkosten [TEUR 99,8], sonstigen Personalkosten [TEUR 9,1] und neutralen Aufwendungen [TEUR 23,3] zu verzeichnen. Durch Kostensenkungen in anderen Positionen, insbesondere der Kraftstoffkosten Diesel [TEUR -171,0], Instandhaltung Fuhrpark [TEUR -76,3], Instandhaltung der Betriebsausstattung [TEUR -17,1] und der Verwaltungsaufwendungen [TEUR -19,2] konnte eine Kompensation der Kostensteigerung erreicht werden.

Die planmäßigen Abschreibungen reduzierten sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR -58,8.

Die Erhöhung der Zinsaufwendungen [TEUR 6,8] begründet sich zum einen durch die Investitionstätigkeit im Berichtsjahr und aus dem Vorjahr sowie durch generelle Zinssteigerungen. Alle externen Kreditlinien sind planmäßig getilgt worden.

Ausgehend von einem Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit in Höhe von TEUR 380,2 im Vorjahr, erzielte die AWU OPR im Berichtsjahr ein um 28,6% [TEUR 108,9] erhöhtes Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit in Höhe von TEUR 489,0.

Nach Steuern ergibt sich für das Geschäftsjahr 2023 ein Jahresgewinn von TEUR 319,1 (Vorjahr TEUR 254,8).

3.2 Vermögenslage

Die Bilanzsumme der Gesellschaft hat sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR -541,7 [-7,5%] reduziert.

Im Bereich des Sachanlagevermögens führen planmäßige Abschreibungen und Verkäufe zu einer Reduzierung des Anlagevermögens um insgesamt TEUR -437,4 [-8,2%].

Die Vorräte reduzieren sich um TEUR -22,6 [-31,8%].

Die Reduzierung der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände [TEUR -262,7] resultiert vorrangig aus geringeren Forderungen gegenüber nahestehendenden Unternehmen [TEUR -141,2] und verbundenen Unternehmen [TEUR -107,8].

Die Kassen- und Bankguthaben haben sich stichtagsbezogen um insgesamt TEUR 197,3 auf TEUR 499,1 erhöht.

Die Reduzierung des aktiven Rechnungsabgrenzungsposten [TEUR -14,4] ist vorrangig auf die nicht Berücksichtigung der Kfz-Steuer zurückzuführen.

Die Rückstellungen [TEUR 417,4] beinhalten neben Steuerrückstellungen [TEUR 37,4] auch sonstige Rückstellungen [TEUR 380,0]. Diese setzen sich aus Personalrückstellungen [TEUR 214,2] für Urlaubsverpflichtungen, Mehrarbeit, variable Vergütungen, Schwerbehindertenabgabe und Berufsgenossenschaft, Rückstellungen für ausstehende Rechnungen [TEUR 92,4], für Jahresabschluss- und Beratungskosten [TEUR 15,2] und für unterlassenen Instandhaltungen [TEUR 12,3] zusammen. Die übrigen sonstigen Rückstellungen [TEUR 46,0] beinhalten eine Archivrückstellung sowie eine Rückstellung für anstehende Betriebsprüfungen.

In Summe erhöhen sich die sonstigen Rückstellungen im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 19,7. Dies ist in erster Linie auf die Erhöhung der Rückstellungen für unterlassene Instandhaltungen [TEUR 12,3] und der sonstigen Rückstellungen [TEUR 5,4] zurückzuführen.

Die Reduzierung der Verbindlichkeiten [TEUR -604,0] resultiert im Wesentlichen aus einer Reduktion der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten [TEUR -365,7] infolge planmäßiger Tilgungen, gegenüber Gesellschaftern [TEUR -148,7] und gegenüber nahestehenden Unternehmen besteht [TEUR -49,7].

Der Ansatz der passiven latenten Steuern hat sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 6,8 erhöht.

3.3 Finanzlage

Zum Bilanzstichtag ist ein Kassen- und Bankguthaben in Höhe von TEUR 499,1 ausgewiesen. Die Gesellschaft ist zu jedem Zeitpunkt ihren Zahlungsverpflichtungen nachgekommen.

3.4 Investitionen

Mit Gesellschafterbeschluss vom 30.08.2022 hat die Gesellschaft einen Investitionsplan von TEUR 1.338,8 für das Jahr 2023 [CAPEX: TEUR 1.051,7, davon TEUR 375 CAPEX Finanzierungen und OPEX: 287,1] für laufende Investitionen genehmigt bekommen. Infolge von Lieferverzögerungen zum Jahresende 2022 sind TEUR 386,7 (CAPEX) und TEUR 32,6 (OPEX) in das Jahr 2023 übernommen worden. Der Investitionsplan beträgt damit insgesamt TEUR 1.438,4 (CAPEX) und TEUR 319,7 (OPEX).

Die Anlagenzugänge des Geschäftsjahres 2023 CAPEX [TEUR 652,3] betreffen neben Investionen für Gebäude [TEUR 8,8], betriebliche Vorrichtungen und maschinelle Anlagen [TEUR 13,2] überwiegend Ersatzinvestitionen in Fahrzeuge, Fahrzeugtechnik und Anhänger [TEUR 447,9] (davon für AWU Logistik OPR GmbH TEUR 69,5), in Container und Pressbehälter [TEUR 100,3], für Geschäftsausstattung [TEUR 20,3] und geringwertige Wirtschaftsgüter [TEUR 61,8].

Im Bereich OPEX sind für das Geschäftsjahr 2023 TEUR 306,8 (davon für AWU Logistik OPR GmbH TEUR 25,1) als Zugang zu verzeichnen. Hierbei handelt es sich um LKW und PKW-Leasingverträge.

Darüber hinaus werden offene CAPEX Bestellungen in Höhe von TEUR 774,1 (davon von AWU Logistik OPR GmbH TEUR 243,0) und offene OPEX-Bestellungen in Höhe von TEUR 17,8 in das Jahr 2024 übertragen.

Die Finanzierung der Investitionen erfolgte über Finanzierungen bei Kreditinstituten [TEUR 391,1] (davon für AWU Logistik OPR GmbH TEUR 69,) sowie aus dem operativen Cash Flow.

C. Chancen und Risikobericht

1. Prognose der gesamtwirtschaftlichen und branchenbezogenen Rahmenbedingungen

Das Brennstoffemissionshandelsgesetz (BEHG) regelt die CO 2 -Bepreisung für Unternehmen, die fossile Brennstoffe in den Verkehr bringen.

Ab 2024 werden auch CO 2 -Emissionen aus der thermischen und energetischen Abfallverwertung bepreist. Die AWU OPR betreibt selbst keine thermischen Abfallverwertungsanlagen, ist aber - wie alle Entsorger und Lieferanten - wegen der Lieferung von nicht stofflich verwertbaren Abfällen an jene Anlagen, von diesen Preissteigerungen betroffen und muss diese CO 2 -Kosten an ihre Kunden weitergeben und in Ihre Leistungen mit einpreisen.

Auch wenn diese Preisanpassungen viele Unternehmen und Abfallerzeuger zusätzlich belasten wird, sehen wir für das neue Geschäftsjahr keine gravierenden Mengenverluste an Gewerbeabfällen auf die Branche zu kommen.

Ein wichtiger Aspekt wird auch im Jahr 2024 für viele Unternehmen, wie auch für die AWU OPR, die richtige Reaktion auf den demografischen Wandel in der Gesellschaft sein sowie auf den großen Fachkräftemangel in allen Unternehmensbereichen. Eine Antwort wird die Erhöhung von Entgelten für die Mitarbeiter werden, um einen Arbeitswechsel aus finanziellen Gründen zu verhindern, eine andere die Anpassungen von Arbeitsbedingungen und den stärkeren Einsatz von Ein-Mann-Fahrzeugen bei ansonsten personalstarken Entsorgungsaufträgen.

2. Chancenbericht

Die Geschäftsgrundlage der AWU OPR wird durch langfristige Dienstleistungsverträge mit dem Landkreis Ostprignitz-Ruppin gesichert. Die Fortführung dieses Vertrages ermöglicht es der Gesellschaft, in attraktive Arbeits- und Ausbildungsplätze zu investieren und kontinuierlich umweltfreundliche und moderne Technik zu beschaffen.

Die breite und gut ausgebaute Angebotspallette der AWU OPR mit ihrer heterogenen gewerblichen Kundenstruktur aus der herstellenden Industrie, Nahrungsmittel-, Land-, Bau- und Forstwirtschaft, Gesundheitswesen, Gastronomie sowie Dienstleistungsgewerbe, Kommunen und deren kommunalen Verbänden, ermöglichen ihr eine kontinuierliche und auskömmliche Auslastung der Mitarbeiter und der Technik.

Der Ausbau und die Erweiterung dieser Angebotspalette, die Flexibilität und die hohe Kompetenz in der Auftragsumsetzung sowie die partnerschaftliche Zusammenarbeit mit unseren Kunden und anderen Unternehmen, sind auch für die Zukunft ein Garant für eine solide Entwicklung.

Als IHK-Ausbildungsbetrieb sichert sich die AWU OPR personelle und qualitative Voraussetzungen für die kommenden Jahre. Als ein Unternehmen des Landkreises Ostprignitz-Ruppin und der ALBA Europe, partizipiert die AWU OPR von dem Knowhow, den Einkaufsbedingungen sowie den Firmenkontakten beider Gesellschafter. Somit können Synergiepotentiale zum beiderseitigen Vorteil gehoben, Prozesse verschlankt und für den Kunden ein optimales Angebot erstellt werden.

Dem Wettbewerb am Markt wird die AWU OPR weiterhin durch ein gutes Preis-/ Leistungsniveau sowie mit guter Erfahrung, Innovation, Zuverlässigkeit und durch ein hohes Maß an Qualität begegnen.

Mit dem eingeleiteten Wechsel des ERP-Systems auf SAP, stellt die AWU OPR die richtigen Weichen für die Zukunft und den Weg in die Digitalisierung sowie Optimierung ihrer Prozesse.

3. Risikobericht

Die AWU OPR ist im Rahmen ihrer geschäftlichen Tätigkeit Risiken ausgesetzt, die untrennbar mit unternehmerischem Handeln verbunden sind. Das Risikomanagement ist daher ein integraler Bestandteil der Geschäftsprozesse und den unternehmerischen Entscheidungen. Es stützt sich auf das auf Unternehmens- und Gruppenebene eingesetzte Planungs-, Berichts- und Informationssystem und wird ergänzt durch eine ständige Überwachung aller Finanzströme.

Mit Hilfe dieses Risikomanagementsystems werden die bestehenden und künftigen Risiken analysiert und bewertet. Für identifizierte Risiken werden geeignete Gegenmaßnahmen eingeleitet und überwacht. Das Risiko-Managementsystem ist eng mit dem Controlling-System und der strategischen Planung verbunden.

Konkret besteht für 2024 und fortfolgende Berichtsperioden das Risiko, dass langfristig laufende Entsorgungsaufträge aufgrund sich kurzfristig ändernder Parameter, nicht zeitnah angepasst bzw. die auf die Gesellschaft einwirkenden Risiken nicht ausreichend kompensieren werden können.

Dieses Risiko wird jedoch als eher gering eingeschätzt, da auf den Erfahrungen des Vorjahres aufgebaut wurde und für die wesentlichen schlecht einzuschätzenden Kostengruppen wie Dieselkraftstoffe, Preisgleitklauseln bzw. Erstattungspreise vereinbart wurden.

Im Bereich der Gewerbekunden wird mit einer weiteren Konzentration sowie Verschärfung des Wettbewerbs zu rechnen sein. Durch Kundenbindungsmaßnahmen, Vertragsgestaltung, Neukundengewinnung, Ausbau der Angebotspalette für Bestands- und Neukunden und der Nachkalkulation größerer Aufträge, wird diesen Risiken entgegengewirkt. Forderungsausfällen begegnet die AWU OPR mit gezielten Bonitätsabfragen im Vorfeld und ggf. Vorauszahlungen für Leistungen.

Im kommunalen Segment des Leistungsportfolios, verfügt das Unternehmen mit den Aufträgen des Landkreises Ostprignitz-Ruppin sowie mit kommunalen Wasser- und Abwasserverbänden über die Abwasserentsorgung, über Verträge mit einer längeren Laufzeit und einer daraus resultierenden Planungssicherheit. Die Verträge verfügen über Preisgleitklauseln.

Die Erlöse aus der Vermarktung von werthaltigen Abfällen und die Weitergabe von Vergütungen an Kunden sind an branchenübliche und vertraglich fixierte Preisindizes gekoppelt, sodass es hier zu keinem Risiko durch Preisschwankungen auf dem Markt der Sekundärrohstoffe für das Unternehmen kommen kann.

Das Gleiche gilt auch für zuzahlungspflichtige Abfälle, bei denen die AWU OPR ebenfalls den Entsorgungspreis bei Notwendigkeit kurzfristig anpassen könnte. Die Steuerung dafür nimmt das Controlling wahr.

Zum Ausbau und für die Erhaltung des Qualifikationsniveau der Mitarbeiter, setzt die AWU OPR auf spezifische Aus- und Weiterbildung.

Um dem Risiko Rechnung zu tragen, dass es zu nachhaltigen Störungen des Betriebsablaufes aufgrund der Abwesenheit oder des Ausscheidens von Mitarbeitern kommt, bestehen in der AWU OPR eindeutige Vertretungsregelungen und prozessuale Vorgaben, die regelmäßig überprüft und gegebenenfalls angepasst werden.

Die Gesellschaft steht mittelfristig vor der Herausforderung, Mitarbeiter infolge des Erreichens des Renteneintrittsalters ersetzen zu müssen. Hierbei setzt das Unternehmen vorrangig auf die eigene Ausbildung von Nachwuchskräften in den Berufen: Fachkraft für Büromanagement, Berufskraftfahrer und des Land- und Baumaschinen-Mechatronikers.

Aufgrund der Bestandsaufnahme der Risiken, der Einschätzung derer Eintrittswahrscheinlichkeiten und der Beurteilung der Wirksamkeit von Gegenmaßnahmen ist die Geschäftsführung der Ansicht, dass Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden, nicht bestehen.

D. Prognosebericht

1. Prognose

Mit dem unter B.1. erläuterten gesamtwirtschaftlichen und branchenbezogenen Rahmenbedingungen konnte das geplante Ergebnis vor Steuern vollständig realisiert werden.

Die Zielstellungen für das Jahr 2023 konnten wie folgt verwirklicht werden:

1.

Stabilisierung der Umsatzerlöse bei gleichzeitiger Verbesserung der Ertragssituation, indem notwendige Preiserhöhungen im gewerblichen Bereich zeitnah durchgeführt und die Reduzierung der Kosten gewährleistet werden

Das Unternehmen konnte sich, im Vergleich zum Jahr 2022, durch Kosteneinsparungen und höhere Erlöse für seine Leistungen stabilisieren und höhere Erträge generieren.

2.

Aufbau eines Web-Shops für den Containerdienst

In Zusammenarbeit mit dem Bereich Digital Services der ALBA Group, ist der Web-Shop unter al-baclick.de für unsere Kunden erreichbar.

3.

Straffung der unternehmensinternen Prozesse bei gleichzeitiger Erhöhung von Transparenz

Mit der Zertifizierung nach ISO 9001 am 20. September 2023, konnten wir unsere Abläufe sowie die Dokumentation dieser erneut durch den TüV Süd erfolgreich prüfen und bestätigen lassen.

4.

der strategischen Neujustierung relevanter Geschäftsfelder sowie

Die Tourenpläne für die statischen Touren (bspw. für Hausmüll, Altpapier und Bioabfall) wurden in 2023 überprüft und angepasst. Hinzu kamen die Tourenpläne für die Fäkalienabfuhr. Weiterhin wurde für den Bereich Winterdienst, ein wichtiger Auftrag hinzugewonnen.

5.

die Prüfung und Umsetzung von neuen Geschäftsfeldern im Unternehmen

Mit dem Bereich Fettabscheiderentsorgung, hat die AWU OPR ein neues Produkt in ihrem Leistungs-Portfolio aufgenommen.

Mit dieser Ausrichtung sind wir für die Anforderungen der Zukunft gut gerüstet und für unsere Ziele, wie bspw.:

1.

Ausbau der Marktposition des Unternehmens und Verbesserung der Umsatzrenditen

2.

Einführung eines neuen Waren- Wirtschaftssystems

3.

Straffung der unternehmensinternen Prozesse und Reduzierung von Kosten

4.

strategische Neujustierung relevanter Geschäftsfelder sowie

5.

Akquise von Neukunden, Realisierung von Projekten und die Entwicklung von neuen Angeboten und Geschäftsfeldern für das Unternehmen

Der Fokus der Geschäftsaktivitäten der nächsten Jahre liegt auf der konsequenten Umsetzung der Unternehmensziele und Stabilisierung der Gesellschaft innerhalb der Gewinnzone. Die notwendigen Schritte dazu sind eingeleitet und bereits erfolgt.

Die AWU OPR plant für 2024 bei einem Umsatz von TEUR 12.053,2 einen Rohertrag von TEUR 8.539,2, ein EBITDA in Höhe von TEUR 1.599,1 sowie ein Ergebnis vor Steuern (EvSt) und ohne Beteiligungserträge in Höhe von TEUR 358,0. Für das Jahr 2024 erwarten wir aufgrund der derzeitigen Geschäftslage ein positives Geschäftsergebnis.

Die Einschätzung der Entwicklung der AWU OPR basiert auf den derzeitigen Erwartungen und Annahmen bezüglich der Auswirkungen zukünftiger Ereignisse und wirtschaftlicher Rahmenbedingungen.

2. Entwicklung der Gesellschaft

Die Stärkung der Präsenz des Unternehmens auf dem regionalen Entsorgungsmarkt, die Intensivierung unserer Kundenbeziehungen sowie die Neukundenakquise in Verbindung mit der Entwicklung neuer Geschäftsfelder, führen das Unternehmen zu einem nachhaltigen Wachstum und sichert die Erreichung der im Wirtschaftsplan gesteckten Ergebnisziele.

Mit der Aufrechterhaltung von attraktiven Arbeitsplätzen und dem Ausbau sowie Stärkung unseres Knowhows, wird das Unternehmen den zukünftigen personellen Herausforderrungen begegnen.

Die Geschäftsführung erwartet, dass die geplanten Ergebnisse im EBITDA und EBT im folgenden Geschäftsjahr erreicht werden. Vor dem Hintergrund der dargestellten branchenspezifischen Rahmenbedingungen wird das Management der AWU OPR die Stärkung, den Ausbau und die Erweiterung ihrer Geschäftsfelder weiter forcieren. Das gilt sowohl für die Beschaffungs-, als auch für die Absatzmärkte.

Ein weiterer Bestandteil der Strategie ist die verstärkte Integrierung von zuverlässigen, geeigneten und kompetenten Unterauftragnehmern bei der direkten Leistungserbringung sowie für Logistikaufgaben bei der Absteuerung von Abfällen.

Einhergehen werden diese Maßnahmen mit einem gezielten und kostenbewussten Einsatz der Ressourcen und einer effizienten Nutzung von Kapazitäten bei der AWU OPR.

Zusammenfassend lassen sich maßgebliche oder gar unternehmensgefährdende Entwicklungen für den zukünftigen Geschäftsverlauf der AWU OPR zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht erkennen.

 

Märkisch Linden, den 27. Februar 2024

AWU Abfallwirtschafts-Union Ostprignitz-Ruppin GmbH

Matthias Noa, Geschäftsführer

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die AWU Ostprignitz-Ruppin GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der AWU Ostprignitz-Ruppin GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der AWU Ostprignitz-Ruppin GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Potsdam, 27. März 2024

Dr. Knabe GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Potsdam

Prof. Dr. Stephan Knabe, Wirtschaftsprüfer

Sabine Paul, Wirtschaftsprüferin

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen

Handelsregister Dokumente

Gesellschafterliste
Aktueller Abdruck
Chronologischer Abdruck

Organisationen an dieser Adresse

8 nahegelegene Organisationen

Liste von Unternehmen und Organisationen an oder in der Nähe dieser Geschäftsadresse. Die Daten umfassen Firmennamen, Adressen, Registrierungsdetails und Branchenklassifikationen.
Die Informationen auf dieser Seite stammen aus öffentlichen Quellen, offiziellen Registern oder werden von Drittanbietern bereitgestellt. Fusionbase übernimmt keine Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der Daten. Melde dich bei Fragen oder Anregungen über unser Kontaktformular.