Beteiligungsgesellschaften
Airbus Freighter Conversion GmbHLiquidiert
Grenzstraße 1A, 01109 Dresden, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Lars Becker seit 2.2.2012 | Liquidator |
Wirtschaftlich BerechtigteBeta
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (6)
| Name | Anteil |
|---|---|
Nauchno proisvodstvennaya korporacia Irkut | 25.00% |
Objedinennaja aviastroitelnaja korporacia | 25.00% |
Airbus S.A.S. | 18.00% |
ST Engineering Aerospace Ltd. | 17.60% |
AIRBUS SE | 8.85% |
GesellschafterBeta
Eigentümerstruktur und Kapitalverteilung des Unternehmens
3 von 4 Anteilseignern sichtbar
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Airbus Freighter Conversion GmbHDresdenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2011 bis zum 31.12.2011Bilanz zum 31. Dezember 2011Aktiva
Gewinn-
und Verlustrechnung
|
| Geschäftsjahr vom
01.01.2011 bis 31.12.2011
EUR |
Geschäftsjahr vom
01.01.2010 bis 31.12.2010
EUR |
|
| 1. Vertriebskosten | - 631.460,12 | - 785.712,10 |
| 2. Allgemeine Verwaltungskosten | - 1.157.540,34 | - 1.292.891,33 |
| 3. Sonstige betriebliche Erträge | 656.176,77 | 8.094.241,00 |
| 4. Sonstige betriebliche Aufwendungen | - 9.188.604,41 | - 14.510.410,02 |
| 5. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 4.679,44 | 10.788,05 |
| --davon aus verbundenen Unternehmen EUR 0,00 (i. Vj.: EUR 1.062,57)-- | ||
| 6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen | - 944,78 | - 363.166,24 |
| 7. Außerordentliche Erträge / außerordentliches Ergebnis | 0,00 | 335.051,55 |
| 8. Jahresfehlbetrag | - 10.317.693,44 | - 8.512.099,09 |
Anhang zum Geschäftsjahr 2011
1 Allgemeine Angaben
Die Airbus Freighter Conversion GmbH i.L. (im Folgenden auch "AFC" oder "Gesellschaft" genannt) ist eine kleine Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 1 HGB. Die größenabhängigen Erleichterungen werden gemäß §§ 274a, 276 und 288 HGB in Anspruch genommen.
Das Geschäftsjahr der Gesellschaft ist gemäß Gesellschaftsvertrag das Kalenderjahr.
Der Jahresabschluss des Geschäftsjahres 2011 ist nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches, des GmbH-Gesetzes und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags aufgestellt worden. Der Jahresabschluss ist gemäß § 244 HGB in Euro aufgestellt.
Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Umsatzkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 3 HGB aufgestellt.
Die Gesellschaft wendete die durch das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz ("BilMoG") geänderten Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des HGB gemäß Art. 66 Abs. 3 S. 1 EGHGB an.
Die Airbus S.A.S., Toulouse (im Folgenden auch "Airbus" genannt) und die Elbe Flugzeugwerke GmbH, Dresden (im Folgenden auch "EFW" genannt), vereinbarten mit Partnern der russischen Luftfahrtindustrie, das Gemeinschaftsunternehmen AFC zum Erwerb von Umrüstlösungen, zur Vermarktung und zum Vertrieb der Umrüstungen von Passagierflugzeugen der Typen Airbus A320 und A321 in zivile Frachtflugzeuge einschließlich der diesbezüglichen Wartungsarbeiten, Kundenpflege und Qualitätssicherung zu gründen.
Die Airbus Freighter Conversion GmbH (AFC) wurde am 25. April 2007 als Marketing- und Vertriebsgesellschaft für Umrüstlösungen von Passagierflugzeugen der Typen Airbus A320/321 zu Frachtflugzeugen gegründet.
Mit Beschluss vom 1. Juni 2011 bekundeten die Gesellschafter ihren Willen zur Einstellung der Projektarbeiten und zur Auflösung der Gesellschaft Airbus Freighter Conversion GmbH. Mit ihrer Entscheidung vom Oktober 2011 beschlossen die Gesellschafter die Auflösung der Gesellschaft zum 31. Oktober 2011.
Das am 08. Dezember 2011 unterzeichnete Close Out Agreement bestätigt formal die Kündigung aller relevanten Projektvereinbarungen zum 01. Juni 2011.
Zur finanziellen Absicherung der mit der Liquidation der Gesellschaft im Zusammenhang stehenden Kosten wurden am 29. Juli 2011 ein "Shareholders' Funding Agreement" und ein "Refund Agreement" sowie am 08. Dezember 2011 ein "Supplemental Shareholders' Funding Agreement" unterzeichnet.
Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2011 berücksichtigt die Liquidierung der Gesellschaft. Die Auswirkungen auf die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden lassen sich wie folgt zusammenfassen:
Die sonstigen Rückstellungen enthalten Verpflichtungen, die der Auflösung der Gesellschaft zwangsläufig folgen. Diese Verpflichtungen umfassen:
| • |
Abfindungen an Mitarbeiter, die nicht in ein ruhendes Arbeitsverhältnis zurückkehren können und |
| • |
Drohverluste aus schwebenden Geschäften für Leistungsverpflichtungen, denen keine adäquaten Gegenleistungen entgegenstehen. |
2 Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung sind zu Anschaffungskosten abzüglich Abschreibungen bewertet. Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen linear unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer.
Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind mit ihrem Nennbetrag angesetzt. Erkennbare Ausfallrisiken bestehen nicht.
Die Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nennwert bewertet. Das Bankguthaben in US-Dollar wird zum Stichtagskurs bewertet.
Bei den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten handelt es sich um Ausgaben vor dem Abschluss-Stichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Stichtag darstellen. Die Bewertung erfolgt zum Nennwert.
Das Gezeichnete Kapital ist mit dem Nominalwert in Euro angesetzt.
Die Kapitalrücklage ist mit dem Nominalwert bewertet. Die Umrechnung in Euro erfolgte zum Stichtagskurs bei der Entstehung.
Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten und sind entsprechend der voraussichtlichen Inanspruchnahme bzw. mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag bemessen.
Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag bilanziert.
Fremdwährungsforderung und -verbindlichkeiten werden mit dem Anschaffungskurs oder dem niedrigeren Stichtagskurs umgerechnet. Ausgenommen sind Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. Diese werden zum Bilanzstichtag gemäß § 256a HGB mit dem Devisenkassamittelkurs bewertet und daraus resultierende nicht realisierte Umrechnungsgewinne oder -verluste gesondert in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.
3 Erläuterungen zur Bilanz zum 31. Dezember 2011
Die Entwicklung des Anlagevermögens ist dem als Anlage zum Anhang beigefügten Anlagespiegel zu entnehmen.
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung bestehen zum Bilanzstichtag nicht, da die komplette Betriebs- und Geschäftsausstattung veräußert wurde.
Forderungen gegen Gesellschafter bestehen zum Stichtag in Höhe von TEUR 93 (2010: TEUR 17.138) und beinhalten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.
Die Sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 7 (2010: TEUR 19) bestehen im Wesentlichen aus Forderungen aus Umsatzsteuerrückerstattungen.
Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Laufzeit von bis zu einem Jahr.
Zum Bilanzstichtag bestehen Guthaben bei Kreditinstituten in Höhe von TEUR 728 (2010: TEUR 1.822).
Der Finanzmittelbedarf der Gesellschaft in 2011 wurde durch die von den Gesellschaftern eingezahlte Tranchen in Höhe von TEUR 9.525 (TUSD 12.800) im Rahmen der Zuzahlungen in die Kapitalrücklage vollständig gedeckt.
Das Gezeichnete Kapital beträgt TEUR 340 und wurde in voller Höhe durch Bareinlage in 2007 geleistet.
Die Kapitalrücklage in Höhe von TEUR 19.749 wurde 2007 mit Wirkung für 2008 per Gesellschaftsvertrag beschlossen. Basierend auf den Gesellschafterbeschlüssen vom 29. Juli 2011 und vom 8. Dezember 2011 wurden Zuzahlungen in Höhe von TEUR 932 (TUSD 1.300) und TEUR 8.592 (TUSD 11.500) in die Kapitalrücklagen vereinbart. Die bis dahin noch ausstehenden Forderungen gegen die Gesellschafter auf Zuzahlungen in Höhe von TEUR 7.259 (TUSD 11.505) wurden im Zuge der Kündigung des "Shareholder Agreements" mit den bereits bilanzierten Kapitalrücklagen verrechnet. Die zum Bilanzstichtag ausgewiesenen Kapitalzuzahlungen wurden von den Gesellschaftern vollständig eingezahlt.
Der Jahresfehlbetrag in Höhe von TEUR 10.318 (2010: TEUR 8.512) ist vollständig durch Eigenkapital gedeckt.
Die Sonstigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 182 enthalten Rückstellungen für Personalkosten in Höhe von TEUR 111, einschließlich der Rückstellungen für weiterberechnete Pensionsleistungen (TEUR 52), variable Vergütungen (TEUR 44) und Abfindungen (TEUR 11), Rückstellungen für ausstehende Rechnungen (TEUR 53), Rückstellungen für Jahresabschluss- und Prüfungskosten (TEUR 11), Rückstellungen für Drohverluste aus schwebenden Geschäften infolge der Liquidation (TEUR 5) und sonstige übrige Rückstellungen (TEUR 2).
Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern (TEUR 137) resultieren aus Dienstleistungsverträgen (TEUR 91) und Rückzahlungsverpflichtungen für überhöhte Kapitalzuzahlungen durch einen Gesellschafter (TEUR 46).
Sämtliche Verbindlichkeiten sind unbesichert und haben eine Laufzeit von bis zu einem Jahr.
4 Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2011
Die Sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten im Wesentlichen Erträge aus Währungskursdifferenzen (TEUR 558).
Die Sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten im Wesentlichen Aufwendungen aus Schadenersatzverpflichtungen in Höhe von TEUR 8.677, Aufwendungen aus Währungskursdifferenzen in Höhe von TEUR 500 sowie periodenfremde Aufwendungen aus Verlusten aus der Veräußerung von Vermögensgegenständen des Sachanlagevermögens in Höhe von TEUR 10.
Der Personalaufwand gliedert sich nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 Nr. 6 HGB wie folgt:
| 2011
TEUR |
2010
TEUR |
|
| a) Gehälter | 814 | 988 |
| b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung | 177 | 112 |
| -- davon für Altersversorgung TEUR 54 (2010: TEUR 45) -- | ||
| 991 | 1.100 |
5 Sonstige Angaben
Haftungsverhältnisse
Zum Bilanzstichtag bestehen keine Haftungsverhältnisse gemäß §§ 251, 268 Abs. 7 HGB.
Mitarbeiter und Organe der Gesellschaft
Die Gesellschaft hat im Geschäftsjahr 2011 durchschnittlich neun Angestellte beschäftigt davon sechs männliche und drei weibliche.
Zum Liquidator der Gesellschaft wurde im Oktober 2011 Herr Dipl.-Ing. Lars Becker, Dresden, bestellt.
Gesellschafter
Die Gesellschafter der AFC sind die EFW mit einem Gesellschafteranteil von 32 %, die Airbus mit 18 %, die Open Joint Stock Company Scientific Production Corporation "Irkut", Moskau, mit 25 % und die Open Joint Stock Company "United Aircraft Corporation", Moskau, mit 25 %.
Über die Gesellschafter EFW und Airbus wird AFC im Zuge der anteilmäßigen Konsolidierung in den Konzernabschluss (größter und zugleich kleinster Kreis) der European Aeronautic Defence and Space Company EADS N.V., Amsterdam (Niederlande), berücksichtigt. Der Konzernabschluss wird nach den International Financial Reporting Standards aufgestellt und zum Handelsregister K.v.K. Amsterdam unter der Nr. 24288945 eingereicht.
Dresden, 8. März 2012
Lars Becker, Liquidator
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