RINGFOTO International EWIV
Selbe AdresseTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von feinmechanischen, Foto- und optischen Erzeugnissen, Uhren, Edelmetallwaren und Schmuck
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
127 Gesellschafter
Kommanditgesellschaft (KG)
5 von 127 angezeigt
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
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Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
RINGFOTO GmbH & Co. KG (vormals: United Imaging Group GmbH & Co. KG)FürthKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022Lagebericht zu Jahresabschluss 2022 KonzernRINGFOTO GmbH & Co. KG
RINGFOTO GmbH & Co. KG KONZERN-Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022 1. Grundlagen des UnternehmensDie RINGFOTO Gruppe ist eine Leistungsgemeinschaft eigen- und selbständiger, nicht konzern- oder franchisegebundener Fotofachhändler. Die gebündelte Einkaufskraft unserer Verbundgruppe ermöglicht auch dem unabhängigen Einzelhändler, interessante und preiswerte Angebote anbieten zu können und damit gegenüber Handelsketten und Großmärkten konkurrenzfähig und attraktiv zu bleiben. Darüber hinaus stellen wir den Fachhändlern umfangreiche Marketingaktionen und Werbemittel zur Verfügung, die viele Vorteile des Fotofachhandels für den Endverbraucher deutlich herausstellen. Innerhalb der RINGFOTO Gruppe organisieren sich des Weiteren die Geschäfte der Handelsmarken RINGFOTO, PHOTO PORST, PLUSFOTO, euroACTIV und fast alle anderen Fotofachgeschäfte in Deutschland, Österreich und den Niederlanden. Die RINGFOTO-Gruppe wurde 1965 als Einkaufsverbund unabhängiger Fotofachhändler gegründet. Heute gehören rd. 1.150 Mitglieder mit ca. 1.450 Vertriebsstellen dazu und bilden somit Europas stärkste nationale Fotoverbundgruppe. Die RINGFOTO verfügt über ein eigenes Zentrallager mit rd. 9.000 Artikel auf einer Fläche von über 4.500 qm. Neben der Belieferung aus dem Zentrallager in Fürth übernimmt die RINGFOTO für alle relevanten Lieferanten die Zentralregulierung bzw. Zentralfakturierung (Delkredereübernahme). 2. WirtschaftsberichtDer Umsatz, die Ausschüttung an die Mitglieder (Bonus) sowie das Jahresergebnis sind die intern zur Steuerung des Unternehmens eingesetzten Kennzahlen. Heutzutage werden vielfältige Anforderungen an den Einzelhandel vor Ort, speziell an den Fotofachhandel gestellt: persönliche, fachkundige Beratung, attraktive Preise, eine große Produktauswahl sowie ein umfangreiches Serviceangebot sind seitens der gut informierten Kunden gefragt. Der Trend im Fotomarkt zu hochwertigen Kameras in allen Segmenten hält nach wie vor an und lässt den Fachhandel die Kompetenz- und Beratungsstärke bestens ausspielen, während der Wettbewerb mangels Beratungskompetenz nur die Einstiegsklassen vermarkten kann. Auch das Jahr 2022 war ein Jahr mit vielen Herausforderungen, geprägt von der Corona-Pandemie und den damit verbundenen Einschränkungen wie eine nach wie vor angespannte Warenverfügbarkeit und dem russischen Überfall auf die Ukraine im Februar 2022, verbunden mit steigenden Rohstoffpreisen und Energiekosten. Trotz dieser Tatsache sind die RINGFOTO und deren Händler gut durch dieses erneute Krisenjahr gekommen. Die attraktiven Neuheiten, die Mehrwert-Aktionen der Industrie und die Vertriebsmaßnahmen der RINGFOTO und der Händler haben zu einer sehr starken Fachhandelsnachfrage geführt. Laut GfK-Zahlen hat der Foto-Fachhandel sogar nochmal Marktanteile gewinnen können und ist der mit Abstand stärkste Vertriebskanal. Per 31.12.2022 hat die RINGFOTO 350 Gesellschafter. Damit sind es 18 weniger als Ende 2021. Zwei Eintritten stehen 20 Austritte gegenüber. Ursächlich für das Ausscheiden von Gesellschaftern sind unverändert finanzielle Gründe, Betriebsübergaben (einige der ausgeschiedenen Gesellschafter bleiben weiterhin als Partner Mitglied der RINGFOTO-Gruppe) oder Betriebsaufgaben aus Altersgründen. Die Anzahl der RINGFOTO-Partner per 31.12.2022 liegt mit 759 um rund 53 unter dem Niveau des Vorjahres (31.12.2021: 812). Insgesamt zählt die RINGFOTO-Gruppe per 31.12.2022 1.109 Mitglieder (Vorjahr: 1.180) mit 1.434 Vertriebsstellen. Dies sind 71 Mitglieder weniger als im Vorjahr. 274 Vertriebsstellen befinden sich im europäischen Ausland. Auf die Länder, in denen RINGFOTO mit Tochtergesellschaften vertreten ist, entfallen folgende Vertriebsstellen: Österreich 78, Niederlande 122. Die Prognose für das Jahr 2022 lautete: ein über dem Niveau des Vorjahres liegender Umsatz (im Lager- als auch im Streckengeschäft) sowie ein leicht über dem Vorjahr liegender Jahresüberschuss. Im Berichtsjahr konnte der Umsatz, trotz hoher Inflation und Energiekrise, bedingt durch den Krieg in der Ukraine, gesteigert werden. Insbesondere die Bereiche der Systemkameras, Objektive Herst. (Original) und Videoprodukte wurden sehr gut nachgefragt. Corona, Lieferkrise, Ukraine-Krieg und Inflation - für die Kamerahersteller waren die Herausforderungen im Jahr 2022 weiterhin immens. Das Lieferkettenproblem und die damit einhergehende mangelnde Warenverfügbarkeit haben uns das ganze Jahr 2022 begleitet. Trotz allem war die Nachfrage an hochwertigen Produkten ungebrochen und der Fotofachhandel konnte im Jahr 2022 sowohl an Marktanteilen als auch an Umsatz zulegen. Durch den deutlich gestiegenen Umsatz konnte auch das Ergebnis signifikant erhöht werden. Da, wie eingangs erwähnt, der Trend zu hochwertigen Kameras und hochwertigem Equipment weiterhin anhält, konnten wir erneut hohe zweistellige Zuwachsraten im Bereich der Systemkameras realisieren. Weiterhin konnten deutliche Steigerungen auch bei den Objektiven und den Videoprodukten erzielt werden. • ErtragslageIm Jahr 2022 erzielte die RINGFOTO einen Gesamtumsatz von 590,5 Mio. Euro. Gegenüber Vorjahr ergibt sich ein Umsatzplus von 59,5 Mio. Euro bzw. 11,2 %. Der Lagerumsatz liegt mit 353,1 Mio. Euro um 44,8 Mio. Euro über dem Wert des Vorjahres. Die deutlichsten Umsatzzuwächse sind im Sortimentsbereich der Systemkameras, bei Objektiven und bei Videoprodukten erreicht worden, während die Bereiche Spiegelreflex und Digi Kompaktkameras rückläufig waren. Der Streckenumsatz weist einen Zuwachs um 14,1 Mio. Euro auf 233,7 Mio. Euro auf. Viele Fotohändler fertigen unterschiedlichste Produkte 'rund ums Bild' selbst. Die RINGFOTO unterstützt die Mitglieder seit mehreren Jahren mit einem eigenen Kiosk-System, das den Mitgliedern auf Mietbasis zur Verfügung gestellt wird. Rund 325 dieser Systeme sind bei den Mitgliederbetrieben im Einsatz. Durch die Anbindung dieser Kioske an das eigene Minilab, an leistungsfähige Drucker, an ein Großlabor oder an andere externe Dienstleister und die fachkundige Beratung vor Ort erwirtschaften die Händler nennenswerte Umsätze und Erträge. Die von der RINGFOTO an die Mitglieder ausgeschütteten Boni und Rückvergütungen betrugen 23,4 Mio. Euro (ohne von den Streckenlieferanten direkt an Mitglieder gewährte und von der Gesellschaft durchgereichte Boni). Die Summe der Boni liegt um 4,4 Mio. Euro über dem Wert des Vorjahres. Einschließlich der durchgereichten Boni der Streckenlieferanten wurden den Mitgliedern Boni von insgesamt 39,3 Mio. Euro gewährt (Vorjahr: 36,8 Mio. Euro; +7,0 %). Die wesentlichen GuV-Positionen im Überblick:
Die Bezugskosten sind proportional zum Umsatz gestiegen. Die Personalaufwendungen mit 9,2 Mio. Euro weisen einen Anstieg (+5,2 %) zum Vorjahr aus. Der Konzern-Jahresüberschuss vor Steuern beträgt T€ 3.889 und liegt damit um T€ 867 über Vorjahr. • Vermögens- und FinanzlageDie Bilanzsumme erhöht sich gegenüber Vorjahr um 8,9 Mio. Euro auf 110,2 Mio. Euro. Auf der Aktivseite der Bilanz verzeichnen wir Zuwächse bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (+1,3 Mio. Euro) sowie bei den liquiden Mitteln (+0,8 Mio. Euro). Die Vorräte erhöhen sich um 6,8 Mio. Euro. Das Konzerneigenkapital beträgt 14,4 Mio. Euro (Vorjahr 13,8 Mio. Euro). Dies ist eine Eigenkapitalquote von 13,1 % (Vorjahr: 13,7 %). Die Verbindlichkeiten liegen mit 90,5 Mio. Euro um 5,8 Mio. Euro über dem Wert des Vorjahres. Alle Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von weniger als fünf Jahren. Die Kreditlinien belaufen sich auf: 35,0 Mio. Euro (Stamm- und Saisonlinie). Die Gesamtkreditlinie wurde im Berichtsjahr nicht überschritten. Die Investitionen im Jahr 2022 umfassen im Wesentlichen: RIO-Relaunch des RINGFOTO Informations- und Ordersystems (RIO) (T€ 174), Kiosk-Systeme (T€ 315), Büro- und Geschäftsausstattung (T€ 131) sowie geleitetet Anzahlungen für eine IT-Umstellung (T€ 154). Zum Bilanzstichtag bestehen Verpflichtungen aus Leasing- und Wartungsverträgen, insbesondere in Zusammenhang mit PKWs, in einer Gesamthöhe von insgesamt 92 T€. Die Restlaufzeit der betreffenden Verträge beläuft sich auf längstens drei Jahre. Darüber hinaus besteht zum 31.12.2022 ein Bestellobligo aus dem Lagergeschäft in Höhe von 42,4 Mio. Euro. Qualifizierte und engagierte Mitarbeiter sind für den Erfolg eines Unternehmens ein absolutes Muss. Die RINGFOTO hat keine Tätigkeiten ausgelagert und somit die Kernkompetenz der Abteilungen (z.B. IT-Bereich) im Haus behalten. Dies bringt unschlagbare Vorteile, da keinerlei Abhängigkeiten von externen Dienstleistern bestehen. Die Wettbewerbsfähigkeit der einzelnen Abteilungen wird regelmäßig überprüft. Die RINGFOTO beschäftigte im Jahr 2022 durchschnittlich 125 Mitarbeiter (Vorjahr: 127), hiervon in den Tochtergesellschaften RINGFOTO Ges.m.b.H. Wien und RINGFOTO Nederland B.V., Heemskerk insgesamt fünf Mitarbeiter. Im gewerblichen Bereich wurden 37 Mitarbeiter, im kaufmännischen Bereich wurden 88 Mitarbeiter beschäftigt. Die höchste Priorität für die RINGFOTO - Europas größten Fotoverbund - ist die Stärkung der Marktposition unserer Mitglieder und deren Wertschöpfung. Unser Handeln ist in jeder Hinsicht auf nachhaltig erfolgreiches Wirtschaften ausgelegt. • LiquiditätslageDer Bestand an liquiden Mitteln hat sich im Vergleich zum Vorjahr um T€ 757 erhöht. Die finanzielle Entwicklung der Gesellschaft lässt sich anhand der nachfolgenden Kapitalflussrechnung verdeutlichen. Diese ist in der Anlage zum Konzernabschluss enthalten. Die RINGFOTO kommt zu jeder Zeit ihren Zahlungsverpflichtungen nach. 3. PrognoseDie deutsche Wirtschaft leidet unter gewaltigen Angebotsschocks. Die Produktion wird belastet durch Engpässe bei Energie, Vorprodukten und Arbeitskräften und treibt damit die Inflation auf Rekordhöhe. Das Bruttoinlandsprodukt wird im Winterhalbjahr 2022/23 schrumpfen und die deutsche Wirtschaft damit in eine Rezession geraten. Ab dem Frühjahr 2023 dürfte sich die Konjunktur dann erholen und die Wirtschaft in der zweiten Jahreshälfte mit kräftigeren Raten zulegen, wenn die Einkommen wieder stärker steigen als die Preise. Alles in allem wird das Bruttoinlandsprodukt in diesem Jahr um 1,8% zunehmen und im kommenden Jahr geringfügig um 0,1% schrumpfen. Im Jahr 2024 liegt der Zuwachs dann wieder bei 1,6%[1]. Für das Jahr 2023 prognostizieren wir einen Gesamtumsatz über Vorjahresniveau. Den Hauptumsatz erwarten wir für das kommende Jahr in den Produktbereichen Systemkameras und Objektive. Auf Grundlage der Umsatzplanung für das Lagergeschäft und der lieferantenbezogenen Planumsätze im Streckengeschäft, werden dann auch die Bonusausschüttungen im Jahr 2023 über dem Niveau des Vorjahres liegen. Der Konzernjahresüberschuss in 2023 wird voraussichtlich leicht über dem Niveau des Jahres 2022 liegen. 4. Risiken- und ChancenberichtIn einem dynamischen Marktumfeld ist es eine grundlegende Aufgabe, Chancen frühzeitig zu erkennen und zu nutzen. Durch das Konditionenmodell, welches eine leistungsbezogene Bonifizierung nach Staffelumsätzen gewährleistet, konnten wir umsatzstarke Mitglieder noch nachhaltiger an die RINGFOTO binden. Auch die regelmäßig stattfindenden BWAK-Meetings (Betriebswirtschaftlicher Arbeitskreis) tragen viel zur Kundenbindung bei. Das wirtschaftliche Fundament der RINGFOTO-Gruppe bilden die Mitglieder. Deshalb hat die Sicherung des Bestandes der Mitglieder, die weiterhin aktiv am Geräteverkauf tätig sind und entsprechendes Umsatzpotential aufweisen, oberste Priorität. Die Aufgabe der RINGFOTO ist, die Wettbewerbsposition der Mitglieder nachhaltig zu stärken und sie gezielt in ihrer Geschäftstätigkeit zu unterstützen, damit diese den Endkunden einen optimalen Service bieten können. Ein weiterer wichtiger Baustein der Kundenbindung ist das RINGFOTO Markenkonzept. Durch die einheitliche Gestaltung (Corporate Design) aller Kommunikationsmittel und einem unverwechselbaren visuellen Erscheinungsbild sorgt dies für eine hohe Wiedererkennung und einen erfolgreichen Markenauftritt. Die Kameraindustrie setzt auf den beratenden Fotofachhandel und modern gestaltete Geschäfte, da die hochwertige und beratungsintensive Ware in diesem Umfeld am besten zu verkaufen ist. Nach einer Omnibus- bzw. eBus-Befragung der GfK (Gesellschaft für Konsumforschung) vom August 2021 sank die Bekanntheit der Marke RINGFOTO auf rund 17 % (dies kann natürlich u.a. der Corona-Pandemie geschuldet sein). Vor diesem Hintergrund hat sich die ehemalige UNITED IMAGING GROUP GmbH & Co. KG zu einer Umfirmierung auf die RINGFOTO GmbH & Co. KG zum 01. Dezember 2021 entschlossen um alle Synergien künftig optimal auszuschöpfen und die maximale Werbepower zu nutzen. Da die Tochtergesellschaften in Österreich und den Niederlanden immer RINGFOTO geblieben sind, wirbt die RINGFOTO-Gruppe in Europa nun wieder mit einem einheitlichen Namen. Neben seinen etablierten Gütesiegeln vergibt der Plus X Award seit 2016 auch Gütesiegel an Handelsunternehmen, die sich durch die höchste allgemeine Kundenzufriedenheit auszeichnen. Die RINGFOTO-Händler wurden im Jahr 2022 bereits zum dritten Mal im Bereich Foto/Video vom Plus X Award - dem weltgrößten Innovationspreis für Technologie, Sport und Lifestyle, als "DEUTSCHLANDS BESTER HÄNDLER 2022" in dieser Kategorie ausgezeichnet. Die RINGFOTO ist im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit unternehmerischen Risiken ausgesetzt. Besondere Risiken ergeben sich für eine Handelsgruppe naturgemäß im Bereich der Forderungen und der Warenbestände, die den wesentlichen Teil der Vermögenswerte bestimmen. Durch den sach- und zeitgerechten Einsatz umfassender Controlling- und Reportingsysteme stellen wir die zeitnahe Information der Entscheidungsträger für ein effektives Kredit- und Bestandsmanagement sicher. Zeichnen sich Risiken oder Fehlentwicklungen ab, können unverzüglich Gegenmaßnahmen eingeleitet werden. Die RINGFOTO übernimmt durch die Zentralregulierung die Delkrederehaftung für die Mitglieder gegenüber den Lieferanten (was einen erheblichen Vorteil für die Industrie bedeutet, da für die Lieferanten die Bonitätsprüfung der einzelnen Mitglieder sowie der Abschluss einer Warenkreditversicherung entfällt). Es besteht seit Jahren eine Warenkreditversicherung, die - unter Berücksichtigung eines üblichen Selbstbehaltes - Forderungsausfälle weitgehend absichert. Trotz Pandemie, Inflation und Energiekrise, ausgelöst durch den Ukraine-Krieg, war Ende 2022 keine Veränderung der finanziellen Situation bei den Mitgliedern zu verzeichnen. Eventuellen Betriebsaufgaben begegnen wir mit einem vorausschauenden, der Einzelsituation des jeweiligen Mitglieds angepassten, Kreditmanagement. Seit vielen Jahren haben wir ein umfassendes, auf die zukünftige Unternehmensentwicklung zielendes Risikomanagement-System unter Berücksichtigung der gesetzlichen Verpflichtungen aus dem KonTraG im Einsatz. Ziel ist, Risiken rechtzeitig zu identifizieren, um geeignete Vorsorge- und Sicherungsmaßnahmen zur Risikominimierung zu ergreifen. Dies soll den Bestand der RINGFOTO dauerhaft sichern. Zweimal jährlich - im II. und IV. Quartal - werden alle relevanten Risiken analysiert und entsprechend ihrer potenziellen Schadenshöhe und Eintrittswahrscheinlichkeit bewertet. Diese unterliegen folgender Einstufung (wobei Risikoausprägungen mit einem Schadenserwartungswert über T€ 700 als "wesentliche" Risiken beurteilt werden):
Die Struktur der Risikolandschaft gliedert sich in fünf Segmente (Beschaffung, Mitglieder/Kunden, Finanzen, Organisation- und EDV und Beteiligungen). Sowohl im Bruttoausweis als auch im Netto-Status bilden die Finanz- und die Beschaffungsrisiken mit Abstand den Schwerpunkt in der Risikolandschaft, gefolgt von Mitglieder- und Kundenrisiken. Unter Einrechnung der risikomindernden Gegenmaßnahmen ergibt die Bewertung der Beschaffungsrisiken in den Produktbereichen Eintrittswahrscheinlichkeiten zwischen 0,1 und 1,0, während die Schadenshöhe zwischen T€ 100 und T€ 1.300 liegen. An zweiter Stelle in den Risikokategorien stehen in der Brutto-Bewertung Finanzrisiken mit Eintrittswahrscheinlichkeiten zwischen 0,2 und 0,4. In 2022 konnte der Fotofachhandel laut einer Erhebung der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) in Deutschland seinen Marktanteil insbesondere bei hochwertigen Systemkameras erneut erhöhen. Umsatzstarke Mitglieder können sich insbesondere im höherpreisigen Kamerasegment weiterhin gut gegenüber den Elektronikmärkten behaupten und von ihrer Beratungs- und Dienstleistungskompetenz profitieren. Die Digitalisierung hat mit Beginn der Corona-Pandemie eine Beschleunigung erlebt und viele Händler haben ihre Produkte erfolgreich über Online-Kanäle verkauft. Die RINGFOTO wird die Mitglieder bei der Ausrichtung auf ertragsstarke Produkte und Dienstleistungen weiterhin aktiv unterstützen und gemeinsam mit den Industriepartnern fachhandelsgerechte Angebote und Konditionen sowohl im Lager- als auch im Streckengeschäft entwickeln. Dazu zählt die Intensivierung des Geschäfts mit Eigenmarken in bestimmten Produktbereichen, um den Mitgliedern Exklusivität und hohe Margen zu sichern. Dies wird am weiteren Ausbau der Marke "Peter Hadley" deutlich. Die Special Edition Kits, bestehend aus attraktiven Kameramodellen, hochwertigem Peter Hadley Zubehör in einer verkaufsfördernden Umverpackung, sind ein Erfolgsmodell, denn sie garantieren dem Händler eine attraktive Preisstellung mit hervorragenden Spannen. Diese Produktlinie werden wir kontinuierlich ausbauen. Besonderen Schwerpunkt legen wir auf Nachhaltigkeit. Beispiele dafür sind Fototaschen, die aus recycelten PET-Flaschen bestehen und Akkuverpackungen aus recyceltem Material. Der deutsche Fotofachhandel ist mit Abstand der stärkste Vertriebskanal. Diese Entwicklung wird von der Industrie mit hochwertigen, beratungsintensiven Produkten unterstützt, die eindeutig auf den beratenden Fachhandel zugeschnitten sind. Mit kompetentem Personal und innovativem Marketing sorgen wiederum die Fachhändler für deutliche M ehrwerte für den Endverbraucher. Einem Großteil der Käufe in stationären Geschäften geht eine Informationssuche im Internet voraus. Die RINGFOTO stellt den Händlern bereits seit Jahren ein Shop-System (WebWorld) zur Verfügung, das auf die Anforderungen der Händler angepasst ist und ein Fulfillment über das Lager, die Pflege aller Lagerartikel über die RINGFOTO-Zentrale und eine hohe Individualisierbarkeit verfügt. Ebenso werden zahlreiche Content-Bausteine bereitgestellt. Die Pandemie hat gezeigt, dass eine attraktive und informative Internetpräsenz mit einem Online-Shop existenziell sein kann, daher wird die WebWorld an aktuelle Anforderungen angepasst. Das Ladenbaukonzept antwortet auf die Veränderungen bei den Sortimenten und bietet modulare Ladenbaulösungen an. Durch die Nutzung von Standard-Bausteinen reduzieren sich somit auch die Gesamtkosten für den RINGFOTO-Händler. Über das Artikelstammdaten-Tool ARTEX können Händler ihren Webshop ebenso wie ihre Warenwirtschaft mit relevanten Produktinformationen befüllen. Das Tool umfasst nicht nur Informationen zu allen Lagerartikeln der Zentrale, sondern auch zu vielen weiteren Produkten der Fotobranche. Ein nach wie vor sehr wichtiges und für die Ertragskraft der Fotofachgeschäfte unabdingbares Projekt ist das ePassfoto. Im November 2020 wurde das Gesetz zur Stärkung der Sicherheit im Pass-, Ausweis- und ausländerrechtlichen Dokumentenwesen beschlossen. Damit ist die fälschungssichere, elektronische Übertragung von biometrischen Passbildern an die zuständigen Passämter gemeint. Der Entwurf sah zunächst ausschließlich die Bilderstellung bei den Passämtern vor. Dies hätte die Existenz sehr vieler Händler zerstört. Durch massive Proteste und Interventionen der RINGFOTO und weiterer Handelsorganisationen konnte erreicht werden, dass mit geeigneter Technik auch der Fachhandel an der Bilderstellung teilnehmen kann. Die RINGFOTO entwickelt deshalb seit Ende 2020 eine entsprechende Hard- und Software, die allen RINGFOTO-Mitgliedern und auch unabhängigen Fotografen angeboten werden soll. Die Veröffentlichung der vom BSI dringend benötigten technischen Richtlinien verschieben sich immer wieder nach hinten, was eine Fertigstellung des ePassbild-Systems aktuell verzögert. Die Übergangsfrist vom herkömmlichen Passbild zum ausschließlich elektronischen Bild läuft bis zum Jahr 2025. Mit der Einführung des ePassfoto sichern wir das ertragsstärkste Sortiment der Fachhändler und sorgen für ein Alleinstellungsmerkmal der RINGFOTO. Der Krieg in der Ukraine hat Auswirkungen auf die Wirtschaft vieler Länder weltweit. Der RINGFOTO-Gruppe erwachsen hieraus keine Risiken, da kein Lieferant weder in der Ukraine noch in Russland produziert bzw. fertigt und somit keine Lieferausfälle bzw. Engpässe zu erwarten sind. Auch hat die RINGFOTO keine Kunden weder in der Ukraine noch in Russland gelistet, so dass es zu keinen Forderungsausfällen kommen kann. Laut GfK-Konsumklimastudie für Januar 2023 steht es um die Verbraucherstimmung grundsätzlich nicht schlecht. Laut der Studie erholen sich die Konjunktur- und auch die Einkommenserwartung weiter und legen sogar zu, wohingegen die Anschaffungsneigung Unregelmäßigkeiten aufweist. Es ist davon auszugehen, dass die Konsumneigung der Verbraucher für unsere Produkte angesichts der Teuerung bei Energie und Lebensmitteln leiden wird, da viele Haushalte in den kommenden Monaten deutlich höhere Ausgaben für ihre Heizkostenabrechnung erwarten.
Fürth, den 30. März 2023 Die Geschäftsführung Thilo Röhrig Ines Ebersberger [1] (Quelle: ifo Pressemitteilung vom 14.12.2022) Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022RINGFOTO GmbH & Co. KG, FürthAktiva
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022RINGFOTO GmbH & Co. KG, Fürth
Anhang zu Jahresabschluss 2022Konzern RINGFOTO GmbH & Co. KGDie Muttergesellschaft RINGFOTO GmbH & Co. KG hat ihren Sitz in Fürth. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichtes Fürth unter HR A 7213 eingetragen. Allgemeine AngabenDer RINGFOTO-Konzernabschluss wurde nach den Vorschriften des HGB für große Kapitalgesellschaften in der Fassung des am 29. Mai 2010 in Kraft getretenen Bilanzmodernisierungsgesetzes (BilMoG) in Verbindung mit den Bestimmungen des Kapitalgesellschaften- und Co.-Richtlinie-Gesetzes (KapCoRiLig) erstellt. Der Konzernabschluss 2022 eröffnet mit den Werten zum 01.01.2022. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach den Grundsätzen des HGB erstellt und - soweit es der spezifischen Struktur des Mutterunternehmens als Verbundzentrale mittelständischer Fachhändler angemessen ist - um einzelne Aufwands- und Erlöspositionen erweitert. KonsolidierungskreisIn den Konzernabschluss sind neben der RINGFOTO GmbH & Co. KG als Mutterunternehmen folgende Gesellschaften im Wege der Vollkonsolidierung einbezogen:
Die RINGFOTO GmbH & Co. KG, Fürth, macht von der Befreiung von der Verpflichtung zur Offenlegung des Jahresabschlusses gemäß § 264b HGB Gebrauch. Folgende Gesellschaften, die sich, direkt oder indirekt, im 100 %igen Besitz der RINGFOTO GmbH & Co. KG befinden, wurden nicht in den Konsolidierungskreis einbezogen, da diese Gesellschaften keine aktive Geschäftstätigkeit ausüben und diese für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von untergeordneter Bedeutung sind: RING-ELECTRONIC Verwaltungs-GmbH, Fürth RINGFOTO International EWIV, Fürth RINGFOTO Verwaltungs-GmbH, Fürth KonsolidierungsgrundsätzeEntsprechend den gesetzlichen Vorschriften werden die Abschlüsse der einzelnen Unternehmen zur Einbeziehung in den Konzernabschluss grundsätzlich einheitlich nach den bei der RINGFOTO GmbH & Co. KG geltenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt. Die Kapitalkonsolidierung wurde unter Anwendung der Vorschriften des § 301 HGB a. F. nach der Buchwertmethode auf den Zeitpunkt der erstmaligen Konsolidierung der Beteiligungen zum 1. Januar 2000 durchgeführt. Aus der Kapitalkonsolidierung ergaben sich folgende Unterschiedsbeträge:
Aus der Erstkonsolidierung sämtlicher Anteile an der RINGFOTO Beteiligungs GmbH ergibt sich ein aktivischer Unterschiedsbetrag von 55 T€, der in der Ausübung des Wahlrechts nach § 309 Abs. 1 Satz 3 HGB a. F. offen mit den anderen Konzernrücklagen verrechnet wurde. Der aktivische Unterschiedsbetrag aus der Konsolidierung der RINGFOTO Nederland B.V. wurde mit dem Konzerngewinnvortrag verrechnet. Der aus der Erstkonsolidierung von sämtlichen Anteilen der RINGFOTO Ges.m.b.H. Österreich resultierende passivische Unterschiedsbetrag von 98 T€ wurde erfolgsneutral in die anderen Gewinnrücklagen umgegliedert, da der Posten ausschließlich auf thesaurierte Gewinne nach Erwerb der Anteile zurückzuführen ist. Die Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den konsolidierten Gesellschaften wurden gegenseitig verrechnet; dies gilt auch für die konzerninternen Umsatzerlöse, Aufwendungen und Erträge. Im Rahmen der Schuldenkonsolidierung wurden die Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen gemäß § 303 Abs. 1 HGB gegenseitig aufgerechnet. Bei der Aufwands- und Ertragskonsolidierung gemäß § 305 Abs. 1 HGB wurden Umsatzerlöse und sonstige Umsatzerlöse sowie betriebliche Erträge mit Materialaufwand und Aufwendungen für sonstige bezogene Leistungen verrechnet. Im Rahmen der Geschäftsbeziehungen der Konzerngesellschaften untereinander werden Boni und Lieferantenvergütungen weitergereicht sowie Werbeaufwendungen weiterbelastet. Diese Verrechnungen wurden im Rahmen der Aufwands- und Ertragskonsolidierung konsolidiert. Zinserträge und Zinsaufwendungen werden ebenso aufgerechnet wie die von der Muttergesellschaft vereinnahmten Erträge aus Ergebnisabführungsverträgen. Bilanzierung und Bewertung der Aktivposten Die Bilanzierung der immateriellen Vermögensgegenstände und der Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungskosten, die planmäßig über die jeweils erwartete wirtschaftliche Nutzungsdauer abgeschrieben werden. Geschäfts- oder Firmenwerte, die nach dem 31. Dezember 2015 aktiviert wurden und bei denen die voraussichtliche Nutzungsdauer nicht verlässlich geschätzt werden kann, werden planmäßig nach der linearen Methode pro rata temporis über einen typisierten Zeitraum von zehn Jahren abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter bis 800,- € werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben. Bei den Finanzanlagen sind die Anteile an verbundenen Unternehmen zu Anschaffungskosten oder den niedrigeren beizulegenden Werten bewertet. Ausleihungen sind grundsätzlich zum Nominalwert bilanziert. Die Warenbestände sind zu Anschaffungskosten und unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips bewertet. Für Warenbestände mit geringer Umschlagshäufigkeit und drohender technischer Veralterung wurden zur Berücksichtigung des Absatzrisikos Abwertungen vorgenommen. Soweit bei einzelnen Artikeln Wertabschläge wegen gesunkener Wiederbeschaffungskosten bzw. Verfall der Abgabepreise erforderlich waren, wurde dies bei den Abwertungen berücksichtigt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Bei den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen werden erkennbare Risiken, soweit diese nicht durch eine Warenkreditversicherung gedeckt sind, durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Ausfallrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung zu Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Rechnung getragen. Flüssige Mittel werden zu den Nominalwerten bilanziert. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. Latente Steuern werden auf die Unterschiede in den Bilanzansätzen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz angesetzt, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Aktive und passive latente Steuern werden saldiert ausgewiesen Bilanzierung und Bewertung der Passivposten Die Kommanditeinlagen werden zum Nennwert bilanziert. Rückstellungen für Pensionen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnung nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) unter Berücksichtigung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Heubeck bewertet. Die Rückstellungen für Pensionen wurden pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank zum Jahresende 2022 veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatzes der vergangenen zehn Jahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt (§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB). Dieser Zinssatz beträgt 1,78 %. Die Rückstellungen bestehen für Versorgungszusagen an Mitarbeiter, die aus der Umwandlung von variablen Gehaltsbestandteilen resultieren ("aufgeschobene Vergütung"). Zur Ermittlung des Erfüllungsbetrags sind daher der Lohn-, Gehalts-, Renten- und Fluktuationstrend mit 0 % berücksichtigt. Aus der Abzinsung der Pensionsrückstellungen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre ergibt sich im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre ein Unterschiedsbetrag in Höhe von T€ 2. Dieser Unterschiedsbetrag ist für die Ausschüttung gesperrt. Erfolgswirkungen aus einer Änderung des Diskontierungszinssatzes werden im Finanzergebnis erfasst. Die Verpflichtung aus Pensionen werden mit den Vermögensgegenständen, die ausschließlich dieser Verpflichtung dienen und dem Zugriff fremder Dritter entzogen sind (sog. Deckungsvermögen) verrechnet. Die Bewertung des zweckgebundenen, verpfändeten und insolvenzgesicherten Deckungsvermögens erfolgt zum beizulegenden Zeitwert. Die übrigen Rückstellungen sind für die vorgesehenen Zwecke im Rahmen einer vernünftigen kaufmännischen Bewertung ausreichend bemessen und mit ihren Erfüllungsbeträgen angesetzt. Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Bereits vereinnahmte Erträge zukünftiger Geschäftsjahre wurden ordnungsgemäß unter den passiven Rechnungsabgrenzungsposten ausgewiesen. Erläuterungen zur BilanzAktivaAnlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens ist dem Anlagespiegel zu entnehmen. Der Aufstellung des Anlagespiegels liegen die kumulierten Anschaffungskosten zum 1. Januar 2021 zugrunde, nachdem im Zeitpunkt der erstmaligen Aufstellung die Erleichterungsvorschrift des Artikels 48 Abs. 5 zum EGHGB zur Anwendung kam. Für den nach dem 31. Dezember 2015 aktivierten entgeltlich erworbenen Geschäfts- oder Firmenwert kann die Nutzungsdauer nicht verlässlich geschätzt werden. In Übereinstimmung mit § 253 Abs. 3 Satz 4 HGB wurde entsprechend eine typisierte Nutzungsdauer von zehn Jahren unterstellt. Finanzanlagen Die Anteile an verbundenen Unternehmen setzen sich wie folgt zusammen:
EAV = Ergebnisabführungsvertrag * = 33,3 % der Anteile werden direkt gehalten. Die übrigen Anteile werden indirekt über die Ringfoto Ges.m.b.H. Österreich und Ringfoto Nederland B.V. Niederlande gehalten. Bei den sonstigen Ausleihungen in Höhe von 215 T€ handelt es sich um Darlehensforderungen an die Mitglieder aus der Umbauoffensive. Vorräte Die Bewertung der Vorräte erfolgt zu Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert. Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände Nachfolgend eine Aufstellung der Forderungen und Sonstigen Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr:
Für Forderungsrisiken aus Lieferungen und Leistungen wurden Einzel- und Pauschalwertberichtigungen aktivisch abgesetzt. Wesentliche Einzelposten bei den sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen aus vereinbarten Lieferantenboni und -provisionen, abgegrenzte Ansprüche an Lieferanten aus Zentralvergütungen und Forderungen gegenüber Lieferanten. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten Die Liquiden Mittel (14.857 T€; Vorjahr: 14.100 T€) bestehen im Wesentlichen aus Bankguthaben. Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten Der Rechnungsabgrenzungsposten (37 T€) betrifft mit 35 T€ im Wesentlichen Wartungs- und Lizenzzahlungen, die das Jahr 2023 betreffen. Latente Steuern Zum Bilanzstichtag ergibt sich nach Saldierung der aktiven und passiven latenten Steuern (Gesamtdifferenzbetrachtung) ein Aktiv-Überhang der latenten Steuern von 55 T€; dieser Betrag errechnet sich als Saldo aktiver latenter Steuern von 59 T€ und passiver latenter Steuern von 4 T€. Die ermittelten aktiven und passiven latenten Steuern resultieren aus temporären Bewertungsdifferenzen zwischen Handels- und Steuerbilanz bei den Rückstellungen. Den latenten Steuern wurde ein für die Ermittlung der Gewerbesteuer relevanter Steuersatz von 15,4 % zugrunde gelegt. Die latenten Steuersalden und deren Änderungen im Geschäftsjahr 2022 sind nachfolgend dargestellt:
PassivaEigenkapital Die Kommanditeinlagen der RINGFOTO GmbH & Co. KG belaufen sich per 31.12.2022 auf 6.227 T€ und sind um 367 T€ niedriger als zum Vorjahresstichtag. Dieser Rückgang resultiert aus der Kündigung von Kommanditeinlagen einzelner Gesellschafter. Die ausstehenden Kommanditeinlagen werden auf der Passivseite der Bilanz ausgewiesen und als "nicht eingeforderte ausstehende Einlagen" von den Kommanditeinlagen in Abzug gebracht. Dieser Bilanzposten hat sich aufgrund von Einzahlungen in 2022 um 99 T€ reduziert. Die ausstehenden Einlagen sind nach den Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags in Jahresraten einzubezahlen. Konzernbilanzgewinn Der Konzernbilanzgewinn von 8.253 T€ (Vorjahr: 7.379 T€) setzt sich zusammen aus:
Ausgleichsposten für aktivierte eigene Anteile Die RINGFOTO GmbH & Co. KG weist unter den Finanzanlagen eine Beteiligung von 17.895,22 € an der Komplementärgesellschaft RINGFOTO Verwaltungs-GmbH aus. Nach den für Personengesellschaften zur Anwendung kommenden Regelungen des HGB ist hierfür ein "Ausgleichsposten für aktivierte eigene Anteile" zu bilden. Rückstellungen Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen bestehen für Versorgungszusagen an Mitarbeiter, die aus der Umwandlung von variablen Gehaltsbestandteilen resultieren ("aufgeschobene Vergütung"). Die Berechnung per 31.12.2022 beruht auf einem versicherungsmathematischen Gutachten. Die Ansprüche aus einer Rückdeckungsversicherung in Höhe von 25 T€ wurden mit dem zum 31.12.2022 ermittelten Erfüllungsbetrag in Höhe von 47 T€ saldiert. Die Rückstellung hat sich gegenüber dem Vorjahr um 1 T€ auf 22 T€ reduziert. Die Aufwendungen aus der Aufzinsung der Pensionsrückstellung (1,3 T€) werden mit den Erträgen aus der Rückdeckungsversicherung (1,0 T€) saldiert und im Finanzergebnis (Zinsaufwand) ausgewiesen. Der beizulegende Zeitwert der saldierten Rückdeckungsversicherungsansprüche entspricht den fortgeführten Anschaffungskosten (Deckungskapital zuzüglich Überschussbeteiligung) gemäß versicherungsmathematischem Gutachten bzw. den Mitteilungen der Versicherer. Die Sonstigen Rückstellungen sind im Wesentlichen gebildet worden für noch nicht eingegangene Rechnungen für Warenlieferungen und Dienstleistungen, sowie für sonstige offene Abrechnungen, bereits erbrachte und noch nicht abgerechnete Werbeleistungen, Verpflichtungen gegenüber der Belegschaft aus u.a. Urlaubs- und Zeitguthaben sowie für erfolgsabhängige Vergütungen. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten gliedern sich wie folgt:
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten im Wesentlichen Darlehensverbindlichkeiten. Bei den sonstigen Verbindlichkeiten handelt es sich im Wesentlichen um Bonusansprüche von Mitgliedern und um Verbindlichkeiten gegenüber dem Finanzamt, ausgeschiedenen Kommanditisten sowie dem Verwaltungsrat. Passive Rechnungsabgrenzungsposten Unter den passiven Rechnungsabgrenzungsposten sind ausschließlich Einnahmen vor dem Bilanzstichtag erfasst, soweit diese zu Erträgen in nachfolgenden Geschäftsjahren werden. Erläuterungen zur Gewinn- und VerlustrechnungUmsatzerlöse Im Einzelnen haben sich die Umsätze folgendermaßen entwickelt:
Skontoaufwendungen Die Skontoaufwendungen betreffen ausschließlich das Zentralregulierungsgeschäft. Die mit den Streckenlieferanten vereinbarten Skonti werden an die Mitglieder durchgereicht und sowohl als Skontoaufwand wie auch als Skontoertrag ausgewiesen. Bonusaufwendungen Die Bonusaufwendungen (39.309 T€) beinhalten sowohl im Rahmen der Zentralregulierung durchgereichte Boni der Streckenlieferanten als auch Boni, die die RINGFOTO aus eigenen Mitteln an die Mitglieder ausschüttet. Letztere beziehen sich sowohl auf das Lagergeschäft der RINGFOTO als auch auf zentralregulierte Umsätze mit einzelnen Lieferanten. Aufwendungen für bezogene Waren und Leistungen Diese Position beinhaltet den gesamten Wareneinsatz für das Lagergeschäft, den Rechnungseingang aus dem Streckengeschäft und die Bestandsveränderungen aus dem Warengeschäft. Bonuserträge Die Bonuserträge resultieren aus Bonusgutschriften der Streckenlieferanten für die Mitglieder, die zentral reguliert und damit ergebnisneutral an die Mitglieder ausgeschüttet werden. Skontoerträge Der Skontoertrag (4.071 T€) resultiert aus dem Lagergeschäft, aus Rechnungen für Dienstleistungen und aus dem Zentralregulierungsgeschäft. Die Skonti aus der Zentralregulierung werden als Ertrag ausgewiesen und in gleicher Höhe als Skontoaufwand an die Mitglieder durchgereicht. Sonstige Jahresvergütungen Bei den Sonstigen Jahresvergütungen (8.903 T€) handelt es sich überwiegend um nicht genau planbare Lieferantenvergütungen, die meist an die Jahresumsätze bzw. Umsatzziele mit einzelnen Lieferanten gekoppelt sind. Die fest vereinbarten, kalkulierbaren Jahresvergütungen werden in den Aufwendungen für bezogene Waren (Wareneinsatz) berücksichtigt. Rohertrag Der Rohertrag beinhaltet neben der Handelsspanne die Bonus- und Skontoaufwendungen, die Bonus- und Skontoerträge sowie die sonstigen Jahresvergütungen. Es wurden 17.635 T€ erwirtschaftet (Vorjahr: 17.140 T€). Dies sind 3,2 % (Vorjahr: 3,5 %) vom Umsatz. Werbeerträge/Werbeaufwendungen Bei den Werbeerträgen handelt es sich hauptsächlich um Erlöse aus Weiterberechnungen von Dienstleistungen an Mitglieder (insb. Deko-Aktionen), Verkaufserlöse und Industriezuschüsse für Beilagen und Erlöse aus dem Verkauf von Werbemitteln. Die Werbeaufwendungen setzen sich zusammen aus Aufwendungen für Konzeption und Produktion von Dekorationsmaterial, Beilagen, Werbemitteln sowie der allgemeinen Erstellung von Werbekonzeptionen. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge liegen mit 1.299 T€ um 792 T€ über Vorjahresniveau und betreffen im Wesentlichen Veränderungen aus der Betriebsprüfung der Muttergesellschaft für die Jahre 2017 - 2020, sowie Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen und Erlöse aus Anlageverkäufen. In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge von 497 T€ enthalten. Dies sind im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen. Personalaufwand Der Personalaufwand in 2022 betrug 9.152 T€ und liegt um 452 T€ über dem Vorjahreswert (Vorjahr: 8.700 T€). Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen liegen mit 4.613 T€ um 4 T€ unter dem Vorjahreswert. Die wesentlichen Einzelpositionen sind Rechts- und Beratungskosten, Ausgangsfrachten/Verpackung, Gebühren/Beiträge/Versicherungsprämien, Gerätemieten und -wartung, Kommunikationskosten sowie Gebäudenebenkosten. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge Diese Position umfasst vor allem Zinserträge für Bankguthaben, Verzugszinsen für verspätet eingegangene Kundenforderungen sowie Erträge aus der Abzinsung von vorzeitig ausgezahlten Kommanditanteilen. Zinsen und ähnliche Aufwendungen Die Zinsaufwendungen beziehen sich vor allem auf kurzfristige Finanzierungen des laufenden Geschäfts. Fremdmittel werden insbesondere saisonal zur Finanzierung von Valuta- bzw. Bevorratungsaktionen, die das Lagergeschäft betreffen, in Anspruch genommen. Diese Position enthält einen Zinsanteil aus den Rückstellungen für Pensionen und Altersteilzeitverpflichtungen, der gemäß BilMoG im Zinsaufwand auszuweisen ist. Die Erträge aus der Rückdeckungsversicherung für Pensionen werden mit dem Zinsaufwand aus der Aufzinsung saldiert. Steuern vom Einkommen und Ertrag Die Steuern vom Einkommen und Ertrag in Höhe von 750 T€ enthalten die Ertragssteuern mit 739 T€ und mit 11 T€ die Veränderung der latenten Steuern. T€ 2 entfallen auf sonstige Steuern. Ergänzende AngabenArbeitnehmerzahlen Die RINGFOTO beschäftigte im Jahr 2022 durchschnittlich 37 Mitarbeiter im gewerblichen Bereich, 88 kaufmännische Mitarbeiter, keine Auszubildenden. Insgesamt wurden durchschnittlich 125 Mitarbeiter (Vorjahr: 127) beschäftigt. Werden die Teilzeitkräfte auf Vollzeit umgerechnet, so werden durchschnittlich 112 Mitarbeiter beschäftigt. Gesamthonorar Abschlussprüfer Das Honorar der Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2022 beläuft sich für a) die Abschlussprüfungsleistungen 94 T€ (incl. Einzelgesellschaften und Konzernprüfung) b) Steuerberatungsleistungen 8 T€ Sonstige finanzielle VerpflichtungenZum Bilanzstichtag bestehen Verpflichtungen aus Leasing- und Wartungsverträgen, insbesondere im Zusammenhang mit PKWs , in einer Gesamthöhe von insgesamt 92 T€. Die Restlaufzeit der betreffenden Verträge beläuft sich auf längstens 3 Jahre. Darüber hinaus besteht zum 31.12.2022 ein Bestellobligo aus dem Lagergeschäft in Höhe von 42,4 Mio. € mit einer Laufzeit unter einem Jahr. Ausschüttungssperre Aus der Abzinsung der Pensionsrückstellungen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre ergibt sich im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre ein Unterschiedsbetrag in Höhe von 2 T€ zum 31.12.2022. Dieser Unterschiedsbetrag ist für die Ausschüttung gesperrt. Geschäftsführungbis 09.11.2022: Michael Gleich, Betriebswirt, Burgthann - Einkauf, Verkauf, Marketing, Personal, Logistik ab 09.11.2022: Thilo Röhrig, Kommunikationswirt, Nürnberg - Einkauf, Verkauf, Marketing, Personal, Logistik Ines Ebersberger, Bilanzbuchhalterin, Fürth - Finanzen, Rechnungswesen, Controlling, IT/Organisation Gemäß § 314 Abs. 3 i.V.m. § 286 Abs. 4 HGB unterlässt die Gesellschaft die Angabe über die Bezüge der Geschäftsführung, da sonst über diese Angabe die Bezüge der Geschäftsführung feststellbar wären. Verwaltungsrat Rainer Schorcht, Vorsitzender, Fotoeinzelhändler, Gütersloh Rainer Lamprechter, stv. Vorsitzender, Fotoeinzelhändler, Innsbruck Ulrich W. Becker, Fotoeinzelhändler, Heidenheim Ralf Duderstadt, Fotoeinzelhändler, Cuxhaven Dr. Vincent Meyer, Fotoeinzelhändler, Berlin Die Bezüge des Verwaltungsrats haben in 2022 263 T€ betragen. Ereignisse nach dem Abschlussstichtag Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten und weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind, liegen nicht vor. ErgebnisverwendungsvorschlagDie Geschäftsführung der Muttergesellschaft schlägt vor, das volle Jahresergebnis des Mutterunternehmens in Höhe von 2.914 T€ auszuschütten.
Fürth, den 30. März 2023 Die Geschäftsführung Thilo Röhrig Ines Ebersberger Bestätigungsvermerk zu Jahresabschluss 2022Konzern RINGFOTO GmbH & Co. KGBestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die RINGFOTO GmbH & Co. KG, Fürth Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der RINGFOTO GmbH & Co. KG, Fürth, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der RINGFOTO GmbH & Co. KG, Fürth, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2022 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 und • vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Verwaltungsrats für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Der Verwaltungsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. • holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile. • beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen
Würzburg, den 30. März 2023 Kreßmann
| Goßmann | Schmid GmbH
Claus Goßmann, Wirtschaftsprüfer Alexander Schmid, Wirtschaftsprüfer Kapitalflussrechnung zu Jahresabschluss 2022Konzern RINGFOTO GmbH & Co. KGRINGFOTO GmbH & Co. KG, Fürth Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2022 mit Vorjahreszahlen
Konzern-Eigenkapitalspiegel zu Jahresabschluss 2022Konzern RINGFOTO GmbH & Co. KGRINGFOTO GmbH & Co. KG 19 Konzern-Eigenkapitalspiegel zum 31. Dezember 2022
RINGFOTO GmbH & Co. KG 20 Konzern-Eigenkapitalspiegel zum 31. Dezember 2021
Entwicklung des Konzernanlagevermögens zu Jahresabschluss 2022Konzern RINGFOTO GmbH & Co. KGRINGFOTO GmbH & Co. KG Entwicklung des Konzernanlagevermögens zum 31. Dezember 2022
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