LMBV international GmbHLiquidiert

Knappenstraße 1, 01968 Senftenberg, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Cottbus HRB 7769
Vorher
AMS Altlasten Management und Service GmbH
Eingetragen
27.2.2004
Branche
Architekturbüros für Garten- und LandschaftsgestaltungErbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieBeseitigung von anderen Umweltverschmutzungen und sonstige Tätigkeiten in der Abfallbewirtschaftung
Gegenstand
Die Wahrnehmung der Rechte und Pflichten der LMBV aus dem zwischen der BvS und der LMBV abgeschlossenen Geschäftsbesorgungsvertrag vom 27. Oktober 2003 , die Beratung und Erbringung von Dienstleistungen , insbesondere auf dem Gebiet der Beseitigung von ökologischen Lasten.

Historie

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Management

NameRolle
Ina Dr. Kiesel
seit 24.9.2007
Prokura
Hans-Dieter Dr. Meyer
seit 24.9.2007
Geschäftsführer
Michael Illing
seit 16.5.2007
Geschäftsführer

Konzern- und Jahresabschlüsse

LMBV international GmbH

Senftenberg (bis 15. Mai 2007 Berlin)

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2010 bis zum 31.12.2010

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2010

1 Einleitung

Die LMBV international GmbH, Senftenberg (im Folgenden "Gesellschaft" oder "LMBV international" genannt), ist eine 100 %ige Tochtergesellschaft der Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbau-Verwaltungsgesellschaft mbH, Senftenberg (im Folgenden "LMBV" genannt).

Im Rahmen des Geschäftszweckes der LMBV international soll das besondere Know-how der LMBV in der Bergbau- und Umweltsanierung verwertet werden. Die fortlaufenden Akquisetätigkeiten für eine kommerzielle Know-how-Verwertung der LMBV lassen erkennen, dass vor allem in osteuropäischen Ländern, aber auch in Asien ein hoher Bedarf an Wissenstransfer und Projektleistungen auf diesem Gebiet vorhanden ist. Dabei war im Jahr 2010 mit dem Nachlassen der Auswirkungen der Wirtschafts- und Finanzkrise ein deutlicher Nachfrageanstieg zu verzeichnen, der für das Jahr 2011 zu einer guten Ausgangsposition mit steigenden Umsatzerwartungen geführt hat. Umstrukturierungsprozesse gestalten sich in diesen Ländern ähnlich und führen teilweise schon zum akuten Handlungszwang. Die Parallelität der zu lösenden Aufgaben und das zur Verfügung stehende Know-how der LMBV stellen besondere Alleinstellungsmerkmale für die Tätigkeit in den internationalen Märkten dar.

Die Gesellschaft nimmt nachstehende Aufgaben wahr und bietet diese als Dienstleistung an:

Internationale Verwertung des Know-how der LMBV auf dem Gebiet der Sanierung von Bergbau- und Industriestandorten,

Consulting- und Planungsleistungen auf dem Gebiet der Bergbau- und Umweltsanierung und Bergbauentwicklung,

Projektmanagement und -controlling von Projekten der Bergbau- und Umweltsanierung und Bergbauentwicklung,

Weiterbildungsmaßnahmen auf dem Gebiet Bergbau- und Umweltsanierung und Bergbauentwicklung.

Die Wahrnehmung dieser Aufgaben war im Geschäftsjahr auf sechs Arbeitsplätze verteilt.

Die LMBV international hat am 10.12.2010 einen Entgelttarifvertrag als Haustarif mit der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie und Energie abgeschlossen. Ziel ist eine Erhöhung der Wettbewerbsfähigkeit durch eine Annäherung der künftigen Kostenstruktur an vergleichbare Ingenieurgesellschaften sowie eine besondere Stimulierung von Akquiseerfolgen.

Allgemeine Geschäfts- und Verwaltungsaufgaben wie Rechnungswesen und Personalverwaltung werden durch die LMBV auf der Grundlage eines Servicevertrages im Wege der Geschäftsbesorgung übernommen.

Seitens des Gesellschafters wurde ein Koordinierungsausschuss gebildet. Schwerpunkt seiner Tätigkeit sind die Unterstützung beim Aufbau der Gesellschaft, die Koordination der Geschäftsbeziehungen zwischen LMBV und LMBV international sowie die Information des Gesellschafters über die laufende Entwicklung.

Als Beratungsgremium der Gesellschaft wurde ein Beirat gebildet, der sich aus Vertretern der LMBV als Gesellschafter, des Bundesministeriums der Finanzen und Experten aus der Wirtschaft zusammensetzt. Im Geschäftsjahr 2010 wurden drei Sitzungen durchgeführt.

Entsprechend dem Gesellschaftsvertrag der LMBV sind dem Aufsichtsrat der LMBV auch die zustimmungspflichtigen Geschäfte für die Tochtergesellschaften vorzulegen. In seinen Sitzungen wurde der Aufsichtsrat auch laufend über die Entwicklung der LMBV international informiert.

2 Wirtschaftliche Tätigkeit im Geschäftsjahr 2010

Die bisherigen Aktivitäten der Gesellschaft haben gezeigt, dass der Bedarf am Know-how der LMBV auf dem internationalen Markt in hohem Maße gegeben ist. Als Tochtergesellschaft einer Bundesgesellschaft genießt die LMBV international ein hohes Ansehen. Durch die internationalen Kontakte der LMBV erhielt die Gesellschaft zunächst einen schnellen Zugang zu potenziellen Partnern. Die Gesellschaft beteiligt sich an Projekten, die vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit, vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie und vom Bundesministerium der Finanzen unterstützt werden und neue Kontakte eröffnen.

Unabhängig davon zeigte sich, dass eine umfangreiche Akquisetätigkeit einschließlich einer fortwährenden Analyse der Ausschreibungen im Tätigkeitsfeld der Gesellschaft für die Akquisition weiterer Aufträge unabdingbar ist.

Im Geschäftsjahr 2010 wurden Leistungen in folgenden Ländern erbracht bzw. angebahnt; wobei zu berücksichtigen ist, dass das erste Halbjahr noch in starkem Maße durch die weltweite Wirtschafts- und Finanzkrise geprägt war.

Deutschland

Die mit der LMBV abgeschlossenen Rahmenvereinbarungen zur Übernahme von Dienstleistungen auf den Fachgebieten Bauwesen, Geotechnik, Projektmanagement und Landschaftsgestaltung haben eine Laufzeit bis 31.12.2012. Auf Grund der fehlenden Auslandsaufträge, bedingt durch die Wirtschaftskrise, wurden zur Auslastung der vorhandenen Kapazitäten der LMBV international, gegenüber den ursprünglichen Planansätzen, mehr Leistungen im Rahmen dieser Verträge erbracht. Außerhalb dieser Rahmenvereinbarungen erfolgten Vertragsverhandlungen mit Dritten und Vertragsabschlüsse mit der LMBV im Rahmen des Konjunkturbeschleunigungsprogramms der Bundesregierung.

Vietnam

Die LMBV international ist Partner im Projekt "Research Assoziation Mining and Environment" in Vietnam (RAME-Verbund) unter Leitung der Ruhr-Universität Bochum. Die LMBV international ist Leiter des Unterverbundes 3 "Wassermanagementkonzept und Projektierung einer Wasserbehandlungsanlage für einen Bergbaubetrieb in Vietnam (Vang Danh)". Für dieses Projekt wurden der Gesellschaft insgesamt zweckgebundene Zuwendungen in Höhe TEUR 424 vom Karlsruher Institut für Technologie (KIT), Karlsruhe (ehemals Forschungszentrum Karlsruhe GmbH), als Projektträger des Bundesministeriums für Bildung und Forschung für den Zeitraum 2007 bis 2011 bewilligt. Die Förderung beträgt 75 %, 25 % werden durch die LMBV international selbst aufgebracht.

Wichtigste Ergebnisse der Aktivitäten im Geschäftsjahr sind der Beginn des Baus der Wasserreinigungsanlage am Standort Vang Danh, die Präsentation des Projektes auf dem 2. Internationalen Sanierungskongress in Dresden und das Interesse des vietnamesischen Bergbaubetreibers VINACOMIN an einer weiteren Zusammenarbeit auf kommerzieller Ebene. Die LMBV international hat für ihre im Rahmen der Kooperationsvereinbarung erbrachten Leistungen im Geschäftsjahr Zuwendungen in Höhe von TEUR 92 erhalten.

Polen

Mit Unterstützung des Kooperationspartners, der Bergakademie Krakau, wurde im Sommer 2010 ein Vorhaben akquiriert, das im September durch das Schwefelbergwerk Koplania Siarki "Machów" zur Ausschreibung kam.

Gegenstand der Leistung ist die Planung zur Sanierung des ca. 10,5 ha großen Klärabsetzbeckens, gefüllt mit ca. 600.000 m³ Schlamm aus der Flotation des Schwefelerzes der letzten 40 Produktionsjahre.

Die Aufgabe besteht aus zwei Teilen. In der ersten Etappe ist die Erarbeitung einer Konzeption zur Beseitigung und Rekultivierung des Klärabsetzbeckens bis zum 27.12.2010 vereinbart. Die zweite Etappe sieht die Erarbeitung einer Genehmigungsplanung für die, durch den Auftraggeber gewählte und bestätigte, Vorzugsvariante und die Einholung aller erforderlichen Genehmigungen im Bau -und Wasserrecht vor. In der Etappe 2 erfolgt bis zum 30.10.2011 die Erarbeitung einer Ausführungsplanung für die Sanierungsbauleistungen. Während der Realisierungsphase 2012 bis 2013 ist durch die LMBV international die Autorenaufsicht zu gewährleisten.

Für die Realisierung dieser Ingenieurleistung wurden auf der polnischen Seite neben der Akademie für Bergbau und Hüttenwesen AGH, Krakau die Ingenieurgesellschaft SIGMA BP Sp. z.o.o. Przedsiebiorstwo Uslugowo-Produkcyjne, Tarnobrzeg, und auf der deutschen Seite die Consultinggesellschaft CDM Consult GmbH, Berlin, unter Mitwirkung der CDM, Warschau, als Unterauftragnehmer vertraglich gebunden.

Mit der deutsch-polnischen Industrie- und Handelskammer in Warschau wurde ein Vertrag zur Marktforschung und Analyse von nationalen und internationalen Ausschreibungen geschlossen. Ziel dieser Vereinbarung ist zeitnah profilentsprechende Ausschreibungen zu filtrieren und ggf. eine Teilnahme am Wettbewerb zu ermöglichen.

Serbien

Mit der Energy Consulting and Engineering doo (im Folgenden "ECE" genannt) mit Sitzen in Belgrad und Novi Sad wurden im Jahr 2010 zwei Verträge über Expertenleistungen abgeschlossen. Die ECE organisiert, koordiniert und plant die notwendigen Leistungen zum Aufschluss eines Braunkohlentagebaues und den Bau eines Kraftwerkes in der Gemeinde Kovin.

Ein erster Vertrag über insgesamt TEUR 20 zwischen ECE und LMBV international zur möglichen Koexistenz der Kohlegewinnung und der Trinkwassergewinnung wurde in 2010 erfolgreich abgearbeitet. Der zweite Vertrag über TEUR 195 hat eine Laufzeit von Oktober 2010 bis Mai 2011. Durch LMBV international wird die Umweltverträglichkeitsuntersuchung zugearbeitet und die Rekultivierungsplanung durchgeführt. Partner in diesem Projekt ist die RE GmbH, Köln.

Bulgarien

Die LMBV international stellte im Jahr 2010 einen Bergbauexperten im Rahmen des Twinning-Projektes zum Thema Bergbauabfall. Das Projekt wurde durch die Europäische Kommission finanziert. Die Laufzeit des Projektes erstreckte sich über die Jahresscheiben 2009 und 2010. Das Projektmanagement oblag der Deutsche Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) GmbH, Eschborn/Taunus (im Folgenden "GTZ" genannt). Im Jahr 2010 wurden entsprechend Expertenleistungen in Bulgarien erbracht und das Twinning-Projekt abgeschlossen.

Russland

Die LMBV international unterstützt das russische Umweltministerium beim Aufbau eines Eintragkatasters zur nachhaltigen Sanierung und Bewirtschaftung des Wasserhaushalts in einem definierten Flussabschnitt nahe Moskau. Dafür wurde eine nicht rückzahlbare Zuwendung auf Kostenbasis in Höhe von TEUR 24, dies entspricht 30 % der erwarteten Kosten, bewilligt. Davon wurden im Geschäftsjahr 2009 TEUR 4 und im Geschäftsjahr 2010 TEUR 13 in Anspruch genommen. Das Projekt wurde im Jahr 2010 abgeschlossen und der Verwendungsnachweis erstellt.

Mongolei

Die mongolische Regierung ist bestrebt, einen Ausgleich zwischen der boomenden Bergbauindustrie in der Mongolei und dem damit einhergehenden Eingriff in die Umwelt zu schaffen. Daher beabsichtigt die mongolische Regierung, die Verpflichtung des Bergbaubetreibers zur Schaffung einer nachhaltigen Bergbaufolgelandschaft stärker als bisher zu reglementieren.

Im Auftrag des Mineral Resources Authority of Mongolia (im Folgenden "MRAM" genannt) wurde in 2010 ein Projekt zur Qualifizierung mongolischer Bergbauspezialisten durchgeführt.

Kosovo

Mit dem Ministerium für Energie und Bergbau der Republik Kosovo wurde eine Vereinbarung zur Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Umwelt-, Industrie- und Bergbausanierung abgeschlossen. Derzeit läuft die konkrete Ausgestaltung der Zusammenarbeit.

China

Die LMBV international hat zu verschiedenen Unternehmen, Regierungs- und Planungsbehörden sowie wissenschaftlichen Einrichtungen gute Kontakte aufgebaut. Mit einer chinesischen Firma (Shenzhen Master Company) wurde ein Memorandum of Understanding über die gemeinsame Bearbeitung von Projekten in China abgeschlossen. Geschäftsführer Herr Illing reiste im Auftrag der GTZ nach China, um als Teil einer Delegation ausgewählter Fachleute Capacity Building Bedarf im Bereich der Bearbeitung von Umweltprojekten in der Kohleindustrie zu ermitteln.

3 Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage

Die Ertragslage der LMBV international stellt sich im Berichtsjahr wie folgt dar:

31.12.2010
TEUR TEUR
Umsatzerlöse 414,7
Bestandsveränderungen 29,3
Sonstige betriebliche Erträge 127,4
Gesamtleistung 571,4
Materialaufwand 3,3
Fremdleistungen (inklusive Weiterberechnungen von Dienstleistungen an die LMBV) 145,7
Personalaufwand 402,5
Abschreibungen 0,8
Sonstige betriebliche Aufwendungen 137,6
- davon Geschäftsbesorgung verbundene Unternehmen 36,0
- davon Rechtsberatung/Jahresabschlusskosten 12,2
- davon Mieten/Leasing (inklusiver Weiterberechnung Raumkosten der LMBV) 10,2
- davon Reisekosten (inklusive Weiterberechnung Fuhrparkleistung der LMBV) 38,7
- davon übrige betriebliche Aufwendungen 40,5
Aufwand 689,9
Betriebsergebnis -118,5
Neutrales Ergebnis 7,9
Jahresergebnis -110,6

Auf Grund der schwierigen gesamtwirtschaftlichen Situation werden die Umsatzerwartungen des Unternehmensplanes für das Geschäftsjahr 2010 nicht erreicht. Für das Geschäftsjahr 2010 wurden Gesamtleistungen in Höhe von TEUR 571 abgerechnet. Darin enthalten sind Umsätze aus Vertragsleistungen Drittländer sowie Fremdaufträgen in Höhe von TEUR 120 und Erträge aus nicht rückzahlbaren Zuwendungen in Höhe von TEUR 107.

Die geplanten Personal- und Sachkosten basieren auf der Anzahl von sechs Arbeitnehmern. Durch die Abkehr von zwei Arbeitnehmern (Mutterschaft und Kündigung) wurden die geplanten Personalkosten unterschritten. Wesentliche Aufwandspositionen sind die Personalkosten mit TEUR 402, Fremdleistungen mit TEUR 146 sowie sonstige betriebliche Aufwendungen mit TEUR 138 (davon TEUR 39 Reisekosten, TEUR 12 Jahresabschlusskosten und TEUR 36 Geschäftsbesorgungsleistungen durch die LMBV).

Das negative Betriebsergebnis in Höhe von TEUR -119 (Vorjahr TEUR -112) resultiert hauptsächlich aus vorlaufenden Akquiseaufwendungen und -projekten, die durch das Fehlen gewinnbringender Fremdaufträge nicht kompensiert werden konnten.

Das neutrale Ergebnis in Höhe von TEUR 8 (Vorjahr TEUR -7) resultiert im Wesentlichen aus Zinsen und periodenfremden Erträgen.

Das Jahresergebnis im Geschäftsjahr 2010 beträgt dementsprechend TEUR -111 (Vorjahr TEUR -119) bei einem geplanten Gesamtergebnis von TEUR -68.

Die Vermögenslage der Gesellschaft hat sich im Vergleich zum Vorjahr kaum verändert. Das wesentliche Vermögen der Gesellschaft besteht in Forderungen gegen die Gesellschafterin (TEUR 424), hauptsächlich aus Geldanlagen (TEUR 412) sowie Lieferungen und Leistungen (TEUR 11).

Die Finanzierung der Gesellschaft war jederzeit gesichert. Per 31. Dezember 2010 beträgt der Saldo aus Ein- und Auszahlungen TEUR -143 (Vorjahr TEUR -96). Der Liquiditätsbestand hat sich von TEUR 615 auf TEUR 472 verringert.

4 Ausblick, wesentliche Chancen und Risiken

Die vorliegende Planung für den Zeitraum 2011 2015 wurde unter Berücksichtigung der Ergebnisse der im Geschäftsjahr 2010 durchgeführten Stärken-/Schwächenanalyse unter Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit (Going Concern Gesichtspunkten) aufgestellt.

Inhaltlicher Schwerpunkt der Tätigkeit der Gesellschaft ist das Projektmanagement und die Planung von Umweltsanierungsprojekten im Bereich Bergbau und Altindustriestandorte.

Im IV. Quartal 2010 wurde durch die Gesellschaft die bisherige Tätigkeit einer kritischen Stärken-, Schwächen-, Risiken- und Chancen-Analyse unterzogen. Im Ergebnis dessen wurden Maßnahmen zur Konzentration des Akquiseprozesses auf bestimmte Regionen mit dem Ziel der Verbesserung des Betriebsergebnisses abgeleitet.

Auf Grund der aktuellen Kontakte wurden insbesondere Schwerpunktländer definiert, in denen nach weiterer intensiver Akquisetätigkeit Erwartungen auf Vertragsabschlüsse in den Jahren 2011-2012 für Zeiträume von bis zu 3 Jahren bestehen. Die notwendigen Akquiseaufwendungen sind dabei unterschiedlich hoch und für einen Zeitraum von 6 Monaten bis zu einem Jahr veranschlagt. Für die LMBV international haben sich folgende Zielländer herausgestellt: Polen, Tschechien, Serbien, China, Vietnam und Südafrika. Die konkreten Zielstellungen sind weiter unten erläutert.

Unabhängig von der Konzentration auf die Zielländer werden bestehende Kontakte zu der Mongolei, Kosovo, Lettland, Russland und der Türkei aufrecht gehalten.

Die vorliegende Planung für das Jahr 2011 umfasst eine Gesamtleistung von ca. TEUR 810, dabei sollen für eigene Leistungen (Eigenumsatz) TEUR 610 erzielt werden. Schwerpunkte sind dabei die Weiterführung der Projekte in Serbien, Vietnam und Polen. Die Beteiligung an öffentlichen Vergaben insbesondere in den Zielländern wird auch im Jahr 2011 weiter verfolgt. Gemäß Unternehmensplan 2011 wird bei Gesamtkosten von TEUR 925 ein Gesamtergebnis von TEUR -115 erwartet. Dabei wird durch konzentrierte Akquise ein deutlicher Anstieg der Auslandsumsätze in den obengenannten Zielländern erwartet. Beginnend ab 2011 ist auch ein Personalaufbau von einem Arbeitnehmer/Jahr in Abhängigkeit von der erwarteten Umsatzsteigerung vorgesehen. Ab dem Jahr 2012 wird dann im Ergebnis der konzentrierten Akquisetätigkeit und dem damit erzielten Markteintritt in den Schwerpunktländern eine kontinuierliche Umsatzsteigerung zwischen TEUR 100-200/Jahr und damit einhergehend eine Ergebnisverbesserung erwartet. Folgende Einzelüberlegungen liegen der Planung zu Grunde:

Inland 2011

Im Jahr 2011 ist auch die Fortführung mit der LMBV vereinbarter Projekte (außerhalb des Rahmenvertrages) vorgesehen. Weiterhin soll die Teilnahme an nationalen Ausschreibungen erfolgen. Allerdings kommt die LMBV international auf Grund ihrer Personal- und Kostenstruktur hier nur ausnahmsweise zum Zuge. Darüber hinaus können auch im Jahr 2011 auf der Grundlage der bestehenden Rahmenvereinbarungen mit der LMBV in Abhängigkeit von der Kapazitätsinanspruchnahme durch Fremdaufträge Leistungen durch die Gesellschaft umgesetzt werden; bei einem Gesamtvolumen von TEUR 800 sind davon per Ende 2010 noch ca. TEUR 88 offen.

Ausland 2011

Die Planung für das Jahr 2011 sieht eine Gesamtleistung (Umsatzerlöse und Zuschüsse) von TEUR 660 im Ausland vor.

Die Vertragsumsetzung im Vertrag "Machow", Polen, sieht vor in 2011 die vereinbarten Bearbeitungen vorzulegen. Diese bilden die Voraussetzung für die Ausschreibung der Sanierungsarbeiten durch den Auftraggeber. Nachfolgend ist die Autorenaufsicht zu gewährleisten. In diesem Zusammenhang wird die geotechnische Fachbegleitung vorbereitet. LMBV international hat Hoffnungen, hier einen Anschlussauftrag zu erhalten.

In Tschechien wird die Mitwirkung der LMBV international bei der Sanierung von rund 800 Altlastverdachtsflächen vorbereitet. Die LMBV international will sich als Supervisor bewerben. Vorbereitend auf die Ausschreibung steht die LMBV international in engen Kontakt mit der Außenhandelskammer in Prag und wird im Monat Juni 2011 in Zusammenarbeit mit dieser ein Bergbausanierungsseminar durchführen.

Die LMBV international hat ein enges Netz von relevanten Kontakten in Serbien aufgebaut. Es besteht Interesse von serbischen Unternehmen sich zusammen mit LMBV international auf Ausschreibungen von serbischen Umweltprojekten des Bergbaus und anderer stark belasteter Flächen zu bewerben. Die Chancen einer solchen gemeinsamen Bewerbung und Zusammenarbeit sollen an mehreren Ausschreibungen ausgelotet werden. Es besteht die Erwartung Verträge mit Serbien oder anderen Staaten des früheren Jugoslawien abzuschließen, dabei wird mit einem Auftragsvolumen von TEUR 200/Jahr in diesem Zielgebiet gerechnet.

Es bestehen konkrete Projektmöglichkeiten im Kohlenbergbau in China. Diese Aktivitäten werden in 2011 fortgeführt. LMBV international wird sich an der zu erwartenden Ausschreibung der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) zur Erstellung einer Studie zur Sanierung eines ehemaligen Tagebaus in Fushin, Provinz Liaoning, zusammen mit weiteren Experten bewerben. Daneben ist eine Beteiligung der LMBV international bei der Sanierungsplanung Tagebau Xilutian bei Fushun im Fokus.

Vertraglich gesichert ist die Fortführung und Beendigung des Forschungsprojektes "Wassermanagementkonzept und Projektierung einer Wasserbehandlungsanlage für einen Bergbaubetrieb in Vietnam (Vang Danh)". Für dieses Projekt sind im Jahr 2011 Zuschüsse in Höhe von TEUR 68 eingeplant. Zusätzlich sind TEUR 40 Umsatz aus Mitwirkung an einem weiteren Unterprojekt "Bergbauplanung" des Forschungsverbundes geplant. Im Gegensatz zum Forschungsprojekt müssen bei der Mitwirkung im Unterprojekt Bergbauplanung keine Eigenmittel gestellt werden.

Die LMBV international ist Verbundpartner in dem beim Bundesministerium für Bildung und Forschung beantragten Forschungsprojekt METSI (Management system for the implementation of Environmentally sound water supply Technologies in South African mining areas with Involvement of all relevant stakeholders) in Südafrika. Die Bewertung des Antrages wird im 2. Quartal 2011 erwartet. Das Forschungsprojekt METSI befindet sich derzeit in der Evaluierungsphase. Geplant ist ein Leistungsanteil der LMBV international von 1,5 Mannjahren jeweils in 2011, 2012 und 2013, was einem Umsatzanteil von ca. TEUR 150/Jahr entspricht.

Aufbauend auf dem mit dem MRAM abgeschlossenen Memorandum of Understanding sollen gemeinsam mit dem MRAM mögliche Projekte in der Mongolei herausgearbeitet werden.

Die im Jahr 2010 aufgebaute gute Beziehung mit dem Ministerium für Energie und Bergbau der Republik Kosovo soll fortgeführt werden. Auf Grundlage eines abgeschlossenen Memorandum of Understanding ist vorgesehen, das Ministerium beim Aufbau einer Sanierungsgesellschaft, analog der LMBV, zu beraten.

Darüber hinaus ist die Beteiligung der Gesellschaft am nationalen und internationalen Wettbewerbsmarkt vorgesehen. Die Schwerpunkte zur Teilnahme an öffentlichen Ausschreibungen werden regional und thematisch gesetzt. Regional werden nationale Ausschreibungen der oben genannten Zielländer verfolgt. Ein Aufbau von Partnerschaften und Kooperationen in den Zielländern ist dazu notwendig.

Thematisch sind Beteiligungen an öffentlichen Ausschreibungen in den Bereichen Bergbausanierung, Standortsanierung, Standortentwicklung, Projektsteuerung von Bergbau- und Umweltgroßprojekten und Schulungsmaßnahmen im Bergbaubereich vorgesehen. Themenbezogen werden dazu ggf. Partnerschaften mit nationalen und internationalen Unternehmen eingegangen. Es ist auch beabsichtigt, sich bei Ausschreibungen als Partner für andere Unternehmen anzubieten.

Mit der Inanspruchnahme von öffentlichen Mitteln wird gleichzeitig die politische Flankierung von Maßnahmen erreicht, was zu einem höheren Ansehen beim Kunden führt.

Die Gesellschaft wird sich bei einem geplanten Betriebsergebnis von ca. TEUR -115 im Jahr 2011 bedingt durch umfangreiche Akquisetätigkeit auf gleichem Niveau wie im Jahr 2010 bewegen. Eine Verbesserung des Ergebnisses durch Erschließung von Kostensenkungsmöglichkeiten wird angestrebt.

Ab dem Geschäftsjahr 2012 soll das Betriebsergebnis mit dem steigenden Umsatz dann stetig besser werden und im Jahr 2013 in die Gewinnzone gelangen.

Mit der Etablierung der Gesellschaft am Markt, insbesondere in den Zielländern, wird mit einem kontinuierlich guten Betriebsergebnis gerechnet.

Die deutlich negativen Ergebnisse in den Anfangsjahren sind hauptsächlich durch die hohen vorlaufenden Kosten für Akquisition und den noch hohen Anteil an Förderprojekten bedingt, die durch das noch geringere Auftragsvolumen und die lange Vorlaufphase bei internationalen Projekten nicht refinanziert werden können. Das bestehende Förderprojekt in Vietnam, mit einem zu erwirtschaftenden Eigenanteil von 25 %, läuft noch bis zum 30. Juni 2012.

Die notwendige Liquidität ist gesichert. Auf Grund der vorhandenen Kapitalausstattung ist bei planmäßiger Entwicklung eine Überschuldung nicht zu erwarten.

Das Risikoprofil für die Gesellschaft ist entsprechend der Spezifik des Geschäftes der Gesellschaft strukturiert. Es wurden allgemeine Geschäftsrisiken (u. a. Umsatz und Liquidität) und projektbezogene Risiken definiert. Die Gesellschaft verfügt über ein umfassendes Projektcontrolling, um die ordnungsgemäße Umsetzung und Abrechnung der Projekte sicher zustellen.

Das Umsatzrisiko, d. h. die Erzielung ausreichender Umsätze zur Deckung der anfallenden Kosten ist nach wie vor als schwerwiegend einzuschätzen. Die Entwicklung der Gesellschaft ist von der Gewinnung externer Aufträge und der erfolgreichen Marktetablierung abhängig, dabei kann die tatsächliche Entwicklung von den Erwartungen über die voraussichtliche Entwicklung abweichen. Mit Ablauf des Geschäftsjahres 2011 wird in Abhängigkeit von der Entwicklung im Jahr 2011 und der für die Folgejahre vorhandenen Auftragslage durch den Gesellschafter, die LMBV, und deren Aufsichtsrat über die Fortführung der Gesellschaft zu entscheiden sein. In diesem Zusammenhang werden noch im Jahr 2011 die ggf. erforderlichen möglichen Handlungsalternativen zum Fortbestehen der Gesellschaft einer Bewertung unterzogen.

Nennenswerte Investitionen sind nicht vorgesehen.

Wir bedanken uns bei den Mitarbeitern für die geleistete Arbeit im Jahr 2010.

 

Senftenberg, den 14. April 2011

Dr. Meyer, Geschäftsführer

Illing, Geschäftsführer

Bilanz zum 31. Dezember 2010

A k t i v a

31.12.2010 31.12.2009
EUR EUR
A. Anlagevermögen
Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 880,00 764,00
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
Unfertige Leistungen 29.319,74 0,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 80.746,07 256,92
2. Forderungen gegen die Gesellschafterin 424.453,37 573.024,35
3. Sonstige Vermögensgegenstände 17.820,79 20.914,60
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 60.749,80 91.482,50
613.089,77 685.678,37
C. Rechnungsabgrenzungsposten 2.419,50 1.977,25
616.389,27 688.419,62

P a s s i v a

31.12.2010 31.12.2009
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 76.693,78 76.693,78
II. Gewinnrücklagen 7.669,37 7.669,37
III. Gewinnvortrag 544.606,33 663.785,48
IV. Jahresfehlbetrag 110.591,16 119.179,15
518.378,32 628.969,48
B. Rückstellungen
Sonstige Rückstellungen 79.723,72 26.195,00
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.528,66 302,02
2. Sonstige Verbindlichkeiten 14.758,57 32.953,12
--davon aus Steuern EUR 14.378,17 (i. Vj. EUR 17.552,53)--
18.287,23 33.255,14
616.389,27 688.419,62

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2010

2010 2009
EUR EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 414.725,69 366.836,42
2. Erhöhung des Bestandes an unfertigen Erzeugnissen 29.319,74 0,00
3. Sonstige betriebliche Erträge 131.910,53 186.153,18
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Hilfs- und Betriebsstoffe 3.330,95 2.555,47
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 141.054,58 144.385,53 80.438,48 82.993,95
5. Personalaufwand
a) Gehälter 322.011,39 355.518,00
b) Soziale Abgaben 80.444,01 402.455,40 87.360,50 442.878,50
6. Abschreibungen auf Sachanlagen 822,70 580,09
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 141.936,11 135.729,43
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge
--davon aus verbundenen Unternehmen EUR 2.902,81 (i. Vj. EUR 6.693,38)-- 3.376,12 10.997,73
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 323,50 2.644,51
10. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit -110.591,16 -100.839,15
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 0,00 18.340,00
12. Jahresfehlbetrag 110.591,16 119.179,15

Anhang für das Geschäftsjahr 2010

1 Allgemeine Angaben

Die LMBV international GmbH, Senftenberg (im Folgenden "Gesellschaft" genannt), ist eine kleine Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 1 HGB.

Alleinige Gesellschafterin ist die Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbau-Verwaltungsgesellschaft mbH, Senftenberg (im Folgenden "LMBV" genannt).

Erstmalig wurden die Vorschriften des HGB nach der Novellierung durch das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG) angewendet. Aus der Erstanwendung haben sich im Rahmen der Überleitung keine Anpassungen ergeben.

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2010 wurde unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit (Going Concern Prämisse) aufgestellt. Dabei sind die aktualisierte Unternehmensplanung für den Zeitraum ab 2011 2015 sowie die Ergebnisse einer im Geschäftsjahr 2010 durchgeführten Stärken- und Schwächenanalyse der LMBV international GmbH berücksichtigt worden. Zum Ende des Geschäftsjahres 2011 soll über die Unternehmensfortführung der LMBV international GmbH durch den Gesellschafter entschieden werden. Die LMBV international GmbH geht davon aus, dass in den nächsten 24 Monaten keine Überschuldung oder Zahlungsunfähigkeit eintritt.

2 Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2010 ist entsprechend dem Gesellschaftsvertrag nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches für große Kapitalgesellschaften sowie den relevanten Bestimmungen des GmbH-Gesetzes aufgestellt worden. Die Gliederung des Jahresabschlusses entspricht den Vorschriften des § 266 Abs. 2 und 3 HGB sowie § 275 Abs. 2 HGB (Gesamtkostenverfahren).

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses kamen die folgenden Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften zur Anwendung:

2.1 Aktiva

2.1.1 Anlagevermögen

Die Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten, vermindert um Abschreibungen, bewertet. Die planmäßigen Abschreibungen der Sachanlagen erfolgen nach der linearen Abschreibungsmethode entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer. Geringwertige Anlagegüter mit einem Einzelanschaffungspreis über EUR 150,00 und bis zu EUR 1.000,00 werden im Jahr der Anschaffung sowie in den folgenden vier Geschäftsjahren linear mit 20 % p. a. abgeschrieben.

2.1.2 Umlaufvermögen

Die unter den Vorräten ausgewiesenen unfertigen Leistungen sind zu Herstellungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert bewertet.

Die Forderungen und die sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennwert bewertet. Soweit erforderlich, werden Einzelwertberichtigungen vorgenommen.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in fremder Währung werden mit dem Mittelkurs am Bilanzstichtag bewertet.

Die Flüssigen Mittel (Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten) sind zum Nominalwert bewertet.

2.1.3 Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten

Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Bilanzstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Die Bewertung erfolgt zum Nennwert.

2.2 Passiva

2.2.1 Eigenkapital

Die Posten des Eigenkapitals werden zum Nennwert bewertet.

2.2.2 Rückstellungen

Die Rückstellungen sind nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung für alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten in angemessenem und ausreichendem Umfang gebildet.

2.2.3 Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag bilanziert.

Verbindlichkeiten in fremder Währung werden mit dem Mittelkurs am Bilanzstichtag bewertet.

3 Erläuterungen zur Bilanz zum 31. Dezember 2010

3.1 Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist dem als Anlage zum Anhang beigefügten Anlagespiegel zu entnehmen.

3. 2 Umlaufvermögen

3.2.1 Vorräte

Die Vorräte betreffen unfertige Leistungen in Höhe von TEUR 29 und beinhalten noch nicht abgerechnete Leistungen im Zusammenhang mit einem Projekt in Serbien.

3.2.2 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Gesamtbetrag

Gesamtbetrag 31.12.2010 Restlaufzeit von über einem bis zu fünf Jahren Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren
TEUR TEUR TEUR
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 81 0 0
(31. Dezember 2009) (0) (0) (0)
Forderungen gegen die Gesellschafterin 424 0 0
(31. Dezember 2009) (573) (0) (0)
Sonstige Vermögensgegenstände 18 1 0
(31. Dezember 2009) (21) (1) (1)
523 1 0
(31. Dezember 2009) (594) (1) (1)

Die Forderungen gegen die Gesellschafterin resultieren aus Geldanlagen (TEUR 412), aus Lieferungen und Leistungen (TEUR 11) und aus Umsatzsteuer (TEUR 1). Diese Forderungen sind mit Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin aus Lieferungen und Leistungen (TEUR 21) saldiert worden.

3.3 Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten

Die Liquidität zum Stichtag (ohne Berücksichtigung der unter den Forderungen gegen die Gesellschafterin ausgewiesenen Geldanlagen) setzt sich aus den Guthaben bei Kreditinstituten (TEUR 60) und dem Kassenbestand (TEUR 1) zusammen.

3.4 Eigenkapital

Das Eigenkapital verringerte sich um TEUR 111, resultierend aus dem Jahresfehlbetrag für das Geschäftsjahr 2010.

3.5 Rückstellungen

31.12.2010 31.12.2009
TEUR TEUR
Rückstellungen für ausstehende Rechnungen 59 2
Rückstellungen für Jahresabschlussprüfung 10 10
Rückstellungen für ausstehenden Urlaub 8 6
Rückstellungen für Steuerberaterkosten 3 3
Übrige Rückstellungen 0 5
80 26

3.6 Verbindlichkeiten

31.12.2010 31.12.2009
TEUR TEUR
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3 0
Sonstige Verbindlichkeiten 15 33
18 33

Alle Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

4 Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2010

4.1 Umsatzerlöse

2010 2009
TEUR TEUR
Erlöse aus der Leistungserbringung für die LMBV 295 358
Erlöse aus Vertragsleistungen mit Drittländern 95 7
Erlöse aus Fremdaufträgen 25 2
415 367

4.2 Sonstige betriebliche Erträge

2010 2009
TEUR TEUR
Periodenbezogene Erträge
Zweckgebundene Zuschüsse 107 175
Weiterberechnungen 15 8
122 183
Periodenfremde Erträge
Beitrags- und Betriebskostenerstattungen 5 3
Auflösung Rückstellungen 5 0
10 3
132 186

4.3 Personalaufwand

2010 2009
TEUR TEUR
Gehälter 322 356
Soziale Abgaben 80 87
402 443

4.3 Sonstige betriebliche Aufwendungen

2010 2009
TEUR TEUR
Periodenbezogene Aufwendungen
Verwaltungsaufwendungen 57 56
Zuführung zu Rückstellungen 12 11
Übrige Betriebsaufwendungen 71 69
140 136
Periodenfremde Aufwendungen 2 0
142 136

5 Sonstige Angaben

5.1 Durchschnittliche Zahl der Beschäftigten

Im Geschäftsjahr 2010 wurden durchschnittlich sechs Angestellte (davon zwei Frauen und vier Männer) beschäftigt.

5.2 Geschäftsführer

Michael Illing, Diplom-Ingenieur (FH) Bergbau, Bautzen

Dr. Hans-Dieter Meyer, Diplom-Volkswirt, Lauchhammer

Beide Geschäftsführer der LMBV international GmbH nehmen die Aufgaben in Personalunion wahr. Die Geschäftsführer haben keine Bezüge von der Gesellschaft erhalten.

5.3 Gesamthonorar des Abschlussprüfers nach § 285 Nr. 17 HGB

Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar beträgt TEUR 12.

Das Gesamthonorar beinhaltet Abschlussprüfungsleistungen in Höhe von TEUR 9, Steuerberatungsleistungen in Höhe von TEUR 3 sowie sonstige Leistungen in Höhe von TEUR 1.

5.4 Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Aus dem Geschäftsbesorgungsvertrag mit der Gesellschafterin ergeben sich finanzielle Verpflichtungen nach § 285 Nr. 3a HGB in Höhe von TEUR 36 pro Jahr. Haftungsverhältnisse im Sinne der §§ 251, 268 Abs. 7 HGB bestehen zum Bilanzstichtag nicht.

5.5 Entsprechenserklärung

Der Bericht zum Public Corporate Governance Kodex des Bundes wurde erstellt. Die Entsprechenserklärung wurde von der Geschäftsführung abgegeben. Eine Veröffentlichung des Berichts zum Public Corporate Governance Kodex des Bundes ist vorgesehen.

 

Senftenberg, den 14. April 2011

Dr. Meyer, Geschäftsführer

Illing, Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens (erweiterte Bruttodarstellung)

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2010 Zugänge Abgänge 31.12.2010
EUR EUR EUR EUR
Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.915,89 938,70 0,00 2.854,59
Abschreibungen
01.01.2010 Abschreibungen des Geschäftsjahres Abgänge 31.12.2010
EUR EUR EUR EUR
Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.151,89 822,70 0,00 1.974,59
Buchwerte
31.12.2010 31.12.2009
EUR EUR
Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 880,00 764,00

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

An die LMBV international GmbH, Senftenberg:

Wir haben den Jahresabschluss --bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang-- unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der LMBV international GmbH, Senftenberg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2010 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags liegen in der Verantwortung der Geschäftsführung der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der Geschäftsführung sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Dresden, den 14. April 2011

KPMG AG
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