Spedition Ottensmann GmbH
Am Tempel 2, 58089 Hagen, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Michael Zelder seit 23.1.2026 | Prokura |
Sebastian Horn seit 23.1.2026 | Prokura |
André Jung seit 23.1.2026 | Prokura |
Claudia Blecher seit 22.7.2013 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Spedition Ottensmann GmbHHagenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023Spedition Ottensmann GmbH, HagenI. Grundlagen des Unternehmens Geschäftsmodell des Unternehmens Wir sind Spezialist im Bereich von Transport- und Logistikdienstleistungen insbesondere im Stahlsektor. Unsere Kunden sind im Handel als auch in der Produktion von Gütern angesiedelt. Zudem gehört Inhouse Versand- und Verladetätigkeit bei den Kunden zu unserem Portfolio. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Die von Multikrisen geschüttelte deutsche Wirtschaft ist Ende 2023 endgültig in der Rezession angekommen. Eine Krise reiht sich an die andere. Auf die Pandemie folgte der russische Überfall auf die Ukraine, die daraus resultierende Energiekrise und die hohe Inflation taten ihr Übriges. Hinzu kommt dann seit dem 07.10.23 die erhöhte Kriegsgefahr im Nahen Osten. Die Deutsche Industrie- und Handelskammer prognostizierte für das Jahr 2024 zuerst einen erneuten Rückgang der Wirtschaftsleistung um 0,5 %, korrigierte diese Erwartung schließlich auf eine Stagnation des Wachstums (0,0 %). Erst zum zweiten Mal in der deutschen Nachkriegsgeschichte dürfte die Wirtschaftsleistung in zwei aufeinanderfolgenden Jahren sinken. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in Deutschland ist im gesamten Jahr 2023 um 0,3 % gesunken. Das (BIP) ist im 4. Quartal 2023 gegenüber dem 3. Quartal 2023 - preis-, saison- und kalenderbereinigt - um 0,3 % gesunken. Nachdem die deutsche Wirtschaft zuvor in den ersten drei Quartalen in etwa stagnierte, nahm die Wirtschaftsleistung im 4. Quartal 2023 ab. Besonders die preis-, saison- und kalenderbereinigten Investitionen in Bauten und in Ausrüstungen waren deutlich niedriger als im Vorquartal. Im Vorjahresvergleich war das BIP im 4. Quartal 2023 preisbereinigt sogar um 0,4 % niedriger als im 4. Quartal 2022. Der ifo-Geschäftsklimaindex ist ein Indikator für die konjunkturelle Entwicklung in Deutschland. Er lag im April 2023 bei seinem Höchstwert von 93,1. Er sank dann sukzessive bis zum Jahresende 2023 auf 86,3. Im März 2024 sieht das ifo-Institut eine leichte konjunkturelle Erholung. Für die Gesamtwirtschaft stieg der Wert auf 87,8 Punkte. In der deutschen Logistikwirtschaft jedoch verschlechterte sich das Geschäftsklima zum Anfang des Jahres. Der zugehörige Index fiel im ersten Quartal merklich auf 81,8 Indexpunkte. Dies geht aus den monatlichen Erhebungen zum Logistik-Indikator hervor, die das Ifo-Institut im Auftrag der Bundesvereinigung Logistik e.V. (BVL) im Rahmen seiner Konjunkturumfragen durchführt. 2. Geschäftsverlauf und wirtschaftliche Lage a. Ertragslage Im Berichtsjahr 2023 ist die Liste der Themen, die den Ertrag für das Berichtsjahr beeinflusst haben, noch immer recht bedeutend. Themen, wie der Krieg in der Ukraine, blieben auf der Agenda; der Hamas-Überfall auf Israel und die Angriffe und die Bedrohung der Schifffahrtroute zum Suezkanal durch die HUTHI-Rebellen im Jemen kamen noch hinzu, die volatilen Preise für Diesel und AdBlue sowie die Versorgungsunsicherheiten bei diesen beiden wichtigen Rohstoffen unserer Branche, die langen Lieferzeiten für LKW-Neufahrzeuge, der Mangel an Fahrpersonal und der Lohndruck beim Personal insgesamt, gefördert durch die hohe Inflation setzten die Erträge unter Druck. In diesem herausfordernden Umfeld blicken wir auf ein schwieriges aber zugleich dennoch stabiles Jahr 2023 zurück. Die Nachfrage unserer Kunden sank im Berichtsjahr 2023 moderat. Zum einen bei der Tonnage in Form von Absatzrückgang bei den Kunden und zum anderen in Form des Umsatzes. Dieser war im Jahr 2023 wegen der starken Dieselpreisschwankungen und den wöchentlichen Preisanpassungen gegenüber unserer Kundschaft wegen der Dieselanpassungs-Vereinbarungen recht volatil. Der sinkende Dieselpreis machte geringere Zuschläge erforderlich. Das führte zu sinkenden Umsatzerlösen. Insgesamt sank der Umsatz um 3,9 Prozent (Vorjahr: +17 %). Wir konnten im ersten Quartal noch eine konstante, sehr gute Auftragslage verzeichnen und den Vorjahresumsatz des Quartals übertreffen. In den restlichen Quartalen des Geschäftsjahr 2023 ist dies aus den erwähnten Gründen nicht eingetreten, aber entgegen unserer Prognose aus dem Vorjahr und im Lagebericht des Geschäftsjahres 2022 veröffentlicht, konnten wir aufgrund von günstigen Kostenentwicklungen den Jahresüberschuss des Geschäftsjahr 2022 leicht übertreffen. Die Anpassungen an den veränderten Kundenbedarf führten zu einer Reduzierung der benötigten Subunternehmereinsätze. Zudem führte der sinkende Kraftstoffpreis auch zur Reduzierung der bezogenen Leistungen für Unternehmerfrachten. Insgesamt hat sich der Aufwand für Hilfs- und Betriebsstoffe sowie für bezogene Leistungen um 9,6 % reduziert (Vorjahr: +28,1 %). Sowohl von der Kopfanzahl als auch der Höhe der Aufwendungen her, konnten die Personalkosten stabil gehalten werden. Es gab nur einen marginalen Anstieg um 0,1 % gegenüber dem Vorjahr (Vorjahr: 12,2 %). Der Aufwand für Hilfs- und Betriebsstoffe sank um 12,5 % (Vorjahr: plus 23,1 %) gegenüber dem Vorjahr. Ursächlich waren die im Jahresverlauf deutlich gesunkenen Einkaufspreise für Diesel und AdBlue. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen (saldiert mit den entsprechenden Erträgen) sind im Berichtsjahr um 5,1 % bzw. 199 TEUR gesunken. Dies resultiert in erster Linie auf Entwicklungen der Ertragsseite durch die Erhöhung von Erträgen aus dem Verkauf von Anlagevermögen (+213 TEUR). Der Jahresüberschuss ist gegenüber dem Vorjahr um rund 12 TEUR gestiegen. Dies entspricht einer Erhöhung von rd. 1,2 %. Die Lage des Unternehmens ist nach wie vor gut und geprägt von unserem operativen Geschäft. Gegenüber dem Vorjahr haben wir eine leicht verbesserte EBIT-Quote erzielt (2023: 5,0 %; Vorjahr: 4,7 %). Die Dieselpreisentwicklung war im Jahr 2023 nach eigenen Auswertungen Schwankungen von bis zu mehr als 21 % unterworfen. Insgesamt war das Preisniveau für Diesel jedoch um fast 15 % niedriger als 2022. Dies führte jedoch nicht zu einer Gewinnsteigerung, weil, wie zuvor erwähnt, die mit unseren Kunden verhandelten Dieselpreisanpassungen in kurzen Frequenzen durchgeführt wurden, so dass dies im Jahr 2023 zu einer Reduzierung der Umsatzerlöse aus Dieselzuschlägen geführt hat. Die Ertragslage des Unternehmens wurde auch durch das gestiegene Zinsniveau für die übliche Finanzierung des Anlagevermögens beeinträchtigt. Unser Aufwand für derartige Zinsen stieg im Jahr 2023 um 78 EUR. Im Mittel beschäftigten wir im Berichtsjahr 2023 261 Mitarbeiter (Vorjahr: 259 Mitarbeiter). Unsere Beschäftigungslage konnte als sehr gut und stabil bezeichnet werden. b. Finanzlage Unsere Finanzlage ist unverändert als sehr stabil zu bezeichnen. Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen, Skontomöglichkeiten auszunutzen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Die Liquiditätslage ist im gesamten Berichtsjahr stets gut gewesen. Der moderne Fuhrpark des Anlagevermögens ist zwar zum langfristigen Verbleib im Unternehmen bestimmt, die Fahrzeuge können jedoch aufgrund einer hohen Nachfrage nach Fahrzeugen der Schadstoffklasse EURO 6 jederzeit in liquide Mittel umgewandelt werden. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten machen rund 43,6 % (Vorjahr: 42,6 %) der Bilanzsumme aus. Insgesamt wurden die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten um 268 TEUR erhöht. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betragen 10,1 % (Vorjahr: 10,4 %) der Bilanzsumme. Wir konnten unsere Eigenkapitalquote trotz der höheren Bilanzsumme im Vergleich zum Vorjahr stabilisieren. Unsere Eigenkapitalquote 2023 beträgt 35,1 % nach 35,7 % in 2022. c. Vermögenslage Die Vermögenslage unserer Gesellschaft ist stabil. Die Sachanlagenintensität beträgt 62,4 % und liegt damit geringfügig unter dem Vorjahreswert von 62,5 %. Der Anteil des langfristig zur Verfügung stehenden Vermögens beträgt weiterhin 63,3 % (Vorjahr: 63,9 %). Die Sachanlagen-Jahresabschreibung ist im Berichtsjahr mit 13,0 % gegenüber dem Vorjahr (12,0 %) gestiegen. 3. Finanzielle Leistungsindikatoren Wir ziehen für unsere interne Unternehmenssteuerung die Kennzahlen Rohertragsquote, Personalkostenquote, Umsatzrendite (EBIT) und Umsatzrendite (JÜ) heran. Die Umsatzrendite (EBIT) berechnen wir mit dem EBIT im Verhältnis zu den Umsatzerlösen, die Umsatzrendite (JÜ) im Verhältnis zwischen Jahresüberschuss und Umsatzerlösen. Die Umsatzrendite (EBIT) ist im Vergleich zum Vorjahr um 0,4 %-Punkte (Vorjahr: 0,5 %-Punkte) gestiegen. Die Umsatzrendite (JÜ) erhöhte sich um 0,1 %-Punkte (Vorjahr: +0,4 %-Punkte) im Jahre 2023. Die Rohertragsquote stieg um 2,7 %-Punkte (Vorjahr: -3,7 % -Punkte). Die Personalkostenquote stieg um 1,4 %-Punkte (Vorjahr: -1,4 %-Punkte). Unsere wirtschaftliche Lage im Jahr 2023 kann insgesamt unter diesen genannten Rahmenbedingungen als gut und rentabel bezeichnet werden. III. Chancen- und Risikobericht 1. Risikobericht Branchenspezifische Risiken Ein großer Teil unserer Umsatzerlöse wird mit Unternehmen der Stahlindustrie gemacht. Konzentrationstendenzen am Stahlmarkt können die Nachfragesituation für die entsprechenden Transporte negativ beeinflussen. Aus diesem Grund streben wir nach wie vor eine Diversifikation in der Kundenstruktur an. Durch Telematik Services und die Ausstattung unserer LKW mit den aktuell verfügbaren Fahr- und Fahrerassistenzsystemen beugen wir Schäden durch Diebstahl, Verkehrsunfällen - insbesondere mit Personenschäden - vor und wir erhöhen aktiv die Verkehrssicherheit auf den Straßen. Diese Maßnahmen werden von unserem Fuhrparkversicherer auch mit entsprechender Prämiengestaltung honoriert. Der Fahrpersonalmangel bleibt für uns und unsere Branche eine Herausforderung. Inzwischen fehlen allein in Deutschland nach einer Konsortialstudie "Begegnung von Kapazitätsengpässen in der Logistik mit dem Schwerpunkt Fahrpersonal" im Jahr 2023 mindestens 70.000 Fahrzeugführer (Vorjahr 53.000). Trotz steigender Fahrerlöhne bleibt das Arbeitskräfteangebot auf niedrigem Niveau. Nicht nur Supermarktketten könnten künftig noch stärker vom LKW-Fahrermangel in der Logistikbranche bedroht sein. Eine ähnliche Entwicklung zeichnet sich auch bei Konsumgütern wie Bekleidung, Textilien, Möbeln oder Elektroerzeugnissen ab, die fast immer von LKW-Fahrern transportiert werden. Bereits 2018 kam es aufgrund von am Markt fehlender Laderaumkapazitäten zu Engpässen mit Lieferverzögerungen. Diese Situation hat sich seither weiter verschärft und droht sich in den nächsten Jahren noch weiter zuzuspitzen. Der anhaltende Fahrermangel bleibt somit ein noch zu lösendes und drängendes Problem für die gesamte Logistikbranche. Wir begegnen dem weiterhin durch stetige, eigene Ausbildung von Fahrpersonal (Ausbildungsplätze als Berufskraftfahrer), Teilnahme an Ausbildungsmessen, Verteilung von Werbeflyern, erhöhte Geldprämien an unsere Fahrer für eine erfolgreiche Vermittlung von neuen Fahrerkollegen, regelmäßige Lohnanpassungen, Vermarktung der Ausbildungsplätze über verschiedene Online-Plattformen und jede weitere, sinnvoll erscheinende Maßnahme zur Akquise neuer Fahrer oder Auszubildenden zum Berufskraftfahrer. Um Ausfallzeiten des vorhandenen Personals entgegenzuwirken und der Ressource "Mensch" die gebührende Beachtung zuzuwenden, haben wir ein betriebliches Gesundheitswesen etabliert. In diesem Rahmen fördern wir, zum Teil mit Unterstützung einer namhaften Krankenkasse, z.B. Rückenschonung und -behandlung, Rauchentwöhnung, Massagesitze in den LKW, Adipositas Rückbildung, Ernährungskurse für Fahrer etc. Die Sperrung der A45 im Bereich Lüdenscheid aufgrund von Schäden an der Talbrücke Rahmede seit Dezember 2021 birgt weiterhin ein erkennbares Risiko für den Standort Hagen. Mehrkilometer ohne bisher Mehrumsatz sowie Personalabwanderungen durch schwierige Erreichung des Arbeitsplatzes sind dadurch entstanden. Da die im Mai 2023 gesprengte Brücke neu gebaut wird, wird die Sperrung nach Ansicht des Bundesverkehrsministeriums voraussichtlich bis Mitte 2026 dauern. Dann soll der erste Teil der neuen Brücke für den Verkehr freigegeben werden. Die Erhöhung der Mautsätze zum 01.12.2023 hat der gesamten Branche erneut schwierige Preisgespräche mit den Kunden abverlangt. Obwohl allen Beteiligten klar war, dass diese Anpassung eine Art Steuer ist, welche letztendlich der Konsument tragen muss, waren die Verhandlungen anspruchsvoll. Gleichzeitig bestehen noch immer Risiken durch den bereits seit Februar 2022 andauernden Krieg in der Ukraine und den Krieg zwischen der Hamas und ihren Unterstützern gegen Israel. Ertragsorientierte Risiken Im Jahr 2023 sank der durchschnittliche Preis für Dieselkraftstoff um knapp 15 %. Zugleich lagen 2023 zwischen Ober- und Untergrenze des Dieselpreises über 21 % Unterschied. Nach wie vor bestehende Dieselanpassungs-Vereinbarungen helfen jedoch, dieses Risiko einzugrenzen. Darüber hinaus dienen auch unsere Ersatzinvestitionen im Fuhrpark dazu, die Flotte zu verjüngen und den Flottenverbrauch durch Fahrzeuge mit hoher Kraftstoffeffizienz zu reduzieren. Alternative Antriebsenergien sind technologisch für unseren Bereich des Schwerlastverkehr im Fernverkehrsbereich noch nicht geeignet, da sie die erforderlichen Reichweiten nicht gewährleisten und der Tankvorgang noch zu zeitintensiv erscheint. Im Zusammenhang mit den erforderlichen Investitionen ist auch die Zinsentwicklung für benötigte Fremdmittel ein ertragsschmälerndes Risiko Die Zinserhöhungen zur Bekämpfung der Inflation verteuern gleichzeitig erheblich die Kapitalbeschaffung. Der zuvor erwähnte Fahrpersonalmangel ist auch für uns ein Ertragsrisiko, denn dann, wenn die Transportvolumina unserer Vertragskundschaft nicht mit eigenen Ressourcen bewältigt werden kann, müssen wir zusätzlichen Leistungseinkauf betreiben. Dies schmälert dann die entstehenden Roherträge. Finanzwirtschaftliche Risiken Aufgrund der stabilen Liquiditäts- und Eigenkapitalsituation unseres Unternehmens sowie der vorhandenen Kreditlinien sind Liquiditätsrisiken derzeit nicht erkennbar. Potenzielle Währungsrisiken, die die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft beeinflussen könnten, gibt es bei der Spedition Ottensmann GmbH nicht. Die Liquiditätslage ist sehr zufriedenstellend. Auch für 2024 erwarten wir nicht, die eingeräumten Kreditlinien in nennenswertem Umfang nutzen zu müssen. Gefahren im Hinblick auf die zuvor genannten Kriege bleiben bestehen. Existenzbedrohende Tatbestände sehen wir für unser Unternehmen zum Zeitpunkt heute nicht. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein adäquates Debitorenmanagement, welches ein engmaschiges Monitoring des Kundenzahlungsverhaltens durchführt. Zudem besteht eine Mitgliedschaft im Verein Creditreform. Bestimmte Kunden werden bei der Creditreform gemonitort und wir werden über Veränderungen automatisch informiert. Darüber hinaus informieren wir uns vor Eingehung einer neuen Geschäftsbeziehung stets über die Bonität unserer Kunden. 2. Chancenbericht Die Einbindung eines Transport- und Logistikdienstleisters in die Lieferkette der Fertigungsbetriebe und die Verzahnung der entsprechenden IT-Umgebungen mit Echtzeitinformationen über den Abwicklungsstatus stellt nach wie vor eine Möglichkeit zur noch stärkeren Bindung bestehender Kunden dar. Die IT-Umgebung weiter auszubauen, um fit für eine intelligente Vernetzung mit verschiedenen Kunden zu sein, stellt eine weitere Chance für den Erfolg am Markt dar. Hier ist insbesondere die Zukunft der KI-Lösungen in der Logistik im Focus zu behalten. Das Fraunhofer-Institut für Fabrikbetrieb und -automatisierung IFF betrachtet Künstliche Intelligenz als eine Schlüsseltechnologie auf dem Weg zur Smart Factory. Die Verbreitung dieser Technologie schreitet rasch voran, da sie das Potenzial hat, die Effizienz und Rentabilität von Logistikprozessen erheblich zu steigern. Auch die innerbetriebliche Organisation im Hinblick auf den Einsatz aktueller IT-Systeme und -lösungen verbessert die eigene Wettbewerbsfähigkeit. Die Implementierung einer ECM-Lösung, eines Bewerbermanagements und eines Mitarbeiterportals verbessern den Digitalisierungsgrad unserer Geschäftsprozesse. Eine modernisierte und optimierte eigene Website repräsentiert das Unternehmen gegenüber Kunden und Interessenten sowie potenziellen neuen Mitarbeitern. Die EU fordert im Rahmen der Transformation zu einer klimaneutralen und nachhaltigeren Wirtschaft sehr umfangreiche Informationen im Lagebericht gem. CSRD-Richtlinie, für die in den wenigsten Fällen die nötigen Systeme bereits vorhanden sind. Auch wenn wir noch nicht in die Berichtspflicht fallen, informieren wir uns umfangreich und leiten die ersten Schritte der Dokumentation im Sinne der ESG-Erfordernisse ein. Dem Wettbewerb, vor allem durch die zunehmende Konkurrenz der Anbieter in unserem Segment, werden wir weiterhin durch Erfahrung, Innovationen, Zuverlässigkeit, Investitionen in Schulung und Fortbildung des Personals und durch ein hohes Maß an Qualität begegnen. 3. Gesamtaussage Risiken der künftigen Entwicklung sehen wir besonders in der nicht einschätzbaren Wirkung von möglichen Ausweitungen der Kriege in der Ukraine und im Nahen Osten. Die Thematik "Fachkräftemangel (Schwerpunkt Fahrpersonal)" hat weiterhin eine große Bedeutung vor dem Hintergrund der Alterspyramide unserer Fahrer. Wir befinden uns weiterhin in einem schwierigen Wettbewerbsumfeld, mit volatilen Kraftstoffpreisen und einem anhaltend hohen Preisniveau im Bereich Einkauf von Waren (Investitionsgütern) und Dienstleistungen, sowie Erwartungen von Lohn- und Gehaltsanpassungen. Vor dem Hintergrund unserer finanziellen Stabilität (sowohl der eigenen als auch der, der Muttergesellschaft Ottensmann & Co. KG.) und dem guten Bankenrating sowie der Risikoklassifizierung der Creditreform mit der "Klasse I" sehen wir uns für die Bewältigung der aktuellen Risiken aber gut gerüstet. Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft nachhaltig gefährden könnten, sind für uns derzeit nicht erkennbar. Gleichwohl tragen wir dem bereits unter Ziffer II.2.a. erwähnten Volumenrückgang Rechnung durch die Anpassung des Einsatzes von Subunternehmern und, wo möglich und sinnvoll, durch moderaten Einsatz von Kurzarbeit im Bereich von Administration und Umschlag und Kapazitätsanpassungen in allen Bereichen des Unternehmens. IV. Prognosebericht Der Frühindikator "Fahrleistung der mautpflichtigen LKW" erlaubt frühe Rückschlüsse über die konjunkturelle Entwicklung der Industrie. Die Fahrleistung der LKW mit mindestens vier Achsen ist im Dezember 2023 nach Informationen des BALM (Bundesamt für Logistik und Mobilität) um 3,5 % zurückgegangen. Bereits im November 2023 war dieser Index zum 14. mal in Folge unter dem Vorjahreswert. Im Vergleich Januar 2024 zu Januar 2023 betrug der Rückgang noch immer 1,6 %. Der Geschäftsklimaindex der Speditions- und Logistikbranche sank im November 2023 um 1,1 Prozentpunkte gegenüber dem Vormonat und liegt bei einem Prozentsaldo von minus 30,2 Punkten (Vorjahr minus 13,4). Der saisonbereinigte ifo Geschäftsklimaindex der Speditions- und Logistikbranche fasst die Beurteilung der aktuellen Geschäftslage und die Geschäftserwartungen der befragten Speditionsunternehmen zusammen. Im Bereich Personal stellen die "Fahrer" (m/w/d) zum einen, sowie Fachkräfte im Lager und im branchenspezifischen kaufmännischen Bereich zum anderen, begrenzende Faktoren in der Unternehmensentwicklung dar. Dem Fahrpersonalmangel steuern wir auch 2024 u.a. durch Akquise im Ausland entgegen und hoffen dabei auch auf entsprechendem Erfolg. Im Jahr 2023 hat eine Verbändeallianz (DSLV Bundesverband Spedition und Logistik / BGL Bundesverband Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung / bdo Bundesverband Deutscher Omnibusunternehmen und der BDE Bundesverband der Deutschen Entsorgungs-, Wasser- und Kreislaufwirtschaft) in einem gemeinsamen Schreiben an das Bundesverkehrsministerium Vorschläge für eine grundlegende Reform der Berufskraftfahrer-Ausbildung gemacht, um hier Veränderungen zu erreichen. Wir selbst vermarkten offene Fahrerstellen auch über Socialmedia und Online-Jobbörsen mit niedrigschwelligen online Bewerbungsmöglichkeiten. Die Gefahr durch volatile Dieselpreise haben wir durch umfangreiche Dieselanpassungs-Regelungen bei unseren Kunden eingedämmt. Diese Regelungen haben speziell in den Jahren 2022/2023 ihre Wirksamkeit unter Beweis gestellt. Für die Zukunft sind weitere Investitionen in den Ausbau der vorhandenen Standorte und evtl. hinzukommender Standorte geplant. Im Zusammenhang mit diesen Investitionen ist besonders die Zinsentwicklung weiter zu beobachten, da steigende Zinssätze/Zinslasten die Rentabilitätsbeurteilung der Investitionen belasten können. Darüber hinaus werden wir mittel- und langfristig (Fördermittelzugang vorausgesetzt) die Möglichkeiten der Antriebsoptimierung unseres Fuhrparks weiterhin untersuchen. Hier gilt es, die Antriebsarten und die dazugehörige Ladeinfrastruktur zu bewerten. Im Umfeld dieser Multikrisen und den deshalb bestehenden, marktbedingten Unwägbarkeiten blicken wir auf ein herausforderndes Geschäftsjahr 2024. Marktbewegungen und Kundenentscheidungen werden 2024 voraussichtlich in höherer Frequenz auch Anpassungen an der eigenen Organisation und deren Evaluierung erfordern. Wir gehen in unserer Planung für das Geschäftsjahr 2024 auf Grundlage der makroökonomischen Bedingungen und den Planungen und Entscheidungen unserer Kunden davon aus, dass für das Geschäftsjahr 2024 mit einem deutlichen Umsatz- und Ergebnisrückgang gerechnet werden muss. Gleichwohl planen wir auch für 2024 ein gewinnbringendes Geschäftsjahr. BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang für das Geschäftsjahr 2023Spedition Ottensmann GmbH, HagenA. Allgemeine Angaben 1. Angaben nach § 264 Abs. 1a HGB und zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses Die Spedition Ottensmann GmbH mit Sitz in Hagen stellt den Jahresabschluss nach den handelsrechtlichen Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften auf. Die Gesellschaft ist unter der Nummer HRB 4454 im Register des Amtsgerichts Hagen eingetragen. Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wird das Gesamtkostenverfahren angewendet. Das Gliederungsschema der Bilanz wurde gemäß § 42 GmbHG um den Posten "Forderungen gegenüber Gesellschaftern" erweitert. Im Sinne der Klarheit und zur Verbesserung der Übersichtlichkeit werden ergänzende Angaben zu den Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung ausschließlich im Anhang gemacht. 2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Für die Aufstellung des Jahresabschlusses sind die folgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend: Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer des entgeltlich erworbenen Firmenwerts wurde mit fünf Jahren zu Grunde gelegt, da die erworbenen Kundenbeziehungen auf Grund vertraglicher Vereinbarungen fünfjährige Umsatzsteigerungen erwarten lassen. Die Sachanlagen werden grundsätzlich zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten und, soweit abnutzbar, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen angesetzt. Geringwertige Vermögensgegenstände werden entsprechend der steuerlichen Vorschriften abgeschrieben. Die Finanzanlagen sind mit den Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Die Vorräte sind mit den Einstandspreisen unter Beachtung des Niederstwertprinzips angesetzt. Die Bestände an Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen oder zu niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag aktiviert. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt. Die liquiden Mittel sind zum Nennwert angesetzt. Zur Ermittlung der Pensionsrückstellungen wurde als Bewertungsverfahren die PUC-Methode (Projected Unit Credit Method) angewendet. Für die Berechnung wurden folgende Annahmen getroffen:
Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle am Bilanzstichtag erkennbaren Risiken und andere ungewisse Verbindlichkeiten. Sie sind mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt. Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. B. Erläuterungen zur Bilanz 1. Aktiva Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel (Anlage 1 des Anhangs) dargestellt. Die Genossenschaftsanteile sind mit den Anschaffungskosten bewertet worden. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig. 2. Passiva Eigenkapital Der Gewinnvortrag des Vorjahres beträgt 2.650.805,05 EUR. Pensionsrückstellungen Aus der Abzinsung der Rückstellungen für Pensionen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre ergibt sich im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre folgender Unterschiedsbetrag:
Dieser Unterschiedsbetrag ist gemäß § 253 Abs. 6 HGB für die Ausschüttung gesperrt. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Verpflichtungen aus dem Personalbereich (TEuro 344; Vorjahr: TEuro 403). Verbindlichkeiten Der Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr beträgt TEuro 4.216: Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten: TEuro 2.310; Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen: TEuro 1.297; Sonstige Verbindlichkeiten : TEuro 609. Verbindlichkeiten in Höhe von TEuro 3.276 haben eine Laufzeit länger als ein Jahr und kürzer als fünf Jahre: Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten: TEuro 3.276. Der Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren beträgt TEuro 0. In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von TEuro 324 sowie Verbindlichkeiten in Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von TEuro 0 enthalten. Art und Form der Sicherheiten Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von TEuro 5.587 (Vorjahr: TEuro 5.319) sind vollständig durch Sicherungsübereignung des Fuhrparks besichert. C. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Materialaufwand Bedingt durch Besonderheiten des Speditionsgewerbes werden die Mautgebühren und Dieselaufwendungen unter dem Posten Aufwendungen für Hilfs- und Betriebsstoffe ausgewiesen. Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung Die Aufwendungen für Altersversorgung betragen TEuro 36 (Vorjahr: TEuro 42). Zinsaufwendungen Die Zinsaufwendungen beinhalten Aufwendungen aus der Aufzinsung von Pensionsrückstellungen in Höhe von TEuro 1 (Vorjahr: TEuro 1). D. Sonstige Angaben 1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Es bestehen Verpflichtungen aus mehrjährigen Miet- und Pachtverträgen sowie aus Leasing und Mietkaufverträgen. Der Gesamtbetrag dieser sonstigen finanziellen Verpflichtungen beträgt TEuro 6.716; davon gegenüber Gesellschaftern in Höhe von TEuro 6.500. 2. Mitarbeiter Die Zahl der Mitarbeiter betrug im Jahresdurchschnitt:
3. Geschäftsführung Die Geschäftsführung setzt sich wie folgt zusammen: • Frau Claudia Blecher, Hagen, kaufmännische Geschäftsführerin • Herr Harald Engel, Hagen, kaufmännischer Geschäftsführer Frau Blecher ist lt. Handelsregister einzelvertretungsberechtigt und von der Beschränkung des § 181 BGB befreit. Herr Engel vertritt die Gesellschaft lt. Handelsregister gemeinsam mit einem Geschäftsführer oder einem Prokuristen. Auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführer wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.
Hagen, 7. Juni 2024 Spedition Ottensmann GmbH gez. Claudia Blecher gez. Harald Engel Anlage 1 zum Anhang: Anlagengitter 2023
sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 27.08.2024 festgestellt. DES BESTÄTIGUNGSVERMERK S DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSDem vollständigen Jahresabschluss der Spedition Ottensmann GmbH, Hagen zum 31. Dezember 2023 und dem als Anlage beigefügten Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023 wurde der folgende uneingeschränkte Bestätigungsvermerk erteilt: An die Spedition Ottensmann GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Spedition Ottensmann GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Spedition Ottensmann GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Hagen, den 7. Juni 2024 wbs
Wilhelm Braune GmbH
gez. A. Eicken, Wirtschaftsprüfer gez. R. Pfeil, Wirtschaftsprüfer |
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