Stammdaten

Register
Amtsgericht Nürnberg HRB 4574
Eingetragen
22.5.1980
Branche
Herstellung von Werkzeugmaschinen zur Bearbeitung von Steinen, Beton und sonstigen mineralischen StoffenHerstellung von Gipserzeugnissen für den BauGroßhandel mit Eisenerzen, Eisen, Stahl, Eisen- und Stahlhalbzeug
Gegenstand
Betrieb eines Kalk- und Schotterwerkes einschließlich der Betätigung in allen ähnlichen Geschäftszweigen, sowohl in der Produktion als auch im Handel.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Christopher Knauer
seit 4.1.2023
Prokura
Martin Trollius
seit 1.2.2015
Prokura
Geschäftsführer
Rosemarie Trollius
seit 27.5.2002
Prokura
Günter Trollius
seit 27.5.2002
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Beteiligungen

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Hermann Trollius GmbH

Lauterhofen i.d. Opf.

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

Hermann Trollius GmbH, Lauterhofen

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

Die Firma Hermann Trollius GmbH ist ein inhabergeführtes mittelständisches Unternehmen der Steine- und Erdenindustrie. Am Standort Lauterhofen (Firmenzentrale) wird hochwertiger Kalkstein und am Standort Hörmannsdorf hochwertiger Dolomitstein abgebaut. Mit modernen Aufbereitungsanlagen wird der Großteil des Gesteins veredelt. Die Hermann Trollius GmbH bedient mit gebrannten Kalken die Stahlindustrie, Baustoffindustrie, Glasindustrie und die Landwirtschaft. Mit ungebrannten Produkten werden die Baustoffindustrie, Futtermittelindustrie, Landwirtschaft und das Baugewerbe beliefert.

2. Forschung und Entwicklung

Allgemein wird keine Forschung und Entwicklung betrieben. Trotzdem werden die hergestellten Produkte permanent überprüft und wenn möglich verbessert, weiterentwickelt und den Anforderungen des Marktes angepasst.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche branchenbezogene Rahmenbedingungen

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt fiel im Jahr 2023 um 0,3 %. Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland kam 2023 auf Grund hoher Preise auf allen Wirtschaftsstufen und ungünstigen Finanzierungsbedingungen ins Stocken.

(Quelle: Statistisches Bundesamt)

Im Bereich Kalkdünger ist die Nachfrage deutschlandweit um 10% gesunken. Der Absatz 2023 lag 7% unter dem Mittel der letzten 10 Jahre.

(Quelle: Düngekalk Hauptgemeinschaft im Bundesverband der Deutschen Kalkindustrie)

Für gebrannte Erzeugnisse kam es 2023 deutschlandweit zu einem Absatzrückgang von 5,6 auf 4,8 Mio.t. Im Bereich der ungebrannten Kalkprodukte wurde ein Absatzrückgang von 17,3 Mio.t auf 13,6 Mio.t verzeichnet.

(Quelle: Bundesverband der Deutschen Kalkindustrie)

2. Geschäftsverlauf

Umsatz- und Auftragsentwicklung

Im Berichtsjahr 2023 war die Hermann Trollius GmbH in allen Geschäftsfeldern gut ausgelastet. Der Auftragsbestand war sehr gut, so dass wir unsere Umsatzziele erreichen konnten. Der Gewinn des Berichtsjahres übertraf unsere Planungen.

Von unseren Kunden haben wir die Lieferaufträge wie gewohnt erhalten, so dass die Produktionsplanung optimal erstellt werden konnte. Die Anforderungen unserer Kunden konnten wir immer qualitativ und terminlich erfüllen. Die Gesellschaft konnte einen ordentlichen Gewinn erwirtschaften.

Produktion und Sortimentspolitik

Bei allen von uns hergestellten Produkten können wir auf "eigenes" Rohgestein im Firmenverbund zurückgreifen und sind dadurch nahezu unabhängig.

Unser Produktionsprogramm ist marktgerecht und deckt die Bedürfnisse der von uns präferierten Branchen ab.

Investitionen

Im Berichtszeitraum wurden vier Sattelzugmaschinen angeschafft. Außerdem wurden verschiedene Ersatzinvestitionen für die Betriebs- und Geschäftsausstattung getätigt.

Finanzierungsmaßnahmen

Im abgelaufenen Wirtschaftsjahr war aufgrund der vorhandenen Eigenliquidität keine Fremdfinanzierung in Form von Bankdarlehen notwendig.

Personal- und Sozialbereich

Der Personalstand hat sich im Berichtszeitraum nicht verändert. Die Lohnsumme ist wegen Anpassung der Löhne und Gehälter aufgrund tariflicher Lohnerhöhung angestiegen.

Die Fluktuation ist nicht nennenswert.

Es finden permanent interne und externe Qualifizierungs- und Weiterbildungsmaßnahmen statt.

Umweltschutz und Umweltschutzaktivitäten

Zu den bestehenden Gesetzen und Verordnungen leistet das Unternehmen selbstverpflichtend noch verschiedene weitere Maßnahmen.

Die Verminderung und insofern möglich die Vermeidung von Emissionen wird permanent geprüft und nach Möglichkeit umgesetzt.

Das Unternehmen betreibt ein Energie-Managementsystem nach EN ISO 50001:2018 sowie ein Umwelt-Managementsystem nach ISO 14001:2015. Diese werden auch weiterhin erfolgreich angewandt.

Die Rekultivierungsmaßnahmen werden planmäßig und in Abstimmung mit den Naturschutzbehörden umgesetzt.

Das Unternehmen ist verpflichtet entsprechend seinem Verbrauchskontingent CO 2 -Emissionszertikate zu erwerben und muss hierbei die Vorgaben der Europäischen Union bezüglich CO 2 -Minderung erfüllen.

3. Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

a) Vermögenslage

Beim beweglichen Anlagevermögen wurden planmäßige Abschreibungen vorgenommen. Die Bilanzansätze des Anlagevermögens wurden auf ihre Werthaltigkeit überprüft. Ansätze auf Vornahme von Sonderabschreibungen konnten wir nicht erkennen.

Forderungen und Verbindlichkeiten wurden auf Ihre Werthaltigkeit überprüft. Einzelwertberichtigungen waren nicht vorzunehmen.

b) Finanzlage

Das Unternehmen ist mit ausreichend Eigenkapital ausgestattet. Die Eigenkapital-Quote beträgt 67,8 %. Bankverbindlichkeiten bestehen derzeit nur in unwesentlicher Höhe. Für die Abwicklung des Tagesgeschäftes steht ausreichend Liquidität zur Verfügung. Zusätzlich stünde dem Unternehmen im Bedarfsfall ein ausgewogener Kontokorrentrahmen der Hausbank zur Verfügung.

c) Ertragslage

Unsere Kalkulationsgrundlagen werden permanent überprüft und angepasst. Preisanpassungen unserer Verkaufspreise konnten 2023 teilweise durchgesetzt werden.

Im vergangenen Geschäftsjahr betrug die Gesamtleistung 26.126 TEUR (Vj. 24.191 TEUR) und das Ergebnis nach Steuern 3.031 TEUR (Vj. 734 TEUR). Sonstige betriebliche Erträge wurden in Höhe von 465 TEUR (Vj. 340 TEUR) verbucht.

Der Materialaufwand in Höhe von 9.122 TEUR (Vj. 11.376 TEUR) ergibt eine Materialeinsatzquote von 34,9 % (Vj. 47,0 %). Der Personalaufwand belief sich auf 5.396 TEUR (VJ. 4.996 TEUR), was einer Personaleinsatzquote von 20,7 % (Vj. 20,7 %) entspricht. Das Geschäftsjahr wurde mit einem Jahresüberschuss in Höhe von 2.999 TEUR (Vj. 701 TEUR) abgeschlossen.

4. Finanzielle Leistungsindikatoren

Wir ziehen für unsere interne Unternehmenssteuerung die Kennzahlen Umsatzrendite und den Cash-Flow heran.

Die Umsatzrendite berechnen wir mit dem EBIT im Verhältnis zu den Umsatzerlösen. Der Cash-Flow wird im Berichtsjahr in Anlehnung an den DRS21 berechnet.

Die Umsatzrendite ist im Vergleich zum Vorjahr von 2,9 % auf 11,4 % gestiegen.

Die Gesellschaft erzielte im Berichtsjahr einen gegenüber dem Vorjahr erhöhten Cash-Flow von 2.773 TEUR.

5. Gesamtaussage

Die Aussichten für das Geschäftsjahr 2024 sind gut.

Wir gehen von einer positiven Umsatzentwicklung aus, die über dem Vorjahr liegt.

Wir rechnen aus den dargestellten Gründen für das kommende Geschäftsjahr, trotz diverser Unabwägbarkeiten hinsichtlich der Fortentwicklung der deutschen Wirtschaft sowie getrübten Aussichten in der Baubranche wieder mit einem positiven Jahresergebnis.

III. Prognosebericht

Bei einer weiterhin stabilen gesamtwirtschaftlichen Lage wird sich die Firma auch zukünftig positiv entwickeln und die Stellung in der Branche behaupten können. Wir rechnen im Wirtschaftsjahr 2024 mit einem Gewinn auf ähnlichem Niveau. Durch die weiterhin ungewisse Entwicklung der Gesamtwirtschaft und der Baubranche handelt es sich hierbei um eine konservative Schätzung.

IV. Chancen- und Risikobericht

1. Risikobericht

Hinweise auf Risiken der künftigen Entwicklung

Bei Erstellung des Jahresabschlusses 2023 ist nicht von weiteren Auswirkungen durch den Ukraine-Krieg auszugehen. Die Lage und Versorgungssicherheit am Energiemarkt haben sich deutlich beruhigt. Des Weiteren setzt die Firma in Zukunft auf die Eigenenergieerzeugung, um zumindest bei der Strombeschaffung unabhängiger zu werden und für die Dekarbonisierung gerüstet zu sein.

Bestandsgefährdende Risiken für das Unternehmen sind derzeit nicht erkennbar.

Die zukünftige Entwicklung ist von den konjunkturellen Bedingungen in Europa abhängig, die ihrerseits durch wirtschaftspolitische Maßnahmen auf globaler Ebene beeinflusst werden könnten.

Die von der Europäischen Union proklamierte CO 2 -Neutralität bis 2035 stellt unsere Branche vor größte Herausforderungen.

Die Rahmenbedingungen im CO 2 -Emissionshandel für die 4. Handelsperiode begannen ab 01.01.2021 und sind uns nunmehr bekannt. Die kostenfreie Zuteilung von Zertifikaten wurde nochmals reduziert. Der Preis für eine Tonne CO 2 ist im Jahresverlauf 2021-2023 von 33,- € auf 72,- € gestiegen.

Gesamtwirtschaftliche Risiken

Durch ein hohes Zinsniveau ist unter Umständen mit einem Nachfragerückgang innerhalb der Baubranche zu rechnen. Von weiteren Auswirkungen des Ukraine-Kriegs ist aktuell nicht auszugehen.

Betriebliche Risiken

Das Unternehmen überprüft und verbessert laufend das Risikomanagement. Ziel ist es, sämtliche betriebliche Prozesse und Funktionsbereiche daraufhin zu untersuchen, ob aus ihnen Risiken erwachsen können und wie groß diese Risiken gegebenenfalls sind. Unser Risikomanagement bewertet fortlaufend das Marktpreis-, Kredit- und Liquiditätsrisiko.

Finanzielle Risiken

Finanzielle Risiken sieht die Geschäftsleitung derzeit nicht. Die hergestellten Produkte sind marktgerecht. Der Kundenstamm ist überschaubar und es bestehen langjährige Verbindungen. Forderungs-Ausfallrisiken sind selbstverständlich immer vorhanden, werden aber durch das vorhandene und funktionierende Forderungs-Management beherrschbar gehalten.

Steuerliche Risiken

Steuerliche Risiken sind nicht bekannt. Außergewöhnliche Vorgänge sind nicht aufgetreten.

Personelle Risiken

Durch gezielte Förderung der Führungskräfte wird aktiv versucht die Fluktuation so gering wie möglich zu halten. Der Personalstand blieb auf gleichem Niveau. Für Schlüsselpositionen wird Vertretungspersonal vorgehalten.

Rechtliche Risiken

Gewährleistungsrisiken bestehen immer, werden aber durch eine entsprechende Produkthaftpflicht-Versicherung abgedeckt. Diese wird permanent auf eventuelle neue Risiken überprüft und gegebenenfalls angepasst.

Das Unternehmen hat ausreichend Haftpflicht-Versicherungsschutz für alle bekannten auftretenden Risiken.

Im Berichtszeitraum wurden die betrieblichen Risiken überprüft. Sie sind bekannt aber auch beherrschbar.

Preisänderungs-, Ausfall- und Liquiditätsrisiken

Ein Risiko in Bezug auf Preisänderungen am Absatzmarkt sieht die Geschäftsleitung derzeit nicht. Durch die gestiegenen Energiepreise hat sich ein höheres Preisniveau ergeben. Aufgrund der Struktur eines langjährig gewachsenen Kundenstammes könnte der Ausfall einer einzelnen Kundenforderung nicht zu einer Existenzbedrohung führen. Ein funktionierendes Forderungsmanagement ist installiert.

2. Chancenbericht

In der ganzheitlichen Betrachtung der gesamten Risikosituation des Unternehmens sind die Risiken bekannt und daher auch beherrschbar.

Genehmigte Abbaugrundstücke stehen zur Verfügung. Aufgrund unserer Firmenphilosophie werden wir auch in Zukunft das vorhandene Rohgestein selektiv abbauen und dann aufbereiten und veredeln. Dadurch haben wir die Möglichkeiten in bestimmte Marktnischen vorzustoßen und sind dadurch nicht auf Massenabsatz in das Baugewerbe angewiesen.

Die hergestellten Produkte werden Industrie und Verbraucher auch künftig benötigen. Mit unseren modernen Produktions- und Aufbereitungsanlagen können wir im Rahmen unserer Möglichkeiten auf die Bedürfnisse des Marktes und unserer Kunden eingehen.

V. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Die wesentlichen verwendeten Finanzinstrumente umfassen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, sonstige Verbindlichkeiten, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Zahlungsmittel, die unmittelbar aus der Geschäftstätigkeit resultieren. Durch den solventen und zahlungswilligen Kundenstamm ist das Ausfallrisiko aus Forderungen sehr gering. Das Risiko, Verbindlichkeiten nicht fristgerecht begleichen zu können, ist aufgrund der guten Liquiditätslage kaum gegeben.

VI. Bericht über Zweigniederlassungen

Zweigniederlassungen werden von der Gesellschaft nicht unterhalten. Jedoch besteht eine Betriebsstätte in Hörmannsdorf. In 92331 Hörmannsdorf Oedenthurn wird weiterhin hochwertiger Dolomit abgebaut. Das Rohgestein wird überwiegend für die Versorgung des Hauptbetriebes Lauterhofen verwendet. Der Dolomitstein wird in Lauterhofen aufbereitet und zu Dolomitbranntkalk, Calcium-Magnesiumcarbonat für die Futtermittelindustrie und Feinsande für die Baustoffindustrie veredelt.

 

Lauterhofen, 6. Juni 2024

gez. Hermann Trollius, Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 5.956.482,68 6.775.985,00
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 5.435,00 9.082,00
II. Sachanlagen 5.915.318,00 6.501.254,00
III. Finanzanlagen 35.729,68 265.649,00
B. Umlaufvermögen 18.165.572,80 13.475.883,87
I. Vorräte 1.201.931,28 1.386.600,67
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 10.915.388,39 8.814.501,21
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 1.095.942,00 1.034.969,00
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 6.048.253,13 3.274.781,99
C. Rechnungsabgrenzungsposten 211.124,76 179.644,31
Aktiva 24.333.180,24 20.431.513,18

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 16.491.948,66 13.492.928,03
I. Gezeichnetes Kapital 204.516,75 204.516,75
II. Gewinnvortrag 13.288.411,28 12.586.939,47
III. Jahresüberschuss 2.999.020,63 701.471,81
B. Rückstellungen 5.576.118,33 4.276.166,14
C. Verbindlichkeiten 2.265.113,25 2.662.419,01
Passiva 24.333.180,24 20.431.513,18

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 17.470.400,18 13.155.031,56
2. Personalaufwand 5.395.657,41 4.996.777,94
a) Löhne und Gehälter 4.214.417,28 3.850.693,56
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.181.240,13 1.146.084,38
davon für Altersversorgung 288.106,19 283.221,88
3. Abschreibungen 1.297.263,38 1.196.150,61
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 1.297.263,38 1.196.150,61
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 6.647.028,53 5.800.978,69
5. Erträge aus Beteiligungen 52.369,66 44.925,97
6. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 80,00 8.000,00
7. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 167.423,86 5.231,71
davon Erträge aus Abzinsung 113.382,00
8. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 1.372,50
davon außerplanmäßige Abschreibungen auf Finanzanlagen 1.372,50
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 102.966,14 194.567,48
davon an verbundene Unternehmen 83.152,99 139.971,25
davon sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen aus Abzinsung 14.450,00 44.485,00
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 1.216.047,14 288.895,74
11. Ergebnis nach Steuern 3.031.311,10 734.446,28
12. sonstige Steuern 32.290,47 32.974,47
13. Jahresüberschuss 2.999.020,63 701.471,81

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

Hermann Trollius GmbH, Lauterhofen

Allgemeine Angaben zum Unternehmen

Die Hermann Trollius GmbH hat ihren Sitz in 92283 Lauterhofen. Sie ist im Handelsregister Nürnberg unter der HRB-Nr. 4574 eingetragen.

Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses

Die Bilanz wird vor Ergebnisverwendung aufgestellt; die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 2 HGB auf.

Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgte nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches sowie des GmbHG. Ansatz und Bewertung werden entsprechend den Vorjahren vorgenommen.

Angaben zur Bilanzierung und Bewertung

Der Jahresabschluss wurde auf der Grundlage der gesetzlichen Vorschriften erstellt.

Die immateriellen Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen bei einer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer von bis zu 14 Jahren, bewertet.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen.

Bei den Finanzanlagen wurden die bilanzierten Anteilsrechte und sonstigen Wertpapiere zu Anschaffungskosten angesetzt. Soweit notwendig, wurde auf den niedrigeren beizulegenden Wert abgeschrieben.

Die Vorräte wurden zu den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips angesetzt.

Fertige und unfertige Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten bewertet. Diese umfassen die produktionsbezogenen Vollkosten.

Die Bewertung der Forderungen erfolgte zum Nennwert bzw. mit ihrem niedrigeren beizulegenden Wert.

Sonstige Vermögensgegenstände sind mit Nominalwerten, Rückzahlungsbeträgen und Barwerten angesetzt.

Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert bewertet.

Für ungewisse Verbindlichkeiten aus Pensionsverpflichtungen wurden Rückstellungen gebildet. Die Rückstellungsbildung wurde auf der Basis versicherungsmathematischer Berechnungen nach dem Teilwertverfahren bzw. nach der PUC Methode durchgeführt.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Der Ansatz erfolgte zum voraussichtlichen Erfüllungsbetrag.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Sofern die Tageswerte über den Rückzahlungsbeträgen lagen, wurden die Verbindlichkeiten zum höheren Tageswert angesetzt.

Angaben zur Bilanz

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens sowie die Abschreibung des laufenden Geschäftsjahres sind im Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt.

2. Eigenkapital

Zum Bilanzstichtag bestehen ausschüttungsgesperrte Beträge in Höhe von TEUR 32 aus dem Differenzbetrag bei der Bewertung der Pensionsrückstellung.

3. Rückstellungen

Die Pensionsverpflichtung wurde durch eine verpfändete Rückdeckungsversicherung mit einem beizulegenden Wert in Höhe von TEUR 352 besichert. Diese wird mit der errechneten Pensionsverpflichtung saldiert. Die Erträge der Rückdeckungsversicherung in Höhe von TEUR 51 wurden mit dem Zinsaufwand aus der Abzinsung der Rückstellung saldiert. Aufgrund der Inanspruchnahme der 15-tel-Regelung bei der Pensionsverpflichtung in beiden Gutachten ergibt sich eine Unterdeckung von TEUR 3.

Die Rückstellung für Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen wurde nach versicherungsmathematischen Bewertungsmethoden gebildet. Es wurden folgende Annahmen für die Berechnung berücksichtigt:

- Rechnungszins: Allianz-Versicherung 1,82 %, Bayern-Versicherung 1,81 % (anlehnend an veröffentlichten Rechnungszins der Deutschen Bundesbank)

- Rententrend: Allianz-Versicherung 0 %, Bayern-Versicherung 3 %

- Sterbetafeln nach Prof. Dr. Klaus Heubeck, Richttafeln 2018 G

- Der ausschüttungsgesperrte Differenzbetrag setzt sich wie folgt zusammen:

TEUR 32 aus Differenz

Zinssatz Bayern-Versicherung 1,81 % bzw. 1,66 %

Zinssatz Allianz-Versicherung 1,82 % bzw. 1,74 %

Im Posten sonstige Rückstellungen sind die nachfolgenden, nicht unerheblichen Rückstellungen enthalten:

Personalbereich TEUR 450
Instandhaltung TEUR 281
Rekultivierung TEUR 1.848
Abbruchverpflichtung TEUR 1.264

4. Verbindlichkeiten

Davon Restlaufzeiten
Gesamtbetrag
EUR
bis zu 1 Jahr
EUR
1 bis 5 Jahre
EUR
davon gesicherte Beträge
EUR
Art der Sicherheit
Verbindlichkeiten ggü. Kreditinstituten 10,00 10,00
(Vorjahr) 0,00 0,00
Verbindlichkeiten Lieferungen und Leistungen 755.727,65 755.727,65
(Vorjahr) 607.255,42 607.255,42
Verbindlichkeiten verbundene Unternehmen 12.136,00 12.136,00
(Vorjahr) 5.277,50 5.277,50
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 1.144.020,87 1.144.020,87
(Vorjahr) 1.715.295,94 1.715.295,94
Sonstige Verbindlichkeiten 353.218,73 353.218,73
(Vorjahr) 334.590,15 334.590,15

5. Haftungsverhältnisse

Es besteht ein Aval-Rahmenkonto bei der Sparkasse Neumarkt mit Bürgschaften in Höhe von TEUR 115 zu Gunsten des Landratsamtes Neumarkt. Die Bürgschaft gegenüber dem Landratsamt dient zur Sicherstellung der Umsetzung der landschaftspflegerischen Maßnahmen (Rekultivierungsmaßnahmen). Für das Ausschreibungsverfahren nach EEG besteht zusätzlich eine Bürgschaft der Sparkasse Neumarkt gegenüber der TenneT.

Die Firma Hermann Trollius GmbH setzt die Rekultivierungsmaßnahmen einvernehmlich mit der Behörde um. Es bestehen umfangreiche Maßnahmenpläne. Es ist nicht davon auszugehen, dass die Behörde die Bürgschaften in Anspruch nehmen wird.

Die Hermann Trollius GmbH hat dem verbundenen Einzelunternehmen Hermann Trollius eine Sicherheit (Grundschuld) in Höhe von TEUR 1.800 zu Gunsten der Sparkasse Neumarkt übergeben.

Eine Inanspruchnahme sowohl aus der Bürgschaft als auch aus der gesamtschuldnerischen Haftung erscheint aus heutiger Sicht unwahrscheinlich.

6. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen finanzielle Verpflichtungen zu folgenden Sachverhalten:

Pachtverpflichtung gegenüber verbundenen Unternehmen 1)

bis 1 Jahr
EUR
1 bis 5 Jahre
EUR
über 5 Jahre
EUR
2.533.666,35 3.976.500,00 795.300,00

1) Der Pachtvertrag läuft noch 6 Jahre. Die Pacht ist variabel. Unter 1 bis 5 Jahre bzw. über 5 Jahre ist nur die Festpacht ausgewiesen. Hinzu kommen Verpflichtungen aus umsatz- und abschreibungsabhängigen Pachtbestandteilen. Sie betragen schätzungsweise TEUR 6.953 bei einer Laufzeit von 1 bis 5 Jahre und TEUR 1.738 über 5 Jahre.

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Aufgliederung der Umsatzerlöse

Gemäß § 288 Abs. 2 HGB macht die Berichtsfirma von der größenabhängigen Erleichterung für mittelgroße Kapitalgesellschaften Gebrauch und verzichtet auf die Aufgliederung der Umsatzerlöse nach § 285 S.1 Nr. 4 HGB.

2. Sonstige betriebliche Erträge

Hierin sind sonstige Erträge aus dem Energiekostendämpfungsprogramm enthalten. Sie wirken sich in Höhe von TEUR 165 gewinnerhöhend aus. Ebenfalls enthalten sind Gewinne in Höhe von TEUR 111 aus Aktienverkäufen.

3. Auf- und Abzinsungen

Aus Abzinsungen von Pensions-Rückstellungen ergab sich ein Zinsaufwand von TEUR 14.

Aus Abzinsungen von sonstigen Rückstellungen ergab sich ein Zinsertrag von TEUR 113.

4. Sonstige betriebliche Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind außerordentliche Aufwendungen nach der Übergangsvorschrift BilMoG für die Auflösung des Anpassungsbetrages nach der 15-tel-Regel in Höhe von EUR 3.363,00 enthalten.

Darüber hinaus sind periodenfremde Aufwendungen von EUR 82.792,71 enthalten.

5. Steuern vom Einkommen und Ertrag

Die gebuchten Steuern vom Einkommen und Ertrag beinhalten im Wesentlichen den Steueraufwand des laufenden Jahres.

6. Ergebnisverwendung

Der Jahresabschluss wurde vor Gewinnverwendung aufgestellt.

Der Jahresüberschuss beträgt TEUR 2.999. Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss auf neue Rechnung vorzutragen.

Sonstige Angaben

1. Mitarbeiterzahl

Im Durchschnitt waren während des Geschäftsjahres

70 gewerbliche Arbeitnehmer

davon 3 Teilzeitkräfte

15 Angestellte,

davon 7 Teilzeitkräfte

beschäftigt.

Die Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer beträgt damit 85. Die Berechnung erfolgte methodisch nach § 267 Abs. 5 HGB.

2. Leitungsorgane

Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurde die Geschäftsführung wahrgenommen von:

Hermann Trollius, Konstruktionstechniker, Lauterhofen

3. Beteiligungen

Tochtergesellschaften Währungseinheit Eigenkapital Anteil am Kapital
%
Ergebnis des Geschäftsjahres
JuraSoil GmbH, Lauterhofen EUR 6.490.656,35 100 EUR 896.839,65

4. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag / Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Ende des Geschäftsjahres sind nicht eingetreten.

Der unklare zukünftige Verlauf der Energiepreise im Zuge der Energiewende sowie der Ukraine-Krise führen zu gewissen Planungsunsicherheiten. Aus diesem Grund setzt das Unternehmen vermehrt auf Eigenstromerzeugung. Das Unternehmen ist von einer stabilen Energieverfügbarkeit abhängig.

 

Lauterhofen, 5. Juni 2024

gez. Hermann Trollius, Geschäftsführer

Anlagenspiegel zum 31.12.2023 (Anlage zum Anhang)

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Anschaffungs-, Herstellungskosten 31.12.2023
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.578.727,83 2.700,00 1.581.427,83
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 1.578.727,83 2.700,00 1.581.427,83
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.994.745,76 1.994.745,76
2. technische Anlagen und Maschinen 12.879.814,30 22.900,00 1.650,00 12.901.064,30
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.247.517,29 538.576,38 36.000,00 5.750.093,67
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 150.000,00 150.000,00
Summe Sachanlagen 20.122.077,35 711.476,38 37.650,00 20.795.903,73
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 25.000,00 25.000,00
2. Beteiligungen 2.249,68 2.249,68
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 239.771,82 231.291,82 8.480,00
Summe Finanzanlagen 267.021,50 231.291,82 35.729,68
Summe Anlagevermögen 21.967.826,68 714.176,38 268.941,82 22.413.061,24
kumulierte Abschreibung 01.01.2023
EUR
Abschreibung Geschäftsjahr
EUR
Abgänge
EUR
kumulierte Abschreibung 31.12.2023
EUR
Zuschreibung Geschäftsjahr
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.569.645,83 6.347,00 1.575.992,83
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 1.569.645,83 6.347,00 1.575.992,83
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 222.986,76 222.986,76
2. technische Anlagen und Maschinen 9.782.800,30 889.127,00 1.649,00 10.670.278,30
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.615.036,29 401.789,38 29.505,00 3.987.320,67
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00
Summe Sachanlagen 13.620.823,35 1.290.916,38 31.154,00 14.880.585,73
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00
2. Beteiligungen 0,00 0,00
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 1.372,50 1.372,50 1.372,50
Summe Finanzanlagen 1.372,50 1.372,50 1.372,50
Summe Anlagevermögen 15.191.841,68 1.297.263,38 31.154,00 16.457.951,06 1.372,50
Buchwert Geschäftsjahr 31.12.2023
EUR
Buchwert Vorjahr 31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 5.435,00 9.082,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 5.435,00 9.082,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.771.759,00 1.771.759,00
2. technische Anlagen und Maschinen 2.230.786,00 3.097.014,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.762.773,00 1.632.481,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 150.000,00 0,00
Summe Sachanlagen 5.915.318,00 6.501.254,00
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 25.000,00 25.000,00
2. Beteiligungen 2.249,68 2.249,68
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 8.480,00 238.399,32
Summe Finanzanlagen 35.729,68 265.649,00
Summe Anlagevermögen 5.956.482,68 6.775.985,00

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 08.08.2024 festgestellt.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Hermann Trollius GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Hermann Trollius GmbH, Lauterhofen - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Hermann Trollius GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Sulzbach-Rosenberg, den 07. August 2024

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