Stammdaten

Register
Amtsgericht Stendal HRB 202365
Vorher
Tief- und Spezialbau Halle Gesellschaft mit beschränkter Haftung
Eingetragen
13.11.1991
Branche
Ingenieurbüros für bautechnische Gesamtplanung von Ingenieurbauwerken und VerkehrsanlagenIngenieurbüros für Fachplanung von technischer GebäudeausrüstungBau von Gebäuden (ohne Fertigteilbau)
Gegenstand
Der Erwerb, das Halten, Verwalten und Verwerten eigenen Vermögens, insbesondere von Beteiligungen an anderen Unternehmen, sowie alle damit im Zusammenhang stehenden Geschäfte im eigenen Namen auf eigene Rechnung, nicht für Dritte und unter Ausschluss erlaubnispflichtiger Tätigkeiten insbesondere nach dem Kreditwesengesetz und dem Kapitalanlagegesetzbuch, die Ausführung der Bauleistungen für Hoch-, Tief- und Ingenieurarbeiten, komplexe Anlagen der Wasserversorgung und Abwasserwirtschaft, Druckrohrleitungen, Maßnahmen des Umwelt- und Grundwasserschutzes, Kunststoffbeschichtungen und sonderkontruktionen und Ingenieur-Beratung und Planung.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Marit Reichelt
seit 18.2.2015
Prokura
Stefan Becker
seit 14.4.2011
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

76.00% identifiziert24.00% ungelöst

Identifizierte Personen (2)

NameAnteil
70.00%
M**** R*******
6.00%

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Becker + Reichelt GmbHEigenbeteiligung
24.00%

Gesellschafter

3 Gesellschafter

GmbH-Struktur

2 von 3 angezeigt

04451 Borsdorf, OT Panitzsch
21.000 €
70.00%
Germany
7.200 €
24.00%

Beteiligungen

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Tief- und Spezialbau Halle Gesellschaft mit beschränkter Haftung

Halle (Saale)

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022

der Tief- und Spezialbau Halle GmbH

I. Allgemeine Informationen zum Unternehmen

1. Geschäftsmodell des Unternehmens:

Die Tief- und Spezialbau Halle GmbH ist ein inhabergeführtes mittelständisches Bauunternehmen, welches vorrangig im mitteldeutschen Raum Bauleistungen ausführt. Hierzu zählen zum überwiegenden Teil der erdverlegte Rohrleitungsbau für Wasser, Gas, Fernwärme- und Abwasserleitungen. Zweiter Schwerpunkt ist die Ausführung von Beton- und Stahlbetonarbeiten. Ergänzt wird dieses Leistungsspektrum durch den Spezialtiefbau und Arbeiten mit Schwimmtechnik.

Im Jahr 2022 war das Verhältnis zwischen Rohrleitungsbau und Beton- und Stahlbetonarbeiten ca. 2/3 zu 1/3 und entsprach damit ungefähr den Vorjahren.

Vorrangig werden die Bauleistungen für öffentliche Auftraggeber bzw. öffentliche Unternehmen wie Stadtwerke, Versorgungsverbände oder Infrastrukturunternehmen der Länder ausgeführt. In 2022 war jedoch der Anteil an privaten Bauherren etwas höher als in den Vorjahren.

Die HTM GmbH Hoch- und Tiefbau ist eine 100%ige Tochterfirma der Tief- und Spezialbau Halle GmbH und führt nahezu ausschließlich Bauleistungen für Bauträger aus. Die IVH Ingenieur- und Vermessungsgesellschaft mbH ist Mieter im Gebäude der Tief- und Spezialbau Halle GmbH und steht zu großen Teilen mit ihrer Vermessungstechnik als Dienstleiter der Tief- und Spezialbau Halle GmbH zur Verfügung.

Geprägt war das Jahr 2022 durch eine sehr dynamische Preisentwicklung und die eingeschränkte Verfügbarkeit von Baumaterialen und Betriebsstoffen. Trotz dieser allgemein bekannten Probleme konnten die Bauvorhaben planmäßig weiterlaufen. Teilweise haben jedoch die Preissteigerungen das Betriebsergebnis beeinträchtigt.

II. Geschäftsverlauf und Geschäftslage des Geschäftsjahres (Wirtschaftsbericht)

1. Gesamtwirtschaftliche Wirtschaftsentwicklung

Das Bruttoinlandsprodukt der Bundesrepublik Deutschland nahm im Jahr 2022 preisbereinigt um 1,8% zu nach einem Anstieg im Vorjahr um 2,6%. Die Steigerung lag damit um 0,6 Prozentpunkte über der durchschnittlichen jährlichen Veränderung der letzten zehn Jahre. Die Zahl der Erwerbstätigen stieg um 1,3% auf 45,6 Mio.

2. Branchenentwicklung

Das Jahr 2022 war geprägt von einer hohen Nachfrage an Bauleistungen bzw. der Abarbeitung eines hohen Auftragsbestandes. Dem entgegen läuft der enorme Fachkräftemangel am Bau sowie die hohen bürokratischen Anforderungen an die Abwicklung eines Bauvorhabens. Das Ergebnis sind steigende Preise, die jedoch aus v.g. Gründen nicht zu einem sprunghaften Anstieg des Betriebsergebnisses geführt haben.

Darüber hinaus war festzustellen, dass Bauherren vermehrt nicht mehr bereit sind, die gestiegenen Baupreise zu akzeptieren. Sie verschieben ihre geplanten Bauvorhaben bzw. Ausschreibungen der öffentlichen Hand werden aufgehoben.

Die Tief- und Spezialbau Halle GmbH hat Ihre Position im Wettbewerb 2022 behauptet und ist weiterhin ein beachtetes Bauunternehmen im Großraum Halle/Leipzig.

3. Geschäftsverlauf

Der Geschäftsverlauf im Jahr 2022 war positiv und zeichnete sich durch eine hohe Auslastung aus. Diese hohe Auslastung verbunden mit den stetig steigenden Anforderungen aufgrund von Personalmangel, steigenden Löhnen, steigenden Lieferantenpreisen sowie den organisatorischen Anforderungen hat die Tief- und Spezialbau Halle GmbH vollumfänglich gefordert. Insoweit waren nur kleine Fortschritte bei geplanten Anpassungen, Optimierungen und Erneuerungen in den Geschäftsabläufen möglich. Hierzu zählten u.a. die weitere Einführung des DMS-Systems sowie die optimierte Nutzung bereits vorhandener EDV - Lösungen.

2022 war das bestimmende Thema der Ersatz und die Neugewinnung von qualifiziertem Personal sowie die fortdauernde Motivation der Belegschaft. In diesem Kontext konnten erste Personalentscheidungen getroffen werden, um die in 2023 altersbedingt ausscheidenden Mitarbeiter in der Bauleitung zu ersetzen. Hier erfolgten Neueinstellungen sowie die Qualifizierung eigener Mitarbeiter.

Weiterhin wurde zum Ende des Jahres 2022 ein deutlicher Rückgang von Ausschreibungen im Hochbau sichtbar. Dies lässt darauf schließen, dass die s.g. Zinswende erheblich die Nachfrage im Hochbau dämpft und den Wettbewerb zu Lasten der Preise verschärfen wird.

4. Ertragslage

Die Tief- und Spezialbau Halle GmbH konnte die Gesamtleistung gegenüber 2021 noch einmal um 3,8% steigern und damit die geplante leichte Erhöhung deutlich übertreffen. Die Ursache liegt überwiegend in allgemein höheren erzielbaren Preisen.

Die Auftragsentwicklung verlief im Geschäftsjahr 2022 trotz der Einflüsse aus dem Ukrainekrieg, der Energiekrise und den letzten Auswirkungen der Pandemie weitestgehend planmäßig und übererfüllte teilweise unsere Erwartungen.

Der Anstieg der Personalkosten ist eingetreten und beträgt 6,5%. Die Personalaufwandsquote in Bezug auf die Gesamtleistung erhöhte sich leicht auf 34,5% (Vorjahr: 33,6%). Der absolute Anstieg des Personalaufwands beträgt 218 TEUR trotz Verminderung des Personalbestands um 5,2% im Jahresdurchschnitt. Ursache ist die weitere Erhöhung des Mindestlohnes sowie die überdurchschnittliche Anhebung der übrigen Gehälter, welche erhebliche Auswirkungen auf das Jahresergebnis haben.

Die geplante Reduzierung des Materialaufwands und der sonstigen betrieblichen Aufwendungen wurde nicht erreicht. Der Materialaufwand legte wegen eines deutlichen Anstiegs bei den Preisen für Baustoffe und Energie um 6,6% zu.

Mit einem Jahresüberschuss von 631 TEUR wurde das geplante Betriebsergebnis auch ohne Ausschüttungen der Tochtergesellschaft übererfüllt. Zu berücksichtigen ist allerdings der erhebliche Effekt aus der Herabsetzung der Einzelwertberichtigung auf Forderungen in Höhe von TEUR 714, dem Forderungsverluste in Höhe von TEUR 580 gegenüberstehen.

5. Finanzlage

Das Verhältnis von Eigenkapital zu Fremdkapital hat sich im Geschäftsjahr nochmals verbessert. Die Eigenkapitalquote betrug zum 31. Dezember 2022 62,8% gegenüber 56,3% im Vorjahr.

Die Liquidität 2. Grades verbesserte sich gegenüber dem Vorjahr weiter und betrug im Geschäftsjahr 2022 165,1% gegenüber 141,2% im Vorjahr.

Zur Darstellung der Liquiditätsentwicklung und der Finanzkraft wurde eine Kapitalflussrechnung erstellt, die zeigt, wie sich die Zahlungsmittel (Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten) im Geschäftsjahr verändert haben.

In der Kapitalflussrechnung sind die Zahlungsströme in die drei Bereiche Geschäftstätigkeit, Investitionstätigkeit und Finanzierungstätigkeit aufgeteilt.

Im Geschäftsjahr 2022 ergaben sich in den drei Bereichen folgende Cashflows:

Geschäftsjahr
EUR
Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 1.557.106,73
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -411.081,52
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -163.271,41
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds 982.753,80
+ Wechselkursbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds 27.040,12
+ Finanzmittel am Anfang der Periode 1.606.260,91
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 2.616.054,83

6. Vermögenslage

Die unfertigen Bauleistungen in Höhe von 3.650 TEUR stellen vor Saldierung mit den erhaltenen Anzahlungen weiterhin den größten Anteil an der Bilanzsumme dar. Die liquiden Mittel belaufen sich auf 2.616 TEUR und bilden mit 39,2% (Vorjahr 25,4%) einen wesentlichen Anteil am gesamten Vermögen.

III. Vorausschau für das Folgejahr (Prognose-, Chancen- und Risikobericht)

1. Chancen

Aufgrund der hohen Bekanntheit der Tief- und Spezialbau Halle GmbH bei öffentlichen und privaten Auftraggebern in der Region Halle/Leipzig werden im Jahr 2023 ausreichend Bauanfragen zu erwarten sein, aus denen sich Bauaufträge generieren lassen. Auch bei der zu erwartenden sinkenden Nachfrage im Hochbau bzw. Beton- und Stahlbetonbau wird als Ausgleich mit ausreichender bzw. steigender Nachfrage im erdverlegten Rohrleitungsbau zu rechnen sein. Damit zahlt sich aus, dass die Tief- und Spezialbau Halle GmbH breit aufgestellt und sowohl im Tiefbau, im Hochbau und im Spezialtiefbau wettbewerbsfähig ist.

Darüber hinaus ist bei der Fachkräftegewinnung ein großer Vorteil, dass wir ausschließlich regional im Großraum Halle/Leipzig unsere Bauaufgaben finden. Neben dem Lohn bzw. Gehalt zeigt sich immer mehr, dass Firmen, die keine Montagebaustellen haben, an Attraktivität beim gewerblichen Personal gewinnen. Dies wird 2023 ein Hauptargument bei der Werbung für Personal insbesondere über die sozialen Medien sein.

2023 sollen die begonnenen Projekte in der Digitalisierung vorangebracht werden und so zu mehr Effizienz beitragen. An erster Stelle bietet das DMS von PROXESS das größte Potential zu einer schnelleren und wirtschaftlichen Gestaltung der Kreditoren- und Debitorenbuchhaltung. Weiterhin bieten die digitale Inventarerfassung sowie das digitale Bautagebuch große Chancen, effektiver Arbeitsabläufe, Dokumentationen und Kostenkontrollen anzugehen.

Weitere Ideen und Überlegungen hinsichtlich neuer Bohrtechnik und der Anschaffung eines Spezialbaggers werden in 2023 eine Rolle spielen. Darüber hinaus wird der Ausbau des Fernwärmerohrleitungsbaus einen entscheidenden Impuls für eine positive Geschäftsentwicklung geben.

2. Geschäftsrisiken

Größtes Risiko gegen eine positive Geschäftsentwicklung in 2023 werden der anhaltende Fachkräftemangel und die überdurchschnittlichen Lohn- und Gehaltsforderungen der Mitarbeiter sein. Hier wird es weiterhin schwer sein, die Balance zwischen leistbaren Bauaufträgen, steigenden Löhnen und der Durchsetzung steigender Preise beim Kunden zu halten.

Der Krieg in der Ukraine und die damit verbundenen wirtschaftlichen Auswirkungen sind das zweite große Risiko. Vermutlich weiter schwer kalkulierbare Energie- und Materialkosten, eine hohe Inflation sowie damit verbundene Streichungen von Bauprojekten werden das Handeln in den nächsten Monaten erschweren und beeinflussen.

3. Voraussichtliche Entwicklung (Prognosebericht)

Für das Geschäftsjahr 2023 rechnen wir mit einer gleichbleibenden Umsatz- und Ertragslage. Eine Steigerung sehen wir eher nicht. Die weiter zu erwartende Bautätigkeit der öffentlichen Auftraggeber, insbesondere im Rohrleitungsbau (speziell Fernwärme), werden Umsatzverluste privater Investoren vermutlich gut ausgleichen.

Wir rechnen damit, dass sich die Lohnentwicklung zur Mitte des Jahres 2023 etwas beruhigen wird. Dazu beitragen sollen auch Überlegungen hinsichtlich des Verzichtes auf unproduktive Mitarbeiter und Förderung gut qualifizierter Arbeitnehmer mit zusätzlichen finanziellen Anreizen und Fortbildungen.

Nach Abwägung aller Chancen und Risiken erscheint für das Geschäftsjahr 2023 die Erreichung eines Ergebnisses auf dem Niveau des Berichtsjahres als realistisch.

Aufgrund der erstellten Planungen und Vorausschauen über die Unternehmensentwicklung für die nächsten Jahre gehen wir weiter von einem insgesamt positiven Trend aus, der zu konstanten Betriebsergebnissen führen wird. Bestandsgefährdende wirtschaftliche und rechtliche Risiken sowie Risiken mit besonderem Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sind nicht zu erkennen.

 

Halle (S.), 31.08.2023

gez. Stefan Becker, Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR
A. Anlagevermögen 1.678.019,10 1.740.769,11
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 1.727,00 4.613,00
II. Sachanlagen 1.448.769,40 1.508.633,41
III. Finanzanlagen 227.522,70 227.522,70
B. Umlaufvermögen 4.905.736,80 4.512.130,01
I. Vorräte 55.994,67 109.683,12
1. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 3.637.201,90 3.361.245,65
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1.294.496,68 1.976.025,30
III. Wertpapiere 939.190,62 820.160,68
IV. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 2.616.054,83 1.606.260,91
C. Rechnungsabgrenzungsposten 92.943,92 74.221,19
Aktiva 6.676.699,82 6.327.120,31

Passiva

31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR
A. Eigenkapital 4.191.883,06 3.560.929,81
I. ausgegebenes Kapital 22.800,00 22.800,00
1. Gezeichnetes Kapital 30.000,00 30.000,00
2. eigene Anteile -7.200,00 -7.200,00
II. Kapitalrücklage 261.994,49 261.994,49
III. Gewinnrücklagen 17.425,84 17.425,84
IV. Gewinnvortrag 3.258.709,48 2.345.269,55
V. Jahresüberschuss 630.953,25 913.439,93
B. Rückstellungen 1.021.081,07 924.348,21
C. Verbindlichkeiten 1.452.873,39 1.841.842,29
D. Passive latente Steuern 10.862,30
Passiva 6.676.699,82 6.327.120,31

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1.1.2021 - 31.12.2021
EUR
1. Rohergebnis 7.102.317,31 6.417.316,68
2. Personalaufwand 3.580.212,32 3.362.148,92
a) Löhne und Gehälter 2.570.733,58 2.386.406,56
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.009.478,74 975.742,36
davon für Altersversorgung 391.659,83 384.261,00
3. Abschreibungen 1.080.626,81 514.254,53
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 500.566,04 514.254,53
b) auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, soweit diese die in der Kapitalgesellschaft üblichen Abschreibungen überschreiten 580.060,77
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 1.416.362,60 1.200.727,22
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.243,99
davon Erträge aus Abzinsung 1.216,00
6. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 67.431,70
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 8.743,53 10.343,39
davon sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen aus Abzinsung 600,00
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 301.564,14 397.170,64
davon Aufwendungen aus der Zuführung und Auflösung von latenten Steuern 10.862,30
9. Ergebnis nach Steuern 648.620,20 932.671,98
10. sonstige Steuern 17.666,95 19.232,05
11. Jahresüberschuss 630.953,25 913.439,93

Anhang zum Jahresabschluss zum 31. Dezember 2022

Der Jahresabschluss der Tief- und Spezialbau Halle Gesellschaft mit beschränkter Haftung wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt.

Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes und des Gesellschaftsvertrages zu beachten.

Sämtliche Bilanzierungs-, Bewertungs- und Umrechnungsmethoden wurden unverändert beibehalten.

Die Gesellschaft überschreitet erstmals an den Abschlussstichtagen von zwei aufeinanderfolgenden Geschäftsjahren zwei der in § 267 Abs. 1 Nr. 1 bis 3 HGB genannten Merkmale. Sie zählt daher im Geschäftsjahr 2022 zu den mittelgroßen Kapitalgesellschaften i. S. von § 267 Abs. 2 HGB.

A. Bilanz

I. Informationen zur Gliederung

Für die Bilanz wurde das gesetzliche Gliederungsschema gemäß § 266 HGB angewandt.

Zusammenfassungen von einzelnen Posten erfolgten nicht. Geschäftszweigbedingte Abweichungen vom handelsrechtlichen Gliederungsschema waren nicht notwendig.

II. Informationen zu den einzelnen Posten

1. Anlagevermögen

Die immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige nutzungsbedingte Abschreibungen, angesetzt. Soweit der beizulegende Wert am Bilanzstichtag aufgrund einer dauernden Wertminderung niedriger ist, wurden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen.

Das Finanzanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten bewertet.

Anteile an verbundenen Unternehmen

Name, Sitz Beteiligung nominal
EUR
Beteiligungsquote
%
Eigenkapital letztes Geschäftsjahr
EUR
Ergebnis letztes Geschäftsjahr
EUR
HTM GmbH Hoch- und Tiefbau Halle (Saale) (31.12.2022) 25.000,00 100,0 380.297,37 190.935,24

Eine von den gesamten Anschaffungs- und Herstellungskosten ausgehende Entwicklung des Anlagevermögens ist nachfolgend dargestellt:

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2022
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 25.920,58 0,00 0,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 25.920,58 0,00 0,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 358.710,91 0,00 0,00
2. technische Anlagen und Maschinen 2.861.745,89 179.935,60 48.507,65
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.289.644,21 266.699,12 95.438,29
Summe Sachanlagen 5.510.101,01 446.634,72 143.945,94
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 227.522,70 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 227.522,70 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 5.763.544,29 446.634,72 143.945,94
Umbuchungen
EUR
Anschaffungs-, Herstellungskosten 31.12.2022
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 25.920,58
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 25.920,58
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 358.710,91
2. technische Anlagen und Maschinen 0,00 2.993.173,84
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 2.460.905,04
Summe Sachanlagen 0,00 5.812.789,79
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 227.522,70
Summe Finanzanlagen 0,00 227.522,70
Summe Anlagevermögen 0,00 6.066.233,07
kumulierte Abschreibung 01.01.2022
EUR
Abschreibung Geschäftsjahr
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
kumulierte Abschreibung 31.12.2022
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 21.307,58 2.886,00 0,00 0,00 24.193,58
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 21.307,58 2.886,00 0,00 0,00 24.193,58
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 107.623,77 8.049,62 0,00 0,00 115.673,39
2. technische Anlagen und Maschinen 2.242.309,14 261.912,95 48.502,65 0,00 2.455.719,44
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.651.534,69 227.717,47 86.624,60 0,00 1.792.627,56
Summe Sachanlagen 4.001.467,60 497.680,04 135.127,25 0,00 4.364.020,39
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 4.022.775,18 500.566,04 135.127,25 0,00 4.388.213,97
Zuschreibung Geschäftsjahr
EUR
Buchwert Geschäftsjahr 31.12.2022
EUR
Buchwert Vorjahr 31.12.2021
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 1.727,00 4.613,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 1.727,00 4.613,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 243.037,52 251.087,14
2. technische Anlagen und Maschinen 0,00 537.454,40 619.436,75
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 668.277,48 638.109,52
Summe Sachanlagen 0,00 1.448.769,40 1.508.633,41
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 227.522,70 227.522,70
Summe Finanzanlagen 0,00 227.522,70 227.522,70
Summe Anlagevermögen 0,00 1.678.019,10 1.740.769,11

2. Umlaufvermögen

Die Bewertung des Vorratsvermögens erfolgte zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips gemäß § 253 Abs. 4 HGB.

Für die unfertigen Leistungen erfolgte die Bewertung zu Herstellungskosten gemäß § 255 Abs. 2 HGB durch die Gesellschaft.

Vom Bilanzwert der Vorräte werden die den in Ausführung befindlichen Bauaufträgen direkt zurechenbaren erhaltenen Anzahlungen (ohne Umsatzsteuer) aktivisch abgesetzt.

Die Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit ihren Anschaffungskosten unter Berücksichtigung aller erkennbarer Risiken bewertet. Darin enthalten sind Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von EUR 87.806,07, von denen ein Betrag von EUR 30.414,81 mit zum Posten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gehört (Hinweis auf § 265 Abs. 3 HGB).

Die Wertpapiere des Umlaufvermögens werden zu Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag ausgewiesen.

Die Grundlage für die Umrechnung von Fremdwährungsbeständen in Euro ist der Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag.

3. Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital beträgt EUR 30.000,00 und ist voll eingezahlt.

Der Nominalwert der eigenen Anteile (EUR 7.200,00) wurde offen vom gezeichneten Kapital abgesetzt.

Der Jahresüberschuss des Geschäftsjahres beträgt EUR 630.953,25. Die Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den Jahresüberschuss auf neue Rechnung vorzutragen.

4. Rechnungsabgrenzungsposten

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen im Wesentlichen Versicherungsbeiträge für das Folgejahr.

5. Rückstellungen

Die Rückstellungen werden gemäß § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt.

Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

6. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten in Höhe von EUR 1.452.873,39 sind zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Ein Verbindlichkeitenspiegel ist nachfolgend beigefügt.

Verbindlichkeitenspiegel Stand 31.12.2022
EUR
mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr
EUR
mit einer Restlaufzeit von einem bis zu fünf Jahren
EUR
mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren
EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 283.298,78 186.799,84 96.498,94 0,00
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 542.602,52 542.602,52 0,00 0,00
sonstige Verbindlichkeiten 626.972,09 618.375,37 8.596,72 0,00
Verbindlichkeiten gesamt 1.452.873,39 1.347.777,73 105.095,66 0,00

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in Höhe von TEUR 283 durch Eigentumsvorbehalte an Fahrzeugen und Baumaschinen gesichert. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind in Höhe von TEUR 543 durch übliche Eigentumsvorbehalte gesichert. Weitere Sicherheiten wurden nicht bestellt.

7. Passive latente Steuern

Der Saldo der latenten Steuern am Ende des Geschäftsjahres beträgt EUR 10.862,30.

Die latenten Steuern haben sich wie folgt entwickelt:

Stand 01.01.2022
EUR
Stand 31.12.2022
EUR
Veränderung
EUR
Aktive latente Steuern 0,00 7.578,00 7.578,00
Passive latente Steuern 0,00 18.440,30 18.440,30
saldierter Ausweis 0,00 10.862,30 10.862,30

B. Gewinn- und Verlustrechnung

I. Informationen zur Gliederung

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das gesetzliche Gliederungsschema gemäß § 275 HGB (Gesamtkostenverfahren) angewandt. Zusammenfassungen von einzelnen Posten erfolgten nicht. Geschäftszweigbedingte Abweichungen vom handelsrechtlichen Gliederungsschema waren nicht notwendig.

II. Informationen zu den einzelnen Posten

1. Erläuterung der Erträge und Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung

Im Geschäftsjahr weist die Gesellschaft Erträge von außerordentlicher Größenordnung in Höhe von TEUR 715 aus der Herabsetzung der Einzelwertberichtigung auf Forderungen aus, denen Aufwendungen von außerordentlicher Größenordnung in Höhe von TEUR 580 durch Forderungsverluste gegenüberstehen.

2. Erträge und Aufwendungen aus der Währungsumrechnung

Aus der Währungsumrechnung ergaben sich Erträge in Höhe von 75.625,50 EUR (Vorjahr: 50.538,93 EUR) bzw. Aufwendungen in Höhe von 9.565,91 EUR (Vorjahr: 2.400,76 EUR).

C. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen keine Verbindlichkeiten aus der Begebung und Übertragung von Wechseln, aus Bürgschaften, Wechsel- und Scheckbürgschaften, aus Gewährleistungsverträgen sowie keine Haftung aus der Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten.

D. sonstige Angaben

Anzahl der Arbeitnehmer

Die durchschnittliche Zahl der beschäftigten Arbeitnehmer - mit Ausnahme der zu ihrer Berufsausbildung Beschäftigten sowie der Mitglieder der Geschäftsführung - während des Geschäftsjahres betrug:

Anzahl 2022 Anzahl 2021
technisches Personal 10 10
Verwaltungspersonal 4 5
gewerbliche Arbeitnehmer 59 62
gesamt 73 77

Auf die Angabe der Geschäftsführerbezüge wurde wegen der Inanspruchnahme der Befreiungsvorschrift nach § 286 Abs. 4 HGB i. V. m. § 285 Nr. 9 Buchstabea und b HGB verzichtet.

Die Angabe des Gesamthonorars des Abschlussprüfers nach § 285 Nr. 17 HGB unterbleibt aufgrund der Inanspruchnahme der größenabhängigen Erleichterung nach § 288 Abs. 2 HGB.

E. Beziehungen zu Unternehmensorganen

Die Geschäftsführung obliegt Stefan Becker, Dipl.-Bauingenieur (FH), Borsdorf OT Panitzsch.

Der Geschäftsführer ist einzelvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit (im Handelsregister eingetragen).

 

Halle (Saale), den 12. Mai 2023

gez. Stefan Becker, Geschäftsführer

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 06.10.2023 festgestellt.

weitere Angaben:

Die Gesellschaft ist unter der Firma Tief- und Spezialbau Halle Gesellschaft mit beschränkter Haftung mit Sitz in Halle (Saale) beim Handelsregister B des Amtsgerichts Stendal unter der Nummer HRB 202365 eingetragen.

Bei dem offengelegten Jahresabschluss wurden die größenabhängigen Erleichterungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften nach § 327 HGB in Anspruch genommen. Der folgende Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers bezieht sich auf den vollständigen Jahresabschluss.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Tief- und Spezialbau Halle Gesellschaft mit beschränkter Haftung

Prüfungsurteile

Ich habe den Jahresabschluss der Tief- und Spezialbau Halle Gesellschaft mit beschränkter Haftung - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus habe ich den Lagebericht der Tief- und Spezialbau Halle Gesellschaft mit beschränkter Haftung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erkläre ich, dass meine Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Ich habe meine Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Meine Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" meines Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Ich bin von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und habe meine sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Ich bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung übe ich pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahre eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifiziere und beurteile ich die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, plane und führe Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlange Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinne ich ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteile ich die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehe ich Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls ich zu dem Schluss komme, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, bin ich verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, mein jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Ich ziehe meine Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum meines Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteile ich die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteile ich den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

• führe ich Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehe ich dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteile die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen gebe ich nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

• Ich erörtere mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die ich während meiner Prüfung feststelle.

 

Leipzig, den 31. August 2023

KANZLEI PROF. DR. STUCKHARDT
WIRTSCHAFTSPRÜFER - STEUERBERATER

Prof. Dr. Hans-Peter Stuckhardt, Wirtschaftsprüfer

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