Stammdaten

Register
Amtsgericht Münster HRB 6631
Vorher
GfW 55. Beteiligungsgesellschaft mbH
Eingetragen
8.7.2003
Branche
BeteiligungsgesellschaftenManagementtätigkeiten von Holdinggesellschaften mit überwiegend finanziellem AnteilsbesitzManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Gegenstand
Gegenstand des Unternehmens ist der Betrieb eines Handelsunternehmens mit dem Schwerpunkt auf Import/Export von Rohstoffen aus kontrolliertem biologischen Anbau gemäß EG VO 2092/91. Die Gesellschaft ist zu allen Geschäften und Maßnahmen berechtigt, die dem Gegenstand des Unternehmens dienen. Sie kann zu diesem Zweck im In- und Ausland Zweigniederlassungen und Tochtergesellschaften errichten sowie andere Unternehmen erwerben, sich an solchen beteiligten oder sie ohne gesellschaftsrechtliche Beteiligung verwalten. Die Gesellschaft darf sich ferner mit anderen gleichwertigen oder änlichen Unternehmen zu Arbeits- und Interessengemeinschaften zusammenschließen und solche aufbauen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Markus Dornhege
seit 14.3.2022
Geschäftsführer
Patrick Curran
seit 14.3.2022
Geschäftsführer
Michael Hebendanz
seit 28.11.2003
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

Identifizierte Personen (3)

NameAnteil
51.07%
24.46%

Gesellschafter
Beta

2 von 3 Anteilseignern sichtbar

Name
Ort
Anteil
Michael Hebendanz
Münster
51.07%
P****** C*****
24.46%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Delphi Organic GmbH

Münster

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022

A. Grundlagen

Die Delphi Organic GmbH ist einer der führenden Importeure von zertifiziert biologischen Rohstoffen, bzw. Lebensmitteln. In der Gesellschaft waren am Jahresende 2022 in allen Funktionen 26 Personen tätig.

Das Unternehmen ist auf die Beschaffung von Rohwaren aus dem Ursprung, besonders aus Drittländern, spezialisiert, die auf Basis der EG-Bio-Richtlinie sowie weiterer Verbandsrichtlinien (Naturland, Fairtrade, Sozial-Standards etc.) angebaut und zertifiziert wurden.

Aufgrund der langjährigen Erfahrung und Expertise der drei Gründungsgesellschafter kann der Anspruch auf hochwertige und sichere Bio-Nahrungsmittel sichergestellt werden.

Hauptzielsetzung der Unternehmung ist die Beschaffung von sicheren Bio-Lebensmitteln aus Drittländern in die EU. Daneben werden auch diverse Streckengeschäfte in Drittländern generiert. Aufgrund geopolitischer Entwicklungen werden jetzt auch vermehrt europäische Anbaugebiete und Lieferanten in MAGHREB-Staaten in den Fokus genommen.

B. Wirtschaftsbericht

1. Marktsituation

Die Marktlage hat sich mit Beginn des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine im Februar 2022 im Vergleich zum Geschäftsjahr 2021 erheblich verändert.
Steigende Inflation, Verteuerung der Energie und eine allgemeine Unsicherheit beeinflussten das Kaufverhalten unserer Kunden stark.
Bio-Konsumenten, besonders in Frankreich und Deutschland sind zum großen Teil im Spar-Modus und substituieren viele Bio-Produkte mit konventionellen Produkten. Eine allgemeine Kaufzurückhaltung für biologisch erzeugte Agrarprodukte war und ist die Folge.

In der Konsequenz wurde ein allgemeiner Umsatzrückgang von Bio-Produkten in Deutschland von circa 20% festgestellt, in Frankreich von circa 45%.

2. Geschäftsverlauf

Die allgemeine weltweit inflationäre Situation führte im Bio-Sektor zu einem erheblichen Abnahmestau in den Ursprungsländern, d.h., produzierte und erzeugte Bio-Produkte wurden mengentechnisch nicht mehr in der Größenordnung abgenommen wie im Vergleich zu 2020 und 2021.

Erschwerend kam noch hinzu, dass neue Anforderungen an alle Bio-Produkte in Bezug auf einen ehemals im Biobereich zugelassenen Wachstums-Stimulator, genannt Phosphonsäure, geregelt wurden. Alle Bio-Produkte müssen daher auch zusätzlich auf diese Substanz, inzwischen als Pestizid eingestuft, analysiert werden.
Dieses Prozedere führte darüberhinaus noch zu weiteren Produktablehnungen und höheren Analysekosten.

Diese Situation führte bei der Delphi Organic GmbH zu einem erheblichen Umsatzrückgang (rd. 13%). Trotz dieses Umsatzrückganges konnte die Delphi Organic GmbH noch einen den Verhältnissen entsprechend guten Deckungsbeitrag erzielen. Aufgrund der stagnierenden Umsätze wurden keine weiteren Einstellungen getätigt. Eine Ausnahme davon war die Übernahme eines Auszubildenden. Für den Vertrieb wurde erfolglos eine weitere Besetzung gesucht. Erfahrene Vertriebler im Naturkostsektor sind schwer zu finden. Zwei Mitgesellschafter wurden in 2021 zu Geschäftsführern berufen - die Eintragung ins Handelsregister erfolgte am 14.03.2022. Die Geschäftsführung der Delphi Organic GmbH besteht nunmehr aus drei Geschäftsführern.

Ansonsten sind die Strukturen und Organisation gegenüber 2021 unverändert. Das Homeoffice wird von den kaufmännischen Angestellten im Einkauf und Vertrieb immer mehr genutzt. Auch die Buchhaltung nutzt diese neue Arbeitsweise.
Die Effektivität mehrerer Mitarbeiter konnte durch den Einsatz im Homeoffice wesentlich gesteigert werden. Es wird überlegt die zeitlichen Möglichkeiten des Homeoffice auszuweiten.

3. Ertragslage

Der Umsatz des Geschäftsjahres lag mit 26.152 TEuro 3.862 TEuro unter dem des Vorjahres mit 30.014 TEuro. Dies ist ein Rückgang um rd. 13%. Der Rückgang erfolgte leicht überwiegend im Inland - signifikante Unterschiede waren dabei nicht erkennbar.

Der Rohertrag verminderte sich von 3.128 TEuro in 2021 auf 2.786 TEuro in 2022, Die Minderung beträgt rd. 11% und ist weitestgehend auf den gesunkenen Umsatz zurückzuführen.

Der Personalaufwand erhöhte sich um 83 TEuro von 1.238 TEuro auf 1.321 TEuro.

Die Abschreibungen sind mit rd. 21 TEuro nur geringfügig niedriger als im Vorjahr. Es wurden im Geschäftsjahr nur geringe Ersatzinvestitionen getätigt.

Einrichtungsgegenstände, die bisher mittels Leasing genutzt wurden, wurden am Ende des Leasingvertrages erworben. Im Geschäftsjahr wurde mit der Integration einer ERP/DMS-Software begonnen. Hier wurden bereits Vorbereitungskosten getragen. Die Software selbst wird im folgenden Geschäftsjahr durch Leasing finanziert.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind mit 1.239 TEuro rd. 67 TEuro geringer als im Vorjahr mit 1.306 TEuro. Hier sind insbesondere die Ausgangsfrachten geringer als im Vorjahr - diese waren pandemiebedingt in 2021 extrem gestiegen und in 2022 wieder leicht gefallen. Größere Posten in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Mieten, Versicherungen und Frachten.

Zinsaufwendungen haben sich gegenüber dem Vorjahr von 69 TEuro auf 102 TEuro im Geschäftsjahr wesentlich erhöht, was auf die geänderte Geldmarktpolitik der EZB zurückzuführen ist.

Der Jahresüberschuss hat sich mit 69 TEuro im Geschäftsjahr gegenüber dem Vorjahr mit 337 TEuro um 268 TEuro vermindert. Ertragsteuern sind in 2022 daher entsprechend gesunken um 126 TEuro auf 34 TEuro.

Der Umsatzrückgang aufgrund der oben dargestellten schwierigen Marktsituation hat das Ergebnis 2022 deutlich schlechter werden lassen. Die Umsatzrendite vor Ertragsteuern lag in 2022 bei 0,39%, in 2021 lag sie bei 1,64%.

4. Finanzlage

Die Finanzierung der Geschäfte erfolgt durch Eigenkapital, in geringem Umfang durch private Darlehn und insbesondere durch Bankdarlehn. Die finanzierenden Banken haben einen Pool gebildet. Im Geschäftsjahr gab es keine nennenswerten Veränderungen bei den finanzierenden Instituten.

Gegenüber dem Vorjahr hat sich das Eigenkapital nicht nennenswert verändert, nach dem der Gewinn des Vorjahres ausgeschüttet wurde. Es betrug 3.089 TEuro zum Beginn des Geschäftsjahres und verminderte sich durch eine Ausschüttung aus dem Gewinn 2021 von 337 TEuro im Geschäftsjahr auf 2.752 TEuro.

Der sich aufbauende Jahresüberschuss 2022 verstärkte das Eigenkapital wieder leicht. Die Eigenkapitalquote verschlechterte sich zum 31.12.2022 auf rd. 31%, nach rd. 40% in 2021, was primär durch die höhere Bilanzsumme verursacht war.

In Vorräten und Forderungen war am Bilanzstichtag situativ deutlich mehr Kapital gebunden als im Vorjahr, was wegen der schwierigeren Beschaffungen auf situativ schwankende Mengen der Bevorratung zurückzuführen ist. An anderen Tagen war der Bestand manchmal deutlich geringer.

Daher erhöhten sich zum Bilanzstichtag die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten um 981 TEuro und die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um 771 TEuro.

Bisher konnte die benötigte Liquidität problemlos kurzfristig verfügbar gemacht werden, daher wurden kaum langfristige Kredite aufgenommen. Die Zinsentwicklung hat sich allerdings ungünstig verändert zu höheren Zinsen. Sollte sich die Lage weiterhin verschlechtern, wäre es nach Einschätzung der Geschäftsführung problemlos möglich, längerfristige Kredite mit dem Bankenpool zu vereinbaren.

Die Eigenkapitalrendite verminderte sich von rd. 11% in 2021 auf 2,44 % in 2022.

In 2023 wird wieder eine leichte Verbesserung erwartet.

5. Vermögenslage

Das Anlagevermögen besteht weitestgehend aus Büroausstattungsgegenständen und macht rd. 0,8 des Gesamtvermögens aus. Büroausstattung, die geleast wurde, wurde in 2022 aus dem Leasingvertrag zum Restwert erworben. Geleast werden weiterhin die Betriebsfahrzeuge der Gesellschaft. Im Geschäftsjahr wurden nur einige Ersatzinvestitionen bei Geräten vorgenommen.

Vorräte und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind gegenüber dem Vorjahr um 18%, bzw. 25% gestiegen - was auf die oben genannten Umstände zurückzuführen ist.

Die Vorräte sind im Geschäftsjahr und im Vorjahr mit rd. 65% der größte Einzelwert des Vermögens. Danach sind die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit rd. 27% in 2022 und rd. 26% in 2021 der zweitgrößte Posten des Vermögens. Der Rest verteilt sich auf sonstige Vermögensgegenstände und einen Rechnungsabgrenzungsposten.

Die Bilanzsumme hat sich von rd. 7.684 TEuro um rd. 1.442 TEuro auf rd. 9.126 TEuro erhöht. Das Vermögen ist fast vollständig kurzfristig gebunden (Vorräte und Forderungen). Ein relativ großer Teil davon ist durch Eigenkapital gedeckt. Die kurzfristige Finanzierung des restlichen Teils stellt daher kein besonderes Risiko dar.

Das Geschäftsjahr 2022 hat sich wegen der genannten weltweit schwierigen Umstände schwächer entwickelt. Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage ist trotz dieser Umstände stabil.

C. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

1. Risiken

Die momentane Marktsituation und die angespannte internationale politische Situation hat einen erheblichen Einfluss auf das aktuelle Konsumverhalten. Eine allgemeine Kaufzurückhaltung für Bio-Produkte ist die Folge. Bezeichnend dafür ist auch der finanzielle Druck auf einige Naturkosthändler und -ketten. Einige davon standen in 2022 schon kurz vor der Insolvenz und konnten nur durch ein Schutzschirmverfahren vorläufig gerettet werden. Auch im Lebensmitteleinzelhandel ist die Nachfrage aufgrund der inflationären Situation stark gebremst.
Unsere Einschätzung dazu ist, dass dieser Zustand noch bis Mitte 2024 anhalten und danach der Bio-Konsum wieder nachhaltig ansteigen wird.
Im Jahr 2023 werden wir weiter konsolidieren, d.h., restriktiv investieren und Personal einstellen.

2. Chancen

In einigen Bereichen des Bio-Lebensmittel-Marktes wird es eine Marktbereinigung geben. Nicht durchkonsolidierte Marktteilnehmer werden den Markt verlassen und Teile des Marktes freistellen. Durch ein hohes Qualitätsniveau inklusive QM, Zuverlässigkeit, faire Preise und Seriosität sehen wir uns als langjährigen Marktteilnehmer in einer guten Position, um weggebrochene Umsätze der Mitwettbewerber zu übernehmen, indem wir versuchen, neue und alte Kunden verstärkt an uns zu binden.

3. Prognosebericht

Umsatz:

Für das Jahr 2023 gehen wir von einem Umsatzvolumen wie in 2022 aus. Unser Bestreben wird es sein, das Umsatzniveau 2022 in 2023 zu halten, aber einen besseren Deckungsbeitrag zu realisieren. Dieses kann durch die aktuelle Marktgegebenheit, wie z.B. Abnahmestau in einigen Ursprungsländern sehr gut möglich sein.

Personal:

Für 2023 sind keine nennenswerten Veränderungen im Personalbereich geplant.

Kosten:

Durch die Installation einer neuen ERP/DMS-Software entstehen vorübergehend höhere Kosten, die durch erwartete Kostenvorteile in 2023 und Folgejahren weit überkompensiert werden.

Markt:

Die Gesellschaft stellt sich auch weiterhin den neuen Herausforderungen und kann sich den neuen Marktgegebenheiten durch Flexibilität und Kreativität anpassen.

 

Münster, den 28. März 2023

Michael Hebendanz,
Geschäftsführer

Markus Dornhege,
Geschäftsführer

Patrick Curran,
Geschäftsführer

Bilanz zum 31. Dezember 2022

Vorjahr
AKTIVA Euro Euro Euro
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Lizenzen und ähnliche Rechte und Werte 1.656,00 2.152,80
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 1.571,15 1.901,92
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 51.378,82 52.949,97 41.641,27
III. Finanzanlagen
1. sonstige Ausleihungen 20.000,00 20.000,00
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. fertige Erzeugnisse und Waren 5.726.698,16 3.474.379,36
2. geleistete Anzahlungen 235.568,34 5.962.266,50 1.593.621,29
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.502.376,07 2.005.822,89
2. sonstige Vermögensgegenstände 534.204,75 3.036.580,82 449.621,25
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 22.005,44 62.175,79
C. Rechnungsabgrenzungsposten 30.186,54 32.636,37
9.125.645,27 7.683.952,94
Vorjahr
PASSIVA Euro Euro Euro
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 1.000.000,00 1.000.000,00
II. Gewinnvortrag 1.751.519,77 1.751.096,95
III. Jahresüberschuss 68.839,82 2.820.359,59 337.422,82
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 24.049,03 61.976,42
2. sonstige Rückstellungen 93.666,63 117.715,66 105.320,37
C. Verbindlichkeiten
1. gegenüber Kreditinstituten 4.083.836,76 3.102.708,10
-davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 3.519.457,02 Euro
(Vorjahr: 2.369.183,94 Euro)
-davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 564.379,74 Euro
(Vorjahr: 733.524,16 Euro)
2. aus Lieferungen und Leistungen 1.913.284,64 1.142.122,99
-davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 1.913.284,64 Euro
(Vorjahr: 1.142.122,99 Euro)
3. sonstige Verbindlichkeiten 190.448,62 6.187.570,02 183.305,29
-davon aus Steuern: 21.554,33 Euro
(Vorjahr: 34.619,50 Euro)
-davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: 0,00 Euro
(Vorjahr: 0,00 Euro)
-davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 190.448,62 Euro
(Vorjahr: 183.305,29 Euro)
9.125.645,27 7.683.952,94

Gewinn- und Verlustrechnung vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022

Vorjahr
Euro Euro Euro
1. Umsatzerlöse 26.151.823,64 30.014.390,61
2. sonstige betriebliche Erträge 212.290,78 26.364.114,42 118.034,82
- davon aus Währungsumrechnung 140.020,23 € (Vj. 21.725,22 €)
3. Materialaufwand
a) Aufwendungen für bezogene Waren 23.217.200,45 26.659.296,95
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 360.460,14 23.577.660,59 345.619,40
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 1.171.393,06 1.105.349,18
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung 149.560,14 1.320.953,20 132.424,53
-davon für Altersversorgung: 2.103,39 € (Vj. 1.533,84 €)
5. Abschreibungen
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 20.860,78 21.903,09
6. sonstige betriebliche Aufwendungen 1.239.130,10 1.306.469,75
- davon aus Währungsumrechung 6.416,40 € (Vj. 55,62 €)
7. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 200,00 6.122,53
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 102.158,50 101.958,50 68.622,17
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 33.999,32 159.762,75
10. Ergebnis nach Steuern 69.551,93 339.100,14
11. sonstige Steuern 712,11 1.677,32
12. Jahresüberschuss 68.839,82 337.422,82

Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022

I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die Delphi Organic GmbH hat Ihren Sitz in Münster. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Münster unter HR B 6631eingetragen.

Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag wieder die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft gemäß §§ 264, 267 Abs. 2 HGB auf und gilt für das vorliegende Geschäftsjahr gemäß § 267 Abs. 4 HGB als mittelgroße Kapitalgesellschaft.

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gem. §§ 242ff. und §§ 264ff. HGB grundsätzlich unter Beibehaltung der für den Jahresabschluss des Vorjahres angewandten Gliederungs- und Bewertungsgrundsätze nach den für mittelgroße Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches (§§ 265 Abs. 1, 266ff HGB) aufgestellt.

Ergänzend zu diesen Bestimmungen wurden die Vorschriften des GmbH-Gesetzes die Regelungen des Gesellschaftsvertrages der Gesellschaft und die Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung beachtet.

Die Bilanz ist nach den Regelungen des § 266 HGB gegliedert, die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren des § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt worden.

Größenabhängige Erleichterungen bei der Erstellung (§§ 276 und 288 Abs.2 HGB) für mittelgroße Kapitalgesellschaften wurden in Anspruch genommen.

II. Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die auf den vorhergehenden Jahresabschluss angewendeten Ansatz- und Bewertungsmethoden wurden stetig angewendet. Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgt unter der Annahme der Unternehmensfortführung.

Auf fremde Währungen lautende Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie Guthaben und Verbindlichkeiten bei Kreditinstituten wurden grundsätzlich zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag bewertet - § 256a HGB. Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in fremder Währung wurden weitestgehend durch zeitkongruente Kurssicherungsgeschäfte gegen Wertschwankungen abgesichert. Soweit Forderungen und Verbindlichkeiten kursgesichert waren, wurden sie als Bewertungseinheit (§ 254 HGB) zum gesicherten Kurs angesetzt.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten angesetzt, und soweit abnutzbar um lineare Abschreibungen vermindert - bei einer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer von bis zu fünf Jahren. Selbst erstellte immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden nicht aktiviert.

Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens wurden zu Anschaffungskosten aktiviert und entsprechend der voraussichtlichen betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer (zwischen drei und dreizehn Jahren) planmäßig linear abgeschrieben.
Geringwertige Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten bis zu 250 Euro wurden im Jahr des Zugangs in voller Höhe im Aufwand erfasst. Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten von 250 bis 1000 Euro wurden in Anlehnung an die steuerlichen Vorschriften in einen Sammelposten eingestellt, der im Geschäftsjahr und den folgenden vier Jahren je zu einem Fünftel abgeschrieben wird.

Finanzanlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten angesetzt.

Ein Anlagenspiegel ist als Anlage diesem Anhang beigefügt.

Die Bewertung des Vorratsvermögens erfolgte grundsätzlich zu Anschaffungskosten. Soweit Börsen- oder Marktpreise, bzw. beizulegende Werte darunter lagen, wurden diese angesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände in Euro werden zum Nominalwert angesetzt. Ein Anlass zu Wertberichtigungen war nicht erkennbar.

Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten in Euro wurden zum Nennwert angesetzt. Guthaben in fremden Währungen wurden zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag angesetzt.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten enthält Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tage darstellen. Die Auflösung des Postens erfolgt im Folgejahr, bzw. linear entsprechend dem Zeitablauf, bei mehrjährigem Aufwand.

Das Eigenkapital der Gesellschaft wird zum Nominalwert bilanziert.

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten. Die Bewertung erfolgte mit dem Erfüllungsbetrag, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist.

Verbindlichkeiten wurden mit Ihrem Erfüllungsbetrag gem. § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB angesetzt.

III. Angaben zur Bilanz

Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind nicht vorhanden - dies ebenso im Vorjahr.

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in fremder Währung sind in Höhe von 249,1 TEuro in der Bilanz enthalten (Vorjahr 124,8 Euro). Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in fremder Währung sind in Höhe von 52,4 TEuro in der Bilanz enthalten (Vorjahr 130,3 TEuro).

Die Verbindlichkeiten und Forderungen in fremder Währung werden weitestgehend durch betrags- und fristadäquate Kurssicherungsgeschäfte gegen Schwankungen abgesichert.

Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter-Geschäftsführern bestehen in Höhe von 10,6 (Vorjahr 9,1) TEuro.

Verbindlichkeiten in Höhe von 5.623 TEuro haben eine Laufzeit bis zu einem Jahr (Vorjahr 3.695 TEuro). In Höhe von 564,4 TEuro (Vorjahr: 734 TEuro) besteht eine Laufzeit von einem bis zu fünf Jahren - ausschließlich bei den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten.

Die Verbindlichkeiten sind zugunsten der Gläubiger durch Bürgschaften, Globalzession und Sicherungsübereignungen gesichert. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind zugunsten der Lieferanten i.d.R. durch branchenübliche Eigentumsvorbehalte gesichert, soweit es sich um Lieferungen handelt.

Verbindlichkeiten aus Steuern bestehen in Höhe von 21,6 (Vorjahr: 34,6) TEuro. Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit bestehen in Höhe von 0,0 (Vorjahr 0,0) TEuro.

Die Darstellung des Eigenkapitals erfolgt gem. § 272 HGB unter Berücksichtigung des Gesellschaftsvertrags. Die Bilanz wurde ohne Verwendung des Jahresergebnisses aufgestellt.

Die sonstigen Rückstellungen enthalten zu erwartende Aufwendungen für

Urlaubsabgeltung, Berufsgenossenschaft, ausstehende Rechnungen, Versicherungen

Buchführung, Jahresabschluss und Steuererklärungen 2022 sowie für die

Archivierung von Geschäftsunterlagen.

IV. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Von den Umsatzerlösen entfallen 13.822 (Vorjahr 14.187) TEuro auf das Inland und 12.330 (Vorjahr 15.827) TEuro auf das Ausland.

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von 5,3 (Vorjahr 1,4) TEuro und in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen periodenfremde Aufwendungen in Höhe von 3,8 (Vorjahr 3,8) TEuro enthalten.

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus Währungsumrechnungen in Höhe von 140 (Vorjahr 21,7) TEuro enthalten, In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus Währungsumrechnungen in Höhe von 6,4 (Vorjahr 0,06) TEuro enthalten.

V. sonstige Angaben

Angabe nach § 285 Nr. 3 HGB: Für Forderungen und Verbindlichkeiten aus Warenlieferungen in fremder Währung werden jeweils zeit und wertkongruente Kurssicherungsgeschäfte abgeschlossen. Der Barwert der negativen Sicherungsdifferenzen beträgt 14,4 TEuro am Bilanzstichtag (Vorjahr 113,6 TEuro), d.h. es wurden Währungsverluste in dieser Höhe durch die Sicherungsgeschäfte vermieden.

Angabe nach § 285 Nr. 3a HGB: Aus Miet- und Leasingverträgen bestehen Verpflichtungen in Höhe von 323 (Vorjahr: 224) TEuro. Die Restlaufzeit der Leasingverträge beträgt längstens drei Jahre, für Mietverträge sind es längstens vier Jahre.

Die Gesellschaft beschäftigte in 2022 durchschnittlich 7 Arbeitnehmer in Teilzeit, davon 0,0 männliche und 7 weibliche und 7,5 Arbeitnehmer in Vollzeit, davon 3,5 männliche und 4 weibliche.

 
Der Geschäftsführung gehören an:
 

Herr Michael Hebendanz, Kaufmann, Münster

 

Herr Markus Dornhege, Kaufmann, Ottmarsbocholt

(Bestellung: 24.11.2021, Eintrag im Handelsregister 14.03.2022)

 

Herr Patrick Curran, Kaufmann, Münster (Bestellung: 24.11.2021)

(Bestellung: 24.11.2021, Eintrag im Handelsregister 14.03.2022)

Die Geschäftsführer sind einzelvertretungsberechtigt, mit der Befugnis, im Namen der Gesellschaft mit sich im eigenen Namen oder als Vertreter eines Dritten Rechtsgeschäfte abzuschließen. Auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführer wird in Anwendung des § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Der Jahresabschluss des Vorjahres wurde am 31.08.2022 festgestellt.

 

Münster, den 28. März 2023

Michael Hebendanz,
Geschäftsführer

Markus Dornhege,
Geschäftsführer

Patrick Curran,
Geschäftsführer

Datum der Feststellung des Jahresabschlusses:

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2022 wurde am 23. August 2023 festgestellt.

Ergebnisverwendung:

Gemäß Beschluss der Gesellschafterversammlung vom 23. August 2023 wird der Jahresüberschuss auf neue Rechnung vorgetragen.

Anlagenspiegel zum 31. Dezember 2022

Anschaffungs-/Herstellungskosten
Stand Um- Stand
1.1.2022 Zugänge Abgänge buchungen 31.12.2022
Euro Euro Euro Euro Euro
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. gewerbliche Schutzrechte, Lizenzen 22.011,00 0,00 0,00 0,00 22.011,00
II. Sachanlagen
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
a) technische Anlagen und Maschinen 4.300,00 0,00 0,00 0,00 4.300,00
b) Betriebseinrichtung 40.837,25 17.491,57 0,00 0,00 58.328,82
c) sonstige Betriebs- u. Geschäftsausstattung 96.866,00 4.671,60 0,00 0,00 101.537,60
d) Fahrzeuge 2.268,91 0,00 0,00 0,00 2.268,91
e) Sammelposten (150/250-1.000 Euro) 42.863,99 7.607,59 8.073,69 0,00 42.397,89
187.136,15 29.770,76 8.073,69 0,00 208.833,22
III. Finanzanlagen
1. sonstige Ausleihungen 20.000,00 0,00 0,00 0,00 20.000,00
229.147,15 29.770,76 8.073,69 0,00 250.844,22
Abschreibungen
Stand Stand
1.1.2022 Zugänge Abgänge 31.12.2022
Euro Euro Euro Euro
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. gewerbliche Schutzrechte, Lizenzen 19.858,20 19.858,20 0,00 20.355,00
II. Sachanlagen
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
a) technische Anlagen und Maschinen 2.398,08 330,77 0,00 2.728,85
b) Betriebseinrichtung 31.728,36 4.730,53 0,00 36.458,89
c) sonstige Betriebs- u. Geschäftsausstattung 88.496,22 4.884,21 0,00 93.380,43
d) Fahrzeuge 1.620,65 324,13 0,00 1.944,78
e) Sammelposten (150/250-1.000 Euro) 19.349,65 10.094,34 8.073,69 21.370,30
143.592,96 20.363,98 8.073,69 155.883,25
III. Finanzanlagen
1. sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00
163.451,16 20.860,78 8.073,69 176.238,25
Netto-Buchwerte
31.12.2022
31.12.2021
Euro Euro
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. gewerbliche Schutzrechte, Lizenzen 1.656,00 2.152,80
II. Sachanlagen
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
a) technische Anlagen und Maschinen 1.571,15 1.901,92
b) Betriebseinrichtung 21.869,93 9.108,89
c) sonstige Betriebs- u. Geschäftsausstattung 8.157,17 8.369,78
d) Fahrzeuge 324,13 648,26
e) Sammelposten (150/250-1.000 Euro) 21.027,59 23.514,34
52.949,97 43.543,19
III. Finanzanlagen
1. sonstige Ausleihungen 20.000,00 20.000,00
74.605,97 65.695,99

Verbindlichkeitenspiegel auf den 31. Dezember 2022

Konto Gläubiger Saldo Restlaufzeit
31.12.2022 bis 1 Jahr 1 - 5 Jahre über 5 Jahre Besicherung
Euro Euro Euro Euro
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 4.083.836,76 3.519.457,02 564.379,74 0,00
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.913.284,64 1.913.284,64 0,00 0,00 z.T. Eigentumsvorbehalte
sonstige Verbindlichkeiten 190.448,62 190.448,62 0,00 0,00 keine
6.187.570,02 5.623.190,28 564.379,74 0,00

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Delphi Organic GmbH, Münster

Prüfungsurteile

Ich habe den Jahresabschluss der Delphi Organic GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus habe ich den Lagebericht der Delphi Organic GmbH für das Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022 geprüft.

Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 III 1 HGB erkläre ich, dass meine Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Ich habe meine Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Meine Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" meines Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben.

Ich bin von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und habe meine sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.

Ich bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung übe ich pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahre eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteile ich die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, plane und führe Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlange Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinne ich ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteile ich die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehe ich Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls ich zu dem Schluss komme, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, bin ich verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, mein jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Ich ziehe meine Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteile ich die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteile ich den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führe ich Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehe ich dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteile die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen.

Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen gebe ich nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Ich erörtere mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die ich während meiner Prüfung feststelle.

 

Gelsenkirchen, den 26. Juli 2023

Dipl.-Kfm. Norbert Uhländer
- Wirtschaftsprüfer -

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