Centravis Sales Germany GmbH

Schürmannstraße 16, 45136 Essen, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Essen HRB 20123
Eingetragen
12.9.2007
Branche
Großhandel mit Eisenerzen, Eisen, Stahl, Eisen- und StahlhalbzeugTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von WerkzeugenGroßhandel mit NE-Erzen, NE-Metallen und NE-Metallhalbzeug
Gegenstand
Der Handel mit Waren aller Art sowie Dienstleistungen aller Art, vor allem der Anund Verkauf von nahtlosen Edelstahlrohren. Die Gesellschaft kann ferner das Krisenund Zeitmanagement für fremde Unternehmen durchführen.

Finanzübersicht

Historie

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Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Centravis SACHE
100.00%

Gesellschafter

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Centravis Sales Limited
Cyprus
60.000 €
60.00%
Igor Marfut
45355 Essen, Stensbeckhof 8 F
40.000 €
40.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Centravis Sales Germany GmbH

Essen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

Darstellung des Geschäftsverlaufs

Die Centravis Sales Germany GmbH, Essen, (im Folgenden kurz "Centravis") ist die deutsche Tochtergesellschaft des weltweit agierenden Centravis-Konzerns aus der Ukraine.

Die Verkaufsaktivitäten von Centravis decken die größten und solidesten Märkte des Centravis Konzerns ab. Zu diesen Märkten gehören Deutschland, Österreich, Schweiz, BE-NE-LUX, Skandinavien und Großbritannien.

Die Stabilität des Marktes wird von einer breiten Diversifizierung der Wirtschaftssektoren und klaren Marktstrukturen unterstützt. Die Branchen Automotive, Engineering, Chemical Industry und Power Generation sind die wichtigsten Zielbranchen für unsere Produkte.

In den letzten siebzehn Jahren hat Centravis einen bedeutenden Marktanteil in Deutschland und Österreich erreicht. Unser Hauptziel ist es, unsere Position gegenüber den traditionellen und den neuen Marktteilnehmern zu verteidigen, mehr Nachhaltigkeit und Vorhersehbarkeit bei unseren Verkäufen zu erreichen sowie unseren Marktanteil weiter zu steigern.

Die Lieferkette in den größten Märkten Deutschland und Österreich ist klar in der Art organisiert: Erzeuger - Großhändler - regionale Händler - Endverbraucher. Diese Struktur verleiht dem Markt eine besondere Stabilität und gleicht eventuelle Konjunkturausschläge in gewissem Umfang aus.

Unsere Hauptkonkurrenten im Distributionsgeschäft sind westeuropäische, indische, japanische und südkoreanische Werke. Preislich und qualitativ positionieren wir uns nah bei den westeuropäischen Werken. Zwar gibt es indische Lieferanten, die Preise anbieten, die 40%-70% unter dem europäischen Niveau liegen, dennoch gibt es eine Vielzahl von Anwendungen, die qualitativ hochwertiges Material erfordern, das aus warm extrudierten Luppen hergestellt wird, wie es bei Centravis der Fall ist.

Leider hat die Akzeptanz von billigen indischen Produkten minderer Qualität auf dem europäischen Markt innerhalb der letzten zwei Jahren stark zugenommen. Das schwache Wirtschaftswachstum sowie ein hoher Preisdruck, der auf allen Marktteilnehmern lastet, haben maßgeblich zu diesem Trend beigetragen. Diese Entwicklung hat dazu geführt, dass wir größere Markanteile am Lagergeschäft mit kaltgefertigten Rohren an den indischen Wettbewerb abgeben mussten. Diesen Mengenverlust versuchen wir durch das wachsende Automotive-und Projektgeschäft sowie warmgefertigte Rohre und Hohlstahl auszugleichen, wo die indischen Rohre keine breite Anwendung finden.

Die von der EC seit Kriegsbeginn ausgesetzten Einfuhrbeschränkungen für ukrainische Stahlerzeugnisse, ermöglichen uns den uneingeschränkten Handel mit unseren Rohren in der EU. Unsere indischen Wettbewerber müssen sich dagegen weiterhin an die bestehenden EU-Einfuhrquoten halten. Dies führt zu längeren Lieferzeiten und Einfuhrunterbrechungen bei einer vorzeitigen Ausschöpfung der Importmengen. Diese Situation verschafft uns die Möglichkeit, viele kurzfristige Projekte, trotz höherer Preise für uns zu entscheiden.

Im Automobilgeschäft haben wir seit dem 3. Quartal 2023 eine stetige Belebung der Nachfrage beobachten können. Trotz des anhaltenden Trends zur Elektromobilität bleiben PKW mit Verbrennungsmotoren für viele Kunden weiterhin unverzichtbar. Dank unserer vorbildlichen Lieferperformance konnten wir unseren Kunden bewiesen, dass wir trotz aller kriegsbedingten Herausforderungen weiterhin ein zuverlässiger Partner im Automotive-Geschäft bleiben. Die von Centravis im Jahr 2023 neueröffnete zusätzliche Produktionsstätte in Uzhgorod (Westukraine) hat unsere Produktionskapazitäten im Automotive-Bereich nahezu verdoppelt und für eine zusätzliche Sicherheit der Lieferketten unserer Kunden gesorgt. So konnten wir unsere Marktanteile am Automotive-Geschäft zum Ende 2023 nahezu vollständig zurückgewinnen.

Im Projektgeschäft haben wir es geschafft, viele Verbraucher von unserer Zuverlässigkeit trotz des anhaltenden Krieges zu überzeugen. Ab der zweiten Jahreshälfte 2023 sahen wir einen wachsenden Anteil an Projektaufträgen in unseren Umsatzzahlen.

Im Geschäftsjahr 2023 konnte die Centravis ihre Umsatzerlöse im Vergleich zum Vorjahr um T€ 9.364 (= 14,0 %) steigern, mit der Folge, dass sich im Vorjahresvergleich das Rohergebnis (um T€ 508 auf T€ 3.049) und das betriebliche Ergebnis (um T€ 441 auf T€ 1.655) verbesserte. Unter Berücksichtigung des um T€ 427 auf T€ 640 gestiegenen negativen Finanzergebnisses infolge der gestiegenen Factoringkosten, erwirtschaftete die Centravis einen Jahresüberschuss von T€ 683 (Vorjahr T€ 668).

Insgesamt hat die Centravis in 2023 Investitionen in das Anlagevermögen in Höhe von T€ 5 getätigt.

Lage der Gesellschaft

Die Umsatzerlöse der Centravis sind gegenüber dem Vorjahr um 14,0 % angestiegen.

Zwischen der Centravis und der Crédit Agricole Leasing & Factoring, Montrouge, Frankreich (bis 28. Oktober 2021 CommerzFactoring GmbH, Mainz), besteht ein Factoringvertrag. Im Rahmen des Factoringvertrages werden nahezu sämtliche Forderungen aus Lieferungen und Leistungen im Rahmen eines echten Factorings an die Factoringgesellschaft abgetreten. Im Rahmen der Abtretung bleiben keine Ausfallrisiken bei der Centravis Sales Germany GmbH zurück, so dass das Risiko aus dem Zahlungsausfall von Forderungen begrenzt ist. Darüber hinaus bestehen in ausreichender Höhe Kreditversicherungsverträge mit Atradius und Euler Hermes.

Die Finanzlage der Centravis weist einen positiven Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit von T€ 4.132 auf. Der Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit in Höhe von T€ 5 resultiert aus Auszahlungen für Investitionen in das Anlagevermögen. Unter Berücksichtigung des Mittelabflusses aus der Finanzierungstätigkeit in Höhe von T€ 4.195, reduzierte sich der Finanzmittelbestand der Gesellschaft stichtagsbezogen um T€ 68 auf T€ 208.

Die Vermögenslage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 ist durch einen Anstieg der Bilanzsumme um T€ 3.360 auf T€ 12.057 gekennzeichnet. Dem Anstieg des Anlagevermögens (um T€ 784 auf T€ 2.404), der Vorräte (um T€ 1.404 auf T€ 5.116) und der Forderungen gegen verbundene Unternehmen (um T€ 1.852 auf T€ 1.882) steht im Wesentlichen ein Rückgang der sonstigen Vermögensgegenstände (um T€ 469 auf T€ 1.796) gegenüber. Als Gegenposition auf der Passivseite erhöhten sich im Wesentlichen das Eigenkapital in Höhe des Jahresüberschusses (um T€ 683 auf T€ 2.653), die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (um T€ 1.670 auf T€ 5.509) und die sonstigen Verbindlichkeiten (um T€ 647 auf T€ 2.048).

Voraussichtliche Entwicklung und wesentliche Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung.

Die Lage der Gesellschaft im Jahr 2024 ist aufgrund des anhaltenden Krieges schwer einzuschätzen. Einerseits konnten die russischen Truppen aus vielen Teilen der Ukraine vertrieben und die Dynamik der Frontbewegung im Osten der Ukraine stark eingeschränkt werden. Andererseits ist eine kurzfristige Lösung des Konflikts noch nicht in Sicht. Da die beiden Produktionsstandorte von Centravis sich in den Gebieten abseits der direkten Kriegshandlungen befinden, ist das Risiko einer Betriebsunterbrechung eher als gering einzuschätzen. In vergangenen zwei Jahren hat das Werk es gelernt, mit vielen Risiken und Unsicherheiten umzugehen. Man hat das Lieferantenportfolio für das Vormaterial stark diversifiziert, um eine möglichst hohe Versorgungssicherheit zu gewährleisten. Die Produktionsanlagen sowie das Personal wurden mittels zusätzlicher Schutzvorrichtungen vor möglichen Raketeneinschlägen geschützt. Durch regelmäßige Übungen ist die Belegschaft auf viele Ausnahmesituationen vorbereitet. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind weiterhin hoch motiviert, ihr Unternehmen und ihr Land durch tägliche Höchstleistungen zu unterstützen.

Die anhaltende Konjunkturschwäche in Deutschland und damit einhergehende verhaltene Nachfrage nach Industriegütern sehen wir weiterhin als Risiko für unser Geschäft. Das weiterhin hohe Zinsniveau in der Eurozone sowie die bestehenden politischen Risiken, halten viele Endverbraucher von den neuen Investitionen ab. Die Billigprodukte aus Indien finden immer breitere Akzeptanz auf dem europäischen Markt und dominieren mittlerweile das Lagergeschäft mit kaltgefertigten Rohren.

Erfreulich ist hingegen die Entwicklung bei den bereits totgesagten Verbrennungsmotoren, die sich trotz der negativen Prognosen weiterhin einer hohen Nachfrage erfreuen. Die Hersteller experimentieren mit neuen, umweltschonenden Kraftstoffen, wie z.B. Wasserstoff, und sehen in den Verbrennungsmotoren noch viel Potenzial. Wir blicken daher mit Zuversicht und Interesse auf die weitere Entwicklung unseres Automotive-Geschäfts.

In den letzten zwei Jahren haben wir unsere Zuverlässigkeit als Lieferant unter Beweis gestellt und konnten viele Kunden und Marktanteile zurückgewinnen. Diesen Erfolg wollen wir in den nächsten Jahren weiter ausbauen. Das Werk arbeitet intensiv an der Optimierung der Produktionsprozesse und plant weitere Investitionen in die Fertigung. Es wird geplant, in den kommenden Jahren weitere Abmessungen und Werkstoffe in das Lieferprogramm aufnehmen.

Durch den Verlust von Marktanteilen im Segment der kaltgefertigten Rohre an die indischen Wettbewerber, rechnen wir für das Jahr 2024 insgesamt mit einem leichten Rückgang der Umsatzerlöse im Bereich von ca. 5 - 10%. Dies unter der Voraussetzung, dass es zu keiner Beschädigung der Produktionsstätten in der Ukraine kommen wird. Für das Geschäftsjahr 2024 erwartet die Gesellschaft einen Jahresüberschuss von ca. T€ 550 zu erwirtschaften.

Neben der Finanzierung des Handelsgeschäftes durch eine Factoringgesellschaft gehen wir auf Grund unserer Eigenkapitalausstattung auch zukünftig von einer Innenfinanzierung aus, so dass wir keine Liquiditätsrisiken aus Zahlungsstromschwankungen sehen.

Im Bereich der Investitionen plant die Centravis für 2024 lediglich Anschaffungen von Geschäfts- und Betriebsausstattung. Somit wird das Investitionsniveau des Jahres 2024 auf dem Niveau des Jahres 2023 liegen.

Finanzinstrumente sowie Sicherungsgeschäfte lagen im Geschäftsjahr 2023 nicht vor.

Sonstiges

Forschungs- und Entwicklungs-Aktivitäten werden durch die Centravis Sales Germany GmbH nicht betrieben.

Umweltschutzrisiken werden in unserem Unternehmen nicht gesehen.

Die Centravis unterhält keine im Handelsregister eingetragenen selbstständigen Zweigniederlassungen.

 

Essen, 29.03.2024

gez. Nikolai Rosenthal, Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 2.403.906,19 1.620.987,73
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 644,00 1.344,00
II. Sachanlagen 4.583,00 3.322,00
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.583,00 3.322,00
III. Finanzanlagen 2.398.679,19 1.616.321,73
1. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 2.398.679,19 1.616.321,73
B. Umlaufvermögen 9.641.588,61 7.058.463,91
I. Vorräte 5.115.951,78 3.712.216,94
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 4.317.795,20 3.070.382,36
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.882.570,30 29.753,28
2. sonstige Vermögensgegenstände 2.435.224,90 3.040.629,08
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 207.841,63 275.864,61
C. Rechnungsabgrenzungsposten 11.687,69 17.590,67
Aktiva 12.057.182,49 8.697.042,31

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 2.652.805,38 1.969.896,78
I. Gezeichnetes Kapital 100.000,00 100.000,00
II. Bilanzgewinn 2.552.805,38 1.869.896,78
B. Rückstellungen 1.302.671,42 1.255.262,20
C. Verbindlichkeiten 8.101.705,69 5.471.883,33
1. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 5.509.106,17 3.838.742,06
2. sonstige Verbindlichkeiten 2.592.599,52 1.633.141,27
Passiva 12.057.182,49 8.697.042,31

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 3.309.527,08 2.868.656,72
2. Personalaufwand 872.511,63 777.862,59
a) Löhne und Gehälter 746.895,90 657.015,26
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 125.615,73 120.847,33
davon für Altersversorgung 5.280,00 5.280,00
3. Abschreibungen 4.283,55 2.968,00
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 4.283,55 2.968,00
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 777.382,29 873.634,80
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 176.482,66 95.033,96
davon aus verbundenen Unternehmen 169.248,76 89.828,15
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 816.598,61 308.372,95
davon an verbundene Unternehmen 10.393,34 72.603,70
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 332.325,06 332.552,28
8. Ergebnis nach Steuern 682.908,60 668.300,06
9. Jahresüberschuss 682.908,60 668.300,06
10. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 1.869.896,78 1.201.596,72
11. Bilanzgewinn 2.552.805,38 1.869.896,78

Anhang

I. Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr zum 31. Dezember 2023 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches für Kapitalgesellschaften und des GmbHG aufgestellt.

Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Gesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 und 4 HGB.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 HGB aufgestellt.

Die Centravis Sales Germany GmbH, Essen, hat von der Möglichkeit des § 265 Abs. 7 HGB im Interesse der Darstellungsklarheit Gebrauch gemacht.

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: Centravis Sales Germany GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Essen
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Essen
Register-Nr.: HRB 20123

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind gegenüber dem Vorjahr unverändert beibehalten worden. Das Prinzip der Darstellungsstetigkeit wurde beachtet.

Die immateriellen Wirtschaftsgüter sind zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibung bewertet. Für die planmäßige Nutzungsdauer werden Nutzungsdauern von drei bis fünf Jahren zugrunde gelegt.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und um planmäßige Abschreibung vermindert. Der Abschreibungsplan verteilt die Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten auf die Geschäftsjahre, in denen der Vermögensgegenstand voraussichtlich genutzt werden kann. Für die planmäßige Nutzungsdauer werden Nutzungsdauern von drei bis dreizehn Jahren zugrunde gelegt. Wirtschaftsgüter mit Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bis 800,00 € werden im Jahr der Anschaffung bzw. Herstellung aus Vereinfachungsgründen voll abgeschrieben.

Die Finanzanlagen enthalten Ausleihungen an verbundene Unternehmen und wurden mit dem Nennwert bilanziert. Niedrigere Werte werden angesetzt, wenn voraussichtlich dauernde Wertminderungen vorliegen.

Die Vorräte enthalten Waren und geleistete Anzahlungen. Die Waren werden zu Anschaffungs- oder Herstellkosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag angesetzt. Die geleisteten Anzahlungen werden zum Nennwert bilanziert.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden unter Berücksichtigung der erkennbaren Risiken zum Nennwert bilanziert.

Zwischen der Gesellschaft und der Crédit Agricole Leasing & Factoring, Montrouge, Frankreich (CommerzFactoring GmbH, Mainz, bis 28.10.2021), besteht ein Factoringvertrag. Im Rahmen des Factoringvertrages werden nahezu sämtliche Forderungen aus Lieferungen und Leistungen im Rahmen eines echten Factorings an die Factoringgesellschaft abgetreten. Im Rahmen der Abtretung bleiben keine Ausfallrisiken bei der Centravis Sales Germany GmbH zurück. Versicherungsansprüche aus Warenkreditversicherungen werden ebenfalls an die Factoringgesellschaft abgetreten. Die Centravis Sales Germany GmbH hat aus dem Verkauf der Forderungen keinerlei Verpflichtungen oder Haftungsrisiken zurückbehalten. Sämtliche Rechte und Ansprüche aus den abgetretenen Forderungen wurden auf die Factoringgesellschaft übertragen. Der Factorer behält 5% und 2% des Kaufpreises der Forderungen als Sicherheit ein, dieser wird bei vollständiger Zahlung des Kunden, jedoch spätestens 120 Tage nach Fälligkeit der ganzen Forderung, an die Centravis Sales Germany GmbH ausgezahlt.

Die Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten wurden zum Nominalwert angesetzt.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten ist mit dem Nennwert der Ausgaben vor dem Bilanzstichtag bewertet, soweit dieser Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Stichtag darstellt.

Die Rückstellungen wurden mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlichen Erfüllungsbetrag angesetzt.

Die Verbindlichkeiten wurden mit ihrem Erfüllungsbetrag erfasst.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger sind zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet.

III. Erläuterungen zur Bilanz

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist aus dem als Anlage zum Anhang beigefügtem Anlagengitter zu entnehmen.

Sämtliche Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie die sonstigen Vermögensgegenstände haben, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Von den Forderungen gegen verbundene Unternehmen haben T€ 809 (Vorjahr: T€ 0) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Die Forderungen betreffen sämtlich sonstige Vermögensgegenstände.

Unter den sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen gegen die Factoringgesellschaft aus dem 5- und 2-%-igen Sicherungseinbehalt in Höhe von T€ 1.620 (Vorjahr: T€ 1.753) enthalten.

Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt T€ 100 (Vorjahr: T€ 100) und ist voll eingezahlt.

Der Bilanzgewinn zum 31. Dezember 2023 (T€ 2.553) beinhaltet einen Gewinnvortrag in Höhe von T€ 1.870.

Die sonstigen Rückstellungen (T€ 1.303; Vorjahr: T€ 1.255) beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für Boni an Kunden (T€ 1.145; Vorjahr: T€ 1.131), Mitarbeiterverpflichtungen (T€ 43; Vorjahr: T€ 32) sowie ausstehende Rechnungen (T€ 83; Vorjahr: T€ 56).

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (T€ 5.509; Vorjahr: T€ 3.839) betreffen Verbindlichkeiten aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr in Höhe von T€ 5.509.

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten betragen:

2023 2022
Restlaufzeit bis 1 Jahr
T€
1 bis 5 Jahre
T€
Über 5 Jahre
T€
bis 1 Jahr
T€
1 bis 5 Jahre
T€
Über 5 Jahre
T€
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 285 0 0 0 0 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 259 0 0 232 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 5.509 0 0 3.037 802 0
Sonstige Verbindlichkeiten 2.049 0 0 1.401 0 0
8.102 0 0 4.670 802 0

Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten solche aus Steuern (T€ 1.072; Vorjahr T€ 951) und solche im Rahmen der sozialen Sicherheit (T€ 3; Vorjahr T€ 2).

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen betragen:

Das Obligo aus Bestellungen an Unterlieferanten beläuft sich zum 31. Dezember 2023 auf T€ 11.753 und entfällt in voller Höhe auf verbundene Unternehmen. Die Centravis Sales Germany GmbH hat für Lieferungen der Centravis Sales (Switzerland) SA, Schweiz, eine Bürgschaft in Höhe von T€ 2.000 gegeben. Mit einer Inanspruchnahme der Bürgschaft ist derzeit nicht zu rechnen.

IV. Erläuterung zur Gewinn- und Verlustrechnung

Der Personalaufwand enthält Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von T€ 5 (Vorjahr T€ 5).

Aufwendungen aus der Währungsumrechnung ergeben sich in Höhe von T€ 61 (Vorjahr T€ 145). Die daraus resultierenden Erträge betragen im Jahr 2023 T€ 29 (Vorjahr T€ 211).

Die sonstigen Zinsen und ähnliche Erträge enthalten Zinsen von verbundenen Unternehmen in Höhe von T€ 169 (Vorjahr T€ 90).

Die sonstigen Zinsen und ähnliche Aufwendungen enthalten Zinsen an verbundene Unternehmen in Höhe von T€ 10 (Vorjahr T€ 73).

V. Sonstige Angaben

Geschäftsführer der Gesellschaft

Nikolai Rosenthal, Hilden, Geschäftsführer für Vertrieb und Finanzen, ab 1.3.2022

Igor Marfut, Mülheim, Geschäftsführer für Vertrieb und Finanzen, bis 31.3.2023

Für die Angabe der Organbezüge wird von der Schutzvorschrift des § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht.

Belegschaft

Die Gesellschaft beschäftigte im Geschäftsjahr 2023 durchschnittlich 10 Mitarbeiter. Davon sind im Durchschnitt 8 Angestellte und 2 Geschäftsführer.

Honorar des Abschlussprüfers

Das Honorar des Abschlussprüfers beträgt T€ 21 und betrifft ausschließlich Abschlussprüferleistungen.

Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung hat der Gesellschafterversammlung vorgeschlagen, den Jahresüberschuss auf neue Rechnung vorzutragen.

Konzernverhältnisse

Der Jahresabschluss der Centravis Sales Germany GmbH wird in den Konzernabschluss der Centravis SA, Paradiso, Schweiz, aufgenommen. Der Konzernabschluss muss in der Schweiz nicht offengelegt werden.

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Abschluss des Geschäftsjahres

Hinsichtlich der Auswirkungen infolge der Corona-Virus-Pandemie und des Krieges in der Ukraine auf die Gesellschaft verweisen wir auf unsere Ausführungen im Lagebericht.

 

Essen, 29.03.2024

gez. Nikolai Rosenthal, Geschäftsführer

Anschaffungs-/Herstellungskosten
Vortrag zum 01.01.2023
Euro
Zugänge
Euro
Umbuchungen
Euro
Abgänge
Euro
Stand am 31.12.2023
Euro
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 287.641,65 0,00 0,00 0,00 287.641,65
II. Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 73.533,28 4.844,55 0,00 0,00 78.377,83
III. Finanzanlagen 1.616.321,73 782.357,46 0,00 0,00 2.398.679,19
1.977.496,66 787.202,01 0,00 2.764.698,67
Kumulierte Abschreibungen Restbuchwert
Vortrag zum 01.01.2023
Euro
Zugänge
Euro
Abgänge
Euro
Stand am 31.12.2023
Euro
31.12.2023
Euro
01.01.2023
Euro
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 286.297,65 700,00 286.997,65 644,00 1.344,00
II. Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 70.211,28 3.583,55 0,00 73.794,83 4.583,00 3.322,00
III. Finanzanlagen 0,00 0,00 0,00 0,00 2.398.679,19 1.616.321,73
356.508,93 4.283,55 0,00 360.792,48 2.403.906,19 1.620.987,73

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 24.05.2024 festgestellt.

BESTäTIGUNGSVERMERK DES UNABHäNGIGEN ABSCHLUSSPRüFERS

An die Centravis Sales Germany GmbH, Essen

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Centravis Sales Germany GmbH, Essen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Centravis Sales Germany GmbH, Essen, für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung des gesetzlichen Vertreters für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Der gesetzliche Vertreter ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist der gesetzliche Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von dem gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von dem gesetzlichen Vertreter dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von dem gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von dem gesetzlichen Vertreter dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von dem gesetzlichen Vertreter zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Düsseldorf, 13. Mai 2024

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