Avallonis Holding GmbH & Co. KG
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Gerald Norman Rudolf Dr. Derondeau seit 5.12.2025 | Prokura |
Alexander Reichhart seit 13.11.2001 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 51.00% | |
| 24.50% |
Eigentümerstruktur und Kapitalverteilung des Unternehmens
2 von 3 Anteilseignern sichtbar
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Avallonis Management GmbHGilchingKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023KONZERNLAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023AVALLONIS MANAGEMENT GMBH, GILCHINGGrundlagen des Konzerns Konzern- und Beteiligungsstruktur Die Avallonis Management GmbH als Konzernmutter hält keine Anteile an den in den Konzernabschluss einbezogenen Tochtergesellschaften. Da die Muttergesellschaft Komplementärin und hierdurch alleinige und unbeschränkte Geschäftsführerin der Avallonis Holding GmbH & Co. KG ist, übt sie die einheitliche Leitung dieser Gesellschaft aus und verfügt auch über Kontrollmöglichkeiten im Sinne des § 290 Abs. 2 Nr. 2 HGB. In den Konzernabschluss sind über die Avallonis Beteiligungs GmbH sieben Unternehmen einbezogen, an denen die Avallonis Holding GmbH & Co. KG mittelbar oder unmittelbar mehrheitlich beteiligt ist. Der Konzern umfasst zum Jahresende 2023 vier deutsche und zwei ausländische operative Gesellschaften. Geschäftsmodell des Konzerns Die Avallonis Holding GmbH & Co. KG, vertreten durch die Komplementärgesellschaft Avallonis Management GmbH, hat sich zum Ziel gesetzt, strategische Investments entlang der logistischen Wertschöpfungskette sowie im Bereich der Immobilienentwicklung zu realisieren. Die Beteiligungen an den familiengeführten Unternehmen sollen dabei stets zum langfristigen Wachstum sowie der Wertsteigerung beitragen. Die Kompetenzbereiche Logistik und Immobilien sind innerhalb des Konzerns eigenständig geführt und sichern damit eine Unabhängigkeit zwischen den Kompetenzbereichen. Der Kompetenzbereich Logistik umfasst die Gesellschaften Reichhart Logistik GmbH, Reichhart Logistique France SARL, Reichhart Logistik Austria GmbH und Reichhart digital logistics GmbH. Der Kompetenzbereich Immobilien besteht aus den beiden Gesellschaften deltapro Immobilien GmbH und deltapro Grundbesitz GmbH. Kurzportrait des Kompetenzbereiches Logistik Der Kompetenzbereich Logistik bietet transport- und kontraktlogistische Dienstleistungen entlang der gesamten Supply Chain. Im Bereich Kontraktlogistik plant, konzipiert und betreibt der Konzern Logistikzentren zur Warenlagerung, Verpackung oder Vormontage auf Basis individueller Kundenanforderungen. Durch sequenzgenaue Montage und produktionssynchrone Warenbereitstellung an den Produktionslinien minimiert die Gesellschaft Lager- und Logistikkosten für seine Kunden. Mit den, von der Reichhart digital logistics GmbH, entwickelten Softwarelösungen sichert der Konzern seinen Auftraggebern transparente Prozesse und schafft Freiräume für Fertigung und Entwicklung. Das eigenständig entwickelte Software-Produkt "motus" verpackt komplexes Prozessverständnis in eine cloudbasierte Lösung. Der Bereich Transportlogistik realisiert ganzheitliche Transportkonzepte von der Planung bis zur Durchführung. Dabei reicht das Leistungsspektrum von Distributionslogistik über Produktionsversorgungstransporten, bis zu Lead Logistic Provider-Lösungen und technische Sonderlösungen (z.B. Lang-LKW-Konzepte). Kurzportrait des Kompetenzbereiches Immobilien "deltapro" bedeutet "für den Unterschied". Die entwickelten Immobilien folgen einem jeweils individuellen Konzept mit den Grundwerten hochwertig, außergewöhnlich und flexibel. Ziel ist es, über die Architektur bedarfsorientierte und gleichzeitig ästhetische und zeitlose Gebäude zu erschaffen. Daher begleitet die deltapro ihre Bauprojekte und Mietkunden von der ersten Planungsidee an langfristig über den gesamten Gebäudezyklus. Eine neue Immobilie beginnt mit der aktiven Auswahl des Grundstücks und reicht über die Planung, den Bau und die Vermarktung bis hin zur dauerhaften Mieterbetreuung vor Ort. In den einzelnen Fachbereichen wird die deltapro von verlässlichen, professionellen und langjährigen Partnern unterstützt. Der stete und persönliche Kontakt zu Kunden, Dienstleistern und Planungsbetrieben sowie kurze Entscheidungswege prägen die Unternehmenskultur. Dadurch entstehen zufriedene Kunden und anspruchsvolle Immobilien - created by deltapro. Die deltapro Immobilien entwickelt, projektiert, vermarktet und verwaltet die jeweiligen Immobilien. Die deltapro Grundbesitz hält in diesem Kompetenzbereich das Immobilienvermögen. Mitarbeiterstruktur Im Geschäftsjahr 2023 waren im Konzern durchschnittlich 752 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (ohne Aushilfen, und Auszubildende) beschäftigt. Die Anzahl der durchschnittlich Beschäftigten ist im Vergleich zum Vorjahr 720 Mitarbeiter) um 4% gestiegen. Der Beschäftigungszuwachs ist durch den Aufbau neuer Standorte begründet. Wirtschaftsbericht Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Nach dem Jahr 2022, das geprägt von der Energiekrise und großen weltpolitischen Unsicherheiten war, hat die Weltwirtschaft im Jahr 2023 laut DIW (Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung) um 3,9 Prozent zugelegt. Das Wachstum ist im Vergleich zu vergangenen Jahren zwar verhalten, aber angesichts der Belastungen dennoch robust. Vielerorts wurde die konjunkturelle Entwicklung durch hohe Energiepreise, stark gestiegene Zinsen, Kaufkraftverluste infolge der erhöhten Inflation sowie geopolitische Krisen und Unsicherheiten belastet. In den meisten Ländern schwächelte dadurch in erster Linie die Industrie, während sich die Dienstleistungen vielerorts etwas besser behaupten konnten. In der Eurozone ist die Wirtschaftsleistung des vergangenen Jahres nur gedämpft gewachsen. Der Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine belastet die preisliche Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen im Euroraum weiterhin. Nachdem die Europäische Union mit einer der schlimmsten weltweiten Energiekrisen seit Jahrzehnten konfrontiert war, ergriff sie im Jahr 2023 Maßnahmen, um Energie zu sparen, ihre Energieversorgung zu diversifizieren und die Energiewende zu beschleunigen. Im Laufe des Jahres setzte die EU ihre Abkehr von fossilen Brennstoffen aus Russland fort, um ihre Wirtschaft zu schützen und sie durch eine gesteigerte Erzeugung von erneuerbarer Energie und mehr Energieeffizienzmaßnahmen nachhaltiger zu gestalten. Kompetenzbereich Logistik Die Logistik ist in Deutschland der drittgrößte Wirtschaftsbereich nach der Automobilwirtschaft und dem Handel. Rund 327 Milliarden Euro Umsatz wurden nach der Bundesvereinigung Logistik e. V. im Jahr 2023 branchenübergreifend erwirtschaftet. Das entspricht zum Jahr 2022 einem Wachstum um rund 2,5%, welches auch von steigenden Kosten entlang der Lieferketten getrieben ist. Die Steuerung und Planung der Waren- und Informationsflüsse, die Entwicklung von Logistikkonzepten aber auch der Transport der Güter und deren Lagerung sind wichtige Wirtschaftsfunktionen, die hohe Werte schaffen. Nicht nur wegen seiner Beschäftigungswirkung und der Versorgungsfunktion ist die Logistik für den Wirtschaftsstandort Deutschland systemrelevant. Die Reichhart Logistik GmbH kann allen Bereichen gleichsam zugeordnet werden und bedient somit das gesamte Leistungsspektrum der Logistikbranche. Kompetenzbereich Immobilien Das Transaktionsgeschehen am Investmentmarkt für Gewerbeimmobilien wurde im Jahr 2023 durch einen hohen Zinsanstieg sowie die anhaltende Inflation gebremst. Das Transaktionsvolumen belief sich laut Statista auf etwa 24,1 Mrd. Euro. Vom höheren Zinsniveau besonders betroffen sind vor allem Bauinvestitionen. Die Kombination von inflationsbedingten höheren Baupreisen und verschlechterten Finanzierungsbedingungen machte Bauprojekte nicht mehr attraktiv und führte zu Stornierungen bereits bestehender Projekte. Der Fokus der Investoren liegt im Gewerbesegment weiterhin auf Büroimmobilien, insbesondere Core- und Core-Plus Objekten, jedoch entwickelte sich der Markt für Büroimmobilien in 2023 beschwerlich. In der Gesamtbetrachtung der Einflussfaktoren wird für das Jahr 2024 eine sichtbare Erholung der Investmentmärkte erwartet, die im zweiten Halbjahr spürbar an Fahrt gewinnen sollte. Geschäftsverlauf Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen durch die anhaltende Ukraine-Krise sowie konzernspezifische Entwicklungen beeinflussten den Geschäftsverlauf des Konzerns 2023. Der Umsatz des Konzerns lag mit TEUR 86.856 (Vorjahr: TEUR 78.167) deutlich über dem Vorjahresniveau. Das Ergebnis vor Steuern ist deutlich gestiegen und liegt mit TEUR 1.227 (Vorjahr: TEUR 374) über dem Vorjahreswert. Das Geschäftsjahr 2023 wurde durch eine Cyberattacke im Oktober 2023 massiv beeinträchtigt. In Folge der nachhaltigen Störung von administrativen und operativen Prozessen fiel die Produktivität in den sechs Monaten nach der Cyberattacke merklich und beeinflusste somit auch das Finanzergebnis 2023 negativ. Das Risiko eines möglichen Cyberangriffes wurde im Konzern seit jeher ernst genommen und mit hohem Nachdruck an einer sicheren Systemlandschaft gearbeitet. Neben einem IT-Maßnahmenplan wurde bereits vor einigen Jahren zusätzlich eine Cyberversicherung abgeschlossen. Alle von dem Cyberangriff verursachten direkten und indirekten Kosten sind durch die Cyberversicherung gedeckt. Hierdurch konnte ein finanzieller Großschaden abgewendet werden. Im inzwischen abgeschlossenen forensischen Bericht zur Cyberattacke wurde festgestellt, dass bei der Reichhart Logistik GmbH keine Versäumnisse im Rahmen ihrer Sorgfaltspflicht sowie bei den Obliegenheiten vorlagen. Daher ist der Versicherungsschutz voll gewährleistet. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Im Einzelnen stellt sich die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wie folgt dar: Vermögenslage Die Bilanzsumme der Gesellschaft ist mit TEUR 53.653 höher im Vergleich zum Vorjahr (TEUR 46.143). Auf der Aktivseite zeigt sich die Veränderung im Wesentlichen im Anlagevermögen, insbesondere durch Zunahme bei den Sachanlagen um TEUR 3.822 auf TEUR 24.620, aufgrund erhöhter Investitionen in die Fuhrparkflotte des Kompetenzbereiches Logistik. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von TEUR 16.024 sind stichtagsbedingt TEUR 520 höher als im Vorjahr. Die liquiden Mittel sind um TEUR 3.995 auf TEUR 10.103 gestiegen. Die Passivseite ist geprägt durch eine Zunahme des Eigenkapitalbestandes von TEUR 31.103 auf TEUR 32.078. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind gegenüber dem Vorjahr um TEUR 3.566 auf TEUR 8.439 und die Rückstellungen um TEUR 16 auf TEUR 2.385 gestiegen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind um TEUR 2.483 auf TEUR 8.337 gegenüber dem Vorjahr gestiegen, ebenso die sonstigen Verbindlichkeiten um TEUR 470 auf TEUR 2.413. Im Geschäftsjahr 2023 wurden Investitionen in Höhe von insgesamt TEUR 6.863 (Vorjahr: TEUR 3.958), vor allem in die Erneuerung der Fuhrpark-Flotte mit TEUR 5.103, vorgenommen. Bei allen Fuhrparkinvestitionen handelt es sich überwiegend um Ersatzinvestitionen, welche zum Teil fremdfinanziert wurden. Finanzlage Der Konzern finanziert sich im Wesentlichen aus dem operativen Geschäft der Gesellschaften bei einer im Vorjahresvergleich um 7,6%-Punkte gesunkenen Eigenkapitalquote von 59,8%. Im Berichtsjahr wurden Darlehen in Höhe von TEUR 3.494 im Kompetenzbereich Logistik und TEUR 2.500 im Kompetenzbereich Immobilien aufgenommen. Insgesamt ist die Finanzlage als stabil zu bezeichnen. Das Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist unter Ausnutzung von Skonto zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Durch abgestimmte Zahlungsziele zwischen Kunden und Lieferanten werden Vorleistungen im laufenden Geschäft weitestgehend ausgeschlossen. Um kurzfristige Verbindlichkeiten jederzeit optimal bedienen zu können, werden kontinuierlich große Teile des Gesellschaftsergebnisses im Unternehmen belassen, um die Liquidität und das Eigenkapital weiter zu stärken. Im Rahmen des Forderungsmanagements werden Maßnahmen wie ein professionelles Mahnwesen, Bonitätsprüfungen und Analyse der Jahresabschlüsse der Kunden umgesetzt sowie bei Bedarf Forderungsausfallversicherungen abgeschlossen. Ertragslage Der Konzernumsatz im Geschäftsjahr 2023 von TEUR 86.856 war 11,1% über dem Vorjahresniveau.
Kompetenzbereich Logistik Nach einem umsatzstarken, aber ergebnisschwachen Jahr 2022, erreicht der Kompetenzbereich Logistik mit insgesamt TEUR 85.070 ein weiteres Umsatzwachstum für 2023 von 11,1%. Im Kompetenzfeld Transportlogistik führten Neuaufträge und erfolgreiche Preisanpassungen bei den Kunden zu einer leichter Umsatzsteigerung im Jahr 2023. Durch den Cyberangriff und den damit verbundenen Systemausfällen wurde der Umsatzanstieg und eine damit einhergehende Ergebnisverbesserung gebremst. Der Umsatz im Kompetenzfeld Kontraktlogistik stieg im Geschäftsjahr 2023 deutlich im Vergleich zum Vorjahr an. Verantwortlich hierfür sind insbesondere die im Jahr 2022 angelaufenen neuen Dienstleistungsaufträge, die bereits nach sehr kurzen Anlaufphasen hoch effizient laufen. Wie schon im Vorjahr belastet auch im Geschäftsjahr 2023 ein einzelnes stark defizitäres Großprojekt den Geschäftsverlauf merklich. Kompensationsansprüche gegen den Kunden sind adressiert und befinden sich aktuell in Verhandlungen. Das Projekt und die damit verbundenen Negativeffekte enden zum 31.12.2024 planmäßig. Das Kompetenzfeld digital logistics erwirtschaftet derzeit ausschließlich interne Umsätze, die jedoch zu großen Teilen mit logistischen Kundenaufträgen hinterlegt sind. Kompetenzbereich Immobilien Der Kompetenzbereich Immobilien übertraf mit einem Umsatz von TEUR 1.771 das Vorjahr um 13,3%. Der Umsatzanstieg im Jahr 2023, lag in der Kompensierung der belastenden Faktoren des Jahres 2022, wie Mieterwechsel (Mietfreie Zeit) und Mieterunterstützung (reduzierte Mietzahlungen für insolvenzgefährdete Mieter) begründet. Im Geschäftsjahr 2023 lag der Fokus des Geschäftsbereiches weiterhin in der Vorbereitung für den Bau eines Wohnhauses auf einem bereits erworbenen Grundstück. Der Konzern erarbeitete sich im Geschäftsjahr 2023 ein Ergebnis vor Steuern von TEUR 1.227 (Vorjahr: TEUR 374). Nach Berücksichtigung der Steuern vom Einkommen und Ertrag sowie der sonstigen Steuern ergibt sich ein Jahresüberschuss von TEUR 975, der im Vergleich zum Vorjahr (TEUR 124) deutlich gestiegen ist.
Das Rohergebnis des Geschäftsjahres 2023 hat sich, durch die gestiegenen Umsatzerlöse und die gleichsam gestiegenen Materialaufwendungen, verbessert. Die Zunahme des Personalaufwandes ist durch den bereits erwähnten Aufbau neuer Standorte und den damit einhergehenden Mitarbeiteraufbau bedingt. Die gestiegenen Abschreibungen sind auf Neuinvestitionen im Bereich Betriebsmittel, Fuhrpark und IT zurückzuführen. Die Steigerung der sonstigen betrieblichen Aufwendungen geht auf die gestiegenen Vorsorgemaßnahmen wie Einzelwertberichtigungen und Rückstellungen zurück, die sich analog zum Umsatzzuwachs entwickelt haben. Gesamtaussage zur Lage des Konzerns Insgesamt zeigt sich im Geschäftsverlauf 2023 eine positive Geschäftsentwicklung sowohl im Umsatz als auch in der operativen Rentabilität, die sich jedoch aufgrund von abgrenzbaren Sondereffekten (Cyberattacke, defizitäres Großprojekt) nicht in vollem Umfang auf das Ergebnis vor Steuern niederschlägt. Finanzielle Leistungsindikatoren Wichtige finanzielle Leistungsindikatoren zur strategischen Konzernsteuerung sind die Entwicklung der Umsatzerlöse sowie das Ergebnis vor Steuern. Prognosebericht Voraussichtliche Geschäftsentwicklung 2024 Kompetenzbereich Logistik Der Kompetenzbereich Logistik rechnet auch im Jahr 2024 mit einer Fortsetzung des Positivtrends sowohl in der Umsatz- wie auch in der Ergebnisentwicklung. Abseits des operativen Ergebnisses werden zwei große - gegenläufige - Sondereffekte die Geschäftsentwicklung 2024 maßgeblich beeinflussen. Zum einen wird die Schließung eines Standortes zu Einmalkosten in der Höhe von bis zu TEUR 1.764 im Rahmen eines Sozialplans für die betroffenen Mitarbeiter führen. Zum anderen wird Schadensersatz bzw. Umsatzkompensation für das defizitäre Großprojekt vom Vertragspartner aufgrund von Vertragsbruch rückwirkend für die Jahre 2022 bis 2024 eingefordert, gegebenenfalls auch eingeklagt. In der Transportlogistik liegt der Fokus im Jahr 2024 weiterhin auf der Verbesserung sowie Stabilisierung der Umsatzrentabilität durch eine Offensive zur nachhaltigen Margenverbesserung. Unter anderem wird auch die Flottenerneuerung 2022/2023 zu einer Reduzierung der variablen Transportkosten beitragen und somit einen wichtigen Beitrag zur Ergebnisoptimierung leisten. Im Bereich der Kontraktlogistik wird das Umsatzwachstum vor allem durch die Übernahme eines neuen Logistikstandortes getragen, welcher aufgrund von kurzen Anlaufphasen und geringen Einmalkosten bereits im Geschäftsjahr 2024 merklich zum positiven Ergebnis beitragen wird. Kompetenzbereich Immobilien Im Jahr 2024 kommt es im working & living House voraussichtlich zu einem Umsatzrückgang aufgrund eines bereits im Geschäftsjahr 2023 in die Insolvenz gegangenen Mieters. Die Nachvermietung ist erfolgt, jedoch mit mietfreier Zeit. Auf einem bereits erworbenem Grundstück entsteht mit dem Projekt far.side HOME ein Pilotprojekt einer zukünftigen Wohnmarke als neuem Geschäftszweig. In der heutigen dynamischen Welt ist individuelles Wohnen nicht mehr nur ein Wunsch, sondern eine Notwendigkeit. Mit far.side HOME schaffen wir eine Wohnimmobilie, die dem Bedürfnis nach Individualität und effizienter Raumnutzung gerecht wird - in der Verbindung mit besonderer Qualität und einzigartiger Architektur. Das Projekt wurde von Anfang an mit größter Sorgfalt und Aufmerksamkeit für Details entwickelt. Es ist ein Zuhause, das individuellen Bedürfnissen entspricht und gleichzeitig gemeinschaftliche Mehrwerte bietet. Die Vergabe aller Gewerke zur Baugrubenherstellung ist abgeschlossen, so dass im Jahr 2024 der Baubeginn erfolgt. Eine Fertigstellung der Baugrube, mit Abriss, Erd- und Verbauarbeiten, ist bis zum 2. Quartal 2024 abgeschlossen und geht nahtlos in den Rohbau über. Über alle Kompetenzbereiche hinweg werden für das Geschäftsjahr 2024 moderat steigende Umsatzerlöse und ein moderat steigendes Ergebnis vor Steuern jeweils im Vergleich zum Geschäftsjahr 2023 erwartet. Finanzielle Stabilität Die Wahrung finanzieller Stabilität bleibt auch weiterhin eines der wichtigsten Ziele des Unternehmens. Aus diesem Grund werden im Jahr 2024 unter anderem Mittelerweiterungen vorgenommen, welche durch die Bank finanziert sind. Um auch vorausschauend agieren zu können, wurde basierend auf den 5-Jahresplan eine Liquiditätsplanung für die nächsten 12 Monate aufgebaut. Chancenbericht Strategische Ausrichtung des Konzerns Der Konzern verfolgt die Strategie eines profitablen Wachstums. Dabei gilt einer organischen, kundenorientierten Entwicklung der Vorzug gegenüber Akquisitionen. Um ein profitables Wachstum zu erreichen, sind kundennahe Service- und Innovationskraft mit effizienter Leistungserstellung eng verbunden. Kompetenzbereich Logistik Der Kompetenzbereich Logistik hat sich auf die Exzellenz logistischer Prozesse entlang der gesamten Wertschöpfungskette spezialisiert. In Abgrenzung zur Konkurrenz am Markt zeichnet sich das Unternehmen durch seine tiefe Verzahnung in die logistischen Prozesse der Kunden - beispielsweise Montagearbeiten in der Automobilproduktion - sowie durch fortschrittliche Digitalisierung der angebotenen Logistikdienstleistungen aus. Die Relevanz eines effizienten Systems der Logistik ist in den vergangenen Jahren immer weiter gestiegen. Innovative, effiziente Logistik-Konzepte erzielen große Einsparpotenziale und schaffen Flexibilität. Als Anbieter von Premiumlogistikdienstleistungen mit einem breit aufgestellten Leistungsportfolio kann die Reichhart Logistik GmbH gegenüber Mitbewerbern am Kontrakt- und Transportlogistikmarkt punkten. Zu den langjährigen und vielseitigen Kunden zählen Unternehmen aus dem Handel (Ersatzteilhandel) mit ca. 50% des Umsatzes, Unternehmen aus der Automobilindustrie mit ca. 28% Umsatzanteil, sowie Kunden aus den Bereichen Baugewerbe (8%), Technologie (4%), Luftfahrt (3%) und weitere. Kompetenzbereich Immobilien Im Kompetenzbereich Immobilien setzt der Konzern seinen Fokus weiter auf zeitgemäße und innovative Gewerbe- und Wohnungsimmobilien im Münchner Westen im Hochpreissegment. Insbesondere aufgrund der begrenzt verfügbaren Wohnflächen arbeitet der Konzern im Immobilienbereich daran, durch moderne Raumkonzepte kleinere Wohnflächen effizienter und damit besser nutzbar zu machen. Die Entwicklung von far.side HOME bietet die Möglickeit in höherer Umschlagshäufigkeit eine eigene Wohnmarke zu etablieren, welche durch seine außergewöhnliche Qualität in Planung und Architektur einen eigenen Markt erfolgreich bedienen kann. Innerhalb des angespannten Umfelds im Immobilienbereich sind auch besondere Chancen zu finden, welche sich innerhalb von sinkenden Einkaufspreisen bei Grundstücken und Baudienstleistungen niederschlagen und damit für hochwertige Produkte neue Möglichkeiten bieten. Der Immobilienmarkt entwickelt sich kontinuierlich im Bereich von zeitgemäßen und innovativen Gebäudekonzepten weiter und die Nachfrage nach solchen Einheiten bleibt stabil. Dies zeigt sich auch an der niedrigen Leerstandsquote von Highend-Produkten im gewerblichen Bereich in den Klassen der kleineren und mittleren Größen. Risikobericht IT-Risiken Die IT bildet zunehmend das Rückgrat des Konzerns. Insofern ist es Ziel als Vorreiter frühzeitig ausreichende Investitionen in neue Technologien freizusetzen. Die Reichhart digital logistics GmbH konzentriert sich hierbei darauf, den heutigen Anforderungen an die digitale Logistik durch die Entwicklung einer hauseigenen Warenwirtschafts-Software zu begegnen. Obwohl die Sicherheit der Informationssysteme sowie die Einhaltung der Datenschutzverordnung (DSGVO) im Konzern einen sehr hohen Stellenwert hat, blieb dieser im 4. Quartal 2023 nicht vor einem Cyber-Angriff geschützt. Im Zuge des IT-Wiederaufbaus wurde das Schutzniveau durchgehend erhöht. So wurden als konkrete Maßnahmen eine durchgängige Multi-Faktor-Authentifizierung und ein zertifikatsbasierter Netzwerkzugang eingeführt, sowie eine vollständige Segmentierung der Netze implementiert. Als ergänzende Maßnahme werden als kritisch zu betrachtende Systeme besonders gehärtet. Zur Erhöhung der Visibilität wurde ein durchgehendes Monitoring eingeführt, um zukünftige unerwünschte Zugriffe frühzeitig zu erkennen. Wirtschaftsrisiken, Markt- und Branchenrisiken Die Auswirkungen des Kriegs in Europa und der Inflation gelten nach wir vor als die größten Geschäftsrisiken und belasten die weltwirtschaftliche Entwicklung noch immer. Im Krieg in der Ukraine gibt es bislang keine Anzeichen für eine schnelle Entspannung. Die Bemühungen, die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen der Europäischen Union und der Russischen Föderation zu trennen, dauern an. Die geopolitischen Spannungen ließen die Energiepreise in vielen Ländern in die Höhe schnellen. Deutschland als Standort für energieintensive Industrien drohte, an Boden zu verlieren. Die im Jahr 2022 seitens der EU-Kommission eingeleiteten Notfallmaßnahmen - wie beispielsweise eine Deckelung der Preise - wurden Ende 2023 beendet. Nach wie vor beschränken Sanktionen, Materialengpässe infolge unterbrochener Lieferketten und vor allem steigende Energie- und Rohstoffpreise die wirtschaftlichen Aktivitäten. Hinzu kommen höhere Leitzinsen, wodurch sich die Kreditaufnahme verteuert, und die Investitionsbereitschaft abschwächt. Der Mangel an Halbleitern bleibt nach wie vor ein Problem, bremst somit weiterhin die Autoproduktion und durchkreuzt die Produktions- und Absatzpläne der Konzerne. Im September 2023 ist daher das europäische Chips-Gesetz in Kraft getreten. Die neuen Regeln sollen die Versorgungssicherheit, die Widerstandsfähigkeit und die technologische Führungsrolle der EU bei Halbleitertechnologien und -anwendungen gewährleisten. Finanzielle Risiken Als europaweit tätige Unternehmensgruppe sind wir zwangsläufig finanzwirtschaftlichen Risiken ausgesetzt. Mithilfe operativer und finanzwirtschaftlicher Maßnahmen arbeitet der Konzern fortlaufend an einer Risikominimierung. Der Konzern befindet sich in einer Wachstumsphase, welche einen Liquiditätsrückgang mit sich bringt. Zum einen durch lange Zahlungsziele der Kunden, zum anderen aber auch, weil Investitionen für die Kunden getätigt werden, die sich erst im Laufe der Vertragslaufzeit (bis zu 6 Jahren) amortisieren. Ein weiteres Risiko für den Konzern stellt das Forderungsausfallsrisiko dar. Besonders in Krisenzeiten ist mit einem erhöhten Ausfallrisiko aufgrund von Insolvenzen sowie einer Verschlechterung der Zahlungsmoral zu rechnen. Der Konzern ergreift hier Maßnahmen, um drohenden Ausfällen noch frühzeitiger entgegenzuwirken. Auf operativer Ebene werden Ausfallrisiken bei unseren Kunden im Rahmen eines effizienten Forderungsmanagements, regelmäßigen und wiederkehrenden Bonitätsprüfungen sowie einem integrierten Mahnwesen auf ein unvermeidliches Mindestmaß begrenzt. Haftungsrisiken Das integrierte operative Risiko-, Versicherungs- und Schadensmanagement in Zusammenarbeit mit unserem Versicherungsmakler ermöglicht einen, auf die jeweiligen Risiken zugeschnittenen, optimalen Versicherungsschutz. Haftungsrisiken werden gezielt identifiziert, analysiert und bewertet, um Risiken zu vermeiden, zu reduzieren oder zu übertragen. Dem Risiko, über die vereinbarte Höchsthaftungsgrenze hinaus in Regress genommen zu werden, wirken wir mit Versicherungskonzepten sowie professioneller juristischer Kompetenz entgegen. Durch intensive Ursachenanalyse mit Hilfe eines transparenten Schadencontrollings werden gezielt Präventionsmaßnahmen ermittelt, umgesetzt und Negativtrends entgegengewirkt. Ein professionelles Qualitätsmanagement, eingebettet in ein integriertes Managementsystem, sorgt für eine kontinuierliche Verbesserung und einer Reduzierung prozessualer Risiken. Arbeitsmarktrisiken Der Konzern sieht in der nach wie vor knappen Verfügbarkeit ausreichend qualifizierter Arbeitskräfte im Allgemeinen und auch Fachkräfte im Speziellen auf dem Arbeitsmarkt ein wesentliches Risiko für ihre Geschäftsentwicklung. Die Positionierung als attraktiver Arbeitgeber hat demzufolge im Konzern eine große Bedeutung. Eine permanente Optimierung und Professionalisierung des Recruitments führt bereits zu Erfolgen und zu einer Entspannung der unternehmensspezifischen Arbeitsmarktsituation. Strategische Risiken Zu den strategischen Risiken des Konzerns gehören neben dem Produktivitätsrisiko und dem Risiko der Cyberkriminalität insbesondere auch die Kundenabhängigkeit sowie die kritische Unternehmensgröße, welche die Unternehmensentwicklung nachhaltig beeinflussen können. Mit Hilfe von neuen Vertriebsstrategien und einer wachsenden M&A-Aktivität wird diesen Risiken entgegengewirkt.
Gilching, Juli 2024 Geschäftsführer Alexander Reichhart KONZERNBILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2023AVALLONIS MANAGEMENT GMBH, GILCHINGAKTIVA
KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023
KONZERNANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023AVALLONIS MANAGEMENT GMBH, GILCHINGA. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Die Avallonis Management GmbH hat ihren Sitz in Gilching und ist unter der Nummer HRB 59370 in das Handelsregister beim Amtsgericht München eingetragen. Der Konzernabschluss der Avallonis Management GmbH für das Geschäftsjahr 2023 wird gemäß § 290 ff. HGB aufgestellt. Der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung liegt das Gesamtkostenverfahren zugrunde. Der Konzernabschluss ist gemäß §§ 266 Abs. 2 und 3 sowie 275 Abs. 2 HGB gegliedert. B. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften Die Bilanzierung und Bewertung wurde nach den allgemeinen Bestimmungen der §§ 290 ff. HGB, der §§ 242 bis 256a HGB sowie den Sondervorschriften für Kapitalgesellschaften nach §§ 264 bis 278 HGB vorgenommen. Soweit sich infolge landesrechtlicher Vorschriften wesentliche Abweichungen von den deutschen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen ergaben, werden Konsolidierungsabschlüsse aufgestellt. Das Anlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten vermindert um die planmäßigen Abschreibungen angesetzt. Die geringwertigen Gegenstände des Anlagevermögens mit Einzelanschaffungskosten bis netto EUR 800,00 werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Die Bewertung der immateriellen Vermögensgegenstände erfolgt mit den um die Abschreibungen verminderten Anschaffungskosten. Die Sachanlagen sind mit Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich linearer Abschreibungen bewertet.
Die Finanzierung des Fuhrparks erfolgt teilweise über Darlehensverträge. Betroffene LKW ́s werden linear über die Dauer des Darlehensvertrages von 3 bis 4 Jahren bis zum vertraglich vereinbarten Rückkaufpreis abgeschrieben Die Bewertung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erfolgte zum Nennwert. Erkennbaren Ausfallrisiken wurde durch Einzelwertberichtigungen ausreichend Rechnung getragen. Dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko wurde durch eine angemessene Wertberichtigung auf die Netto-Forderungen Rechnung getragen. Die sonstigen Vermögensgegenstände sind mit den Nennwerten angesetzt. Die Bewertung der Forderungen gegen Gesellschafter erfolgte ebenfalls zu Nennwerten. Die Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten entsprechen den Nominalwerten. Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktivseite Auszahlungen vor dem Stichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Passivseite Einzahlungen vor dem Stichtag ausgewiesen, soweit sie Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen wurden in Höhe des notwendigen Erfüllungsbetrags nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung dotiert und berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Die Verbindlichkeiten wurden zu Erfüllungsbeträgen angesetzt. Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Fremdwährungsumrechnung Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 298 Abs. 1 i. V. m. § 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 298 Abs. 1 i. V. m. § 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet. Konsolidierungskreis Die Muttergesellschaft hält keine Anteile an den in den Konzernabschluss einbezogenen Tochtergesellschaften. Da die Muttergesellschaft Komplementärin und hierdurch alleinige und unbeschränkte Geschäftsführerin der Avallonis Holding GmbH & Co. KG ist, übt sie die einheitliche Leitung dieser Gesellschaft aus und verfügt auch über Kontrollmöglichkeiten im Sinne des § 290 Abs. 2 Nr. 2 HGB. In den Konzernabschluss sind grundsätzlich die Unternehmen einbezogen, an denen die Avallonis Management GmbH mittelbar oder unmittelbar mehrheitlich beteiligt ist. Diese sind, wie folgt:
* 100 vH indirekt über Avallonis Beteiligungs GmbH Unter den Voraussetzungen des § 264 b HGB ist folgendes in den Konzernabschluss einbezogenes Unternehmen von der Pflicht zur Aufstellung, Prüfung und Offenlegung eines Jahresabschlusses nach den für Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften befreit: Avallonis Holding GmbH & Co. KG, Gilching (D) Diese Personenhandelsgesellschaft macht von der Befreiungsvorschrift des § 264 b HGB für die Offenlegung Gebrauch. Konsolidierungsgrundsätze Die erstmalige Kapitalkonsolidierung erfolgte zum 1. April 2011 nach der Neubewertungsmethode. Die aus der Erstkonsolidierung dieser Anteile entstandenen Unterschiedsbeträge waren als Kundenbeziehungen der Gesellschaften zu interpretieren. Für erworbene Gesellschaften oder zugekaufte Kapitalanteile wird die Kapitalkonsolidierung gemäß § 301 Abs. 1 HGB in der Weise vorgenommen, dass die Anteile der dem Mutterunternehmen gehörenden Anteile an dem in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen mit dem auf diese Anteile entfallenden Betrag des Eigenkapitals des Tochterunternehmens verrechnet wird. Das Eigenkapital wird dabei mit dem Betrag angesetzt, der dem Zeitwert der in den Konzernabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten und Sonderposten entspricht. Ein verbleibender aktivischer Unterschiedsbetrag wird als Firmenwert ausgewiesen und entsprechend § 309 Abs. 1 HGB abgeschrieben. Ein verbleibender passivischer Unterschiedsbetrag wird als Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung nach dem Eigenkapital ausgewiesen. Zur Zusammensetzung und Entwicklung des Ausgleichspostens für Anteile anderer Gesellschafter verweisen wir auf den Eigenkapitalspiegel. Die Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den konsolidierten Gesellschaften wurden gegeneinander aufgerechnet. In der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wurden die konzerninternen Umsätze und sonstigen Erträge mit den entsprechenden Aufwendungen der empfangenden Gesellschaften saldiert. Die Auswirkungen aus konzerninternen Ausschüttungen wurden ebenfalls neutralisiert. C. Erläuterungen zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung I. Bilanz 1. Anlagevermögen Die gesondert dargestellte Entwicklung des Anlagevermögens (Anlage 5a) gemäß § 298 Abs. 1 i. V. m. § 284 Abs. 3 HGB ist integraler Bestandteil des Anhangs. 2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben grundsätzlich eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Die sonstigen Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr betragen insgesamt TEUR 9 (Vorjahr: 11 TEUR). 3. Bilanzgewinn Der Bilanzgewinn in Höhe von TEUR 38 (Vorjahr: TEUR 32) enthält einen Gewinnvortrag in Höhe von TEUR 32 (Vorjahr: TEUR 27). 4. Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen:
5. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten weisen folgende Restlaufzeiten auf:
*) davon sind TEUR 5.019 (Vorjahr: 2.646) durch Sicherungsübereignung besichert. II. Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung 1. Umsatzerlöse nach geographisch bestimmten Märkten
2. Umsatzerlöse nach Geschäftsfeldern
3. Sonstige betriebliche Erträge In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Versicherungsentschädigungen in Höhe von TEUR 357 sowie Erträge aus der Auflösung von Rückstellung in Höhe von TEUR 220 enthalten. III. Erläuterungen zur Konzernkapitalflussrechnung Der Finanzmittelfonds setzt sich aus dem Bilanzposten "Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten" in Höhe von TEUR 10.103 sowie jederzeit fälliger Bankverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 818 zusammen. IV. Erläuterungen zum Konzerneigenkapitalspiegel Vom erwirtschafteten Konzerneigenkapital stehen beim Mutterunternehmen zum 31. Dezember 2023 TEUR 38 (Vorjahr: TEUR 32) zur Ausschüttung an die Gesellschafter zur Verfügung. D. Sonstige Angaben 1. Gesamtbezüge der Geschäftsführung Die Angabe der Bezüge der Geschäftsführung für die Muttergesellschaft unterbleibt in analoger Anwendung von § 286 Abs. 4 HGB. 2. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Als sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen am Bilanzstichtag Verpflichtungen aus
Nicht passivierte gewinnabhängige Zahlungsverpflichtung Zur Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit wurde ein Vertrag geschlossen, aus welchem die Reichhart Logistik Gruppe (Reichhart Logistik GmbH, Reichhart Logistik Austria GmbH, Reichhart Logistique France SARL, Reichhart digital logistics GmbH) unter Erfüllung weiterer Voraussetzungen verpflichtet ist, ab dem Geschäftsjahr 2022 bis zum 7.August 2030 jährlich einen Anteil von 10 v.H. und danach jährlich einen Anteil von 7 v.H. des im Wesentlichen um Körperschaftsteueraufwendungen modifizierten handelsrechtlichen Jahresabschluss des jeweiligen Geschäftsjahres an einen Vertragspartner zu entrichten. Die Zahlung ist unter Zugrundelegung der Lebenswahrscheinlichkeit des Vertragspartners gemäß den Sterbetafeln 2009/2011 des statistischen Bundesamtes bis zum 82. Lebensjahr des Vertragspartners zu leisten. Die Zahlung darf aufgrund der Berechnungsmodifikation nicht dazu führen, dass das Jahresergebnis der jeweiligen Gesellschaft des betreffenden Jahres negativ wird. Im Geschäftsjahr 2023 erfolgte keine Auszahlung in diesem Zusammenhang. 3. Zahl der Mitarbeiter Im Durchschnitt waren während des Geschäftsjahres 2023 beschäftigt:
4. Gesamthonorar des Abschlussprüfers
5. Ergebnisverwendung Die Geschäftsführung schlägt vor den Jahresüberschuss in Höhe von EUR 5.908,68 auf neue Rechnung vorzutragen. 6. Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen Mit nahestehenden Unternehmen und Personen wurden keine Geschäfte zu nicht marktüblichen Bedingungen durchgeführt. 7. Nachtragsbericht Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres, die weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind, haben sich nicht ergeben.
Gilching, 15.07.2024 Der Geschäftsführer der Avallonis Management GmbH: Alexander Reichhart Sonstige Berichtsbestandteile Angaben zur Feststellung: Der Konzernabschluss wurde von der Gesellschafterversammlung am 6. November 2024 gebilligt.
Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Avallonis Management GmbH, Gilching Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der Avallonis Management GmbH, Gilching, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2023, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Avallonis Management GmbH, Gilching, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
München, 15. Juli 2024 GKK
PARTNERS Audit GmbH
Alexander Streidl, Wirtschaftsprüfer Stefan Schmittner, Wirtschaftsprüfer |
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