Stammdaten

Register
Amtsgericht Coesfeld HRB 20376
Eingetragen
9.3.2022
Branche
Herstellung von MehrzweckindustrieroboternHerstellung von Hebezeugen und FördermittelnHerstellung von Prüfmaschinen
Gegenstand
Die Herstellung und der Vertrieb von Elementen, die der Mechanisierung / Automatisierung des Materialtransports mittels Transportanlagen dienen. Zweck der Gesellschaft ist weiter die Konstruktion, die Herstellung und der Vertrieb von kompletten, individuellen Förderanlagen/ systemen für den Materialfluss.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Enrico Pes
seit 4.2.2025
Geschäftsführer
Hubertus Rensing
seit 4.2.2025
Geschäftsführer
Tilman Reiker
seit 22.11.2023
Prokura
Christian Prinz
seit 22.11.2023
Prokura

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

TRAPO GmbH

Gescher

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

LAGEBERICHT für das Geschäftsjahr 2023

1. Grundlagen der Gesellschaft

1.1. Geschäftstätigkeit und Konzernzugehörigkeit

Die TRAPO GmbH mit Sitz in Gescher-Hochmoor (NRW) entwickelt und produziert mit rund 180 Mitarbeitern maßgeschneiderte Automatisierungslösungen in den Kernbereichen Fördertechnik, Roboter-, Picker- und Greifersysteme, De-/Palettierung und autonome Transportsysteme. Die Fertigung befindet sich am Sitz des Unternehmens.

Die TRAPO GmbH ist Teil der Moovimenta-Group mit Hauptsitz in Reinach/Schweiz.

1.2. Forschung und Entwicklung

Die produktspezifische Forschung und Entwicklung im hauseigenen Technikum nimmt seit jeher einen zentralen Stellenwert ein. Die TRAPO GmbH entwickelt gemeinsam mit ihren Kunden Automatisierungslösungen in der Intralogistik - von der Einzellösung bis zur Gesamtanlage.

1.3. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Die bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren sind die Gesamtleistung und das EBIT. Weitere wichtige Leistungsindikatoren sind der Auftragseingang und der Auftragsbestand. In dem Abschnitt 2.3.1. WIRTSCHAFTLICHE ENTWICKLUNG DER GESELLSCHAFT sind Ausführungen zur Ist-Entwicklung des abgelaufenen Geschäftsjahres zu finden. Im Abschnitt 4. PROGNOSEBERICHT - AUSBLICK AUF DAS JAHR 2024 wird die Prognose der bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren für das kommende Geschäftsjahr dargestellt.

Die nichtfinanziellen Leistungsindikatoren haben derzeit bei der TRAPO GmbH keine zentrale Bedeutung, werden aber schrittweise um Indikatoren zur Nachhaltigkeit ergänzt.

2. Wirtschaftsbericht

2.1. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung im Jahr 2023 wurde nach Angaben des Statistischen Bundesamtes maßgeblich durch die nach wie vor hohen Preise sowie die ungünstigen Finanzierungsbedingungen aufgrund steigender Zinsen und eine geringe Nachfrage im In- und Ausland negativ beeinflusst. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) ging im Jahr 2023 preisbereinigt um 0,3 % gegenüber dem Vorjahr zurück.

2.2. Branchenspezifische Rahmenbedingungen

Gemäß VDMA blickt der Maschinen- und Anlagenbau auf ein schwaches Jahr 2023 zurück. Der Auftragseingang ging preisbereinigt im Vergleich zum Vorjahr um 12 % zurück. Dabei nahmen die Inlandsbestellungen um 11 %, die Auslandsbestellungen um 13 % ab.

2.3. Geschäftsverlauf

2.3.1. Wirtschaftliche Entwicklung der Gesellschaft

Wie die gesamte Weltwirtschaft war auch die TRAPO GmbH im abgelaufenen Geschäftsjahr von den ungünstigen Rahmenbedingungen betroffen. In Verbindung mit dem geringen Auftragsbestand zu Beginn des Jahres führte dies zu einer Unterauslastung bis in den Herbst hinein. Entgegen dem Branchentrend konnte im 2. Halbjahr jedoch ein deutlich stärkerer Auftragseingang verbucht werden, was zum Jahresende hin zu einer Entspannung der Situation führte.

Die Gesamtleistung erreichte im Geschäftsjahr 2023 einen Betrag von 19.870 TEUR gegenüber 23.063 TEUR im Jahr 2022. Das EBIT erreichte einen Wert von 268 TEUR (Vorjahr: -3.242 TEUR). Die Steigerung des EBIT ist im Wesentlichen auf einen Ertragszuschuss der Gesellschafter zurückzuführen.

Der Auftragsbestand lag zum Stichtag 31. Dezember 2023 bei 24.637 TEUR und ist gegenüber dem Vorjahr deutlich um 10.670 TEUR gestiegen.

Die Gesamtleistung und das EBIT liegen unter dem im letzten Jahr prognostizierten Niveau. Der Geschäftsverlauf in 2023 war für die TRAPO GmbH nicht zufriedenstellend. Durch den guten Auftragseingang im 2. Halbjahr 2023 und den daraus resultierenden Auftragsbestand zum Jahresende wurde aber die Grundlage für einen deutlich besseren Geschäftsverlauf in 2024 gelegt.

2.3.2. Erläuterungen zur Ertragslage

Die TRAPO GmbH erreichte im Geschäftsjahr 2023 eine Gesamtleistung von 19.870 TEUR. Die Gesamtleistung liegt 13,9 % unter dem Vorjahresniveau. Der Rohertrag hat sich gegenüber dem Vorjahr um 17,3 % bzw. 2.270 TEUR erhöht. Wesentlicher Grund für die Steigerung des Rohertrages ist der Ertragszuschuss der Eigentümerin (siehe bereits weiter oben).

Der Personalaufwand erhöhte sich bei einem leicht niedrigeren durchschnittlichen Personalbestand gegenüber dem Vorjahr marginal um 2 TEUR. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen liegen deutlich unter dem Vorjahresniveau, was im Wesentlichen mit einem Verlustausgleich der Tochter TRAPO America, Inc. (Vertriebsgesellschaft) in 2022 zu begründen ist.

Aufgrund der zuvor beschriebenen Veränderungen wurde ein Vorsteuerergebnis von 141 TEUR erzielt gegenüber -3.263 TEUR im Vorjahr.

2.3.3. Erläuterungen zur Finanzlage

Einen Überblick über die Veränderung der Finanzierungsmittel gibt die nachfolgende Kapitalflussrechnung zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023, die auch die Vergleichszahlen der Vorperiode aufzeigt:

Kapitalflussrechnung GJ 2023 GJ 2022
TEUR TEUR
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit +5.200 +139
Cashflow aus Investitionstätigkeit -315 -106
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit -467 +172
Veränderung Finanzmittelbestand +4.418 +205

Die positive Entwicklung des operativen Cashflows gegenüber dem Vorjahr beruht im Wesentlichen auf der deutlichen Verbesserung des Ergebnisses, einem Abbau der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und einem Anstieg erhaltener Anzahlungen.

Das Unternehmen ist bankseitig breit aufgestellt. Die Finanzierung des operativen Geschäftes ist durch Kontokorrentlinien, welche aktuell nicht in Anspruch genommen werden, sowie durch einen Kredit über 1.500 TEUR durch die Konzerngesellschaft Habasit International AG gesichert. Ein Liquiditätsengpass hat zu keiner Zeit bestanden.

Zum Stichtag 31. Dezember 2023 waren die unfertigen Erzeugnisse von 3.717 TEUR zu 89,5 % durch erhaltene Anzahlungen von Kunden gedeckt. Bei Berücksichtigung der zusätzlich passivisch ausgewiesenen erhaltenen Anzahlungen in Höhe von 2.641 TEUR besteht eine Deckung von 160,6 %.

2.3.4. Vermögenslage

Die Bilanzsumme hat sich auf 15.553 TEUR (Vorjahr: 14.228 TEUR) erhöht und setzt sich auf der Vermögensseite wie folgt zusammen:

31.12.2023 31.12.2022
TEUR % TEUR %
Anlagevermögen 1.997 12,8 3.350 23,5
Umlaufvermögen 13.363 85,9 10.669 75,0
Rechnungsabgrenzungsposten 193 1,3 209 1,5
Vermögen 15.553 100,0 14.228 100,0

Die Reduzierung des Anlagevermögens ergibt sich aus der Rückzahlung einer Ausleihung in Höhe von 1.470 TEUR.

Der Anstieg des Umlaufvermögens ist auf einen deutlichen Anstieg des Bankguthabens bei gleichzeitigem Rückgang der Forderungen und der unfertigen Erzeugnisse zurückzuführen.

Die unfertigen Erzeugnisse liegen aufgrund der unterjährigen Unterauslastung 813 TEUR unter dem Niveau des Vorjahres. Gleichzeitig haben sich die erhaltenen Anzahlungen um 95 TEUR reduziert.

Die Kapitalstruktur setzt sich wie folgt zusammen:

31.12.2023 31.12.2022
TEUR % TEUR %
Eigenkapital 9.181 59,0 9.038 63,5
Rückstellungen 1.091 7,0 1.018 7,2
Verbindlichkeiten 5.281 34,0 4.172 29,3
Kapital 15.553 100,0 14.228 100,0

Das Eigenkapital hat sich um den Jahresüberschuss erhöht.

Der leichte Anstieg der Rückstellungen ergibt sich aus erhöhten Rückstellungen für Eingangsrechnungen.

Die Veränderung der Verbindlichkeiten ist in erster Linie auf einen Anstieg von Verbindlichkeiten aus erhaltenen Anzahlungen zurückzuführen.

3. Chancen- und Risikobericht

3.1. Risiken

Für das Auftragsgeschäft der TRAPO GmbH sind im Wesentlichen nachfolgende Risiken relevant:

Risiko aus "Termintreue"

Im Bereich unserer langfristigen Auftragsfertigung/Großprojekte sind wir auf die Termintreue unserer Lieferanten und zugleich auch Kunden angewiesen. Verzögerungen, die wir nicht zu verantworten haben, können zu zeitlichen Verzögerungen der Verumsatzung führen und aufgrund hoher Einzelauftragswerte signifikanten Einfluss auf die Gesamtleistung und das EBIT haben. Aufgrund der sich entspannenden Situation in unseren Beschaffungsmärkten schätzen wir dieses Risiko als moderat ein.

Risiko aus Fachkräftemängel

Auf dem deutschen Arbeitsmarkt besteht seit einigen Jahren ein nachhaltiger Mangel an Fachkräften. Hauptursache hierfür ist der demographische Wandel. Die TRAPO GmbH wirkt diesem Risiko durch die enge Zusammenarbeit mit Schulen und Hochschulen sowie dem Angebot von modernen Arbeitsplätzen in Verbindung mit Weiterbildungs- und Weiterentwicklungsmöglichkeiten und einem der Position entsprechenden Entgelt entgegen. Es wird erwartet, dass sich die Situation auf dem Arbeitsmarkt in den kommenden Jahren weiter verschärft. Vor diesem Hintergrund wird das Risiko trotz der zuvor genannten Gegenmaßnahmen als moderat eingeschätzt.

Erhöhte Kosten bei der Abwicklung der Aufträge

Bei der Abwicklung von Aufträgen besteht die Gefahr erhöhter Kosten aus dem Kalkulationsrisiko und dem Pönalerisiko. Diesen Risiken wird durch eine sehr detaillierte Projektkalkulation und -überwachung unter Einbeziehung aller Fachbereiche entgegengewirkt, sodass dieses Risiko als gering einzustufen ist.

Risiko der Auslastung

Bei fehlenden Auftragseingängen oder auch Projektverschiebungen können nicht kurzfristig abbaubare Kosten die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft verschlechtern. Aufgrund der derzeitigen Auftragslage ist mit einer geringen Eintrittswahrscheinlichkeit im kommenden Geschäftsjahr zu rechnen. Damit schätzen wir das Risiko als gering ein.

3.2. Chancen

Neben den Risiken beinhaltet das Auftragsgeschäft für die TRAPO GmbH aber auch entsprechende Chancen:

Steigende Nachfrage nach automatisierten Lösungen im In- und Ausland

Aufgrund des Kostendrucks in vielen Branchen und Märkten sowie des nachhaltigen Fachkräftemangels steigt die Nachfrage nach Automatisierungslösungen im Bereich der Intralogistik. Aufgrund ihres Produktspektrums, welches zudem auf die jeweiligen Kundenanforderungen individuell angepasst werden kann, sieht die TRAPO GmbH hier große Absatzchancen.

Internationalisierung der TRAPO GmbH

Mit Hilfe des internationalen Netzwerkes der Moovimenta-Gruppe ergibt sich ein vereinfachter Zugang zu neuen Kundengruppen. Die TRAPO GmbH sieht hierdurch gute Chancen, neue Absatzmärkte im Ausland zu erschließen.

Produktentwicklung

Die TRAPO GmbH entwickelt gemeinsam mit ihren Kunden durch eigene Mitarbeiter und in Zusammenarbeit mit namhaften Hochschulen neue Lösungen wie z. B. ein autonomes Lkw Be- und Entladesystem. Durch diese und weitere Innovationen sieht das Unternehmen gute Absatzchancen in verschiedenen Branchen im In- und Ausland.

4. Prognosebericht - Ausblick auf das Jahr 2024

Der VDMA (Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau e.V.) erwartet für die deutschen Maschinenbauer aufgrund des schwachen Auftragseingangs in 2023 und der weltweiten Konjunkturflaute einen preisbereinigten Rückgang des Produktionswertes in 2024 um 4 %.

Die TRAPO GmbH hingegen geht von einer spürbaren Verbesserung aus. Der gute Auftragsbestand zu Jahresbeginn bildet die Basis für eine gute Auslastung in 2024. Bei der Gesamtleistung wird eine deutliche Steigerung, beim EBIT eine moderate Steigerung gegenüber 2023 erwartet. Wesentliche Risiken hinsichtlich dieser Zielerreichung ergeben sich aus möglichen Verschiebungen bei der Auftragsabwicklung, die zu einer Umsatzverschiebung in das Folgejahr führen kann.

 

Gescher, den 7. März 2024

Dr. Thomas Gutwald

Aktiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 12.657,00 35.432,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.464.018,50 1.439.394,50
2. Technische Anlagen und Maschinen 105.860,00 136.389,50
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 398.881,75 1.968.760,25 432.580,75 2.008.364,75
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternahmen 15.884,17 15.884,17
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 15.884,17 1.289.812,59 1.305.696,76
1.997.301,42 3.349.493,51
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 2.585.746,16 2.060.303,33
2. Unfertige Erzeugnisse 3.717.000,00 4.530.000,00
3. Geleistete Anzahlungen 54.534,56 59.237,27
4. Erhaltene Anzahlungen -3.327.769,30 3.029.511,42 -3.422.557,30 3.226.983,30
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.791.794,10 3.245.014,95
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 194.564,00 507.362,98
3. Sonstige Vermögensgegenstände 1.088.116,13 3.074.474,23 848.013,23 4.600.391,16
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten, Schecks 7.258.959,60 2.841.154,78
13.362.945,25 10.668.529,24
C. Rechnungsabgrenzungsposten 193.157,58 209.737,85
15.553.404,25 14.227.760,60

Passiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 2.110.000,00 2.110.000,00
II. Gewinnrücklagen 211.000,00 211.000,00
III. Bilanzgewinn 6.859.748,87 6.716.373,64
9.180.748,87 9.037.373,64
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 0,00 2.050,00
2. Sonstige Rückstellungen 1.090.918,69 1.015.994,20
1.090.918,69 1.018.044,20
C. Verbindlichkeiten
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 2.641.434,33 1.179.672,29
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 651.562,05 356.592,35
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.555.531,71 2.019.019,26
4. Sonstige Verbindlichkeiten 433.208,60 617.058,86
- davon aus Steuern EUR 391.889,85 (Vorjahr: EUR 453.993,16) -
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 29.971,14 (Vorjahr: EUR 29.778,49) -
5.281.736,69 4.172.342,76
15.553.404,25 14.227.760,60
2023 2022
EUR EUR EUR EUR
1. Rohergebnis 15.391.767,92 13.121.705,35
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -9.185.406,88 -9.260.862,87
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -2.018.994,81 -11.204.401,69 -1.941.049,69 -11.201.912,56
- davon für Altersversorgung EUR -29.788,56 (Vorjahr: EUR -19.434,36) -
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -326.298,30 -375.284,12
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen -3.592.623,06 -4.786.814,19
5. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 68.736,80 27.407,66
6. Abschreibungen auf Finanzanlagen -119.818,94 0,00
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -75.867,34 -48.227,96
8. Ergebnis vor Steuern 141.495,39 -3.263.125,82
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 1.879,84 455.767,73
10. Ergebnis nach Steuern 143.375,23 -2.807.358,09
11. Jahresüberschuss (Vorjahr: Jahresfehlbetrag) 143.375,23 -2.807.358,09
12. Gewinnvortrag 6.716.373,64 9.523.731,73
13. Bilanzgewinn 6.859.748,87 6.716.373,64

ANHANG für das Geschäftsjahr 2023

I. Allgemeine Angaben und Erläuterungen

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 der TRAPO GmbH wurde nach den für mittelgroße Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des HGB aufgestellt. Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wird das Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB gewählt. Die TRAPO GmbH mit Sitz in Gescher ist im Handelsregister beim Amtsgericht in Coesfeld unter HRB 5062 eingetragen.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Die immateriellen Vermögensgegenstände und die Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten vermindert um planmäßige Abschreibungen ausgewiesen. Die planmäßigen Abschreibungen werden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Bewegliche Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens, deren Anschaffungskosten zwischen EUR 250,00 und EUR 800,00 liegen, werden gem. § 6 Abs. 2 EStG im Jahr der Anschaffung vollständig abgeschrieben.

In der Regel kommen als Nutzungsdauer für Software und Konzessionen 3 bis 6 Jahre, für Gebäude 25 bis 50 Jahre, für Außenanlagen 10 bis 15 Jahre, für technische Anlagen und Maschinen 3 bis 20 Jahre und für die Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 16 Jahre zum Ansatz.

Das Finanzanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten bewertet. Im Fall einer dauernden Wertminderung wird der niedrigere beizulegende Wert angesetzt.

Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgt zu Durchschnittskosten oder niedrigeren Tageswerten. Für Kleinteile wird von dem Wahlrecht, einen Festwert zu bilden, Gebrauch gemacht. Die letzte Inventur hat für diesen Festwert zum 31. Dezember 2023 stattgefunden.

Die unfertigen Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten bewertet. Diese beinhalten die direkt zurechenbaren Material- und Fertigungseinzelkosten, Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie Sonderkosten der Fertigung, die nach den handelsrechtlichen Vorschriften aktivierungspflichtig sind. Kosten der allgemeinen Verwaltung werden nicht aktiviert.

Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und anderen Gründen ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.

Für erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen wird das Wahlrecht der offenen aktivischen Absetzung von den Vorräten in Anspruch genommen (§ 268 Abs. 5 S. 2 HGB), soweit diese durch den Bestand gedeckt sind.

Die Bewertung der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände erfolgt zum Nennwert. Erkennbare Einzelrisiken werden durch Wertberichtigungen berücksichtigt; dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko wird durch Bildung einer angemessenen Pauschalwertberichtigung auf inländische und ausländische Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Rechnung getragen.

Die im Rahmen des § 249 HGB gebildeten sonstigen Rückstellungen berücksichtigen die erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden gemäß § 253 Abs. 2 HGB mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren abgezinst. Abweichend davon wird die Jubiläumsrückstellung gemäß § 253 Abs. 2 HGB pauschal mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Es wurden die von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten Zinssätze verwendet.

Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag ausgewiesen.

III. Erläuterungen zur Bilanz

Die Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023 ergibt sich aus dem Anlagenspiegel auf dem Folgeblatt. Aus dieser Aufstellung sind auch die Abschreibungen des Geschäftsjahres ersichtlich.

Anlagenspiegel zum 31. Dezember 2023

Anschaffungs-/Herstellkosten
Stand 01.01.2023 Zugänge Abgänge Umbuchungen Stand 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.156.026,25 0,00 0,00 0,00 1.156.026,25
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 4.651.109,63 23.880,23 0,00 122.564,90 4.797.554,76
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.267.659,66 0,00 0,00 0,00 2.267.659,66
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.577.111,14 117.474,17 -26.651,56 0,00 2.667.933,75
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 122.564,90 0,00 -122.564,90 0,00
9.495.880,43 263.919,30 -26.651,56 0,00 9.733.148,17
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 15.884,17 0,00 0,00 0,00 15.884,17
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 1.289.812,59 0,00 -1.169.993,65 0,00 119.818,94
1.305.696,76 0,00 -1.169.993,65 0,00 135.703,11
11.957.603,44 263.919,30 -1.196.645,21 0,00 11.024.877,53
Abschreibungen
Stand 01.01.2023 Zugänge Abgänge Stand 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.120.594,25 22.775,00 0,00 1.143.369,25
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.211.715,13 121.821,13 0,00 3.333.536,26
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.131.270,16 30.529,50 0,00 2.161.799,66
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.144.530,39 151.172,67 -26.651,06 2.269.052,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
7.487.515,68 303.523,30 -26.651,06 7.764.387,92
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 119.818,94 0,00 119.818,94
0,00 119.818,94 0,00 119.818,94
8.608.109,93 446.117,24 -26.651,06 9.027.576,11
Buchwerte
Stand 31.12.2023 Stand 31.12.2022
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 12.657,00 35.432,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.464.018,50 1.439.394,50
2. Technische Anlagen und Maschinen 105.860,00 136.389,50
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 398.881,75 432.580,75
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00
1.968.760,25 2.008.364,75
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 15.884,17 15.884,17
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 1.289.812,59
15.884,17 1.305.696,76
1.997.301,42 3.349.493,51

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben - soweit nicht in der Bilanz gesondert vermerkt - eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Das gezeichnete Kapital der Gesellschaft beträgt zum 31. Dezember 2023 TEUR 2.110. Zum 31. Dezember 2023 beträgt der Gewinnvortrag aus den Vorjahren TEUR 6.716 und bildet zusammen mit dem Jahresüberschuss von TEUR 143 den Bilanzgewinn in Höhe von TEUR 6.859.

Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 1.091 beinhalten im Wesentlichen Verpflichtungen aus dem Personalbereich (TEUR 405; Vorjahr: TEUR 356), Rückstellungen für noch zu erbringende Lieferungen und Leistungen (TEUR 291; Vorjahr: TEUR 402) sowie Rückstellungen für Gewährleistungen (TEUR 51; Vorjahr: TEUR 57).

Die Fristigkeiten der Verbindlichkeiten ergeben sich aus dem folgenden Verbindlichkeitenspiegel:

31. Dezember 2023

Laufzeit
Art der Verbindlichkeiten Höhe der Verbindlichkeit bis zu 1 Jahr mehr als 1 Jahr mehr als 5 Jahre
TEUR TEUR TEUR TEUR
erhaltende Anzahlungen auf Bestellungen 2.641 2.641 0 0
(Vorjahr) (1.179) (1.179) (0) (0)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 652 652 0 0
(Vorjahr) (357) (357) (0) (0)
Verbindlichkeiten gegenüber verb. Unternehmen 1.556 1.556 0 0
(Vorjahr) (2.019) (2.019) (0) (0)
Sonstige Verbindlichkeiten 433 433 0 0
(Vorjahr) (617) (617) (0) (0)
5.282 5.282 0 0
(4.172) (4.172) (0) (0)

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

In den sonstigen betrieblichen Erträgen ist ein Ertragszuschuss in Höhe von TEUR 3.000 enthalten.

Dieser stellt einen außergewöhnlichen Ertrag im Sinne des § 285 Nr. 31 HGB dar.

V. Sonstige Angaben

Die durchschnittliche Zahl der aktiven Arbeitnehmer während des Geschäftsjahres 2023 gem. § 285 Satz 1 Nr. 7 HGB im Vorjahresvergleich ergibt sich aus der nachstehenden Übersicht:

2023 2022
Gewerbliche Mitarbeiter 71 69
Angestellte 112 100
Gesamt 183 169

Zum 31. Dezember 2023 beschäftigt die TRAPO GmbH 175 aktive Mitarbeiter (Vorjahr: 186).

Zum 31. Dezember 2023 bestehen Haftungsverhältnisse aus Gewährleistungen gegenüber Auftraggebern in Höhe von TEUR 1.105 (Vojahr: TEUR 1.626) sowie Verpflichtungen aus Vorauszahlungsbürgschaften in Höhe von TEUR 4.768 (Vorjahr: TEUR 1.938). Ebenfalls besteht eine Anzahlungsgarantie in Höhe von TEUR 612 (Vorjahr: TEUR 0). Eine weitere Bürgschaft besteht zu Gunsten der schweizerischen Finanzbehörden, welche in Höhe von TEUR 29 (Vorjahr: TEUR 29) die Ansprüche aus der Umsatzsteuer besichert. Die TRAPO GmbH rechnet aufgrund historischer Erfahrungswerte mit einem geringen Risiko für eine Inanspruchnahme.

Darüber hinaus hat die TRAPO GmbH finanzielle Verpflichtungen aus Leasing-, Miet- und Wartungsverträgen in Gesamthöhe von TEUR 402 (Vorjahr: TEUR 373) entsprechend den Restlaufzeiten der Verträge.

Zu den Mitgliedern der Gesellschaftsorgane zählen im Jahr 2023:

Geschäftsführung

 

Herr Dr. Thomas Gutwald

Bezüglich der Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung für das Geschäftsjahr 2023 (§ 285 Satz 1 Nr. 9a und b HGB) macht die Gesellschaft von der Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch.

Die im Finanzanlagevermögen ausgewiesenen Anteile an verbundenen Unternehmen beziehen sich auf die 100%ige Tochtergesellschaft TRAPO America, Inc. mit Sitz in den USA sowie die 100%ige Tochtergesellschaft TRAPO Italiana S.R.L. mit Sitz in Italien. Die TRAPO America erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2023 einen Jahresfehlbetrag in Höhe von TEUR 230. Das Eigenkapital der TRAPO America, Inc. beträgt zum 31. Dezember 2023 TEUR -92. Die TRAPO Italiana S.R.L. erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2023 einen Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 253. Ihr Eigenkapital beträgt zum Stichtag TEUR 2.577.

Es wurden keine wesentlichen, nicht zu marktüblichen Bedingungen zustande gekommenen Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen getätigt, die nach § 285 Nr. 21 HGB angabepflichtig sind.

Ein Konzernabschluss für den kleinsten und zugleich größten Kreis von Unternehmen wird von der Moovimenta AG, Reinach/Schweiz, erstellt. Der Konzernabschluss ist am Sitz der Gesellschaft erhältlich.

VI. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Vorgänge von besonderer Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage zwischen dem Abschlussstichtag und dem Zeitpunkt der Erstellung des Jahresabschlusses sind nicht eingetreten.

 

Gescher, den 7. März 2024

Dr. Thomas Gutwald

Bescheinigung

Den vollständigen Jahresabschluss auf den 31. Dezember 2023 und den Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023 der TRAPO GmbH haben wir geprüft.

Für die Offenlegung nimmt die Gesellschaft die gemäß § 327 HGB eingeräumten größenabhängigen Erleichterungen in Anspruch.

Diesem einzureichenden Jahresabschluss auf den 31. Dezember 2023 und Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023 erteilen wir folgende Bescheinigung:

In dem nachstehenden, zur Offenlegung bestimmten verkürzten Jahresabschluss wurden die größenabhängigen Erleichterungen nach § 327 HGB zutreffend in Anspruch genommen.

Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht haben wir am 08. März 2024 den folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die TRAPO GmbH, Gescher

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der TRAPO GmbH, Gescher, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der TRAPO GmbH, Gescher, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.

Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung des gesetzlichen Vertreters für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Der gesetzliche Vertreter ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist der gesetzliche Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von dem gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von dem gesetzlichen Vertreter dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von dem gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von dem gesetzlichen Vertreter dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von dem gesetzlichen Vertreter zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Heidelberg, den 8. März 2024

FALK GmbH & Co KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Dr. Martin Ziegler, Wirtschaftsprüfer

Andreas Heinzel, Wirtschaftsprüfer

Beschluss über die Verwendung des Ergebnisses

Die Gesellschaftsversammlung hat am 18. März 2024 beschlossen, den zum 31.12.2023 sich ergebenden Bilanzgewinn in Höhe von EUR 6.859.748,87 auf neue Rechnung vorzutragen.

Feststellung des Jahresabschlusses

Der Gesellschaftsversammlung der TRAPO GmbH hat am 18. März 2024 den Jahresabschluss zum 31.

Dezember 2023 gebilligt und somit festgestellt.

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