Sparkasse HohenwestedtLiquidiert

Stammdaten

Register
Amtsgericht Kiel HRA 1517 RD
Eingetragen
22.6.2005
Branche
Kreditinstitute des SparkassensektorsKreditinstitute mit SonderaufgabenKreditinstitute des Genossenschaftssektors
Gegenstand
Betreiben aller banküblichen Geschäfte nach Maßgabe der Satzung der Sparkasse.

Historie

Keine Bekanntmachungen für diesen Filter verfügbar

Management

NameRolle
Ralf Patock
seit 21.8.2014
Vorstandsmitglied
Vorstandsmitglied

Konzern- und Jahresabschlüsse

Sparkasse Hohenwestedt

Hohenwestedt

Jahresabschluss zum 31.12.2014

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2014

Gliederung

1 Grundlagen der Sparkasse Hohenwestedt

2. Wirtschaftsbericht

3. Nachtragsbericht

4. Risikobericht

5. Prognosebericht

1 Grundlagen der Sparkasse Hohenwestedt

1.1 Darstellung der Sparkasse

Die S Sparkasse Hohenwestedt mit dem Sitz in Hohenwestedt ist eine mündelsichere, dem gemeinen Nutzen dienende rechtsfähige Anstalt des öffentlichen Rechts.

Sie ist beim Amtsgericht Kiel unter der Nummer A 1517 RD im Handelsregister eingetragen.

Träger der S Sparkasse Hohenwestedt ist der Zweckverband Sparkasse Hohenwestedt. Er besteht aus den Gemeinden Arpsdorf, Aukrug, Ehndorf, Grauel, Heinkenborstel, Hohenwestedt, Jahrsdorf, Meezen, Mörel, Nienborstel, Nindorf, Osterstedt, Padenstedt, Rade bei Hohenwestedt, Remmels, Tappendorf, Todenbüttel, Wapelfeld, Wasbek (alle im Kreis Rendsburg-Eckernförde gelegen) sowie Peissen, Silzen und Poyenberg (gelegen im Kreis Steinburg).

Das Geschäftsgebiet umfasst die Trägergemeinden und die an diese angrenzenden Gemeinden.

Neben der Hauptstelle unterhält die S Sparkasse Hohenwestedt drei weitere Filialen und sichert damit die flächendeckende Versorgung mit geld- und kreditwirtschaftlichen Leistungen in ihrem Geschäftsgebiet.

Mit Umsetzung der ersten kapitalunterlegten Kooperation zweier öffentlichrechtlicher Sparkassen in der Bundesrepublik Deutschland hat sich 2013 die Förde Sparkasse mit 25,1% am Stammkapital der S Sparkasse Hohenwestedt beteiligt. Neben dem Ziel der Eigenkapitalstärkung dient die kapitalunterlegte Kooperation auch der Intensivierung der Zusammenarbeit mit der Förde Sparkasse im Sinne einer strategischen Partnerschaft. Dadurch sollen Synergien in allen Bereichen des Sparkassengeschäftes gehoben werden.

Die S Sparkasse Hohenwestedt ist Mitglied des Sparkassen- und Giroverbandes für Schleswig-Holstein und somit auch Mitglied im Sparkassenstützungsfonds, der Sicherungseinrichtung der Sparkassenorganisation. Das aus Sparkassen, Landesbanken und Landesbausparkassen bestehende überregionale Sicherungssystem stellt sicher, dass im Bedarfsfall ausreichend Mittel zur Verfügung stehen, um die Forderungen der Kunden und auch das Institut selbst zu schützen.

Darüber hinaus ist die S Sparkasse Hohenwestedt als ein wichtiger Arbeitgeber und als aktiver Sponsor sowie über ihre Stiftung "Seniorenstiftung der Sparkasse Hohenwestedt" zur Stärkung der wirtschaftlichen und gemeinwohlseitigen Rahmenbedingungen nachhaltig im Geschäftsgebiet tätig.

In Abweichung gegenüber dem Vorjahr wurden die nachfolgenden Ausführungen mit dem Ziel einer größeren Klarheit teilweise neu strukturiert. Insoweit ergeben sich Abweichungen in den Zwischenüberschriften.

1.2 Geschäftspolitische Strategie

Die Geschäftsstrategie der S Sparkasse Hohenwestedt, die der Vorstand für einen revolvierenden Planungszeitraum von fünf Jahren festlegt, beschreibt den Rahmen, in dem sich die Entscheidungen und die Handlungen der S Sparkasse Hohenwestedt bewegen sollen. Sie wird einmal jährlich sowie ggf. anlassbezogen hinsichtlich eines möglichen Anpassungsbedarfs überprüft.

Ausgehend von der Darstellung der aktuellen Situation der S Sparkasse Hohenwestedt und der Einschätzung der künftig geltenden internen und externen Einflussfaktoren beschreibt die Geschäftsstrategie die Ziele der Sparkasse sowie die Maßnahmen zur Umsetzung der Ziele.

Die S Sparkasse Hohenwestedt richtet ihre Entscheidungen und ihr Handeln an dem Ziel des Erhalts der Eigenständigkeit durch betriebswirtschaftliche Stärke auf der Grundlage des gesetzlichen und satzungsmäßigen Auftrags aus. Darüber hinaus ist die Gemeinwohlorientierung und die Verbundenheit zur Region von besonderer Bedeutung für die S Sparkasse Hohenwestedt, die sich in ihrer Kundennähe ausdrückt.

Voraussetzung für den Erhalt der Eigenständigkeit ist eine Geschäftsentwicklung, die eine angemessene Eigenkapital- und Vorsorgereservendotierung ermöglicht. Dieses gilt es durch die Ausschöpfung von Ertragspotenzialen und den Einsatz eines nutzenoptimalen Kostenmanagements unter konsequenter Risikoaufwandsbegrenzung dauerhaft sicherzustellen. Die Fähigkeit, das Eigenkapital angemessen stärken zu können, wird über finanzwirtschaftliche Kennzahlen überprüft und gesteuert. Zu den bedeutendsten zählen die Cost-Income-Ratio, das Betriebsergebnis vor Bewertung im Verhältnis zur durchschnittlichen Bilanzsumme und die Risikoaufwandsquote.

Die Zielsetzungen der Sparkasse werden im Rahmen des Strategieprozesses regelmäßig validiert und ggf. angepasst. Die ab 2015 gültigen Ziele eines Betriebsergebnisses vor Bewertung im Mittelfeld der Sparkassen in Schleswig-Holstein, einer Cost-Income-Ratio von unter 75 % und einer Risikoaufwandsquote unter 50 % berücksichtigen das aktuelle Marktumfeld der Sparkasse angemessen.

2 Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen 2.1.1 Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Nach einem starken Auftakt geriet die deutsche Wirtschaft im weiteren Jahresverlauf 2014 ins Stocken. Erst zum Jahresende zeichnete sich wieder eine Erholung ab. Für das Gesamtjahr 2014 konnte das reale Bruttoinlandsprodukt Deutschlands nach einer ersten Schätzung des Statistischen Bundesamtes mit einem Plus von 1,5 % (2013: 0,1 %) abschließen. Getragen wurde dieses Wirtschaftswachstum breit von allen Verwendungskomponenten, vor allem von der Binnennachfrage.

Die Binnennachfrage profitierte dabei auch von der erfreulichen Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt. Mit im Jahresdurchschnitt 42,7 Mio. erwerbstätigen Menschen erreichte Deutschland einen neuen Beschäftigungsrekord. Gleichzeitig nahm die Arbeitslosenquote um 0,2 Prozentpunkte auf 6,7 % (2013: 6,9 %) ab.

Der deutsche Staatssektor erzielte 2014 einen leichten Finanzierungsüberschuss. Zusammen mit dem BIP-Wachstum reduzierte dies die deutsche öffentliche Schuldenstandsquote spürbar von 76,9% des BIP im Jahre 2013 auf 74,5% Ende 2014.

Die Verbraucherpreise in Deutschland sind im Jahresdurchschnitt um 0,9 % gestiegen. Damit verringerte sich die Jahresteuerungsrate im Vergleich zum Vorjahr erneut.

Um die niedrigen Verbraucherpreise im Euroraum der Zielinflationsrate der Europäischen Zentralbank von "unter, aber nahe bei zwei Prozent" wieder anzunähern, leitete die Europäische Zentralbank im Laufe des Jahres 2014 weitere geldpolitische Schritte ein. Die sich zuvor schon auf Rekord-Niedrigständen befindenden Leitzinsen wurden im Juni und September abermals in zwei Stufen abgesenkt, so dass der Hauptrefinanzierungssatz nunmehr nur noch bei 0,05 % liegt. Der deutsche Leitindex DAX konnte im Jahresverlauf um rd. 2,6 % auf 9.805 Punkte zulegen.

Vergleichbar verlief die regionale Entwicklung 2014 in Schleswig-Holstein. Hier hat sich die Konjunktur nach einem guten Start zu Jahresbeginn im weiteren zeitlichen Verlauf als robust erwiesen. Der IHK-Konjunkturklimaindex ging im Jahresverlauf etwas zurück und lag zum Jahresende leicht über dem langjährigen Mittelwert.

Branchenbezogen zeichnete sich in Schleswig-Holstein ein überwiegend freundliches Bild ab, vor allem für die Bau- und Dienstleistungswirtschaft. In der Verkehrswirtschaft hat sich die Stimmung trotz gesunkener Dieselpreise eingetrübt.

Die allgemeine Konjunkturbelebung spiegelte sich auch auf dem Arbeitsmarkt wider. Die Zahl der Erwerbstätigen in Schleswig-Holstein ist im Vergleich zum Vorjahr leicht gestiegen, gleichzeitig ging die Arbeitslosenquote um 0,4 Prozentpunkte auf 6,5 % zurück.

Der Immobilienmarkt zeigte 2014 eine günstige Entwicklung und auch im für Schleswig-Holstein bedeutenden Bereich der Erneuerbaren Energien zeichnete sich ein durchaus positives Bild ab. So stieg der Anteil der erneuerbaren Energien am deutschen Bruttostromverbrauch deutlich um 2,4 Prozentpunkte auf nunmehr 27,8 % (2013: 25,4 %) an. Damit waren die erneuerbaren Energien im vergangenen Jahr erstmals Deutschlands wichtigste Stromquelle noch vor der Braunkohle.

Die wirtschaftliche Entwicklung im Geschäftsgebiet der S Sparkasse Hohenwestedt wird darüber hinaus durch die erfolgten Investitionen in die erweiterte Wohn- und Gewerbegebietserschließung bspw. in Hohenwestedt, Wasbek, Padenstedt und Todenbüttel, den Neubau des Gymnasiums und der Sporthalle und der flächendeckenden Breitbandversorgungserschließung in Hohenwestedt und seinen Umlandgemeinden geprägt. Zudem wurde in Hohenwestedt eine Stelle zur Unterstützung der regionalen Wirtschaftsförderung geschaffen. Erwartet wird, dass diese positiven wirtschaftlichen Folgewirkungen, z.B. den Zuzug von Firmen und Familien in das Geschäftsgebiet mit sich bringen werden.

2.1.2 Branchenbezogene Rahmenbedingungen

Das historisch niedrige Zinsniveau begrenzt die Möglichkeiten der Kreditwirtschaft, Erträge zu erwirtschaften. Weitere Herausforderungen stellen darüber hinaus steigende regulatorische und gesetzliche Anforderungen dar. Ferner ist die branchenseitige Entwicklung nach wie vor durch einen hohen Preis- und Kostendruck gekennzeichnet, der nicht zuletzt vor dem Hintergrund des starken Wettbewerbs über Direktbanken sowie Spezial- und Nischenanbieter forciert wird. Dieser erhöhte Preisdruck wird durch ein ausgeprägtes Preis- und Kostenbewusstsein innerhalb der Bevölkerung verstärkt.

Die S Sparkasse Hohenwestedt wird dieser Situation auch weiterhin service- und beratungsseitig konsequent und andauernd mit entsprechenden Kundenzufriedenheits- und -bindungsstrategien begegnen. Darüber hinaus wird sie auch weiterhin dem hohen Preis- und Kostendruck durch Steuerungs- und Prozessoptimierungen, Kooperationen und weitere Formen intelligenter Zusammenarbeit Rechnung tragen, um - bei unverändert hohem Anspruch an Qualität und Kundenzufriedenheit - ihre dauerhafte Wettbewerbsfähigkeit und damit ihre Eigenständigkeit sicherstellen zu können.

2.1.3 Veränderung der rechtlichen Rahmenbedingungen im Jahr 2014

Das vom Baseler Ausschuss für Bankenaufsicht im Dezember 2010 veröffentlichte Rahmenwerk zu Basel III wurde im Juni 2013 in europäisches Recht umgesetzt und trat am 1. Januar 2014 in Kraft. Im Kern der Neuerungen stehen neben neuen und verschärften Liquiditätsvorschriften insbesondere höhere qualitative und quantitative Anforderungen an das bankaufsichtliche Eigenkapital. Die S Sparkasse Hohenwestedt erfüllt bereits die neuen Anforderungen an das Eigenkapital.

Im Berichtsjahr startete darüber hinaus die europäische Bankenunion. Seit dem 4. November 2014 ist die Europäische Zentralbank die zentrale Bankenaufsichtsbehörde im Euroraum. Sie übernahm die direkte Aufsicht über rund 120 Banken oder Bankengruppen, davon 21 aus Deutschland. Die europäische Zentralbank steht an der Spitze des einheitlichen europäischen Bankenaufsichtsmechanismus SSM (Single Supervisory Mechanism), dem auch die nationalen Aufsichtsbehörden angehören. Diese unterstützen die Europäische Zentralbank im Rahmen der für jede Bank gebildeten Aufsichtsteams. Darüber hinaus haben die nationalen Behörden weiterhin die Aufsicht über die restlichen Institute im Land. In Deutschland ist die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) also weiter für die rund 2.000 mittleren und kleineren Kreditinstitute und damit auch für die S Sparkasse Hohenwestedt zuständig.

2.2 Geschäftsverlauf

In Abweichung zur Darstellung des Lageberichtes im Vorjahr erfolgt die Darstellung des Geschäftsvolumens und Kundenkreditvolumens ohne Berücksichtigung von Wertberichtigungen und Vorsorgereserven und ist an der Gliederung der Bilanzpositionen ausgerichtet. Dies dient der besseren Vergleichbarkeit mit den Daten der Jahresbilanz.

2.2.1 Bilanzsumme und Geschäftsvolumen

  Bestand Veränderungen
  2014
in T€
2013
in T€
2014
in T€
2014
in %
2013
in %
Bilanzsumme 239.501 249.372 -9.871 -4,0 -1,2
Geschäftsvolumen * 243.648 252.928 -9.280 -3,7 -1,8

* Bilanzsumme zuzüglich Eventualverbindlichkeiten; Vorjahresdaten an geänderte Definition angepasst

Die Bilanzsumme verringerte sich im Jahr 2014 entgegen den Erwartungen um 9.871 T€ auf 239.501 T€ (2013: 249.372 T€).

Ursächlich hierfür war im Wesentlichen die nicht den Erwartungen entsprechende Entwicklung des Kundenkreditgeschäftes. Bilanziell spiegelte sich dies insbesondere in der Abnahme der Forderungen an Kunden um 5.135 T€ wider. Darüber hinaus war beim Wertpapiervermögen eine Reduzierung von 1.442 T€ zu verzeichnen. Auf der Passivseite der Bilanz gingen die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit 12.577 T€ deutlich zurück. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden nahmen dagegen um 2.760 T€ zu.

Das Geschäftsvolumen (Bilanzsumme zuzüglich Eventualverbindlichkeiten) reduzierte sich 2014 um 9.280 T€ auf 243.648 T€ (2013: 252.928 T€).

2.2.2 Aktivgeschäft (einschließlich Passiv-Posten 1 unter dem Strich)

  Bestand Veränderungen
  2014
in T€
2013
in T€
2014
in T€
2014
in %
2013
in %
Kundenkreditvolumen 180.834 185.424 -4.590 -2,5 -6,8
darunter:          
Forderungen an Kunden 176.687 181.822 -5.135 -2,8 -6,2
Treuhandkredite 0 46 -46 -100,0 -2,1
Eventualverbindlichkeiten 4.147 3.556 591 16,6 -30,5
Forderungen an Kreditinstitute 32.995 32.152 843 2,6 33,9
Wertpapiervermögen 20.678 22.120 -1.442 -6,5 54,0
Beteiligungen 1.513 1.414 99 7,0 -7,3

2.2.2.1 Kundenkreditvolumen

Das Kundenkreditvolumen (Forderungen an Kunden zuzüglich Treuhandkredite und Eventualverbindlichkeiten) verringerte sich entgegen den Erwartungen um insgesamt 4.590 T€ auf 180.834 T€ (2013: 185.424 T€).

Das Darlehensneugeschäft lag etwas oberhalb der Planung und übertraf mit 28.623 T€ auch das Vorjahresergebnis von 27.279 T€. Dabei überstieg das deutliche Wachstum der Zusagen an Privatpersonen, insbesondere zum Wohnungsbau, die Rückgänge im Geschäft mit der gewerblichen Kundschaft. Insgesamt standen allerdings den Kreditneuzusagen umfangreiche Rückführungen durch Tilgungsleistungen gegenüber, so dass sich ein Rückgang des Kundenkreditvolumens ergeben hat.

Das Kreditgeschäft ist und bleibt jedoch nach wie vor der bedeutendste Bereich im Zins-tragenden-Geschäft der S Sparkasse Hohenwestedt.

2.2.2.2 Forderungen an Kreditinstitute

Die Forderungen an Kreditinstitute erhöhten sich um 843 T€ auf 32.995 T€ (2013: 32.152 T€). Der Zuwachs ist insbesondere auf einen Anstieg der laufenden Guthaben und der eigenen Bausparguthaben zurückzuführen. Termingeldeinlagen wurden dagegen abgebaut.

2.2.2.3 Wertpapiervermögen

Das Wertpapiervermögen verminderte sich gegenüber dem Vorjahr um insgesamt 1.442 T€ auf 20.678 T€ (2013: 22.120 T€).

Dieser Rückgang ist im Wesentlichen auf Fälligkeiten und Verkäufe bei den Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapieren zurückzuführen, deren Gegenwert nicht in voller Höhe reinvestiert wurde.

Das Wertpapiervermögen dient der Ergebnisverstetigung und mit Ausnahme der dem Anlagevermögen zugeordneten Wertpapiere in Höhe von 8.599 T€ der Optimierung der Liquiditätssteuerung.

2.2.2.4 Beteiligungen

Von dem Beteiligungsbestand der S Sparkasse Hohenwestedt per 31.12.2014 in Höhe von insgesamt 1.513 T€ (2013: 1.414 T€) entfallen 1.332 T€ auf die Anteile am Stammkapital des Sparkassen- und Giroverbandes für Schleswig-Holstein und 75 T€ auf die Anteile an der Erwerbsgesellschaft der S-Finanzgruppe GmbH & Co. KG (Unterbeteiligung an der Landesbank Berlin Holding AG). Die Erhöhung der ausgewiesenen Beteiligungen gegenüber dem Vorjahr um 99 T€ resultiert aus dem Anteilserwerb in Höhe von 0,41 % an der Hamburger Logistik Service GmbH. Diese Beteiligung wird treuhänderisch über den Sparkassen- und Giroverband für Schleswig-Holstein gehalten und verwaltet und dient dem primären Ziel der Risikominimierung im Bereich der Bargeldlogistik.

Im Hinblick auf die vollständige Darstellung der Bewertung der Beteiligungen im Anhang verzichten wir abweichend vom Vorjahr auf eine Doppelung der Angaben im Lagebericht. Darüber hinaus haben wir die Darstellung zur Verbesserung der Berichtsklarheit auf die wesentlichen Beteiligungen beschränkt.

2.2.3 Passivgeschäft

  Bestand Veränderungen
  2014
in T€
2013
in T€
2014
in T€
2014
in %
2013
in %
Mittelaufkommen von Kunden 142.700 139.940 2.760 2,0 6,0
darunter:          
Spareinlagen 37.141 37.582 -441 -1,2 -3,8
täglich fällige Verbindlichkeiten 85.850 83.085 2.765 3,3 13,0
Verbindlichkeiten mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 19.709 19.273 436 2,3 -0,6
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 76.503 89.080 -12.577 -14,1 -14,0

2.2.3.1 Mittelaufkommen von Kunden

Beim Mittelaufkommen von Kunden (Verbindlichkeiten gegenüber Kunden einschließlich nachrangiger Verbindlichkeiten) war im Vergleich zum Vorjahr eine Zunahme von insgesamt 2.760 T€ auf 142.700 T€ (2013: 139.940 T€) zu verzeichnen. Die im Vorjahr leicht positiv prognostizierte Entwicklung ist mithin eingetreten.

Ausschlaggebend für diese Entwicklung war im Wesentlichen die Zunahme der täglich fälligen Verbindlichkeiten um 2.765 T€. Diese wiederum resultierte insbesondere aus einem Anstieg der Sichteinlagen im Privatkundenbereich.

Die Spareinlagen nahmen um 441 T€ ab während sich der Bestand an Sparkassenbriefen und damit die Verbindlichkeiten mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist um 436 T€ erhöhte.

Die Gesamtersparnis, also der Zuwachs bei den hauseigenen und verbundpartnerseitigen Sparformen, konnte im Vergleich zum Vorjahr um 1,4 % gesteigert werden und die Erwartungen damit erneut übertreffen.

2.2.3.2 Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betragen zum Bilanzstichtag 76.503 T€ (2013: 89.080 T€). Es handelt sich dabei überwiegend um Mittel, die der Finanzierung des langfristigen Kreditgeschäfts dienen. Im Jahr 2014 wurde der Bestand, insbesondere durch die Rückzahlung eines Sparkassenbriefes, um insgesamt 12.577 T€ abgebaut.

2.2.4 Dienstleistungen und außerbilanzielle Geschäfte

2.2.4.1 Dienstleistungen

Die hervorragende Zusammenarbeit mit den Verbundpartnern der Sparkassen-Finanzgruppe setzte sich auch 2014 fort.

Im Berichtsjahr konnte die S Sparkasse Hohenwestedt Bausparverträge der LBS mit einem Volumen von insgesamt 8.494 T€ (2013: 6.660 T€) vermitteln. Das Vorjahresergebnis konnte damit deutlich übertroffen werden.

Auch die Vermittlung von Versicherungen in Zusammenarbeit mit der Provinzial Nord Brandkasse AG konnte erneut einen wesentlichen Beitrag zum Provisionsergebnis der S Sparkasse Hohenwestedt liefern. Zwar zeigte sich das Kompositgeschäft im Berichtsjahr leicht rückläufig, dafür konnte bei der Vermittlung von Lebensversicherungen das Vorjahresergebnis mit einer Wertungssumme von insgesamt 2.311 T€ (2013: 1.679 T€) erneut übertroffen werden.

Die Vermittlung des S-Privatkredites und des S-Autokredites erfolgt seit 2011 in Zusammenarbeit mit der S-Kreditpartner GmbH. Die sehr positive Entwicklung der vergangenen Jahre konnte auch im Berichtsjahr fortgesetzt werden. Im Provisionsergebnis spiegelt sich dies in einer Ertragsteigerung von 29,8 % im Vergleich zum Vorjahr wider.

Auch die Zusammenarbeit mit der DekaBank entwickelte sich weiterhin erfreulich. Der Bestand an Publikumsfonds konnte auf 28.892 T€ (2013: 27.627 T€) erhöht werden.

Die Vermittlung von Immobilien wird seit 2008 gemeinsam mit der LBSI betrieben. Im abgelaufenen Geschäftsjahr konnten hieraus Immobilienobjekte mit einem Volumen von 283 T€ (2013: 449 T€) vermittelt werden.

Das Dienstleistungsgeschäft entwickelte sich 2014 im Rahmen der Erwartungen.

2.2.4.2 Derivate

Derivative Finanzinstrumente in Form von Zinsswaps dienen ausschließlich der Steuerung des Zinsänderungsrisikos und nicht spekulativen Zwecken. Einzelheiten sind dem Anhang zum Jahresabschluss zu entnehmen.

2.2.5 Veränderungen betrieblicher Abläufe

Zum 1. Januar 2014 wurde die Compliance-Funktion nach MaRisk ausgelagert. Die Auslagerung erfolgte vor dem Hintergrund zunehmender gesetzgeberischer und aufsichtsrechtlicher Anforderungen, um unter Hebung von Spezialisierungs- und Skalenvorteilen und unter weiterer Reduktion operationeller Risiken die Stärken der S Sparkasse Hohenwestedt in Vertrieb, Beratung und betreuungsseitiger Aktivität zu festigen und auszubauen.

Nach dem Vollzug der kapitalunterlegten Beteiligung der Förde Sparkasse im Jahre 2013 wurde die Kooperation operativ ergänzt. In diesem Zusammenhang wurden beginnend mit dem 15.12.2014 die Prozesse der Problemkreditbearbeitung von Mitarbeitern im Rahmen eines Mehrarbeitgebermodells (vgl. 2.2.7) übernommen. Zum 01.04.2015 folgten die Prozesse der Kreditbearbeitung (Marktfolge Aktiv). Durch die insgesamt bedeutsamen Veränderungen soll eine Qualitätssteigerung unter mittelfristiger Reduzierung der Kosten erzielt werden.

2.2.6 Investitionen

Um neuen Anforderungen in der Bargeldlogistik Rechnung zu tragen, wurden 2014 Umbaumaßnahmen in der Hauptstelle in Höhe von insgesamt 30 T€ vorgenommen. Daneben wurden Investitionen für notwendige Erneuerungen bzw. Modernisierungen in Höhe von 90 T€ getätigt.

2.2.7 Personal- und Sozialbereich

Abweichend zu den Ausführungen im Anhang folgen stichtagsbezogene Angaben zum Personalbestand der S Sparkasse Hohenwestedt zum 31.12.2014.

  31.12.2014 31.12.2013 Veränderung
Mitarbeiter 47 49 -2
davon:      
Vorstand 2 2 0
Vollzeitkräfte 23 23 0
Teilzeitkräfte 14 17 -3
Auszubildende 3 2 1
Mitarbeiter in Elternzeit 5 5 0

Im Rahmen eines Mehrarbeitgebermodells werden seit dem 15.12.2014 darüber hinaus insgesamt fünf Mitarbeiter der Förde Sparkasse für die Bearbeitung von Problemkrediten mit einem erwarteten Tätigkeitsanteil von jeweils bis zu 10 Prozent beschäftigt. 2015 werden weitere Mitarbeiter für die Kreditbearbeitung hinzukommen.

Angesichts der ständigen Weiterentwicklung der Sparkassengeschäfte, technischer Neuerungen und sich ändernder rechtlicher Anforderungen und Rahmenbedingungen bildete auch im vergangenen Jahr die gezielte Förderung und Entwicklung der Mitarbeiter einen Schwerpunkt der Personalarbeit.

Die Aus- und Fortbildungskosten für bankspezifisch Beschäftigte sowie Auszubildende bei der S Sparkasse Hohenwestedt beliefen sich 2014 auf 45 T€ (2013: 54 T€). Im Verhältnis zur durchschnittlichen Bilanzsumme wurden damit 0,019 % in die Aus- und Fortbildung der Mitarbeiter investiert, im Landesdurchschnitt waren dies 0,015 %.

Um auch weiter konsequent auf die Heranführung eigener Mitarbeiter an Aufgabenbereiche im Hause der Sparkasse setzen zu können, und um weiterhin im Rahmen der eigenen Möglichkeiten einen umfassenden Beitrag zur ausbildungsseitigen Qualifikation junger Menschen zu leisten, hat die S Sparkasse Hohenwestedt auch 2014 einen Ausbildungsplatz besetzt.

2.2.8 Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf

Vor dem Hintergrund der konjunkturellen, aber insbesondere auch der regulatorischen Rahmenbedingungen kann die Geschäftsentwicklung aus Sicht des Vorstandes als noch zufriedenstellend beurteilt werden. Die Ertragslage ist verbesserungsnotwendig.

2.3 Wirtschaftliche Lage 2.3.1 Vermögenslage

Die Struktur des Geschäftsvolumens stellt sich zum Bilanzstichtag wie folgt dar:

  in T€ in % des Geschäftsvolumens
  2014 2013 2014 2013
Aktivseite:        
Kundenkreditvolumen 180.834 185.424 74,2 73,3
Forderungen an Kreditinstitute 32.995 32.152 13,5 12,7
Wertpapiervermögen 20.678 22.120 8,5 8,8
Anlagevermögen 3.083 3.020 1,3 1,2
Sonstige Vermögenswerte 6.058 10.212 2,5 4,0
Passivseite:        
Mittelaufkommen von Kunden 142.700 139.940 58,6 55,3
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 76.503 89.080 31,4 35,2
Sonstige Passivposten (einschließlich Eventualverbindlichkeiten und Rückstellungen) 9.858 9.407 4,0 3,7
Eigenkapital 14.587 14.501 6,0 5,7

Gegenüber dem Vorjahr ergaben sich keine bedeutsamen Veränderungen bei den Strukturanteilen. Auf der Aktivseite stellt das Kundenkreditvolumen (Forderungen an Kunden zuzüglich Treuhandkredite und Eventualverbindlichkeiten) mit 74,2 % (2013: 73,3 %) weiterhin den bedeutendsten Posten des Geschäftsvolumens dar. Die Passivseite ist durch das gestiegene Mittelaufkommen von Kunden (Verbindlichkeiten gegenüber Kunden einschließlich nachrangiger Verbindlichkeiten) mit 58,6 % (2013: 55,3 %) und durch die rückläufigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit 31,5 % (2013: 35,2 %) des Geschäftsvolumens geprägt.

Sämtliche Vermögensgegenstände und Rückstellungen wurden vorsichtig bewertet. Die Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Mit den gebildeten Wertberichtigungen und Rückstellungen ist den Risiken im Kreditgeschäft und den sonstigen Verpflichtungen angemessen Rechnung getragen worden. In den bilanzierten Aktivwerten sind stille Reserven enthalten.

Nach der bei Feststellung des Jahresabschlusses zu beschließenden Rücklagenzuführung in Höhe des Jahresüberschusses von 86 T€ (davon 40 T€ Vorwegzuführung) wird sich das Eigenkapital auf 14.587 T€ (2013: 14.501 T€) belaufen. Dies entspricht einer Steigerung um 0,6 % gegenüber dem Vorjahr. Das Eigenkapital beträgt damit insgesamt 6,1 % der Bilanzsumme (2013: 5,8 %).

Neben dem Eigenkapital verfügt die S Sparkasse Hohenwestedt über einen Fonds für allgemeine Bankrisiken nach § 340g HGB in Höhe von 1.500 T€ sowie über umfangreiche ergänzende Eigenkapitalbestandteile.

Die Eigenkapitalanforderungen wurden jederzeit eingehalten. Die gemäß Art. 92 CRR ermittelte Gesamtkapitalquote als Relation der Eigenmittel in Höhe von 21.855 T€ zur gewichteten Risikoposition, bestehend aus Adressenausfallrisiko, Marktpreisrisiko, CVA-Charge sowie operationellem Risiko, überstieg mit 14,86 % (2013 Gesamtkennziffer gemäß SolvV: 14,54 %) deutlich den gesetzlich vorgeschriebenen Wert von 8,00 % sowie den für 2014 in der Strategie der Sparkasse festgelegten Mindestwert von 12,50 % und bildet damit eine solide Basis.

Die Vermögensverhältnisse der S Sparkasse Hohenwestedt sind als geordnet zu bezeichnen.

2.3.2 Finanzlage

Die S Sparkasse Hohenwestedt refinanziert sich aus dem Kundengeschäft. Darüber hinaus benötigte Mittel werden am Kapitalmarkt beschafft. Änderungen von bedeutsamen Konditionen haben sich im Berichtsjahr nicht ergeben. Auf Fremdwährung lautende Verbindlichkeiten waren nicht im Bestand. Weitere Einzelheiten zu den Verbindlichkeiten sind dem Anhang zum Jahresabschluss zu entnehmen.

Die Sicherstellung der jederzeitigen und ausreichenden Liquidität der S Sparkasse Hohenwestedt gehört zu ihren wesentlichen Unternehmenszielen. Zu diesem Zweck hat die S Sparkasse Hohenwestedt die Ziele ihres Liquiditätsmanagements wie folgt konkretisiert:

dauerhafte Sicherstellung der jederzeitigen Zahlungsfähigkeit,

Optimierung von Zinsergebnis und Liquiditätskosten,

Überwachung und Begrenzung der Risiken aus der Liquiditätsfristentransformation.

Die von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht gem. § 11 des Kreditwesengesetzes aufgestellten Grundsätze über die Liquidität wurden von der S Sparkasse Hohenwestedt im abgelaufenen Geschäftsjahr stets eingehalten. Die nach der Liquiditätsverordnung errechnete Liquiditätskennzahl des ersten Laufzeitbandes bewegte sich im Jahresverlauf zwischen 2,66 und 3,42. Zum Bilanzstichtag wurde ein Wert von 2,66 (2013: 3,96) ausgewiesen. Damit lag die Liquiditätskennzahl im Berichtsjahr stets deutlich über dem regulatorisch vorgeschriebenen Mindestwert von 1,00 und der in der Geschäfts- und Risikostrategie festgelegten Mindestliquiditätskennzahl von 1,20. Auch die darüber hinaus für weitere Beobachtungszeiträume (Laufzeitbänder bis zu zwölf Monaten) zu berechnenden Beobachtungskennzahlen deuten auf keinerlei zu erwartende Liquiditätsengpässe hin.

Im Zuge der Umsetzung des Basel III-Rahmenwerks sind mit der Liquidity Coverage Ratio (LCR) und der Net Stable Funding Ratio (NSFR) künftig neue Liquiditätskennziffern zu berücksichtigen. Die S Sparkasse Hohenwestedt ermittelte die Kennziffern LCR im Berichtsjahr bereits monatlich und stellte quartalsweise im Rahmen einer Beobachtungsphase auch die Daten für die NSFR zusammen.

Zur Erfüllung der Mindestreservevorschriften wurden entsprechende Guthaben bei der Deutschen Bundesbank unterhalten.

Die eingeräumten Kredit- bzw. Dispositionslinien bei der HSH Nordbank AG und der Nord/LB über insgesamt 12,0 Mio. € sowie weitergehende Angebote der Deutschen Bundesbank wurden nicht in Anspruch genommen.

Aufgrund dieser komfortablen Liquiditätssituation war die Zahlungsfähigkeit der S Sparkasse Hohenwestedt im Geschäftsjahr jederzeit gegeben und ist auch für die absehbare Zukunft gesichert.

2.3.3 Ertragslage

Die Erfolgskomponenten aus der Gewinn- und Verlustrechnung stellten sich im Vergleich zum Vorjahr folgendermaßen dar:

Darstellung nach der Gewinn- und Verlustrechnung 2014
in T€
2013
in T€
Veränderung
in T€
Veränderung
in %
Zinsüberschuss (GuV 1, GuV 2 und einschließlich GuV 3) 5.263 5.508 -245 -4,4
Provisionsüberschuss (GuV 5, GuV 6) 1.439 1.416 23 1,6
Sonstige betriebliche Erträge (GuV 8) 404 226 178 78,8
Personalaufwand (GuV 10a) 2.679 2.587 92 3,6
Sachaufwand inkl. Abschreibungen auf Sachanlagen (GuV 10b, GuV 11) 2.976 2.697 279 10,3
Sonstige betriebliche Aufwendungen (GuV 12) 560 1.369 -809 -59,1
Ergebnis vor Bewertung und Risikovorsorge 891 497 394 79,3
Bewertungsergebnis (GuV 13, GuV 14, GuV 15, GuV 16) -555 -40 -515 1.287,5
Zuführung Fonds für allgemeine Bankrisiken (GuV 18) 0 0 0 0,0
Ergebnis nach Bewertung und Risikovorsorge 336 457 -121 -26,5
Außerordentliches Ergebnis (GuV 20, GuV 21) -40 -40 0 0,0
Ertragsteuern (GuV 23) -206 -257 51 -19,8
Sonstige Steuern (GuV 24) -4 -4 0 0,0
Jahresüberschuss (GuV 25) 86 156 -70 -44,9

Der Zinsüberschuss (einschließlich laufender Erträge aus Wertpapieren und Beteiligungen) verringerte sich im Berichtsjahr um 245 T€ auf 5.263 T€ (2013: 5.508 T€). Infolge des anhaltend niedrigen Zinsniveaus sowie bedingt durch den Rückgang des Kundenkreditvolumens waren sowohl Zinserträge als auch Zinsaufwendungen rückläufig. Auch durch die vorzeitige Rückzahlung eines Sparkassenbriefes reduzierten sich die Zinsaufwendungen für Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und konnten dadurch die rückläufige Entwicklung der Zinserträge nahezu kompensieren.

Die Planung des Zinsüberschusses erfolgt nach den Regeln des bundeseinheitlichen Betriebsvergleichs des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes, in dem eine detaillierte Aufspaltung und Analyse des Ergebnisses im Verhältnis zur durchschnittlichen Bilanzsumme erfolgt. Die Erträge und Aufwendungen werden hierbei um periodenfremde und außergewöhnliche Posten bereinigt, die in der internen Darstellung dem neutralen Ergebnis zugeordnet werden. Der nach den Regeln des Betriebsvergleichs ermittelte Zinsüberschuss konnte mit 5.328 T€ (2013: 5.288 T€) im Vergleich zum Vorjahr zwar leicht gesteigert werden, blieb aber unter dem Planansatz. Ausschlaggebend hierfür war das hinter den Erwartungen gebliebene Kreditwachstum in Verbindung mit dem anhaltend niedrigen Zinsniveau.

Der Zinsüberschuss stellt auch weiterhin die bedeutendste Ertragsquelle für die S Sparkasse Hohenwestedt dar, die sich im Bereich der Zinsspanne über dem Durchschnittswert aller Sparkassen in Schleswig-Holstein bewegte.

Entsprechend der Vorgaben des IDW RS BFA 3 hat die S Sparkasse Hohenwestedt im Berichtsjahr eine Bewertung der gesamten zinsbezogenen Geschäfte des Bankbuches durchgeführt und mit einem positiven Ergebnis die Werthaltigkeit ihres Bankbuches insgesamt festgestellt. Rückstellungen waren nicht erforderlich.

Das Provisionsergebnis stellt für die S Sparkasse Hohenwestedt - neben dem Zinsergebnis - eine weitere bedeutende Ertragsquelle dar. Der Provisionsüberschuss 2014 konnte um 23 T€ auf 1.439 T€ (2013: 1.416 T€) erhöht werden. Die Zunahme ist dabei im Wesentlichen auf gestiegene Erträge aus der Vermittlung von Produkten der Verbundpartner zurückzuführen.

Der nach den Regeln des Betriebsvergleichs ermittelte Provisionsüberschuss (einschließlich sonstiger ordentlicher Erträge) erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr auf 1.523 T€ (2013: 1.454 T€). Die im Vorjahr leicht positiv prognostizierte Entwicklung ist damit eingetreten.

Die sonstigen betrieblichen Erträge erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr um 178 T€ auf 404 T€ (2013: 226 T€). Die Zunahme resultierte im Wesentlichen aus außerordentlichen Ertragseffekten aus der Ausbuchung von Verbindlichkeiten in Höhe von 243 T€ die mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht mehr erfüllt werden müssen. Gleichzeitig gingen die erhöhten Erträge des Vorjahres aus der Auflösung von Pensionsrückstellungen deutlich zurück.

Die Personal- und Sachaufwendungen nahmen im Berichtsjahr zu. Die Personalaufwendungen stiegen dabei im Vergleich zum Vorjahr insbesondere aufgrund aperiodischer Zuführungen zur Altersversorgung um 92 T€ auf 2.679 T€ (2013: 2.587 T€). Die Sachaufwendungen einschließlich der Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr um 279 T€ auf 2.976 T€ (2013: 2.697 T€). Diese Zunahme ergibt sich im Wesentlichen als Folge gestiegener Aufwendungen für Dienstleistungen Dritter.

Der nach den Regeln des Betriebsvergleichs ermittelte Verwaltungsaufwand (einschließlich sonstiger ordentlicher Aufwendungen) erhöhte sich entgegen der Planung auf 5.328 T€ (2013: 5.198 T€). Ausschlaggebend hierfür waren insbesondere die über den Erwartungen liegenden Aufwendungen für Dienstleistungen Dritter.

Der Rückgang der sonstigen betrieblichen Aufwendungen im Berichtsjahr um 809 T€ auf 560 T€ (2013: 1.369 T€) ist im Wesentlichen auf im Vergleich zum Vorjahr geringere außerordentliche Aufwendungen im Zusammenhang mit Zahlungsverpflichtungen der schleswig-holsteinischen Sparkassen, und damit auch der S Sparkasse Hohenwestedt, an den Sparkassen-Stützungsfonds zurückzuführen.

Das Ergebnis vor Bewertung und Risikovorsorge lag infolge der vorgenannten Entwicklungen mit 891 T€ deutlich über dem Vorjahreswert von 497 T€.

Das nach den Regeln des Betriebsvergleichs errechnete Betriebsergebnis vor Bewertung bewegte sich dagegen mit 0,64 % (Vorjahr: 0,63 %) der durchschnittlichen Bilanzsumme auf Vorjahresniveau. Die prognostizierte deutliche Steigerung konnte infolge des geringer als geplant ausgefallenen Zinsüberschusses und der über den Erwartungen liegenden allgemeinen Verwaltungsaufwendungen jedoch nicht realisiert werden. Die für den Planungszeitraum von fünf Jahren ursprünglich angestrebte Zielsetzung eines Betriebsergebnisses von 1,00 % der durchschnittlichen Bilanzsumme konnte vor dem Hintergrund des aktuellen Marktumfeldes auch 2014 nicht erreicht werden und wurde zwischenzeitlich durch eine Orientierung am Durchschnittswert der Sparkassen in Schleswig-Holstein ersetzt.

Das Bewertungsergebnis erhöhte sich aufgrund gestiegener Wertberichtigungen im Kreditbereich und trotz rückläufiger Bewertungsnotwendigkeiten im Wertpapier- und Beteiligungsbereich von -40 T€ auf -555 T€.

Das außerordentliche Ergebnis resultiert ausschließlich aus den Übergangseffekten aufgrund der Umstellung der Rechnungslegung auf die Vorschriften des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes in 2010.

Der ausgewiesene Jahresüberschuss (inkl. Vorwegzuführung) bewegt sich mit 86 T€ zwar deutlich unter dem Vorjahresniveau, konnte den Planwert aber übertreffen.

Aus dem Betriebsvergleich leitet sich auch die sog. Cost-Income-Ratio ab. Diese finanzwirtschaftliche Kennzahl beschreibt das Verhältnis der Aufwendungen zu den Erträgen aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit. Die Cost-Income-Ratio lag für 2014 mit 77,6 % leicht über dem Vorjahreswert von 77,0 % und deutlich über dem Verbandsdurchschnitt von 67,7 %. Aufgrund des geringer als geplant ausgefallenen Zinsüberschusses und der über den Erwartungen liegenden allgemeinen Verwaltungsaufwendungen liegt die Kennzahl darüber hinaus über dem bisherigen Zielwert von 69 %.

Eine weitere für die S Sparkasse Hohenwestedt maßgebliche Kennzahl zur Beurteilung der Ertragslage ist die Risikoaufwandsquote. Auch die Ermittlung dieser Kennzahl leitet sich aus den Daten des Betriebsvergleichs ab. Sie zeigt das Bewertungsergebnis in Relation zum Betriebsergebnis vor Bewertung und ist damit ein Indikator für die Risikoaufwände im Kredit-, Wertpapier- und Beteiligungsbereich. Nach einem überaus günstigen Wert im Vorjahr (2,6 %) stieg die Risikoaufwandsquote im Berichtsjahr deutlich an und war zum Jahresende auf 36,1 % zu beziffern. Die Kennzahl lag damit zwar über dem für 2014 geplanten Wert, allerdings konnte das für den Planungszeitraum von fünf Jahren angestrebte Ziel von weniger als 50 % des Betriebsergebnisses vor Bewertung 2014 trotzdem erreicht werden.

Die Ertragslage wird auch vor dem Hintergrund der Spezifika des Geschäftsjahres 2014 als verbesserungsnotwendig beurteilt.

2.3.4 Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage

Die wirtschaftliche Lage der S Sparkasse Hohenwestedt kann aus Sicht des Vorstands vor dem Hintergrund der Kapitalausstattung als noch zufriedenstellend beurteilt werden. Die Ertragslage wird als verbesserungsnotwendig angesehen. Bei geordneten Finanz- und Vermögensverhältnissen verfügt die Sparkasse über eine ausreichende Ertragskraft, die es erlaubt, das für eine stetige Geschäftsentwicklung erforderliche Eigenkapital zu erhalten und perspektivisch moderat zu stärken und damit den Erhalt der Eigenständigkeit sicherzustellen.

3 Nachtragsbericht

Nach Beendigung des Geschäftsjahres 2014 ergaben sich keine Vorgänge von besonderer Bedeutung für die wirtschaftliche Lage der S Sparkasse Hohenwestedt.

4 Risikobericht

4.1 Allgemeine Grundlagen

Das Bankgeschäft ist unmittelbar mit dem Eingehen von Risiken verbunden. Eine Überwachung und Steuerung im Sinne eines risiko-/renditeorientierten Kapitaleinsatzes ist daher eine zentrale Erfolgskomponente. Das Erwirtschaften risikoloser Gewinne über einen längeren Zeitraum ist kaum möglich. Risiken werden bewusst eingegangen, wenn sie zur Erzielung von Erfolgen notwendig und im Verhältnis zu den Chancen vertretbar sind.

Das systematische Risikomanagement nimmt in der Geschäftspolitik der S Sparkasse Hohenwestedt einen hohen Stellenwert ein. Wesentliche Bestandteile des Risikomanagements sind- aufbauend auf den Strategien - eine angemessene Aufbauorganisation und die Einrichtung von Prozessen zur Identifizierung, Beurteilung, Steuerung und Überwachung sowie zur Kommunikation von Risiken.

4.2 Risikostrategie

Der Gesamtvorstand der S Sparkasse Hohenwestedt überprüft jährlich und ggf. anlassbezogen die Risikostrategie. Diese beinhaltet im Wesentlichen die Ziele und Maßnahmen der Risikosteuerung für die wesentlichen Geschäftsaktivitäten der Sparkasse und konkretisiert die Geschäftsstrategie bezüglich des Managements der wesentlichen Risiken.

Die Risikopolitik sieht vor, eine Steigerung der Erträge zu erzielen und dabei gleichzeitig der risikoneutralen Grundausrichtung der Sparkasse Rechnung zu tragen. Dem entsprechend sind identifizierte Risiken durch geeignete Maßnahmen entweder zu vermeiden (Risiken werden nicht eingegangen), zu vermindern (Verminderung der Eintrittswahrscheinlichkeit oder Verlusthöhe, Verbesserung der Beherrschbarkeit), zu versichern (Übertragung auf Dritte) und/oder selbst zu tragen.

Ein wesentliches Ziel der Risikosteuerung der S Sparkasse Hohenwestedt ist die Einhaltung der Risikomonitoring-Vorgaben der Sicherungseinrichtungen der Sparkassen-Finanzgruppe. Darüber hinaus ist ein ausreichendes Risikodeckungspotential zu erhalten, um die regulatorischen Anforderungen nachhaltig zu erfüllen und somit die Eigenständigkeit der S Sparkasse Hohenwestedt sichern zu können.

4.3 Risikomanagementsystem

4.3.1 Organisation des Risikomanagements

Das Risikomanagement der S Sparkasse Hohenwestedt umfasst sowohl Finanzprodukte und -dienstleistungen, Leitungs-, Steuerungs- und Kontrollprozesse als auch Unterstützungsleistungen, welche die Sparkasse von Dritten bezieht. Es ist Bestandteil der ordnungsgemäßen Geschäftsorganisation der S Sparkasse Hohenwestedt und übernimmt eine Unterstützungsfunktion für die Entscheidungsträger in den jeweiligen Unternehmensbereichen und -prozessen.

Der Gesamtvorstand beschließt die Risikostrategie einschließlich der anzuwendenden Methoden und Verfahren zur Risikosteuerung und -überwachung. Er trägt die Gesamtverantwortung für das Funktionieren des Risikomanagementsystems. Die bankaufsichtsrechtlich geforderte Funktionstrennung zwischen dem Markt- und dem Marktfolgebereich wird in allen erforderlichen Bereichen, insbesondere bei der Abwicklung von Handelsgeschäften wie auch im Kreditgeschäft auf allen Ebenen umgesetzt.

Wesentliche Aufgaben des Risikomanagements werden durch die Abteilung Gesamtbanksteuerung wahrgenommen, die organisatorisch von den Marktbereichen getrennt ist. Sie ist verantwortlich für die Erfassung der Risiken und des vorhandenen Risikodeckungspotentials und überwacht die Einhaltung von Risikolimiten.

Die gemäß MaRisk AT 4.4.1 Tz. 2 für die Überwachung und Steuerung von Risiken zuständige Risikocontrolling-Funktion wird durch den Vorstandsvorsitzenden (Überwachungsvorstand) wahrgenommen. Eine Vertretung ist geregelt.

Zusätzlich ist ein Gesamtbankrisikoausschuss institutionalisiert, der vierteljährlich die Gesamtrisikolage der Sparkasse beurteilt und über Steuerungsmaßnahmen entscheidet. Einmal jährlich bzw. anlassbezogen werden die Angemessenheit der strategischen Eckdaten, der Risikofrüherkennungsverfahren und -parameter, der Risikomessverfahren und der organisatorischen Vorkehrungen überprüft und festgelegt. Die Steuerungsteams zum Kreditrisiko und Anlagerisiko sind Teil des Gesamtbankrisikoausschusses.

Die Interne Revision ist integraler Bestandteil des Risikocontrolling- und Risikomanagementsystems und arbeitet im Auftrag des Gesamtvorstandes weisungsfrei als prozessunabhängige Instanz mit dem Ziel der Risikofrüherkennung und -überwachung.

4.3.2 Prozesse des Risikomanagements

Basis des Risikomanagementprozesses der S Sparkasse Hohenwestedt bildet das Risikohandbuch, das aus der jährlichen Inventur und Bewertung sämtlicher erkennbarer Risiken aktualisiert wird und einen Überblick über das Risikomanagementsystem gibt. Das Risikomanagement hat dabei das vorrangige Ziel, unter Beachtung gesetzlicher und aufsichtsrechtlicher Anforderungen, die wesentlichen Risiken des Sparkassenbetriebes qualifiziert und zeitnah zu identifizieren, transparent zu messen und zu steuern.

Die Risikomessung erfolgt für die in die Risikotragfähigkeitsrechnung einbezogenen wesentlichen Risiken in zwei sich ergänzenden Konzepten:

In der periodischen Sichtweise werden die Risiken danach gemessen, ob und in welcher Höhe ihr Eintritt Auswirkungen auf den Jahresüberschuss der Sparkasse hat.

Die wertorientierte Betrachtung ermittelt als Risiko die innerhalb eines festgelegten Zeitraums und mit einer bestimmten Wahrscheinlichkeit eintretende maximale Vermögensänderung.

Die Ermittlung der Risiken in der periodischen Sichtweise erfolgt auf einem Planungshorizont von jeweils einem Jahr. Als Risiko wird in dieser Sichtweise eine negative Abweichung vom Planwert bzw. erwarteten Verlust verstanden.

Für die wertorientierte Ermittlung der Zinsänderungsrisiken wird als Risikomaß der Value at Risk verwendet, wobei ein Planungshorizont von 90 Kalendertagen und ein Konfidenzniveau von 95,0 % zu Grunde gelegt werden.

Die Risikosteuerung der Sparkasse erfolgt primär auf Basis der periodischen Sichtweise. Sowohl die Steuerung der Kreditrisiken als auch die Zusammenführung aller Risikoarten im Rahmen der Risikotragfähigkeitsrechnung erfolgen periodisch. Das Zinsänderungsrisiko wird wertorientiert gesteuert, die periodische Sichtweise fungiert als strenge Nebenbedingung und geht in die steuerungsrelevante Risikotragfähigkeitsrechnung ein. Die aufsichtsrechtliche Sicht auf die Risikotragfähigkeit muss zusätzlich zwingend beachtet werden.

Die Risikotragfähigkeit bildet daher die Basis für die strategischen Entscheidungen der S Sparkasse Hohenwestedt. In diesem Zusammenhang wird das Risikotragfähigkeits-Konzept des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes genutzt, welches neben der periodischen auch die regulatorische und die wertorientierte Betrachtung beinhaltet. Da das wesentliche Ziel der Risikosteuerung die Sicherstellung der Fortführung der S Sparkasse Hohenwestedt ist, wird der entsprechende Ansatz auch in der Risikotragfähigkeit zugrunde gelegt (going concern-Ansatz). Mit Hilfe der periodischen und wertorientierten Betrachtung wird gewährleistet, dass die Risiken jederzeit sowohl aus dem handelsrechtlichen Ergebnis als auch aus vorhandenem Vermögen der Sparkasse getragen werden können.

Das verwendete Risikotragfähigkeitskonzept unterscheidet zwischen einem Planszenario, welches die Entwicklung unter realistischen Umständen mit aktuell zu erwartenden (geplanten) Ertrags- und Risikoaussichten für das Gesamtjahr abbilden soll und dem Risikoszenario zur Abbildung der Entwicklung der Risiken im ungünstigeren Fall sowie Stressszenarien. Der Risikofall, der aufgrund seiner Steuerungsrelevanz mit Risikodeckungspotential zu unterlegen ist, entsteht durch Subtraktion des Erwartungswertes für das Gesamtjahr von dem Wert des Risikoszenarios. Die Definitionen der Szenarien werden durch den Vorstand beschlossen und regelmäßig - mindestens jährlich - durch den Gesamtbankrisikoausschuss überprüft.

Zur Unterlegung der wesentlichen Risiken wird regelmäßig das Risikodeckungspotential der S Sparkasse Hohenwestedt ermittelt und damit überprüft, ob die Risikotragfähigkeit gegeben ist. Das Risikodeckungspotenzial in der steuerungsrelevanten periodischen Sichtweise umfasst sowohl die bilanziellen Eigenkapitalbestandteile (inklusive der Vorsorgereserven, aber exklusive der Nachrangverbindlichkeiten) als auch das geplante operative Ergebnis des Geschäftsjahres.

Ein Teil des so ermittelten Risikodeckungspotenzials wird als Risikotragfähigkeitslimit zur Deckung der Risiken bereitgestellt und in Form von Limiten den Risikoarten zugeordnet sowie als freies Limit vorgehalten.

Die Risikotragfähigkeit wird im vierteljährlichen Turnus ermittelt und die Limitauslastung entsprechend berichtet. Die Gesamtbanksteuerung informiert den Vorstand im Rahmen der vierteljährlichen Risikoberichterstattung über eine Veränderung der Risikolage unter Berücksichtigung aller wesentlichen Risiken mit Auswirkungen auf die Gesamtrisikotragfähigkeit. Wesentliche Veränderungen bei den Einzelrisiken werden dem Gesamtvorstand ad hoc berichtet.

Im Rahmen der Risikotragfähigkeitsermittlung strebt die Sparkasse an, für den Eintritt des Risikofalls stets eine Kernkapitalquote auszuweisen, die sich im Rahmen der in der Geschäftsstrategie festgelegten Leitplankenplanung bewegt. Deren Einhaltung wird ebenfalls vierteljährlich überwacht und berichtet.

Die Entwicklung der Risikotragfähigkeit ist bezüglich des Risikodeckungspotenzials im Ziel von der konsequenten Zuführung sämtlicher nach Steuern verbleibender Ergebnisse in die Vorsorgereserven bzw. in die Gewinnrücklage geprägt. Im Jahr 2014 war bedingt durch weitere Stützungsfalllasten und zu verarbeitende Risiken im Kreditgeschäft eine Vorsorgereservendotierung aus dem laufenden Ergebnis nicht möglich. Der gesamte Jahresüberschuss wird wie im Vorjahr zur Kapitalstärkung verwendet.

Neben der Risikotragfähigkeitsrechnung werden regelmäßig Stressszenarien berechnet, bei denen die Anfälligkeit der Sparkasse gegenüber unwahrscheinlichen, aber plausiblen Ereignissen analysiert wird. Dabei wird auch das Szenario eines schweren konjunkturellen Abschwungs analysiert sowie ein inverser Stresstest durchgeführt. Die Stresstests berücksichtigen dabei auch Risikokonzentrationen innerhalb (Intra-Risikokonzentrationen) und zwischen einzelnen Risikoarten (Inter-Risikokonzentrationen). Diversifikationseffekte, die das Gesamtrisiko mindern würden, werden nicht berücksichtigt. Zur Begrenzung von Risikokonzentrationen hat die S Sparkasse Hohenwestedt je nach Risikoart spezifische Verfahren und Parameter festgelegt.

Der Vorstand informiert vierteljährlich und anlassbezogen den Verwaltungsrat (Risikoausschuss) über die Entwicklung der Risikotragfähigkeit und erläutert diese mit dem Gesamtbankrisikoreport gemäß den Mindestanforderungen an das Risikomanagement (MaRisk) für Kreditinstitute.

4.4 Darstellung der wesentlichen Risikoarten

Als Risiko wird in der S Sparkasse Hohenwestedt die Möglichkeit direkter oder indirekter finanzieller Verluste aufgrund unerwarteter negativer Abweichungen der tatsächlichen von den geplanten Ergebnissen der Geschäftstätigkeit definiert. Erwartete Verluste im Rahmen der Risikotragfähigkeitsermittlung stellen kein Risiko in diesem Sinne dar.

Die für die S Sparkasse Hohenwestedt relevanten Risikokategorien sind dabei das Adressenausfallrisiko incl. der Risiken aus Beteiligungen, das Marktpreisrisiko einschließlich des Zinsänderungsrisikos, das Liquiditätsrisiko und das operationelle Risiko.

Diese Risikokategorien konkretisiert die S Sparkasse Hohenwestedt gebündelt in der Risikostrategie und dem Risikohandbuch. Im Rahmen der schriftlich fixierten Ordnung werden konkretisierende Konzepte und Arbeitsanweisungen bereit gestellt.

4.4.1 Adressenrisiko aus dem Kundenkreditgeschäft

Das Eingehen von Adressenausfallrisiken im Kunden- und Eigenanlagengeschäft ist zentraler Bestandteil der Geschäftstätigkeit der S Sparkasse Hohenwestedt. Das Adressenausfallrisiko beinhaltet im Allgemeinen die Gefahr, dass aufgrund von Bonitätsveränderungen und/oder des Ausfalls einer Person oder einer Unternehmung, zu der eine wirtschaftliche Beziehung besteht, Verluste entstehen.

Unter dem Adressenausfallrisiko im Kreditgeschäft wird die Gefahr verstanden, dass ein Kreditnehmer die ihm gewährten Kredite nicht bzw. nur eingeschränkt oder nicht vollständig vertragsgemäß zurückzahlen kann oder will.

In der Risikostrategie wurden Grundsätze für das Neu- und Bestandsgeschäft festgelegt, wie beispielsweise das Vorliegen bestimmter Mindestbonitäten, der Abbau von Kreditbeständen schlechter Bonitäten oder die Vermeidung von Klumpenrisiken. Darüber hinaus werden über aufbau- und ablauforganisatorische Regelungen, wie z. B. Intensivbetreuung, Problemkreditbearbeitung und dem Steuerungsteam Kreditrisiko Rahmenbedingungen geschaffen, die eine entsprechende Risikobegrenzung sicherstellen.

Das Kreditgeschäft der Sparkasse gliedert sich in die Gruppen Firmenkunden-/ Kommunalkreditgeschäft, das Privatkundenkreditgeschäft sowie die Banken-/ Eigengeschäfte.

  2014
in T€
2013
in T€
Firmenkundenkredite 130.133,2 135.482,1
Privatkundenkredite 72.248,8 72.184,5
öffentliche Haushalte 9.325,3 9.131,7
Banken / Eigengeschäfte 57.324,2 63.724,6
Gesamt 269.031,5 280.522,9

Die Branchenstruktur des nach Kreditnehmereinheiten strukturierten Kreditportfolios stellt sich per 31.12.2014 wie folgt dar:

Branche Kunden in % Obligo
in T€
in % LD
in %
Land- u. Forstwirtschaft 142 3,5% 55.707,6 26,3% 4,4%
Energie, Wasser, Bergbau 6 0,1% 4.701,7 2,2% 5,4%
Verarbeitendes Gewerbe 35 0,9% 5.860,8 2,8% 3,1%
Baugewerbe 57 1,4% 10.923,0 5,1% 4,1%
Handel u. Instandhaltung 86 2,2% 12.251,7 5,8% 6,3%
Verkehr, Nachrichten 10 0,2% 1.205,7 0,6% 1,4%
Kredit- u. Versicherung 22 0,6% 5.254,4 2,5% 1,8%
Dienstleistungen 157 3,9% 33.914,9 16,0% 31,0%
Kirchliche, religiöse Vereinigungen 2 0,1% 137,5 0,1% 0,0%
Privatpersonen 3.453 86,7% 72.248,8 34,1% 39,2%
Öffentliche Haushalte 7 0,2% 9.325,3 4,4% 1,9%
Sonstige 6 0,2% 176,0 0,1% 1,4%
Zwischensumme 3.983 100,0% 211.707,4 100,0% 100,0%
Banken / Eigengeschäfte 14   57.324,1    
Gesamtsumme 3.997   269.031,5    

Die Engagements in erneuerbaren Energien werden überwiegend nicht in der Branche Energie, Wasser und Bergbau aufgeführt, sondern i.R. der Kundenverknüpfung zu Kreditnehmereinheiten dem Branchenschlüssel des Engagementführers zugeordnet, welche größtenteils die Branche Land- und Forstwirtschaft betreffen.

In der Größenklassenstruktur entfallen 36% des Gesamtkreditvolumens im Sinne des § 19 Abs. 1 KWG auf Kreditengagements mit einem Kreditvolumen unter 200 T€. 34% des Gesamtkreditvolumens entfallen auf Kreditengagements mit einem Kreditvolumen über 200 T€ und unter 1.000 T€ und 30% des Gesamtkreditvolumens betreffen Kreditengagements mit einem Kreditvolumen von mindestens 1.000 T€.

Risikoeinstufung für gewerbliche Kunden mit Obligo ab 200 T€ (31.12.2014)

Risikoeinstufung Obligo
in T€
in %
ohne Risikoeinstufung 907,0 0,8%
ohne erhöhte Risiken 27.469,1 24,5%
leicht erhöhte Risiken 58.745,7 52,4%
hohe Risiken 14.371,4 12,8%
deutlich hohe Risiken 5.207,7 4,7%
akute Ausfallrisiken 5.403,6 4,8%
  112.104,5 100,0%

Risikoeinstufung für gewerbliche Kunden mit Obligo unter 200 T€ (31.12.2014)

Risikoeinstufung Obligo
in T€
in %
ohne Risikoeinstufung 239,1 1,3%
ohne erhöhte Risiken 5.408,5 30,0%
leicht erhöhte Risiken 8.660,2 48,0%
hohe Risiken 1.847,2 10,3%
deutlich hohe Risiken 1.068,6 5,9%
akute Ausfallrisiken 805,2 4,5%
  18.028,8 100,0%

Risikoeinstufung für private Kunden (31.12.2014)

Risikoeinstufung Obligo
in T€
in %
ohne Risikoeinstufung 17,5 0,0%
ohne erhöhte Risiken 49.094,2 68,0%
leicht erhöhte Risiken 16.999,2 23,5%
hohe Risiken 1.726,8 2,4%
deutlich hohe Risiken 2.722,5 3,8%
akute Ausfallrisiken 1.688,6 2,3%
  72.248,8 100,0%

Für die Risikoklassifizierung werden die von der Sparkassen-Finanzgruppe entwickelten Rating- und Scoringverfahren (Standardrating, Immobiliengeschäftsrating, Kundenkompaktrating, Bestands- und Antragsscoring) eingesetzt. Mit diesen Verfahren werden die einzelnen Kreditnehmer zur Preisfindung und zur Steuerung des Gesamtkreditportfolios entsprechend ihren individuellen Ausfallwahrscheinlichkeiten einzelnen Ratingklassen zugeordnet. Auf dieser Basis ermittelt die Sparkasse die Adressenausfallrisiken im Kreditgeschäft. Engagements mit latent erhöhten bzw. offenkundigen Risiken werden unverzüglich der Intensivbetreuung oder der Sanierung zugeführt, um auf diesem Wege zu erreichen, dass Risiken begrenzt, reduziert oder bestenfalls ausgeschaltet werden.

Risikokonzentrationen bestehen im Kreditportfolio nach Branchen im Bereich Landwirtschaft und erneuerbare Energien, nach Größenklassen im Bereich der Engagements ab 1,5 Mio.€, im Bereich der regionalen, grundpfandrechtlichen Sicherheiten und aufgrund der regionalen Begrenzung des Geschäftsgebietes und der deshalb begrenzten Verteilung des Kundenkreditportfolios.

Um diese Konzentrationen zu begrenzen, wurden strategisch Volumensgrenzen je Kreditnehmereinheit installiert und werden abhängig vom Rating und der Engagementgröße Konsortialpartner eingebunden. Darüber hinaus werden regelmäßig im Rahmen des Kreditrisikoreportings vertiefende Analysen und Risikosimulationen durchgeführt, u. a. nach Größenklassen, nach Branchen sowie nach Art und Umfang der Besicherung. Damit sollen mögliche Risikokonzentrationen erkannt und deren Bedeutung eingeschätzt werden, um notwendige Gegensteuerungsmaßnahmen zu ergreifen.

Den Risiken aus Branchenkonzentrationen im Bereich Landwirtschaft und erneuerbare Energien wird durch intensive Durchführung von Konsortialgeschäften entgegengewirkt. Ferner wurde das Ausleihvolumen im Geschäftsfeld erneuerbare Energien begrenzt.

Darüber hinaus sorgen die im Hause der S Sparkasse Hohenwestedt eingerichteten Risikofrüherkennungssysteme (credit controller, Identifikation der Dauerüberziehungen 30/60 Tage) dafür, dass regelmäßig eine umfassende, system- und regelbasierte Auseinandersetzung mit solchen Engagements erfolgt, die mindestens latent erhöhte Risiken ausweisen. Damit ist es der Sparkasse in der Vergangenheit gelungen, Risiken frühzeitig zu erkennen, diesen angemessen zu begegnen und engagementbezogen gegenzusteuern.

Das Gesamtrisiko des Kreditportfolios in der periodischen Sichtweise wird auf den Ergebnissen der Risikoklassifizierungsverfahren aufbauend ermittelt. Hierfür wird das System credit controller eingesetzt. Den einzelnen Risikoklassen werden jeweils vom DSGV validierte Ausfallwahrscheinlichkeiten zugeordnet. Der Erwartungswert des Bewertungsergebnisses Kredit für das Gesamtjahr ist das Maximum aus dem ursprünglichen EWB-Planungswert und dem für die Zeit bis zum Ende des Geschäftsjahres noch zu erwartenden Wert zzgl. des bereits eingetretenen Ergebnisses. Für den Risikofall werden zunächst zwei unterschiedliche Risikoszenarien bewertet und anschließend das Szenario mit der höheren Belastung verwendet. In einem Szenario wird auf die Änderung von zentralen Parametern, wie z. B. pauschale Abschläge auf Kreditsicherheiten und Erhöhung der Ausfallwahrscheinlichkeiten abgestellt. Für das zweite Szenario wird ermittelt welche Belastung aus dem Ausfall einer bestimmten Anzahl an Kundenverbünden zusätzlich zum Erwartungswert entstehen würde. Die Differenz aus Erwartungswert und Risikofall bildet das Bewertungsrisiko Kredit.

Vierteljährlich werden Detailinformationen u. a. über die Struktur des Kreditportfolios, dessen Entwicklung, Übersichten zu bemerkenswerten Engagements sowie Abweichungen zur Risikostrategie im Kreditrisikoreport dargelegt. Zudem fließen die aktuellen Gesamtportfoliodaten (Entwicklungen Obligogröße, Rating, Branchen etc.) sowie die Ergebnisse aus den Bereichen Sanierung und Abwicklung mit ein. Die Ergebnisse aus der Risikoquantifizierung fließen in die Risikotragfähigkeitsrechnung ein und werden im Gesamtbankrisiko-Report berichtet sowie mit dem Risikoausschuss erörtert.

Das Berichtswesen sichert somit quartalsweise eine weitreichende Transparenz über die Entwicklung des Kreditportfolios der S Sparkasse Hohenwestedt und ermöglicht somit unterjährig Risikosteuerungsmaßnahmen zu ergreifen.

Adressenausfallrisiken im Kreditgeschäft zum 31.12.2014 auf Sicht 2015 (periodische Risikotragfähigkeitsrechnung):

Bezeichnung Risiko Limitauslastung Risiko Vorjahr
Bewertungsrisiko - Kredit 438 T€ 34% 451 T€

Die Adressenausfallrisiken im Kreditgeschäft sind 2014 gemessen am Risikofall der Risikotragfähigkeitsrechnung zurückgegangen und bewegten sich im abgelaufenen Geschäftsjahr innerhalb der vorgegebenen und auf die Risikotragfähigkeit der Sparkasse abgestimmten Grenzen. Das Bewertungsergebnis für das Kreditgeschäft war 2014 durch einen deutlichen Aufwand gekennzeichnet.

Seit 2014 wird ergänzend das System Credit-Portfolio-View (Periodikmodul) eingesetzt. Dort wird die Verlustverteilung des Kreditportfolios in einen "erwarteten Verlust" und einen "unerwarteten Verlust" unterteilt. Der "erwartete Verlust" als statistischer Erwartungswert wird im Rahmen der Kalkulation als Risikoprämie in Abhängigkeit von der ermittelten Ratingstufe und den Sicherheiten berücksichtigt. Der "unerwartete Verlust" (ausgedrückt als Value at Risk) spiegelt die möglichen Verluste wider, die unter Berücksichtigung eines Konfidenzniveaus von 99% innerhalb der nächsten zwölf Monate voraussichtlich nicht überschritten werden. Mit Hilfe dieser Informationen werden auch die Veränderungen des Kreditportfolios analysiert. Darüber hinaus werden die Ergebnisse im Rahmen des Präventionsmanagements dem Sparkassen- und Giroverband für Schleswig-Holstein zur Verfügung gestellt.

Risikovorsorgemaßnahmen sind für alle Engagements vorgesehen, bei denen nach umfassender Prüfung der wirtschaftlichen Verhältnisse der Kreditnehmer davon auszugehen ist, dass die fälligen Zins- und Tilgungszahlungen voraussichtlich nicht gemäß den vertraglich vereinbarten Kreditbedingungen erbracht werden können. Bei der Bemessung der Risikovorsorgemaßnahmen werden die voraussichtlichen Realisationswerte der gestellten Sicherheiten berücksichtigt.

Von dem Gesamtbetrag an Einzelwertberichtigungen und Rückstellungen entfällt der überwiegende Teil auf Unternehmen und wirtschaftlich selbständige Personen. Die Direktabschreibungen, Eingänge auf abgeschriebene Forderungen, Kredite in Verzug (ohne Wertberichtigungsbedarf) und Nettozuführungen/Auflösungen von EWB entfallen nahezu ausschließlich auf im Inland ansässige Privatpersonen und Unternehmen. Der Anteil von Forderungen in Verzug (ohne Wertberichtigungen) außerhalb Deutschlands ist von untergeordneter Bedeutung. Wechselkursbedingte und sonstige Veränderungen lagen zum Berichtsstichtag nicht vor.

Entwicklung der Risikovorsorge:

Art der Risikovorsorge Anfangsbestand per 01.01.2014
T€
Zuführung
T€
Auflösung
T€
Verbrauch
T€
Endbestand 31.12.2014
T€
EWB 1.820 841 -153 -95 2.413
Rückstellungen 3 0 -1 0 2
PWB 311 0 -87 0 224
Gesamt 2.134 841 -241 -95 2.639

Da Auslandskredite nur in sehr geringem Umfang vergeben werden, haben Länderrisiken aus dem Kreditgeschäft keine wesentliche Bedeutung.

Insgesamt strebt die S Sparkasse Hohenwestedt für die weitere Zukunft eine den Kapital- und Ertragsanforderungen angemessene Geschäftsentwicklung durch gute Bonitäten im Kundenkreditgeschäft an. Darüber hinaus wird die Sparkasse ihr Hauptaugenmerk auch künftig darauf legen, alle bestehenden Engagements eng zu begleiten, um Risiken erst gar nicht entstehen zu lassen sowie solche, die bereits vorliegen, konsequent zu begrenzen und möglichst sukzessive zu reduzieren.

4.4.2 Adressenrisiko aus Beteiligungen

Das Beteiligungsrisiko umfasst neben dem Risiko eines potentiellen Wertverlustes das Risiko der Un- oder Unterverzinslichkeit des Beteiligungsinvestments. Über das eigentliche Beteiligungsrisiko hinaus können zudem weitere Haftungsrisiken aus der Beteiligung selbst entstehen, wie z. B. aus der Anstaltslast bzw. Gewährträgerhaftung bei Beteiligungen an öffentlich-rechtlichen Kreditinstituten.

Beteiligungen werden von der S Sparkasse Hohenwestedt zur Unterstützung des Verbundgedankens (sog. Verbundbeteiligungen) oder zur Erfüllung von Verpflichtungen innerhalb der Sparkassen-Finanzgruppe eingegangen. Insofern ist die Zusammensetzung des Beteiligungsportfolios im Wesentlichen von strategischen Entscheidungen der Sparkassen-Finanzgruppe abhängig (Entwicklung des Beteiligungsportfolios siehe Kapitel 2.2.2.4).

Das Beteiligungsrisiko wird von der S Sparkasse Hohenwestedt insbesondere vor dem Hintergrund der Bewertungsnotwendigkeiten der vergangenen Jahre als wesentliches Risiko eingestuft. Die detaillierten Festlegungen zum Beteiligungsrisiko sind in einer gesonderten Beteiligungsstrategie nach MaRisk niedergelegt.

Die Beteiligungen der S Sparkasse Hohenwestedt beschränken sich fast ausschließlich (99,6 %) auf die Sparkassen-Finanzgruppe. Somit ist hier von einer Risikokonzentration auszugehen, bei der die geringen Möglichkeiten der Einflussnahme der S Sparkasse Hohenwestedt faktisch keine Risikominderung zulassen. Das Risikocontrolling für die Verbundbeteiligungen wird auf der Grundlage der durch den Sparkassen- und Giroverband für Schleswig-Holstein zur Verfügung gestellten Informationen wahrgenommen. Der Betrag des Risikos basiert auf einer Expertenschätzung. Die Sparkasse wird über die Ergebnisse informiert und setzt kein eigenes Instrumentarium zur Messung des Beteiligungsrisikos ein.

In diesem Zusammenhang sieht der Vorstand der S Sparkasse Hohenwestedt es als vordringliche Aufgabe, im Rahmen der Risikotragfähigkeitsplanung stets ausreichend Risikokapital für mögliche Risiken aus Beteiligungen bereit zu stellen.

Adressenausfallrisiken der Beteiligungen zum 31.12.2014 auf Sicht 2015 (periodische Risikotragfähigkeitsrechnung):

Bezeichnung Risiko Limitauslastung Risiko Vorjahr
Beteiligungsrisiko 314 T€ 79% 314 T€

Die S Sparkasse Hohenwestedt begegnet der Risikokonzentration mit einer an den unteren Bandbreiten der Bewertungsvorschläge (i. S. der maximal möglichen Abschreibungsvornahme) ausgerichteten Bewertung der Beteiligung sowie mit einer stets an den Empfehlungen des Sparkassen- und Giroverbandes für Schleswig-Holstein ausgerichteten Risikolimitierung. Darüber hinaus verfolgt die S Sparkasse Hohenwestedt im Zusammenhang mit Beteiligungen weiterhin das strategische Ziel, Beteiligungen oberhalb der Risikorelevanzgrenze für das gewerbliche Kundenkreditgeschäft, die nicht den strategischen Zielsetzungen der Sparkassen-Finanzgruppe entsprechen, zu vermeiden.

Die Auslastung des Limits für Beteiligungsrisiken wird im Rahmen des vierteljährlichen Risikoreportings dem Gesamtvorstand und dem Verwaltungsrat zur Kenntnisnahme vorgelegt.

Beteiligungsrisiken wurden in 2014 nicht schlagend.

Im Zusammenhang mit den mittelbaren Beteiligungen an Unternahmen des Finanzsektors können sich aufgrund des aktuellen Bankenumfeldes (u. a. strengere regulatorische Anforderungen, erneute Stresstests, Niedrigzinsphase) der europäischen Staatsschuldenkrise und den damit verbundenen Unsicherheiten sowie einer vor dem Hintergrund historisch niedriger Zinsen nicht auszuschließenden Erhöhung des Kapitalisierungszinssatzes zukünftig weitere Abschreibungsrisiken ergeben, in Teilen bestehen hohe Planerfüllungsrisiken.

4.4.3 Adressenrisiken aus Eigenanlagen

Unter dem Adressenausfallrisiko aus Eigenanlagen wird die Gefahr von Bonitätsverschlechterungen oder der Ausfall eines Emittenten, Kontrahenten oder eines Referenzschuldners verstanden. Es wird als periodische Kennzahl Bewertungsrisiko Wertpapiere ausgedrückt, die auch den zinsänderungsrisikobezogenen Anteil beinhaltet (siehe 4.4.4.2).

Für das Depot A der Sparkasse werden Anleihen vom Bund und anderen Staaten, Ländern oder Gemeinden erworben. Weiterhin kann in Bankschuldverschreibungen (gedeckt und ungedeckt) sowie in Unternehmensanleihen investiert werden. Die Nominalwährung beim Erwerb von Anleihen ist auf Euro beschränkt, um Währungsrisiken auszuschließen. Auf die Einführung weiterer Anlageklassen, insbesondere dem Erwerb von ETF's wurde verzichtet.

Für die Limitierung des Adressenausfallrisikos aus Eigenanlagegeschäften setzt die Sparkasse individuelle Emittenten- und Kontrahentenlimite in Form von Volumenlimiten fest. Das Limitsystem dient der Steuerung von Risiken und Konzentrationen. Die Bonität der Emittenten muss mindestens der externen Ratingklasse BBB- (Standard&Poors) bzw. baa3 (Moodys), d.h. einem "Investment Grade" entsprechen. Darüber hinaus wird der Geschäftsumfang durch die vom Vorstand vorgegebene Marktpreisrisikostrategie und weitere Rahmengrundsätze begrenzt.

Der Bestand der Wertpapiere (Buchwerte) zum 31.12.2014 entfällt im Wesentlichen auf Schuldverschreibungen und Anleihen (11,8 Mio. €) und Investmentfonds (8,6 Mio. €).

Durch die typischerweise an Wertpapiermärkten gehandelten Losgrößen, entstehen im Depot-A unweigerlich Größenkonzentrationen. Durch die Investition in Papiere von Emittenten mit relativ geringer Ausfallwahrscheinlichkeit wird diesem Sachverhalt Rechnung getragen. Konzentrationen bestehen hinsichtlich der Forderungen an Landesbanken (Geldanlagen, Wertpapiere) und Bausparkassen, die zum 31.12.2014 rund 38,2 Mio. € betrugen. Aufgrund der zufriedenstellenden Bonität und angesichts des gemeinsamen Haftungsverbundes der Sparkassenorganisation werden derzeit in den Konzentrationen keine gravierenden Risiken gesehen.

Zur Begrenzung der Konzentrationsrisiken

werden ratingabhängige Volumensgrenzen je Emittent/Kontrahent festgelegt.

erfolgt der Erwerb von Anteilen an Sondervermögen nur so weit, wie die Kombination aus Anlagevolumen und maximalem Anteil eines Emittenten am Sondervermögen sicherstellt, dass kein Emittent die Risikorelevanzgrenze der Sparkasse überschreitet.

ist beim Erwerb von Anteilen an Immobilienfonds der Anteil des einzelnen Objektes am Fondsvermögen mit einem besonderen Limit versehen.

Darüber hinaus wird durch die Überwachung der Einhaltung der Emittenten- und Kontrahentenlimite in der täglichen Disposition durch die Abteilung Gesamtbanksteuerung sichergestellt, dass die vorgesehenen Größenordnungen nicht überschritten werden. Risiken aus derivativen Positionen und aus Direktanlagen in Form von Tages-, Termingeld- und Schuldscheinanlagen werden zum einen durch Beschränkung auf Partner aus der Sparkassen-Finanzgruppe begrenzt. Zudem werden die Geschäfte auf mehrere dieser Partner verteilt und durch festgesetzte Limite und deren Überwachung eingeschränkt.

Dem Vorstand wird vierteljährlich über die Adressenausfallrisiken aus Eigenanlagen berichtet. Die Adressenausfallrisiken aus Eigenanlagen bewegten sich im abgelaufenen Geschäftsjahr innerhalb der vorgegebenen und auf die Risikotragfähigkeit der Sparkasse abgestimmten Limite. Im Hinblick auf Wertpapiere von Emittenten mit Sitz im Ausland befinden sich ausschließlich Staatsanleihen im Bestand, weshalb das Emittentenrisiko von wesentlicher Bedeutung ist. Das Länderrisiko wird von der S Sparkasse Hohenwestedt als Teil des Emittentenrisikos angesehen.

4.4.4 Marktpreisrisiken

Im Bereich der Marktpreisrisiken sind für die S Sparkasse Hohenwestedt vor allem das Zinsänderungsrisiko sowie das Kursrisiko von besonderer Bedeutung. Währungs-, Options-, Rohwaren- und Sachwertrisiken werden von der S Sparkasse Hohenwestedt aufgrund geringer oder nicht vorhandener Bestände als unbedeutend eingestuft.

4.4.4.1 Marktpreisrisiken aus Handelsgeschäften

Unter Marktpreisrisiken wird grundsätzlich das Risiko potentieller Verluste bilanzwirksamer und außerbilanzieller Positionen aufgrund von Veränderungen der Marktpreise verstanden. Insofern besteht das Marktpreisrisiko in der potentiellen negativen Veränderung der Positionswerte und wird als Bewertungsrisiko aus Wertpapieren quantifiziert.

Marktpreisrisiken können durch Änderungen der Marktpreise dergestalt entstehen, dass Ertragseinbußen aus Wertpapier-, Beteiligungs-, Devisen-, Rohstoff- und/oder Immobilienpreisreduktionen bzw. durch Schwankungen der Zinssätze resultieren.

Ziel der Eigenhandelsaktivitäten der S Sparkasse Hohenwestedt ist die Optimierung der Liquiditätssteuerung und die Ergebnisverstetigung.

Der Bestand der bilanzwirksamen Handelsgeschäfte hat sich zum Bilanzstichtag wie folgt entwickelt:

  Buchwerte
Anlagekategorie 31.12.2014
Mio. €
31.12.2013
Mio. €
1) Termingelder und Guthaben 27,7 32,3
2) Namenspfandbriefe / Schuldschein darlehen 8,0 8,0
3) Schuldverschreibungen und Anleihen 11,8 13,5
4) Investmentfonds 8,6 8,4

Die Ermittlung und Überwachung der Marktpreisrisiken der bewertungsrelevanten Handelsgeschäfte (Position 3) erfolgt täglich anhand eines Overnight-Zinsszenarios mithilfe der Anwendung SimCorp Dimension und unter strenger Beachtung der Funktionstrennung zum Handel. Dabei wird ein DSGV Grenzszenario auf Basis eines 95% Konfidenzniveaus und einer Haltedauer von 90 Kalendertagen zugrunde gelegt und um Spread-Aufschläge zur Abbildung des Credit Spread Risikos ergänzt. Für die im Bestand befindlichen Fonds (Position 4) werden Risikokennzahlen genutzt, die monatlich von der Fondsgesellschaft zur Verfügung gestellt werden. Das Risiko wird auf einem Konfidenzniveau von 95% und einer unterstellten Haltedauer von 250 Handelstagen quantifiziert. Darüber hinaus wird eine täglich aktualisierte Bewertung zu Marktpreisen durchgeführt. Hierbei werden regelmäßig zukünftige Abschreibungsrisiken ermittelt und ihre Auswirkungen auf die Risikosituation dargestellt. Ab Mitte eines jeden Jahres wird darüber hinaus eine Risikobetrachtung auf den übernächsten Bilanzstichtag vorgenommen. Zusätzlich werden die Handelsgeschäfte vierteljährlich auf Verlustrisiken unter Annahme extremer Marktentwicklungen (Stresstests) untersucht.

Das Bewertungsergebnis Wertpapiere zum 31.12.2014 beläuft sich auf -21 T€ (2013: -165 T€).

Die Marktpreisrisiken werden durch Festlegung eines Risikolimits für das Bewertungsrisiko aus Wertpapiergeschäften und ein Value-at-Risk-Limit für Investmentfonds begrenzt. Die Einhaltung der Limite wird täglich überwacht. Bei Überschreitung von Limiten bzw. der vordefinierten Frühwarngrenzen ist vorgesehen, dass der Gesamtvorstand über Maßnahmen zur Verringerung der Marktpreisrisiken entscheidet. Für das Risikocontrolling gemäß MaRisk wird vierteljährlich ein Vorstandsreport erstellt.

Marktpreisrisiken aus Handelsgeschäften zum 31.12.2014 auf Sicht 2015 (periodische Risikotragfähigkeitsrechnung):

Bezeichnung Risiko Limitauslastung Risiko Vorjahr
Bewertungsrisiko - Wertpapiere 325 T€ 30% 377 T€

Das Bewertungsrisiko aus Wertpapieren bewegte sich im abgelaufenen Geschäftsjahr immer im Rahmen der gesetzten Limite.

Da Immobilien im Bereich der Eigenanlagen einen Anlageschwerpunkt bilden, geht die Sparkasse Hohenwestedt hier von einer Risikokonzentration aus. Zur Begrenzung ist der Einzelanteil an einer Immobilie mit einem eigenen Limit versehen, das regelmäßig überwacht wird.

Konzentrationen, die sich auf den zinsänderungsrisikobezogenen Anteil des Bewertungsrisikos der Wertpapiere auswirken können, werden im Rahmen der Zinsänderungsrisikosteuerung berücksichtigt.

4.4.4.2 Zinsänderungsrisiken

Aufgrund der Geschäftsstruktur und der Nachfrage im Kundengeschäft ist ein wesentlicher Teil der Vermögensanlagen, insbesondere Forderungen an Kunden und Wertpapiereigenanlagen mit überwiegend langfristigen Zinsbindungen ausgestattet. Demgegenüber sind die Finanzierungsmittel in einem geringeren Umfang fest-zinsgebunden und die Laufzeiten der Zinsbindungen auf der Passivseite sind teilweise kürzer als auf der Aktivseite. Ein bedeutender Teil der Einlagen von Kunden ist variabel verzinslich.

Das Zinsänderungsrisiko liegt darin, dass bei einem steigenden Zinsniveau sowie einer Veränderung der Zinsstrukturkurve grundsätzlich höhere Zinsaufwendungen entstehen können, denen keine entsprechend gestiegenen Zinserträge gegenüberstehen, da die Zinssätze für die Vermögensanlagen aufgrund der Festzinsbindungen überwiegend nicht angehoben werden können. Auch Veränderungen der Geschäftsstruktur beeinflussen dieses Risiko, das teilweise durch derivative Finanzinstrumente in Form von Zinsswaps abgesichert wird.

Vorzeitige Kreditrückzahlungen haben für die S Sparkasse Hohenwestedt nach den bisherigen Erfahrungen keine wesentliche Bedeutung und beeinflussen das Zinsänderungsrisiko nicht wesentlich.

Bei den Sichteinlagen ist im abgelaufenen Geschäftsjahr ein Anstieg von rd. 3,3 % zu verzeichnen. Historisch wurden größere Schwankungen vor allem zum Jahresende beobachtet.

Die S Sparkasse Hohenwestedt geht in Ihren Annahmen davon aus, dass sich das allgemeine Zinsniveau und die Zinsstruktur in der nächsten Zeit nur leicht verändern werden. Auf Sicht von 12 Monaten werden keine Zinserhöhungen und damit kaum Veränderungen der aktuellen Zinsstrukturkurve erwartet.

Die Entwicklung des Geld- und Kapitalmarktes wird laufend beobachtet, um sofort angemessen auf Veränderungen reagieren und mögliche negative Auswirkungen des Zinsänderungsrisikos eingrenzen zu können.

Die Messung und Steuerung des Zinsänderungsrisikos erfolgt in der S Sparkasse Hohenwestedt vierteljährlich durch die wertorientierte Betrachtungsweise. Ziel der wertorientierten Zinsbuchsteuerung ist es, alle Wertänderungen der zinsabhängigen Vermögens- und Schuldposten aufgrund von Marktzinsänderungen zu erfassen. Dadurch soll eine Steuerungsgrundlage geschaffen werden, die es ermöglicht, die Erträge zu optimieren und die Risiken aus der Fristentransformation zu begrenzen.

Grundlage der Ermittlung des Zinsänderungsrisikos bilden die Zahlungsströme des Zinsbuchs. Für festverzinsliche Geschäfte werden die Zahlungsströme auf der Grundlage von Zinsbindungsbilanzen mit den zugehörigen Tilgungsplänen und Zinszahlungsterminen bestimmt. Den Zahlungsströmen der variablen Geschäfte liegen hinsichtlich der Zinsanpassungen und der Kapitalbindung Fiktionen zugrunde. Die Bestimmung der dafür festzulegenden Parameter erfolgt nach der Methode der gleitenden Durchschnitte. Eine Überprüfung der Parameter erfolgt jährlich.

Bei der wertorientierten Zinsbuchsteuerung werden sämtliche Zahlungsströme des variabel- und festverzinslichen Geschäfts zu einem Summenzahlungsstrom aggregiert und dessen Barwert ermittelt. Auf Basis von Risikokennzahlen (Value-at-Risk) und Risiko-Ertrags-Kennzahlen (RORAC) wird das Zinsänderungsrisiko bestimmt und beurteilt. Dabei orientiert sich die Sparkasse bezüglich der Steuerung des Zinsänderungsrisikos an einem als effizient ermittelten Summenzahlungsstrom als Benchmark. Die Einräumung von Abweichungslimiten soll sicherstellen, dass von definierten Zielstrukturen nur innerhalb des gewünschten Rahmens abgewichen wird. Durch diese Limitierung wird der Bedarf von Risikoabsicherungen frühzeitig signalisiert und im Rahmen der definierten Steuerungsprozesse geregelt. Für die Ermittlung des Value-at-Risk wird im Rahmen der eingesetzten Standardsoftware sDIS OSPlus der Finanz Informatik die Methode der Modernen historischen Simulation angewendet mit einem Konfidenzniveau von 95% und einer Haltedauer von 90 Tagen. Das Risikolimit wird durch eine Ober- und Untergrenze dargestellt, die von dem Risikowert der Benchmark abhängen. Zudem wird das Abweichungslimit betrachtet, das die Abweichung der Zinsbuchperformance von der Performance der Benchmark begrenzen soll.

Die Sparkasse hat seit dem 01.01.2014 die Benchmark "1,5 x 10 Jahre gleitend ./. 0,5 x 3 Monate" gewählt und verwendet als maßgebliche Zinskurve die Pfandbriefkurve. Zur Annäherung des Zinsbuches an die Benchmark werden z. B. auch Zinsswaps eingesetzt.

Bei der Steuerung des Zinsänderungsrisikos ist als strenge Nebenbedingung die GuV-orientierte Sicht zu beurteilen. Ausgehend von den ermittelten Zahlungsströmen wird unter Berücksichtigung der für die einzelnen Bilanzpositionen geplanten Margen und Bestandsentwicklungen der Zinsüberschuss des laufenden Jahres und der Folgejahre prognostiziert. Anschließend werden die Auswirkungen von angenommenen Änderungen des Marktzinsniveaus (Stresstests) und Bestandsentwicklungen auf den Zinsüberschuss mit Hilfe der Standardsoftware GuV-Planer analysiert und somit das Zinsüberschussrisiko bestimmt. Dieses begrenzt und überwacht die S Sparkasse Hohenwestedt ebenfalls durch ein Limit, das im Rahmen der GuV-orientierten Risikotragfähigkeitsrechnung vergeben wird.

Die Integration in das Gesamtbankreporting und die passive Steuerung im Wege der Ausrichtung an der Benchmark erfolgen mit Hilfe des Risikoberichts Zinsbuchsteuerung, der vierteljährlich durch die NRS Norddeutsche Retail-Service GmbH erstellt wird.

Auf Basis der Anforderung der BaFin zum Zinsschock (Zinsänderungsrisiken im Anlagebuch; Ermittlung der Auswirkungen einer plötzlichen und unerwarteten Zinsänderung) wurde zum Stichtag 31.12.2014 die wertorientierte Auswirkung einer Ad-hoc-Parallelverschiebung der Zinsstrukturkurve um + bzw. - 200 Basispunkte errechnet. Die Verminderung des Barwertes gemessen an den regulatorischen Eigenmitteln betrug 10,73% und lag damit unterhalb von 20 %. Vor dem Hintergrund der guten Kapitalausstattung und der damit verbundenen Risikotragfähigkeit sowie der zufriedenstellenden Risikolage wird das Zinsänderungsrisiko für vertretbar eingestuft. Über diesen aufsichtsrechtlich geforderten Stresstest hinaus werden weitere Zinskurvensimulationen in Form von Parallelverschiebungen, Drehungen, Inversität und Grenzszenarien des DSGV durchgeführt.

Das Zinsänderungsrisiko der S Sparkasse Hohenwestedt lag sowohl in der wertorientierten als auch in der periodischen Betrachtung im Jahr 2014 innerhalb der vorgegebenen Limite und ist bezogen auf die wertorientierte Betrachtung im Verhältnis zum Gesamtwert des Zinsbuches leicht angestiegen.

  Per 31.12.2014 Per 31.12.2013
Relativer Value at Risk (in % des Gesamtbankbarwerts): 2,74 2,41

Zinsänderungsrisiko zum 31.12.2014 auf Sicht 2015 (periodische Risikotragfähigkeitsrechnung):

Bezeichnung Risiko Limitauslastung Risiko Vorjahr
Zinsspannenrisiko 59 T€ 20% 112 T€

Als Zinsspannenrisiko wird die Differenz aus dem Erwartungswert (Zinsspanne auf Basis der aktuellen Zinsstruktur) und dem Risikofall in die periodische Risikotragfähigkeitsrechnung eingestellt. Für den Risikofall wird auf Basis der differenzierten Zinsszenarien analysiert, welches Zinsszenario zur zweitgrößten Belastung führt.

Konzentrationen können innerhalb des Zinsbuches durch eine nicht Benchmarkorientierte überproportionale Abhängigkeit von der Veränderung einzelner Zinssätze der Euro-Zinskurve auftreten. Sie werden vierteljährlich analysiert und im Gesamtbankrisikobericht dargestellt und bewertet. Weitere Risikokonzentration können durch implizite Optionen entstehen, wodurch Kapital- und oder Zinsbindungen nicht bestimmbar sind, weil sie von dem Ausübungsverhalten des Kunden abhängen. Sie treten in der Sparkasse ausschließlich in Form von Sondertilgungs- und Sonderkündigungsrechten im Kreditgeschäft auf. Vor dem Hintergrund nachweislich geringer Ausübungen ist das Risiko gering, zumal sich die Ausübung von Sondertilgungsrechten mindernd auf das Zinsänderungsrisiko auswirkt. Die Ausübungen werden ein Mal jährlich überprüft. Zur Begrenzung der Konzentrationsrisiken wird eine Streuung der Restlaufzeiten durch Annäherung an die im Rahmen der wertorientierten Zinsbuchsteuerung gewählte Benchmark verfolgt. Zudem werden im Rahmen des vierteljährlichen Reportings mögliche Risikokonzentrationen analysiert und ggf. Gegensteuerungsmaßnahmen aufgesetzt.

4.4.5 Liquiditätsrisiken

Das Liquiditätsrisiko bezeichnet die Gefahr, dass Zahlungsverpflichtungen im Zeitpunkt ihrer Fälligkeit nicht oder nicht vollständig erfüllt werden können (Liquiditätsengpassrisiko), zusätzliche Refinanzierungsmittel nur zu erhöhten Marktzinsen beschafft werden können (Liquiditätsspreadsrisiko) oder vorhandene Vermögenswerte nur mit Preisabschlägen verwertet werden können (Marktliquiditätsrisiko).

Oberstes Ziel der Überwachung und Steuerung der Liquiditätsrisiken ist die Gewährleistung einer jederzeitigen Zahlungsfähigkeit. Die von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht gem. § 11 des Kreditwesengesetzes aufgestellten Grundsätze über die Liquidität wurden von der S Sparkasse Hohenwestedt im abgelaufenen Geschäftsjahr stets eingehalten. Die nach der Liquiditätsverordnung errechnete Liquiditätskennzahl des ersten Laufzeitbandes bewegte sich im Jahresverlauf zwischen 2,66 und 3,42. Zum Bilanzstichtag wurde ein Wert von 2,66 (2013: 3,96) ausgewiesen. Damit lag die Liquiditätskennzahl im Berichtsjahr stets deutlich über dem aufsichtsrechtlich vorgeschriebenen Mindestwert von 1,00 und der in der Risikostrategie festgelegten Mindestliquiditätskennzahl von 1,20. Auch die darüber hinaus für weitere Beobachtungszeiträume (Laufzeitbänder bis zu zwölf Monaten) zu berechnenden Beobachtungskennzahlen deuten auf keinerlei zu erwartende Liquiditätsengpässe hin.

Die nach der der Liquidity Coverage Ratio (LCR) errechnete Kennzahl beträgt zum 31.12.2014 1,52.

Für den Fall, dass die Liquiditätskennzahl unterschritten würde, ergreift die Sparkasse geeignete Maßnahmen zur Überprüfung und Sicherstellung der Liquidität. So können z. B. kurzfristig Kreditlinien bis 12,0 Mio. € in Anspruch genommen, mittel- und langfristige Refinanzierungsmittel aufgenommen sowie Wertpapiere der Liquiditätsreserve verkauft werden. Zur Validierung der Steuerungsrelevanz der definierten Warnmarke werden regelmäßig Szenariobetrachtungen durchgeführt.

Darüber hinaus werden die liquiditätsrelevanten Zahlungsströme aus Aktiva und Passiva nach ihrer Laufzeit in Zeitbänder (Zahlungsstrombilanz) eingestellt und münden in eine Liquiditätsplanung, die eine angemessene Liquiditätsvorsorge gewährleistet. Daneben wird regelmäßig überprüft, inwieweit die Sparkasse in der Lage ist, einen auftretenden Liquiditätsbedarf zu decken. Grundlage dafür bildet eine Liquiditätsliste, in der jene Liquiditätsquellen aufgeführt sind, die zur Deckung eines Liquiditätsbedarfs herangezogen werden können. Hierzu gehört im Wesentlichen der Bestand an Wertpapieren der Liquiditätsreserve. Für den Fall des Eintritts eines Liquiditätsengpasses ist ein Notfallplan erlassen worden, der die in der Liquiditätsliste aufgeführten Liquiditätsquellen zugrunde legt.

Für das operative Liquiditätsmanagement hat die S Sparkasse Hohenwestedt eine entsprechende Steuerung in der täglichen Disposition implementiert und zudem ein Steuerungsteam Anlagerisiko gebildet, das monatlich tagt und über mögliche sowie ggf. nötige Liquiditätssteuerungsmaßnahmen entscheidet.

Das strategische Liquiditätsmanagement dient der Optimierung der mittel- bis langfristigen Liquiditätsposition der S Sparkasse Hohenwestedt unter Risiko- und Ertragsgesichtspunkten und gleichzeitig der langfristigen Sicherstellung einer jederzeitigen Zahlungsfähigkeit.

Für die strategische Liquiditätssteuerung wird das Liquiditätsrisiko mit der Standardanwendung sDIS OSPlus der Finanz Informatik berechnet. Unter anderem wird dabei mit unterschiedlich erschwerten Rahmenbedingungen (Stresstests) für verschiedene Zeiträume die Zahlungsfähigkeit der Sparkasse simuliert und überprüft. Die vierteljährliche Erstellung des Berichtes zum Zahlungsfähigkeitsrisiko auf Basis der durch die MaRisk und die Liquiditätsverordnung vorgegebenen Kennzahlen und Anforderungen erfolgt durch die NRS Norddeutsche Retail-Service GmbH.

Das Liquiditätsrisiko wird ebenfalls in das Risikotragfähigkeitskonzept integriert, in dem dieses rechnerisch mit der Verteuerung der im Geschäftsjahr fälligen institutionellen Refinanzierungen bewertet wird. Dabei erfolgt die Quantifizierung der Verteuerung durch die Festlegung von Aufschlägen auf die normalen Refinanzierungskonditionen.

Liquiditätsrisiko zum 31.12.2014 auf Sicht 2015 (periodische Risikotragfähigkeitsrechnung):

Bezeichnung Risiko Limitauslastung Risiko Vorjahr
Liquiditätsrisiko 11 T€ 11% 0 T€

Die Auslastung des Limits für Liquiditätsrisiken wird im Rahmen des vierteljährlichen Risikoreportings dem Gesamtvorstand zur Kenntnisnahme vorgelegt. Dabei wird das Liquiditätsrisiko mit Hilfe von Schwellenwerten und entsprechenden Szenariobetrachtungen dargestellt.

Konzentrationen bestehen bei dem Liquiditätsrisiko in dem hohen Anteil von kurzfristig gebundenen Bilanzpassiva als Refinanzierungsquelle in Form täglich fälliger, teilweise sehr großen Kundeneinlagen. Um diese Konzentration zu begrenzen, wird über Risikokonzentrationen aufgrund von Großkundeneinlagen und/oder institutioneller Refinanzierungen monatlich im Steuerungsteam Anlagerisiko und quartalsweise im Rahmen des Gesamtbankrisikoausschusses berichtet, welcher über das weitere Vorgehen entscheidet.

Darüber hinaus werden Konzentrationsrisiken durch u. a. folgende Maßnahmen begrenzt:

Zusammenarbeit mit mindestens drei Refinanzierungspartnern aus der Sparkassen-Finanzgruppe.

Stetige Kontrolle und Steuerung der Großeinlagen von Kunden.

Das grundsätzlich von der S Sparkasse Hohenwestedt als wesentlich eingestufte Liquiditätsrisiko wird in seiner aktuellen Ausprägung sowie in der weiteren Entwicklung von von der S Sparkasse Hohenwestedt als gering eingeschätzt.

4.4.6 Operationelle Risiken

Das operationelle Risiko beschreibt die Gefahr von Schäden, die infolge der Unangemessenheit oder des Versagens von internen Verfahren, Mitarbeitern, der internen Infrastruktur oder infolge externer Einflüsse eintreten. Diese Definition schließt Rechtsrisiken sowie Reputationsrisiken als Folgerisiken ein.

Die S Sparkasse Hohenwestedt hat für den Bereich der operationellen Risiken ein zentrales Controlling implementiert, welches in der Gesamtbanksteuerung angesiedelt ist.

Ziel ist die Begrenzung der operationellen Risiken und der mit ihnen einhergehenden Schäden auf ein nicht beeinflussbares Restrisiko, sofern die dafür erforderlichen Maßnahmen ökonomisch gerechtfertigt sind.

Für die optimale Strukturierung, Analyse und Steuerung operationeller Risiken wurde eine einheitliche Kategorisierung nach Ursachen und Funktionen festgelegt. Dies ermöglicht darüber hinaus eine Vergleichbarkeit innerhalb der Sparkassenorganisation. In diesem Zusammenhang nimmt die S Sparkasse Hohenwestedt mindestens einmal jährlich eine detaillierte Beurteilung der einzelnen Risikoursachen vor. Als wesentlich wurden von der S Sparkasse Hohenwestedt die Ursachenkategorien "Mitarbeiter", "Infrastruktur", "interne Verfahren" sowie "externe Einflüsse" eingestuft.

Um für die Quantifizierung von operationeilen Risiken eine geeignete empirische Basis zu schaffen, nutzt die S Sparkasse Hohenwestedt für die ex-post-Sicht eingetretener Schadensfälle eine Schadensfalldatenbank. Damit werden die Schäden laufend identifiziert, strukturiert gesammelt und bewertet.

Ergänzend setzt die S Sparkasse Hohenwestedt für die ex-ante-Sichtweise möglicher zukünftiger Schadenspotenziale die Methode der Risikolandkarte ein. Zielsetzung ist dabei die Erarbeitung von Schadensszenarien, um wesentliche operationelle Risken frühzeitig zu identifizieren und hinsichtlich ggf. erforderlicher Maßnahmen zu untersuchen.

Schadensfalldatenbank und Risikolandkarte ergänzen sich im Rahmen der zielführenden Einschätzung des Risikoprofils aus operationellen Risiken.

Der Vorstand wird von der Abteilung Gesamtbanksteuerung regelmäßig mindestens einmal jährlich ausführlich über die Risikosituation im Bereich der operationellen Risiken informiert. Darüber hinaus informiert die Gesamtbanksteuerung den Vorstand vierteljährlich im Rahmen der Risikotragfähigkeitsbetrachtung über die im Jahresverlauf aufgetretene Schadenshöhe. Bei bedeutenden Schadensfällen erfolgt eine ad-hoc-Meldung. Der Vorstand informiert den Verwaltungsrat vierteljährlich auf Grundlage des jeweils aktuellen Gesamtbankrisikoberichtes über die operationellen Risiken.

Erklärtes Ziel der S Sparkasse Hohenwestedt ist es, durch die Auslagerung von bestimmten Aufgabenbereichen auf externe Dienstleister, insbesondere vor dem Hintergrund zunehmender gesetzlicher und aufsichtsrechtlicher Anforderungen, eine deutliche Reduktion operationeller Risiken zu erzielen.

Vor dem Hintergrund der in den vergangenen Jahren intensivierten Outsourcingmaßnahmen werden in der S Sparkasse Hohenwestedt seit September 2008 die Auslagerungen, die als wesentlich einzustufen sind, auch auf die damit verbundenen operationellen Risiken untersucht. Eine implementierte Dienstleistersteuerung übernimmt das Controlling der Auslagerungen.

Darüber hinaus hat die S Sparkasse Hohenwestedt bereits in den vergangenen Jahren erhebliche Maßnahmen ergriffen, die zur Vermeidung oder mindestens zur Minimierung operationeller Risiken führen sollen. Dazu zählen neben den o. g. Punkten insbesondere das IT-Notfallkonzept und der Geschäftsfortführungsplan (Business Continuity Planning). Weiterhin bestehen zur Regelung der Arbeitsabläufe im Hause zentrale Vorgaben durch Arbeitsanweisungen. Rechtliche Risiken werden durch Verwendung von juristisch geprüften Vertragsformulierungen begrenzt. Den Risiken im jeweiligen Sachgebiet wird durch den Einsatz der - auch gesetzlich geforderten - Sicherheits-, Compliance-, Datenschutz- und Geldwäschebeauftragten begegnet. Schließlich werden operationelle Risiken durch die laufende Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiter reduziert.

Die S Sparkasse Hohenwestedt hat im abgelaufenen Geschäftsjahr im Rahmen der Gesamtrisikotragfähigkeitsplanung Kapital für die Übernahme operationeller Risiken unter ökonomischen Gesichtspunkten eingestellt. Dieses Risikolimit wurde jederzeit eingehalten.

Operationelles Risiko zum 31.12.2014 auf Sicht 2015 (periodische Risikotragfähigkeitsrechnung):

Bezeichnung Risiko Limitauslastung Risiko Vorjahr
Operationelles Risiko 171 T€ 78% 150 T€

Der Erwartungswert des operationellen Risikos für das Gesamtjahr ist der Maximalwert aus dem ursprünglichen Planungswert für operationelle Risiken, der auf Basis der aktuellen Risikolandkarte ermittelt wird und dem für die Zeit bis zum Ende des Geschäftsjahres noch zu erwartenden Wert zzgl. des bereits eingetretenen Schadens. Für den Risikofall wird der unerwartete Verlust ebenfalls auf Basis der Risikolandkarte ermittelt und zum Erwartungswert für das Gesamtjahr addiert.

Vor dem Hintergrund, dass die S Sparkasse Hohenwestedt die ausgelagerten Dienstleistungen im Wesentlichen durch wenige Dienstleister erbringen lässt, ergibt sich aus den Outsourcingmaßnahmen ein Konzentrationsrisiko. Die größte Konzentration bei den operationellen Risiken wird jedoch weiterhin in der Kategorie "Mitarbeiter" mit 47,4 % des gesamten Jahresverlustpotentials gesehen.

Um den Konzentrationen aus Auslagerungen zu begegnen und zugleich die operationellen Risiken im Bereich der Verfügbarkeit und Expertise der Mitarbeiter vertretbar zu halten erfolgt eine konsequente Dienstleistersteuerung. Die schließt auch den Wechsel von Dienstleistern und die Möglichkeit von Rückverlagerung von Tätigkeiten ein. Aktuelle Veränderungen sind in den Abschnitten 2.2.5 und 2.2.7 dargestellt. Ein mit den Dienstleistern abgestimmtes Notfallhandbuch zur Sicherstellung der Aufrechterhaltung der Geschäftsbetriebsfähigkeit in kritischen Komponenten, Aktivitäten und Prozessen rundet die Maßnahmen ab.

4.5 Zusammenfassende Darstellung der Risikolage

Die S Sparkasse Hohenwestedt verfügt über ein hinreichendes, nach Art und Umfang der Geschäftstätigkeit angemessenes System zur Steuerung, Überwachung und Kontrolle der Risiken gemäß § 25 a KWG.

Die Gesamtrisikosituation der S Sparkasse Hohenwestedt ist aufgrund ihres kreditgeschäftlichen Engagements in der mittelständischen Wirtschaft vor allem durch Kreditrisiken geprägt. Darüber hinaus hat die Steuerung des Marktpreisrisikos, insbesondere das Zinsänderungsrisiko steigende Bedeutung erlangt. Um die Steuerung der Kreditrisiken weiter zu verbessern, wird ab 2014 ergänzend das Credit-Portfolio-View-Periodikmodul genutzt und Ergebnisse daraus dem Präventionsmanagement des Sparkassen- und Giroverbands für Schleswig-Holstein zur Verfügung gestellt.

Derivative Finanzinstrumente kamen in Form von Swapgeschäften zur wertorientierten Steuerung der Zinsänderungsrisiken zum Einsatz.

Das Risikodeckungspotenzial beläuft sich neben der lfd. Ertragskraft zum 31.12.2014 auf 18.709 T€ (2013: 19.324 T€). Der konservativen Risikoneigung entsprechend, wurden per 31.12.2014 19,1% des Risikodeckungspotenzials als Risikotragfähigkeitslimit zur Verfügung gestellt (Vorjahr 15,0%). Die Limitauslastung durch die aggregierten quantifizierten Risiken lag bei 36,61% (per 31.12.2013 bei 48,41%). Dabei ist das Adressenausfallrisiko mit den Risikoarten Bewertungsergebnis Kundenkreditgeschäft und Wertpapiere das dominierende Risiko der Sparkasse.

Risiken der künftigen Entwicklung, die für die S Sparkasse Hohenwestedt bestandsgefährdend sein könnten, sind nach der Risikoinventur nicht erkennbar. Bei den Risiken, die einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben können, wird ein wirksames Verfahren der Risikosteuerung und -kontrolle eingesetzt.

Die für diese Risiken vorgehaltenen Deckungsmassen waren jederzeit ausreichend, so dass zu keinem Zeitpunkt eine Gefährdung für die S Sparkasse Hohenwestedt gegeben war. Das vorhandene Risikodeckungspotential war jederzeit und ist weiterhin ausreichend, um die erwarteten und im Risikofall zusätzlich eintretenden Verluste zu decken. Es werden keine besonderen, über die Risikotragfähigkeit hinausgehenden Risiken erwartet.

5 Prognosebericht

5.1 Erwartete Wirtschafts- und Branchenentwicklungen

Die Annahmen bezüglich der Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts, des Arbeitsmarkts sowie der Verbraucherpreise und des Staatshaushalts beruhen auf den entsprechenden Prognosen im gesamtwirtschaftlichen Jahresausblick des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes. Demnach ist davon auszugehen, dass die deutsche Wirtschaftsleistung auch in 2015 weiter wachsen wird. Die Perspektiven für ein weiteres Wachstum im Jahresverlauf sind gut. Die Prognosen vom Jahresbeginn sagen im Mittel eine Wachstumsrate von rund 1,5% voraus. Zu den optimistischen Perspektiven für 2015 hat maßgeblich die Stimulierung durch das günstige Rohöl und durch den abgewerteten Außenwert des Euro beigetragen.

Darüber hinaus geht die S Sparkasse Hohenwestedt von einer volatilen Entwicklung der Aktienmärkte aus.

Das geschäftliche Umfeld der Kreditinstitute dürfte auch 2015 durch eine anhaltende Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank sowie einem weiterhin starken Wettbewerb, insbesondere über Direktbanken sowie Spezial- und Nischenanbieter, bestimmt werden.

5.2 Erwartete Geschäftsentwicklung

Die S Sparkasse Hohenwestedt strebt für die weitere Zukunft eine den Kapital- und Ertragsanforderungen angemessene Geschäftsentwicklung durch gute Bonitäten im Kundenkreditgeschäft an. Dabei strebt die Sparkasse im Bereich private Kunden inkl. Imobilienfinanzierung eine Festigung und Ausbau des Marktanteils an, ebenso im Bereich der Firmenkunden mit einem Ausbau der Anzahl der Kundenverbünde und Marktanteile sonstige gewerbliche Kunden neben der Landwirtschaft auch unter Einbindung der Förde Sparkasse als Konsortialpartner.

Für das laufende Geschäftsjahr erwartet die S Sparkasse Hohenwestedt - aufgrund hoher Tilgungen - einen Rückgang der Bilanzsumme von rd. 2 %.

Die Entwicklung des Kreditgeschäfts im Geschäftsjahr 2015 ist vor dem Hintergrund der gesamtwirtschaftlichen Konjunkturprognosen und der regionalen Einschätzungen der Unternehmen grundsätzlich positiv zu sehen. Aufgrund hoher Tilgungsrückflüsse aus Kreditgeschäften der Vorjahre erwartet die S Sparkasse Hohenwestedt einen Bestandsrückgang im Kreditgeschäft von rund 5 Mio. €.

Für das Einlagengeschäft geht die S Sparkasse Hohenwestedt aufgrund des fortdauernden niedrigen Zinsniveaus von einer anhaltenden Kundenzurückhaltung gegenüber mittel- und langfristigen Anlagen bei verstärkter aber stark volatiler Anlagebereitschaft in liquiden Anlageformen aus. Die S Sparkasse Hohenwestedt rechnet jedoch analog der Vorjahre damit, dass weiterhin erhebliche Mittel auch über das Verbundgeschäft bedarfsgerecht abgebildet werden können. Für das laufende Geschäftsjahr strebt die S Sparkasse Hohenwestedt daher einen Zuwachs bei den hauseigenen und verbundpartnerseitigen Sparformen (ohne Zinsgutschriften) an.

In der Folge geht die S Sparkasse Hohenwestedt im Verbundgeschäft für das Geschäftsjahr 2015 von weiterhin guten Vertriebsergebnissen auf hohem Niveau aus.

Erklärtes Ziel beim Betriebsergebnis vor Bewertung ist es mit den Strategien für 2015, sich mittelfristig dem Niveau des Verbandsdurchschnitts konsequent anzunähern. Hierzu wurden Maßnahmen auf der Vertriebs- und Kostenseite zur Ertragssteigerung bzw. zur Kostensenkung beschlossen und zum Teil bereits umgesetzt. Insbesondere die Kooperation mit der Förde Sparkasse soll in einem Zeithorizont bis zu 3 Jahren positive Effekte für die S Sparkasse Hohenwestedt haben. Hier sind neben qualitativen Verbesserungen auch operative Verbesserungen geplant. In diesem Zusammenhang wurden beginnend mit dem 15. Dezember 2014 die Prozesse der Problemkreditbearbeitung von Mitarbeitern im Rahmen des Mehrarbeitgebermodells übernommen. Zum 01. April 2015 folgten die Prozesse der Kreditbearbeitung (Marktfolge Aktiv). Eine monetäre Quantifizierung der angestrebten Verbesserungen ist derzeit noch nicht möglich.

Für 2016 ist die Bearbeitung von Marktfolge- Passiv- Prozessen im Kooperationsverbund geplant. Parallel werden verschiedene Maßnahmen zur Forcierung der gemeinsamen Vertriebsanstrengungen und Nutzung von Synergien im Stabsbereich durchgeführt. Beide Kooperationspartner verfolgen das Ziel wechselseitige Mehrwerte durch Verbesserung der Ertrags-, Kosten- und/oder der Risikosituation zu schaffen.

Angesichts der ständigen Weiterentwicklung der Sparkassengeschäfte, technischer Neuerungen und sich ändernder rechtlicher Anforderungen und Rahmenbedingungen bildet auch zukünftig die gezielte Förderung und Entwicklung der Mitarbeiter einen Schwerpunkt der Personalarbeit bei der S Sparkasse Hohenwestedt.

Die S Sparkasse Hohenwestedt plant, dass die gemäß Solvabilitätsverordnung ermittelte Gesamtkapitalquote auch 2015 mindestens 12,5 % betragen soll und damit jederzeit den gesetzlich vorgeschriebenen Wert von 8,00 % überschreiten wird.

Die Zahlungsfähigkeit wird aufgrund der vorausschauenden Finanzplanung auch im Prognosezeitraum jederzeit gewährleistet sein. Die Liquiditätskennziffer wird nach Planung der S Sparkasse Hohenwestedt durchgängig über dem in der Risikostrategie festgelegten Mindestwert von 1,20 liegen.

Die Planung der Ertragslage erfolgt nach den Regeln des bundeseinheitlichen Betriebsvergleichs des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes. Der nach diesen Regeln ermittelte Zinsüberschuss (einschließlich laufender Erträge aus Wertpapieren und Beteiligungen) wird für 2015 in der Planung der Sparkasse rückläufig ausgewiesen. Das Ergebnis im Provisionsbereich wird im Vorjahresvergleich nahezu konstant geplant. Aufwandsseitig rechnet die S Sparkasse Hohenwestedt mit moderat steigenden Personal- und verringerten Sachaufwendungen. Infolge dieser Prognosen wird sich das Betriebsergebnis vor Bewertung 2015 leicht rückläufig entwickeln und ist somit verbesserungsnotwendig. Unter Berücksichtigung weiterer geplanter Maßnahmen wird ein Ergebnis auf einem gegenüber dem Jahr 2014 vergleichbaren Niveau erwartet.

Für das Bewertungsergebnis geht die S Sparkasse Hohenwestedt für 2015 insgesamt von einem bemerkenswerten Risikovorsorgebedarf über dem Niveau des Jahres 2014 aus. Dabei rechnet die Sparkasse im Wertpapierbereich insbesondere mit einem deutlichen Anstieg der Bewertungsaufwendungen aus laufzeitbedingten Abschreibungen von bisher über Pari notierenden festverzinslichen Papieren. Im Kreditgeschäft wird ein nochmals über dem Vorjahreswert liegender bemerkenswerter Risikovorsorgebedarf geplant. Ursachen sind insbesondere ein selektiver Verzicht auf die Berücksichtigung bestimmter Sicherheiten aus dem Bereich der erneuerbarer Energien in den Planparametern sowie geänderte Annahmen zu Inkassoforderungen. Die Planung des Bewertungsaufwands im Kreditgeschäft erfolgt dabei modellbasiert auf Basis des Portfolios der Sparkasse. Ziel ist es, den geplanten Risikovorsorgebedarf durch konsequente Risikoarbeit möglichst gering zu halten und nicht benötigte Bestandteile zur Stärkung des Eigenkapitals zuzuführen. Bei den von der S Sparkasse Hohenwestedt gehaltenen Beteiligungen sind vor dem Hintergrund der Erfahrungen der vergangenen Geschäftsjahre Negativentwicklungen durch indirekte Beteiligungen an Landesbanken über die Beteiligung am Sparkassen- und Giroverband für Schleswig-Holstein sowie durch die Beteiligung an der Erwerbsgesellschaft der S-Finanzgruppe GmbH & Co. KG (Unterbeteiligung an der Landesbank Berlin Holding AG) nicht auszuschließen gegenwärtig aber nicht absehbar.

Gesamtergebnisseitig geht die S Sparkasse Hohenwestedt aufgrund der vorgenannten erwarteten Entwicklungen für 2015 von einem rückläufigen jedoch weiter positiven Jahresergebnis aus.

Unter Berücksichtigung der vorstehenden Annahmen ist für 2015 mit einem im Vergleich zum Vorjahr geringfügige Anstieg der Cost-Income-Ratio auszugehen. Die Risikoaufwandsquote ist für 2015 etwa in Höhe des maximal dafür vorgesehenen Wertes von 50% geplant.

Die S Sparkasse Hohenwestedt ist gemäß Sparkassengesetz für das Land Schleswig-Holstein Mitglied des Sparkassen- und Giroverbandes für Schleswig-Holstein, KöR. Der Sparkassen- und Giroverband unterhält zur Sicherung seiner Mitgliedssparkassen (Institutssicherung gemäß § 12 Einlagensicherungs- und Anlegerentschädigungsgesetz) einen Stützungsfonds (Sparkassenstützungsfonds). Die Mittel für den Sparkassenstützungsfonds werden von den Mitgliedssparkassen im Rahmen der Verbandsumlage erbracht. Die konkreten Auswirkungen der Weiterentwicklung der Stützungssysteme zur anerkannten Institutssicherung sind gegenwärtig noch nicht vollständig absehbar.

Bei den Planungen hat die S Sparkasse Hohenwestedt die Anforderungen der CRR sowie der CRD IV berücksichtigt. Dabei ist aber deutlich darauf hinzuweisen, dass in verschiedenen, auch maßgeblichen Fällen Auslegungen getroffen werden mussten, da entsprechende aufsichtliche Klarstellungen noch ausstehen. Besondere Bedeutung hat dies bei der Kapitalplanung. Auch fehlen derzeit in verschiedenen Bereichen notwendige Standards der EBA.

5.3 Chancen und Risiken der erwarteten Geschäftsentwicklung

Einige der Faktoren, die die S Sparkasse Hohenwestedt veranlasst haben, ihre Prognosen und Erwartungen wie vorstehend beschrieben einzuschätzen, liegen außerhalb der Einflusssphäre der Sparkasse, beeinflussen aber sehr wohl die Ergebnisse der Sparkasse. Dies kann letztlich dazu führen, dass die tatsächlichen Ergebnisse von den prognostizierten abweichen.

Folglich können sich, im Falle positiver Abweichungen von den getroffenen Prognosen, Chancen auftun, die primär für den Fall zu erwarten wären, dass die konjunkturelle Entwicklung im allgemeinen und für das Geschäftsgebiet der S Sparkasse Hohenwestedt im besonderen einen positiveren Verlauf als erwartet nimmt.

Hieraus könnten z. B. durch erhöhte Kreditnachfrage und/oder in Folge von Einkommenszuwächsen mit höheren Sparpotentialen zinsüberschuss- bzw. provisionsüberschussmehrende Erträge erzielt werden, die die prognostizierten Ergebnisse übertreffen könnten.

Weitere -allerdings von der Wahrscheinlichkeit als gering einzuschätzende-Chancen bestehen im Zinsbuch bei einer steileren Zinsstrukturkurve und einem anhaltenden relativ niedrigen Zinsniveau des Geldmarktes.

Für den Fall negativer Abweichungen von den getroffenen Prognosen könnten sich demgegenüber Risiken eröffnen, welche aus einer generellen Nichterreichung der gesteckten Vertriebsziele, aus einer schlechteren konjunkturellen Entwicklung als der erwarteten, aus Kostenüberschreitungen und nicht zuletzt aus Effekten herrühren könnten, die sich bewertungsergebnisseitig ergeben und hierbei die getroffenen Annahmen im negativen Sinn übersteigen. Darüber hinaus können Kostenrisiken aus möglichen Aufwendungen für regionale oder überregionale Sicherungseinrichtungen nicht ausgeschlossen werden.

In Folge der vorgenannten negativen Veränderungen könnten sich demnach zinsüberschuss- bzw. provisionsüberschussmindernde und kosten- bzw. bewertungsergebnisseitige Auswirkungen ergeben, die die prognostizierten Ergebnisse schmälern könnten.

5.4 Fazit

Insgesamt sieht die S Sparkasse Hohenwestedt, auch vor dem Hintergrund der gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen, bei einem aufgabenseitig anspruchsvollen wirtschaftlichen Umfeld in der Region, der zukünftigen Entwicklung auf Grundlage der- auch im Kooperationsverbund mit der FördeSparkasse - eingeleiteten, in Teilen bereits umgesetzten sowie zukünftig geplanten Maßnahmen vor dem Hintergrund der hoch motivierten Mitarbeiterschaft der S Sparkasse Hohenwestedt und nicht zuletzt eingedenk der treuen Kundschaft der S Sparkasse Hohenwestedt, der Zukunft mit Zuversicht entgegen. Die als verbesserungsnotwendig angesehene Ertragslage soll durch konsequente Maßnahmenumsetzung mittelfristig an das durchschnittliche Niveau der Sparkassen in Schleswig-Holstein herangeführt werden.

 

Hohenwestedt, im Mai 2015

S SPARKASSE HOHENWESTEDT

-Der Vorstand-

Patock

Lemster

Jahresabschluss zum 31. Dezember 2014

der Sparkasse Hohenwestedt

Land Schleswig-Holstein

Jahresbilanz zum 31. Dezember 2014

Aktivseite

  EUR EUR EUR 31.12.2013
TEUR
1. Barreserve          
a) Kassenbestand     1.757.541,93   912
b) Guthaben bei der Deutschen Bundesbank     3.113.287,83   8.508
        4.870.829,76 9.420
2. Schuldtitel öffentlicher Stellen und Wechsel, die zur Refinanzierung bei der Deutschen Bundesbank zugelassen sind          
a) Schatzwechsel und unverzinsliche Schatzanweisungen sowie ähnliche Schuldtitel öffentlicher Stellen     0,00   0
b) Wechsel     0,00   0
        0,00 0
3. Forderungen an Kreditinstitute          
a) täglich fällig     19.633.362,76   10.357
b) andere Forderungen     13.361.827,04   21.794
        32.995.189,80 32.152
4. Forderungen an Kunden       176.687.497,94 181.822
darunter:          
durch Grundpfandrechte gesichert 92.662.482,60 EUR       (93.278)
Kommunalkredite 12.878.522,48 EUR       (12.663)
5. Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere          
a) Geldmarktpapiere          
aa) von öffentlichen Emittenten   0,00     0
darunter:          
beleihbar bei der Deutschen Bundesbank 0,00 EUR       (0)
ab) von anderen Emittenten   0,00     0
darunter:          
beleihbar bei der Deutschen Bundesbank 0,00 EUR       (0)
      0,00   0
b) Anleihen und Schuldverschreibungen          
ba) von öffentlichen Emittenten   6.395.321,42     6.470
darunter:          
beleihbar bei der Deutschen Bundesbank 6.395.321,42 EUR       (6.470)
bb) von anderen Emittenten   5.683.891,64     7.295
darunter:          
beleihbar bei der Deutschen Bundesbank 5.683.891,64 EUR       (7.295)
      12.079.213,06   13.765
c) eigene Schuldverschreibungen     0,00   0
Nennbetrag 0,00 EUR       (0)
        12.079.213,06 13.765
6. Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere       8.599.309,78 8.355
6a. Handelsbestand       0,00 0
7. Beteiligungen       1.513.322,37 1.414
darunter:          
an Kreditinstituten 0,00 EUR       (0)
an Finanzdienstleistungsinstituten 0,00 EUR       (0)
8. Anteile an verbundenen Unternehmen       0,00 0
darunter:          
an Kreditinstituten 0,00 EUR       (0)
an Finanzdienstleistungsinstituten 0,00 EUR       (0)
9. Treuhandvermögen       0,00 46
darunter:          
Treuhandkredite 0,00 EUR       (46)
10. Ausgleichsforderungen gegen die öffentliche Hand einschließlich Schuldverschreibungen aus deren Umtausch       0,00 0
11. Immaterielle Anlagewerte          
a) Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte     0,00   0
b) entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten     11.421,00   4
c) Geschäfts- oder Firmenwert     0,00   0
d) geleistete Anzahlungen     0,00   0
        11.421,00 4
12. Sachanlagen       1.557.639,45 1.602
13. Sonstige Vermögensgegenstände       1.086.297,27 638
14. Rechnungsabgrenzungsposten       100.458,39 155
Summe der Aktiva       239.501.178,82 249.372

Passivseite

         
 
EUR

EUR

EUR
31.12.2013
TEUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten          
a) täglich fällig     378.343,87   254
b) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist     76.125.004,10   88.826
        76.503.347,97 89.080
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden          
a) Spareinlagen          
aa) mit vereinbarter Kündigungsfrist von drei Monaten   34.852.571,99     34.324
ab) mit vereinbarter Kündigungsfrist von mehr als drei Monaten   2.288.699,41     3.259
      37.141.271,40   37.582
b) andere Verbindlichkeiten          
ba) täglich fällig   85.849.985,77     83.085
bb) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist   13.978.844,08     13.543
      99.828.829,85   96.628
        136.970.101,25 134.210
3. Verbriefte Verbindlichkeiten          
a) begebene Schuldverschreibungen     0,00   0
b) andere verbriefte Verbindlichkeiten     0,00   0
darunter:          
Geldmarktpapiere 0,00 EUR       (0)
eigene Akzepte und Solawechsel im Umlauf 0,00 EUR       (0)
        0,00 0
3a. Handelsbestand       0,00 0
4. Treuhandverbindlichkeiten       0,00 46
darunter:          
Treuhandkredite 0,00 EUR       (46)
5. Sonstige Verbindlichkeiten       325.743,45 250
6. Rechnungsabgrenzungsposten       206.510,48 278
7. Rückstellungen          
a) Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen     3.017.682,00   2.791
b) Steuerrückstellungen     328,51   191
c) andere Rückstellungen     660.275,31   794
        3.678.285,82 3.776
8. Sonderposten mit Rücklageanteil       0,00 0
9. Nachrangige Verbindlichkeiten       5.730.158,44 5.730
10. Genussrechtskapital       0,00 0
darunter:          
vor Ablauf von zwei Jahren fällig 0,00 EUR       (0)
11. Fonds für allgemeine Bankrisiken       1.500.000,00 1.500
12. Eigenkapital          
a) gezeichnetes Kapital     6.000.000,00   6.000
b) Kapitalrücklage     8.345.297,20   8.345
c) Gewinnrücklagen          
ca) Sicherheitsrücklage   0,00     0
cb) andere Rücklagen   195.994,97     77
      195.994,97   77
d) Bilanzgewinn     45.739,24   79
        14.587.031,41 14.501
Summe der Passiva       239.501.178,82 249.372
1. Eventualverbindlichkeiten          
a) Eventualverbindlichkeiten aus weitergegebenen abgerechneten Wechseln     0,00   0
b) Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und Gewährleistungsverträgen     4.147.345,75   3.556
Über eine weitere, nicht quantifizierbare Eventualverbindlichkeit wird im Anhang berichtet.          
c) Haftung aus der Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten     0,00   0
        4.147.345,75 3.556
2. Andere Verpflichtungen          
a) Rücknahmeverpflichtungen aus unechten Pensionsgeschäften     0,00   0
b) Platzierungs- und Übernahmeverpflichtungen     0,00   0
c) Unwiderrufliche Kreditzusagen     5.408.842,33   4.808
        5.408.842,33 4.808

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2014

  EUR EUR EUR 1.1.-31.12.2013
TEUR
1. Zinserträge aus          
a) Kredit- und Geldmarktgeschäften   8.491.923,59     9.383
b) festverzinslichen Wertpapieren und Schuldbuchforderungen   425.624,74     425
      8.917.548,33   9.808
2. Zinsaufwendungen     4.012.724,91   4.640
        4.904.823,42 5.168
3. Laufende Erträge aus          
a) Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren     244.930,24   204
b) Beteiligungen     113.865,11   136
c) Anteilen an verbundenen Unternehmen     0,00   0
        358.795,35 340
4. Erträge aus Gewinngemeinschaften, Gewinnabführungs- oder Teilgewinnabführungsverträgen       0,00 0
5. Provisionserträge     1.507.974,56   1.483
6. Provisionsaufwendungen     68.731,15   67
        1.439.243,41 1.415
7. Nettoertrag oder Nettoaufwand des Handelsbestands       0,00 0
8. Sonstige betriebliche Erträge       403.868,81 226
9. Erträge aus der Auflösung von Sonderposten mit Rücklageanteil       0,00 0
        7.106.730,99 7.150
10. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen          
a) Personalaufwand          
aa) Löhne und Gehälter   1.984.009,80     1.962
ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung   695.338,94     624
darunter:          
für Altersversorgung 360.047,69 EUR       (297)
      2.679.348,74   2.587
b) andere Verwaltungsaufwendungen     2.819.384,35   2.524
        5.498.733,09 5.110
11. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen       156.842,96 174
12. Sonstige betriebliche Aufwendungen       560.375,54 1.369
darunter:          
aus der Aufzinsung von Rückstellungen 169.315,14 EUR       (167)
13. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft     555.071,52   0
14. Erträge aus Zuschreibungen zu Forderungen und bestimmten Wertpapieren sowie aus der Auflösung von Rückstellungen im Kreditgeschäft     0,00   72
        555.071,52 72
15. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Beteiligungen, Anteile an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelte Wertpapiere     0,00   112
16. Erträge aus Zuschreibungen zu Beteiligungen, Anteilen an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelten Wertpapieren     0,00   0
        0,00 112
17. Aufwendungen aus Verlustübernahme       0,00 0
18. Zuführungen zum Fonds für allgemeine Bankrisiken       0,00 0
19. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit       335.707,88 457
20. Außerordentliche Erträge     0,00   0
darunter:          
Übergangseffekte aufgrund des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes 0,00 EUR       (0)
21. Außerordentliche Aufwendungen     40.260,00   40
darunter:          
Übergangseffekte aufgrund des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes 40.260,00 EUR       (40)
22. Außerordentliches Ergebnis       40.260,00 40
23. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag     206.148,28   257
24. Sonstige Steuern, soweit nicht unter Posten 12 ausgewiesen     3.560,36   4
        209.708,64 260
25. Jahresüberschuss       85.739,24 156
26. Gewinnvortrag/Verlustvortrag aus dem Vorjahr       0,00 0
        85.739,24 156
27. Entnahmen aus Gewinnrücklagen          
a) aus der Sicherheitsrücklage     0,00   0
b) aus anderen Rücklagen     0,00   0
        0,00 0
        85.739,24 156
28. Einstellungen in Gewinnrücklagen          
a) in die Sicherheitsrücklage     0,00   0
b) in andere Rücklagen     40.000,00   77
        40.000,00 77
29. Bilanzgewinn       45.739,24 79

Anhang

ALLGEMEINE ANGABEN

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2014 wurde unter Beachtung der Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute (RechKredV) aufgestellt.

BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN

Die Forderungen an Kunden und Kreditinstitute wurden zum Nennwert bilanziert. Bei Darlehen wurde der Unterschiedsbetrag zwischen dem Nennwert und dem niedrigeren Auszahlungsbetrag unter den Rechnungsabgrenzungsposten der Passivseite aufgenommen. Er wird grundsätzlich laufzeit- und kapitalanteilig aufgelöst, im Falle von Festzinsvereinbarungen erfolgt die Verteilung auf die Dauer der Festzinsvereinbarung.

Für Forderungen an Kunden, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, wurden Einzelwertberichtigungen in Höhe des zu erwartenden Ausfalls gebildet. Dem latenten Kreditrisiko wurde durch eine Pauschalwertberichtigung auf den gefährdeten Forderungsbestand Rechnung getragen, die nach Erfahrungswerten (durchschnittliche Ausfälle der vergangenen fünf Jahre) bemessen wurde.

Die Wertpapiere wurden zu Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag bewertet (strenges Niederstwertprinzip). Dabei wurde für Anleihen und Schuldverschreibungen der beizulegende Wert aus einem Börsen- oder Marktpreis bestimmt, für Investmentanteile wurde der investmentrechtliche Rücknahmepreis angesetzt.

Strukturierte Produkte wurden gemäß den Voraussetzungen des IDW RS HFA 22 einheitlich (ohne Abspaltung von Nebenrechten) bilanziert und bewertet.

Die Beteiligungen wurden mit den Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert. Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert werden bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen.

Die Beteiligungen entfallen im Wesentlichen auf die Beteiligung am Stammkapital des Sparkassen- und Giroverbandes für Schleswig-Holstein (SGVSH) sowie auf die Unterbeteiligung an der Landesbank Berlin Holding AG (LBBH).

Der SGVSH hält Beteiligungen an Gemeinschaftsunternehmen des Finanzsektors (u. a. HSH Nordbank AG, Provinzial NordWest Holding AG, DekaBank Anstalt des öffentlichen Rechts, LBS Bausparkasse Schleswig-Holstein-Hamburg AG, Deutsche Sparkassen Leasing AG & Co. KG) und wird dafür von seinen Mitgliedssparkassen mit einem Stammkapital ausgestattet, dessen Höhe von der Verbandsversammlung des SGVSH bestimmt wird. Der Bewertung der wesentlichen Beteiligungen liegen externe indikative Ermittlungen von Unternehmenswertbandbreiten auf Basis des Ertragswertverfahrens zugrunde. Bezüglich der mittelbaren Beteiligung an der HSH Nordbank AG ist insbesondere auf die Belastungen aufgrund der anhaltenden Schifffahrtskrise sowie des starken US-Dollars hinzuweisen. Daneben können im Zusammenhang mit der Aufstockung der Zweitverlustgarantie beihilferechtliche Aspekte nicht ausgeschlossen werden. Mit dem Abschluss des eingeleiteten EU-Hauptprüfverfahrens wird voraussichtlich Ende 2015 gerechnet.

Über die Erwerbsgesellschaft Landesbank Berlin Holding AG der S-Finanzgruppe GmbH & Co. KG (ErwerbsKG) hält die Sparkasse eine Unterbeteiligung an der LBBH. Der Wertanalyse, die neben der Beteiligung an der LBBH auch von der ErwerbsKG gehaltene weitere Vermögenswerte berücksichtigt, liegt eine nach den Grundsätzen des IDW S 1 bzw. des IDW RS HFA 10 von einer Wirtschaftsprüfungsgesellschaft erstellte Unternehmensbewertung zugrunde, die im Wesentlichen auf der vorläufigen, als ambitioniert zu bezeichnenden Mehrjahresplanung der LBBH für die Jahre 2015 bis 2019 aufsetzt.

Im Zusammenhang mit den mittelbaren Beteiligungen an Unternehmen des Finanzsektors können sich aufgrund des aktuellen Bankenumfeldes (u. a. strengere regulatorische Anforderungen, erneute Stresstests, Niedrigzinsphase), der europäischen Staatsschuldenkrise und den damit verbundenen Unsicherheiten sowie einer vor dem Hintergrund historisch niedriger Zinsen nicht auszuschließenden Erhöhung des Kapitalisierungszinssatzes zukünftig weitere Abschreibungsrisiken ergeben, in Teilen bestehen hohe Planerfüllungsrisiken.

Die Sachanlagen wurden grundsätzlich zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bilanziert.

Planmäßige Abschreibungen erfolgen bei den Gebäuden grundsätzlich linear über eine Nutzungsdauer von höchstens 50 Jahren. Für das Zweigstellengebäude in Wasbek wurde bis 1999 die höhere degressive Abschreibung gem. § 7 Abs. 5 EStG ausgenutzt. Seit 2000 erfolgt eine lineare Abschreibung.

Gegenstände der Betriebs- und Geschäftsausstattung einschließlich der Betriebsvorrichtungen werden linear abgeschrieben. Für Zugänge ab dem Jahr 2004 wurde die zeitanteilige Abschreibung vorgenommen. Seit dem Geschäftsjahr 2010 werden geringwertige Vermögensgegenstände bis zu einem Wert von 150,00 EUR (zzgl. Umsatzsteuer) sofort aufwandswirksam verbucht. Geringwertige Vermögensgegenstände mit einem Wert von 150,00 EUR bis 410,00 EUR (zzgl. Umsatzsteuer) werden im Jahr der Anschaffung vollständig und geringwertige Vermögensgegenstände ab einem Wert von 410,00 EUR (zzgl. Umsatzsteuer) über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer abgeschrieben.

Entgeltlich erworbene Software wird seit dem Geschäftsjahr 2005 vollständig nach den Vorgaben des IDW Rechnungslegungsstandards "Bilanzierung von Software beim Anwender" (IDW RS HFA 11) unter dem Bilanzposten "Immaterielle Anlagewerte" ausgewiesen. Software mit Anschaffungskosten bis 410,00 EUR wird im Erwerbsjahr voll abgeschrieben.

Verbindlichkeiten wurden mit dem Erfüllungsbetrag bilanziert. War der Erfüllungsbetrag bei Verbindlichkeiten höher als der Auszahlungsbetrag, so wurde der Unterschiedsbetrag unter den Rechnungsabgrenzungsposten der Aktivseite aufgenommen und laufzeitanteilig aufgelöst.

Die Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt, der auch Preis- und Kostensteigerungen beinhaltet; sie berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden, von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten, durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst. Die Rückstellungen für Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge wurden über eine Restlaufzeit von 15 Jahren abgezinst. Die erstmalige Passivierung einer Rückstellung mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr erfolgt auf Basis der Nettomethode. Bei der Ermittlung der Rückstellungen wurde unterstellt, dass Änderungen des Diskontierungssatzes sowie zweckentsprechende Verbräuche und Änderungen des Verpflichtungsumfangs zum Jahresende eingetreten sind. Die Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen wurden in der Gewinn- und Verlustrechnung (GuV) unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen. Der Erfolg aus der Änderung des Diskontierungszinssatzes wurde in dem GuV-Posten ausgewiesen, in dem auch die Aufwendungen zur Rückstellungsdotierung ausgewiesen wurden.

Die versicherungsmathematische Berechnung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurde unter Anwendung der Projected Unit Credit Method und nach Maßgabe der Richttafeln 2005 G von Klaus Heubeck vorgenommen. Der zugrunde gelegte Rechnungszins zum Stand 31.12.2014 in Höhe von 4,53 % wurde den von der Deutschen Bundesbank bekannt gegebenen Abzinsungssätzen für eine Restlaufzeit von 15 Jahren entnommen. Darüber hinaus wurden erwartete Gehaltssteigerungen (inkl. Karrieretrend) von 2,00 % p.a. und Rentensteigerungen von 1,50 % p.a. bei der Rückstellungsberechnung berücksichtigt. Der durch die geänderte Bewertung der Pensionsrückstellungen im Rahmen der Erstanwendung des BilMoG entstandene Zuführungsbetrag wird gemäß Art. 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB spätestens bis zum 31. Dezember 2024 in jedem Geschäftsjahr zu mindestens einem Fünfzehntel angesammelt. Der noch anzusammelnde Betrag bis zum 31. Dezember 2024 beträgt 403 TEUR.

Im Rahmen der wertorientierten Betrachtung des Zinsbuchs ist unter Beachtung des IDW RS BFA 3 untersucht worden, ob sich aus der Bewertung der gesamten Zinsposition des Bankbuchs ein Verpflichtungsüberschuss ergibt. Das Bankbuch umfasst - entsprechend dem internen Risikomanagement -alle bilanziellen und außerbilanziellen zinsbezogenen Finanzinstrumente außerhalb des Handelsbestands. Bei der Beurteilung wurden alle Zinserträge aus zinsbezogenen Finanzinstrumenten des Bankbuchs sowie die voraussichtlich zu deren Erwirtschaftung erforderlichen Aufwendungen (Refinanzierungskosten, Standard-Risikokosten, Verwaltungskosten) berücksichtigt. Die Diskontierung anhand einer barwertigen Betrachtung erfolgte auf Basis einer Zinsstrukturkurve mit dem Swapsatz am Abschlussstichtag. Die Berechnungen zum 31. Dezember 2014 zeigten einen positiven Wert. Eine Rückstellung war nicht zu bilden.

Für die subsidiären Einstandspflichten aus mittelbaren Verpflichtungen im Zusammenhang mit der Mitgliedschaft in der Versorgungsanstalt des Bundes und der Länder (VBL) hat die Sparkasse das Passivierungswahlrecht nach Art. 28 Abs. 1 EGHGB in Anspruch genommen. Eine Quantifizierung möglicher Ausgleichsbeträge ist nicht möglich. Die Ausgestaltung der Verpflichtungen der Sparkasse aus ihrer Mitgliedschaft in der VBL stellt sich wie folgt dar:

Die Sparkasse ist aufgrund des Tarifvertrags über die zusätzliche Altersvorsorge der Beschäftigten des öffentlichen Dienstes verpflichtet, für ihre Beschäftigten eine zu einer Betriebsrente führenden Versicherung bei einer Zusatzversorgungskasse abzuschließen. Sie ist Mitglied der Versorgungsanstalt des Bundes und der Länder in Karlsruhe (VBL). Die VBL ist eine von Bund und Ländern gemeinsam getragene rechtsfähige Anstalt des öffentlichen Rechts. Sie steht unter der Aufsicht des Bundesministeriums der Finanzen. Aufgabe der VBL ist es, Arbeitnehmern der bei ihr beteiligten Arbeitgeber im Wege privatrechtlicher Versicherung eine zusätzliche Alters-, Erwerbsminderungs- und Hinterbliebenenversorgung zu zahlen. Die Finanzierung der Leistungen der VBL erfolgt über ein modifiziertes Abschnittsdeckungsverfahren (Umlageverfahren). Der aktuelle Deckungsabschnitt umfasst die Jahre 2013 bis 2017. Der Umlagesatz ist nach § 61 VBL-Satzung so zu bemessen, dass die für die Dauer des Deckungsabschnitts zu entrichtende Umlage zusammen mit den Sanierungsgeldern, den übrigen zu erwartenden Einnahmen aus der Pflichtversicherung und dem verfügbaren Vermögen ausreicht, die Ausgaben während des Deckungsabschnitts sowie der sechs folgenden Monate zu erfüllen. Aufgrund eines satzungsändernden Beschlusses des Verwaltungsrats der VBL zu § 61 VBL-Satzung vom 14.11.2013 verbleibt es dabei, dass im Abrechnungsverband West für den am 1. Januar 2013 beginnenden Deckungsabschnitt zunächst keine Anpassung der Höhe der Aufwendungen für die Zusatzversorgung vorgenommen wird. Der Umlagesatz beträgt seit dem 1.1.2002 7,86 % der zusatzversorgungspflichtigen Entgelte von 1,5 Mio. EUR. Davon werden 1,41 % durch die Arbeitnehmer getragen.

Daneben wird ein Sanierungsgeld in Höhe von z.Zt. 1,37 % der im Jahr 2014 versicherten Entgelte erhoben. Die pauschalen Sanierungsgelder decken den zusätzlichen Finanzierungsbedarf, der für die bis zur Schließung des Gesamtversorgungssystems entstandenen Verpflichtungen erforderlich ist. Das an die VBL gezahlte Sanierungsgeld (inkl. Rückstellung) betrug im Jahr 2014 20 TEUR.

Für die bei der Deutschen Bundesbank unterhaltenen Guthaben wurden der Sparkasse Zinsen unter 1 TEUR berechnet, die mit den unter GuV-Posten 1a ausgewiesenen Zinserträgen aus Kredit- und Geldmarktgeschäften verrechnet wurden.

ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ

Anteilige Zinsen im Sinne des § 11 RechKredV sind nicht in der Aufgliederung nach Restlaufzeiten enthalten.

AKTIVA

Posten 3: Forderungen an Kreditinstitute

Die unter Posten 3 b) andere Forderungen ausgewiesenen Bestände (ohne Bausparguthaben) gliedern sich nach ihrer Restlaufzeit wie folgt:

- bis drei Monate 0 TEUR
- mehr als drei Monate bis ein Jahr 8.000 TEUR
- mehr als ein Jahr bis fünf Jahre 0 TEUR
- mehr als fünf Jahre 0 TEUR
Forderungen an die eigene Girozentrale: 8.306 TEUR

Posten 4: Forderungen an Kunden

Die Forderungen an Kunden gliedern sich nach ihrer Restlaufzeit wie folgt:

- mit unbestimmter Laufzeit 8.277 TEUR
- bis drei Monate 1.535 TEUR
- mehr als drei Monate bis ein Jahr 14.816 TEUR
- mehr als ein Jahr bis fünf Jahre 57.384 TEUR
- mehr als fünf Jahre 94.461 TEUR

Posten 5: Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere

Von den Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapieren werden im folgenden Jahr fällig: 4.503 TEUR
Von den börsenfähigen Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapieren sind:  
- börsennotiert 12.079 TEUR
- nicht börsennotiert 0 TEUR

Posten 6: Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere

Von den Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren sind:

- börsennotiert 8.599 TEUR
- nicht börsennotiert 0 TEUR

Posten 12: Sachanlagen

Der Bilanzwert der für sparkassenbetriebliche Zwecke genutzten Grundstücke und Gebäude beläuft sich auf 1.351 TEUR
Der Bilanzwert der Betriebs- und Geschäftsausstattung beträgt 207 TEUR

Posten 14: Rechnungsabgrenzungsposten

Unterschiedsbeträge zwischen dem Erfüllungs- und dem niedrigeren Ausgabebetrag bei Verbindlichkeiten oder Anleihen sind enthalten mit 93 TEUR
Bestand am 31.12. des Vorjahres 148 TEUR

Weitere Erläuterungen zu den Aktiva:

Im Geschäftsjahr 2014 waren keine auf Fremdwährung lautenden Vermögensgegenstände im Bestand.

Anlagenspiegel

    Veränderung während des Berichtsjahres  
Anlagevermögen * Anschaffungskosten ***
TEUR
Zugänge
TEUR
Abgänge
TEUR
Umbuchungen
TEUR
Abschreibungen und Wertberichtigungen
TEUR **
Abschreibungen und Wertberichtigungen insgesamt
TEUR
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 8.355 321 77 0 0 0
Beteiligungen 3.368 99 0 0 0 1.954
Grundstücke und Gebäude 4.239 30 21 0 110 2.897
Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.330 75 57 0 39 1.141
Immaterielle Anlagewerte 70 15 0 0 8 74
Anlagevermögen * Bilanzwert am Jahresende
TEUR
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 8.599
Beteiligungen 1.513
Grundstücke und Gebäude 1.351
Betriebs- und Geschäftsausstattung 207
Immaterielle Anlagewerte 11

* Neben den aufgeführten Bestandteilen des Anlagevermögens verfügt die Sparkasse über Genossenschaftsanteile in Höhe von 50 EUR. Abschreibungen und Wertberichtigungen wurden bislang nicht vorgenommen.
** Bei den Abschreibungen des Geschäftsjahres handelt es sich um eine Teilmenge der Abschreibungen und Wertberichtigungen insgesamt, sie sind kein rechnerischer Bestandteil des Anlagespiegels.
*** Rundungsdifferenzen sind technisch bedingt

PASSIVA

Posten 1: Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

Die unter Posten 1 b) ausgewiesenen Verbindlichkeiten gliedern sich nach ihrer Restlaufzeit wie folgt:

- bis drei Monate 1.846 TEUR
- mehr als drei Monate bis ein Jahr 13.983 TEUR
- mehr als ein Jahr bis fünf Jahre 28.170 TEUR
- mehr als fünf Jahre 31.777 TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber der eigenen Girozentrale 9.111 TEUR
Der Gesamtbetrag der als Sicherheit für Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten übertragenen Vermögensgegenstände beläuft sich auf 61.439 TEUR

Posten 2: Verbindlichkeiten gegenüber Kunden

Die unter Posten 2 a) ab) ausgewiesenen Bestände gliedern sich nach ihrer Restlaufzeit wie folgt:

- bis drei Monate 389 TEUR
- mehr als drei Monate bis ein Jahr 1.417 TEUR
- mehr als ein Jahr bis fünf Jahre 465 TEUR
- mehr als fünf Jahre 0 TEUR

Die unter Posten 2 b) bb) ausgewiesenen Bestände gliedern sich nach ihrer Restlaufzeit wie folgt:

- bis drei Monate 2.879 TEUR
- mehr als drei Monate bis ein Jahr 0 TEUR
- mehr als ein Jahr bis fünf Jahre 8.707 TEUR
- mehr als fünf Jahre 2.334 TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 19 TEUR
Stand am 31.12. des Vorjahres 21 TEUR

Posten 6: Rechnungsabgrenzungsposten

Unterschiedsbeträge zwischen dem Auszahlungsbetrag bzw. den Anschaffungskosten von Forderungen gegenüber dem höheren Nominalbetrag sind enthalten mit 108 TEUR
Bestand am 31.12. des Vorjahres 160 TEUR

Posten 9: Nachrangige Verbindlichkeiten

Für nachrangige Verbindlichkeiten sind im Berichtsjahr ausschließlich Zinsen in Höhe von angefallen. 259 TEUR

Die Verbindlichkeiten mit Nachrangabrede von im Einzelfall mehr als 10 % der Summe des Bilanzpostens 9 sind durch folgende Merkmale gekennzeichnet:

  Nominalbetrag
in TEUR
Zinssatz
in %
Fälligkeit
1. 1.500 4,71 28.03.2017
2. 1.000 4,10 13.02.2016
3. 1.000 5,00 11.02.2020
4. 600 5,00 11.02.2020

Die sonstigen nachrangigen Verbindlichkeiten sind im Durchschnitt mit 4,37 % zu verzinsen; ihre Ursprungslaufzeiten betragen 9-10 Jahre. Im Folgejahr sind Mittelaufnahmen in Höhe von nominal 550 TEUR zur Rückzahlung fällig.

Eine vorzeitige Tilgung der nachrangigen Verbindlichkeiten ist nicht möglich. Nachträglich kann der Nachrang nicht beschränkt sowie die Laufzeit und die Kündigungsfrist nicht verkürzt werden.

Posten 12: Eigenkapital

Das Eigenkapital setzt sich wie folgt zusammen:

Stammkapital (gezeichnetes Kapital) 6.000 TEUR
Kapitalrücklage 8.345 TEUR
Gewinnrücklagen 196 TEUR

davon:

Einstellung aufgrund eines Beschlusses des Verwaltungsrates aus dem Bilanzgewinn des Vorjahres 79 TEUR
Einstellung aus dem Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 40 TEUR

Die Förde Sparkasse ist gemäß § 4 Abs. 5 des Sparkassengesetzes für das Land Schleswig-Holstein mit 25,1 % am Stammkapital der Sparkasse beteiligt und hat in diesem Zusammenhang 2013 Einzahlungen in Höhe von 1.506 TEUR in das Stammkapital sowie 2.125 TEUR in die Kapitalrücklagen geleistet.

Die gemäß § 26a Abs. 1 Satz 4 KWG zu ermittelnde Quote (Jahresüberschuss / Bilanzsumme) betrug zum 31.Dezember 2014 0,04 %.

Posten 1b) unter dem Strich: Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und Gewährleistungsverträgen

Die Eventualverbindlichkeiten unterliegen organisatorisch geregelten Kreditgewährungs- und überwachungsprozessen. Die zugunsten der Kreditnehmer eingegangenen Eventualverbindlichkeiten sind nicht zu passivieren, da die zugrunde liegenden Verbindlichkeiten voraussichtlich durch die Kreditnehmer erfüllt werden können. Mit einer Inanspruchnahme ist daher nicht zu rechnen. Sofern dieses im Einzelfall dennoch nicht ausgeschlossen werden kann, wurden ausreichende Rückstellungen gebildet.

Im Zusammenhang mit der Beteiligung der Sparkasse an der Erwerbsgesellschaft der Sparkassen-Finanzgruppe mbH & Co. KG hat die Sparkasse eventuelle Verpflichtungsüberhänge gegenüber dem DSGV ö.K. aus Aufwendungsersatzansprüchen für bei den Sparkassen aufgenommene Darlehen zur teilweisen Refinanzierung der Beteiligung auszugleichen. Aufgrund des erwarteten Ausfalls der Ausschüttung der Landesbank Berlin für die Geschäftsjahre bis 2015 wird der DSGV ö.K. den Aufwendungsersatzanspruch geltend machen. Für eventuelle Verpflichtungsüberhänge aus Aufwendungsersatzansprüchen gegenüber dem DSGV ö.K. besteht eine Rückstellung in Höhe von 74 TEUR.

Posten 2c) unter dem Strich: Unwiderrufliche Kreditzusagen

Die unwiderruflichen Kreditzusagen umfassen überwiegend Darlehen, die nicht oder noch nicht vollständig ausgezahlt wurden. Sie unterliegen den gleichen Kreditüberwachungsprozessen, die für alle Kreditengagements gelten. Wesentliche Ausfallrisiken hieraus sind nicht erkennbar.

ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

Posten 2: Zinsaufwendungen

In den Zinsaufwendungen sind aperiodische Aufwendungen in Höhe von 339 T€ enthalten. Diese resultieren im Wesentlichen aus Vorfälligkeitsentschädigungen für die vorzeitige Ablösung von Refinanzierungsmitteln.

Posten 8: sonstige betriebliche Erträge

Der Posten beinhaltet Erträge aus der Ausbuchung von Verbindlichkeiten in Höhe von 243 TEUR, die mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht mehr erfüllt werden müssen.

Posten 23: Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Der Ertragsteueraufwand des Geschäftsjahres betraf in vollem Umfang das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit.

Posten 25: Jahresüberschuss

Der ausgewiesene Jahresüberschuss wurde beeinflusst durch Folgewirkungen steuerlich begründeter Bewertungsmaßnahmen in Vorjahren (§ 254 HGB a.F.). Ohne diese Sondereinflüsse wäre der Jahresüberschuss um ca. 9,0 % niedriger ausgefallen.

SONSTIGE ANGABEN

Latente Steuern

Aus den in § 274 HGB genannten Sachverhalten resultieren latente Steuerentlastungseffekte. Die Sparkasse hat diese Effekte auf der Basis eines Körperschaftsteuersatzes von 15,825 % (einschließlich Solidaritätszuschlag) und einem Gewerbesteuersatz von 10,85 % unter Zugrundelegung des Deutschen Rechnungslegungsstandards Nr. 18 ermittelt.

Es ergeben sich ausschließlich aktive latente Steuern, die im Wesentlichen aus unterschiedlichen Wertansätzen folgender Vermögensgegenstände und Schulden resultieren: Forderungen an Kunden (Vorsorgereserve), Beteiligungen, Sachanlagen (Grundstücke und Gebäude) und Rückstellungen (Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen). Die aktiven latenten Steuern wurden nicht angesetzt.

Vorstand und Verwaltungsrat

Für Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Mitgliedern des Vorstandes und ihren Hinterbliebenen sind zum 31. Dezember 2014 2.804 TEUR zurückgestellt; die laufenden Versorgungsbezüge für diesen Personenkreis betrugen im Geschäftsjahr 199 TEUR.

Die Kredite (einschließlich Haftungsverhältnisse) an den Vorstand betrugen 120 TEUR; die entsprechenden Kreditgewährungen an Mitglieder des Verwaltungsrates 2.516 TEUR.

Die Gesamtbezüge des Vorstandes betrugen im Berichtsjahr 305 TEUR.

Die Vergütungen an die Mitglieder des Verwaltungsrates betrugen im Geschäftsjahr 48 TEUR.

Aufwendungen für den Abschlussprüfer

Das Honorar des Abschlussprüfers betrug für Abschlussprüfungsleistungen 185 TEUR, für andere Bestätigungsleistungen 27 TEUR.

Marktrisikobehaftete Geschäfte

Zur Begrenzung des Zinsänderungsrisikos wurden auf der Grundlage des Rahmenvertrages für Finanztermingeschäfte mit der DekaBank Anstalt des öffentlichen Rechts Zinsswapgeschäfte abgeschlossen. Der beizulegende Wert der derivativen Finanzinstrumente wurde anhand der Marktbewertungsmethode ermittelt. Die im Rahmen der Zinsbuchsteuerung abgeschlossenen Zinsswapgeschäfte wurden in die Betrachtung der gesamten Zinsrisiken einbezogen und waren daher nicht gesondert zu bewerten.

Kategorie Kontraktvolumen
in TEUR
Beizulegender Wert
in TEUR
Zinsswap - Payer 20.000 -856
Zinsswap - Receiver 7.500 184

Die aus jedem Zinsswapgeschäft resultierenden Erträge und Aufwendungen wurden separat kompensiert. Der jeweilige Nettobetrag wurde in der Gewinn- und Verlustrechnung unter dem Posten "Zinserträge" oder dem Posten "Zinsaufwendungen" ausgewiesen.

Offenlegung

Über die Tatsache der Veröffentlichung des Offenlegungsberichtes 2014 wird zeitnah nach Feststellung des Jahresabschlusses im elektronischen Bundesanzeiger informiert.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Mit der Beteiligung an der Verwaltungsgesellschaft der schleswig-holsteinischen Sparkassenorganisation, Kiel sowie der Vertriebsgesellschaft Sparkasse Hohenwestedt / Provinzial Nord Brandkasse AG in GbR, Kiel ist jeweils eine unbeschränkte Haftung für die Verbindlichkeiten der jeweiligen Gesellschaft verbunden.

Die Sparkasse ist nach § 35 Abs. 1 Sparkassengesetz für das Land Schleswig-Holstein Mitglied des Sparkassen- und Giroverbandes für Schleswig-Holstein. Der Verband ist eine Körperschaft des öffentlichen Rechts und hat die Aufgabe, die gemeinsamen Angelegenheiten seiner Mitgliedssparkassen bei der Erfüllung ihrer Aufgaben wahrzunehmen und zu fördern. Zu diesem Zweck werden auch Beteiligungen an Gemeinschaftsunternehmen des Finanzsektors (unter anderem HSH Nordbank AG, Provinzial NordWest Holding AG, DekaBank Anstalt des öffentlichen Rechts, LBS Bausparkasse Schleswig-Holstein-Hamburg AG, Deutsche Sparkassen Leasing AG & Co. KG) gehalten. Für die Verbindlichkeiten und sonstigen Verpflichtungen des Verbandes haften sämtliche Mitgliedssparkassen. Der Verband erhebt nach § 37 Sparkassengesetz für das Land Schleswig-Holstein eine Umlage von den Mitgliedsparkassen, soweit seine sonstigen Einnahmen die Geschäftskosten nicht tragen.

Die Sparkasse ist Mitglied des Sparkassenstützungsfonds des Sparkassen- und Giroverbandes für Schleswig-Holstein und des überregionalen Sicherungssystems der Deutschen Sparkassenorganisation. Das Sicherungssystem basiert auf dem Prinzip der Institutssicherung. Hiermit verbunden ist die Verpflichtung, im eventuellen Stützungsfall eines angeschlossenen Instituts gegebenenfalls Nachschusszahlungen zu leisten.

Für die Abwicklung der ausgelagerten standardisierten Marktfolgeprozesse rechnet die Sparkasse bis 2018 mit einem Aufwand von insgesamt ca. 1.195 TEUR.

Die Auslagerung der Marktfolgeprozesse des Kreditgeschäfts wird ab 2015 sukzessive beendet. Die Tätigkeiten werden von Mitarbeitern der Förde Sparkasse auf der Grundlage eines mit dieser geschlossenen Kooperationsvertrages, eines Dienstleistungsrahmenvertrages sowie des Beitritts der Sparkasse Hohenwestedt zu den jeweiligen Arbeitsverträgen übernommen (Mehrarbeitgebermodell). Die Sparkasse Hohenwestedt hat sich verpflichtet, die von der Förde Sparkasse für diese Mitarbeiter zunächst einheitlich erfüllten Arbeitgeberpflichten anteilig zu übernehmen.

Zum 31. Dezember 2014 bestanden Forward-Darlehen (Prolongationen bestehender Darlehen mit Zinsvereinbarung und Forward-Zinsvereinbarungen auf Basis von Neuverträgen) mit einem Volumen von 290 TEUR, die ausschließlich der Befriedigung des Kundenbedarfs dienen.

Organe der Sparkasse:

Verwaltungsrat

1. Stefan Landt, Hohenwestedt Amtsdirektor (Vorsitzender)
2. Otto Harders, Todenbüttel Landwirt (stv. Vorsitzender)
3. Heinrich Bednarz, Meezen Landwirt. Unternehmensberater  
4. Harald Belz, Nindorf Sparkassenangestellter  
5. Götz Bormann, Kiel Vorstandsvorsitzender der Förde Sparkasse  
6. Holger Bütecke, Hohenwestedt Bürgermeister  
7. Dirk Häufle, Hohenwestedt Kaufmann Kfz-Gewerbe  
8. Malte Ohrt, Hohenwestedt Sparkassenangestellter  
9. Volker Otho, Schenefeld Sparkassenangestellter  
10. Axel Schlaak, Padenstedt Steuerberater  
11. Ralf Schünemann, Hohenwestedt Sparkassenangestellter  
12. Holger Thielen, Westerrönfeld Vorstandsvertreter der Förde Sparkasse  
13. Georg Türk, Tappendorf BGS-Beamter i.R.  
14. Volker Rülke, Ascheffel Sparkassenangestellter  
15. Carsten Wiele, Hohenwestedt Diplom Ingenieur  

Vorstand

Markus Schaly, Hohenwestedt, Sparkassendirektor (bis 30.06.2014)

(Vorstandsvorsitzender)

Ralf Patock, Hohenwestedt, Sparkassendirektor (seit 01.07.2014)

(Vorstandsvorsitzender)

Heike Lemster, Nienborstel, Sparkassendirektorin

(weiteres Mitglied des Vorstandes)

Vorstandsvertreter

Dirk Hoffmann, Padenstedt, Sparkassenangestellter (bis 31.03.2014)

Ralf Patock, Hohenwestedt, Sparkassenangestellter (01.05.2014 bis 30.06.2014)

Andreas Seidel, Kiel, Sparkassenangestellter (seit 01.09.2014)

Beschäftigte

Wir beschäftigten im Jahresdurchschnitt:

Vollzeitbeschäftigte 25
Teilzeitbeschäftigte 14 *
  39
Auszubildende 2
  41

* Zusätzlich werden im Rahmen eines mit der Förde Sparkasse vereinbarten Mehrarbeitgebermodells seit dem 15.12.2014 insgesamt 5 Mitarbeiter mit einem Tätigkeitsanteil von jeweils bis zu 10% beschäftigt.

 

Hohenwestedt, den 4. Mai 2015

Der Vorstand

gez. Patock

gez. Lemster

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang -unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Sparkasse Hohenwestedt für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2014 bis 31. Dezember 2014 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung des Vorstands der Sparkasse. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Sparkasse sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Sparkasse. Der Lagebericht steht im Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Sparkasse und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Kiel

Sparkassen- und Giroverband für Schleswig-Holstein
-Prüfungsstelle-

gez. Reichl Wirtschaftsprüferin

gez. Wallschläger, Wirtschaftsprüfer

Antragsteller

Sparkasse Hohenwestedt

- Der Verwaltungsrat -

Sitzung am 17. Juni 2015

Nr. 2

Konto Nr.

Antrag

Feststellung des Jahresabschlusses 2014 mit Bilanzsumme, Gewinn- und Verlustrechnung mit Anhang sowie Billigung des Lageberichts

Der Jahresabschluss 2014 wird mit einer Bilanzsumme von 239.501.178,82 € sowie einem Jahresüberschuss von 85.739,24 € festgestellt.

Aus dem Jahresüberschuss wurden bereits 40.000,00 € im Rahmen einer Vorwegzuführung gem. § 27 Abs. 4 SpkG in die anderen Rücklagen zugeführt.

Unter Berücksichtigung der Vorwegzuführung ergibt sich ein Bilanzgewinn von 45.739,24 €.

Der Lagebericht wird gebilligt.

Der Bilanzgewinn in Höhe von 45.739,24 € soll in voller Höhe den anderen Rücklagen zugeführt werden.

Beschluss

genehmigt
nicht genehmigt

Sparkasse Hohenwestedt

-Der Verwaltungsrat-

Zeichen: Jar. 07.06.2015

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen

Handelsregister Dokumente

Gesellschafterliste
Aktueller Abdruck
Chronologischer Abdruck
Die Informationen auf dieser Seite stammen aus öffentlichen Quellen, offiziellen Registern oder werden von Drittanbietern bereitgestellt. Fusionbase übernimmt keine Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der Daten. Melde dich bei Fragen oder Anregungen über unser Kontaktformular.