Stammdaten

Register
Amtsgericht Arnsberg HRB 12035
Vorher
TARGA Holding GmbH
Eingetragen
4.7.2017
Branche
Großhandel mit elektrischen HaushaltsgerätenGroßhandel mit Geräten der UnterhaltungselektronikGroßhandel mit elektronischen Bauteilen und Telekommunikationsgeräten
Gegenstand
Im- und Export von Produkten der Informationstechnik sowie der Consumerund Haushaltselektronik

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Geschäftsführer
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (2)

NameAnteil
80.00%
20.00%

Gesellschafter
Beta

Name
Ort
Anteil
Klauke Beteiligungs-GmbH
Germany
80.00%
BRIBEG GmbH
Germany
20.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

TARGA GmbH

Soest

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen waren in 2023 weiterhin sehr herausfordernd und werden es voraussichtlich auch in 2024 bleiben. Gemessen am BIP verzeichnete Deutschland in 2023 einen Rückgang der Wirtschaftsleistung um 0,3%. Für 2024 erwarten die Experten der Europäischen Kommission ein moderates Wachstum um 0,3%. Innerhalb der Europäischen Union lag das Wirtschaftswachstum gemessen am BIP in 2023 bei 0,5% und soll in 2024 auf 0,9% ansteigen[1].

Im Vergleich mit den USA, die mit einem Anstieg des BIP um 3,8% für 2024 ein deutlich robusteres Wachstum erwarten[2], wächst somit die Wirtschaft in Europa, insbesondere in Deutschland, deutlich schwächer. Die Gründe für diese unterdurchschnittliche Entwicklung sind vielfaltig: so belastet z.B. in Deutschland weiterhin der Fachkräftemangel das Wirtschaftswachstum und nach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts zur Umwandlung von Corona-Finanzierungshilfen in andere haushaltspolitische Finanzierungstöpfe fehlen zusätzlich auch kurzfristige Wachstumsimpulse, die aus dem Staatssektor durch entsprechende Investitionsprogramme hätten ausgelöst werden können. Darüber hinaus haben auch die Zinserhöhungen der EZB das Wirtschaftswachstum in Europa erwartungsgemäß gedämpft.

Vor dem Hintergrund dieser konjunkturellen Entwicklung scheint die EZB zinspolitisch derzeit vor einem Spagat zu stehen. Nachdem wir im September 2023 die bislang letzte Leitzinserhöhung auf 4,5% zu verzeichnen hatten, ist die Inflation in der EURO-Zone von teilweise über 10% im Q4/2022 auf 2,6% im Februar 2024 gesunken[3]. In Deutschland liegt die Inflation im März 2024 auf einem vergleichbaren Niveau von 2,2%[4]. Um im Euro-Raum wieder Wachstumsimpulse zu setzen, rechnen die Experten ab Juni 2024 bereits mit der ersten Senkung des EZB-Leitzins. Andererseits verweisen mehrere Wirtschaftsfachleute weiterhin auf einen erhöhten Inflationsdruck, der als sogenannter "Zweitrundeneffekt" aus den teilweise sehr hohen Tarifabschlüssen heraus resultieren kann.

Steigende Löhne bei tendenziell sinkender Inflation sollten im Grunde dazu führen, dass sich das Konsumklima bei den Privathaushalten wieder deutlich aufhellt. Demgegenüber weist jedoch der GfK-Konsumklimaindex im März 2024 mit einem Wert von -28,8 weiterhin ein niedriges Niveau aus. Im Vergleich zu den Tiefstwerten im Q4/2022 von über -40 Punkten ist lediglich eine leichte Verbesserung der Konsumstimmung festzustellen[5]. Es ist zu vermuten, dass die Unsicherheiten bezüglich der weiteren wirtschaftlichen Entwicklung sowie die zunehmende Unsicherheit hinsichtlich geopolitischer Entwicklungen im Nahen Osten und in der Ukraine die Stimmung bei Endverbrauchern im weiteren Verlauf 2024 noch weiterhin trüben werden.

Geschäftsentwicklung in 2023

a) Ertragslage

Als Hersteller und Importeur von Consumer- und Haushaltselektronik für die internationalen, großvolumigen und punktuellen Verkaufsaktionen paneuropäischer Discounter spielen für TARGA die gesamtwirtschaftlichen Entwicklungen, insbesondere die Konsumneigung der Verbraucher in Deutschland und angrenzenden europäischen Ländern eine wichtige Rolle für den Geschäftsverlauf.

Nach den corona-bedingt besonders starken Jahren 2020 - 2022 im Non-Food Bereich der Discounter sank der Auftragseingang ab Sommer 2022 massiv. Unsere Kunden hatten im Frühjahr 2022 im Zuge von Lieferkettenproblemen einige geplante Vermarktungstermine verschoben. Ursachen für diese logistischen Probleme bestanden in zeitweisen Fabrik- und Hafenschließungen in China sowie in mangelnder Verfügbarkeit von Containern. Dadurch konnten unsere Kunden die fix bestellten, größtenteils saisonalen Waren wie z.B. Grills und Ventilatoren nicht zu den geplanten Terminen vermarkten, sondern mussten diese teilweise knapp 12 Monate einlagern. Hinzu kam es aufgrund steigender Preise ab Frühjahr 2022 im Bereich Energie und Lebensmittel zu einer spürbaren Kauf-Zurückhaltung der Endverbraucher. Insgesamt ist dadurch der Umsatz im zurückliegenden Geschäftsjahr deutlich auf 67,6 Mio. EUR geschrumpft (-48,4% z. Vj.). Aufgrund von einigen Projektverschiebungen im Zuge bedarfsorientierter Anpassungen und der verzögerten Einführung neuer Produkte wurde der Planumsatz in 2023 um 8% verfehlt.

Der operative Rohgewinn, der neben dem Einkauf der Ware auch alle direkt zurechenbaren Projektaufwendungen wie Frachten, Zölle, Serviceaufwendungen und Prüfkosten berücksichtigt, liegt prozentual mit 14,5% auf Plan. Durch die umsatzseitige Planabweichung verfehlt jedoch der absolute Rohgewinn mit 9,8 Mio. EUR den Plan ebenfalls signifikant um 8%.

Die Personalkosten bewegen sich mit insgesamt 5,6 Mio. EUR auf Vorjahresniveau und um 0,5 Mio. EUR unter Plan. Im Zuge der schwachen Geschäftsentwicklung in 2023 wurden einige vakante Stellen zeitlich verzögert wieder neu besetzt. Darüber hinaus sanken die variablen Gehälter aufgrund der rückläufigen Geschäftsentwicklung überproportional.

Die Abschreibungen sind von 0,4 Mio. EUR in 2022 auf 0,2 Mio. EUR im zurückliegenden Geschäftsjahr gesunken. Der Rückgang ist auf die vollständige Abschreibung des Firmenwerts aus der Verschmelzung in 2018 zurückzuführen. Gegenläufig konnten unternehmensspezifische Softwaretools in Betrieb genommen werden, die zu moderaten zusätzlichen Abschreibungen geführt haben.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind von 5,4 Mio. EUR in 2022 auf 4,0 Mio. EUR in 2023 gesunken. Ein wesentlicher Faktor ist hierbei, dass Targa wieder auf die vertraglich vereinbarte Zentralbelieferung der Kundenlager in den Häfen umgestellt hat, so dass der Aufwand für die Direktbelieferung in alle europäischen Regionallager unserer Kunden entfallen sind (-0,8 Mio. EUR z. Vj.). Darüber hinaus sind die Aufwendungen für Verpackungsmaterial umsatzproportional um 0,6 Mio. EUR zum Vorjahr gesunken. Im Vergleich zum Plan ist eine moderate Abweichung von 0,3 Mio. EUR zu verzeichnen.

Das Zinsergebnis liegt in 2023 mit -0,2 Mio. EUR auf dem Vorjahresniveau. Einerseits sind Zinserträge aus Swap-Geschäften im Devisentermingeschäft vollständig entfallen, weil der EUR-Zins zwischenzeitlich das Niveau der Fremdwährungen (USD und CNH) erreicht hat. Andererseits konnte TARGA Liquiditätsreserven kurzfristig zu deutlich höheren kurzfristigen Zinsen anlegen und damit den Swap-Effekt kompensieren. Beim Zinsaufwand gleicht sich der Effekt aus höherem Zins mit dem aus niedrigeren Geschäftsvolumina ebenfalls weitgehend aus.

Insgesamt erreicht TARGA ein ausgeglichenes Ergebnis vor Steuern und liegt damit nur geringfügig unter dem geplanten Ergebnisziel 2023.

b) Vermögens- und Finanzlage

Nach der Gewinnverwendung im Vorjahr und auf Basis des ausgeglichenen Ergebnisses in 2023 liegt das Eigenkapital genau auf 8,0 Mio. EUR und umfasst das Stammkapital und die Kapitalrücklage. Angesichts des rückläufigen Geschäftsvolumens sinkt zum Bilanzstichtag die Bilanzsumme der TARGA von 32,0 Mio. EUR auf 26,7 Mio. EUR. Zugleich haben sich die Darlehen aus dem unmittelbaren Gesellschafterkreis weiter um 1,9 Mio. EUR auf 8,7 Mio. EUR erhöht. Vor dem Hintergrund dieser Entwicklung reduziert sich zwar die Eigenkapitalquote von 35,0% auf 30,1% der Bilanzsumme, aber die erweiterte Eigenkapitalquote inkl. der Gesellschafterdarlehen erhöht sich nochmals deutlich auf 62,8% (Vorjahr: 56,3%).

Auf der Aktivseite schlägt sich der Rückgang der Bilanzsumme maßgeblich in den Warenvorräten nieder. Im Vorjahr lagen diese aufgrund kundenseitig veranlasster Projektverschiebungen und der Überarbeitung von fertigen Geräten bei 16,9 Mio. EUR. Zum Bilanzstichtag 2023 betragen die Warenvorräte hingegen nur 11,1 Mio. EUR (-34,5% z.Vj.). Davon befanden sich zum Stichtag 8,3 Mio. EUR unterwegs auf See, 1,5 Mio. EUR lagen als fertige Erzeugnisse und 0,9 Mio. EUR als unfertige Erzeugnisse für fix abgeschlossene Projekte in den Lägern. Die verbleibenden 0,4 Mio. EUR dienen als Vorrat für etwaige Servicevorgänge. Die bei Lieferanten geleisteten Anzahlungen bewegen sich mit 2,0 Mio. EUR etwa auf Vorjahresniveau (1,9 Mio. EUR).

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen liegen zum 31. Dezember 2023 mit 6,9 Mio. EUR um 2,2 Mio. EUR über Vorjahr. Dieser Anstieg ist aufgrund der verbesserten Liquiditätslage darauf zurückzuführen, dass wir im Q4/2023 auf eine Nutzung des Factoring-Programms verzichten konnten.

Die liquiden Mittel belaufen sich zum Bilanzstichtag mit 5,0 Mio. EUR auf einem ähnlich hohen Niveau wie Ende 2022 (-1,0 Mio. EUR z.Vj.) und spiegeln die solide finanzielle Ausstattung der TARGA wider.

Auf der Passivseite findet sich der Rückgang der Bilanzsumme maßgeblich in den umsatzbedingt deutlich gesunkenen Rückstellungen wieder, die mit 5,9 Mio. EUR um 4,5 Mio. EUR unter dem Vorjahr liegen. Für Garantieverpflichtungen sind im Zuge der Risikovorsorge 2,4 Mio. EUR zurückstellt worden (-0,9 Mio. EUR zum Vorjahr). Außerdem haben sich einkaufs- und vertriebsbedingte Rückstellungen sowie für Ertragssteuern stichtagsbezogen erheblich reduziert (-3,0 Mio. EUR zum Vorjahr).

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betragen 3,8 Mio. EUR (zum Vorjahr: +0,7 Mio. EUR). Die Vorleistungen und Warenlieferungen der Lieferanten sind durch Akkreditive abgesichert. Zum Bilanzstichtag sind 11 Akkreditive mit einem Gesamtvolumen von 4,9 Mio. EUR eröffnet.

Zusammenfassend stellen wir fest, dass das Geschäftsjahr 2023 bei gesamtwirtschaftlich zunehmend schwierigeren Rahmenbedingungen für uns operativ entsprechend unserer Planerwartung zufriedenstellend verlaufen ist.

Voraussichtliche Entwicklung in 2024 / Ausblick 2025

Die eingangs beschriebene, fortdauernde Bereinigung von Lagerbeständen unserer Kunden und die gesamtwirtschaftliche Entwicklung, insbesondere das weiterhin gedämpfte Konsumklima der Privathaushalte, tragen maßgeblich dazu bei, dass sich der Auftragseingang in 2023 für Kundenprojekte mit Auslieferung in 2024 auf dem Vorjahresniveau bewegt. Folglich rechnen wir mit einem Umsatzvolumen von ca. 60 Mio. EUR. Bei einer Vorlaufzeit von mindestens sechs Monaten für großvolumige Projekte ist auch nicht mehr mit kurzfristig ungeplanten Umsätzen in 2024 zu rechnen.

Die prozentuale Rohmarge bleibt bei tendenziell kleineren Kundenprojekten auf einem zufriedenstellenden Niveau, absolut fehlen jedoch im Vergleich zu 2023 Umsätze aus dem "Cut Off" des Vorjahres, so dass wir von einem Rohgewinn von ca. 9,0 Mio. EUR ausgehen (-0,9 Mio. EUR z. Vj.).

Auch in 2024 werden wir die Investitionen in die Organisation, d.h. in Prozesse und Strukturen sowie vor allem in die Kapazitäten weitgehend auf dem bestehenden Niveau halten. Ein wesentlicher Baustein bildet hierbei die Migration des bestehenden ERP-Systems SAP R/3 auf die moderne Cloud-Lösung von SAP, S4/HANA, bei der wir insbesondere im administrativen Bereich Prozessverbesserungen erreichen und mittelfristig Kosteneinsparpotential heben wollen. Die Personalkosten werden, nicht zuletzt auch wegen der kurzfristigen zusätzlichen Belastung im Rahmen der SAP-Migration, in etwa auf dem Niveau von 2022 und 2023 bleiben. Bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen wollen wir hingegen leichte Einsparungen erzielen.

Vor dem Hintergrund der relativen schwachen Auftragseingänge und relativ stabiler Kostenstrukturen erwarten wir für 2024 ein negatives Ergebnis vor Steuern i.H.v. von rund 1,0 Mio. EUR. Mit Blick auf 2025 verfolgen wir die weitere wirtschaftliche Entwicklung aufmerksam. Erste leichte positive Signale machen sich hierbei seit Herbst 2023 im Auftragseingang bemerkbar. In jedem Fall werden wir im Verlauf 2024 Maßnahmen ergreifen, um das Unternehmen in 2025 wieder auf ein positives Ergebnis auszurichten.

Chancen und Risiken

Das Portfolio wird weiterhin dominiert durch kostengünstige Mitnahmeartikel für spontane Kaufentscheidungen. Hochpreisige und erklärungsbedürftige Artikel bilden die Ausnahme.

Der Finanzierung unserer Projekte kommt aufgrund der erforderlichen Projekt-Anzahlungen sowie langer Lieferzeiten und Kundenzahlungsziele eine hohe Bedeutung zu. Im Mai 2023 konnten wir unseren Finanzierungsbaustein "Forfaitierung" mit Abschluss eines neuen Vertrags bis mindestens Juli 2025 sichern. Darüber hinaus bieten unsere Kunden auch Skontoprogramme an, mit denen wir im Bedarfsfall den Forfaitierungsrahmen der Finanzpartner erweitern können. Auch einkaufsseitig verfügen wir über ausreichende Akkreditiv- und Barkreditlinien bis mindestens Juli 2025, auf deren Grundlage TARGA alle abgeschlossenen Projekte vorfinanzieren kann.

TARGA kauft einen Großteil der Produkte im USD- bzw. CNY-Raum und verkauft diese in EUR. Deshalb kommt dem Währungsmanagement eine sehr große Bedeutung zu. Durch die Geschäftsführung sind hierbei Leitlinien definiert, die die Absicherung von Fremdwährungsrisiken regeln. Zur Überwachung der Grundsätze - insbesondere im Devisenmanagement - stehen effiziente Kontrollmechanismen zur Verfügung. Ziel des Währungsmanagements ist es, den bei einem Projektabschluss zugrunde liegenden Fremdwährungskurs durch Termingeschäfte und damit die kalkulierte Rohgewinnmarge abzusichern. Dabei werden sowohl das Volumen als auch die geplante Fälligkeit auf die zu leistende Fremdwährungszahlung an den Lieferanten in Einheit gebracht und als Bewertungseinheit bilanziert. Zur Ermittlung des Währungsrisikos werden Bewertungseinheiten unter Einbeziehung der abgeschlossenen Devisentermingeschäfte und Projekte gebildet. Währungsforderungen und -verbindlichkeiten sind zum Sicherungskurs (Kassa) bewertet. In Fremdwährung geführte Banksalden werden zum Stichtagskurs umgerechnet. Die für Logistik und Service notwendigen Dienstleistungsverträge enthalten keine Mengen- oder Umsatzgarantien.

TARGA verfügt über vollständige Transparenz der Serviceprozesse und der damit verbundenen Kosten. Alle Dienstleistungsaufwendungen werden, wenn vorhanden, mit Bezug zur Seriennummer des Gerätes erfasst und erlauben umfangreiche Auswertungen zur Entwicklung der Serviceaufwendungen eines Projektes. Wir besitzen die Systeme, das Wissen und die Mittel zur Aufrechterhaltung der für den Vertriebskanal erforderlichen Serviceleistungen. Die umfangreiche, für jedes Projekt durchgeführte Überprüfung der Servicekostenrückstellung anhand von Ausfallmengen und Kostensätze hat die zugrunde liegenden Modelle bestätigt. Die ausreichende Vorsorge für die eingegangenen Garantieversprechen basieren auf gesicherten Erkenntnissen aus Vorjahren.

Bei der Herstellung von Produkten sowie in der Abwicklung logistischer Prozesse greift TARGA auf externe Partner und Dienstleister zurück. Die Kostenübernahme für vom Hersteller verursachte, epidemische Fehler ist durch Verträge gewährleistet. Durch unsere Mitarbeiter in Asien sind wir in der Lage, Vor-Ort-Inspektionen durchzuführen, um das Liefer- und Qualitätsrisiko zu reduzieren. Darüber hinaus unterstützen uns akkreditierte Labore und Dienstleister bei unseren Qualitätsuntersuchungen.

Das Risiko von Patentverletzungen reduzieren wir, indem wir intensiv die Schutzrechte Dritter analysieren. Für berechtigte Urheber-, Patent- und Lizenzrechte werden die erforderlichen Kosten in den jeweiligen Projekten mit einkalkuliert und in der Bilanz zum Absatzzeitpunkt zurückgestellt.

Weiterhin bestehen Chancen und Risiken aus den aktuellen Handelsstreitigkeiten zwischen USA, China und auch Europa. Neben dem Risiko drohender Zusatzzölle bestehen auch Chancen in möglichen neuen Handelsverträgen, welche ggf. den Import von Waren in die EU vereinfachen können. Weder der Konflikt zwischen Russland und der Ukraine noch die Auseinandersetzungen im Nahen Osten haben für die Targa GmbH direkte wirtschaftliche Auswirkungen, da unsere Kunden in diesen Regionen nicht aktiv sind und wir auch keine Vorleistungen aus beiden Ländern beziehen.

Sollten unsere Lieferanten in Asien z.B. aufgrund externer Faktoren nicht fristgerecht liefern können, besteht die Gefahr, Terminvereinbarungen mit unseren Kunden nicht einzuhalten und damit Umsätze entweder verspätet oder gar nicht realisieren zu können.

Im Zuge des Lieferketten-Sorgfaltsgesetzes haben wir in enger Abstimmung mit unseren Kunden ein CSR-Audit erfolgreich absolviert, das unsere Bemühungen in den Bereichen Umweltschutz, Personalwesen sowie Compliance bewertet und auch eine CSR-Zertifizierung unserer Lieferanten umfasst. Außerdem erfasst TARGA seit Anfang 2023 alle CO 2 -Emissionen erfasst (Scope 1 und 2) und hat damit einen ersten Schritt in Richtung Klimaneutralität eingeleitet. TARGA ist somit derzeit und auch in der Zukunft gut aufgestellt, um die wachsenden Anforderungen bezüglich einer nachhaltigen Unternehmensführung zu erfüllen.

Nach unserer abschließenden Einschätzung sind weder zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch für die Zukunft Risiken erkennbar, die den Bestand des Unternehmens gefährden können.

 

Soest, 22. Mai 2024

TARGA GmbH

Geschäftsführung

Matthias Klauke

Andreas Brinkmann

Dr. Domenico Jahn

[1] Vgl. https://de.statista.com/statistik/daten/studie/159507/umfrage/prognose-zur-entwicklung-des-bip-in-den-laendern-der-eurozone/)

[2] Vgl. https://de.statista.com/statistik/daten/studie/14418/umfrage/bruttoinlandsprodukt-in-den-usa/)

[3] Vgl. https://de.statista.com/statistik/daten/studie/72328/umfrage/entwicklung-der-jaehrlichen-inflationsrate-in-der-eurozone/)

[4] Vgl. https://de.statista.com/statistik/daten/studie/1045/umfrage/inflationsrate-in-deutschland-veraenderung-des-verbraucherpreisindexes-zum-vorjahresmonat/)

[5] Vgl. https://de.statista.com/statistik/daten/studie/2425/umfrage/gfk-konsumklima-index/)

Bilanz zum 31.12.2023

AKTIVA

EUR EUR 31.12.2022
TEUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 256.597,00 17
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0
3. Geleistete Anzahlungen auf immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 261
256.597,00 278
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 19.622,00 28
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 249.512,73 215
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 139.256,94 0
408.391,67 243
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 108.636,66 109
773.625,33 630
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 275.417,50 2.323
2. Fertige Erzeugnisse und Waren 10.794.674,97 14.571
3. Geleistete Anzahlungen 2.036.339,00 1.941
13.106.431,47 18.835
II Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 6.950.498,73 4.736
2. Sonstige Vermögensgegenstände 788.885,52 1.662
7.739.384,25 6.398
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 4.998.987,74 6.049
25.844.803,46 31.283
C. RECHZNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 32.953,66 44
D. AKTIVE LATENTE STEUERN 35.078,65 35
26.686.461,10 31.992

PASSIVA

EUR EUR 31.12.2022
TEUR
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25
II. Kapitalrücklage 8.000.000,00 8.000
III. Jahresüberschuss 16.248,56 3.170
8.041.248,56 11.195
B. RÜCKSTELLUNGEN
1. Steuerrückstellungen 214.661,80 974
2. Sonstige Rückstellungen 5.666.373,23 9.424
5.881.035,03 10.398
C. VERBINDLICHKEITEN
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.820.494,39 3.106
2. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 8.724.778,21 6.830
3. Verbindlichkeiten gegenüber verb. Unternehmen 116.795,14 117
4. Sonstige Verbindlichkeiten 102.109,77 346
davon aus Steuern EUR 72.427,40 (Vj. TEUR 105)
davon im Rahmn der sozialen Sicherheit EUR 70,00 (Vj. TEUR 0)
12.764.177,51 10.398
26.686.461,10 31.992

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023

EUR EUR 2022
TEUR
1. Umsatzerlöse 67.617.490,72 130.992
2. Sonstige betriebliche Erträge 378.830,98 160
67.996.321,70 131.152
3. Materialaufwand
a) Aufwendungen für bezogene Waren -54.933.738,95 -106.662
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -2.947.346,01 -8.358
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -4.736.377,80 -4.824
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -898.489,76 -825
davon für Altersversorgung EUR 12.344,29 (Vj. TEUR 11)
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -192.407,86 -389
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen -3.984.592,66 -5.395
-67.692.953,04 -126.454
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 164.089,25 149
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -396.556,80 -357
-232.467,55 -207
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -54.652,55 -1.470
davon Aufwand (-) / Ertrag aus der Veränderung bilanzierter latenter Steuern EUR 353 (Vj. TEUR 10)
10. Ergebnis nach Steuern / Jahresüberschuss 16.248,56 3.020

Anhang für den Zeitraum vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023

Allgemeine Hinweise

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Der Sitz der TARGA GmbH ist in Soest. Die Gesellschaft ist im Handelsregister von Arnsberg unter HRB 12035 eingetragen.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren weitgehend unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Es wurde vom Grundsatz der Unternehmensfortführung ausgegangen.

Immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen (lineare Methode) vermindert.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter (GWG) mit einem Netto-Einzelwert von EUR 250,00 bis EUR 800,00 sind im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben bzw. als Aufwand erfasst worden; ihr sofortiger Abgang wurde unterstellt. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden im Übrigen zeitanteilig vorgenommen.

Bei den Finanzanlagen werden die Anteilsrechte zu Anschaffungskosten bzw. niedrigen beizulegenden Werten angesetzt.

Die Vorräte werden grundsätzlich zu Anschaffungs- und Herstellungskosten bzw. zu den niedrigeren Tageswerten angesetzt. Zinsen für Fremdkapital werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen.

Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen oder zu niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag aktiviert.

Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind auf der Basis von Einzelkalkulationen, die auf der aktuellen Betriebsabrechnung beruhen, zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten und Assemblierungsleistungen auch zugehörige Fertigungs- und Materialgemeinkosten berücksichtigt werden. Kosten der allgemeinen Verwaltung sowie angemessene Aufwendungen für soziale Einrichtungen des Betriebs, für freiwillige soziale Leistungen und für die betriebliche Altersversorgung wurden nicht aktiviert.

In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet, d. h. es wurden von den voraussichtlichen Verkaufspreisen Abschläge für noch anfallende Kosten und angemessenen Gewinn vorgenommen.

Handelswaren sind zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Marktpreisen bilanziert. Geleistete Anzahlungen werden zum Nennwert angesetzt.

Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.

Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt.

Liquide Mittel sind zum Nennwert angesetzt.

Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Bilanzstichtag angesetzt, sofern sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Stichtag darstellen.

Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen werden diese mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und die Beträge der sich ergebenden Steuerbelastung und Steuerentlastung nicht abgezinst.

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d.h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden abgezinst.

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet.

Soweit Bewertungseinheiten gemäß § 254 HGB gebildet werden, kommen folgende Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze zur Anwendung:

Ökonomische Sicherungsbeziehungen für das Fremdwährungsrisiko werden durch die Bildung von Bewertungseinheiten bilanziell nachvollzogen. In den Fällen, in denen sowohl die "Einfrierungsmethode", bei der die sich ausgleichenden Wertänderungen aus dem abgesicherten Risiko nicht bilanziert werden, als auch die "Durchbuchungsmethode", wonach die sich ausgleichenden Wertänderungen aus dem abgesicherten Risiko sowohl des Grundgeschäfts als auch des Sicherungsinstruments bilanziert werden, angewandt werden können, wird die Einfrierungsmethode angewandt. Die sich ausgleichenden positiven und negativen Wertänderungen werden ohne Berührung der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst

Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt.

Angaben zum Anteilsbesitz

Am 5. Februar 2010 wurde die TARGA International Trade (Shenzhen) Co., Ltd., Shenzhen (China) als 100% Tochtergesellschaft gegründet. Das Stammkapital in Höhe von CNY 1.000.000 (EUR 108.636,66) ist voll eingezahlt. Im Geschäftsjahr 2023 (1. Januar bis 31. Dezember) erzielte die Gesellschaft einen Verlust von CNY 21.779,14 (EUR 2.774,09) (Vj. Gewinn TCNY 1.070 TEUR 145). Das Eigenkapital der Gesellschaft beträgt am 31. Dezember 2023 CNY 1.251.415,72 (EUR 159.397,74) (Vj. TCNY 1.273 TEUR 172).

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

31.12.2023
TEUR
31.12.2022
TEUR
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 6.951 4.736
davon Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 0 0
Sonstige Vermögensgegenstände 789 1.662
davon Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 0 0
7.739 6.398

Rechnungsabgrenzungsposten

In dem aktiven Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von TEUR 33 wurde im Wesentlichen Lizenzzahlungen abgegrenzt, die sich auf Zeiträume nach dem Bilanzstichtag bezieht.

Aktive latente Steuern

Die aktiven latenten Steuern resultieren im Wesentlichen aus Differenzen zwischen der Handels- und Steuerbilanz (u.a. aus der Abzinsung von langfristigen Rückstellungen). Der Berechnung wurde analog zum Vorjahr ein Steuersatz von 30 % zugrunde gelegt.

Entwicklung latenter Steuersalden

Die latenten Steuern haben sich wie folgt entwickelt:

Aktive latente Steuern
TEUR
31. Dezember 2022 35
Veränderung im Geschäftsjahr 0
31. Dezember 2023 35

Die aktiven latenten Steuern haben sich im Geschäftsjahr 2023 nicht verändert.

Rückstellungen

Die Rückstellungen wurden im Wesentlichen für den Absatzbereich (TEUR 4.001), für den Beschaffungs- und Produktionsbereich (TEUR 1.175), für den Personalbereich (TEUR 429), Sonstiges (TEUR 62) und Steuern (TEUR 215) gebildet.

Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeiten und die Besicherung der Verbindlichkeiten sind im Verbindlichkeitenspiegel im Einzelnen dargestellt. Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern resultieren aus Darlehen.

Verbindlichkeiten-Spiegel in TEUR

31. Dezember 2023 31. Dezember 2022
Restlaufzeit gesamt Restlaufzeit gesamt
Art der Verbindlichkeit bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre gesamt bis 1 Jahr gesamt
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.820 0 0 3.820 3.106 3.106
2. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 8.725 0 0 8.725 6.830 6.830
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 117 0 0 117 117 117
4. Sonstige Verbindlichkeiten 102 0 0 102 346 346
- davon aus Steuern -72 0 0 -72 -105 -105
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 0 0 0 0 0 0

Bei der Commerzbank sind Akkreditive in Höhe von EUR 4,9 Mio. im Rahmen einer Kreditlinie zur Absicherung von Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie für bestellte Waren eröffnet. Die Bankguthaben sowie eine Forderungszession wurden als Sicherung an die Commerzbank gewährt. Es gelten ansonsten die Geschäftsüblichen Eigentumsvorbehalte.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen/Außerbilanzielle Geschäfte

Zum Bilanzstichtag bestehen die folgenden sonstigen finanziellen Verpflichtungen: Bei den Mietverträgen handelt es sich um Verträge für Büro und Lager mit einer maximalen Laufzeit bis 31.12.2025. Jährliche Mietaufwendungen fallen in Höhe von TEUR 335 an. Fremdbezogene Dienstleistungen für Personal und IT betrugen in 2023 TEUR 100 p.a. Die Kündigungsfrist für die IT-Dienstleistung beträgt jeweils 6 Monate zum Jahresende (Rahmenvertrag).

Darüber hinaus bestehen Leasing- und Wartungsverträge für Kopierer mit einer Restbelastung von TEUR 13, zwei Verträge für Getränkeautomaten mit einer Restbelastung von TEUR 1 und Leasingverträge für PKWs mit einer Restbelastung von TEUR 119. Zweck ist der optimale Einsatz von Finanzierungsmitteln. Risiken bestehen nicht.

Derivative Finanzinstrumente

Zur Absicherung bereits abgeschlossener Projekte wurden nachfolgende Währungssicherungsgeschäfte mit einer durchschnittlichen Restlaufzeit von drei Monaten vorgenommen.

Folgende Bewertungseinheiten wurden gebildet:

Grundgeschäft / Sicherungsinstrument Risiko / Art der Bewertungseinheit Offene DTG Abgesichertes Risiko/Bestellobligo
(1) Kaufverträge in Fremdwährung/ Devisenforwards Währungsrisiko / micro hedge 8,0 Mio. USD 8,00 Mio. USD
(2) Kaufverträge in Fremdwährung/ Devisenforwards Währungsrisiko / micro hedge 110,9 Mio. CNH 110,9 Mio. CNH

Aus Sicht der Gesellschaft beträgt der negativ beizulegende Zeitwert aller Derivate abgezinst TEUR 244.

Die gegenläufigen Wertänderungen / Zahlungsströme von Grund- und Sicherungsgeschäften gleichen sich in nahezu vollem Umfang im Sicherungszeitraum voraussichtlich aus, weil laut Geschäftspolitik Risikopositionen (Grundgeschäft) unverzüglich nach Entstehung in nahezu betragsgleicher Höhe in derselben Währung und Laufzeit durch Devisentermingeschäfte abgesichert werden. Bis zum Abschlussstichtag haben sich die gegenläufigen Wertänderungen / Zahlungsströme aus allen Grund- und Sicherungsgeschäften weitestgehend ausgeglichen.

Soweit die Grundgeschäfte bereits ganz oder teilweise bilanzwirksam wurden, sind die zugehörigen Bilanzposten Vorräte (incl. Geleisteter Anzahlungen) und Verbindlichkeiten mit dem jeweiligen Kassakurs am Tag der Absicherung bilanziert. Die Buchwerte aller Sicherungsinstrumente sind Null.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Aufteilung der Umsatzerlöse (vor Erlösschmälerungen)

2023 2022
TEUR in % v.U. TEUR in % v.U.
Inland 4.182 6,2% 3.749 2,9%
übriges Europa 63.485 93,8% 127.349 97,1%
67.667 100% 131.098 100%

Aufteilung der Umsatzerlöse nach Tätigkeitsbereichen (vor Erlösschmälerungen)

2023 2022
TEUR in % v.U. TEUR in % v.U.
OEM-Produkte 65.911 97,4% 129.195 98,5%
Eigenmarken 1.756 2,6% 1.903 1,5%
67.667 100% 131.098 100%

Sonstige betriebliche Erträge

Im Zeitraum vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023 sind sonstige betriebliche Erträge in Höhe von TEUR 379 erwirtschaftet worden. Dabei handelt es sich im Wesentlichen um periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (TEUR 87), der Ausbuchung von periodenfremden Verbindlichkeiten (TEUR 131) und dem Zuschuss aus dem Fördertopf für Elektromobilität (TEUR 34).

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Steuern entfallen in Höhe von TEUR 14 auf das laufende Ergebnis vor Steuern und einem Aufwand auf Vorjahre in Höhe von insgesamt TEUR 41.

Sonstige Angaben

Geschäftsführung

Dipl. Ing. Matthias Klauke, Soest

Dipl. Ing. Andreas Brinkmann, Dortmund

Dr. Domenico Jahn, Soest

Die Gesellschaft nimmt die Befreiungsvorschrift des §286 (4) HGB in Anspruch. Alle Geschäftsführer sind hauptamtlich bei der Gesellschaft beschäftigt.

Mitarbeiter

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter:

2023 2022
Produktmanagement / Einkauf 25,9 24,7
Vertrieb 8,0 7,0
Technologie-Center 14,5 14,3
After Sales Service 13,5 13,3
Verwaltung 20,3 19,8
Gesamt 82,2 79,1

Die Gesamtanzahl der Mitarbeiter zum 31. Dezember 2023 beträgt 85.

Ausschüttungssperre

Gemäß § 268 Abs. 8 HGB ergibt sich aus der Aktivierung aktiver latenter Steuern eine Gewinnausschüttungssperre in Höhe von TEUR 35 (Vj. TEUR 35), welche jedoch durch die vorhandene frei verfügbare Kapitalrücklage entsperrt werden.

Gewinnverwendungsvorschlag

Der verbleibende Bilanzgewinn wird zunächst auf neue Rechnung vorgetragen.

Angaben über das Abschlussprüferhonorar

Das Abschlussprüferhonorar beträgt für Abschlussprüfungsleistungen insgesamt TEUR 31.

Nachtragsbericht

Nach dem Bilanzstichtag sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die wesentliche finanzielle Auswirkungen haben.

 

Soest, 22. Mai 2024

TARGA GmbH

Geschäftsführung

Matthias Klauke

Andreas Brinkmann

Dr. Domenico Jahn

Anlagenspiegel zum 31. Dezember 2023

Anschaffungskosten
01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 106.469,92 55.759,64 22.499,00 261.098,00 400.828,56
2. Geschäfts- oder Firmenwert 2.386.409,88 0,00 0,00 0,00 2.386.409,88
3. Geleistete Anzahlungen 261.098,00 0,00 0,00 -261.098,00 0,00
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 74.988,75 0,00 1.928,00 0,00 73.060,75
2. Betriebs- und Geschäftsausstattung 974.145,85 164.175,35 117.015,34 0,00 1.021.305,86
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 139.256,94 0,00 0,00 139.256,94
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 108.636,66 0,00 0,00 0,00 108.636,66
3.911.749,06 359.191,93 141.442,34 0,00 4.129.498,65
Kumulierte Abschreibungen
01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 89.107,92 77.622,64 22.499,00 144.231,56
2. Geschäfts- oder Firmenwert 2.386.409,88 0,00 0,00 2.386.409,88
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 47.452,75 7.914,00 1.928,00 53.438,75
2. Betriebs- und Geschäftsausstattung 758.958,15 106.871,22 94.036,24 0,00 771.793,13
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
3.281.928,70 192.407,86 118.463,24 0,00 3.355.873,32
Buchwerte
31.12.2023
EUR
31.12.2022
TEUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 256.597,00 17
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 261
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 19.622,00 28
2. Betriebs- und Geschäftsausstattung 249.512,73 215
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 139.256,94 0
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 108.636,66 109
773.625,33 630

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der TARGA GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der TARGA GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung unter Anwendung des IDW Prüfungsstandards für weniger komplexe Einheiten durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung unter Anwendung der IDW Prüfungsstandards für weniger komplexe Einheiten durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie, ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Lippstadt, 22. Mai 2024

KOMTAX
WIRTSCHAFTSPRÜFUNG GMBH
WIRTSCHAFTSPRÜFUNGSGESELLSCHAFT
STEUERBERATUNGSGESELLSCHAFT

gez. Daniel Albat, Wirtschaftsprüfer

gez. Markus Wilmin, Wirtschaftsprüfer

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