BASF Lampertheim GmbH
Selbe AdresseGroßhandel mit chemischen Erzeugnissen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Bernhard Kaesmacher seit 17.12.2025 | Geschäftsführer |
Gülsah Kun seit 1.8.2025 | Geschäftsführer |
Sven Bachmann seit 23.11.2020 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Artek Surfin Chemicals Ltd. | 50.00% |
Galata Chemicals Holding GmbHEigenbeteiligung | 30.00% |
AYANA CHEMICALS SINGAPORE PTE. LTD. | 20.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Galata Chemicals GmbHLampertheimJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022Anhang zum 31. Dezember 20221. Allgemeine Hinweise Die Galata Chemicals GmbH hat ihren Sitz in Lampertheim und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Darmstadt unter der Nummer HRB 61629. Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2022 ist grundsätzlich unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungsgrundsätze nach den für große Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches (§§ 265 Abs. 2, 266 ff. HGB) sowie unter Berücksichtigung des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt. Die Gesellschaft gilt nach den Kriterien des § 267 Abs. 3 HGB als eine große Kapitalgesellschaft, die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. 2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Für die Erstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Die Bewertung der Vermögensgegenstände und Schulden erfolgte unter dem Grundsatz der Fortführung der Unternehmenstätigkeit (Going-Concern-Prinzip gemäß § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB). Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungskosten aktiviert und werden entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen vermindert. Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind nicht aktiviert worden. Die gewerblichen Schutzrechte werden über einen Zeitraum von sieben und die Nutzungsrechte an Software über einen Zeitraum von fünf Jahren planmäßig linear abgeschrieben. Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Herstellungskosten selbst erstellter Sachanlagen werden nach den für Fertigerzeugnisse geltenden Grundsätzen ermittelt. Nachhaltigen Wertminderungen bei Sachanlagen wird durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen. Die Abschreibungssätze ermitteln sich nach der betrieblichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände, die drei bis zwölf Jahre beträgt. Zugänge bei beweglichen Anlagegütern werden ab dem Monat des Zugangs pro-rata-temporis abgeschrieben. Anlagegegenstände, deren Anschaffungs- oder Herstellungskosten EUR 800 nicht übersteigen, werden im Jahr der Anschaffung sofort abgeschrieben. Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten oder bei voraussichtlich dauernden Wertminderungen zu niedrigeren beizulegenden Werten bilanziert. Ausleihungen werden grundsätzlich zum Nennwert angesetzt. Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu durchschnittlichen Anschaffungskosten oder zu niedrigeren Wiederbeschaffungskosten am Bilanzstichtag aktiviert. Die fertigen Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten oder dem niedrigeren Börsen- oder Marktpreis beziehungsweise niedrigeren beizulegenden Wert am Abschlussstichtag angesetzt. In die Herstellungskosten werden neben den direkt zurechenbaren Kosten und Sonderkosten der Fertigung auch angemessene Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen auf das Anlagevermögen, soweit sie die Fertigung betreffen, einbezogen. Kosten der allgemeinen Verwaltung und Finanzierungskosten werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Erhaltene und Geleistete Anzahlungen auf Bestellungen sind zum Nennbetrag angesetzt. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, verminderter Verwendbarkeit sowie anderen Gründen ergeben, werden durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sowie flüssige Mittel sind zum Nennwert angesetzt. Risikobehafteten Forderungen wird durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. Bestehen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen Differenzen, die sich in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen, so wird eine sich daraus insgesamt ergebende Steuerentlastung als aktive latente Steuer in der Bilanz angesetzt. Der Bewertung wurde ein Steuersatz von 28,775 % zu Grunde gelegt. Die ausgewiesenen Posten werden aufgelöst, sobald die Steuerbe- oder -entlastung eintritt oder mit ihr nicht mehr zu rechnen ist. Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert. Die Pensionsverpflichtungen werden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) auf Basis der "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck ermittelt. Bei der Bewertung zum 31. Dezember 2022 wurden zukünftige Lohn- und Gehaltssteigerungen von 3,25 % (i. Vj. 2,5 %), die Steigerung der Beitragsbemessungsgrenze mit 3,25% (i. Vj. 2,5 %), der Rententrend mit 2,5 % (i. Vj. 2,0 %) und ein Zinsfuß von 1,78 % (i. Vj. 1,87 %) für die Berechnung herangezogen. Dieser Zinsfuß basiert auf dem 10-Jahres-Durchschnitt. Der sich aus der Vergleichsrechnung (7-Jahres-Durchschnitt Zinssatz in Höhe von 1,44%) ergebende Unterschiedsbetrag beträgt TEUR 1.336 (i. Vj.TEUR 2.086) und unterliegt der Ausschüttungssperre gemäß § 253 Abs. 6 HGB. Für die Berücksichtigung der Fluktuation wurden alters- und geschlechtsspezifische Fluktuationswahrscheinlichkeiten verwendet. Aus der erstmaligen Anwendung der Vorschriften des Handelsgesetzbuches in der Fassung des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG) im Jahresabschluss zum 31. Dezember 2010 resultierte zum 1. Januar 2010 eine Erhöhung der Pensionsrückstellungen um TEUR 2.026. Der im Rahmen des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG) ermittelte jährliche Zuführungsbetrag von TEUR 135 wird seit dem Geschäftsjahr 2010 gleichmäßig auf den Zeitraum bis 2024 mit mindestens einem Fünfzehntel p. a. verteilt. Die Aufwendungen nach Art. 67 Abs. 1 und 2 EGHGB in Höhe von TEUR 135 werden gesondert bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst. Die zum 31. Dezember 2022 nicht in der Bilanz ausgewiesenen Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen belaufen sich auf TEUR 270. Der Zinsanteil der Rückstellungszuführung sowie eine etwaige Zinsänderungskomponente werden im Zinsergebnis ausgewiesen. Die sonstigen Rückstellungen und Steuerrückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Sie sind in Höhe des Erfüllungsbetrags angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden - soweit vorhanden - mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Die Ermittlung der Jubiläumsrückstellungen erfolgte nach versicherungsmathematischen Grundsätzen gemäß dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) und auf Basis der "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck. Bei der Bewertung zum 31. Dezember 2022 wurden zukünftige Lohn- und Gehaltssteigerungen von 3,25% (i. Vj.2,5 %), die Steigerung der Beitragsbemessungsgrenze mit 3,25 % (i. Vj.2,5 %) und ein Zinsfuß von 1,44 % (i. Vj.1,35 %) für die Berechnung herangezogen. Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag am Bilanzstichtag angesetzt. Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährungen werden zum Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag bewertet. Langfristige Fremdwährungsforderungen werden zu den am Anschaffungszeitpunkt gültigen oder zu niedrigeren Kursen am Abschlussstichtag und langfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten zu den am Entstehungszeitpunkt gültigen oder höheren Kursen am Abschlussstichtag bewertet. 3. Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist in dem beigefügten Anlagenspiegel als Anlage zum Anhang dargestellt. Anteile an verbundenen Unternehmen Die Beteiligung an der Galata Chemicals (Hong Kong) Limited, mit Sitz in Hong Kong, beträgt 100 % des Nominalkapitals von TEUR 270. Die Gesellschaft weist zum 31. Dezember 2022 ein Eigenkapital von TEUR 2.235 aus und erzielte im Geschäftsjahr 2022 einen Verlust von TEUR 280. Ausleihungen an verbundene Unternehmen Bei den Ausleihungen handelt es sich um nachrangig gesicherte Darlehen in Höhe von TEUR 12.701 an verbundene Unternehmen mit Restlaufzeiten von einem Jahr oder mehr. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig. Im Rahmen der Vereinbarung einer Kreditlinie sind sämtliche Forderungen aus Warenlieferungen und Leistungen an die Hausbank als Sicherheit abgetreten. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr von nahestehenden Unternehmen in Höhe von TEUR 6.915 (i. Vj. TEUR 2.238). Des Weiteren sind Forderungen aus dem Finanzverkehr gegen die Gesellschafterin in Höhe von TEUR 416 (i. Vj.TEUR 314) enthalten. Im Vorjahr bestanden Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultierend aus einem kurzfristigen Darlehen in Höhe von TEUR 4.415, welches dieses Jahr zurückbezahlt wurde. In den sonstigen Vermögensgegenständen ist ein Darlehen in Höhe von TEUR 1.600 gegen ein Fremdunternehmen enthalten. Aktive latente Steuern Die aktiven latenten Steuern in Höhe von TEUR 3.907 (i. Vj. TEUR 3.151) resultieren in erster Linie aus Differenzen zwischen handels- und steuerbilanziellen Wertansätzen bei den Pensionsrückstellungen, bei immateriellen Vermögensgegenständen sowie bei den Fertigerzeugnissen. Der Betrag von TEUR 3.907 unterliegt gemäß § 268 Abs. 8 HGB der Ausschüttungssperre. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen bestehen größtenteils aus Rückstellungen für gewährte Rabatte und ausstehenden Rechnungen. Die sonstigen personalbezogenen Rückstellungen (z. B. Jubiläen) sowie die Rückstellung für die Erstellung und Prüfung des Jahresabschlusses haben einen deutlichen geringeren Umfang. Eine Abzinsung wurde für die Jubiläumsrückstellungen vorgenommen. Alle anderen Rückstellungen haben eine Restlaufzeit unter einem Jahr. Verbindlichkeiten Sämtliche Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr in Höhe von TEUR 4.440 (i. Vj. TEUR 5.294). 4. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse gliedern sich nach Regionen wie folgt:
Die Umsatzerlöse wurden größtenteils aus dem Absatz von Additiven für die Verarbeitung von Kunststoffen erzielt. Sonstige betriebliche Erträge In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Währungsgewinne in Höhe von TEUR 2.320 (i. Vj. TEUR 543) enthalten. Darüber hinaus sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 1.237 (i. Vj. TEUR 124) enthalten. Diese resultieren größtenteils aus der Auflösung für Rückstellungen für Rabatte aus Vorjahren. Materialaufwand Im Materialaufwand sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 355 enthalten. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten im Wesentlichen Aufwendungen für allgemeine Site Servicekosten, Ausgangsfrachten, Fremdreparaturen und Instandhaltung sowie "Intercompany Service"/Dienstleistungs-Belastungen. Sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen Die sonstigen Zinsen und ähnlichen Aufwendungen ergeben sich aus der Aufzinsung der Pensions- und Jubiläumsrückstellungen (TEUR 547) und der Inanspruchnahme der Kreditlinie (TEUR 196). Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag in Höhe von TEUR 1.962 basieren auf dem Mischsteuersatz aus Körperschaft- und Gewerbesteuer in Höhe von 28,775 % und berechnen sich aus dem Jahresgewinn sowie aus der Fortentwicklung der aktiven latenten Steuern auf den 31. Dezember 2022. Der Steueraufwand 2022 beinhaltet folglich Körperschaftsteuer in Höhe von TEUR 1.138 (i. Vj. TEUR 1.508), Gewerbesteuer in Höhe von TEUR 923 (i. Vj. TEUR 1.232), Erträge aus der Zuführung der aktiven latenten Steuern in Höhe von TEUR 757 (i. Vj. TEUR 277) sowie Steueraufwendungen aus dem Vorjahr von TEUR 658. 5. Sonstige Angaben Geschäftsführung Sven Bachmann, Managing Director Andrew Joseph Clock, Executive Vice President (bis zum 18. Juli 2023) Gesamtbezüge der Geschäftsführung und früherer Mitglieder der Geschäftsführung Es wird von der Schutzklausel gemäß § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht, da einer der Geschäftsführer keine Bezüge von der Gesellschaft erhält. Für die Pensionszusagen gegenüber den früheren Geschäftsführern hat die Galata Chemicals GmbH Pensionsrückstellungen in Höhe von TEUR 724 gebildet. Sonstige finanzielle Verpflichtungen, Haftungsverhältnis, außerbilanzielle Geschäfte Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen in Höhe von TEUR 116 setzen sich zusammen aus Verträgen für Fahrzeugleasing in Höhe von TEUR 24 über verschiedene Restlaufzeiten von maximal drei Jahren sowie für Mietverträge für Gebäude in Höhe von TEUR 92. Aufgrund der niedrigen Ausprägung dieser Verpflichtungen sehen wir hieraus keine besonderen Vorteile oder Risiken. Neben den dargelegten sonstigen finanziellen Verpflichtungen existieren keine Haftungsverhältnissen und außerbilanziellen Geschäfte, die für die Finanzlage der Gesellschaft von Bedeutung wären. Mitarbeiter Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl im Geschäftsjahr betrug:
Gesamthonorar des Abschlussprüfers Im Geschäftsjahr 2022 fielen für den bestellten Abschlussprüfer TEUR 87 Honorar für die Prüfung des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2022 an. Ausschüttungsgesperrte Beträge Zum Abschlussstichtag unterliegen der Ausschüttungssperre folgende Beträge:
Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen Es wurden folgende wesentlichen Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen zu nicht marktüblichen Bedingungen durchgeführt:
Konzernabschluss Die Galata Chemicals GmbH, Lampertheim, wird in den Konzernabschluss (kleinster Kreis) der Galata Chemicals Holding GmbH, Lampertheim, einbezogen. Den größten Konsolidierungskreis bildet der Konzernabschluss auf Ebene der Artek Surfin Chemicals Limited, Mumbai, Indien. Der Konzernabschluss der Galata Chemicals Holding GmbH wird im elektronischen Bundesanzeiger bekannt gemacht. Der Konzernabschluss der Galata Chemicals Holding GmbH, Lampertheim, gilt für die Galata Chemicals GmbH, Lampertheim, als befreiender Konzernabschluss gemäß § 291 Abs. 2 HGB. Nachtragsbericht nach § 285 Nr. 33 HGB Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Ende des Geschäftsjahres sind nicht eingetreten. Ergebnisverwendung Die Geschäftsführung der Galata Chemicals GmbH schlägt vor, den Jahresüberschuss in Höhe von EUR 4.318.315,08 auf neue Rechnung vorzutragen.
Lampertheim, den 16. Oktober 2023 Galata Chemicals GmbH Sven Bachmann, Geschäftsführer Entwicklung des Anlagevermögens
Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Galata Chemicals GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Galata Chemicals GmbH, Lampertheim, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Galata Chemicals GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus (?)
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Dresden, 19. Oktober 2023 Ernst
& Young GmbH
Fleischer, Wirtschaftsprüfer Franke, Wirtschaftsprüferin Bilanz zum 31. Dezember 2022Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für 2022
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022A. Grundlagen 1. Geschäftsmodell des Unternehmens Die Galata Chemicals GmbH ist ein international tätiger Hersteller von Additiven hauptsächlich für die PVC-Verarbeitung. Das am Standort Lampertheim produzierte Produktportfolio umfasst Zinnstabilisatoren und zugehörige Zwischenprodukte sowie Weichmacher auf Basis nachwachsender Rohstoffe. Phosphite, Metallseifen und feste Stabilisatoren vervollständigen das Portfolio. 2. Ziele und Strategien Ziel der Galata Chemicals GmbH ist es, langfristig erfolgreich zu wirtschaften und seine starke Marktposition durch stetige Weiterentwicklung der Produktgruppen basierend auf den Marktanforderungen zu festigen und auszubauen. Das Produktportfolio wird systematisch weiter ausgebaut. 3. Steuerungssysteme Alle Geschäftsvorgänge in den Bereichen Beschaffung, Produktion, Lagerung, Logistik, Vertrieb und Finanzen werden in einem einheitlichen Transaktionssystem aufgezeichnet. In den jeweiligen Bereichen werden unterschiedliche Kennzahlen zur Bewertung und Steuerung ermittelt und verwendet. Darüber hinaus gibt es Informationsmanagementsysteme in den Bereichen Qualitätsmanagement und Forschung & Entwicklung. Dies gilt auch für den Bereich des Umwelt- und des Energiemanagements, welche integrale Bestandteile der Unternehmenspolitik bei Galata Chemicals darstellen. Der Standort ist nach ISO 9001, ISO 14001 und ISO 50001 zertifiziert. Die Zertifizierung wurde durch die DQS GmbH, Deutsche Gesellschaft zur Zertifizierung von Managementsystemen, Frankfurt am Main, durchgeführt. 4. Forschung und Entwicklung Den Kunden und die Markterfordernisse zu verstehen, innovative Produkte und Verfahren schnell zu entwickeln und den wissenschaftlichen Fortschritt konsequent zu nutzen, sind Aufgaben unserer Forschungs- und Entwicklungsinitiativen. Die Aktivitäten konzentrieren sich auf die Weiterentwicklung und Erweiterung des Anwendungsspektrums der bestehenden Produkte unter Verwendung der Ressourcen aller Firmen innerhalb der Galata-Gruppe. Die geschäftliche Relevanz steht dabei im Vordergrund. Das bestehende Patentportfolio wird konsequent auf Marktbedürfnisse angepasst, wobei auch Lizenzierungen als geeignete Instrumente genutzt werden. B. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche branchenbezogene Rahmenbedingungen Die Produktion der deutschen chemischen Industrie (ohne Pharmaindustrie) ist im Jahr 2022 gegenüber dem Vorjahr um 11,9 % gesunken. Der Umsatz stieg um 16,6 % gegenüber dem Vorjahr. Dies geht aus der Pressemitteilung des Verbands der Chemischen Industrie (VCI) hervor, der von steigenden Energie- und Rohstoffpreisen, steigenden Zinsen und hohen Inflationsraten im letzten Quartal, aber auch von einem Umsatzanstieg vor allem wegen des Energie- und Rohstoffkostendruck ausgeht. 2. Geschäftsverlauf Unsere Umsatzerlöse 2022 betrugen TEUR 143.285 und lagen damit um 9,0 % über dem Vorjahresniveau. Der Geschäftsverlauf entwickelte sich somit unter der durchschnittlichen Marktentwicklung der deutschen chemischen Industrie. Das Produktionsvolumen lag um 21,0 % unter dem des Vorjahres. Bereits zu Beginn des Jahres konnte ein signifikanter Anstieg der Rohstoffkosten und Lieferkosten festgestellt werden. Die Kostenentwicklung im zweiten Halbjahr war durch einen Anstieg der Energiepreise geprägt. 3. Lage des Unternehmens 3.1 Ertragslage
Die höheren Umsatzerlöse von TEUR 143.285 (i. Vj. TEUR 131.458, + 9,0 %) waren der Preisentwicklung sowie Änderungen des Produktmix zuzuschreiben. Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von TEUR 3.726 (i. Vj. TEUR 987) sind vor allem aufgrund höheren Währungsgewinnen und der Auflösung von Rückstellungen für Kundenrabatte aus Vorjahren gestiegen. Der Rohertrag (Umsatzerlöse unter Berücksichtigung der Bestandsveränderung sowie der sonstigen betrieblichen Erträge abzüglich des Materialaufwandes) beträgt TEUR 38.986 und stieg um 2,4 % gegenüber dem Vorjahr (TEUR 38.068). Die Materialaufwandsquote ist durch hohe Rohstoff- und Energiepreise und Inflation auf 74,4 % gestiegen (i. Vj. 72,0 %). Der Personalaufwand ist von TEUR 11.887 auf TEUR 11.911 gestiegen. Abschreibungen reduzierten sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 75. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen vor allem aufgrund höherer Energie- und Frachtkosten bedingt durch die höhere Versandmenge um 20,6 % auf TEUR 19.966. Die Zinsen hatten, vor allem aufgrund der Pensionsrückstellungen, einen negativen Effekt auf das Finanzergebnis (TEUR -326). 3.2 Finanzlage Die flüssigen Mittel sanken im Geschäftsjahr um TEUR 1.120 auf TEUR 490. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sanken um TEUR 2.835 auf TEUR 6.862 (i. Vj.TEUR 9.697). Die Finanzierung der Gesellschaft erfolgt über den Cashflow sowie über eine vorhandene Kreditlinie in Höhe von TEUR 15.000, welche zum Ende des Geschäftsjahres in Höhe von TEUR 6.862 in Anspruch genommen wurde. 3.3 Vermögenslage Die Bilanzsumme ist gegenüber dem Vorjahr im Wesentlichen durch die Teilrückzahlung einer Ausleihung an verbundene Unternehmen und Forderungen gegen Dritte auf TEUR 73.899 (i. Vj. TEUR 79.511) gesunken. Die Vorräte sind im Vorjahresvergleich um TEUR 268 gestiegen. Dies resultiert aus geleisteten Anzahlungen von TEUR 4.551 (i. Vj TEUR 0) und dem Abbau von Beständen in Höhe von TEUR 4.283. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind stichtagsbezogen von TEUR 23.595 auf TEUR 19.422 und die gesamten Forderungen auf TEUR 30.428 (i. Vj.TEUR 33.370) gesunken. Der Auftragsbestand zum 31. Dezember 2022 liegt, bedingt durch das sehr schwache letzte Quartal, weit niedriger als im Vorjahr bei rund TEUR 133. Der Anstieg der aktiven latenten Steuern von TEUR 3.151 auf TEUR 3.907 resultiert hauptsächlich aus der unterschiedlichen steuerbilanziellen und handelsbilanziellen Bewertung der Pensionsrückstellungen und der Aktivierung von Kosten im Zusammenhang mit REACh. Das Eigenkapital der Gesellschaft stieg im Geschäftsjahr 2022 durch den Jahresüberschuss auf TEUR 21.709 (i. Vj.TEUR 17.390). Die Eigenkapitalquote stieg von 22 % auf 29 %. Die Pensionsrückstellungen in Höhe von TEUR 29.706 ergeben sich aus den Berechnungen eines unabhängigen Aktuars. Die sonstigen Rückstellungen sind bedingt durch die Reduzierung der Rabatte von TEUR 4.942 im Vorjahr auf TEUR 4.577 gesunken. Durch ein niedrigeres Einkaufsvolumen von Rohstoffen im letzten Quartal haben sich die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen stichtagsbezogen auf TEUR 2.740 (i. Vj. TEUR 8.449) reduziert. 4. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Die EBITDA-Marge als auch die EBIT-Marge sind auf 4,9 %. bzw. 4,6 % gesunken. Die Umsatzrendite reduzierte sich ebenfalls auf 3,0 % (i. Vj. 4,7 %). Die Entwicklung der Kennzahlen liegt unterhalb der Erwartungen zu Beginn des Geschäftsjahres. Im Jahresdurchschnitt waren 120 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen beschäftigt. Somit ist die Anzahl der Beschäftigten zum Vorjahr durch Neueinstellungen gestiegen. Viele Mitarbeiter sind langjährig für das Unternehmen tätig. Im Unternehmen besteht eine betriebliche Altersversorgung. Die betriebliche Altersversorgung erstreckt sich auf Alters-, Invaliditäts- und Hinterbliebenenversorgungen. 5. Gesamtaussage Das Ergebnis des Geschäftsjahres verlief auf Grund des anhaltenden Russland-Ukraine-Krieges, steigenden Liefer- und Energiekosten, einer hohen Inflationsrate und einem hohen Rückgang der Nachfrage unterhalb unserer Erwartungen. C. Risiko-, Chancen- und Prognosebericht 1. Risiken und Risikomanagement Es bestehen keine tatsächlichen und rechtlichen Gegebenheiten, die einer Fortführung der Unternehmenstätigkeit der Gesellschaft entgegenstehen. 1.1 Allgemeines Im Rahmen der Stoffbewertungen erfolgte seitens der EU-Mitgliedstaaten eine Bewertung des Risikopotentials von bestimmten Stoffgruppen. Darunter fiel auch die Stoffgruppe der Octylzinnverbindungen. Diese bilden z. T. die aktiven Komponenten in den Zinnstabilisatorsystemen. Eine dieser Komponenten, das DOTE, wurde 2014 als Kandidatenstoff in die Gruppe der SVHC-Stoffe (Besonders besorgniserregende Stoffe) aufgenommen. Im Jahr 2019 wurde DOTE seitens der Europäischen Chemikalienagentur ECHA priorisiert für die Aufnahme in das Verzeichnis der zulassungspflichtigen Stoffe der REACh Verordnung (Registration, Evaluation, Authorisation and Restriction of Chemicals). Das Verfahren sieht nach Aufnahme in das Verzeichnis die Festlegung eines mittelfristigen Ablaufdatums vor. Nach diesem Datum darf der Stoff in der EU nicht mehr in Verkehr gebracht und verwendet werden, sofern seine Verwendung nicht gesondert genehmigt würde oder er von der Zulassungspflicht ausgenommen wäre. Der in 2022 ausgebrochene Krieg in der Ukraine hatte und hat weiterhin für das Unternehmen nur geringe mittelbare Auswirkungen, da die Geschäftsbeziehungen in Russland und der Ukraine nur minimalen Anteil am Gesamtvolumen tragen. 1.2 Beschaffung Nach unserer Einschätzung bleibt die Entwicklung der Rohstoffpreise zur Herstellung unserer Produkte ein Unsicherheitsfaktor. Besonders bei den börsengehandelten Rohstoffen, verbunden mit Währungsschwankungen, ist eine verlässliche Aussage der Beschaffungspreise nicht möglich. Zur kontinuierlichen Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit und zum Erhalt der Versorgungssicherheit wird unser Fokus weiterhin auf weltweiter Beschaffung und Erschließung neuer qualitativ und preislich wettbewerbsfähiger Lieferquellen liegen. Zum Zeitpunkt der Erstellung des Lageberichtes existieren keine Engpässe bei der Beschaffung von Energien. 1.3 Absatz Signifikante Risiken für die Absatz- und die Gewinnentwicklung können sich primär aus der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung in einzelnen, für uns bedeutenden Wirtschaftsräumen ergeben. Für 2023 sehen wir eine Abschwächung des globalen Wirtschaftswachstums als Folge hoher Energiepreise und Inflationsraten, steigender Zinsen und des Auslaufens von Nachholeffekten aus der Corona-Pandemie. Die gesamtwirtschaftlichen Unsicherheiten bleiben außerordentlich hoch. Reduzierte Subventionen beim Immobilienbau, in Kombination mit deutlich höheren Zinsen, machen der Baubranche deutlich zu schaffen und PVC ist hier ein essentieller Bestandteil. Insofern wesentliche Steigerungen der Kosten zu verzeichnen sind, versuchen wir, diese in die Produktkalkulation mit einzubeziehen und in angemessenem Rahmen an den Markt weiterzureichen. Darüber hinaus werden wir die Entwicklung innovativer und damit Kundennutzen stiftender Produkte, die den Marktentwicklungen Rechnung tragen, weiter vorantreiben. 1.4 Finanzen Für wesentliche Haftungsrisiken und Schadensfälle sind - soweit versicherbar - Versicherungen abgeschlossen. Damit stellen wir sicher, dass die im Unternehmen verbleibenden und absehbaren Risiken keine existenzbedrohenden Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft haben. Den vereinbarten Kundenlieferungen schließt sich eine zeitnahe Rechnungsstellung an. Die Zahlungseingänge werden täglich überprüft und ergänzt durch ein proaktives Forderungsmanagement. Darlehen an verbundene und nahestehende Gesellschaften werden im Rahmen eines regelmäßigen Monitorings überprüft. Währungsrisiken begegnen wir durch einen häufigen Lagerumschlag und zeitnahe Fakturierung. Die Finanzierung der Gesellschaft ist auch zukünftig sichergestellt. Neben dem operativen Cashflow verfügen wir über entsprechende Darlehens- und Kreditlinien bei Banken, so dass unsere Liquidität gesichert ist. Wirtschaftliche Bestandsgefährdungspotenziale oder entwicklungsbeeinträchtigende Risiken bestehen aus heutiger Sicht nicht. Insgesamt hat sich die Risikoposition gegenüber dem Vorjahr nicht wesentlich geändert. Durch die Inflation und die hohen Rohstoffkosten sind weiter negative Folgen auf die wirtschaftliche Entwicklung im In- und Ausland zu erwarten, direkte Auswirkungen könnten sich auch durch die Störungen von Lieferketten oder Erkrankungen von Mitarbeitern ergeben. Die vollständigen Auswirkungen auf die Geschäftsentwicklung sind zum Zeitpunkt der Erstellung des Lageberichts noch nicht abschließend bewertbar. 2. Chancen Die Galata Chemicals GmbH hat alle in Lampertheim produzierten Substanzen sowie ausgewählte Rohstoffe wie geplant unter REACh registriert. Im Rahmen unserer Neuentwicklungen werden den Kunden auch zukünftig alternative Formulierungen im Bereich der Zinnstabilisatoren angeboten. Dies ermöglicht es unseren Kunden, auch weiterhin auf den Einsatz von Zinnstabilisatoren zu setzen. Die konsequente Optimierung der Produktionskapazitäten, verbunden mit einer stetigen Modernisierung der Anlagen, führt zu einer sicheren, stabilen und rückwärtsintegrierten Produktion und trägt den Marktbedingungen Rechnung. 3. Prognose Aufgrund der anhaltenden hohen Inflation, deutlich gestiegenen Zinsen, hohen Lagerbeständen, dem Wegfall bzw. Reduktion der Subventionen für die Bau- oder Automobilindustrie rechnen wir mit einem deutlichen Einbruch des Produktions- und Absatzvolumens von 10 bis 15%. Durch eine mögliche Reduzierung der Rohstoffkosten, hier speziell Zinn und Sojabohnen-Öl, erwarten wir einen überproportionalen Rückgang der Umsatzzahlen von etwa 25 % bis 30 % für das Jahr 2023 gegenüber 2022, da diese direkten Einfluss auf die Verkaufspreisgestaltung haben. Wir erwarten daher für das Jahr 2023 einen Verlust von TEUR 1.500, eine Umsatzrendite von -1,4 %, eine EBITDA Marge von -2,3 % und EBIT Marge von -1,8 %. Der Russland-Ukraine-Krieg, die Rohstoffpreise und die ungewisse Entwicklung in einigen Ländern weltweit bleiben weiterhin Risikofaktoren. Wir rechnen mit deutlichen steigenden Personalkosten durch Tarifanpassungen, zusätzlichen Kosten durch die erforderliche Stoffdatenermittlung im Zuge von REACh und etwaigen Lieferengpässen bei Rohstoffen und Energien. Für 2024 gehen wir von einem weiteren mäßigen Geschäftsverlauf und einem Umsatzrückgang im Vergleich zu 2022 von ca. 20 % aus und rechnen mit einem Gewinn von TEUR 500.
Lampertheim, den 16. Oktober 2023 Galata Chemicals GmbH Sven Bachmann, Geschäftsführer |
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