K. + E. Müller Verwaltungs GmbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Teresa Hennig seit 8.7.2025 | Prokura |
Ines Krause seit 11.3.2025 | Prokura |
Marco Bergmann seit 27.9.2024 | Prokura |
Mike Goncz seit 27.9.2024 | Prokura |
Ingo Kowalski seit 16.4.2024 | Prokura |
Thorsten Christmann seit 13.2.2024 | Prokura |
Martin Bumann seit 28.9.2023 | Prokura |
Wolfgang McNichols seit 28.9.2023 | Prokura |
Martin Münzel seit 28.9.2023 | Prokura |
Thomas Schubert seit 28.9.2023 | Prokura |
Martin Herrmann seit 28.9.2023 | Prokura |
Frank Thiesen seit 31.3.2023 | Vorstandsmitglied |
Steven Kellner seit 14.10.2020 | Prokura |
Thomas Perkowski seit 11.3.2020 | Prokura |
Robert Mißbach seit 11.3.2020 | Prokura |
Jürgen Andreas Oyen seit 11.3.2020 | Vorstandsmitglied |
Armin Heck seit 11.3.2020 | Prokura |
Oliver Knörr seit 11.3.2020 | Prokura |
Christina Telge seit 11.3.2020 | Prokura |
Ulf Hoppe seit 11.3.2020 | Prokura |
Volker Kormann seit 11.3.2020 | Prokura |
Jörg Dr. Richter seit 11.3.2020 | Prokura |
Frank Buschatz seit 11.3.2020 | Prokura |
Jörg Hartmann seit 11.3.2020 | Prokura |
Jürgen Husemöller seit 11.3.2020 | Prokura |
Harald Drexler seit 11.3.2020 | Prokura |
Oliver Geisinger seit 11.3.2020 | Prokura |
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
ZECH Building SEErkrathKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022AKTIVA
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2022
KENNZAHLEN DER ERTRAGSKRAFTDie wesentlichen Kennzahlen der Ertragskraft lassen sich aus der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wie folgt ableiten:
Eine detaillierte Analyse der Ertragslage wird im Konzernlagebericht vorgenommen. Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2022
Der Finanzmittelfonds (DRS 21) der Konzern-Kapitalflussrechnung lässt sich zum Bilanzposten Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten wie folgt überleiten:
Der abgeleitete wirtschaftliche Cashflow des Konzerns zum 31. Dezember 2022 ergab folgendes Bild:
Eine detaillierte Analyse der Konzern-Kapitalflussrechnung wird im Konzernanhang und Konzernlagebericht vorgenommen. Entwicklung des Konzerneigenkapitals zum 31. Dezember 2022
Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2022I. GRUNDLAGENALLGEMEINE ANGABENDie ZECH Building SE (Amtsgericht Wuppertal, HRB 30429) mit ihren Tochterunternehmen (nachfolgend als ZECH Building oder Konzern bezeichnet) ist eine mittelständische Europäische Aktiengesellschaft (Societas Europaea - SE) mit Hauptsitz in Erkrath (Geschäftsanschrift: Niermannsweg 11, 40699 Erkrath). Die ZECH Building SE ist Mutterunternehmen des Konzerns. Organisatorisch gliedert sich der Konzern in die Sparten Bau, Integrale Planung, Systeme, Ingenieurbau und Umwelt. Darüber hinaus sind diverse Gesellschaften durch ihre teilweise geschäftsbereichsübergreifenden Tätigkeiten dem Geschäftsfeld Non-Divisional zugeordnet. Die Kernkompetenzen der ZECH Building liegen in der Planung und Ausführung von Bauprojekten. Darüber hinaus ist der Konzern auf den Feldern der technischen Gebäudeausrüstung und der Umwelttechnik aktiv. Bei diesen Leistungen kann die ZECH Building auf langjährige Erfahrungen zurückgreifen. Für unsere Kunden sind wir der Dienstleister rund um die Immobilie. Die Leistungen können je nach Projekt und Kundenanforderung modular oder im Ganzen erbracht werden. GRUNDLAGEN DER DARSTELLUNGNach den Regelungen des § 293 Abs. 1 HGB handelt es sich bei dem Konzernabschluss der ZECH Building zum 31. Dezember 2022 grundsätzlich um einen verpflichtend aufzustellenden Konzernabschluss. Durch die Einbeziehung als Tochterunternehmen (§ 271 Abs. 2 HGB i. V. m. § 290 HGB) in den im Bundesanzeiger veröffentlichten Konzernabschluss der Zech Group SE ist die ZECH Building von dieser Pflicht befreit (freiwilliger Konzernabschluss). Die Zech Group SE stellt den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen auf. Der Konzernabschluss wurde gemäß den Vorschriften des Handelsgesetzbuches nach §§ 290 ff. HGB sowie den ergänzenden Vorschriften des Aktiengesetzes (AktG) am 25. April 2023 durch den Vorstand aufgestellt und vermittelt ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage. Die Konzernberichtswährung ist Euro und das Geschäftsjahr des Konzerns umfasst den Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022. Alle Beträge einschließlich der Vorjahreszahlen sind in Tausend Euro (T€) oder Millionen Euro (Mio. €) angegeben und jeweils kaufmännisch gerundet. Aus rechentechnischen Gründen können daher Rundungsdifferenzen oder geringfügige Abweichungen bei diesen Werten und Prozentangaben von den mathematisch exakt berechneten Werten auftreten, da die Berechnungen der Einzelpositionen auf Zahlen in Tausend basieren. Im Konzernabschluss gilt der Begriff "Mitarbeiter" sowohl für Mitarbeiter als auch für Mitarbeiterinnen. Sonstige geschlechtsspezifische Bezeichnungen sollen ansonsten ebenso für alle Geschlechter verstanden werden. Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. II. ZUSAMMENFASSUNG DER WESENTLICHEN BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZEKONSOLIDIERUNGSGRUNDSÄTZEDie in den Konzern einbezogenen Abschlüsse wurden auf den Stichtag des Jahresabschlusses des Mutterunternehmens ZECH Building SE zum 31. Dezember 2022 auf Basis einheitlicher Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt. Unwesentliche Abweichungen werden beibehalten. TochterunternehmenDer Konsolidierungskreis umfasste neben der Konzernmutter alle wesentlichen Unternehmen, die durch diese direkt oder indirekt beherrscht wurden (Tochterunternehmen). Die Einbeziehung in den Konzernabschluss erfolgt im Rahmen der Vollkonsolidierung und beginnt zu dem Zeitpunkt, ab dem die Möglichkeit der Beherrschung besteht und endet, wenn die Konzernmutter die Möglichkeit der Beherrschung verliert. Einige in den Konzernabschluss einbezogene inländische Tochterunternehmen machen von Teilen der Befreiungsvorschriften gemäß § 264 Abs. 3 HGB bzw. § 264b HGB Gebrauch (vgl. Aufstellung des Anteilsbesitzes - Anlage zum Konzernanhang). Gesellschaften, die einzeln und gesamt für das Gesamtbild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von untergeordneter Bedeutung waren, wurden gemäß § 296 Abs. 2 HGB nicht konsolidiert. Assoziierte und GemeinschaftsunternehmenAls assoziierte Unternehmen gelten i. d. R. Gesellschaften, bei denen die ZECH Building SE direkt oder indirekt mit mehr als 20 Prozent und weniger als 50 Prozent der Stimmrechte maßgeblichen Einfluss auf finanz- und geschäftspolitische Entscheidungen des Beteiligungsunternehmens einwirken kann. Hält die ZECH Building SE die Mehrheit der Anteile, können andere Vereinbarungen dazu führen, dass dennoch nur ein maßgeblicher Einfluss gegeben ist. Assoziierte Unternehmen werden grundsätzlich nach der Equity-Methode (§ 312 HGB) bilanziert. Ein Gemeinschaftsunternehmen liegt vor, wenn der Konzern auf der Grundlage einer vertraglichen Vereinbarung eine Gesellschaft gemeinschaftlich mit einem oder mehreren Partnern führt und die Parteien, die die gemeinschaftliche Führung ausüben, Rechte am Nettovermögen der Gesellschaft besitzen. Zu den Gemeinschaftsunternehmen werden auch Gesellschaften gerechnet, bei denen der Konzern zwar über eine Mehrheit oder Minderheit der Stimmrechte verfügt, bei denen aufgrund vertraglicher Vereinbarungen die Entscheidungen über die maßgeblichen Aktivitäten jedoch nur einstimmig getroffen werden können. Anteile an Gemeinschaftsunternehmen werden ebenfalls nach der Equity-Methode gemäß § 312 HGB bilanziert. Vom zulässigen Wahlrecht der Quotenkonsolidierung von Gemeinschaftsunternehmen nach § 310 HGB wird kein Gebrauch gemacht. Die Bestimmung der Zeitpunkte, zu denen assoziierte und Gemeinschaftsunternehmen in den Kreis der nach der Equity-Methode bewerteten Unternehmen aufgenommen werden bzw. aus ihm ausscheiden, erfolgt analog zu den für Tochterunternehmen geltenden Grundsätzen. Zu den gemeinschaftlich geführten Unternehmen können auch Bau-Arbeitsgemeinschaften (Argen) zählen. Der Konzern führt Bauprojekte aus und geht dazu befristet Argen mit anderen Partnern ein. Die Übernahme der Arbeiten erfolgt mit Abschluss eines gemeinsamen Vertrags (Arge-Vertrag), welcher das Verhältnis zwischen den einzelnen Partnern der Arge ordnet. In solchen Fällen wird eingeschätzt, ob der Konzern Beherrschung (Tochterunternehmen) oder einen gemeinsam beherrschenden Einfluss auf die Arge tatsächlich ausübt (Gemeinschaftsunternehmen). Die Einschätzung wird anhand der Rechte und Pflichten und den Vertragsbedingungen getroffen. Bei den Argen der ZECH Building SE erfordern Entscheidungen über die maßgeblichen Tätigkeiten regelmäßig einstimmige Zustimmung aller Parteien, unabhängig von der Beteiligungshöhe. BeteiligungenNicht den Tochterunternehmen oder assoziierten sowie Gemeinschaftsunternehmen zuzurechnende Unternehmen werden als Beteiligungen klassifiziert. Nicht beherrschende AnteileAnteile am Konzerneigenkapital und am Konzernergebnis, die nicht der ZECH Building zuzurechnen sind, werden in der Konzernbilanz und Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung unter der Position "nicht beherrschende Anteile" ausgewiesen. Bei der Berechnung des auf die nicht beherrschenden Anteile entfallenden Konzernergebnisses wurden neben den anteiligen Gewinnen oder Verlusten der Tochterunternehmen auch erfolgswirksame Konsolidierungsbuchungen den Anteilseignern des Mutterunternehmens und den Anteilen nicht beherrschender Gesellschafter zugeordnet, auch wenn die nicht beherrschenden Anteile dadurch einen Negativsaldo aufweisen können. KONSOLIDIERUNGSMETHODENDie Vermögens- und Schuldposten der Konzernmutter sowie der konsolidierten Tochterunternehmen wurden einheitlich und unter Beachtung der Vorschriften des HGB für Kapitalgesellschaften sowie der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung bilanziert. Alle Vermögensgegenstände und Schulden, das Eigenkapital, Erträge und Aufwendungen sowie Zahlungsströme wurden um Geschäftsvorfälle zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen vollständig bereinigt. Sofern nicht von untergeordneter Bedeutung wurden aktivierte Zwischenergebnisse im Anlage- und Umlaufvermögen aus konzerninternen Lieferungs- und Leistungsbeziehungen bei den einbezogenen Gesellschaften voll, bei nach der Equity-Methode bewerteten Unternehmen nur wesentliche Zwischenergebnisse eliminiert. Latente Steuern aus ergebniswirksamen Konsolidierungsvorgängen wurden abgegrenzt. KapitalkonsolidierungDie Kapitalkonsolidierung erfolgt im Erwerbszeitpunkt gemäß § 301 Abs. 1 und Abs. 2 HGB ab dem Jahr 2010 nach der Neubewertungsmethode. Das bedeutet, dass die zum Zeitpunkt des Erwerbs bei einem Tochterunternehmen vorhandenen stillen Reserven und Lasten vor Durchführung der Erstkonsolidierung grundsätzlich vollständig aufzudecken sind. Anschließend werden die Anschaffungskosten der Beteiligung mit dem anteilig neu bewerteten Eigenkapital der konsolidierten Tochterunternehmen zum Zeitpunkt des Erwerbs der Anteile oder der erstmaligen Konsolidierung verrechnet. Sich aus der Erstkonsolidierung ergebende aktive bzw. positive Unterschiedsbeträge werden als Geschäfts- oder Firmenwerte aktiviert und sofern die voraussichtliche Nutzungsdauer nicht verlässlich geschätzt werden kann, über zehn Jahre abgeschrieben. Bei Entkonsolidierungen werden die Restbuchwerte der aktiven Unterschiedsbeträge bei der Berechnung des Abgangsergebnisses berücksichtigt. Equity-MethodeDie Einbeziehung nach der Equity-Methode erfolgte nach der Buchwertmethode (§ 312 Abs. 1 HGB). Nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen werden mit den Anschaffungskosten zuzüglich der anteiligen Änderungen des Nettovermögens bewertet, wobei ein bilanzierter Geschäfts- oder Firmenwert im Beteiligungsansatz ausgewiesen wird. Die Geschäfts- oder Firmenwerte werden, sofern die voraussichtliche Nutzungsdauer nicht verlässlich geschätzt werden kann, über zehn Jahre abgeschrieben. FREMDWÄHRUNGSUMRECHNUNGDer in Fremdwährung aufgestellte Jahresabschluss der in den Konzern einbezogenen Unternehmen wurde gemäß § 308a HGB nach der modifizierten Stichtagskursmethode wie folgt in Euro umgerechnet:
Für die Umrechnung der Währungen im Konzern 2022 haben wir folgende Wechselkurse für einen Euro zugrunde gelegt:
Differenzen aus der Währungsumrechnung wurden erfolgsneutral im Konzerneigenkapital in der Position "Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung" erfasst. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZEDie Bilanzierungsmethoden für die in die Konsolidierung einbezogenen Unternehmen blieben unverändert gegenüber dem Vorjahr. In Anlehnung an § 265 Abs. 5 HGB wurden zum Zwecke der Klarheit und Übersichtlichkeit der Konzernbilanz die Posten "Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände" jeweils weitergehend untergliedert in "Forderungen gegen Arbeitsgemeinschaften" sowie der Posten "Verbindlichkeiten" in "Verbindlichkeiten gegenüber Arbeitsgemeinschaften". In der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wurden diverse Posten jeweils zusammengefasst dargestellt. Eine Aufgliederung dieser Posten wird im Konzernanhang vorgenommen. Die Bewertungsmethoden blieben unverändert zum Vorjahr und die wesentlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze bei der Erstellung des Konzernabschlusses werden nachfolgend erläutert. ANLAGEVERMÖGEN
Die durchschnittlichen gewichteten Abschreibungsdauern auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagevermögen betrugen:
Bei den Abschreibungsdauern handelt es sich um Maximalwerte. Die tatsächlichen Nutzungsdauern können aufgrund bestimmter Faktoren, wie vertraglicher Regelungen, regionaler und zeitlicher Gegebenheiten, unterhalb dieser Werte liegen. Abschreibungen erfolgen nach der linearen Methode entsprechend der wirtschaftlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände. Grundstücke sowie geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau unterliegen keiner planmäßigen Abschreibung. Ist den Anlagegegenständen am Bilanzstichtag wegen dauerhafter Wertminderung ein niedrigerer Wert beizulegen, werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Laufende Instandhaltungs- und Reparaturaufwendungen werden sofort aufwandswirksam erfasst. Für den Bilanzposten Anteile an Unternehmen, die nach der Equity-Methode bewertet werden, erfolgt gemäß § 312 HGB eine jährliche Fortschreibung um die anteiligen Ergebnisse, Ausschüttungen und sonstigen Veränderungen des Eigenkapitals dieser Gesellschaften. Assoziierte Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen, die für den Konzern sowie für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von untergeordneter Bedeutung sind, werden grundsätzlich nicht "at Equity" bewertet. Die Bilanzierung erfolgt dann zu fortgeführten Anschaffungskosten. Beteiligungen werden zu Anschaffungskosten bilanziert. Im Fall dauerhafter Wertminderung erfolgt eine Abschreibung auf den niedrigeren beizulegenden Wert. UMLAUFVERMÖGEN
VorräteIn den Vorräten werden Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, Handelswaren sowie unfertige und fertige Erzeugnisse und Leistungen zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten oder zum niedrigeren beizulegenden Wert ausgewiesen. Die Anschaffungs- oder Herstellungskosten bei den unfertigen Erzeugnissen und Leistungen sowie fertigen Erzeugnissen und Waren umfassen gemäß § 255 Abs. 2 HGB die Materialeinzelkosten, die Fertigungseinzelkosten und die Sondereinzelkosten der Fertigung, angemessene Teile der notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie anteilige Verwaltungsgemeinkosten. Für die Verwaltungsgemeinkosten wurde unverändert ein Satz von bis zu 7,5 Prozent, angesetzt. Soweit Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert notwendig waren, wurden diese berücksichtigt. Erhaltene Anzahlungen auf BestellungenIn Anwendung der Regelung des § 268 Abs. 5 Satz 2 HGB wurden erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen offen von dem Posten unfertige Erzeugnisse und unfertige Leistungen abgesetzt. Dabei wurden erhaltene Anzahlungen nur soweit saldiert, als für den Auftragsbestand am Bilanzstichtag tatsächlich Anschaffungs- oder Herstellungskosten der unfertigen Erzeugnisse und unfertigen Leistungen auszuweisen waren. Die danach nicht verrechnungsfähigen Beträge wurden als gesonderter Posten unter erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen passiviert. Forderungen und sonstige VermögensgegenständeFür individuell ermittelte Einzelrisiken bei Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen werden Wertberichtigungen gebildet. Das allgemeine Ausfallrisiko wird durch Pauschalwertberichtigungen abgedeckt. Wechselforderungen sowie unverzinsliche und niedrig verzinsliche Forderungen mit Laufzeiten von mehr als einem Jahr liegen nicht vor. Fremdwährungsforderungen werden mit dem Kurswert am Bilanzstichtag bewertet, soweit nicht eine Abwertung auf den niedrigeren beizulegenden Wert erforderlich ist. ZahlungsmittelZahlungsmittel umfassen Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten sowie andere kurzfristige, hochliquide Vermögensgegenstände mit ursprünglicher Fälligkeit zum Zeitpunkt des Erwerbs von weniger als drei Monaten. Der Gesamtbetrag der Zahlungsmittel stimmt nicht mit dem Finanzmittelfonds in der Kapitalflussrechnung überein. Eine Überleitung kann der Konzern-Kapitalflussrechnung entnommen werden. RechnungsabgrenzungspostenAls aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Ausgaben, als passive Rechnungsabgrenzungsposten Einnahmen ordnungsgemäß abgegrenzt, da diese Zahlungsflüsse erst in Folgejahren zu Aufwendungen oder Erträgen führen. Latente SteuernLatente Steuern nach § 274 HGB ergeben sich insgesamt aufgrund abweichender Wertansätze zwischen den jeweiligen Steuerbilanzen und dem Konzernabschluss sowie steuerlicher Verlustvorträge. Latente Steueransprüche und Steuerschulden aus Bewertungsunterschieden werden saldiert dargestellt, soweit die Möglichkeit einer gesetzlichen Aufrechnung besteht. Die Werthaltigkeit der Ansprüche wird unter Berücksichtigung des Vorsichtsprinzips anhand der Beurteilung der Wahrscheinlichkeit einer zukünftigen Umkehrung abweichender Wertansätze sowie der Nutzbarkeit steuerlicher Verlustvorträge beurteilt. Dies hängt ab von der Entstehung zukünftiger steuerpflichtiger Gewinne während der Perioden, in denen sich die steuerlichen Bewertungsunterschiede mit hoher Wahrscheinlichkeit wieder umkehren und die steuerlichen Verlustvorträge geltend gemacht werden können. Dabei werden u. a. die geplanten Ergebnisse aus der operativen Geschäftstätigkeit, die Ergebniswirkungen aus der Umkehrung von zu versteuernden temporären Differenzen sowie mögliche Steuerstrategien miteinbezogen. Dem Ansatz wurde der DRS 18 des Deutsches Rechnungslegungs Standards Committee e.V. mit einem Planungszeitraum von 2023 bis 2027 sowie ein kombinierter Steuersatz von 30 Prozent zugrunde gelegt. Bei Unternehmen in der Rechtsform einer Personengesellschaft wurde bei der Ermittlung des anzuwendenden Steuersatzes nur die Gewerbesteuer berücksichtigt. PASSIVA
RÜCKSTELLUNGENRückstellungen für PensionenDie Pensionsrückstellungen sind nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren auf Basis des von der Deutschen Bundesbank bekannt gegebenen durchschnittlichen Marktzinssatzes von 1,78 Prozent und unter Zugrundelegung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck bewertet worden. Darüber hinaus wurden bei der Bewertung erwartete Lohn- und Gehaltssteigerungen berücksichtigt, die neben einem Inflationstrend auch einen Karrieretrend enthalten. Aufgrund der Änderung des für die Ermittlung des durchschnittlichen Marktzinssatzes zugrunde zu legenden Zeitraums von sieben auf zehn Jahre ergibt sich zum 31. Dezember 2022 ein Unterschiedsbetrag in Höhe von T€ 94. SteuerrückstellungenSteuerrückstellungen enthalten Verpflichtungen aus laufenden Ertragsteuern. Die Passivierung der Steuerrückstellungen basiert auf der bestmöglichen Schätzung potenzieller Steuerrisiken und in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags. Sonstige RückstellungenDie sonstigen Rückstellungen decken alle erkennbaren Risiken dem Grunde und der Höhe nach ab, wobei das Wertaufhellungsprinzip bis zur Bilanzaufstellung beachtet worden ist. Bei den baubezogenen Rückstellungen besteht das Risiko, dass die tatsächlichen Kosten für Gewährleistungen, Restleistungen oder Drohverluste im Einzelfall höher oder geringer ausfallen. Die Rückstellungsposition setzt sich jedoch aus einer Vielzahl von Einzelprojekten zusammen, wodurch sich dieses Risiko aber auf die Einzelbetrachtung der Projekte reduziert. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit ihrem individuell auf den Bilanzstichtag abgezinsten Erfüllungsbetrag bewertet. Der Abzinsung liegt ein der Restlaufzeit entsprechender durchschnittlicher Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre zugrunde. ARGENAnteile an Gewinnen oder Verlusten von Argen sowie Lieferungen an bzw. Leistungen für Argen werden unter den Umsatzerlösen ausgewiesen, da es sich um operative Tätigkeiten handelt. In eine Arge einbezahltes Kapital wird zusammen mit den Gewinn- und Verlustanteilen sowie den Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber den Argen in einer entsprechenden Forderungs- oder Verbindlichkeitsposition getrennt ausgewiesen. ERLÖSERFASSUNGDie Erlöserfassung im Konzern erfolgt grundsätzlich dann, wenn die mit dem Vermögensgegenstand verbundenen Chancen und Risiken auf den Auftraggeber (z. B. durch Bauabnahme) oder Käufer übergegangen sind. Der Erfolg von ARGEN wird grundsätzlich nach den gleichen Kriterien bestimmt, wie bei Bauprojekten. SCHÄTZUNGEN UND ANNAHMENSchätzungen und Annahmen, die sich auf Höhe und Ausweis der bilanzierten Vermögensgegenstände und Schulden, der Erträge und Aufwendungen sowie der Angaben von Haftungsverhältnissen beziehen, sind bei der Aufstellung des Konzernabschlusses notwendig und beziehen sich im Wesentlichen auf die Prüfung der Werthaltigkeit von Vermögensgegenständen und die Bilanzierung und Bewertung von Rückstellungen. Bei den zukunftsbezogenen Annahmen und Schätzungen zum Bilanzstichtag werden in Bezug auf die erwartete künftige Geschäftsentwicklung die zum Zeitpunkt der Konzernabschlusserstellung vorliegenden Umstände sowie die als realistisch unterstellte zukünftige Entwicklung des globalen und branchenbezogenen Umfeldes berücksichtigt. Durch von den Annahmen abweichende Entwicklungen dieser Rahmenbedingungen können die tatsächlich erzielten Beträge von den geschätzten Werten abweichen. Im Fall einer derartigen Entwicklung werden die Annahmen und, falls erforderlich, die Buchwerte der betroffenen Vermögensgegenstände und Schulden an den neuen Kenntnisstand angepasst. Zum Zeitpunkt der Aufstellung des Konzernabschlusses bestehen keine Anzeichen, die auf die Notwendigkeit einer wesentlichen Änderung der zugrunde gelegten Annahmen und Schätzungen hindeuten. KONSOLIDIERUNGSKREISVOLLKONSOLIDIERTE TOCHTERUNTERNEHMENDer Konsolidierungskreis der ZECH Building umfasste zum Bilanzstichtag neben der Konzernmutter 44 (2021: 39) Tochterunternehmen. Von den Unternehmen hatten 42 (2021: 37) einen inländischen und zwei (2021: zwei) Gesellschaften einen Sitz im Ausland. Im Geschäftsjahr 2022 ergaben sich die in der folgenden Tabelle dargestellten Änderungen des Konsolidierungskreises:
Tochterunternehmen, die aufgrund ihrer ruhenden oder nur geringen Geschäftstätigkeit für den Konzern sowie für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von untergeordneter Bedeutung sind, werden grundsätzlich nicht in den Konzernabschluss einbezogen. Die gesamten Bilanzsummen dieser Gesellschaften haben einen Anteil von unter einem Prozent an der Konzernbilanzsumme; die Summe der Umsatzerlöse und der Ergebnisse nach Steuern beläuft sich ebenfalls auf unter ein Prozent des Konzernergebnisses. Die gemäß § 296 Abs. 2 HGB nicht konsolidierten Tochterunternehmen sind in der Aufstellung des Anteilsbesitzes (A IV. Wegen geringer Bedeutung nicht konsolidierte Tochterunternehmen) aufgeführt. Akquisitionen und DesinvestitionenIm Berichtsjahr erweiterten fünf Gesellschaften durch Erwerb den Konsolidierungskreis des Konzerns und wurden erstmalig vollkonsolidiert: die "ATEAM Die Energietechnologie GmbH & Co. KG", die "Wayss & Freytag Ingenieurbau AG" sowie die Arbeitsgemeinschaften "Arge The Q Nürnberg Quelle-Areal", "Arge Schwere-Reiter-Strasse" und "Arge Arnulfstr. Postpalast". Die genannten Erstkonsolidierungen hatten folgende Auswirkungen auf die Vermögens- und Finanzlage bzw. die nachfolgend aufgeführten Bilanzposten:
"AT EQUITY" BILANZIERTE UNTERNEHMENIn den Konzernabschluss flossen unverändert 13 (2021: 13) Unternehmen ein, von denen ebenfalls unverändert 12 (2021: 12) ihren Sitz im Inland und eine (2021: eine) einen ausländischen Sitz hatten. Der Ausweis der Anteile erfolgte im Bilanzposten "Anteile an Unternehmen, die nach der Equity-Methode bewertet werden" innerhalb des Finanzanlagevermögens. ANGABEN ZU ARGENFür das Geschäftsjahr 2022 enthält die nachstehende Tabelle die, in Bezug auf die Leistung, zehn größten Argen des Konzerns:
ANTEILSBESITZLISTE (§ 313 Abs. 2 HGB)Eine vollständige Übersicht des Anteilsbesitzes des Konzerns zum 31. Dezember 2022 enthält die Aufstellung des Anteilsbesitzes in der Anlage zum Konzernanhang. Bezüglich des Zugangs zu bzw. der Nutzung von Vermögensgegenständen von Tochterunternehmen gab es keine Beschränkungen. III. ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERNBILANZAKTIVA IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Das immaterielle Anlagevermögen enthielt den Geschäfts- oder Firmenwert sowie erworbene immaterielle Vermögensgegenstände. Der Ausweis von Abschreibungen auf den Geschäfts- oder Firmenwert und auf die sonstigen immateriellen Vermögensgegenstände erfolgte in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung unverändert in dem Posten "Abschreibungen". Veränderungen des Konsolidierungskreises werden bei der Position Geschäfts- oder Firmenwert - wie auch in den Vorjahren - als "Zu- oder Abgänge" dargestellt. Insgesamt erhöhte sich das immaterielle Anlagevermögen im Vergleich zum 31. Dezember 2021 um T€ 53.891. Wesentlich hierfür war die Erstkonsolidierung der Wayss & Freytag Ingenieurbau AG, die mit insgesamt T€ 64.780 zur Erhöhung beigetragen hat. Auf den Geschäfts- oder Firmenwert entfallen davon T€ 52.193 und T€ 12.587 auf die Marke "Wayss & Freytag", die unter der Bilanzposition "entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten" ausgewiesen wird. Sie wurde im Rahmen der Kaufpreisallokation ("Purchase Price Allocation" - PPA), mittels eines Wertgutachtens auf Grundlage des kapitalwertorientierten Verfahrens ("income approach") und unter Anwendung der Methode der Lizenzpreisanalogie ("Relief-from-Royalty-Method"), zum beizulegenden Zeitwert aktiviert. Die Marke und der Firmenwert werden aufgrund der langjährigen Projektlaufzeiten mit einer Nutzungsdauer von 15 Jahren abgeschrieben. Die Abschreibungen auf den Geschäfts- oder Firmenwert des Berichtsjahres betragen T€ 13.661 (2021: T€ 15.097). SACHANLAGEN
Die Zunahme des Sachanlagevermögens resultiert nahezu ausschließlich aus der Erstkonsolidierung der Wayss & Freytag Ingenieurbau AG mit Buchwerten zum 31. Dezember 2022 von T€ 24.776. Die Zugänge bei den technischen Anlagen und Maschinen von T€ 4.116 resultierten im Wesentlichen aus der Anschaffung von Baugeräten und Maschinen. Bei dem Posten andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung betreffen die Zugänge von T€ 2.879 hauptsächlich die Anschaffung Geringwertiger Wirtschaftsgüter (T€ 1.327), sonstige Betriebsausstattungen (T€ 603) sowie Baucontainer und Lastkraftfahrzeuge (T€ 559). Der Zufluss bei den geleisteten Anzahlungen und Anlagen im Bau in Höhe von insgesamt T€ 2.069 basiert schwerpunktmäßig auf Aktivierungen beim Deponieausbau (T€ 1.700). FINANZANLAGEN:Die Anteile an Unternehmen, die nach der Equity-Methode bewertet wurden, entwickelten sich wie folgt:
Die Zuschreibungen setzten sich wie folgt zusammen:
Unter den Zuschreibungen werden sowohl die in den Folgebilanzierungen fortzuführenden, abzuschreibenden oder aufzulösenden ergebniswirksamen Teile des Unterschiedsbetrags und gegebenenfalls die Verrechnung von Zwischenergebnissen als auch die Fortschreibung der anteiligen Jahresergebnisse der Unternehmen abgebildet. Übersteigen die aufgelaufenen anteiligen Verluste den Wert der Beteiligung der nach der Equity-Methode einbezogenen Unternehmen, werden weder Verluste noch Gewinne erfasst. Diese nicht erfassten anteiligen Verluste valutierten zum 31. Dezember 2022 insgesamt bei T€ 5.009 (2021: T€ 7.779). Zum Bilanzstichtag entfiel auf die at Equity bilanzierten Beteiligungen ein Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von T€ 2.867 (2021: T€ 3.382). Entwicklung der übrigen Finanzanlagen:
Die wesentlichen Veränderungen im Geschäftsjahr 2022 erfolgten in der Bilanzposition "Anteile an verbundenen Unternehmen". Abschreibungen auf die Beteiligung "SWS Steinwerk Schelklingen GmbH & Co. KG" minderten den Bilanzansatz um T€ 395. VORRÄTEDie unfertigen Erzeugnisse und Leistungen sowie fertigen Erzeugnisse und Waren haben sich im Berichtsjahr wie folgt entwickelt:
Die Veränderung der Posten unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen sowie fertige Erzeugnisse und Waren war insgesamt durch eine Erhöhung der Bestände um T€ 776.922 gekennzeichnet (2022: T€ 1.511.054, 2021: T€ 734.132). Dies entsprach einer Zunahme von rund 106 Prozent gegenüber 2021. Ausweislich der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022 wurden in Höhe von T€ 1.414.682 erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen offen von dem Posten "unfertige Erzeugnisse und unfertige Leistungen" abgesetzt. Der danach nicht verrechnungsfähige Betrag in Höhe von T€ 137.068 wurde als gesonderter Posten "erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen" passiviert. Zu den aktivisch abgesetzten Anzahlungen verweisen wir auf unsere Ausführungen in den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden. FORDERUNGEN UND SONSTIGE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Von den Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, entfallen T€ 9.878 (2021: T€ 14.913) auf assoziierte und Gemeinschaftsunternehmen. In der Position "Sonstiges" in den sonstigen Vermögensgegenständen waren mit T€ 2.129 (2021: T€ 932) Forderungen aus Steuern enthalten. Forderungen gegen ArbeitsgemeinschaftenDie Forderungen gegen Arbeitsgemeinschaften stiegen im Vorjahresvergleich von T€ 14.892 um T€ 25.516 auf T€ 40.408 und beinhalten Verrechnungen von Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen als auch Einlagen. Diese wurden mit Ergebnisanteilen bzw. Ergebnisübernahmen saldiert. KASSENBESTAND, GUTHABEN BEI KREDITINSTITUTENVon den Guthaben bei Kreditinstituten von T€ 116.746 waren insgesamt T€ 10 (2021: T€ 10) nicht sofort frei verfügbar. AKTIVE RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTENDer aktive Rechnungsabgrenzungsposten enthielt ein Disagio von T€ 13 (2021: T€ 23). AKTIVE LATENTE STEUERN
Aufteilung latente Steuern
Der Ansatz der aktiven latenten Steuern basierte auf den Ergebnissen der Überprüfung der bisher angesetzten latenten Steuern und unter Abwägung aller positiven und negativen Faktoren sowie Informationen im Hinblick auf die vorhersehbare Zukunft. Von den angesetzten latenten Steueransprüchen entfielen T€ 23.797 (2021: T€ 12.042) auf steuerliche Verlustvorträge, die sich mit hoher Wahrscheinlichkeit in den nachfolgenden fünf Jahren vollständig abbauen werden. Die deutliche Zunahme im Vergleich zum Vorjahr resultiert aus steuerlichen Verlustvorträgen der erstkonsolidierten Wayss & Freytag Ingenieurbau AG. Die aktivierten Verlustvorträge bestanden für Körperschaftsteuer (oder vergleichbare Steuern im Ausland) und für Gewerbesteuer. Latente Steuern auf temporäre Differenzen im Zusammenhang mit Tochterunternehmen ergaben sich im Wesentlichen aus abweichenden Wertansätzen zwischen den Steuerbilanzen und auf Konzernebene bei der Bewertung des Vorratsvermögens. Auf Basis positiver Einschätzungen der Geschäftsentwicklung wird davon ausgegangen, dass das künftige steuerliche Einkommen mit hinreichender Wahrscheinlichkeit ausreichen wird, um die aktiven latenten Steuern realisieren zu können. PASSIVAGRUNDKAPITALDas Grundkapital beträgt derzeit T€ 8.359 und ist eingeteilt in 8.359.000 auf Namen lautende Stückaktien. Die Anteile entfallen vollständig auf die Premium Holding GmbH. KONZERNRÜCKLAGE
EIGENKAPITALDIFFERENZ AUS WÄHRUNGSUMRECHNUNGDer Eigenkapitalposten dient der Erfassung von Differenzen aus der Umrechnung von Jahresabschlüssen der Tochterunternehmen, die ihren Jahresabschluss in Fremdwährung aufstellen. NICHT BEHERRSCHENDE ANTEILE
Die Aufgliederung und Veränderung des Konzerneigenkapitals ist in der Entwicklung des Konzerneigenkapitals dargestellt. RÜCKSTELLUNGENRückstellungen für PensionenDie Rückstellungen für Pensionen betrugen im Berichtsjahr T€ 15.997 (2021: T€ 1.580). Der starke Anstieg resultiert aus der Erstkonsolidierung der Wayss & Freytag Ingenieurbau AG. Steuerrückstellungen
Sonstige RückstellungenRückstellungen für Personal
übrige sonstige Rückstellungen
Von den sonstigen Rückstellungen haben T€ 42.287 (2021: T€ 12.571) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. VERBINDLICHKEITEN
Von den langfristigen Verbindlichkeiten haben T€ 2.251 (2021: T€ 787) eine Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren. Insgesamt sind die Verbindlichkeiten von T€ 479.737 mit T€ 166.398 (2021: T€ 142.412) durch Barhinterlegungen, Grundschulden, Abtretungen, Bürgschaften und Eigentumsvorbehalte sowie Sicherungsübereignungen gesichert. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht
In den Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, waren mit T€ 21.752 (2021: T€ 6.882) Verbindlichkeiten gegenüber assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen enthalten. Sie entfallen in voller Höhe auf Verrechnungen und Lieferungen und Leistungen. Verbindlichkeiten gegenüber ArbeitsgemeinschaftenDie Verbindlichkeiten gegenüber Arbeitsgemeinschaften stiegen im Vorjahresvergleich von T€ 74.848 um T€ 33.657 auf T€ 108.505 und beinhalten sowohl Verrechnungen von Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen als auch Einlagen. Diese wurden mit Ergebnisanteilen bzw. Ergebnisübernahmen saldiert. Sonstige Verbindlichkeiten
PASSIVE LATENTE STEUERNEin Abgrenzungsposten für latente Steuern aus Konsolidierungsmaßnahmen und Unterschiedsbeträgen wurde wie im Vorjahr mit Steueransprüchen auf der Aktivseite saldiert. AUSSERBILANZIELLE VERPFLICHTUNGENUnter die außerbilanziellen Verpflichtungen fallen sonstige finanzielle Verpflichtungen und Haftungsverhältnisse, die aus der operativen Tätigkeit des Konzerns resultieren. Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Von den sonstigen finanziellen Verpflichtungen bestehen T€ 1.008 gegenüber verbundenen Unternehmen. HaftungsverhältnisseHaftungsverhältnisse bestehen in branchenüblichem Umfang und betreffen die Ausstellung verschiedener Garantietypen zur Absicherung vertraglicher Verpflichtungen. Im Wesentlichen handelt es sich dabei um Avale für Angebots-, Vertragserfüllungs- und Gewährleistungsverpflichtungen sowie Vorauszahlungen. Für alle Arbeitsgemeinschaften, an denen die ZECH Building mittelbar und unmittelbar in Deutschland beteiligt ist, haftet sie im Übrigen gesamtschuldnerisch gegenüber den Auftraggebern bzw. Bauherren. Weiterhin bestehen mehrere Haftungsverhältnisse für ausgereichte Darlehen an die Zech Group SE, Bremen. Diese umfassen:
Ergebniswirksame Inanspruchnahmen aus Haftungsverhältnissen in wesentlichem Umfang sind zwar theoretisch möglich, aufgrund der vorliegenden Projektkalkulationen und Planungsrechnungen aber als unwahrscheinlich anzusehen. IV. ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNGUMSATZERLÖSEDie Umsatzerlöse im Berichtszeitraum 2022 ließen sich nach ihrer Herkunft wie folgt aufgliedern:
Umsatzerlöse nach geographischen Merkmalen aufgeteilt:
Faktoren der Umsatzveränderung in 2022:
Die Umsatzerlöse in Höhe von T€ 1.109.527 betrafen insbesondere Erlöse aus übergebenen Bauprojekten und Bauträgertätigkeit sowie aus Bodenreinigungsanlagen. Neben den eigenen Lieferungen und Leistungen an ARGEN waren auch Gewinnübernahmen an beteiligten ARGEN (Equity-Methode) von T€ 49.163 in den Umsatzerlösen enthalten. Davon entfielen T€ 37.840 auf Arbeitsgemeinschaften, die im Rahmen der Erstkonsolidierung der Wayss & Freytag Ingenieurbau AG erstmalig in den Konzernabschluss einbezogen wurden. BESTANDSVERÄNDERUNGENDie Bestandsveränderungen beliefen sich auf T€ 25.949 (2021: T€ 431.165) und wurden unter Berücksichtigung von Erst- und Entkonsolidierungseffekten sowie separat ausgewiesenen Abschreibungen auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens ermittelt. SONSTIGE BETRIEBLICHE ERTRÄGE
Die nicht-ordentlichen / periodenfremden Erträge beinhalteten einmalige Erträge oder Sondereinflüsse und waren Bestandteil des neutralen Ergebnisses. MATERIALAUFWAND
Wie im Vorjahreszeitraum entfiel der größte Anteil der Materialaufwendungen der Berichtsperiode auf Nachunternehmer (2022: T€ 529.140; 2021: T€ 453.038). PERSONALAUFWAND UND MITARBEITER
Durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter im Berichts- und Vorjahresvergleichszeitraum aufgeteilt nach Gruppen:
Durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter im Berichts- und Vorjahresvergleichszeitraum aufgeteilt nach Regionen:
In die Berechnung der durchschnittlich beschäftigten Mitarbeiter gingen nur solche ein, die bei einem vollkonsolidierten Unternehmen der ZECH Building im Geschäftsjahr beschäftigt waren. SONSTIGE BETRIEBLICHE AUFWENDUNGEN
Mit T€ 16.567 waren Aufwendungen für Mieten und Pachten sowie mit T€ 6.681 Leasingaufwendungen in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten. Weitere Aufwendungen entfielen auf Werbemaßnahmen (T€ 1.267) und Vertriebskosten (T€ 268). Andere Steuern als die vom Einkommen und Ertrag werden entweder unter den zugehörigen Aufwandsposten oder, soweit eine individuelle Zuordnung nicht möglich ist, unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen. Die nicht-ordentlichen / periodenfremden Aufwendungen beinhalteten einmalige Aufwendungen oder Sondereinflüsse und waren Bestandteil des neutralen Ergebnisses. EQUITY ERGEBNISDie dem Geschäftsmodell der ZECH Building zufolge zum operativen Ergebnis (Betriebsergebnis) zuzurechnenden Erträge aus Finanzanlagen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden (Equity Ergebnis), wurden in folgenden Bereichen erzielt:
Das Equity Ergebnis in Höhe von T€ -2.487 enthält die anteiligen Jahresergebnisse der assoziierten und Gemeinschaftsunternehmen. Ergebnisanteile aus ARGEN werden in den Umsatzerlösen dargestellt. BETEILIGUNGSERGEBNIS
ABSCHREIBUNGENAbschreibungen im Geschäftsjahr 2022 entfielen in Höhe von T€ 28.341 (2021: T€ 25.754) vollständig auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen. Von den darin enthaltenen Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens betreffen T€ 8.661 (2021: T€ 8.674) die planmäßigen und T€ 5.000 (2021: T€ 6.423) die außerplanmäßigen Abschreibungen des Geschäfts- oder Firmenwertes. FINANZERGEBNIS
Sonstige Zinsen und ähnliche ErträgeDie sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge beinhalteten im Wesentlichen Zinserträge aus der Bereitstellung von Darlehen an die Zech Group SE. Zinsen und ähnliche AufwendungenDie sonstigen Zinsen und ähnlichen Aufwendungen entfielen im Wesentlichen auf Avalprovisionen und Darlehen. Abschreibungen auf FinanzanlagenDie Abschreibungen betrafen mit T€ 395 Abschreibungen auf Anteile an verbundenen Unternehmen, welche aus Gründen der Wesentlichkeit nicht konsolidiert wurden. NEUTRALES ERGEBNIS
STEUERN VOM EINKOMMEN UND VOM ERTRAG
Bezogen auf die Zuordnung in den einzelnen Konzerngesellschaften:
Als Ertragsteuern sind die in den einzelnen Ländern gezahlten oder geschuldeten Steuern auf Einkommen und Ertrag sowie die latenten Steuerabgrenzungen ausgewiesen. Die der Berechnung zugrunde liegenden Steuersätze basieren auf den am Bilanzstichtag gültigen bzw. verabschiedeten gesetzlichen Regelungen der Länder, in denen die konsolidierten Konzerngesellschaften ihren Sitz haben. NICHT BEHERRSCHENDE ANTEILEDer Ergebnisanteil der nicht beherrschenden Anteile am Konzernergebnis wurde nach dem Konzernjahresfehlbetrag in Anwendung der Vorschrift des § 307 Abs. 2 HGB gesondert ausgewiesen. Hierbei handelt es sich um Gewinn- oder Verlustanteile, die anderen Gesellschaftern von vollkonsolidierten Gesellschaften zustehen. Der Anteil der nicht beherrschenden Gesellschafter am laufenden Konzernergebnis verteilte sich danach wie folgt:
Auf die nicht beherrschenden Gesellschafter entfielen im Geschäftsjahr Ausschüttungen von T€ 2.071 (2021: T€ 2.388) GESAMTHONORAR DES KONZERNABSCHLUSSPRÜFERSInsgesamt sind für den bestellten Konzernabschlussprüfer, die RSM GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, T€ 220 an Honoraren für erbrachte Abschlussprüfungsleistungen als Aufwand erfasst worden. Die Honorare beinhalteten im Wesentlichen die Entgelte für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts, die Prüfung einzelner Jahresabschlüsse der Tochtergesellschaften sowie prüferische Durchsichten. V. SONSTIGE ANGABENANGABEN ZUR KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNGDie Kapitalflussrechnung wird nach den Grundsätzen des Deutschen Rechnungslegungsstandards Nr. 21 (DRS 21) aufgestellt. Sie legt die Zahlungsströme offen, um Herkunft und Verwendung der Zahlungsmittel darzustellen. Sie unterscheidet dabei zwischen Mittelveränderungen aus der laufenden Geschäftstätigkeit, Investitionstätigkeit und Finanzierungstätigkeit. Der Finanzmittelfonds enthält Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten mit einer Restlaufzeit von nicht mehr als drei Monaten. Im Finanzmittelfonds werden daher insoweit Wertpapiere ausgewiesen, als diese kurzfristig verfügbar sind und nur einem unwesentlichen Kursänderungsrisiko unterliegen. Effekte der Währungsumrechnung werden bei der Berechnung bereinigt und gesondert gezeigt. Mittelveränderungen aus dem Erwerb und der Veräußerung von Unternehmen werden innerhalb der Investitionstätigkeit gesondert ausgewiesen. Cashflow aus der laufenden GeschäftstätigkeitDer Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit wird ermittelt, indem zunächst der Konzernjahresfehlbetrag um nicht zahlungswirksame Aufwendungen und Erträge bereinigt wird und Ertragsteuerzahlungen der Periode abgezogen werden. Danach erwirtschaftete die ZECH Building einen positiven operativen Cashflow von T€ 114.741 (2021: Mittelzufluss: T€ 53.479). Cashflow aus der InvestitionstätigkeitDer Cashflow aus der Investitionstätigkeit ergibt sich einerseits aus den Mittelzu- und Abflüssen aus der Veränderung des Anlagevermögens, Erwerben oder Verkäufen von Unternehmen und andererseits aus erhaltenen Zinsen, Ausschüttungen und Ein- und Auszahlungen von Finanzmittelanlagen. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit wies nach Mittelzuflüssen von T€ 8.008 im Jahr 2021 Mittelabflüsse von T€ 49.221 aus. Cashflow aus der FinanzierungstätigkeitIm Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit weisen wir gezahlte Zinsen und Ausschüttungen, die Veränderung der Finanzverbindlichkeiten und anderer Finanzierungen sowie sonstige Finanzierungsvorgänge aus. Der Cashflow war durch Mittelabflüsse von T€ 4.969 gekennzeichnet. Im Vorjahr verminderten Mittelabflüsse von T€ 26.009 den Finanzmittelfonds des Konzerns. Eine detaillierte Analyse der Konzern-Kapitalflussrechnung erfolgt in den Erläuterungen zur Finanzlage im Konzernlagebericht. ANGABE ZUR ERGEBNISVERWENDUNG (§ 314 Abs. 1 Nr. 26 HGB)Der Vorstand schlägt vor, den Jahresüberschuss des Mutterunternehmens des Geschäftsjahres 2022 in Höhe von T€ 5.168 auf neue Rechnung vorzutragen. VI. NACHTRAGSBERICHTIm Wertaufhellungszeitraum haben sich keine berichtspflichtigen Sachverhalte von besonderer Bedeutung ereignet, die in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung oder in der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022 zu berücksichtigen waren (§ 314 Abs. 1 Nr. 25 HGB). VII. ORGANE DER ZECH BUILDING SEDer VorstandKurt Zech Kaufmann, Bremen, Vorstandsvorsitzender der ZECH Building SE Verantwortung Finanzen Burkhard Schmidt Diplom-Ingenieur, Neustadt (Westerwald), Vorstandsmitglied der ZECH Building SE Verantwortung Sparte: Umwelt Olaf Demuth Diplom-Ingenieur, Hamburg, Vorstandsmitglied der ZECH Building SE Verantwortung Sparte: Bau, Integrale Planung, Systeme Holger Oberhauser Diplom-Betriebswirt, Oststeinbek, Vorstandsmitglied der ZECH Building SE Verantwortung Sparte: Bau, Integrale Planung, Systeme, Umwelt, Ingenieurbau Harald Supper Diplom-Ingenieur, Stuttgart, Vorstandsmitglied der ZECH Building SE Verantwortung Sparte: Bau, Ingenieurbau DER AUFSICHTSRATWerner Uhde Diplom-Kaufmann / Rechtsanwalt, Bremen, Vorsitzender des Aufsichtsrats der ZECH Building SE Bernd Petrat Diplom-Kaufmann, Bremen, Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats der ZECH Building SE Romy Zech Projektentwicklerin, Bremen, Mitglied des Aufsichtsrats der ZECH Building SE Die Vorstände und Aufsichtsräte haben im Geschäftsjahr 2022 keine Gesamtbezüge für die Wahrnehmung ihrer Aufgaben in der Konzernmutter bzw. in den Tochterunternehmen erhalten. Ferner wurden auch keine Darlehen oder Vorauszahlungen auf zukünftige Vergütungsbestandteile gewährt.
Erkrath, den 25. April 2023 Der Vorstand der ZECH Building SE gez. Kurt Zech, Vorstandsvorsitzender gez. Burkhard Schmidt, Vorstandsmitglied gez. Olaf Demuth, Vorstandsmitglied gez. Holger Oberhauser, Vorstandsmitglied gez. Harald Supper, Vorstandsmitglied Aufstellung des Anteilsbesitzes zum 31. Dezember 2022Bei den Anteilen am Kapital wird die Beteiligungsquote des direkten Anteilseigners angegeben. Die indirekte Beteiligungsquote des Konzerns ergibt sich aus der Multiplikation der direkten Quote des jeweiligen Anteilseigners und der quotalen Beteiligung des Konzerns an dem Anteilseigner. A I. VOLLKONSOLIDIERTE GESELLSCHAFTEN (MUTTER- UND TOCHTERUNTERNEHMEN) IM INLAND
A II. VOLLKONSOLIDIERTE TOCHTERUNTERNEHMEN IM AUSLAND
A III. VOLLKONSOLIDIERTE DEUTSCHE TOCHTERUNTERNEHMEN IN DER RECHTSFORM DER KAPITALGESELLSCHAFT, DIE VON TEILEN DER BEFREIUNGSMÖGLICHKEITEN DES § 264 ABS. 3 HGB FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR GEBRAUCH MACHEN
A IV. WEGEN GERINGER BEDEUTUNG NICHT KONSOLIDIERTE TOCHTERUNTERNEHMEN
B I. NACH DER EQUITY-METHODE BEWERTETE UNTERNEHMEN IM INLAND
B II. NACH DER EQUITY-METHODE BEWERTETE UNTERNEHMEN IM AUSLAND
* vor gesellschaftsvertraglichen
Einstimmigkeitsbeschränkungen
Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2022
I. GRUNDLAGEN DES KONZERNSORGANISATIONKonzernmutterDie ZECH Building SE mit ihren Tochterunternehmen (nachfolgend als ZECH Building oder Konzern bezeichnet) ist eine mittelständische Europäische Aktiengesellschaft (Societas Europaea - SE) mit Hauptsitz in Erkrath und Tochterunternehmen des Zech Group Konzerns. Als Konzernmutter hält die ZECH Building SE direkt oder indirekt Anteile an 44 Tochterunternehmen. Weitere 13 Gesellschaften werden nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen. Die Zusammensetzung des Konsolidierungskreises ist in der nachfolgenden Tabelle dargestellt:
Als Tochterunternehmen des Zech Group SE Konzerns fungiert die ZECH Building SE als spartenübergreifender Koordinator innerhalb des Geschäftsbereichs "Building" und übernimmt die Funktion einer Management-Holding. Sie bündelt und führt die operativen Gesellschaften rund um die Erstellung von Immobilien in den Sparten Bau, Integrale Planung, Systeme, Ingenieurbau, Umwelt und International & Consulting, jeweils geführt durch eine der folgenden Sparten-Holdinggesellschaften:
Diese Verantwortlichkeiten nimmt die ZECH Building im Rahmen ihrer rechtlichen Möglichkeiten innerhalb des Konzerns wahr. Dabei bleibt die rechtliche Selbstständigkeit der Konzerngesellschaften gewahrt. Darüber hinaus sind diverse Gesellschaften, wegen ihrer teilweise geschäftsbereichsübergreifenden Tätigkeiten, dem Bereich "Non-Divisional" zugeordnet. Die Sparte International & Consulting als Teil des Geschäftsbereichs Building im Zech Group SE Konzern ist, trotz der operativen Steuerung, gesellschaftsrechtlich nicht dem Konzern ZECH Building zuzuordnen. LEITUNG UND KONTROLLEDie ZECH Building hat ein dualistisches Leitungssystem. Organe der ZECH Building sind der Vorstand, der Aufsichtsrat und die Hauptversammlung. Geführt werden die Geschäfte durch den Vorstand, welcher die ZECH Building auch gegenüber Dritten vertritt. Die Geschäftsordnung sieht vor, dass bestimmte Geschäfte nicht ohne Zustimmung des Aufsichtsrats vom Vorstand vorgenommen werden können. Die Mitglieder des Vorstands der ZECH Building werden vom Aufsichtsrat der ZECH Building bestellt. Der Vorstand bestand im Geschäftsjahr aus fünf, der Aufsichtsrat unverändert aus drei Mitgliedern. Entsprechend der Geschäftsordnung sind die Vorstände für ihre jeweiligen Aufgabenbereiche selbst verantwortlich, für die Geschäftsleitung des Konzerns jedoch gemeinsam. Der Vorstand erstattet dem Aufsichtsrat regelmäßig Bericht, insbesondere über den laufenden Geschäftsbetrieb, die voraussichtliche Entwicklung und die Unternehmensstrategie. Der Aufsichtsrat ist zugleich beratend und überwachend tätig, prüft den Jahres- und den Konzernabschluss und nimmt die ihm durch Gesetz und Satzung zugewiesenen Aufgaben wahr. Darüber hinaus ist der Aufsichtsrat in Strategie und Planung sowie in alle grundlegenden Fragen eingebunden. Auch außerhalb der Aufsichtsratssitzungen stand der Aufsichtsrat in einem regelmäßigen und engen Austausch mit dem Vorstand. ZECH MANAGEMENT GMBHAls administrativer Dienstleister für die ZECH Building ist die Zech Management GmbH (Zech Management) dem Geschäftsbereich Non-Divisional zugeordnet. Es besteht ein langfristiger Dienstleistungsvertrag mit der ZECH Building. Die Zech Management übernimmt die Steuerungsfunktion zur Unterstützung der jeweiligen Geschäftsleitungen bei der Umsetzung der unternehmerischen Ziele. In diesem Rahmen erbringt sie vielfältige Leistungen für die Unternehmensgruppe und teilweise auch für Dritte. Die mit den Dienstleistungen verbundenen Prozesse sind nach ISO 9001 zertifiziert. Die Zech Management umfasst die folgenden Abteilungen: Personalwesen, Rechnungswesen, Konzernrechnungswesen, Steuern, Finanzen/Treasury, Controlling, IT, Digitalisierung/Prozesse/ Organisationsentwicklung, Versicherung sowie Zentrale Dienste. GESCHÄFTSMODELLDie Kernkompetenzen der ZECH Building liegen in der Planung und Ausführung von Bauprojekten. Darüber hinaus ist der Konzern auf den Feldern der technischen Gebäudeausrüstung und der Umwelttechnik aktiv. Der Schwerpunkt liegt mit der Sparte Bau im schlüsselfertigen Hochbau, insbesondere im Bau von Büro- und Gewerbeimmobilien, Industrie- und Logistikbauten sowie Wohnungs- und Spezialbauten. Daneben werden anspruchsvolle Bauwerkssanierungen, Modernisierungen und Umbauarbeiten durchgeführt. In der Sparte Integrale Planung konzentrieren sich die Planungskompetenzen für Architektur, Haustechnik, Fassaden, Tragwerk und Beratung für Building Information Modeling (BIM) der ZECH Building. Die operativen Aktivitäten der Sparte Umwelt befassen sich im Wesentlichen mit der Bodenbehandlung bzw. der Bodenreinigung, dem Stoffstrommanagement und der Wasserreinigung. Die Sparte Systeme rückt die modulare, nachhaltige Holz-Hybrid-Modulbauweise in den Fokus, mit der hochkomplexe Funktionsbauten und zukunftsweisende Holz-Beton-Hybridbauten errichtet werden können. In der Sparte Ingenieurbau werden die Bereiche komplexe Infrastrukturprojekte, Spezialtiefbau, Bauwerkserhaltung, erweiterte Rohbauten, Verkehrswege, Breitbandausbau und Umwelttechnik abgebildet. ZIELE UND STRATEGIE DES KONZERNSÜbergeordnetes strategisches Ziel des unternehmerischen Handelns der ZECH Building ist ein nachhaltiges, organisches Wachstum entlang des bestehenden Geschäftsmodells und gleichzeitig der Ausbau der Ertragsbasis. Im Rahmen dieser Wachstumsstrategie sind Akquisitionen ein integraler Bestandteil. Potenzielle Akquisitionen werden danach beurteilt, ob sie verfügbar, strategisch zur ZECH Building passend und finanziell attraktiv sind. Wir beobachten die Märkte genau und versuchen jederzeit Opportunitäten zu nutzen. Dies bildet die Grundlage für die operativen und strategischen Entscheidungen durch den Vorstand. Die ZECH Building beteiligt sich mehrheitlich und langfristig an Unternehmen, die in ihre lokalen Märkte investieren. Mit der Marktpräsenz und den Marktkenntnissen tragen die so gewonnenen Partner dazu bei, die ZECH Building flächendeckend zu etablieren und so das organische Wachstum zu fördern. Das zukünftige Wachstum soll auch im europäischen Ausland stattfinden. Aus unseren Zielen lässt sich ein wesentlicher finanzieller Leistungsindikator zur Steuerung unseres Geschäfts ableiten: das bereinigte Ergebnis vor Steuern (EBT). Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren als Steuerungsgrößen haben nur eine untergeordnete Bedeutung im Konzern. II. WIRTSCHAFTSBERICHTGESCHÄFTSBEREICHÜBERGREIFENDE WIRTSCHAFTLICHE RAHMENBEDINGUNGENDie Weltkonjunktur hat sich im Jahresverlauf 2022 vor dem Hintergrund hoher Energiepreise und großer Unsicherheit abgeschwächt. Dazu trägt mittlerweile auch die Geldpolitik in den USA und Europa bei, die angesichts hoher Inflationsraten mit starken Erhöhungen der Leitzinsen reagiert hat. Die Risiken haben Ende 2022 weiter zugenommen. Die hauptsächliche Ursache bleibt weiter der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine. Dieser dämpft weltweit das Wachstum, treibt die Inflation und verstärkt Rohstoffknappheiten. Von höheren Energiepreisen ist Europa besonders betroffen. Nach Einschätzung des Sachverständigenrates vom November 2022 ist die Stimmung bei Unternehmen und Konsumenten weltweit wenig zuversichtlich. Der Internationale Währungsfonds schätzt die konjunkturellen Abwärtsrisiken als hoch ein. Nach Einschätzung des Instituts für Weltwirtschaft in Kiel (IfW) steht der deutschen Wirtschaft zwar ein schwaches Winterhalbjahr bevor. Seit dem Herbst sollen sich aber die konjunkturellen Aussichten aufgehellt haben. Die Großhandelspreise für Gas und Strom sind in den vergangenen Monaten deutlich gesunken. Die Belastungen der privaten Haushalte und Unternehmen durch hohe Energiekosten sollen durch sogenannte Preisbremsen abgefedert werden. Auf Grundlage der ersten vorläufigen Ergebnisse des Statistischen Bundesamtes hat das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt in Deutschland in 2022 um 1,9 Prozent zugenommen. Als Gründe werden nachlassende Lieferengpässe und Nachholeffekte der Corona-Pandemie genannt. Der private Konsum hat mit 4,6 Prozent stark expandiert. Für 2023 wird von einem weiteren Anstieg von 0,3 Prozent ausgegangen, nachdem die Prognose im Herbst 2022 für 2023 noch von einem Rückgang von 0,7 Prozent ausgegangen ist. Für 2024 wird mit einem Anstieg von 1,3 Prozent gerechnet (Herbst 2022: 1,7 Prozent). Nachdem die Europäische Zentralbank die Leitzinsen über elf Jahre lang auf einem Niveau von unter 1 Prozent belassen hat, erfolgten in der Zeit vom 27. Juli 2022 bis zum 22. März 2023 sechs Zinserhöhungen bis auf ein Niveau von 3,5 Prozent. Damit wurde zwar kein historischer Höchststand erreicht, jedoch sind die Leitzinsen historisch in sehr kurzer Zeit sehr stark gestiegen. Das IfW rechnet damit, dass der Zinshöhepunkt im ersten Halbjahr 2023 erreicht sein wird, substanzielle Zinssenkungen jedoch wohl erst in 2024 erfolgen werden.
Die hier dargestellten, zum Teil geschätzten, Daten zu den einzelnen BIP basieren auf den Angaben des IfW. Diese wirtschaftlichen Entwicklungen beeinflussten auch den Geschäftsverlauf der ZECH Building SE im Geschäftsjahr 2022. Zu den Entwicklungen in unseren Kernmärkten nehmen wir in den Berichten zu den Geschäftsbereichen und ihren Sparten sowie Geschäftsfeldern in den folgenden Abschnitten Stellung. BRANCHENBEZOGENE RAHMENBEDINGUNGEN UND GESCHÄFTSVERLAUFSTRUKTUR DES KONZERNSDem Konzern gehörten neben der ZECH Building SE 42 Tochterunternehmen mit Sitz im Inland und zwei ausländische Tochterunternehmen an. Zum Ergebnis aus nach der Equity-Methode bewerteten Unternehmen trugen 12 inländische und ein ausländisches Unternehmen bei. Bei den vollkonsolidierten Gesellschaften waren zum Bilanzstichtag insgesamt 3.266 Mitarbeiter beschäftigt. Damit erhöhte sich der Personalstamm im Vergleich zum Vorjahr um 1.218 Mitarbeiter. GESCHÄFTSVERLAUF IN DEN SPARTENBauDie extremen Preisentwicklungen bei Materialien, die reduzierten Konjunkturprognosen, der Krieg in der Ukraine und die gestiegenen Hypothekenzinsen im vergangenen Jahr haben die Bauwirtschaft stark belastet. Insbesondere die energieintensiven Baumaterialien wie Stahl haben sich im Jahresdurchschnitt um über 40 Prozent verteuert. In fast allen Gewerken kam es zu teils extremen Preissprüngen, die eine Preiskalkulation in 2022 äußerst schwierig gestaltete und zu vielen Angebotsabsagen führte. Mit einem Jahresdurchschnitt 2022 von plus 16,4 Prozent bei den Preisen für den Neubau von Wohngebäuden gegenüber dem Vorjahr war es die höchste gemessene Veränderung gegenüber einem Vorjahr seit Beginn der Erhebung im Jahr 1958. Unter diesen Entwicklungen leidet insbesondere der Wohnungsbau. Die Versorgungslage bei Baumaterial hat sich zum Jahresende 2022 deutlich verbessert. Im Mai 2022 meldeten noch 52 Prozent der Firmen des Bauhauptgewerbes eine Behinderung ihrer Produktion durch Materialknappheit, bis Dezember ging der Wert auf 20 Prozent zurück. Auch bei den Preisen gibt es Entspannung. Bei den meisten Baumaterialien wurde der Höhepunkt bei den Erzeugerpreisindizes im Juni 2022 erreicht, seitdem waren die Preise - teilweise deutlich - rückläufig. Für 2023 rechnen wir mit einer weiteren Verbesserung. Der reale Auftragseingang im Bauhauptgewerbe stieg im ersten Quartal 2022 noch um 4,1 Prozent. Dann kamen die Auswirkungen des Krieges in der Ukraine. Von Januar bis November war ein realer Rückgang von 8,3 Prozent zu verzeichnen. Der Auftragsbestand lag Ende September mit 71 Mrd. € auf einem Rekordwert zu diesem Zeitpunkt, der durch die Baupreisentwicklung überzeichnet war. Die Reichweite der Auftragsbestände lag im Dezember mit (saisonbereinigt) 4,4 Monaten noch auf einem hohen Niveau. Trotz der schwachen Konjunktur haben die Unternehmen des Bauhauptgewerbes im vergangenen Jahr die Zahl ihrer Beschäftigten (im Jahresdurchschnitt) nochmals um knapp 1 Prozent auf 920.000 erhöht. Gegenüber dem zwischenzeitlichen Tiefpunkt im Jahr 2009 ist dies ein Beschäftigungsplus von 30 Prozent, das deutsche Bauhauptgewerbe hat damit zur äußerst positiven Entwicklung auf dem deutschen Arbeitsmarkt beigetragen. Der Umsatz im Bauhauptgewerbe über alle Betriebe in Deutschland wuchs mit 151,0 Mrd. € auf einen neuen Höchststand (2021: 143,5 Mrd. €, 2020: 143,0 Mrd. €, 2019: 135,0 Mrd. €). Die Zuwachsrate gegenüber dem Vorjahr lag mit nominal +5 Prozent auf einem sehr hohen Niveau. Im Wohnungsbau kam es im letzten Jahr zu einem starken Einbruch. Neben den oben genannten Faktoren kam auch noch die abrupte Beendigung der Neubauförderung für energieeffiziente Wohnungen hinzu. Hier werden die relativ kurzfristigen Auftragsüberhänge zu einem starken Einbruch von etwa 9 Prozent auch in 2023 führen. Obwohl im Wirtschaftshochbau von Januar bis November 2022 die Baugenehmigungen im Neubau (veranschlagte Baukosten) um knapp ein Viertel zulegten, ist insbesondere für das Segment Handels- und Lagergebäude eher von einer Stagnation auszugehen. Überraschenderweise haben in den ersten 11 Monaten des Vorjahres die nominalen Genehmigungen für Fabrik- und Werkstattgebäude um 10 Prozent zugelegt. Schlechter sieht es bei den Büro- und Verwaltungsgebäuden aus, wo die Genehmigungen seit dem August 2022 regelrecht abgestürzt sind. Offensichtlich machen sich bei Büros steigende Zinsen und steigende Leerstände (Quote aktuell etwa 5,2 Prozent) negativ bemerkbar. Wir gehen aus heutiger Sicht davon aus, dass die baugewerblichen Umsätze im Wirtschaftsbau im neuen Jahr real um 4 Prozent zurückgehen werden. Der Investitionsstau der öffentlichen Infrastruktur ist weiterhin groß und hat sich auch in 2022 nicht verbessert und die Investitionen sind durch die Preissteigerungen nominal zurückgegangen. Trotz unabweisbarer Investitionsbedürfnisse in nahezu allen Baubereichen und auf allen Gebietskörperschaftsebenen insbesondere im Bereich Gesundheit und Bildung, ist im öffentlichen Bau im laufenden Jahr mit einem Rückgang des realen Umsatzes von 5 Prozent zu rechnen. Alles in allem bedeutet dies für das deutsche Bauhauptgewerbe im Jahr 2023 einen realen Umsatzrückgang von 6 Prozent. Bei einer Preisentwicklung in gleicher Höhe bedeutet dies für die nominalen Umsätze eine Stagnation auf dem Vorjahresniveau von 160 Mrd. €. Die Sparte Bau der ZECH Building konnte sich in diesem sehr schweren Umfeld gut behaupten. Durch das vielschichtige und diversifizierte Geschäftsmodell wirkten sich die Herausforderungen nur auf einen Teil der Projekte negativ aus, während die sehr gute Leistungsentwicklung bei anderen Projekten dies überkompensieren konnte. Dazu beigetragen haben u. a. die Fertigstellung der Projekte Track, Berlin, SXB, Berlin, Base-Camp, Göttingen und Huyssen Quartier, Essen. Integrale PlanungDie Anpassung und Optimierung der inneren Strukturen der Sparte Integrale Planung wurde im Geschäftsjahr 2022 mit kleineren Maßnahmen fortgeführt. Erkenntnisse aus der praktischen Abwicklung sowohl von Einzelaufträgen der Spartengesellschaften als auch aus der gemeinsamen Abwicklung eines Projekts durch eine Mehrzahl der Spartengesellschaften wurden zur Schärfung der Strukturen und Prozesse genutzt. Ein vordringliches Thema für das Geschäftsjahr 2023 wird die Konsolidierung der in der Sparte insgesamt eingesetzten Softwareprodukte sein. Die Leistung und das Ergebnis der Planung der Sparte Integrale Planung konnten im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht erreicht werden. Insbesondere die haustechnische Planung für zwei bereits seit längerem laufende Großprojekte führte zu einem deutlichen Abwertungsbedarf. Die Eigen- und Fremdverursachungsanteile werden nach Abschluss der Projekte aufgearbeitet, um einerseits Ansprüche gegen Dritte weiterhin geltend zu machen und andererseits interne Verbesserungen erzielen zu können. Dagegen hatte die Pandemie auch im Jahr 2022 keinen wesentlichen negativen Einfluss auf Leistung und Ergebnis. Die in der Planung noch unvorhersehbare Ukraine-Krise wirkte sich auf die Leistungserbringung der Sparte Integrale Planung ebenfalls nicht aus. Vorprodukte kommen nicht zum Einsatz, so dass die allseits in der Wirtschaft bekannten Lieferkettenproblematiken keinen negativen Einfluss haben konnten. Jedoch wurde in der zweiten Jahreshälfte deutlich, dass eine Investitionszurückhaltung im Bau- und Immobilienbereich zu geringeren Auftragseingängen als erwartet führte. Dieser Trend wird sich zunächst fortsetzen. Aktuell blieb und bleibt es eine Herausforderung, geeignetes Personal zu rekrutieren. Dabei steht zunächst nicht mehr die Schaffung erweiterter Kapazitäten, sondern die Qualitätssteigerung und der Ausgleich einer natürlichen Fluktuation im Mittelpunkt. SystemeDie deutsche Betonfertigteilindustrie ist unverändert auf Wachstumskurs und der Wettbewerb bei klassischen Betonfertigteilen hoch. Die Branche profitiert von der positiven Entwicklung der deutschen Baukonjunktur der letzten Jahre. In der Modulbauweise bzw. im systemischen Bauen liegen zahlreiche Vorteile für Bauherren, Investoren und Projektentwickler im Hinblick auf Wirtschaftlichkeit, Investitionssicherheit und Nachhaltigkeit. Industrielle Bauweisen mit hohem Vorfertigungsgrad stehen daher als Ergänzung zum konventionellen Bauen zunehmend im Fokus. Technische Entwicklungen und ein steigendes Umweltbewusstsein beschleunigen die Dynamik auf diesem Markt, speziell die Erweiterung bestehender Fertigteiltechnologien durch die Kombination von Beton und Holz (Holz-Hybridbauweise). An diesem Zukunftsmarkt partizipiert die ZECH Building über die Sparte Systeme, die das modulare, nachhaltige und systematische Bauen in den Fokus rückt. In dieser Sparte wurden die operativen Einheiten Cadolto Modulbau, BWE und CREE, die Produkte vorfertigen, Bauteile produzieren und systemisches Bauen als Kernaufgabe haben, organisatorisch zusammengeführt. Ziel ist es, Synergien zu heben und spezielle Produktionsoffensiven gemeinsam realisieren zu können. Mit unserem Holz-Hybrid-System "CREE" haben wir bereits erste beachtliche Akquisitionserfolge in 2021 erzielt ("Vattenfall-Zentrale Berlin"). Im Jahr 2022 ist die Macherei in Berlin hinzugekommen. Neben CREE wird in dieser Sparte auch Cadolto (CMB) ausgewiesen, die ebenfalls im modularen Systembau aktiv ist und u. a. Krankenhäuser und dabei Teilkomponenten wie Intensivstationen, OP-Bereiche und Labore in Stahl-Modulen herstellt. Durch die im Jahr 2021 größtenteils geschlossenen Verträge sind aufgrund der eingetretenen weltpolitischen Umstände im Geschäftsjahr 2022 negative Auswirkungen in der Abwicklung der Projekte zu verzeichnen. Terminverschiebungen, Mehrkosten im Material, sowie eine extreme Kostensteigerung der Nachunternehmerleistungen haben im Geschäftsjahr 2022 zu einer massiven Abweichung des Ergebnisses geführt. Bedingt durch die zuvor genannte Geschäftsentwicklung bei der CMB, einem negativen Ergebnisbeitrag bei CREE durch das Großprojekt "Siemens Campus Erlangen" und schlechten Produktionsergebnissen unseres Fertigteilwerkes BWE konnte die Sparte Systeme die ambitionierten Ziele für 2022 nicht erreichen. Trotzdem halten wir die junge Sparte Systeme für strategisch sehr sinnvoll sowie zukunftsweisend und erwarten für die Folgejahre entsprechende Leistungs- und Ergebniszuwächse. UmweltWesentlicher Geschäftszweck der Sparte war unverändert der Umweltschutz, insbesondere die Sanierung von Öl- und Chemikalienschäden zu Land und im Wasser sowie die Entwicklung von Umweltschutztechnologien und deren Durchführung mit Fokus in den Bereichen Boden und Wasser sowie auch in den nachgeordneten Bereichen Luft und Lärm. Die operativen Aktivitäten befassten sich im Wesentlichen mit der Bodenbehandlung bzw. der Bodenreinigung, dem Stoffstrommanagement und der Wasserreinigung. Die Sparte "Umwelt" konnte im zehnten Jahr in Folge erfolgreich am Markt agieren. Die Aktivitäten der Sparte waren auch in 2022 im Wesentlichen auf den deutschen Markt fokussiert. Wesentliche Assets der Sparte waren und sind auch zukünftig die abfallrechtlichen Genehmigungen nach dem Bundesimmissionsschutzgesetz auf den Betriebsstandorten, welche die aktive Teilnahme am Stoffstrommanagement der jeweiligen Region sicherstellen. Der komplexe und zeitintensive Genehmigungsprozess für neue Standorte hemmt einerseits die eigene Expansion, aber schützt auf der anderen Seite gegen Wettbewerb. Erhalt und Ausweitung der abfallrechtlichen Genehmigungen und die Sicherung von langfristigen Mietverträgen (auf Mietstandorten) ist strategische Grundvoraussetzung für den Fortbestand des Kerngeschäfts. Die Corona-Pandemie und der Ukraine-Konflikt hatten auf die Geschäftsentwicklung der Sparte im Jahr 2022 einen indirekten Einfluss. Verzögerungen bei öffentlichen Ausschreibungen führen neben spürbar zunehmendem Wettbewerb auch zu weiterhin rückläufigen Nachfragen im Anlagengeschäft. Materialverfügbarkeiten hatten 2022 diverse Einflüsse auf Bauabläufe und Fertigstellungstermine, was indirekt Einfluss auf das betriebswirtschaftliche Ergebnis hatte. Während das Planergebnis leicht unterschritten wurde, konnte die Planleistung leicht übertroffen werden. Die Ende 2019 beauftragte Basisabdichtung unter der Haldenerweiterung des Kalibergwerkes in Zielitz wurde im Herbst 2021 fertiggestellt. Es wurde eine wirtschaftliche Einigung zum ersten Bauabschnitt erzielt und die Beauftragung des 2. Bauabschnitts Anfang 2022 sowie die Arbeiten am 2. Bauabschnitt abgeschlossen. Aktuell wird die vertraglich vereinbarte Option zur Beauftragung des 3. Bauabschnitts verhandelt. Die vereinnahmte Bodenmenge in den biologischen Bodenreinigungsanlagen (TERRAFERM ®) lag 2022 bei 767.000 Tonnen (-3 Prozent, Auslastung 87 Prozent). Die vereinnahmte Bodenmenge für die Bodenwäsche (TERRALAVAR ®) lag bei ca. 263.000 Tonnen (-21 Prozent, Auslastung 40 Prozent). Die zur Behandlung anstehenden und im Zwischenlager befindlichen Böden lagen zum Geschäftsjahresende mit rund 437.000 Tonnen ca. -14 Prozent unter der Menge zu Beginn des Jahres. Der Wert für die Bearbeitung und die Entsorgung der Böden in den Zwischenlagern der Bodenbehandlungsanlagen sank um -11 Prozent auf 16 Mio. €. Strategische Zielsetzungen der Umweltsparte bleiben die Sicherung und der Ausbau der Marktführerschaft im Bereich Altlastensanierung sowie der Reinigung von Böden und Wasser. Von der im Herbst 2019 eingeführten Struktur unter der Marke "ZECH Umwelt" erwarten wir weitere Synergie- und Homogenisierungseffekte. Neben den weiterhin als positiv eingeschätzten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für Bodenreinigungsanlagen und Verfüll-Standorte in Deutschland liegt der Fokus im Projektgeschäft auf der Akquisition von neuen Großprojekten und der Vermeidung von defizitären Projekten. Die Umweltsparte plant für das Jahr 2023 eine geringe Steigerung von Umsatz und Ergebnis bei unverändert guter Marge. Die vor dem Hintergrund einer Nachfolgeregelung im Jahr 2022 begonnenen Organisationsveränderungen werden erst ab 2024 zu Umsatz- und Ergebnissteigerungen führen. IngenieurbauIm Zuge der Akquisition der Wayss & Freytag Ingenieurbau AG im September 2022 wurde die Sparte Ingenieurbau neu im abgelaufenen Geschäftsjahr gegründet. Die traditionsreiche und namhafte Wayss & Freytag Ingenieurbau AG mit Hauptsitz in Frankfurt am Main unterhält Niederlassungen in den wesentlichen deutschen Ballungsgebieten. Sie ist primär im deutschen Ingenieurbaumarkt und im internationalen Markt für Tunnelbau aktiv. Das Leistungsspektrum umfasst komplexe Infrastrukturprojekte, Spezialtiefbau, Bauwerkserhaltung, erweiterte Rohbauten, Verkehrswege/Breitbandausbau und Umwelttechnik. Zu ihren Kunden zählen im Wesentlichen öffentliche Auftraggeber, die US-Army, aber auch ein stetig wachsender Stamm privater Auftraggeber vertraut auf die Leistungsstärke des Unternehmens. Im Ingenieurbaumarkt waren ebenfalls Materialpreissteigerungen, Lieferengpässe sowie der allgemein hohe Inflationsdruck wegen der Ukrainekrise das vorherrschende Thema: Real ging hierdurch der baugewerbliche Umsatz im relevanten Segment Tiefbau um - 5,4 Prozent zurück. Der Rückgang war damit vergleichbar mit der Entwicklung im Hochbau mit - 5,2 Prozent. Wesentlich moderater verlief jedoch der Rückgang beim Auftragseingang (- 2,3 Prozent), wohingegen der Hochbau mit - 13,2 Prozent weitaus stärker von rückläufigen Aufträgen betroffen war. Unsere Sparte Ingenieurbau konnte gegen den Branchentrend die bauwirtschaftliche Leistung im Jahr 2022 um nominal ca. 27 Prozent im Vergleich zum Vorjahr steigern. Ursache hierfür war die Abarbeitung des hohen Auftragsbestands, welcher sich auf eine Vielzahl von langläufigen Großprojekten stützt. So konnte das in einer Arbeitsgemeinschaft ausgeführte Großprojekt Modernisierung und Ausbau der A10/A24 termingerechnet dem Verkehr übergeben werden. Weiterhin wurde eine Vielzahl kleinerer und mittlerer Projekte fertiggestellt und vom Kunden abgenommen. Auch der Einstieg in den Breitbandausbau macht sich in dem deutlichen Anstieg der Leistung mit circa. 50 Mio. € bemerkbar. Der Leistungszuwachs wurde in allen Geschäftsbereichen der Sparte erbracht und zeigte damit die Stabilität des diversifizierten Geschäftsmodells. Technik (Rechenzentren - Data Center)Der Bedarf an Rechen- und Speicherleistung als Teil der Immobilienwirtschaft und damit der verstärkte Ausbau einer leistungsfähigen und effizienten Rechenzentrumsinfrastruktur ist durch die zunehmende Digitalisierung unverändert hoch und gleichzeitig eine Voraussetzung für eine auf Nachhaltigkeit ausgerichtete Digitalisierung. Die Bedeutung großer Rechenzentren hat sich infolge eines Anstiegs der durch Cloud-Computing, E-Commerce oder Streaming-Dienste hervorgerufenen Datenflut weiter erhöht. Zu den Herausforderungen der Branche zählen unverändert höhere Energieeffizienz, Etablierung von Stoffkreisläufen und Entwicklung hin zu Zero-Waste. Sämtliche Kompetenzen zum Planen und Bauen von Rechenzentren aller Art und aller damit in Zusammenhang stehenden Maßnahmen sind in der ICT Facilities GmbH (ICT) gebündelt. Die ICT war unverändert als Generalübernehmer für schlüsselfertige Rechenzentren in der DACH-Region (Deutschland, Österreich und Schweiz) tätig und konnte sich zu einem führenden Generalunternehmer für eben diese in der DACH-Region etablieren. Der strategische Ansatz der ICT, Kunden zu entwickeln, welche regelmäßige Rechenzentrumsaktivitäten vorantreiben, ist aufgegangen. Im Berichtsjahr betrug der Anteil der Aufträge von Bestandskunden ca. 80 Prozent. Entsprechend positiv verlief der Geschäftsverlauf der ICT. Die betriebswirtschaftlichen Planwerte für die Leistung und das Ergebnis konnten übertroffen werden. Der Bereich "Technik" umfasst im handelsrechtlichen Konzernabschluss lediglich die Gesellschaften Zech Technik SE und ICT Facilities GmbH sowie die erstkonsolidierte ATEAM Die Energietechnologie GmbH & Co. KG. Dieser Bereich wurde für Zwecke des Konzernlageberichtes der Sparte "Bau" zugeordnet. KENNZAHLEN ZUM GESCHÄFTSVERLAUF 2022Kennzahlen zum Geschäftsverlauf des Geschäftsbereichs Building vor Währungsbereinigung in Mrd. €:
Gesamtleistung im Geschäftsjahr 2022Die Gesamtleistung bildet die operative Leistungsfähigkeit des Konzerns ab und entspricht einer betriebswirtschaftlichen und zugleich konsolidierten Sichtweise.
Die betriebswirtschaftliche Gesamtleistung beträgt 1,4 Mrd. € und konnte im Vorjahresvergleich um 314 Mio. € verbessert werden (+29 Prozent). Diese deutliche Verbesserung resultiert insbesondere aus der neu gegründeten Sparte Ingenieurbau. Diese Sparte besteht aus der im September 2022 akquirierten Wayss & Freytag Ingenieurbau AG, die mit 194 Mio. € zur Gesamtleistung beitrug, obwohl diese für das Berichtsjahr lediglich mit drei Monaten berücksichtigt werden konnte. Auch ohne die Akquisition konnte der Konzern seine Gesamtleistung im Vorjahresvergleich erhöhen (+11 Prozent). Die Sparten Bau, Systeme und Umwelt konnten die Gesamtleistung teilweise deutlich steigern. Lediglich in der Sparte Integrale Planung ist die Gesamtleistung auf einem niedrigen Niveau zurückgegangen. Auftragseingänge und Auftragsbestand
Die Auftragseingänge haben sich im Vorjahresvergleich deutlich um 440 Mio. € reduziert (- 30 Prozent) befinden sich aber mit 1,0 Mrd. € unverändert auf einem hohen Niveau. Während die Sparte Bau deutlich weniger Auftragseingänge verzeichnete, trug die neue Sparte Ingenieurbau zur Verbesserung der Auftragseingänge bei. Die Sparten Umwelt und Integrale Planung verzeichneten geringe Minderungen, die Sparte Systeme konnte das erreichte Niveau beibehalten. In der Sparte Bau reduzierten sich die Auftragseingänge im Vorjahresvergleich von 1.138 Mio. € auf 609 Mio. €. Wesentliche Auftragseingänge bildeten die Großprojekte "Moltkestraße, Düsseldorf", "VBG, Duisburg", Dünepark List, Sylt", "HQ Sopro, Wiesbaden", "HTM Hoffmann Trapez, München" und WHA Stockerau, Wien". Die neue Sparte Ingenieurbau konnte in den ersten drei Monaten ihrer Zugehörigkeit zur ZECH Building bereits mit Auftragseingängen von 123 Mio. € beitragen, dazu zählten Großprojekte wie der Bau für das Glasfaserkabelnetz in Kelkheim sowie die Errichtung des modernen Zentrums für Ressourcen und Energie (ZRE) in Hamburg. Die Auftragsbestände haben sich im Vorjahresvergleich nahezu verdoppelt und betragen zum 31. Dezember 2022 rund 2,9 Mrd. €. Damit wurde zum ersten Mal der Wert von zwei Milliarden Euro überstiegen. Ausschlaggebend war die neue Sparte Ingenieurbau mit einem Auftragsbestand von 1,7 Mrd. €. Während die Sparte Bau im Vorjahresvergleich deutlich geringere Auftragsbestände auswies, minderte sich der Auftragsbestand der Sparten Umwelt und Integrale Planung geringfügig. Der Auftragsbestand der Sparte Systeme hielt sich auf Vorjahresniveau.
Zu den größten Projekten im Auftragsbestand gehören in der Sparte Ingenieurbau die Großprojekte "Fehmarnbelt-Tunnel" zwischen Dänemark und Deutschland, die Schleusenanlage in Brunsbüttel, der Tunnel am Hauptbahnhof in München und der West Link Tunnel in Göteborg, Schweden sowie in der Sparte Bau das Rechenzentrum der Finanzverwaltung Nordrhein-Westfalen, die Moltkestraße, Düsseldorf und die Macherei, Berlin-Kreuzberg. NACHHALTIGKEIT IN DER ZECH BUILDINGIm Sinne der Gestaltung eines unternehmerisch gesunden Morgens strebt die ZECH Building SE als Teil der Zech Gruppe gemeinschaftlich danach, im Rahmen sich wandelnder Bedingungen gesellschaftliche und wirtschaftliche Entwicklungen durch das eigene Handeln zu stützen, zu bereichern und einen langfristigen Beitrag zu leisten. Vor diesem Hintergrund ist es dem Vorstand und allen Mitarbeitenden der Gruppe ein intrinsisches Anliegen, im Bereich der Nachhaltigkeitsentwicklung Strategien für langfristigen und gesunden Wohlstand zu erarbeiten. Entsprechend dem Selbstverständnis und dem Kaufmannsgebaren ordentlicher Unternehmer sind die Werte Verantwortung, Respekt und Transparenz tief in der DNA der Gruppe verankert. Jegliches Handeln orientiert sich daran ebenso wie die strategische Ausrichtung der Gruppe als Ganze. Nachhaltiges Wirtschaften ist somit nicht nur ein notwendiges Erfordernis, sondern Basis des Erfolgs und der Zukunftsfähigkeit der Unternehmensgruppe. Um den Unternehmenserfolg fortzuführen, den Erhalt der Umwelt für die nächsten Generationen sicherzustellen, und die regulatorischen Anforderungen zu erfüllen, hat der Vorstand im Berichtsjahr die Tätigkeiten der Unternehmensgruppe um die Abteilung der Nachhaltigkeitsentwicklung erweitert. Diese neue Stabsfunktion mit direkter Anbindung zum Vorstand koordiniert im direkten Austausch mit den verschiedenen Unternehmen der Gruppe und den Zentralfunktionen die Nachhaltigkeitsentwicklung und integriert die bisherigen Einzelmaßnahmen im Bereich Nachhaltigkeit in der Produktentwicklung oder in verschiedenen Handlungsfeldern der Unternehmensgruppe, die bislang die Nachhaltigkeitsentwicklung verkörperten. Infolgedessen wurde im Berichtsjahr eine grundsätzliche Nachhaltigkeitsstrategie für die gesamte Unternehmensgruppe entwickelt. Teil der Strategie ist auch, die Unternehmenskommunikation zum Thema Nachhaltigkeit zu stärken und kontinuierlich transparent über die Aktivitäten zu berichten. Die Stabsfunktion Nachhaltigkeitsentwicklung hat zum Ziel für die Gruppe eine Plattform zu sein, die:
um gemeinschaftlich
Die Stabsfunktion Nachhaltigkeitsentwicklung steht in direktem und kontinuierlichem Austausch mit dem hierfür zuständigen Vorstandsmitglied. Ferner erfolgte im Berichtsjahr die Einberufung eines Beirats zur Nachhaltigkeitsentwicklung, der aus geschäftsführenden Vertretern aus allen Geschäftsbereichen besteht, um so die Vernetzung der Nachhaltigkeitsentwicklung über alle Geschäftsbereiche und Sparten hinweg zu stärken und die Umsetzung der operativen Nachhaltigkeitsthemen durch die jeweils verantwortlichen Personen in die operativen Einheiten tragen zu können. Es ist das Ansinnen der ZECH Building SE eine verantwortungsvolle Nachhaltigkeitsentwicklung zu gestalten, die sowohl die Auswirkungen des eigenen Geschäftsmodells auf die Anspruchsgruppen entlang der Wertschöpfungskette, als auch deren Anspruchsauswirkungen auf die ZECH Gruppe berücksichtigt. Der Anspruch ist es stets, die Bedürfnisse von Umwelt, Menschen und Gesellschaft sowie dem Unternehmen beim wirtschaftlichen Handeln zu berücksichtigen. Somit gliedern sich alle Ziele und Aktivitäten der Nachhaltigkeitsentwicklung entlang den ESG-Anforderungen (Environment, Social, Governance) wie folgt:
Hierbei wird zwischen Unternehmensebene und Produktebene unterschieden. Letztere ist insbesondere deswegen von besonderer Bedeutung, da das Tätigkeitsfeld der ZECH Building SE den gesamten Lebenszyklus einer Immobilie umfasst. Diese unternehmenseigene Wertschöpfungskette wird flankiert durch die jeweilige Wertschöpfungskette in den Lebenszyklusphasen. Da Bauwerke und Bauteile heute über eine durchschnittliche Lebens- und Nutzungsdauer von 50 bis zu 100 Jahren verfügen, ist es umso wichtiger, sich auf eine nachhaltige Planung und eine zukunftsorientierte Bauweise zu konzentrieren. Bereits bei der Projektentwicklung und im Rahmen von Investitionsentscheidungen gilt es, sich mit den Fragen und Herausforderungen der Zukunftsfähigkeit der Gebäude verantwortungsbewusst auseinanderzusetzen. Im Geschäftsbereich "Building" setzt die Gruppe bereits während der Bauphase auf Technologien für saubere Energiegewinnung und leistungsfähige sowie recycelbare Baumaterialien. Ein Beispiel ist die zukunftsweisende Holz-Hybrid-Modulbauweise, die bereits seit dem Geschäftsjahr 2019 Anwendung findet. Die Bauweise wurde bei großen Bauprojekten wie dem "Siemens Campus" in Erlangen und dem "EDGE Suedkreuz" in Berlin angewendet. Letzteres ist im Januar 2023 das Gebäude mit der höchsten je vergebenen Punktzahl in einer DGNB-Zertifizierung. Die Sparten "Technik" und "Integrale Planung" unterstützen interne und externe Bauherren bei der Konzeptionierung energiesparender, smarter und dabei nutzerfreundlicher und inklusiver Gebäude. Die Sparte "Umwelt" trägt mit ökologischen und zugleich ökonomischen Lösungen im Bereich der Altlastensanierung sowie der Reinigung von Böden und Gewässern maßgeblich zur Schonung natürlicher Ressourcen bei. MITARBEITER IN DER ZECH BUILDINGDer wichtigste Erfolgsfaktor der ZECH Building sind die motivierten und leistungsfähigen Mitarbeiter, denn sie tragen maßgeblich zur Erreichung der strategischen Ziele und zum wirtschaftlichen Erfolg der ZECH Building bei. Der Vorstand dankt allen Mitarbeitern herzlich für ihren geleisteten Beitrag zur positiven Entwicklung und zum Ergebnis der ZECH Building SE im Geschäftsjahr 2022. Die seit drei Jahren andauernde Pandemie hat die Digitalisierung der Arbeitsplätze auf vielen Ebenen beschleunigt. Die Kollaborationsplattform "Microsoft Teams" wurde unternehmensübergreifend ausgerollt und den Mitarbeitern wurden mobile Endgeräte zur Verfügung gestellt. Im Hinblick auf unsere Kernkompetenzen im vielfältigen Projektgeschäft besteht für eine Vielzahl unserer Mitarbeiter nicht die Möglichkeit, ihre Arbeitsleistung an einem anderen Arbeitsort zu erbringen. Für die größtmögliche Sicherheit unserer Mitarbeiter erfolgt eine permanente Risikobeurteilung und -analyse des aktuellen Infektionsgeschehens, insbesondere auch für die vielen Mitarbeiter, die ihre Tätigkeiten nicht von zu Hause aus erbringen können. Wir arbeiten gesellschaftsübergreifend an einer Harmonisierung und Standardisierung von weitgehend einheitlichen Abläufen. Um sicherzustellen, dass unsere vakanten Positionen zügig und mit geeigneten Kandidaten besetzt werden können, ist ein optimaler Recruitingprozess unabdingbar. Wir haben die Rekrutierungsinstrumente und die Nutzung von Active Sourcing ausgebaut, um frühzeitig mit geeigneten Kandidaten in Kontakt treten zu können. Alle Bewerberinnen und Bewerber werden dabei nach Qualifikation ausgewählt, bei vergleichbarer Eignung haben Männer und Frauen die gleichen Chancen. Unseren Mitarbeitern bieten wir Qualifizierungsprogramme mit attraktiven Weiterbildungs- und Entwicklungschancen an, um somit auch eine langfristige Bindung an unser Unternehmen zu fördern. Die fachliche Kompetenz und die individuelle Motivation unserer Mitarbeiter sind essenzielle Voraussetzungen für den Erfolg unseres Unternehmens. Zur Sicherung leistungsstarker Führungskräfte, insbesondere durch Nachwuchs aus den eigenen Reihen, betreiben wir zudem weiterhin individuelle Führungskräftetrainings und ein strategisch ausgerichtetes Exzellenz-Programm. Nachfolgende Übersicht zeigt die durchschnittlich beschäftigten Mitarbeiter im Berichts- und Vergleichszeitraum nach Gruppenzugehörigkeit im Konzern:
Die Personalaufwendungen stiegen in der Berichtsperiode 2022 auf insgesamt T€ 197.655. Im Vergleichszeitraum 2021 fielen die Aufwendungen mit T€ 162.442 um T€ 35.213 geringer aus. Die überproportionale Steigerung des Personalaufwands von 22 Prozent im Vergleich zur Steigerung der Mitarbeiter von 16 Prozent resultiert insbesondere aus der Akquisition der Wayss & Freytag Ingenieurbau AG. Im Vergleich der letzten vier Geschäftsjahre stellte sich die Entwicklung der Mitarbeiter (Durchschnitt) folgendermaßen dar:
Zum Bilanzstichtag beschäftigte der Konzern 3.266 (2021: 2.048) Mitarbeiter, die sich folgendermaßen unseren Sparten zuordnen ließen:
III. DARSTELLUNG DER LAGE DES KONZERNSKENNZAHLEN DER VERMÖGENS-, FINANZ- UND ERTRAGSLAGE
VERMÖGENSLAGE UND FINANZLAGEDie verkürzte Konzernbilanz zum Bilanzstichtag und im Vorjahr gibt einen Überblick über die Vermögenslage (in T€): AKTIVA
AktivaDer Anstieg der Bilanzsumme um 216 Mio. € (+38,1 Prozent) resultiert zum Großteil aus der Erstkonsolidierung der Wayss & Freytag Ingenieurbau AG (W&F). Ein wesentlicher Anteil entfällt hierbei auf die Vorräte mit T€ 118.238 sowie auf die langfristigen Vermögensgegenstände, wo insbesondere die immateriellen Vermögensgegenstände, mit T€ 53.891 gestiegen sind. Ursächlich waren insbesondere der im Rahmen der Erstkonsolidierung bilanzierte Geschäfts- und Firmenwert in Höhe von T€ 52.193 sowie die Aktivierung der Marke "Wayss & Freytag" in Höhe von T€ 12.587. Ebenso resultiert insbesondere der Anstieg der liquiden Mittel, als Teil der kurzfristigen Vermögensgegenstände, aus der Erstkonsolidierung der Wayss & Freytag Ingenieurbau AG. Die Vorräte erhöhten sich nach Absetzung der erhaltenen Anzahlungen von T€ 1.414.682 um T€ 13.587 auf T€ 118.238. Der Bilanzansatz enthielt u. a. 18 Projekte mit einem Gesamtwert von T€ 1.022.483 (Anteil 67,7 Prozent). Bei vier dieser Projekte ("Schleusenkammer Brunsbüttel", "CQ", "DGB Berlin", "ARGE Arnulfstraße Postpalast") lagen die Anschaffungs- und Herstellungskosten zum Bilanzstichtag bei insgesamt T€ 698.883. Die Anzahlungsquote lag mit 102,8 Prozent (2021: 108,5 Prozent) unverändert auf einem komfortablen Niveau und zeigt einen hohen Anteil der Finanzierungen unserer Projekte durch die Auftraggeber. PassivaAuf der Passivseite entwickelte sich das Eigenkapital (in Mio. €) und die Eigenkapitalquote (in %) der ZECH Building im Vierjahresvergleich jeweils zum Bilanzstichtag wie folgt:
Die Minderung der Eigenkapitalquote im Vorjahresvergleich resultiert insbesondere aus der Erstkonsolidierung der Wayss & Freytag Ingenieurbau AG, und ist technisch bedingt sowie dem Konzernjahresfehlbetrag. Die Erstkonsolidierung führte zu einer deutlichen Steigerung der Bilanzsumme, wohingegen das Eigenkapital nicht proportional wachsen konnte, da der wesentliche Anteil des Jahresergebnisses der Wayss & Freytag Ingenieurbau AG durch die Neubewertungsmethode im Rahmen der Kapitalkonsolidierung den Firmenwert minderte. Die Akquisition von Wayss & Freytag zeigt sich auch im Anstieg des langfristigen Fremdkapitals, wo insbesondere die Rückstellungen um T€ 44.133 gestiegen sind. Ursächlich für die Erhöhung sind hierbei die langfristigen Pensionsrückstellungen (+T€ 14.417) sowie die langfristigen Gewährleistungsrückstellungen (+T€ 19.870). Struktur der Konzernbilanz
FINANZMANAGEMENT DES KONZERNSDie Finanzen der ZECH Building werden zentral durch die Konzernmutter gesteuert und den Gesellschaften bedarfsgerecht zur Verfügung gestellt. Oberstes Ziel des Finanzmanagements ist die Sicherstellung der jederzeitigen Liquidität des Konzerns. Das Finanzmanagement umfasst dazu die Steuerung der Liquidität, das Absichern von Zinsrisiken, die Konzernfinanzierung und die Vergabe von Bürgschaften sowie die Kommunikation mit Kreditinstituten. KONZERNLIQUIDITÄT UND FINANZSTRUKTURDer Finanzierungsbedarf des Konzerns wird durch eine Kombination aus operativen Cashflows und Aufnahme kurz-, mittel- und langfristiger Finanzverbindlichkeiten sowie thesaurierte Gewinne gedeckt. Wesentliche Instrumente der Finanzierung des Konzerns sind:
NettofinanzvermögenDas Nettofinanzvermögen lässt sich wie folgt aus der Konzernbilanz herleiten:
Zum Bilanzstichtag verfügte die ZECH Building über Guthaben bei Kreditinstituten von T€ 116.746 (2021: T€ 56.218). Im Vorjahresvergleich erhöhten sich diese Mittel um T€ 60.528. Von diesen finanziellen Mitteln stand nach Abzug der nicht jederzeit verfügbaren Liquidität ein Free Cash von insgesamt T€ 116.736 (2021: T€ 56.208) zur Verfügung. Die Finanzverbindlichkeiten des ZECH Building Konzerns valutierten mit T€ 6.468 über dem Vorjahreswert von T€ 5.306 und betrafen Corporate Finanzierungen. Nach Abzug des in 2022 deutlich erhöhten Free Cashs von den Finanzschulden weist der Konzern ein Nettofinanzvermögen in Höhe von T€ 99.960 aus (Vorjahr: Nettofinanzvermögen T€ 31.274). EntschuldungsfähigkeitDer Konzern weist im Geschäftsjahr ein Nettofinanzvermögen in Höhe von T€ 99.960 aus, da die Bankguthaben die Finanzschulden übersteigen. Infolgedessen wird auf eine Analyse der Entschuldungsfähigkeit verzichtet. AnzahlungenAnzahlungen von Auftraggebern sind eine weitere Finanzierungsform der operativen Geschäftstätigkeit der ZECH Building. Diese Zahlungen erfolgen i. d. R. parallel zur Leistungserbringung auf Grundlage regelmäßiger Abrechnungen. Teilweise sind Anzahlungen vor der Leistungserbringung üblich. Nach T€ 796.114 im Vorjahr stiegen diese Einzahlungen um T€ 755.636 auf T€ 1.551.750 im Geschäftsjahr 2022. Diese wurden in Höhe von T€ 1.414.682 offen von dem Posten "unfertige Erzeugnisse und unfertige Leistungen" auf der Aktivseite der Konzernbilanz abgesetzt. Ein danach nicht verrechenbarer Überhang der erhaltenen Anzahlungen von T€ 137.068 (2021: T€ 155.471) wurde unter dem Posten "erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen" passiviert. Insgesamt verzeichnete der Konzern eine Zunahme der Anzahlungen von 94,9 Prozent zum 31. Dezember 2022. Diese Zunahme resultiert insbesondere aus der Erstkonsolidierung der Wayss & Freytag Ingenieurbau AG. Die Höhe der insgesamt zum jeweiligen Bilanzstichtag erhaltenen Anzahlungen ist folgender Übersicht zu entnehmen (in Mio. €):
KAPITALFLUSSRECHNUNGDie Kapitalflussrechnung wird nach den Cashflows aus der laufenden Geschäfts-, Investitions- und Finanzierungstätigkeit gegliedert. Auswirkungen von Wechselkursänderungen werden eliminiert und deren Einfluss auf die flüssigen Mittel gesondert gezeigt. Mittelveränderungen aus dem Erwerb und der Veräußerung konsolidierter und assoziierter Unternehmen sind innerhalb der Investitionstätigkeit gesondert ausgewiesen. Die Kapitalflussrechnung nach DRS 21 stellte sich für den Konzern wie folgt dar:
Cashflow aus der laufenden GeschäftstätigkeitDie deutliche Verbesserung im Vorjahresvergleich resultiert insbesondere aus der Zunahme der sonstigen Rückstellungen als auch der Abnahme der teilfertigen Arbeiten innerhalb des Net Working Capital. Das Net Working Capital ergibt sich im Wesentlichen aus der Differenz aus kurzfristigen Aktiva, insbesondere den Vorräten und den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie kurzfristigen Verbindlichkeiten und Rückstellungen. Die liquiden Mittel sind darin nicht enthalten. Cashflow aus der InvestitionstätigkeitDer deutliche Mittelabfluss resultiert insbesondere aus den im Geschäftsjahr getätigten Unternehmensakquisitionen. Die Zugänge im Sachanlagevermögen beinhalteten die üblichen Ersatz- und Neuinvestitionen für Baugeräte, Krane und Baustellenausrüstung. Cashflow aus der FinanzierungstätigkeitDer Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit resultiert insbesondere aus Zinszahlungen. Weitere wesentliche Finanzierungsmaßnahmen sind im Geschäftsjahr nicht erfolgt. Wirtschaftlicher CashflowNach unserer Auffassung bildet die Darstellung der einzelnen Cashflows nach dem DRS 21 nicht adäquat die tatsächlich heranzuziehende wirtschaftliche Betrachtungsweise von Mittelzu- und -abflüssen in der ZECH Building ab. Als Ursachen ist hier insbesondere der Ausweis der Zahlungsflüsse unserer nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungsunternehmen zum investiven Cashflow zu nennen. In enger Abstimmung mit der Konzernmutter können unsere assoziierten und Gemeinschaftsunternehmen ihre Gewinne aus erfolgreichen Projektrealisierungen oder anderweitiger Geschäftstätigkeit thesaurieren, um weitere Projektvorhaben zu realisieren oder gegebenenfalls ihre bestehenden Finanzverbindlichkeiten in einem günstigen Marktumfeld zu tilgen. Im Geschäftsjahr 2022 konnten Mittelzuflüsse aus Ausschüttungen in Höhe von T€ 6.395 vereinnahmt werden. Diese Zahlungen sind unserem Geschäftsmodell folgend nicht im Cashflow aus der Investitionstätigkeit, sondern vielmehr im Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit darzustellen. Der abgeleitete wirtschaftliche Cashflow ergab demnach folgendes Bild:
Entwicklung des wirtschaftlichen Cashflows in den letzten drei Jahren (wirtschaftliche Betrachtung):
ERTRAGSLAGE
UMSATZERLÖSEEntwicklung der Umsatzerlöse des Konzerns im Vergleich der letzten vier Jahre (in Mio. €):
Die Entwicklung der Umsatzerlöse zeigt den typischen Verlauf im Projektgeschäft, da sie stark von den Realisierungszeitpunkten der Immobilienentwicklungen und der damit verbundenen Ertragsvereinnahmungen abhängig sind. Die Umsatzerlöse geben nicht die gesamte Leistungskraft des Konzerns wieder, sondern die an Dritte fakturierte Leistung. Der starke Anstieg im Vorjahresvergleich ist bedingt aus der Fakturierung zweier Arbeitsgemeinschaften (Arge SXB Südkreuz und Arge Siemens Campus Erlangen), als auch durch die Erstkonsolidierung der Wayss & Freytag Ingenieurbau AG. Mit 810 Mio. € steuerte die Sparte Bau unverändert den größten Anteil an den Umsatzerlösen des Konzerns bei (73 Prozent). Umsatzerlöse aufgeteilt nach Sparten:
OPERATIVE GESAMTLEISTUNGBei Betrachtung der Umsatzerlöse und der in der Bestandsveränderung enthaltenen bereits erbrachten, aber noch nicht schlussgerechneten Leistung, ergab sich im Vergleich der letzten vier Jahre folgende Entwicklung (in Mio. €):
Der Zuwachs um 173 Mio. € (+18 Prozent) resultiert insbesondere aus der erstmaligen Einbeziehung der erstkonsolidierten Wayss & Freytag Ingenieurbau AG. KONZERNGESAMTLEISTUNGUnter Hinzurechnung der aktivierten Eigenleistungen und der sonstigen betrieblichen Erträge zur operativen Gesamtleistung ergibt sich die Konzerngesamtleistung. Es ergab sich mit 1.181 Mio. € (2021: 988 Mio. €) im Vorjahresvergleich ein deutlicher Zuwachs von 193 Mio. € (+ 19 Prozent). WEITERE KENNZAHLEN DER ERTRAGSLAGE 2022Personal- und Materialaufwandsquote
ErfolgskennzahlenDie nachfolgende Übersicht stellt die Kennzahlen der Ertragskraft des Konzerns für beide Geschäftsjahre vergleichend gegenüber:
Die Kennzahl für die operative Geschäftstätigkeit (EBITDA) des Konzerns verringerte sich im Jahr 2022 und verzeichnete einen deutlichen Rückgang um T€ 20.078 auf T€ 16.049 (-55,6 Prozent). Der Rückgang resultierte im Wesentlichen aus einer deutlichen Ergebnisabweichung in der Sparte Systeme im Berichtsjahr. Die ZECH Building konnte das Ergebnis vor Steuern (EBT) im Vergleich zum Vorjahr nicht erreichen und beendete das Geschäftsjahr 2022 mit einem EBT von T€ -11.201 (2021: T€ 10.481). Unter Berücksichtigung von Ertragsteuern ergab sich nach T€ 5.103 im Jahr 2021 erneut ein Konzernjahresfehlbetrag von T€ 5.432 für das abgelaufene Geschäftsjahr 2022. Damit lag das Ergebnis nach Ertragsteuern um T€ 329 (-6,4 Prozent) unter dem Vorjahr. Die Ertragslage des Konzerns, aufgegliedert in das neutrale und ordentliche ("bereinigte") Ergebnis, stellte sich gegenüber dem Vergleichszeitraum 2021 wie folgt dar:
NEUTRALES ERGEBNISEinmalige Erträge und Aufwendungen bzw. Sondereinflüsse umfassen bestimmte Sachverhalte in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, deren gesonderte Angabe als neutrales Ergebnis nach Einschätzung des Vorstands nützlich ist, um den wirtschaftlichen Erfolg des Konzerns besser beurteilen zu können. Das neutrale Ergebnis stellte sich im Vorjahresvergleich wie folgt dar:
Das Konzernergebnis war im Vorjahresvergleich deutlich stärker durch nicht-ordentliche Aufwendungen beeinflusst. Insbesondere Abschreibungen auf Forderungen und Einstellungen in die Wertberichtigungen von T€ 22.030 (2021: T€ 8.216) sowie Schadensersatzleistungen von T€ 14.532 (2021: T€ 698) und außerplanmäßige Abschreibungen auf den Firmenwert von T€ 5.000 (2021: T€ 6.423) trugen dazu bei. Die gegenläufigen Effekte wie Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen von T€ 16.599 (2021: T€ 4.835) und Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen von T€ 10.582 (2021: T€ 8.215) sind ebenfalls, wenn auch weniger stark, im Vorjahresvergleich gestiegen. Die Bereinigung der Erfolgskennzahlen ergab folgendes Bild der Ertragslage:
Nach Bereinigung um Sondereinflüsse verbesserte sich das EBITDA um T€ 2.719 auf T€ 18.768. Gegenüber dem bereinigten Vergleichswert aus dem Geschäftsjahr 2021 von T€ 26.848 entsprach dies zugleich einer Abnahme um 30,1 Prozent bzw. T€ 8.080. Die bereinigte EBITDA-Marge betrug 1,6 Prozent (Vorjahr: 2,8 Prozent) Das EBT verbesserte sich nach Bereinigung um das neutrale Ergebnis von T€ -11.201 (unbereinigt) deutlich um T€ 8.114 auf T€ -3.087. Gegenüber dem bereinigten EBT 2021 entsprach dies einer Abnahme um 138,4 Prozent bzw. T€ 11.132. Auf den Konzernjahresfehlbetrag wirkte sich die Eliminierung um das neutrale Ergebnis analog zum EBT ebenfalls sehr positiv aus, was gleichbedeutend war mit einem Anstieg von zuvor T€ -5.432 (unbereinigt) auf T€ 2.682. Der bereinigte Vorjahreswert valutierte bei T€ -7.539. GESAMTAUSSAGE ZUR GESCHÄFTSENTWICKLUNGZum Zeitpunkt der Erstellung des Konzernlageberichts beurteilt der Vorstand die Geschäftsentwicklung des Konzerns trotz des Konzernjahresfehlbetrags positiv. Hervorzuheben ist, dass das negative Jahresergebnis nicht struktureller Natur ist, sondern insbesondere auf Sondereffekte zurückzuführen ist (starke Ergebnisabweichung in der Sparte Systeme). Zudem hat die ZECH Building im abgelaufenen Berichtszeitraum unter den herausfordernden Rahmenbedingungen, die durch den Ukraine-Krieg und den daraus erwachsenen negativen Folgen wie gestiegenen Baukostenpreisen, einer gestiegenen Inflation und daraus resultierenden gestiegenen Zinsen, mit unserer Unternehmensgröße und Diversifikation ein weiteres Mal eine hohe Flexibilität und Krisenresilienz bewiesen. Insbesondere die Sparten Bau und Umwelt zeigten sich krisenfest. Das prognostizierte bereinigte EBT zwischen 10 und 15 Mio. € konnte nicht erreicht werden und fiel mit- 3 Mio. € negativ aus. Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns zum 31. Dezember 2022 ist geordnet. Der Konzern war auch im Jahr 2022 jederzeit in der Lage, seinen Zahlungsverpflichtungen vollumfänglich nachzukommen. Die finanzielle Lage des Konzerns ist unverändert positiv. Die Liquiditätsversorgung des Konzerns hat sich gegenüber dem Vorjahr nochmals verbessert und ist wegen der vorhandenen und verfügbaren Guthaben bei Kreditinstituten ausreichend und langfristig sichergestellt. IV. CHANCEN- UND RISIKOBERICHTRISIKO- UND CHANCENMANAGEMENT DES KONZERNSIn einem dynamischen Umfeld ist es eine der grundlegenden Aufgaben, auf der einen Seite Chancen frühzeitig wahrzunehmen und zu nutzen sowie auf der anderen Seite bestandsgefährdende Entwicklungen frühzeitig zu erkennen und diesen mit effektiven Maßnahmen entgegenzuwirken. Aufgrund der Bedeutung liegt das konzernweite Risikomanagement zentralisiert beim Vorstand des Konzerns. Hier werden Chancen und Risiken aggregiert betrachtet. Risiken werden nur insofern eingegangen, soweit mit den damit verbundenen Chancen eine Steigerung des wirtschaftlichen Erfolgs wahrscheinlich ist. Das Chancen- und Risikomanagement erstreckt sich über sämtliche Bereiche des Konzerns und ist integraler Bestandteil unserer Strategie-, Planungs- und Budgetierungsprozesse. Über ein konzernweites Cash-Management lassen sich Chancen und Risiken einerseits mithilfe des Einsatzes von Instrumenten der Finanzplanung und -analyse und andererseits verbindlich vereinbarter Jahresbudgets frühzeitig antizipieren. Für die Überwachung werden revolvierend monatliche Soll-Ist-Vergleiche nach Sparten durchgeführt und sich daraus ergebende Chancen und Risiken in Budgetbesprechungen (Jour fixes) analysiert, diskutiert und bewertet. Über das Berichtsjahr hinausgehende Chancen und Risiken werden in einer betriebswirtschaftlichen Ergebnisrechnung sowie einer Planung der Konzernbilanz und Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung nach handelsrechtlichen Grundsätzen transparent gemacht. Der Planungszeitraum beträgt dabei jeweils drei Jahre ab dem Stichtag des Konzernabschlusses. Die so gewonnenen Erkenntnisse sind darauf ausgerichtet, der jeweiligen Führungsgesellschaft bzw. Geschäftsführung Abweichungen darzulegen, Eintrittswahrscheinlichkeiten zu bestimmen sowie Handlungsalternativen aufzuzeigen, um negative Auswirkungen auf unser Geschäft und damit die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage zu minimieren. Risikopositionen, die sich einer reinen Quantifizierung entziehen, werden eigenständig beleuchtet und nachgehalten. Der Vorstand informiert den Aufsichtsrat zeitnah, regelmäßig und umfassend. Die Berichte beinhalten alle relevanten Informationen zu wesentlichen Fragen der Strategie und Unternehmensplanung, der Lage und Entwicklung des Konzerns, der Risikolage, dem Risikomanagement sowie zu bedeutenden Geschäftsvorfällen. Abweichungen vom geplanten Geschäftsverlauf werden vom Vorstand erläutert und im Aufsichtsrat diskutiert. Der Aufsichtsrat wird frühzeitig in alle wesentlichen Entscheidungen eingebunden und erteilt seine Zustimmung - soweit erforderlich - nach umfassender eigener Prüfung und Beratung. RISIKO- UND CHANCENSITUATION DER ZECH BUILDING SEZur übersichtlichen Darstellung sämtlicher Risiken wurden diese zu vier Risikoklassen zusammengefasst. Dabei entscheidet das höchste Einzelrisiko darüber, welches Risiko der gesamten Klasse beigemessen wird. Folgende Risikoklassen lassen sich einteilen:
Sofern nicht anderslautend angegeben, beziehen sich die nachfolgenden Risiken auf alle Gesellschaften des Konzerns und wir zeigen auf, wie wir der Gefahr negativer Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage begegnen und Chancen nutzen. Aus Gründen der Konsistenz mit den Erläuterungen im Prognosebericht umfasst der zugrunde liegende Zeithorizont für die Eintrittswahrscheinlichkeit der Risiken und Chancen das Geschäftsjahr 2023. STRATEGISCHE UND OPERATIVE RISIKENNachteilige Marktentwicklungen, Pandemie und Ukraine-KriseDie ZECH Building ist mit ihrem Geschäftsmodell maßgeblich von der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung und Nachfrage nach Immobilien abhängig. Regionale und gesamtwirtschaftliche Marktschwankungen, Handelsrestriktionen und insbesondere konjunkturelle Veränderungen auf unseren Märkten, können sich positiv und negativ auf unser Geschäft sowie die Finanz- und Ertragslage auswirken. So könnte z. B. eine Rezession in Deutschland und Europa die Finanz- und Ertragslage stark beeinträchtigen. Sollte die tatsächliche Entwicklung positiv von unseren Planungsprämissen abweichen, können sich zusätzliche Geschäftsfelder und Nachfrageimpulse ergeben. Weitere wesentliche Einflussfaktoren sind die demografische Entwicklung, der Arbeitsmarkt, private Verschuldungsgrade und Realeinkommen sowie die Aktivität von internationalen Investoren und der Öffentlichen Hand. Die Risikosituation unserer Geschäftsbereiche kann hier unterschiedlich ausfallen. Der Krieg in der Ukraine hat sich negativ auf die Ertragslage ausgewirkt. Durch die international verhängten Sanktionen gegen Russland und das Wegbrechen der Industrieproduktionsstätten in der Ukraine und der Arbeitskräfte aus der Ukraine zeigten sich bereits unmittelbar deren Konsequenzen für die Weltwirtschaft. Die Verfügbarkeit von Baumaterial war in 2022 stark beschränkt, ebenso wie Elektronikkomponenten aus China, was insgesamt zu erheblichen Preissteigerungen und Bauverzögerungen geführt hat. Zu Ende 2022 haben sich die Lieferfristen auf hohem Niveau eingependelt, sodass verlässliche Bauabläufe wieder planbar werden. Auch das Preisniveau ist von Mitte des Jahres 2022 gesunken und liegt insgesamt jetzt wieder auf einem erwartbaren, gegenüber 2021 linear gestiegenen Niveau. Die Corona-Pandemie haben wir als Unternehmensgruppe gut überstanden. Trotz unseres vielfach handwerklich geprägten und dezentralen Vor-Ort-Geschäfts und der Notwendigkeit der intensiven persönlichen Zusammenarbeit, waren die Infektionszahlen unserer Mitarbeiter immer deutlich unterhalb des bundesweiten Durchschnitts - auch während der Lock-down-Phasen. In dieser Krisensituation hat sich unsere alltägliche Erfahrung mit konstruktiven Problemlösungen bestens bewährt. Durch unser ausgewogenes und risikodiversifiziertes Geschäftsmodell können wir Volatilitäten durch positive Entwicklungen in anderen Geschäftsbereichen oder Märkten kompensierend entgegenwirken. Beispiele aus unserer Unternehmung sind hierfür die Markterweiterung nach Österreich durch den Zukauf der ZECH Bau Austria GmbH oder die Erhöhung der Marktdurchdringung durch den Kauf der Wayss & Freytag Ingenieurbau AG im Berichtsjahr. Wir beobachten unsere gegenwärtigen und potenziellen Märkte im Hinblick auf Chancen für Akquisitionen, Beteiligungen sowie Partnerschaften und versuchen jederzeit Opportunitäten zu nutzen. Unsere Innovationsbereitschaft und -fähigkeit kennzeichnet den Konzern. Unser Wachstum realisieren wir sowohl organisch als auch mit strategischen Investitionen. Chancen durch nachhaltiges Bauen und ImmobilienentwicklungenImmobilienentwicklungen, insbesondere hochwertige Projektentwicklungen, werden zukünftig einen hohen Grad an Nachhaltigkeit hinsichtlich Energieeffizienz sowie Ressourcenschonung, aber auch in puncto Wohlbefinden der Nutzer zeigen. Die konsequente Umsetzung von ESG-Strategien werden zunehmend Gewicht bei der Finanzierung von Projekten einnehmen und von Investoren ebenfalls steigend nachgefragt. Hinzu kommen der Einsatz von CO 2 -neutral gewonnener Energie und der erhöhte Einsatz nachwachsender Rohstoffe bis hin zu Immobilien, deren Baustoffe nach dem Ende des Lebenszyklus wieder dem Wertstoffkreislauf zugeführt werden können (Cradle-to-Cradle). Projektentwickler, die sich mit dem Thema auseinandersetzen und in ihren Unternehmen implementieren, werden klare Wettbewerbsvorteile haben. Hieraus ergeben sich Chancen für die ZECH Building, da Nachhaltigkeit ein präsenter Bestandteil unserer operativen Geschäftstätigkeit ist und wir uns mit unseren Sparten dafür umfassend aufgestellt sehen. Risiken aus ProjektverträgenDie Chancen und Risiken können in den einzelnen Phasen einer auftragsbezogenen Fertigung liegen, beginnend mit der Akquisitionsphase, der Ausführungsphase und abschließend der Phase nach der Fertigstellung des Bauprojekts. Zu den Risiken in der Akquisitionsphase zählen Risiken aus der fehlerhaften Angebotskalkulation und Vertragsrisiken. In der Ausführungsphase kommen witterungsbedingte Risiken, Preissteigerungen auf Nachunternehmerseite und Risiken aus der Nichterlangung von Nachträgen vom Auftraggeber. Nach Fertigstellung besteht das Risiko der Gewährleistung. Das kann zu einem Absinken der Gewinnmarge und gegebenenfalls zu erheblichen Verlusten führen. Die Begrenzung dieser Risiken ist eine wesentliche Aufgabe der für das jeweilige Projekt verantwortlichen Einheiten der ZECH Building. Es sind bestimmte Mindestanforderungen an ein Projekt zu erfüllen, bevor es überhaupt von der verantwortlichen Einheit akzeptiert werden darf. So werden Kalkulationsrisiken durch eine stringente Anwendung der Angebotsselektion und Preiskommissionen vor Hereinnahme von Aufträgen kontinuierlich minimiert und intensiv mit den Vorständen der ZECH Building diskutiert. Ferner werden Erfahrungen mit Auftraggebern, regionale Gegebenheiten, Kompetenzen und Kapazitäten der ausführenden Konzerngesellschaften, der Terminplan sowie die vertragliche Ausgestaltung und Zahlungssicherheiten analysiert. Starke Preissteigerungen beim Baumaterial stellen für länger laufende Bauverträge ein Risiko dar, da die Preise vor dem rapiden Preisanstieg kalkuliert wurden. Bestehende Altverträge wurden bezüglich Preisgleitklauseln überprüft und die Möglichkeiten zur Geltendmachung von Störungen der Geschäftsgrundlage erörtert. Wir sind mit unseren vielen privaten Kunden in Kontakt, um für die aktuell laufenden Projekte Lösungen zu finden. Dennoch ist es möglich, dass diese Kosten nachträglich nicht vollständig an die Auftraggeber weitergegeben werden können und dies folglich zu einer Verringerung der Marge sowie einer Belastung der Ertragslage führen kann. Bei neuen Verträgen hingegen gelingt es weitestgehend, diesen Preiseffekt in den Bauverträgen unterzubringen. Das Vertrags- und Risikomanagement des Konzerns unterstützt alle operativen Einheiten bei der Bewertung von Risiken in der Angebots- sowie Ausführungsphase und begleitet baubetriebliche Schwierigkeiten zentral. Hierfür haben wir für das Geschäftsfeld Building einen Zentralen Projekt-Support eingerichtet, der im Auftrag des Vorstands besondere Projektrisiken in der Kalkulations- und Ausführungsphase aufzeigt und verfolgt. Unser Qualifizierungsprogramm ermöglicht jedem Mitarbeiter die regelmäßige Weiterbildung und Schulung von Spezialwissen. Die Projektrisiken sind kaufmännisch vorsichtig bewertet und in die Arbeitskalkulationen eingestellt. Zur Absicherung der Ausfallrisiken von Nachunternehmern in Deutschland erhalten Gesellschaften des Konzerns Sicherheiten zur Absicherung der Vertragserfüllung, Gewährleistung und von Vergütungsansprüchen aus vereinbarten Nachunternehmerverträgen. Bezüglich der Bonität der Bürgen werden ausschließlich Sicherheiten von Kreditversicherungen oder Banken akzeptiert, die im Inland eine Zulassung der BaFin erhalten haben. Die Vergangenheit hat gezeigt, dass wir mit unserem hervorragenden Zeit- und Projektmanagement Projekte sowohl im Kosten- als auch im Zeitrahmen fertigstellen können und fertiggestellt haben. Dies schafft im hohen Maß Planungszuverlässigkeit. Aus unserem Projektmanagement und einer daraus folgenden Identifikation zusätzlicher Auftragspotenziale bieten sich für uns zusätzliche Ertragschancen. Die Realisierung dieser Potenziale setzt auf einer exzellenten Anwendung der Projektmanagementprozesse und -instrumente auf, die auch bei der Mitigation von Projektrisiken zum Einsatz kommen. Dies setzt auch ein umfassendes Verständnis der jeweils zugrunde liegenden Verträge voraus. Der Konzern setzt dabei auf umfassende Erfahrung und Ausbildung. DigitalisierungDie Digitalisierung bleibt für die ZECH Building weiterhin von hoher strategischer Bedeutung, um den Wachstumskurs zu unterstützen und die starke Marktposition weiter auszubauen. Eine verlässliche, digitale Unterstützung der Geschäftsprozesse ermöglicht es, unsere Abläufe transparent und kosteneffizient zu gestalten. Darüber hinaus befähigen uns digitale Technologien, besser mit unseren Kunden zu interagieren, neue digital getriebene Innovationen in den Sparten der ZECH Building zu ermöglichen und nachhaltiger zu wirtschaften. Herausforderungen liegen darin, auch bei zunehmender Digitalisierung der Geschäftsprozesse, Datensicherheit und Datenschutz sicherzustellen. Außerdem müssen sowohl Mitarbeitende als auch Führungskräfte in der IT und den Fachbereichen weitere Digitalkompetenzen aufbauen. Digitalisierung ist und bleibt ein priorisiertes Thema in den für uns relevanten Branchen. Die Märkte werden zunehmend digitaler und die Kunden fordern digitale Lösungen. Das bedeutet für die ZECH Building, dass es immer wichtiger wird, branchenspezifisches Digital- & IT-Knowhow (z. B. Building Information Management) auf- und auszubauen. Kritisch ist ebenfalls die Fähigkeit, schnell und kosteneffizient neue digitale Lösungen bereitzustellen. Des Weiteren stellt ökologische Nachhaltigkeit im Kontext der Digitalisierung eine wichtige Herausforderung dar. Nur mit dem Einsatz digitaler Technologien wird es uns gelingen, die Anforderungen zu lösen, die die Nachhaltigkeitsentwicklung an unsere Geschäftsprozesse stellt. Gleichfalls führt die Verwendung digitaler Technologien, elektronischer Geräte und von Rechenzentren selbst zu einem hohen Ressourcenverbrauch, dem wir begegnen müssen. Um diese Chancen zu realisieren und den Herausforderungen proaktiv zu begegnen, liegt der Fokus auf der Modernisierung von Kernsystemen, der Harmonisierung der Anwendungslandschaft sowie dem Aufbau von Digital- und Datenkompetenz. IT-Modernisierungsinitiativen der Kernsysteme gewährleisten, dass die Geschäftsprozesse sicher und effizient unterstützt werden. Durch den Aufbau von Digital- und Datenkompetenz wird die Grundlage geschaffen, Daten wertschöpfend einzusetzen, Prozesse zu optimieren, Kundenbedürfnisse besser zu verstehen und neue digitale Services bereitzustellen. Die ZECH Management GmbH unterstützt die Integration neuer Gesellschaften auch weiterhin als Shared Service Dienstleistung. So wird sichergestellt, dass Synergie- und Skaleneffekte in der ZECH Building genutzt werden. Darüber hinaus soll die Zusammenarbeit mit den ZECH Geschäftsbereichen weiterentwickelt werden und deren Digitalisierung aktiv mitgestaltet werden. Dazu gehört es, moderne digitale Arbeitsplatzlösungen für alle Mitarbeitenden der ZECH Building bereitzustellen. Durch moderne, virtuelle Zusammenarbeitsmodelle werden digitale Kompetenzen in den operativen Einheiten gestärkt. Der gezielte Aufbau branchenspezifischer Digitalisierungskompetenz in der Zech Management GmbH ermöglicht es, innovative, digitale Lösungen für Zech Mitarbeitende und Kunden zu entwickeln und bereitzustellen. FINANZRISIKENFinanzierungs- und LiquiditätsrisikenIn der Immobilienbranche besteht ein enger Zusammenhang zwischen Finanz- und Realwirtschaft. Baumaßnahmen, Reparaturen, Modernisierungen und der Kauf von Immobilien sind häufig kapitalintensiv und für deren Finanzierung Fremdkapital erforderlich. Die ZECH Building ist zwangsläufig dem Risiko ausgesetzt, eine erforderliche Finanzierung nicht zu erhalten. Zugleich kann eine nicht zu erwartende negative Geschäftsentwicklung unserer operativen Einheiten zu einem erhöhten Finanzierungsbedarf führen oder eine geänderte Bonitätseinschätzung des Konzerns durch unsere Banken nach sich ziehen. Dies kann Finanzierungen erschweren oder verteuern und die Beschaffung von Avalen und Garantien beeinträchtigen. Liquiditätsrisiken können auch entstehen, wenn aufgrund unzureichender Verfügbarkeit von Zahlungsmitteln Zahlungsverpflichtungen nicht erfüllt werden oder bei Engpässen unvorteilhafte Finanzierungsbedingungen akzeptiert werden müssen. Zu den weiteren Risiken sind ein verzögerter Geldfluss bei Umsatzerlösen und Darlehensvergaben sowie unvorhersehbare Ausgaben zu zählen. Mit der Ausgestaltung eines konzernweiten Liquiditätsmanagements ist die finanzielle Stabilität und Flexibilität der ZECH Building nachhaltig gesichert. Dies schließt alle relevanten Tochterunternehmen und Beteiligungen mit ein. Liquiditätsengpässen wird durch eine über Jahre hinweg absichernde und überwachende Finanzpolitik begegnet. Eine monatlich aktualisierte Liquiditätshochrechnung über einen Zeithorizont von 13 Monaten, die ständige Überwachung der prognostizierten und tatsächlichen Cashflows, die vom Vorstand festgelegte Mindestliquidität sowie das quartalsweise Reporting an unsere Banken sorgen frühzeitig für die Identifizierung von Fehlentwicklungen und einen stetigen Kommunikationsaustausch mit den Banken. Die regelmäßige Überwachung und Steuerung der im Rahmen der Gewährung einzelner Kredite vertraglich festgelegten Financial Covenants verringert weiterhin potenzielle Liquiditätsrisiken aus einem Verstoß gegen vertragliche Verpflichtungen gegenüber Kreditgebern. Liquiditätsrisiken begegnen wir zudem über ein zentralisiertes Avalmanagement in der Zech Management. Darüber wird sowohl die optimale Ausnutzung bestehender Avalkreditlinien innerhalb des Konzerns gewährleistet als auch die zeitnahe Rückgabe herausgelegter Avale durch den Avalbegünstigten nach Erledigung des Sicherungszwecks überwacht. Sowohl unberechtigte Avalinanspruchnahmen als auch Avalprovisionen können minimiert und durch Avale in Anspruch genommene Kreditlinien anderweitig nutzbar gemacht werden. Die Finanzierungsstruktur der ZECH Building ist stabil, der Konzern langfristig finanziert. Unser Geschäftsmodell hat sich bei unseren Banken und Partnern etabliert und unsere Kreditwürdigkeit über die Jahre stetig verbessert. In Kombination mit dem weiterhin moderaten Zinsniveau sehen wir daher grundsätzlich gute Chancen, bei Bedarf Anschluss- und Neufinanzierungen zu attraktiven Konditionen abzuschließen und damit zukünftiges Wachstum des Konzerns zu ermöglichen. ZinsrisikenDie ZECH Building refinanziert ihre Geschäftstätigkeit unter anderem durch festverzinsliche Darlehen von der Zech Group SE. Eine plötzliche und unerwartet starke Veränderung der Marktzinsen hätte nur leichte bis mäßige negative direkte Auswirkungen auf die Finanz- und Ertragslage des Konzerns, obgleich die Zinsentwicklung nach wie vor einen der Haupttreiber für die Preisentwicklung von Immobilien darstellt. WährungsrisikenDie ZECH Building weist nur in geringem Maße Fremdwährungspositionen aus, sodass sich nur ein geringes Währungsrisiko ergibt. Ein aktives Management von Fremdwährungsrisiken wird nicht betrieben, sehr wohl findet jedoch ein Monitoring der Wechselkurse statt. REGULATORISCHE UND RECHTLICHE RISIKENPolitische Situation in DeutschlandDer Konzern ist allgemeinen Risiken ausgesetzt, die sich aus der Veränderung der Rahmenbedingungen durch die Gesetzgebung oder aus anderen Vorschriften ergeben. Solche Regelungen können, neben dem Steuerrecht, insbesondere das Baurecht, das Arbeits- oder Umweltrecht sein. Diese bewirken häufig eine Änderung der Entscheidungsparameter der Marktteilnehmer. Üblicherweise benötigen derartige Veränderungen eine gewisse Vorlaufzeit, die eine hinreichende Anpassung erlaubt. In Ausnahmefällen wie der Covid-19-Pandemie, dem Krieg in der Ukraine oder einer Finanzkrise können solche Veränderungen kurzfristig einsetzen und eine Anpassung erschweren. Im Vergleich zu anderen europäischen Ländern hat sich Deutschland als Land mit hoher regulatorischer, gesellschaftlicher und politischer Stabilität erwiesen und damit wenig Potenzial für plötzliche Maßnahmen und regulatorische Eingriffe außerhalb einer breiten, gesellschafts- und wirtschaftspolitischen Konsensfindung geboten. Eine mögliche kurzfristige Veränderung des regulatorischen Umfelds bzw. der politischen Machtverhältnisse, verbunden mit einer weiter zunehmenden Polarisierung der Gesellschaft und einem möglichen Trend zu mehr Protektionismus sowie weitere temporär gültige oder dauerhaft angepasste Gesetze aufgrund von Ausnahmesituationen könnten negative Auswirkung auf die Wirtschaft haben. Die Risiken und Chancen für unser Geschäft schätzen wir als gering ein. ComplianceRisiken können sich aus rechtswidrigen bzw. unredlichen Handlungen im oder vom Konzern ergeben und sich negativ auf Organverantwortliche und die ZECH Building selbst auswirken. Dazu zählen neben Strafen, Geldstrafen und Bußgeldern auch andere Sanktionen wie Vergabesperren für Aufträge der öffentlichen Hand und ein erhöhtes Reputationsrisiko mit den damit einhergehenden Wettbewerbsnachteilen. Auch sind erhebliche Vermögensgefährdungen für den Konzern und dessen Gesellschafter zu nennen. In der komplexen Beteiligungsstruktur des Konzerns ist es nicht nur die Zielsetzung des Vorstands Korruption, Kartell- und Wettbewerbsverstößen sowie Verstößen gegen unternehmensinterne Vorschriften effektiv entgegenzutreten. Der Vorstand der ZECH Building SE hat deshalb vielmehr bereits im Jahr 2020 beschlossen, dass die ZECH Building SE und weitere 14 Tochtergesellschaften aus den Bereichen Bauen, Planen und Systeme dem EMB-Wertemanagement Bau e.V., dem führenden Wertemanagement in der deutschen Bauindustrie, beitreten. Satzungsgemäß erfolgte dann im Juni 2022 die Auditierung der Gesellschaften durch Auditorinnen des Zentrums für Wirtschaftsethik im Auftrag des EMB Wertemanagement Bau e.V. Als Ergebnis des Audits wurde festgestellt, dass die ZECH Building SE und die 14 weiteren Gesellschaften ein Werte-Managementsystem gemäß der Satzung des EMB-Wertemanagement Bau e.V. eingerichtet und implementiert haben. Durch das Zusammenwirken des Chief Compliance Officers (CCO), der Compliance Organisation und der Führungskräfte wird das Werte- und Compliance-Risikomanagement konzernübergreifend koordiniert und geeignete Instrumente zur Steuerung und Überwachung der identifizierten Risiken bereitgestellt. Die Verhaltensanweisungen wurden im Code of Conduct und weiteren ergänzenden Geschäftsanweisungen, Richtlinien und Vorgaben formuliert. Diese unternehmensinternen Regeln dienen als Handlungsorientierung für alle Beschäftigten, um unerwünschtes Verhalten zu vermeiden und stattdessen die Mitarbeiter zu einem werteorientierten, vom Unternehmen erwünschten Handeln zu motivieren. Die Mitarbeiter und Führungskräfte werden regelmäßig zu den gesetzlichen und internen Vorgaben in den Bereichen Werte und Compliance informiert und geschult. In der Ausgestaltung eines durch die erfolgreiche Zertifizierung nachweisbar robusten und funktionierenden Werte- und Compliance-Management-Systems sehen wir zahlreiche Chancen im Wettbewerb um Aufträge, da nahezu sämtliche öffentliche Auftraggeber, Kunden aus der Privatwirtschaft, Investoren und Banken großen Wert auf Integrität und den guten Ruf ihrer Vertragspartner legen. Auch für die Mitarbeiter spielt der Ruf des Arbeitgebers eine wichtige Rolle, sodass wir Chancen auch im Wettbewerb um Mitarbeiter sehen. Ein Werte- und Compliance-Management-System, welches von den Mitarbeitenden akzeptiert und gelebt wird, schützt das Unternehmen vor Betriebsstörungen infolge von Compliance-Verstößen und bewahrt das Unternehmen vor erheblichen Rechtsverteidigungskosten und weiteren finanziellen Schäden. Eine gelebte Wertekultur, in der der Mensch eine zentrale Rolle spielt, hilft auch, die unternehmensinternen Abläufe und Prozesse effektiver zu steuern. Durch die steigende Komplexität regulatorischer Rahmenbedingungen und trotz umfassender Vorkehrungsmaßnahmen lassen sich Risiken aus nicht rechtmäßigem Verhalten innerhalb des Konzerns jedoch nicht vollständig ausschließen. Rechtsstreitigkeiten und abgeschlossene AltprojekteAnhängige oder drohende Rechtsstreitigkeiten oder -verfahren aus der Nichtbeachtung rechtlicher Vorschriften, der Nichtumsetzung neuer oder geänderter Gesetze, aus dem Fehlen umfassender Regelungen in abgeschlossenen Verträgen, der Nichteinhaltung vertraglicher Verpflichtungen oder dem mangelnden Management der Versicherungen können wesentliche Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns haben. Dies vor allem dann, wenn der Ausgang der Rechtsstreitigkeiten und Verfahren von unseren Einschätzungen und Prognosen abweichen. Die ZECH Building kann mit unterschiedlichen rechtlichen Risiken konfrontiert werden. Durch das fortschreitende Unternehmenswachstum sowie die Vielzahl und die zunehmende Komplexität rechtlicher Vorschriften steigt die Gefahr von Rechtsverstößen und gerichtlichen sowie außergerichtlichen Auseinandersetzungen. Die ZECH Building verfügt unter anderem mit der Rechtsabteilung über ein System, mit welchem rechtliche Risiken identifiziert und diesen vorgebeugt werden kann. In Verbindung mit der Versicherungsabteilung stellt sie rechtmäßiges Handeln der Organe sowie der Mitarbeiter sicher. Die ZECH Building erfasst sämtliche gerichtliche Streitigkeiten sowie entsprechende außergerichtliche Streitigkeiten, unterlegt diese einer laufenden Kontrolle und Abstimmung mit den involvierten Mitarbeitern der ZECH Building und nimmt für diese Verfahren eine angemessene Bewertung vor. Die Erfassung sowie die Bewertung erfolgen transparent für die verantwortlichen Organe. Soweit überschaubar und wirtschaftlich sinnvoll, wurden zur Absicherung von Unternehmensrisiken in angemessenem Umfang Versicherungen abgeschlossen. Obwohl sich der Ausgang anhängiger oder drohender Rechtsstreitigkeiten oder Verfahren häufig nicht oder nur sehr eingeschränkt vorhersehen lässt, erwarten wir keine wesentlichen negativen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Steuer- und AbgaberisikenAls Konzern unterliegt die ZECH Building den geltenden steuerlichen Vorschriften. Aus Änderungen der jeweiligen Steuergesetze und deren Rechtsprechung sowie unterschiedlichen Auslegungen im Rahmen von Betriebsprüfungen können steuerliche Risiken resultieren. Die steuerlichen Strukturen des Konzerns sind teilweise komplex. Es bestehen unterschiedliche Organschaften und Besteuerungen auf der Ebene von Einzelgesellschaften sowie verschiedene Rechtsformen innerhalb des Konzerns. Steuerliche Risiken werden fortlaufend und frühestmöglich identifiziert, bewertet und überwacht und gegebenenfalls risikomindernde Maßnahmen initiiert. Dies gilt auch für Risiken aus Verlustvorträgen, der sogenannten Zinsschranke und der Grunderwerbsteuer. Mögliche Risiken bestehen für das steuerliche Verrechnungspreismodell zur Vergütung konzerninterner Leistungen. Die Nicht-Anerkennung dieser Verrechnungspreise, beispielsweise durch nachträgliche Steuerforderungen der lokalen Finanzbehörden gegenüber einer Tochtergesellschaft der ZECH Building, sollten durch die Fremdvergleichbarkeit von Verrechnungspreisen und gegebenenfalls die Einleitung von entsprechenden Verständigungs-bzw. EU-Schiedsverfahren begrenzt werden können. BETRIEBLICHE RISIKENCyber- und InformationssicherheitDie zunehmende Digitalisierung und Vernetzung der Geschäftsprozesse hat dazu geführt, dass Cyber- und Informationssicherheitsbedrohungen zu einer zentralen Herausforderung für Unternehmen geworden sind. Die Angriffsmethoden und -technologien von Cyberkriminellen haben sich weiterentwickelt und werden immer raffinierter. Das Risiko erfolgreicher Cyberangriffe schätzen wir als hoch ein. Daher haben wir eine Vielzahl an Maßnahmen umgesetzt, um Angriffe frühzeitig zu erkennen, automatisierte Gegenmaßnahmen zu ergreifen, einen möglichen Schaden auf einen überschaubaren Umfang einzugrenzen und einen schnellen Wiederanlauf der Systeme zu gewährleisten. Regelmäßige interne und externe Security-Assessments identifizieren potenzielle Schwachstellen und fließen in eine aktualisierte Security-Strategie ein, die proaktive organisatorische und technische Maßnahmen beinhaltet, um Sicherheitsrisiken zu minimieren. Der Einsatz eines Security Information and Event Management (SIEM)-Systems ermöglicht uns die zentrale Überwachung der IT-Infrastruktur, um Angriffsmuster und Sicherheitsvorfälle zu erkennen und effizient und schnell zu eliminieren. Eine Network Access Control (NAC)-Lösung unterstützt die Sicherheit unseres Netzwerks zusätzlich, indem Zugriff auf unser Netzwerk auf autorisierte Benutzer beschränkt und unerwünschte Zugriffe verhindert werden. Aus organisatorischer Sicht unterstützen wir die IT-Sicherheit durch Security Awareness Maßnahmen. Mitarbeitende sind aufgrund ihres Zugangs zu sensiblen Daten und Systemen sowie ihrer Anfälligkeit für Social Engineering-Angriffe und andere Sicherheitsbedrohungen ein zentraler Faktor in der IT-Sicherheit. Gezielte Awareness-Kampagnen, Trainings und Sicherheitshinweise tragen dazu bei, dass unsere Mitarbeitenden sich der Auswirkungen ihrer Handlungen auf die IT-Sicherheit bewusst sind und befähigt werden, Bedrohungen zu erkennen und geeignete Maßnahmen zu ergreifen. Darüber hinaus stellen wir durch den regelmäßigen Austausch mit anderen Unternehmen in Arbeitsgruppen und durch Beratung durch das Landeskriminalamt sicher, dass wir stets über aktuelle Risiken sowie Cyber-Security Trends informiert sind. Verfügbarkeit von FachkräftenDie Verfügbarkeit von Fachkräften hat sich weiter verschärft. Laut dem KfW-ifo-Fachkräftebarometer waren nahezu 46 Prozent der Unternehmen in Deutschland im vierten Quartal 2022 vom Fachkräftemangel betroffen. Die Beeinträchtigung hierdurch ist in den einzelnen Wirtschaftsbereichen unterschiedlich (Bauhauptgewerbe 37 Prozent). Es besteht daher für die ZECH Building einerseits das Risiko, qualifizierte und motivierte Mitarbeiter zu verlieren und andererseits das Risiko, nicht genügend qualifiziertes Personal für unser Unternehmen gewinnen zu können. Aus diesen Gründen haben der Ausbau der Rekrutierung (Active Sourcing und andere moderne Rekrutierungsinstrumente) und das langfristige Binden der besten Fachkräfte höchste Priorität. Unser vorrangiges Ziel bleibt es, die Attraktivität als Arbeitgeber zu erhalten und die Potenziale unserer Mitarbeiter zu fördern und bestmöglich einzusetzen. Den genannten Risiken wirken wir über eine gruppenweit, strategisch ausgerichtete Personalentwicklung und ein zentrales Personalmanagement entgegen. Die personellen Risikofelder schätzen wir insgesamt als beherrschbar ein. ZUSAMMENFASSENDE BEURTEILUNG DER RISIKOLAGE DER ZECH BUILDING SEDer Vorstand nimmt die Einschätzung der Risiken nach folgenden Stufen vor:
Aus der saldierten Bewertung der identifizierten potenziellen Risiken und Chancen hinsichtlich ihrer Auswirkungen auf den Konzern durch den Vorstand ergibt sich folgende Risikoeinstufung:
Die Beurteilung der Eintrittswahrscheinlichkeit und/oder der möglichen finanziellen Auswirkung der genannten Risiken und Chancen hat sich nach Einschätzung durch den Vorstand strukturell nicht gegenüber dem Vorjahr verändert. Die größten Herausforderungen sehen wir unverändert in den strategischen und operativen Risiken sowie den Finanzrisiken. Innerhalb der betrieblichen Risiken hat die Cyber- und Informationssicherheit an Bedeutung gewonnen. Aufgrund der gegebenen Risikolage sowie der getroffenen Gegenmaßnahmen sind nach gegenwärtiger Einschätzung des Vorstands allerdings keine tatsächlichen oder potenziellen Risiken bekannt, die einzeln oder in ihrer Gesamtheit den Fortbestand des Konzerns in absehbarer Zukunft ernsthaft gefährden könnten. Zusätzliche Risiken, die uns derzeit nicht bekannt sind, oder Risiken, die wir jetzt noch als unwesentlich einschätzen, können unsere Geschäftsaktivitäten und -ziele ebenfalls negativ beeinträchtigen. Die wesentlichen Chancen der ZECH Building sehen wir unverändert in den günstigen Rahmenbedingungen rund um den Immobilienmarkt und unserer Marktdurchdringung. Wir sind überzeugt, die sich bietenden Chancen auch in einem aktuell schwierigen Umfeld in Zukunft nutzen zu können, ohne dabei unvertretbar hohe Risiken eingehen zu müssen. ORDNUNGSMÄßIGKEIT UND VERLÄSSLICHKEIT DER BERICHTERSTATTUNGDie wesentlichen Rechnungslegungsprozesse des Konzerns und der meisten Tochterunternehmen werden durch die Zech Management als Shared Services Center einheitlich, teilweise in automatisierten Prozessen, abgedeckt. Die Zech Management verfügt über ein rechnungslegungsbezogenes Kontroll- und Risikomanagementsystem. Die Vorgabe und Überwachung wesentlicher Prozessschritte und Termine wird hier festgelegt und gruppenweit kommuniziert. Ziel ist es, durch Grundsätze, Verfahren und Kontrollen die Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der Berichterstattung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts der ZECH Building SE sicherzustellen sowie den gesetzlichen und rechnungslegungsbezogenen Vorschriften nachzukommen. Dazu gibt es präventive, überwachende und aufdeckende Sicherungs- und Kontrollmaßnahmen im Rechnungswesen und in der Informationsverarbeitung. Die Berichterstattung eines wesentlichen Teils der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen sowie die Konsolidierung erfolgen weitgehend mithilfe zertifizierter Standardsoftwares mit entsprechenden Zugriffsbeschränkungen und IT-gestützten Genehmigungsprozessen. Die sich im Abschlussprozess ergebenden Verantwortlichkeiten sind klar abgegrenzt und es wird auf allen Ebenen nach der Funktionstrennung und dem Vier-Augen-Prinzip agiert. Es ist zu beachten, dass auch angemessene und funktionsfähig implementierte Systeme keine absolute Sicherheit hinsichtlich der richtigen, vollständigen und zeitnahen Erfassung von Sachverhalten in der Rechnungslegung gewährleisten. Insbesondere persönliche Ermessensentscheidungen oder fehlerbehaftete Kontrollen können nicht immer ausgeschlossen werden und somit die Verlässlichkeit und Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen Kontroll- und Risikomanagementsystems einschränken. V. PROGNOSEBERICHTEinige der im Konzernlagebericht enthaltenen Angaben, einschließlich der getroffenen Aussagen zu Chancen und Risiken, zur künftigen Entwicklung des Konzerns und zu möglichen Veränderungen im gesamtwirtschaftlichen Umfeld, enthalten zukunftsbezogene Aussagen. Diese wurden basierend auf den Erwartungen des Vorstands über künftige, die ZECH Building möglicherweise betreffende Ereignisse und auf Basis unserer aus den Planungsinstrumenten abgeleiteten Unternehmensplanung, formuliert. Derartige Aussagen unterliegen Risiken, Ungewissheiten und Annahmen, die dazu führen können, dass die tatsächlichen Ergebnisse von den Werten abweichen, die in der Prognose angenommen oder beschrieben wurden, sowohl in positiver als auch negativer Hinsicht. Mögliche zukünftige Chancen und Risiken wurden bei der Prognose angemessen berücksichtigt. Die Prognosen beruhen auf dem Kenntnisstand zum Aufstellungszeitpunkt des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts und beziehen sich grundsätzlich auf das Geschäftsjahr 2023. GESAMTWIRTSCHAFTLICHE ENTWICKLUNG
Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat am 31. Januar 2023 seine Prognose zur Weltwirtschaft für 2023 leicht angehoben und geht nunmehr von einem Wachstum von +2,9 Prozent aus. Ausschlaggebend für den leichten Anstieg war eine deutliche verbesserte Prognose für China nach der dortigen Abkehr von der Null-Covid-Strategie. Der IWF geht davon aus, dass die Weltwirtschaft die Folgen des Kriegs in der Ukraine und die weiterhin hohe Inflation etwas besser verkraften wird als zunächst befürchtet. Der IWF erwartet in 2023 kein Abrutschen der Weltwirtschaft in eine Rezession. Die aktuelle Prognose könne sogar einen "Wendepunkt" darstellen und das Wachstum seinen Tiefpunkt erreichen, während die Inflation weiter zurückgehe. Für 2024 wird von einem Wachstum der Weltwirtschaft von 3,1 Prozent ausgegangen. Für die Eurozone sei von einem Wachstum von +0,7 Prozent auszugehen - gegenüber +0,5 Prozent in der Oktober-Prognose. Europa habe sich schneller als erwartet an die hohen Energiepreise angepasst. Eine Entspannung bei den Preisen vor allem für Gas habe der Region geholfen. Europa erweise sich angesichts der Folgen des Ukraine-Krieges "widerstandsfähiger als erwartet". Für Deutschland geht das IfW Kiel in seiner Winterprognose vom 15. Dezember 2022 von einem leichten Plus des BIP von +0,3 Prozent aus, statt einem Minus von -0,7 Prozent. Die Inflation dürfte bei 5,4 Prozent liegen (bislang 8,7 Prozent). Für 2024 rechnet das IfW mit einem Wirtschaftswachstum von 1,3 Prozent. Für Österreich rechnet das Österreichische Institut für Wirtschaftsforschung (WIFO) für 2023 in seiner Winterprognose nach einem kräftigen Anstieg in 2022 von +4,7 Prozent mit einem nur leichten Wachstum des BIP von +0,3 Prozent. Für 2024 wird von einem Anstieg des BIP von +1,8 Prozent ausgegangen. Die Inflation dürfte ihren Höhepunkt überschritten haben und in 2023 auf 6,5 Prozent sowie in 2024 auf 6,2 Prozent zurückgehen. ANNAHMEN UNSERER PROGNOSEInsgesamt erwarten wir in den für die ZECH Building relevanten Märkten und Regionen eine positive wirtschaftliche Entwicklung, wenngleich die Zinssteigerungen und die Baukostenerhöhungen als mittelbare negative Konsequenzen aus der Ukraine-Krise auch Auswirkungen auf unser Geschäftsmodell haben werden. Bei unserer Prognose gehen wir davon aus, dass im Verlauf des Geschäftsjahres 2023 keine wesentlichen oder bestandsgefährdenden Einflüsse auf die ZECH Building zu erwarten sind. Die Entwicklung der Ukraine-Krise ist weiterhin mit großen Unsicherheiten verbunden. Eine erheblich nachteilige Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der ZECH Building kann nicht ausgeschlossen werden. Mögliche indirekte Einflüsse auf unseren Kernmarkt Deutschland durch weitere Preisanstiege bei Energie und Rohstoffen werden überwacht und in den Prognosen berücksichtigt. Es ist für 2023 mit weiteren Zinserhöhungen der EZB zu rechnen, aber nicht mehr in der Höhe wie im vergangenen Jahr. Das bislang günstige Finanzierungsumfeld sollte insbesondere für Unternehmen, die sich mit einer guten Bonität im Investment-Grade-Bereich befinden, weiter bestehen bleiben. Für Unternehmen mit schlechterer Bonität im Non-Investment-Grade-Bereich kann es im Laufe des Jahres teurer, langwieriger und schwieriger werden, den Finanzierungsbedarf zu decken. Der Wettbewerb im Baugewerbe wird insgesamt unverändert intensiv bleiben. VORAUSSICHTLICHE GESCHÄFTSENTWICKLUNG IM JAHR 2023Grundlage der Beurteilung der voraussichtlichen Entwicklung der ZECH Building SE für das Geschäftsjahr 2023 und der wesentlichen Leistungsindikatoren sind die genannten Erwartungen und Annahmen zur gesamtwirtschaftlichen Entwicklung sowie die im Chancen- und Risikobericht beschriebenen Chancen und Risiken. Entscheidend für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der ZECH Building SE sind die wirtschaftliche Entwicklung und der Erfolg ihrer operativen Tochtergesellschaften und Beteiligungen. An Letztgenannten partizipiert der Konzern rechtsformabhängig über Ausschüttungen. Darauf aufbauend erwarten wir folgende Entwicklungen: Im Geschäftsbereich Building, der die gesamte Wertschöpfung rund um die Erstellung von Immobilien umfasst, waren die gravierenden Preissteigerungen und Lieferengpässe in 2022 das dominierende Thema. Der Einbruch in der baukonjunkturellen Entwicklung im Wohnungsbau wird sich auch noch in 2023 fortsetzen. Auch eine Vielzahl an Gewerbeobjekten wird Schwierigkeiten bei der zeitnahen Realisierung bekommen. Der hohe Auftragsbestand in den Sparten der ZECH Building mit ca. 80 Prozent der geplanten Leistung für 2023 lässt uns aber zuversichtlich in die Zukunft schauen. Durch unsere Zukäufe in der Sparte Bau und dem Erwerb der Wayss & Freytag Ingenieurbau AG haben wir uns genau für diese Marktentwicklung positioniert. Der öffentliche Wirtschaftsbau wird stark forciert werden, die vielen unabdingbaren Infrastrukturprojekte werden in den nächsten Jahren in die Realisierung kommen. Wir spüren die enorme Nachfrage nach unserem übergreifenden Know-how und sehen die Bedürfnisse nach Komplettlösungen, die die Kapazitätssicherheiten voranstellen. Neben dem signifikant gesteigerten Anteil an öffentlichen Auftraggebern, werden wir auch die Produktionsindustrie weiterhin mit unseren partnerschaftlichen Vertragsmodellen überzeugen und weiteres Wachstum generieren können. Solange der Ukraine-Konflikt jedoch weiter anhält und die wirtschaftliche Belastung durch Sonderausgaben in Europa und Deutschland steigt, können sich daraus negative und unvorhersehbare Einflüsse auf die Planung für 2023 ergeben. Umsatzentwicklung im Bauhauptgewerbe in Prozent gem. Hauptverband der Deutschen Bauindustrie e.V. vom 28.02.2023:
ENTWICKLUNG DER LEISTUNGSINDIKATORENUnter der Voraussetzung, dass sich die zuvor genannten Annahmen und Erwartungen als zutreffend erweisen, erwartet der Vorstand ein bereinigtes EBT zwischen 10 und 20 Mio. € (2022: -3 Mio. €). Diese Prognose ist mit Risiken und Unsicherheiten behaftet und gilt vorbehaltlich sich ändernder Marktbedingungen und der Entwicklung der Ukraine-Krise. Wir gehen aber davon aus, dass sich negative Auswirkungen durch unsere starke Unternehmensgruppe minimieren lassen. GESAMTAUSSAGE DES VORSTANDS DER ZECH BUILDING SE ZUR VORAUSSICHTLICHEN ENTWICKLUNG DES KONZERNSFür 2023 geht der Vorstand davon aus, dass die verschlechterten allgemeinen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen mit stark gestiegenen Zinsen und Baukostenerhöhungen im Geschäftsjahr 2023 Spuren hinterlassen werden. Der Vorstand der ZECH Building erwartet für 2023 ein positives Jahresergebnis. Es wird davon ausgegangen, dass die Ziele für das Geschäftsjahr 2023 erreicht werden. Diese Einschätzung wird bestärkt durch unsere bewiesene Widerstandsfähigkeit und Flexibilität in der Bewältigung kurzfristig auftretender Herausforderungen. Der Vorstand der ZECH Building erwartet auch weiterhin mittelfristig eine starke Investitionsneigung zu Sachwerten, insbesondere zu Immobilien und daraus eine nahezu unverändert hohe Bautätigkeit. Zufriedene Kunden und Mitarbeiter sowie wirtschaftlicher Erfolg sind unverändert das oberste Geschäftsziel der ZECH Building und der Garant für eine erfolgreiche Zukunft. Die klare Ausrichtung der ZECH Building auf werthaltiges Wachstum schafft nachhaltig Werte für Eigentümer, Geschäftspartner und die Gesellschaft. Basis des wirtschaftlichen Erfolgs der ZECH Building ist die innovative Unternehmenskultur, in der die ZECH Building konsequent bestrebt ist, unternehmerische Chancen zu erkennen und im Sinne einer auf nachhaltiges Wachstum orientierten Unternehmensstrategie umzusetzen. Die Vorgaben für das Geschäftsjahr 2023 sind primär auf diese Ziele ausgerichtet. Die unverändert mittelständische und unternehmergeführte Prägung ermöglicht es, schnell reagieren und Strukturen auf Anforderungen des Marktes anpassen zu können. In ihrer Holdingfunktion innerhalb der Unternehmensgruppe wird die ZECH Building SE daher weiterhin die Strategie formulieren sowie die Beteiligungen kontrollieren und strukturieren. Aufgrund der Wertschöpfungstiefe versprechen wir uns außerdem Wettbewerbsvorteile.
Erkrath, den 25. April 2023 Der Vorstand der ZECH Building SE gez. Kurt Zech, Vorstandsvorsitzender gez. Burkhard Schmidt, Vorstandsmitglied gez. Olaf Demuth, Vorstandsmitglied gez. Holger Oberhauser, Vorstandsmitglied gez. Harald Supper, Vorstandsmitglied Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die ZECH Building SE: PrüfungsurteileWir haben den Konzernabschluss der ZECH Building SE und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der ZECH Building SE für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die PrüfungsurteileWir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den KonzernlageberichtDie gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des KonzernlageberichtsUnsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Bremen, den 12. Juni 2023 RSM
GmbH
Beering, Wirtschaftsprüfer Peters, Wirtschaftsprüfer Bericht des Aufsichtsrates für das Geschäftsjahr 2022der ZECH Building SEGrundlagenTrotz des herausfordernden Umfelds blickt die Gesellschaft auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr zurück. Das Geschäftsmodell der ZECH Building ist in Takt. Mit dem Erwerb der Geschäftsanteile der im Ingenieurbau tätigen Wayss & Freytag ist eine massive Stärkung des Konzerns verbunden. Er rundet die Strategie, im Bereich "Building" das gesamte Leistungsportfolio rund um das Bauen anbieten zu können, ab. Überwachung und ZusammenarbeitDer Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2022 mit Sorgfalt diejenigen Aufgaben wahrgenommen, die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegen. Insbesondere hat er den Vorstand beraten und dessen Tätigkeit überwacht. Wesentliche Einzelmaßnahmen hat er begleitet. Der Vorstand hat den Aufsichtsrat schriftlich und mündlich über die operative und wirtschaftliche Entwicklung Gesellschaft und des Konzerns anhand wesentlicher Kennzahlen unterrichtet. Zu diesem Zweck erstellte er vierteljährlich einen Bericht zur finanziellen und wirtschaftlichen Lage der ZECH Building. Er ermöglichte damit dem Aufsichtsrat, sich ein Bild über den Gang der Geschäfte zu machen. In wesentliche Entscheidungen wurde der Aufsichtsrat eingebunden. Er hat seine Zustimmung - soweit erforderlich - nach eigener Prüfung erteilt. Im Regelfall genehmigte der Aufsichtsrat die vorgelegten Beschlüsse im Parallelverfahren auf der Grundlage umfangreicher schriftlicher Unterlagen. AufsichtsratssitzungenIn der Sitzung des Aufsichtsrats vom 15. Juni 2022, an die sämtlichen Mitglieder des Aufsichtsrats und mit einer Ausnahme alle Mitglieder des Vorstands teilnahmen, trug der Wirtschaftsprüfer die Ergebnisse seiner Prüfung vor. Er bestätigte die im Lagebericht niedergelegte Einschätzung und erteilte für Gesellschaft und Konzern einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk. Zum Abhängigkeitsbericht gab es keine Beanstandungen. Der Aufsichtsrat schloss sich den Beurteilungen des Prüfers an, billigte den Jahresabschluss von Gesellschaft und Konzern und stellte den der Gesellschaft fest. Als Vorschlag für die Hauptversammlung beschlossen Vorstand und Aufsichtsrat, den im Jahresabschluss ausgewiesenen Bilanzgewinn auf neue Rechnung vorzutragen; ferner stimmte der Aufsichtsrat dafür, die bisherigen Mitglieder wieder in das Gremium zu wählen. Ausführlich berichtete der Vorstand über den Geschäftsgang anhand einer sorgfältigen Ausarbeitung. Der Aufsichtsrat nahm zur Kenntnis, dass der Vorstand für den Konzern trotz des schwierigen Umfeldes, angefangen von den Verwerfungen auf den Beschaffungsmärkten mit Preisanstiegen und Lieferengpässen bis hin zum Mangel an geeigneten Arbeitskräften, vom Erreichen des budgetierten Ergebnisses ausgeht, wenn auch bei leicht verminderter Leistung. Die einzelnen Sparten wurden mit Leistung und Ergebnis besprochen und einzelne für das Ergebnis wichtige Projekte betrachtet Schwergewichtig waren die Sparten Bau und Systeme im Fokus. Schwachstellen wurden berichtet. Das Gremium diskutierte die Ursachen. Es bestand Einmütigkeit, dass neben den schwierigen Rahmenbedingungen interne Baustellen nicht außer Acht gelassen werden dürfen. Im Zusammenhang mit dem Bestand an Aufträgen und den Auftragseingängen wies der Vorstand darauf hin, dass zukünftig unterschiedliche Entwicklungen in den einzelnen Bereichen der Baubranche einbezogen werden müssen, und spannte den Bogen vom Wohnungsbau bis zu den Infrastrukturmaßnahmen. Auch die mit Ressourcenschonung und Nachhaltigkeit zu beachtenden Themen und deren Auswirkungen sprach der Vorstand an. In der außerordentlichen Hauptversammlung vom 24. Oktober wurde die in der ordentlichen Hauptversammlung vom 15. Juni zurückgestellte Wahl des Abschlussprüfers gemäß dem Vorschlag des Aufsichtsrats beschlossen. Eine zweite Sitzung des Aufsichtsrats fand am 13. Dezember statt. Sämtliche Mitglieder von Aufsichtsrat und Vorstand nahmen teil. Ausführlich beschäftigte sich das Gremium mit der Marktlage und den sich daraus ergebenden Handlungsoptionen. Es bestand Einigkeit, dass die geopolitische Lage sowie die Energiepolitik und wirtschaftliche Verwerfungen nach Abklingen der Coronapandemie die Aktivitäten im Baubereich weiter beeinträchtigen. Die Baupreise werden beeinflusst durch gestiegene Materialkosten, Lieferschwierigkeiten, Inflation, hohe Energiepreise, anhaltenden Fachkräftemangel und umfängliche gesetzliche Vorgaben. Die einzelnen Facetten im Baubereich wurden erörtert und das Geschäftsfeld Infrastrukturmaßnahmen beleuchtet; hier ergeben sich zusätzliche Geschäftschancen in neuen Handlungsfeldern wie der digitalen Vernetzung und dem Ausbau von Stromtrassen. Der Vorstand hob den nach wie vor soliden Auftragsbestand und einen akzeptablen Auftragseingang hervor. Zu Leistung und Ergebnis, so der Vorstand, werden die Akquisitionen Zech Hochbau und Wayss & Freytag einen beachtlichen Beitrag leisten. Unter deren Einschluss ging er von einer Verbesserung der budgetierten Zahlen aus. Kritisch setzten sich Vorstand und Aufsichtsrat mit der Sparte Systeme auseinander, in der die Unternehmen Cadolto, Cree und BWE gebündelt sind, jedoch das budgetierte Ergebnis verfehlt wird. Maßnahmen zur Verbesserung wurden besprochen und über die sich im Rahmen des Budgets bewegenden Sparten berichtet. Außerdem waren mit den erworbenen Beteiligungen verbundene Organisationsfragen Teil der Sitzung. Schließlich wurde die Planung für die Jahre 2023 - 2025 besprochen. Trotz der angezeigten Vorsicht in schwierigen Märkten erwartet der Vorstand in allen Sparten wachsende Leistungen und steigende Ergebnisse und sieht das Unternehmen gut aufgestellt. Der Aufsichtsrat nahm nach umfänglicher Diskussion die Planung 2023-2025 zustimmend zur Kenntnis. Bei der Führung der ZECH Building sehen sich Vorstand und Aufsichtsrat den Prinzipien einer guten Corporate Governance verpflichtet. Eine Erklärung zum Corporate Govemance Kodex gibt die Gesellschaft jedoch nicht ab. Die Gremien beziehen in ihre Arbeit jedoch die Empfehlungen und Anregungen des Deutschen Corporate Governance Kodex ein; Einschränkungen der Umsetzung ergeben sich jedoch aus der Prägung als nicht börsennotiertes und im Familienbesitz stehendes Unternehmen. Jahres- und Konzernabschlussprüfung und Bericht über die Beziehung zu verbundenen Unternehmen sowie Vorschlag zur Verwendung des BilanzgewinnsDer Aufsichtsrat hat sich in seiner Sitzung vom 19. Juni 2023 mit dem Jahresabschluss der ZECH Building und dem Konzernabschluss sowie dem Lagebericht für die Gesellschaft und dem Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2022 befasst. Der Vorstand hat den Jahresabschluss der Gesellschaft sowie den Konzernabschluss nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Die Jahresabschlussunterlagen wurden von der als Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2022 bestellten RSM geprüft. Die Aufsichtsratsmitglieder haben sämtliche Jahresabschlussunterlagen und die Berichte des Abschlussprüfers mit ausreichendem Vorlauf erhalten. In der Sitzung erläuterte der Abschlussprüfer den Jahres- und Konzernabschluss sowie die Lageberichte. Der Abschlussprüfer berichtete über den Umfang, die Schwerpunkte und die wesentlichen Ergebnisse der Prüfung und kam zum Schluss, dass keine wesentlichen Risiken bestehen, die nicht in den Berichten erwähnt sind. Schwächen des Kontroll- und Risikomanagementsystems ergaben sich nach Angabe des Prüfers nicht. Zudem gab der Abschlussprüfer ergänzende Auskünfte. Umstände, die Zweifel an der Unabhängigkeit des Abschlussprüfers begründen könnten, lagen nicht vor. Der Aufsichtsrat hat vom Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer zustimmend Kenntnis genommen und erhob nach Abschluss seiner eigenen Prüfungen keine Einwendungen. Der Aufsichtsrat schloss sich dem Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer an. Der Aufsichtsrat billigte den vom Vorstand aufgestellten Jahres- und Konzernabschluss. Der Jahresabschluss der Gesellschaft wurde gemäß § 172 AktG i.V.m. Artikel 9 Abs. 1 lit. e ii) für das Geschäftsjahr 2022 festgestellt. Der Aufsichtsrat prüfte den vom Vorstand unterbreiteten Vorschlag, den Bilanzgewinn auf neue Rechnung vorzutragen und schloss sich diesem für die Beschlussfassung auf der Hauptversammlung an. Ferner schlug er nach Abstimmung mit dem Gesellschafter vor, die bisherigen Mitglieder des Aufsichtsrats wieder für die Wahl in der Hauptversammlung zu nominieren. Zudem war der Bericht des Vorstands über die Beziehung zu verbundenen Unternehmen gemäß § 312 AktG Gegenstand der Prüfung. Der Abschlussprüfer kam mit seinem Prüfungsbericht zu dem Ergebnis, dass keine Beanstandungen zu erheben sind und erteilte folgenden Bestätigungsvermerk: Nach unserer pflichtgemäßen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass 1. die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind, 2. bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war sowie 3. bei den im Bericht aufgeführten Maßnahmen keine Umstände für eine wesentlich andere Beurteilung als die durch den Vorstand sprechen. Der Bericht des Vorstands und der des Abschlussprüfers sind rechtzeitig an den Aufsichtsrat verteilt worden. Die Unterlagen wurden in der Sitzung vom 19. Juni 2023 mit dem anwesenden Prüfer besprochen. Der Aufsichtsrat stimmte nach eigener Prüfung dem Bericht des Vorstands über die Beziehung zu verbundenen Unternehmen zu und kam zu dem Ergebnis, dass keine Einwendungen gegen den Bericht und die Schlussfolgerung des Vorstands zu erheben sind und trat dem Ergebnis der Prüfung des Berichts durch den Abschlussprüfer bei. PersonalienIn der Aufsichtsratssitzung vom 13. Dezember 2022 wurde die Wiederbestellung von Burkhard Schmidt als Vorstand der Gesellschaft bis zum 31. Dezember 2024 beschlossen, der mit seiner Kenntnis und seiner Erfahrung ein wesentlicher Baustein für den Erfolg des Unternehmens ist. Änderungen im Aufsichtsrat ergaben sich nicht. SchlusswortVorstand und Mitarbeiter haben mit hohem Engagement, solidem Können und großer Erfahrung die Herausforderungen eines schwierigen Geschäftsjahres gemeistert. Sie sind der wesentliche Faktor für den Unternehmenserfolg. Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand sowie den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für die geleistete Arbeit.
Bremen, 19. Juni 2023 Werner Uhde, Aufsichtsratsvorsitzender Den Jahresabschluss zum 31.12.2022 hat die Gesellschafterversammlung am 19.06.2023 festgestellt. |
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