Schrobsdorff Bau Aktiengesellschaft

Cicerostraße 37, 10709 Berlin, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Charlottenburg (Berlin) HRB 82304
Eingetragen
6.7.2004
Branche
Vermietung, Verpachtung von eigenen oder geleasten Gewerbegrundstücken und NichtwohngebäudenBauträger für WohngebäudeBauträger für andere Gebäude und Bauwerke
Gegenstand
Die Planung und Durchführung von Bauvorhaben, die Entwicklung sowie der An- und Verkauf von Grundstücken, des weiteren die Vermietung und Verpachtung von Eigentum unter Ausschluss von Tätigkeiten nach § 34 c Gewerbeordnung sowie darüber hinaus die Arbeitnehmerüberlassung, die Übernahme von Facility-Management-Leistungen sowie die Durchführung von PPP-Projekten (Private-Public-Partnership-Proiekte) bzw. PÖP-Projekte (Private Öffentliche Partnerschafts-Projekte) einschließlich der Gründung von bzw. der Beteiligung an solchen Projekten dienenden Gesellschaften, ferner die Erbringung von Bauleistungen im Ausland.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Vorstandsmitglied
Christian Preuß
seit 25.3.2019
Prokura
Michael Staneker
seit 12.3.2015
Vorstandsmitglied
Dietmar Witt
seit 12.3.2015
Vorstandsmitglied

Beteiligungen

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Schrobsdorff Bau Aktiengesellschaft

Berlin

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

BILANZ zum 31. Dezember 2023

Schrobsdorff Bau AG

Berlin

AKTIVA

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 73.462,00 33.454,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 667.660,00 678.011,00
2. technische Anlagen und Maschinen 34.191,00 37.550,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 752.978,00 877.401,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 8.344,92 0,00
1.463.173,92 1.592.962,00
III. Finanzanlagen
1. Wertpapiere des Anlagevermögens 14.966.278,08 14.772.634,43
2. Genossenschaftsanteile 5.200,00 5.200,00
14.971.478,08 14.777.834,43
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 107.931,56 148.087,43
2. in Arbeit befindliche Aufträge 176.769.404,43 152.124.706,46
3. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 172.111.773,53 147.794.920,12
4.765.562,46 4.477.873,77
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 821.805,62 1.441.105,10
2. sonstige Vermögensgegenstände 1.735.519,55 1.246.341,77
2.557.325,17 2.687.446,87
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 9.944.334,98 6.499.509,93
C. Rechnungsabgrenzungsposten 461.600,64 445.426,62
34.236.937,25 30.514.507,62

PASSIVA

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 150.000,00 150.000,00
eigene Anteile 15.000,00 15.000,00
eingefordertes Kapital 135.000,00 135.000,00
II. Gewinnrücklagen
1. gesetzliche Rücklage 15.000,00 15.000,00
2. andere Gewinnrücklagen 1.485.000,00 1.485.000,00
1.500.000,00 1.500.000,00
III. Bilanzgewinn/-verlust 6.718.928,14 5.243.586,91
8.353.928,14 6.878.586,91
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 884.795,38 352.002,38
2. sonstige Rückstellungen 3.409.995,23 3.560.642,05
4.294.790,61 3.912.644,43
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0,00 78.709,32
2. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 7.061.849,32 7.048.769,46
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 11.566.617,63 11.017.489,36
4. sonstige Verbindlichkeiten 2.939.990,77 1.497.843,10
21.568.457,72 19.642.811,24
D. Rechnungsabgrenzungsposten 19.760,78 38.352,04
E. Passive latente Steuern 0,00 42.113,00
34.236.937,25 30.514.507,62

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG vom 01.01.2023 bis 31.12.2023

Schrobsdorff Bau AG

Berlin

01.01.-31.12.2023 01.01.-31.12.2022
EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 100.420.095,33 76.654.489,08
2. Erhöhung oder Verminderung des Bestands in Ausführung befindlicher Bauaufträge 24.644.697,97 22.914.469,31
3. Gesamtleistung 125.064.793,30 99.568.958,39
4. sonstige betriebliche Erträge
a) Erträge aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens und aus Zuschreibungen zu Gegenständen des Anlagevermögens 141.574,08 26.871,83
b) Erträge aus der Herabsetzung der Pauschalwertberichtigung zu Forderungen 7.895,56 0,00
c) Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 438.996,79 140.301,74
d) übrige sonstige betriebliche Erträge 576.236,47 646.656,16
1.164.702,90 813.829,73
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 10.022.495,79 14.568.325,66
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 79.436.389,93 49.398.453,65
89.458.885,72 63.966.779,31
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 9.021.478,28 8.912.033,34
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 2.090.331,99 2.040.267,56
11.111.810,27 10.952.300,90
7. Abschreibungen
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 469.764,11 482.305,48
8. sonstige betriebliche Aufwendungen
a) Raumkosten 483.946,98 460.389,25
b) Versicherungen, Beiträge und Abgaben 262.290,41 227.149,37
c) Reparaturen und Instandhaltungen 718.627,26 781.376,98
d) Fahrzeugkosten 607.333,37 524.854,79
e) Werbe- und Reisekosten 447.768,25 219.807,93
f) Kosten der Warenabgabe 808.766,99 90.567,43
g) verschiedene betriebliche Kosten 11.988.471,60 14.549.306,57
h) Verluste aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens 65.839,35 5.202,67
i) Verluste aus Wertminderungen oder aus dem Abgang von Gegenständen des Umlaufvermögens und Einstellungen in die Wertberichtigung zu Forderungen 0,00 228.260,58
j) übrige sonstige betriebliche Aufwendungen 138.959,89 48.872,06
15.522.004,10 17.135.787,63
9. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 122.353,91 117.449,37
10. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 15.788,62 16.896,21
11. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 0,00 415.765,36
12. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 346.988,35 340.218,23
13. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 2.978.009,14 2.203.648,19
14. Ergebnis nach Steuern 6.480.177,04 5.020.328,60
15. sonstige Steuern 4.835,81 10.483,61
16. Jahresüberschuss/-fehlbetrag 6.475.341,23 5.009.844,99
17. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 5.243.586,91 7.983.741,92
18. Ausschüttung 5.000.000,00 7.750.000,00
19. Bilanzgewinn/-verlust 6.718.928,14 5.243.586,91

Anhang zur Bilanz auf den 31.12.2023

Schrobsdorff Bau AG

A) Allgemeine Angaben

Die Schrobsdorff - Bau AG hat ihren Sitz in Berlin. Sie ist im Handelsregister des Amtsgericht Charlottenburg unter der Registernummer HRB 82304 eingetragen.

Der Jahresabschluss umfasst das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023. Das Unternehmen ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne von § 267 Handelsgesetzbuch (HBG).

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der § 242 ff HGB für das Geschäftsjahr 2023 unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für große Kapitalgesellschaften (§§ 264 ff. HGB) aufgestellt. Die Aufstellung des Jahresabschlusses erfolgte unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungsgrundsätze nach den für große Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches (§§ 265, 266 ff. HGB).

Das Grundkapital der Aktiengesellschaft in Höhe von T€ 150,0 besteht zum 31.12.2023 aus 10.000 Stückaktien, die in drei Gattungen unterteilt sind, davon bestehen unverändert eigene Anteile in Höhe von T€ 15,0 der Gattung C.

B) Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und Erläuterungen zur Bilanz

Die Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023 zeigt der Anlagespiegel (siehe Anlage).

Die immateriellen Vermögensgegenstände, sowie die Gegenstände des Sachanlagevermögens wurden zu Anschaffungskosten bewertet und - soweit abnutzbar - planmäßig abgeschrieben.

Bei der Bemessung der Abschreibungen wurde auf die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer abgestellt. Die Nutzungsdauer der Computerhardware einschließlich der dazugehörenden Peripheriegeräte wurden, wie in den Vorjahren aufgrund des raschen technischen Fortschritts mit einem Jahr angenommen. Dabei kam grundsätzlich die lineare Methode zur Anwendung. Der Restwert der Eigentumswohnungen wurde, nach der außerplanmäßigen Abschreibung in 2005, ab 2006 auf die Restnutzungsdauer verteilt. Geringwertige Wirtschaftsgüter zwischen 250,00 € und 800,00 € sind im Erwerbsjahr voll abgeschrieben worden, wobei aus Vereinfachungsgründen im Jahr des Zugangs ein Abgang unterstellt wurde.

Im Rahmen eines Vermögensmanagements wurden Aktien und festverzinsliche Wertpapiere erworben, die der langfristigen Anlage dienen und im Finanzanlagevermögen ausgewiesen sind. Zum Bilanzstichtag wurde eine interne Bewertung des Portfolios auf der Grundlage der aktuellen börslichen Kurse vorgenommen. Die wegen der dauernden Wertminderungen bis zum letzten Bilanzstichtag vorgenommene Abschreibung in Höhe von T€ 520,0 wurden für die im Geschäftsjahr veräußerten Wertpapiere um T€ 49,7 dem Buchwert zugeschrieben . Sie bestehen in Höhe T€ 470,3 fort. Die enthaltene Beteiligung am WoWi-Fonds (Buchwert T€ 8.994,4, Zeitwert T€ 8.311,0) und die übrigen Rentenpapiere im Portfolio (Buchwert T€ 1.809,8, Zeitwert T€ 1.688,1) wurden trotz Rücknahmepreis am Bilanzstichtag unter den Anschaffungskosten nicht abbewertet, da es sich um Rentenanlagen handelt, die zur Fälligkeit mit 100% zurückgezahlt werden und somit keine dauerhafte Wertminderung vorliegt.

Bei den in Ausführung befindlichen Aufträgen und Bauaufträgen handelt es sich um unfertige Leistungen. Die Bewertung der in Ausführung befindlichen Bauaufträge erfolgt auf der Grundlage der bis zum Bilanzstichtag vertraglich erbrachten Leistungen. Die ausgewiesenen Bauleistungen wurden in Höhe von T€ 176.769,4 bewertet. Sie bestehen in Höhe von T€ 39,0 gegenüber verbundenen Unternehmen. Die erhaltenen Anzahlungen in Höhe von T€ 172.111,8 wurden davon offen abgesetzt, darüber hinaus sind erhaltene Anzahlungen in Höhe von T€ 7.061,8, denen noch keine Leistungen gegenüberstehen, bei den Verbindlichkeiten ausgewiesen. Erkennbare Risiken wurden bei der Bewertung berücksichtigt. Umfangreiche Risiken aus der Auftragsabwicklung sind nicht erkennbar.

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind mit den Anschaffungskosten bewertet.

Die Bewertung der Kundenforderungen und der sonstigen Forderungen erfolgte grundsätzlich in Höhe des Nennwerts. Sämtliche Kundenforderungen haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit unter einem Jahr. Es bestehen aus Vorjahren Einzelwertberichtigungen in Höhe von T€ 255,1 fort und es wurde aufgrund der Erfahrungen der Vorjahre eine Pauschalwertberichtigung für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 5,4 gebildet.

Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten Forderungen gegenüber Vorständen auf der Basis einer Kontokorrentvereinbarung mit jährlicher an den Basiszins für sonstige Kredite angepassten Verzinsung (in 2023 durchschnittlich 5,2%) in Höhe von T€ 140,6 (Vj 142,1), die mit der erfolgsabhängigen Vergütung verrechnet werden und dadurch im Februar 2024 (Vj Februar 2023) zurückgeführt wurden. Insgesamt haben die sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von 1.680,1 T€ (Vj 1.197,7) eine Restlaufzeit von unter 1 Jahr und in Höhe von T€ 55,4 (Vj 54,6) eine Restlaufzeit von über 1 Jahr.

Rückstellungen sind in Höhe von T€ 4.294,8 für alle erkennbaren Risiken gebildet worden. Die sonstigen Rückstellungen beinhalten eine Garantierückstellung in Höhe von 0,5% des Sollumsatzes (T€ 1.251,7), sowie Einzelrückstellungen für Mängelbeseitigungen (T€ 74,8), die insgesamt der Gewährleistungspflicht der VOB/B Rechnung tragen soll und dem Erfahrungssatz entspricht. Die Rückstellungen beinhalten außerdem im Wesentlichen die Erfüllung der Aufbewahrungspflicht (T€ 56,3), Tantiemen (T€ 1.008,6), fehlende Nachunternehmerrechnungen (T€ 222,1), Personalprämien, Beiträge an die Handwerkskammer und Prozesskosten. Soweit sie mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bestehen sind sie mit dem laufzeitadäquaten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Pensionsverpflichtungen bestehen nicht.

Aktive latente Steuern bestehen aufgrund von Bilanzdifferenzen bei den sonstigen Rückstellungen. Passive latente Steuern bestehen aufgrund von Bilanzdifferenzen beim Ausweis der sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von Tsd.€ 0,7. Der Ertragsteuermultiplikator beträgt 30,0%. Am Abschlussstichtag liegt ein Überhang aktiver latenter Steuern vor. Der Vorstand übt das Wahlrecht auf Aktivierung dieses Überhangs nicht aus.

Gegenüber Gesellschaftern bestehen weder Forderungen noch Verbindlichkeiten (VJ 0,3).

In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind keine an verbundene Unternehmen ausgewiesen.

Sowie die gesetzlichen, als auch die anderen Gewinnrücklagen haben sich gegenüber dem Vorjahr nicht verändert.

Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Fristigkeiten der Verbindlichkeiten stellen sich wie folgt dar:

Verbindlichkeiten insgesamt Restlaufzeit
unter 1 Jahr 1-5 Jahre über 5 Jahre
EUR EUR EUR EUR
Verbindlichkeiten ggü.Kreditinstituten 0,00 0,00 0,00 0,00
(VJ) (78.709,32) (2.086,56) (76.622,76) (0,00)
erhaltene Anzahlungen 7.061.849,32 7.061.849,32 0,00 0,00
(VJ) (7.048.769,46) (7.048.769,46) (0,00) (0,00)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 11.566.617,63 10.432.633,94 1.133.983,69 0,00
(VJ) (11.017.489,36) (9.784.227,78) (1.233.261,58) (0,00)
Sonstige Verbindlichkeiten 2.939.990,77 2.937.138,77 2.852,00 0,00
(VJ) (1.497.843,10) (1.494.991,10) (2852,00) (0,00)
21.568.457,72 20.431.622,03 1.136.835,69 0,00
(VJ) (19.642.811,24) (18.330.074,90) (1.312.736,34) (0,00)

Darüber hinaus bestehen Eventualverbindlichkeiten aus Bürgschaften in Höhe von T€ 40.876,7 (Vj T€ 36.863,4), die aus der Ablösung von Garantieeinbehalten der Auftraggeber und aus Erfüllungsverpflichtungen resultieren. Diese Eventualverbindlichkeiten, sind bei Versicherungen und Banken besichert. An die Versicherungen wurden dafür Festgelder in Höhe von T€ 706,4 (Vj T€ 329,3) verpfändet. Die vorhandene Liquidität und der bisher unbeanspruchte Kontokorrentkreditrahmen in Höhe von T€ 9.000,0 reichen für eventuelle Inanspruchnahmen vollständig aus. Eine darüberhinausgehende Inanspruchnahme aus den Bürgschaften ist äußerst unwahrscheinlich. Bei den Verbindlichkeiten aus Vorratslieferungen bestehen Eigentumsvorbehalte im branchenüblichen Maß.

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen bestehen in Höhe von T€ 1.316,5 (Vj T€ 1.428,0) aus jährlichen Zahlungsverpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen, davon in Höhe von T€ 8,5 aus befristeten Verträgen zur Anmietung von Baustelleneinrichtung und Flächen und T€ 706,8 (Vj T€ 846,7) aus befristeten Verträgen für Geräte und Fuhrpark. Des Weiteren bestehen die Verpflichtungen aus jährlichen Beiträgen zur Altersvorsorge in Höhe von T€ 101,0 (Vj T€ 144,0). Die übrigen sonstigen finanziellen Verpflichtungen liegen im Rahmen des gewöhnlichen Geschäftsverkehrs.

C) Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

Es bestehen Zinsaufwendungen gegenüber Gesellschafter von T€ 4,0 (VJ T€ 0,3) .

Im Geschäftsjahr ist kein außergewöhnlicher Ertrag angefallen.

Insgesamt T€ 120,8 aperiodische Erträge und Aufwendungen sind in folgenden Posten enthalten:

T€
Umsatzerlöse 0,9
Sonstige betriebliche Erträge 163,7
Personalkosten -2,2
Sonstige betriebliche Aufwendungen -41,6

Bei den aperiodischen sonstigen betrieblichen Erträgen handelt es sich hauptsächlich um die Erträge aus verjährten Sicherheitseinbehalten und Rechnungen von Nachunternehmern und um Versicherungsentschädigungen für Bauschäden.

D) Nachtragsbericht

Nach dem Bilanzstichtag sind in 2024 bis dato keine Ereignisse von besonderer Bedeutung, die nennenswerte Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage zum 31.12.2023 haben, eingetreten.

E) Verwendung des Jahresüberschusses

Der Vorstand schlägt vor, von dem Bilanzgewinn von T€ 6.718,9 (Gewinnvortrag T€ 243,6 zuzüglich Jahresüberschuss 2023 von T€ 6.475,3) T€ 6.500,0 an den Aktionär auszuschütten und T€ 218,9 auf neue Rechnung vorzutragen.

F) Sonstige Angaben

Die Schrobsdorff Bau Aktiengesellschaft wird als 89,97%-ige Tochtergesellschaft der Schrobsdorff Holding AG, Sitz Cicerostr.37/38, 10709 Berlin, in den Konsolidierungskreis des Mutterunternehmens einbezogen.

Die Gesellschaft beschäftigte während des Geschäftsjahres durchschnittlich 80 kaufmännische und technische Angestellte und 34 Poliere und gewerbliche Arbeitnehmer.

Vorstände : Dietmar Witt, Dipl.Ing.
Michael Schrobsdorff, Bau-Dipl.-Ing
Michael Staneker, LL.B., Betriebswirt
Aufsichtsrat : Rainer Pietschmann, Rechtsanwalt, amt. Vorsitzender
Prof. Dr. Klaus-Peter Hillebrand, Rechtsanwalt, Wirtschaftsprüfer, Steuerberater, amt. stellvertr. Vorsitzender
Dr. Rainer Schofer, Bau-Dipl.Ing,

Bzgl. der Angabe der Gesamtbezüge des Vorstandes und Aufsichtsrates wurde die Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB in Anspruch genommen, da die Bezüge der Mitglieder der Geschäftsführung nicht wesentlich von dem durch Rechenvorgang feststellbaren Durchschnittsbetrag abweichen.

Im Geschäftsjahr wurde ein Abschlussprüferhonorar für die Vorjahresprüfung in Höhe von T€ 11,0 gezahlt. Darüber hinaus wurde für das Abschlussprüferhonorar eine Rückstellung in Höhe von T€ 11,0 gebildet. Über die Abschlussprüfung hinaus wurden keine weiteren Leistungen im Geschäftsjahr durch den Abschlussprüfer erbracht.

 

Berlin, den 20.03.2024

Dietmar Witt, Vorstand-Vorsitzender

Michael Schrobsdorff, Vorstand

Michael Staneker, Vorstand

Anlagenspiegel nach Bilanzposten vom 01.01.2023 bis 31.12.2023

Schrobsdorff Bau AG

Berlin

Werte nach: Handelsrecht

Werte in: EUR

Entwicklung der Anschaffungswerte
Bilanzposten Anfangsbestand 01.01.2023 Zugang Umbuchungen Abgang Endstand 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 376.618,43 50.240,00 0,00 27.555,40 399.303,03
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 376.618,43 50.240,00 0,00 27.555,40 399.303,03
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.117.286,71 93.458,14 0,00 0,00 1.210.744,85
2. technische Anlagen und Maschinen 108.309,55 9.718,43 0,00 0,00 118.027,98
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.161.122,26 228.096,09 0,00 171.101,51 2.218.116,84
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 8.344,92 0,00 0,00 8.344,92
Summe Sachanlagen 3.386.718,52 339.617,58 0,00 171.101,51 3.555.234,59
III. Finanzanlagen
1. Wertpapiere des Anlagevermögens 15.292.632,34 748.650,62 0,00 604.732,81 15436550,15
2. Genossenschaftsanteile 5.200,00 0,00 0,00 0,00 5.200,00
Summe Finanzanlagen 15.297.832,34 748.650,62 0,00 604.732,81 15.441.750,15
Summe Anlagevermögen 19.061.169,29 1.138.508,20 0,00 803.389,72 19.396.287,77
Entwicklung der Abschreibungen
Bilanzposten Anfangsbestand 01.01.2023 Abschrelbungen des WJ Umbuchungen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 343.164,43 10.231,00 0,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 343.164,43 10.231,00 0,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 439.275,71 103.809,14 0,00
2. technische Anlagen und Maschinen 70.759,55 13.077,43 0,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.283.721,26 342.646,54 0,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00
Summe Sachanlagen 1.793.756,52 459.533,11 0,00
III. Finanzanlagen
1. Wertpapiere des Anlagevermögens 519.997,91 0,00 0,00
2. Genossenschaftsanteile 0,00 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 519.997,91 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 2.656.918,86 469.764,11 0,00
Entwicklung der Abschreibungen
Bilanzposten Zuschreibungen des WJ Entnahme für Abgänge Endstand 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 27.554,40 325.841,03
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 27.554,40 325.841,03
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 0,00 543.084,85
2. technische Anlagen und Maschinen 0,00 0,00 83.836,98
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 161.228,96 1.465.138,84
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00
Summe Sachanlagen 0,00 161.228,96 2.092.060,67
III. Finanzanlagen
1. Wertpapiere des Anlagevermögens 49.725,84 0,00 470.272,07
2. Genossenschaftsanteile 0,00 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 49.725,84 0,00 470.272,07
Summe Anlagevermögen 49.725,84 188.783,36 2.888.173,77
Buchwerte
Bilanzposten (Stand:) 31.12.2022 (Stand:) 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 33.454,00 73.462,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 33.454,00 73.462,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 678.011,00 667.660,00
2. technische Anlagen und Maschinen 37.550,00 34.191,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 877.401,00 752.978,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 8.344,92
Summe Sachanlagen 1.592.962,00 1.463.173,92
III. Finanzanlagen
1. Wertpapiere des Anlagevermögens 14772634,43 14966278,08
2. Genossenschaftsanteile 5.200,00 5.200,00
Summe Finanzanlagen 14.777.834,43 14.971.478,08
Summe Anlagevermögen 16.404.250,43 16.508.114,00

Beteiligungsliste der Schrobsdorff - Bau AG am 31.12.2023

Aktionär vertreten durch Aktienkapital Stückaktien
Michael Schrobsdorff 3
Schrobsdorff Holding AG Michael Schrobsdorff (Vorstand) 8997
Schrobsdorff - Bau AG Michael Schrobsdorff (Vorstand) 1000

Lagebericht

1. Grundlagen des Unternehmens

Die Schrobsdorff Bau AG ist seit 1989 ein in Berlin tätiges Bauunternehmen, welches seine Leistungen und Projekte unter anderem in den Bereichen Bauen im Bestand, erweiterter Rohbau sowie schlüsselfertiger Neubau als Generalübernehmer oder Generalunternehmer realisiert.

Die Geschäftstätigkeit ist ausschließlich auf die Region Berlin/Brandenburg bezogen und nicht in einzelne Segmente unterteilt. Die Schrobsdorff Bau AG wurde im Jahr 2023 durch den Vorstand, bestehend aus Herr Dietmar Witt (Sprecher und Bereich Hochbau), Herr Michael Schrobsdorff (Bereich Strategie, Digitalisierung) sowie Herr Michael Staneker (Bereich Controlling, Finanzen und Personal), geleitet. Unterstützt werden diese in ihrer Tätigkeit durch zwei Prokuristen, dem technischen Leiter und dem Leiter technischer Innendienst. Die schlanke und abgeflachte Hierarchiestruktur ermöglicht eine transparente Kommunikation sowie kurze Entscheidungswege und fördert die Möglichkeit flexibel am Markt agieren zu können. Ferner profitieren das Unternehmen und die Kunden von der langjährigen Erfahrung sowie der Marktkenntnis der leitenden Funktionen.

Das Geschäftsmodell der Schrobsdorff Bau AG basiert im Wesentlichen dadurch, das gesamte Baumanagement für die Auftraggeber zu übernehmen. In diesem Zuge werden sämtliche Bau- und Planungsleistungen sowie Materialien am Markt eingekauft und am Hauptabsatzmarkt Berlin/Brandenburg umgesetzt. Hierbei ist der Hauptbeschaffungsmarkt gleichfalls Berlin/Brandenburg, aber auch grundsätzlich. alle übrigen deutschen Bundesländer.

Das Markumfeld wird im Wesentlichen durch die Nachfrage nach Bauleistungen im Wohnungs- und Gewerbebau beeinflusst. Hierfür ausschlaggebend sind die allgemeinen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und Entwicklungen sowie die Nachfrage nach Immobilien im Allgemeinen.

2. Wirtschaftsbericht

2.1. Allgemeine und branchenbezogene wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Das abgelaufene Geschäftsjahr 2023 war wiederum geprägt durch die Inflation, den weiteren Zinsanstieg und die dadurch rückläufige Gesamtwirtschaft. Gerade der Bau- Immobilienmarkt insgesamt hat auch im abgelaufenen Geschäftsjahr drastische Auftragseinbrüche zu verzeichnen.

Daneben hat der Ukraine-Krieg weiterhin starke Einflüsse auf das wirtschaftliche- und gesellschaftliche Leben in Deutschland und Europa. Eingestellte russische Gaslieferungen führten zu Preisanstiegen und die Wirtschaft ist angehalten, Energieressourcen zu sparen. Zwar konnte festgestellt werden, dass einzelne Rohstoffpreisübertreibungen rückläufig sind (z.B. Baustahl), doch sind andere Materialien wie Glas oder Dämmungen weiterhin auf hohem Niveau. Hinzu kommen politisch gewollte Verteuerung auf Grund der angestrebten Nachhaltigkeit bzw. CO 2 -Neutrallität (z.B. CO 2 Steuern auf Beton etc.).

Die hohe Inflation führte zu weiteren deutlichen Zinsschritte der Europäischen Zentralbank, so dass im Jahr 2023 der Zinssatz von 2,5% p.a. auf 4,5% p.a. gestiegen ist (siehe Entscheide der Europäischen Zentralbank). Insgesamt ist der Zins somit im Zeitraum Juli 2022 bis Dezember 2023 um 4,5% p.a. gestiegen. Ein solchen Zinsanstieg in einem so kurzen Zeitraum hat es noch nie gegeben.

Die ursprüngliche negative Wachstumsprognose für das Bruttoinlandsprodukt von bis zu -0,9% trat glücklicherweise nicht in der prognostizierten Höhe ein und lag tatsächlich bei -0,4% - aber damit auch unterhalb der Entwicklung der EU, welche bei +0,1% lag.

Die Berliner Bauindustrie kann dank eines weiterhin hohen Auftragsbestandes aus den Vorjahren in den ersten neun Monaten des Jahres 2023 einen Umsatzanstieg von insgesamt 7,9% verzeichnen. Zwar stiegen die Baugenehmigungen für Wohnungen in den ersten zehn Monaten des Jahres 2023 um 0,5% (13.231 Wohnungen), doch fiel der Auftragsbestand im dritten Quartal um -3,7%. Die Auftragseingänge sind mit - 10,7% stark rückläufig. Weiterhin bremsen die hohen Zinsen sowie die komplexen Bauanforderungen die Auftragserteilung (Quelle: Investitionsbank Berlin (IBB), "Berlin Konjunktur, Dezember 2023").

Unter diesen Voraussetzungen wird für Deutschland im Jahr 2024 mit einem Wirtschaftswachstum von ca. 0,3% gerechnet und für Berlin mit einem insgesamt stabilen Wachstum von 1,5% (Quelle: wie vor).

Diese Rahmenbedingungen, die enorm ambivalent sind, machen einen Ausblick schwer, da die auftauchenden Verwerfungen nahezu nicht absehbar sind. Gerade der Baubereich bedarf einer Kürzung der Regelkataloge sowie einer Verstärkung der öffentlichen Bauinvestition. Berlin hat seit Jahren im Saldo mehr Bewohner, aber nicht ausreichend Wohnungen. Nach wie vor fehlen bezahlbare Mietwohnungen und der Bedarf, hiervon ca. 20.000 Wohnungen im Jahr zu bauen ist nach wie vor vorhanden (Quelle: wie vor). Doch die fehlende Klarheit bei Wohnungsbauförderungen verbunden mit dem aktuellen Zinsniveau führt zur Zurückhaltung sowohl bei privaten wie auch öffentlichen Projekten. Gleichfalls stehen die Projektentwickler vor großen Herausforderungen, wie die Turbulenzen im Jahr 2023 bei großen und prominenten Entwicklern zeigte.

2.2. Geschäftsverlauf

2.2.1. Darstellung der Lage

Wie zuvor beschrieben, erlebt der Bau- und Immobilienmarkt im Jahr 2023 zwar insgesamt ein Umsatzwachstum, im Auftragseingang aber einen starken Einbruch. Hinzu kommen hohe Anforderungen an die Nachhaltigkeit sowie veränderte Bauweisen wie das serielle bzw. modulare Bauen.

Trotz des beschriebenen schwierigen Marktumfeldes ist für das Geschäftsjahr 2023 eine Umsatzsteigerung zu verzeichnen. Die Geschäftstätigkeit im Jahr 2023 führte zu einer Gesamtleistung von Mio. € 125,1 (Vj. 99,6).

Die Geschäftsfelder "schlüsselfertiger Neubau" sowie "Rohbau bzw. erweiterter Rohbau" waren unsere Hauptbetätigungsfelder.

Das Geschäftsergebnis beträgt Mio. € 9,4 (vor Steuern, Vj. 7,2) und liegt absolut gesehen über dem Vorjahresniveau.

Die Schrobsdorff Bau AG beschäftigte im Jahr 2023 durchschnittlich 80 kaufmännische und technische Angestellte sowie 34 Poliere und gewerbliche Arbeitnehmer.

2.2.2 Vermögens- und Finanzlage

Die finanzielle Stabilität und Wachstumsfähigkeit unseres Unternehmens sind zentrale Indikatoren für unseren Geschäftserfolg. Sie bieten einen quantitativen Überblick über unsere Performance und sind maßgeblich für strategische Entscheidungen.

Die wesentlichen Indikatoren für das Berichtsjahr stellen sich wie folgt dar:

Berichtsjahr Vorjahr
Bilanzsumme 34,2 Mio. € 30,5 Mio. €
Eigenkapital 24,4 % 22,5 %
Anlagevermögen 16,5 Mio. € 16,4 Mio. €
Vorräte 4,8 Mio. € 4,5 Mio. €
Bankguthaben 9,9 Mio. € 6,5 Mio. €
Bankverbindlichkeiten 0,0 Mio. € 0,1 Mio. €
Forderungen aus L+L 0,8 Mio. € 1,4 Mio. €
Flüssige Mittel 9,9 Mio. € 6,5 Mio. €
Verbindlichkeiten aus L+L 11,6 Mio. € 11,0 Mio. €
Cash-Flow aus lfd. Geschäftstätigkeit 9,0 Mio. € 2,3 Mio. €
Cash-Flow aus Finanzierungstätigkeit -5,4 Mio. € -8,1 Mio. €
Cash-Flow aus Investitionstätigkeit -0,5 Mio. € 0,0 Mio. €
Cash-Flow insgesamt 3,1 Mio. € -5,8 Mio. €

Die Vermögenslage insgesamt ist als geordnet einzustufen.

Das Grundkapital der Aktiengesellschaft setzt sich aus 10.000 Stückaktien zusammen. Die AG hält 10% der Anteile selbst. Auf die entsprechenden Angaben im Anhang nach § 289 Abs. 2 Satz 2 HGB wird verwiesen.

Das Anlagevermögen ist nahezu unverändert und im Schwerpunkt auf Finanzanlagen ausgerichtet, die sich grundsätzlich kurzfristig in Liquidität umwandeln lassen. Wesentliche Investitionen, mit Ausnahme Ersatzinvestitionen, fanden nicht statt bzw. wesentliche Investitionsverpflichtungen bestanden nicht. Für das kommende Geschäftsjahr sind keine wesentlichen Investitionen außer Ersatzinvestitionen vorgesehen.

Die Liquidität war im Jahr 2023 jederzeit gesichert, so dass das Unternehmen stets fähig war, seine Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen, der Cash-Flow war insgesamt positiv. Finanzierungsmaßnahmen waren nicht notwendig. Auch für das Jahr 2024 ist die Liquidität des Unternehmens so ausreichend gesichert, dass die Fähigkeit zur Erfüllung der Zahlungsverpflichtungen gegeben ist.

Bankverbindlichkeiten bestanden zum 31.12. des Berichtsjahres nicht. Die zur Verfügung gestellten Kontokorrentkredite in Höhe von 9,0 Mio. € wurde nicht in Anspruch genommen. Die Kreditzinsen sind im Einklang mit den Leitzinsanstiegen der Europäischen Zentralbank gestiegen.

Die ausgewiesenen Forderungen werden als werthaltig angesehen.

2.2.3 Ertragslage und Finanzielle Leistungsindikatoren

Bei den operativen finanziellen Leistungsindikatoren stellen für uns die Umsatzentwicklung und die Umsatzrendite (Ergebnis vor Steuern) die bedeutsamsten Indikatoren dar. Diese Werte haben sich wie folgt entwickelt:

Ergebnis Berichtsjahr Erwartung Berichtsjahr Vorjahr
Umsatzentwicklung 125,1 Mio. € 127,3 Mio. € 99,6 Mio. €
Umsatzrendite vor Steuern 7,5% 7,4% 7,2%

Ende 2021 sind zahlreiche Projekte gestartet und befanden sich im Jahr 2023 im Ausbau, was zum Umsatzanstieg beitrug. Der Umsatzanstieg ist nicht nur auf ein "mehr" an Leistung zurückzuführen, sondern spiegelt auch die durch den Ukraine-Krieg ausgelösten, teils starken, Kostensteigerungen. Auch diese sind letztendlich Teil des Umsatzes, sofern diese an den Kunden weitergegeben werden konnten, was nicht vollständig gelang.

Daneben ziehen wir für unsere Unternehmenssteuerung die Indikatoren operativer Cashflow und EBIT heran. Die Werte hierzu haben sich wie folgt entwickelt:

Berichtsjahr Vorjahr
Betriebsergebnis vor Steuern 9,7 Mio. € 7,8 Mio. €
Operativer CF 9,0 Mio. € 2,3 Mio. €
EBIT 9,7 Mio. € 7,4 Mio. €

Die Steigerung des Betriebsergebnis vor Steuern ist einhergehend mit dem Umsatzwachstum. Auch der operative CF und das EBIT haben sich im Vergleich zum Vorjahr positiv entwickelt und unterstreichen die Wachstumskennzahlen.

Die Auftragslage im Jahr 2023 war insgesamt positiv. Im Laufe des Geschäftsjahrs konnten Auftragseingänge von Mio. € 179,6 verzeichnet werden, so dass per Ende 31.12.2023 ein Auftragsbestand von insgesamt Mio. € 233,9 zu verzeichnen ist.

Die wesentlichen Aufwendungen sind folgende:

Berichtsjahr Bezogen auf Gesamtleistung Vorjahr Bezogen auf Gesamtleistung
Material- und Fremdleistungen 89,5 Mio. € 71,5% 64,0 Mio. € 64,2%
Ingenieurleistung 4,5 Mio. € 3,6% 7,9 Mio. € 8,0%
Gesamt 94,0 Mio. € 75,1% 71,9 Mio. € 72,2%

Der Gesamtaufwand aus diesen Positionen ist im Vergleich zum Vorjahr gestiegen und zeigt die inflationsbedingte Entwicklung bei den Material- und Fremdleistungspreisen.

Weitere wesentliche Kosten sind Personalkosten mit Mio. € 11,1 (Vj. 11,0) die nahezu unverändert geblieben sind.

2.3 Nicht finanzielle Leistungsindikatoren

Mitarbeiterbelange

Die Bindung unserer Mitarbeiter an unser Unternehmen ist ein wesentlicher Bestandteil unserer strategischen Ziele und unserer Unternehmenskultur. Die Betriebszugehörigkeit von Mitarbeitern kann nicht nur direkte Auswirkungen auf unsere Betriebsabläufe haben, sondern auch Einblicke in die Zufriedenheit und das Engagement unserer Belegschaft geben.

Analyse des aktuellen Jahres:

Im Geschäftsjahr 2023 lag die durchschnittliche Betriebszugehörigkeit bei 4,3 Jahren bei 125 Mitarbeitern (Vj. 5.2 Jahre bei 99 Personen). Der Rückgang ist mit dem starken Anstieg des Personals im Jahr 2023 verbunden, welches den Schnitt damit nach unten errechnet.

Maßnahmen zur Mitarbeiterbindung:

Um die Bindung unserer Mitarbeiter zu stärken und die Fluktuation zu minimieren, haben wir verschiedene Initiativen umgesetzt:

 

Einführung von Weiterbildungs- und Entwicklungsmöglichkeiten für unsere Mitarbeiter.

 

Verbesserung unserer internen Kommunikation und des Feedbackprozesses.

 

Anpassung unserer Vergütungsstrukturen und Zusatzleistungen, um wettbewerbsfähig zu bleiben.

Der Weiterbildungsanteil an absoluten Stunden betrug in 2023 insgesamt 945 Stunden (Vj. 648 Stunden). Der Anstieg unterstreicht unsere Bemühungen zur Mitarbeiterbindung und Weiterqualifizierung.

Als ein Unternehmen der Bauindustrie ist die Gesundheit unserer Mitarbeiter ein hohes Gut. Gerade der Baubereich ist für Unfälle anfällig, und die Vermeidung von Unfällen ist eines unserer wichtigsten Ziele. Durch Maßnahmen im Arbeitsschutz, laufende Kontrollen sowie regelmäßige Arbeitsschutzausschusssitzungen sind wir bestrebt, ein Optimum an Qualität im Arbeitsschutz zu generieren. Der Erfolg dieser Maßnahme lässt sich daran messen, dass wir in 2023 keine Arbeitsunfälle zu verzeichnen hatten (2022: 0 Unfälle).

Energieverbrauch

Im Zuge unseres fortwährenden Engagements für nachhaltige Unternehmensführung, auch im Zuge der aufkommenden EU-Taxonomie Anforderungen, haben wir den Energieverbrauch in allen unseren Betriebsstätten sorgfältig überwacht und analysiert. Unser Ziel ist es, die Energieeffizienz zu steigern und den CO 2 -Fußabdruck unseres Unternehmens zu kennen und anzupassen.

Um unseren Energieverbrauch zu optimieren und unseren CO 2 -Fußabdruck zu reduzieren, haben wir verschiedene Initiativen eingeführt, darunter:

Nutzung von Strom im Verwaltungsbereich aus erneuerbaren Energiequellen,

Soweit möglich auf den Baustellen 100% Strom aus erneuerbaren Energiequellen, wo nicht möglich, einen Mix aus ökologischen und fossilen Energieträgern,

Implementierung von energieeffizienten Beleuchtungssystemen in unseren Büros und Produktionsstätten,

Umstellung der Fahrzeugflotte, wo möglich, auf Elektroantriebe,

Verstärkung der Digitalisierung und Reduzierung der Papierkosten bzw. aller damit verbundenen Ressourcen wie Ordner, Archivflächen etc.

Um unser Ziel auf den Baustellen zu erreichen, haben wir bereits im Jahr 2022 mit einem Stromanbieter einen Rahmenvertrag abgeschlossen, dessen Stromlieferung für unsere Baustellen und Projekte zu 100% aus Erneuerbaren Energien stammt. Dies ist überwiegen für den normalen Baustellenstrom möglich. Im Zuge des Wohnungsbaus müssen einzelne Wohnungen bei einem zentralen Versorger angemeldet werden, welcher auch später Strom liefern kann. Hier haben wir z.Zt. noch keinen Einfluss auf die Auswahl des Tarifes.

Im Geschäftsjahr 2023 verzeichneten wir einen Gesamtenergieverbrauch von 1,6 MWh, was einer Steigerung von 23,1% im Vergleich zum Vorjahr (1,4 MWh) entspricht.

Der Mix besteht aus 45,0% (Vj. 47,3%) aus ökologischem Strom und 55,0% (Vj. 52,7) aus fossilien Energieträgern bzw. Atomstrom. Der Anstieg des Mehrverbrauchs ist nicht automatisch auf einen Mehrverbrauch aus Energie zurückzuführen, sondern auf unterschiedliche Abrechnungszeiträume der Dienstleister. Unsere Bauprojekte werden zu unterschiedlichen Zeiträumen abgerechnet, und Verbräuche können daher nicht jahresgenau ermittelt werden. Gleiches gilt für die Angabe des Strommixes, welches ebenfalls auf die unterschiedlichen Abrechnungsperioden zurückzuführen ist. Insgesamt zeigt unser Anteil von >50% aus erneuerbaren Energiequellen unser Bestreben, hier einen positiven Umweltbeitrag zu leisten.

Weiteres gesellschaftliches Engagement

Neben diesen "messbaren" Kriterien ist uns das soziale Engagement wichtig. Bereits seit Jahren unterstützen wir die Berliner Bahnhofsmission mit Geldspenden und Arbeitszeit unserer Mitarbeiter. Ferner Pflanzen wir über die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald Landesverband Brandenburg e.V. seit 2021 mehrere tausend Bäume.

Daneben unterstützen wir im kulturellen Bereich durch einen direkten Stipendiaten an der der Hochschule für Musik Hans Eisler den angehenden Künstler.

2.4 Gesamtaussage

Unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie unsere Umsatz- und Ergebnisentwicklung schätzen wir als gut ein.

Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Wir konnten im Berichtsjahr bei allen Lieferverbindlichkeiten durch kurzfristige Zahlungen Skontoabzüge realisieren.

Die kurzfristigen Verbindlichkeiten sowie die Rückstellungen sind durch liquide Mittel und kurzfristige Vermögenswerte gedeckt.

3. Prognosebericht

Wir konnten im Jahr 2023 zahlreiche neue Projekte akquirieren, welche in den kommenden Jahren eine gute Auslastung ermöglichen.

Zudem ist es uns gelungen, Rahmenvertragspartner des Spitzenverbands der Wohnungswirtschaft GdW für serielles und modulares Bauen zu werden. Der Rahmenvertrag wurde bundesweit neu ausgeschrieben und es gibt insgesamt 20 Rahmenvertragspartner. Dabei werden diese Rahmenvertragspartner einer bestimmten Region zugeordnet. Wir, sowie 4-5 andere Rahmenvertragspartner, sind der Region Nord-Ost zugeordnet. Innerhalb dieses Rahmenvertrages können wir von verschiedensten öffentlichen Auftraggebern aus dieser Region (Wohnungsbaugesellschaften und Genossenschaften) für einzelne Wohnungsbauprojekte angefragt werden, um ein konkretes Angebot abzugeben. Der Rahmenvertrag hat eine Laufzeit von 5 Jahren. Die Bauweise erfolgt mit vorgefertigten Außenwänden aus Holz und der kompletten Fertigteilbauweise der inneren Wand- und Deckenkonstruktionen in Verbindung mit Fertigteilbadzellen.

Wie bereits unter Ziffer 2.1 erwähnt, führen die gesamtwirtschaftlichen Auswirkungen insgesamt zu schwierigen Rahmenbedingungen.

Durch die aktuell gute Auftragslage und dem ausgewogenen Mix aus Rohbau- und Ausbauprojekten erwarten wir für 2024 ein leichtes Umsatzwachstum und planen einen Umsatz von ca. Mio. € 130,0. Die Umsatzrendite sowie der EBIT orientieren sich an den Vorjahren. Insgesamt ist diese Erwartung aber abhängig von den Entwicklungen am Beschaffungsmarkt, Genehmigungsverfahren und der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung.

Um der Transformation der Bauwirtschaft hin zur Nachhaltigkeit gerecht zu werden, werden wir in diesem Jahr die Nachhaltigkeitszertifizierung nach DIN ISO 14001 durchführen. Ferner werden wir Anforderungen der EU-Taxonomie nachkommen und die Stelle eines ESG- Managers/Managerin besetzen, um die "Corporate Sustainability Reporting Directive" (CSRD-Richtline) sowie alle damit verbundenen Vorgaben zu erfüllen (siehe unten stehend).

Für das kommende Jahr planen wir, unsere Bemühungen zur Mitarbeiterbindung weiter zu intensivieren. Hierzu gehören die Schaffung eines Employer Branding sowie Verfestigung der internen "Talentschmiede", um die Führungskräfte von Morgen zu entwickeln.

Wir sind davon überzeugt, dass ein engagiertes und zufriedenes Team der Schlüssel zu unserem anhaltenden Erfolg ist und werden weiterhin in Maßnahmen investieren, die das Wohlbefinden und die Zufriedenheit unserer Mitarbeiter fördern.

Für das kommende Jahr planen wir die Implementierung weiterer Maßnahmen, auch im Rahmen von ESG. Durch die Schaffung einer Vollzeitstelle des ESG-Managers möchten wir den Anforderungen der "CSRD-Richtline' (Corporate Sustainability Reporting Directive) gerecht werden, unseren Einfluss auf die Umwelt kennen und messen und insgesamt positiv verbessern. Dabei werden wir unter anderem die verstärkte Nutzung von ökologischem Strom aber auch die Prüfung alternative Möglichkeiten zur Beheizung von Bauprojekten, weg von Gas und Öl hin zu alternativen Energien, prüfen. Neben der reinen Betrachtung auf den Energiebedarf werden auch die Baustoffe an sich sowie Themen wie Kreislauf- und Abfallwirtschaft zukünftig in unseren Focus rücken, um unsere Auswirkung auf die Umwelt zu kennen, zu messen und zu verbessern.

Wir sind überzeugt, dass diese Bemühungen nicht nur positive Auswirkungen auf unsere Umweltbilanz haben werden, sondern auch einen Wettbewerbsvorteil schaffen. Wir sind auf dem Weg, unser Unternehmen zu einer grüneren und nachhaltigeren Zukunft zu führen.

Insgesamt bewegen wir uns positiv in die Zukunft, da wir bereits jetzt unser Geschäftsmodell auf die zukünftigen Herausforderungen hin prüfen, anpassen oder modifizieren, so dass wir auch langfristig ein wichtiger und wertvoller Markbegleiter sind.

4. Chancen- und Risikobericht

Für jedes Geschäftsjahr werden ein Liquiditäts- und ein Rentabilitätsplan aufgestellt, deren Einhaltung anhand der monatlich erstellten Soll-Ist-Vergleiche kontrolliert wird. Mit Hilfe monatlicher Leistungsmeldungen sowie wöchentlicher Jour-fixe zwischen Technischer Leitung und Oberbauleitern mit dem technischen Vorstand, in welchen die wesentlichen Projektdaten hinsichtlich Qualität, Kosten und Termine besprochen werden, erfolgt eine aktive Kontrolle und Steuerung der Bauvorhaben.

Des Weiteren erfolgt ein Kostencontrolling und Reporting aller Bauprojekte in den regelmäßig stattfindenden Projektbesprechungen mit dem Gesamtvorstand. Das aktuell bestehende Risikomanagement versetzt die Gesellschaft in die Lage, eventuelle Risiken rechtzeitig zu erkennen.

Die Stornierungswelle im Neubaubereich ist weiterhin gegeben. Diese Auswirkungen können sich auch schon kurzfristig negativ auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Schrobsdorff Bau AG in Form einer nicht Vollauslastung niederschlagen.

Durch die bereits rückgängige Inflation erwarten wir keine wesentlichen Risiken. Die Liquiditätslage ist positiv, so dass auch Auswirkungen aus zu vor beschrieben Gründen unsere Liquidität nicht gefährden. Auch bestehen aus heutiger Sicht keine Ausfallrisiken, da wir mit bewährten Kunden zusammenarbeiten, die entweder städtische Wohnungsbaugesellschaften sind oder langjährig bekannt private Investoren sind.

Angaben zum tatsächlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sind zum Zeitpunkt der Aufstellung des Jahresabschlusses aber nicht verlässlich möglich.

Im Rahmen des regelmäßigen externen Überwachungsaudits erhielt die Schrobsdorff Bau AG weiterhin die Zertifizierung gemäß DIN EN ISO 9001:2015. Im Überwachungsaudit wurde wiederum festgestellt, dass das vorhandene Qualitätsmanagement als effizientes Steuerungsinstrument eingesetzt wird. Im Zuge dieses externen Audits konnte das QM- System vollumfänglich überzeugen.

Unsere finanziellen Indikatoren sind aber grundsätzlich positiv, so dass auch liquiditätsseitig Grundlagen gegeben sind, die eine potenzielle Gefährdung des Unternehmens, auch bei einer temporären kompletten Betriebsunterbrechung, nahezu unwahrscheinlich macht.

Weiterhin beschäftigt uns die Transformation in eine nachhaltige Bauwirtschaft, die Umsetzung der CSRD-Richtlinie, der Fachkräftemangel und die Gewinnung von leistungsfähigen Nachunternehmern. Hier liegt für uns ein strategischer Schwerpunkt in den kommenden Jahren.

5. Schlusserklärung über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen

Nach den Umständen, die dem Vorstand zu dem Zeitpunkt, in dem die berichtspflichtigen Rechtsgeschäfte vorgenommen wurden, bekannt waren, hat die Gesellschaft eine angemessene Gegenleistung erhalten.

Berichtspflichtige Maßnahmen gemäß § 312 Abs. 3 AktG lagen im Geschäftsjahr 2023 nicht vor.

 

Berlin, den 20. März 2024

Dietmar Witt, Vorstandssprecher & Vorstand Hochbau

Michael Schrobsdorff, Vorstand Strategie, Digitalisierung

Michael Staneker, Vorstand Controlling, Finanzen und Personal

Bericht des Aufsichtsrates zum Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023

Der Aufsichtsrat der Schrobsdorff Bau AG, bestehend aus den Mitgliedern Rechtsanwalt Rainer Pietschmann (Vorsitzender), Prof. Dr. Klaus-Peter Hillebrand (stellvertretender Vorsitzender) und Dr.-Ing. Rainer Schofer (Mitglied des Aufsichtsrates) berichtet über seine Tätigkeit bezogen auf den Berichtszeitraum des Jahresabschlusses 31. Dezember 2023 für die Schrobsdorff Bau AG:

Auch im Berichtsjahr 2023 hat der Aufsichtsrat die ihm nach Gesetz und Satzung der Gesellschaft obliegenden Aufgaben wahrgenommen. Dies erfolgte im kontinuierlichen Dialog mit dem Gesamtvorstand der Gesellschaft, Herrn Dipl.-Ing. Dietmar Witt, Herrn Dipl.-Ing. Michael Schrobsdorff und Herrn Michael Staneker LL.B, welchen er bei der Führung der Gesellschaft sowohl überwacht wie beraten hat. Im Rahmen der Überwachung der Geschäftsführung haben sich keine Beanstandungen ergeben. Der Aufsichtsrat wird daher auch für die Hauptversammlung für das Geschäftsjahr 2023 die Entlastung des Vorstandes vorschlagen.

Der Aufsichtsrat ist im Geschäftsjahr 2023 zu insgesamt fünf förmlichen Sitzungen zusammengetreten. Diese fanden am: 23.02.2023, 20.04.2023, 11.07.2023, 28.09.2023 und 30.11.2023 statt. Die Ergebnisse der Sitzungen wurden jeweils protokolliert.

In alle Entscheidungen, die für die Gesellschaft von grundlegender Bedeutung waren, wurde der Aufsichtsrat unmittelbar und rechtzeitig vom Vorstand eingebunden. Der Vorstand unterrichtete ferner regelmäßig, sowohl schriftlich als auch mündlich, zeitnah und umfassend über alle relevanten Fragen der Unternehmensplanung und strategischen Weiterentwicklung, über die Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage sowie über die aktuelle Geschäftspolitik und das praktizierte Risikomanagement.

Wesentlicher Gegenstand der Überwachung und Beratung des Vorstandes war die laufende Geschäftsentwicklung sowie Beratung und Unterstützung der laufenden und abgeschlossenen Projekte.

Dem Vorstand ist es gelungen, für das abgelaufene Geschäftsjahr, auch unten den Einflüssen des Ukraine-Krieges, einen soliden Ertrag zu realisieren. Dabei unterstützen die in den Vorjahren umgesetzten organisatorischen und vertraglichen Rahmenbedingungen den eingeleiteten Wachstumspfad des Unternehmens und dessen gute Ertragslage, auch für die kommenden Jahre.

Mit der Prüfung des Jahresabschlusses 2023, dem Lagebericht und dem Abhängigkeitsbericht wurde die Wirtschaftsprüferin und Steuerberaterin Frau Iris Steinacker-Creutzfeldt beauftragt. Das Prüfungsergebnis hat zu keinerlei Beanstandungen geführt und Frau Iris Steinacker-Creutzfeldt gelangte für den Berichtszeitraum zu einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk. Dies gilt auch für den Lagebericht und Abhängigkeitsbericht der Gesellschaft.

Der Aufsichtsrat hat das Prüfungsergebnis der Wirtschaftsprüferin und Steuerberaterin Frau Iris Steinacker-Creutzfeldt zur Kenntnis genommen. Auch nach eigener abschließender Prüfung des Jahresabschlusses sowie des Lageberichts und des Abhängigkeitsberichts hat der Aufsichtsrat dem Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer zugestimmt. Auch für den Aufsichtsrat ergeben sich keine Einwendungen. Der Aufsichtsrat billigt den vom Vorstand vorgelegten Jahresabschluss zum 31.12.2023 und Lagebericht sowie Abhängigkeitsbericht 2023. Dem Vorschlag des Vorstandes für die Verwendung des Bilanzgewinns schließt sich der Aufsichtsrat ausdrücklich an.

 

Berlin, den 11.07.2024

Rainer Pietschmann, Vorsitzender des Aufsichtsrats und Versammlungsleiter

Dr. Klaus-Peter Hillebrand, Stv. Aufsichtsrats-Vorsitzender

Dr. Rainer Schofer, Mitglied des Aufsichtsrates

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Schrobsdorff Bau Aktiengesellschaft, Berlin

Prüfungsurteile

Ich habe den Jahresabschluss der Schrobsdorff Bau Aktiengesellschaft, Berlin, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus habe ich den Lagebericht der Schrobsdorff Bau Aktiengesellschaft, Berlin, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erkläre ich, dass meine Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Ich habe meine Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Meine Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" meines Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Ich bin von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und habe meine sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Ich bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögenschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung übe ich pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahre eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifiziere und beurteile ich die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, plane und führe Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlange Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinne ich ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystems und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteile ich die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehe ich Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls ich zu dem Schluss komme, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, bin ich verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, mein jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Ich ziehe meine Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum meines Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteile ich die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteile ich den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führe ich Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehe ich dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteile die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen gebe ich nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Ich erörtere mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die ich während meiner Prüfung feststelle.

 

Koblenz, den 11. Juli 2024

Iris Steinacker-Creutzfeldt, Wirtschaftsprüfer

Beschluss über die Ergebnisverwendung 2023

Schrobsdorff Bau AG

Die Hauptversammlung vom 11.07.2024 hat dem Vorschlag des Aufsichtsrates und des Vorstandes entsprochen und über die Verwendung des Bilanzgewinnes wie folgt beschlossen:

Von dem Bilanzgewinn von TEUR 6.718,9 werden TEUR 6.500,0 an den Aktionär ausgeschüttet und TEUR 218,9 auf neue Rechnung vorgetragen.

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