Poggenpohl Manufacturing GmbH

Poggenpohlstraße 1, 32051 Herford, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Bad Oeynhausen HRB 17414
Vorher
Blitz 20-565 GmbH
Eingetragen
28.7.2020
Branche
Herstellung von KüchenmöbelnHerstellung von BüromöbelnHerstellung von Schlaf-, Ess- und Wohnzimmermöbeln
Gegenstand
Betrieb von Möbelwerken, insbesondere die Herstellung und der Vertrieb von Küchenmöbeln der Marke Poggenpohl.

Finanzübersicht

Historie

Keine Bekanntmachungen für diesen Filter verfügbar

Management

NameRolle
Yihan Gao
seit 19.5.2025
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Jomoo Küche & Bad AGCHN
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
1.025.000 €
100.00%

Beteiligungen

NameAnteil
0.31%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Poggenpohl Manufacturing GmbH

Herford

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

BILANZ zum 31. Dezember 2023

Poggenpohl Manufacturing GmbH, Herford

AKTIVA

31.12.2023 31.12.2022
Euro Euro Euro Euro
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 266.419,28 163.460,17
II.Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 1.737.124,46 1.920.432,59
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.550.027,67 3.287.152,13 1.116.769,20 3.037.201,79
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 1.000,00 1.000,00
3.554.571,41 3.201.661,96
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 1.685.049,37 1.842.046,67
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 1.189.899,47 1.284.052,68
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 1.490.093,20 4.365.042,04 1.190.580,10 4.316.679,45
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.107.623,17 869.610,53
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 21.940.118,87 22.377.410,77
3. Sonstige Vermögensgegenstände 459.338,12 23.507.080,16 402.399,06 23.649.420,36
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten 303.791,97 2.278.366,85
28.175.914,17 30.244.466,66
C. Rechnungsabgrenzungsposten 62.339,10 38.961,10
31.792.824,68 33.485.089,72

PASSIVA

31.12.2023 31.12.2022
Euro Euro
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 8.625.000,00 8.625.000,00
II. Kapitalrücklage 5.368.000,00 5.368.000,00
13.993.000,00 13.993.000,00
B. Rückstellungen
Sonstige Rückstellungen 1.590.694,04 1.732.098,83
1.590.694,04 1.732.098,83
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.250.000,00 1.868.339,16
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 874.573,58 826.693,94
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 13.135.470,48 14.187.103,89
4. Sonstige Verbindlichkeiten 949.086,58 877.853,90
- davon aus Steuern EUR 14.252,05 (Vj. EUR 3.388,80)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 9.608,06 (Vj. EUR 18.787,98)
16.209.130,64 17.759.990,89
31.792.824,68 33.485.089,72

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG für das Geschäftsjahr 2023

Poggenpohl Manufacturing GmbH, Herford

Geschäftsjahr 2023 Geschäftsjahr 2022
Euro Euro
1. Umsatzerlöse 29.567.023,56 28.498.195,22
2. Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 114.201,45 176.342,01
3. andere aktivierte Eigenleistungen 42.503,79 191.979,36
4. Sonstige betriebliche Erträge davon aus Währungsumrechnung EUR 121.518,37 (Vj. EUR 758.783,83) 1.294.436,40 2.511.616,49
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe -12.264.620,75 -12.424.570,23
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -1.043.893,25 -1.526.959,18
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -12.737.352,74 -12.045.399,91
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersvorsorge -2.608.806,62 -2.399.870,69
davon für Altersvorsorge EUR 0,00 (Vj. 0,00)
7. Abschreibung auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -793.229,42 -775.373,71
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen -8.238.875,34 -9.062.647,71
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 363.953,64 132.062,26
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -470.104,29 -339.263,48
davon an verbundene Unternehmen EUR 412.015,99 (Vj.EUR 299.574,49)
11. Ergebnis nach Steuern -6.774.763,57 -7.063.889,57
12. Sonstige Steuern -9.569,15 23.519,95
13. Jahresergebnis vor Gewinnabführung -6.784.332,72 -7.040.369,62
14. Aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrages abgeführter Verlust 6.784.332,72 7.040.369,62
15. Jahresüberschuss 0,00 0,00

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

1. Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss der Poggenpohl Manufacturing GmbH, Herford, eingetragen im Handelsregister beim Amtsgericht Bad Oeynhausen unter der HRB 17414, für das Geschäftsjahr 2023 ist nach den Vorschriften des HGB sowie den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Die Gesellschaft weist wie im Vorjahr zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft (§ 267 Abs. 2 HGB) auf.

Das Geschäftsjahr umfasst das Kalenderjahr.

Für die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung haben wir das Gesamtkostenverfahren (§ 275 Abs. 2 HGB) gewählt.

Die Gesellschaft hat eine Planungsrechnung aufgestellt, nach der die Poggenpohl Manufacturing GmbH zur Aufrechterhaltung der Liquidität auch noch im kommenden Geschäftsjahr auf die Unterstützung durch die Muttergesellschaft angewiesen sein wird. Diese Ereignisse deuten auf das Bestehen einer wesentlichen Unsicherheit hin, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann. Deshalb hat das chinesische Mutterunternehmen der Poggenpohl- Gruppe, die Jomoo Kitchen & Bath Co, Ltd., Fujian Province/China, mit Datum vom 06. September 2024 und einer Laufzeit bis zum 31. Dezember 2026, einen Support Letter gegenüber der Jomoo Holding Germany GmbH ausgesprochen, mit dem sie versichert, für fällige Verbindlichkeiten der Gesellschaft jederzeit einzustehen.

Zudem wurden im Geschäftsjahr 2023 Kapitalisierungsmaßnahmen in Form von 2 Darlehen (Auszahlung 1.906 TEUR am 24.02.2023 und 1.857 TEUR am 16.03.2023) durch die Gesellschafter vorgenommen. Die Sicherstellung der Liquidität erfolgt weiterhin durch Gesellschafterdarlehen, Zahlungen von 6.467 TEUR im Rahmen der Konzernfinanzierung und noch freien Kreditlinien in Höhe von 500 TEUR.

Die Gesellschaft hat eine Planungsrechnung aufgestellt. Nach der Planung erwartet die Poggenpohl Manufacturing GmbH für die Geschäftsjahre 2024 und 2025 weiterhin ein negatives EBITDA. Im Rahmen der Patronatserklärung werden diese Verluste bzw. der entsprechende Bedarf an zusätzlichen Finanzmitteln ebenfalls durch die vorhandenen liquiden Mittel sowie durch weitere bereits erfolgte bzw. geplante Einzahlungen in das Eigenkapital der Tochtergesellschaften oder Darlehen durch die Konzernobergesellschaft (Jomoo Kitchen & Bath Co. Ltd., Fujian Province/China) finanziert werden.

In den Monaten Januar bis Dezember des Geschäftsjahres 2024 hat der Jomoo-Mutterkonzern der Jomoo Holding Germany GmbH bzw. deren Tochterunternehmen fortlaufend weitere finanzielle Mittel von insgesamt EUR 20 Mio. zur Verfügung gestellt, um den mit dem Verlust verbundenen Liquiditätsbedarf zu decken. Davon erhielt die Poggenpohl Manufacturing GmbH Mittel in Höhe von EUR 11,1 Mio.

Die Fortführung des Unternehmens erachten wir deshalb als sichergestellt.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Aktiva

Das Sachanlagevermögen und die immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. In die Herstellungskosten selbst erstellter Anlagen sind neben den Einzelkosten auch anteilige Gemeinkosten einbezogen. Verwaltungskosten und Zinsen sind nicht aktiviert. Bei voraussichtlich dauernder Wertminderung erfolgt der Ansatz mit dem niedrigeren beizulegenden Wert.

Den planmäßigen Abschreibungen auf Sachanlagen liegen folgende Nutzungsdauern zugrunde:

Immateriell Vermögensgegenstände: 3 Jahre

Technische Anlagen und Maschinen: 2 - 20 Jahre

Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung: 2 - 20 Jahre.

Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Einzelanschaffungspreis von bis zu EUR 800,00 werden im Zugangsjahr entsprechend den steuerlichen Vorschriften in voller Höhe abgeschrieben. Im Bruttoanlagenspiegel wird im Zugangsjahr ein Abgang unterstellt.

Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind mit den gleitenden Durchschnittswerten aus den jeweiligen Einstandspreisen einschließlich Anschaffungsnebenkosten abzüglich Anschaffungspreisminderungen bzw. zu niedrigeren beizulegenden Werten am Bilanzstichtag angesetzt.

Die Ermittlung des Wertansatzes der unfertigen und fertigen Erzeugnisse erfolgt retrograd auf der Grundlage der Verkaufspreise unter Berücksichtigung des Fertigstellungsgrades, ausreichender Abschläge für noch anfallende Kosten und eines angemessenen Gewinns. Der so ermittelte Wert enthält grundsätzlich die Kostenbestandteile der direkt zurechenbaren Materialkosten, Fertigungslöhne, Sondereinzelkosten der Fertigung, Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie den auf die Fertigung anfallenden Werteverzehr des Anlagevermögens. Kosten der allgemeinen Verwaltung und Zinsen werden nicht einbezogen.

Handelswaren sind zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Marktpreisen bilanziert.

Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, verminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter.

Die Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert gegebenenfalls bei erkennbaren Risiken um Einzelwertberichtigungen gemindert ausgewiesen. Das allgemeine Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung berücksichtigt.

Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten sind zu Nominalwerten angesetzt.

Der Rechnungsabgrenzungsposten umfasst Ausgaben, die Aufwand für einen bestimmen Zeitraum nach dem Bilanzstichtag betreffen. Die Auflösung erfolgt linear entsprechend dem Zeitablauf.

Passiva

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Sie sind auf der Grundlage vernünftiger kaufmännischer Beurteilung mit dem Erfüllungsbetrag zum Zeitpunkt der Bilanzaufstellung gebildet. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit unter einem Jahr werden nicht abgezinst.

Die Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag passiviert.

3. Währungsumrechnung

Die in Fremdwährung bezogenen Vorräte werden mit den jeweils gültigen Kursen im Zeitpunkt der Erstverbuchung umgerechnet. Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten sind nach Maßgabe des § 253 Abs 1 Satz 1 und § 252 Abs. 1 Nr. 4 HGB zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag angesetzt.

4. Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Zusammensetzung und Entwicklung des Anlagevermögens (Anlagenspiegel) sind Bestandteil dieses Anhangs.

Umlaufvermögen

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestehen in Höhe von TEUR 21.940 (Vj. TEUR 22.377), davon aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 7.336 (Vj. TEUR 7.525), davon aus sonstigen Forderungen in Höhe von TEUR 7.608 (Vj. TEUR 7.673), TEUR 214 (Vj. TEUR 139) aus dem Finanzverkehr, sowie TEUR 6.784 (Vj. TEUR 7.040) gegen die Gesellschafterin.

In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind Forderungen in Höhe von 0 TEUR (Vj. 0 TEUR) mit einer Restlaufzeit über einem Jahr enthalten. Die sonstigen Vermögensgegenstände haben in Höhe von TEUR 0 eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

Eigenkapital

Das Eigenkapital der Poggenpohl Manufacturing setzt sich zusammen aus gezeichnetem Kapital mit TEUR 8.625 (Vj. TEUR 8.625) und einer Kapitalrücklage mit TEUR 5.368 (Vj. TEUR 5.368).

Seit dem 10. Dezember 2020 besteht ein Ergebnisabführungsvertrag zwischen der Poggenpohl Manufacturing GmbH und der Poggenpohl Group Holding GmbH, Herford.

Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Verpflichtungen des Personalbereichs (TEUR 608, Vj. 517 TEUR) wie Tantiemen, Resturlaubsansprüche, Zeitguthaben und Berufsgenossenschaft sowie ausstehende Rechnungen (TEUR 552, Vj. TEUR 764), Garantieverpflichtungen (TEUR 287, Vj. TEUR 287), Zuschüsse für Werbemaßnahmen (TEUR 52, Vj. TEUR 100) und sonstiges (TEUR 93, Vj. TEUR 65).

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen mit TEUR 482 (Vj. TEUR 0) Lieferungen und Leistungen.

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten betragen in Höhe von 5.991 TEUR (Vj. 4.382 TEUR) mehr als ein Jahr, die Restlaufzeiten aller anderen Verbindlichkeiten betragen bis zu einem Jahr.

In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind in Höhe von TEUR 12.549 (Vj. TEUR 14.183) Darlehen von der obersten inländischen Gesellschafterin enthalten.

Haftungsverhältnisse

Zum Zeitpunkt des Jahresabschlusses gab es keine Haftungsverhältnisse der Gesellschaft.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Sämtliche Miet- und Leasingverträge wurden in 2021 neu abgeschlossen.

Miete < 1 Jahr 840 KEUR Vj. 840 KEUR
Kfz-Leasing < 1 Jahr 113 KEUR Vj. 144 KEUR
Geräte-Leasing < 1 Jahr 25 KEUR Vj. 25 KEUR
Miete > 1 Jahr 4.200 KEUR Vj. 4.200 KEUR
Kfz-Leasing > 1 Jahr 24 KEUR Vj. 137 KEUR
Geräte-Leasing > 1 Jahr 25 KEUR Vj. 50 KEUR

5. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

2023 2022
TEUR TEUR
Umsatzstruktur
Bereich Möbel 28.935 27.568
Bereich Sonstiges 1.670 2.050
30.605 29.618
Erlösschmälerungen 1.038 1.120
29.567 28.498
Absatzmärkte
Inland 2.917 3.408
Ausland 27.688 26.210
30.605 29.618
Erlösschmälerungen 1.038 1.120
29.567 28.498

Die Umsätze im Ausland entfallen im Wesentlichen auf Europa, Asien und die USA.

Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind solche aus Fremdwährungsumrechnung mit TEUR 122 (Vj. TEUR 759) enthalten.

Sonstige betrieblichen Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von 0 TEUR (Vj. 76 TEUR) enthalten, sowie Aufwendungen aus Währungsumrechnung in Höhe von 377 TEUR (Vj. 334 TEUR).

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrags findet seit dem Geschäftsjahr 2021 die Besteuerung auf Ebene der Muttergesellschaft statt.

6. Ergänzende Angaben

Geschäftsführung

Xiaowei Lin, Xiamen/Fujian Provinz / China (ab 19. Oktober 2023), Kaufmann

Dirk Wolfram Lange, Stuttgart (bis 19. Oktober 2023), Kaufmann

Vergütungen gemäß § 285 Nr. 9 a HGB sind im Geschäftsjahr durch die Gesellschaft nicht vorgenommen worden. Die Gesellschaft macht von der Anwendung des § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch.

Mitarbeiter

Im Durchschnitt waren während des Geschäftsjahres 2023 folgende Mitarbeiter beschäftigt:

2023 2022
Gewerbliche Arbeitnehmer 93 89
Technische und kaufmännische Angestellte 138 134
Leitende Angestellte 0 0
231 223
Auszubildende 13 13
244 236

Abschlussprüferhonorar

Das für das Geschäftsjahr 2023 vom Abschlussprüfer berechnete Gesamthonorar wird im Konzernabschluss der Jomoo Holding Germany GmbH, München, im Unternehmensregister veröffentlicht.

Mutterunternehmen und Konzernabschluss

Der Jahresabschluss der Poggenpohl Manufacturing GmbH wird in den nach HGB erstellten und befreienden Konzernabschluss der deutschen Konzernmuttergesellschaft Jomoo Holding Germany GmbH, München, einbezogen. Dieser wird im Unternehmensregister veröffentlicht.

Gewinnverwendung

Seit dem 10. Dezember 2020 besteht ein Ergebnisabführungsvertrag zwischen der Poggenpohl Manufacturing GmbH und der Poggenpohl Group Holding GmbH, Herford, der die Ergebnisabführung zur Poggenpohl Group Holding GmbH abschließend festlegt.

Nachtragsbericht

Der (weltweite) Konflikt zwischen der Ukraine und der Russischen Föderation führt für Poggenpohl Manufacturing GmbH allenfalls zu einer negativen Stimmungslage im Inland. Die Ukraine und Russland sind Perspektivmärkte mit überschaubaren Umsätzen, so dass der Ausfall für die Gesellschaft nicht wesentlich sein wird.

Mit Gesellschafterbeschluss vom 29.07.2024 hat die Gesellschafterin von Poggenpohl Manufacturing GmbH Herrn Lars Eriksen, Kaufmann, Kopenhagen, geboren am 04.09.1966 zum weiteren Geschäftsführer bestellt. Herr Eriksen ist wie auch Herr Xiaowei Lin alleinvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. Die Berufung erfolgte mit Wirkung zum 16. September 2024.

 

Herford, den 27. Dezember 2024

Poggenpohl Manufacturing GmbH

gez. Xiaowei Lin, Geschäftsführer

gez. Lars Høj Eriksen, Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
1.1.2023 Zugänge Abgänge Umbuchungen 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 268.471,85 205.617,50 0,00 0,00 474.089,35
268.471,85 205.617,50 0,00 0,00 474.089,35
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 2.650.891,98 79.752,11 0,00 0,00 2.730.644,09
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.970.160,65 899.664,23 167.444,25 2.702.380,63
4.621.052,63 979.416,34 167.444,25 0,00 5.433.024,72
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 1.000,00 0,00 0,00 0,00 1.000,00
1.000,00 0,00 0,00 0,00 1.000,00
4.890.524,48 1.185.033,84 167.444,25 0,00 5.908.114,07
Kumulierte Abschreibungen
1.1.2023 Zuführungen Abgänge 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 105.011,68 102.658,39 0,00 207.670,07
105.011,68 102.658,39 0,00 207.670,07
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 730.459,39 263.060,24 0,00 993.519,63
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 853.391,45 427.510,79 128.549,28 1.152.352,96
1.583.850,84 690.571,03 128.549,28 2.145.872,59
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
1.688.862,52 793.229,42 128.549,28 2.353.542,66
Buchwerte
31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 266.419,28 163.460,17
266.419,28 163.460,17
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 1.737.124,46 1.920.432,59
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.550.027,67 1.116.769,20
3.287.152,13 3.037.201,79
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 1.000,00 1.000,00
1.000,00 1.000,00
3.554.571,41 3.201.661,96

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

A. Grundlagen der Gesellschaft

Geschäftsmodell der Gesellschaft

Gegenstand des Unternehmens ist die Herstellung und der Vertrieb von Küchenmöbeln der Marke Poggenpohl. Seit mehr als 125 Jahren entwirft und fertigt Poggenpohl Luxusküchen am Produktionsstandort Herford und ist damit die älteste Küchenmarke der Welt. Auf einer Produktionsfläche von 54.000 m 2 entstehen maßgefertigte Einbauküchen. Alle Poggenpohl Küchen werden ausschließlich am Standort Herford produziert.

Über ein internationales Netzwerk von eigenen Studios und autorisierten Handelspartnern werden die Küchen in mehr als 70 Ländern weltweit vertrieben. Seit 1. September 2020 ist Poggenpohl Teil der Jomoo Group.

Poggenpohl (Group) verfügt in Großbritannien, den USA, der Schweiz, Niederlande und China (Festland sowie der chinesischen Sonderverwaltungszone Hong Kong) über Vertriebsgesellschaften. Außer in Hongkong betreiben die Vertriebsgesellschaften auch eigene Küchenstudios von Poggenpohl.

Personal- und Sozialbereich

Die durchschnittliche Zahl der Mitarbeiter beträgt im Berichtsjahr 231 Personen (i. Vj. 223). Die durchschnittliche Zahl der Auszubildenden lag bei 13 (i. Vj. 13).

Umweltschutz

Umweltschutz und langlebige Produkte sind wichtige Eckwerte für die Umweltpolitik von Poggenpohl. Poggenpohl ist nach DIN ISO 50001 (Energieeffizienz), DIN ISO 9001-2015 (Qualität) zertifiziert. Das Audit (Qualität) erfolgte im April 2023 (Rezertifizierung 4/2024), das Energieeffizienzaudit wurde ebenfalls im April 2023 vorgenommen. Im Bereich des Umweltschutzes wird auf Basis der oben genannten Managementprogramme und der ermittelten Kennzahlen auch die Einhaltung der Umweltnormen und -ziele von uns überwacht.

Im Rahmen der Deutschen Gütegemeinschaft Möbel (DGM) ist Poggenpohl mit den Gütezeichen Produkt-Qualität (Goldenes M), Gütezeichen Möbel Schadstoffgeprüft, Gütezeichen Klimaneutrale Möbelherstellung, Möbel Made in Germany und Klimapakt Möbelindustrie zertifiziert.

Seit 2022 nimmt Poggenpohl am Klimapakt für die Möbelindustrie für den betrieblichen Klimaschutz der Gütegemeinschaft Möbel in Kooperation mit der Gesellschaft Klimaschutz für die Holzindustrie (GKH) teil. Die nächste Zertifizierung erfolgt 2025.

Seit 2022 haben wir die Datenerfassung für die Bewertung unseres CO 2 Footprint begonnen, um ab Ende des Jahres 2023 mit den erfassten und den Vorjahresdaten aussagefähig zu sein. Aufgrund der Datenlage sollen dann die konkreten weiteren Ziele für die Folgejahre festgelegt werden.

Wichtigste Projekte sind die Dachsanierung in Halle 3 (2023) inkl. einer verbesserten Isolierung und Dämmung sowie seit Sommer / Herbst 2024 die Fortsetzung der Dachsanierung in den Hallenabschnitten 1 und 2.

Forschung und Entwicklung

Poggenpohl verfügt über eine ausgereifte Produktbasis. Insoweit wird keine intensive Forschung und Entwicklung betrieben bzw. sind die dafür aufgewendeten Kosten untergeordnet.

Für die Hausmesse 2024 arbeitet Poggenpohl an einer neuen Designlinie. Daher hat Poggenpohl auch in 2023 die Entwicklung neuer innovativer Produkte mit unseren internen und externen Designern weiter vorangetrieben.

Für 2023 wurden insbesondere die bestehenden Programme angepasst und um gefragte Fronten und Oberflächen ergänzt. Die Verbesserungen im Detail dienten der Abrundung der bisherigen Lösungen und Anpassung an Kundenwünsche. Das Thema "Keramik" wurde wieder aufgegriffen und ein Update der Produktline "+MODO" sowie das Thema "Landhausküche" wurden in der Hausmesse gezeigt.

B. Wirtschaftsbericht

1. Allgemeine Wirtschaftslage 1

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die deutsche Möbelindustrie hat im vergangenen Jahr 2023 laut amtlichen Zahlen rund 18 Milliarden Euro umgesetzt, 4,3 Prozent weniger als im Vorjahr. Sowohl auf dem Heimatmarkt (minus 4,6 Prozent) als auch im Auslandsgeschäft (minus 3,6 Prozent) entwickelte sich der Umsatz rückläufig. Die Exportquote belief sich auf 33,4 Prozent. "Unsere Branche leidet schon seit etlichen Monaten unter der Kaufzurückhaltung der Konsumenten, deren Ursachen wir in der Inflation, der eingebrochenen Baukonjunktur, der politischen Verunsicherung und den geopolitischen Krisen sehen. Von der schwachen Nachfrage sind vor allem die verbrauchernahen Möbelsparten betroffen und weniger die Investitionsgütersegmente wie Büro- und Ladenausstattung", berichtet Jan Kurth, Geschäftsführer der Verbände der deutschen Möbelindustrie.

Während der Umsatz im ersten Halbjahr 2023 unter anderem aufgrund von Auftragsüberhängen, Preiserhöhungen und statistischen Sondereffekten lediglich um 0,2 Prozent unter dem Vorjahr lag, wurde in der zweiten Jahreshälfte ein kräftiges Minus von 8,4 Prozent verbucht. "Die derzeitige Marktschwäche spiegelt sich auch in unseren verbandsintern erhobenen Auftragseingängen wider, die im Gesamtjahr 2023 nach Stückzahlen im Durchschnitt um rund 11 Prozent unter dem Vorjahr lagen", sagt Kurth.

Bei den Küchenmöbeln gab es ein leichtes Minus von 0,3 Prozent auf 6,2 Milliarden Euro. Zulegen konnten dagegen die Büromöbelproduzenten (plus 2,6 Prozent auf 2,3 Milliarden Euro) sowie die Hersteller von Laden- und sonstigen Objektmöbeln (plus 3,3 Prozent auf 2,2 Milliarden Euro).

Im Monat Dezember 2023 lag der Umsatz der deutschen Möbelhersteller mit 1,25 Milliarden Euro um 9,4 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Dabei verzeichneten alle Möbelsparten - mit Ausnahme der Laden- und sonstigen Objektmöbel - Rückgänge.

1 Presseerklärung VDM: Jan Kurth, Geschäftsführer der Verbände der deutschen Möbelindustrie (VDM/VHK) am 19. Februar 2024 zur wirtschaftlichen Situation der Branche / Auszug

2. Branche 2

Die statistische Auswertung des VDM per 31. Dezember 2023 3

Das Exportgeschäft der deutschen Möbelindustrie hat im vergangenen Jahr unter dem schwachen Konsumklima in vielen Absatzmärkten gelitten. Die Möbelausfuhren sanken laut den vorläufigen Erhebungen des Statistischen Bundesamts um 6 Prozent auf rund 8,4 Milliarden Euro. Die stärksten Rückgänge verbuchten die Polstermöbelhersteller mit einem Minus von 10 Prozent, gefolgt von den Küchenmöbel- sowie den Wohn-, Ess- und Schlafzimmermöbelproduzenten (beide Sparten jeweils minus 9,5 Prozent).

In den meisten europäischen Ländern entwickelte sich der Absatz der deutschen Möbelhersteller im vergangenen Jahr vor dem Hintergrund der hohen Inflation, der gesunkenen Kaufkraft und der abflauenden Bautätigkeit rückläufig (...). Auf dem wichtigsten Absatzmarkt Frankreich lagen die Möbelverkäufe mit 1,3 Milliarden Euro um 4,5 Prozent unter dem Vorjahr. Während es in der auf Rang zwei liegenden Schweiz nur zu einem überschaubaren Minus von 0,3 Prozent kam, waren in Österreich (minus 11,6 Prozent), den Niederlanden (minus 7,4 Prozent), dem Vereinigten Königreich (minus 11,3 Prozent) und Belgien (minus 7,5 Prozent) kräftige Einbußen zu verzeichnen. Erfreulich ist die Steigerung der deutschen Möbelausfuhren nach Italien um 2,3 Prozent.

Die Exportmärkte außerhalb Europas entwickelten sich uneinheitlich. Die deutschen Möbelausfuhren in die USA, dem wichtigsten außereuropäischen Absatzmarkt, gingen um 10,6 Prozent zurück. Auch nach China wurden weniger Möbel exportiert (minus 0,5 Prozent). Dagegen zog die Nachfrage am Persischen Golf stark an. So gelang ein Plus von knapp 96 Prozent beim Export in die Vereinigten Arabischen Emirate. Das traditionelle Drehkreuz für den gesamten Nahen und Mittleren Osten wies damit mit großem Abstand die höchste Steigerungsrate unter den wichtigsten Auslandsmärkten der deutschen Möbelindustrie auf. Allerdings bewegen sich die Ausfuhren mit 65 Millionen Euro noch auf einem niedrigen Niveau. (...)

Die Industrieexportquote - dies ist der Anteil der von den heimischen Möbelherstellern direkt ins Ausland gelieferten Ware am Gesamtumsatz der Branche - betrug im vergangenen Jahr nahezu unverändert 33,4 Prozent.

2 Presseerklärung VDM: Jan Kurth, Geschäftsführer der Verbände der deutschen Möbelindustrie (VDM/VHK) am 21.03.2024
3 VddK e.V.: Monatsbericht nach Fachzweigen BRD 12/2023 Umsatz + VddK e.V. Monatsbericht nach Fachzweigen BRD 12/2023 Betriebe vom 23.02.2024

3. Entwicklung Poggenpohl Manufacturing GmbH

Wesentliche Veränderungen in der Poggenpohl-Gruppe

Mit Gesellschafterversammlung vom 19.10.2023 hat der alleinige Gesellschafter Jomoo (Jomoo Holding Germany GmbH, München), den Geschäftsführer Dirk Lange abberufen und Xiaowei Lin zum Geschäftsführer ernannt.

Im Jahr 2023 hat die Poggenpohl Gruppe mit einer eigenen Tochtergesellschaft (Poggenpohl (Shanghai) Home Furnishing Co. Ltd,) Vertrieb und Verkauf in Shanghai aufgenommen.

Allgemeines

Der Dauerkrisenmodus in der Weltwirtschaft hat die Gesellschaft mit ihrem weltweit ausgerichteten Vertriebskanälen erneut vor einige Herausforderungen gestellt.

Kommentierung des Geschäftsjahres 2023

Insgesamt entsprach der Jahresverlauf sowohl hinsichtlich des Ergebnisses als auch hinsichtlich der Umsatzentwicklung nicht den Erwartungen der Geschäftsführung.

Für das Geschäftsjahr 2023 erwies sich das wirtschaftliche Umfeld erneut als schwierig. Die Anzahl der Baugenehmigungen 4 in Europa (i.W. EU) gingen in allen wesentlichen Märkten wie Deutschland, Österreich, Frankreich, Niederlande, Schweden, Großbritannien bedingt durch das schwierige politische und wirtschaftliche Umfeld zurück. Die Verunsicherung der Verbraucher bei den steigenden Baukosten für Finanzierung und Bauprodukte, wie Heizungsanlagen, war nicht hilfreich. Insgesamt führten in Europa die Zinspolitik zur Eindämmung der Inflation, die Inflationsbedingten Preiserhöhungen und Kostensteigerungen zu einem Vertriebshemmnis. Die Möbelindustrie verfolgt den Anstieg oder Reduzierung der Baugenehmigungen als Indikator für die Umsatzentwicklung in der Folgezeit. Aus dem Verlauf der Genehmigungen ergibt sich eine Tendenz für den künftigen Markt. Man kann sagen, dass die Nachfrage nach neuen Küchen steigt, wenn die Baugenehmigungen steigen (und umgekehrt).

Mit der Geschäftsaufnahme unserer konzerneigenen Niederlassung in Shanghai sowie der bereits etablierten Kunden stieg der Absatz in China im Vergleich zum Vorjahr auf EUR 6.389 k (Vj.: 2.070 k EUR) Die Auslieferung der Produkte in einige Märkte wie China und Fernost insgesamt sowie in andere außereuropäische Vertriebsgebiete erwies sich aufgrund der unzuverlässigen und teilweise fehlenden Transportkapazitäten sowie der Störungen des Verkehrs durch die Konflikte in Osteuropa, Nahost und im Verlauf des Suezkanals bzw. des Roten Meeres als schwierig. Da unser Exportgeschäft weitgehend EX WORKS abgewickelt wird, treffen uns die vorgenannten Risiken durch unsere Kunden über Kostensteigerungen und Umsatzbeeinträchtigung der Händler vor Ort indirekt, da wir aufgrund der Kostenstrukturen möglicherweise weniger Küchen liefern können.

4 Statistik des Möbelverbandes VHK Baugenehmigungen EU Monatliche Daten Download 25-09-2024

Die vom Verband VDM (s.o.) festgestellte erfreuliche Entwicklung in den UAE (externer Händler in Dubai) ließ sich auch für die Gesellschaft erkennen. Die Umsätze in den UAE stiegen von 380 TEUR (2022) auf 873 TEUR (2023). Der Markt ist aber sehr abhängig von Projekten, so dass die Schwankungen nicht zwingend die Umsatzentwicklung im jeweiligen Land abbilden müssen.

Das Neukundengeschäft sowie die Objektakquisition 5 waren unter den genannten Umständen - wie erwartet - eine Herausforderung. Das Vertriebsteam der Gesellschaft konnte ebenso wie die Produktentwicklung und das Marketing durch neue Kräfte verstärkt werden. Alle bisherigen Standorte von eigenen DOS 6 werden auch weiter auf den Prüfstand gestellt und neu bewertet sowie ggf. verstärkt.

Die Umsatzentwicklung der Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2023 lag bei netto 29.567 TEUR (VJ: 28.498 TEUR) und damit unter dem erwarteten Rahmen. Die Prognose für 2023 war ambitioniert, aber insbesondere die weiter anhaltende Krise im Wohnungsbau und die aus dem politischen und wirtschaftlichen Umfeld resultierende Käuferzurückhaltung - letztlich in der gesamten Möbelbranche - waren so für das Gesamtjahr weder absehbar noch wurden sie bei der Umsatzerwartung richtig eingeschätzt.

Die Gesellschaft erzielte 15.727 TEUR (VJ: 18.158 TEUR) Umsatzerlöse (brutto) mit Dritten. Mit inländischen und ausländischen Schwestergesellschaften bzw. deren Töchtern betrug der Umsatz (brutto) 14.878 TEUR (VJ: 11.461 TEUR). Der Umsatzzuwachs für 2023 (Gesamt- und Intercompany Umsatz) erfolgte vor allem durch die in 2023 erstmals über das volle Geschäftsjahr tätige Gesellschaft in Shanghai. Die Schwester- bzw. deren Tochtergesellschaften veräußern die bei der Gesellschaft eingekauften Waren ebenfalls an Dritte. Die Konsolidierung der Umsätze erfolgt im Konzernabschluss der Jomoo Holding Germany GmbH, München.

5 Objektakquise bedeutet in diesem Zusammenhang: Projektgeschäft mit Bauträgern und Verkauf einer Vielzahl von Küchen für einen Standort mit möglichst einer Anlieferung und nur einer Planung.
6 DOS = Directly Operated Shop

Finanzielle und nicht-finanzielle Leistungsindikatoren

Finanzielle Leistungsindikatoren

Die bedeutsamen finanziellen Leistungsindikatoren der Gesellschaft sind die Umsatzerlöse und das Jahresergebnis vor Zinsen, vor Abschreibungen und vor Steuern (EBITDA).

Diese Indikatoren stellen sich im Berichts- bzw. im Vorjahr wie folgt dar:

2023 2022
TEUR TEUR
Umsatz 29.567 28.498
EBITDA -5.875 -6.081

Die im Vorjahr für 2023 erwarteten Prognosewerte von TEUR 36.000 (Umsatz) bzw. ein Verlust in Höhe eines mittleren einstelligen Millionenbetrages wurden aufgrund der oben beschriebenen Entwicklungen deutlich verfehlt.

Nicht-finanzielle Leistungsindikatoren

Zu den nichtfinanziellen Leistungsindikatoren zählt die Gesellschaft die Kundenzufriedenheit, die Lieferbereitschaft und Lieferqualität ihrer Lieferanten sowie die Qualifikation und die Zufriedenheit ihrer Arbeitnehmer. Diese nichtfinanziellen Größen werden in Zukunft verstärkt Grundlage der Beurteilung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns sein. Da dies zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch nicht in ausgeprägter Form der Fall ist, wird für das Berichtsjahr 2023 auf weiterführende Angaben zu den nicht-finanziellen Größen verzichtet.

Vermögens und Ertragslage

Die Gesellschaft verzeichnete im Geschäftsjahr 2023 einen Nettoumsatz von 29.567 TEUR (VJ: 28.498 TEUR).

Das EBITA betrug 2023 TEUR -5.875 (Vj.: -6.081 TEUR).

Die Personaleinsatzquote beträgt aufgrund der zu geringen Auslastung trotz der gegenüber dem Vorjahr leicht gestiegenen Umsätze 51,90% (VJ.: 50,69%). Die Materialeinsatzquote beträgt 45,01% (VJ.: 48,96%). Zwar ist der Umsatz leicht gestiegen. Die Kosten für Energie und Material konnten aber gleichwohl im Vergleich zu den besonders hohen Kosten des Vorjahres gesenkt werden, so dass die Quote verbessert ist.

Das Ergebnis 7 für das Geschäftsjahr beläuft sich auf einen Verlust von 6.784 TEUR (VJ.: Verlust 7.040 TEUR). Ursächlich hierfür ist die zu geringe Auslastung. Für die Kostenstrukturen insbesondere in den eigenen Stores der Poggenpohl Gruppe weltweit aber auch am Standort Herford fehlen auskömmliche Umsätze.

Unter dem Einfluss politischen Widrigkeiten in der Ukraine sowie den Auswirkungen in den Lieferketten und der Logistik ist es der Gesellschaft nicht so schnell wie gewünscht gelungen, sowohl verlorene Umsätze auszugleichen als auch durch die Ausweitung des Vertriebs neue Umsätze zu generieren. Im hochwertigen Küchenfachhandel hat der Endkunde aufgrund der Individualität des Produktes erhöhten Beratungsbedarf, der im Einzelfall zu Vertragsabschlüssen erst nach Monaten der Vorgespräche führt. Die Umstellung eines Vertriebspartners bedarf intensiver Beratung und Schulung und einer erheblichen Investition in seine Ausstellung vor Ort. Letztlich war unter den gegebenen Voraussetzungen trotz gezielter Investition in den Vertriebsbereich insbesondere beim Personal aber auch in neue Vertriebsstandorte eine Verstärkung des Vertriebs nicht in der gebotenen Schnelligkeit möglich.

Das Anlagevermögen beträgt zum Stichtag TEUR 3.555 (VJ.: 3.202 TEUR). Der Zuwachs erfolgte im Wesentlichen im Rahmen von Sanierungs- und Brandschutzmaßnahmen (793 TEUR).

Das Umlaufvermögen beträgt 28.176 TEUR (VJ: 30.244 TEUR). Die Reduzierung gegenüber der Vorjahreswerte ergibt sich im Wesentlichen aus den reduzierten Bankbeständen zum Stichtag.

Die Eigenkapitalquote beträgt 44,01%. (VJ: 41,79%), wobei sich die Änderung der Quote durch die reduzierte Bilanzsumme ergibt. Das Eigenkapital hat sich aufgrund des Ergebnisabführungsvertrags nicht verändert.

Die Rückstellungen liegen in Höhe von 1.591 TEUR (VJ 1.732 TEUR) unter Vorjahresniveau und beinhalten im Wesentlichen aus dem HR Bereich Boni, Urlaub und Zeitguthaben sowie Beiträge an die BG, aus dem Bereich Einkauf nicht berechnete Lieferungen und Leistungen sowie Garantien.

7 Ergebnis der Verlustübernahme durch Poggenpohl Group Holding GmbH (Beherrschungs- und Ergebnisübernahme-vereinbarung)

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen in Höhe von 13.136 TEUR (VJ.: 14.382 TEUR) im Wesentlichen aus dem laufenden Darlehen gegenüber der obersten deutschen Muttergesellschaft Jomoo Holding Germany GmbH.

Finanzlage

Finanzierung und Liquidität

Zum 31. Dezember 2023 standen der Gesellschaft liquide Mittel in Höhe von 304 TEUR (VJ.: 2.278 TEUR) zur Verfügung.

Im Berichtsjahr 2023 hat die Muttergesellschaft Poggenpohl Group Holding entsprechend der Vereinbarung aus dem im Jahre 2020 geschlossenen Ergebnisabführungsvertrag mit Poggenpohl Manufacturing GmbH die Verluste übernommen; zwischen der Poggenpohl Group Holding GmbH und der Jomoo Holding Germany GmbH besteht ebenfalls ein Ergebnisabführungsvertrag. Die chinesische Muttergesellschaft Jomoo Kitchen & Bath Co. Ltd. hat im Zuge dieser Verträge im Mai 2023 ein Darlehen von 7,5 Mio. EUR gewährt, mit dem Jomoo Holding Germany GmbH die Verbindlichkeiten aus Verlustübernahme aus den Jahren 2020 und 2021 durch Zahlung an Poggenpohl Group Holding GmbH zurückgeführt hat. Damit war Poggenpohl Group Holding GmbH ihrerseits in der Lage, die entsprechenden Verbindlichkeiten von 6.467 EUR gegenüber Poggenpohl Manufacturing GmbH und ihren weiteren Tochtergesellschaften aus gleichem Grund durch Zahlung zurückzuführen. Hierneben hat Jomoo Holding Germany GmbH, refinanziert über die chinesischen Muttergesellschaft an Poggenpohl Manufacturing GmbH, drei Darlehen über insgesamt 4.603 TEUR unter anderem für Investitionen wie die Reparatur des Hallendaches zur Verfügung gestellt.

Die in 2023 angefallenen Verluste der Poggenpohl Manufacturing GmbH werden von der Poggenpohl Group Holding GmbH im Rahmen der Ergebnisabführungsverträge ebenfalls übernommen und an die oberste deutsche Muttergesellschaft Jomoo Holding Germany GmbH weitergeleitet.

In den Monaten Januar bis Dezember des Geschäftsjahres 2024 hat der Jomoo- Mutterkonzern der Jomoo Holding Germany GmbH bzw. deren Tochterunternehmen fortlaufend weitere finanzielle Mittel von insgesamt EUR 20 Mio. zur Verfügung gestellt, um den mit dem Verlust verbundenen Liquiditätsbedarf zu decken. Davon erhielt die Poggenpohl Manufacturing GmbH Mittel in Höhe von EUR 11,1 Mio.

Hierneben besteht eine 2024 erhöhte Kreditlinie für Poggenpohl Manufacturing GmbH in Höhe von 3.250 TEUR für Darlehen sowie eine weitere Linie für Avale in Höhe von 1.000 TEUR zur Absicherung von Vorauszahlungen bzw. zur Absicherung von Lieferanten bei der Commerzbank AG.

Finanzierungsbedarf für den Planungszeitraum

Die Gesellschaft hat eine Planungsrechnung aufgestellt. Nach der Planung erwartet die Poggenpohl Manufacturing GmbH für die Geschäftsjahre 2024 und 2025 weiterhin ein negatives EBITDA.

Im Geschäftsjahr 2024 (FC Stand Oktober 2024) entwickelte sich das Ergebnis für die Gruppe (Jomoo Holding Germany GmbH einschließlich Poggenpohl Gruppe) deutlich schlechter als 2023 und wird mit einem Verlust ((EBITDA) von EUR 20 Mio. prognostiziert. Für 2025 wird noch mit einem Verlust von ca. EUR 14-18 Mio. gerechnet. Davon entfällt auf die Poggenpohl Manufacturing GmbH voraussichtlich ein Verlust von EUR 8-9 Mio. (2024) bzw. EUR 6-7 Mio. (2025). Im Rahmen der Patronatserklärung werden diese Verluste bzw. der entsprechende Bedarf an zusätzlichen Finanzmitteln ebenfalls durch die vorhandenen liquiden Mittel sowie durch weitere bereits erfolgte bzw. geplante Einzahlungen in das Eigenkapital der Tochtergesellschaften oder Darlehen durch die Konzernobergesellschaft (Jomoo Kitchen & Bath Co. Ltd., Fujian Province/China) finanziert werden.

Patronatserklärung (Support letter)

Das Mutterunternehmen der Jomoo Holding Germany GmbH, die Jomoo Kitchen & Bath Co., Ltd., Fujian Province/China, hat mit Datum vom 14. Februar 2022 einen Support Letter gegenüber der Poggenpohl Manufacturing GmbH, Herford, als Hauptgesellschaft der Poggenpohl-Gruppe ausgesprochen. Die Poggenpohl Manufacturing GmbH als einzige produzierende Konzerngesellschaft ist verantwortlich für die Herstellung und Lieferung von Küchen bzw. Küchenkomponenten an sämtliche in- und ausländische Vertriebsgesellschaften und Vertriebspartner. Durch die Patronatserklärung wird zugesichert, dass die Poggenpohl Manufacturing GmbH alle ihre gegenwärtigen und künftigen Zahlungsverpflichtungen gegenüber ihren Gläubigern erfüllen kann. Die Patronatserklärung ist bis 30. Juni 2025 gültig.

Im Geschäftsjahr 2024 hat die oberste Muttergesellschaft Jomoo Kitchen & Bath Co. Ltd. mit Datum vom 6. September zusätzlich eine Patronatserklärung zugunsten der deutschen Jomoo Holding Germany GmbH (Tochter) abgeben, über die die Finanzierung der Poggenpohl Gruppe läuft. Danach verpflichtet sich die oberste Muttergesellschaft, die Tochter so abzusichern, dass sie ihre finanziellen Verpflichtungen jederzeit und im vollen Umfang erfüllen kann. Die Patronatserklärung ist bis 31. Dezember 2026 gültig.

Diese Maßnahmen tragen zur Sicherung der jederzeitigen Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft bei. Für das Geschäftsjahr 2024 ist der Kapitalbedarf durch die oben aufgeführten Maßnahmen gedeckt. Mögliche Liquiditätslücken ab dem Geschäftsjahr 2025 werden durch die von der obersten Gesellschafterin gemachten Zusagen abgesichert.

Unter Berücksichtigung der Finanzkraft der Konzernobergesellschaft Jomoo Kitchen & Bath Co., Ltd., Gesellschafterin der Jomoo Holding Germany GmbH und Patronatsgeberin ist die jederzeitige Zahlungsfähigkeit der Jomoo Holding Germany GmbH-Gruppe gesichert.

Die Fortbestehungsprognose der Poggenpohl Manufacturing GmbH wird von der Geschäftsführung durch die vorgenannten Maßnahmen entsprechend als positiv und gesichert bewertet.

Gesamtaussage

Insgesamt hat die Geschäftsleitung für den Geschäftsverlauf und die Lage eine bessere Entwicklung erwartet.

4. Chancen-, Risiko- und Prognosebericht

Allgemein - Prognose und Einschätzung der Entwicklung 2024 8

"Das zuletzt zwar leicht erholte, aber insgesamt immer noch niedrige Konsumklima und das rückläufige Baugeschehen setzen unserer Branche stark zu", stellt Jan Kurth, Geschäftsführer der Verbände der deutschen Möbelindustrie, fest. Die Kaufzurückhaltung zeige sich auch in der verbandsinternen Auftragsstatistik. "Gemessen an den Stückzahlen lagen die Auftragseingänge von Januar bis März 2024 durchschnittlich um rund 12 Prozent unter dem Vorjahreszeitraum", berichtet Kurth. Am schwächsten entwickelte sich im ersten Quartal dieses Jahres das Segment der "Sonstigen Möbel", zu denen auch die Wohn-, Ess- und Schlafzimmermöbel gehören. Die Sparte verbuchte einen Umsatzrückgang von rund 18 Prozent auf 1,3 Milliarden Euro.

In der Küchenmöbelindustrie kam es im ersten Quartal zu einer Umsatzeinbuße von 16,5 Prozent auf rund 1,4 Milliarden Euro.

Die Polstermöbelhersteller setzten mit rund 260 Millionen Euro fast 15 Prozent weniger um als im Vorjahresquartal. Bei den Herstellern von Laden- und sonstigen Objektmöbeln sank der Umsatz um rund 5 Prozent auf 425 Millionen Euro. Auch die Sparte Matratzen entwickelte sich rückläufig (minus 1 Prozent auf rund 150 Millionen Euro). Zulegen konnten einzig die Büromöbelproduzenten (plus 2 Prozent auf rund 586 Millionen Euro).

Presse-Information 21. Mai 2024 Verband der Deutschen Möbelindustrie e.V.

"Vor unseren Unternehmen liegen weitere herausfordernde Monate, denen die Unternehmen vielfach mit Kurzarbeit begegnen. Zumindest stellen wir aber in den vergangenen Wochen eine Stabilisierung bei den Auftragseingängen fest und hoffen auf eine Belebung des Wohnkonsums nach den freizeitgeprägten Sommermonaten", sagt Kurth 9.

a. Chancenbericht

Poggenpohl sieht die Chancen für die nächsten Jahre vor allem im konsequenten Ausbau des Vertriebsnetzes mit leistungsstarken Handelspartnern. Die eigenen Stores werden auf den Prüfstand gestellt und soweit erforderlich durch regionale Maßnahmen verstärkt.

Weiterer Fokus die Gesellschaft ist das Projektgeschäft. Hier ist insbesondere Fernost und die USA im Blick. In Fernost und in Amerika sind nach wie vor gute Aussichten für Produkte "Made in Germany". Das Geschäft in Fernost ist ganz wesentlich, aber nicht ausschließlich Projektgeschäft. Wir haben in der Region "Fernost" neben dem eigenen Store in Shanghai weitere Kunden in Singapur, Japan, Taiwan, Südkorea und Australien.

Die Nachfrage auf diesen Märkten nach exklusiven Produkten aus deutscher Fertigung ist - wenn auch nicht mehr in allen Bereichen - für unsere Branche aussichtsreich. Mit der eigenen Vertriebsgesellschaft in Shanghai und der dort direkt am wichtigen Markt China positionierten eigenen Vertriebsmannschaft ist Poggenpohl für eine Ausweitung des wichtigen Marktsegmentes gut aufgestellt. Der Einsatz der eigenen Niederlassung zeigt bereits erste Erfolge durch Auftragseingänge, die allerdings erst zum Ende des Jahres 2023 in die Produktion gehen werden.

Auf der Produktseite hat Poggenpohl mit den Produktlinien SEGMENTO, der +VENOVO sowie noch immer der +MODO ein ausreichendes Angebot zu bieten. Die Produkte wurden in 2023 durch neue Fronten und Materialien auf den neuesten Stand gebracht. Für die künftigen Produkte arbeitet das verstärkte Design-Team sowohl an der Fortentwicklung dieser Produkte (+MODO 2.0) als auch an neuen umsatzsteigernden Konzepten.

Presse-Information 21. Mai 2024 Verband der Deutschen Möbelindustrie e.V. 9

Die auch im Berichtsjahr erfolgte weitere Verstärkung des Design- und des Marketing-Teams wird der Gesellschaft wieder eine zufriedenstellende Präsenz unter den Mitbewerbern sichern.

b. Risikobericht

Unverändert bestehen Risiken im Bereich IT und Netzwerke sowie dem Bereich Kommunikation durch Datenverluste oder Angriffe von außen. Da die Verwaltung und die Fertigung über das System SAP vernetzt und damit abhängig sind, kann ein Eingriff erhebliche Folgen sowohl finanziell als auch für die Lieferfähigkeit nach sich ziehen. Hiergegen haben die Geschäftsleitung und die Leitung des Bereichs IT umfangreiche Sicherheitsmaßnahmen sowohl technischer Art ergriffen als auch durch Schulung die Mitarbeiter sensibilisiert.

Es besteht das Risiko einer erheblichen Preissteigerung. Die Preiserhöhungen betreffen derzeit weltweit fast alle Bereiche der Wirtschaft und Lieferketten, aber auch den Bereich der Löhne und Gehälter. Eine solche flächendeckende Preissteigerung ist nicht durch einzelne gegensteuernde Maßnahmen steuerbar und wird dadurch möglicherweise die Notwendigkeit weiterer Preiserhöhungen nach sich ziehen. Die Gefahr einer erhöhten Inflationsrate ist trotz zurzeit wieder abgeschwächter Inflationsraten einzubeziehen.

Weiterhin sind Versorgungslücken bei den Rohstoffen und anderen Vorprodukten als Risiko zu benennen. Dies zieht für den Vertrieb der hochwertigen Küchen Probleme bei Lieferzuverlässigkeit und Probleme für die finanzielle Unabhängigkeit des Küchenhandels nach sich. Die Lieferketten müssen neu analysiert, neu verhandelt und gegebenenfalls durch Verteilung des Risikos auf mehrere Lieferanten neu strukturiert werden. Dies lässt sich nicht immer kurzfristig lösen, da auch alle anderen Hersteller der Branche mit dem gleichen Problem kämpfen. Dieses Risiko (bereits im Vorjahr benannt) wird uns auch weiterhin begleiten.

Ein erhebliches Risiko für die Auslieferung der Ware erwarten wir weiterhin im Logistik- / Transportbereich. Durch hohen Krankenstand in der Pandemie, aber auch durch fehlenden Nachwuchs sind hier strukturelle Lücken entstanden, die sich nicht kurzfristig schließen lassen. Dazu sorgt der national wie EU-weit initiierte Wandel in der Verkehrsinfrastruktur für zusätzliche Risiken. Dies betrifft die gesamte Logistikbranche, so dass ein einfaches Ausweichen auf andere Anbieter keine Lösung bringt.

Im Vertriebsbereich Schweiz, USA, Großbritannien und diversen Ländern in Asien bestehen Währungsrisiken. Die Absicherung der Währungsrisiken betrifft ausschließlich die internen Devisenströme. An dieser Aufgabe wird der Jomoo Konzern arbeiten.

Eine vollständige Abhängigkeit von Einzelmärkten im Exportbereich besteht nicht. Die Märkte in China, USA und Großbritannien sind für Poggenpohl dennoch überproportional bedeutend. Die Folgen des Ukraine Konfliktes können auch weiterhin Auswirkungen auf die Liefermöglichkeiten nehmen. Der interessante Markt Russland ist durch die Positionierung des Landes und die internationalen Sanktionen für das laufende Jahr und darüber hinaus mittelfristig nicht mehr belieferbar.

Gesamtaussage Chancen und Risiken

Zusammenfassend bieten sich der Gesellschaft bzw. der Poggenpohl-Gruppe eine Vielzahl Chancen in den kommenden Jahren. Die Einschätzung der Risikosituation ist das Ergebnis der zusammengefassten Betrachtung aller wesentlichen Einzelrisiken. Wir sehen - unter Berücksichtigung der Zusagen des Mutterunternehmens - derzeit keine bestandsgefährdende oder die künftige Entwicklung der Gesellschaft beeinflussende wesentliche Risiken.

Aufgrund der zeitlich bis Ende 2026 begrenzten Patronatserklärung der Gesellschafterin Jomoo Kitchen & Bath Co. Ltd. Fujinan/ China würden Risken der künftigen Entwicklung für die Gesellschaft bzw. die Poggenpohl-Gruppe dann entstehen, wenn die Neuausrichtung nicht wie geplant gelingen sollte und dadurch die positive Ertrags- und Cashflow-Schwelle nicht erreicht würde. In diesem Fall wäre die Gesellschaft für die Zeit ab 2027 von der Fortsetzung der Unterstützung durch die Gesellschafterin abhängig.

c. Prognosebericht

Im Verlauf des Jahres 2024 wird Poggenpohl unverändert und kontinuierlich die Arbeit für die Produktentwicklung fortsetzen, um den Marktanforderungen in den kommenden Jahren zu begegnen. Die Gesellschaft wird sich auf die Verbesserung und die Erschließung neuer Handelspartner sowie die Stärkung der Objektgeschäftskanäle konzentrieren. Gerade im Bereich Asien und Amerika werden auch weiterhin die Chancen des Projektgeschäftes zusammen mit lokalen Partnern wahrgenommen. Für China wird die Gesellschaft die guten Kontakte der Muttergesellschaft zur Erschließung neuer Beziehungen zu Handelspartnern nutzen.

Die geplanten Investitionen in Marketing und Produkt sowie die Verbesserungen im Qualitäts- und Produktionsbereich werden auch in 2024 und den Folgejahren die Wettbewerbsfähigkeit erhalten. Mit diesen Investitionen sieht sich die Gesellschaft gut aufgestellt, um Probleme in den Lieferketten beherrschbarer zu machen und die steigenden Preise rechtfertigen.

Für 2024 plant die Gesellschaft einen Umsatz von ca. 26.700 TEUR. Das EBIT wird entsprechend der Sanierungsvorgaben der Konzernmutter - wie schon 2023 - negativ ausfallen und sich im oberen einstelligen Millionen Bereich bewegen. Da das Budget 2025 noch nicht abschließend fertiggestellt ist und noch nicht beschlossen werden konnte können wir nachstehende Angaben nur unter dem Vorbehalt späterer Überprüfung oder Änderung machen. Für 2025 erwartet die Gesellschaft einen Umsatz von TEUR 34.800. Als Ergebnis (EBITDA) erwarten wir einen Verlust im mittleren einstelligen Millionenbereich.

Die Gewinnschwelle und ein positiver operativer Cashflow sollen in einem mittelfristigen Zeithorizont (3-5 Jahre) zu erreicht werden.

Mit dem Ergebnisabführungs- und Beherrschungsvertrag wird das Ergebnis durch die Muttergesellschaft ausgeglichen.

 

Herford, 27. Dezember 2024

Poggenpohl Manufacturing GmbH

gez. Xiaowei Lin, Geschäftsführer

gez. Lars Høj Eriksen, Geschäftsführer

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Poggenpohl Manufacturing GmbH, Herford

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Poggenpohl Manufacturing GmbH, Herford - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Poggenpohl Manufacturing GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit

Wir verweisen auf die Angaben in Abschnitt I. des Anhangs sowie im Kapitel B. Wirtschaftsbericht (Abschnitte ,Kommentierung des Geschäftsjahres 2023" sowie ,Prognosebericht').

Darin beschreiben die gesetzlichen Vertreter, dass sich im Geschäftsjahr 2023 erneut ein deutlicher Verlust ergeben hat, der von der Gesellschafterin übernommen wurde. Zur Stärkung des Eigenkapitals hat das Mutterunternehmen des Konzerns (Jomoo Kitchen & Bath Ltd.) im Berichtsjahr weitere finanzielle Unterstützung geleistet.

Für die Jahre 2024 und 2025 erwartet die Geschäftsführung jeweils weitere Verluste im mittleren bzw. oberen einstelligen Mio.-EUR-Bereich. Zur Finanzierung der nach dem Berichtszeitraum erwirtschafteten Verluste hat die Gesellschafterin im Jahr 2024 bereits weitere Mittel von EUR 11,1 Mio. bereitgestellt.

Die Gewinnschwelle und ein positiver operativer Cashflow sollen in einem mittelfristigen Zeithorizont (3-5 Jahre) erreichet werden.

Die Liquiditätssituation und die weitere Entwicklung der Gesellschaft ist bis zum geplanten Erreichen der Gewinnschwelle vollumfänglich abhängig von der weiteren finanziellen Unterstützung durch die Gesellschafterin bzw. andere verbundene Unternehmen. Die oberste Muttergesellschaft Jomoo Kitchen & Bath Co., Ltd. hat zugunsten der deutschen Jomoo Holding Germany GmbH eine Patronatserklärung (Support letter) abgeben. Danach verpflichtet sich die Gesellschafterin, die Jomoo Holding Germany GmbH und deren Tochterunternehmen so abzusichern, dass diese ihre finanziellen Verpflichtungen jederzeit und im vollen Umfang erfüllen kann. Die Patronatserklärung ist bis 31. Dezember 2026 gültig.

Wenn die Gewinnschwelle nicht bis zum Ablaufen dieses Zeitraums erreicht wird, wäre die Unternehmensfortführung der Poggenpohl Manufacturing GmbH ohne die finanzielle Unterstützung durch die Gesellschafterin nicht mehr möglich.

Wie in diesen Abschnitten dargelegt, zeigen diese Ereignisse und Gegebenheiten, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, die für die Zeit nach Ablauf der Patronatserklärung bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann, so dass nach Ablauf der Patronatserklärung ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB bestehen könnte.

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und des Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

München, 27. Dezember 2024

Forvis Mazars GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

gez. Helge Schäfer, Wirtschaftsprüfer

gez. Maximilian Stocker, Wirtschaftsprüfer

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen

Handelsregister Dokumente

Gesellschafterliste
Aktueller Abdruck
Chronologischer Abdruck

Organisationen an dieser Adresse

14 nahegelegene Organisationen

Liste von Unternehmen und Organisationen an oder in der Nähe dieser Geschäftsadresse. Die Daten umfassen Firmennamen, Adressen, Registrierungsdetails und Branchenklassifikationen.
Die Informationen auf dieser Seite stammen aus öffentlichen Quellen, offiziellen Registern oder werden von Drittanbietern bereitgestellt. Fusionbase übernimmt keine Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der Daten. Melde dich bei Fragen oder Anregungen über unser Kontaktformular.