ResMed GmbH & Co. KG

81248 München, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRA 85330
Eingetragen
28.12.2004

Finanzübersicht

Historie

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Management

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Gesellschafter

1 Gesellschafter

Kommanditgesellschaft (KG)

Persönlich haftender Gesellschafter
Germany

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

ResMed GmbH & Co. KG

Martinsried, Gde. Planegg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.07.2022 bis zum 30.06.2023

2 Wiedergabe des Bestätigungsvermerks

Als Ergebnis unserer Prüfung haben wir den folgenden uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt:

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die ResMed GmbH & Co. KG, Martinsried

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der ResMed GmbH & Co. KG, Martinsried, - bestehend aus der Bilanz zum 30. Juni 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der ResMed GmbH & Co. KG für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften und Personenhandelsgesellschaften im Sinne des § 264a HGB geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 30. Juni 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften und Personenhandelsgesellschaften im Sinne des § 264a HGB geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

München, den 16. Februar 2024

KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Lucas, Wirtschaftsprüfer

gez. Rüger, Wirtschaftsprüfer

Bilanz zum 30. Juni 2023

Aktiva

30.06.2023
EUR
30.06.2022
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software 2.552.823,11 3.177.689,50
2.552.823,11 3.177.689,50
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 259.222,35 324.073,52
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 15.907.151,99 16.973.771,03
16.166.374,34 17.297.844,55
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 8.872.551,85 8.872.551,85
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 26.000.000,00 26.000.000,00
34.872.551,85 34.872.551,85
53.591.749,30 55.348.085,90
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
Waren 1.967.337,51 3.181.495,76
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 14.972.136,44 11.669.782,22
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 53.470.560,84 39.956.582,83
3. Sonstige Vermögensgegenstände 139.817,28 88.374,60
-davon aus Steuern EUR 30.640,37 (i. Vj. EUR 0,00)-
68.582.514,56 51.714.739,65
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 72.387,38 75.538,99
70.622.239,45 54.971.774,40
C. Rechnungsabgrenzungsposten 304.969,24 745.281,44
124.518.957,99 111.065.141,74

Passiva

30.06.2023
EUR
30.06.2022
EUR
A. Eigenkapital
1. Kapitalkonto I (Festkapitalkonto) 51.129,19 51.129,19
2. Kapitalkonto II (Rücklagenkonto) 60.505.378,35 27.614.311,96
3. Entnahmekonto 4.528.851,55 32.891.066,39
65.085.359,09 60.556.507,54
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 1.263.442,38 496.094,56
2. Sonstige Rückstellungen 4.945.680,00 3.548.904,00
6.209.122,38 4.044.998,56
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 109.362,11 224.662,63
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 9.908.018,03 5.177.673,52
3. Sonstige Verbindlichkeiten 383.849,83 388.669,07
-davon aus Steuern EUR 239.471,67 (i. Vj. EUR 193.876,29)-
-davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 0,00 (i. Vj. EUR 0,00)-
10.401.229,97 5.791.005,22
D. Rechnungsabgrenzungsposten 40.896.718,47 38.628.076,56
E. Passive latente Steuern 1.926.528,08 2.044.553,86
124.518.957,99 111.065.141,74

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Juli 2022 bis 30. Juni 2023

2022/2023
EUR
2021/2022
EUR
1. Umsatzerlöse 71.069.023,68 73.504.788,64
2. Sonstige betriebliche Erträge 478.085,88 773.289,91
3. Materialaufwand
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -11.941.397,33 -14.605.000,75
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -18.209.150,33 -16.062.436,99
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -3.273.955,67 -3.136.926,26
-davon für Altersversorgung EUR 59.531,93 (i. Vj. EUR 45.844,86)--
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -9.860.559,21 -10.750.573,66
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen -26.454.767,76 -24.896.240,79
7. Aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrages erhaltene Gewinne 1.485.108,70 1.767.967,50
8. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 748.156,29 91.862,86
-davon aus verbundenen Unternehmen EUR 748.156,29 (i. Vj. EUR 91.862,86)-
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.138.469,52 136.793,92
-davon aus verbundenen Unternehmen EUR 1.133.886,13 (i. Vj. EUR 132.255,87)-
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -375,00 0,00
-davon an verbundene Unternehmen EUR 0,00 (i. Vj. EUR 0,00)-
11. Ergebnis vor Steuern 5.178.638,77 6.823.524,38
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -649.787,22 -842.336,00
-davon aus latenten Steuern EUR 118.025,78 (i. Vj. EUR -433.632,72)-
13. Ergebnis nach Steuern = Jahresüberschuss 4.528.851,55 5.981.188,38
14. Gewinnvortrag 0,00 26.909.878,01
15. Entnahmekonto 4.528.851,55 32.891.066,39

Anhang für das Geschäftsjahr 2022/2023

I. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss der ResMed GmbH & Co. KG, Martinsried, (Amtsgericht München, HRA 85330) zum 30. Juni 2023 ist nach den Rechnungslegungsvorschriften für Personenhandelsgesellschaften i. S. d. § 264a HGB i. V. m. § 264c HGB aufgestellt.

Die Gesellschaft ist eine große Gesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB erstellt.

Zum besseren Verständnis ist in der Gewinn- und Verlustrechnung die nicht im Gesetz vorgesehene Zwischensumme "Ergebnis vor Steuern" ergänzt.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten einschließlich Anschaffungsnebenkosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen erfolgen pro rata temporis und linear nach festgelegten betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern von in der Regel 3 Jahren.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Die Abschreibungen auf Zugänge des Anlagevermögens erfolgen grundsätzlich zeitanteilig. Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens mit Einzelanschaffungskosten bis EUR 410,00 werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben. Geräte, die Gegenstand einer bis zu vierjährigen Versorgungspauschale sind, werden mit ihren Anschaffungs- und Herstellungskosten im Anlagevermögen aktiviert und über eine Nutzungsdauer von vier Jahren linear abgeschrieben. Die übrigen planmäßigen Abschreibungen werden linear entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer vorgenommen. Diese Nutzungsdauer beläuft sich in der Regel auf ein bis zu fünf Jahren.

Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten ausgewiesen.

Die Vorräte werden zu Anschaffungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips angesetzt.

Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände und flüssige Mittel sind zum Nennwert angesetzt. Erkennbare Einzelrisiken sind durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung auf Forderungen Rechnung getragen. Es bestanden keine Fremdwährungsforderungen.

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen sind für alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen in Höhe des Erfüllungsbetrages gebildet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist.

Verbindlichkeiten sind mit den jeweiligen Erfüllungsbeträgen bilanziert. Die Umrechnung von Fremdwährungsverbindlichkeiten erfolgt grundsätzlich zum Stichtagskurs.

Die Rechnungsabgrenzungsposten werden zu Nominalwerten ausgewiesen. Passive Rechnungsabgrenzungsposten betreffen zum einen bereits bezahlte, jedoch noch nicht erbrachte Serviceleistungen. Für Geräte und Serviceleistungen werden in Rahmenverträgen mit deutschen Krankenkassen Pauschalpreise definiert. Pauschalentgelte für Versorgungsverträge mit einer Laufzeit von bis zu vier Jahren werden zeitanteilig über die entsprechende Laufzeit vereinnahmt. Bei Verträgen mit einer Laufzeit von über vier Jahren wird der Geräteanteil der Pauschale sofort ertragswirksam erfasst, der Serviceanteil wird ratierlich über die Laufzeit vereinnahmt.

Die passiven latenten Steuern werden mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen bewertet und nicht abgezinst. Es handelt sich um eine saldierte Größe aus aktiven und passiven Latenzen. Es wird nur Gewerbesteuer berechnet, da die Gesellschaft nicht Subjekt der Körperschaftsteuer ist. Siehe dazu auch III. (8).

III. Erläuterungen zur Bilanz

(1) Anlagevermögen

Eine von den gesamten Anschaffungskosten ausgehende Darstellung der Entwicklung der Posten des Anlagevermögens ist nachfolgend wiedergegeben.

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2022/2023

Historische Anschaffungskosten
1.7.2022
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
30.6.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software 11.627.989,23 303.933,90 0,00 11.931.923,13
11.627.989,23 303.933,90 0,00 11.931.923,13
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 1.537.280,32 11.919,30 0,00 1.549.199,62
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 85.168.159,68 7.938.467,24 4.081.656,41 89.024.970,51
86.705.440,00 7.950.386,54 4.081.656,41 90.574.170,13
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 8.872.551,85 0,00 0,00 8.872.551,85
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 26.000.000,00 0,00 0,00 26.000.000,00
34.872.551,85 0,00 0,00 34.872.551,85
133.205.981,08 8.254.320,44 4.081.656,41 137.378.645,11
Kumulierte Abschreibungen
1.7.2022
EUR
Abschreibungen des Geschäftsjahres
EUR
Abgänge
EUR
30.6.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software 8.450.299,73 928.800,29 0,00 9.379.100,02
8.450.299,73 928.800,29 0,00 9.379.100,02
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 1.213.206,80 76.770,47 0,00 1.289.977,27
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 68.194.050,66 8.854.988,45 3.931.220,59 73.117.818,52
69.407.257,46 8.931.758,92 3.931.220,59 74.407.795,79
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
77.857.557,19 9.860.559,21 3.931.220,59 83.786.895,81
Nettobuchwerte
30.6.2023
EUR
30.6.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software 2.552.823,11 3.177.689,50
2.552.823,11 3.177.689,50
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 259.222,35 324.073,52
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 15.907.151,99 16.973.771,03
16.166.374,34 17.297.844,55
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 8.872.551,85 8.872.551,85
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 26.000.000,00 26.000.000,00
34.872.551,85 34.872.551,85
53.591.749,30 55.348.085,90

(2) Finanzanlagen

Der Anteilsbesitz der Gesellschaft besteht in einer 100%-Beteiligung an der ResMed Medizintechnik GmbH (Gremsdorf). Das Eigenkapital dieser Gesellschaft beträgt zum Stichtag 30. Juni 2023 TEUR 2.701. Entsprechend dem am 8. Juni 2007 abgeschlossenen und am 10. Dezember 2021 wegen gesetzlicher Änderungen angepassten Ergebnisabführungsvertrag mit der ResMed Medizintechnik GmbH wurde deren Ergebnis in Höhe von TEUR 1.485 (i. Vj. TEUR 1.768) übernommen. Der Jahresüberschuss dieser Gesellschaft beträgt nach Ergebnisabführung deshalb TEUR 0.

In den Finanzanlagen sind außerdem Ausleihungen an verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 26.000 (i. Vj. TEUR 26.000) enthalten. Diese resultieren in voller Höhe aus einem Darlehen an die ResMed AMO (Singapur).

(3) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Forderungsspiegel

Restlaufzeit < 1 Jahr Restlaufzeit > 1 Jahr
Geschäftsjahr 2022/2023
TEUR
Vorjahr 2021/2022
TEUR
Geschäftsjahr 2022/2023
TEUR
Vorjahr 2021/2022
TEUR
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 14.972 11.670 0 0
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 53.471 39.957 0 0
Sonstige Vermögensgegenstände 57 26 82 62
Summe 68.500 51.653 82 62

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren in Höhe von TEUR 6.853 (i. Vj. TEUR 146) aus Lieferungen und Leistungen, davon gegenüber der Komplementärin TEUR 3 (i. Vj. TEUR 1). In Höhe von TEUR 1.485 (i. Vj. TEUR 1.768) resultieren sie aus der Ergebnisübernahme der ResMed Medizintechnik GmbH. Aus dem Cash Pooling bestehen Forderungen von TEUR 45.133 (i. Vj. TEUR 37.957) gegenüber der ResMed Beteiligungs GmbH.

Unter den sonstigen Vermögensgegenständen werden im Wesentlichen Mietsicherheiten, debitorische Kreditoren sowie eine Umsatzsteuerforderung gegen das Finanzamt in Höhe von TEUR 31 (i.Vj. TEUR 0) ausgewiesen.

Dem Forderungsausfallrisiko wurde Rechnung getragen.

(4) Eigenkapital

Die Gliederung des Eigenkapitals ist im neuen Gesellschaftsvertrag vom 18./20.12.23 festgelegt. Demnach enthält das Entnahmekonto jetzt den Bilanzgewinn. Gemäß Gesellschafterbeschluss vom 20.12.2023 wurde der Bilanzgewinn zum 30.6.22 von TEUR 32.891 in das Kapitalkonto II Rücklagen überführt.

(5) Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen wurden u.a. gebildet für Boni und Provisionen (TEUR 485; i. Vj. TEUR 444), nicht genommenen Urlaub und Überstunden (TEUR 559; i. Vj. TEUR 552), sowie Abfindungen (TEUR 2.129, i.Vj TEUR 870).

Außerdem wurden wesentliche Rückstellungen gebildet für Prüfungsgebühren (TEUR 183; i. Vj. TEUR 170), Einweisungspauschalen (TEUR 100; i. Vj. TEUR 100), Unterstützung des Kundenservices (TEUR 289; i.Vj. TEUR 267), temporäre Mitarbeiter (TEUR 35; i.Vj. TEUR 26), KFZ-Leasingkosten (TEUR 75; i.Vj. TEUR 98) sowie Rechts- und Beratungskosten (TEUR 707; i.Vj. TEUR 600).

(6) Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen wie im Vorjahr in voller Höhe aus Lieferungen und Leistungen. In ihnen sind Verbindlichkeiten gegenüber der Komplementärin in Höhe von TEUR 491 (i.Vj TEUR 314) und der Kommanditistin in Höhe von TEUR 0 (i.Vj. TEUR 43) enthalten.

Alle Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.

(7) Passive Rechnungsabgrenzungsposten

Passive Rechnungsabgrenzungsposten (PRAP) werden für bis zum 30. Juni 2023 vereinnahmte Versorgungspauschalen gebildet, deren Erträge einen bestimmten Zeitraum nach dem Bilanzstichtag betreffen und somit einem der folgenden Geschäftsjahre zuzurechnen sind.

(8) Latente Steuern

Die ausgewiesenen latenten Steuern sind im Wesentlichen auf eine unterschiedliche Handhabung von geringwertigen und digitalen Wirtschaftsgütern in Handels- und Steuerbilanz zurückzuführen. Es handelt sich um eine saldierte Größe aus aktiven und passiven Steuern. Der bei der Berechnung angewandte Steuersatz beträgt 11,71 %. Der leichte Rückgang des ausgewiesenen Betrages ergibt sich im Wesentlichen aus dem Rückgang des Unterschiedes zwischen Handels -und Steuerbilanz beim Anlagevermögen.

(9) Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Sonstige finanzielle Verpflichtungen umfassen im Wesentlichen Mietverpflichtungen für Immobilien und Leasingverpflichtungen für PKW.

<1 Jahr
TEUR
1-5 Jahre
TEUR
>5 Jahre
TEUR
Gesamt
TEUR
Mietverpflichtungen 1.260 4.409 5.292 10.961
Leasing 1.088 446 0 1.534
Bestellobligo 684 1.634 0 2.318
Sonstige 127 1.672 2.593 4.392
Gesamtaufwand 3.159 8.161 7.885 19.205

(10) Haftungsverhältnisse

Es bestehen keine Haftungsverhältnisse.

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

(1) Umsatzerlöse

Die Gesellschaft erzielt Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 71.069 (i.Vj. TEUR 73.505) aus dem direkten Verkauf von medizinischen Geräten sowie aus Dienstleistungspauschalen. Die Umsatzerlöse werden nahezu ausschließlich im Inland erzielt.

(2) Sonstige betriebliche Erträge / Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von TEUR 478 (i. Vj. TEUR 773) enthalten periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Forderungswertberichtigungen und nachträglichen Zahlungseingängen auf bereits ausgebuchte Forderungen in Höhe von TEUR 159 (i. Vj. TEUR 200). Darüber hinaus enthält der Posten Erträge aus dem Abgang von Gegenständen des Sachanlagevermögens von TEUR 318 (i. Vj. TEUR 369) und Rückstellungsauflösung TEUR 0 (i.Vj TEUR 200).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich im Wesentlichen aus konzerninternen Management-Weiterbelastungen in Höhe von TEUR 10.958 (i.Vj. TEUR 11.800), Rechts- und Beratungskosten in Höhe von TEUR 6.225 (i.Vj. TEUR 5.286), Miet- und Mietnebenkosten von TEUR 2.163 (i.Vj. TEUR 2.085), sowie Kfz-Mietkosten von TEUR 1.647 (i.Vj. TEUR 1.417) zusammen. Ebenfalls darin enthalten sind Fremdwährungsverluste in Höhe von TEUR 1 (i .Vj. 0). In den Management-Weiterbelastungen sind auch Anpassungsbeträge aus der jährlichen Überprüfung der Verrechnungspreise enthalten.

Ebenfalls enthalten sind Aufwendungen für Forderungswertberichtigungen und Forderungsausbuchungen in Höhe von TEUR 277 (i.Vj. TEUR 310).

V. Sonstige Angaben

(1) Mitarbeiter

Die Gesellschaft beschäftigte im Jahresdurchschnitt 345 Angestellte (i. Vj. 343). Bei den Mitarbeitern handelt es sich ausschließlich um Gehaltsempfänger. Die Beschäftigten im Bereich Operations und im Patientenservicebereich stellen 47 % unserer Arbeitnehmer insgesamt dar. Die übrigen Beschäftigten arbeiten in Vertrieb und Verwaltung.

(2) Zusammensetzung der Geschäftsführung

Die Geschäftsführung wird durch die ResMed GmbH Verwaltung wahrgenommen. Zu Geschäftsführern der ResMed GmbH Verwaltung sind/waren die folgenden Personen bestellt:

 

Isabel Niebelschütz, CEO ResMed GmbH & Co. KG (seit dem 20.07.2021)

 

Sascha Kreckmann, CEO ResMed GmbH & Co. KG (seit dem 24.08.2021)

Die Angabe der Geschäftsführergehälter unterbleibt unter Nutzung der Schutzvorschrift des § 286 Abs. 4 HGB.

(3) Angaben zur Konzernzugehörigkeit

Persönlich haftende Gesellschafterin der ResMed GmbH & Co. KG ist die ResMed GmbH Verwaltung, Martinsried, mit einem Stammkapital von EUR 51.129,19.

Der Jahresabschluss der ResMed GmbH & Co. KG wird in den Konzernabschluss der an der New Yorker Stock Exchange gelisteten ResMed Inc., Delaware/USA, einbezogen (Symbol an der NYSE: RMD), welcher den Konzernabschluss für den größten und den kleinsten Kreis von Unternehmen darstellt. Der Konzernabschluss ist am Sitz dieser Gesellschaft erhältlich sowie im Internet abrufbar.

(4) Honorar Abschlussprüfer

Das Honorar für Abschlussprüfungsleistungen beträgt im Geschäftsjahr 2022/2023 TEUR 180 (Vorjahr TEUR 165).

(5) Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Geschäftsjahr 2022/2023

Im November 2023 hat die Konzernleitung eine Neuausrichtung des Konzerns beschlossen. Die Schwerpunkte des neuen Betriebsmodells liegen auf Produktfokussierung, Kundenzentrierung und Markenstärke. Die daraus entstehende neue Organisation beeinflusst auch die deutsche Organisation und damit die der Gesellschaft. Die detaillierten Auswirkungen lassen sich zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht genau abschätzen.

 

Martinsried, den 18.01.2024

ResMed GmbH Verwaltung

Geschäftsführung

Sascha Kreckmann

Isabel Niebelschütz geb. Kröniger

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis 30. Juni 2023

A. Grundlagen der Gesellschaft

1. Geschäftsmodell und organisatorische Struktur

ResMed ist ein global führender Hersteller medizinischer Atemgeräte. ResMed hat sich auf Produkte zur Diagnose und Therapie schlafbezogener Atmungsstörungen (SBAS) und der Heimbeatmung spezialisiert. Innovation, Kundenzufriedenheit und Qualität leiten seit der Unternehmensgründung die fortwährende Verbesserung der Produkte, Dienstleistungen und Prozesse der ResMed-Unternehmensgruppe. Der Standort Deutschland wird im Bereich der Medizintechnik durch die ResMed Germany Inc. mit den Unternehmen ResMed GmbH & Co. KG, ResMed Medizintechnik GmbH und ResMed Deutschland GmbH vertreten. Im Geschäftsjahr sind die Medifox Dan Gruppe sowie die mementor Unternehmen hinzugekommen. Beide sind im Bereich digitaler Lösungen und Produkte und nicht dem der Medizintechnik tätig.

Die Gesellschaft ist das deutsche Homecare-Unternehmen für den Bereich Schlafmedizin der ResMed Inc., Delaware/USA, die an der Börse in New York mit der Wertpapiernummer 895878 gelistet ist. Als Homecare-Provider versorgt ResMed Healthcare die Patienten mit den vom Facharzt verordneten Therapieformen, ergänzt diese durch hochwertige Produkte und qualifizierten Service und übernimmt die Abrechnung von Leistungen mit den Krankenkassen.

Deutschlandweit ist ResMed Healthcare mit über 50 Serviceniederlassungen und Dienstleistungszentren vertreten. Für die Kundengruppen Ärzte, medizinisches Fachpersonal, Kliniken, Patienten und Kostenträger bietet das Unternehmen ein hochqualitatives Produktsortiment und umfassende Service- und Dienstleistungen. Für Patienten bei ResMed Healthcare steht ein breites Spektrum an Serviceleistungen in den Bereichen schlafbezogener Atmungsstörungen zu Verfügung. Bis Ende Juni 2023 betreute ResMed Healthcare 248.000 Patienten mit Schlafapnoe deutschlandweit.

Die Gesellschaft unterliegt den Entwicklungen des Gesundheitssystems in Deutschland.

2. Standorte der Gesellschaft

Der Vertrieb unserer Produkte ist überwiegend in Martinsried angesiedelt. Für die technischen Dienste bedient sich die Gesellschaft der ResMed Medizintechnik GmbH, Gremsdorf, als Dienstleister. Die zentrale Logistik erfolgt über das Lager in Roermond, Niederlande. Um unseren Kunden die notwendige Unterstützung vor Ort zu bieten, haben wir an 59 Standorten Betriebsstätten und Repräsentanzen errichtet.

3. Forschung und Entwicklung

Der ResMed-Konzern betreibt an verschiedenen Standorten global Forschungs- und Entwicklungszentren in den Bereichen Geräteentwicklung und Software, um die Versorgung der Patienten und den stetigen Ausbau der Telemonitoringanwendungen weiter zu verbessern. Mittlerweile betreut ResMed Healthcare rund 106.000 Patienten unter CPAP-Therapie mit Telemonitoring, über 69.000 Patienten nutzen unsere interaktive Coaching App MyAir. In Zusammenarbeit mit externen Herstellern von sogenannten 3-D-Scannern wird am Produktionsstandort Lyon die Unterkieferprotrusionsschiene Narval CC im digitalen 3D-Druck gefertigt. Die Gesellschaft selbst ist nicht im Forschungs- und Entwicklungsbereich tätig. National laufen diverse Studien zur kontinuierlichen Verbesserung der Versorgung von Patienten.

4. Qualitätsmanagement und Zertifizierung

Gemeinsame Zertifizierungsgrundlage aller Unternehmen unter dem Dach der ResMed Germany Inc. ist die internationale Norm EN ISO 13485. Die Zertifizierung erfolgt durch den TÜV SÜD Product Service. Ausweislich der vom TÜV Süd Product Service vorgenommenen Audits entspricht unser Qualitätssystem den Anforderungen des Standards EN ISO 13485:2016. Der Hersteller ResMed Ltd. in Australien ist gemäß MDSAP und der DIN ISO 14001:2015 zertifiziert. Keine der deutschen Gesellschaften der ResMed-Gruppe ist Hersteller von Medizinprodukten. Demnach ist weder eine MDSAP noch eine MDR-Zertifizierung erforderlich.

B. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Nach den Berichten des Fachverbandes Spectaris (Eckdaten Spectaris 28.7.23) beschäftigt die Branche MedTech rund 160.000 Mitarbeitende. Die Höhe des Gesamtbranchenumsatzes belief sich im Jahre 2022 auf circa 38,4 Milliarden Euro. Der Bereich Medizintechnik ist im vergangenen Jahr mit 5,4 % gewachsen. Das Inlandsgeschäft lag mit 12,6 Milliarden Euro um 3,3 % über dem Vorjahresniveau. Die Exportquote 2022 der Medizintechnik-Unternehmen lag bei 67 % und ist somit um einen Prozentpunkt gestiegen.

Im Jahr 2022 wurden in Deutschland insgesamt 498,1 Milliarden Euro für Gesundheit ausgegeben. Das waren 5 % mehr als im Vorjahr. Der Anteil der Bruttowertschöpfung der Gesundheitswirtschaft an der Gesamtwirtschaft lag im Jahr 2022 bei 12,7 %, und somit nur 0,2% Prozentpunkte über der Vorjahreszahl, so dass weiterhin nicht von einer Kostenexplosion gesprochen werden kann. (Quelle: Bruttowertschöpfungsanteil der Gesundheitswirtschaft I Statista).

Die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) war - wie in den Vorjahren - der größte Ausgabenträger im Gesundheitswesen. Auch 2022 setzte sich dieser Trend fort. 274,3 Milliarden Euro gaben die Krankenkassen für die Gesundheitsversorgung ihrer Versicherten aus. Das sind 4,1 % mehr als im Vorjahr (Quelle: 20230913_GKV_Kennzahlen_Booklet_Q2-2023_300dpi_barrierefrei.pdf Seite 22)

Der von der Gesetzlichen Krankenversicherung getragene Ausgabenanteil an den gesamten Gesundheitsausgaben sank auf 53,3 % (Quelle: www.vdek.com/presse/daten/d.ausgaben.html)).

Laut der BVMed-Herbstumfrage 2023 zeigt sich die Umsatzentwicklung in der Medizintechnikbranche mit einem Plus von 4,8 % gegenüber den Corona-Krisenjahren leicht erholt. Die Gewinnsituation ist jedoch durch gestiegene Rohstoff-, Energie- und Logistikkosten stark angespannt. Dennoch bleibt die Branche ein Jobmotor, die Zahl der Arbeitsplätze steigt weiter. Die mit Abstand größte Bremse der künftigen MedTech-Entwicklung bleibt die EU-Medizinprodukte-Verordnung (MDR). Die Zeiten, in denen das europäische Regulierungssystem für Medizinprodukte dem US-amerikanischen FDA-System überlegen war, sind lange vorbei. Das zeigt auch die BVMed-Herbstumfrage überdeutlich. 53 % der Unternehmen präferieren das FDA-System, nur 12 % das MDR-System der EU. 35 % haben keine Präferenz.

An erster Stelle der gesundheitspolitischen Forderungen steht nach der BVMed-Herbstumfrage 2023 die Weiterentwicklung und Verbesserung des MDR-Systems. 77% der Teilnehmenden nennen dies. Besonders wichtig ist den Unternehmen zudem ein Fast-Track-Verfahren für Innovationen mit klaren Fristen (50 %) sowie ein Belastungsmoratorium für Medizintechnik-Unternehmen verbunden mit einem umfassenden Bürokratieabbau (43 %). Weitere wichtige Forderungen sind: Fachkräfte gewinnen (39 %), die digitale Transformation und Datennutzung vorantreiben (38 %) und die Lieferketten stärken, sowie die Resilienz des Gesundheitssystems erhöhen (37 %).

Bei der Nutzung digitaler Lösungen in den Unternehmen der MedTech-Branche werden die digitale Vernetzung bzw. Kommunikation mit Kund:innen und anderen Zielgruppen (63 %) sowie digitale Prozessoptimierungen in verschiedenen Unternehmensbereichen wie Vertrieb, Produktion sowie Einkauf (61 %) am häufigsten genannt.

(Quelle: / Ergebnisse der BVMed Herbstumfrage 2023, Berlin 17.10.23).

2. Personal

Im Durchschnitt beschäftigte die Gesellschaft im Geschäftsjahr vom 1.7.2022 bis zum 30.6.2023 345 (Vorjahr 343) Mitarbeitende im Alter von durchschnittlich 45 Jahren bzw. mit durchschnittlich etwa 9 Dienstjahren. Die Beschäftigten im Bereich Operations und im Patientenservicebereich stellen 47 % unserer Mitarbeitenden insgesamt dar. Die übrigen Beschäftigten arbeiten in Vertrieb und Verwaltung.

Die Fluktuation im Unternehmen liegt bei 11 %. Ein erheblicher Teil der Mitarbeiterinnen ist bereits seit vielen Jahren bei der Gesellschaft beschäftigt. 32 % der Angestellten sind länger als der Durchschnitt der Dienstjahre bei der ResMed GmbH & Co. KG beschäftigt.

3. Investitionen

Die Investitionen beliefen sich im Berichtsjahr 2022/2023 auf insgesamt TEUR 8.254 (Vorjahr TEUR 7.792). Der überwiegende Teil der Investitionen besteht aus im Rahmen von Fallpauschalen ausgegebenen Geräten von TEUR 7.893 (Vorjahr TEUR 7.561).

Weitere Investitionen betrafen zum überwiegenden Teil Ersatzinvestitionen im Bereich der Betriebs- und Geschäftsausstattung.

4. Finanzierung

Die Finanzierung der Gesellschaft erfolgt im Wesentlichen durch Eigenkapital, Lieferantenkredite anderer Konzerngesellschaften der ResMed-Gruppe sowie durch das Cashpooling der deutschen Gesellschaften (ohne Medifox) der ResMed-Gruppe. Die verfügbare Liquidität wird im Wesentlichen in den Forderungen gegen verbundene Unternehmen ausgewiesen. Im Geschäftsjahr erhöhte sich die dem Cashpooling zur Verfügung gestellte Liquidität um TEUR 7.176 (Vorjahr TEUR 16.115).

5. Umweltschutz

Die ResMed GmbH & Co. KG befolgt die Umweltschutzrichtlinien und -gesetze des Bundes und der Bundesländer sowie die internen Richtlinien und Vorgaben der Muttergesellschaft. Sie hat einen Umweltbeauftragten ElektroG (Elektronikgerätegesetz) definiert.

6. Wesentliche Ereignisse

Im Mai 2023 wurde ein sozialverträgliches Restrukturierungsprojekt für alle ResMed Gesellschaften in Deutschland aufgesetzt. Das Projekt war auf einzelne Stellen begrenzt, die als redundant angesehen wurden und keine Nachbesetzung erforderten. Im Rahmen dieses Restrukturierungsprozesses wurden keine Kündigungen ausgesprochen, sondern faire, sozialverträgliche Trennungsangebote unterbreitet. Die entsprechend gebildet Rückstellungen bestanden zum Geschäftsjahresende noch.

Neben ihrem Kerngeschäft betrieb die Gesellschaft auch den Vertrieb bestimmter medizinischer Produkte, deren Kunden verschiedene Krankenhäuser und Krankenhausketten sind (Clinical Direct Sales Business) sowie den Vertrieb zahnmedizinischer Produkte, welche den Zahnärzten in Rechnung gestellt werden (Narval Business). Zum 01.07.2022 übertrug die Gesellschaft diese Teilbetriebe an die ResMed Deutschland GmbH. Der diesbezügliche Umsatz betrug TEUR 5.361, die Herstellkosten TEUR 3.087.

Geschäftsverlauf

Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Die Bilanzsumme der Gesellschaft hat sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 13.454 auf TEUR 124.519 erhöht.

Die Erhöhung der Bilanzsumme resultiert auf der Aktivseite im Wesentlichen aus dem Anstieg der Forderungen gegen verbundene Unternehmen (TEUR 13.514) und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (TEUR 3.302). Gegenläufige Effekte sind vor allem der Rückgang des Anlagevermögens und der Vorräte.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen stiegen im Bereich der Cash Pool Forderungen und der Forderungen gegenüber der ResMed Deutschland GmbH, bei letzterer aufgrund von konzerninternen Verrechnungen.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind nur wegen vorübergehender Abrechnungsprobleme bei einzelnen Krankenkassen gestiegen. Vom Trend sinken die Forderungen. Das Anlagevermögen geht abschreibungsbedingt zurück, insbesondere im Bereich der Software und bei den Fallpauschalengeräten. Die Vorräte gehen wegen Prozessverbesserungsinitiativen stetig zurück.

Auf der Passivseite sind der Jahresüberschuss von TEUR 4.528, die Erhöhung des passiven Rechnungsabgrenzungspostens, der Anstieg der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sowie die Erhöhung der Rückstellungen die wesentlichsten Ursachen. Der Anstieg der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen ist im Wesentlichen auf Nachbelastungen für technischen Service der ResMed Medizintechnik GmbH zurückzuführen. Die Rückstellungen sind im Bereich Steuern und Personal gestiegen. Der Anstieg des passiven Rechnungsabgrenzungspostens ist auf die gestiegene Patientenbasis und damit mehr Verordnungen zurückzuführen. Zu den passiven Rechnungsabgrenzungsposten siehe auch Anhang III. (8).

Mit einer Eigenkapitalquote von 52 % (i. Vj. 54 %) weist die Gesellschaft weiterhin eine sehr solide Finanzierung auf.

Bezüglich der Veränderungen der außerbilanziellen Verpflichtungen wird auf den Anhang, Absatz III. (9) verwiesen.

Die Umsatzerlöse sanken im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um TEUR 2.436 (3 %). Dies ist auf die Ausgliederung des Clinical Direct Sales- und Narvalgeschäftes (für Einzelheiten siehe B.6.) zurückzuführen. Ohne die Ausgliederung hätte sich ein Anstieg um TEUR 2.925 (4%) ergeben. Der Anstieg ist im Wesentlichen auf die Gewinnung von Neugeschäft zurückzuführen, was sich an der gestiegenen Patientenbasis ablesen lässt. Die Bruttomarge liegt bei 83 % (i. Vj. 80%), und ist gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Die Personalaufwendungen sind mit TEUR 21.483 (i. Vj. TEUR 19.199) um TEUR 2.284 gestiegen Dies entspricht ca. 12%. Die Zahl der Mitarbeitenden ist um 0,6% gestiegen. Die Steigerung des Personalaufwands ergibt sich aber im Wesentlichen aufgrund der jährlichen Gehaltsanpassung sowie aufgrund von Abfindungen im Rahmen einer Restrukturierung (siehe B.6.). Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen sind gegenüber dem Vergleichszeitraum um TEUR 890 gesunken. Der Grund sind gesunkene Abschreibungen auf Fallpauschalengeräte aufgrund von Verschiebungen in der Altersstruktur. Der Zugang an Neugeräten ist zurückgegangen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen gegenüber dem Vorjahr um TEUR 1.558. Die Ursache liegt im Anstieg der Rechts- und Beratungs- und Reisekosten sowie der Verluste aus Anlagevermögen. Der starke Anstieg der Zinserträge liegt an den stark angestiegenen Zinssätzen sowie den signifikant angewachsenen Cash Pool Forderungen. Das von der ResMed Medizintechnik GmbH an die ResMed GmbH & Co. KG abgeführte Ergebnis fiel mit TEUR 1.485 um TEUR 283 niedriger aus als im Vorjahr.

Der Jahresüberschuss der Gesellschaft sank um TEUR 1.452 auf TEUR 4.529.

Das Unternehmen war jederzeit in der Lage, seinen finanziellen Verpflichtungen nachzukommen. Die laufenden Geschäftsausgaben wurden vollumfänglich aus dem erwirtschafteten Cash-Flow bestritten.

Insgesamt wird die Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage im abgelaufenen Geschäftsjahr positiv beurteilt.

Zur internen Steuerung der Gesellschaft werden im Wesentlichen die Umsatzerlöse und die Bruttomarge als finanzielle Leistungsindikatoren herangezogen. Das im Vorjahr prognostizierte moderate Wachstum der Umsatzerlöse ist eingetroffen, wenn man die ausgegliederten Umsätze mitberücksichtigt (siehe B.6.). Die Bruttomarge ist wie prognostiziert leicht gestiegen.

Weitere nicht finanzielle Leistungsindikatoren sind die telefonische Erreichbarkeit und die Prozessdurchlaufzeiten. Die Prozessdurchlaufzeiten sind signifikant gesunken. Die telefonische Erreichbarkeit ist im Jahresdurchschnitt leicht gesunken, aufgrund starkem Anrufaufkommen in den ersten 6 Monaten. Das hohe Anrufaufkommen hatte seine Gründe in der angespannten Situation bezüglich Geräteverfügbarkeit. Betrachtet man nur die letzten 6 Monate ist die telefonische Erreichbarkeit leicht gestiegen. Die Prozessdurchlaufzeiten sind aufgrund weiterer Effizienzsteigerungen der internen Abläufe gesunken.

C. Risiko-, Chancen- und Prognosebericht

1. Risikobericht

a) Risikomanagementsystem

Die ResMed GmbH & Co. KG ist gemäß dem Gesetz zur Kontrolle und Transparenz (KonTraG) in das im ResMed-Konzern implementierte Frühwarnsystem eingebunden. Hierdurch ist gewährleistet, dass bestandsgefährdende Risiken frühzeitig erkannt werden, um entsprechende Gegenmaßnahmen einleiten zu können. Derzeit werden keine bestandsgefährdenden Risiken gesehen.

Auch die Schulung der Mitarbeiterinnen hinsichtlich des Antikorruptionsgesetzes § 299 a und b SGB V trägt zum internen Risikomanagement bei.

Unser Planungs-, Kontroll- und Berichtssystem haben wir nach den Erfordernissen des US Sarbanes Oxley Act konfiguriert.

b) Risiken

Die ResMed GmbH & Co. KG sieht sich insb. im Bereich der Schlafapnoetherapie mit verschiedenen Risiken konfrontiert, welche im Folgenden in absteigender Reihenfolge ihrer Bedeutung erläutert werden.

Krankenversicherungen versuchen weiterhin, die Ausgaben für Hilfsmittel zu senken, um einen möglichst geringen Zusatzbeitrag für ihre Mitglieder erheben zu müssen. Gleichzeitig sieht sich das Unternehmen mit gestiegenen Anschaffungs- und Liefer- und Personalkosten konfrontiert, für die im Rahmen der Patientenversorgung eingesetzten Geräte und Zubehör, sowie die Services. Diese gestiegenen Kosten werden bisher nicht adäquat in den an die Krankenversicherungen berechneten Preisen reflektiert.

Angesichts der Aufhebung der Ausschreibungsoption in § 127 Abs. 1 SGB V a.F. hat die EU-Kommission am 25.7.2019 das Vorverfahren für ein Vertragsverletzungsverfahren gem. Art. 258 AEUV gegen Deutschland eröffnet. Die Kommission ist der Auffassung, dass das Verbot von Ausschreibungen zu Hilfsmitteln der EU-Richtlinie über die Vergabe öffentlicher Aufträge (2014/24/EU) zuwiderläuft. Das Verfahren wurde mittlerweile eingestellt. Die Kommission wies allerdings darauf hin, dass sie ihren Standpunkt überdenken könnte, falls sich neue Entwicklungen abzeichnen oder falls ihr neue Fakten zur Kenntnis gebracht werden.

Der Preisdruck der vergangenen Jahre hat zudem zu einer Konsolidierung der Marktteilnehmer geführt. Daher besteht das Risiko, dass der Wettbewerbsdruck unter den wenigen verbliebenen großen Anbietern weiterhin zunimmt.

Ebenso werden die gestiegenen Anforderungen und zu erwartenden steigenden Kosten durch die Umsetzung der EU-Medizinprodukteverordnung (MDR) und der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) den Druck auf die Margen weiter erhöhen.

Die Gesellschaft begegnet dieser Entwicklung mit der Anpassung der internen Kostenstrukturen, durch eine verstärkte Fokussierung auf Märkte oder Produkte mit besserer Profitabilität sowie durch den Ausbau neuer Geschäftsfelder.

ResMed bietet verstärkt digitale Therapiebegleitung zur Steigerung der Therapieakzeptanz, Verbesserung des Therapieerfolges und somit zur Steigerung der Qualität der Versorgung an. Daraus ergeben sich Risiken in Bezug auf Datensicherheit und Datenschutz. Das Unternehmen erfüllt die Vorgaben der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) und investiert kontinuierlich in den Ausbau und Aufbau von Cybersecurity-Ressourcen.

Innovationen und technische Merkmale sind nur für kurze Zeit Alleinstellungsmerkmale. Wettbewerbsprodukte kommen in kürzer werdenden Entwicklungszyklen auf den Markt. Die Gesellschaft sieht sich für diese Entwicklung, angesichts der Einbindung in die kapital- und finanzstarke ResMed-Gruppe, gut gerüstet.

Forderungsausfallrisiken bestehen im Wesentlichen bei der Kundengruppe der Privatpatienten und der niedergelassenen Ärzte, die aber nur rd. 17 % der Geschäftstätigkeit ausmachen. Diesem Risiko wird durch ein proaktives Forderungsmanagement begegnet.

2. Chancenbericht

Dem steigenden Preis- und Wettbewerbsdruck und damit verbundenen Anforderungen an die Effizienz der Organisation begegnet ResMed durch den Aufbau einer agilen Organisationsstruktur insbesondere im Bereich der Shared Services, welche durch die ResMed Germany Inc. zur Verfügung gestellt werden.

Wir fordern von den Krankenkassen bei der Preisgestaltung auch die Berücksichtigung von Qualitätskriterien, wie zum Beispiel die digitale Therapiebegleitung bei Schlafapnoe Patienten. Jeden Monat begrüßen wir ca. 1.100 neue Patienten als Teilnehmer in dem Versorgungsprogramm, das entspricht ca. 46 % der Neupatienten. Aufgrund des Alleinstellungsmerkmals der ResMed GmbH & Co. KG im Bereich digitaler Therapiebegleitung und der steigenden Patientenzahl sehen wir dem Ausbau dieses Geschäftsfeldes positiv entgegen - auch wenn der Anteil an Neupatienten in digitaler Therapiebegleitung im Vergleich zum Vorjahr gesunken ist. Ursache hierfür waren nicht fehlendes Interesse, sondern krisenbedingte Lieferengpässe bei für das Telemonitoring nötigen Bauteilen.

3. Zukünftige Entwicklung/Ausblick

In Zeiten des andauernden Fachkräftemangels und der zunehmenden Alterung der Gesellschaft kommt den Homecare-Unternehmen bei der Versorgung der Menschen im häuslichen und pflegerischen Umfeld sowie dem stetigen Ausbau der Digitalisierung im Gesundheitswesen eine steigende Bedeutung zu.

Aufgrund dieser Entwicklungen, aber insbesondere auch angesichts der fortlaufenden gesetzlichen Änderungen im Gesundheitswesen, der Deckelung der Ausgaben für Hilfsmittel im Heil- und Hilfsmittelbudget sowie des steigenden Kostendrucks der Krankenversicherungen, zuletzt angetrieben durch den Zusatzbeitrag und durch die weitere Konsolidierung der gesetzlichen Krankenkassen, befindet sich der deutsche Gesundheitsmarkt nach wie vor im Umbruch.

ResMed wird weiterhin gegenüber Ärzten, medizinischem Fachpersonal und den Patienten als verlässlicher und unterstützender Partner und Dienstleister auftreten, der die erforderlichen Veränderungen unterstützt. Zudem wird ResMed die bereits sehr positiven Kontakte und vertraglichen Beziehungen zu den Krankenkassen weiter ausbauen, den Wert der CPAP-Therapie auch hinsichtlich Prävention darstellen und in den Preisdiskussionen auch Qualitäts-/Servicefaktoren einfließen lassen. ResMed erwartet durch digitale Therapiebegleitung eine signifikante Reduktion von Therapieabbrüchen und somit einen sehr positiven Effekt auf die Entwicklung der Patientenbasis. Dadurch kann einem drohenden Umsatzrückgang aufgrund des Preisdrucks entgegengewirkt werden. Des Weiteren kann ResMed mit innovativen, digitalen Lösungen (z.B. digitaler Therapiebegleitung nicht invasiv beatmeter Patienten und HomeSleepTesting) allen beteiligten Akteuren in der Behandlung von COPD (Chronic Obstructive Pulmonary Disease) und OSA (Obstructive Sleep Apnea) Mehrwert bieten und sich differenzieren.

Für das Geschäftsjahr 2023/2024 erwartet die Gesellschaft ein leichtes Wachstum der Umsatzerlöse mit einer stabilen Bruttomarge durch Konzentration auf ertragreiche Geschäftsfelder, Reduktion von weniger profitablen Aktivitäten und Steigerung der Effizienz interner Prozesse.

Bei den Prozessdurchlaufzeiten erwarten wir einen leichten Anstieg durch Umstellung einiger Krankenkassenverträge. Dieser wird aber nur vorübergehend sein, bis die Umstellungsphase abgeschlossen ist. Wir rechnen damit, dass sich die telefonische Erreichbarkeit auf dem hohen Vorjahresniveau stabilisieren wird.

 

18. Januar 2024

ResMed GmbH & Co. KG

Geschäftsführung

Sascha Kreckmann

Isabel Niebelschütz

Wirtschaftliche Grundlagen

Tätigkeitsgebiet Wirtschaftlicher Gegenstand des Unternehmens ist der Handel von und der Service für Atemtherapiesysteme und mit diesen in Verbindung stehenden medizinischen Produkten zur Therapie schlafbezogener Atmungsstörungen. Hierbei werden die Therapiegeräte teilweise direkt verkauft oder im Rahmen von Dienstleistungspauschalen dem Patienten überlassen. Im Rahmen dieser Gestaltung erbringt die Gesellschaft auch Dienstleistungen (insbesondere Wartung) für die Laufzeit des Vertrages. Die Beschaffung der Produkte erfolgt überwiegend bei verbundenen Unternehmen. Zu den Kunden der Gesellschaft gehören zum überwiegenden Teil Krankenkassen, welche die von der Gesellschaft vertriebenen medizinischen Produkte für ihre Patienten erwerben. Die Gesellschaft hat mit mehreren Krankenkassen sogenannte "Versorgungspauschalverträge" abgeschlossen. Diese Verträge regeln die Versorgung der Versicherten mit Geräten zur Behandlung von schlafbezogenen Atmungsstörungen sowie die damit verbundenen Dienst- und Serviceleistungen.
Geschäftsräume Die Gesellschaft betreibt ihren Geschäftsbetrieb in Martinsried auf angemietetem Grund und Boden.
Personal Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer ist im Anhang der Gesellschaft (Anlage 1.3) aufgeführt.
Wichtige Verträge Ergebnisabführungsvertrag
Am 8. Juni 2007 wurde ein Ergebnisabführungsvertrag zwischen der ResMed GmbH & Co. KG, Martinsried, und der ResMed Medizintechnik GmbH, Gremsdorf, geschlossen. Die ResMed Medizintechnik GmbH hat sich darin verpflichtet, das Ergebnis an die ResMed GmbH & Co. KG abzuführen. Der Vertrag wurde mit Eintragung in das Handelsregister am 14. Juni 2007 wirksam und kam erstmals für das Wirtschaftsjahr mit Ende zum 30. Juni 2007 zur Anwendung.
Distributionsverträge
In Distributionsverträgen wurde zwischen der Gesellschaft und der ResMed Ltd., Bella Vista/Australien, der ResMed European Operations und der ResMed Deutschland GmbH sowie zwischen der ResMed Asia Operations, Singapur, und den oben genannten Gesellschaften, jeweils vom 5. Juli 2011, die Verrechnungspreisgestaltung geregelt. In diesen Verträgen wird die ResMed GmbH & Co. KG als Distributor festgelegt, der seine Produkte vom Supplier, der ResMed Deutschland GmbH, bezieht. Darin wird weiterhin festgelegt, dass die der Gesellschaft in Rechnung gestellten Preise für Warenbezüge eine bei Dritten übliche operative Marge ermöglichen.
Cash Pooling-Vertrag
Im Geschäftsjahr 2015/2016 wurde ein Cash-Pooling innerhalb der deutschen ResMed-Gruppe eingerichtet.

Gesellschaftsrechtliche Grundlagen

Gründung 1. Juli 1996
Firma ResMed GmbH & Co. KG
Sitz Martinsried
Gesellschaftsvertrag Der Gesellschaftsvertrag in der derzeit gültigen Fassung datiert vom 20. Dezember 2023.
Handelsregister Amtsgericht München, HRA 85330; letzter vorliegender Auszug vom 10. Juli 2023
Gegenstand Handel von und Service für Atemtherapiegeräte und mit diesen in Verbindung stehenden medizinischen Produkten zur Therapie schlafbezogener Atmungsstörungen
Geschäftsjahr Das Geschäftsjahr beginnt jeweils am 1. Juli und endet am 30. Juni des Folgejahres.
Kapitalverhältnisse Komplementärin ohne Einlage ist die ResMed GmbH Verwaltung, Martinsried. Kommanditistin mit einer Einlage von EUR 51.129,19 ist die ResMed Beteiligungs GmbH, Martinsried.
Vorjahresabschluss In der Gesellschafterversammlung am 25. Mai 2023 ist
(1) der von der Geschäftsführung aufgestellte, von uns geprüfte und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehene Jahresabschluss zum 30. Juni 2022 nebst Lagebericht vorgelegt und der Jahresabschluss festgestellt worden;
(2) der Geschäftsführung der Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2021/2022 Entlastung erteilt worden;
(3) beschlossen worden, den Gewinn der Gesellschaft für das zum 30. Juni 2022 endende Geschäftsjahr auf neue Rechnung vorzutragen.
In der Gesellschafterversammlung am 20. Dezember 2023 ist beschlossen worden, den Gewinn der Gesellschaft für das zum 30. Juni 2022 endende Geschäftsjahr auf das Kapitalkonto II (Kapitalrücklage) zu übertragen.
Größe der Gesellschaft Die Gesellschaft erfüllt zum Bilanzstichtag die Merkmale einer großen Gesellschaft i. S. d. § 267 Abs. 3 HGB.
Verbundene Unternehmen ResMed Inc., San Diego/USA, sowie deren Tochtergesellschaften. Der Jahresabschluss der Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der ResMed Inc. einbezogen. Die Gesellschaft hält eine 100%ige Beteiligung an der ResMed Medizintechnik GmbH, Gremsdorf.
Unternehmensverträge Am 8. Juni 2007 wurde ein Ergebnisabführungsvertrag zwischen der ResMed GmbH & Co. KG, Martinsried, und der ResMed Medizintechnik GmbH, Gremsdorf, geschlossen. Die ResMed Medizintechnik GmbH hat sich verpflichtet, das Ergebnis an die ResMed GmbH & Co. KG abzuführen. Der Vertrag wurde mit Eintragung in das Handelsregister am 14. Juni 2007 wirksam und kam erstmals für das Wirtschaftsjahr, das am 30. Juni 2007 endete, zur Anwendung. Am 26. Januar 2022 wurde ein Dienstleistungsvertrag zwischen ResMed GmbH & Co. KG, Martinsried, und der ResMed Medizintechnik GmbH, Gremsdorf, schriftlich dokumentiert. Gemäß diesem Vertrag erbringt die ResMed Medizintechnik GmbH seit dem 1. Juli 2021 sowohl technische als auch logistische Dienstleistungen an die ResMed GmbH & Co. KG.
Geschäftsführer Die Mitglieder der Geschäftsführung sind im Anhang der Gesellschaft (Anlage 1.3) aufgeführt.
Steuerliche Verhältnisse Die letzte steuerliche Außenprüfung umfasste die Veranlagungszeiträume 2015 bis 2017 (Körperschafts- und Gewerbesteuer) sowie 2014 bis 2016 (Umsatzsteuer). Die Außenprüfung wurde am 9. November 2021 beendet. Aufgrund der Feststellungen sind lediglich geringfügige Anpassungen notwendig. Es besteht eine gewerbe- und körperschaftsteuerliche Organschaft zur ResMed Medizintechnik GmbH.

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