Siedlungswerk Fulda eG

Stammdaten

Register
Amtsgericht Fulda GnR 106
Vorher
Siedlungswerk Fulda e.G. (eingetragene Genossenschaft)
Eingetragen
12.10.1948
Branche
Kauf und Verkauf von eigenen Gewerbegrundstücken und NichtwohngebäudenKreditinstitute des GenossenschaftssektorsVerwaltung von Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden für Dritte
Gegenstand
Die Genossenschaft kann Bauten in allen Rechts- und Nutzungsformen bewirtschaften, errichten, erwerben, vermitteln, veräußern und betreuen; sie kann alle im Bereich der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft, des Städtebaus und der Infrastruktur anfallenden Aufgaben übernehmen. Hierzu gehören Gemeinschaftsanlagen und Folgeeinrichtungen. Läden und Räume für Gewerbebetriebe, soziale, wirtschaftliche und kulturelle Einrichtungen und Dienstleistungen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Richard Nüchter
seit 23.8.2024
Vorstandsmitglied
Jürgen Obermeier
seit 4.7.2016
Vorstandsmitglied
Frank Nieburg
seit 21.10.2005
Vorstandsmitglied

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Siedlungswerk Fulda eG

Fulda

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht über das Geschäftsjahr 2023

Allgemein

Die Genossenschaft wurde im Jahr 1947 angesichts des durch den Krieg entstandenen Mangels zur Schaffung von Wohnraum gegründet. Die Genossenschaft fördert ihre Mitglieder vorrangig durch eine gute, sichere und sozial verantwortbare Wohnungsversorgung.

Die wirtschaftliche Lage der Genossenschaft war im Jahr 2023 von Kontinuität geprägt. Zahlungsbereitschaft und eine ausreichende Finanzreserve waren jederzeit gegeben. Risiken, die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich negativ beeinflusst hätten, sind nicht aufgetreten.

Bestandsoptimierung im Anlagevermögen

Die Entwicklung am Mietwohnungsmarkt erfordert zur Erhaltung der Wirtschaftlichkeit auch von der Siedlungswerk Fulda eG, sich auf aktuelle und künftige Entwicklungen einzustellen. Hierzu ist der Wohnungsbestand der Siedlungswerk Fulda eG ständig auf Marktgerechtigkeit zu überprüfen.

Die Faktoren Lage, künftige Vermietbarkeit und Modernisierungsaufwand sind in diesem Zusammenhang von besonderer Bedeutung. Der Bestand ist dabei durch Modernisierung, Abriss und Neubau in einem marktgerechten Zustand zu halten.

Außerdem ist der Bestand durch zeitgemäßen, modernen Wohnungsneubau zu erweitern.

Klimastrategie

Die im Berichtsjahr 2022 entwickelte Klimastrategie wurde weiterentwickelt. Die in diesem Zusammenhang erstellte Rangliste wurde entsprechend der Durchführung von Modernisierungsmaßnahmen und Gewinnung weiterer Erkenntnisse fortgeführt.

Im Berichtsjahr wurden Gespräche mit der Rhönenergie Fulda GmbH zwecks Erörterung der Möglichkeit der Errichtung möglicher Wärmenetze zur Nahwärmeversorgung aufgenommen. Im laufenden Jahr wurde als Ergebnis für 3 Bereiche der Stadt Fulda die Erstellung einer Machbarkeitsstudie beschlossen. Rund 590 unserer Wohnungen können möglicherweise über diese Netze mit Wärme versorgt werden. Hinsichtlich der Heizungsversorgung sind die betreffenden Wohnungen daher vorerst aus der oben genannten Rangliste ausgeklammert worden.

Mit dem Instandhaltungsplan für das Jahr 2024 wird erreicht, dass sich, abgesehen von zum Ersatzbau bzw. möglichen Verkäufen vorgesehenen Objekten, keine Gebäude der Klimaklasse G mehr im Bestand befinden.

Ziel der Klimastrategie bleibt die schrittweise systematische Überarbeitung des gesamten Bestandes in energetischer Hinsicht. Hierfür werden in Zukunft erhebliche Mittel aufgewendet werden müssen und eine öffentliche Förderung der Maßnahmen ist wirtschaftlich unabdingbar, da die erheblichen Kosten dieser Maßnahmen nicht allein durch das Unternehmen und seine in den Gebäuden wohnenden Mitglieder getragen werden können.

Bauvorhaben Waidesgrund

Die Siedlungswerk Fulda eG hatte sich im Rahmen einer Konzeptvergabe um ein Baufeld im Neubaubereich Waidesgrund in Fulda beworben. Es handelt sich dabei um ein rund 4000 qm großes Grundstück. Die Planung der Genossenschaft sieht eine Bebauung mit 69 Wohnungen vor.

Inzwischen wurde ein entsprechender Erbbaurechtsvertrag mit der Stadt Fulda über dieses Grundstück abgeschlossen. Es ist eine Förderung des Landes Hessen sowie der Stadt Fulda für 11 Wohnungen für Familien mit geringem Einkommen sowie 11 Wohnungen für Familien mit mittlerem Einkommen vorgesehen.

Die gesamten Gebäude werden im KFW 40-Standard errichtet. Es liegt in diesem Zusammenhang eine Förderzusage der KFW aus dem Programm Klimafreundlicher Neubau für die Effizienzhausstufe 40 mit Qualitätssiegel nachhaltiges Gebäude plus (QNG-+) vor. Diese Mittel decken einen erheblichen Teil der Baukosten ab.

Mit dem Bau der Maßnahme wird voraussichtlich im Herbst 2024 begonnen, mit der Fertigstellung wird für das Jahr 2027 gerechnet.

Modernisierung /Instandhaltung Miethäuser

Im Bereich der laufenden Instandhaltung ist in den einzelnen Gewerken nach wie vor die Auftragsvergabe an das überlastete Handwerk schwierig. Die Materialpreise bewegen sich, aufgrund der nach wie vor schwierigen politischen Weltlage, auf einem hohen Niveau. Eine Erhöhung des Modernisierungs- und Instandhaltungsbudgets wurde erneut notwendig, nicht zuletzt aufgrund der Umsetzung der Klimastrategie.

Ein Teil dieser Kosten wird dabei auch in Zukunft aus den eigenen Mitteln der Genossenschaft bestritten. Eine zusätzliche Finanzierung mit Fremdmitteln muss jedoch ebenso ins Auge gefasst werden. Die Modernisierungs- und Instandhaltungsaufwendungen beliefen sich im Jahr 2023 auf 2.145.224,58 €. Es handelte sich dabei um folgende größere Maßnahmen:

WE Kosten
Diverse Objekte
Modernisierung von kompletter Wohnung mit Bad und teilweise Küche 25 723.000,-
Thermentausch 25 130.000,-
Objektbezogene größere Maßnahmen
Leipzigerstraße 23 und 23a 23 30.000,-
Fenstererneuerung mit Fensterfalzlüftern
Treppenhaus Heinrichstraße 47 und Röhnstraße 11 30 30.000,-
Fenstererneuerung mit Fensterfalzlüftern
Petersbergerstraße 45 10 40.000,-
Fenstererneuerung mit Fensterfalzlüftern
Heinrich v. Bibra Platz 16 und 18 16 32.000,-
Fenstererneuerung mit Fensterfalzlüftern
Schillerstraße 7, 9, 10 12 87.000,-
Fenstererneuerung mit Fensterfalzlüftern
Ebersbergweg 3, 5, 7, 9 28 86.000,-
Fenstererneuerung mit Fensterfalzlüftern
In den Auegärten 4, Fulda 13 80.000,-
Aufzugsanlage erneuert
diverse Objekte Stromzähler in den Keller verlegt und Zuleitungen erneuert 80.000,-
Treppenhäuser renoviert

Modernisierungs- und Instandhaltungsaufwand

Aufwendungen für Instandhaltung / Modernisierung insgesamt in
2019 1.455.282,84
2020 1.556.696,05
2021 2.124.661,58
2022 1.516.313,71
2023 2.145.224,58

Die allein für Instandhaltung aufgewendeten Beträge entsprechen 24,56 € / qm Wohn- und Nutzfläche

Bestandsbewirtschaftung

Der vom Siedlungswerk verwaltete eigene Wohnungsbestand zum 31. Dezember 2022 setzt sich wie folgt zusammen:

Wohnungen Garagen Stellplätze Gewerbe-einheiten Gäste-wohnungen Sonst.
1.263 340 184 19 2 10

Der eigene Mietwohnungsbestand ist ausgestattet mit:

Warmwasserzentralheizung Gas 607 WE = 48,1 %
Warmwasserzentralheizung Pellets 142 WE = 11,2 %
Gas-Etagenheizung 496 WE = 39,2 %
Fernheizung 12 WE = 0,9 %
Kohle / Öl / Gas - Einzelöfen 6 WE = 0,5 %
1.263 WE = 100,0 %

Entwicklung der Durchschnittsmieten

Frei finanzierte Wohnungen Öffentlich geförderte Wohnungen
Grundmiete Gesamtmiete einschl. Betriebskosten Grundmiete Gesamtmiete einschl. Betriebskosten
2018 4,66 € /qm 6,70 € /qm 4,33 € /qm 6,73 € /qm
2019 4,99 € /qm 7,09 € /qm 4,30 € /qm 6,72 € /qm
2020 5,15 € /qm 7,32 € /qm 4,36 € /qm 6,86 € /qm
2021 5,35 € /qm 7,53 € /qm 4,40 € /qm 6,83 € /qm
2022 5,38 € /qm 7,98 € /qm 4,40 € /qm 7,69 € /qm
2023 5,47 € /qm 8,13 € /qm 4,62 € /qm 7,99 € /qm

Aufgrund der Kostensteigerungen, insbesondere im Bereich Instandhaltung und Modernisierung wie aber auch im All­gemeinen in vielen anderen Bereichen waren Erhöhungen der Mieten auch im Jahr 2023 unumgänglich. Die Mietanpassungen waren dabei moderat und unterhalb der gesetzlich zulässigen Grenzen. Auch wurden ausschließlich die Mieten bei Wohnungen angepasst, bei denen die vorherige Mietanpassung einige Jahre zurück lag. Auch hier wurden die gesetzlichen Möglichkeiten nicht ausgeschöpft.

Vermietungssituation

Im Jahr 2023 gab es 105 Mieterwechsel und zwar bei: 68 Wohnungen, 15 Garagen und 22 Stellplätzen. Wohnungswechsel innerhalb der Genossenschaft 9.

Die Leerstandsquote bezogen auf Erlösschmälerungen betrug im Berichtsjahr 0,78 %. Darin enthalten sind instandhaltungs- und modernisierungsbedingte Leerstände.

Vermögenslage

Bilanzstruktur

31.12.2023 31.12.2022
Aktiva TEUR TEUR TEUR %
Immaterielle Vermögensgegenstände 0 0 0 0
Sachanlagen 38.214,90 79,6 38.900,00 82,1
Finanzanlagen 100,1 0,2 100,1 0,2
Anlagevermögen 38.315,00 79,8 39.000,00 82,3
Zum Verkauf bestimmte Grundstücke und andere Vorräte 2.188,10 4,6 2.266,60 4,8
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 163,6 0,3 660,8 1,4
Flüssige Mittel 7.370,50 15,3 5.470,70 11,6
Rechnungsabgrenzungsposten 3,8 0 7,5 0
Umlaufvermögen und RAP 9.726,00 20,4 8.405,60 17,7
Bilanzsumme 48.041,00 100 47.405,70 100
Passiva TEUR TEUR TEUR TEUR
Geschäftsguthaben 1.577,70 3,3 1.595,60 3,4
Ergebnisrücklagen 27.635,70 57,5 27.034,30 57
Bilanzgewinn 60,5 0,1 61,1 0,1
Eigenkapital 29.273,90 60,9 28.691,00 60,5
Steuerrückstellungen 25,3 0,1 25,3 0,1
Sonstige Rückstellungen 301,5 0,6 124,8 0,3
Rückstellungen 326,8 0,7 150,1 0,3
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 15.290,80 31,8
und gegenüber anderen Kreditgebern 15.770,30 33,3
Erhaltene Anzahlungen, Verbindlichkeiten aus Vermietung, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten 3.146,00 6,6 2.787,00 5,9
Rechnungsabgrenzungsposten 3,6 0 7,3 0
Verbindlichkeiten und RAP 18.440,40 38,4 18.564,60 39,2
Bilanzsumme 48.041,00 100 47.405,70 100

(Additionsabweichungen beruhen auf Rundungen)

Kennzahlen zur Bilanzstruktur

2023 2022 2021
Eigenkapitalquote Eigenkapital in % 60,94 60,52 59,01
Bilanzsumme
Anlagenintensität Anlagevermögen in % 79,75 82,27 86,55
Bilanzsumme
Sachanlagenintensität Sachanlagen in % 79,55 82,06 86,34
Bilanzsumme
Anlagendeckungsgrad Eigenkapital + in % 116,18 113,95 108,86
langfristige Verbindlichkeiten
Anlagevermögen
Langfristiger Verschuldungsgrad Langfristige Verbindlichkeiten in % 31,73 33,22 35,21
Bilanzsumme

Analyse der Vermögenslage

Das Gesamtvermögen der Genossenschaft hat sich im Geschäftsjahr um TEUR 635,3 erhöht. Dabei haben sich das Umlaufvermögen und die Rechnungsabgrenzungsposten um TEUR  1.320,3 erhöht, während sich das Anlagevermögen um TEUR  685,0 vermindert hat.

Die Verminderung des Anlagevermögens ergibt sich aus Zugängen von TEUR 309,9, denen Abgänge von TEUR 13,5 und Abschreibungen von TEUR 986,5 gegenüberstehen.

Die Erhöhung des Umlaufvermögens resultiert aus einer Erhöhung der flüssigen Mittel um TEUR 1.899,8, der eine Verminderung der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände um TEUR 497,2, eine Verminderung der Vorräte um TEUR 78,5 und eine Verminderung der Rechnungsabgrenzungsposten um TEUR 3,7 gegenübersteht.

Das Eigenkapital hat sich im Geschäftsjahr um TEUR 582,9 erhöht. Dies resultiert aus dem im Geschäftsjahr erzielten Jahresüberschuss von TEUR 661,9, dem eine Verminderung der Geschäftsguthaben um TEUR 17,9 und der Abfluss der im Jahr 2023 für das Jahr 2022 gezahlten Dividende von TEUR 61,1 gegenüberstehen.

Der prozentuale Anteil des Eigenkapitals hat sich von 60,52 % im Jahr 2022 auf 60,94 % im Jahr 2023 erhöht.

Die Rückstellungen haben sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 176,7 erhöht.

Die Verminderung der Verbindlichkeiten und der Rechnungsabgrenzungsposten um TEUR 106,2 resultiert im Wesentlichen aus den Tilgungen auf Dauerfinanzierungsmittel von TEUR 479,5, denen die Erhöhung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um TEUR 22,2, der Verbindlichkeiten aus Vermietung um TEUR 19,3 und der erhaltenen Anzahlungen um TEUR 320,4 gegenübersteht. Die sonstigen Verbindlichkeiten haben sich um TEUR 3,0 und die Rechnungsabgrenzungsposten um TEUR 3,7 vermindert. 

Finanzlage

Veränderung des Finanzmittelbestandes

Die Veränderung des Finanzmittelbestandes vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023, analysiert nach den Quellen des Mittelzuflusses und der Mittelverwendung, ergibt sich aus der nachstehend dargestellten Kapitalflussrechnung (Additionsabweichungen beruhen auf Rundungen).

2023 2022
TEUR TEUR
1. Jahresüberschuss 661,9 1.504,10
2. +/- Abschreibungen/Zuschreibungen auf Gegenstände 986,5 988
des Anlagevermögens
3. +/- Zunahme/Abnahme der sonstigen Rückstellungen 176,7 20,8
4. +/- Abnahme/Zunahme der Vorräte, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 445,3 - 440,6
5. +/- Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 382,6 -273,9
6. +/- Gewinn/Verlust aus dem Abgang von Gegenständen -5,4 -336,4
des Anlagevermögens
7. +/- Zinsaufwendungen/Zinserträge 184,9 209,9
8. +/- Ertragsteueraufwand/- ertrag 20,2 151,7
9. +/- Ertragsteuerzahlungen /-erstattungen 114 -152,4
10. = Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 2.966,70 2.219,00
11. + Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen 18,9 0
des Sachanlagevermögens
12. - Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen und Umbuchung von Umlaufvermögen in das Anlagevermögen -314,9 -19,4
13. + Erhaltene Zinsen 18,9 0,9
14. = Cashflow aus der Investitionstätigkeit -277,1 -18,5
15. +/- Nettoveränderung der Geschäftsguthaben -17,9 -15,8
16. + Einzahlungen aus der Aufnahme von Dauerfinanzierungsmitteln 0 0
17. - Auszahlungen aus der planmäßigen Tilgung von Darlehen -506,8 -518,4
18 - Auszahlungen aus der Rückzahlung von Darlehen 0 0
19. - Gezahlte Zinsen -203,7 -210,8
20. - Gezahlte Dividenden -61,1 -61,2
21. = Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -789,5 -806,2
22. Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds 1.899,80 1.394,30
23. + Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 5.470,70 4.076,40
24. = Finanzmittelfonds am Ende der Periode 7.370,50 5.470,70
Jahres-Cashflow (Ziffer 1.-2.) 1.648,40 2.492,10

Kennzahlen zur Finanzlage

2023 2022 2021
Cashflow vgl. Kapitalflussrechnung in TEUR 1.648,40 2.492,10 1.570,10
Dynamischer Verschuldungsgrad Dauerfremdfinanzierungsmittel 9,25 6,32 10,37
Cashflow
Tilgungskraft Cashflow 3,25 4,81 3,03
Planmäßige Tilgungen

Analyse der Finanzlage

Im Geschäftsjahr 2023 ergibt sich ein positiver Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit in Höhe von TEUR 2.966,7. Insbesondere der Jahresüberschuss (TEUR 661,9), die Abschreibungen auf Anlagevermögen (TEUR 986,5), die Zunahme der sonstigen Rückstellungen (TEUR 176,7), die Abnahme der Vorräte und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva (TEUR 445,3), die Zunahme von Verbindlichkeiten (TEUR 382,6) und die Hinzurechnung des Saldos aus den Zinsaufwendungen und der Zinserträge (TEUR 184,9) haben sich positiv ausgewirkt.

Im Bereich der Investitionstätigkeit hat sich im Geschäftsjahr 2023 ein Mittelabfluss in Höhe von TEUR 277,1 ergeben. Dieser Mittelabfluss resultiert insbesondere aus Auszahlungen im Zusammenhang mit Investitionen in das Anlagevermögen (TEUR -314,9), dem Einzahlungen aus Abgängen von Vermögensgegenständen des Anlagevermögens (TEUR 18,9) und erhaltene Zinsen (TEUR 18,9) gegenüberstehen.

Im Bereich der Finanzierungstätigkeit hat sich durch die planmäßigen Tilgungen von TEUR -506,8, die gezahlten ­Zinsen von TEUR 203,7, die Verminderung der Geschäftsguthaben um TEUR -17,9 und die Zahlung der Dividenden von TEUR -61,1 ein negativer Cashflow von TEUR 789,5 ergeben.

Insgesamt haben die zahlungswirksamen Veränderungen der einzelnen Bereiche im Jahr 2023 zu einer Erhöhung der Finanzreserve um TEUR 1.899,8 auf TEUR 7.370,5 geführt.

Die Zahlungsfähigkeit der Genossenschaft war im Geschäftsjahr 2023 jederzeit gegeben. Seitens eines Kreditinstitutes besteht im Übrigen die Zusage über eine Kontokorrentkreditlinie in Höhe von EUR 100.000,00, die im Jahr 2023 und zum 31.12.2023 nicht in Anspruch genommen wurde.

Ertragslage

Die Genossenschaft schließt das Geschäftsjahr 2023 mit einem Jahresüberschuss von TEUR 661,9 ab. Der Jahresüberschuss hat sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 842,2 verringert.

Das ordentliche Ergebnis wurde insbesondere durch den Überschuss im Leistungsbereich Hausbewirtschaftung geprägt. In diesem Bereich hat sich gegenüber dem Vorjahr eine Verminderung des Überschusses um TEUR  648,7 ergeben. Die Sollmieten haben sich um TEUR 67,0 erhöht. Die Instandhaltungskosten haben sich um TEUR 691,8 erhöht, was in der Hauptsache das geringere Ergebnis bedingt. Die Betriebskosten haben sich um TEUR 335,3 und die Verwaltungskosten haben sich um TEUR 54,1 verringert. Die Zinsaufwendungen haben sich um TEUR 7,0 verringert.

Die Instandhaltungskosten sind gegenüber dem für das Jahr 2023 aufgestellten Wirtschaftsplan um TEUR 187,2 höher ausgefallen.

Im Bereich der Mitgliederbetreuung hat sich ein gegenüber dem Vorjahr erhöhter Fehlbetrag (TEUR 83,4) ergeben.

Die der Bautätigkeit zuzurechnenden und nicht aktivierten Verwaltungskosten, Zinsaufwendungen und Grundsteuern haben sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 2,2 auf TEUR 19,4 vermindert. Es handelt sich um Aufwendungen des Jahres 2023, die zukünftigen Neubaumaßnahmen zuzurechnen sind.

Das Ergebnis aus der Kapitaldisposition hat sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 15,3 verbessert. Der Fehlbetrag aus dem Leistungsbereich der anderen Lieferungen und Leistungen hat sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 26,7 auf TEUR 32,1 erhöht.

Im Bereich der außerordentlichen Rechnung hat sich im Jahr 2023 ein Überschuss von TEUR 52,5 (i.V. TEUR 358,6) ergeben. Der Überschuss des Vorjahrs beruhte insbesondere auf der Veräußerung eines bebauten Grundstücks sowie der unbebauten Teilfläche eines bebauten Grundstücks. Der Überschuss des Geschäftsjahrs beruht auf Erträgen aus der Ausbuchung von Verbindlichkeiten, aus Erträgen aus Eingängen auf in früheren Jahren abgeschriebene Forderungen und aus Erträgen aus der Auflösung von Rückstellungen.

Risikobericht

Durch den anhaltenden Ukraine-Krieg sowie den Nahostkonflikt ist auch für die Zeit nach dem 31.12.2023 mit Risiken für die Geschäftsentwicklung und den zukünftigen Geschäftsverlauf der Genossenschaft zu rechnen. Hierbei handelt es sich um solche aus der Verzögerung von Planungs- und Genehmigungsverfahren, bei der Durchführung von Instandhaltungs-, Modernisierungs- und Baumaßnahmen verbunden mit dem Risiko von Zins- und Kostensteigerungen und der Verzögerung der Realisierung von geplanten Einnahmen. Außerdem könnten Versorgungsengpässe und zusätzlich höhere Energiekosten zu steigenden Betriebskosten für die Mieter führen. Mögliche Mietausfälle betreffen vor allem den Bereich von Gewerbemietverhältnissen.

Der Vorstand beobachtet laufend die weitere Entwicklung zur Identifikation der damit verbundenen Risiken und ­reagiert bedarfsweise unter Zugrundelegung des ohnehin vorhandenen Risikomanagementsystems des Unternehmens mit angemessenen Maßnahmen zum Umgang mit den identifizierten Risiken. Dies betrifft auch Maßnahmen zur Anpassung von operativen Geschäftsprozessen unter Nutzung aktueller technologischer Möglichkeiten.

Für die Genossenschaft waren für 2023 keine bestandsgefährdenden Risiken erkennbar. Bestandgefährdende Risiken und sonstige Risiken mit einem wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage bestehen nach derzeitigem Kenntnisstand auch für den Prognosezeitraum sowie die überschaubare Zukunft nicht.

Prognosebericht

Die Wirtschafts- und Finanzlage der Genossenschaft wird auch in den kommenden Jahren von Kontinuität geprägt sein.

Unter Einbeziehung der sich aus dem Wirtschaftsplan für das Jahr 2024 ergebenden zahlungswirksamen Veränderungen des Finanzmittelfonds wird sich auch zum Ende des Jahres 2024 eine ausreichende Finanzreserve ergeben.

Nach dem Wirtschaftsplan für das Jahr 2024 wird vor Berücksichtigung der Steuern vom Einkommen und Ertrag ein Überschuss von TEUR 405,2 (2023 TEUR 661,9) erwartet.

In diesem geplanten Ergebnis schlagen sich insbesondere Ansätze für Umsatzerlöse aus der Hausbewirtschaftung von TEUR 7.540,0, Fremdkosten für Instandhaltung von TEUR 2.450,0, Abschreibungen von TEUR 907,2, Zinsaufwendungen von TEUR 195,0 und Personalaufwendungen von TEUR 980,0 nieder.

Der gegenüber dem Vorjahr verminderte Jahresüberschuss beruht insbesondere auf höheren geplanten Instandhaltungskosten für 2024.

Das für das Jahr 2024 erwartete Ergebnis wird keinen Aufwand an Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer bedingen. Dabei ist zu berücksichtigen, dass sich der Ertragssteueraufwand nach dem steuerlichen Ergebnis, das im Wesentlichen hinsichtlich der Abschreibungen von dem handelsrechtlichen Ergebnis abweicht, bemisst.

Für die Jahre nach 2024 werden grundsätzlich Jahresüberschüsse in einer der Planung für das Jahr 2024 vergleich­baren Größenordnung unter Berücksichtigung der üblichen Schwankungen im Bereich der Instandhaltungsaufwendungen erwartet.

Die Risiken, die sich aus einer Veränderung der Zinskonditionen nach Ablauf der Zinsfestschreibungsfristen ergeben, sind in Anbetracht des Anteils der Fremdmittel an der Gesamtfinanzierung und des Anteils der öffentlichen Mittel an den Fremdmitteln überschaubar.

Trotz des gegenwärtig unsicheren wirtschaftlichen und politischen Umfeldes sind für die Genossenschaft auch nachhaltig keine Risiken erkennbar, die die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage negativ beeinflussen könnten. Aufgrund der Entwicklung am Wohnungsmarkt sind allerdings auch künftig größere Investitionen im Bereich des Neubaus sowie der Instandhaltung/Modernisierung notwendig, um den Wohnungsbestand in einem marktgerechten Zustand zu erhalten. Auch die Klimaschutzgesetzgebung mit den daraus resultierenden Anforderungen und Verpflichtungen und andere Änderungen von Rechtsvorschriften und Rechtsprechung, die die Wohnungswirtschaft besonders betreffen stellen eine erhebliche Herausforderung für die Wohnungswirtschaft und damit auch für unser Unternehmen dar. Bestehende Preisänderungsrisiken bei Bau- und Instandhaltungskosten wegen Materialknappheit und Fachkräftemangel im Handwerk können sich negativ auf die Ergebnisse der nächsten Jahre auswirken. Die wirtschaftliche Lage der Genossenschaft wird es grundsätzlich ermöglichen, diesen Herausforderungen gerecht zu werden.

Wegen der nicht abzusehenden wirtschaftlichen Auswirkungen von Ukraine-Krieg und Nahostkonflikt sind allerdings negative Auswirkungen auf den Geschäftsverlauf schwierig einzuschätzen und Prognosen für das Geschäftsjahr 2024 und gegebenenfalls auch für Folgejahre mit Unsicherheiten verbunden.

 

Fulda, den 21.05.2024

Der Vorstand

gez. Nieburg

gez. Mück

gez. Obermeier  

Bilanzierungsrecht

Der Jahresabschluss besteht aus der Bilanz, der Gewinn- und Verlustrechnung und dem Anhang. Er hat nach der Generalnorm des § 264 Abs. 2 des HGB unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Genossenschaft zu vermitteln.

Bilanz zum 31.12.2023

Aktivseite Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR EUR
Anlagevermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 0,00
Sachanlagen
Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte mit Wohnbauten 37.882.560,47 38.843.790,20
Grundstücke mit anderen Bauten 1,51 1,51
Grundstücke ohne Bauten 16.187,12 11.117,74
Bauvorbereitungskosten 233.255,37 0,00
Betriebs- und Geschäftsausstattung 82.972,65 38.214.947,12 45.087,16
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 100.000,00 100.000,00
Andere Finanzanlagen 50,00 100.050,00 50,00
Anlagevermögen insgesamt 38.314.997,12 39.000.046,61
Umlaufvermögen
Zum Verkauf bestimmte Grundstücke
und andere Vorräte
Grundstücke ohne Bauten 0,00 5.069,38
Unfertige Leistungen 2.186.379,37 2.259.857,04
Andere Vorräte 0,00 0
Geleistete Anzahlungen 1.680,00 2.188.059,37 1.680,00
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Forderungen aus Vermietung 82.827,64 75.136,87
Forderungen aus Verkauf von Grundstücken 0,00 361.400,00
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 24.262,18 26.088,41
Sonstige Vermögensgegenstände 56.500,94 163.590,76 198.216,05
Flüssige Mittel
Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 7.370.516,82 7.370.516,82 5.470.669,07
Rechnungsabgrenzungsposten
Andere Rechnungsabgrenzungsposten 3.846,00 7.512,00
Bilanzsumme 48.041.010,07 47.405.675,43
Treuhandvermögen 8.327,69 8.327,69
Passivseite Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR EUR
Eigenkapital
Geschäftsguthaben
der mit Ablauf des Geschäftsjahres 73.060,00
ausgeschiedenen Mitglieder 80.080,00
der verbleibenden Mitglieder 1.504.620,00 1.515.523,49
aus gekündigten Geschäftsanteilen 0,00 1.577.680,00 0,00
Rückständige fällige Einzahlungen auf Geschäftsanteile
EUR 0,00 (i.V. EUR 276,51)
Ergebnisrücklagen
Gesetzliche Rücklage 2.973.958,25 2.907.769,49
davon aus Jahresüberschuss Geschäftsjahr eingestellt:
EUR 66.188,76 (i.V. EUR 150.474,58)
Bauerneuerungsrücklage 4.220.000,00 4.220.000,00
davon aus Jahresüberschuss Geschäftsjahr eingestellt: EUR 0,00 (i.V. EUR 0,00)
Andere Ergebnisrücklagen 20.441.702,70 19.906.500,00
davon aus Jahresüberschuss Geschäftsjahr eingestellt:
EUR 535.202,70 (i.V. EUR 1.292.500,00)
Bilanzgewinn
Jahresüberschuss 661.887,60 27.635.660,95 1.504.093,03
Einstellungen in Ergebnisrücklagen 601.391,46 -1.442.974,58
Eigenkapital insgesamt 28.690.991,43
Rückstellungen 25.272,12
Steuerrückstellungen 301.474,90 60.496,14 25.272,12
Sonstige Rückstellungen 124.787,32
Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 11.741.129,06 12.162.775,66
Verbindlichkeiten gegenüber anderen Kreditgebern 3.549.681,63 326.747,02 3.607.524,17
Erhaltene Anzahlungen 2.642.111,15 2.321.697,10
Verbindlichkeiten aus Vermietung 65.053,82 45.750,70
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 409.413,96 387.162,08
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 0,00 0,00
Sonstige Verbindlichkeiten 29.405,96 32.416,85
davon aus Steuern: EUR 6.320,04 (i.V. EUR 6.266,31)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit:
EUR 957,61 (i.V. EUR 761,00) 18.436.794,96
Rechnungsabgrenzungsposten 3.631,00 7.298,00
Bilanzsumme 48.041.010,07 47.405.675,43
Treuhandverbindlichkeiten 8.327,78 8.327,69

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01.01. bis 31.12.2023

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR EUR
Umsatzerlöse
aus der Hausbewirtschaftung 7.544.693,38 7.456.699,92
aus anderen Lieferungen und Leistungen 2.212,31 7.546.905,69 2.109,25
Verminderung oder Erhöhung des Bestandes an unfertigen Leistungen - 73.477,67 394.822,04
Sonstige betriebliche Erträge 83.481,30 390.975,07
Aufwendung für bezogene Lieferungen und Leistungen
Aufwendungen für Hausbewirtschaftung 4.228.047,86 4.228.047,86 3.936.188,51
Rohergebnis 3.328.861,46 4.308.417,77
Personalaufwand
Löhne und Gehälter 762.881,63 711.038,62
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung 194.774,96 957.656,59 175.324,45
davon für Altersversorgung EUR 25.087,13 (i.V. EUR 23.567,38)
Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 986.524,64 988.028,15
Sonstige betriebliche Aufwendungen 365.638,59 415.941,15
Erträge aus anderen Finanzanlagen 1,00 1,00
Sonstige Zinserträge 18.853,51 18.854,51 852,22
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 203.745,93 210.781,99
Steuern vom Einkommen und Ertrag 20.220,80 151.659,26
Ergebnis nach Steuern 813.929,42 1.656.497,24
Sonstige Steuern 152.041,82 152.404,21
Jahresüberschuss 661.887,60 1.504.093,03
Einstellungen aus dem Jahresüberschuss in -Ergebnisrücklagen 601.391,46 1.442.974,58
Bilanzgewinn 60.496,14 61.118,45

A. Allgemeine Angaben

Die Genossenschaft Siedlungswerk Fulda eG hat ihren Sitz in Fulda und ist in das Genossenschaftsregister beim Amtsgericht Fulda unter Nr. 106 eingetragen.

Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 wurde nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches und den Vorschriften des Genossenschaftsgesetzes aufgestellt.

Die Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und Verlust­rechnung richtet sich nach dem vorgeschriebenen Formblatt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

B. Erläuterungen zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bei der Aufstellung der Bilanz wurden folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewandt:

Bei den Grundstücken mit Wohnbauten, den Grundstücken mit anderen Bauten, den Grundstücken ohne Bauten im Anlagevermögen und den Grundstücken ohne Bauten im Umlaufvermögen bestehen Unterschiedsbeträge zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen in Höhe von insgesamt TEUR 9.278,5, die zu aktiven latenten Steuern führen. Es bestand somit ein Wahlrecht der Aktivierung. Eine Aktivierung wurde nicht vorgenommen.

Soweit sich bei den Gegenständen des Anlagevermögens in früheren Jahren durch steuerlich induzierte Abschreibungen niedrigere Wertansätze ergeben haben, wurden diese zum 31.12.2010 in Ausübung des Wahlrechtes gem. Art. 67 Abs. 4 EGHGB beibehalten. Die bisherigen Abschreibungsmethoden werden fortgeführt. Hieraus resultieren im Vergleich zu den Abschreibungen, die sich bei einer wie bei den übrigen Mietobjekten unterstellten Gesamtnutzungsdauer von 80 Jahren ergeben würden, um Euro 106.771,59 höhere Abschreibungen.

Das gesamte Sachanlagevermögen wurde zu fortgeführten Anschaffungs- und Herstellungskosten bewertet. Bis zum Jahr 1991 wurden in die Herstellungskosten auch die anteiligen Verwaltungsgemeinkosten einbezogen.

Die planmäßigen Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens, die der Abnutzung unterliegen, wurden wie folgt vorgenommen:

Immaterielle Vermögensgegenstände unter Zugrunde­legung einer linearen Abschreibung von 20 %.

Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte mit Wohnbauten nach der Restnutzungsdauermethode unter Zugrundelegung einer Gesamtnutzungsdauer von 80 Jahren bei den Wohngebäuden sowie 5 % der Herstellungskosten beiGaragen. Bei sieben in den Jahren 1991 bis 1999 fertig gestellten Objekten wurden die Abschreibungen degressiv mit 1,25 % vorgenommen.

Die Baukosten für eine im Jahr 1994 fertig gestellte Maßnahme und die Anschaffungskosten von fünf im Jahr 1998 erworbenen Häusern, zwei im Jahr 2000 erworbenen Häusern, eines im Jahr 2001 erworbenen Objektes und zwei im Jahr 2013 erworbenen Objekten werden linear mit 2 % abgeschrieben. Die Baukosten der Häuser A und B sowie der Tiefgarage als Zubehörraum der im Jahr 2003 fertig gestellten Baumaßnahme Gemüsemarkt werden soweit diese zu Wohnzwecken genutzt werden mit 1,25 % degressiv und soweit diese zu gewerblichen Zwecken genutzt werden mit 3 % linear abgeschrieben.

Die Baukosten der im Jahr 2006 fertig gestellten Wohnanlage Langebrückenstraße/In den Auegärten werden degressiv mit 2,5 % abgeschrieben.

Die Baukosten des weiterhin unter der Position Grundstücke mit anderen Bauten ausgewiesenen Lagers wurden bereits in früheren Jahren in vollem Umfang abgeschrieben.

Betriebs- und Geschäftsausstattung linear unter Zugrundelegung von Abschreibungssätzen von 10 bis 33,33 %.

Die Anschaffungskosten geringwertiger Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten zwischen über 250,00 EUR und 1.000,00 EUR wurden analog § 6 Abs. 2 a EStG über 5 Jahre verteilt.

Die Anteile an verbundenen Unternehmen sind mit den Anschaffungskosten bewertet.

Die anderen Finanzanlagen wurden zu den Anschaffungskosten bewertet.

In den Zugängen des Anlagevermögens sind keine in den Herstellungskosten aktivierte Fremdzinsen enthalten.

Die unfertigen Leistungen (noch nicht abgerechnete Umlagen) wurden mit den im Jahr 2023 angefallenen Herstellungskosten bewertet. Diese setzen sich aus Betriebskosten, umlagefähigen Personalaufwendungen und umlagefähigen Grundsteuern zusammen.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten bewertet. Dabei wurde allen erkennbaren Risiken durch Abschreibungen Rechnung getragen.

Die Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Die Rückstellungen haben insgesamt eine Laufzeit bis zu einem Jahr.

Die Verbindlichkeiten sind zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

C. Erläuterungen zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung

I. BILANZ

1. Die Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023 ergibt sich aus dem beigefügten Anlagenspiegel.

2. Die Position "Unfertige Leistungen" betrifft mit 
€ 2.186.379,37 noch nicht abgerechnete Umlagen.

3. Die Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr stellen sich wie folgt dar (Vorjahresbeträge in Klammern):

Forderung insgesamt davon mit einer -
Restlaufzeit von mehr als einem Jahr
EUR EUR
Forderungen aus Vermietung 82.827,64 71.879,36
-75.136,87 -42.839,93
Forderungen aus Verkauf von Grundstücken 0,00 0,00
-361.400,00 -361.400,00
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 24.262,18 0,00
-26.088,41 0,00
Sonstige Vermögensgegenstände 56.500,94 0,00
-198.216,05 0,00
163.590,76 71.879,36
-660.841,33 -404.239,93

4. In den "Sonstigen Rückstellungen" sind folgende Rückstellungen enthalten:

Noch auszuführende, vertraglich vereinbarte Schönheitsreparaturen 37.833,22 €
Prüfungskosten 12.000,00 €
Beratungskosten 24.000,00 €
Resturlaubsansprüche 17.581,00 €
Interne Jahresabschlusskosten 11.376,00 €
Kosten der Veröffentlichung des Jahresabschlusses 400,00 €
Instandhaltungskosten 182.000,00 €
CO2-Steuererstattungen 14.300,00 €
Noch abzurechnende Kosten für Eigentümergemeinschaften 1.500,00 €
Beiträge zur Berufsgenossenschaft 484,68 €
301,474,90 €

5. Die Fristigkeit der Verbindlichkeiten und deren Besicherung ergibt sich aus dem beigefügten Verbindlichkeitenspiegel.

6. In der Position "Sonstige Verbindlichkeiten" sind € 22.111,93 Mitgliederverbindlichkeiten enthalten.

7. Zum 31.12.2023 werden nachrichtlich als Bilanzvermerk die auf Sparkonten angelegten Mietkautionen als Treuhandvermögen und Treuhandverbindlichkeiten TEUR 8,3 ausgewiesen.

II. Gewinn- und Verlustrechnung

In der Position "Sonstige betriebliche Erträge" werden € 23.391,31 periodenfremde Erträge ausgewiesen. Darüber hinaus werden Erträge aus der Ausbuchung von Mitgliederguthaben von € 1.885,69 ausgewiesen.

In der Position "Aufwendungen für Hausbewirtschaftung" werden Instandhaltungskosten in Höhe von € 2.145.224,58 ausgewiesen. Diese haben sich gegenüber dem Vorjahr um € 628.910,87 erhöht.

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Abschreibungen auf Mietforderungen von € 23.704,74 enthalten. 

Entwicklung des Anlagevermögens
Anschaffungs-/ Herstellungskosten
01.01.2023 Zugänge Abgänge Umbuchungen 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
Immaterielle Vermögensgegenstände 2.972,62 0,00 0,00 0,00 2.972,62
Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte mit Wohnbauten 68.240.195,91 0,00 0,00 0,00 68.240.195,91
Grundstücke mit anderen Bauten 57.592,43 0,00 0,00 0,00 57.592,43
Grundstücke ohne Bauten 11.117,74 5.069,38 0,00 0,00 16.187,12
Buvorbereitungskosten 0,00 233.225,37 0,00 233.225,37
Betriebs- und Geschäftsausstattung 297.950,41 76.649,19 48.487,94 0,00 326.111,66
68.606.856,49 314.943,94 48.487,94 0,00 68.873.312,49
Anteile an verbundenen Unternehmen 100.000,00 0,00 0,00 0,00 100.000,00
Andere Finanzanlagen 50,00 0,00 0,00 0,00 50,00
100.050,00 0,00 0,00 0,00 100.050,00
68.709.879,11 314.943,94 48.487,94 0,00 68.976.335,11
Entwicklung des Anlagevermögens
Abschreibungen
Kumulierte
Abschreibungen
Abschreibungen
des Geschäftsjahres
Änderungen der Abschreibungen im Zusammenhang mit Kumulierte
Abschreibungen
01.01.2023 31.12.2023
Zugängen/
Zuschreibungen
Abgängen Umbuchungen
EUR EUR EUR EUR EUR
Immaterielle Vermögensgegenstände 2.972,62 0,00 0,00 0,00 0,00 2.972,62
Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte mit Wohnbauten 29.396.405,71 961.229,73 0,00 0,00 30.357.635,44
Grundstücke mit anderen Bauten 57.590,92 0,00 0,00 0,00 00,00 57.590,92
Grundstücke ohne Bauten 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
Betriebs- und Geschäftsausstattung 252.863,25 25.294,91 0,00 35.019,15 0 243.139,01
29.706.859,88 986.524,64 0,00 35.019,15 0 30.658.365,37
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Andere Finanzanlagen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 00,00 0,00 0,00 0,00
29.709.832,50 986.524,64 0,00 35.019,15 00,00 30.661.337,99
Entwicklung des Anlagevermögens
Abschreibungen
Buchwert
31.12.2023 31.12.2023
EUR EUR
Immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 0,00
Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte mit Wohnbauten 37.882.560,47 38.843.790,20
Grundstücke mit anderen Bauten 1,51 1,51
Grundstücke ohne Bauten 16.187,12 11.117,74
233.225,37 0
Betriebs- und Geschäftsausstattung 82.972,65 45.087,16
38.214.947,12 38.899.996,61
Anteile an verbundenen Unternehmen 100.000,00 100.000,00
Andere Finanzanlagen 50,00 50,00
100.050,00 100.050,00
38.314.997,12 39.000.046,61
Verbindlichkeiten
Insgesamt Davon
Restlaufzeit gesichert
unter 1 Jahr 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre Art der Sicherung
EUR EUR EUR EUR EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 11.741.129,06 408.748,48 1.732.345,19 9.600.035,39 11.299.632,34 GPR
(12.162.775,66 (430.891,35 (1.701.242,41) (10.030.641,90) (11.703.372,86)
Verbindlichkeiten gegenüber anderen Kreditgebern 3.549.681,63 147.142,31 333.319,48 3.069.219,84 3.527.597,40 GPR
(3.607.524,17) (107.252,26) (350.105,00) (3.150.166,91) (3.582.849,35)
Erhaltene Anzahlungen 2.642.111,15 2.642.111,15
(2.321.697,10) (2.321.697,10)
Verbindlichkeiten aus Vermietung 65.053,82 65.053,82
(45.750,70) (45.750,70)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 409.413,96 409.413,96
(387.162,08) (387.162,08)
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 0,00 0,00
(0,00) (0,00)
Sonstige Verbindlichkeiten 29.405,34 8.357,99 21.047,35
(32.416,85) (10.087,41) (22.329,44)
Gesamtbetrag 18.436.794,96 3.680.827,71 2.086.712,02 12.669.255,23 14.827.229,74 GPR
(18.557.326,56) (3.302.840,90) (2.073.676,85) (13.180.808,81) (15.286.222,21)

GPR = Grundpfandrecht (Vorjahresbeträge in Klammern)

D. Sonstige Angaben

1. Es bestehen folgende Haftungsverhältnisse:

Mit der Mitgliedschaft in einer Kreditgenossenschaft ist eine Haftsumme von € 100,00 verbunden.

2. Weitere sonstige finanzielle Verpflichtungen, die nicht aus der Bilanz ersichtlich sind, bestehen zum 31.12.2023 nicht.

3. Die Genossenschaft ist alleiniger Gesellschafter der FuldaEnergie Immobilienservice GmbH. Die Gesellschaft wurde im Jahr 2006 errichtet. Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt € 100.000,00.

Die Gesellschaft hat im Jahr 2023 einen Jahresüberschuss in Höhe von € 4.817,45 erzielt. Das Eigen­kapital beträgt zum 31.12.2023 € 122.307,10.

4. Die Zahl der im Geschäftsjahr 2023 durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer betrug:

Vollzeit Teilzeit
Kaufmännische Mitarbeiter/-innen 4 3
Technische Mitarbeiter/-innen 3 -
Auszubildende 2 -
Raumpfleger/-innen - 1
geringfügig beschäftigte Hauswarte - 43
9 47

5. Mitgliederbewegung:

Stand am 01.01.2023 1.793 mit 5.830 Anteilen
Zugang 2022 82 mit 256 Anteilen
Abgang 2022 93 mit 299 Anteilen
Stand am 31.12.2023 1.782 mit 5.787 Anteilen

Die Geschäftsguthaben der verbleibenden Mitglieder haben sich im Geschäftsjahr um € 10.903,49 vermindert und betragen per 31.12.2023 € 1.504.620,00.

Die Haftsumme beträgt am 31.12.2023 € 0,00.

Die Haftsumme hat sich im Geschäftsjahr 2023 um € 0,00 verändert.

6. Name und Anschrift des zuständigen Prüfungsverbandes: VdW Südwest, Verband der Südwestdeutschen Wohnungsunternehmen e.V., Franklinstraße 62, 60486 Frankfurt am Main

7. Mitglieder des Vorstandes:

Frank Nieburg Geschäftsführer (Vorsitzender)
Reiner Mück Sparkassendirektor i.R.
Jürgen Obermeier Diplom-Ingenieur
Mitglieder des Aufsichtsrates:
Alois Früchtl Sparkassendirektor i.R. (Vorsitzender)
Bernd Autenrieth Heizungsbaumeister
Michael Baumann Steuerberater
Dirk Flöter Diplom-Ingenieur
Wolfgang Herbert Architekt
Martin Matl Diözesanbaumeister, Architekt
Frederik Schmitt 1. Kreisbeigeordneter
Daniel Schreiner Stadtbaurat (stellv. Vorsitzender)
Dr. Heiko Wingenfeld Oberbürgermeister

E. Weitere Angaben

1. Nachtragsbericht

Nach dem Schluss des Geschäftsjahres 2023 sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung mit Auswirkungen auf die Ertrags-, Finanz- oder Vermögenslage eingetreten.

2. Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinns von € 60.496,14

Es wird vorgeschlagen, den Bilanzgewinn (€ 60.496,14) für die Ausschüttung einer Dividende (4 % der maßgebenden Geschäftsguthaben) zu verwenden.

 

Fulda, den 21.05.2023

Der Vorstand

gez. Nieburg

gez. Mück

gez. Obermeier

Bericht des Aufsichtsrates

In regelmäßigen gemeinsamen Sitzungen mit dem Vorstand hat sich der Aufsichtsrat über den Stand der Bautätigkeit, die Bestandsverwaltung und die geschäftliche Entwicklung Bericht erstatten lassen. Insgesamt tagte der Aufsichtsrat 4-mal gemeinsam mit dem Vorstand. Der Prüfungsausschuss und der Bauausschuss tagten im Berichtsjahr 1-mal.

In der Sitzung am 17.05.2023 hat der Aufsichtsrat die vom Vorstand vorgelegte Jahresbilanz mit der Gewinn- und Verlustrechnung beraten und die erforderlichen Beschlüsse gefasst.

Der Aufsichtsrat empfiehlt der Mitgliederversammlung, den Jahresabschluss festzustellen und dem Vorschlag des Vorstandes über die Gewinnverwendung zuzustimmen.

Der Jahresabschluss wurde von Herrn Steuerberater Czarnecki erstellt.

Für die geleistete Arbeit im Geschäftsjahr 2023 spricht der Aufsichtsrat dem Vorstand und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Unternehmens seinen Dank aus.

 

Fulda, 21.05.2024

Der Vorsitzende des Aufsichtsrates
gez. Alois Früchtl

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