Siedlungswerk Fulda eG
Stammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Richard Nüchter seit 23.8.2024 | Vorstandsmitglied |
Jürgen Obermeier seit 4.7.2016 | Vorstandsmitglied |
Frank Nieburg seit 21.10.2005 | Vorstandsmitglied |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Siedlungswerk Fulda eGFuldaJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht über das Geschäftsjahr 2023Allgemein Die Genossenschaft wurde im Jahr 1947 angesichts des durch den Krieg entstandenen Mangels zur Schaffung von Wohnraum gegründet. Die Genossenschaft fördert ihre Mitglieder vorrangig durch eine gute, sichere und sozial verantwortbare Wohnungsversorgung. Die wirtschaftliche Lage der Genossenschaft war im Jahr 2023 von Kontinuität geprägt. Zahlungsbereitschaft und eine ausreichende Finanzreserve waren jederzeit gegeben. Risiken, die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich negativ beeinflusst hätten, sind nicht aufgetreten. Bestandsoptimierung im Anlagevermögen Die Entwicklung am Mietwohnungsmarkt erfordert zur Erhaltung der Wirtschaftlichkeit auch von der Siedlungswerk Fulda eG, sich auf aktuelle und künftige Entwicklungen einzustellen. Hierzu ist der Wohnungsbestand der Siedlungswerk Fulda eG ständig auf Marktgerechtigkeit zu überprüfen. Die Faktoren Lage, künftige Vermietbarkeit und Modernisierungsaufwand sind in diesem Zusammenhang von besonderer Bedeutung. Der Bestand ist dabei durch Modernisierung, Abriss und Neubau in einem marktgerechten Zustand zu halten. Außerdem ist der Bestand durch zeitgemäßen, modernen Wohnungsneubau zu erweitern. Klimastrategie Die im Berichtsjahr 2022 entwickelte Klimastrategie wurde weiterentwickelt. Die in diesem Zusammenhang erstellte Rangliste wurde entsprechend der Durchführung von Modernisierungsmaßnahmen und Gewinnung weiterer Erkenntnisse fortgeführt. Im Berichtsjahr wurden Gespräche mit der Rhönenergie Fulda GmbH zwecks Erörterung der Möglichkeit der Errichtung möglicher Wärmenetze zur Nahwärmeversorgung aufgenommen. Im laufenden Jahr wurde als Ergebnis für 3 Bereiche der Stadt Fulda die Erstellung einer Machbarkeitsstudie beschlossen. Rund 590 unserer Wohnungen können möglicherweise über diese Netze mit Wärme versorgt werden. Hinsichtlich der Heizungsversorgung sind die betreffenden Wohnungen daher vorerst aus der oben genannten Rangliste ausgeklammert worden. Mit dem Instandhaltungsplan für das Jahr 2024 wird erreicht, dass sich, abgesehen von zum Ersatzbau bzw. möglichen Verkäufen vorgesehenen Objekten, keine Gebäude der Klimaklasse G mehr im Bestand befinden. Ziel der Klimastrategie bleibt die schrittweise systematische Überarbeitung des gesamten Bestandes in energetischer Hinsicht. Hierfür werden in Zukunft erhebliche Mittel aufgewendet werden müssen und eine öffentliche Förderung der Maßnahmen ist wirtschaftlich unabdingbar, da die erheblichen Kosten dieser Maßnahmen nicht allein durch das Unternehmen und seine in den Gebäuden wohnenden Mitglieder getragen werden können. Bauvorhaben Waidesgrund Die Siedlungswerk Fulda eG hatte sich im Rahmen einer Konzeptvergabe um ein Baufeld im Neubaubereich Waidesgrund in Fulda beworben. Es handelt sich dabei um ein rund 4000 qm großes Grundstück. Die Planung der Genossenschaft sieht eine Bebauung mit 69 Wohnungen vor. Inzwischen wurde ein entsprechender Erbbaurechtsvertrag mit der Stadt Fulda über dieses Grundstück abgeschlossen. Es ist eine Förderung des Landes Hessen sowie der Stadt Fulda für 11 Wohnungen für Familien mit geringem Einkommen sowie 11 Wohnungen für Familien mit mittlerem Einkommen vorgesehen. Die gesamten Gebäude werden im KFW 40-Standard errichtet. Es liegt in diesem Zusammenhang eine Förderzusage der KFW aus dem Programm Klimafreundlicher Neubau für die Effizienzhausstufe 40 mit Qualitätssiegel nachhaltiges Gebäude plus (QNG-+) vor. Diese Mittel decken einen erheblichen Teil der Baukosten ab. Mit dem Bau der Maßnahme wird voraussichtlich im Herbst 2024 begonnen, mit der Fertigstellung wird für das Jahr 2027 gerechnet. Modernisierung /Instandhaltung Miethäuser Im Bereich der laufenden Instandhaltung ist in den einzelnen Gewerken nach wie vor die Auftragsvergabe an das überlastete Handwerk schwierig. Die Materialpreise bewegen sich, aufgrund der nach wie vor schwierigen politischen Weltlage, auf einem hohen Niveau. Eine Erhöhung des Modernisierungs- und Instandhaltungsbudgets wurde erneut notwendig, nicht zuletzt aufgrund der Umsetzung der Klimastrategie. Ein Teil dieser Kosten wird dabei auch in Zukunft aus den eigenen Mitteln der Genossenschaft bestritten. Eine zusätzliche Finanzierung mit Fremdmitteln muss jedoch ebenso ins Auge gefasst werden. Die Modernisierungs- und Instandhaltungsaufwendungen beliefen sich im Jahr 2023 auf 2.145.224,58 €. Es handelte sich dabei um folgende größere Maßnahmen:
Modernisierungs- und Instandhaltungsaufwand
Die allein für Instandhaltung aufgewendeten Beträge entsprechen 24,56 € / qm Wohn- und Nutzfläche Bestandsbewirtschaftung Der vom Siedlungswerk verwaltete eigene Wohnungsbestand zum 31. Dezember 2022 setzt sich wie folgt zusammen:
Der eigene Mietwohnungsbestand ist ausgestattet mit:
Entwicklung der Durchschnittsmieten
Aufgrund der Kostensteigerungen, insbesondere im Bereich Instandhaltung und Modernisierung wie aber auch im Allgemeinen in vielen anderen Bereichen waren Erhöhungen der Mieten auch im Jahr 2023 unumgänglich. Die Mietanpassungen waren dabei moderat und unterhalb der gesetzlich zulässigen Grenzen. Auch wurden ausschließlich die Mieten bei Wohnungen angepasst, bei denen die vorherige Mietanpassung einige Jahre zurück lag. Auch hier wurden die gesetzlichen Möglichkeiten nicht ausgeschöpft. Vermietungssituation Im Jahr 2023 gab es 105 Mieterwechsel und zwar bei: 68 Wohnungen, 15 Garagen und 22 Stellplätzen. Wohnungswechsel innerhalb der Genossenschaft 9. Die Leerstandsquote bezogen auf Erlösschmälerungen betrug im Berichtsjahr 0,78 %. Darin enthalten sind instandhaltungs- und modernisierungsbedingte Leerstände. Vermögenslage Bilanzstruktur
(Additionsabweichungen beruhen auf Rundungen) Kennzahlen zur Bilanzstruktur
Analyse der Vermögenslage Das Gesamtvermögen der Genossenschaft hat sich im Geschäftsjahr um TEUR 635,3 erhöht. Dabei haben sich das Umlaufvermögen und die Rechnungsabgrenzungsposten um TEUR 1.320,3 erhöht, während sich das Anlagevermögen um TEUR 685,0 vermindert hat. Die Verminderung des Anlagevermögens ergibt sich aus Zugängen von TEUR 309,9, denen Abgänge von TEUR 13,5 und Abschreibungen von TEUR 986,5 gegenüberstehen. Die Erhöhung des Umlaufvermögens resultiert aus einer Erhöhung der flüssigen Mittel um TEUR 1.899,8, der eine Verminderung der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände um TEUR 497,2, eine Verminderung der Vorräte um TEUR 78,5 und eine Verminderung der Rechnungsabgrenzungsposten um TEUR 3,7 gegenübersteht. Das Eigenkapital hat sich im Geschäftsjahr um TEUR 582,9 erhöht. Dies resultiert aus dem im Geschäftsjahr erzielten Jahresüberschuss von TEUR 661,9, dem eine Verminderung der Geschäftsguthaben um TEUR 17,9 und der Abfluss der im Jahr 2023 für das Jahr 2022 gezahlten Dividende von TEUR 61,1 gegenüberstehen. Der prozentuale Anteil des Eigenkapitals hat sich von 60,52 % im Jahr 2022 auf 60,94 % im Jahr 2023 erhöht. Die Rückstellungen haben sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 176,7 erhöht. Die Verminderung der Verbindlichkeiten und der Rechnungsabgrenzungsposten um TEUR 106,2 resultiert im Wesentlichen aus den Tilgungen auf Dauerfinanzierungsmittel von TEUR 479,5, denen die Erhöhung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um TEUR 22,2, der Verbindlichkeiten aus Vermietung um TEUR 19,3 und der erhaltenen Anzahlungen um TEUR 320,4 gegenübersteht. Die sonstigen Verbindlichkeiten haben sich um TEUR 3,0 und die Rechnungsabgrenzungsposten um TEUR 3,7 vermindert. Finanzlage Veränderung des Finanzmittelbestandes Die Veränderung des Finanzmittelbestandes vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023, analysiert nach den Quellen des Mittelzuflusses und der Mittelverwendung, ergibt sich aus der nachstehend dargestellten Kapitalflussrechnung (Additionsabweichungen beruhen auf Rundungen).
Kennzahlen zur Finanzlage
Analyse der Finanzlage Im Geschäftsjahr 2023 ergibt sich ein positiver Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit in Höhe von TEUR 2.966,7. Insbesondere der Jahresüberschuss (TEUR 661,9), die Abschreibungen auf Anlagevermögen (TEUR 986,5), die Zunahme der sonstigen Rückstellungen (TEUR 176,7), die Abnahme der Vorräte und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva (TEUR 445,3), die Zunahme von Verbindlichkeiten (TEUR 382,6) und die Hinzurechnung des Saldos aus den Zinsaufwendungen und der Zinserträge (TEUR 184,9) haben sich positiv ausgewirkt. Im Bereich der Investitionstätigkeit hat sich im Geschäftsjahr 2023 ein Mittelabfluss in Höhe von TEUR 277,1 ergeben. Dieser Mittelabfluss resultiert insbesondere aus Auszahlungen im Zusammenhang mit Investitionen in das Anlagevermögen (TEUR -314,9), dem Einzahlungen aus Abgängen von Vermögensgegenständen des Anlagevermögens (TEUR 18,9) und erhaltene Zinsen (TEUR 18,9) gegenüberstehen. Im Bereich der Finanzierungstätigkeit hat sich durch die planmäßigen Tilgungen von TEUR -506,8, die gezahlten Zinsen von TEUR 203,7, die Verminderung der Geschäftsguthaben um TEUR -17,9 und die Zahlung der Dividenden von TEUR -61,1 ein negativer Cashflow von TEUR 789,5 ergeben. Insgesamt haben die zahlungswirksamen Veränderungen der einzelnen Bereiche im Jahr 2023 zu einer Erhöhung der Finanzreserve um TEUR 1.899,8 auf TEUR 7.370,5 geführt. Die Zahlungsfähigkeit der Genossenschaft war im Geschäftsjahr 2023 jederzeit gegeben. Seitens eines Kreditinstitutes besteht im Übrigen die Zusage über eine Kontokorrentkreditlinie in Höhe von EUR 100.000,00, die im Jahr 2023 und zum 31.12.2023 nicht in Anspruch genommen wurde. Ertragslage Die Genossenschaft schließt das Geschäftsjahr 2023 mit einem Jahresüberschuss von TEUR 661,9 ab. Der Jahresüberschuss hat sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 842,2 verringert. Das ordentliche Ergebnis wurde insbesondere durch den Überschuss im Leistungsbereich Hausbewirtschaftung geprägt. In diesem Bereich hat sich gegenüber dem Vorjahr eine Verminderung des Überschusses um TEUR 648,7 ergeben. Die Sollmieten haben sich um TEUR 67,0 erhöht. Die Instandhaltungskosten haben sich um TEUR 691,8 erhöht, was in der Hauptsache das geringere Ergebnis bedingt. Die Betriebskosten haben sich um TEUR 335,3 und die Verwaltungskosten haben sich um TEUR 54,1 verringert. Die Zinsaufwendungen haben sich um TEUR 7,0 verringert. Die Instandhaltungskosten sind gegenüber dem für das Jahr 2023 aufgestellten Wirtschaftsplan um TEUR 187,2 höher ausgefallen. Im Bereich der Mitgliederbetreuung hat sich ein gegenüber dem Vorjahr erhöhter Fehlbetrag (TEUR 83,4) ergeben. Die der Bautätigkeit zuzurechnenden und nicht aktivierten Verwaltungskosten, Zinsaufwendungen und Grundsteuern haben sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 2,2 auf TEUR 19,4 vermindert. Es handelt sich um Aufwendungen des Jahres 2023, die zukünftigen Neubaumaßnahmen zuzurechnen sind. Das Ergebnis aus der Kapitaldisposition hat sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 15,3 verbessert. Der Fehlbetrag aus dem Leistungsbereich der anderen Lieferungen und Leistungen hat sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 26,7 auf TEUR 32,1 erhöht. Im Bereich der außerordentlichen Rechnung hat sich im Jahr 2023 ein Überschuss von TEUR 52,5 (i.V. TEUR 358,6) ergeben. Der Überschuss des Vorjahrs beruhte insbesondere auf der Veräußerung eines bebauten Grundstücks sowie der unbebauten Teilfläche eines bebauten Grundstücks. Der Überschuss des Geschäftsjahrs beruht auf Erträgen aus der Ausbuchung von Verbindlichkeiten, aus Erträgen aus Eingängen auf in früheren Jahren abgeschriebene Forderungen und aus Erträgen aus der Auflösung von Rückstellungen. Risikobericht Durch den anhaltenden Ukraine-Krieg sowie den Nahostkonflikt ist auch für die Zeit nach dem 31.12.2023 mit Risiken für die Geschäftsentwicklung und den zukünftigen Geschäftsverlauf der Genossenschaft zu rechnen. Hierbei handelt es sich um solche aus der Verzögerung von Planungs- und Genehmigungsverfahren, bei der Durchführung von Instandhaltungs-, Modernisierungs- und Baumaßnahmen verbunden mit dem Risiko von Zins- und Kostensteigerungen und der Verzögerung der Realisierung von geplanten Einnahmen. Außerdem könnten Versorgungsengpässe und zusätzlich höhere Energiekosten zu steigenden Betriebskosten für die Mieter führen. Mögliche Mietausfälle betreffen vor allem den Bereich von Gewerbemietverhältnissen. Der Vorstand beobachtet laufend die weitere Entwicklung zur Identifikation der damit verbundenen Risiken und reagiert bedarfsweise unter Zugrundelegung des ohnehin vorhandenen Risikomanagementsystems des Unternehmens mit angemessenen Maßnahmen zum Umgang mit den identifizierten Risiken. Dies betrifft auch Maßnahmen zur Anpassung von operativen Geschäftsprozessen unter Nutzung aktueller technologischer Möglichkeiten. Für die Genossenschaft waren für 2023 keine bestandsgefährdenden Risiken erkennbar. Bestandgefährdende Risiken und sonstige Risiken mit einem wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage bestehen nach derzeitigem Kenntnisstand auch für den Prognosezeitraum sowie die überschaubare Zukunft nicht. Prognosebericht Die Wirtschafts- und Finanzlage der Genossenschaft wird auch in den kommenden Jahren von Kontinuität geprägt sein. Unter Einbeziehung der sich aus dem Wirtschaftsplan für das Jahr 2024 ergebenden zahlungswirksamen Veränderungen des Finanzmittelfonds wird sich auch zum Ende des Jahres 2024 eine ausreichende Finanzreserve ergeben. Nach dem Wirtschaftsplan für das Jahr 2024 wird vor Berücksichtigung der Steuern vom Einkommen und Ertrag ein Überschuss von TEUR 405,2 (2023 TEUR 661,9) erwartet. In diesem geplanten Ergebnis schlagen sich insbesondere Ansätze für Umsatzerlöse aus der Hausbewirtschaftung von TEUR 7.540,0, Fremdkosten für Instandhaltung von TEUR 2.450,0, Abschreibungen von TEUR 907,2, Zinsaufwendungen von TEUR 195,0 und Personalaufwendungen von TEUR 980,0 nieder. Der gegenüber dem Vorjahr verminderte Jahresüberschuss beruht insbesondere auf höheren geplanten Instandhaltungskosten für 2024. Das für das Jahr 2024 erwartete Ergebnis wird keinen Aufwand an Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer bedingen. Dabei ist zu berücksichtigen, dass sich der Ertragssteueraufwand nach dem steuerlichen Ergebnis, das im Wesentlichen hinsichtlich der Abschreibungen von dem handelsrechtlichen Ergebnis abweicht, bemisst. Für die Jahre nach 2024 werden grundsätzlich Jahresüberschüsse in einer der Planung für das Jahr 2024 vergleichbaren Größenordnung unter Berücksichtigung der üblichen Schwankungen im Bereich der Instandhaltungsaufwendungen erwartet. Die Risiken, die sich aus einer Veränderung der Zinskonditionen nach Ablauf der Zinsfestschreibungsfristen ergeben, sind in Anbetracht des Anteils der Fremdmittel an der Gesamtfinanzierung und des Anteils der öffentlichen Mittel an den Fremdmitteln überschaubar. Trotz des gegenwärtig unsicheren wirtschaftlichen und politischen Umfeldes sind für die Genossenschaft auch nachhaltig keine Risiken erkennbar, die die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage negativ beeinflussen könnten. Aufgrund der Entwicklung am Wohnungsmarkt sind allerdings auch künftig größere Investitionen im Bereich des Neubaus sowie der Instandhaltung/Modernisierung notwendig, um den Wohnungsbestand in einem marktgerechten Zustand zu erhalten. Auch die Klimaschutzgesetzgebung mit den daraus resultierenden Anforderungen und Verpflichtungen und andere Änderungen von Rechtsvorschriften und Rechtsprechung, die die Wohnungswirtschaft besonders betreffen stellen eine erhebliche Herausforderung für die Wohnungswirtschaft und damit auch für unser Unternehmen dar. Bestehende Preisänderungsrisiken bei Bau- und Instandhaltungskosten wegen Materialknappheit und Fachkräftemangel im Handwerk können sich negativ auf die Ergebnisse der nächsten Jahre auswirken. Die wirtschaftliche Lage der Genossenschaft wird es grundsätzlich ermöglichen, diesen Herausforderungen gerecht zu werden. Wegen der nicht abzusehenden wirtschaftlichen Auswirkungen von Ukraine-Krieg und Nahostkonflikt sind allerdings negative Auswirkungen auf den Geschäftsverlauf schwierig einzuschätzen und Prognosen für das Geschäftsjahr 2024 und gegebenenfalls auch für Folgejahre mit Unsicherheiten verbunden.
Fulda, den 21.05.2024 Der Vorstand gez. Nieburg gez. Mück gez. Obermeier Bilanzierungsrecht Der Jahresabschluss besteht aus der Bilanz, der Gewinn- und Verlustrechnung und dem Anhang. Er hat nach der Generalnorm des § 264 Abs. 2 des HGB unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Genossenschaft zu vermitteln. Bilanz zum 31.12.2023
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01.01. bis 31.12.2023
A. Allgemeine Angaben Die Genossenschaft Siedlungswerk Fulda eG hat ihren Sitz in Fulda und ist in das Genossenschaftsregister beim Amtsgericht Fulda unter Nr. 106 eingetragen. Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 wurde nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches und den Vorschriften des Genossenschaftsgesetzes aufgestellt. Die Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung richtet sich nach dem vorgeschriebenen Formblatt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. B. Erläuterungen zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Bei der Aufstellung der Bilanz wurden folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewandt: Bei den Grundstücken mit Wohnbauten, den Grundstücken mit anderen Bauten, den Grundstücken ohne Bauten im Anlagevermögen und den Grundstücken ohne Bauten im Umlaufvermögen bestehen Unterschiedsbeträge zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen in Höhe von insgesamt TEUR 9.278,5, die zu aktiven latenten Steuern führen. Es bestand somit ein Wahlrecht der Aktivierung. Eine Aktivierung wurde nicht vorgenommen. Soweit sich bei den Gegenständen des Anlagevermögens in früheren Jahren durch steuerlich induzierte Abschreibungen niedrigere Wertansätze ergeben haben, wurden diese zum 31.12.2010 in Ausübung des Wahlrechtes gem. Art. 67 Abs. 4 EGHGB beibehalten. Die bisherigen Abschreibungsmethoden werden fortgeführt. Hieraus resultieren im Vergleich zu den Abschreibungen, die sich bei einer wie bei den übrigen Mietobjekten unterstellten Gesamtnutzungsdauer von 80 Jahren ergeben würden, um Euro 106.771,59 höhere Abschreibungen. Das gesamte Sachanlagevermögen wurde zu fortgeführten Anschaffungs- und Herstellungskosten bewertet. Bis zum Jahr 1991 wurden in die Herstellungskosten auch die anteiligen Verwaltungsgemeinkosten einbezogen. Die planmäßigen Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens, die der Abnutzung unterliegen, wurden wie folgt vorgenommen:
Die Baukosten für eine im Jahr 1994 fertig gestellte Maßnahme und die Anschaffungskosten von fünf im Jahr 1998 erworbenen Häusern, zwei im Jahr 2000 erworbenen Häusern, eines im Jahr 2001 erworbenen Objektes und zwei im Jahr 2013 erworbenen Objekten werden linear mit 2 % abgeschrieben. Die Baukosten der Häuser A und B sowie der Tiefgarage als Zubehörraum der im Jahr 2003 fertig gestellten Baumaßnahme Gemüsemarkt werden soweit diese zu Wohnzwecken genutzt werden mit 1,25 % degressiv und soweit diese zu gewerblichen Zwecken genutzt werden mit 3 % linear abgeschrieben. Die Baukosten der im Jahr 2006 fertig gestellten Wohnanlage Langebrückenstraße/In den Auegärten werden degressiv mit 2,5 % abgeschrieben. Die Baukosten des weiterhin unter der Position Grundstücke mit anderen Bauten ausgewiesenen Lagers wurden bereits in früheren Jahren in vollem Umfang abgeschrieben.
Die anderen Finanzanlagen wurden zu den Anschaffungskosten bewertet. In den Zugängen des Anlagevermögens sind keine in den Herstellungskosten aktivierte Fremdzinsen enthalten. Die unfertigen Leistungen (noch nicht abgerechnete Umlagen) wurden mit den im Jahr 2023 angefallenen Herstellungskosten bewertet. Diese setzen sich aus Betriebskosten, umlagefähigen Personalaufwendungen und umlagefähigen Grundsteuern zusammen. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten bewertet. Dabei wurde allen erkennbaren Risiken durch Abschreibungen Rechnung getragen. Die Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Die Rückstellungen haben insgesamt eine Laufzeit bis zu einem Jahr. Die Verbindlichkeiten sind zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. C. Erläuterungen zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung I. BILANZ 1. Die Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023 ergibt sich aus dem beigefügten Anlagenspiegel. 2. Die Position "Unfertige Leistungen" betrifft mit € 2.186.379,37 noch nicht abgerechnete Umlagen. 3. Die Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr stellen sich wie folgt dar (Vorjahresbeträge in Klammern):
4. In den "Sonstigen Rückstellungen" sind folgende Rückstellungen enthalten:
5. Die Fristigkeit der Verbindlichkeiten und deren Besicherung ergibt sich aus dem beigefügten Verbindlichkeitenspiegel. 6. In der Position "Sonstige Verbindlichkeiten" sind € 22.111,93 Mitgliederverbindlichkeiten enthalten. 7. Zum 31.12.2023 werden nachrichtlich als Bilanzvermerk die auf Sparkonten angelegten Mietkautionen als Treuhandvermögen und Treuhandverbindlichkeiten TEUR 8,3 ausgewiesen. II. Gewinn- und Verlustrechnung In der Position "Sonstige betriebliche Erträge" werden € 23.391,31 periodenfremde Erträge ausgewiesen. Darüber hinaus werden Erträge aus der Ausbuchung von Mitgliederguthaben von € 1.885,69 ausgewiesen. In der Position "Aufwendungen für Hausbewirtschaftung" werden Instandhaltungskosten in Höhe von € 2.145.224,58 ausgewiesen. Diese haben sich gegenüber dem Vorjahr um € 628.910,87 erhöht. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Abschreibungen auf Mietforderungen von € 23.704,74 enthalten.
GPR = Grundpfandrecht (Vorjahresbeträge in Klammern) D. Sonstige Angaben 1. Es bestehen folgende Haftungsverhältnisse: Mit der Mitgliedschaft in einer Kreditgenossenschaft ist eine Haftsumme von € 100,00 verbunden. 2. Weitere sonstige finanzielle Verpflichtungen, die nicht aus der Bilanz ersichtlich sind, bestehen zum 31.12.2023 nicht. 3. Die Genossenschaft ist alleiniger Gesellschafter der FuldaEnergie Immobilienservice GmbH. Die Gesellschaft wurde im Jahr 2006 errichtet. Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt € 100.000,00. Die Gesellschaft hat im Jahr 2023 einen Jahresüberschuss in Höhe von € 4.817,45 erzielt. Das Eigenkapital beträgt zum 31.12.2023 € 122.307,10. 4. Die Zahl der im Geschäftsjahr 2023 durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer betrug:
5. Mitgliederbewegung:
Die Geschäftsguthaben der verbleibenden Mitglieder haben sich im Geschäftsjahr um € 10.903,49 vermindert und betragen per 31.12.2023 € 1.504.620,00. Die Haftsumme beträgt am 31.12.2023 € 0,00. Die Haftsumme hat sich im Geschäftsjahr 2023 um € 0,00 verändert. 6. Name und Anschrift des zuständigen Prüfungsverbandes: VdW Südwest, Verband der Südwestdeutschen Wohnungsunternehmen e.V., Franklinstraße 62, 60486 Frankfurt am Main 7. Mitglieder des Vorstandes:
E. Weitere Angaben 1. Nachtragsbericht Nach dem Schluss des Geschäftsjahres 2023 sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung mit Auswirkungen auf die Ertrags-, Finanz- oder Vermögenslage eingetreten. 2. Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinns von € 60.496,14 Es wird vorgeschlagen, den Bilanzgewinn (€ 60.496,14) für die Ausschüttung einer Dividende (4 % der maßgebenden Geschäftsguthaben) zu verwenden.
Fulda, den 21.05.2023 Der Vorstand gez. Nieburg gez. Mück gez. Obermeier Bericht des AufsichtsratesIn regelmäßigen gemeinsamen Sitzungen mit dem Vorstand hat sich der Aufsichtsrat über den Stand der Bautätigkeit, die Bestandsverwaltung und die geschäftliche Entwicklung Bericht erstatten lassen. Insgesamt tagte der Aufsichtsrat 4-mal gemeinsam mit dem Vorstand. Der Prüfungsausschuss und der Bauausschuss tagten im Berichtsjahr 1-mal. In der Sitzung am 17.05.2023 hat der Aufsichtsrat die vom Vorstand vorgelegte Jahresbilanz mit der Gewinn- und Verlustrechnung beraten und die erforderlichen Beschlüsse gefasst. Der Aufsichtsrat empfiehlt der Mitgliederversammlung, den Jahresabschluss festzustellen und dem Vorschlag des Vorstandes über die Gewinnverwendung zuzustimmen. Der Jahresabschluss wurde von Herrn Steuerberater Czarnecki erstellt. Für die geleistete Arbeit im Geschäftsjahr 2023 spricht der Aufsichtsrat dem Vorstand und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Unternehmens seinen Dank aus.
Fulda, 21.05.2024 Der
Vorsitzende des Aufsichtsrates
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