SICORE Real Assets GmbH

Kapstadtring 8, 22297 Hamburg, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Hamburg HRB 20574
Vorher
SIGNAL IDUNA Venture Capital GmbHSIGNAL IDUNA Online GmbHHANSAINVEST Real Assets GmbH
Eingetragen
22.11.1977
Branche
Verwaltung von Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden für DritteKauf und Verkauf von eigenen Gewerbegrundstücken und NichtwohngebäudenVerwaltung von Wohngrundstücken, Wohngebäuden und Wohnungen für Dritte
Gegenstand
Gegenstand des Unternehmens ist (a) das Betreiben von Immobiliengeschäften und Infrastrukturgeschäften und die damit zusammenhängenden Geschäfte jedweder Art, insbesondere die Bewirtschaftung, die Vermietung, der Neu- und Umbau, der Erwerb und der Verkauf von Immobilien und Infrastruktur, der Verwaltung sowie das Erbringen von sonstigen Dienstleistungen im Zusammenhang mit Immobilien und Infrastruktur; die Gründung der Erwerb und die Veräußerung von Immobiliengesellschaften; (b) die Verwaltung einzelner nicht in Finanzinstrumenten im Sinne des § 1 Absatz 11 des Kreditwesengesetzes angelegter Vermögen für andere mit Entscheidungsspielraum sowie die Anlageberatung hinsichtlich der Vermögensgegenstände, die nicht Finanzinstrumente sind (individuelle Vermögensverwaltung und Anlageberatung); die Erbringungen von Finanzdienstleistungen im Sinne des § 1 Abs. 1a Satz 2 KWG ausschließlich innerhalb der Unternehmensgruppe der SIGNAL IDUNA gemäß der Bereichsausnahme nach § 2 Absatz 6 Nr. 5 KWG; (c) die Abwicklung von Softwarelizenzen, insbesondere ihre lizenzrechtliche Verwertung der technischen Nutzung sowie jegliche Beratungstätigkeit für Dritte im Zusammenhang mit der Lizenzierung der Nutzung der Softwarelizenzen ausschließlich jeglicher erlaubnispflichtiger Beratung. Die Gesellschaft darf keine Geschäfte betreiben, die einer Erlaubnis gemäß § 32 KWG oder §§ 20, 22 KAGB bedürfen. Die Gesellschaft hat in keinem Fall die Befugnis, sich Eigentum oder Besitz an Geldern oder Anteilen von Kunden zu verschaffen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Prokura
Vanessa Wiese
seit 5.2.2025
Prokura
Christoph Lüken
seit 14.3.2024
Geschäftsführer
Madlen Schröder
seit 9.4.2020
Prokura
Prokura
Prokura
Björn Schütt
seit 7.11.2017
Prokura
Jason Lamar Taylor
seit 19.1.2017
Prokura
Geschäftsführer
Martina Averbeck
seit 3.1.2017
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (2)

Gesellschafter

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

HANSAINVEST Real Assets GmbH

Hamburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

Grundlagen der Gesellschaft

Die HANSAINVEST Real Assets GmbH betreibt Immobilien- und Infrastrukturgeschäfte und die damit zusammenhängenden Geschäfte jedweder Art, insbesondere die Vermietung konzernzugehöriger Immobilien, deren Bewirtschaftung, der Neu- und Umbau sowie das Erbringen von sonstigen Dienstleistungen im Zusammenhang mit Immobilien und Infrastruktur. Im Rahmen des Investment Managements erbringt die Gesellschaft Dienstleistungen zu komplexen Immobilientransaktionen aller Assetklassen. Bei der Projektentwicklung geht es um die Ideenentwicklung, Realisierung, sowie um das Mietermanagement von Immobilien. Das Asset Management der Gesellschaft umfasst die Identifizierung von Entwicklungs- und Wertsteigerungspotenzialen der Immobilien, Formulierung individueller Objektstrategien, sowie deren Realisierung. Im Rahmen des Portfolio Managements kümmert sich die Gesellschaft um die Steuerung des gesamten Investmentprozesses sowie um das umfassende Management des Immobilienportfolios. Bei den Infrastrukturdienstleistungen handelt es sich im Wesentlichen um maßgeschneiderte Investmentstrategien im Bereich der erneuerbaren Energien, insbesondere Onshore-Windparks und Photovoltaikanlagen im Euroraum. Diese Leistungen werden ausschließlich innerhalb der SIGNAL IDUNA Gruppe erbracht und schließen Geschäfte aus, die einer Erlaubnis gemäß § 32 KWG oder §§ 20, 22 KAGB bedürfen.

Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Das Jahr 2023 war vom weiter andauernden Russland-Ukraine-Krieg, einer schwachen Wirtschaftsleistung im Euroraum und einer gedämpften Auslandsnachfrage geprägt. Die EZB hat ihre Leitzinsen von Anfang Juli 2022 bis September 2023 rasch und stark angehoben, und zwar um insgesamt 450 Basispunkte. Dies hat im gesamten Euroraum zu einem kräftigen Anstieg der Kreditzinsen sowohl für Unternehmen als auch für private Haushalte geführt. Die im Vergleich zum Vorjahr deutlich gestiegenen Zinssätze für Kredite sowie die restriktiveren Finanzierungsbedingungen trafen das verarbeitende Gewerbe und das Baugewerbe besonders hart. Die Zinserhöhungen und die restriktiveren Finanzierungsbedingungen führten aber gleichzeitig zur deutlichen Dämpfung der Nachfrage und dies trug zum Rückgang der Inflation bei. Die Fachleute des Eurosystems gehen von einer durchschnittlichen Inflation ohne Energie und Nahrungsmittel von 5,0 % für 2023, 2,7 % für 2024, 2,3 % für 2025 und 2,1 % für 2026 aus.

Die Wohnungsbauinvestitionen verringerten sich im Verlauf des Jahres weiter. Die kurzfristigen Indikatoren deuten auf einen weiteren Rückgang hin. Die schwachen kurzfristigen Aussichten für die Wohnungsbauinvestitionen stehen mit dem allgemein signifikanten Abwärtstrend bei den Baugenehmigungen für Wohngebäude im Einklang. Ursächlich hierfür ist die erhebliche Verschärfung der Finanzierungsbedingungen, die sich auf die Nachfrage nach Wohnimmobilien auswirkt. Was die Wohnungsbaukredite betrifft, so fiel die Kreditaufnahme der privaten Haushalte im Oktober abermals gedämpft aus. Dies lässt darauf schließen, dass noch keine Erholung der Nachfrage nach Wohnimmobilien in Sicht ist.

Das Exportwachstum blieb im dritten Quartal 2023 verhalten, was auf die schwache globale Nachfrage, die verzögerte Wirkung der Euro-Aufwertung und die hohen Energiepreise zurückzuführen war.

Die Arbeitslosenquote betrug im Oktober 6,5 %, und die Beschäftigung legte im dritten Quartal leicht um 0,2 % zu. Allerdings schrieben die Unternehmen in den letzten Monaten des Jahres 2023 weniger Stellen aus.

Finanzielle Leistungsindikatoren

Zu den finanziellen Leistungsindikatoren der Gesellschaft gehören die Assets under Management sowie der Jahresüberschuss.

Geschäftsverlauf

Der Wert der verwalteten Assets under Management und damit die Höhe des verwalteten Immobilien-Fondsvermögens stieg im vergangenen Jahr stärker an als prognostiziert. Hierbei kamen neben Mittelzuflüssen auch positive Wertänderungen zur Geltung.

Zum 31. Dezember 2023 betrug das Gesamtvolumen der Assets under Management 8,1 Mrd. EUR gegenüber 7,3 Mrd. EUR am 31. Dezember 2022.

Entgegen der Prognose stieg der Jahresüberschuss gegenüber dem Vorjahr. Mit 6,2 Mio. EUR lag er um 8,2 % über dem Vorjahresergebnis.

Assets under Management per 31. Dezember 2023 2022
Mio. EUR Mio. EUR
Infrastruktur 1.808 1.387
Immobilien-Beteiligungen 131 136
Immobilien-Direktanlage 32 31
Immobilien-Spezialfonds 5.863 5.548
Geschlossene Fonds 233 229
Gesamtsumme 1 8.066 7.331

1 Davon beurkundete, aber noch nicht zugegangene Objekte sowie noch nicht fertiggestelltes Projektentwicklungsvolumen 2023: 581 Mio. EUR und 2022: 418 Mio. EUR.

Lage der Gesellschaft

Vermögens- und Finanzlage

Die Vermögens- und Finanzlage zum Ende des Geschäftsjahres 2023 war auf der Aktivseite unverändert im Wesentlichen durch kurzfristige Forderungen an Kreditinstitute sowie durch das Anlagevermögen in Höhe von insgesamt 13,2 Mio. EUR (Vorjahr: 13,7 Mio. EUR) geprägt. Das Eigenkapital der Gesellschaft betrug zum Bilanzstichtag 13,0 Mio. EUR (gezeichnetes Kapital in Höhe von 26,0 TEUR, Kapitalrücklagen in Höhe von 4,2 Mio. EUR und andere Gewinnrücklagen in Höhe von 0,9 Mio. EUR sowie ein Bilanzgewinn in Höhe von 7,8 Mio. EUR). Zum 31. Dezember 2023 ergab sich eine Eigenkapitalquote von 52,7 % (Vorjahr: 53,0 %). Die Gesellschaft verfügt zum Bilanzstichtag über ein Bankguthaben in Höhe von 8,7 Mio. EUR (Vorjahr: 8,0 Mio. EUR).

Ertragslage

Die wesentlichen Ertragskomponenten der HANSAINVEST Real Assets sind Umsatzerlöse aus der Portfolioverwaltung von Immobilien-Sondervermögen und Infrastrukturinvestments. Die Entwicklung des Volumens der verwalteten Immobilien-Sondervermögen wirkt sich wesentlich auf das Fondsvolumen und somit die Ertragslage der Gesellschaft aus und hängt überwiegend vom Mittelzufluss sowie dem Anlageerfolg des Portfoliomanagements ab. Neben den fondsvolumenabhängigen Erlösen wirken dabei auch fondsvolumenunabhängige Erlösteile auf den Unternehmensertrag.

In 2023 erhöhten sich die Umsatzerlöse um 1,3 Mio. EUR auf 25,4 Mio. EUR. Die Personalaufwendungen erhöhten sich um 0,6 Mio. EUR auf 11,3 Mio. EUR und die sonstigen betrieblichen Aufwendungen um 0,3 Mio. EUR auf 5,8 Mio. EUR.

Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf und zur Lage

Im Vergleich zum Jahr 2022 lagen die Umsatzerlöse bei deutlich gestiegenen Assets under Management über dem Vorjahresergebnis. Entgegen der Prognose aus dem vergangenen Jahr stiegen dabei sowohl die Personalaufwendungen als auch entsprechend der Prognose die sonstigen betrieblichen Aufwendungen leicht an.

Die Vermögens- und Finanzlage der HANSAINVEST Real Assets ist geordnet.

Risiko- und Chancenbericht

Risikobericht

Den signifikantesten Einfluss auf die wirtschaftliche Entwicklung der HANSAINVEST Real Assets und somit ein hohes Risiko für die Entwicklung der Gesellschaft hat die Entwicklung der Immobilienmärkte und die damit einhergehende Entwicklung der Assets under Management sowie der Anlageerfolg des Portfoliomanagements. Ein ungünstiges Marktumfeld birgt ein erhebliches Risiko und führt zu sinkenden Immobilien-Vermögen und folglich zu einer Minderung der Umsatzerlöse. Darüber hinaus erhält die HANSAINVEST Real Assets neben der Verwaltungsvergütung Provisionen für die Durchführung von Immobilien- und Infrastrukturtransaktionen. Die wirtschaftliche Abhängigkeit der Gesellschaft wirkt sich von den Konzernversicherungsunternehmen und deren Kapitalanlagen unmittelbar auf die Transaktionshäufigkeit aus und führt bei einer negativen Kapitalmarktentwicklung zum Rückgang der Transaktionen und damit zu umfangreichen Einbußen der Provisionserträge.

Die HANSAINVEST Real Assets hat ein Risikofrüherkennungs- und Überwachungssystem in analoger Anwendung des § 91 Abs. 2 AktG eingerichtet, um den Fortbestand der Gesellschaft gefährdende Entwicklungen frühzeitig zu erkennen. Die Gesellschaft hat hierfür eine unabhängige Interne Revision eingerichtet, die die Ordnungsmäßigkeit der Prozesse und Aktivitäten auf Basis einer risikoorientierten Prüfungsplanung beurteilt. Ferner wurde für die Steuerung der Unternehmensaktivitäten ein Controlling eingerichtet, das eine zeitnahe unterjährige Überwachung der Ertrags- und Kostenlage der Gesellschaft vornimmt. Das Risikofrüherkennungssystem ist auf die Steuerung der nachfolgenden betriebswirtschaftlichen Risiken ausgerichtet. Ein Versagen der Risikofrüherkennungs- und Überwachungssysteme stellt ein mittleres Risiko dar.

Nicht zuletzt führt die zunehmende Digitalisierung in der Branche zu sinkenden Margen und einem erhöhten Wettbewerb. Dies erfordert eine entsprechende Aufmerksamkeit und weitere Investitionen. Diese Investitionen sind erforderlich, um mittelfristig die Wettbewerbsfähigkeit der Gesellschaft zu sichern und wird derzeit als geringes Risiko für das kurzfristige Geschäftsergebnis der Gesellschaft beurteilt.

Chancenbericht

Die HANSAINVEST Real Assets ist weiterhin gut für die Herausforderungen und Chancen der kommenden Jahre aufgestellt. Die Gesellschaft profitiert dabei im erheblichen Maße von der Einbindung in die SIGNAL IDUNA Gruppe.

Im Bereich Portfolio Management Immobilien können neben dem Management der Sondervermögen und dem Verwalten der Immobilien für die SIGNAL IDUNA Gruppe die Kernkompetenzen rund um die Wertschöpfungskette von Immobilien weiter ausgebaut werden. Im Jahr 2023 wurde zusammen mit der DFI Real Estate ein Artikel 9 Logistik-Neubaufonds aufgelegt. Für diesen Impact-Fonds, der sich sechs Immobilien als Startportfolio gesichert hat, konnten bereits Eigenkapitalzusagen in Höhe von 75 Mio. EUR eingeworben werden. Dieser Fonds bietet auch konzernfremden Investoren die Möglichkeit sich zu beteiligen und hat ein Zielvolumen von 300 Mio. EUR. Hiermit hat die HANSAINVEST Real Assets einen weiteren Fonds geschaffen, um mit konzernfremden Investorengeldern weiter wachsen zu können.

Außerdem wird der technische Fortschritt dazu genutzt, das immobilienspezifische Kerngeschäft weiter zukunftsfähig auszubauen. Der Bereich IT-Projektmanagement ist personell weitergewachsen und wird die Implementierung von neuer Software umsetzen sowie eine Vielzahl neuer Digitalisierungsprojekte begleiten.

Auch im Bereich Nachhaltigkeit sieht sich die Gesellschaft gut aufgestellt. Nach Aufbau von Expertise innerhalb der Gesellschaft wurde eine ESG-Strategie verabschiedet, die u. a. zur Erhöhung der Zertifizierungsquote, der Erhöhung des Versorgungsgrads an erneuerbaren Energien und schließlich zur Klimaneutralität des Gesamtportfolios bis 2024 beitragen soll.

Im Bereich Portfolio Management Infrastruktur bieten sich weiterhin sehr gute Möglichkeiten, die Assets under Management kontinuierlich auszubauen. Angesichts des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine und der damit verbundenen Sanktionen gegen Russland hat sich der politische Fokus u. a. stark auf den raschen Aufbau erneuerbarer Energien und der damit beabsichtigten Energieautarkie gerichtet. Die Notwendigkeit, die Energieversorgung und -unabhängigkeit sicherzustellen, hat den Ausbau erneuerbarer Energien in Europa zu einem wichtigen Treiber neben der nachhaltigen Energiegewinnung, dem drohenden Klimawandel und dem steigenden Energiebedarf gemacht.

Neben den finanziellen Aspekten nachhaltiger Investitionen treten daher auch nichtmonetäre Aspekte in Erscheinung, welche sich mit den langfristigen Anlagezielen institutioneller Investoren ausgezeichnet ergänzen lassen und den Anforderungen ihrer eigenen Kapitalverpflichtungen gerecht werden.

Durch die Verwendung innovativer Produktideen, wie beispielsweise der eigenkapitalersetzenden Mezzanine-Finanzierungen und durch das frühzeitige Engagement und die Finanzierung von Projektentwicklungen in frühen Entwicklungsstadien, lassen sich auch in teils angespannten Märkten, bei gleichzeitig stark gestiegenen Zinsen, ertragreiche und nachhaltige Kapitalanlagen mit einem attraktiven Chancen- und Risikoverhältnis umsetzen, mit deren Management die Gesellschaft über langfristige Zeiträume stabile und zunehmende Erträge generieren kann. Erneuerbare Energien können aufgrund nachhaltig gestiegener Strompreise zunehmend auch ohne staatlich garantierte Vergütungen wettbewerbsfähig und rentabel sein. Diesbezüglich haben sich bereits in den vergangenen Jahren private langfristige Stromabnahmeverträge, sog. PPAs, etabliert, auf deren kalkulatorischen Basis schon bereits heute großflächige und volumenstarke Investitionen in diesem Segment auch ohne staatliche Tarife sehr langfristige und gut planbare Cashflows versprechen.

Zusammenfassende Darstellung

Aktuell sind den Bestand des Unternehmens gefährdende Risiken nicht erkennbar und weiteres Wachstum wird gezielt verfolgt.

Prognosebericht

Immobilienmärkte

Im Jahr 2023 sind die Investmentvolumen in Deutschland wie erwartet dramatisch eingebrochen und liegen auf einem Niveau, das zuletzt in den Nachwirkungen der Finanzkrise verzeichnet wurde. Die unterschiedlichen Kaufpreisvorstellungen und deutlich höhere Finanzierungskosten spielen eine zentrale Rolle und hier ist derzeit noch keine Änderung absehbar. Für 2024 zeichnet sich ein weiterhin düsteres Bild hinsichtlich Transaktionsvolumen ab.

Das Transaktionsvolumen am deutschen Büroimmobilienmarkt sank im vergangenen Jahr um rund 77 % auf 5,3 Mrd. EUR gemäß einer Auswertung von CBRE. Auch für 2024 wird mit einem deutlich geringerem Investmentvolumen als im langjährigen Durchschnitt gerechnet. Neben den deutlich gestiegenen Zinsen dürften auch die verringerten Flächenbedarfe durch höhere Home-Office-Anteile infolge der Corona- Pandemie zu einem weiterhin verhaltenen Interesse von Investoren an Objekten aus dem Bürosegment beitragen.

Der Logistiksektor profitiert von dem geringeren Investmentvolumen bei Büros und belegt erstmals den ersten Platz beim Transaktionsvolumen in Deutschland. Die weiterhin hohen Flächenbedarfe und der Trend zur Lagerhaltung zur Vermeidung von Engpässen bei den internationalen Lieferketten führen zu einer stabilen hohen Nachfrage nach Mietflächen und Logistikflächen.

Aufgrund der hohen Zins- und Finanzierungskosten sowie gestiegener Baukosten haben einige namhafte deutsche Immobilienprojektentwickler Insolvenz angemeldet. In 2024 dürfte es daher zu einem spürbaren Anstieg an notleidenden Immobilieninvestments, sogenannten Fire Sales, kommen. Aber auch institutionelle Bestandshalter werden sich voraussichtlich von Immobilien trennen, die sich nicht im Einklang mit den selbstgesteckten ESG-Kriterien befinden oder diese Ziele nur mit erheblichem finanziellem Aufwand erreichen können.

Vor diesem Hintergrund wird damit gerechnet, dass die assetspezifische Rendite-Risiko-Analyse und die Diskussion um das Repricing das kommende Jahre prägen werden. Auch das Thema Positionierung von Einzelimmobilien im ESG-Kontext wird weiter an Bedeutung gewinnen.

Dieses Umfeld wird eigenkapitalstarken Investoren, wie der HANSAINVEST Real Assets im Konzernverbund mit der SIGNAL IDUNA Gruppe Opportunitäten bieten, auch wenn mit einem grundsätzlichen Anstieg der Ankaufsrenditen und damit mit einem erhöhten Druck auf die Werte des Immobilienportfolios zu rechnen ist. Die Gesellschaft sieht sich mit ihren bereits umgesetzten ESG-Maßnahmen für die Zukunft gut gerüstet.

Baukostensteigerung

Die in den vergangenen Jahren verzeichnete Baukostensteigerung hat aufgrund der nachlassenden Dynamik bei der Inflationsentwicklung nachgelassen. Auch aufgrund der abnehmenden Bauaktivität ist mit deutlich weniger Druck auf die Baukostenentwicklung zu rechnen. Nichtsdestotrotz sind Kostensteigerungen von ca. 5 % p. a. bei den Instandhaltungsmaßnahmen antizipiert und in den Planungen für 2024 berücksichtigt.

Zinsumfeld

Das aktuell hohe Zinsumfeld wurde in den Hochrechnungen für die von uns gemanagten Immobiliensondervermögen bereits berücksichtigt. Aufgrund der gewichteten Restlaufzeit aller Immobiliendarlehen von über 6 Jahren und nur 3 im Jahr 2024 auslaufende und zu prolongierende Darlehen mit einem Volumen von insgesamt rund 130 Mio. EUR werden die höheren Zinsbelastungen keine wesentlichen negativen Auswirkungen auf die Sondervermögen und das Geschäftsmodel der Gesellschaft haben.

Markt für Infrastruktur und erneuerbare Energien

Investitionen in Infrastruktur und erneuerbare Energien haben sich bei deutschen und internationalen institutionellen Investoren als eigene Assetklasse längst etabliert und sind zu fester Bestandteil der Kapitalallokation geworden.

Vor dem Hintergrund des Ukraine-Krieges und der angestrebten Energieunabhängigkeit von Russland, des Klimawandels, der starken Umweltbewegung, der politisch und gesellschaftlich hohen Unterstützung des Ausbaus erneuerbarer Energien und nicht zuletzt ihrer Rentabilität, erfährt diese Assetklasse ebenso hohen Zuspruch wie Nachfrage. Hinzu kommt, dass die Strompreise insgesamt nachhaltig gestiegen zu sein scheinen, sich jedoch gleichzeitig eine Zinswende in Rekordgeschwindigkeit vollzogen hatte und zudem die Gestehungskosten für erneuerbare Energien Anlagen zeitweise erheblich gestiegen waren. Diesem Marktumfeld stellt sich die Gesellschaft und plant auch in den kommenden Jahren sich weiter im Markt bei weiterhin steigenden Investitionsvolumen und entsprechendem Aufbau des Portfolio Managements Infrastruktur erfolgreich zu positionieren.

Gesamtaussage zur künftigen Entwicklung

Unter Berücksichtigung der strategischen Ausrichtung, der operativen Ziele und einer soliden Geschäftsbasis, rechnet die HANSAINVEST Real Assets für das nächste Jahr mit leicht steigenden Assets under Management, leicht steigenden Personalaufwendungen sowie deutlich steigenden sonstigen betrieblichen Aufwendungen. Der Jahresüberschuss im Geschäftsjahr 2024 wird deutlich unter dem Vorjahreswert erwartet. Gravierende Änderungen an den Märkten und der Rahmenbedingungen können zu einer anderen Einschätzung führen.

 

HANSAINVEST Real Assets GmbH

Geschäftsführung

Averbeck

Dr. Stotz

Jahresbilanz zum 31. Dezember 2023

Aktivseite

2023 2022
EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 151.998,00 169.420,55
2. Geschäfts- oder Firmenwert 3.253.123,00 4.337.496,00
II. Sachanlagen 3.405.121,00 4.506.916,55
andere Anlagen, Bertriebs- und Geschäftsausstattung 1.040.476,00 1.169.759,00
B. Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 7.780.867,19 5.768.849,90
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: 0,00 EUR (Vorjahr: 0,00 EUR)
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 24.589,89 45.614,78
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: 0,00 EUR (Vorjahr: 0,00 EUR)
davon gegen Gesellschaftern: 0,00 EUR (Vorjahr: 0,00 EUR)
3. sonstige Vermögensgegenstände 58.449,74 6.067,30
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: 0,00 EUR (Vorjahr: 0,00 EUR) 7.863.906,82 5.820.531,98
II. Wertpapiere
sonstige Wertpapiere 3.571.253,63 3.629.045,86
III. Guthaben bei Kreditinstituten 8.730.351,06 7.974.016,41
C. Rechnungsabgrenzungsposten 24.117,65 32.741,76
D. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung 4.146,76 63.027,03
Summe der Aktiva 24.639.372,92 23.196.038,59

Passivseite

2023 2022
EUR EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 26.000,00 26.000,00
II. Kapitalrücklage 4.217.101,01 4.217.101,01
III. Gewinnrücklagen
andere Gewinnrücklagen 946.779,56 946.779,56
IV. Bilanzgewinn 7.784.563,24 7.093.377,24
12.974.443,81 12.283.257,81
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 7.657.511,80 7.360.567,04
2. Steuerrückstellungen 1.144.548,24 827.050,18
3. sonstige Rückstellungen 1.176.321,83 1.428.177,37
9.978.381,87 9.615.794,59
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 156.831,39 76.202,76
davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr: 156.831,39 EUR (Vorjahr: 76.202,76 EUR)
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 505.156,00 557.584,25
davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr: 505.156,00 EUR (Vorjahr: 557.584,25 EUR)
davon gegenüber Gesellschaftern: 459.591,31 EUR (Vorjahr: 552.694,87 EUR)
3. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 825.287,72 481.758,04
davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr: 825.287,72 EUR (Vorjahr: 481.758,04 EUR)
davon gegenüber Gesellschaftern: 825.287,72 EUR (Vorjahr: 481.758,04 EUR)
4. sonstige Verbindlichkeiten 199.272,13 181.441,14
davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr: 199.272,13 EUR (Vorjahr: 181.441,14 EUR) 1.686.547,24 1.296.986,19
davon aus Steuern: 191.553,80 EUR (Vorjahr: 176.082,58 EUR)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: 808,27 EUR (Vorjahr: 786,47 EUR)
Summe der Passiva 24.639.372,92 23.196.038,59

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

Posten 2023 2022
EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 25.388.011,77 24.058.666,88
2. sonstige betriebliche Erträge 297.291,28 816.702,69
3. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 9.470.198,26 8.795.847,39
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung 1.854.597,80 1.920.174,09
davon für Altersversorgung: 322.383,65 EUR (Vorjahr: 533.965,86 EUR) 11.324.796,06 10.716.021,48
4. Abschreibungen
auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 1.332.471,90 1.256.428,04
5. sonstige betriebliche Aufwendungen 5.839.369,05 5.581.164,03
6. Erträge aus anderen Wertpapieren 3.407,36 2.772,12
davon aus verbundenen Unternehmen: 0,00 EUR (Vorjahr: 0,00 EUR)
7. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 197.942,20 4.691,70
davon aus verbundenen Unternehmen: 0,00 EUR (Vorjahr: 0,00 EUR)
8. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 57.792,23 370.865,37
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 136.447,00 245.033,00
davon an verbundene Unternehmen: 0,00 EUR (Vorjahr: 0,00 EUR)
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 1.001.886,59 992.376,18
11. Ergebnis nach Steuern 6.193.889,78 5.720.945,29
12. sonstige Steuern 2.703,78 500,00
13. Jahresüberschuss 6.191.186,00 5.720.445,29
14. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 1.593.377,24 1.372.931,95
15. Bilanzgewinn 7.784.563,24 7.093.377,24

Anhang

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die HANSAINVEST Real Assets GmbH ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 und 4 HGB. Der Jahresabschluss wird nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Größenabhängige Erleichterungen des § 288 Abs. 2 HGB wurden in Anspruch genommen.

Aus rechentechnischen Gründen können im Lagebericht und im Anhang Rundungsdifferenzen in Höhe von +/- einer Einheit (EUR, %, etc.) auftreten.

Immaterielle Vermögensgegenstände

Die immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bewertet. Die linearen Abschreibungen erfolgen planmäßig über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer. Der Geschäfts- oder Firmenwert wird über eine Laufzeit von zehn Jahren abgeschrieben.

Sachanlagen

Sachanlagen werden mit den Anschaffungskosten abzüglich linearer Abschreibungen, die planmäßig über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer erfolgen, bewertet.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennbetrag abzüglich geleisteter Tilgungen angesetzt. Erkennbare Risiken werden durch entsprechende Bewertungsabschläge berücksichtigt.

Wertpapiere des Umlaufvermögens

Wertpapiere des Umlaufvermögens werden zu Anschaffungskosten - zuzüglich oder abzüglich der kumulierten Amortisation einer Differenz zwischen den Anschaffungskosten und dem Rückzahlungsbetrag unter Anwendung der Effektivzinsmethode - bilanziert und unter Berücksichtigung des strengen Niederstwertprinzips bewertet.

Guthaben bei Kreditinstituten

Laufende Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nennwert bilanziert.

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten

Rechnungsabgrenzungsposten werden zeitanteilig ermittelt.

Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung

Zur gesetzlichen Insolvenzsicherung der Wertguthaben aus Altersteilzeitverpflichtungen gemäß § 8a Altersteilzeitgesetz haben wir ein CTA-Modell umgesetzt, über das entsprechende Kapitalanlagen über einen Treuhandvertrag treuhänderisch verwaltet werden. Diese werden gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 i. V. m. § 253 Abs. 1 Satz 4 HGB mit ihrem Zeitwert, der den Anschaffungskosten entspricht, bewertet und mit dem Teil der Rückstellung für Altersteilzeitverpflichtungen verrechnet, der sich auf den Erfüllungsrückstand bezieht.

Mindeststeuergesetz (MinStG)

Das Unternehmen ist Bestandteil einer Mindeststeuergruppe (§ 3 MinStG). Gruppenträger der Mindeststeuergruppe ist die SIGNAL IDUNA Lebensversicherung a. G. Der Gruppenträger wird die Übergangsregelung bei untergeordneter internationaler Tätigkeit (§ 83 MinStG) in Anspruch nehmen. Hierdurch ergibt sich in den ersten fünf Jahren eine Befreiung von der Mindeststeuer.

Rückstellungen

• Pensionsrückstellungen

Für die Bewertung werden als Rechnungsgrundlagen die biometrischen Grundwerte aus den HEUBECK-Richttafeln 2018 G verwendet.

Mit Ausnahme der Pensionszusagen aus Gehaltsumwandlung wird der Erfüllungsbetrag gemäß § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB mit der Projected-Unit-Credit-Methode unter Berücksichtigung des IDW-Rechnungslegungshinweises IDW RH FAB 1.021 berechnet. Dabei wird das Deckungskapitalverfahren mit dem Aktivprimat angewendet. Der Erfüllungsbetrag wird gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB mit dem korrespondierenden Deckungsvermögen verrechnet. Der gemäß § 253 Abs. 2 HGB verwendete und zum Bilanzstichtag auf Basis der Marktverhältnisse zum 31. Oktober 2023 prognostizierte und verwendete durchschnittliche Rechnungszins der vergangenen zehn Geschäftsjahre, bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren, beträgt 1,82 %. Der Zinssatz weicht nicht vom durch die Deutsche Bundesbank zum Stichtag veröffentlichten Zins ab und führt zu keinen Änderungen des Verpflichtungsumfangs. Der Unterschiedsbetrag zum Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren wird in den Erläuterungen zur Bilanz angegeben.

Darüber hinaus werden folgende Bewertungsparameter bei der Berechnung berücksichtigt:

Grundsätzlich wird davon ausgegangen, dass die Versorgungsberechtigten die Betriebsrente mit dem frühestmöglichen Bezug einer Vollrente aus der gesetzlichen Rentenversicherung beziehen. Falls in der Pensionszusage ein früheres Pensionierungsalter vereinbart ist, so wird dieses Pensionierungsalter bei der Bewertung berücksichtigt.

Für die Ausscheideursache Fluktuation wird eine Wahrscheinlichkeit von 0,50 % bei Männern und 0,40 % bei Frauen angesetzt. Der Gehaltstrend inklusive einer Karrierekomponente fließt mit 2,50 % ein. Falls die Pensionszusage eine garantierte Rentenanpassung enthält, wird diese berücksichtigt. Die übrigen Pensionszusagen werden mit einem Rententrend von 2,30 % bewertet.

Die Bewertungseffekte aus der Verzinsung der Erfüllungsbeträge sowie aus der Änderung des Diskontierungszinssatzes werden unter Zinsen und ähnliche Aufwendungen ausgewiesen.

• Steuerrückstellungen

Die Steuerrückstellungen werden nach ihrer voraussichtlichen Inanspruchnahme ermittelt und in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt.

• Sonstige Rückstellungen

Rückstellungen für Jubiläumsgeldzusagen

Die Bewertung der Rückstellungen für Jubiläumsgeldzusagen erfolgt nach § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB mit Ausnahme des Rechnungszinses analog zur Pensionsrückstellungsermittlung. Als Rechnungsgrundlagen werden die biometrischen Grundwerte aus den HEUBECK-Richttafeln 2018 G verwendet. Der Bewertung liegt der von der Deutschen Bundesbank veröffentlichte Rechnungszins mit einer Restlaufzeit von zehn Jahren zugrunde. Zum Bilanzstichtag wird ein auf Basis der Marktverhältnisse zum 31. Oktober 2023 prognostizierter durchschnittlicher Rechnungszins der vergangenen sieben Geschäftsjahre von 1,51 % verwendet.

Rückstellungen für Altersteilzeit

Die Bewertung der Rückstellungen für Altersteilzeit erfolgt nach § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB. Der Erfüllungsbetrag ergibt sich aufgrund der versicherungsmathematisch diskontierten monatlichen Gehaltszahlungen. Die Rückstellung beinhaltet außerdem den Arbeitgeberbeitrag zur gesetzlichen Rentenversicherung sowie den tariflichen Aufstockungsbetrag. Der Gehaltstrend inklusive einer Karrierekomponente fließt mit 2,50 % ein. Der Bewertung liegt der von der Deutschen Bundesbank veröffentlichte Rechnungszins mit einer Restlaufzeit von drei Jahren zugrunde. Zum Bilanzstichtag wird ein auf Basis der Marktverhältnisse zum 31. Oktober 2023 prognostizierter durchschnittlicher Rechnungszins der vergangenen sieben Geschäftsjahre von 1,07 % verwendet.

Zur gesetzlichen Insolvenzsicherung der Wertguthaben aus Altersteilzeitverpflichtungen gemäß § 8a Altersteilzeitgesetz haben wir ein CTA-Modell umgesetzt, über das entsprechende Kapitalanlagen über einen Treuhandvertrag treuhänderisch verwaltet werden. Diese werden gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 i. V. m. § 253 Abs. 1 Satz 4 HGB mit ihrem Zeitwert, der den Anschaffungskosten entspricht, bewertet und mit dem Teil der Rückstellung für Altersteilzeitverpflichtungen verrechnet, der sich auf den Erfüllungsrückstand bezieht.

Übrige Rückstellungen

Die übrigen Rückstellungen werden nach § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB mit ihren nach kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbeträgen angesetzt und - soweit die Laufzeiten mehr als ein Jahr betragen - gemäß § 253 Abs. 2 HGB mit dem der Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst.

Verbindlichkeiten

Die Passivierung der Verbindlichkeiten wird mit den Erfüllungsbeträgen vorgenommen. Alle Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.

Erläuterungen zur Bilanz zum 31.Dezember 2023

Aktivseite 2023 2022
EUR EUR
A. Anlagevermögenvermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten
Die Entwicklung ist dem folgenden Anlagespiegel zu entnehmen.
Anschaffungs-/Herstellungskosten
Stand zum 1. Januar (kumuliert) 592.948,77 526.117,23
Zugänge im Geschäftsjahr 17.801,33 66.831,54
Abgänge im Geschäftsjahr 0,00 0,00
Stand zum 31. Dezember (kumuliert) 610.750,10 592.948,77
Abschreibungen
Stand zum 1. Januar (kumuliert) 423.528,22 358.854,38
Zugänge im Geschäftsjahr 35.223,88 64.673,84
Abgänge im Geschäftsjahr 0,00 0,00
Stand zum 31. Dezember (kumuliert) 458.752,10 423.528,22
Restbuchwert zum 31. Dezember 151.998,00 169.420,55
2. Geschäfts- oder Firmenwert
Es handelt sich hierbei um die Aktivierung des Firmenwertes aus dem Kauf des Teilbetriebes von der HANSAINVEST
Hanseatische Investment GmbH. Die Entwicklung ist dem folgenden Anlagespiegel zu entnehmen.
Anschaffungs-/Herstellungskosten
Stand zum 1. Januar (kumuliert) 10.843.734,61 10.843.734,61
Zugänge im Geschäftsjahr 0,00 0,00
Abgänge im Geschäftsjahr 0,00 0,00
Stand zum 31. Dezember (kumuliert) 10.843.734,61 10.843.734,61
Abschreibungen
Stand zum 1. Januar (kumuliert) 6.506.238,61 5.421.865,65
Zugänge im Geschäftsjahr 1.084.373,00 1.084.372,96
Abgänge im Geschäftsjahr 0,00 0,00
Stand zum 31. Dezember (kumuliert) 7.590.611,61 6.506.238,61
Restbuchwert zum 31. Dezember 3.253.123,00 4.337.496,00
II. Sachanlagen
Die Sachanlagen beinhalten ausschließlich Betriebs- und Geschäftsausstattung.
Die Entwicklung ist dem folgenden Anlagespiegel zu entnehmen.
Anschaffungs-/Herstellungskosten
Stand zum 1. Januar (kumuliert) 1.482.625,41 369.756,17
Zugänge im Geschäftsjahr 89.301,02 1.166.030,24
Abgänge im Geschäftsjahr 5.709,00 53.161,00
Stand zum 31. Dezember (kumuliert) 1.566.217,43 1.482.625,41
Abschreibungen
Stand zum 1. Januar (kumuliert) 312.866,41 205.485,17
Zugänge im Geschäftsjahr 212.875,02 107.381,24
Abgänge im Geschäftsjahr 0,00 0,00
Stand zum 31. Dezember (kumuliert) 525.741,43 312.866,41
Restbuchwert zum 31. Dezember 1.040.476,00 1.169.759,00
B. Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 7.780.867,19 5.768.849,90
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betreffen im Wesentlichen Forderungen aus vertraglichen Vergütungen und Kostenerstattungen für die Verwaltung von Investmentvermögen.
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 24.589,89 45.614,78
Hier werden die Forderungen aus den Dienstleistungsabrechnungen ausgewiesen.
II. Wertpapiere
sonstige Wertpapiere 3.571.253,63 3.629.045,86
Die sonstigen Wertpapiere betreffen inländische Rentenfonds.
III. Guthaben bei Kreditinstituten 8.730.351,06 7.974.016,41
Hier werden laufende Guthaben bei der UniCredit Bank Aktiengesellschaft und der DONNER & REUSCHEL Aktiengesellschaft ausgewiesen.
Passivseite 2023 2022
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 26.000,00 26.000,00
Das gezeichnete Kapital ist voll eingezahlt. Vom Stammkapital besitzt am 31. Dezember 2023 die SIGNAL IDUNA Lebensversicherung a. G., Hamburg, 60 % und die SIGNAL IDUNA Krankenversicherung a. G., Dortmund, 40 %.
II. Kapitalrücklage
Stand am 1. Januar 4.217.101,01 4.217.101,01
Entnahme im Geschäftsjahr 0,00 0,00
Stand am 31. Dezember 4.217.101,01 4.217.101,01
III. Gewinnrücklagen
Stand am 1. Januar 946.779,56 946.779,56
Zuführung im Geschäftsjahr 0,00 0,00
Stand am 31. Dezember 946.779,56 946.779,56
IV. Bilanzgewinn
Jahresüberschuss 6.191.186,00 5.720.445,29
Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 1.593.377,24 1.372.931,95
(Vorab-)Ausschüttung 0,00 0,00
Stand am 31. Dezember 7.784.563,24 7.093.377,24
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen
Pensionsrückstellungen 7.657.511,80 7.360.567,04
Der ermittelte ausschüttungsgesperrte Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellungen für Pensionen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren beträgt zum Bilanzstichtag 123.906,00 EUR (Vorjahr: 496.751,00 EUR).
2. Steuerrückstellungen 1.144.548,24 827.050,18
3. sonstige Rückstellungen
sonstige Verpflichtungen aus dem Personalbereich 853.363,63 788.389,22
ausstehende Rechnungen (i. W. Beratungsvergütungen Infrastrukturprojekte) 0,00 52.670,00
Urlaubsverpflichtungen 59.893,85 139.457,49
Jubiläumsgeldzusagen 17.130,00 84.074,00
Altersteilzeitverpflichtungen abz. Treuhandvermögen 85.176,76 EUR (Vorjahr: 83.201,03 EUR) 28.148,00 48.483,00
Jahresabschlusskosten 30.214,10 28.012,60
restliche Rückstellungen 187.572,25 287.091,06
1.176.321,83 1.428.177,37
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 156.831,39 76.202,76
Es handelt sich hierbei um noch nicht gezahlte Lieferantenrechnungen.
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 505.156,00 557.584,25
Hier werden Verbindlichkeiten aus Dienstleistungsabrechnungen ausgewiesen.
3. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 825.287,72 481.758,04
Im Wesentlichen sind hier Verbindlichkeiten aus der Personalabrechnung enthalten.
4. sonstige Verbindlichkeiten 199.272,13 181.441,14
Der Posten enthält Steuerverbindlichkeiten und die restlichen Verbindlichkeiten aus dem Geschäftsbetrieb.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

2023 2022
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 25.388.011,77 24.058.666,88
Die Umsatzerlöse enthalten im Wesentlichen Vergütungen für die Verwaltung der Investmentvermögen und für die Immobilien-Vermögensverwaltung für die Gesellschaften der SIGNAL IDUNA Gruppe sowie die Vergütungen aus erbrachten Verwaltungsdienstleistungen an die SIGNAL IDUNA Gruppe.
5. sonstige betriebliche Aufwendungen 5.839.369,05 5.581.164,03
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten im Wesentlichen Vergütungen für bezogene Verwaltungsdienstleistungen und Vergütungen für bezogene EDV-Dienstleistungen von der SIGNAL IDUNA Gruppe, Raumkosten und Aufwendungen für den Bürobetrieb, Beratungskosten, Reise- und Bewirtungskosten sowie IT-Kosten.
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 136.447,00 245.033,00
Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen setzen sich aus den Aufwendungen aus der Aufzinsung von Personalrückstellungen 136.447,00 EUR (Vorjahr: 245.033,00 EUR) zusammen.
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
Vorjahr 60,95 -45.397,02
Geschäftsjahr 1.001.825,64 1.037.773,20
1.001.886,59 992.376,18

Sonstige Angaben

Gesamtbezüge der Geschäftsführer und des Beirates, gewährte Kredite

Auf die Angaben über Bezüge gemäß § 285 Nr. 9 a) und b) HGB wurde gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Darlehen an Mitglieder der Geschäftsführung und des Beirates wurden nicht gewährt; zugunsten dieser Personen wurden keine Haftungsverhältnisse eingegangen.

Personelle Veränderung in der Geschäftsführung

Die HANSAINVEST Real Assets beruft Martina Averbeck zur Sprecherin der Geschäftsführung. Sie übernimmt die Aufgabe zum 1. März 2024. Gleichzeitig steigt Christoph Lüken zum 1. März 2024 in die Geschäftsführung für den Bereich Infrastruktur und Erneuerbare Energien auf. Nicholas Brinckmann verlässt die HANSAINVEST Real Assets zum 10. Februar 2024. Die Geschäftsführung der HANSAINVEST Real Assets besteht somit künftig aus Martina Averbeck, Christoph Lüken und Dr. Jörg Stotz.

Gesamthonorar Abschlussprüfer

Auf die Angaben über das von dem Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar gemäß § 285 Nr. 17 HGB wurde verzichtet, da die Angaben im Konzernabschluss der SIGNAL IDUNA Lebensversicherung a. G. enthalten sind.

Gewinnverwendungsvorschlag

Der Jahresabschluss ergibt einen Bilanzgewinn von 7,8 Mio. EUR. Wir schlagen vor, aus dem Bilanzgewinn 5,6 Mio. EUR auszuschütten und 2,2 Mio. EUR auf neue Rechnung vorzutragen.

Mitarbeitende

Die Gesellschaft beschäftigte im Jahresdurchschnitt 110 Mitarbeitende (Vorjahr: 101), davon haben 83 Mitarbeitende einen Vollzeitarbeitsvertrag (Vorjahr: 73) und 27 Mitarbeitende einen Teilzeitarbeitsvertrag (Vorjahr: 28).

Wir danken den Mitarbeitenden, den von ihnen gewählten Gremien sowie allen anderen für uns tätigen Personen für die gute Arbeit, die im abgelaufenen Geschäftsjahr geleistet wurde. Wir hoffen und wünschen, dass die Grundgedanken unseres Unternehmensleitbildes im Interesse unserer Kunden weiter konsequent gelebt und umgesetzt werden.

Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen und Personen

Im Berichtszeitraum wurden mit nahestehenden Unternehmen und Personen keine marktunüblichen Geschäfte im Sinne des § 285 Nr. 21 HGB getätigt.

Nachtragsbericht

Über weitere Ereignisse von besonderer Bedeutung, die nach Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind, ist nichts zu berichten.

Organe

Beirat

Martin Berger

Vorstandsmitglied, SIGNAL IDUNA Gruppe

Vorsitzender

Clemens Vatter

Vorstandsmitglied, SIGNAL IDUNA Gruppe stellv. Vorsitzender

Markus Hildebrandt

Bereichsleiter, SIGNAL IDUNA Gruppe

Geschäftsführung

Martina Averbeck (ab 1. März 2024 Sprecherin)

Geschäftsführerin

Nicholas Brinckmann (bis 10. Februar 2024)

Geschäftsführer

Sprecher

Christoph Lüken (ab 1. März 2024)

Geschäftsführer

Dr. Jörg W. Stotz

Geschäftsführer

Abschlussprüfer

KPMG AG

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Konzernangaben

Gesellschafter der HANSAINVEST Real Assets GmbH, Hamburg, (Amtsgericht Hamburg, Handelsregisternummer HRB 20574) sind die SIGNAL IDUNA Lebensversicherung a. G., Hamburg, mit einem Geschäftsanteil von 15.600,00 EUR und die SIGNAL IDUNA Krankenversicherung a. G., Dortmund, mit einem Geschäftsanteil von 10.400,00 EUR. Das Stammkapital von 26.000,00 EUR ist zu 100 % eingezahlt.

Wir sind aufgrund der Beteiligungsverhältnisse ein von der SIGNAL IDUNA Lebensversicherung a. G., Hamburg, abhängiges Unternehmen. Gemäß § 290 HGB ist unser Unternehmen in den Konzernabschluss der SIGNAL IDUNA Lebensversicherung a. G., Hamburg, einzubeziehen.

Die SIGNAL IDUNA Lebensversicherung a. G., Hamburg, stellt den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen auf. Dieser wird im Unternehmensregister veröffentlicht und hinterlegt.

Zur SIGNAL IDUNA Gruppe gehören folgende Unternehmen:

SIGNAL IDUNA Krankenversicherung a. G., Dortmund

SIGNAL IDUNA Lebensversicherung a. G., Hamburg

SIGNAL IDUNA Lebensversicherung AG, Dortmund

SIGNAL IDUNA Życie Polska Towarzystwo Ubezpieczeń S.A., Warschau

SIGNAL IDUNA ASIGURARE REASIGURARE S.A., Bukarest

SIGNAL IDUNA Pensionskasse Aktiengesellschaft, Hamburg

SIGNAL IDUNA Holding Aktiengesellschaft, Dortmund

SIGNAL IDUNA Unfallversicherung a. G., Dortmund

SIGNAL IDUNA Allgemeine Versicherung Aktiengesellschaft, Dortmund

ADLER Versicherung AG, Dortmund

PVAG Polizeiversicherungs-Aktiengesellschaft, Dortmund

SIGNAL IDUNA ASIGURARI S.A., Bukarest

SIGNAL IDUNA Biztosító Zrt., Budapest

SIGNAL IDUNA Polska Towarzystwo Ubezpieczeń S.A., Warschau

DEURAG Deutsche Rechtsschutz-Versicherung AG, Wiesbaden

SIGNAL IDUNA Rückversicherungs AG, Zug

SIGNAL IDUNA Bauspar Aktiengesellschaft, Hamburg

HANSAINVEST Hanseatische Investment-Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Hamburg

Donner & Reuschel Aktiengesellschaft, Hamburg

SIGNAL IDUNA Asset Management GmbH, Hamburg

OVB Holding AG, Köln

HANSAINVEST Real Assets GmbH, Hamburg

SIGNAL IDUNA Select Invest GmbH, Hamburg

Sie stehen unter einheitlicher Leitung und bilden deshalb einen Konzern nach Aktiengesetz.

 

Hamburg, 15. Februar 2024

Die Geschäftsführung

Martina Averbeck

Dr. Jörg W. Stotz

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die HANSAINVEST Real Assets GmbH, Hamburg

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der HANSAINVEST Real Assets GmbH, Hamburg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der HANSAINVEST Real Assets GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Beirats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Beirat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Hamburg, 8. März 2024

KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Werner, Wirtschaftsprüfer

gez. Marschall, Wirtschaftsprüfer

Gewinnverwendungsbeschluss

der HANSAINVEST Real Assets GmbH, Hamburg

Die Gesellschafterversammlung unserer Gesellschaft hat am 27. März 2024 beschlossen, von dem Bilanzgewinn des Geschäftsjahres 2023 in Höhe von EUR 7.784.563,24 den Betrag von EUR 5.600.000,00 auszuschütten und EUR 2.184.563,24 auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Hamburg, im März 2024

HANSAINVEST Real Assets GmbH

Die Geschäftsführung

Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 wurde am 27. März 2024 festgestellt.

Nachrichten & Medien

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Gesellschafterliste
Aktueller Abdruck
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35 nahegelegene Organisationen

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