Schwäbisch Hall Kreditservice GmbH
Selbe AdresseKreditinstitute des Sparkassensektors
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Dieter Angst seit 17.12.2025 | Geschäftsführer |
Marvin Reinhard Hagge seit 17.12.2025 | Prokura |
Stephanie Danhof seit 29.6.2023 | Prokura |
Mathias Emmler seit 29.6.2023 | Prokura |
Carsten Hengst seit 6.2.2019 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Bausparkasse Schwäbisch Hall Aktiengesellschaft - Bausparkasse der Volksbanken und Raiffeisenbanken - | 70.00% |
| 30.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
2 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
BAUFINEX GmbHSchwäbisch HallJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2024 bis zum 31.12.2024Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2024Grundlagen des UnternehmensDie BAUFINEX GmbH (nachfolgend "BAUFINEX") betreibt die Vermittlung von Immobiliardarlehen gemäß Erlaubnis nach §34i der Gewerbeordnung unter Nutzung elektronischer Plattformen. Grundlage hierfür sind entsprechende Vermittlungsverträge, die die BAUFINEX als Vermittler geschlossen hat. Die BAUFINEX selbst führt dabei keine Endkundenberatung durch. Sie bedient sich hierzu einem großen Netzwerk von Vertriebspartnern, die sie als Untervermittler an sich angebunden hat. Über den durch die BAUFINEX betriebenen B2B-Marktplatz ermöglicht sie ihren Vertriebspartnern den plattformgestützten Zugriff auf ca. 550 verschiedene Produktpartner, die sich sowohl aus Produktpartnern aus der Genossenschaftlichen FinanzGruppe, als auch aus Sparkassen und sonstigen überregionalen Anbietern (Drittbanken) zusammensetzen. Die BAUFINEX entscheidet dabei, welche Vertriebspartner sie anbindet und welche Produktpartner aus dem Gesamtportfolio sie den jeweiligen Vertriebspartnern zu welchen Rahmenbedingungen freischaltet. Im Rahmen der Vermittlung der Immobiliardarlehen durch die Vertriebspartner an die jeweiligen Endkunden wird die BAUFINEX aufgrund ihres Leistungsportfolios gegenüber den Untervermittlern Teil der Vermittlungskette. Das Netzwerk an angebundenen Vertriebspartnern setzt sich dabei aus 7.474 freien Vermittlern, 2.203 Außendienstmitarbeitern der Bausparkasse Schwäbisch Hall AG und 3.994 Mitarbeitern von wiederum 132 genossenschaftlichen Banken zusammen. Die BAUFINEX ist ein Tochterunternehmen der Bausparkasse Schwäbisch Hall AG, die 70 % der Geschäftsanteile hält. Die restlichen 30 % werden durch die Hypoport Holding GmbH als zweiten Gesellschafter gehalten. Während die BAUFINEX auf die Produktpartner aus der Genossenschaftlichen FinanzGruppe über eine entsprechende vertragliche Grundlage mit der Genopace GmbH sowie der Hypoport Mortgage Market GmbH Zugriff hat, bezieht sie die Sparkassen und sonstigen Drittbanken über die BAUFINEX Service GmbH, an der die BAUFINEX selbst zu 50 % mit einem Stimmenanteil von 75 % beteiligt ist. Die restlichen 50% mit einem Stimmenanteil von 25 % werden durch die Hypoport Holding GmbH gehalten. Zwischen der BAUFINEX und der BAUFINEX Service GmbH besteht zudem ein Gewinnabführungsvertrag. Die BAUFINEX betreibt ihr Geschäft von 5 Standorten aus. Neben dem Hauptstandort in Schwäbisch Hall, hat sie zudem unselbständige Niederlassungen in Frankfurt am Main, München, Leipzig und Berlin. Nachdem die BAUFINEX im Jahr 2023 ihr Leistungsportfolio um die Vermittlung von Allgemeinverbraucherdarlehen gemäß Erlaubnis nach § 34c Gewerbeordnung erweitert hatte, wurden bis zum Ende des Jahres 2024 ein Teil der freien Vermittler aus dem Vertriebsnetz der BAUFINEX auch für die Vermittlung der Allgemeinverbraucherdarlehen freigeschalten. Zudem bietet BAUFINEX seit dem 2. Halbjahr 2024 den angebundenen freien Vermittlern die Möglichkeit der Vermittlung von Restschuldversicherungen gemäß Erlaubnis nach §34d GewO im Bereich der Allgemeinverbraucherdarlehen, sofern die Vermittler die Voraussetzungen hierfür erfüllen. Die BAUFINEX steuert ihr Geschäft hauptsächlich über die Vermittlungsleistung (vermitteltes Finanzierungsvolumen) und das Ergebnis vor Steuern. Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl im Geschäftsjahr 2024 stieg auf 77 (Vorjahr: 76), davon 59 in Vollzeit und 18 in Teilzeit. Im Jahr 2024 hatte BAUFINEX 4 Auszubildende unter Vertrag. WirtschaftsberichtGesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen Die weltweite Wirtschaftsentwicklung war 2024 geprägt durch eine mäßige Wachstumsdynamik sowie weiterhin dämpfende Effekte durch geopolitische Spannungen, Krisen und wirtschaftspolitischer Unsicherheit. Die deutsche Wirtschaft konnte sich im Jahresverlauf 2024 nicht von einer wirtschaftlichen Stagnation lösen, wobei lediglich die Dienstleistungsbereiche aufwärtsgerichtet waren. Insgesamt zeigt sich, dass Deutschland seit Jahren nicht mehr im Ausmaß früherer Gewohnheiten am Welthandel partizipieren kann, was darauf hindeutet, dass die deutsche Schwäche nicht nur konjunkturell bedingt ist, sondern auch strukturell. Gründe für diese strukturelle Krise finden sich unter anderem in dem Umbau zur klimaneutralen Industrie, dem Fachkräftemangel sowie den im Vergleich zu anderen Wirtschaftsregionen hohen Belastungen durch Steuern und Bürokratie. Die Inflationsdynamik hat sich im Vergleich zu den Vorjahren wieder entspannt und lag auf das Gesamtjahr gesehen bei 2,2 % (2023: 5,9 %). Die BAUFINEX als Unternehmen im Marktumfeld der privaten Immobilienfinanzierung war gegenläufigen Rahmenbedingungen ausgesetzt: Weiterhin hohe Baukosten spiegeln sich in den stark rückläufigen Baugenehmigungen wider und belasteten zwar den Markt für Neubauten, gleichzeitig sind die Preise für Wohnimmobilien unter Einbezug von Neu- und Bestandsimmobilien im Vergleich zum Vorjahr gesunken. Daran anknüpfend positiv entwickelten sich für die BAUFINEX die Zinsen für Wohnungsbau-Kredite, welche im Vergleich zu 2023 ebenfalls gesunken sind. Im Jahresverlauf zu verzeichnende Reallohnzuwächse sowie gesunkene Zinsen für Allgemeinverbraucherdarlehen wirkten sich ebenfalls positiv auf geplante Investitionen aus. Darstellung des Geschäftsverlaufs Im Geschäftsjahr 2024 wurde über BAUFINEX im Bereich der Immobiliardarlehen ein Finanzierungsvolumen von 13,2 Mrd. € bei den angebundenen Produktpartnern neu beantragt. Das beantragte Finanzierungsvolumen konnte damit im Vergleich zum Vorjahr (8,4 Mrd. €) deutlich gesteigert werden. Das vermittelte Finanzierungsvolumen erreichte in Summe eine Höhe von 8,2 Mrd.€ und lag damit 60,8 % über dem Volumen des Vorjahres (5,1 Mrd. €), womit die Planung um 41,4 % übertroffen wurde. Maßgeblich für die Entwicklung war der erfolgreiche Ausbau des Vertriebspartnernetzwerks und die gestiegene Nachfrage nach Immobilienfinanzierungen. Im Bereich der Allgemeinverbraucherdarlehen wurde über BAUFINEX ein Finanzierungsvolumen von 45,0 Mio. € bei den angebundenen Produktpartnern neu beantragt. Das vermittelte Finanzierungsvolumen erreichte in Summe eine Höhe von 10,8 Mio. € (Vorjahr 0,8 Mio. €), womit die Planung um 78,4 % verfehlt wurde. Die Prognose des vermittelten Finanzierungsvolumen (5,8 Mrd. €) wurde aus den o.g. Gründen um 41,4 % übertroffen. Das Finanzierungsvolumen teilt sich dabei in die Vertriebskanäle BAUFINEX//Vermittler und BAUFINEX//GenoBerater auf. BAUFINEX//Vermittler Im Geschäftsjahr 2024 konnte die Anzahl der angebundenen freien Vermittler um 654 (9,6 %) auf 7.474 Vermittler gesteigert werden (Stand 31.12.2023: 6.820 Vermittler). Bei der Anbindung neuer Vermittler konnten neben Einzelvermittlern auch weiterhin Vertriebspartner gewonnen werden, die selbst bereits über ein eigenes Netzwerk verfügen. Das durch die angebundenen freien Vermittler über BAUFINEX vermittelte Finanzierungsvolumen lag mit 4,0 Mrd. € um 33,3 % über dem Vorjahreswert (3,0 Mrd. €). Das Vermittlungsvolumen konnte im 1. Halbjahr kontinuierlich gesteigert und im weiteren Jahresverlauf auf dem erreichten Niveau gehalten werden. Hierbei profitierte die BAUFINEX von der Marktentwicklung sowie durch einen Ausbau des Vertriebsnetzwerks. BAUFINEX//GenoBerater Unter dem Vertriebskanal "BAUFINEX//GenoBerater" werden die Vertriebsaktivitäten der als Vertriebspartner angebundenen genossenschaftlichen Banken sowie der angebundenen Außendienstmitarbeiter der Bausparkasse Schwäbisch Hall AG zusammengefasst. Im Geschäftsjahr 2024 konnte die Anzahl der angebundenen GenoBerater um 973 (18,6 %) auf 6.197 gesteigert werden (Stand 31.12.2023: 5.224). Sowohl die Marktentwicklung als auch der weiterhin erfolgte Ausbau an Vertriebspartnern in diesem Bereich sorgte dafür, dass die Vertriebsleistung über diesen Kanal über das Gesamtjahr gesteigert werden konnte. Das durch die GenoBerater über BAUFINEX vermittelte Finanzierungsvolumen betrug 4,2 Mrd. € und damit 100,0 % mehr als im Vorjahr (2,1 Mrd. €). Gesamtbeurteilung Der operative Geschäftsverlauf im Jahr 2024 konnte - unterstützt durch ein sich verbesserndes Marktumfeld - gegenüber dem Vorjahr deutlich verbessert werden und entwickelte sich vertriebsseitig besser als erwartet. Darstellung der LageErtragslage Die Umsatzerlöse sind im Geschäftsjahr 2024 um 33,1 % auf insgesamt 15,94 Mio. € (2023: 11,98 Mio.€) angestiegen. Im Wesentlichen ist dies auf das im Vergleich zum Vorjahr um 60,8 % gestiegene vermittelte Finanzierungsvolumen von BAUFINEX zurückzuführen sowie auf die damit einhergehende erhöhte Sonderbonifikation (Zusatzprovision für BAUFINEX von den Produktpartnern), welche sich um 76,6 % auf 7,03 Mio. € erhöhte (2023: 3,98 Mio. €). Die sonstigen betrieblichen Erträge betragen 168 T€ und sind um 185 T€ niedriger als im Vorjahr (2023: 353 T€). Die Verringerung resultiert im Wesentlichen aus im Vorjahr erhöhten Erträgen aus der Auflösung von Rückstellungen (2023: 117 T€). Der Personalaufwand beträgt 6,19 Mio. € und ist damit um 7,8 % geringer als im Vorjahr (2023: 6,71 Mio. €). Der Rückgang kann zu großen Teilen gesunkenen Gehaltszahlungen (2024: 4,12 Mio. €; 2023: 4,67 Mio. €) zugeschrieben werden, was hauptsächlich durch das Einstellen der Projektaktivitäten im Bereich Immobilienvertrieb auf Tippgeberbasis begründet ist. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich um 22,9 % auf 9,20 Mio. € (2023: 7,48 Mio.€). Zurückzuführen ist dies hauptsächlich auf die Provisionsaufwendungen für die Superprovision, welche im Vergleich zum Vorjahr um 1,71 Mio. € höher ausfallen (2023: 4,28 Mio. €). Die Zunahme lässt sich aus dem Provisionsmodell von BAUFINEX erklären: BAUFINEX verpflichtet sich gemäß seiner gültigen Preismodelle gegenüber den angebundenen Vertriebspartnern bei Erfüllung definierter Zielwerte im wertungsrelevanten Finanzierungsvolumen zur Zahlung einer Superprovision. Durch den deutlichen Anstieg dieses Finanzierungsvolumens erhöhte sich entsprechend der Provisionsaufwand. Auch die BAUFINEX Service GmbH spürte im Geschäftsjahr das verbesserte Marktumfeld, indem insbesondere die Sonderbonifikationsansprüche gegenüber Drittbanken um 1,64 Mio. € auf 2,93 Mio. € angestiegen sind (2023: 1,29 Mio. €). BAUFINEX hat einen vertraglichen Anspruch auf die Sonderbonifikation gegenüber der BAUFINEX Service GmbH. Aufgrund der Weiterleitung der Sonderbonifikation und höherer Aufwände für das Produktpartnermanagement durch den Anstieg des vermittelten Finanzierungsvolumens und der höheren Sonderbonifikationsansprüche entstand der BAUFINEX Service GmbH ein Verlust. Folglich resultiert aus dem Beteiligungsverhältnis für BAUFINEX ein Aufwand aus der Verlustübernahme von 49 T€ (2023: Verlustübernahme 21 T€). Für das Geschäftsjahr ergibt sich, insbesondere aufgrund des gestiegenen Finanzierungsvolumens, für die BAUFINEX ein Ergebnis vor Steuern in Höhe von 559 T€ (2023: - 2,00 Mio. €), womit die Prognose von 150 T€ übertroffen wurde. Vermögenslage Die Bilanzsumme erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 3,98 Mio. € auf 11,26 Mio. € (2023: 7,28 Mio. €). Die Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände betragen 10,41 Mio. € und sind um 4,04 Mio. € höher als im Vorjahr (2023: 6,37 Mio. €). Zurückzuführen ist dies auf gestiegene Abgrenzungen für Provisionen und Sonderbonifikationen, aufgrund des gestiegenen Finanzierungsvolumens. Das Guthaben bei Kreditinstituten hat sich um 67 T€ auf 789 T€ verringert (2023: 856 T€). Grund hierfür waren gegenläufige Effekte: Negativ ausgewirkt hat sich einerseits die für bestimmte Vertriebspartner bereits unterjährig gezahlte Superprovision, während die Zahlung der Sonderbonifikation erst im Folgejahr stattfindet. Hingegen führte der aufgrund des wirtschaftlichen Umfelds positiv beeinflusste Geschäftsverlauf zu erhöhten Provisionseinnahmen im Geschäftsjahr. Die Passivseite ist weiterhin geprägt durch die sonstigen Rückstellungen und die Provisionsverbindlichkeiten. Im Bereich der sonstigen Rückstellungen erhöhten sich die Rückstellungen für ausstehende Rechnungen um 1,53 Mio. € auf 4,68 Mio. € (2023: 3,15 Mio. €). Ursächlich hierfür ist im Wesentlichen der Anstieg der Rückstellungen für Superprovisionen um 1,33 Mio. € auf 4,39 Mio. € (2023: 3,06 Mio. €). Gleichermaßen hierzu entwickelten sich die Verbindlichkeiten, welche um 1,95 Mio. € auf 4,04 Mio. € (2023: 2,09 Mio. €) anstiegen. Treiber hierfür sind unter anderem die höheren Provisionsverbindlichkeiten im Rahmen der Abgrenzung der offenen, aber realisierten Provisionsgeschäfte, welche im Geschäftsjahr 3,05 Mio. € betragen (2023: 1,72 Mio. €). Finanzlage Der vertriebsseitig positive Geschäftsverlauf mit einem deutlich über Plan liegenden vermittelten Finanzierungsvolumen wirkte sich durch gestiegene Provisionseinnahmen positiv auf die Liquidität aus. Gleichzeitig hatten die Besonderheiten des Geschäftsmodells und den damit verbundenen Zahlungsflüssen negative Effekte auf die Liquidität. Im Ergebnis führt dies zu einem stichtagsbedingten Rückgang der Liquidität im Vergleich zum Vorjahr (2024: 789 T€, 2023: 856 T€). Insgesamt war die Liquidität im Geschäftsjahr zu jedem Zeitpunkt sichergestellt. Das Eigenkapital beträgt 1,26 Mio. € und ist aufgrund des positiven Geschäftsverlaufs damit deutlich über dem Vorjahresniveau (2023: 784 T€). Aufgrund dieser Entwicklung ergibt sich eine verbesserte Eigenkapitalquote von 11,2 % (2023: 10,8 %). Gesamtbeurteilung der Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage Aus Sicht der Geschäftsführung wird mit der Darstellung der Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt. Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage insgesamt ist geordnet. Der sich im Vergleich zum Vorjahr verbesserte operative Geschäftsverlauf spiegelt sich auch in der Ertragslage wider. Die vertriebsseitigen Erfolge haben - begünstigt durch das diesjährige Marktumfeld - unsere Erwartungen für das Geschäftsjahr übertroffen. Chancen- und RisikoberichtChancen- und Risikomanagement Jede unternehmerische Handlung ist untrennbar mit Chancen und Risiken verbunden. Aus diesem Grund ist ein wirksames Management von Chancen und Risiken ein bedeutender Erfolgsfaktor der unternehmerischen Tätigkeit. Die BAUFINEX versteht Chancen als Möglichkeiten das angebundene Vertriebspartnernetzwerk weiter zu stärken, das Leistungsportfolio auszuweiten und sich dabei aus dem Geschäftsmodell ergebende Ertragspotenziale zu nutzen sowie Kosteneinsparpotenziale zu heben. Das Chancenmanagement ist in den jährlichen strategischen Planungsprozess eingebunden. Die Ertragspotenziale werden auf Basis makroökonomischer Szenarien, Trends und Veränderungen im Marktumfeld identifiziert, analysiert und in die strategische Finanzplanung aufgenommen. Im Rahmen des Risikomanagements soll ein kontrollierter Umgang mit den Risiken der BAUFINEX sowie die rechtzeitige Verringerung der Eintrittswahrscheinlichkeit bzw. der Auswirkungen von Ereignissen, die den Fortbestand der BAUFINEX gefährden, erfolgen. Wesentliche Risikoarten, die durch das Risikomanagement der BAUFINEX zur Erreichung der quantitativen und qualitativen Unternehmensziele berücksichtigt werden, sind das Geschäftsrisiko, das Branchenrisiko, das Liquiditätsrisiko sowie Risiken in der Informationssicherheit. Folgende Elemente des Risikomanagements werden eingesetzt:
Chancenpotenziale Mit einer Belebung des Finanzierungsmarktes für private Immobiliardarlehen ergibt sich für BAUFINEX unmittelbar die Chance von dieser direkt durch höheres Vermittlungsvolumen zu profitieren. Dabei sind die Zinsentwicklung für die Immobiliardarlehen einerseits und die Preisentwicklung der zu finanzierenden Objekte andererseits wesentliche Faktoren. Staatliche Förderprogramme zur Stützung der Wohnimmobilienfinanzierung, insbesondere im Neubau, würden zudem zusätzliche Chancen für BAUFINEX bieten. Mit der Erweiterung des Produktportfolios um Allgemeinverbraucherdarlehen ergeben sich für BAUFINEX zudem Chancen zur Ertragssteigerung durch die Nutzung zusätzlicher Kundenpotenziale der angebundenen Vertriebspartner. Risikosteuerung und -überwachung Im Folgenden werden die wesentlichen Risikoarten der BAUFINEX und das dazugehörige Management der Risiken beschrieben. Geschäftsrisiko Das Geschäftsrisiko bezeichnet das Risiko einer unerwarteten Ergebnisentwicklung, die nicht durch andere Risikoarten abgedeckt ist. Insbesondere umfasst dies das Risiko, dass aufgrund von Veränderungen wesentlicher Rahmenbedingungen (z.B. Wirtschafts- und Produktumfeld, Kundenverhalten, Wettbewerbssituation) und/oder aufgrund einer nicht angemessenen strategischen Positionierung Verlusten nicht begegnet werden kann. Das Geschäftsrisiko der BAUFINEX resultiert aus Ergebnisschwankungen, die sich bei gegebener Geschäftsstrategie durch die Veränderung der Rahmenbedingungen ergeben. Geschäftsrisiken sind zwingend mit der unternehmerischen Tätigkeit verbunden. Das Geschäftsrisiko besteht insbesondere aufgrund der Abhängigkeit der BAUFINEX in der Zusammenarbeit mit den Produkt- und Vertriebspartnern, sowie mit dem Betreiber der technischen Plattform, die BAUFINEX nutzt. Um das Risiko zu reduzieren, setzt BAUFINEX im Rahmen der Geschäftstätigkeit sowohl bei den Produkt- als auch bei den Vertriebspartnern, mit denen BAUFINEX zusammenarbeitet, auf eine hohe Diversifizierung. Vor dem Hintergrund, dass es sich beim Plattformbetreiber um ein beteiligtes Unternehmen handelt, geht die BAUFINEX hier von einer hohen Verlässlichkeit aus. Die Steuerung des Geschäftsrisikos obliegt der Geschäftsführung und kann durch entsprechende Maßnahmen des Managements beeinflusst werden. Branchenrisiko Das Branchenrisiko bezeichnet das Risiko, dass alle Unternehmen eines Wirtschaftszweigs betrifft und außerhalb der eigenen unternehmerischen Tätigkeit liegt. Es beschreibt das Risiko der Unternehmen einer bestimmten Branche und entsteht durch die Fokussierung auf bestimmte Produkte und Services, die durch externe Entwicklungen, wie technische Innovationen außerhalb der Branche oder verändertes Kundenverhalten aufgrund sich geänderter Rahmenbedingungen, entstehen und sich negativ auf den eigenen Wirtschaftszweig auswirken können. Das Branchenrisiko der BAUFINEX besteht insbesondere aufgrund der starken Konzentration der Geschäftstätigkeit der BAUFINEX im Bereich der privaten Immobilienfinanzierung. Diese Konzentration ergibt sich bewusst aus der Geschäftsstrategie. Liquiditätsrisiko Das Liquiditätsrisiko lässt sich in Liquiditätsrisiko im engeren Sinne, Refinanzierungs- und Marktliquiditätsrisiko unterteilen. Das Liquiditätsrisiko i.e.S. ist die Gefahr, dass liquide Mittel zur Erfüllung von Zahlungsverpflichtungen nicht in ausreichendem Maße zur Verfügung stehen. Hinsichtlich des Liquiditätsrisikos ist eine jederzeitige Zahlungsfähigkeit zur Sicherung des Unternehmensfortbestandes zwingend erforderlich. Die Steuerung des Liquiditätsrisikos erfolgt durch eine turnusmäßige Liquiditätsplanung und eine laufende Liquiditätsüberwachung. Informationsrisiko Das Informationsrisiko bezeichnet die Gefahr von Verlusten aufgrund eines Bruchs der Vertraulichkeit, Integrität, Authentizität und/oder Verfügbarkeit von Informationen. Besteht das Risiko im Zusammenhang mit der Verwendung von informations- und/oder kommunikationstechnischen Mitteln (Informationsträgern), wird es auch als "I(K)T-Risiko" bezeichnet. Im Allgemeinen (nicht fallabschließend) lassen sich die Risiken in der Informationssicherheit bei der BAUFINEX durch die folgenden Risiko-Szenarien darstellen:
Hierzu hat die Geschäftsführung das Thema Risiken in der Informationssicherheit strategisch verankert. Die Mitarbeiter werden regelmäßig und zyklisch im Umgang mit Risiken in der Informationssicherheit geschult und unterwiesen. Gesamtbeurteilung der Chancen und Risiken Es zeichnen sich aus heutiger Sicht keine Risiken ab, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden. Die Chancen der voraussichtlichen Entwicklung stehen in einem angemessenen Verhältnis zu den eingegangenen Risiken. PrognoseberichtDie gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen dürften weiterhin angespannt bleiben, da die allgemeine Unsicherheit - insbesondere mit strukturellen Problemen in Deutschland - eine schnelle Erholung verzögert. Wirtschaftsforschungsinstitute prognostizieren für Deutschland 2025 einen Rückgang des Wirtschaftswachstums von 0,1 % gegenüber dem Vorjahr. Im Bereich der privaten Immobilienfinanzierung wird bei den Immobilienpreisen im Bundesdurchschnitt von einer Seitwärtsbewegung ausgegangen. Gleichermaßen wird die Entwicklung der Zinsen für Immobilienkredite im Jahr 2025 prognostiziert. Im Bereich der Allgemeinverbraucherdarlehen wird ein Zinsrückgang angenommen. Die BAUFINEX blickt deshalb auf ein weiterhin herausforderndes, aber durch die ansteigende Nachfrage nach Finanzierungen für Bestandsimmobilien auch ein sich chancenbietendes Marktumfeld, mit dem Ziel, an die für BAUFINEX erfolgreiche Entwicklung anzuknüpfen und diese weiter auszubauen. Für das Geschäftsjahr 2025 geht die BAUFINEX von einer Vermittlungsleistung von 8,4 Mrd. € aus, die sich weiterhin im Wesentlichen aus Finanzierungen von Immobiliardarlehen ergibt. Das Planergebnis vor Steuern wird mit 1,13 Mio. € positiv prognostiziert.
Schwäbisch Hall, den 12. Februar 2025 Carsten Hengst Jens Fehlhauer Bilanz zum 31. Dezember 2024Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für den Zeitraum 01. Januar - 31. Dezember 2024
ANHANGI. ALLGEMEINE ANGABENDie BAUFINEX GmbH hat ihren Sitz in Schwäbisch Hall und ist in das Handelsregister beim Amtsgericht Stuttgart unter der Nummer HRB 765128 eingetragen. Der Jahresabschluss der BAUFINEX GmbH wird auf der Grundlage der Gliederungs-, Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften werden die Regelungen des GmbH-Gesetz berücksichtigt. Die Bilanz wird nach dem in § 266 HGB kodifiziertem Schema gegliedert. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist entsprechend § 275 Abs. 2 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt sowie um die Angabe des § 277 Abs. 3 HGB für die Erträge aus dem Gewinnabführungsvertrag mit der BAUFINEX Service GmbH, Berlin, ergänzt. Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft. Der Jahresabschluss der BAUFINEX GmbH wird im Bundesanzeiger veröffentlicht. Größenabhängige Erleichterungen nach §§ 276 und 288 Abs. 2 HGB wurden teilweise in Anspruch genommen. Die Inanspruchnahme betrifft die Aufgliederung der Umsatzerlöse nach § 285 Nr. 4 HGB und die Angabe der periodenfremden Erträge und Aufwendungen nach § 285 Nr. 32 HGB. Der Jahresabschluss wurde gemäß § 244 HGB in deutscher Sprache und in Euro aufgestellt. Das Geschäftsjahr der Gesellschaft ist das Kalenderjahr. Besondere Umstände, dass der nachstehende Jahresabschluss nicht den tatsächlichen Verhältnissen der Finanz- und Ertragslage entspricht, liegen nicht vor. Die BAUFINEX Service GmbH ist ein Gemeinschaftsunternehmen der BAUFINEX GmbH (Geschäftsanteil 50 %), Schwäbisch Hall, und der Hypoport Holding GmbH (Geschäftsanteil 50 %), Berlin. Zwischen der BAUFINEX GmbH und der BAUFINEX Service GmbH besteht eine umsatz-, ertrags- und gewerbesteuerliche Organschaft. II. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZEDas Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten angesetzt und, so weit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Abschreibungen erfolgen pro rata temporis auf Basis der linearen Abschreibungsmethode. Die Nutzungsdauern liegen zwischen 1 und 3 Jahren. Selbstständig nutzbare, bewegliche Vermögensgegenstände des Anlagevermögens, die der Abnutzung unterliegen, werden bei Anschaffungskosten zwischen Euro 250,01 und Euro 800,00 (netto) im Zugangsjahr voll abgeschrieben (geringwertige Vermögensgegenstände). Die Finanzanlagen umfassen Anteile an verbundenen Unternehmen, die in Höhe der Anschaffungskosten angesetzt werden. Die Vorräte, Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind mit ihren Anschaffungskosten (Nennwert) bzw. niedrigerem beizulegenden Wert bewertet. Die Guthaben bei Kreditinstituten werden mit dem Nennwert angesetzt. Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten wird zum Nennwert bilanziert. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden nach der Anwartschaftsbarwertmethode ermittelt. Die Berechnung erfolgt nach versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Verwendung der "Heubeck-Richttafeln 2018 G". Für die Abzinsung wurde gemäß §253 (2) S.2 HGB pauschal der veröffentlichte durchschnittliche Marktzinssatz von 1,90 % (Vj. 1,82 %) der vergangenen zehn Jahre, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt, verwendet. Erwartete Gehaltssteigerungen wurden mit 2,3 % (Vj. 2,3 %) und die erwartete Rentensteigerungen wurden mit 2,2 % berücksichtigt (Vj. 2,3 %). Für die Bewertung wurde eine Fluktuationsquote von unverändert 1,1 % angenommen. Zum 03.09.2024 ist die Betriebsvereinbarung "Kapitalisierungsoption - Betriebliche Altersversorgung" in Kraft getreten. Durch die Kapitalisierungsoption soll das Angebot einer Wahlmöglichkeit zur Auszahlung der Betriebsrente als Teilkapital- oder Kapitalauszahlung statt der monatlichen Auszahlung erfolgen. Die Höhe des Einmalkapitals zum Eintritt des Versorgungsfalls ermittelt sich anhand der Rechnungsgrundlagen und der anerkannten Regeln der Versicherungsmathematik und ergibt sich durch Multiplikation der Jahresrente (die dem Mitarbeiter bei Eintritt des Versorgungsfalls nach der Versorgungszusage zu gewähren ist) und dem altersabhängigen Kapitalisierungsfaktor. Die Einbindung der Kapitalisierungsoption löst einen Rückgang der Pensionsrückstellungen in Höhe von Euro 60.549,00 aus. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Die Bewertung erfolgt jeweils in Höhe des Erfüllungsbetrags, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist, um zukünftige Zahlungsverpflichtungen abzudecken. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre, der von der Deutschen Bundesbank ermittelt und bekannt gegeben wird, abgezinst. Die Verbindlichkeiten sind mit ihren Erfüllungsbeträgen am Bilanzstichtag angesetzt. III. ANGABEN UND ERLÄUTERUNGEN ZU EINZELNEN POSTEN DER BILANZ UND GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNGIII.1 Erläuterungen zu den Posten der Bilanz
Zur Darstellung der Entwicklung des Anlagevermögens wird auf den Anlagespiegel verweisen.
Der Gesamtbetrag der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen beträgt Euro 6.667.537,26 (Vorjahr Euro 4.407.215,63). Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen beinhalten im Wesentlichen Forderungen gegenüber den Partnerbanken in Höhe von Euro 3.966.960,67 (Vorjahr Euro 2.632.950,49). Weiterhin bestehen Forderungen aus Provisionen in Höhe von Euro 2.593.265,30 (Vorjahr Euro 1.433.627,77). Alle Forderungen sind innerhalb eines Jahres fällig. Zum Geschäftsjahresende bestehen Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von Euro 3.676.464,69 (Vorjahr Euro 1.912.233,51).
Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt Euro 1.000.000 und ist voll eingezahlt. Die Kapitalrücklage beträgt Euro 6.000.000,00 (Vorjahr Euro 6.000.000,00).
Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen betragen Euro 404.187,00 (Vorjahr Euro 459.667,00). Die Steuerrückstellungen betragen Euro 115.000,00 (Vorjahr Euro 0,00). Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für ausstehende Provisionszahlungen an die Vertriebspartner mit Euro 4.386.917,87 (Vorjahr: Euro 3.057.948,59) und Tantieme mit Euro 674.000,00 (Vorjahr: Euro 735.600,00).
Die Verbindlichkeiten betragen Euro 4.044.232,39 (Vorjahr: Euro 2.091.581,34) und resultieren im Wesentlichen aus Provisionsverbindlichkeiten Euro 3.050.585,49 (Vorjahr Euro 1.724.378,63). Es bestehen keine Verbindlichkeiten, die durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert sind. Alle Verbindlichkeiten sind innerhalb eines Jahres fällig. Zum Geschäftsjahresende bestehen Verbindlichkeiten gegen verbundene Unternehmen in Höhe von Euro 1.420.328,05 (Vorjahr Euro 273.558,20). 3.2 Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse in Höhe von Euro 15.944.293,58 (Vorjahr: Euro 11.977.284,12) bestehen im Wesentlichen aus Provisionserlösen in Höhe von Euro 7.092.244,69 (Vorjahr: Euro 6.040.592,03) sowie Erlösen aus Sonderbonifikation in Höhe von Euro 7.025.994,15 (Vorjahr: Euro 3.978.095,24). Sonstige betriebliche Erträge Bei den sonstigen betrieblichen Erträgen in Höhe von Euro 167.976,75 (Vorjahr: Euro 353.162,02) handelt es sich im Wesentlichen um Erträge des geldwerten Vorteils für PKW-Nutzung in Höhe von Euro 105.700,01 (Vorjahr: Euro 139.866,43). Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von Euro 9.197.382,26 betreffen im Wesentlichen Provisionen in Höhe von Euro 5.986.569,86 (Vorjahr: Euro 4.279.757,90). Darin enthalten sind Provisionsaufwendungen gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von Euro 543.178,62 (Vorjahr Euro 452.500,40). Personalaufwand Im Berichtsjahr wurde den Mitarbeitern mit Anspruch auf eine Betriebsrente eine Kapitalisierungsoption angeboten. Diese bietet eine Wahlmöglichkeit zur Auszahlung der Betriebsrente als Teilkapital- oder Kapitalauszahlung statt der monatlichen Auszahlung. Die bilanzielle Berücksichtigung der Kapitalisierungsoption führt zu einem Rückgang bei den Pensionsrückstellungen in Höhe von Euro 60.549,00, die sich im Personalaufwand widerspiegeln. IV. SONSTIGE ANGABEN
Die Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den Gewinn von Euro 477.021,30 mit dem Verlustvortrag in Höhe von Euro 6.216.098,00 zu verrechnen.
Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 S.2 HGB zwischen dem Ansatz der Rückstellungen für Pensionen zum 31.12.2024 unter der Verwendung des durchschnittlichen Marktzinssatzes über die vergangenen 10 Jahre sowie des durchschnittlichen Marktzinssatzes über die vergangenen 7 Jahre beläuft sich auf EUR -5.572,00 und wäre bei positivem Wert gem. §268 Abs. 8 HGB zur Ausschüttung gesperrt.
Der sich rechnerisch ergebende Aktivüberhang an latenten Steuern wurde nach dem Wahlrecht des § 274 HGB im Geschäftsjahr nicht bilanziert. Zudem brauchen mittelgroße Kapitalgesellschaften die Angabe nach § 285 Nr. 29 HGB nicht zu machen.
Geschäftsführer der Gesellschaft im abgelaufenen Geschäftsjahr waren: Herr Carsten Hengst (Sprecher der Geschäftsführung), Rödermark, Herr Maik Deißler, Bühl (Geschäftsführer bis 31.03.2024) und Herr Jens Fehlhauer, Laatzen.
Da lediglich drei Geschäftsführer bestellt waren, nimmt die Gesellschaft hinsichtlich der gemäß § 285 Nr. 9 a) HGB geforderten Angaben zu den Bezügen der Geschäftsführung die Schutzklausel gemäß § 286 Abs. 4 HGB in Anspruch.
Während des Geschäftsjahres waren neben den drei Geschäftsführern durchschnittlich 77 Angestellte (Vorjahr: 76 Angestellte) tätig, davon durchschnittlich 45 Frauen und 32 Männer.
Im abgelaufenen Geschäftsjahr bestanden per 31.12.2024 Euro 451.469,36 (Vorjahr Euro 731.158,70) folgende sonstige, finanzielle Verpflichtungen:
Die sonstigen, finanziellen Verpflichtungen ergeben sich im Wesentlichen aus Miet- und Leasingverpflichtungen gegenüber Dritten.
Im Geschäftsjahr wurden keine Transaktionen getätigt, die von vornherein dauerhaft keinen Eingang in die Handelsbilanz finden oder einen dauerhaften Abgang von Vermögensgegenständen oder Schulden aus der Handelsbilanz nach sich ziehen.
Im Geschäftsjahr 2024 erfolgten keine Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen, die zu nicht marktüblichen Bedingungen zustande gekommen sind.
Das für das Geschäftsjahr berechnete Honorar des Abschlussprüfers braucht nicht angegeben zu werden, da die Angaben im Konzernabschluss der Bausparkasse Schwäbisch Hall AG, Schwäbisch Hall, erfolgen.
Vorgänge von besonderer Bedeutung für die BAUFINEX, die nach Abschluss des Jahres 2024 eingetreten sind, ergaben sich nicht.
Die Gesellschaft war per 31.12.2024 an folgenden Unternehmen gemäß § 271 Abs. 1 HGB beteiligt:
Die Gesellschaft ist eine 70%ige Tochtergesellschaft der Bausparkasse Schwäbisch Hall AG. Die DZ BANK AG Deutsche Zentral-Genossenschaftsbank, Frankfurt am Main, erstellt den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen i. S. d. § 285 Nr. 14 HGB. Der Konzernabschluss der DZ BANK AG wird beim elektronischen Bundesanzeiger eingereicht und kann in dem zentralen Unternehmensregister eingesehen werden. Die Bausparkasse Schwäbisch Hall AG erstellt den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen. Der Jahresabschluss der Gesellschaft wird für das abgelaufenen Wirtschaftsjahr in den Konzernabschluss der Bausparkasse Schwäbisch Hall einbezogen und im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht. An der Gesellschaft ist zudem die Hypoport Holding GmbH, Berlin, zu 30 % beteiligt.
Schwäbisch Hall, 12.02.2025 Die Geschäftsführung Carsten Hengst Jens Fehlhauer
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die BAUFINEX GmbH, Schwäbisch Hall Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der BAUFINEX GmbH, Schwäbisch Hall, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der BAUFINEX GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel in internen Kontrollen, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Stuttgart, den 14. Februar 2025 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Peter Schüz, Wirtschaftsprüfer ppa. Robin Aigeldinger, Wirtschaftsprüfer Der Jahresabschluss zum 31.12.2024 wurde am 24.3.2025 festgestellt. |
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