Janitos Versicherung Aktiengesellschaft

Im Breitspiel 2, 69126 Heidelberg, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Mannheim HRB 336562
Eingetragen
8.8.2000
Branche
Managementtätigkeiten von Holdinggesellschaften mit aktivem VersicherungsgeschäftTätigkeiten von Versicherungsvertreterinnen und -vertreternBeteiligungsgesellschaften
Gegenstand
Gegenstand von Amts wegen berichtigt in: Im In- und Ausland der Betrieb der Erstversicherung in allen Sparten der Sachversicherung. Die Gesellschaft kann andere Versicherungsuntemehmen und wirtschaftlich unmittelbar mit dem Betrieb der Gesellschaft zusammenhängende Unternehmen im Rahmen der Vorschriften der Versicherungsaufsichtsbehörde gründen und sich daran beteiligen, Zweigniederlassungen errichten, andere Bestände übernehmen und die Geschäfte anderer Versicherungsuntemehmen fortführen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Frank Uwe Bettermann
seit 9.10.2024
Vorstandsmitglied
Christian Elson
seit 26.9.2022
Prokura
Elke Volz
seit 26.9.2022
Prokura
Alexander Gogg
seit 5.11.2021
Prokura
Prokura
Vorstandsmitglied
Geschäftsführer
Rafael Kijas
seit 3.12.2020
Prokura
Kai Röser
seit 28.2.2020
Prokura
Matthias Meiler
seit 14.2.2020
Prokura
Kai Röser
seit 14.2.2020
Prokura
Frank Deutsch
seit 2.2.2006
Prokura

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Janitos Versicherung Aktiengesellschaft

Heidelberg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2024 bis zum 31.12.2024

Bericht über das Geschäftsjahr 2024

Ein Unternehmen der BarmeniaGothaer

Wichtige Kennzahlen im Fünfjahresvergleich

in TEUR Geschäftsjahr
2024 2023 2022 2021 2020
Verdiente Beiträge brutto 127.273 138.604 133.477 127.850 124.291
Verdiente Beiträge f.e.R. 82.733 81.799 77.109 74.124 74.009
Aufwendungen für Versicherungsfälle f.e.R. 46.598 36.658 40.164 41.508 41.523
in % der verd. Beiträge f.e.R. 56,3 44,8 52,1 56,0 56,1
Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb f.e.R. 33.050 32.194 29.839 28.513 27.544
in % der verd. Beiträge f.e.R. 39,9 39,4 38,7 38,5 37,2
Jahresergebnis 493 3.198 1.924 304 568
Kapitalanlagen 187.141 188.494 175.034 169.881 155.254
Nettorendite (in %) 1,0 0,5 0,5 0,9 1,1
Versicherungstechnische Brutto-Rückstellungen 267.442 269.516 253.345 247.709 233.837
in % der verd. Beiträge brutto 210,1 194,5 189,8 193,7 188,1
Eigenkapital * 25.868 * 25.375 * 22.177 * 20.253 * 19.949 *

* einschließlich nachrangiger Verbindlichkeiten abzüglich ausstehender nicht eingeforderter Einlagen

Bericht über das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2024

Sitz der Gesellschaft

Im Breitspiel 2-4

69126 Heidelberg

Amtsgericht Mannheim, HRB 336562

Aufsichtsrat

Dem Aufsichtsrat gehörten im Geschäftsjahr 2024 an:

Thomas Bischof Vorsitzender Vorsitzender der Vorstände der Barmenia Allgemeine Versicherungs-AG Gothaer Allgemeine Versicherung AG Mitglied der Vorstände der Barmenia Versicherungen a. G. Gothaer Versicherungsbank VVaG Barmenia.Gothaer Finanzholding AG Barmenia Krankenversicherung AG Gothaer Krankenversicherung AG Gothaer Lebensversicherung AG
Oliver Brüß stellv. Vorsitzender bis 30. September 2024 vorm. Mitglied der Vorstände der Gothaer Versicherungsbank VVaG Barmenia.Gothaer Finanzholding AG Gothaer Krankenversicherung AG Gothaer Allgemeine Versicherung AG Gothaer Lebensversicherung AG
Christian Ritz stellv. Vorsitzender seit 1. Oktober 2024 Vorsitzender der Vorstände der Barmenia Krankenversicherung AG Gothaer Krankenversicherung AG Mitglied der Vorstände der Barmenia Versicherungen a. G. Gothaer Versicherungsbank VVaG Barmenia.Gothaer Finanzholding AG Barmenia Allgemeine Versicherungs-AG Gothaer Allgemeine Versicherung AG Gothaer Lebensversicherung AG
Dr. Mathias Bühring-Uhle bis 30. September 2024 vorm. Mitglied der Vorstände der Gothaer Versicherungsbank VVaG Barmenia.Gothaer Finanzholding AG Gothaer Krankenversicherung AG Gothaer Allgemeine Versicherung AG Gothaer Lebensversicherung AG
Harald Epple seit 1. Oktober 2024 Mitglied der Vorstände der Barmenia Versicherungen a. G. Gothaer Versicherungsbank VVaG Barmenia.Gothaer Finanzholding AG Barmenia Allgemeine Versicherungs-AG Barmenia Krankenversicherung AG Gothaer Allgemeine Versicherung AG Gothaer Krankenversicherung AG Gothaer Lebensversicherung AG

Vorstand

Frank Bettermann

seit 1. Oktober 2024 Vorstand Personal der Janitos Versicherung AG
seit 1. Dezember 2024 Vorstand Finanzen und Personal der Janitos Versicherung AG

Nina Duft

bis 30. September 2024 Vorständin Finanzen und Personal der Janitos Versicherung AG
bis 31. November 2024 Vorständin Finanzen der Janitos Versicherung AG

Emanuel Issagholian

Vorstand IT, Operations, Produkte und Vertrieb der Janitos Versicherung AG

Die Aufführung der Mitglieder von Aufsichtsrat und Vorstand stellt gleichzeitig eine Anhangangabe gemäß § 285 Nr. 10 HGB dar.

Vorwort des Vorstandes

Liebe Leserinnen und Leser,

wir blicken auf ein erfolgreiches Jahr 2024 zurück, in dem wir uns auf die Resilienz im Versicherungsgeschäft, die Festigung neuer Konzepte mit unseren Vertriebspartnern sowie die Fortführung der Digitalisierungsroadmap konzentriert haben. Dies vor dem Hintergrund der vielfältigen externen Einflussfaktoren für die Versicherungswirtschaft wie Inflation und Klimawandel, die sich insbesondere in der Kompositversicherung ausgewirkt haben. Daneben gilt es weiterhin, Lösungen für die Themen Demografie und Fachkräftemangel zu erarbeiten, um auch zukünftig den Herausforderungen gerecht zu werden, die sich aus technologischem Wandel, den steigenden regulatorischen Anforderungen und den sich ändernden Wettbewerbsbedingungen ergeben. Um diesen Herausforderungen gerecht zu werden, brauchen wir Menschen, die diesen ständigen Wandel mittragen und Lösungen für unsere Vertriebspartner partnerschaftlich erarbeiten.

Wir bedanken uns an dieser Stelle ganz besonders bei allen Mitarbeitenden, die in diesem Jahr mit viel Kraft und Einsatz viele Themen bewegt haben, immer mit Blick auf die Bedürfnisse unserer Kundinnen und Kunden.

Mit unseren Vertriebspartnern haben wir im Jahr 2024 viele Themen umsetzen können. Bei diesen bedanken wir uns für das entgegengebrachte Vertrauen und die konstruktive Zusammenarbeit.

Das Jahr 2025 begrüßen wir mit Zuversicht, aber immer mit dem notwendigen Respekt vor der Aufgabe, und freuen uns auf gemeinsame Erfolge.

 

Frank Bettermann

Emanuel Issagholian Hadani

Neuen Herausforderungen begegnen -den ressourcenschonenden Geschäftsbetrieb vorantreiben.

Begrüntes Dach.

100 % Grünstrom am Standort.

Umstellung von Gas auf Fernwärme.

Bike-Leasing für Mitarbeiterinnen.

Effiziente Kühlanlage.

Mobiles Arbeiten. *

* Nachhaltigkeit ist Teil unserer Unternehmensstrategie -sechs Beispiele aus dem Bereich Ressourcenmanagement.

Nachhaltigkeit

Nachhaltigkeit bedeutet für die Janitos Versicherung AG, dass das Unternehmen strategisch und operativ so ausgerichtet wird, dass es zeitlich unbegrenzt erfolgreich bestehen kann und somit beständig Sicherheit für Geschäftspartner*innen, Kund*innen und Mitarbeiter*innen bietet. Ein ernsthafter Umgang mit Chancen und Risiken, die sich aus sozialen, geopolitischen, ökonomischen und Umweltveränderungen ergeben, sorgt dafür, dass diesen optimal begegnet wird. Dabei legen wir Wert darauf, dass Ansätze und Lösungen einen Mehrwert für die Gesellschaft bieten und zum dauerhaften Erhalt von Möglichkeiten für nachfolgende Generationen beitragen. Integrale Bestandteile unseres Handelns sind ein schonender Umgang mit Ressourcen (E), ein respektvoller Umgang mit allen Lebewesen (S), sowie das aktive Leben und Gestalten unseres institutionellen Ordnungsrahmens (G).

Im Geschäftsjahr 2024 haben wir uns in Bezug auf Nachhaltigkeit auf Transparenz gegenüber unseren Stakeholdern fokussiert und wie bereits im Vorjahr nach dem DNK (Deutscher Nachhaltigkeitskodex) berichtet (Geschäftsjahr 2023). Der vollständige Bericht ist abrufbar unter:

Janitos Versicherung AG (deutscher-nachhaltigkeitskodex.de)

In unseren vier definierten Themenfeldern "Verantwortungsvoller Arbeitgeber", "Ressourcenschonender Geschäftsbetrieb", "Nachhaltiger Partner" und "Gute Unternehmensführung" konnten wir 2024 jeweils weitere einzelne Maßnahmen umsetzen.

In Bezug auf den ressourcenschonenden Geschäftsbetrieb haben wir uns 2024 auf die Umsetzung von Maßnahmen zur Vermeidung von Speicherbedarf in der Datenhaltung konzentriert und somit zur Energieeinsparung beigetragen.

Auch in diesem Jahr haben wir uns mit unseren Mitarbeitenden wieder an der Aktion "Weihnachten im Schuhkarton" beteiligt, die sich an sozial benachteiligte Menschen in der Region wendet und so einen kleinen, gesellschaftlichen Beitrag geleistet.

Wer groß denkt, weiß: Zusammen werden große Aufgaben kleiner.

185 Mitarbeiter*innen

60% Frauen

14 volle Gehälter

Personal

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (im Folgenden "Mitarbeiter") der Janitos Versicherung AG tragen maßgeblich zum Erfolg der Unternehmung bei. Um diesen langfristig zu erhalten, legen wir Wert auf eine ergebnis- und bedarfsorientierte Weiterentwicklung unserer Mitarbeiter und marktgerechte Rahmenbedingungen. Fördermaßnahmen werden bzgl. größerer Schulungsbedarfe (Inhouse-Maßnahmen) jährlich ausgewertet. Im Übrigen können Weiterbildungen, Schulungen, Coachings usw. über die Qualifizierung bzw. die Personalentwicklung des BarmeniaGothaer-Konzerns wahrgenommen werden. Zukünftig legen wir besonderen Wert auf entsprechende Qualifizierung in den Bereichen Prozess- und Projektmanagement. Für die Führungskräfteentwicklung wird ein eigenes modulartiges Programm angeboten. Zur langfristigen Deckung des eigenen Personalbedarfs, als Gegenmaßnahme zum Fachkräftemangel und zur Risikominimierung wird zukünftig wieder verstärkt ausgebildet und in breitere Konzepte der Personalgewinnung und -entwicklung investiert, z. B. durch Praktika/Pflichtpraktika, Werkstudentenstellen und neue Ausbildungsberufe.

Den Mitarbeitern steht ein umfassendes Angebot an Sozialleistungen zur Verfügung. Hierzu zählen 14 volle Gehälter, eine arbeitgeberbezuschusste bAV für eine Direktversicherung/Gothaer-Pensionskasse, VWL, die Umwandlung von Sonderzahlung in Urlaub ("4YouDays"), Dienstwagen (für bestimmte Personengruppen), Jobticket/ Deutschlandticket, Jobrad, kostenfreie Parkplätze, Zuschuss zum Mittagessen, kostenfreie Getränke, Zuwendungen für besondere Anlässe (Geburt, Hochzeit, Jubiläen, Rente usw.), 30 Tage Urlaub, zusätzliche freie Tage (Fasching, 24.12./31.12.), Schulungen, Firmenfeiern und Events. Des Weiteren können die Mitarbeiter von Sonderkonditionen/Mitarbeiterrabatten bei Janitos selbst und der Gothaer profitieren.

Janitos ist Unterzeichner der Charta für Vielfalt - für Diversity in der Arbeitswelt - und unterstützt die entsprechende Initiative. Zusätzlich konnte bei den folgenden Initiativen/Siegeln Janitos erfolgreich den Prozess durchlaufen: Fortschrittsindex Vereinbarkeit Beruf und Familie, Fair Company, Arbeitgeber der Zukunft. Insgesamt waren zum 31.12.2024 185 Personen (ohne Vorstand, inkl. Elternzeit u. ruhend) bei der Janitos Versicherung AG, davon eine in Österreich, beschäftigt.

davon

Leitend 8 (Bereichsleiter*innen/Prokurist*innen)
Teilzeit 48
Azubi 8
Aushilfe 1
Student 0
Befristet 0
Elternzeit u. ruhend 11
ATZ 0

Demografie: Mitarbeiter zwischen 50 und 67 Jahren: 45 Personen

Diversity: 117 Frauen, 77 Männer

Frauen in Führungspositionen: Vorstand 0 (zum 31.12.2023; 50 %), Ebene Bereichsleiter 1 (12,5 %), Ebene Leiter 1 (6,25 %).

In der Unternehmensstruktur gibt es unterhalb der Vorstandsmitglieder Bereichsleiter und Leiter. Die Führungsspannen reichen hier von 2 bis etwa 40 Mitarbeitern.

Folgende Gremien gibt es bei der Janitos:

Betriebsrat (BR)

Schwerbehindertenvertretung (SBV)

Jugend- und -Ausbildungsvertretung (JAV)

Konzernbetriebsrat Ebene BarmeniaGothaer (KBR)

Bestellung der Beauftragten des Arbeitgebers:

Datenschutzbeauftragter: Kai Röser

Sicherheitsfachkraft: NN

Geldwäschebeauftragter: (Konzern-Beauftragter: Stefan Schulze)

AGG- & Integrationsbeauftragter: Fabian Lühnsdorf

ISO: Matthias Kolb

Unsicherheiten in Märkten und Politik begegnen wir mit Ideenreichtum und Servicequalität.

Schadenquote 2024: 63,4%

Lagebericht

Gesamtwirtschaftliche Lage

Im vergangenen Jahr stand die deutsche Wirtschaft vor einer Reihe von Herausforderungen, die die gesamtwirtschaftliche Entwicklung prägten. Nach den wirtschaftlichen Turbulenzen der letzten Jahre, insbesondere aufgrund der globalen Pandemie und der geopolitischen Spannungen infolge des Ukraine-Krieges, ist eine schnelle Erholung erschwert und das Wachstum gehemmt.

Hohe Energiekosten, erhöhtes Zinsniveau und die wachsende Konkurrenz im internationalen Wettbewerb bremsten die wirtschaftlichen Aktivitäten in Deutschland. Die deutsche Wirtschaft verzeichnete im Jahr 2024 einen Rückgang des Brutto-Inlandsprodukts (BIP) um 0,2 %.

Ende des Jahres ließ die EZB zum vierten Mal im Jahr den Leitzins senken, sodass eine langsamere konjunkturelle Erholung zu erwarten ist. Die Preisrückgänge bei Energie zum Ende des Jahres hatten einen dämpfenden Effekt auf die Inflationsrate. Die Inflationsrate fiel im Jahr 2024 mit +2,2 % deutlich niedriger aus als im Jahr zuvor (Vorjahr +5,9 %).

Die wirtschaftliche Schwäche in Deutschland spiegelt sich auch am Arbeitsmarkt wider. Die Arbeitslosigkeit stieg gegenüber dem Vorjahr um +0,3 %-Punkte auf 6,0 % (Vorjahr 5,7 %). Die Zahl der Erwerbstätigen ist leicht auf rund 46,1 Mio. (Vorjahr 45,9 Mio.) erhöht. Die Zunahme der Beschäftigung wurde hauptsächlich durch die Zuwanderung ausländischer Arbeitskräfte und eine erhöhte Erwerbsbeteiligung der inländischen Bevölkerung verursacht.

Insgesamt zeigt die wirtschaftliche Entwicklung Deutschlands im Jahr 2024 eine anhaltende Schwäche, die durch verschiedene interne und externe Faktoren beeinflusst wird.

Entwicklung in der Schaden-/Unfallversicherung

Für die gesamte Schaden- und Unfallversicherung geht der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) nach vorläufigen Zahlen im Jahr 2024 von einer erneut kräftigen Beitragssteigerung um 7,8 % auf 92,1 Mrd. Euro aus. Der Geschäftsjahresschadenaufwand für die gesamte Schaden- und Unfallversicherung erhöht sich um 6,4 % auf 70,3 Mrd. Euro gegenüber dem Vorjahr. Erhöhte Aufwendungen sind sowohl in der Sach- als auch in der Kraftfahrtversicherung zu verzeichnen.

In der Sachversicherung steigen die Beitragseinnahmen voraussichtlich um 9,4 %. Die Kraftfahrtversicherung macht mit fast 37,0 % und knapp 34,0 Mrd. Euro Beitragseinnahmen den größten Beitragsanteil innerhalb der Schaden- und Unfallversicherung aus. Aufgrund eines kräftigen Anstiegs der Durchschnittsbeiträge ist damit zu rechnen, dass das Beitragswachstum um ca. 11 % zunehmen wird. Hierbei wird mit einem leichten Anstieg des Durchschnittsbeitrages in der Teilkaskoversicherung von 7,5 % und einem Anstieg in der Vollkaskoversicherung von 11,0 % gerechnet. In der Kraftfahrthaftpflichtversicherung wird der Durchschnittsbeitrag voraussichtlich um 8,5 % steigen. In der Kraftfahrthaftpflichtversicherung wird von einer stagnierenden Schadenhäufigkeit ausgegangen, in den Kaskozweigen dürfte diese über dem Vorjahresniveau liegen.

Im Hinblick auf den Schadendurchschnitt wird von einer kräftigen Zunahme ausgegangen, der getrieben ist durch die hohe Inflation, die sehr dynamische Entwicklung der Kfz.-Ersatzteilpreise sowie die Stundenverrechnungssätze in Werkstätten. Infolge der gestiegenen Preise wird für das Jahr 2024 ein signifikanter Anstieg der Schadenaufwendungen für Geschäftsjahresschäden um 3,9 % erwartet.

In der gesamten Schaden- und Unfallversicherung wird der versicherungstechnische Gewinn mit 1,9 Mrd. Euro über dem vergleichsweise niedrigen Niveau des Vorjahrs liegen.

Kommentar zur Prognose aus dem Geschäftsbericht des Vorjahres

Unsere Prognosen für das Berichtsjahr 2024 sind in weiten Teilen eingetroffen. Das aktuelle geopolitische und wirtschaftliche Umfeld beeinflusste die wirtschaftliche Entwicklung und die Janitos, sodass bei der Erstellung der Prognose die Auswirkungen nicht vollständig abgeschätzt werden konnten. Trotz der insgesamt verhaltenen wirtschaftlichen Lage konnte das Beitragsvolumen in fast allen Sparten erhöht werden. In den Kfz.-Sparten kam es zum prognostizierten Bestandsverlust. Ebenso konnte die Servicequalität, Wirtschaftlichkeit und Digitalisierung der Janitos verbessert werden. Die erwartete Belebung des Neugeschäfts konnte nicht im geplanten Ausmaß erreicht werden. Unsere Erwartungen in Bezug auf die Schaden- und Kostenentwicklung konnten überwiegend bestätigt werden. Unsere Ergebnisprognose wurde trotz hoher Unsicherheit durch viele externe Einflüsse übertroffen, und es konnte ein positives Jahresergebnis ausgewiesen werden.

Überblick über die Geschäftsentwicklung

Die Janitos Versicherung AG ist ein in Heidelberg ansässiger, hoch digitalisierter Kompositversicherer und vertreibt ihre Produkte vorwiegend über Vergleicher, unabhängige Vermittler wie Makler, Maklerpools und -verbünde, Finanzvertriebe sowie Vergleichsplattformen. Auf diese Zielgruppe werden alle Prozesse und Services des Unternehmens ausgerichtet. Dabei stehen ein hoher Automatisierungsgrad, individuelle und schnelle Produktentwicklung sowie technische Schnittstellen zu den Vertriebspartnern im Rahmen der Digitalisierungs- und Vertriebsstrategie im Fokus. Eine moderne IT-Infrastruktur, ein passgenaues Betreuungsmodell sowie eine kontinuierlich sehr gute Produktpositionierung sind die wesentlichen Bausteine der Janitos-Strategie. Das Produktportfolio reicht von Kfz.-, Tierhalter- und Privathaftpflichtversicherung über die Hausrat- und Wohngebäudeversicherung, bis hin zu Krankenzusatzleistungen, Unfallversicherung, Fahrradversicherung und der Invaliditätsabsicherung Multi-Rente. Das Unternehmen verzeichnet bei Produkt-Ratings und Maklerbefragungen regelmäßig Erfolge und ist als etablierte Maklermarke in Deutschland und Österreich sehr gut und nachhaltig positioniert. In 2024 wurde ein neuer Krankenzusatz-Tarif entwickelt, dadurch konnten die Beiträge in dieser Sparte erneut gesteigert werden.

Die insgesamt positive Entwicklung in der Sicherung und Verbesserung unserer Servicestandards der Vorjahre konnte fortgesetzt werden. Der gemeinsame Erfolg war nur dank des unermüdlichen Einsatzes unserer Mitarbeiter*innen möglich. Wir bedanken uns für die wertvolle Zusammenarbeit und den Einsatz für unsere Kunden und das Unternehmen. Unser Dank gilt darüber hinaus unseren Vertriebspartnern und Versicherungsnehmern sowie unserer Muttergesellschaft und dem Aufsichtsrat.

Im Geschäftsjahr sanken die gebuchten Bruttobeiträge um TEUR 12.537 auf TEUR 127.169 (Vorjahr TEUR 139.706). Ausschlaggebend für diese Entwicklung ist der Wegfall eines großen Teils des Kfz-Bestandes. Das Schadenjahr 2024 verbesserte sich für die Janitos im Vergleich zum Vorjahr. Das stark gesunkene Schadenaufkommen in den Kfz.-Sparten wurde durch Großschäden in mehreren Sparten fast kompensiert. Für den gesamten Versicherungsbestand liegen die bilanziellen Schadenquoten bei 63,4 % vor bzw. 56,3 % nach Abzug der Rückversicherungsanteile (Vorjahr 64,6 % bzw. 44,8 %). Die Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb sanken im Vergleich zum Vorjahr durch eine Reduktion der Abschluss- und Verwaltungskosten. Das Verhältnis von Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb zu den verdienten Beiträgen liegt bei brutto 33,1 % sowie 39,9 % für eigene Rechnung (Vorjahr 31,1 % bzw. 39,4 %). Das Versicherungsgeschäft schließt wie im Vorjahr insgesamt mit einem positiven Brutto-Ergebnis ab. Der Rückversicherungssaldo gemäß Verordnung über die Rechnungslegung von Versicherungsunternehmen fällt mit TEUR 1.370 zugunsten der Janitos aus (Vorjahr zulasten TEUR 6.944). Nach Abzug der Rückversicherungsanteile und einer Entnahme der Schwankungsrückstellung von TEUR 1.099 (Vorjahr Zuführung TEUR 6.843) verbleibt ein versicherungstechnisches Ergebnis von TEUR 3.986 (Vorjahr TEUR 5.597). Das Kapitalanlageergebnis beträgt TEUR 1.806 (Vorjahr TEUR 942, ohne Berücksichtigung des technischen Zinses). Unter Einschluss aller weiteren nichtversicherungstechnischen Erträge und Aufwendungen ergibt sich ein Überschuss von TEUR 493 (Vorjahr TEUR 3.198).

Beitragseinnahmen

Die Beitragsentwicklung wird wesentlich vom Neugeschäft und den Vertragsabgängen beeinflusst. Beide Größen sind Bestandteil unserer Planung sowie Gegenstand unserer unterjährigen Kontrollmaßnahmen. Im Geschäftsjahr 2024 sanken die verdienten Bruttobeiträge um 8,2 % auf TEUR 127.273 (Vorjahr TEUR 138.604). Beitragszuwächse konnten in allen Versicherungszweigen bis auf Kraftfahrzeug, Beistandsleistung und Haftpflicht realisiert werden.

Verdiente Beiträge brutto in TEUR
2024 127.273
2023 138.604
2022 133.477

Nach Abzug der Rückversicherungsanteile erhöhten sich die verbleibenden verdienten Nettobeiträge um 1,1 % auf TEUR 82.733 (Vorjahr TEUR 81.799). Hier wirkt sich aus, dass der Bruttobeitragsanstieg zu großen Teilen aus der SHU-Sparte stammt. Der Versicherungsbestand umfasste zum Jahresende 672.561 selbst abgeschlossene, mindestens einjährige Versicherungsverträge (Vorjahr 742.571).

Schadenverlauf

Im Jahr 2024 wurden 52.632 Geschäftsjahresschäden gemeldet (Vorjahr 55.997). Die Brutto-Schadenaufwendungen liegen mit TEUR 80.667 unter dem Vorjahreswert (Vorjahr TEUR 89.478).

Aufwendungen für Versicherungsfälle brutto in TEUR
2024 80.667
2023 89.478
2022 83.247

Die Brutto-Schadenaufwendungen enthalten Brutto-Schadenzahlungen von TEUR 85.199 (Vorjahr TEUR 86.682) sowie eine Veränderung der Brutto-Schadenrückstellungen von TEUR -4.532 (Vorjahr TEUR 2.796). Die zum 31.12.2024 gebildeten Schadenrückstellungen sind nach aktuariellen Erkenntnissen ausreichend, um die künftigen Schadenzahlungen zu decken. Nach Abzug der Anteile der Rückversicherer verbleiben Schadenaufwendungen für eigene Rechnung (im Folgenden: "f. e. R.") von TEUR 46.598 (Vorjahr TEUR 36.658). Die bilanziellen Schadenquoten betragen brutto 63,4 % (Vorjahr 64,6 %) und f. e. R. 56,3 % (Vorjahr 44,8 %). Die Schadenquoten bilden in Verbindung mit einer Vielzahl an weiteren schadenbezogenen Leistungsindikatoren ein wesentliches Element unserer versicherungsgeschäftlichen Erfolgssteuerung.

Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb

Die Bruttoaufwendungen für den Versicherungsbetrieb sanken auf TEUR 42.152 (Vorjahr TEUR 43.124).

Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb brutto in TEUR
2024 42.152
2023 43.124
2022 41.349

Nach Abzug der Kostenbeteiligung unserer Rückversicherer verbleiben Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb f. e. R. von TEUR 33.050 bzw. 39,9 % im Verhältnis zu den verdienten Nettobeiträgen (Vorjahr TEUR 32.194 bzw. 39,4 %).

Versicherungstechnisches Ergebnis

Beitrags-, Schaden- und versicherungsbetriebliche Aufwandsentwicklung ergeben nach Abzug der jeweiligen Rückversicherungsanteile sowie aller weiteren versicherungstechnischen Erträge und Aufwendungen ein versicherungstechnisches Ergebnis vor Veränderung der Schwankungsrückstellung und ähnlicher Rückstellungen ("Zwischensumme") von TEUR 2.887 (Vorjahr TEUR 12.440). Durch Entnahme in der Kraftfahrzeugversicherung, in der allgemeine Unfall- und Haftpflichtversicherungen resultiert aus der Schwankungsrückstellung insgesamt ein Ertrag von TEUR 1.099 (Vorjahr Aufwand TEUR 6.843). Die versicherungstechnische Erfolgsrechnung schließt danach mit einem Ergebnis von TEUR 3.986 (Vorjahr TEUR 5.597).

Kapitalanlagen

Der Kapitalanlagebestand hat sich auf Buchwertbasis im Berichtsjahr um rund TEUR 1.353 auf TEUR 187.141 reduziert. Die stillen Lasten auf Gesamtportfolioebene haben sich aufgrund der Stabilisierung des Zinsniveaus auf TEUR -8.941 (Vorjahr TEUR -12.312) verbessert.

Die Nettoverzinsung betrug auf Gesamtjahresbasis 1,0 % (Vorjahr 0,5 %). Dies entspricht einem Kapitalanlageergebnis in Höhe von TEUR 1.806 (Vorjahr TEUR 942).

Sonstiges Ergebnis

Durch sonstige Erträge von TEUR 4.285 (Vorjahr TEUR 4.171) und sonstige Aufwendungen von TEUR 7.535 (Vorjahr TEUR 6.428) wurde ein Ergebnis von TEUR -3.250 erzielt (Vorjahr TEUR -2.257).

Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit

Das Ergebnis aus der normalen Geschäftstätigkeit hat sich um TEUR 1.756 reduziert und beträgt TEUR 2.230 (Vorjahr TEUR 3.986).

Außerordentliches Ergebnis

Im außerordentlichen Ergebnis von TEUR -40 (Vorjahr TEUR -40) sind Aufwendungen aus der Umbewertung der Pensionsrückstellungen gem. Art. 66 Abs. 1 Satz 1 EGHGB erfasst.

Steuern

Der Steueraufwand beträgt TEUR 1.697 (Vorjahr TEUR 747) und beinhaltet Ertragsteuer, Umsatzsteuer, Versicherungssteuer und Feuerschutzsteuer.

Jahresüberschuss

Für das Geschäftsjahr 2024 wird ein Jahresüberschuss von TEUR 493 (Vorjahr TEUR 3.198) ausgewiesen. Der gesamte Überschuss wird auf neue Rechnung vorgetragen.

Eigenkapital/ Eigenmittel

Das Grundkapital der Janitos beträgt TEUR 24.500, wobei TEUR 6.000 des Grundkapitals nicht eingezahlt sind. Darüber hinaus gewährt die Barmenia.Gothaer Finanzholding AG der Janitos ein Nachrangdarlehen in Höhe von TEUR 2.500. Der spätest mögliche Rückzahlungstermin ist der 30. Oktober 2045.

Zum Jahresende 2024 beträgt die Summe aus Eigenkapital und Nachrangdarlehen abzüglich der ausstehenden Einlagen TEUR 25.868 (Vorjahr TEUR 25.375).

Anmerkungen zu den einzelnen Versicherungszweigen des selbst abgeschlossenen Geschäfts

Unfall

In der Allgemeinen Unfallversicherung stiegen die verdienten Bruttobeiträge im Geschäftsjahr 2024 um 2,5 % auf TEUR 46.889 (Vorjahr TEUR 45.749). Der Vertragsbestand reduzierte sich im Jahr 2024 auf 167.295 Verträge (Vorjahr 168.102). Die Anzahl der Geschäftsjahresschäden betrug 2.930 (Vorjahr 3.045), und die Aufwendungen für Versicherungsfälle beliefen sich auf TEUR 29.277 (Vorjahr TEUR 17.765). Somit ergab sich eine bilanzielle Brutto-Schadenquote in Höhe von 62,4 % (Vorjahr 38,8 %). Das versicherungstechnische Ergebnis f. e. R. betrug TEUR 1.536 (Vorjahr TEUR 3.882).

Unfall 2024 in TEUR
Verdiente Beiträge brutto 46.889
Aufwendungen für Versicherungsfälle brutto 29.277
Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb brutto 17.821
Versicherungstechnisches Ergebnis f.e.R. 1.536
Unfall 2023 in TEUR
Verdiente Beiträge brutto 45.749
Aufwendungen für Versicherungsfälle brutto 17.765
Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb brutto 17.187
Versicherungstechnisches Ergebnis f.e.R. 3.882

Haftpflicht

Die verdienten Bruttobeiträge sanken geringfügig um 1,6 % auf TEUR 13.226 (Vorjahr TEUR 13.436), die Schadenaufwendungen erhöhten sich um 169,3 % auf insgesamt TEUR 9.459 (Vorjahr TEUR 3.512). Damit wurde für 2024 eine bilanzielle Brutto-Schadenquote von 71,5 % erreicht (Vorjahr 26,1 %). Das versicherungstechnische Netto-Ergebnis lag nach einer Entnahme aus der Schwankungsrückstellung in Höhe von TEUR 169 (Vorjahr Entnahme TEUR 13) bei TEUR -354 (Vorjahr TEUR 1.374).

Haftpflicht 2024 in TEUR
Verdiente Beiträge brutto 13.226
Aufwendungen für Versicherungsfälle brutto 9.459
Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb brutto 6.307
Versicherungstechnisches Ergebnis f.e.R. -354
Haftpflicht 2023 in TEUR
Verdiente Beiträge brutto 13.436
Aufwendungen für Versicherungsfälle brutto 3.512
Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb brutto 6.399
Versicherungstechnisches Ergebnis f.e.R. 1.374

Kraftfahrzeug-Haftpflicht

In der Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung betrugen die verdienten Beitragseinnahmen im Berichtsjahr TEUR 16.559 (Vorjahr TEUR 22.915). Der Bestand an Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherungsverträgen umfasste zum Bilanzstichtag 63.943 Stück (Vorjahr 92.953 Stück). Die Bruttoaufwendungen für Versicherungsfälle sanken stark auf TEUR 10.477 (Vorjahr TEUR 22.326). Die bilanzielle Brutto-Schadenquote betrug 63,3 % (Vorjahr 97,4 %). Nach einer Entnahme aus der Schwankungsrückstellung in Höhe von TEUR 1.120 (Vorjahr Zuführung TEUR 577) betrug das versicherungstechnische Ergebnis f. e. R. TEUR 689 (Vorjahr TEUR -908).

Kraftfahrzeug-Haftpflicht 2024 in TEUR
Verdiente Beiträge brutto 16.559
Aufwendungen für Versicherungsfälle brutto 10.477
Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb brutto 3.329
Versicherungstechnisches Ergebnis f.e.R. 689
Kraftfahrzeug-Haftpflicht 2023 in TEUR
Verdiente Beiträge brutto 22.916
Aufwendungen für Versicherungsfälle brutto 22.326
Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb brutto 4.185
Versicherungstechnisches Ergebnis f.e.R. -908

Sonstige Kraftfahrt

Die sonstige Kraftfahrtversicherung umfasst die Fahrzeugvoll- und Fahrzeugteilversicherung. Die verdienten Bruttobeiträge in der sonstigen Kraftfahrtversicherung betrugen im Geschäftsjahr TEUR 13.744 (Vorjahr TEUR 21.592). Auf die Fahrzeugvollversicherung entfielen TEUR 11.736 (Vorjahr TEUR 19.214), auf die Fahrzeugteilversicherung TEUR 2.008 (Vorjahr TEUR 2.379). Der Vertragsbestand sank von 82.004 auf 53.355 (-34,9 %). Die Bruttoaufwendungen für Versicherungsfälle betrugen in der sonstigen Kraftfahrtversicherung TEUR 12.029 (Vorjahr TEUR 27.613). Bei der Fahrzeugvollversicherung betrug der Schadenaufwand im Berichtsjahr TEUR 10.752 (Vorjahr TEUR 25.600), bei der Fahrzeugteilversicherung TEUR 1.278 (Vorjahr TEUR 2.013). Die bilanzielle Brutto-Schadenquote betrug in der sonstigen Kraftfahrtversicherung 87,5 % (Vorjahr 127,9 %). Sie lag in der Fahrzeugvollversicherung bei 91,6 % (Vorjahr 133,2 %) sowie in der Fahrzeugteilversicherung bei 63,6 % (Vorjahr 84,6 %).

Sonstige Kraftfahrt 2024 in TEUR
Verdiente Beiträge brutto 13.744
Aufwendungen für Versicherungsfälle brutto 12.029
Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb brutto 2.667
Versicherungstechnisches Ergebnis f.e.R. -501
Sonstige Kraftfahrt 2023 in TEUR
Verdiente Beiträge brutto 21.592
Aufwendungen für Versicherungsfälle brutto 27.613
Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb brutto 3.785
Versicherungstechnisches Ergebnis f.e.R. -1.573

Die Entnahme aus der Schwankungsrückstellung betrug im Geschäftsjahr TEUR 122 (Vorjahr Zuführung TEUR 116). In der Fahrzeugvollversicherung wurden TEUR 122 in die Schwankungsrückstellung zugeführt (Vorjahr TEUR 0), und in der Fahrzeugteilversicherung wurden der Schwankungsrückstellung TEUR 244 entnommen (Vorjahr Entnahme TEUR 116). So ergab sich ein versicherungstechnisches Netto-Ergebnis in der sonstigen Kraftfahrtversicherung von TEUR -501 (Vorjahr TEUR -1.573).

Beistandsleistung

Die Beitragseinnahmen beliefen sich im Geschäftsjahr auf TEUR 338 (Vorjahr TEUR 837). Bei Schadenaufwendungen von TEUR 129 (Vorjahr TEUR 180) und einer Brutto-Schadenquote von 38,2 % (Vorjahr 21,5 %) verblieb nach Abzug der Rückversicherungsanteile ein versicherungstechnisches Netto-Ergebnis von TEUR -101 (Vorjahr TEUR -103).

Beistandsleistung 2024 in TEUR
Verdiente Beiträge brutto 338
Aufwendungen für Versicherungsfälle brutto 129
Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb brutto 236
Versicherungstechnisches Ergebnis f.e.R. -101
Beistandsleistung 2023 in TEUR
Verdiente Beiträge brutto 837
Aufwendungen für Versicherungsfälle brutto 180
Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb brutto 385
Versicherungstechnisches Ergebnis f.e.R. -103

Verbundene Hausrat

Die verdienten Bruttobeiträge des Berichtsjahres lagen bei TEUR 12.999 (Vorjahr TEUR 12.884). Für Versicherungsfälle waren brutto TEUR 4.298 aufzuwenden (Vorjahr TEUR 4.791). Somit fiel die bilanzielle Brutto-Schadenquote mit 33,1 % geringfügig besser aus als im Jahr zuvor (Vorjahr 37,2 %). Unter Einschluss einer Zuführung zur Schwankungsrückstellung von TEUR 226 (Vorjahr Zuführung TEUR 191) ergab sich für diese Sparte ein versicherungstechnisches Netto-Ergebnis von TEUR 1.908 (Vorjahr TEUR 1.433).

Verbundene Hausrat 2024 in TEUR
Verdiente Beiträge brutto 12.999
Aufwendungen für Versicherungsfälle brutto 4.298
Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb brutto 5.632
Versicherungstechnisches Ergebnis f.e.R. 1.908
Verbundene Hausrat 2023 in TEUR
Verdiente Beiträge brutto 12.884
Aufwendungen für Versicherungsfälle brutto 4.791
Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb brutto 5.649
Versicherungstechnisches Ergebnis f.e.R. 1.433

Verbundene Gebäude

In der verbundenen Gebäudeversicherung stiegen die verdienten Bruttobeiträge um TEUR 1.036 auf TEUR 9.856 (Vorjahr TEUR 8.819). Der Bestand an verbundenen Gebäudeversicherungen umfasste zum Bilanzstichtag 17.195 Verträge (Vorjahr 20.468 Stück). Die Bruttoaufwendungen für Versicherungsfälle betrugen TEUR 5.396 (Vorjahr TEUR 5.866). Die bilanzielle Brutto-Schadenquote lag daher bei 54,7 % (Vorjahr 66,5 %).

Nach Rückversicherung und Zuführung von TEUR 466 der Schwankungsrückstellung (Vorjahr Zuführung von TEUR 348) verblieb ein versicherungstechnisches Netto-Ergebnis von TEUR -304 (Vorjahr TEUR -925).

Verbundene Gebäude 2024 in TEUR
Verdiente Beiträge brutto 9.856
Aufwendungen für Versicherungsfälle brutto 5.396
Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb brutto 3.271
Versicherungstechnisches Ergebnis f.e.R. -304
Verbundene Gebäude 2023 in TEUR
Verdiente Beiträge brutto 8.819
Aufwendungen für Versicherungsfälle brutto 5.866
Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb brutto 3.309
Versicherungstechnisches Ergebnis f.e.R. -925

Sonstige Sach

Unter der sonstigen Sachversicherung sind die Glas-, die Schlüsselverlust- und die Fahrradversicherung zusammengefasst. Der Vertragsbestand lag am Jahresende bei 29.635 Stück nach 28.689 Stück im Vorjahr. Das Beitragsaufkommen in diesem Zweig betrug TEUR 1.526 (Vorjahr TEUR 1.090). Aufgrund gestiegener Bruttoaufwendungen für Versicherungsfälle verblieb gesamthaft erneut ein versicherungstechnischer Verlust f. e. R. von TEUR -502 (Vorjahr TEUR -596).

Sonstige Sach 2024 in TEUR
Verdiente Beiträge brutto 1.526
Aufwendungen für Versicherungsfalle brutto 1.344
Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb brutto 732
Versicherungstechnisches Ergebnis f.e.R. -502
Sonstige Sach 2023 in TEUR
Verdiente Beiträge brutto 1.090
Aufwendungen für Versicherungsfälle brutto 882
Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb brutto 611
Versicherungstechnisches Ergebnis f.e.R. -596

Krankenzusatz

Unter der Krankenzusatzversicherung sind die stationäre Krankenzusatzversicherung und die Zahn-Krankenzusatzversicherung zusammengefasst, die nach Art der Schadenversicherung betrieben werden. Für beide Produkte hatten wir am Jahresende 2024 zusammen 39.154 Verträge (Vorjahr 36.279 Verträge). Die verdienten Bruttobeiträge stiegen auf TEUR 12.138 (Vorjahr TEUR 11.280), die Bruttoaufwendungen für Versicherungsfälle betrugen TEUR 8.258 (Vorjahr TEUR 6.544). Die Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb lagen mit TEUR 2.157 über dem Vorjahresniveau (Vorjahr TEUR 1.614). Insgesamt wies der Zweig ein versicherungstechnisches Netto-Ergebnis in Höhe von TEUR 1.614 (Vorjahr TEUR 3.011) aus.

Krankenzusatz 2024 in TEUR
Verdiente Beiträge brutto 12.138
Aufwendungen für Versicherungsfälle brutto 8.258
Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb brutto 2.157
Versicherungstechnisches Ergebnis f.e.R. 1.614
Krankenzusatz 2023 in TEUR
Verdiente Beiträge brutto 11.280
Aufwendungen für Versicherungsfälle brutto 6.544
Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb brutto 1.614
Versicherungstechnisches Ergebnis f.e.R. 3.011

Verzeichnis der betriebenen Versicherungszweige und -arten

Unfallversicherung Einzel-Unfall- und Gruppen-Unfall-Versicherung Haftpflichtversicherung Privathaftpflicht-, Bauherrenhaftpflicht-, Gewässerschadenhaftpflicht-, Haus- und Grundbesitzerhaftpflicht-, Tierhalterhaftpflichtversicherung Kraftfahrtversicherung Kraftfahrzeug-Haftpflicht-, sonstige Kraftfahrtversicherung (Fahrzeugvoll- und Fahrzeugteilversicherung)

Beistandsleistungsversicherung Schutzbriefversicherung Verbundene Hausratversicherung Verbundene Gebäudeversicherung

Sonstige Sachversicherung Glas-, Schlüsselverlust- und Fahrradversicherung Krankenzusatzversicherung Stationäre Krankenzusatz-, Zahn-Krankenzusatzversicherung

Vermögens- und Finanzlage

Zwischen unserer Gesellschaft und der Gothaer Allgemeine Versicherung AG besteht ein Beherrschungsvertrag gem. §§ 291 ff AktG. Auf Basis dieses Vertrages werden entstehende Verluste von der Gothaer Allgemeine Versicherung AG übernommen.

Unter Einbeziehung der nachrangigen Verbindlichkeiten und unter Abzug der ausstehenden Einlagen lag die Eigenkapitalausstattung bei TEUR 25.868 (Vorjahr TEUR 25.375). Sie entspricht 20,3 % der verdienten Bruttobeiträge. Im Jahr 2024 sind zu keiner Zeit Liquiditätsengpässe aufgetreten.

Zugehörigkeit zu Verbänden und ähnlichen Einrichtungen

Unser Unternehmen gehört unter anderem folgenden Verbänden und Vereinen an:

Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e. V., Berlin

Versicherungsombudsmann e. V., Berlin

Deutsches Büro Grüne Karte e. V., Hamburg

Verein Verkehrsopferhilfe e. V., Hamburg

Indikatoren der Geschäftsentwicklung

Als finanzielle Leistungsindikatoren werden zur Steuerung unseres Geschäftes quantitative Erfolgs- und Finanzkennzahlen, wie beispielsweise Neugeschäftsvolumen sowie Storno-, Schaden-, Kosten,- Liquiditäts- und Solvabilitätskennzahlen, verwendet. Diese Kennzahlen werden zur internen Steuerung in einer mehrjährigen Planung berechnet und in monatlichen Abweichungsanalysen gegenübergestellt. Darüber hinaus wird mit nicht finanziellen Leistungsindikatoren die Leistungsfähigkeit unserer Gesellschaft überwacht. Diese beziehen sich zum Beispiel auf die telefonische Erreichbarkeit oder den Arbeitsstand in den einzelnen Unternehmensbereichen. Diese Leistungsindikatoren werden laufend erfasst und mit vereinbarten Servicestandards in den einzelnen Bereichen verglichen. Gemessen an diesen Faktoren konnte die Servicequalität weiter verbessert werden. Unsere festgeschriebenen Servicestandards wollen wir auch in den nächsten Jahren weiter übertreffen.

Zur Verbesserung der Servicequalität gehört auch, dass wir Beschwerden systematisch unter Berücksichtigung der EIOPA/BaFin-Vorgaben aufzeichnen und unter dem Aspekt der künftigen Vermeidung analysieren. Die Anzahl der Beschwerden hat sich im Jahr 2024 gegenüber 2023 reduziert (-23 %). Der Rückgang der Beschwerden ist darauf zurückzuführen, dass die Umstrukturierung im Bereich Schaden abgeschlossen ist und die entstandenen Bearbeitungsrückstände erfolgreich aufgeholt werden konnten.

Janitos orientiert sich am Safety-first-Prinzip und an wertorientierten Steuerungsgrundsätzen.

Risikomanagement bedeutet auch, Chancen zu erkennen.

Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung

Risikoorientierter Steuerungsansatz

Das Risikomanagementsystem verfolgt das Ziel, potenzielle Risiken frühzeitig zu erkennen und zu begrenzen, um Handlungsspielräume zu schaffen, die zur langfristigen Sicherung von bestehenden und zum Aufbau von neuen Erfolgspotenzialen beitragen können. Die Unternehmensführung orientiert sich hierbei an dem Safety-first-Prinzip und an wertorientierten Steuerungsgrundsätzen. Als Handlungsrahmen, vor dessen Hintergrund die Gesellschaft Risiken eingeht und ihr Geschäft betreibt, wurden durch den Vorstand Risikoleitsätze verabschiedet. Ferner sind die internen und externen Vorgaben hinsichtlich der Risikotragfähigkeit einzuhalten. Aus aufsichtsrechtlicher Perspektive bestehen Vorgaben dahingehend, dass die Risikokapitalanforderungen permanent zu erfüllen sind. Dies gilt sowohl für die Risikokapitalanforderungen nach Säule 1 (Standardmodell) als auch nach Säule 2 (unternehmensindividueller Gesamtsolvabilitätskapitalbedarf im Rahmen des ORSA-Prozesses).

Organisation des Risikomanagements

Das Risikomanagement ist Bestandteil des Governance-Systems der Janitos. Die Ausrichtung und Ausgestaltung des Risikomanagements orientiert sich an konzernweit gültigen Grundsätzen und Vorgaben. Das Risikomanagement wird als Prozess verstanden, der sich in fünf Phasen unterteilt:

Risikoidentifikation

Risikoanalyse

Risikobewertung

Risikobewältigung und -steuerung

Risikoüberwachung

Gegenstand der Betrachtung im Risikomanagementprozess sind zum einen die in der Standardformel quantifizierten Risiken. Darunter fallen das Marktrisiko, das versicherungstechnische Risiko, das Gegenparteiausfallrisiko sowie das operationale Risiko. Neben den Risiken der Standardformel werden zum anderen weitere Risiken geprüft. Hierbei sind z. B. das strategische Risiko, das Reputationsrisiko sowie rechtliche Risiken zu nennen, die im Rahmen der Risikoinventur erfasst, überprüft und bewertet werden. Für die gesellschaftsweite Erfassung von Risiken in der Risikoinventur wurden in den operativen Geschäftseinheiten Risikoverantwortliche definiert, die im Rahmen ihrer Tätigkeiten unter Einhaltung der Funktionstrennung die Aufgaben, Verantwortlichkeiten, Vertretungsregelungen und Kompetenzen im Umgang mit Risiken festlegen.

Sie nehmen in diesem Zusammenhang auch die Bewertung der Risiken hinsichtlich des zu erwartenden Schadens und der Eintrittswahrscheinlichkeit vor. Die Wahrnehmung der Risikomanagementfunktion (zweite Verteidigungslinie) obliegt dem an die Barmenia.Gothaer Finanzholding AG ausgegliederten zentralen Risikomanagement, das hierbei durch die mathematische Abteilung der Gothaer Allgemeine Versicherung AG und das Middle-/Backoffice der BarmeniaGothaer Asset-Management AG unterstützt wird.

Die Grundsätze, Methoden, Prozesse und Verantwortlichkeiten des Risikomanagements sind im Rahmen der Risikomanagementleitlinie dokumentiert.

Der implementierte Risikomanagementprozess umfasst eine jährliche systematische Risikoinventur, eine qualitative und quantitative Risikobewertung, vielfältige risikosteuernde Maßnahmen sowie die Risikoüberwachung durch die operativen Geschäftsbereiche und das Risikocontrolling. Hierzu ist ein internes Kontrollsystem (IKS) installiert. Dieses zielt darauf ab, Vermögensschädigungen zu verhindern bzw. aufzudecken sowie eine ordnungsmäßige und verlässliche Geschäftstätigkeit und Finanzberichterstattung sicherzustellen. Zum IKS gehören sowohl organisatorische Sicherungsmaßnahmen, wie z. B. Zugriffsberechtigungen, die Anwendung des Vier-Augen-Prinzips oder Vollmachtsregelungen, als auch prozessintegrierte und unternehmensübergreifende Kontrollen. Eine zentrale Compliance-Funktion und die versicherungsmathematische Funktion sind als weitere Schlüsselfunktionen gemäß Solvency II ebenfalls eingerichtet. Eine regelmäßige Risikoberichterstattung sowie anlassbezogene Ad-hoc-Meldungen schaffen Transparenz über die Risikolage und geben Hinweise für eine zielkonforme Risikosteuerung.

Die Janitos Versicherung AG ist außerdem in dem auf Konzernebene installierten Risikoforum vertreten. Zu dessen Aufgaben zählen u. a. die Risikoüberwachung aus Konzernsicht mittels eines kennzahlenbasierten Frühwarnsystems, die Einhaltung der im Limitsystem festgelegten Limite je Risikokategorie sowie die Weiterentwicklung von Methoden und Prozessen zur Risikobewertung und -steuerung. Die Grundsätze, Methoden, Prozesse und Verantwortlichkeiten des Risikomanagements sind im Rahmen der Risikomanagementleitlinie dokumentiert.

Die Janitos hat darüber hinaus ein eigenes Risikokomitee installiert. Im Rahmen der Sitzungen dieses Komittees wird die Risikolage der Gesellschaft u. a. auf Basis der in der Risiko-Intranetanwendung dokumentierten Risiken zwischen den Risikoverantwortlichen, dem Vorstand sowie dem Konzern Chief Risk Officer erörtert.

Die Effektivität des Risikomanagements, der Kontrollen und der Führungs- und Überwachungsprozesse werden stetig verbessert. Die Aufbau- und Ablauforganisation erfüllt die Anforderungen nach Solvency II vollumfänglich. Die Einhaltung dieser Anforderungen wird regelmäßig durch die Konzernrevision geprüft und bewertet. Die Prüfung des Risikofrüherkennungssystems als Teil des Risikomanagementsystems ist zudem Bestandteil der durch unseren Abschlussprüfer durchgeführten Prüfung des Jahresabschlusses.

Chancen

Chancen sehen wir für unsere Gesellschaft weiterhin durch eine größere Sensibilisierung bei Versicherungsnehmer*innen bezüglich der bestehenden Risiken aus Klimawandel bzw. Wetterereignissen im Allgemeinen und durch die Zunahme an Naturkatastrophen. Auch Konsum- und Mobilitätsverhalten ändern sich, nicht zuletzt auch aufgrund von Inflation, und eröffnen Chancen für Versicherer bezüglich der Produktgestaltung, der Kundenansprache und der Absicherung neuer Risiken in der Schaden- und Unfallversicherung.

Die voranschreitende Digitalisierung und neue Technologien ermöglichen neue Wege in Bezug auf Risikoprävention, Data Analytics und Prozesseffizienz. Dies begünstigt eine Steigerung der Kundenzufriedenheit sowie potenziell eine Verbesserung der versicherungstechnischen Ergebnisse.

Versicherungstechnische Risiken

Zur Begrenzung des Prämien- und Schadenrisikos kontrollieren wir regelmäßig die Verläufe der Einzelsparten, die Deckungsbeiträge von Produkten sowie die Angemessenheit der versicherungstechnischen Rückstellungen, sodass wir unsere Tarifierungs- und Annahmepolitik an Veränderungen anpassen können.

Unsere Tarife und Rückstellungen sind nach mathematischen Modellen kalkuliert, und jährlich werden die Schadenreserven sowie die Abwicklung der Rückstellungen überprüft. Damit gewährleisten wir, die Erfüllung unserer Verpflichtungen dauerhaft sicherzustellen. Zum Ausgleich von Schwankungen bilden wir eine Schwankungsrückstellung, die nach den dafür vorgegebenen versicherungsrechtlichen Vorgaben ermittelt wird.

Im Neugeschäft erfolgt die Zeichnung von versicherungstechnischen Risiken im Rahmen der vorgegebenen Zeichnungsrichtlinien. Im Zuge von Fachkontrollen wird die Einhaltung der Zeichnungsrichtlinien kontrolliert. Außerdem können wir anhand eines umfangreichen Controllingsystems, das negative Entwicklungen und Abweichungen von den Plan- bzw. Erwartungswerten aufzeigt, zeitnah Fehlentwicklungen entgegenwirken. Zusätzlich werden im Rahmen der Steuerung von Versicherungsrisiken das aktive Schadenmanagement und die Rückversicherung eingesetzt. Hierzu dienen Quotenverträge, die einen Teil des Portfolios an den Rück- oder Mitversicherer übertragen, aber auch Schadenexzedentenverträge, die entweder ein Großrisiko absichern oder das Unternehmen vor Groß- und Kumulschäden schützen sollen. Dies betrifft insbesondere Naturkatastrophenereignisse. Grundsätzlich besteht das Risiko, dass der Rückversicherer nicht zahlungsfähig ist, wenn die Beträge aus der Rückversicherung eingefordert werden. Deshalb ist eine hohe Bonität bzw. ein gutes Unternehmens-Rating bei der Wahl des Rückversicherers das zentrale Kriterium. Zusätzlich besteht ein interner Rückversicherungsschutz für das Massenstornorisiko an die Barmenia.Gothaer Finanzholding AG.

Sofern sich die Schadenwahrscheinlichkeiten signifikant erhöhen, kann insbesondere durch das Produkt Multirente die Ertragslage der Gesellschaft beeinträchtigt werden. Diesem Risiko begegnen wir durch ein intensives Monitoring, ein aktives Produktmanagement sowie eine angemessene Rückversicherungsannahme.

Schadenentwicklung

Die Entwicklung der Schadenquoten und der Abwicklungsergebnisse über alle Geschäftsfelder der letzten zehn Jahre ist in der folgenden Übersicht dargestellt:

Schadenentwicklung in %
Schadenquote nach Abwicklung Abwicklungsergebnis der Eingangsrückstellung
2014 74,0 -2,8
2015 61,8 7,8
2016 64,3 8,3
2017 61,0 9,6
2018 58,0 10,5
2019 64,5 4,9
2020 67,6 2,0
2021 66,9 2,8
2022 62,4 8,7
2023 64,6 8,6
2024 63,4 5,5

Risiken aus dem abgegebenen Geschäft

Die Rückversicherung dient zur Risikobewältigung der Janitos durch Begrenzung der Schadenhöhe bei Einzelrisiken und bei Kumulereignissen wie beispielsweise Naturkatastrophen. Sie trägt daher wesentlich zur Sicherheit und Stabilität des Unternehmens bei.

Die Minimierung der versicherungstechnischen Risiken für eigene Rechnung erfolgt einerseits durch eine nicht proportionale Risikoteilung (XL-Rückversicherung). Andererseits werden zusätzlich die gezeichneten Risiken einiger wesentlicher Sparten einer proportionalen Risikoteilung (Quotenrückversicherung) unterzogen, um sie weiter zu verringern, wobei wir bei der Auswahl unserer Rückversicherungspartner auf eine angemessene Bonität achten. Das Unternehmen entscheidet bezüglich ihrer Rückversicherer grundsätzlich risikoavers.

Unsere Rückversicherungsordnung wird außerdem jährlich überprüft und gegebenenfalls angepasst. Dabei wird unsere Gesellschaft durch den Bereich Rückversicherung des BarmeniaGothaer-Konzerns sowie durch einen unabhängigen Rückversicherungsmakler beraten. Dadurch ist gesichert, dass die Zusammenarbeit ausschließlich mit erstklassigen Rückversicherern erfolgt. In regelmäßigen Abständen unterzieht sich das Unternehmen einer Strukturanalyse zur Bestimmung der passenden Rückversicherungsordnung. Insbesondere bei der Bewertung des Potenzials von Naturkatastrophen im Bestand des Unternehmens erfolgen regelmäßig ausführliche modellgestützte Auswertungen.

Die Abrechnungsforderungen aus dem Rückversicherungsgeschäft betragen zum Bilanzstichtag TEUR 11.259 (Vorjahr TEUR 7.019).

Risiken aus Forderungsausfall

Forderungsausfallrisiken bestehen für die Janitos einerseits aus Forderungen gegenüber Mit- und Rückversicherern, anderseits aus Forderungen gegenüber Versicherungsnehmern und Versicherungsvermittlern.

Das Forderungsausfallrisiko gegenüber den Mit- und Rückversicherern wird aufgrund der strengen Auswahl der Unternehmen und den Anforderungen an deren Bonität deutlich begrenzt.

Dem Forderungsausfallrisiko gegenüber den Versicherungsnehmern und Dritten begegnet die Janitos mit einem Mahnverfahren. Für das gerichtliche Mahnverfahren ist ein Rechtsanwaltsbüro beauftragt. Darüber hinaus haben wir für den Fall, dass sich Forderungen als uneinbringlich erweisen, zum 31.12.2024 Pauschalwertberichtigungen von Höhe von TEUR 213 gebildet.

Von den in unseren zentralen Inkassosystemen geführten Forderungen gegen Versicherungsnehmer sind TEUR 446 unter Berücksichtigung der Pauschalwertberichtigung länger als 90 Tage offen.

Risiken aus Kapitalanlagen

Kapitalanlagestrategie

Die Strategie im Kapitalanlagebereich ist in einen risikoadjustierten Steuerungsansatz eingebettet, der potenzielle Ertragschancen vor dem Hintergrund etwaiger Risiken konsequent berücksichtigt. Voraussetzung hierfür ist ein funktionierendes Risikomanagement, das durch den Einsatz moderner Controllingsysteme einerseits die Umsetzung der aufsichtsrechtlichen Vorgaben erfüllt, andererseits aber auch die Einhaltung der selbst auferlegten zusätzlichen und zum Teil restriktiveren Risikolimite sicherstellt. Im Sinne der Mischung und Streuung und zur Verbesserung der Risiko- und Ertrags-Relation legt die Janitos Versicherung AG weiterhin großes Gewicht auf die Sicherheit der Kapitalanlagen. Daher ist es Ziel der Kapitalanlagetätigkeit, eine breite Diversifizierung innerhalb der Assetklasse Fixed Income zu erreichen und gleichzeitig übermäßige Konzentrationsrisiken zu vermeiden.

Das Management des Kapitalanlagebestands wurde an die BarmeniaGothaer Asset Management AG (BaGoAM) ausgegliedert, wobei das Kapitalanlagemanagement der BaGoAM für die Janitos Versicherung AG ebenso wie für die übrigen Gesellschaften des BarmeniaGothaer-Konzerns strikten Vorgaben hinsichtlich der von ihr zu erbringenden Leistung unterliegt. Ein umfangreiches Berichtswesen an das Controlling der Janitos Versicherung AG ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung und somit eine frühzeitige Erkennung von etwaigen Risiken des Kapitalanlagebestands.

Marktänderungsrisiko

Kapitalanlagen sind der Gefahr möglicher Wertverluste aufgrund von Zins-, Aktienkurs oder Wechselkursveränderungen an den internationalen Finanzmärkten ausgesetzt. In regelmäßigen Abständen wird zur Messung des Risikopotenzials der Kapitalanlagebestand Stressszenarien ausgesetzt.

Zum Bilanzstichtag stellt sich die Simulation von Marktwertveränderungen innerhalb eines Monats wie folgt dar: Bei Zins-Instrumenten mit einer modified Duration von 3,1 und einem Stressfaktor von 0,3 % stellt sich eine Markwertveränderung innerhalb eines Monats über TEUR 1.347 dar. Bei Credit-Instrumenten mit einer modified Duration von 1,7 und einem Stressfaktor von 0,8 % stellt sich eine Marktwertveränderung über TEUR 393 dar.

Der Zins- und Spread-Stress orientiert sich an zwei Standardabweichungen der historischen monatlichen Zins- bzw. Spread-Veränderungen. Für Festzinstitel sowie Debt-Titel aus alternativen Anlagen wird die Zins-Sensitivität mithilfe der modified Duration berechnet. Der Spread-Stress wird auf Credit-Instrumente angewendet.

Die Gesellschaft hält kein Risikokapital im weiteren Sinne (Aktien und Hedgefonds), d.h. ein Aktienstresstest hat keine Bedeutung.

Kredit-/Bonitätsrisiko

Unter dem Kredit-/Bonitätsrisiko wird die Gefahr der Insolvenz und des Zahlungsverzuges, aber auch die der Bonitätsverschlechterung eines Schuldners bzw. Emittenten verstanden. Im Sinne der Risikosteuerung ist der Erwerb von Zinsanlagen nur möglich, wenn eine qualifizierte Einstufung der Bonität mithilfe externer Agenturen wie Standard & Poor's, Moody's oder Fitch oder ein qualifiziertes internes Rating zur Verfügung steht. Es bestehen nur in unwesentlichem Umfang Kreditrisiken.

Das Kapitalanlageportfolio besteht zum Jahresende ausschließlich aus Festzinspapieren und Einlagen bei Kreditinstituten. Aufgrund von Rating-Änderungen und unterjährigen Zu- und Abgängen hat sich die Verteilung der Ratings innerhalb des Festzinsbestands wie folgt verschoben:

Aufteilung nach Rating-Kategorien in %
2024 2023
AAA 37,2
AA+ 16,3 16,8
AA 2,4 3,0
AA- 8,0 7,8
A+ 4,3 4,4
A 5,0 6,7
A- 13,4 11,7
BBB+ 1,8 3,5
BBB 5,0 7,5
BBB- 1,9 1,7
Speculative Grade (BB+ bis D) 0,0 0,1
Ohne Rating 4,8 4,7

Liquiditätsrisiko

Die Gefahr, die Zahlungsverpflichtungen des Unternehmens aufgrund nicht ausreichend vorhandener Zahlungsmittel nicht erfüllen zu können, wird als Liquiditätsrisiko bezeichnet. Das Cash-Management stellt eine Projektion der kurzfristigen Cashflows sicher. So kann bei angezeigten Liquiditätsspitzen frühzeitig gewährleistet werden, dass die notwendige Liquidität durch Verkäufe von marktgängigen Wertpapieren dargestellt werden kann. Im Jahr 2024 sind zu keiner Zeit Liquiditätsengpässe aufgetreten.

Operationale und sonstige Risiken

Die wesentlichen operationalen Risiken der Janitos resultieren neben den allgemeinen Markt- und Wettbewerbsrisiken aus der generell hohen Abhängigkeit des Geschäftsmodells von der Prozess- und IT-Leistungsfähigkeit, Änderungsrisiken durch EU-Gesetzgebung, aus der Vertriebsstruktur sowie dem Personalbereich.

Die intensive Nutzung der Informations- und Kommunikationstechnologie ist aufgrund ihrer Risikoexponierung ein zentraler Aspekt des Risikomanagements der Janitos, wobei im Allgemeinen die größten Gefahren in Betriebsstörungen und -unterbrechungen sowie im Verlust von Daten und der IT-Sicherheit zu sehen sind.

Im Besonderen bringt die nachhaltige Weiterentwicklung der Anwendungslandschaften Umsetzungsrisiken und Betriebsrisiken mit sich. Diesen Risiken begegnet die Janitos mit einer adäquaten Projektstruktur, die technische und fachliche Faktoren berücksichtigt. Solche Projekte werden unterstützt durch fachlich anerkannte Dienstleister, die über die Projektlaufzeit hinweg vertraglich an die Janitos gebunden sind.

Die Gesellschaft begegnet den Risiken, die durch die Nutzung von Informations- und Kommunikationstechnologie entstehen, unter anderem durch die kontinuierliche Umsetzung der langfristig ausgerichteten IT-Strategie. Eines der Kernziele ist hierbei die dauerhafte Sicherstellung einer bedarfsgerechten IT-Unterstützung der wesentlichen Geschäftsprozesse einschließlich der sicheren Auslagerung von IT-Infrastruktur und damit verbundener Prozesse. Risiken als Folge eines möglichen Ausfalls von IT-Dienstleistern begegnen wir durch einen den Governance-Anforderungen des Solvency-II-Regelungsrahmens entsprechenden Umgang mit Outsourcing, mehrjährige vertragliche Absicherung von Softwarewartungs- und Entwicklungsleistungen sowie mittels regelmäßiger Überprüfung unserer mittel-/ langfristigen IT-Strategie einschließlich Notfallplanung.

Den rechtlichen Änderungen durch Gesetzgebung und Verordnungen begegnet die Janitos mit einer zeitlich adäquaten Projektierung unter Einbezug aller relevanten Stellen des Unternehmens. Dabei nutzen wir auch die fachliche Expertise des Konzerns und bei Bedarf fachkundiger Dritter. Die intensive und kontinuierliche Beobachtung der Entwicklung rechtlicher und regulatorischer Anforderungen sichert dem Unternehmen die Chance auf eine verordnungskonforme und zeitgerechte Umsetzung.

Hohe Priorität genießt unverändert die strikte Beobachtung der einzelnen Vertriebspartner nach Produktionsstärke und Wirtschaftlichkeit sowie deren Absatzkanäle. Die Janitos achtet insbesondere darauf, Risiken, die aus der Größe und Bedeutung einzelner Vertriebspartner für den Gesamtunternehmenserfolg resultieren können, entgegenzuwirken. Die Vermittlerstruktur wird im Rahmen des Vermittlercontrollings routinemäßig überprüft.

Eine wesentliche Aufgabe moderner Mitarbeiter- und Führungsstrategie ist es, Leistungs- und Wissensträger*innen an das Unternehmen zu binden, um mögliche Personalrisiken zu minimieren. Hierzu zählt die Janitos insbesondere leistungsorientierte Anreizsysteme, regelmäßige Schulungen der Führungskräfte und Mitarbeiter*innen sowie die Weiterentwicklung vorhandener Personalführungsinstrumente. Dabei spielen die Ergebnisse von durchgeführten Mitarbeiterbefragungen, die deutliche Hinweise auf Verbesserungspotenziale und mögliche Umsetzungsmaßnahmen geben, eine wesentliche Rolle.

Die Janitos hat die Compliance-Funktion konzernintern ausgegliedert. Die Vor-Ort-Umsetzung von Compliance-Aufgaben erfolgt durch einen unternehmenseigenen Compliance-Beauftragten, der von Compliance-Unterbeauftragten in den einzelnen Unternehmensbereichen unterstützt wird. Einzelheiten zur Wahrnehmung der Compliance-Funktion sind in einer internen Richtlinie dokumentiert.

Ein betrieblicher Datenschutzbeauftragter ist gem. Art. 37 Abs. 1 lit. b) und c) Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) und § 38 Abs. 1. S. 1 Bundesdatenschutzgesetz (BDSG) schriftlich bestellt, weil im Unternehmen personenbezogene Daten besonderer Kategorien gemäß Art. 9 Abs. 1 DSGVO als Kerntätigkeit automatisiert und in umfangreicher Weise verarbeitet werden und damit mindestens zehn Personen nicht nur vorübergehend beschäftigt sind. Der Datenschutzbeauftragte ist dabei der Geschäftsleitung unmittelbar unterstellt. Der Datenschutzbeauftragte hat die Mitarbeiter*innen gemäß Art. 39 Abs. 1 lit. a) DSGVO mit ihren Pflichten nach der DSGVO, dem BDSG sowie sonstigen Datenschutzvorschriften und mit den innerbetrieblichen Regelungen, die sich aus dem Gesetz ergeben, vertraut gemacht. Die Janitos führte in den letzten Jahren Mitarbeiterschulungen durch und erfüllte somit diese gesetzliche Verpflichtung.

Zusammenfassende Darstellung

Die Risikosteuerung erfolgt anhand quantitativer und qualitativer Analysen. Die zuvor beschriebenen Kontrollmechanismen, Instrumente und Analyseverfahren stellen ein wirksames Risikomanagement sicher. Dadurch schaffen wir ein im Zeitablauf angemessenes und stabiles Risikoprofil.

Die aufsichtsrechtlichen Solvabilitätsanforderungen des Versicherungsaufsichtsgesetzes (VAG) werden von der Janitos Versicherung AG erfüllt. Die vorhandenen Eigenmittel übersteigen die Solvabilitätsanforderungen. Eine detaillierte Beschreibung der Anforderungen sowie deren Erfüllung durch die Janitos finden sich im Solvabilitäts- und Finanzbericht (SFCR - Solvency and Financial Condition Report), der ebenfalls auf der Janitos-Homepage (www.janitos.de) veröffentlicht wird.

Nach unseren Erkenntnissen gewährleistet die Risikolage der Janitos zum Zeitpunkt der Bilanzaufstellung die Erfüllung der übernommenen Leistungsverpflichtungen aus Versicherungsverträgen.

Digitalisierung hilft uns, smartere Produkte einfacher zu verkaufen.

Die stetige Verbesserung von Servicequalität, Wirtschaftlichkeit und Erhöhung des Digitalisierungsgrades ist eine der Grundlagen für unser Wachstum.

Prognosebericht

Entwicklung in der Schaden-/ Unfallversicherung

Die Geschäftsentwicklung der Schaden- und Unfallversicherung wird auch 2025 von der aktuellen geopolitischen und wirtschaftlichen Lage der privaten Haushalte beeinflusst. Im kommenden Jahr bleiben Anpassungen an die hohen Teuerungsraten der letzten Jahre ein zentraler Faktor der Beitragseinnahmen. Die private Sachversicherung wird hierbei weiterhin durch einen intensiven Preiswettbewerb, hohe Marktsättigung, fortschreitende Digitalisierung sowie weiter zunehmende regulatorische Anforderungen gekennzeichnet. Auch die nachhaltige Ausrichtung der Versicherungsunternehmen sowie deren Beitrag zur Erreichung der Klimaziele gewinnen laufend an Bedeutung und nehmen zunehmend Einfluss auf die Ausgestaltung der Kapitalanlage, die Gestaltung von Geschäftsprozessen sowie die Ausgestaltung von Produkten und die Schadenregulierung. Da die Schaden- und Unfallversicherung unverzichtbar für die Abdeckung vieler privater, gewerblicher und industrieller Risiken ist, erachten wir die Geschäftsaussichten für die Branche optimistisch mit einem Beitragswachstum.

Ausblick

Die Janitos hat sich für das Jahr 2025 vorgenommen, wieder Geschäftswachstum zu erreichen und gleichzeitig den eingeschlagenen Kurs der Verbesserung von Servicequalität, Wirtschaftlichkeit und Erhöhung des Digitalisierungsgrades zu verfolgen.

Wir erwarten, dass es 2025 zu einer Steigerung des Neugeschäfts kommt und dies zu einer Steigerung der gebuchten Bruttobeiträge in allen Sparten im Vergleich zum Vorjahr führt. In Kfz wird wieder mit steigenden Beiträgen gerechnet. Bei Ausbleiben außergewöhnlicher Geschäftsjahresschadenereignisse und der Häufung von Großschäden sollte eine im Vorjahresvergleich niedrige Schadenquote möglich sein. Darüber hinaus setzen wir unsere Bemühungen weiter fort, den Kostenanstieg gering zu halten und die Kostenquote durch stärker steigende Bruttobeiträge zu senken. Aus den nichtversicherungstechnischen Geschäftsbereichen erwarten wir insgesamt einen steigenden Erfolgsbeitrag. Gesamthaft besteht daher die Erwartung, 2025 wieder einen Jahresgewinn in ähnlicher Höhe zu erreichen.

Vorbehalt

Die in diesem Geschäftsbericht enthaltenen Prognosen und Einschätzungen basieren auf unseren jetzigen Erkenntnissen. Das aktuelle geopolitische und wirtschaftliche Umfeld erhöht hierbei die generell gegebene Prognoseunsicherheit. Hieraus ergeben sich weitere Herausforderungen für die Abschätzung der Veränderungen für das Privat- und Wirtschaftsleben. Daher sind Abweichungen nicht auszuschließen.

Jahresbilanz zum 31. Dezember 2024

Aktivseite

in EUR
2024 2023
A. Immaterielle Vermögensgegenstände
I. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.091.752,56 807.591,31
II. Geleistete Anzahlungen 200.322,14 562.955,04
1.292.074,70 1.370.546,35
B. Kapitalanlagen
I. Sonstige Kapitalanlagen
1. Aktien, Anteile oder Aktien an Investmentvermögen und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 71.913.534,89 70.783.594,26
2. Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 92.646.803,94 96.374.674,47
3. Sonstige Ausleihungen
a) Namensschuldverschreibungen 4.245.203,71 4.358.961,61
b) Schuldscheinforderungen und Darlehen 16.435.077,40 16.776.326,81
20.680.281,11 21.135.288,42
4. Einlagen bei Kreditinstituten 1.900.000,00 200.000,00
187.140.619,94 188.493.557,15
C. Forderungen
I. Forderungen aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft an:
1. Versicherungsnehmer 2.006.701,33 1.957.491,14
2. Versicherungsvermittler 119.368,31 119.398,96
2.126.069,64 2.076.890,10
II. Abrechnungsforderungen aus dem Rückversicherungsgeschäft 11.259.091,41 7.019.405,37
davon an verbundene Unternehmen: 8.672.422,99 EUR (Vj.: 5.511.130,06 EUR)
III. Sonstige Forderungen 2.824.761,63 2.212.378,19
davon aus Steuern: 891.560,28 EUR (Vj.: 244.166,17 EUR) 16.209.922,68 11.308.673,66
davon an verbundene Unternehmen: 144.692,17 EUR (Vj.: 2.619,07 EUR)
D. Sonstige Vermögensgegenstände
I. Sachanlagen und Vorräte 752.940,93 853.636,07
II. Laufende Guthaben bei Kreditinstituten, Schecks und Kassenbestand 4.335.693,61 2.470.962,07
5.088.634,54 3.324.598,14
E. Rechnungsabgrenzungsposten
I. Abgegrenzte Zinsen und Mieten 747.906,55 794.873,41
II. Sonstige Rechnungsabgrenzungsposten 279.369,04 262.279,75
1.027.275,59 1.057.153,16
Summe der Aktiva 210.758.527,45 205.554.528,46

Passivseite

in EUR
2024 2023
A. Eigenkapital
I. Eingefordertes Kapital
Gezeichnetes Kapital 24.500.000,00 24.500.000,00
abzüglich nicht eingeforderter ausstehender Einlagen -6.000.000,00 -6.000.000,00
18.500.000,00 18.500.000,00
II. Kapitalrücklage 2.088.392,40 2.088.392,40
III. Gewinnrücklagen:
1. gesetzliche Rücklage 591.396,81 591.396,81
591.396,81 591.396,81
IV. Bilanzgewinn/-verlust, 2.188.581,15 1.695.666,40
davon Verlustvortrag: 1.695.666,40 EUR (Vj.: -1.502.589,45 EUR) 23.368.370,36 22.875.455,61
B. Nachrangige Verbindlichkeiten 2.500.000,00 2.500.000,00
C. Versicherungstechnische Rückstellungen
I. Beitragsüberträge
1. Bruttobetrag 14.695.196,00 14.799.100,00
2. davon ab: Anteil für das in Rückdeckung gegebene Versicherungsgeschäft -1.327.620,48 -1.344.918,35
13.367.575,52 13.454.181,65
II. Deckungsrückstellung
1. Bruttobetrag 14.074.342,47 13.687.790,47
2. davon ab: Anteil für das in Rückdeckung gegebene Versicherungsgeschäft -14.074.342,47 -13.687.790,47
0,00 0,00
III. Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle
1. Bruttobetrag 214.282.991,67 215.475.730,85
2. davon ab: Anteil für das in Rückdeckung gegebene Versicherungsgeschäft -92.364.528,77 -98.434.661,00
121.918.462,90 117.041.069,85
IV. Schwankungsrückstellung und ähnliche Rückstellungen 23.992.295,00 25.091.748,00
V. Sonstige versicherungstechnische Rückstellungen
1. Bruttobetrag 397.000,00 461.988,00
2. davon ab: Anteil für das in Rückdeckung gegebene Versicherungsgeschäft 476.313,92 504.700,30
873.313,92 966.688,30
160.151.647,34 156.553.687,80
D. Andere Rückstellungen
I. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 4.764.096,00 4.945.156,00
II. Steuerrückstellungen 3.481.598,72 2.155.403,00
III. Sonstige Rückstellungen 5.981.217,47 6.481.587,47
14.226.912,19 13.582.146,47
E. Depotverbindlichkeiten aus dem in Rückdeckung gegebenen Versicherungsgeschäft 65.878,44 69.285,11
F. Andere Verbindlichkeiten
I. Verbindlichkeiten aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft gegenüber
1. Versicherungsnehmer 3.269.719,33 3.653.575,18
2. Versicherungsvermittler 934.025,53 1.047.580,96
davon gegenüber verbundenen Unternehmen: 0,00 EUR (Vj.: 0,00 EUR) 4.203.744,86 4.701.156,14
II. Abrechnungsverbindlichkeiten aus dem Rückversicherungsgeschäft 664.147,63 835.370,36
davon gegenüber verbundenen Unternehmen: 0,00 EUR (Vj.: 0,00 EUR)
III. Sonstige Verbindlichkeiten 5.577.826,63 4.437.426,97
davon gegenüber verbundenen Unternehmen: 1.165.935,98 EUR (Vj.: 907.493,25 EUR) 10.445.719,12 9.973.953,47
davon aus Steuern: 1.072.566,04 EUR (Vj.: 1.101.268,01 EUR)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: 0,00 EUR (Vj.: 0,00 EUR)
Summe der Passiva 210.758.527,45 205.554.528,46

Es wird bestätigt, dass die in der Bilanz unter C.III. der Passiva eingestellte Rentendeckungsrückstellung für Schadenfälle unter Beachtung von § 341f und § 341g HGB sowie unter Beachtung der auf Grund des § 88 Abs. 3 VAG erlassenen Rechtsverordnung berechnet worden ist.

 

Köln, den 24. Februar 2025

Dr. Matthias Land

Verantwortlicher Aktuar

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2024

Versicherungstechnische Rechnung in EUR
2024 2023
1. Verdiente Beiträge für eigene Rechnung
a) Gebuchte Bruttobeiträge 127.169.056,57 139.706.057,42
b) Abgegebene Rückversicherungsbeiträge -44.523.142,90 -56.809.454,28
82.645.913,67 82.896.603,14
c) Veränderung der Bruttobeitragsüberträge 103.904,00 -1.102.362,00
d) Veränderung des Anteils der Rückversicherer an den Bruttobeitragsüberträgen -17.297,87 4.858,74
86.606,13 -1.097.503,26
82.732.519,80 81.799.099,88
2. Technischer Zinsertrag für eigene Rechnung 311.983,38 296.279,36
3. Sonstige versicherungstechnische Erträge für eigene Rechnung 27.882,15 33.009,69
4. Aufwendungen für Versicherungsfälle für eigene Rechnung
a) Zahlungen für Versicherungsfälle
aa) Bruttobetrag -85.198.707,22 -86.681.996,84
bb) Anteil der Rückversicherer 43.019.071,62 51.956.896,95
-42.179.635,60 -34.725.099,89
b) Veränderung der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle
aa) Bruttobetrag 4.531.717,18 -2.795.671,73
bb) Anteil der Rückversicherer -8.950.461,63 862.279,55
-4.418.744,45 -1.933.392,18
-46.598.380,05 -36.658.492,07
5. Veränderung der übrigen versicherungstechnischen Netto-Rückstellungen
a) Sonstige versicherungstechnische Netto-Rückstellungen 93.374,38 -179.930,74
93.374,38 -179.930,74
6. Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb für eigene Rechnung
a) Bruttoaufwendungen für den Versicherungsbetrieb -42.152.255,00 -43.123.683,74
b) davon ab: erhaltene Provisionen und Gewinnbeteiligungen aus dem in Rückdeckung gegebenen Versicherungsgeschäft 9.101.892,06 10.929.569,10
-33.050.362,94 -32.194.114,64
7. Sonstige versicherungstechnische Aufwendungen für eigene Rechnung -630.378,80 -655.684,52
8. Zwischensumme 2.886.637,92 12.440.166,96
9. Veränderung der Schwankungsrückstellung und ähnlicher Rückstellungen 1.099.453,00 -6.843.260,00
10. Versicherungstechnisches Ergebnis für eigene Rechnung 3.986.090,92 5.596.906,96
Nichtversicherungstechnische Rechnung in EUR
2024 2023
1. Erträge aus Kapitalanlagen:
a) Erträge aus anderen Kapitalanlagen 2.012.938,83 1.114.035,48
b) Gewinne aus dem Abgang von Kapitalanlagen 5.747,32 28.500,00
2.018.686,15 1.142.535,48
2. Aufwendungen für Kapitalanlagen
a) Aufwendungen für die Verwaltung von Kapitalanlagen Zinsaufwendungen und sonstige Aufwendungen für die Kapitalanlagen -212.944,77 -200.888,64
-212.944,77 -200.888,64
1.805.741,38 941.646,84
3. Technischer Zinsertrag -311.983,38 -296.279,36
4. Sonstige Erträge 4.284.639,23 4.170.804,20
5. Sonstige Aufwendungen -7.534.612,77 -6.427.568,28
-3.249.973,54 -2.256.764,08
6. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 2.229.875,38 3.985.510,36
7. Außerordentliche Aufwendungen -40.009,00 -40.009,00
8. Außerordentliches Ergebnis -40.009,00 -40.009,00
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -1.981.074,49 -745.495,33
10. Sonstige Steuern 284.122,86 -1.750,18
-1.696.951,63 -747.245,51
11. Jahresüberschuss 492.914,75 3.198.255,85
12. Verlustvortrag aus dem Vorjahr 1.695.666,40 -1.502.589,45
13. Bilanzverlust 2.188.581,15 1.695.666,40

Anhang

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Allgemeines

Der Jahresabschluss ist nach den für Versicherungsunternehmen geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB), des Aktiengesetzes (AktG), des Versicherungsaufsichtsgesetzes (VAG) und der Verordnung über die Rechnungslegung von Versicherungsunternehmen (RechVersV) aufgestellt.

Immaterielle Vermögensgegenstände

Von der Aktivierung selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wurde abgesehen. Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer von 3 bis 10 Jahren, bilanziert.

Kapitalanlagen

Für Anteile oder Aktien an Investmentvermögen sowie Inhaberschuldverschreibungen, bei denen eine dauerhafte Halteabsicht besteht, wird von der Möglichkeit des § 341b Abs. 2 2. Halbsatz HGB - diese Anlagen wie Anlagevermögen zu bewerten und somit das gemilderte Niederstwertprinzip anzuwenden -grundsätzlich Gebrauch gemacht.

Die Bewertung der Anteile oder Aktien an Investmentvermögen, die wie Anlagevermögen bewertet werden, erfolgt zu Anschaffungskosten. Abschreibungen werden gemäß § 253 Abs. 3 HGB nur bei einer dauerhaften Wertminderung erfasst, hierfür erfolgt die Ermittlung des nachhaltig beizulegenden Werts mittels einer Fondsdurchschau. Zuschreibungen nach § 253 Abs. 5 HGB werden bis auf den beizulegenden Wert vorgenommen, wenn der Grund für die Wertminderung wieder entfallen ist. Die Zeitwertermittlung erfolgt anhand von Börsenkursen bzw. Rücknahmepreisen.

Die Bewertung der Inhaberschuldverschreibungen, die wie Anlagevermögen bewertet werden, erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten. Unterschiedsbeträge zwischen den Anschaffungskosten und dem Rückzahlungsbetrag dieser Papiere werden nach der Effektivzinsmethode amortisiert. Abschreibungen erfolgen gemäß § 253 Abs. 3 HGB nur bei einer dauerhaften Wertminderung. Zuschreibungen nach § 253 Abs. 5 HGB werden vorgenommen, wenn der Grund für die Wertminderung wieder entfallen ist. Die Zeitwertermittlung erfolgt anhand von Börsenkursen bzw. Rücknahmepreisen.

Namensschuldverschreibungen sowie Schuldscheinforderungen und Darlehen werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Unterschiedsbeträge zwischen den Anschaffungskosten und dem Rückzahlungsbetrag dieser Papiere werden nach der Effektivzinsmethode amortisiert.

Namensschuldverschreibungen sowie Schuldscheinforderungen und Darlehen werden regelmäßig auf Werthaltigkeit geprüft. Bei einer voraussichtlich dauerhaften Wertminderung erfolgt eine Abschreibung auf den beizulegenden Wert, bei Wegfall der Gründe für die Wertminderung eine Zuschreibung bis maximal zu den fortgeführten Anschaffungskosten.

Für die Zeitwertermittlung sämtlicher standardmäßiger Namensschuldverschreibungen sowie Schuldscheinforderungen und Darlehen wird eine Mark-to-model-Bewertung herangezogen. Hierbei werden alle relevanten Papiere mit der zugehörigen währungs- und stichtagsbezogenen Swapkurve zuzüglich eines wertpapierindividuellen Spreads bewertet. Papiere, die nicht standardgemäß einer der vordefinierten Gruppen zugeordnet werden können, wie z. B. Namensgenussscheine, werden einer gesonderten individuellen Mark-to-model-Bewertung unterzogen.

Einlagen bei Kreditinstituten werden mit dem Nennwert bilanziert.

Forderungen aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft

Forderungen aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft gegenüber Versicherungsnehmern und Versicherungsvermittlern werden mit dem Nennwert abzüglich angemessener Pauschalwertberichtigungen angesetzt.

Sachanlagen und Vorräte

Die Betriebs- und Geschäftsausstattung wird zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer von 2 bis 15 Jahren, bilanziert. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit einem Anschaffungswert bis 250 Euro (Vorjahr bis 250 EUR) werden direkt abgeschrieben. Vorräte wurden zu Anschaffungskosten vermindert um Abschreibungen angesetzt.

Andere Aktiva

Die übrigen, nicht einzeln erwähnten Aktivposten sind grundsätzlich mit dem Nennwert angesetzt.

Versicherungstechnische Rückstellungen

Bei der Ermittlung der versicherungstechnischen Rückstellungen werden die Bestimmungen der §§ 341e bis 341h HGB berücksichtigt.

Die Bruttobeitragsüberträge sind nach dem 360stel-System errechnet. Die von den Beitragsüberträgen abzusetzenden äußeren Kosten errechneten sich gemäß dem Schreiben des Bundesfinanzministeriums vom 30. April 1974. Der Ermittlung der Anteile der Rückversicherer liegen die Übertragssätze des Brutto-Geschäfts zugrunde, abgezogen werden 92,5 % der anteiligen Rückversicherungsprovision.

Die Deckungsrückstellung für das Produkt Multirente ist gemäß § 341 f HGB mit einem Zinssatz von 1,25 % und einem zugrunde gelegten Storno von 3,0 % berechnet. Zurückgestellt sind Beitragsteile, bei denen für die gleichbleibenden Prämienraten über die Laufzeit des Vertrages ein wachsendes biometrisches Risiko zu erwarten ist.

Die Rentendeckungsrückstellung wird unter Beachtung der einschlägigen gesetzlichen Vorschriften, insbesondere der Verordnung über die Rechnungslegung von Versicherungsunternehmen und den Sterbetafeln DAV 2006 HUR, ermittelt. Sie ist vom verantwortlichen Aktuar unter der Bilanz testiert worden. Die Rentendeckungsrückstellungen werden einzelvertraglich nach der prospektiven Methode und unter Berücksichtigung künftiger Kosten berechnet. Es wird ein Rechnungszins von 0,9 % verwendet.

In den Rückstellungen für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle ist die Rückstellung für Entschädigungen (außer Renten) nach dem voraussichtlichen Bedarf je Schaden einzeln ermittelt und bewertet. Die Berechnung der Rückstellungen für unbekannte Spätschäden erfolgt nach der Bestimmung des § 341g Abs. 2 HGB pauschal. Sie basiert auf Erfahrungswerten der Vorjahre und berücksichtigt die individuellen Bedürfnisse einzelner Versicherungszweige und -arten.

Rückstellungen für Schadenregulierungsaufwendungen sind auf Basis des Schreibens des Bundesfinanzministeriums vom 2. Februar 1973 berechnet.

Die Rückstellung zum Ausgleich des schwankenden Schadenbedarfs (Schwankungsrückstellung) ist auf der Grundlage von § 29 RechVersV und der Anlage zu § 29 Rech-VersV berechnet.

Die sonstigen versicherungstechnischen Rückstellungen beinhalten die Stornorückstellungen nach § 31 Abs. 1 Nr. 1 RechVersV, die den Fortfall oder die Verminderung des technischen Risikos aufgrund des Todes des Versicherungsnehmers oder aufgrund der Kündigung berücksichtigen. Zur Berechnung der Stornorückstellung wurden die Rückzahlungen aus Prämienstornierungen aus dem Vorjahr je Sparte berechnet und die entsprechenden Rückzahlungssätze auf die Prämien des Geschäftsjahres angewendet. Die Rückstellung für Verkehrsopferhilfe wird auf Grundlage der Meldung des Vereins Verkehrsopferhilfe e. V. gebildet.

Die Rückversicherungsanteile an den versicherungstechnischen Passiva wurden entsprechend den vertraglichen Vereinbarungen errechnet.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Für nicht versicherungsgebundene Zusagen erfolgte die Berechnung der Rückstellungen für Pensionen nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) auf der Grundlage der Richttafeln 2018 G von der Heubeck-Richttafeln-GmbH. Die Abzinsung erfolgte gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung mit einem durchschnittlichen Zinssatz der letzten zehn Jahre bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren. Der Unterschiedsbetrag zwischen einer Bewertung mit einem durchschnittlichen Zinssatz der letzten zehn Jahre und der letzten sieben Jahre ist im Anhang in den Erläuterungen zu den "Anderen Rückstellungen" angegeben. Die Ergebnisauswirkungen aus der Veränderung des Rechnungszinssatzes werden im Zinsergebnis ausgewiesen.

Bei der Ermittlung der Pensionsverpflichtungen zum Bilanzstichtag wurden folgende versicherungsmathematische Parameter verwendet:

Rechnungszins 1,90 %
Gehaltstrend 2,30 %
Rententrend 2,20 %
Fluktuation bis Alter 35 6,00 %
bis Alter 45 3,00 %
bis Alter 60 1,00 %

Der Anpassungsstau, der sich aus den Vorschriften des BetrAVG ergibt, wurde mit einem Aufschlag in dem angesetzten Rententrend berücksichtigt, der mit dem durchschnittlichen Verbraucherpreisindex der letzten 25 Jahre angesetzt wird. Die Höhe des Aufschlags wurde mittels einer Äquivalenzbarwertberechnung ermittelt und beträgt 0,36 Prozentpunkte.

Von der Möglichkeit gemäß Art. 67 Abs. 1 EGHGB, die sich aus dem Übergang auf die Bewertung nach dem BilMoG ergebende Zuführung bis spätestens zum 31. Dezember 2024 in jedem Geschäftsjahr zu mindestens einem Fünfzehntel anzusammeln, wurde Gebrauch gemacht.

Steuerrückstellung und sonstige Rückstellungen

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt.

Andere Passiva

Depotverbindlichkeiten aus dem in Rückdeckung gegebenen Geschäft und die anderen Verbindlichkeiten wurden nach § 253 Abs. 1 HGB mit den Erfüllungsbeträgen angesetzt.

Erläuterungen zur Jahresbilanz

Aktivposten

Entwicklung der Aktivposten A und B

Bilanzwerte Vorjahr Zugänge Umbuchungen Abgänge
A. Immaterielle Vermögensgegenstände
I. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 807.591,31 600.002,94 0,00 125.445,31
II. Geleistete Anzahlungen 562.955,04 436.253,75 -798.886,65 0,00
Summe A. 1.370.546,35 1.036.256,69 -798.886,65 125.445,31
B. Kapitalanlagen
I. Kapitalanlagen in verbundenen Unternehmen und Beteiligungen
1. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe B. I 0,00 0,00 0,00 0,00
II. Sonstige Kapitalanlagen
1. Aktien, Anteile oder Aktien an Investmentvermögen und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 70.783.594,26 1.129.940,63 0,00 0,00
2. Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 96.374.674,47 695.891,72 0,00 4.423.762,25
3. Sonstige Ausleihungen
a) Namenschuldverschreibungen 4.358.961,61 0,00 0,00 113.757,90
b) Schuldscheinforderungen 16.776.326,81 0,00 0,00 341.249,41
4. Einlagen bei Kreditinstituten 200.000,00 1.700.000,00 0,00 0,00
Summe B II. 188.493.557,15 3.525.832,35 0,00 4.878.769,56
Insgesamt 189.864.103,50 3.432.148,41 -798.886,65 5.004.214,87
Zuschreibungen Abschreibungen
A. Immaterielle Vermögensgegenstände
I. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 190.396,38
II. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00
Summe A. 0,00 190.396,38
B. Kapitalanlagen
I. Kapitalanlagen in verbundenen Unternehmen und Beteiligungen
1. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00
Summe B. I 0,00 0,00
II. Sonstige Kapitalanlagen
1. Aktien, Anteile oder Aktien an Investmentvermögen und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 0,00 0,00
2. Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 0,00 0,00
3. Sonstige Ausleihungen
a) Namenschuldverschreibungen 0,00 0,00
b) Schuldscheinforderungen 0,00 0,00
4. Einlagen bei Kreditinstituten 0,00 0,00
Summe B II. 0,00 0,00
Insgesamt 0,00 190.396,38
in EUR
Bilanzwerte Geschäftsjahr
A. Immaterielle Vermögensgegenstände
I. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.091.752,56
II. Geleistete Anzahlungen 200.322,14
Summe A. 1.292.074,70
B. Kapitalanlagen
I. Kapitalanlagen in verbundenen Unternehmen und Beteiligungen
1. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00
Summe B. I 0,00
II. Sonstige Kapitalanlagen
1. Aktien, Anteile oder Aktien an Investmentvermögen und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 71.913.534,89
2. Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 92.646.803,94
3. Sonstige Ausleihungen
a) Namenschuldverschreibungen 4.245.203,71
b) Schuldscheinforderungen 16.435.077,40
4. Einlagen bei Kreditinstituten 1.900.000,00
Summe B II. 187.140.619,94
Insgesamt 188.432.694,64

Immaterielle Vermögensgegenstände

Die immateriellen Vermögensgegenstände von TEUR 1.292 beinhalten geleistete Anzahlungen von Produktflexibilisierung (die Rechenkerne der einzelnen Sparten / Produkte werden neu programmiert) und betragen TEUR 200.

Gegenüberstellung der Buch- und Zeitwerte der Kapitalanlagen

in EUR
Buchwerte Zeitwerte Bewertungsreserve
B.II. Sonstige Kapitalanlagen
1. Aktien, Anteile oder Aktien an Investmentvermögen und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 71.913.534,89 70.745.752,11 -1.167.782,78
2. Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 92.646.803,94 86.166.973,50 -6.479.830,44
3. Sonstige Ausleihungen
a) Namensschuldverschreibungen 4.245.203,71 4.101.797,48 -143.406,23
b) Schuldscheinforderungen 16.435.077,40 15.285.457,95 -1.149.619,45
4. Einlagen bei Kreditinstituten 1.900.000,00 1.900.000,00 0,00
Insgesamt 187.140.619,94 178.199.981,04 -8.940.638,90

In dem unter B. II. 1. und 2. angegebenen Posten sind Anteile oder Aktien an Investmentvermögen sowie Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinslichen Wertpapiere im Buchwert von TEUR 164.560 enthalten, die nach § 341b Abs. 2 HGB wie Anlagevermögen bilanziert werden. Der Zeitwert dieser Anlagen beträgt TEUR 156.913. Die stillen Lasten betragen TEUR 7.648.

Zur Ermittlung der Zeitwerte verweisen wir auf unsere Aussagen in den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden.

Angaben zu Finanzanlagen mit einem Buchwert oberhalb des Zeitwertes

in
EUR
Buchwert Zeitwert
B. II. 1. Anteile oder Aktien an Investmentvermögen gemischter Natur 71.913.534,89 70.745.752,11
B. II. 2. Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 92.646.803,94 86.166.973,50
B. II. 3. a) Namensschuldverschreibungen 4.245.203,71 4.101.797,48
B. II. 3. b) Schuldscheinforderungen und Darlehen 16.435.077,40 15.285.457,95

Bei Anteilen oder Aktien an Investmentvermögen gemischter Natur, Inhaberschuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapieren, Namensschuldverschreibungen sowie Schuldscheinforderungen und Darlehen wurde auf eine Abschreibung verzichtet, da es sich hierbei um temporäre Wertschwankungen aus Zinsbewegungen oder Kreditrisiko-Preisänderungen handelt.

Angaben zu Investmentvermögen mit einem Anteilsbesitz von mehr als 10 %

in EUR
Art des Fonds / Anlageziel Buchwert Zeitwert Differenz Ausschüttung Mögliche Rückgabe
Sonstige 71.913.534,89 70.745.752,11 -1.167.782,78 1.130.000,05 börsentägl.

Die Bewertung der sonstigen Fonds erfolgt gemäß § 341b Abs. 2 HGB zum gemilderten Niederstwertprinzip.

Forderungen aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft

Die Forderungen aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft setzen sich wie folgt zusammen:

in EUR
2024 2023
Forderungen an Versicherungsnehmer 2.219.459,05 2.140.618,69
Pauschalwertberichtigung -212.757,72 -183.127,55
2.006.701,33 1.957.491,14
Forderungen an Versicherungsvermittler 119.368,31 119.398,96
Gesamt 2.126.069,64 2.076.890,10

Dem Ausfallrisiko aus Forderungen gegenüber Versicherungsnehmern wurde durch eine Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen, wobei die Restlaufzeit dieser Forderungen bis zu einem Jahr beträgt.

Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten

Im aktiven Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von insgesamt TEUR 1.027 (Vorjahr TEUR 1.057) sind Wartungspauschalen für Lizenzen und für sonstige Kosten in Höhe von TEUR 279 (Vorjahr TEUR 262) enthalten. TEUR 748 (Vorjahr TEUR 795) betreffen abgegrenzte Zinsen und Mieten.

Passivposten

Eigenkapital

in EUR
2024 2023
I. Eingefordertes Kapital
Gezeichnetes Kapital 24.500.000,00 24.500.000,00
abzüglich nicht eingeforderter ausstehender Einlagen -6.000.000,00 -6.000.000,00
Das gezeichnete Kapital in Höhe von EUR 24.500.000,00 ist zu 75 % eingezahlt und in 17.500.000 Stammaktien und 7.000.000 Vorzugsaktien eingeteilt.
Summe 18.500.000,00 18.500.000,00
II. Kapitalrücklage 2.088.392,40 2.088.392,40
III. Gewinnrücklagen
1. Gesetzliche Rücklage 591.396,81 591.396,81
Summe 591.396,81 591.396,81
IV. Bilanzverlust 2.188.581,15 1.695.666,40
Gesamt 23.368.370,36 22.875.455,61

Die Gothaer Allgemeine Versicherung AG hält 100 % der Anteile an unserem Unternehmen und hat uns die entsprechende Mitteilung nach § 20 Abs. 4 AktG gemacht.

Versicherungstechnische Brutto-Rückstellungen insgesamt

in EUR
2024 2023
Kranken 3.168.625,39 2.939.056,28
Unfall 165.214.228,53 153.487.511,13
Haftpflicht 26.888.331,23 24.860.371,60
Kraftfahrzeug- Haftpflicht 37.391.423,33 46.089.845,22
Sonstige Kraftfahrt 5.965.977,72 11.722.254,04
Verbundene Hausrat 13.388.531,44 14.914.933,47
Verbundene Gebäude 14.401.561,86 14.610.600,74
Sonstige Sach 1.023.145,64 891.784,84
Gesamt 267.441.825,14 269.516.357,32

Davon Brutto-Rückstellungen für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle

in EUR
2024 2023
Kranken 2.827.286,39 2.613.677,28
Unfall 139.316.027,06 127.701.248,66
Haftpflicht 20.273.820,23 17.946.487,60
Kraftfahrzeug- Haftpflicht 34.552.986,33 42.239.735,22
Sonstige Kraftfahrt 5.298.892,72 10.887.116,04
Verbundene Hausrat 4.667.915,44 6.397.290,47
Verbundene Gebäude 6.776.519,86 7.265.979,74
Sonstige Sach 569.543,64 424.195,84
Gesamt 214.282.991,67 215.475.730,85

Davon Schwankungsrückstellung und ähnliche Rückstellungen

in EUR
2024 2023
Unfall 5.295.827,00 5.719.510,00
Haftpflicht 3.789.278,00 3.958.287,00
Kraftfahrzeug- Haftpflicht 2.706.209,00 3.826.353,00
Sonstige Kraftfahrt 607.826,00 729.696,00
Verbundene Hausrat 5.988.297,00 5.762.518,00
Verbundene Gebäude 5.461.122,00 4.994.837,00
Sonstige Sach 143.736,00 100.547,00
Gesamt 23.992.295,00 25.091.748,00

Andere Rückstellungen

in EUR
2024 2023
III. Sonstige Rückstellungen für:
Zeitguthaben 90.756,50 78.552,93
Urlaubsansprüche 49.877,96 91.069,00
Mitarbeitervergütung, Tantiemen, Boni 1.054.292,00 1.454.924,60
Schwerbehindertenausgleichsabgabe 6.500,00 6.000,00
Jahresabschlussaufwendungen 184.500,00 177.000,00
Ausstehende Rechnungen 3.102.227,09 2.715.161,84
Makler 1.356.853,92 1.350.000,00
Übrige 136.210,00 733.724,85
Gesamt 5.981.217,47 6.606.433,22

Der Unterschiedsbetrag aus der Bewertung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen beträgt TEUR -43 (Vorjahr TEUR 63).

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Gebuchte Bruttobeiträge

in EUR
2024 2023
Kranken 12.155.253,65 11.299.423,56
Unfall 47.073.602,60 45.951.946,86
Haftpflicht 13.096.798,63 13.389.705,55
Kraftfahrzeug- Haftpflicht 16.559.078,78 22.912.252,80
Sonstige Kraftfahrt 13.743.587,88 21.591.684,29
Beistandsleistung 337.568,86 836.985,18
Verbundene Hausrat 13.006.795,90 13.006.608,30
Verbundene Gebäude 9.637.841,79 9.468.510,62
Sonstige Sach 1.558.528,48 1.248.940,26
Gesamt 127.169.056,57 139.706.057,42

Verdiente Bruttobeiträge

in EUR
2024 2023
Kranken 12.138.293,65 11.279.842,56
Unfall 46.888.532,60 45.749.421,86
Haftpflicht 13.226.162,63 13.435.716,55
Kraftfahrzeug-Haftpflicht 16.558.619,78 22.915.705,80
Sonstige Kraftfahrt 13.743.770,88 21.592.370,29
Beistandsleistung 337.568,86 836.985,18
Verbundene Hausrat 12.998.601,90 12.884.176,30
Verbundene Gebäude 9.855.705,79 8.819.323,62
Sonstige Sach 1.525.704,48 1.090.153,26
Gesamt 127.272.960,57 138.603.695,42

Verdiente Nettobeiträge

in EUR
2024 2023
Kranken 12.024.644,26 11.166.563,80
Unfall 35.465.027,02 34.509.748,79
Haftpflicht 9.615.073,51 9.773.547,88
Kraftfahrzeug- Haftpflicht 1.541.208,71 2.144.455,84
Sonstige Kraftfahrt 990.455,09 2.046.943,43
Beistandsleistung 168.784,43 418.492,59
Verbundene Hausrat 12.286.205,74 12.384.520,84
Verbundene Gebäude 9.115.416,56 8.264.673,45
Sonstige Sach 1.525.704,48 1.090.153,26
Gesamt 82.732.519,80 81.799.099,88

Bruttoaufwendungen für Versicherungsfälle

in EUR
2024 2023
Kranken 8.258.276,51 6.543.614,14
Unfall 29.277.044,32 17.764.665,50
Haftpflicht 9.458.857,58 3.512.245,15
Kraftfahrzeug- Haftpflicht 10.476.751,21 22.326.426,75
Sonstige Kraftfahrt 12.029.106,61 27.612.572,60
Beistandsleistung 129.105,00 179.807,15
Verbundene Hausrat 4.298.142,79 4.790.601,21
Verbundene Gebäude 5.395.926,95 5.865.602,83
Sonstige Sach 1.343.779,07 882.133,24
Gesamt 80.666.990,04 89.477.668,57

Technischer Zinsertrag für eigene Rechnung

Im selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft wurde der technische Zinsertrag auf die Rentendeckungsrückstellung berechnet. Der Ertrag aus der Rentendeckungsrückstellung wurde mit 0,9 % aus dem arithmetischen Mittel des Anfangs- und Endbestandes der Rückstellung ermittelt.

Bruttoaufwendungen für den Versicherungsbetrieb

in EUR
2024 2023
Kranken 2.156.582,89 1.613.730,26
Unfall 17.821.366,76 17.187.457,72
Haftpflicht 6.306.538,58 6.399.326,85
Kraftfahrzeug-Haftpflicht 3.329.333,09 4.184.594,44
Sonstige Kraftfahrt 2.666.521,81 3.785.181,18
Beistandsleistung 236.331,20 385.069,19
Verbundene Hausrat 5.632.342,92 5.648.501,90
Verbundene Gebäude 3.271.420,49 3.309.222,17
Sonstige Sach 731.817,26 610.600,03
Gesamt 42.152.255,00 43.123.683,74

Von den Bruttoaufwendungen für den Versicherungsbetrieb entfallen TEUR 33.795 (Vorjahr TEUR 34.706) auf Abschlussaufwendungen und TEUR 8.357 (Vorjahr TEUR 8.418) auf Verwaltungsaufwendungen.

Rückversicherungssaldo
(- = zugunsten der Rückversicherer)

in EUR
2024 2023
Kranken -113.649,39 -113.278,76
Unfall 1.251.095,46 -1.808.962,26
Haftpflicht 2.011.332,46 -2.200.541,15
Kraftfahrzeug-Haftpflicht -3.141.092,65 3.202.703,66
Sonstige Kraftfahrt 155.965,71 8.543.720,00
Beistandsleistung -72.762,77 -374.625,46
Verbundene Hausrat -623.224,48 -445.189,43
Verbundene Gebäude -837.603,06 140.323,46
Gesamt -1.369.938,72 6.944.150,06

Versicherungstechnisches Ergebnis für eigene Rechnung

in EUR
2024 2023
Kranken 1.613.757,00 3.010.814,96
Unfall 1.535.607,61 3.882.458,85
Haftpflicht -353.518,84 1.374.252,26
Kraftfahrzeug- Haftpflicht 688.858,66 -907.921,08
Sonstige Kraftfahrt -500.712,75 -1.572.557,63
Beistandsleistung -100.630,11 -102.516,62
Verbundene Hausrat 1.908.399,20 1.432.952,75
Verbundene Gebäude -303.631,72 -925.034,11
Sonstige Sach -502.038,13 -595.542,42
Gesamt 3.986.090,92 5.596.906,96

Anzahl der mindestens einjährigen Versicherungsverträge für das selbst abgeschlossene Versicherungsgeschäft

in Stück
2024 2023
Kranken 39.154,00 36.279
Unfall 167.295,00 168.102
Haftpflicht 195.803,00 204.414
Kraftfahrzeug-Haftpflicht 63.943,00 92.953
Sonstige Kraftfahrt 53.355,00 82.004
Verbundene Hausrat 106.181,00 109.662
Verbundene Gebäude 17.195,00 20.468
Sonstige Sach 29.635 28.689
Gesamt 672.561 742.571

Die Verträge der Schutzbrief-Sparte sind in den Angaben zur Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung enthalten. In den Angaben zur "Sonstige Sach" sind die Sparten Glas-, Schlüsselverlust- und Fahrradversicherung enthalten.

Sonstige Erträge und sonstige Aufwendungen

Die wesentlichen Positionen der sonstigen Erträge und sonstigen Aufwendungen kommen aus Dienstleistungen. In den sonstigen Aufwendungen sind TEUR 230 (Vorjahr TEUR 231) aus der Aufzinsung der Rückstellungen und die Verzinsung des Nachrangdarlehens gegenüber der Gothaer Allgemeine TEUR 150 (Vorjahr TEUR 150) enthalten.

Außerordentliche Aufwendungen

Die außerordentlichen Aufwendungen enthalten die durch den Übergang auf die Bewertung nach BilMoG entstandenen Umbewertungsaufwendungen für Altersversorgungsverpflichtungen.

Sonstige Angaben

Provisionen und sonstige Bezüge der Versicherungsvertreter

in EUR
2024 2023
1. Provisionen jeglicher Art der Versicherungsvertreter im Sinne des § 92 HGB für das selbst abgeschlossene Versicherungsgeschäft 28.031.693,12 28.670.356,30
2. Sonstige Bezüge der Versicherungsvertreter 142,71 3.846,50
3. Löhne und Gehälter 11.453.185,24 11.549.317,78
4. Soziale Abgaben und Aufwendungen für Unterstützung 2.089.276,36 1.967.693,75
5. Aufwendungen für Altersversorgung 26.984,11 612.736,17
6. Aufwendungen insgesamt 41.601.281,54 42.803.950,50

Verbindlichkeiten

Der Gesamtbetrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren beträgt TEUR 2.500 (Vorjahr TEUR 2.500).

Mitglieder des Aufsichtsrates und des Vorstandes

Die Mitglieder des Aufsichtsrates und des Vorstandes sind zu Beginn dieses Berichts namentlich aufgeführt. Die Gesamtbezüge des Vorstandes betrugen EUR 647.929,07. Die Gesamtbezüge der ehemaligen Vorstandsmitglieder betrugen EUR 549.499,80. An den Aufsichtsrat und an ehemalige Mitglieder des Aufsichtsrats wurden keine Beträge gezahlt.

Vorschüsse und Kredite an die Mitglieder des Vorstandes und des Aufsichtsrats wurden im Geschäftsjahr 2024 nicht gewährt.

Für ausgeschiedene Vorstandsmitglieder wurden Pensionsrückstellungen in Höhe von TEUR 4.764 gebildet. Dabei wurde von der Möglichkeit, gemäß Art. 67 Abs. 1 EGHGB, die sich aus dem Übergang auf die Bewertung nach dem BilMoG ergebende Zuführung bis spätestens zum 31. Dezember 2024 in jedem Geschäftsjahr zu mindestens einem Fünfzehntel anzusammeln, Gebrauch gemacht. Rückstellungen in Höhe von TEUR 40 wurden daher zum Bilanzstichtag bilanziell nicht erfasst.

Gesamthonorar des Abschlussprüfers

Die folgenden Beträge wurden im Geschäftsjahr 2024 für Leistungen der Forvis Mazars GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Köln, aufwandswirksam erfasst:

in EUR
2024 2023
Abschlussprüfungsleistungen 109.990,00 85.000,00
Andere Bestätigungsleistungen 0,00 0,00
Steuerberatungsleistungen 0,00 0,00
Sonstige Leistungen 0,00 0,00
Gesamt 109.990,00 85.000,00

Zahl der beschäftigten Arbeitnehmer*innen

Im Geschäftsjahr waren bei der Janitos durchschnittlich 178 Mitarbeitende beschäftigt (Vorjahr 185). Hinzu kamen durchschnittlich 7 Auszubildende (Vorjahr 7).

Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Aufgrund unserer Mitgliedschaft im Verein Verkehrsopferhilfe e. V., Hamburg, sind wir verpflichtet, dem Verein die für die Durchführung des Vereinszwecks erforderlichen Mittel zur Verfügung zu stellen, und zwar entsprechend unserem Anteil an den Beitragseinnahmen, die die Mitgliederunternehmen aus dem selbst abgeschlossenen Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherungsgeschäft jeweils im vorletzten Kalenderjahr erzielt haben.

Zum Bilanzstichtag bestanden aus der Jahresbilanz nicht ersichtliche Haftungsverhältnisse für langfristige Miet- und Leasingverträge, teilweise mit verbundenen Unternehmen. Die jährliche Verpflichtung hieraus beträgt TEUR 4.998.

Mindestbesteuerung

Die BEPS-Pillar-2-Regelungen wurden Ende 2023 in deutsches Recht überführt (MinStG) und sind am 1. Januar 2024 in Kraft getreten. Der BarmeniaGothaer-Konzern fällt in den Anwendungsbereich dieser Regelungen. Die Janitos Versicherung AG ist Teil des BarmeniaGothaer-Konzerns.

Der BarmeniaGothaer-Konzern hat zum Abschlussstichtag eine Analyse durchgeführt, um die Betroffenheit und die Jurisdiktionen zu ermitteln, aus denen die Gruppe möglichen Auswirkungen im Zusammenhang mit einer Pillar-2-Mindeststeuer ausgesetzt ist. Dabei wurde zunächst geprüft, ob die CbCR-Safe-Harbour-Regelungen einschlägig sind. Alle Länder, in denen der BarmeniaGothaer-Konzern tätig ist, fallen unter die CbCR Safe Harbour Regelungen, somit fällt zum 31. Dezember 2024 keine Mindeststeuer an.

Die Janitos Versicherung AG wendet die Ausnahme gem. § 274 Abs. 3 HGB an, wonach keine aktiven und passiven latenten Steuern im Zusammenhang mit den Ertragsteuern der zweiten Säule ("BEPS Pillar 2") der OECD bilanziert und auch keine Angaben dazu geleistet werden.

Der BarmeniaGothaer-Konzern verfolgt aufmerksam den Fortschritt des Gesetzgebungsverfahrens in jedem Land, in dem der Konzern tätig ist.

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Zum 31. Dezember 2024 errechnet sich entsprechend § 274 Abs. 1 HGB eine künftige Steuerentlastung vornehmlich aus den niedrigeren Wertansätzen in der Steuerbilanz bei den Rückstellungen für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle und Pensionen. Die Bewertung der Steuerlatenzen erfolgt dabei mit einem Ertragsteuersatz (Körperschaftsteuer inkl. SolZ und Gewerbesteuer) von 29,83 %.

Der aktive Saldo der Steuerlatenzen wird in Ausübung des Wahlrechts für den Einzelabschluss der Janitos Versicherung AG gemäß § 274 Abs. 1 S. 2 HGB nicht aktiviert.

Vorgänge von besonderer Bedeutung

Vorgänge von besonderer Bedeutung sind nach Abschluss des Geschäftsjahres 2024 nicht eingetreten.

Konzernzugehörigkeit

Das Mutterunternehmen der Janitos ist die Gothaer Allgemeine Versicherung AG, Köln.

Der Jahresabschluss unseres Unternehmens wird in den Konzernabschluss der Barmenia.Gothaer Finanzholding AG, Köln einbezogen. Die Barmenia.Gothaer Finanzholding AG stellt den Konzernabschluss für den BarmeniaGothaer-Konzern auf, für den größten und den kleinsten Kreis der Unternehmen. Der Konzernabschluss wird im Unternehmensregister bekannt gemacht.

Mit Wirkung zum 01.01.2014 besteht ein Beherrschungsvertrag mit der Gothaer Allgemeine Versicherung AG, Köln.

 

Heidelberg, den 5. März 2025

Janitos Versicherung AG

Der Vorstand

Frank Bettermann

Emanuel Issagholian Hadani

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Janitos Versicherung Aktiengesellschaft, Heidelberg:

Vermerk über die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Janitos Versicherung Aktiengesellschaft, Heidelberg, -bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Janitos Versicherung AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Versicherungsunternehmen geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2024 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Art. 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Art. 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des Jahresabschlusses

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.

Im Folgenden stellen wir die aus unserer Sicht besonders wichtigen Prüfungssachverhalte dar:

Bewertung der in der Brutto-Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle enthaltenen Teilschadenrückstellungen für bekannte und unbekannte Versicherungsfälle.

Zugehörige Informationen im Abschluss

Im Anhang der Gesellschaft werden im Abschnitt "Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, Versicherungstechnische Rückstellungen" Angaben zur Bewertung der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle gemacht.

Sachverhalt und Risiko für die Prüfung

Im Jahresabschluss der Gesellschaft wird eine Brutto-Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle in Höhe von T€ 214.283 ausgewiesen. Die entspricht einem Anteil von 101.7 % an der Bilanzsumme. Hieraus ergibt sich ein wesentlicher Einfluss auf die Vermögenslage des Unternehmens.

Die Brutto-Schadenrückstellung teilt sich in verschiedene Teilschadenrückstellungen auf. Die Teilschadenrückstellungen für bekannte und unbekannte Versicherungsfälle betreffen den wesentlichen Teil der Brutto-Schadenrückstellung.

Bei den in den Teilschadenrückstellungen für bekannte und unbekannte Versicherungsfälle ausgewiesenen Verpflichtungen handelt es sich um zu schätzende Werte, deren Schätzung in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft liegt. Die bei der Ermittlung dieser Schätzungen angewendeten Verfahren, Annahmen und Parameter basieren sowohl auf vergangenen als auch auf künftig erwarteten Entwicklungen und beinhalten Ermessensentscheidungen und Unsicherheiten der gesetzlichen Vertreter bei der Bewertung von bekannten sowie bereits eingetretenen, aber erst in der Zukunft bekanntwerdenden Ereignissen. Bei geschätzten Werten besteht deshalb ein erhöhtes Risiko falscher Angaben in der Rechnungslegung.

Prüferisches Vorgehen und Erkenntnisse

Wir haben die von der Gesellschaft gebildeten Teilschadenrückstellungen für bekannte und unbekannte Versicherungsfälle wie folgt geprüft:

Zunächst haben wir uns ein Verständnis von den Prozessen zur Ermittlung der Brutto-Teilschadenrückstellungen für bekannte und unbekannte Versicherungsfälle verschafft. Ausgehend davon haben wir Aufbau- und Funktionsprüfungen hinsichtlich der wesentlichen in den Schadenregulierungsprozessen enthaltenen internen Kontrollen, die die Vollständigkeit und Richtigkeit der vorzunehmenden Reservierungshöhe sicherstellen sollen, durchgeführt.

Zur Prüfung der Bewertung der Teilschadenrückstellung für unbekannte Versicherungsfälle haben wir die Berechnung der Gesellschaft für bewusst risikoorientiert ausgewählte Versicherungszweige und -arten zur Ermittlung der unbekannten Spätschäden nachvollzogen. Dabei haben wir insbesondere die verwendeten Parameter auf der Grundlage historischer Erfahrungen und aktueller Entwicklungen gewürdigt. Hinsichtlich der bekannten, zum Bilanzstichtag noch nicht abgewickelten Schadenfälle haben wir anhand einer aussagebezogenen Prüfung einzelner Schadenfälle für eine risikoorientierte sowie eine zufallsbasierte Auswahl die Ordnungsmäßigkeit der Schadenaktenführung sowie die Angemessenheit der gebildeten Reserve geprüft. Dabei haben wir die jeweilige Schätzung der voraussichtlichen Schadenhöhe anhand der Aktenlage für verschiedene Versicherungszweige und -arten nachvollzogen.

Darüber hinaus haben wir die tatsächliche Entwicklung der im Vorjahr gebildeten Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle anhand der Abwicklungsergebnisse analysiert. Wir haben anhand von Kennzahlen- und Zeitreihenanalysen die Entwicklung der Schadenrückstellung plausibilisiert.

Außerdem haben wir eigene aktuarielle Reserveberechnungen für ausgewählte Segmente durchgeführt, die wir auf Basis von Risikoüberlegungen bewusst ausgewählt haben. Hierbei haben wir jeweils Schätzungen für den Gesamtschadenaufwand (brutto) ermittelt, um die Angemessenheit der gebuchten Schadenrückstellungen zu überprüfen und ein enthaltenes Sicherheitsniveau zu beurteilen.

Im Rahmen unserer Prüfung haben wir eigene Spezialisten mit Kenntnissen der Versicherungsmathematik eingesetzt.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter bzw. der Aufsichtsrat sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen den Bericht des Aufsichtsrats sowie die übrigen Teile des Geschäftsberichts mit Ausnahme des geprüften Jahresabschlusses, des geprüften Lageberichts sowie unseres Bestätigungsvermerks.

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zum Lagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Versicherungsunternehmen geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass eine aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, ist höher als das Risiko, dass eine aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

erlangen wir ein Verständnis von den für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollen und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit der internen Kontrollen der Gesellschaft bzw. dieser Vorkehrungen und Maßnahmen abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel in internen Kontrollen, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und, sofern einschlägig, die zur Beseitigung von Unabhängigkeitsgefährdungen vorgenommenen Handlungen oder ergriffenen Schutzmaßnahmen.

Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Jahresabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.

Sonstige gesetzliche und andere rechtliche Anforderungen

Übrige Angaben gemäß Artikel 10 EU-APRVO

Wir wurden in der Hauptversammlung am 11. April 2024 als Abschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 28. Oktober 2024 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind seit dem Geschäftsjahr 2024 als Abschlussprüfer der Janitos Versicherung Aktiengesellschaft tätig.

Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Art. 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen.

Verantwortlicher Wirtschaftsprüfer

Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Marcel Dahmen.

 

Köln, den 26. März 2025

Forvis Mazars GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Thomas Volkmer, Wirtschaftsprüfer

Marcel Dahmen, Wirtschaftsprüfer

Bericht des Aufsichtsrates

Während des Geschäftsjahres hat der Aufsichtsrat den Vorstand fortlaufend entsprechend der ihm nach Gesetz und Satzung zugewiesenen Aufgaben überwacht. Er wurde vom Vorstand über die Entwicklung und Lage des Unternehmens regelmäßig schriftlich und in zwei ordentlichen Sitzungen mündlich unterrichtet. Des Weiteren fand eine Weiterbildungsveranstaltung für die Aufsichtsräte mit den Themenschwerpunkten Rechnungslegung, Abschlussprüfung sowie versicherungsmathematische Kalkulation der pauschalen Spätschadenrücklage und der Umgang mit DORA statt.

Gegenstand der Berichterstattung waren regelmäßig die Prämien-, Schaden- und Kostenentwicklung der Gesellschaft mit den daraus resultierenden Konsequenzen für den Jahresabschluss. Des Weiteren informierte der Vorstand den Aufsichtsrat über die grundsätzlichen Fragen der Unternehmensplanung und der Risikosituation des Unternehmens.

Im Mittelpunkt der Berichterstattung des Vorstandes und der Beratung des Aufsichtsrates waren die Entwicklung im unterjährigen Neugeschäft sowie Maßnahmen zur Prozessoptimierung und Steigerung der Ertragskraft, vor allem im Segment Kfz. Daneben erörterte der Vorstand mit dem Aufsichtsrat die strategische Ausrichtung der Gesellschaft. Dabei berichtete der Vorstand insbesondere über die Weiterentwicklung der IT-Landschaft und über Maßnahmen zur Erfüllung der VAIT-Anforderungen sowie über die Erweiterung und Flexibilisierung des Produktangebotes.

Ferner beurteilten die Aufsichtsratsmitglieder entsprechend den Vorgaben der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ihre Kenntnisse in den Themenfeldern Kapitalanlage, Versicherungstechnik, Abschlussprüfung und Rechnungslegung im Wege einer Selbsteinschätzung. Diese bildet die Grundlage eines vom Aufsichtsrat im Jahresrhythmus aufzustellenden Entwicklungsplans, in dem die Themenfelder festgelegt werden, in denen das Gesamtgremium oder einzelne Aufsichtsratsmitglieder ihre Kenntnisse vertiefen wollen.

Der Information und Überwachung diente auch der Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats. Der Prüfungsausschuss tagte im abgelaufenen Geschäftsjahr zweimal. Im Rahmen seiner Zuständigkeit gem. § 107 Abs. 3 AktG hat der Prüfungsausschuss insbesondere den Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2024 sowie die Abschlussprüfung eingehend mit Vorstand und Abschlussprüfer erörtert. Der Prüfungsausschuss hat daraufhin dem Aufsichtsrat vorgeschlagen, den Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2024 gem. § 172 AktG festzustellen.

Die von der Prüfungsgesellschaft vorgenommenen Prüfungen haben ergeben, dass das Rechnungswesen, der Jahresabschluss und der Lagebericht den gesetzlichen Vorschriften entsprechen. Die Prüfungsgesellschaft hat dem Jahresabschluss 2024 den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk gemäß § 322 HGB erteilt.

Die Prüfung des Lageberichtes und des Jahresabschlusses durch den Aufsichtsrat haben keinen Anlass zu Beanstandungen ergeben.

Zu den Berichten der Forvis Mazars GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Köln, vom 26.03.2025 hat der Aufsichtsrat keine besonderen Bemerkungen zu machen. Die Abschlussprüfer und der Verantwortliche Aktuar haben an der Bilanz-Aufsichtsratssitzung teilgenommen und haben über die wesentlichen Ergebnisse der Prüfung berichtet.

Der Aufsichtsrat billigt die Berichte des Vorstands und den Jahresabschluss 2024, der damit gemäß § 172 AktG festgestellt ist. Dem Vorschlag des Vorstandes zur Verwendung des Bilanzgewinns schließt sich der Aufsichtsrat an.

Für die im abgelaufenen Geschäftsjahr geleistete Arbeit möchte der Aufsichtsrat dem Vorstand und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Dank und Anerkennung aussprechen.

 

Heidelberg, 2. April 2025

Der Aufsichtsrat

Thomas Bischof

Christian Ritz

Harald Epple

AUSZUG aus der Niederschrift 1/25 über die Bilanz-Aufsichtsratssitzung der Janitos Versicherung AG vom 2. April 2025

b) Feststellung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr 2024 gemäß § 172 AktG

Der Aufsichtsrat beschließt einstimmig, dem Vorschlag des Prüfungsausschusses folgend, den Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2024 gemäß § 172 AktG festzustellen.

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