Volksbank Alb eG

Stammdaten

Register
Amtsgericht Ulm GnR 101
Vorher
Volksbank LaichingenVolksbank Laichingen eGVolksbank Laichinger Alb eG
Eingetragen
20.6.1922
Branche
Kreditinstitute des SparkassensektorsKreditinstitute mit SonderaufgabenBeteiligungsgesellschaften
Gegenstand
Gegenstand geändert; nun: Durchführung von banküblichen und ergänzenden Geschäften, insbesondere a) die Pflege des Spargedankens, vor allem durch Annahme von Einlagen; b) die Gewährung von Krediten aller Art; c) die Übernahme von Bürgschaften, Garantien und sonstigen Gewährleistungen sowie die Durchführung von Treuhandgeschäften; d) die Durchführung des Zahlungsverkehrs; e) die Durchführung des Auslandgeschäfts einschließlich des An- und Verkaufs von Devisen und Sorten; f) die Vermögensberatung, Vermögensvermittlung und Vermögensverwaltung; g) der Erwerb und die Veräußerung sowie die Verwahrung und Verwaltung von Wertpapieren und anderen Vermögensvermögenswerten; h) die Vermittlung oder der Verkauf von Bausparverträgen, Versicherungen und Reisen; i) der Handel mit sonstigen Waren und Erbringung sonstiger Dienstleistungen; j) der Erwerb, die Veräußerung, Vermietung, Verpachtung oder Verwaltung sowie die Vermittlung von Immobilien.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Florian Kiefer
seit 6.8.2024
Prokura
Vorstandsmitglied
Jürgen Schweiß
seit 4.10.2022
Prokura
Ulrich Doll
seit 4.10.2022
Prokura
Holger Plösch
seit 4.10.2022
Prokura
Sven-Oliver Velten
seit 4.10.2022
Vorstandsmitglied
Martina Schweizer
seit 4.10.2022
Prokura
Wolfgang Hirmer
seit 4.10.2022
Vorstandsmitglied
Tanja Claus
seit 4.10.2022
Prokura
Alexander Frank
seit 4.10.2022
Prokura
Jürgen Deyle
seit 20.12.2021
Prokura
Rüdiger Zeh
seit 20.12.2021
Prokura
Marcus Oswald Vögl
seit 30.9.2019
Vorstandsmitglied
Prokura

Beteiligungen

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Volksbank Alb eG

Langenau

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

Gliederung des Lageberichts

A. Grundlagen der Geschäftstätigkeit

B. Geschäftsverlauf und Lage (Wirtschaftsbericht)

1. Rahmenbedingungen

2. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

3. Darstellung, Analyse und Beurteilung des Geschäftsverlaufs

4. Darstellung, Analyse und Beurteilung der wirtschaftlichen Lage

a) Ertragslage

b) Finanzlage

Kapitalstrukturen

 Investitionen

 Liquidität

c) Vermögenslage

5. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage

C. Risiko- und Chancenbericht

  Risikomanagementsystem und -prozess

  Risiken

  Adressenausfallrisiken und Kreditrisiko

  Markpreisrisiken bzw. Marktrisiko

  Liquiditätsrisiko

  Operationelles Risiko

  Weitere Risiken

  Risikoberichterstattung in Bezug auf die Verwendung von Finanzinstrumenten

  Gesamtbild der Risikolage

D. Prognosebericht

A. Grundlagen der Geschäftstätigkeit

Die Kernaufgabe unserer Genossenschaftsbank besteht darin, die wirtschaftliche Entwicklung unserer Mitglieder und Kunden zu fördern.

Die Bank hat als zentrale Geschäftsfelder das Privat- und das Firmenkundengeschäft sowie als Ergänzung zum Kundengeschäft und zur Liquiditäts-, Ertrags- und Risikosteuerung das Eigengeschäft. Das Institut nutzt darüber hinaus das Leistungsangebot innerhalb der Genossenschaftlichen FinanzGruppe.

Unser Geschäftsgebiet befindet sich im nördlichen Alb-Donau-Kreis und im Oberen Filstal. In Einzelfällen begleiten wir auch Investitionen außerhalb des Geschäftsgebiets. Neben zwei Hauptstellen, die sich in den Städten Langenau und Laichingen befinden, sind wir noch mit weiteren 15 Geschäftsstellen in unserem Marktgebiet präsent.

Die Bank gehört der BVR-Institutssicherung an. Das Sicherungssystem ist eine Einrichtung der BVR Institutssicherung GmbH, Berlin (BVR-ISG), die als amtlich anerkanntes Einlagensicherungssystem gilt. Daneben ist unsere Genossenschaft der Sicherungseinrichtung des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken e.V. (BVR-SE) angeschlossen, die aus dem Garantiefonds und dem Garantieverbund besteht.

B. Geschäftsverlauf und Lage (Wirtschaftsbericht)

Die Daten und Zitate der im Folgenden dargestellten Rahmenbedingungen stammen aus den Rundschreiben des BVR (Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken) vom 4. März 2024 "Übersicht über die Entwicklung der Wirtschaft in der Bundesrepublik Deutschland sowie an den Finanzmärkten im Jahr 2023" und vom 6. März 2024 "Geschäftsentwicklung der Genossenschaftsbanken im Jahre 2023".

1. Rahmenbedingungen

Im Jahr 2023 beeinträchtigten die Spätfolgen des russischen Angriffskriegs in der Ukraine und der Coronapandemie die konjunkturelle Entwicklung Deutschlands. Wegen dieser Belastungen sank das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt gegenüber dem Vorjahr leicht um 0,3 %, nachdem es 2022 noch merklich zugelegt hatte (+1,8 %). Die Inflationsrate verminderte sich zwar von 6,9 % im Jahresdurchschnitt 2022 auf 5,9 % in 2023, der Preisauftrieb blieb damit aber weiterhin ausgesprochen hoch. Zu Jahresbeginn wurde die Konjunktur durch die hohe Inflation, die Materialengpässe und die teilweise noch bestehenden Coronaschutzmaßnahmen gedämpft. Im weiteren Jahresverlauf belasteten dann verstärkt die von den westlichen Notenbanken in Reaktion auf die Inflation vorgenommenen kräftigen Leitzinsanhebungen die wirtschaftliche Situation in Deutschland und weltweit. Überlagert wurden diese Einflüsse von dem andauernden Arbeits- und Fachkräftemangel hierzulande, den geopolitischen Unsicherheiten, beispielsweise über die Folgen des Ende 2023 eskalierenden Nahostkonflikts und dem wirtschaftspolitischen Kurs in Deutschland nach dem Haushaltsurteil des Bundesverfassungsgerichts im November. Nach einem durch die Erholung von der Coronakrise getriebenen kräftigen Zuwachs von 3,9 % im Vorjahr, gingen die privaten Konsumausgaben 2023 preisbereinigt um 0,7 % zurück. Die staatlichen Konsumausgaben, die 2022 noch um 1,6 % gestiegen waren, sanken um deutliche 1,5 %. Insgesamt trugen die Konsumausgaben mit einem Beitrag von -0,7 % wesentlich zum Rückgang des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts bei. Die Bruttoanlageinvestitionen reduzierten sich gegenüber dem Vorjahr um 0,7 %. Dämpfend wirkte sich hierbei der Rückgang der Bauinvestitionen mit -2,7 % aus (Jahr 2022: -1,8 %).

Der grenzüberschreitende Handel nahm im Jahr 2023 ab. Sowohl die Exporte als auch die Importe sanken um 2,2 % beziehungsweise 3,4 %, nachdem sie im Vorjahr noch um 3,3 % und 6,6 % gestiegen waren. Da die Importe stärker sanken als die Exporte, wirkte der Außenhandel als Ganzes rechnerisch mit einem Wachstumsbeitrag von +0,6 % dem Rückgang des Bruttoinlandsprodukts entgegen.

Die staatlichen Einnahmen expandierten 2023 mehr als die Ausgaben. Das gesamtstaatliche Finanzierungsdefizit gab in Relation zum Bruttoinlandsprodukt leicht von 2,5 % im Vorjahr auf 2,1 % nach. Die staatliche Schuldenquote, die 2022 noch bei 66,1 % lag, ist auf 63,6 % gesunken.

Die Arbeitslosenzahl stieg, auch wegen der verstärkten Erfassung Geflüchteter, um etwa 200.000 auf rund 2,6 Millionen. Die Arbeitslosenquote erhöhte sich von 5,3 % im Vorjahr auf 5,7 %. Der Beschäftigungsaufbau hielt an. Die Erwerbstätigenzahl erhöhte sich in 2023 um gut 300.000 auf rund 45,9 Millionen Menschen und erreichte damit einen neuen Höchststand.

Nachdem die Europäische Zentralbank ihre Leitzinsen 2022 um 250 Basispunkte erhöht hatte, vollzog sie 2023 sechs weitere Zinserhöhungen um insgesamt 200 Basispunkte auf 4,5 %. Am 20. September 2023 erreichten die Leitzinsen ihren vorläufigen Höhepunkt und wurden in den nachfolgenden Sitzungen bis zum Jahresende nicht mehr verändert. Die Finanzmärkte entwickelten sich trotz dieser und weiterer Belastungen positiv und bewerteten rückläufigen Inflationsraten des Jahres 2023 als Zeichen für schneller als zu Jahresbeginn erwartet folgende Zinssenkungen im Jahr 2024. Die Aktien- und Anleihekurse legten vor allem zum Jahresende deutlich zu.

In einem gesamtwirtschaftlich anspruchsvollen Umfeld konnten die bundesweit 697 Genossenschaftsbanken (Vorjahr: 737) im Jahr 2023 ihr Kredit- und Einlagengeschäft teilweise leicht ausweiten, jedoch in geringerem Umfang als im Vorjahr. Die Kreditbestände legten um 2,6 % auf 777 Milliarden Euro zu (Vorjahr: +6,5 %). Auf Privatkundenseite wuchsen die Kredite um 1,3 % bzw. 5 Milliarden Euro auf 363 Milliarden Euro. Gut neun Zehntel der Kredite an Privatkunden waren Wohnbaukredite, die um 1,7 % bzw. 6 Milliarden Euro auf den Stand von 325 Milliarden Euro zunahmen. Um 3,8 % bzw. 15 Milliarden Euro erhöhten sich die Firmenkundenkredite auf 414 Milliarden Euro.

Die Kundeneinlagen genossenschaftlicher Institute reduzierten sich in 2023 leicht um 0,2 %, bzw. 1 Milliarde Euro. Sie betrugen zum Jahresende 860 Milliarden Euro. Von den Kunden erfolgte eine Umschichtung vom kurzfristigen in den längerfristigen (höherverzinsten) Einlagenbereich. Die Sichteinlagen sanken um 12,3 % bzw. 77 Milliarden Euro auf 548 Milliarden Euro und die Spareinlagen schmolzen um 19 % bzw. 33 Milliarden Euro auf 141 Milliarden Euro. Die Termineinlagen stiegen dagegen um über 100 % bzw. 93 Milliarden Euro auf 149 Milliarden Euro und der Sparbriefbestand um mehr als 100 % bzw. 15 Milliarden auf 21 Milliarden Euro an.

Das bilanzielle Eigenkapital der Genossenschaftsbanken erhöhte sich um 3,2 % auf 64 Milliarden Euro. Hierbei legten die Rücklagen um 2,6 % auf 47 Milliarden Euro zu, die Geschäftsguthaben um 4,8 % auf 17 Milliarden Euro.

2. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Über unsere strategische Eckwert- und Kapitalplanung planen und steuern wir die Entwicklung unseres Institutes auf Grundlage von Kennzahlen und Limiten. Dabei verwenden wir die folgenden bedeutsamsten finanziellen und nicht finanziellen Leistungsindikatoren, die sich auch aus unserer Geschäfts- und Risikostrategie ableiten lassen und die wir mithilfe unseres internen Berichtswesens regelmäßig überwachen:

Als bedeutsamster Leistungsindikator für die Rentabilität der Bank wird die Relation des Betriebsergebnisses vor Steuern zur durchschnittlichen Bilanzsumme (nachfolgend: "BE vor Steuern/dBS") festgelegt. Die Kennzahl BE vor Steuern/dBS misst die Ertragskraft der Bank in Relation zum Geschäftsvolumen, gemessen als durchschnittliche Bilanzsumme. Das BE vor Steuern/dBS soll größer als 85 % des Durchschnitts der Volks- und Raiffeisenbanken in Baden-Württemberg sein. Bei der Berechnung werden betriebswirtschaftlich außerordentliche Faktoren eliminiert.

Als Leistungsindikator für die Wirtschaftlichkeit/Effizienz oder Produktivität unseres Instituts wurde die Cost Income Ratio II (nachfolgend: "CIR II") bestimmt. Diese Kennziffer setzt die angefallenen Verwaltungsaufwendungen und Abschreibungen (GuV-Posten 10 und 11) ins Verhältnis zum erzielten Rohergebnis (GuV-Posten 1-3 und 5-7) und dem Saldo aus sonstigen betrieblichen Erträgen und Aufwendungen. Bei der Berechnung werden betriebswirtschaftlich außerordentliche Faktoren eliminiert. Die CIR II soll gemäß Geschäfts- und Risikostrategie geringer als der Durchschnitt der Volks- und Raiffeisenbanken in Baden-Württemberg und kleiner als 80 % sein.

Die Zielerreichung bei unseren Aktivitäts-, Qualitäts- und Produktionszielen definieren wir als Indikatoren für die Generierung von Erträgen im Kundengeschäft. Die Aktivitäts-, Qualitäts- und Produktionsziele setzen sich dabei aus mehreren finanziellen und nichtfinanziellen Unterzielen zusammen. Wir streben eine Zielerreichung von jeweils über 100 % an.

Die Produktionsziele stellen dabei auf das Neugeschäft bei den bilanziellen Aktiva und mit unseren Verbundpartnern ab, so dass auch unsere Wachstums- und Ertragsziele erreicht werden.

Zur Sicherung der Zukunftsfähigkeit der Bank durch nachhaltiges Wachstum werden im Kontext steigender Kapitalanforderungen angemessene Eigenmittel benötigt. Als bedeutsamster Leistungsindikator für die Kapitalausstattung dient die aufsichtsrechtlich festgelegte Gesamtkapitalquote gemäß Art. 92 Abs. 2c) CRR, die sich als Verhältnis von Eigenmitteln zum Gesamtrisikobetrag ermittelt. Die Ziel-Gesamtkapitalquote liegt bei 12,13 %.

Die Darstellung, Analyse und Beurteilung der einzelnen finanziellen Leistungsindikatoren erfolgt in den nächsten Abschnitten.

Daneben haben wir folgende bedeutsamste nichtfinanzielle Leistungsindikatoren definiert, die die Entwicklung unserer Bank maßgeblich beeinflussen:

• Stabilisierung unserer Mitgliederquote, wenn möglich Steigerung (Anteil Mitglieder an der Gesamtkundenzahl)

• Weiterbildung der Mitarbeiter (Investition in Weiterbildung: 1.436 EUR pro Mitarbeiter).

3. Darstellung, Analyse und Beurteilung des Geschäftsverlaufs

Am 24. Februar 2022 begann Russland einen großangelegten Überfall auf die Ukraine. Die vom russischen Präsidenten Wladimir Putin befohlene Invasion des gesamten Staatsgebietes der Ukraine eskalierte den seit 2014 schwelenden russisch-ukrainischen Krieg. Per 31.12.2023 sind wir über die Fonds der Union Investment mit 19,5 TEUR in der Ukraine und 17,2 TEUR in Russland investiert (zum Meldestichtag gelieferte Anteile, gemäß CRR). Außerdem sind wir mit einem Nominalwert von 500,00 TEUR in der GAZ Finance PLC MTN 20/25 Anleihe investiert.

Am 7. Oktober 2023 hat die Hamas einen Terrorangriff auf Israel verübt. Daraufhin hat Israel der Hamas den Krieg erklärt. Der Krieg in Israel und Gaza seit dem 4. Quartal 2023 ist der fünfte Krieg im Gaza-Israel-Konflikt und ein Teil des umfassenderen israelisch-palästinensischen Konflikts. Per 31.12.2023 sind wir mit 113,7 TEUR über die Fonds der Union Investment in Israel investiert (zum Meldestichtag gelieferte Anteile, gemäß CRR).

Auch die Immobilienkrise in China und den USA belastet die internationale wirtschaftliche Entwicklung. Die deutsche Finanzaufsicht BaFin beobachtet die Lage bei Gewerbeimmobilien, besonders in den USA, genau. Aufgeschreckt hat die Branche die Entwicklung bei der Deutschen Pfandbriefbank. Das Geldhaus hat im dritten und im vierten Quartal wegen seiner Kredite für amerikanische Büroimmobilien seine Risikovorsorge drastisch erhöht und im vierten Quartal rote Zahlen geschrieben. Die erst im November 2023 zusammengestrichene Gewinnprognose für das Gesamtjahr hatte das Institut gerade noch erfüllt. Wir haben zwei Wertpapiere der Deutschen Pfandbriefbank mit insgesamt 3.000,00 TEUR nominal im Depot A. Ein weiterer Emittent, der laut Research DZ-Bank im US-Gewerbeimmobilienmarkt verwickelt ist, ist die AAREAL Bank. Von der AAREAL Bank haben wir ein Nominalvolumen von 4.500,00 TEUR im Bestand.

Die Entwicklung der von uns definierten bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren im Geschäftsjahr 2023 stellt sich wie folgt dar (Bei der Berechnung werden betriebswirtschaftlich außerordentliche Faktoren eliminiert):

Unser Betriebsergebnis vor Steuern verringerte sich von 6.736 TEUR auf 5.777 TEUR. Entsprechend verringerte sich die Rentabilitätskennzahl BE vor Steuern/dBS im Vorjahresvergleich von 0,40 % der durchschnittlichen Bilanzsumme auf 0,34 % der durchschnittlichen Bilanzsumme.

Die CIR II lag im Geschäftsjahr 2023 bei 74,2 % (Vorjahr: 73,4 %).

Da in unseren drei Teilmärkten (Langenau, Laichingen und Deggingen) im Jahr 2023 noch keine einheitlichen Aktivitäts-, Qualitäts- und Produktionsziele im Kundengeschäft verwendet wurden, kann die Zielerreichung erst im Geschäftsjahr 2024 ermittelt werden. Die Ziele im Kundengeschäft konnten trotz vorhandener personeller Engpässe teilweise erreicht werden.

Die Gesamtkapitalquote zum Schluss des Geschäftsjahrs belief sich auf 15,9 %. Im Vorjahr lag diese ebenfalls bei 15,9 %. Die Eigenmittel (Art. 72 CRR) sind dabei aufgrund hoher Zuführungen zu den Rücklagen und den Fonds für allgemeine Bankrisiken nach § 340g HGB um 4.278 TEUR angestiegen. Insbesondere aufgrund des Anstieges im Mengengeschäft, bei den durch Hypotheken auf Immobilien besicherten Positionen, der mit besonders hohem Risiko verbundenen Positionen, der sonstigen Positionen (v.a. aus Neubauten) und der Ausweitung der ausgefallenen Positionen sind im selben Zeitraum jedoch auch die Eigenmittelanforderungen in Form des Gesamtrisikobetrages um 29.496 TEUR gestiegen.

Bei der Mitgliederquote ist ein kleiner Rückgang von 55,2 % (Wert 2022) auf 55,1 % in 2023 zu verzeichnen.

Die Investitionen in die Weiterbildung je Mitarbeiter sind in 2023 mit 1.675 EUR deutlich höher als im Jahr 2022 mit 1.356 EUR ausgefallen. Dies ist insbesondere auf eine Normalisierung der Fortbildungsmaßnahmen nach der Fusion und Einzelmaßnahmen zurückzuführen.

Die Entwicklung der bedeutsamsten Leistungsindikatoren BE vor Steuern/dBS und CIR II liegt unter unseren Erwartungen. Die Entwicklung der Gesamtkapitalquote und der Mitgliederquote entsprach unseren Erwartungen. Gegenüber dem Vorjahr haben sich die Investitionen in die Weiterbildung je Mitarbeiter deutlich erhöht.

Berichtsjahr 2022 Veränderung zu 2022
TEUR TEUR TEUR %
Bilanzsumme 1.685.244 1.696.535 -11.292 -0,7
Außerbilanzielle Geschäfte *) 95.084 131.663 -36.579 -27,8

*)  Hierunter fallen die Posten unter dem Bilanzstrich 1 (Eventualverbindlichkeiten) und 2 (Andere Verpflichtungen)

Die Bilanzsumme ist gegenüber dem Vorjahr um 0,7 % zurückgegangen. Das prognostizierte Wachstum von 2,5 % wurde damit nicht erreicht.

Ursächlich für den leichten Rückgang der Bilanzsumme gegenüber dem Vorjahr war auf der Aktivseite die Minderung der Guthaben bei Zentralnotenbanken, die wir im Jahr 2023 um 28.594 TEUR reduzierten. Bei den Forderungen an Kunden erreichten wir einen Zuwachs von 14.251 TEUR. Auf der Passivseite reduzierten sich die Kundeneinlagen um 24.286 TEUR. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten erhöhten sich um 11.740 TEUR.

Die außerbilanziellen Geschäfte haben sich gegenüber dem Vorjahr reduziert. Sowohl die Avalverbindlichkeiten als auch die unwiderruflichen Kreditzusagen sind um 3.385 TEUR bzw. um 33.194 TEUR deutlich zurückgegangen.

Aktivgeschäft Berichtsjahr 2022 Veränderung zu 2022
TEUR TEUR TEUR %
Kundenforderungen 1.034.136 1.019.885 14.251 1,4
Wertpapieranlagen 444.735 444.997 -262 -0,1
Forderungen an Kreditinstitute 102.538 105.743 -3.205 -3,0

Der strukturelle Anteil der Privatkundenkredite (überwiegend Wohnungsbau) betrug zum Jahresende 57,6 %, der Anteil der Firmenkundenkredite 42,4 %. Innerhalb der Firmenkundenkredite betreffen die größten Branchen die Land- und Forstwirtschaft mit einem Anteil von 8,2 % und das Grundstücks- und Wohnungswesen mit 8,0 % des Risikovolumens. Die Kredite größer als 2.500 TEUR haben einen Anteil von 19,5 % des Risikovolumens. Die Kundenforderungen sind zu 69,3 % abgesichert. Die wesentlichste Sicherheitenart bilden die Grundpfandrechte. Zweifelhafte Kredite mit hohen Ausfallrisiken, für die wir Einzelwertberichtigungen bilden, haben zum Jahresende 2023 einen Anteil von 2,8 % des Risikovolumens im Kundenkreditgeschäft. Durch unsere aktive Risikovorsorge, insbesondere bei zwei größeren Krediten, ist dieser Wert höher als im Vorjahr. 92,8 % der Kundenkredite werden als Kredite ohne erkennbare Ausfallrisiken geführt.

Das prozentuale Wachstum bei den Kundenkrediten lag deutlich unter dem Planwert von 3,0 % für das Geschäftsjahr 2023. Dies war auf eine rückläufige Nachfrage nach gewerblichen Finanzierungen im Zusammenhang mit dem Anstieg des Zinsniveaus sowie der hohen Inflation zurückzuführen.

Die Wertpapieranlagen sind entsprechend unserer Prognoseannahmen leicht abgeschmolzen. Innerhalb der Wertpapieranlagen hat sich der Bestand an Schuldverschreibungen um 8.349 TEUR erhöht. Der Bestand unserer Investmentfondsanlagen hat sich aufgrund von Verkäufen um 8.611 TEUR vermindert.

Passivgeschäft Berichtsjahr 2022 Veränderung zu 2022
TEUR TEUR TEUR %
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 279.602 267.861 11.740 4,4
Spareinlagen 203.857 309.940 -106.083 -34,2
andere Einlagen 1.016.673 934.876 81.797 8,7

Die wesentliche Veränderung im Geschäftsjahr bei den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten ist auf die Fälligkeit eines gezielten längerfristigen Refinanzierungsgeschäfts bei der Deutschen Bundesbank in Höhe des Rückzahlungsbetrages von 60.340 TEUR zurückzuführen. Zur Refinanzierung dieser Fälligkeit und der rückläufigen Kundeneinlagen wurden von uns bei der genossenschaftlichen Zentralbank echte Pensionsgeschäfte in Höhe von 27.122 TEUR und weitere unbesicherte Kreditaufnahmen in Höhe von 45.830 TEUR vorgenommen.

Die Kundeneinlagen sind gegenüber dem Bilanzstichtag des Vorjahres, entgegen unserer Prognoseannahme, um 24.286 TEUR und somit um 2,0 % zurückgegangen. In der Planung für das Jahr 2023 wurde von einem Einlagenwachstum im Firmenkundenbereich von 2,0 % und im Privatkundenbereich von 1,5 % ausgegangen. Darüber hinaus wurde mit einem Sonderwachstum im Termingeldbereich von 40.600 TEUR (+3,26 %) geplant. Ausschlaggebend für die nicht erreichte Einlagenentwicklung sind die Renditeunterschiede zwischen den verschiedenen Anlageformen in Kombination mit einem erhöhten Wettbewerbsdruck. Darüber hinaus nahmen unsere Kunden Umschichtungen von Einlagen in Investmentfonds und DZ Bank-Zertifikate vor.

Bei unseren Kundeneinlagen waren strukturelle Veränderungen im Jahr 2023 erkennbar. Die niedrig verzinsten und kurzfristig verfügbaren Einlagen reduzierten sich deutlich, wohingegen sich längerfristige und höher verzinste Einlagen erhöhten. Dabei verminderten sich die Spareinlagen um 106.083 TEUR und die Sichteinlagen um 168.671 TEUR. Dagegen stiegen die Termineinlagen um 250.468 TEUR an.

Dienstleistungsgeschäft Berichtsjahr 2022 Veränderung zu 2022
TEUR TEUR TEUR %
Erträge aus Wertpapierdienstleistungs- und Depotgeschäften 3.092 2.588 504 19,5
Vermittlungserträge 2.848 3.469 -621 -17,9
Erträge aus Zahlungsverkehr 5.036 5.019 17 0,3

Unsere Erträge aus den Dienstleistungsgeschäften sind im Geschäftsjahr leicht zurückgegangen, lagen insgesamt jedoch im Rahmen unserer Planung. Zum Vorjahr sind die Wertpapierdienstleistungserträge deutlich angestiegen. Dies ist auf die positive Entwicklung der Vermittlung von Fonds der Union Investment und von DZ Bank-Zertifikaten zurückzuführen. Daneben erhöhten sich unsere Erträge aus der Vermittlung von Immobilien. Vermittlungserträge aus Versicherungen, Kreditvermittlungen und Bausparen waren rückläufig. Insgesamt konnten die gestiegenen Erträge aus den Wertpapierdienstleistungsgeschäften und den Immobilienvermittlungen die rückläufigen Erträge bei Versicherungen, Kreditvermittlungen und Bausparen nicht vollständig kompensieren.

4. Darstellung, Analyse und Beurteilung der wirtschaftlichen Lage

a) Ertragslage

Die wesentlichen Erfolgskomponenten der Genossenschaft haben sich im Vorjahresvergleich wie folgt entwickelt:

Erfolgskomponenten Berichtsjahr 2022 Veränderung zu 2022
TEUR TEUR TEUR %
Zinsüberschuss 1) 25.466 25.871 -405 -1,6
Provisionsüberschuss 2) 10.233 10.327 -94 -0,9
Verwaltungsaufwendungen 25.579 25.757 -178 -0,7
a) Personalaufwendungen 16.172 16.119 53 0,3
b) andere Verwaltungsaufwendungen 9.407 9.639 -231 -2,4
Betriebsergebnis vor Bewertung 3) 9.427 9.886 -459 -4,6
Bewertungsergebnis -4.980 -6.650 1.670 -25,1
Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 5.777 6.736 -959 -14,2
Steueraufwand 1.577 2.149 -572 -26,6
Einstellungen in den Fonds für allgemeine Bankrisiken 2.741 3.500 -759 -21,7
Jahresüberschuss 1.459 1.087 372 34,2

1) GuV-Posten 1 abzüglich GuV-Posten 2 zuzüglich GuV-Posten 3

2) GuV-Posten 5 abzüglich GuV-Posten 6

3) Saldo aus den GuV-Posten 1 bis 12 ohne Eträge aus der Auflösung von Vorsorgereserven nach § 340f HBG

Unser Ergebnis hat sich im Berichtsjahr wie folgt entwickelt:

Beim Zinsüberschuss gingen wir in unserer Planung für das Jahr 2023 von einem Rückgang von 4,1 % aus. Tatsächlich ist der Zinsüberschuss nur um 1,6 % zurückgegangen. Deutlich belastend auf den Zinsüberschuss wirkten sich im Jahr 2023 die hohen Zinsaufwendungen im Zusammenhang mit dem Marktzinsanstieg zu den unter Abschnitt B.3. dargestellten Refinanzierungsgeschäften bei unserer genossenschaftlichen Zentralbank (Repo-Geschäfte und unbesicherte Kreditaufnahmen) und auch aus dem im September 2023 fällig gewordenen Refinanzierungsgeschäft mit der Deutschen Bundesbank aus. Im Kundengeschäft konnten wir den Zinsüberschuss erhöhen, da der Anstieg der Zinserträge aus dem Kundenkreditgeschäft höher ausfiel als der Anstieg der Zinsaufwendungen bei den Kundeneinlagen. Zudem erhöhten sich die Zinserträge aus unseren Wertpapieranlagen. Letztlich konnte der Anstieg des Zinsüberschusses aus dem Kundengeschäft und den Wertpapieranlagen den deutlich höheren Zinsaufwand aus Refinanzierungen bei Banken nicht vollständig kompensieren.

Beim Provisionsüberschuss lagen wir mit einer Veränderung von -0,9 % gegenüber dem Vorjahr insgesamt im Rahmen unserer Erwartungen, da wir bei unserer vorsichtigen Planung für das Jahr 2023 von einem Rückgang von 1,1 % ausgegangen waren.

Beim Provisionsüberschuss sind die Erträge aus dem Zahlungsverkehr und der Kontoführung mit einem Anteil von 43 % wesentlich. Diese Erträge blieben konstant zum Vorjahr. Das Vermittlungsgeschäft mit den Verbundpartnern hat sich unterschiedlich entwickelt und war insgesamt gegenüber dem Vorjahr leicht rückläufig. Während die Erträge aus dem Wertpapierdienstleistungsgeschäft mit +19 % und die Erträge aus dem Immobilienvermittlungsgeschäft mit +40 % deutlich ausgebaut werden konnten, war in den Vermittlungsbereichen Versicherungen, Kredite und Bausparen zusammengerechnet ein Rückgang von 26 % zu verzeichnen.

Der Personalaufwand ist konstant zum Vorjahr. Der erwartete Rückgang der Personalaufwendungen um etwa 6,2 % konnte nicht erreicht werden. Der Mitarbeiterstand ist leicht niedriger als im Vorjahr, was sich positiv auf Gehaltsaufwendungen und Sozialversicherungsbeiträge auswirkte. Gegenüber dem Vorjahr angestiegen sind dagegen erfolgsabhängige Vergütungen an Mitarbeiter sowie Vorsorgeaufwendungen für Altersteilzeit und Pensionsrückstellungen. Die niedrigeren Gehaltsaufwendungen und Sozialversicherungsbeiträge kompensieren die angestiegenen Vergütungs- und Vorsorgeaufwendungen nicht vollständig.

Der Sachaufwand hat sich gegenüber dem Vorjahr um 2,4 % verringert, lag jedoch über unserer Planung, in der wir von einem Rückgang von 13,0 % ausgegangen sind. Die EDV-Kosten und Beratungskosten, die im Vorjahr wesentlich durch fusionsbedingte Kosten beeinflusst waren, sanken im Geschäftsjähr um 599 TEUR, jedoch nicht in dem Umfang wie wir geplant hatten. Ein Anstieg im Sachaufwand war im Geschäftsjahr insbesondere beim Telefonservice für Kunden und der Digitalisierung der Kreditakten mit 219 TEUR (Dienstleistungen Dritter), bei Instandhaltung unserer Gebäude mit 146 TEUR sowie höheren Energiekosten mit 135 TEUR festzustellen.

Das Bewertungsergebnis im Kundenkreditgeschäft war zum Geschäftsjahresende mit -5.856 TEUR deutlich negativ (Vorjahr: -972 TEUR). Maßgeblich trugen hierzu zwei neue Einzelwertberichtigungen bei. Aus unserer Planung erwarteten wir einen negativen Bewertungsbeitrag aus dem Kundenkreditgeschäft in Höhe von 2.476 TEUR. Besser als geplant stellte sich das Bewertungsergebnis aus unseren Wertpapieranlagen dar. Inklusive der realisierten Erträge beträgt das Ergebnis aus der Bewertung unserer Wertpapiere zum Jahresende +876 TEUR (Vorjahr: -5.677 TEUR). Die Kursverluste bei den Eigenanlagen aus dem Vorjahr 2022, begründet durch den Marktzinsanstieg, konnte im Geschäftsjahr wieder etwas aufgeholt werden. Die im Geschäftsjahr deutlich negative Bewertung unserer Kundenforderungen konnte nur zu einem kleinen Teil durch den positiven Bewertungsbeitrag aus den Eigenanlagen kompensiert werden. Insgesamt ist das Bewertungsergebnis schlechter als in unserer Planung angenommen. Darüber hinaus haben wir zur Stärkung unserer aufsichtsrechtlichen Eigenmittel 2.741 TEUR dem Fonds für allgemeine Bankrisiken nach § 340g HGB zugeführt und hierfür u. a. die Auflösung von Vorsorgereserven nach § 340f HGB in Höhe von 1.339 TEUR verwendet.

Insgesamt lag das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit unter unserer Planung, da die geplanten deutlichen Reduzierungen der Personalaufwendungen und anderen Verwaltungsaufwendungen nur im geringen Umfang erreicht werden konnten und auch der Risikovorsorgeaufwand zum Kundenkreditgeschäft deutlich höher ausfiel als erwartet.

b) Finanzlage

Kapitalstruktur

Mit einem Anteil von 72,4 % der Bilanzsumme haben die Kundeneinlagen einen maßgeblichen Anteil an der Kapitalstruktur der Passiva. Ein Großteil der Kundeneinlagen sind kurzfristig verfügbare Kontokorrent- und Tagesgeldeinlagen, die gegenüber dem Vorjahr jedoch zurückgegangen sind. Mit dem Jahr 2023 haben die Termineinlagen einen bedeutenden Anteil an den Kundeneinlagen erlangt. Daneben sind Spareinlagenbestände in abnehmendem Umfang in den Kundeneinlagen enthalten.

Ansteigend zum Vorjahr beträgt der Anteil der Verbindlichkeiten an Kreditinstitute 16,6 % der Bilanzsumme. Diese setzen sich wesentlich aus Refinanzierungen bei Förderbanken und sonstigen Geldaufnahmen bei der genossenschaftlichen Zentralbank zusammen.

Investitionen

Im Jahr 2023 konnten wir zwei Bauvorhaben abschließen, die wir im Jahr 2021 begonnen hatten. Zum einen betraf dies die Fertigstellung eines Wohn- und Geschäftshauses direkt angrenzend an unsere Hauptstelle in Laichingen, das überwiegend vermietet ist und teilweise der Erweiterung unserer Büroflächen dient. Das Investitionsvolumen im Jahr 2023 betrug hier 1.944 TEUR. Zum anderen haben wir 3.383 TEUR im Jahr 2023 investiert zur Fertigstellung von drei Wohn- und Geschäftshäusern in Dornstadt-Tomerdingen, die der Vermietung dienen. Eine weitere Investition in Höhe von 859 TEUR im Jahr 2023 betraf den Erwerb eines vermieteten Wohn- und Geschäftshauses angrenzend an unsere Hauptstelle in Langenau.

Liquidität

Die Geschäfts- und Refinanzierungsstruktur der Bank ist maßgeblich geprägt durch das Kundengeschäft als Basis der Liquiditätsausstattung.

Die Zahlungsfähigkeit unseres Instituts war im abgelaufenen Geschäftsjahr nach Art, Höhe und Fristigkeit gegeben. Die monatlichen Meldungen der Liquidity Coverage Ratio (LCR) wiesen im Berichtszeitraum einen Wert von mindestens 124,2 % aus. Zum Bilanzstichtag lag diese Kennzahl bei 194,8 %.

Bei Liquiditätsschwankungen kann die Bank neben hochliquiden Aktiva auf ausreichende Liquiditätsreserven in Form von unbelasteten Wertpapieren zurückgreifen. Durch die Einbindung in die Genossenschaftliche FinanzGruppe bestehen weitere Refinanzierungsmöglichkeiten über die DZ Bank AG.

Vor diesem Hintergrund ist die Fähigkeit der Kreditgenossenschaft zur Erfüllung der Zahlungsverpflichtungen jederzeit gesichert.

c) Vermögenslage

Die Eigenkapitalstruktur der Bank ist geprägt von Geschäftsguthaben der Mitglieder und erwirtschafteten Rücklagen sowie dem Fonds für allgemeine Bankrisiken. Im Geschäftsjahr wurde das Eigenkapital durch Zuführung zu den Rücklagen und zum Fonds für allgemeine Bankrisiken gestärkt. Der Anteil des bilanziellen Eigenkapitals an der Bilanzsumme hat sich von 9,8 % auf 10,1 % erhöht.

Die Eigenmittel nach Art. 72 CRR sind in ähnlichem Umfang wie im Vorjahr angestiegen.

Die relevanten Vorgaben des KWG sowie der CRR zu den Großkreditbestimmungen und Eigenmittelanforderungen wurden stets eingehalten.

Die Kapitalrendite gemäß § 26a Abs. 1 Satz 4 KWG beläuft sich auf 0,09 %.

Das bilanzielle Eigenkapital sowie die Eigenmittelausstattung und Kapitalquoten stellen sich gegenüber dem Vorjahr wie folgt dar:

Berichtsjahr 2022 Veränderung zu 2022
TEUR TEUR TEUR %
Eigenkapital laut Bilanz 1) 170.660 166.886 3.773 2,3
Eigenmittel (Art. 72 CRR) 178.782 174.504 4.278 2,5
Harte Kernkapitalquote 14,7 % 14,8 %
Kernkapitalquote 14,7 % 14,8 %
Gesamtkapitalquote 15,9 % 15,9 %

1) Hierzu rechnen die Passivposten 11 (Fonds für allgemeine Bankrisiken) und 12 (Eigenkapital).

Die Wertpapieranlagen der Genossenschaft entwickelten sich wie folgt:

Wertpapieranlagen Berichtsjahr 2022 Veränderung
TEUR TEUR TEUR %
Anlagevermögen 405.522 393.742 11.781 3,0
Liquiditätsreserve 39.213 51.256 -12.043 -23,5

Von den Wertpapieranlagen entfällt ein Anteil von 52 % auf Schuldverschreibungen und festverzinsliche Wertpapiere (Aktivposten 5) und ein Anteil von 48 % auf Investmentfondsanlagen, die wir unter Aktivposten 6 (Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere) ausweisen.

Bei den Schuldverschreibungen im Aktivposten 5 entfallen 13 % auf die Ratingklasse AAA, 17 % auf die Ratingklasse AA, 31 % auf die Ratingklasse A und 39 % auf die Ratingklasse BBB. Daneben halten wir ein Wertpapier des Emittenten Gaz Finance PLC in Höhe 377 TEUR, das kein Rating besitzt. Die Anleihen verteilen sich auf öffentliche Emittenten (6 %), Kreditinstitute (55 %) und Unternehmensanleihen (39 %). Die festverzinslichen Anleihen nehmen einen Anteil von 82 % und die variabel verzinslichen Anleihen einen Anteil von 18 % des Bestandes im Aktivposten 5 ein. 74 % der Schuldverschreibungen haben eine Restlaufzeit bis 5 Jahre, 26 % eine Restlaufzeit größer als 5 Jahre. Alle Schuldverschreibungen lauten auf Euro und wurden zu 35 % von inländischen und zu 65 % von ausländischen Emittenten aufgelegt.

Unser Investmentfondsvermögen setzt sich zu 92,4 % aus unserem Ein-Mandanten-Spezialfonds (UIN-Fonds Nr. 639), zu 2,2 % aus direkt gehaltenen Aktienfonds und zu 5,4 % aus einem direkt gehaltenen Rentenfonds, der in Staatsanleihen investiert, zusammen. Die Struktur der Anlagen in unserem Spezialfonds (UIN-Fonds Nr.639) setzt sich zum Jahresende 2023 wie folgt zusammen: 4,9 % aktienorientierte Anlagen, 8,2 % Beteiligungsfonds, 50,6 % rentenorientierte Anlagen, 31,0 % Immobilienfonds und 5,3 % Liquidität.

Bei den Wertpapieren im Anlagevermögen wurden 197.047 TEUR nach dem gemilderten Niederstwertprinzips bewertet. Abschreibungen auf diesen Teilbestand wurden in Höhe von 12.895 TEUR vermieden (Vorjahr: 23.834 TEUR).

5. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage

Insgesamt beurteilen wir die Geschäftsentwicklung und die wirtschaftliche Lage unseres Hauses im Vergleich zum Vorjahr als schlechter, da sich sowohl das Betriebsergebnis vor Steuern als auch die CIR II negativ entwickelt haben. Im Vergleich zur ursprünglichen Planung liegen sowohl das Betriebsergebnis vor Steuern als auch die CIR II schlechter als geplant. Darüber hinaus beurteilen wir das Betriebsergebnis vor Steuern und die CIR II im Vergleich zu anderen ähnlich großen Kreditgenossenschaften als ungünstig.

Das Wachstum des für die Bank wichtigen Geschäftsbereichs, dem Kreditgeschäft mit gewerblichen Kunden, ging zurück. Sowohl beim Kreditgeschäft insgesamt als auch im Einlagengeschäft wurden die Erwartungen aus der Eckwertplanung nicht erreicht.

Die Vermögenslage der Bank zeichnet sich unverändert durch eine angemessene Eigenkapitalausstattung aus, da die aufsichtsrechtlichen Anforderungen sowohl im Vorjahr als auch im Geschäftsjahr gut eingehalten wurden. Die Gesamtkapitalquote ist gegenüber dem Vorjahr konstant geblieben und liegt über dem für 2023 geplanten Wert von 14,71 %. Für erkennbare Risiken in den Kundenforderungen und Eventualverbindlichkeiten sind Einzelwertberichtigungen und Einzelrückstellungen gebildet. Dem allgemeinen Kreditrisiko ist durch Abzug von Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen worden.

Finanzlage und Liquiditätsausstattung entsprechen den aufsichtsrechtlichen und betrieblichen Erfordernissen.

C. Risiko- und Chancenbericht

Risikomanagementsystem und -prozess

Unsere im Risikohandbuch dokumentierte Geschäfts- und Risikostrategie basiert auf einem Strategieprozess und ist ausgerichtet auf das Kundengeschäft mit Mitgliedern und Kunden aus unserer Region. Wesentliche Bestandteile der Geschäftsstrategie sind die aus der Risikotragfähigkeit der Bank abgeleiteten Teilstrategien für die wesentlichen Geschäftsfelder Firmen- und Privatkunden und Eigengeschäft. Darüber hinaus gibt es Teilstrategien für Kosten/Prozesse/Digitalisierung, Personal, Nachhaltigkeit und Immobilien.

Konsistent zu unserer Geschäfts- und Risikostrategie wurde eine Unternehmensplanung entwickelt, die eine langfristige und umfassende Begleitung unserer Mitglieder und Kunden im Hinblick auf Finanzierungswünsche, Vermögensanlagen und Dienstleistungen rund um den Zahlungsverkehr sicherstellt.

Mit Hilfe einer strategischen Eckwert- und Kapitalplanung für einen Zeitraum von 5 Jahren steuern wir die Entwicklung unseres Instituts. Die Annahmen für die Markt- und Volumenentwicklungen erfolgen hierbei durch Experten auf Basis von Marktprognosen (z.B. BVR-Kompass). Die abgeleiteten Ertrags- und Vermögenswirkungen werden anhand von Simulationsrechnungen mit Unterstützung der Steuerungssoftware VR-Control ermittelt.

Die Geschäfts- und Risikostrategie sowie die Teilstrategien werden im Rahmen des von uns festgelegten Strategieprozesses regelmäßig und ggf. anlassbezogen überprüft. Das von der Bank verwendete Strategiemodell zeigt den organisatorischen Rahmen für die Strategieüberprüfung und für die Vernetzung der strategischen und operativen Gesamtbanksteuerung auf.

Ziel unserer Risikostrategie ist nicht die vollständige Vermeidung von Risiken, sondern das bewusste Eingehen von Risiken zur Wahrung eines angemessenen Chancen-Risiko-Profils unserer Risikopräferenz entsprechend. Dabei beachten wir die folgenden Grundsätze:

• Verzicht auf Geschäfte, deren Risiko vor dem Hintergrund der Risikotragfähigkeit und der Risikostrategie der Bank nicht vertretbar sind.

• Weitgehende Vermeidung von Risikokonzentrationen.

• Risikobegrenzung durch Übertragung nicht strategiekonformer Risiken auf andere Marktteilnehmer (z. B. Abschluss von Versicherungen, Schließung offener Positionen, usw.).

• Schadensbegrenzung durch aktives Management aufgetretener Schadensfälle.

Wir haben ein System zur Früherkennung von Risiken implementiert. Vor dem Hintergrund wachsender Komplexität der Märkte im Bankgeschäft sehen wir dies als eine zentrale Aufgabe an. Die zuständigen Organisationseinheiten Unternehmenssteuerung/Controlling, Finanzen und Marktfolge Aktiv berichten unmittelbar an den Vorstand. In diesem Rahmen ist ein Risikocontrolling- und Managementsystem mit entsprechenden Instrumenten eingerichtet, um bei Bedarf gegensteuernde Maßnahmen einleiten zu können.

Unsere Entscheidungsträger werden durch das interne Berichtsystem über die Geschäfts- und Risikoentwicklung frühzeitig informiert, um Maßnahmen zur Gegensteuerung ergreifen zu können.

Ziel des Risikomanagements unserer Bank ist es, Risiken, die den Erfolg wesentlich beeinflussen oder gar den Fortbestand gefährden können, frühzeitig zu erkennen sowie umfassend zu messen, zu überwachen und zu steuern. Integraler Bestandteil ist dabei die fortlaufende Sicherstellung der Risikotragfähigkeit. Die Planung und Steuerung der Risiken erfolgt auf Basis der Risiko- und Liquiditätstragfähigkeit der Bank unter Berücksichtigung der Geschäfts- und Risikostrategie.

Zur Bestimmung unserer Risikotragfähigkeit haben wir zum 1. Januar 2023 auf die normative und ökonomische Perspektive als komplementäre, sich ergänzende Ansätze umgestellt. Unsere zur Risikotragfähigkeitssteuerung eingesetzten Methoden und Verfahren berücksichtigen somit das Ziel der Fortführung unseres Instituts (normative Perspektive), als auch den Schutz unserer Gläubiger vor Verlusten aus ökonomischer Sicht (ökonomische Perspektive).

Die Risikotragfähigkeit in der normativen Perspektive, die einen periodischen Steuerungskreis darstellt, zielt auf die Fortführung der operativen Geschäftstätigkeit. In der normativen Perspektive betrachten wir die Einhaltung regulatorischer Anforderungen. Diese umfassen insbesondere die Kapitalgrößen wie Kapitalanforderungen sowie Strukturanforderungen hinsichtlich des Kapitals, wie beispielsweise die Höchstverschuldungsquote und die Großkreditgrenzen. Die Risikotragfähigkeit ist demnach gegeben, sofern der ermittelte Kapitalbedarf die Einhaltung der Kapitalquoten bewirkt und die sämtliche Strukturanforderungen hinsichtlich des Kapitals erfüllt werden.

Die normative Perspektive bilden wir ausgehend von der Gesamtbankplanung über einen Zeithorizont von 5 Jahren ab. In dieser wird die Entwicklung des regulatorischen Kapitalbedarfs im Rahmen einer mehrjährigen Kapitalplanung bestimmt. Neben einem Planszenario werden mögliche abweichende Entwicklungen wie Bonitätsverschlechterungen im Kundenkreditgeschäft in einem adversen Szenario berücksichtigt.

Die Risikotragfähigkeit in der ökonomischen Perspektive zielt auf den Schutz der Gläubiger ab. In der ökonomischen Perspektive, die in unserem Institut barwertig ermittelt wird, werden das Risikodeckungspotenzial und die konsistent dazu ökonomisch ermittelten Risiken gegenübergestellt. Die ökonomische Risikotragfähigkeit ist demnach gegeben, wenn die barwertigen Risiken durch das Risikodeckungspotenzial laufend gedeckt sind. Die Bewertung des Risikodeckungspotenzials erfolgt unabhängig von Rechnungslegungskonventionen und aufsichtlichen Eigenmittelanforderungen.

Ausgangspunkt bei der barwertigen Ermittlung des Risikodeckungspotenzials ist der Barwert (Marktwert) sämtlicher Vermögenswerte und Verbindlichkeiten. Dabei werden auch außerbilanzielle Größen berücksichtigt.

Auf Basis des ermittelten Risikodeckungspotenzials legen wir im Rahmen unseres Strategie-, Planungs- und Limitierungsprozesses einmal im Jahr unser Gesamtbankrisikolimit fest. Wir stellen dabei sicher, dass genügend freies Risikodeckungspotenzial zur Verfügung steht, um zukünftige Wertschwankungen aufzufangen.

Die Risikomessung für die in der ökonomischen Perspektive der Risikotragfähigkeit berücksichtigten Risikoklassen erfolgt mithilfe geeigneter Value-at-Risk (VaR)-Modelle mit einem Konfidenzniveau von 99,9 % und einem Risikobetrachtungshorizont von einem Jahr. Bei den Risikoklassen, für die kein statistisches Verlustverteilungsmodell verwendet wird, erfolgt eine expertenbasierte Risikoeinschätzung, die dem Ausmaß nach dem 99,9 %-Quantil entspricht. Die Risikoaggregation erfolgt im Risikoszenario unter Berücksichtigung von Korrelationen zwischen den einzelnen Risikoarten (Marktpreisrisiko/Adressrisiko-Split). In den Stressszenarien erfolgt die Risikoaggregation additiv.

Die Ermittlung der Liquiditätstragfähigkeit erfolgt ebenfalls in einer normativen und einer ökonomischen Perspektive anhand von aufsichtsrechtlichen Liquiditätskennzahlen sowie einer Überwachung des Überlebenshorizonts.

In der normativen Perspektive wird das Ziel verfolgt, kurzfristig und in unserer mehrjährigen Geschäftsplanung die aufsichtsrechtlichen Liquiditätsanforderungen einzuhalten. Dazu werden hochliquide Vermögenswerte den aufsichtsrechtlichen Nettomittelabflüssen gegenübergestellt. Für die Steuerung der normativen Liquiditätstragfähigkeit verwenden wir die aufsichtsrechtlich vorgegebene Kennzahl Liquidity Coverage Ratio (LCR).

Zusätzlich wird die Net Stable Funding Ratio (NSFR) als normative Mindestgröße in der Banksteuerung berücksichtigt. Diese zeigt das Verhältnis von verfügbarer zur erforderlichen stabilen Refinanzierung auf.

In der ökonomischen Perspektive werden neben der Plan-Liquiditätsablaufbilanz Stress-Liquiditätsablaufbilanzen vierteljährlich erstellt. Diese berücksichtigen die Liquiditätsauswirkungen von institutseigenen und marktweiten Ursachen sowie eine Kombination daraus. Wir haben einen Mindest-Überlebenshorizont von 5 Monaten für die Plan-Liquiditätsablaufbilanz sowie die Stress-Liquiditätsablaufbilanzen definiert. Dieser wurde im Berichtszeitraum nicht unterschritten.

Die Offenlegung der Risikomanagementziele und -politik entsprechen den Anforderungen des Artikels 435 CRR und werden mit den Strategien dem Aufsichtsrat zur Kenntnis gegeben und mit diesem erörtert.

Die eingerichteten Systeme und Verfahren des Risikomanagements sind dem Profil und der Geschäfts- und Risikostrategie der Bank sowie ihrer Größe angemessen und entsprechen den Anforderungen der MaRisk.

Risiken

Als Risiko definieren wir die negative Abweichung vom erwarteten Ergebnis bzw. Planwert aufgrund von Unsicherheit. Zur Beurteilung der Wesentlichkeit von möglichen Risiken verschaffen wir uns einmal im Jahr im Rahmen der Risikoinventur sowie anlassbezogen einen Überblick über die Risiken unserer Bank auf Gesamtinstitutsebene. Dabei werden auch übergreifende Risiken wie das Modell-, Reputations- und Nachhaltigkeitsrisiko sowie Risikokonzentrationen in der Wesentlichkeitsbewertung der einzelnen Risikoklassen berücksichtigt.

Zum Bewertungsstichtag werden das Kreditrisiko, das Marktrisiko, das operationelle Risiko, das Immobilienrisiko sowie das Liquiditätsrisiko als wesentliche Risiken bewertet.

Für unsere Risikobeurteilung zum Bewertungsstichtag legen wir konsistent zum Prognosezeitraum einen Zeitraum von 3 Jahren zu Grunde, in dem auch das Vorliegen von bestandsgefährdenden Risiken beurteilt wird.

Bestandsgefährdende Risiken (wesentliche Risiken mit hohen Auswirkungen) liegen für den hier zugrunde gelegten Beurteilungszeitraum von 3 Jahren nicht vor. 

Adressenausfallrisiken bzw. Kreditrisiko

Das Kreditrisiko beschreibt die Gefahr, dass Verluste oder entgangene Gewinne aufgrund des Ausfalls von Geschäftspartnern, der Ratingmigration und/oder der adressbezogenen Spreadveränderung entstehen. Es umfasst das Kreditrisiko im Kundengeschäft sowie im Eigengeschäft.

Das Kundenkreditgeschäft stellt ein Kerngeschäftsfeld unserer Bank dar. Wir schätzen in der Gesamtwürdigung (quantitativ + qualitativ) die Risikoklasse Kreditrisiko Kundengeschäft in der Vermögens- und Ertragslage aus aufsichtsrechtlicher und betriebswirtschaftlicher Sicht ebenfalls als wesentlich ein.

Das Kreditrisiko Eigengeschäft stellt ein ergänzendes Geschäftsfeld unserer Bank dar. Wir schätzen in der Gesamtwürdigung (quantitativ + qualitativ) die Risikoklasse Kreditrisiko Eigengeschäft sowohl in der Vermögens- als auch in der Ertragslage aus aufsichtsrechtlicher und betriebswirtschaftlicher Sicht als wesentlich ein.

Zur Steuerung des Kreditrisikos setzen wir im Kundengeschäft Ratingsysteme zur Beurteilung der Bonität einzelner Engagements ein (im wesentlichen VR-Rating). Zur Bestimmung der Ausfallwahrscheinlichkeiten verwendet die Bank vorrangig die Verfahren der Genossenschaftlichen FinanzGruppe Volksbanken Raiffeisenbanken. Um die Spezifika der einzelnen Kundensegmente abbilden zu können, sind für unterschiedliche Kundensegmente separate Ratingverfahren im Einsatz.

Bei den Eigenanlagen nutzen wir für Wertpapiere die Ratinginformationen der DZ BANK AG auf Basis externer Ratingagenturen, Einschätzungen der DZ BANK AG, eigene Analysen von Berichten und Veröffentlichungen sowie bei den Fonds die Risikoinformationen der Fondsgesellschaft Union Investment. Auch hier werden die Risikoentwicklungen im Rahmen von VR Control über ein Portfoliomodell überwacht. Turbulenzen an den Finanzmärkten begegnen wir durch eine breite Streuung der Eigenanlagen, Diversifikation in viele Anlageklassen und Beschränkung auf gute Bonitäten. Im Non Investmentgrade (unterhalb von BBB-) werden keine Eigenanlagen getätigt.

Gemäß unseren Grundsätzen zur Risikosteuerung nehmen wir zur Absicherung von Kreditrisiken werthaltige Sicherheiten herein. Ratingnoten und Sicherheiten fließen in alle relevanten Kreditprozesse ein, von der Kreditvergabe bis zur Kreditüberwachung.

Neben der Steuerung von Kreditrisiken auf Kundenebene, nehmen wir die Steuerung auch auf Portfolioebene vor. Zu diesem Zweck ist ein Limitsystem, unter anderem bezogen auf die strategische Risikokonzentrationen in Deutschland und der Besicherung mit Grundpfandrechten implementiert. Im Rahmen der Kreditrisikorisikosteuerung wird das Portfolio sowohl nach Bonitätsklassen, Größenklassen, Branchen, Sicherheiten und weiteren Risikotreibern sowie deren Entwicklung analysiert und die Einhaltung des Limitsystems überwacht. Zur Begrenzung der Einzelemittentenrisiken werden vom Vorstand Kontrahenten- und Emittentenlimite beschlossen. Vorstand und Aufsichtsrat werden mindestens vierteljährlich über die Entwicklung des Portfolios sowie über die Auslastung der Einzel- und Strukturlimite informiert.

Daneben stellen die Mindestanforderungen an die Kreditvergabe risikobegrenzende Maßnahmen beim Einzelgeschäft dar. Kreditentscheidungen werden in Abhängigkeit vom Risikogehalt über unterschiedliche Kompetenzstufen getroffen. Die Bewertung der Kreditengagements und gegebenenfalls die Bildung einer Risikovorsorge erfolgen in Übereinstimmung mit den handelsrechtlichen Vorschriften. Als zentrales Kriterium für die Prüfung der akuten Ausfallrisiken wird die Nachhaltigkeit der Kapitaldienstfähigkeit herangezogen. Wir prüfen die Bildung von Risikovorsorge bei Vorliegen von Frühwarnsignalen und Ausfallkriterien. Sanierungsbedürftige und notleidende Engagements werden in einem marktunabhängigen Bereich betreut bzw. überwacht.

Wir ermitteln monatlich mit Hilfe des Kreditportfoliomodells für Kundengeschäfte (KPM KG) barwertig unter VR Control einen unerwarteten Verlust (Credit-Value-at-Risk) aus dem Kundenkreditgeschäft. Die Berechnung erfolgt auf Basis von Kreditrisikoprämien in einem mehrstufigen Verfahren, dem sowohl die modellierten Verluste auf Basis des LGD Modells als auch Ausfallwahrscheinlichkeiten und Sektorparameter zugrunde liegen.

Das Kreditrisiko bei Eigenanlagen wird im Rahmen der Risikotragfähigkeitskonzeption der Bank vierteljährlich mit Hilfe des Kreditportfoliomodells für Eigengeschäfte (KPM-EG) ermittelt. Grundlage der Berechnungen sind verschiedene Marktpartnersegmente, die differenzierte Spread- und Ratingmigrationen, Spreadverteilungen sowie Migrationsmatrizen aufweisen. Die Ermittlung des in der Risikomessung angesetzten unerwarteten Verlustes (Risikoszenario) basiert auf einer Haltedauer von 250 Tagen.

Adressenausfallrisiken aus Fonds werden mittels einer von der Kapitalanlagegesellschaft ermittelten Ex-ante-Value-at-Risk-Kennziffer berücksichtigt, die nur das Adressenausfallrisiko abbildet. Das Marktpreisrisiko des Fonds berücksichtigen wir mittels einer separaten Ex-ante-Value-at-Risk-Kennziffer.

Marktpreisrisiken bzw. Marktrisiken

Das Marktrisiko beschreibt die Gefahr, dass aufgrund nachteiliger Veränderungen von Marktpreisen oder preisbeeinflussenden Parametern Verluste entstehen können. Marktrisiken umfassen Zins-, Aktien- und Währungsrisiken sowie sonstige Marktrisiken.

Das Zinsrisiko stuft die Bank anhand der Risikoinventur als aufsichtsrechtlich und betriebswirtschaftlich wesentlich ein. Das Risiko hat insbesondere aufgrund des zinsbasierten Kurswertrisikos eine hohe Auswirkung auf die Vermögens- und Ertragslage.

Darüber hinaus besteht ein wesentliches Aktienrisiko aus Fonds der Union Investment, da hier Risiken über den Wesentlichkeitsschwellen bestehen. Hier besteht eine hohe Auswirkung auf die Vermögens- und Ertragslage.

Demgegenüber besteht lediglich ein unwesentliches Währungsrisiko aus den Fonds der Union Investment.

Das Volatilitätsrisiko, Optionsrisiko, Rohstoffrisiko und die sonstigen Marktrisiken stufen wir als nicht relevant bzw. unwesentlich ein, da entweder keine oder lediglich Risiken unterhalb der Wesentlichkeitsschwellen vorliegen.

Im Rahmen der ökonomischen Risikomessung des Zinsrisikos berechnen wir vierteljährlich einen Value-at-Risk, der auf einem historischen Zeitraum basiert. Als Szenariotechnik verwenden wir eine Skalierung über eintägige Verbarwertungen mittels Resampling. Die Ermittlung erfolgt mit Hilfe des Moduls ZINSMANAGEMENT unter VR-Control.

Im Rahmen der normativen Risikomessung wird monatlich die Veränderung des Zinsergebnisses und des Bewertungsergebnisses gegenüber der Planung simuliert. Grundlage der Berechnung sind überwiegend gleitende Durchschnitte sowie die erwartete Geschäftsstruktur. Die Ermittlung erfolgt mit Hilfe der Module ZIABRIS und ZINSMANAGEMENT unter VR-Control.

Für die Beurteilung des strategischen Zinsbuches wird das Barwertkonzept mit Unterstützung von VR-Control ZINSMANAGEMENT eingesetzt. Für die wesentlichen variablen Positionen hat die Bank Ablauffiktionen auf der Grundlage gleitender Durchschnitte ermittelt. Die Risiken werden nach der Veränderung des Barwertes des Zinsbuches aufgrund von Zinsshifts gemessen.

Das Aktienrisiko quantifizieren wir mittels der Risikokennzahlen der Union Investment.

Liquiditätsrisiko

Liquiditätsrisiken können grundsätzlich in der Form des Zahlungsunfähigkeitsrisikos, des Refinanzierungskostenrisikos und des Marktliquiditätsrisikos auftreten.

Zahlungsunfähigkeitsrisiken treten ein, wenn Zahlungsverpflichtungen nicht fristgerecht oder nicht in ausreichender Höhe erfüllt werden können. Refinanzierungsrisiken entstehen, wenn die Liquidität nicht zu den erwarteten Konditionen beschafft werden kann oder die Refinanzierungsmittel nicht im erforderlichen Umfang zur Verfügung stehen. Marktliquiditätsrisiken treten ein, wenn Anlagen nicht zum gewünschten Zeitpunkt oder in der geplanten Höhe liquidiert werden können. Das Marktliquiditätsrisiko wird implizit über andere Risikoklassen gesteuert, weshalb eine explizite Betrachtung bei den Liquiditätsrisiken nicht erfolgt.

Wir schätzen in der Gesamtwürdigung aus der Risikoinventur (quantitativ + qualitativ) die Risikoklasse Zahlungsunfähigkeit aus aufsichtsrechtlicher und betriebswirtschaftlicher Sicht als wesentlich ein.

Die Risikoklasse Refinanzierungskostenrisiko stellt zwar ein relevantes Risiko dar. Wir schätzen in der Gesamtwürdigung der Risikoinventur (quantitativ + qualitativ) die Risikoklasse Refinanzierungskostenrisiko sowohl in der Vermögens- als auch in der Ertragslage aus aufsichtsrechtlicher und betriebswirtschaftlicher Sicht als unwesentlich ein.

Liquiditätsablaufbilanzen dienen als Frühwarnindikator für eine mögliche Zahlungsunfähigkeit und stellen dabei insbesondere den Überlebenshorizont dar. Stresstests für einen Zeitraum von 3 Jahren führen wir anhand eines institutseigenen, marktweiten und einem kombinierten Szenario für Liquiditätsrisiken durch. Durch die Anrechnung auf die Liquiditätspuffer wird auf dieser Grundlage der Überlebenshorizont ermittelt. Dabei werden auch adverse Entwicklungen außerhalb unseres Erwartungshorizontes reflektiert.

Liquiditätsrisiken werden darüber hinaus von der Bank anhand der Geldvermögensbestände auf DZ-Bank- und Bundesbankkonto, mittels Listen zu den größten offenen Zusagen und Einlagen, einer Übersicht zu den Fälligkeiten im Eigengeschäft und der aufsichtsrechtlichen Kennzahlen überwacht.

Das Liquiditätsrisiko wird anhand der aufsichtsrechtlichen Liquiditätskennzahl Liquidity Coverage Ratio (kurz: LCR) überwacht. Unsere Risikotoleranz haben wir über die Festlegung einer Warngrenze für die LCR Quote von mindestens 120 % definiert. Für die simplified Net Stable Funding Ratio (kurz: sNSFR) haben wir eine Warngrenze von 108 % implementiert.

Zur Begrenzung von Abrufrisiken sind Strukturlimite insbesondere für die Identifizierung von Großeinlegern im Meldewesen implementiert.

Da die Liquiditätsrisiken im Rahmen des Risikotragfähigkeitskonzeptes nicht sinnvoll angerechnet werden können, erfolgt die Steuerung mittels des Liquiditätstragfähigkeitskonzeptes der Bank.

Operationelles Risiko

Operationelle Risiken betreffen die Gefahr von Verlusten, die infolge der Unzulänglichkeit oder des Versagens von internen Prozessen, Menschen oder Systemen oder infolge externer Ereignisse eintreten. Diese Definition schließt Rechtsrisiken ein.

Die Risikoklasse operationelles Risiko ist mit allen Geschäftsfeldern unserer Bank verbunden. Wir schätzen in der Gesamtwürdigung aus der Risikoinventur (quantitativ + qualitativ) die Risikoklasse operationelles Risiko sowohl in der Vermögens- als auch in der Ertragslage aus aufsichtsrechtlicher Sicht als wesentlich ein. Die Einordnung erfolgt auf Grundlage der Vorgaben der MaRisk, auch wenn wir die betriebswirtschaftlichen Auswirkungen auf die Vermögens- Ertragslage für unser Haus als nicht wesentlich einstufen.

Die Bank hat eine einheitliche Festlegung und Abgrenzung der operationellen Risiken zu den anderen betrachteten Risikokategorien vorgenommen und diese im Risiko- und Steuerungshandbuch fixiert und kommuniziert. Die Abgrenzung umfasst auch den Umgang mit nicht eindeutig zuordenbaren Schadensfällen, Beinaheverlusten und damit zusammenhängenden Ereignissen.

Wesentliche operationelle Risiken werden jährlich identifiziert und analysiert. Hierzu wird auf eine Schadensfalldatenbank zurückgegriffen, in die eingetretene Schäden eingestellt werden.

Das IT-Risiko stellt ein spezielles operationelles Risiko dar. Hier betrachten wir insbesondere die Teilbereiche "Zentrales Rechenzentrum" und "IT-Risiken Bank". Über die IT-Risiken, die das Rechenzentrum betreffen, erhalten wir regelmäßige Berichte vom lT-Dienstleister einschließlich Darstellung der eingeleiteten Maßnahmen bei Problemen. Über die Beseitigung der im Rahmen von Sonderprüfungen durch die Finanzaufsicht ermittelten Mängel beim IT Dienstleister wurde zeitnah an Vorstand und Aufsichtsrat berichtet. Die vereinbarte Meilensteinplanung wurde eingehalten.

Für alle wesentlichen Schadensereignisse in Bezug auf bankinterne IT-Risiken besteht ein umfassender Versicherungsschutz. Betriebliche Notfallplanungen wurden insbesondere auf die Anforderungen aus dem lT-Bereich abgestimmt.

Rechtlichen Risiken begegnen wir durch die Verwendung der im Verbund entwickelten Formulare, die Inanspruchnahme juristischer Beratung im Fall von Rechtsstreitigkeiten und der juristischen Beratung durch den BWGV.

Im Rahmen der ökonomischen Perspektive wird für die operationellen Risiken vierteljährlich ein Value-at-Risk (VaR) mit einem Konfidenzniveau von 99,9 % mit dem Tool der AWADO berechnet.

In der normativen Perspektive werden die aufgetretenen Ist-Schäden dem erwarteten Verlust gegenüber gestellt. Die Ermittlung des erwarteten Verlustes erfolgt ebenfalls mit Hilfe des AWADO Tools für operationelle Risiken.

Weitere Risiken

Unter dieser Kategorie analysieren wir alle nicht bankspezifischen Risiken. Besondere Aufmerksamkeit widmen wir dabei potenziellen Beteiligungsrisiken, dem Immobilienrisiko, dem Reputationsrisiko, Geschäfts- und strategischen Risiken und dem Pensionsrisiko. Nachhaltigkeitsrisiken rücken verstärkt in den Focus. Genau wie Modellrisiken und Reputationsrisiken stellen diese sogenannte querschnittliche Risiken dar, die sich in anderen Risikoklassen manifestieren.

Die Wesentlichkeit dieser Risiken überprüfen wir regelmäßig und anlassbezogen.

In der Risikoinventur wurde das Immobilienrisiko aus eigenen Renditeobjekten und Immobilienfonds als betriebswirtschaftlich wesentlich eingestuft. Die Implementierung in den Steuerungskreis ist ganzheitlich erfolgt.

Zur Quantifizierung des Wertänderungsrisikos in der ökonomischen Perspektive verwenden wir für den Direktbestand ein vereinfachtes Verfahren mit Hilfe von gestressten Abschlagsfaktoren (Segmentierung in Gewerbe- und Wohnimmobilien). Hier wurden auch die Neubauprojekte in Tomerdingen und Laichingen aufgenommen. Zur Risikomessung im Immobilienfondsbestand werden die Risikokennzahlen der Union Investment verwendet (Aufteilung nach Risikoklasse).

Mit der Einführung der parcIT Software IRIS werden wir zukünftig auch das Mietausfall- und Ertragsrisiko bewerten.

In der normativen Perspektive ermitteln wir die Abweichungen von den geplanten Netto-Mieterträgen. Und setzen bei Bedarf außerordentliche Abschreibungen auf den Immobilienbestand an.

Darüber hinaus stufen wir alle sonstigen Risiken als unwesentlich ein.

Risikoberichterstattung in Bezug auf die Verwendung von Finanzinstrumenten

Aktuell haben wir keine Finanzinstrumente im Direktbestand.

Gesamtbild der Risikolage

Auf Grundlage unserer Verfahren des Risikomanagements zur Ermittlung der Risiken sowie des Risikodeckungspotenzials ist die Risikotragfähigkeit in beiden Perspektiven (ökonomisch und normativ) unter den von uns definierten Risikoszenarien in den von uns simulierten Risiko- bzw. Plan- und Stressszenarien gegeben. Die internen Simulationen kommen darüber hinaus zum Ergebnis, dass die Liquidität sichergestellt und die Eigenmittelanforderungen erfüllt werden.

Insgesamt hat sich die Risikolage im Vergleich zum Vorjahr ansteigend entwickelt. Im Risikoszenario ist die Limitbelastung von 74.276 TEUR auf 98.394 TEUR gestiegen. Dies ist vor allem auf die Risikoklasse Zins zurückzuführen, in der das Risiko aufgrund von Parameteränderungen bei der Berechnung des Risikos und Umschichtungen auf der Passivseite von variabel in festverzinsliche Einlagen gestiegen ist.

Im Einzelnen aggregieren sich die Risiken per 12/2023 wie folgt:

Risikoklasse Zins 41.971 TEUR
Risikoklasse Aktien 2.340 TEUR
Risikoklasse Immobilien 6.312 TEUR
Risikoklasse Kreditrisiko Eigengeschäft 34.054 TEUR
Risikoklasse Kreditrisiko Kundengeschäft 5.781 TEUR
Risikoklasse OpRisk 3.793 TEUR
Risikoklasse sonstige (Beteiligungen) 2.848 TEUR
Risikoklasse Fremdwährung 1.295 TEUR
Aufsichtsrechtliche Eigenmittel 178.782 TEUR
Risikodeckungspotenzia 208.364 TEUR
Gesamtbankrisikolimit 127.900 TEUR

Die Liquiditätstragfähigkeit ist sowohl in der ökonomischen als auch normativen Perspektive gegeben:

LCR 194,8 %
sNSFR 110,5 %
Überlebenshorizont im kombinierten Stressszenario 670 Tage

Nach dem derzeitigen Planungsstand ist die Risikotragfähigkeit angesichts der laufenden Ertragskraft und der Vermögens- bzw. Substanzsituation des Instituts auch im Berichtszeitraum 2024-2026 gegeben. Die dargestellten Risiken werden die künftige Entwicklung unserer Bank nicht wesentlich beeinträchtigen.

Bestandsgefährdende Risiken sind nicht erkennbar.

Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat mit Allgemeinverfügung vom 31. Januar 2022 die Quote des inländischen antizyklischen Kapitalpuffers von 0 % auf 0,75 % erhöht. Die genannte Quote musste ab dem 01. Februar 2023 zur Berechnung des institutsspezifischen antizyklischen Kapitalpuffers angewendet werden und wurde in der Kapitalplanung ebenfalls berücksichtigt.

Zudem hat die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) zum 1. April 2022 einen sektoralen Systemrisikopuffer in Höhe von zwei Prozent für Risikopositionen von mit Wohnimmobilien besicherten Krediten angeordnet. Die genannte Quote musste ebenfalls ab dem 1. Februar 2023 zur Berechnung des Kapitalpuffers für systemische Risiken angewendet werden und wurde in Höhe von 0,09 % in der Kapitalplanung berücksichtigt.

Darüber hinaus wird aus der NPL-Regulierung ein ansteigender Kernkapitalabzug in der Planung bis 2026 berücksichtigt. In 2027 und 2028 wird aufgrund der qualitativ guten Abwicklungsprozesse mit konstanten Beträgen geplant.

Basel IV führt voraussichtlich zunächst zu keinen höheren Kapitalanforderungen. Dazu wurde eine detaillierte Simulation erstellt. Folglich wurden bis 2026 keine höheren Kapitalanforderungen eingeplant.

Die vorgegebenen Anforderungen der CRR und des KWG wurden im Geschäftsjahr 2023 jederzeit eingehalten. Aufgrund unserer Analyse und des bereits eingeplanten Kapitalpuffers gehen wir davon aus, dass wir auch die von der BaFin angeordneten erhöhten Kapitalpufferanforderungen einhalten werden.

Ein großes Risiko für die Erreichung unserer Ziele sehen wir derzeit bei einer Verschärfung der weltweiten Konflikte und bei einer weiterhin inversen Zinsstrukturkurve. Darüber hinaus bestehen Risiken bei einer schlechteren Konjunkturentwicklung als ursprünglich prognostiziert, vor allem im Kreditgeschäft.

Ebenso bestehen Risiken aus der Refinanzierung des Tendergeschäftes, das in Höhe von 60,0 Mio. Euro im September 2023 fällig wurde und bei gleichzeitig rückläufigen Kundeneinlagen zum Teil über Termingeldaufnahmen und Repo-Geschäfte bei der DZ Bank refinanziert werden musste. Die Laufzeiten der anschließenden Termingeldaufnahmen und Repo-Geschäfte wurden mit den Fälligkeiten im Depot A abgestimmt. Eine Wiederanlage aus den Fälligkeiten mit derzeit höheren Zinskupons ist uns bis 2025 daher nicht möglich.

Das aktuell gestiegene Zinsniveau führt zu einem intensiven Wettbewerb um Kundeneinlagen. Zudem schichten die Kunden ihre Einlagen vermehrt von variablen in festverzinsliche Termineinlagen um. Dies führt zu einer Erhöhung des Zinsänderungsrisikos.

Chancen für das Ergebnis der Bank ergeben sich bei einer Beendigung des Russland-Ukraine-Konflikt. Hier wäre mit einer Stabilisierung der Finanzmärkte zu rechnen. Zudem wären voraussichtliche Preisrückgänge an den Rohstoffmärkten die Folge. Direkt oder indirekt betroffene Unternehmen könnten sich wirtschaftlich vom Russland-Ukraine-Konflikt und dessen Konsequenzen erholen, was aufgrund unserer mittelständischen Kundenstruktur auch bei uns zu einer positiven Geschäftsentwicklung führen würde. Auf Basis unserer über den aufsichtsrechtlichen Mindestanforderungen liegenden Eigenkapital- und Liquiditätsausstattungen sind wir in der Lage, die Kreditanfragen unserer Firmen- und Privatkunden zu bedienen.

Chancen für eine positive geschäftliche Entwicklung sehen wir zudem auf längere Sicht bei einer Linksdrehung der Zinsstrukturkurve. Ein Anstieg des Zinsniveaus am langen Ende würde zunächst den Wert unserer Eigengeschäfte und den Zinsaufwand belasten, auf längere Sicht aber zu höheren Zinserträgen führen. Zusätzlich würden wir bei einer steileren Zinsstruktur von höheren Zinserträgen aus der Fristentransformation profitieren.

D. Prognosebericht

In der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung erwarten wir für 2024 ein Wachstum des Bruttoinlandsprodukts von 1,25 % und eine Inflationsrate von 3,0 %. Des Weiteren geht die Bank von einer Verschärfung am Arbeitsmarkt aus (Quelle: BVR Kompass). Leider ist das Wirtschaftswachstum in 2024 nicht so wie geplant von 1,25 % eingetreten. Aufgrund des starkten Vermittlungsgeschäftes erwarten wir dennoch das Erreichen der Ziele.

Der Prognosebericht basiert auf der Erfolgsübersicht per 31.12.2023 und der entsprechenden Kapital- und Ergebnisplanung 2024-2026. Hinsichtlich unserer Prognose gehen wir von einer Linksdrehung und steigenden Zinsen entsprechend der DZ Bank-Prognose vom 12.10.2023 aus.

Ausgehend vom Planungsstichtag per 30.09.2023 basiert unsere Eckwertplanung auf folgenden wesentlichen Annahmen:

Für das Jahr 2024 wird ein prozentuales Wachstum im gewerblichen Kundenkreditgeschäft von 4,0 % und privaten Kundenkreditgeschäft von 2,5 % angenommen. Die Anschaffungsdarlehen lassen wir zu Gunsten von easyCredit abschmelzen. Bei den Kundeneinlagen gehen wir ebenfalls von einem Wachstum im Geschäftsjahr 2024 in Höhe von 4,0 % bei den Firmenkunden und 2,5 % bei den Privatkunden aus. Darüber hinaus haben wir Umschichtungen von variablen Produkten in Fest- und Kündigungsgelder auf der Passivseite eingeplant.

In den Folgejahren unterstellen wir ebenfalls ein Wachstum von 4,0 % im gewerblichen Kundenkreditgeschäft und 2,5 % im privaten Kundenkreditgeschäft. Auch hier lassen wir die Anschaffungsdarlehen zu Gunsten von easyCredit abschmelzen. Im bilanziellen Einlagengeschäft mit unseren Kunden planen wir in den beiden Folgejahren 2025 und 2026 mit einem Wachstum von jeweils 4,0 % bei den Firmenkunden und 2,5 % bei den Privatkunden. Zudem planen wir mit weiteren Umschichtungen, die zu einem höheren Zinsaufwand in 2025 und 2026 führen.

Im Eigengeschäft lassen wir die Depot A-Bestände in unserer Planung für 2024 und teilweise 2025 zu Gunsten der Tilgung der fälligen Termingeldaufnahmen und Repo-Geschäfte abschmelzen. Ab 2025 ist eine anteilige Wiederanlage im WP-Geschäft eingeplant. Zudem haben wir eine höhere Mindestreservehaltung ohne Verzinsung eingeplant.

Ausgehend von der Erfolgsübersicht per 31.12.2023 wurde ein leichter Anstieg des durchschnittlichen Geschäftsvolumens in 2024 um 0,1 % und in 2025 um 0,3 % angesetzt. In 2026 wird mit einem Wachstum von 1,6 % geplant.

Beim Zinsüberschuss planen wir im Vergleich zum GuV-Ergebnis 2023 einen Rückgang von 25.466 TEUR auf 24.897 TEUR in 2024. Wesentlich hierfür ist der höhere Zinsaufwand aus den Umschichtungen der Kundeneinlagen und den Termingeldaufnahmen und Repo-Geschäften. In 2025 und 2026 steigt der Zinsüberschuss dann aufgrund des Wachstums im Kundenkreditgeschäft deutlich an. Im Eigenanlagenbereich planen wir im Jahr 2024 und für die Folgejahre mit etwa konstanten Ausschüttungserträgen aus unseren Investmentfondsbeständen. Bei unseren Beteiligungen erwarten wir in 2024 - 2026 annähernd konstante Ausschüttungen.

Daneben erwarten wir einen deutlich höheren Provisionsüberschuss im Jahr 2024 von insgesamt 10.928 TEUR. Dies entspricht einem prozentualen Anstieg um 6,8 %. Dies resultiert vor allem aus höher geplanten Provisionen im Zahlungsverkehr aufgrund der Einführung von neuen Kontomodellen. Wir erwarten ab dem Jahr 2025 einen weiter ansteigenden Provisionsüberschuss (4,0 % in 2025 und 3,1 % in 2026).

Folglich steigt auch der geplante Rohertrag (Zins- und Provisionsüberschuss) in 2024 um 0,4 % auf 35.826 TEUR. In 2025 steigt der geplante Rohertrag um 7,7 % und in 2026 um 7,1 % an.

Aufgrund von Tariflohnsteigerungen erwarten wir, dass der Personalaufwand im Jahr 2024 um etwa 0,4 % steigt. Für die Jahre 2024 und 2025 gehen wir in unserer Planung ebenfalls von einem weiter steigenden Personalaufwand in Höhe von jeweils 0,6 % pro Jahr aus. Für das Jahr 2024 und 2025 beträgt die Personalaufwandsquote 0,97 % der durchschnittlichen Bilanzsumme. In 2026 fällt diese dann auf 0,96 % der durchschnittlichen Bilanzsumme.

Im Jahr 2024 erwarten wir einen Rückgang unserer Sachaufwendungen in der Größenordnung von -6,2 % auf 8.826 TEUR. Dieser Rückgang ist zum Beispiel auf die in 2023 enthaltenen hohen Beratungskosten zurückzuführen. Darüber hinaus sind neben einem Anstieg der Sachaufwendungen aufgrund der Inflationserwartung von 3 % hier auch Planungen der IT, der allgemeinen Verwaltung und vom Projektmanagement enthalten. Auf Basis einer Expertenschätzung erwarten wir in den Folgejahren ab 2025 eine gleichbleibende Inflation von 3 % pro Jahr. Darüber hinaus wird ein Rückgang der Projektkosten in 2025 erwartet. Folglich fällt der Sachaufwand im Jahr 2025 um 1,5 %. In 2026 steigt der Aufwand um 1,1 %.

Daneben steigt die AfA aufgrund unserer bereits in 2023 abgeschlossenen Investitionstätigkeiten und der weiteren Investitionsplanung um 18,9 % im Jahr 2024 an. Im Jahr 2025 und 2026 geht die AfA aufgrund der geplanten abnehmenden Tätigkeit um 8,9 % (2025) und 3,2 % (2026) zurück.

Ab dem Jahr 2024 erwarten wir aus unseren eingeleiteten Immobilieninvestitionen eine deutliche Steigerung unserer Mieteinnahmen unter GuV 8 (sonstige betriebliche Erträge) erzielen zu können. Bei den geplanten sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Abschreibungen aus dem Abriss von Westerstetten und erwartete Verluste aus operationellen Risiken enthalten.

Vor dem Hintergrund der geschilderten Entwicklungen erwarten wir für das Jahr 2024 gegenüber dem Jahr 2023 ein um 0,7 % höheres Betriebsergebnis vor Bewertung in Höhe von 9.494 TEUR analog der Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung wurden betriebswirtschaftliche außerordentliche Faktoren berücksichtigt.

Darüber hinaus ergibt sich ein deutlicher Anstieg des Betriebsergebnisses vor Bewertung im Jahr 2025 um 31,9 % und im Jahr 2026 um 21,2 %.

Ausgangsbasis für die Planung des Bewertungsergebnisses im Kundengeschäft stellt der erwartete Verlust inklusive einer Wachstumsannahme von 3 % pro Jahr dar. Davon werden Einzelrückstellungen für noch offene Zusagen abgezogen und die Zuführung für PWB hinzu geplant, so dass das Bewertungsergebnis im Kundengeschäft für 2024 mit -2.067 TEUR eingeplant wurde. Im Jahr 2025 und in 2026 wird von einem weiteren Anstieg des erwarteten Verlustes entsprechend dem Wachstum des Kundenkreditgeschäftes ausgegangen.

Das Bewertungsergebnis Eigengeschäft (inkl. Beteiligungen und verbundene Unternehmen) fällt aufgrund der Abschreibungen im Geschäftsjahr 2022 und der geplanten Wertaufholungseffekte in den Jahren 2024 mit +480 TEUR, in 2025 mit +291 TEUR und in 2026 mit +199 TEUR deutlich besser aus.

Für den bedeutsamsten Leistungsindikator, Betriebsergebnis vor Steuern / durchschnittlichen Bilanzsumme, erwarten wir für das Jahr 2024 einen Wert von 0,47 %. Das Betriebsergebnis vor Steuern liegt in 2024 voraussichtlich bei 7.907 TEUR. Dieser Wert liegt somit deutlich über dem Wert von 0,34 % im Jahr 2023. Zu diesem deutlich höheren erwarteten Wert für das Jahr 2024 trägt neben den bereits beschriebenen Sachverhalten ein erwartetes deutlich besseres Bewertungsergebnis aus dem Kundengeschäft bei.

Entsprechend der oben aufgeführten Entwicklungen fällt die Cost-Income-Ratio in 2024 auf 74,0 %. Im Folgejahr 2025 sinkt diese dann aufgrund der oben erläuterten Effekte auf 68,1 %. Im weiteren Verlauf fällt die Cost-Income-Ratio in 2026 auf 63,9 %.

Bei der Entwicklung der Gesamtkapitalquote erwarten wir, diese jeweils zum Jahresende über dem Zielwert inklusive Managementpuffer von 12,13 % in den Jahren 2024 - 2026 halten zu können. Gemäß unserer Kapitalplanung gehen wir hierbei davon aus, höhere Eigenmittelanforderungen insbesondere aus dem erwarteten Anstieg des Kundenkreditvolumens und aus unseren eingeleiteten Immobilieninvestitionen durch Gewinnzuführungen in unser Eigenkapital begleiten zu können.

Die Aktivitäts-, Qualitäts- und Produktionsziele setzen sich dabei aus mehreren finanziellen und nichtfinanziellen Unterzielen zusammen. Wir leiten die jeweiligen Unterziele in einem jährlichen Planungsprozess aus unserer operativen Planung ab und streben in 2024 - 2026 eine Zielerreichung von jeweils über 100 % an.

Bei unseren Mitgliedern planen wir für die Jahre 2024 - 2026 eine konstante Entwicklung. In der Kapitalplanung gehen wir von 12.361 TEUR Geschäftsguthaben und einer Dividende von 4 % p.a. aus.

In unserer Mehrjahresplanung gehen wir aufgrund von Einmaleffekten in 2023 von auf 252 TEUR fallenden Schulungsaufwendungen in 2024 aus. In den Folgejahren 2025 und 2026 wird mit leicht steigenden Schulungsaufwendungen gerechnet.

Langenau, 5. Juni 2024 Volksbank Alb eG

Der Vorstand:

Wolfgang Hirmer

Ralf Schiffbauer

Oliver Velten

Marcus Vögl

1. Jahresbilanz zum 31. Dezember 2023
Volksbank Alb eG, Langenau Genossenschaftsregisternummer 101 beim Amtsgericht Ulm

Aktivseite

    Geschäftsjahr  Vorjahr 
EUR EUR EUR EUR TEUR
1. Barreserve
a) Kassenbestand 7.731.987,04 8.123
b) Guthaben bei Zentralnotenbanken 8.943.949,60 37.538
darunter: bei der Deutschen Bundesbank 8.943.949,60 (37.538)
c) Guthaben bei Postgiroämtern 0,00 16.675.936,64 0
2. Schuldtitel öffentlicher Stellen und Wechsel, die zur Refinanzierung bei Zentralnotenbanken zugelassen sind
a) Schatzwechsel und unverzinsliche Schatzanweisungen sowie ähnliche Schuldtitel öffentlicher Stellen 0,00 0
darunter: bei der Deutschen Bundesbank refinanzierbar 0,00 (0)
b) Wechsel 0,00 0,00 0
3. Forderungen an Kreditinstitute
a) täglich fällig 59.509.837,77 45.678
b) andere Forderungen 43.028.453,86 102.538.291,63 60.065
4. Forderungen an Kunden 1.034.136.365,64 1.019.885
darunter:
durch Grundpfandrechte gesichert 221.494.787,20 (213.516)
Kommunalkredite 31.411.051,14 (35.910)
5. Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere
a) Geldmarktpapiere
aa) von öffentlichen Emittenten 0,00 0
darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank 0,00 (0)
ab) von anderen Emittenten 0,00 0,00 0
darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank 0,00 (0)
b) Anleihen und Schuldverschreibungen
ba) von öffentlichen Emittenten 12.902.784,84 14.460
darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank 12.902.784,84 (14.460)
bb) von anderen Emittenten 219.986.900,45 232.889.685,29 210.081
darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank 142.403.004,43 (131.179)
c) eigene Schuldverschreibungen 0,00 232.889.685,29 0
Nennbetrag 0,00 (0)
6. Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 211.845.660,83 220.456
6a. Handelsbestand 0,00 0
7. Beteiligungen und Geschäftsguthaben bei Genossenschaften
a) Beteiligungen 32.457.086,79 32.457
darunter:
an Kreditinstituten 2.708.430,36 (2.708)
an Finanzdienstleistungsinstituten 0,00 (0)
an Wertpapierinstituten 0,00 (0)
b) Geschäftsguthaben bei Genossenschaften 2.842.610,00 35.299.696,79 2.848
darunter:
bei Kreditgenossenschaften 2.802.280,00 (2.802)
bei Finanzdienstleistungsinstituten 0,00 (0)
bei Wertpapierinstituten 0,00 (0)
8. Anteile an verbundenen Unternehmen 51.129,18 51
darunter:
an Kreditinstituten 0,00 (0)
an Finanzdienstleistungsinstituten 0,00 (0)
an Wertpapierinstituten 0,00 (0)
9. Treuhandvermögen 4.926.107,96 5.520
darunter: Treuhandkredite 4.926.107,96 (5.515)
10. Ausgleichsforderungen gegen die öffentliche Hand einschließlich Schuldverschreibungen aus deren Umtausch 0,00 0
11. Immaterielle Anlagewerte
a) Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 0,00 0
b) entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 787,00 5
c) Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0
d) geleistete Anzahlungen 0,00 787,00 0
12. Sachanlagen 34.738.865,54 28.831
13. Sonstige Vermögensgegenstände 10.938.715,55 10.493
14. Rechnungsabgrenzungsposten 1.202.523,39 44
Summe der Aktiva 1.685.243.765,44 1.696.535

Passivseite

    Geschäftsjahr  Vorjahr 
EUR EUR EUR EUR TEUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
a) täglich fällig 52.267,95 13
b) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 279.549.432,02 279.601.699,97 267.848
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
a) Spareinlagen
aa) mit vereinbarter Kündigungsfrist von drei Monaten 203.782.929,89 309.845
ab) mit vereinbarter Kündigungsfrist von mehr als drei Monaten 73.686,87 203.856.616,76 95
b) andere Verbindlichkeiten
ba) täglich fällig 737.929.333,13 906.600
bb) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 278.743.450,01 1.016.672.783,14 1.220.529.399,90 28.276
3. Verbriefte Verbindlichkeiten
a) begebene Schuldverschreibungen 0,00 0
b) andere verbriefte Verbindlichkeiten 0,00 0,00 0
darunter:
Geldmarktpapiere 0,00 (0)
eigene Akzepte und Solawechsel im Umlauf 0,00 (0)
3a. Handelsbestand 0,00 0
4. Treuhandverbindlichkeiten 4.926.107,96 5.520
darunter: Treuhandkredite 4.926.107,96 (5.515)
5. Sonstige Verbindlichkeiten 2.217.221,73 3.500
6. Rechnungsabgrenzungsposten 58.487,16 63
6a. Passive latente Steuern 0,00 0
7. Rückstellungen
a) Rückstellungen für Pensionen u. ähnliche Verpflichtungen 3.408.417,00 3.256
b) Steuerrückstellungen 0,00 738
c) andere Rückstellungen 3.842.825,82 7.251.242,82 3.895
8. [gestrichen] 0,00 0
9. Nachrangige Verbindlichkeiten 0,00 0
10. Genussrechtskapital 0,00 0
darunter: vor Ablauf von zwei Jahren fällig 0,00 (0)
11. Fonds für allgemeine Bankrisiken 91.000.000,00 88.259
darunter: Sonderposten nach § 340e Abs. 4 HGB 0,00 (0)
12. Eigenkapital
a) Gezeichnetes Kapital 12.819.906,07 12.988
b) Kapitalrücklage 0,00 0
c) Ergebnisrücklagen
ca) gesetzliche Rücklage 31.440.000,00 31.025
cb) andere Ergebnisrücklagen 33.940.000,00 65.380.000,00 33.524
d) Bilanzgewinn 1.459.699,83 79.659.605,90 1.090
Summe der Passiva 1.685.243.765,44 1.696.535
Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR EUR EUR TEUR
1. Eventualverbindlichkeiten
a) Eventualverbindlichkeiten aus weiter-
gegebenen abgerechneten Wechseln
0,00 0
b) Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und Gewährleistungsverträgen 18.345.424,15 21.730
c) Haftung aus der Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten 0,00 18.345.424,15 0
2. Andere Verpflichtungen
a) Rücknahmeverpflichtungen aus unechten Pensionsgeschäften 0,00 0
b) Platzierungs- u. Übernahmeverpflichtungen 0,00 0
c) Unwiderrufliche Kreditzusagen 76.738.607,38 76.738.607,38 109.934
darunter: Lieferverpflichtungen
aus zinsbezogenen Termingeschäften 0,00 (0)

2. Gewinn- und Verlustrechnung
für die Zeit vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023

    Geschäftsjahr  Vorjahr 
EUR EUR EUR EUR TEUR
1. Zinserträge aus
a) Kredit- und Geldmarktgeschäften 25.659.779,43 19.063
b) festverzinslichen Wertpapieren und Schuldbuchforderungen 3.496.207,91 29.155.987,34 2.927
darunter: in a) und b)
angefallene negative Zinsen
4.257,73 (45)
2. Zinsaufwendungen 8.576.848,33 20.579.139,01 925
darunter: erhaltene
negative Zinsen
13.082,37 (512)
3. Laufende Erträge aus
a) Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren 3.963.225,44 3.815
b) Beteiligungen und Geschäftsguthaben bei Genossenschaften 923.324,01 991
c) Anteilen an verbundenen Unternehmen 0,00 4.886.549,45 0
4. Erträge aus Gewinngemeinschaften, Gewinnabführungs-
oder Teilgewinnabführungsverträgen
0,00 0
5. Provisionserträge 11.537.542,51 11.841
6. Provisionsaufwendungen 1.304.571,87 10.232.970,64 1.513
7. Nettoertrag/-aufwand des Handelsbestands 0,00 0
8. Sonstige betriebliche Erträge 1.225.708,61 1.172
9. [gestrichen] 0,00 0
10. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen
a) Personalaufwand
aa) Löhne und Gehälter 13.199.591,99 12.906
ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 2.972.395,03 16.171.987,02 3.213
darunter: für Altersversorgung 733.817,56 (904)
b) andere Verwaltungsaufwendungen 9.407.345,60 25.579.332,62 9.639
11. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf
immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen
1.591.440,68 1.482
12. Sonstige betriebliche Aufwendungen 326.528,45 245
13. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen
zu Rückstellungen im Kreditgeschäft
3.257.523,22 2.294
14. Erträge aus Zuschreibungen zu Forderungen und bestimmten Wertpapieren sowie aus der Auflösung
von Rückstellungen im Kreditgeschäft
0,00 -3.257.523,22 0
15. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Beteiligungen,
Anteile an verbundenen Unternehmen und wie
Anlagevermögen behandelte Wertpapiere
392.373,78 855
16. Erträge aus Zuschreibungen zu Beteiligungen, Anteilen an
verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen
behandelten Wertpapieren
0,00 -392.373,78 0
17. Aufwendungen aus Verlustübernahme 224,22 0
18. [gestrichen] 0,00 0
19. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 5.776.944,74 6.736
20. Außerordentliche Erträge 0,00 0
21. Außerordentliche Aufwendungen 0,00 0
22. Außerordentliches Ergebnis 0,00 (0)
23. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 1.535.823,49 1.535
darunter: latente Steuern 0,00 (0)
24. Sonstige Steuern, soweit nicht unter Posten 12 ausgewiesen 40.989,68 1.576.813,17 614
24a. Aufwendungen aus der Zuführung zum Fonds für allgemeine Bankrisiken 2.741.000,00 3.500
25. Jahresüberschuss 1.459.131,57 1.087
26. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 568,26 3
1.459.699,83 1.090
27. Entnahmen aus Ergebnisrücklagen
a) aus der gesetzlichen Rücklage 0,00 0
b) aus anderen Ergebnisrücklagen 0,00 0,00 0
1.459.699,83 1.090
28. Einstellungen in Ergebnisrücklagen
a) in die gesetzliche Rücklage 0,00 0
b) in andere Ergebnisrücklagen 0,00 0,00 0
29. Bilanzgewinn 1.459.699,83 1.090

3. Anhang für das Geschäftsjahr 2023

A. Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss der Volksbank Alb eG wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute (RechKredV) aufgestellt. Gleichzeitig erfüllt der Jahresabschluss die Anforderungen des Genossenschaftsgesetzes (GenG) und der Satzung der Bank.

B. Erläuterungen zu den Bilanzierungs-, Bewertungs- und Umrechnungsmethoden

Die Bewertung der Vermögensgegenstände und Schulden entspricht den allgemeinen Bewertungsvorschriften der §§ 252 ff. HGB unter Berücksichtigung der für Kreditinstitute geltenden Sonderregelungen (§§ 340 ff. HGB).

Gemäß Art. 67 Einführungsgesetz zum Handelsgesetzbuch (EGHGB) werden die (nachstehenden) im Jahresabschluss 2010 angewandten Übergangsvorschriften des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG) (hier: Beibehaltungs- und Fortführungswahlrechte für bestimmte Bilanzposten und Wertansätze) entsprechend der Rechtslage vor Inkrafttreten des BilMoG wie folgt fortgeführt:

- Beibehaltung der steuerrechtlichen Abschreibungen (§ 279 Abs. 2 i. V. m. § 254 Satz 1 HGB a. F.) nach Art. 67 Abs. 4 Satz 1 EGHGB

Bei Aufstellung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung wurden folgende Bilanzierungs-, Bewertungs- und Umrechnungsmethoden angewandt:

Barreserve

Die auf EUR lautende Barreserve wurde mit dem Nennwert angesetzt. Die Bewertung der Sorten erfolgte zum Kassakurs am Bilanzstichtag.

Forderungen an Kreditinstitute und an Kunden

Forderungen an Kreditinstitute und an Kunden wurden mit dem Nennwert angesetzt, wobei der Unterschiedsbetrag zwischen dem höheren Nennwert und dem Auszahlungsbetrag - sofern Zinscharakter vorliegt - in den passiven Rechnungsabgrenzungsposten abgegrenzt wurde. Dieser Unterschiedsbetrag wird grundsätzlich planmäßig, und zwar zinsanteilig, aufgelöst.

Anteilige Zinsen, deren Fälligkeit nach dem Bilanzstichtag liegt, die aber am Bilanzstichtag bereits den Charakter von bankgeschäftlichen Forderungen oder Verbindlichkeiten haben, sind dem zugehörigen Aktiv- oder Passivposten der Bilanz zugeordnet.

Die bei den Forderungen an Kunden und Eventualverbindlichkeiten erkennbaren Bonitätsrisiken sind durch Bildung von Einzelwertberichtigungen und Einzelrückstellungen abgedeckt.

Die latenten Kreditrisiken bei den Forderungen an Kreditinstituten und an Kunden (Aktivposten 3 und 4) sowie bei den Eventualverbindlichkeiten und anderen Verpflichtungen (Passivposten 1 und 2 unter dem Bilanzstrich) sind durch Bildung von Pauschalwertberichtigungen bzw. -rückstellungen abgedeckt. Des Weiteren wurden widerrufliche Kreditzusagen berücksichtigt. Die Ermittlung der Pauschalwertberichtigungen bzw. -rückstellungen erfolgte auf Grundlage der IDW-Stellungnahme zur Rechnungslegung zur Bildung von Pauschalwertberichtigungen (IDW RS BFA 7). Der Berechnung wurden Blankovolumen, Ausfallwahrscheinlichkeit und Ausfallrate zu Grunde gelegt.

Für das Geschäftsjahr 2023 waren im Bereich der Bauträgerfinanzierungen höhere Ausfallraten zu beobachten, als modellkonform zu erwarten waren. Diesem Umstand haben wir durch eine Parameteranpassung außerhalb der Regelprozesse Rechnung getragen. Die Pauschalwertberichtigung haben sich dadurch unwesentlich um etwa TEUR 1,2 erhöht.

Zusätzlich bestehen zur Sicherung gegen die besonderen Risiken des Geschäftszweigs Vorsorgereserven gemäß § 340f HGB und ein Sonderposten für allgemeine Bankrisiken gemäß § 340g HGB.

Wertpapiere

Die wie Umlaufvermögen behandelten festverzinslichen Wertpapiere, Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere wurden nach dem strengen Niederstwertprinzip bewertet. Dabei wurden die von den "Wertpapiermitteilungen" (WM Datenservice) zur Verfügung gestellten Jahresschlusskurse herangezogen. Bei Wertpapieren des Umlaufvermögens, bei denen kein verlässlicher Börsen- oder Marktkurs vorlag, erfolgte die Ermittlung der beizulegenden Werte anhand einer pauschalen Bewertung. Hiervon war ein Wertpapier betroffen. Als Orientierungsgröße wurde ein indikativer Referenzkurs herangezogen.

Die wie Anlagevermögen behandelten Wertpapiere wurden teilweise nach dem gemilderten Niederstwertprinzip bewertet. Nachranganleihen und Credit Linked Notes die im Anlagevermögen gehalten werden, wurden im Gegensatz zu den anderen Wertpapieren des Anlagevermögens zum strengen Niederstwertprinzip bewertet.

Durch die Anwendung des gemilderten Niederstwertprinzip wurden Abschreibungen in Höhe von TEUR 12.895 vermieden.

Anschaffungskosten über pari wurden linear über die Restlaufzeit bis zum niedrigeren Einlösungskurs abgeschrieben. Bei Wertpapieren des Anlagevermögens, bei denen von einer dauernden Wertminderung auszugehen ist, erfolgt eine Abschreibung auf den beizulegenden Wert am Bilanzstichtag. Hiervon waren zwei Wertpapiere betroffen. Die Ermittlung auf den beizulegenden Wert erfolgt durch Multiplikation des Buchkurses, mit der kumulierten Ausfallwahrscheinlichkeit, über die Restlaufzeit des Wertpapiers.

Verlustfreie Bewertung der zinsbezogenen Geschäfte des Bankbuchs

Die zinsbezogenen Finanzinstrumente des Bankbuchs werden im Rahmen einer Gesamtbetrachtung aller Geschäfte nach Maßgabe von IDW RS BFA 3 (n. F.) verlustfrei bewertet. Hierzu werden die zinsinduzierten Barwerte den Buchwerten gegenübergestellt, der Barwert der zurechenbaren Gebühren- und Provisionserträge addiert und von diesem Überschuss die Risikoprämienbarwerte im Kundenkreditgeschäft sowie Eigengeschäft und der Verwaltungskostenbarwert abgezogen. Bei den zurechenbaren Gebühren- und Provisionserträgen wurden im Wesentlichen Kontoführungsgebühren, Postenentgelte und Kartenentgelte angesetzt, sofern die jeweilige Karte Bestandteil des Kontomodells ist. Gemäß einer internen Erhebung bzw. Schätzung wurde der Anteil der zinsbezogenen Verwaltungskosten für die Bestandspflege ermittelt. Bezogen auf den Planwert (Basis 31. Dezember 2023 inkl. Kostensteigerungen) ergibt sich eine Berücksichtigung von 35 % der gesamten Verwaltungsaufwendungen. Für einen danach eventuell verbleibenden Verlustüberhang wird eine Drohverlustrückstellung gebildet, die unter den anderen Rückstellungen ausgewiesen wird.

Nach dem Ergebnis der Berechnungen zum 31. Dezember 2023 ist keine Rückstellung zu bilden.

Strukturierte Finanzinstrumente

Mit dem Instrument VR Circle werden ungesicherte Kreditgewährungen der Bank über die VR Circle- Plattform der DZ BANK AG verbrieft. Zur Abwicklung der Transaktionen wurden Credit Linked Notes der VR-Cirle-Plattform erworben. Die unter dem Aktivposten 5bb) ausgewiesenen Anleihen sind dem Anlagevermögen zugeordnet und mit dem Nominalwert in Höhe von EUR 12 bilanziert. Der enthaltene Credit Default Swap (CDS) wird getrennt bilanziert (Bilanzposten unter dem Bilanzstrich 1b) und valutiert ebenfalls mit EUR 12. Für die drohende Inanspruchnahme aus dem CDS wurde eine Drohverlustrückstellung von EUR 3 gebildet.

Beteiligungen und Geschäftsguthaben bei Genossenschaften sowie Anteile an verbundenen Unternehmen

Die Beteiligungen und die Geschäftsguthaben bei Genossenschaften sowie die Anteile an verbundenen Unternehmen wurden zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Soweit eine voraussichtlich dauerhafte Wertminderung vorliegt, werden sie mit dem niedrigeren beizulegenden Zeitwert angesetzt.

Soweit die Gründe für eine dauerhafte Wertminderung wegfallen, erfolgt eine Zuschreibung auf den höheren beizulegenden Zeitwert bis höchstens zu den Anschaffungskosten.

Treuhandvermögen

Die Bewertung des Treuhandvermögens erfolgte zu den Anschaffungskosten bzw. zum Nennwert.

Immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände und die Sachanlagen wurden zu den  Anschaffungskosten bzw. Herstellungskosten und, soweit abnutzbar, unter Berücksichtigung planmäßiger Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen wurden über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer, die sich grundsätzlich an den von der Finanzverwaltung veröffentlichten Abschreibungstabellen orientiert, vorgenommen. Gebäude und bewegliche Wirtschaftsgüter wurden linear abgeschrieben.

Erhöhte Absetzungen für Abschreibungen gemäß § 6b EStG für vor dem 1. Januar 2010 angeschaffte Sachanlagen wurden weitergeführt.

Die angeschafften geringwertigen Wirtschaftsgüter mit einem Netto-Einzelwert bis zu EUR 250 wurden in voller Höhe als andere Verwaltungsaufwendungen erfasst. Sie wurden in voller Höhe abgeschrieben, sofern die Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um einen darin enthaltenen Vorsteuerbetrag, für das einzelne Wirtschaftsgut über EUR 250, aber nicht über EUR 800 lagen.

Sonstige Vermögensgegenstände

Die Bewertung der sonstigen Vermögensgegenstände erfolgte nach dem strengen Niederstwertprinzip.

Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten

Die Unterschiedsbeträge zwischen dem Erfüllungsbetrag und dem niedrigeren Ausgabebetrag von Verbindlichkeiten wurden in den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten eingestellt. Die Unterschiedsbeträge wurden planmäßig auf die Laufzeit der Verbindlichkeit verteilt.

Aktive latente Steuern

Zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen bestehen zeitliche oder quasi-permanente Differenzen, die sich in späteren Geschäftsjahren abbauen.

Die sich daraus ergebenden Steuerbelastungen (passive latente Steuern) und Steuerentlastungen (aktive latente Steuern) werden verrechnet.

Bei einer Gesamtdifferenzbetrachtung errechnet sich ein aktiver Überhang von latenten Steuern, der in Ausübung des Wahlrechts nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht angesetzt wurde (vgl. Erläuterung im Abschnitt D.).

Verbindlichkeiten

Die Passivierung der Verbindlichkeiten erfolgte zu dem jeweiligen Erfüllungsbetrag. Der Belastung aus Einlagen mit steigender Verzinsung und aus Zuschlägen sowie sonstigen über den Basiszins hinausgehenden Vorteilen für Einlagen wurde durch Rückstellungsbildung in angemessenem Umfang Rechnung getragen.

Treuhandverbindlichkeiten

Die Bewertung der Treuhandverbindlichkeiten erfolgte zum Erfüllungsbetrag, der mit dem Nennwert der Verpflichtung übereinstimmt.

Passiver Rechnungsabgrenzungsposten

Im passiven Rechnungsabgrenzungsposten sind Disagiobeträge und Kreditbearbeitungsentgelte enthalten, die bei Ausreichung von Forderungen in Abzug gebracht wurden. Die Unterschiedsbeträge werden planmäßig auf die Laufzeit der Forderungen verteilt.

Rückstellungen

Die Rückstellungen wurden in Höhe des Erfüllungsbetrages gebildet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Sie berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden gemäß § 253 Abs. 2 HGB mit dem Rechnungszins der Rückstellungsabzinsungsverordnung (RückAbzinsV) abgezinst.

Den Pensionsrückstellungen liegen versicherungsmathematische Berechnungen auf Basis der "Heubeck-Richttafeln 2018 G" zugrunde. Verpflichtungen aus Pensionsanwartschaften wurden mittels Anwartschaftsbarwertverfahren angesetzt. Laufende Rentenverpflichtungen und Altersversorgungsverpflichtungen gegenüber ausgeschiedenen Mitarbeitern wurden mit dem Barwert bilanziert.

Für die Pensionsrückstellungen wurden erwartete Lohn- und Gehaltssteigerungen in Höhe von 2,50 % und eine Rentendynamik in Höhe von 2,50 % zugrunde gelegt.

Der bei der Abzinsung der Pensionsrückstellungen angewendete Zinssatz von 1,82 % wurde unter Inanspruchnahme der Vereinfachungsregel nach § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre (Vorjahr 1,80 %) festgelegt. Dieser beruht auf einem Rechnungszinsfuß gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung (RückAbzinsV).

Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren beträgt EUR 37.791.

Bei Altersversorgungsverpflichtungen und vergleichbaren langfristigen Verpflichtungen, die die Voraussetzungen des § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB erfüllen, wurden die Verpflichtungen mit den ihnen zuzurechnenden Vermögensgegenständen verrechnet. Das Deckungsvermögen mit einem beizulegenden Zeitwert in Höhe von EUR 1.579.833, welches den von den Versicherungsgesellschaften mitgeteilten aktivierungsfähigen Deckungskapital entspricht (Anschaffungskosten in Höhe von EUR 1.444.734) wurde mit dem nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren ermittelten Erfüllungsbetrag der Altersversorgungsverpflichtung in Höhe von EUR 1.579.833 saldiert. Aufwendungen und Erträge aus der Abzinsung der Verpflichtung wurden mit laufenden Erträgen sowie Erfolgsauswirkungen aus Zeitwertänderungen des Deckungsvermögens in Höhe von EUR 82.476 verrechnet.

Der bei der Abzinsung der Rückstellung für Altersteilzeit angewendete Zinssatz von 1,74 % (Vorjahr 1,46 %) wurde ebenfalls unter Inanspruchnahme der Vereinfachungsregel nach § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren festgelegt. Dieser beruht auf dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre. Als Rechnungsgrundlage wurden auch hier die Heubeck-Richttafeln 2018 G zugrunde gelegt. 

Die Rückstellungen für Jubiläumszuwendungen wurden auf Grundlage einer versicherungsmathematische Berechnung auf Basis der "Heubeck-Richttafeln 2018 G" gebildet.

Diese wurden pauschal mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz in Höhe von 1,74 % (Vorjahr 1,44 %) abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt.

Im Übrigen wurden für ungewisse Verbindlichkeiten und drohende Verluste aus schwebenden Geschäften Rückstellungen in angemessener Höhe gebildet.

Wird bei Rückstellungen mit ursprünglich längerfristiger Restlaufzeit am Bilanzstichtag eine Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger erreicht, wird der Erfüllungsbetrag angesetzt.

Die erstmalige Einbuchung von Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr erfolgte mit dem abgezinsten Betrag (Nettomethode).

Währungsumrechnung

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden mit dem Devisenkassamittelkurs des Bilanzstichtages umgerechnet.

Die sich aus der Währungsumrechnung ergebenden Aufwendungen wurden in der Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigt. Soweit die Restlaufzeit der auf fremde Währung lautenden Vermögensgegenstände oder Verbindlichkeiten bis zu einem Jahr betrug oder eine besondere Deckung vorlag, wurden Erträge aus der Währungsumrechnung in der Gewinn- und Verlustrechnung vereinnahmt.

Als besonders gedeckt wurden gegenläufige Fremdwährungspositionen angesehen, soweit sie sich betragsmäßig und hinsichtlich ihrer Fristigkeit entsprechen.

Die Ergebnisse aus der Währungsumrechnung wurden bei dem GuV-Posten berücksichtigt, bei dem die sonstigen Bewertungsergebnisse des umgerechneten Bilanzpostens oder Geschäfts ausgewiesen werden.

Angaben zur Behandlung von negativen Zinsen

Negative Zinsen auf finanzielle Vermögenswerte bzw. finanzielle Verbindlichkeiten wurden in der Gewinn- und Verlustrechnung bei den betreffenden Zinserträgen bzw. Zinsaufwendungen in Abzug gebracht.

Der Umfang negativer Zinsen bei den Zinserträgen und Zinsaufwendungen wird in Form von Darunter-Vermerken in der Gewinn- und Verlustrechnung angegeben.

Verwendung des Jahresergebnisses

Der Jahresabschluss wurde vor Verwendung des Jahresergebnisses aufgestellt.

Abweichungen zu den Bilanzierungs-, Bewertungs- und Umrechnungsmethoden

Von den Bilanzierungs-, Bewertungs- und Umrechnungsmethoden des Vorjahres wurde in folgendem Fall abgewichen:

Für Pensionsrückstellungen und Ansprüche aus der zu ihrer Finanzierung abgeschlossenen Rückdeckungsversicherung wurde zur Erlangen eines verbesserten Einblicks in die Vermögens- Finanz- und Ertragslage, eine teilweise kongruente Bewertung auf Basis eines faktorbasierten Bewertungsverfahrens (Deckungskapitalverfahren) vorgenommen. Im Zuge der Anwendung des sogenannten Primats der Passivseite, wurden die Ansprüche aus der Rückdeckungsversicherung mit dem notwendigen Erfüllungsbetrag der teilweise korrespondierenden Pensionsrückstellung bewertet.

Abweichend zum Vorjahr wurde zur Vermittlung eines verbesserten Bildes der Ertragslage der Effekt aus der Zinsänderung in Höhe von EUR 18.874 nicht mehr im GuV- Posten 10a, sondern im GuV-Posten 12 der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen.

C. Entwicklung des Anlagevermögens 2023

Anschaffungs- / Zugänge (a) Umbuchungen (a) Anschaffungs- /
Herstellungskosten zu Zuschreibungen (b) Abgänge (b) Herstellungskosten
Beginn des am Ende des
Geschäftsjahres im Geschäftsjahr Geschäftsjahres
EUR EUR EUR EUR
Immaterielle Anlagewerte
a) Selbstgeschaffene 0 0 (a) 0 (a) 0
gewerbliche 0 (b) 0 (b)
Schutzrechte und ähnliche Rechte
b) entgeltlich erwor- 190.356 0 (a) 0 (a) 118.066
bene Konzessio- 0 (b) 72.290 (b)
nen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten
c) Geschäfts- oder 0 0 (a) 0 (a) 0
Firmenwert 0 (b) 0 (b)
d) geleistete 0 0 (a) 0 (a) 0
Anzahlungen 0 (b) 0 (b)
Sachanlagen
a) Grundstücke und 45.310.893 6.395.582 (a) -20.122 (a) 51.658.356
Gebäude 0 (b) 27.996 (b)
b) Betriebs- und 9.830.780 1.102.208 (a) 20.122 (a) 10.467.941
Geschäftsausstattung 0 (b) 485.170 (b)
Summe a 55.332.029 7.497.790 (a) 0 (a) 62.244.363
0 (b) 585.456 (b)
Änderungen der gesamten Abschreibungen im Zusammenhang mit
Abschreibungen zu Abschreibungen Zugängen (a) Umbuchungen (a) Abschreibungen am Buchwerte
Beginn des Geschäftsjahr (a) Zuschreibungen (b) Abgängen (b)
Ende des Bilanzstichtag
Geschäftsjahres (gesamt) Zuschreibungen Geschäftsjahr (b)
Geschäftsjahres (gesamt)
EUR EUR EUR EUR EUR EUR
Immaterielle Anlagewerte
a) Selbstgeschaffene 0 0 (a) 0 (a) 0 (a) 0 0
gewerbliche 0 (b) 0 (b) 0 (b)
Schutzrechte und ähnliche Rechte
b) entgeltlich erwor- 185.202 2.040 (a) 0 (a) 0 (a) 117.279 787
bene Konzessio- 0 (b) 0 (b) 69.963 (b)
nen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten
c) Geschäfts- oder 0 0 (a) 0 (a) 0 (a) 0 0
Firmenwert 0 (b) 0 (b) 0 (b)
d) geleistete 0 0 (a) 0 (a) 0 (a) 0 0
Anzahlungen 0 (b) 0 (b) 0 (b)
Sachanlagen
a) Grundstücke und 18.836.698 862.750 (a) 0 (a) 0 (a) 19.671.452 31.986.905
Gebäude 0 (b) 0 (b) 27.996 (b)
b) Betriebs- und 7.473.722 726.650 (a) 0 (a) 0 (a) 7.715.980 2.751.961
Geschäftsausstattung 0 (b) 0 (b) 484.392 (b)
Summe a 26.495.622 1.591.440 (a) 0 (a) 0 (a) 27.504.711 34.739.653
0 (b) 0 (b) 582.351 (b)
Anschaffungskosten zu Beginn des Geschäftsjahres
Veränderungen (saldiert)

Buchwerte am Bilanzstichtag
EUR EUR EUR
Wertpapiere des 394.188.072 9.958.055 404.146.127
Anlagevermögens
Beteiligungen und 35.304.797 -5.100 35.299.697
Geschäftsguthaben
bei Genossenschaften
Anteile an 51.129 0 51.129
verbundenen Unter-
nehmen
Summe b 429.543.998 9.952.955 439.496.953
Summe a und b 484.876.027 474.236.606

D. Erläuterungen zur Bilanz

Barreserve

Die Barreserve beinhaltet EUR 8.943.950 Guthaben bei der Deutschen Bundesbank.

Forderungen an Kreditinstitute

In den Forderungen an Kreditinstitute (A 3) sind EUR 97.301.662 Forderungen an die genossenschaftliche Zentralbank enthalten.

Forderungen an Kunden

In den Forderungen an Kunden (A 4) sind EUR 19.645.211 Forderungen mit unbestimmter Laufzeit enthalten.

Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere

Von den in der Bilanz ausgewiesenen Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapieren (A 5) werden im auf den Bilanzstichtag folgenden Geschäftsjahr EUR 34.280.561 fällig.

Im Rahmen von echten Pensionsgeschäften wurden Wertpapiere mit einem Buchwert von EUR 28.470.243 übertragen. Der für die Übertragung erhaltene Betrag wurde unter dem Bilanzposten Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (P1) bilanziert.

In folgenden Posten sind enthalten:

börsenfähig
davon:
börsennotiert
nicht börsennotiert
nicht mit dem Niederstwert bewertete börsenfähige Wertpapiere
EUR EUR EUR EUR
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere (A 5) 232.889.685 218.855.145 14.034.540 197.046.833
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere (A 6) 4.677.108 0 4.677.108 0

Im Wertpapierjournal sind die nicht nach dem strengen Niederstwertprinzip bewerteten Wertpapiere des Anlagevermögens besonders gekennzeichnet.

Außerplanmäßige Abschreibungen gemäß § 253 Abs. 3 Satz 6 HGB sind für marktpreisbezogene Wertveränderungen unterblieben, da Störungen der Zins- und Tilgungsleistungen bei den betreffenden Wertpapieren nach unserer derzeitigen Einschätzung nicht zu erwarten sind. Anzeichen für eine Bonitätsbeeinträchtigung des jeweiligen Emittenten sind bei zwei Wertpapieren erkennbar. Hierzu wurden außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von EUR 14.045 vorgenommen. Andere dauernde Wertminderungen sind nicht erkennbar.

Zu den Finanzanlagen gehörende Finanzinstrumente, die über ihrem beizulegenden Zeitwert ausgewiesen werden, bestehen in folgendem Umfang (§ 285 Nr. 18 HGB):

Buchwert
EUR
beizulegender Zeitwert
EUR
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere (A5) 195.798.080 182.903.501

Forderungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht

In den Forderungen, Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere sind folgende Beträge enthalten, die auch Forderungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, sind:

Forderungen an
Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht
Geschäftsjahr
EUR
Vorjahr
EUR
Forderungen an Kreditinstitute (A 3) 97.480.831 100.599.231
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere (A 5) 7.902.076 5.304.257

Investmentvermögen mit einem Anteil von mehr als 10 Prozent

Im Bilanzposten "Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere" (A 6) sind folgende Anteile mit Anteilsquoten von mehr als 10 % enthalten:

Wert der Anteile (Zeitwert)

EUR
Differenz
zum
Buchwert
(Reserve)
EUR
Erfolgte
Ausschüttung
für das
Geschäftsjahr
EUR
Spezialfonds UIN-Fonds Nr. 639: Ziel ist die Erreichung eines kontrollierten und kontinuierlichen Vermögenszuwachses durch eine breite Streuung über verschiedene Assetklassen hinweg 196.882.884 1.235.104 3.706.284

Beim Spezialfonds UIN-Fonds Nr. 639 ist eine tägliche Rückgabe der Anteile grundsätzlich möglich. Der Fondsgesellschaft bleibt jedoch vorbehalten, die Rücknahme der Anteile auszusetzen, wenn außergewöhnliche Umstände vorliegen, die eine Aussetzung erforderlich erscheinen lassen.

Beteiligungen und Anteile an verbundenen Unternehmen

Beteiligungen von nicht untergeordneter Bedeutung sowie Anteile an verbundenen Unternehmen bestehen zum 31. Dezember 2023 wie folgt:



Anteil am Gesellschafts- Eigenkapital der Gesellschaft Ergebnis des letzten vorliegenden Jahresabschlusses
Name und Sitz kapital % Jahr TEUR Jahr TEUR
a) DZ Bank AG Deutsche Zentral-Genossenschatfsbank, Frankfurt am Main 0,01 31.12.2022 10.638.000 31.12.2022 380.000
b) DZ Beteiligungs-GmbH & Co. KG Baden-Württemberg, Stuttgart 0,09 31.12.2023 3.209.879 31.12.2023 97.404
c) Zweite DZ Beteiligungs-GmbH & Co. KG Baden-Württemberg, Stuttgart 0,93 31.12.2023 2.496.063 31.12.2023 62.817
d) Geno-Immobilienservice GmbH & Co. KG, Langenau 100,00 31.12.2023 26 31.12.2023 0
e) Langenauer Immobilien Verwaltungsgesellschaft mbH, Langenau 100,00 31.12.2023 32 31.12.2023 0

Mit den unter Buchstaben d) und e) genannten Unternehmen besteht ein Konzernverhältnis. Ein Konzernabschluss wurde nicht aufgestellt, weil aufgrund untergeordneter Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage (§ 296 Abs. 2 HGB) auf die Aufstellung verzichtet werden kann.

Mit der Geno-Immobilienservice GmbH & Co. KG besteht eine Ergebnisübernahmevereinbarung. Die daraus resultierende Verbindlichkeit in Höhe von EUR 224 ist im Passivposten 2 enthalten.

Darüber hinaus bestehen weitere Beteiligungen im Sinne des § 271 Abs. 1 HGB, auf deren Angabe jedoch aufgrund der insgesamt untergeordneten Bedeutung verzichtet wurde.

Treuhandvermögen

Im Bilanzposten "Treuhandvermögen" (A 9) sind ausschließlich Kredite ausgewiesen, die im eigenen Namen für fremde Rechnung gehalten werden.

Immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen

Im Bilanzposten "Sachanlagen" (A 12) sind Grundstücke und Bauten, die wir im Rahmen eigener Tätigkeit nutzen, in Höhe von EUR 10.010.966 und Betriebs- und Geschäftsausstattung in Höhe von EUR 2.751.961 enthalten.

Sonstige Vermögensgegenstände

In dem Bilanzposten "Sonstige Vermögensgegenstände" (A 13) ist folgender wesentlicher Einzelbetrag enthalten:

31.12.2023
EUR
Rückdeckungsversicherung R+V 4.995.554

Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten

Im aktiven Rechnungsabgrenzungsposten (A 14) sind Unterschiedsbeträge zwischen dem Ausgabebetrag und dem höheren Erfüllungsbetrag von Verbindlichkeiten in Höhe von EUR 946.949 (Vorjahr EUR 1.096) enthalten. 

Nachrangige Vermögensgegenstände

Im folgenden Aktivposten sind Vermögensgegenstände, für die eine Nachrangklausel besteht,

enthalten:

Posten Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR
5 Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 5.971.755 2.915.883

Fremdwährungsposten

In den Vermögensgegenständen sind Fremdwährungsposten im Gegenwert von EUR 132.904 enthalten.

Restlaufzeitenspiegel für Forderungen

Die in der Bilanz ausgewiesenen Forderungen haben folgende Restlaufzeiten:


bis 3 Monate
EUR
mehr als 3 Monate bis ein Jahr
EUR
mehr als ein Jahr bis 5 Jahre
EUR
mehr als 5 Jahre
EUR
Andere Forderungen an Kreditinstitute (A 3b) (ohne Bausparguthaben) 3.000.000 0 5.998.800 29.000.000
Forderungen an Kunden (A 4) 35.519.294 74.852.224 318.443.575 585.659.725

Anteilige Zinsen, die erst nach dem Bilanzstichtag fällig werden, wurden nicht nach den Restlaufzeiten gegliedert.

Restlaufzeitenspiegel für Verbindlichkeiten

Die in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten weisen folgende Restlaufzeiten auf:


bis 3 Monate
EUR
mehr als 3 Monate bis ein Jahr
EUR
mehr als ein Jahr bis 5 Jahre
EUR
mehr als 5 Jahre
EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist (P 1b) 25.163.446 36.173.724 106.324.389 111.055.103
Spareinlagen mit vereinbarter Kündigungsfrist von mehr als drei Monaten (P 2a ab) 15.849 10.538 47.300 0
Andere Verbindlichkeiten gegenüber Kunden mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist (P 2b bb) 84.779.357 122.323.863 68.979.003 314.959

Anteilige Zinsen, die erst nach dem Bilanzstichtag fällig werden, wurden nicht nach den Restlaufzeiten gegliedert.

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

In den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (P 1) sind EUR 276.061.993 Verbindlichkeiten gegenüber der genossenschaftlichen Zentralbank enthalten.

Treuhandverbindlichkeiten

Im Bilanzposten "Treuhandverbindlichkeiten" (P 4) sind ausschließlich Treuhandkredite ausgewiesen, die im eigenen Namen für fremde Rechnung gehaltenen werden.

Passiver Rechnungsabgrenzungsposten

Im passiven Rechnungsabgrenzungsposten (P 6) sind Disagiobeträge und Kreditbearbeitungsentgelte, die bei der Ausreichung von Forderungen in Abzug gebracht wurden, im Gesamtbetrag von EUR 6.644 (Vorjahr EUR 1.540) enthalten.

Passive latente Steuern

Latente Steuern sind nicht bilanziert. Bei einer Gesamtdifferenzbetrachtung errechnet sich ein aktiver Überhang von latenten Steuern, der in Ausübung des Wahlrechts nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht angesetzt wurde. Die aktiven latenten Steuern beruhen vorwiegend auf dem Bestand von Vorsorgereserven gem. § 340f HGB und den versteuerten Einzelwertberichtigungen sowie einer steuerlich höheren Bewertung unseres Wertpapierbestandes.

Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen oder Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht

In den nachstehenden Verbindlichkeiten sind folgende Beträge enthalten, die auch Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen oder Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, sind:

Verbindlichkeiten gegenüber
verbundenen Unternehmen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht
Geschäftsjahr
EUR
Vorjahr
EUR
Geschäftsjahr
EUR
Vorjahr
EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (P 1) 0 0 278.968.186 207.875.529
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden (P 2) 57.619 57.672 0 0

Eigenkapital

Die unter dem Passivposten "Gezeichnetes Kapital" (P 12a) ausgewiesenen Geschäftsguthaben gliedern sich wie folgt:

EUR
Geschäftsguthaben
a) der verbleibenden Mitglieder 12.456.830
b) der ausscheidenden Mitglieder 354.327
c) aus gekündigten Geschäftsanteilen 8.750
Rückständige fällige Pflichteinzahlungen auf Geschäftsanteile EUR 56.444

Die Ergebnisrücklagen (P 12c) haben sich im Geschäftsjahr wie folgt entwickelt:

Gesetzliche Rücklage andere Ergebnisrücklagen
EUR EUR
Stand 01.01.2023 31.025.000 33.523.838
Einstellungen
- aus Bilanzgewinn des Vorjahres 415.000 416.162
Stand 31.12.2023 31.440.000 33.940.000

Eventualverbindlichkeiten und andere Verpflichtungen

Die in den Posten 1b) und 2c) unter dem Bilanzstrich ausgewiesenen Verpflichtungen unterliegen den für alle Kreditverhältnisse geltenden Risikoidentifizierungs- und -steuerungsverfahren, die eine rechtzeitige Erkennung der Risiken gewährleisten.

Akute Risiken einer Inanspruchnahme aus den unter dem Bilanzstrich ausgewiesenen Haftungsverhältnissen sind durch Rückstellungen gedeckt.

Die Verpflichtungen wurden darüber hinaus in die Ermittlung der Pauschalwertberichtigung einbezogen (siehe auch Abschnitt B.), der jeweils entsprechend daraus resultierende Betrag als Rückstellung ausgewiesen und von den oben genannten Bilanzposten abgesetzt.

Die in den Posten 1b) und 2c) der unter dem Bilanzstrich ausgewiesenen Verpflichtungen betreffen überwiegend breit gestreute Bürgschafts- und Gewährleistungsverträge für Kunden bzw. offene Kreditzusagen gegenüber Kunden. Ferner haben wir Zeichnungszusagen gegenüber unserem Spezialfonds (UIN-Fonds Nr. 639) abgegeben, die im Posten 2c) unter dem Bilanzstrich enthalten sind.

Die Risiken wurden im Zuge einer Einzelbewertung der Bonität dieser Kunden beurteilt. Die ausgewiesenen Beträge unter 1b) zeigen nicht die zukünftig aus diesen Verträgen zu erwartenden tatsächlichen Zahlungsströme, da die überwiegende Anzahl der Eventualverbindlichkeiten nach unserer Einschätzung ohne Inanspruchnahme auslaufen werden.

Durch Übertragung von Vermögensgegenständen gesicherte Verbindlichkeiten und Eventualverbindlichkeiten

Von den Verbindlichkeiten und Eventualverbindlichkeiten sind durch Übertragung von Vermögensgegenständen gesichert:

Passivposten Gesamtbetrag der als Sicherheit übertragenen Vermögenswerte
in EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (P 1) 228.718.701

Fremdwährungsposten

In den Schulden sind Fremdwährungsposten im Gegenwert von EUR 4.389.165 enthalten.

E. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Zinserträge und Zinsaufwendungen

Negative Zinsen aus Aktivgeschäften sind in den Zinserträgen (GuV 1) als Reduktion des Zinsertrags bzw. in den Zinsaufwendungen (GuV 2) aus Passivgeschäften als Reduktion des Zinsaufwands enthalten.

Die für das Geschäftsjahr ermittelten Auf- und Abzinsungseffekte für Zinsrückstellungen aus Zinsprodukten wurden unter den Zinserträgen und den Zinsaufwendungen erfasst. Dadurch hat sich der Zinsüberschuss per Saldo um EUR 110 (Vorjahr EUR -32) erhöht. 

Provisionserträge

Die Provisionserträge aus für Dritte erbrachte Dienstleistungen für Verwaltung und Vermittlung, insbesondere für das Wertpapier- und Depotgeschäft sowie für die Vermittlung von Versicherungen, Bausparverträge, Krediten und Immobilienvermittlung nehmen in der Ertragsrechnung einen festen Bestandteil ein und machen 0,4 % der durchschnittlichen Bilanzsumme aus.

Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen (GuV 8) sind folgende nicht unwesentliche Einzelbeträge enthalten: 

Art EUR
Miet- und Pachterträge 617.494

Die sonstigen betrieblichen Erträge betreffen mit EUR 20.089 (Vorjahr EUR 11.599) Erträge aus der Abzinsung von Rückstellungen.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betreffen mit EUR 115.392 (Vorjahr EUR 85.157) Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen.

Periodenfremde Erträge bzw. Aufwendungen

In den Posten der Gewinn- und Verlustrechnung sind periodenfremde Erträge in Höhe von EUR 420.280 und periodenfremde Aufwendungen in Höhe von EUR 154.966 enthalten.

F. Sonstige Angaben

Vorstand und Aufsichtsrat

Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats betrugen EUR 75.095.

An die Mitglieder des Vorstands wurden Gesamtbezüge gewährt in Höhe von EUR 1.492.568.

Die früheren Mitglieder des Vorstands bzw. deren Hinterbliebenen erhielten EUR 161.952. Zudem bestehen per 31. Dezember 2023 Pensionsrückstellungen für ehemalige Mitglieder des Vorstands und deren Hinterbliebene in Höhe von EUR 2.195.263. 

Die Forderungen an und Verpflichtungen aus eingegangenen Haftungsverhältnissen betrugen für Mitglieder des Vorstands EUR 1.182.661 und für Mitglieder des Aufsichtsrats EUR 3.135.111.

Ausschüttungsgesperrte Beträge

Der aus der Bewertung von Altersversorgungsverpflichtungen nach § 253 Abs. 6 HGB ausschüttungsgesperrte Unterschiedsbetrag beträgt EUR 37.791, diesem stehen ausreichend frei verfügbare Rücklagen in Höhe von TEUR 33.941 gegenüber.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Nicht in der Bilanz ausgewiesene oder vermerkte Verpflichtungen, die für die Beurteilung der Finanzlage von Bedeutung sind, bestehen in Form von Garantieverpflichtungen gegenüber der Sicherungseinrichtung des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken e.V. (Garantieverbund) in Höhe von EUR 4.054.940.

Ferner besteht eine Beitragsgarantie gegenüber dem institutsbezogenen Sicherungssystem der BVR Institutssicherung GmbH. Diese betrifft Jahresbeiträge zum Erreichen der Zielausstattung bzw. Zahlungsverpflichtungen, Sonderbeiträge und Sonderzahlungen, falls die verfügbaren Finanzmittel nicht ausreichen, um die Einleger eines dem institutsbezogenen Sicherungssystem angehörigen CRR-Kreditinstituts im Entschädigungsfall zu entschädigen, sowie Auffüllungspflichten nach Deckungsmaßnahmen.

Personalstatistik

Die Zahl der 2023 durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer betrug:

Vollzeitbeschäftigte Teilzeitbeschäftigte
Prokuristen 11 1
Sonstige kaufmännische Mitarbeiter 104 88
Gewerbliche Mitarbeiter 0 17
115 106

Außerdem wurden durchschnittlich 7 Auszubildende beschäftigt.

Mitgliederbewegung im Geschäftsjahr

Anzahl der
Mitglieder
Anzahl der
Geschäftsanteile
Anfang 2023 29.669 252.874
Zugang 2023 430 4.670
Abgang 2023 767 7.320
Ende 2023 29.332 250.224
Die Geschäftsguthaben der verbleibenden Mitglieder haben sich im Geschäftsjahr vermindert um EUR 126.737
Höhe des Geschäftsanteils EUR 50

Name und Anschrift des zuständigen Prüfungsverbandes

Der Name und die Anschrift des zuständigen Prüfungsverbandes lauten:


Baden-Württembergischer Genossenschaftsverband e. V.
Am Rüppurrer Schloss 40 76199 Karlsruhe

Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats

Mitglieder des Vorstands, ausgeübter Beruf, Zuständigkeitsbereich

Hirmer, Wolfgang, Geschäftsleiter Vertrieb Privatkunden - Co Vorsitzender -
Schiffbauer, Ralf, Geschäftsleiter Personal, Marketing und Öffentlichkeitsarbeit - Co Vorsitzender -
Velten, Oliver, Geschäftsleiter Betriebsbereich
Vögl, Marcus, Geschäftsleiter Vertrieb Individualgeschäft

Mitglieder des Aufsichtsrats, ausgeübter Beruf, ggf. Unternehmen, in dem der Beruf ausgeübt wird

Klaiber, Wolfgang, - Vorsitzender - , Steuerberater, Klaiber Lotspeich Kneer Anhorn Stiele Partnerschaft mbB

Bittlinger, Michael, - stellvertretender Vorsitzender - , Rechtsanwalt, Kanzlei Bittlinger und Kollegen

Uhlmann, Wolfgang, - stellvertretender Vorsitzender - , Bauingenieur/Geschäftsführer, pirker+pfeiffer ingenieure GmbH & Co. KG

Allgöwer, Irmgard, Obergerichtsvollzieherin, Amtsgericht Geislingen

Bauer, Roland, Rentner -ehem. staatlich geprüfter Techniker

Braun-Schwegler, Katrin, kaufm. Leiterin/Prokuristin, braun-steine GmbH

Dr. Bitter, Thomas, Physiker, BMG Gesellschaft für moderne Informationssysteme mbH

Bollinger, Manfred, Elektromeister, Bollinger Elektro Heizungs Sanitär GmbH

Fetzer, Hans, Geschäftsführer und Vorstand, Maschinenring Ulm-Heidenheim e.V., Langenau, Agrar Dienstl.-Gesellschaft des Maschinenring Ulm-Heidenheim mbH, Langenau, Agrar-Geräte Vermietungsgesellschaft Langenau mbH, MR Ulm-Heidenheim AG

Härtel, Wolfgang, Diplom-Betriebswirt (FH), selbständiger Steuerberater

Heilig, Hans, Elektrotechniker, ALFA TOOLS GmbH

Henle, Gabriele, Geschäftsführerin, Henle Baumaschinentechnik GmbH

Kistenfeger, Gerd, Dipl. Verwaltungswirt, Handwerkskammer Region Stuttgart

Looser, Guido, Industriefachwirt, kaufm. Angestellter, Minol Messtechnik Werner Lehmann GmbH & Co. KG

Müller, Carmen, Master of Arts in Health Economics, Business Development, Richard Wolf GmbH

Schaupp, Wolfram, Steuerberater/Wirtschaftsprüfer, SHW GmbH Wirtschaftprüfungsgesellschaft

Schmid, Jürgen, Ingenieur i.R., (bis 26.6.2023)

Weissinger, Inge, Rentnerin, - ehem. kfm. Angestellte und Prokuristin

Willbold, Franz, Amtsinspektor i.P.

Vorschlag für die Ergebnisverwendung

Der Vorstand schlägt im Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat vor, den Jahresüberschuss von EUR 1.459.131,57 - unter Einbeziehung eines Gewinnvortrages von EUR 568,26 (Bilanzgewinn von EUR 1.459.699,83) - wie folgt zu verwenden:

EUR
Ausschüttung einer Dividende von 4,00 % 506.065,51
Zuweisung zu den Ergebnisrücklagen
a) Gesetzliche Rücklage 476.000,00
b) Andere Ergebnisrücklagen 476.000,00
Vortrag auf neue Rechnung 1.634,32
1.459.699,83
Langenau, 5.06.2024 Volksbank Alb eG

Der Vorstand

Wolfgang Hirmer

Ralf Schiffbauer

Oliver Velten

Marcus Vögl

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Volksbank Alb eG, Langenau

Vermerk über die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Volksbank Alb eG, Langenau (im Folgenden "Genossenschaft") - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Genossenschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

- entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kreditgenossenschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Genossenschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 und

- vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Genossenschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 53 Abs. 2 GenG, §§ 340k, 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von der Genossenschaft unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO i. V. m. §§ 55 Abs. 2, 38 Abs. 1a GenG, dass alle bei uns beschäftigten Personen, die das Ergebnis der Prüfung beeinflussen können, keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des Jahresabschlusses

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.

Nachfolgend stellen wir den aus unserer Sicht besonders wichtigen Prüfungssachverhalt dar:

a) Sachverhalt und Problemstellung

Die Forderungen an Kunden, saldiert mit den gebildeten Risikovorsorgen, belaufen sich auf 1.034,1 Mio. EUR. Dies entspricht 61,4 % der Bilanzsumme. Zudem bestehen Eventualverbindlichkeiten in Höhe von 18,3 Mio. EUR und unwiderrufliche Kreditzusagen in Höhe von 76,7 Mio. EUR. Innerhalb des Postens nehmen die gewerblichen Kredite eine bedeutende Rolle ein.

Die Identifizierung und die Ermittlung von Einzelwertberichtigungen sowie die Bemessung von Rückstellungen für Eventualverbindlichkeiten und unwiderrufliche Kreditzusagen unterliegen wesentlichen Schätzungsunsicherheiten und Ermessensspielräumen. Das Risiko für den Jahresabschluss liegt darin, dass Wertberichtigungsbedarf nicht rechtzeitig identifiziert wird bzw. die Höhe der Wertberichtigung von der wirtschaftlichen Lage und Entwicklung der jeweiligen Kreditnehmer sowie von der Bewertung der Kreditsicherheiten beeinflusst wird. Daher ist die zutreffende Einzelbewertung der Kundenforderungen insbesondere im gewerblichen Kreditgeschäft für den Jahresabschluss und insbesondere die Ertragslage von entscheidender Bedeutung und stellt nach unserer Einschätzung einen besonders wichtigen Prüfungssachverhalt dar.

b) Prüferisches Vorgehen und Erkenntnisse

Im Rahmen der Jahresabschlussprüfung haben wir zunächst die Angemessenheit des relevanten internen Kontrollsystems der Genossenschaft zur Bewertung von Kundenforderungen beurteilt. Dabei haben wir Kontrollmaßnahmen in den zur Bewertung der Kundenforderungen relevanten Prozessen der Genossenschaft identifiziert. Für die relevanten Kontrollmaßnahmen haben wir deren Aufbau bzw. Ausgestaltung gewürdigt und uns vergewissert, dass diese Kontrollen eingerichtet sind.

In der Folge haben wir uns von der Wirksamkeit der eingerichteten relevanten Kontrollen der Genossenschaft stichprobenhaft überzeugt.

Des Weiteren haben wir analytische Prüfungshandlungen durchgeführt. Dabei wurde der Datenbestand der Genossenschaft im Hinblick auf vordefinierte Prüfkriterien ausgewertet. Im diesem Zuge wurden neben den Ratingeinstufungen insbesondere die Höhe der ungesicherten Kreditteile, die Zugehörigkeit zu bestimmten Branchen, insbesondere die von den wirtschaftlichen Entwicklungen des Geschäftsjahres stark betroffenen Branchen sowie die Gesamtzusage berücksichtigt.

Aufbauend auf den vorstehend genannten verschiedenen Prüfungshandlungen haben wir bewusst ausgewählte Kreditengagements hinsichtlich der Notwendigkeit und - soweit erforderlich - der Angemessenheit einer Risikovorsorge einer Einzelfallprüfung unterzogen. Bei der Auswahl haben wir insbesondere Kreditengagements berücksichtigt, die von den rückläufigen Konjunkturaussichten, von der Zinsentwicklung oder von der Preisentwicklung (z. B. Energie) sowie von der Entwicklung auf dem Immobilienmarkt betroffen sind.

c) Verweis auf weitergehende Informationen

Weitere Angaben der Bank zur Bilanzierung und Bewertung von Forderungen im Kreditgeschäft sind im Anhang im Abschnitt "B. Erläuterungen zu den Bilanzierungs-, Bewertungs- und Umrechnungsmethoden" enthalten.

Im Lagebericht sind Ausführungen zu den Auswirkungen zu den Kreditstrukturen sowie den Verfahren der Risikofrüherkennung enthalten.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter und der Aufsichtsrat sind für die sonstigen Informationen verantwortlich.

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

- wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zum Lagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

- anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter der Genossenschaft sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kreditgenossenschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Genossenschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Genossenschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Genossenschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Genossenschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Genossenschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 53 Abs. 2 GenG, §§ 340k, 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

- identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

- gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

- beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

- ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Genossenschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Genossenschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

- beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Genossenschaft vermittelt.

- beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Genossenschaft.

- führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit dem Aufsichtsrat unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Wir geben gegenüber dem Aufsichtsrat eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihm alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und sofern einschlägig, die zur Beseitigung von Unabhängigkeitsgefährdungen vorgenommenen Handlungen oder ergriffenen Schutzmaßnahmen.

Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit dem Aufsichtsrat erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Jahresabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.

Sonstige gesetzliche und andere rechtliche Anforderungen

Übrige Angaben gemäß Artikel 10 EU-APrVO

Wir sind als zuständiger Prüfungsverband gesetzlicher Abschlussprüfer der Genossenschaft.

Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit unserer Berichterstattung an den Aufsichtsrat nach Artikel 11 EU-APrVO i. V. m. § 58 Abs. 3 GenG (Prüfungsbericht) in Einklang stehen.

Bei uns beschäftigte Personen, die das Ergebnis der Prüfung beeinflussen können, haben folgende Leistungen, die nicht im Jahresabschluss oder im Lagebericht der geprüften Genossenschaft angegeben wurden, zusätzlich zur Abschlussprüfung für die geprüfte Genossenschaft erbracht:

- Sonstige separate Bestätigungsleistungen gegenüber der Deutschen Bundesbank und der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht.

- Sonstige separate Bestätigungsleistungen im genossenschaftlichen Finanzverbund

- Prüfung des Depot- und Wertpapierdienstleistungsgeschäftes nach § 89 Abs. 1 Satz 1 und 2 WpHG

- Einreichung rechnungslegungsbezogener Informationen beim Betreiber des Unternehmensregisters

Verantwortlicher Wirtschaftsprüfer

Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Andreas Bender.

 

Stuttgart, 18. Juli 2024

Baden-Württembergischer Genossenschaftsverband e. V.

Andreas Bender
Wirtschaftsprüfer

Bericht des Aufsichtsrates

Der Aufsichtsrat hat im Berichtsjahr die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben erfüllt. Er nahm seine Überwachungsfunktion wahr und traf die in seinen Zuständigkeitsbereich fallenden Beschlüsse, dies beinhaltet auch die Befassung mit der Prüfung nach § 53 GenG.

Darüber hinaus hat der Aufsichtsrat die Unabhängigkeit des Abschlussprüfers überwacht. Insbesondere beinhaltet die Überprüfung, dass keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen von Personen, die das Ergebnis der Prüfung beeinflussen können, erbracht wurden. Bei zulässigen Nichtprüfungsleistungen lagen die erforderlichen Genehmigungen vor.

Der Vorstand informierte den Aufsichtsrat und die Ausschüsse des Aufsichtsrates in regelmäßig stattfindenden Sitzungen über die Geschäftsentwicklung, die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie über besondere Ereignisse. Darüber hinaus stand der Aufsichtsratsvorsitzende in einem engen Informations- und Gedankenaustausch mit dem Vorstand.

Der vorliegende Jahresabschluss 2023 mit Lagebericht wurde vom Baden-Württembergischen Genossenschaftsverband e. V. geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Über das Prüfungsergebnis wird in der Vertreterversammlung berichtet.

Den Jahresabschluss, den Lagebericht und den Vorschlag für die Verwendung des Jahresüberschusses hat der Aufsichtsrat geprüft und für in Ordnung befunden. Der Vorschlag für die Verwendung des Jahresüberschusses - unter Einbeziehung des Gewinnvortrages - entspricht den Vorschriften der Satzung.

Der Aufsichtsrat empfiehlt der Vertreterversammlung, den vom Vorstand vorgelegten Jahresabschluss zum 31.12.2023 festzustellen und die vorgeschlagene Verwendung des Jahresüberschusses zu beschließen.

In diesem Jahr scheiden Herr Wolfgang Uhlmann, Herr Roland Bauer, Herr Hans Fetzer, Herr Wolfgang Härtel, Frau Carmen Müller und Herr Franz Willbold aus dem Aufsichtsrat aus. Herr Wolfgang Uhlmann, Herr Hans Fetzer, Herr Wolfgang Härtel und Frau Carmen Müller stellen sich erneut für die Wahl in den Aufsichtsrat zur Verfügung. Die Wiederwahl der ausscheidenden Mitglieder des Aufsichtsrates ist zulässig.

Der Aufsichtsrat spricht dem Vorstand und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Dank und Anerkennung für die geleistete Arbeit aus.

 

Langenau, 18. Juli 2024

Der Aufsichtsrat

Wolfgang Klaiber, Vorsitzender des Aufsichtsrats

Anlage zum Jahresabschluss gemäß § 26a Abs. 1 Satz 2 KWG zum 31. Dezember 2023 ("Länderspezifische Berichterstattung")

Die Volksbank Alb eG hat keine Niederlassungen im Ausland. Sämtliche nachfolgende Angaben entstammen dem Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 und beziehen sich ausschließlich auf ihre Geschäftstätigkeit als regional tätige Kreditgenossenschaft in der Bundesrepublik Deutschland. Die Tätigkeit der Volksbank Alb eG besteht darin, Einlagen oder andere rückzahlbare Gelder von Privat- und Firmenkunden entgegenzunehmen und Kredite für eigene Rechnung zu gewähren. Im Rahmen Ihrer Tätigkeit betreibt die Volksbank Alb eG auch den Verkauf der für die Erzeugung landwirtschaftlicher Produkte benötigten Güter.

Die Volksbank Alb eG definiert den Umsatz aus der Summe folgender Komponenten der Gewinn- und Verlustrechnung nach HGB: Zinserträge, Zinsaufwendungen, laufende Erträge aus Aktien etc., Provisionserträge, Provisionsaufwendungen und sonstige betriebliche Erträge. Der Umsatz beträgt für den Zeitraum 1. Januar bis 31. Dezember 2023 TEUR 36.924.

Die Anzahl der Lohn- und Gehaltsempfänger in Vollzeitäquivalenten beträgt 172,7. 

Der Gewinn vor Steuern beträgt TEUR 5.777.

Die Steuern auf Gewinn betragen TEUR 1.536 und betreffen laufende Steuern.

Die Volksbank Alb eG hat im Geschäftsjahr keine öffentlichen Beihilfen erhalten.

Feststellung des Jahresabschlusses und Beschlussfassung über die Ergebnisverwendung

Die Vertreterversammlung vom 25.07.2024 hat den Jahresabschluss zum 31.12.2023 festgestellt und die Verwendung des Jahresüberschusses in Höhe von EUR 1.459.131,57 - unter Einbeziehung eines Gewinnvortrages in Höhe von EUR 568,26 - wie vom Vorstand vorgeschlagen beschlossen.

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