admi Kommunal GmbH
Selbe AdresseErbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Torben Schwellnus seit 23.12.2024 | Geschäftsführer |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
ZOLAR GmbHBerlinJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022Inhaltsverzeichnis Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022 Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 1. Bilanz zum 31. Dezember 2022 2. Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 3. Anhang für das Geschäftsjahr 2022 Entwicklung des Anlagevermögens für das Geschäftsjahr 2022 BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS Lagebericht für das Geschäftsjahr 20221. Grundlagen der Gesellschaft 1.1 Geschäftstätigkeit Die ZOLAR GmbH (nachfolgend: zolar) mit Sitz in Berlin ist ein der führende Online-Plattform für den Kauf von schlüsselfertigen Solaranlagen und Stromspeichern. Hierfür arbeitet die Gesellschaft deutschlandweit mit lokalen zertifizierten Installationsbetrieben und eigenen Installationsteams aus dem Handwerk zusammen. 1.2 Geschäftsmodell Zolar verbindet die Vorteile des Internets mit dem lokalen Handwerk. Kunden erhalten von der Planung bis zur Installation der Solaranlage alles aus einer Hand. Kunden von zolar haben dabei bis zur Auftragserteilung eine mehrheitlich digital gestützte Kauferfahrung. Die Installation wird durch eigene, regionale Montage-Teams sowie einem bundesweiten Netzwerk aus zertifizierten Installationsbetrieben übernommen. Sowohl die Planung und die Kaufabwicklung als auch die Installation werden dabei durch selbst entwickelte Software unterstützt. 2. Wirtschaftsbericht 2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Entwicklung Zusätzlich zur Covid-19-Pandemie und den damit verbundenen Einschränkungen und Material- und Lieferengpässen beeinflusste der Ukrainekrieg die gesamtwirtschaftliche Lage. Durch die Verknappung von Lieferungen von Energieträgern wie Erdöl und Erdgas infolge der Sanktionen gegenüber der Russischen Föderation kam es zu erheblichen Preissteigerungen bei Strom, Erdgas und Heizöl, welche dann auch Preissteigerungen bei vielen anderen Gütern des täglichen Bedarfs nach sich zogen. Trotz des Ukrainekonfliktes und der Zinserhöhungen, welche von den Notenbanken infolge der Preissteigerungen vorgenommen wurden, zeigt sich die Weltwirtschaft robust. So geht der Internationale Währungsfonds (IWF) von einem weltweiten Wirtschaftswachstum im Jahre 2022 von 3,4 % aus. 1 Die Wirtschaftslage in Deutschland war im Jahre 2022 im Wesentlichen von der Energiekrise geprägt, welche durch den Ukrainekonflikt hervorgerufen wurde. So hat sich das Wachstum des preisbereinigten Bruttoinlandsproduktes (BIP) von 2,7 % im Vorjahr auf voraussichtlich nur noch 1,9 % reduziert. 2 Trotz einer hohen Inflation von 6,9 % im Jahre 2022 nach 3,1 % im Vorjahr ist der private Konsum aufgrund von pandemiebedingten Nachholeffekten der Wachstumstreiber der deutschen Wirtschaft. 3
1 IWF: World Economic Outlook Update: Inflation
Peaking amid Low Growth, Januar 2023,
https://www.imf.org/en/Publications/WEO/Issues/2023/01/31/world-economic-outlook-update-january-2023,
abgerufen am 28.04.2023
Der Markt für Photovoltaik in Deutschland entwickelte sich weiter positiv. Im Berichtsjahr wurden in Deutschland 383.000 Photovoltaik-Anlagen (PV-Anlagen) neu über die Bundesnetzagentur angemeldet nach 235.600 im Vorjahr. 4 Insgesamt betrug der Anlagenbestand bis Ende 2022 in Deutschland 2,65 Mio. 5 Diese liefern rd. 10,0% (2021: 8,8 %) des in Deutschland produzierten Stroms. 6 Im Jahr 2022 wurden 61,9 Mrd. kWh Strom aus PV-Anlagen erzeugt, was einem Wachstum von 20,5 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. 7 Die Leistung neu in Betrieb genommener PV-Anlagen lag im Jahr 2022 bei 7,3 GWp, wodurch sich die Gesamtleistung der Ende 2022 in Betrieb befundenen PV-Anlagen auf rund 67,4 GWp erhöht hat. 8 2.2 Geschäftsverlauf Die Gesellschaft konnte trotz der anspruchsvollen Rahmenbedingungen den Umsatz wiederrum deutlich steigern und führte ihre auf Expansion und Marktdurchdringung gerichtete Strategie konsequent fort. Das Umsatzwachstum als finanzieller Leistungsindikator liegt bei 140,3 % und führte zu einem Umsatzanstieg um TEUR 23.739 auf TEUR 40.654 im Geschäftsjahr 2022. Die Rohertragsmarge hat sich mit 12,6% gegenüber dem Vorjahr um 7,5 Prozentpunkte aufgrund von Preiserhöhungen für PV-Komponenten, die erst mit erheblicher Verzögerung an den Kunden weitergegeben werden können, verschlechtert. Der Jahresfehlbetrag liegt aufgrund der weiter auf Expansion ausgerichteten Geschäftsstrategie bei TEUR -31.520 (Vorjahr: TEUR -18.702). 2.3 Lage der Gesellschaft 2.3.1 Ertragslage Der Umsatzanstieg in Höhe von TEUR 23.739 bzw. 140,3 % von TEUR 16.914 im Vorjahr auf TEUR 40.654 im Geschäftsjahr 2022 ist vor allem auf eine weiter steigende Marktnachfrage aufgrund stark gestiegener Energiekosten durch den Ukrainekonflikt sowie erhöhten Vertriebs- und Marketingaktivitäten zurückzuführen. Die umsatzabhängigen Kosten für Material und Installationsleistung haben sich im Vergleich zum Vorjahr von TEUR 15.320 auf TEUR 41.117 ausgeweitet. Damit hat sich der Rohertrag (definiert als Umsatzerlöse zuzüglich der Bestandsveränderungen abzüglich des Materialaufwands) auf TEUR 5.119 gegenüber dem Vorjahr mit TEUR 3.393 verbessert, allerdings hat sich die Rohertragsmarge um 7,5 Prozentpunkte von 20,1 % auf 12,6 % verschlechtert. Die wesentliche Ursache hierfür ist eine Erhöhung der Beschaffungskosten zum einem durch Preiserhöhungen seitens der Hersteller sowie durch marktbedingte Preiserhöhungen aufgrund der steigenden Nachfrage nach PV-Komponenten in Folge der Verteuerung von Energie. Der Personalaufwand stieg im Vergleich zum Vorjahr um 92 % von TEUR 12.498 im Vorjahr auf TEUR 23.980 an. Der Anstieg beruhte auf dem allgemeinen Ausbau der Mitarbeiter in allen Unternehmensbereichen um 118 Mitarbeiter auf 440 Mitarbeiter zum Ende des Jahres 2022 sowie auf allgemeinen Gehaltssteigerungen.
3 Statistisches Bundesamt: Inflationsrate im
Januar 2023 bei +8,7 %, Februar 2023,
https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2023/02/PD23_069_611.html,
abgerufen am 28.04.2023
Neben den Personalaufwendungen haben sich auch die sonstigen betrieblichen Aufwendungen signifikant im Vergleich zum Vorjahr erhöht. Diese Aufwendungen stiegen um TEUR 6.013 auf TEUR 13.548, was einem Anstieg von ca. 79 % entspricht. Diese Erhöhung resultiert insbesondere aus dem Anstieg der Aufwendungen für Fremdleistungen auf TEUR 2.635 (Vorjahr: TEUR 1.115), der Aufwendungen für Lizenzen und Konzessionen auf TEUR 2.090 (Vorjahr: TEUR 730) sowie der Rechts- und Beratungskosten auf TEUR 1.425 (Vorjahr: TEUR 690). Der Anstieg der Abschreibungen von TEUR 585 im Vorjahr auf TEUR 1.097 im Geschäftsjahr 2022 ist neben höheren planmäßigen Abschreibungen bei den immateriellen Vermögensgegenstände für die selbsterstellten Softwareapplikationen auf höhere planmäßige Abschreibungen bei den Sachanlagen und geringwertigen Wirtschaftsgütern durch Investitionen in IT-Ausstattung im Zuge des Personalaufbaus zurückzuführen. Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen beliefen sich im Geschäftsjahr auf TEUR 462 (Vorjahr: TEUR 142). Der Anstieg resultiert aus der Einführung eines Factoring-Programms sowie aus der Aufnahme eines Darlehens. Im Vorjahr wurden die aktiven latenten Steuern aufgrund der anhaltenden negativen Ergebnisse infolge des starken Wachstums aufgelöst. Auch im Geschäftsjahr 2023 werden entsprechende Investition in das Wachstum erfolgen, so dass in naher Zukunft kein positives zu versteuerndes Ergebnis zur Verfügung stehen wird. Die Gesellschaft aktiviert daher lediglich aktive latente Steuern aus steuerlichen Verlustvorträgen in Höhe der bestehenden passiven latenten Steuern und saldiert diese miteinander, so dass keine latente Steuern in der Bilanz ausgewiesen werden. Die Gesellschaft schließt das Geschäftsjahr 2022 mit einem Jahresfehlbetrag von TEUR -31.530 (Vorjahr: TEUR -18.702) ab. 2.3.2 Vermögens- und Finanzlage Die Bilanzsumme ist im Vergleich zum Vorjahr von TEUR 15.544 auf TEUR 90.186 gestiegen. Diese Erhöhung ist das Ergebnis einer weiteren Finanzierungsrunde, durch die der Gesellschaft Barmittel in Höhe von TEUR 97.500 zugeflossen sind. Durch den Jahresfehlbetrag im Geschäftsjahr 2022 gab es eine gegenläufige Entwicklung in Bezug auf die Erhöhung der Bilanzsumme. Ein Teil dieser Barmittel wurden durch eine Erhöhung des working capitals aufgebraucht. Neben dem Anstieg der unfertigen Leistungen von TEUR 2.324 auf TEUR 7.905, erfolgte der Aufbau eigener Lagerkapazitäten, um eine bessere Komponentenverfügbarkeit zu ermöglichen, was zu einem Bestand von TEUR 5.671 an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen führte. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich auf TEUR 5.495 nach TEUR 3.360 im Vorjahr. Zusätzlich bestanden zum Jahresende Forderungen gegenüber der zolar wow I GmbH in Höhe von TEUR 6.945 (Vorjahr: TEUR 1.273). Auf der Passivseite ist weiterhin der Ausbau der Geschäftsaktivitäten erkennbar. Neben der Erhöhung der erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen von TEUR 222 auf TEUR 2.393 haben sich auch Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie die sonstigen Rückstellungen stark im Vergleich zum Vorjahr erhöht. Die sonstigen Verbindlichkeiten sind im Geschäftsjahr geringfügig von TEUR 868 auf TEUR 698 zurückgegangen. Die Zunahme der sonstigen Rückstellungen auf TEUR 2.935 (Vorjahr: TEUR 1.239) ist auf die Bildung von weiteren Rückstellungen in den Bereichen Gewährleistungen und Personalkosten sowie einem Anstieg der Rückstellungen für ausstehende Rechnungen zurückzuführen. Durch die Finanzierungsrunde hat sich die Eigenkapitalquote der Gesellschaft von 74,8 % auf 86,0 % verbessert und ist damit unverändert sehr hoch. Investitionen Die Gesellschaft hat im abgelaufenen Geschäftsjahr TEUR 621 (Vorjahr: TEUR 415) in sonstige Betriebs- und Geschäftsausstattung investiert sowie insgesamt TEUR 2.161 (Vorjahr: TEUR 1.082) in immaterielle Vermögensgegenstände für die Entwicklung eigener Softwareapplikationen zur Unterstützung des Verkaufs- und Installationsprozesses. Daneben wurden Darlehen in Höhe von TEUR 639 (Vorjahr: TEUR 0) an ausgewählte Installationspartner vergeben, um Investitionen in Aufbau von Installationskapazitäten zu finanzieren. Durch die aufgelaufenen Zinsen sowie Tilgungen belaufen sich die Darlehen auf TEUR 616 zum Bilanzstichtag. Liquiditätsentwicklung Der Cashflow aus der operativen Geschäftstätigkeit betrug zum Stichtag TEUR -46.311 (Vorjahr: TEUR -18.564). Wesentliche Einflussfaktoren resultierten aus dem Jahresergebnis sowie der Ausweitung des Working Capital im Geschäftsjahr 2022. Zum Jahresende verfügte die zolar über liquide Mittel in Höhe von TEUR 55.647 (Vorjahr: TEUR 4.707). Die Gesellschaft war im Geschäftsjahr jederzeit in der Lage, ihren finanziellen Verpflichtungen fristgerecht nachzukommen. 2.4 Finanzielle Leistungsindikatoren Zu den wesentlichen Leistungsindikatoren gehören das Umsatzwachstum im Jahresvergleich, die Entwicklung der Rohertragsmarge sowie das Jahresergebnis, die in Abschnitt 2.3.1 erläutert werden. 2.5 Zusammenfassung Die Geschäftsführung ist mit der Entwicklung der Vermögens-, Finanz-, und Ertragslage der Gesellschaft im Geschäftsjahr 2022 trotz der schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen zufrieden. Das geplante Umsatzwachstum ist durch den Umsatzanstieg in Höhe von TEUR 23.739 bzw. 140 % von TEUR 16.914 im Vorjahr auf TEUR 40.654 eingetreten. Die Gesellschaft war jederzeit in der Lage ihre finanziellen Verpflichtungen nachzukommen und hat unverändert eine hohe Eigenkapitalquote von 86,0 %. Durch die im Geschäftsjahr getätigten Investitionen, insbesondere in die eigenen Softwareapplikationen, blickt die Gesellschaft auf eine weitere gute Entwicklung der Vermögens-, Finanz-, und Ertragslage im Geschäftsjahr 2023. 3. Prognose, Chancen- und Risikobericht Neben der Corona-Krise führte insbesondere der Ukrainekrieg und die dadurch bedingte einsetzende Inflation im Jahr 2022 zu erheblich erschwerten Rahmenbedingungen aber auch Chancen. So gelang es den Umsatz deutlich auf TEUR 40.654 zu steigern und die Abläufe im Unternehmen weiter zu verbessern. Darüber hinaus geht die Geschäftsführung davon aus, dass sich wesentliche externe Faktoren, wie der allgemeine Anstieg der Energiepreise auf der einen Seite, die zum Teil sinkenden Beschaffungspreise einhergehend mit einer verbesserten Materialverfügbarkeit andererseits, vorteilhaft auf den weiteren Erfolg der zolar auswirken werden. Abgesehen von den zunächst pandemiebedingten Lieferengpässen und der im späteren Verlauf hohen Nachfrage nach Solarmodulen, Stromspeichersystemen sowie Wechselrichtern war das Niveau des Risikoprofils im Berichtszeitraum weitgehend stabil. Somit ist nach Einschätzung der Geschäftsführung auch in den kommenden Geschäftsjahren mit einer positiven Unternehmensentwicklung zu rechnen. 3.1 Risikomanagement und Risikobericht Die zolar wächst schnell und passt ihr Risikomanagement ständig an die aus dem Wachstum der Gesellschaft resultierenden Bedürfnisse an. Die Geschäftsführung überwacht die zolar durch regelmäßig erstellte kurz- und langfristige Ergebnis-, Liquiditäts- und Finanzplanungen. Diese Planungen werden mit den tatsächlichen Ergebnissen verglichen, und Abweichungen werden sorgfältig auf ihre Ursache hin untersucht. Erkennbare Risiken werden von der Geschäftsführung frühzeitig aufgegriffen und gegen diese, soweit erforderlich, Gegenmaßnahmen eingeleitet. Risiken in Bezug auf regulatorische Änderungen in Märkten und Branchentrends bedingt durch Technologien und Innovationen werden in regelmäßigen Abständen sorgfältig von der Geschäftsführung analysiert. Die zolar nimmt momentan keine quantitative Bewertung der Risiken vor, hat aber eine qualitative Bewertung der folgenden Risikokategorien durchgeführt:
In diesem Zusammenhang hat die Gesellschaft folgende Risiken identifiziert: Energiewende (Risikokategorie C) Die Nachfrage nach Produkten und Dienstleistungen der zolar hängt zu einem großen Teil von sozialen, politischen und wirtschaftlichen Entwicklungen rund um Energieerzeugung und -verbrauch ab. Der Übergang von fossilen zu erneuerbaren Energieträgern, politischer Wille, dem Klimawandel entgegenzuwirken, und ein gestiegenes Umweltbewusstsein sind Treiber der Investitionen in ein nachhaltiges und dezentrales Energiesystem. Diese Trends könnten sich durch verschiedene Faktoren, die außerhalb der Kontrolle der zolar liegen, verändern. Dazu gehört unter anderem ein signifikanter Rückgang des Ölpreises, eine verbesserte Prognose der Ölversorgung in den entwickelten Volkswirtschaften, eine Anpassung von ökonomischen Anreizen bezüglich des Verbrauchs von Energie aus konventionellen Energieträgern und eine Veränderung des Bewusstseins über den negativen Einfluss von fossilen Energieträgern auf die Umwelt. Ukraine-Krieg (Risikokategorie B) Durch den Ukraine-Krieg haben sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen (siehe unten) stark verändert. So ist derzeit nicht absehbar, ob die westlichen Staaten weitere Sanktionen gegen Russland aussprechen werden. Die bereits vereinbarten Sanktionen (z.B. im Bereich Energie) haben zu einer Erschwerung der Lieferketten sowie einer Erhöhung der Energiekosten geführt, welches wiederrum zu Preissteigerung geführt hat. Die negativen Auswirkungen auf die wirtschaftliche Entwicklung sind bisher schwierig einzuschätzen. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen (Risikokategorie B) Veränderungen der gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen einschließlich Beschränkungen in der Kreditvergabe, Unsicherheiten und Schwächen im Arbeitsmarkt und allgemeine Ängste der Konsumenten vor einer Rezession sowie anhaltende geopolitische Spannungen (siehe auch oben) wirken sich unmittelbar auf das Vertrauen der Verbraucher und die privaten Konsumausgaben aus. Außerdem beeinflussen diese Veränderungen das allgemeine Wirtschaftsklima und die Investitionsfreudigkeit der Unternehmen. Die Veränderungen der gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen und ihre Auswirkungen auf die Kundennachfrage nach Produkten und Dienstleistungen der zolar sind schwer vorherzusagen. Die derzeitigen wirtschaftlichen Entwicklungen im Hinblick auf die allgemeinen Preis- und Zinssteigerungen müssen als ernste Gefährdung für die Geschäftstätigkeit der zolar gesehen werden, da diese die Möglichkeiten der Verbraucher in nachhaltige Systeme zur Erzeugung von Strom zu investieren erheblich einschränken. Regulatorische Rahmenbedingungen (Risikokategorie A) Die Geschäftstätigkeit der zolar ist erheblich von den regulatorischen Rahmenbedingungen in ihrem Kernmarkt Deutschland abhängig. Daher können sich veränderte Förderbedingungen oder Einspeisevergütungen direkt auf die wirtschaftliche Attraktivität von Photovoltaik- & Energiespeichersystemen auswirken. Ebenso kann die Aufhebung der Nullbesteuerung für den Erwerb und die Installation von PV-Anlagen, welche seit dem 1. Januar 2023 in Deutschland zur Anwendung kommt, sich negativ für zolar auswirken. Liquiditätsrisiko (Risikokategorie C) Die zolar ist in einem schnell wachsenden Marktsegment tätig und verfolgt eine internationale Wachstumsstrategie mit hohen Investitionen in Marketing-, Vertriebs- und Plattformentwicklungstätigkeiten. Die Gesellschaft befindet sich im Zeitpunkt der Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022 weiterhin in einer geplanten Verlustphase und beobachtet daher die Liquiditätssituation insbesondere auch im Hinblick auf das weitere geplante Wachstum der Geschäftstätigkeit der Gesellschaft sehr genau. Die Zahlungsfähigkeit der zolar ist im Prognosezeitraum bis zum 31. Mai 2024 aufgrund der in der ersten Jahreshälfte 2022 abgeschlossenen Series C-Finanzierungsrunde sichergestellt. Darüber hinaus wurde ein Reverse Factoring-Programm aufgelegt und weitere Finanzierungsoptionen, wie die Finanzierung des Lagerbestandes sowie eine Ausweitung des Factoringprogramms stehen kurz vor dem Abschluss. Ausfall- und Zinsrisiken (Risikokategorie B) Aufgrund einer breiten Kundenbasis halten wir Ausfallrisiken für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen für begrenzt. Bei den Bankguthaben hat sich zolar aufgrund der Entwicklung in den letzten Monaten dazu entschieden, einen Teil der liquiden Mittel, die kurzfristig nicht benötigt werden, zukünftig in kurzfristigen Staatanleihen sowie Geldmarktfonds mit AAA-Rating zu investieren. Fachkräftmangel (Risikokategorie C) Ein Risiko besteht grundsätzlich ebenfalls im Bereich der Verfügbarkeit geeigneter Fachkräfte (Fachkräftemangel), da die Gesellschaft infolge des Weiteren geplanten Unternehmenswachstums und damit einhergehenden steigenden Personalbedarfs zunehmend auf Fachkräfte angewiesen ist. Zolar ist nach dem bisherigen Feedback unserer (auch ehemaligen) Mitarbeiter vor allem aufgrund des auf Nachhaltigkeit und Klimaschutz ausgerichteten Unternehmensziels als Arbeitgeber begehrt. Zusätzlich begegnet zolar dem Fachkräftemangel mit attraktiven und flexiblen Angeboten für Arbeitnehmer, weshalb wir dieses Risiko nach derzeitigem Kenntnisstand als gering einschätzen. Lieferkettenprobleme (Risikokategorie B) In der Vergangenheit konnte zolar das Netzwerk mit in Deutschland ansässigen Großhändlern kontinuierlich ausbauen und über das steigende Volumen sukzessive die Geschäftsbeziehungen intensivieren. Zu den deutschen Herstellern insbesondere im Bereich Speicher bestehen ebenso direkte Lieferbeziehungen. Darüber hinaus wurde begonnen, die direkte Beschaffung im Bereich der Module aber auch Speicher, die mehrheitlich in China gefertigt werden, aufzubauen. Auf der Basis verfügt zolar über ein engmaschiges Lieferantenangebot, welches bereits in der Vergangenheit auftretende Engpässe auffangen konnte. Nach einem sehr angespannten Jahr 2022 mit großen Lieferengpässen bei nahezu allen Solarkomponenten, hat sich die allgemeine Liefersituation in den letzten Monaten enorm entspannt. Insbesondere durch die Portfolioneuausrichtung Ende 2022 auf einen chinesischen Hersteller von Wechselrichtern und Speichern im direkten Bezug, sowie den Aufbau eines Sicherheitsbestandes im eigenen Warenlager, konnten die Lieferprobleme aus Anfang und Mitte 2022 vollständig gelöst werden. Die kurzzeitig enorm gestiegene Nachfrage nach PV-Komponenten in 2022 hat zu einem klassischen bull whip Effekt geführt, aufgrund dessen, insbesondere asiatische Hersteller, ihre Produktionskapazitäten rasant gesteigert haben. Aufgrund der COVID19 Pandemie kam es im abgelaufenen Geschäftsjahr noch regelmäßig zu Störungen auf den Lieferwegen, insbesondere durch radikale Schließungen von Häfen und Lägern in China. Auch hier hat sich die Lage in den vergangenen Monaten entspannt, sodass Lieferungen zuverlässiger erfolgen sollten. Insbesondere bei Solarmodulen herrscht aktuell eher ein Überangebot seitens der Hersteller. Bei Wechselrichtern und Speichern der großen chinesischem OEMs ist ebenfalls ein Trend in Richtung Überangebot zu erkennen, während die Liefersituation bei deutschen und europäischen Wechselrichter- und Speicherherstellern weiter angespannt bleibt. Die Abhängigkeit der Solarindustrie von China ist durch diese Entwicklungen weiter gestiegen. Dieses birgt erhebliche politische Risiken, zum Beispiel durch Importbeschränkungen oder Handelssanktionen gegenüber China. Zur Vorbeugung führen wir aktuell bereits Gespräche mit unseren chinesischen Lieferanten über alternative Bezugswege und Produktionsstätten, beispielsweise in Indien. 3.2 Chancenbericht Produkterweiterung Durch die ab 2023 eingeführte Senkung des Umsatzsteuersatzes auf 0% für den Erwerb und die Installation von PV-Anlagen wird das bislang vertriebene Mietmodell für den Verbraucher unattraktiv, da die Nullbesteuerung hier nicht zur Anwendung kommt. Zolar plant daher im Laufe des Jahres 2023 den Kunden Möglichkeiten anzubieten, wie diese von der Nutzung von eigenen PV-Anlagen profitieren können, ohne diese mittels einer einmaligen Kaufpreiszahlung bezahlen zu müssen. Zusätzlich evaluiert zolar gerade unterschiedliche Serviceprodukte, die direkt oder mittelbar im Zusammenhang mit dem Erwerb einer Solaranlage stehen, um bestehenden und neuen Kunden ein ganzheitliches Produktportfolio anzubieten. Steigende Kosteneffizienz und Elektrifizierung Die Entwicklung der Stromkosten kann Auswirkungen auf das Geschäft der zolar haben. Wenn die Stromkosten steigen, können Haushalte mehr Energiekosten einsparen und sind eher geneigt, eine Solaranlage zu kaufen. Wenn die Energiekosten sinken, verringert sich das Einsparpotential, welches sich negativ auf die Kaufentscheidung auswirken kann. Langfristig und auch kurzfristig ist von einem Anstieg der Energiekosten auszugehen, welches sich positiv auf das Geschäft der zolar auswirken könnte. Zusätzlich verstärken sich die Trends der Elektrifizierung von Mobilität (Benzin vs. Elektroautos) und Wärme (Öl-/Gas-basiert vs. Wärmepumpen), welche die Nachfrage nach sauberem Strom wahrscheinlich erhöhen wird. Im Wohnbereich werden diese Systeme aufgrund der sinkenden Investitionskosten und der gesetzlichen Vorschriften in großem Umfang verfügbar sein. Dadurch könnte sich der Strombedarf eines Privathauses in Zukunft verdoppeln oder sogar verdreifachen. Entwicklungen in der Energiepolitik Das aktuelle politische und geopolitische Umfeld begünstigt zunehmend den Ausbau erneuerbarer Energien, insbesondere die Solarenergie. Mit dem im November 2022 novellierten Klimaschutzgesetz will die Bundesregierung eine Klimaneutralität bis 2045 erreichen und bis 2030 sollen bereits 80 % des Strombedarfs aus erneuerbaren Energien stammen. So soll der jährliche Zubau an Photovoltaik- Kapazität von derzeit 7,3 GW in 2022 schrittweise auf 22 GW in 2026 erhöht werden, was massive Verbesserungen auf politischer Ebene mit sich bringt. 9 Ein Weg dahin sind die in einigen Bundesländern bereits beschlossenen Pflichten zur Installation von PV-Anlagen bei Neubauten und Dachsanierungen. Ebenso plant die die Europäische Union im Rahmen der "Solar Photovoltaic Industry Alliance" die Wiederansiedlung von Produktion und Weiterentwicklung von PV-Komponenten in Europa, um die Abhängigkeiten von anderen Ländern, insbesondere China, zu reduzieren. So soll bis zum Jahre 2023 eine jährliche Produktionskapazität von 30 GW (Gigawatt) geschaffen werden. 10
9 Bundesministerium für Wirtschaft und
Klimaschutz: Photovoltaik-Strategie, Stand 05.05.2023,
https://www.bmwk.de/Redaktion/DE/Publikationen/Energie/photovoltaik-stategie-2023.html
(abgerufen am 10.05.2023)
3.3 Prognosebericht Die folgenden Aussagen zum künftigen Geschäftsverlauf der zolar basieren auf bestimmten Annahmen über die künftige wirtschaftliche und branchenspezifische Entwicklung, welche die zolar als realistisch ansieht. Diese sind jedoch mit Unsicherheit behaftet und bergen das Risiko, dass die prognostizierten Entwicklungen nicht wie erwartet eintreten. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen Für das Geschäftsjahr 2023 geht die Geschäftsführung von einem herausfordernden wirtschaftlichen Umfeld in Deutschland und Europa aus. Die sich normalisierenden Energiepreise sorgen dafür, dass die Verbraucher eine geringere Notwendigkeit für die Investition in einer PV-Anlage sehen, und die steigenden Lebenshaltungskosten sowie Zinsen schränken die Möglichkeiten der Verbraucher ein, eine solche Anlage zu erwerben. Durch den sich abzeichnenden Angebotsüberhang für PV-Komponenten und der damit einhergehenden Reduzierung der Beschaffungspreisen, sollte der Preis für den Erwerb von PV-Anlagen nach wie vor erschwinglich bleiben. Für das Jahr 2023 wird mit einer stagnierenden Wirtschaft in Deutschland und einer weiterhin hohen Inflationsrate in Höhe von 6,2 % nach 6,9 % in 2022 gerechnet. 11 Weiterhin rechnet die zolar mit positiven Impulsen für die Solarbranche getrieben durch stetig wachsendes Klimabewusstsein, hohe Energiepreise sowie die Fortsetzung von Förderprogrammen, wie z.B. der Reduzierung des Umsatzsteuersatzes auf PV-Anlagen. Trotz des erheblichen Einbruchs der Bauwirtschaft in den letzten Monaten durch die hohen Zinsen und Preissteigerungen zieht zolar aufgrund der nach wie vor hohen Anzahl an Ein- und Zweifamilienhäuser ohne PV-Anlagen keine negative Auswirkung auf dieses Marktsegment in Deutschland. Ausblick auf das Geschäftsjahr 2023 Die zolar legt ihr besonderes Augenmerk weiterhin auf die Stärkung ihrer Marke und den kontinuierlichen Ausbau der Präsenz auf dem deutschen Markt. Darüber hinaus werden die ersten Produktergänzungen im Bereich Service angeboten. Zolar prognostiziert auf für 2023 eine starke Kundennachfrage durch die weiterhin hohen Strom- und Gaspreise. Neben Plattformentwicklungstätigkeiten werden weitere Investitionen notwendig sein, um die Vertriebsaktivitäten auf Angebots- und Nachfrageseite der zolar weiter auszubauen. Basierend auf den oben genannten Annahmen erwartet die zolar im Vergleich zum Vorjahr einen wieder stark wachsenden Umsatz bei gleichzeitiger starker Verbesserung der Rohertragsmarge. Zolar wird weiter in den Aufbau im Marketing und Vertrieb sowie die Weiterentwicklung der Plattformen investieren, so dass auch für 2023 mit einem Jahresfehlbetrag gerechnet wird, der jedoch geringer ausfallen soll, als im abgelaufenen Geschäftsjahr.
Berlin, 10.05.2023 Alexander Melzer Benjamin Rauser Bilanz zum 31. Dezember 2022Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022
Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB. Die Gesellschaft macht teilweise von den Aufstellungserleichterungen des § 288 Abs. 2 HGB Gebrauch. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren angewendet. Die Geschäftsführung der ZOLAR GmbH ist der Auffassung, dass die Voraussetzungen zur Bewertung unter der Annahme der Unternehmensfortführung gemäß § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB gegeben sind. Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht
Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Die selbstgeschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände wurden mit den Herstellungskosten angesetzt. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten bewertet. Sämtliche immaterielle Vermögensgegenstände werden um planmäßige Abschreibungen vermindert. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Geringwertige Vermögensgegenstände, deren Netto-Anschaffungskosten EUR 800,00 nicht übersteigen, werden im Jahr ihres Zugangs voll abgeschrieben und, soweit Anschaffungskosten EUR 250,00 übersteigen, am Ende des Geschäftsjahres als Abgang gezeigt. Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bewertet. Bei voraussichtlich dauernden Wertminderungen wird der niedrigere beizulegende Wert am Abschlussstichtag angesetzt. Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet, d.h. es wurden von den voraussichtlichen Verkaufspreisen Abschläge für noch anfallende Kosten vorgenommen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit ihrem Nennwert angesetzt sowie unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Die Bewertung der liquiden Mittel erfolgte zum Nennwert. Als aktiver Rechnungsabgrenzungsposten sind Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Sonstige Rückstellungen sind mit den nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt. Dabei werden alle am Abschlussstichtag erkennbaren Risiken berücksichtigt. Soweit sie eine Restlaufzeit von einem Jahr überschreiten, sind die Rückstellungen mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden Marktzinssatz der vergangenen 7 Geschäftsjahre abgezinst. Aus Gründen der Wesentlichkeit wurde auf die Abzinsung einer Rückstellung mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr verzichtet. Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Verbindlichkeiten in fremder Währung sind mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Als passiver Rechnungsabgrenzungsposten sind Einnahmen vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, die Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Steuerbelastungen aus Differenzen zwischen handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, insbesondere im Bereich der selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände, die sich in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen werden sowie Steuerentlastungen aus steuerlichen Verlustvorträgen, die innerhalb der nächsten fünf Jahre zu einer erwarteten Verlustverrechnung führen, werden als latente Steuern ausgewiesen. Die sich daraus ergebende Steuerbe- bzw. entlastung wurden mit dem unternehmensindividuellen Steuersatz im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen (hier: 30,18%) bewertet und miteinander saldiert. Angaben zur Bilanz Anlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen. Forschungs- und Entwicklungskosten Die selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wurden aktiviert. Der Gesamtbetrag der Entwicklungskosten betrug im Geschäftsjahr EUR 2.161.364,00. Davon entfallen EUR 2.161.364,00 auf die selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens. Angaben über den Anteilsbesitz an anderen Unternehmen von mind. 20 Prozent der Anteile Gemäß § 285 Nr. 11 HGB wird über nachstehende Unternehmen berichtet:
Angabe zu den sonstigen Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen setzen sich zum 31.12.2022 wie folgt zusammen: Angabe über Rückstellungen
Angabe zu Restlaufzeitvermerken Sämtliche Verbindlichkeiten haben, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Nicht bilanzierte sonstige finanzielle Verpflichtungen Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Transaktionen bestehen weiterhin folgende sonstige finanzielle Verpflichtungen:
Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen haben eine Laufzeit bis zum 15.11.2026. Sonstige Angaben Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer Die Anzahl der bei der Gesellschaft beschäftigten Mitarbeiter betrug 2022 durchschnittlich 392 Personen (Vorjahr: 205 Personen). Diese teilen sich in die folgenden Gruppen auf:
Ausschüttungssperre In Höhe der in der Bilanz ausgewiesenen selbsterstellten immateriellen Vermögensgegenstände abzgl. der hierauf gebildeten passiven latenten Steuern besteht nach § 268 Abs. 8 HG eine Ausschüttungssperre in Höhe von TEUR 4.242. Namen der Geschäftsführer Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:
Die Geschäftsführer üben ihre Tätigkeit hauptberuflich aus. Die Gesellschaft macht von der Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch. Nachtragsbericht Im April 2023 hat Zolar mit einer Bank eine langfristige Kreditvereinbarung über TEUR 15.000 zur Finanzierung des Lagerbestandes abgeschlossen. Unterschrift der Geschäftsleitung
Berlin, 10. Mai 2023 Unterschrift Entwicklung des Anlagevermögens für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die ZOLAR GmbH, Berlin Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der ZOLAR GmbH, Berlin, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der ZOLAR GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Hamburg, den 8. Juni 2023 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Axel Steffen, Wirtschaftsprüfer ppa. André Kaszás, Wirtschaftsprüfer |
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