Stammdaten

Register
Amtsgericht Hamburg HRB 99869
Vorher
Altigi GmbH
Eingetragen
24.1.2007
Branche
Verlegen von ComputerspielenEntwicklung und Programmierung von ComputerspielenHerstellung von Spielwaren
Gegenstand
die Entwicklung und der Betrieb von Onlinespielen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Gero Michalschyk
seit 3.7.2023
Geschäftsführer
Armin Busen
seit 14.9.2022
Geschäftsführer
Sebastian Frank
seit 20.10.2016
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Stillfront Midco ABSWE
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Stillfront Midco AB
Sweden
70.588 €
100.00%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Stillfront Germany GmbH (vormals: Altigi GmbH)

Hamburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

Grundlagen der Gesellschaft

Geschäftsmodell der Gesellschaft

Die Stillfront Germany GmbH (ehemals: Altigi GmbH) ist eine große Kapitalgesellschaft (§ 267 Abs. 3 HGB) mit Sitz in Hamburg, die im Jahr 2007 gegründet wurde. Gegenstand des Unternehmens ist die Entwicklung und der Betrieb von Onlinespielen.

Ziele und Strategien

Wesentliche Geschäftsfelder

Die Stillfront Germany GmbH (ehemals: Altigi GmbH) hat in nahezu allen Ländern der Welt Kunden. Die Produkte der Gesellschaft sind im Browser und auf mobilen Endgeräten spielbar.

Beschaffungsbereich

Die Gesellschaft führt nahezu alle Schritte - von der Konzeption eines neuen Spiels über die Entwicklung bis zu der Vermarktung - selbstbestimmt und hausintern durch. Eine Abhängigkeit von Dienstleistungen Dritter ist daher weitestgehend ausgeschlossen. Die Preise für bezogene IT-Dienstleistungen, wie Server, Content Delivery Networks und Ähnliches, sind stabil bzw. leicht ansteigend.

Vermarktung

Die Gesellschaft vermarktet ihre Spiele über diverse Marketing-Kanäle. Im Geschäftsjahr 2023 wurden die Spiele weltweit online durch verschiedene Kampagnen beworben.

Steuerungssystem

Die Gesellschaft wird im Wesentlichen über spielebezogene und nutzerspezifische Kennzahlen sowie finanzwirtschaftliche Größen gesteuert. Diese werden in regelmäßigen Abständen erhoben. Weiterhin werden regelmäßige Reports aufbereitet, die unter anderem Informationen zu spielebezogenen Kennzahlen liefern. Die finanzwirtschaftliche Steuerung des Unternehmens erfolgt über die Instrumente Gewinn- und Verlustrechnung, Bilanz und Cash-Flow-Rechnung.

Finanzielle Leistungsindikatoren

Die Gesellschaft bemisst ihre finanziellen Indikatoren über ihre Umsatzerlöse und das Betriebsergebnis.

Forschung und Entwicklung

Der Fokus der Produktion liegt auf der Weiterentwicklung der erfolgreichsten Titel der Stillfront Germany GmbH (ehemals: Altigi GmbH). Das Spiel Sunshine Island wurde im Laufe des Jahres 2023 global veröffentlicht und weitere Spiele befinden sich in der Entwicklung.

Wesentliche Geschäftsvorfälle

Mit Beschluss vom 20. Dezember 2022 befand sich die Tochtergesellschaft Goodgame Studios Japan K.K., Tokio, Japan, in Liquidation und diese wurde am 31. März 2023 abgeschlossen. Die Tochtergesellschaft ist am 5. Juni 2023 aus dem japanischen Handelsregister gelöscht worden.

Mit Kaufvertrag vom 17. August 2023 erwarb die Gesellschaft jeweils die Anteile an der Bytro Labs GmbH (Hamburg), Playa Games GmbH (Hamburg) sowie OFM Studios GmbH (Köln). Im Zuge der Transaktion wurden der Stillfront Germany GmbH (ehemals: Altigi GmbH) sämtliche Anteile an der Bytro Labs GmbH, Playa Games GmbH und OFM Studios GmbH übertragen. Gleichzeitig verpflichtete sich die Gesellschaft zur Zahlung des im Kaufvertrag vereinbarten Kaufpreises.

Durch den im Kaufvertrag vereinbarten Kaufpreis in Höhe von insgesamt TEUR 100.000 sowie Anschaffungsnebenkosten in Höhe von TEUR 42 ergeben sich zum Stichtag Anschaffungskosten der Beteiligungen in Höhe von TEUR 100.042.

Zur Finanzierung der Transaktion wurden der Gesellschaft Darlehen in Höhe von insgesamt TEUR 100.000 durch die Stillfront Midco AB gewährt.

Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2023 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 0,3% niedriger als im Vorjahr. Kalenderbereinigt betrug der Rückgang der Wirtschaftsleistung 0,1%. Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland kam im Jahr 2023 im nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken. Hohe Preise auf allen Wirtschaftsstufen hätten die Konjunktur gedämpft. Hinzu seien ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland gekommen. Die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 habe sich somit nicht fortgesetzt. (Quelle: bmwk.de - Jahreswirtschaftsbericht vom 21.02.2024)

Die Vorhersagen für das Wirtschaftswachstum schwanken teilweise stark und werden im Laufe eines Jahres regelmäßig nach oben oder unten korrigiert. Die aktuellen Prognosen für die Entwicklung des deutschen Bruttoinlandsprodukts (BIP) 2024 liegen zwischen -0,5% laut Institut der deutschen Wirtschaft in Köln und 0,9% laut Institut für Wirtschaftsforschung der Universität München. (Quelle: Statista "Prognosen zur Entwicklung des realen Bruttoinlandsprodukts (BIP) in Deutschland für die Jahre 2024 und 2025" vom 21.02.2024)

Nach zuletzt moderatem Wachstum des Marktes für Online- und Mobilegames wird ein stärkerer Anstieg bis zum Jahr 2027, vor allem aus dem klassischen Games-Segment, erwartet. Dies ist insbesondere durch die weiterhin zunehmende Verbreitung von Smartphones und Tablets zu begründen. Auch der fortschreitende Ausbau von Hochgeschwindigkeits-Datennetzen in allen wichtigen Ländern begünstigt den Erfolg von Onlinegames. Die Reichweite dieser Spiele steigt kontinuierlich. Dennoch lässt sich erkennen, dass die Wachstumsrate für Free-to-Play Spiele durch die wirtschaftlichen Auswirkungen der Lockerungen nach der Corona-Pandemie und der geopolitischen Spannungen zuletzt abgeflacht ist und sich branchenübergreifend auch für andere Marktteilnehmer in Deutschland als herausfordernd darstellt. Durch stetig steigende Marketingbudgets im Wettbewerb um Marktanteile wird die Einschätzung von Erfolgsaussichten neuer Spiele erschwert.

Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage

der Stillfront Germany GmbH (ehemals: Altigi GmbH)

Ertragslage

2023
TEUR
% 2022
TEUR
Umsatzerlöse 80.099 89,9 88.127
Aktivierte Eigenleistungen 8.022 9,0 8.075
Sonstige betriebliche Erträge 996 1,2 1.428
Gesamtleistung 89.117 100,0 97.630
Personalaufwand -15.768 -17,7 -15.772
Abschreibungen -11.612 -13,0 -10.021
Sonstiger Betriebsaufwand -37.269 -41,8 -41.109
Steuern (ohne Ertragsteuern) -130 -0,1 -123
Betrieblicher Aufwand -64.778 -72,6 -67.024
Betriebsergebnis 24.339 27,4 30.606
Beteiligungs- und Finanzergebnis -2.037 -990
Ergebnis vor Ertragsteuern 22.302 29.616
Ertragsteuern -7.510 -9.754
Jahresergebnis 14.792 19.862
% Veränderungen
TEUR
%
Umsatzerlöse 90,3 -8.028 -9,1
Aktivierte Eigenleistungen 8,3 -53 -0,7
Sonstige betriebliche Erträge 1,5 -432 -30,3
Gesamtleistung 100,0 -8.513 -8,7
Personalaufwand -16,2 4 0,0
Abschreibungen -10,3 -1.591 15,9
Sonstiger Betriebsaufwand -42,1 3.840 -9,3
Steuern (ohne Ertragsteuern) -0,1 -7 -5,7
Betrieblicher Aufwand -68,7 2.247 -3,4
Betriebsergebnis 31,3 -6.266
Beteiligungs- und Finanzergebnis -1.047
Ergebnis vor Ertragsteuern -7.313
Ertragsteuern 2.244
Jahresergebnis -5.069

Die Umsatzerlöse sind im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 8.028 auf TEUR 80.099 gesunken. Im Wesentlichen ist dies auf den Rückgang der Marketingaufwendungen in den ersten drei Quartalen für die Bestandsspiele zurückzuführen, während der Fokus auf Investitionen für neu entwickelte Spiele lag. Im abgelaufenen Geschäftsjahr sind aktivierte Eigenleistungen in Höhe von TEUR 8.022 (Vorjahr: TEUR 8.075) in die Entwicklung neuer und Weiterentwicklung bestehender Onlinespiele investiert worden.

Am Umsatz gemessen betrug die Personalaufwandsquote ca. 19,7% (Vorjahr: 17,9%). Die Personalaufwendungen sind mit TEUR 15.768 (Vorjahr: TEUR 15.772) leicht gesunken, was im Wesentlichen die durchschnittlichen laufenden Gehaltserhöhungen sowie die höheren personalbezogenen Rückstellungen im Verhältnis zu der geringeren durchschnittlichen Anzahl der angestellten Mitarbeiter widerspiegelt.

Der Rückgang des sonstigen Betriebsaufwands von TEUR 41.109 auf TEUR 37.269 korrespondiert mit der Entwicklung der Umsatzerlöse und resultiert im Wesentlichen aus dem Rückgang der umsatzbezogenen variablen Aufwendungen.

Das Betriebsergebnis verminderte sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 6.266 auf TEUR 24.339.

Nach Berücksichtigung der Ertragsteuern und der sonstigen Steuern in Verbindung mit dem Beteiligungs- und Finanzergebnis, was in Höhe von TEUR 11.192 (Vorjahr: TEUR 4.060 TEUR) aus dem abgeführten Ergebnis der Tochtergesellschaft Sandbox Interactive GmbH, mit der mit Wirkung zum 1. Januar 2021 ein Gewinnabführungsvertrag geschlossen wurde, sowie aus Zinsaufwendungen in Höhe von TEUR 13.239 (Vorjahr: TEUR 5.398) besteht, verminderte sich das Jahresergebnis um TEUR 5.069 auf TEUR 14.792.

Vermögens- und Kapitalstruktur

31.12.2023
TEUR
% 31.12.2022
TEUR
Vermögen
Imm. VG und Sachanlagen 29.248 9,1 27.857
Finanzanlagen 272.079 84,6 170.014
Kurzfristige Forderungen 10.993 3,4 11.131
Flüssige Mittel 9.016 2,8 7.094
Übrige Aktiva 409 0,1 334
321.745 100,0 216.430
Kapital
Eigenkapital 25.910 8,1 28.971
Kurzfristige Verbindlichkeiten und Rückstellungen 136.177 42,3 21.829
Langfristige Verbindlichkeiten und Rückstellungen 159.658 49,6 165.630
321.745 100,0 216.430
% Veränderungen
TEUR
%
Vermögen
Imm. VG und Sachanlagen 12,9 1.391 5,0
Finanzanlagen 78,6 102.065 60,0
Kurzfristige Forderungen 5,1 -138 -1,2
Flüssige Mittel 3,3 1.922 27,1
Übrige Aktiva 0,2 75 22,5
100,0 105.315 48,7
Kapital
Eigenkapital 13,4 -3.061 -10,6
Kurzfristige Verbindlichkeiten und Rückstellungen 10,1 114.348 523,8
Langfristige Verbindlichkeiten und Rückstellungen 76,5 -5.972 -3,6
100,0 105.315 48,7

Im Anlagevermögen des Unternehmens haben sich die Sachanlagen und die selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände, die aktivierte (Weiter-)Entwicklungskosten von Onlinespielen beinhalten, um TEUR 1.391 im Vergleich zum Vorjahr erhöht, was im Wesentlichen mit der Weiterentwicklung der Spiele begründet ist.

In den Finanzanlagen in Höhe von TEUR 272.079 ist u.a. die Beteiligung an der Sandbox Interactive GmbH, Berlin, in Höhe von TEUR 172.037 enthalten, deren Anteile mit Kaufvertrag vom 18. Dezember 2020 von der Gesellschaft erworben wurden. Eine Erhöhung gegenüber dem Vorjahr in Höhe von TEUR 2.099 ist aufgrund besserer Erkenntnisse aus dem Beteiligungserwerb durch eine Erhöhung der Rückstellungen gegenüber den Altgesellschaftern der Sandbox Interactive GmbH, Berlin, analog in den Finanzanlagen abgebildet.

Mit Kaufvertrag vom 17. August 2023 erwarb die Gesellschaft jeweils die Anteile an der Bytro Labs GmbH (Hamburg), Playa Games GmbH (Hamburg) sowie OFM Studios GmbH (Köln) zu einem Gesamtkaufpreis von TEUR 100.000, so dass für das Jahr 2023 inklusive Anschaffungsnebenkosten (TEUR 42) ein Beteiligungszugang in Höhe von insgesamt TEUR 100.042 ausgewiesen wird. Zusätzlich hat die Liquidation der japanischen Tochter Goodgame Studios Japan K.K. (Tokio) einen Abgang in den Finanzanlagen von TEUR 76 zur Folge.

Der Bestand an kurzfristigen Forderungen weist eine Verminderung um TEUR 138 im Vergleich zum Vorjahr auf, im Wesentlichen bedingt durch höhere Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 6.280 (Vorjahr: TEUR 5.411), geringere Forderungen gegen verbundene Unternehmen von TEUR 2.994 (Vorjahr: TEUR 4.873) aufgrund von Vorab-Ergebnisausschüttungen sowie höhere sonstige Vermögensgegenstände von TEUR 1.719 (Vorjahr: TEUR 847) aufgrund höherer Forderungen aus Umsatzsteuern in Höhe von TEUR 732 (Vorjahr: TEUR 298).

Die Geschäftsführung der Stillfront Germany GmbH (ehemals: Altigi GmbH) beurteilt die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft weiterhin positiv. Dabei beträgt die Eigenkapitalquote 8,1% (Vorjahr: 13,4%), wobei der Rückgang der Quote gegenüber dem Vorjahr auf den Erwerb der Unternehmensanteile der Bytro Labs GmbH (Hamburg), Playa Games GmbH (Hamburg) und der OFM Studios GmbH (Köln) in Höhe von insgesamt TEUR 100.000 sowie die damit verbundene Finanzierung zurückzuführen ist.

Die kurzfristigen Verbindlichkeiten und Rückstellungen erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahr um 523,8% auf TEUR 136.177, was im Wesentlichen auf Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin aus der Finanzierung der neu erworbenen Beteiligungserwerbe in Höhe von TEUR 102.981 (Vorjahr: TEUR 0) und einer höheren Rückstellung gegenüber den Altgesellschaftern der Sandbox Interactive GmbH, Berlin von im Vorjahr TEUR 4.279 auf nun TEUR 11.359 beruht.

Die langfristigen Verbindlichkeiten und Rückstellungen bestehen in Höhe von TEUR 145.995 (Vorjahr: TEUR 141.971) aus Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin, was hauptsächlich aus der Finanzierung des Beteiligungserwerbs der Sandbox Interactive GmbH, Berlin, resultiert, sowie in Höhe von TEUR 13.663 (Vorjahr: TEUR 23.658) aus Rückstellungen gegenüber den Altgesellschaftern der Sandbox Interactive GmbH, Berlin.

Der Anspruch der Gesellschaft, sich auch im Jahr 2023 aus dem operativen Cashflow zu finanzieren, konnte erfüllt werden. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit resultiert im Wesentlichen aus Entwicklungsleistungen bei den Onlinespielen.

Die Liquidität im Unternehmen befindet sich insgesamt auf einem zufriedenstellenden Niveau, so dass die weitere Innenfinanzierung der laufenden Geschäftstätigkeit sowie diverser Projekte gesichert ist.

Nachtragsbericht

Mit Wirkung vom 1. Januar 2024 und auf unbestimmte Zeit wurden zwischen der Gesellschaft (Organträger) und ihren drei Tochterunternehmen (Organgesellschaften) Playa Games GmbH (Hamburg), Bytro Labs GmbH (Hamburg) und OFM Studios GmbH (Köln) jeweils ein Ergebnisabführungsvertrag geschlossen.

Mit Handelsregistereintragung vom 12. Februar 2024 wurde die Umfirmierung von Altigi GmbH in Stillfront Germany GmbH wirksam.

Prognose-, Chancen- und Risikobericht

Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung

Jedes unternehmerische Handeln ist untrennbar mit Chancen und Risiken verbunden. Auch die Stillfront Germany GmbH (ehemals: Altigi GmbH) ist in ihrem operativen Geschäft vielfältigen Risiken ausgesetzt, die die Unternehmensentwicklung negativ beeinflussen und im Extremfall den Bestand des Unternehmens gefährden können. Zurzeit sind keine solcher bestandsgefährdenden Risiken erkennbar, deren Eintritt überwiegend wahrscheinlich ist. Das Management geht daher von der Unternehmensfortführung aus.

Risiken

Insgesamt erachtet die Gesellschaft das Gesamtrisiko als gering.

Folgende Risiken hat die Gesellschaft identifiziert und diese werden in absteigender Rangfolge nach Ihrer Wichtigkeit genannt, dabei beläuft sich der Prognosezeitraum auf ein Jahr.

Der Markt für Onlinespiele wächst stetig weiter. Es besteht das Risiko, dass weitere Unternehmen in den Markt für Onlinespiele eintreten oder sich das Spielerverhalten ändert. Dies könnte zu Nachfrageschwankungen, zu höheren Kosten der Kundenakquisition sowie langfristig zu einer Konsolidierung im Markt führen.

Im technischen Bereich besteht aufgrund der schnellen Weiterentwicklung von Smartphones und Browsern das Risiko, dass die Spiele des Unternehmens mit neuen Geräten nicht länger kompatibel sind. Auch die Vielzahl an Browsern und deren Unterstützung notwendiger Plugins stellen ein Risiko dar. Die Gesellschaft begegnet diesen Risiken mit häufigen Updates und umfangreichen Tests mit verschiedenen Geräten. Zudem ermöglicht die agile Entwicklung den Wechsel auf neue Technologien.

Aufgrund der Marktposition des Unternehmens und guter Reputation ist davon auszugehen, dass das Unternehmen unter anderem durch innovative Spiele-Entwicklungen über qualitativ gut ausgebildetes Personal weiterhin krisenfest etabliert werden kann. Die Abhängigkeit von einzelnen Personen sowohl in Bezug auf die Produkte als auch in Bezug auf die Vermarktung ist nach Einschätzung des Unternehmens gering.

Der Vertrieb sowie das Marketing sind ebenso grundlegend für den Erfolg der Spiele. Insbesondere steigende Marketingkosten machen eine erfolgreiche Positionierung im umkämpften Online-Spielemarkt immer schwieriger. Dieser Herausforderung stellt sich das Unternehmen aber mit zielorientierten Investitionen in Marketingkampagnen und Vertriebsaktivitäten.

Zum 31. Dezember 2023 werden selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände bilanziert. Sofern sich die Umsatzerlöse einzelner Spiele nicht wie erwartet entwickeln, besteht das Risiko, dass Wertminderungen erfasst werden müssen.

Die Gesellschaft unterliegt dem Risiko des Ausfalls von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe des Buchwertes. Das Risiko wird als gering eingeschätzt, da Außenstände im operativen Bereich kontinuierlich überwacht werden und möglichen Ausfällen durch Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen wird.

Da Forderungen und Verbindlichkeiten auch in Fremdwährung bestehen, entstehen für die Gesellschaft Währungsrisiken. Das Risiko wird eher als gering angesehen, da Forderungen und Verbindlichkeiten in der Regel zeitnah beglichen werden.

Ein Liquiditätsrisiko besteht aufgrund der Kostenstruktur der Gesellschaft nicht. Außerdem finanziert sich die Gesellschaft seit längerer Zeit aus ihrem eigenen operativen Cashflow.

Chancen

Folgende Chancen hat die Gesellschaft identifiziert und diese werden in absteigender Rangfolge nach Ihrer Wichtigkeit genannt, dabei beläuft sich der Prognosezeitraum auf ein Jahr.

Ziel der Unternehmensstrategie ist die Steigerung des Kundenwertes und die kontinuierliche Weiterentwicklung der Bestandsspiele sowie die Entwicklung neuer Titel.

Die Gesellschaft bietet attraktive Spiele an, die über eine große, vielfältige und loyale Spielerschaft verfügen, die aktiv spielt. Durch die nicht voll ausgeschöpfte Monetarisierung nicht zahlender Spieler besteht Potential für Umsatzwachstum.

Die Optimierung der Marketingeffektivität und -effizienz bietet ebenfalls Möglichkeiten des Umsatzwachstums.

Darüber hinaus wächst der Markt, insbesondere im Bereich mobiler Spiele, weiterhin stark. Durch die gezielte Neu- und Weiterentwicklung der Spiele besteht die Chance, diese Nachfrage weiter zu bedienen und neue Spielergruppen zu gewinnen.

Des Weiteren sind attraktive internationale Teilmärkte, wie z.B. der asiatische Raum, noch nicht voll erschlossen.

Durch die kontinuierliche Vermarktung und Weiterentwicklung der Spiele besteht die Chance, inaktive Spieler zurückzugewinnen.

Prognosebericht

Der prognostizierte leichte Umsatzrückgang im einstelligen Prozentbereich im abgelaufenen Geschäftsjahr 2023 wurde erreicht. Der prognostizierte Rückgang der Investitionstätigkeit ist nicht eingetroffen. Im Wesentlichen liegt das an einer erhöhten Konzentration der Investitionen für Neuentwicklungen in Q4 2023, welcher aufgrund des Zeitpunktes zum Stichtag keinen deutlich positiven Einfluss auf die Jahresumsatzerlöse zur Folge hatte. Korrespondierend mit dem Rückgang der Umsatzerlöse und unter Einbeziehung von gegenläufigen umsatzabhängigen Transaktionskosten hat sich das Betriebsergebnis verringert. Der prognostizierte leichte Anstieg des Betriebsergebnisses im einstelligen Prozentbereich ist somit nicht eingetreten.

Durch den Zusammenschluss mit der Stillfront Group AB kann die Gesellschaft Potential aus der Hebung von Synergieeffekten schöpfen.

Für das Geschäftsjahr 2024 ist von einem leichten Umsatzanstieg gegenüber dem Vorjahr im einstelligen Prozentbereich auszugehen. Aufgrund von geplanten erhöhten Investitionen in die Vermarktung der Spiele ist nicht mit einer Verringerung des Betriebsergebnisses zu rechnen, sondern mit einem Betriebsergebnis auf gleichbleibendem Niveau.

Neben der Weiterentwicklung von Bestandsspielen plant die Gesellschaft im Geschäftsjahr 2024 den Launch von in der Entwicklung befindlichen Onlinespielen.

 

Hamburg, 23. April 2024

Stillfront Germany GmbH
(ehemals: Altigi GmbH)

Armin Busen

Gero Michalschyk

Andreas Uddman

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 301.326.523,17 197.870.465,11
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 29.057.668,26 27.532.249,27
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 28.515.201,09 26.987.669,10
2. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 542.467,17 544.580,17
II. Sachanlagen 189.903,50 324.678,62
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 189.903,50 324.678,62
III. Finanzanlagen 272.078.951,41 170.013.537,22
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 272.078.951,41 170.013.537,22
B. Umlaufvermögen 20.009.598,37 18.225.438,64
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 10.993.727,55 11.131.209,36
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 6.280.419,94 5.410.824,98
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 2.994.341,07 4.873.067,70
3. sonstige Vermögensgegenstände 1.718.966,54 847.316,68
II. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 9.015.870,82 7.094.229,28
C. Rechnungsabgrenzungsposten 408.995,60 334.446,26
Summe Aktiva 321.745.117,14 216.430.350,01

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 25.910.309,55 28.970.922,35
I. Gezeichnetes Kapital / Kapitalkonto / Kapitalanteile 70.588,00 70.588,00
II. Kapitalrücklage 3.324.412,00 3.324.412,00
III. Bilanzgewinn 22.515.309,55 25.575.922,35
B. Rückstellungen 30.515.976,54 31.834.840,48
1. Steuerrückstellungen 3.739,68 449.306,77
2. sonstige Rückstellungen 30.512.236,86 31.385.533,71
C. Verbindlichkeiten 256.270.741,50 146.643.579,29
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 149.547,43 11.705,37
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 514.778,87 266.387,87
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 253.422.305,63 144.613.163,61
4. sonstige Verbindlichkeiten 2.184.109,57 1.752.322,44
D. Rechnungsabgrenzungsposten 43.856,70 194.467,77
E. Passive latente Steuern 9.004.232,85 8.786.540,12
Summe Passiva 321.745.117,14 216.430.350,01

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Betriebsergebnis 24.468.129,43 30.728.386,74
a) Rohergebnis 89.117.100,46 97.629.804,39
Gesamtleistung 88.121.232,10 96.201.493,42
Umsatzerlöse 80.099.115,79 88.126.548,47
andere aktivierte Eigenleistungen 8.022.116,31 8.074.944,95
sonstige betriebliche Erträge 995.868,36 1.428.310,97
b) Personalaufwand 15.768.365,02 15.771.643,27
Löhne und Gehälter 13.441.397,34 13.345.437,30
soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 2.326.967,68 2.426.205,97
davon Aufwendungen für Altersversorgung 21.418,30 24.042,77
c) Abschreibungen 11.612.331,92 10.020.576,22
auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 11.612.331,92 10.020.576,22
d) sonstige betriebliche Aufwendungen 37.268.274,09 41.109.198,16
2. Finanz- und Beteiligungsergebnis -2.035.779,42 -989.535,61
a) Erträge aus Beteiligungen 75.754,30 0,00
davon aus Beteiligungen an verbundenen Unternehmen 75.754,30 0,00
b) Aufgrund einer Gewinngemeinschaft, eines Gewinnabführungs- oder Teilgewinnabführungsvertrags erhaltene Gewinne 11.191.729,90 4.059.603,37
c) sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 5.381,00 312,24
d) Zinsen und ähnliche Aufwendungen 13.308.644,62 5.049.451,22
3. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 7.510.031,78 9.753.806,84
4. Ergebnis nach Steuern 14.922.318,23 19.985.044,29
5. sonstige Steuern 130.313,91 122.758,83
Jahresüberschuss 14.792.004,32 19.862.285,46

Anhang

Allgemeine Hinweise

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff und 264 ff HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, wurden die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten und Davon-Vermerke teilweise im Anhang gemacht.

Registerinformationen

Die Gesellschaft ist unter der Firma Stillfront Germany GmbH mit Sitz in Hamburg im Handelsregister des Amtsgerichts Hamburg unter der HRB Nr. 99869 eingetragen. Mit Handelsregistereintragung vom 12. Februar 2024 wurde die Umfirmierung von Altigi GmbH in Stillfront Germany GmbH wirksam.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Erworbene und selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen vermindert. Forschungskosten werden in der Periode als Aufwand erfasst, in der sie anfallen. Können Forschung und Entwicklung nicht verlässlich voneinander unterschieden werden, ist eine Aktivierung ausgeschlossen.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. In die Herstellungskosten selbst erstellter Anlagen sind neben den Einzelkosten auch anteilige Gemeinkosten wie beispielsweise Mietaufwendungen und durch die Fertigung veranlasste Abschreibungen einbezogen.

Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Dabei werden grundsätzlich folgende Nutzungsdauern zugrunde gelegt:

Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände (Spiele): 4 Jahre
Betriebs- und Geschäftsausstattung: 3 bis 15 Jahre

Die geringwertigen Anlagegüter (bewegliche Gegenstände des Sachanlagevermögens) mit Anschaffungskosten bis EUR 800,00 werden sofort abgeschrieben und der Abgang im Jahr der Anschaffung unterstellt.

Ohne Rücksicht darauf, ob ihre Nutzung zeitlich begrenzt ist, werden bei Vermögensgegenständen des Anlagevermögens bei voraussichtlich dauernder Wertminderung außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen, um diese mit dem niedrigeren Wert anzusetzen, der ihnen am Bilanzstichtag beizulegen ist.

Die Finanzanlagen sind mit den Anschaffungskosten oder, bei voraussichtlich dauernder Wertminderung, mit den niedrigeren beizulegenden Werten bilanziert.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nominalwert bzw. unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken (Einzel- und Pauschalwertberichtigungen) bewertet.

Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten werden zu Nominalwerten angesetzt.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten betrifft Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert.

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt.

Bei Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden künftige Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt und eine Abzinsung auf den Bilanzstichtag vorgenommen. Als Abzinsungssätze werden die den Restlaufzeiten der Rückstellungen entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssätze der vergangenen sieben Geschäftsjahre verwendet, wie sie von der Deutschen Bundesbank gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung monatlich ermittelt und bekannt gegeben werden.

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Der passive Rechnungsabgrenzungsposten betrifft Einnahmen vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden diese mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet ausgewiesen.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet.

Umsatzerlöse werden sofort bei Verkauf der virtuellen Währung realisiert.

Wesentliche Geschäftsvorfälle

Mit Beschluss vom 20. Dezember 2022 befand sich die Tochtergesellschaft Goodgame Studios Japan K.K., Tokio, Japan, in Liquidation und die Liquidation wurde am 31. März 2023 abgeschlossen. Die Tochtergesellschaft ist am 5. Juni 2023 aus dem japanischen Handelsregister gelöscht worden.

Mit Kaufvertrag vom 17. August 2023 erwarb die Gesellschaft jeweils die Anteile an der Bytro Labs GmbH (Hamburg), Playa Games GmbH (Hamburg) sowie OFM Studios GmbH (Köln). Im Zuge der Transaktion wurden der Stillfront Germany GmbH (ehemals: Altigi GmbH) sämtliche Anteile an der Bytro Labs GmbH, Playa Games GmbH und OFM Studios GmbH übertragen. Gleichzeitig verpflichtete sich die Gesellschaft zur Zahlung des im Kaufvertrag vereinbarten Kaufpreises.

Durch den im Kaufvertrag vereinbarten Kaufpreis in Höhe von insgesamt TEUR 100.000 sowie Anschaffungsnebenkosten in Höhe von TEUR 42 ergeben sich zum Stichtag Anschaffungskosten der Beteiligungen in Höhe von TEUR 100.042.

Zur Finanzierung der Transaktion wurden der Gesellschaft Darlehen in Höhe von insgesamt TEUR 100.000 durch die Stillfront Midco AB gewährt.

Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt.

Die Entwicklungskosten der selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände wurden für bereits bestehende Onlinespiele in Höhe von TEUR 7.461 (Vorjahr: TEUR 11.004) und für in Entwicklung befindliche Spiele in Höhe von TEUR 5.459 (Vorjahr: TEUR 154) aktiviert. Die selbst entwickelten Spiele haben eine zeitlich beschränkte wirtschaftliche Nutzungsdauer. Das Management schätzt die wirtschaftliche Nutzungsdauer der aktiven Spiele sowie der Weiterentwicklungen mit jeweils 4 Jahren ein. Insgesamt fielen im Geschäftsjahr Forschungs- und Entwicklungskosten in Höhe von TEUR 13.315 (Vorjahr: TEUR 13.937) an, in denen demnach aktivierungsfähige Kosten in Höhe von TEUR 12.919 (Vorjahr: TEUR 11.159) enthalten sind.

In den Finanzanlagen in Höhe von TEUR 272.079 ist u.a. die Beteiligung an der Sandbox Interactive GmbH, Berlin, in Höhe von TEUR 172.037 enthalten, deren Anteile mit Kaufvertrag vom 18. Dezember 2020 von der Gesellschaft erworben wurden. Eine Erhöhung gegenüber dem Vorjahr in Höhe von TEUR 2.099 ist aufgrund besserer Erkenntnisse aus dem Beteiligungserwerb durch eine Erhöhung der Rückstellungen gegenüber den Altgesellschaftern der Sandbox Interactive GmbH, Berlin, analog in den Finanzanlagen abgebildet.

Mit Kaufvertrag vom 17. August 2023 erwarb die Gesellschaft jeweils die Anteile an der Bytro Labs GmbH (Hamburg), Playa Games GmbH (Hamburg) sowie OFM Studios GmbH (Köln) zu einem Gesamtkaufpreis von TEUR 100.000, so dass für das Jahr 2023 inklusive Anschaffungsnebenkosten (TEUR 42) ein Beteiligungszugang in Höhe von insgesamt TEUR 100.042 ausgewiesen wird.

Angaben zum Anteilsbesitz

Währung Beteiligung
%
Eigenkapital
in Tausend EUR
Ergebnis
in Tausend EUR
zum 31.12.
Sandbox Interactive GmbH, Berlin EUR 87,5 3.468 0 [1] 2023
Bytro Labs GmbH, Hamburg EUR 100 309 280 2023
Playa Games GmbH, Hamburg EUR 100 7.299 6.314 2023
OFM Studios GmbH, Köln EUR 100 3.607 1.231 2023

[1] Zwischen der Stillfont Germany GmbH (ehemals: Altigi GmbH) als Organträger und der Sandbox Interactive GmbH als Organgesellschaft wurde zum 1. Januar 2021 ein Gewinnabführungsvertrag geschlossen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen resultieren wie im Vorjahr aus Forderungen gegen Zahlungsdienstleister ("Payment Service Provider"), die die Kundenzahlungen abwickeln und an die Gesellschaft weiterleiten.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen des Geschäftsjahres betreffen ausschließlich Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Forderungen aus dem Gewinnabführungsvertrag mit der Sandbox Interactive GmbH in Höhe von TEUR 2.057 (Vorjahr: TEUR 4.060).

Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten im Wesentlichen Sicherheitseinbehalte in Höhe von TEUR 172 (Vorjahr: TEUR 54) für mögliche Zahlungsausfälle oder Stornierungen, Forderungen aus Mietkautionszahlungen in Höhe von TEUR 514 (Vorjahr: TEUR 409), Erstattungsansprüche aus Ertragsteuern in Höhe von TEUR 283 (Vorjahr: TEUR 0) sowie Forderungen aus Umsatzsteuer in Höhe von TEUR 732 (Vorjahr: TEUR 298).

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr bestehen, wie im Vorjahr, nicht.

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten

Die Rechnungsabgrenzungsposten beinhalten im Wesentlichen diverse Vorauszahlungen z.B. für Cloud-Services und Versicherungen sowie Gebühren für Lizenzen.

Bilanzgewinn

Der Bilanzgewinn entwickelte sich wie folgt:

EUR
Bilanzgewinn zum 31. Dezember 2022 25.575.922,35
Ausschüttung Gewinnvortrag ./. 10.699.205,38
Vorabausschüttung 2023 ./. 7.153.411,74
Jahresüberschuss 2023 14.792.004,32
Bilanzgewinn zum 31. Dezember 2023 22.515.309,55

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 30.513 beinhalten in Höhe von TEUR 25.023 (Vorjahr: TEUR 27.938) Earn-Out Verpflichtungen an die ehemaligen Gesellschafter der Sandbox Interactive GmbH. Weiterhin wurden sonstige Rückstellungen im Wesentlichen für ausstehende Rechnungen in Höhe von TEUR 4.288 (Vorjahr: TEUR 2.512) sowie für Personal in Höhe von TEUR 1.202 (Vorjahr: TEUR 702) gebildet.

Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeiten und die Besicherung der Verbindlichkeiten sind im Verbindlichkeitenspiegel im Einzelnen dargestellt.

31.12.2023
in TEUR Restlaufzeit gesichert gesamt
Art der Verbindlichkeit bis 1 Jahr von mehr als 1 Jahr von mehr als 5 Jahren mit
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 150 0 0 0 150
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 515 0 0 0 515
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 107.427 145.995 0 0 253.422
4. Sonstige Verbindlichkeiten 2.184 0 0 0 2.184
- davon aus Steuern 2.145 0 0 0 2.145
- davon i. Rahmen der sozialen Sicherheit 32 0 0 0 32
31.12.2022
in TEUR Restlaufzeit gesichert gesamt
Art der Verbindlichkeit bis 1 Jahr von mehr als 1 Jahr von mehr als 5 Jahren mit
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 12 0 10 0 12
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 266 0 0 0 266
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 2.642 141.971 0 0 144.613
4. Sonstige Verbindlichkeiten 1.745 7 0 0 1.752
- davon aus Steuern 1.694 0 0 0 1.694
- davon i. Rahmen der sozialen Sicherheit 25 0 0 0 25

Verbindlichkeiten gegenüber verbundene Unternehmen

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 253.422 (Vorjahr: TEUR 144.613) enthalten in Höhe von TEUR 248.976 (Vorjahr: TEUR 141.971) Darlehen gegenüber der Gesellschafterin Stillfront Midco AB. Die Darlehen werden auf Basis des EURIBOR plus eines jeweils festgelegten Zinssatzes verzinst. Ein Darlehen in Höhe von TEUR 145.995 hat eine Gesamtlaufzeit von 5 Jahren bis zum 30.06.2026. Drei Darlehen in Höhe von insgesamt TEUR 102.981 sind im Zusammenhang mit den Anteilserwerben an der Bytro Labs GmbH (Hamburg), Playa Games GmbH (Hamburg) sowie OFM Studios GmbH (Köln) unbefristet abgeschlossen worden. Von einer kurzfristigen Rückforderung des unbefristeten Darlehens wird nicht ausgegangen. Weiterhin enthalten sind Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 4.446 (Vorjahr: TEUR 2.588) aus offenen Rechnungen gegenüber Schwestergesellschaften.

Sonstige Verbindlichkeiten

Die sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 2.184 (Vorjahr: TEUR 1.752) enthalten in Höhe von TEUR 2.145 (Vorjahr: TEUR 1.694) Verbindlichkeiten aus Steuern.

Passive Rechnungsabgrenzungsposten

Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von TEUR 44 (Vorjahr: TEUR 194) beinhalten einen ausgezahlten Bonus für den exklusiven Vertragsabschluss mit einem Werbeerlöspartner.

Latente Steuern

Der Berechnung wurde ein Steuersatz von 32,28% (Vorjahr: 32,28%) zugrunde gelegt. Die aktiven latenten Steuern resultieren aus temporären Differenzen aufgrund der Fremdwährungsbewertung von Forderungen und Verbindlichkeiten. Die passiven latenten Steuern resultieren aus temporären Differenzen durch die Aktivierung selbsterstellter immaterieller Vermögensgegenstände sowie der Fremdwährungsbewertung von Forderungen und Verbindlichkeiten.

Insgesamt hat sich ein passiver Saldo in Höhe von TEUR 9.004 (Vorjahr: TEUR 8.787) ergeben.

Entwicklung der latenten Steuern

Die latenten Steuern haben sich wie folgt entwickelt:

Aktive latente Steuern
TEUR
Passive latente Steuern
TEUR
Saldo
TEUR
31.12.2022 9.076 17.863 8.787
31.12.2023 8.400 17.404 9.004
Erhöhung (+) / Minderung (-) -676 -459 +217

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse setzen sich wie folgt zusammen:

TEUR 2023 2022
Deutschland 17.153 18.504
Rest der Welt 62.946 69.623
Summe Umsatzerlöse 80.099 88.127

Sonstige betriebliche Erträge

Bei den sonstigen betrieblichen Erträgen in Höhe von TEUR 996 (Vorjahr: TEUR 1.428) handelt es sich im Wesentlichen um Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 233 (Vorjahr: TEUR 127) sowie um Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 685 (Vorjahr: TEUR 709). Die periodenfremden Erträge betragen TEUR 233 (Vorjahr: TEUR 134).

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind keine außergewöhnlichen Erträge enthalten.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Es liegen periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 65 (Vorjahr: TEUR 51) vor. Weiterhin beinhalten die sonstigen betrieblichen Aufwendungen Beträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 932 (Vorjahr: TEUR 999).

Erträge aus Beteiligungen

Die Erträge aus Beteiligungen in Höhe von TEUR 76 betreffen ausschließlich den Liquidationserlös der Tochtergesellschaft Goodgame Studios Japan K.K., Tokio, Japan.

Die Erträge aufgrund eines Gewinnabführungsvertrages weisen in Höhe von TEUR 11.192 das Jahresergebnis 2023 der Sandbox Interactive GmbH aus, mit der mit Wirkung zum 1. Januar 2021 ein Gewinnabführungsvertrag geschlossen wurde.

Sonstige Angaben

Gewinnverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Bilanzgewinn von TEUR 22.515 auf neue Rechnung vorzutragen.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen in Höhe von TEUR 2.874 (Vorjahr: TEUR 980) sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Zahlungsverpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen sowie aus einem IP Lizenzvertrag. Davon sind TEUR 516 (Vorjahr TEUR 975) innerhalb eines Jahres und TEUR 2.358 (Vorjahr: TEUR 5) zwischen 2 und 5 Jahren fällig.

Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen

Es wurden keine wesentlichen Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen zu nicht marktüblichen Bedingungen durchgeführt.

Ausschüttungssperre

Aus der Aktivierung selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 28.515 (Vorjahr: TEUR 26.988) abzüglich der darauf entfallenden passiven latenten Steuern in Höhe von TEUR 9.203 (Vorjahr: TEUR 8.710), abzüglich weiterer passiver latenter Steuern in Höhe von TEUR 8.201 (Vorjahr: TEUR 9.153) und der Hinzurechnung aktiver latenter Steuern in Höhe von TEUR 8.400 (Vorjahr: TEUR 9.076) ergibt sich gemäß § 268 Abs. 8 HGB eine Gewinnausschüttungssperre in Höhe von TEUR 19.511 (Vorjahr: TEUR 18.201).

Organe der Gesellschaft

Während des abgelaufenen Geschäftsjahres und bis zum Aufstellungszeitpunkt wurden die Geschäfte der Gesellschaft durch folgende Personen geführt:

Geschäftsführer Armin Busen, CEO, Reinbek
Geschäftsführer Gero Michalschyk, CFO, Hamburg (seit 13.06.2023)
Geschäftsführer Verena Schnaus, CFO, Hamburg (bis 31.01.2023)
Geschäftsführer Andreas Uddman, Stillfront Group CFO, München (seit 25.10.2023)

Gesamtbezüge der Geschäftsführung

Hinsichtlich der Angaben der Geschäftsführerbezüge macht die Gesellschaft von der Möglichkeit des § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch.

Mitarbeiter

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter (ohne Praktikanten) beträgt:

Angestellte 199
Führungskräfte 10
209

Konzernverhältnisse

Zur Erstellung eines Konzernabschlusses war die Stillfront Germany GmbH (ehemals: Altigi GmbH) nach § 291 HGB zum 31. Dezember 2023 nicht verpflichtet.

Mutterunternehmen ist die Stillfront Midco AB, Stockholm, Schweden. Die Stillfront Midco AB wird von der Stillfront Group AB, Stockholm, Schweden, als oberstem Mutterunternehmen beherrscht, in deren Konzernabschluss die Gesellschaft einbezogen wird. Der Konzernabschluss wird im schwedischen Unternehmensregister unter der Nummer 556721-3078 veröffentlicht.

Prüfungs- und Beratungsgebühren

Das für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers beträgt für

TEUR 2023 2022
Abschlussprüfungsleistungen 111 107
Steuerberatungsleistung 0 2
Andere Beratungsleistungen 0 0
Gesamt 111 109

 

Hamburg, 23. April 2024

Stillfront Germany GmbH
(ehemals: Altigi GmbH)

Armin Busen

Gero Michalschyk

Andreas Uddman

Entwicklung des Anlagevermögens für das Geschäftsjahr 01.01.-31.12.2023

AHK 01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 94.616.315,28 12.919.353,43 0,00 0,00
2. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 3.246.361,43 0,00 -2.673.261,50 0,00
Immaterielle Vermögensgegenstände 97.882.676,71 12.919.353,43 -2.673.261,50 0,00
II. Sachanlagen
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.768.060,24 118.844,21 -4.165.113,53 0,00
Sachanlagen 4.768.060,24 118.844,21 -4.165.113,53 0,00
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen * 172.112.511,22 100.042.166,36 -75.726,17 0,00
Finanzanlagen 172.112.511,22 100.042.166,36 -75.726,17 0,00
Gesamt 272.644.274,17 113.080.364,00 -6.914.101,20 0,00
AHK 31.12.2023
EUR
Abschreibung 01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 107.535.668,71 67.628.646,18 11.391.821,44 0,00
2. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 573.099,93 2.701.781,26 1.259,00 -2.672.407,50
Immaterielle Vermögensgegenstände 108.108.768,64 70.330.427,44 11.393.080,44 -2.672.407,50
II. Sachanlagen
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 721.790,92 4.443.381,62 219.251,48 -4.130.745,68
Sachanlagen 721.790,92 4.443.381,62 219.251,48 -4.130.745,68
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 272.078.951,41 0,00 0,00 0,00
Finanzanlagen 272.078.951,41 0,00 0,00 0,00
Gesamt 380.909.510,97 74.773.809,06 11.612.331,92 -6.803.153,18
Umbuchungen
EUR
Abschreibung 31.12.2023
EUR
Buchwert 01.01.2023
EUR
Buchwert 31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 0,00 79.020.467,62 26.987.669,10 28.515.201,09
2. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 30.632,76 554.580,17 542.467,17
Immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 79.051.100,38 27.532.249,27 29.057.668,26
II. Sachanlagen
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 531.887,42 324.678,62 189.903,50
Sachanlagen 0,00 531.887,42 324.678,62 189.903,50
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 170.013.537,22 272.078.951,41
Finanzanlagen 0,00 0,00 170.013.537,22 272.078.951,41
Gesamt 0,00 79.582.987,80 197.870.465,11 301.326.523,17

* Anpassung der Earnout Komponente als Bestandteil der ursprünglichen Anschaffungskosten aufgrund besserer Erkenntnisse aus dem Beteiligungserwerb der Sandbox Interactive GmbH.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Stillfront Germany GmbH (vormals: Altigi GmbH), Hamburg

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Stillfront Germany GmbH (vormals: Altigi GmbH), Hamburg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Stillfront Germany GmbH (vormals: Altigi GmbH) für das Geschäftsjahr vom Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen."

 

Hamburg, den 15. Mai 2024

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Niklas Wilke, Wirtschaftsprüfer

ppa. Stefanie Bubbers, Wirtschaftsprüferin

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